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Auf der Suche nach dem Christus-Impuls Teil 2 - ein Vortrag von Christoph Bolleßen, 2025
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Einleitung und Gedenken an die geistige Welt (00:00:52)
Sprecher 1: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Anwesende, ich darf mich bedanken dafür, dass Sie in dieser Hochsommerzeit, die ja heute Gott sei Dank ein wenig kühler ausfällt, als es angekündigt wurde, hier erschienen sind und mit allen hier gemeinsam Erschienenen. Und ich möchte, wenn ich sage, liebe Anwesende, auch immer diejenigen mit einschließen, die zurzeit nicht inkarniert sind, die wir mit unseren sinnlichen Organen zunächst nicht wahrnehmen können. Ich kann sagen, dass wir vielleicht versuchen sollten, zwischendurch auch immer mal wieder an diese Wesen zu denken.
Es sind in erster Linie verstorbene Menschen, die sich gerade im Leben zwischen Tod und einer neuen Geburt befinden. Es sind Naturgeister, Elementarwesen. All diese Wesen sind hier mit dabei und arbeiten auch aktiv in uns und um uns herum. Eigentlich ist das 24 Stunden der Fall. Und ich finde, je mehr man sich das immer wieder so ein bisschen ins Bewusstsein ruft, desto mehr entsteht auch in uns ein fruchtbarer Boden für die Zukunft. Und die Welt nicht aus dem Auge zu verlieren, ist heute aus meiner Sicht sehr, sehr wichtig. Vor allen Dingen auch die Welten, die wir durch unseren aktuellen Bewusstseinszustand, das Gegenstandsbewusstsein, wie es Rudolf Steiner nennt, auch oft aus dem Blick verlieren. Und vielleicht können wir unsere Seelen heute ein wenig einstimmen darauf, dass wir versuchen, mit unserer Aufmerksamkeit immer noch ein wenig übrig zu behalten, auch für diese Sphären und für diese Wesen, die uns beibringen.
Rückblick und thematische Landkarte des Vortrags (00:03:06)
Sprecher 1: Der Titel der heutigen Veranstaltung lautet „Auf der Suche nach dem Christusimpuls, Teil 2“. Wenn ich kurz einmal um Handzeichen bitten dürfte, wer hat den ersten Teil nicht mitverfolgen können beziehungsweise auch nicht im Internet gesehen? Ja, dankeschön.
Dann kann ich so viel sagen, der erste Teil hat sich ein wenig, ich möchte sagen, konkreter mit einem Aspekt des Christusimpulses befasst. Wir hatten unter anderem die Fußwaschung als ein zentrales Element für die Seele, um einen Zugang zu bekommen zu dieser Christuskraft, zu diesen Christuswesen, das ja in der Anthroposophie wesentlich weiter gefasst wird, als wir es aus dem kirchlichen Kontext heraus bisher kennengelernt haben. Und diese Kraft in uns ein wenig familiärer zu machen, dazu diente dieser erste Teil und der Blick auf die Fußwaschung.
Und heute möchte ich so agieren, dass wir vielleicht eine kleine Landkarte in uns entwerfen können, mit der wir in der Lage sind, durch punktuelle Ereignisse in der Vergangenheit unseren Zugang und das, was wir unter dem Christusimpuls verstehen, dass wir das verbinden können, auch mit einer Vergangenheit, die ja nicht nur Menschen und Seelen und Wesen betrifft, die dazu mal inkarniert waren, sondern dass wir es schaffen, aus den Tiefen unseres Bewusstseins heraus uns auch klarzumachen, all das, diese Zeitpunkte, die wir heute beleuchten werden, die haben auch mit uns selbst zu tun. Wir haben ebenso eine karmische Vergangenheit, sind seit sehr, sehr langer Zeit mit diesem Planeten verbunden und haben durch die Zeiten hindurch immer wieder Leibeshüllen gesucht, die unserer irdischen Aufgabe gerecht werden können. Das heißt, wenn wir also heute über vergangene Zeiten sprechen, dann sollten wir auch immer daran denken, auch in diesen Zeiten waren wir alle dabei.
Das lemurische Zeitalter und die erste Christustat (00:05:53)
Sprecher 1: Und beginnen möchte ich heute mit den Betrachtungen in einer weit zurückliegenden Vergangenheit, die Rudolf Steiner bezeichnet als das lemurische Zeitalter. Aktuell befinden wir uns im sogenannten nachatlantischen Zeitalter und vor diesem nachatlantischen lag das atlantische Zeitalter und vor diesem atlantischen Zeitalter befinden wir uns nun gedanklich in der lemurischen Zeit. Das ist eine Zeit der großen Umbrüche, wenn wir beginnend mit dem ersten Zeitalter, die sogenannte Polaris, dann gefolgt von der hyperboreischen Zeit, das war das zweite Zeitalter, in dieser Zeit wiederholen sich die Zustände der planetarischen Verkörperungen alter Saturn, alte Sonne, zunächst einmal, und in der lemurischen Zeit dann der Zustand des alten Mondes.
Wir können also sehen, dass die Weiterentwicklung immer so verläuft, dass die Zustände, die bereits aus der Vergangenheit vorliegen, immer wieder mit einbezogen werden in die aktuelle Entwicklung und dass diese Zustände wie in einer Art höher entwickelten Version erneut auftauchen, ihren Anspruch auch geltend machen. Sie sollten also sehen, wenn wir von unserer heutigen Welt sprechen, dann ist dort auch Wirkung enthalten des alten Saturnes, der alten Sonne und des alten Mondes. Und so ist es in dieser lemurischen Zeit ebenso, dass die Erde ganz bestimmte Neuerungen durchmacht, ganz bestimmte Entwicklungen durchmacht. Ich habe das hier mal versucht darzustellen. Hier haben wir zunächst einmal in der Mitte die Sonne, den Planeten Sonne, und diese Sonne war zunächst einmal in der hyperboreischen Zeit noch mit der Erde und mit dem Mond verbunden. Es handelte sich um einen Weltenkörper. Und in der hyperboreischen Zeit hatte sich bereits die Sonne aus der Erde herausgezogen. Und nun befinden sich hier unten zunächst einmal vor der lemurischen Zeit noch Erde und Mond vereint als eins. Und während der lemurischen Zeit zieht sich schließlich auch der Mond aus der Erde heraus.
Und wir können hier bereits sagen, dass die Wirkung des Herausziehens der Sonne unter anderem auch ausgelöst wurde durch bestimmte Widersachermächte. Diese Widersachermächte wirkten also durch dieses Herausziehen dieser enormen geistigen Kraft nun an diesem Prozess des Herausziehens mit. Rudolf Steiner informiert uns darüber, dass zu dieser Zeit sogenannte Geister der Form, die ja die Regentin der Erdenentwicklung sind, aufgrund dieses Herausziehens der Sonne zurückgeblieben sind. Und dass diese abnorm wirkenden Geister der Form von nun an ebenso die Erdenentwicklung maßgeblich mitbestimmen. Es kommt also zu einer Art Separierung der geistigen Kräfte. Allerdings hat dies auch zur Folge, dass diese hohen geistigen Mächte nun von außen auf die Menschheit einwirken und dadurch sozusagen Platz frei wird, damit wir mit unseren geistigen Wesenskernen auf die Leibeshüllen, auf die Weiterentwicklung der Leibeshüllen Einfluss nehmen können. Es wird also Platz gemacht sozusagen, damit wir an uns und an der gesamten Menschheitsentwicklung mitarbeiten können.
Und nun in der lemurischen Zeit, die ganz entscheidend ist für die moderne Menschheit, Rudolf Steiner sagt, dass wir ab der lemurischen Zeit etwa nun wirklich davon sprechen können, dass die Menschen beginnen, mit ihren Ichen direkt in die Leibeshüllen einzutauchen. Und dass wir zunächst in der lemurischen Zeit einen Zustand vorfinden, wodurch das Herausziehen der Sonne und zunächst dieser Verbleib des Mondes in der Erde, der Mond hat die Fähigkeit, die Stofflichkeit, die sich verdichtende Stofflichkeit immer mehr zu verhärten. Wir haben also in der lemurischen Zeit einen Zustand, dass die Materie einen gelartigen Zustand hatte. Und diese Verhärtung aus dem seelisch-geistigen heraus langsam in die Stofflichkeit hatte zur Folge, dass wir alle, die wir nun als geistiger Wesenskern Interesse daran hatten, eine eigene Leibeshülle auf Erden zu haben, wir waren zunächst einmal alle überfordert mit diesem Verhärten der Materie. Und so gab es auf Erden zunächst einmal nur zwei Menschen, die es vermochten, diesen verhärtenden Zustand der Leiber zu überwinden und an ihren Leibeshüllen zu arbeiten. Und das waren Adam und Eva.
Diese zwei hochentwickelten Menschen waren also in der Lage, mit ihren geistigen Kräften die Leibeshüllen weiterhin so zuzubereiten, dass sie nicht in die Verhärtung gerieten, sondern dass sie weiterhin entwicklungsfähig blieben. Und wir als noch sehr kraftlose Beginner, sage ich mal, wir hatten uns alle zurückgezogen auf die umliegenden Planeten. Das heißt Saturn, Jupiter, Mars und dann später auch Merkur und Venus. Und nun kommt es dazu, dass wir alle nun beginnen zu sagen, wir möchten in diese Leibeshülle hinein. Adam und Eva geben das Beispiel, wir bekommen den Impuls, jetzt möchten wir auf die Erde, jetzt möchten wir in die Stofflichkeit hinein, um mitzuhelfen an der Erdenentwicklung. Und damals ist es dann eben so, dass der Mensch, wir Menschen, unsere Leiber befanden sich noch in einer Form, in einem Zustand, der mit dem heutigen überhaupt nicht vergleichbar ist. Also unter anderem befanden wir uns noch in einer Körperhaltung, die horizontal gelagert war zum Erdboden. Und durch diese horizontale Lage zum Erdboden, da kam es nun dazu, dass von unten her, so beschreibt es Rudolf Steiner, Lucifer und Ariman, diejenigen, die uns als Widersacher an die Seite gestellt wurden mit göttlichem Auftrag, damit wir in der Lage sind, die Freiheit zu erringen, diese beiden Wesen, diese beiden Kräfte wirkten nun von unten herauf und ergriffen die menschlichen Leiber. Und das gelang ihnen besonders gut, weil der Mensch durch die horizontale Lage sehr nah mit seinem Sinnesapparat an den Erdenkräften war.
Und so entstand eine Sphäre, könnte man sagen, etwas überhalb des Erdbodens, wo es Ariman und Lucifer gelang, die Sinnestätigkeit der Menschen in Unordnung zu bringen. Das heißt, wir hatten es also zu tun mit entweder einer völlig überhöhten Lust, die durch die beginnenden Sinneswahrnehmungen in die Seelen der Menschen hineinkam, oder es entstand Qual, vor allen Dingen bei der beginnenden Wahrnehmung von Farben, so sagt es Rudolf Steiner, dass also Rot zum Beispiel als bedrohlich empfunden wurde, dass also durch diese Farben, durch diese beginnende Wahrnehmung unsere Sinne völlig aus dem Gleichgewicht kamen und das ausgelöst dadurch ein Schmerzensschrei seelisch, ein seelischer Schmerzensschrei der Menschen, die also gebeutelt wurden durch diese Überforderung mit diesen neuen Sinneskräften, mit diesem beginnenden Gegenstandsbewusstsein.
Dieser Schmerzensschrei drang also hinauf in die geistige Welt und wurde hinaufgetragen bis zu den Sonnenwesen. Und auf der Sonne, wie eingangs gesagt, dort befinden sich die regelrechten Geister der Form, auch Exusiai genannt. Und aus dieser Hierarchiestufe der Exusiai rekrutierten sich für die Erdenentwicklung die sieben Elohim unter der Führung des Christus. Und diese Elohim hatten nun die Aufgabe, in die Erdenentwicklung etwas hineinzugeben. Und wie das in der geistigen Welt oft so ist, ist die Aufgabe, ein großes Opfer zu bringen. Und das Opfer der Elohim bestand eben darin, dass sie ihr Wesen als hohe Geister der Form in die Menschheitsentwicklung, in die Erdenentwicklung hinein opferten. Das heißt, es geht von den Elohim ausgehend Ich-Substanz, ihres Iches, Seelensubstanz und damit verbunden auch Ätherkräfte, flossen von diesen hohen Wesen in die Erdenentwicklung ein und wurde sozusagen Geschenk, Gabe für die Erdenmenschen.
Und was wir nun für die folgenden Angaben, die wir heute besprechen werden, im Kopf halten sollten, ist, dass nicht alles dieser Substanz, dieser Ich-Substanz, Seelensubstanz und der Ätherkräfte in die Erdenentwicklung hinein gegeben wurde, sondern es wurde etwas zurückbehalten. Und diese Substanzen, die in der geistigen Welt verblieben, die werden im Hinblick auf den Christusimpuls noch eine sehr entscheidende Rolle spielen, nämlich dass die Ich-Substanz, die zurückgehalten wurde, wird zur Verfügung gestellt für die Inkarnation des Johannes des Täufers, während die Seelensubstanz der Elohim für den natanischen Jesusknaben vorbehalten wird. Dazu kommen wir später. Wichtig ist, dass wir verstehen, dass diese Kräfte in der geistigen Welt ein eigenes Wesen bilden, ein engelartiges Wesen, so sagt es Rudolf Steiner. Ich habe das hier mal dilettantisch versucht darzustellen, das soll ein Engelchen sein. Also ein engelartiges Wesen als Träger dieser Kräfte und die restliche Energie der Geister der Form der Regelrechten, aber eben auch der zurückgebliebenen, wie gesagt, fließt in die Erde und in die Menschheit ein. Und in dieser lemurischen Zeit geht dann der Mensch mit diesen Gaben durch den Sündenfall hindurch. Das heißt, Adam und Eva waren in der Lage, wie gesagt, die Leiber weiterhin zu bearbeiten, aber sie waren nicht in der Lage, den Einfluss der Widersacher, vor allen Dingen die des Luzifers, abzuwehren. Sie mussten also mit durch den Sündenfall, so wie wir es aus der Bibel kennen, sie wurden von Luzifer verführt, was für die Menschheit Fluch und Segen, ich möchte den Segen immer wieder erwähnen auch, weil oft wird ja dieses Tragische an diesem Sündenfall oft fokussiert, aber wir sollten auch anthroposophisch immer den Segen, der davon ausgeht, nicht vergessen.
Und ausgelöst durch diesen Sündenfall und dieses Überfordern der Menschen mit den neuen Sinneseindrücken, mit dem Gebrauch der Sinnesorgane, diese Unordnung, die entsteht in den Seelen der Menschen dadurch, dieser Schmerzensschrei dringt hoch zur Sonne und wird dann durch dieses Engelwesen vermittelt an den Christus. Der Christus hört als Sonnenwesen, er ist auch mit der Sonne verbunden, sein Einflussbereich geht natürlich noch weit darüber hinaus, aber auch als Sonnenwesen empfängt er nun, vermittelt durch dieses Engelwesen, den Schmerzensschrei der Menschen. Und daraufhin bedient er sich dieses Engelwesens und begeht die erste wichtige Tat, die hinarbeitet auf das Mysterium von Golgatha. Die erste Christustat in der lemurischen Zeit besteht darin, dass die in Unordnung gebrachten Sinnestätigkeiten des Menschen abgemildert werden. Das heißt, dieses Engelwesen hat Christus-Impuls, Christus-Kraft in sich und mischt sich sozusagen ein in die Menschheitsentwicklung, gibt Kräfte dort hinein, auf dass der Mensch diese Qualen gemildert erhält.
Ich habe das hier versucht darzustellen. Der Mensch also in horizontaler Haltung liegt genau hier in dieser Wirkungssphäre der Widersacher. Und dadurch, dass nun dieses Engelwesen die Sonnenkräfte mit auf die Erde bringt und in die Menschen einfließen lässt, dadurch erhebt sich der Mensch, richtet sich auf. Und durch dieses Aufrichten der Gestalt wird der Sinnesapparat, der ja hauptsächlich in unserem Kopfbereich vorhanden ist, herausgehoben aus dieser kritischen Sphäre, also auch ganz räumlich sich vorzustellen. Durch die Aufrichtung wird das, was wir durch die Sinne erfahren, abgemildert. Und wir können das zum Beispiel ganz deutlich beobachten, wenn Sie zum Beispiel einen Hund sehen, der ja nun in der Horizontalen ist. Und wenn der mal eine Fährte aufgenommen hat mit der feinen Nase, da gibt es nur noch, er lebt nur noch in diesem Sinneseindruck der Nase. Also ganz stark. Und dadurch, dass der Mensch sich heraushebt, kommt es zu einer Abmilderung. Wir können also Sinneseindrücke ein bisschen von uns fernhalten oder können auch voll einsteigen, uns denen zuwenden. Aber die Tiere, die alle in der Horizontalen, sie sind mehr oder weniger ihren Sinnen ausgeliefert. Allerdings haben die Tiere natürlich im Gegensatz zu uns Gruppen, Seelen, die das Ganze dann auch wieder ausgleichen können. Das haben wir nicht.
Das atlantische Zeitalter: Ätherkräfte und die Angriffe der Widersacher (00:23:50)
Sprecher 1: Dann machen wir einen kleinen Sprung, verfolgen den Christusimpuls weiter aus der lemurischen Zeit heraus in die erste Zeit der Atlantis. Das heißt das auf die Lemuria folgende Zeitalter. Und hier ist vor allen Dingen charakteristisch für dieses Zeitalter, dass der Mensch hier lernt, die Ätherkräfte zu gebrauchen. Während wir im lemurischen Zeitalter eine Fokussierung auf den physischen Leib und auf den Sinnesapparat hatten, kommt es nun dazu, dass nun die Ätherkräfte zunehmend in den Fokus der Entwicklung geraten. Das heißt, die Menschen lernen, diese Ätherkräfte zu gebrauchen. Sie sind noch ganz eng verbunden mit dieser seelisch-geistigen Welt, in der die Ätherkräfte herumwabern, könnte man sagen. Die Atlantier waren unter anderem in der Lage, ihre Behausungen, so sagte es Rudolf Steiner, aus Pflanzen heraus selbst zu bilden, später in der Atlantis. Sie konnten also Pflanzen zum Wachsen bringen, konnten Wachstum verhindern. Das wurde dann auch später egoistisch auf Menschen angewendet. Wenn man, sage ich mal, jemandem nicht gut gesonnen war, dann konnte man den gigantisch wachsen lassen oder man konnte auch sein Wachstum verhindern. Das ging also durch diesen Gebrauch der Ätherkräfte.
Gleichzeitig kam es auf der Atlantis dazu, dass die Menschen mehr oder weniger separiert wurden in Völker durch Erzengelwesen, zu denen wir gleich noch kommen. Diese Erzengelwesen griffen ein durch die Planetenintelligenzen, für die sie standen, und separierten die Menschen in die atlantischen Völker. Das heißt, die Gruppenseelenhaftigkeit der Völker, dass die Menschen also dann in Gruppen gelenkt wurden, das kam auf. Dann haben wir Orakel, atlantische Orakel, von denen es sieben Stück gab, sieben Mysterienstädten, nämlich die Mysterien des Vaters, des Sohnes und des Geistes. Und die Sprache habe ich noch vergessen. Also die Laute, die Sprache der Menschen begann sich herauszubilden im Zuge dieser Lenkung durch die Gruppenseelen.
Und so haben wir dann hier die Erzengelwesen, die diese atlantischen Orakel gelenkt haben. Wie wir eben gesagt haben, die umliegenden Planeten spielen eine große Rolle. Wir hatten uns teilweise auf diese Planeten zunächst zurückgezogen, und damit sind wir auch individuelle Verbindungen in Bezug auf unser Karma eingegangen mit diesen Planetenintelligenzen. Man könnte sagen, Marsmenschen sind unter uns. Und so haben wir also hier diese Erzengelwesen, die verantwortlich sind, die Planetenintelligenzen zu lenken. Das ist einmal für den Saturn Erzengel Orifiel, für den Jupiter Sachariel, für den Mars Samael. Dann haben wir den Regenten der Planetenintelligenzen. Das heißt also, alle Planeten gehorchen eigentlich zu dieser Zeit zumindest dieser hohen Sonnenintelligenz, die geleitet und verwaltet wird durch Michael. Dann haben wir für die Venus verantwortlich den Arnail, Merkur, Raphael und Mond Gabriel. Das heißt, diese Orakelstätten in der atlantischen Zeit wurden von diesen Erzengelwesen maßgeblich geleitet. Rudolf Steiner sagt, dass es sogar so war, dass einige Erzengel so stark mit dem Christus auch verbunden waren, dass es innerhalb dieser Orakelstätten nicht nur dazu kam, dass diese Erzengelwesen inkarnierten, dass also die Menschen zu den Orakelstätten hingingen und dort direkt mit einem Erzengel sprechen konnten, sondern dass es manchmal sogar der Christus selbst war, der durch diese Mysterienstätten, diese Eingeweihten, die dort waren, dass er selbst auch durch sie gesprochen hat.
Und auch in dieser ersten atlantischen Zeit sind Lucifer und Ariman natürlich nicht untätig. Sie versuchen erneut einen Angriff auf das Menschenwesen zu machen in Verbindung mit den eben erwähnten Ätherkräften, auf den Ätherleib. Und es kommt nun dazu, dass sie ebenso wie sie in der lemurischen Zeit versuchten, die Sinnestätigkeit der Menschen durcheinander zu bringen, versuchen sie jetzt, die Lebenskräfte der Menschen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das heißt, diese Interaktion mit der Welt, die nun beginnt, das heißt vor allen Dingen dadurch, dass die Menschen beginnen, sich ernähren zu müssen als werdende Erdenwesen, die jetzt mit der Erdenschwere sich immer mehr verbinden, mit der Stofflichkeit sich verbinden, kommt es dazu, dass wir in die Lage versetzt werden, nicht mehr nur vom Geist allein zu leben, sondern wir müssen Erdenmaterie in uns aufnehmen. Wir müssen interagieren mit dem Erdenstoff, Stoffwechsel und die Atmung. Der Atemrhythmus, wie nehmen wir Luft in uns auf, halten sie und geben sie wieder ab. Dahinter stehen Rhythmen und hinter diesen Rhythmen der Atmung, da lässt sich einiges auch ablesen. Das Verhältnis des Menschen zum Irdischen und zum Geistigen zum Beispiel und sogar auch das Verhältnis mit den Widersachern. Das können wir jetzt hier nicht näher beleuchten, aber auf jeden Fall dieser Atemrhythmus, wenn wir auch da mal hineinspüren in uns, in einem stillen Moment, wie atmen wir eigentlich? Wie ist die Atmung? Ist sie eher flach und schnell? Ist sie eher tief und ausgeglichen? Da können wir eine Menge über uns lernen.
Und so ist es eben so, dass durch diesen Angriff auf die Lebenskräfte von Lucifer und Ariman es dazu kommt, dass der Mensch immer dann, wenn er mit der Außenwelt interagiert, Stoff in sich aufnimmt, entweder große Gier empfindet, dass er also auf bestimmte Reize besonders stark reagiert und davon immer mehr möchte, oder dass er eben Ekel empfindet. Wenn man etwas aufnehmen soll in sich, dass man eine unglaubliche Abscheu davor hat, mit diesem Verbinden sollen, mit diesem Erdenhaften. All das legten Lucifer und Ariman tief in die Seelenkonfiguration der Menschen damals hinein. Und zusätzlich kam es dann dazu, dass auch die Sprachbildung von diesem Angriff nicht unverschont blieb. Rudolf Steiner sagte, wenn jetzt nun diese zweite Christustat nicht erfolgt wäre, dann wäre der Mensch nicht in der Lage gewesen, eine Sprache auszubilden, weil er so überwältigt worden wäre von dieser Gier oder von diesem Ekel, dass er nur in der Lage gewesen wäre, trieberfüllte Tierlaute abzusondern. Also auch da die mildernde Kraft dieses Engelwesens schenkt uns die Möglichkeit, gelassen zu reagieren auf Interaktionen mit der Welt und die Sprache so weit zu kultivieren, dass es weit hinausgeht über Seelenäußerungen durch triebhafte Laute.
Und dann haben wir schließlich gegen Ende der Atlantischen Zeit den dritten Angriff der Widersacher auf das Menschenwesen. Und hier ist es nun so, dass Lucifer und Ariman versucht haben, und ich möchte auch sagen, vielleicht ist das auch schon angeklungen, dass durch diese Taten des Christus und des Engelwesens diese Dinge abgemildert wurden, dass wir aber natürlich Relikte aus diesen Zeiten alle noch in uns tragen. Dieser dritte Angriff zielte darauf hin ab, dass die nun im Menschen sich konfigurierte Seele mit den Vermögen Denken, Fühlen und Wollen, was ja ein Gemeinschaftswerk der höheren Hierarchien gewesen ist, dass Lucifer und Ariman sich genau in dieses Zusammenspielen von Denken, Fühlen und Wollen eingemischt haben. Sie haben also diese Seelenfähigkeiten in eine Disbalance gebracht. Und das sah eben so aus, dass tatsächlich innerhalb der Seele Strukturen entstanden sind, die drachenartig sind. Wir können uns das so vorstellen, dieser Drache ist ja angelehnt an eine Reptilienform. Und Reptilien sind sehr stark darin, wenn es darum geht, affekthaft zu agieren. Wenn man ein Krokodil zum Beispiel sieht, das sich seiner Beute nähert, das ist ganz ruhig. Und dann, wenn es merkt, das ist meine Beute, dann geht alles ganz schnell. Also dieses Affekthafte, dieses feurige Aufleben von Impulsen aus uns, das ist auf diesen Angriff zurückzuführen unter anderem. Und auch hier ist es so, dass der Christus durch dieses Engelwesen diesen Angriff abmildert. Und zwar so, das ist jetzt besonders interessant, dass Rudolf Steiner sagt, dieser Engel und die Christuskraft werden zu dem Drachen. Sie nehmen selber die Drachengestalt an, verbinden sich mit diesem Drachen. Und durch diese Verbindung ist der Drache zwar noch in der Lage, als Drache zu agieren, aber er trägt fortan auch die Kräfte des Christus in sich.
Die vierte Christustat: Das Mysterium von Golgatha (00:37:35)
Sprecher 1: Dann machen wir einen großen Sprung. Die vierte Christustat, die ist dann das Mysterium von Golgatha. Das heißt die Menschwerdung Christi, das Herabsteigen des Christuswesens bis in eine menschliche Leibeshülle hinein. Und dieses Leibesgefäß, das zubereitet wurde für den Christus, das steht nun in ganz enger Verbindung, wie gesagt, zu dieser Seelensubstanz der Elohim, die uns schon dreimal zur Hilfe gekommen ist in der Vergangenheit. Diese Seelensubstanz ist in diesem natanischen Jesus wirksam. Und Rudolf Steiner berichtet uns, dass dieser natanische Jesus sich dadurch auszeichnete, dass ihm sämtliche kulturellen Hintergründe der Menschheit von damals völlig unbekannt waren. Er hatte keinen Bezug zu weltlichen Dingen. Er war also ein sehr unbedarfter Mensch. Man könnte sagen, vielleicht ein bisschen zurückgeblieben, würden wir heute sagen. Aber sein Gemüt war strahlend und rein. Und das hat damit zu tun, dass seine Seele, bevor er der natanische Jesusknabe wurde, noch niemals inkarniert war. Und das verlieh ihm diese Reinheit und man könnte sagen auch diese seelisch-geistige Kraft, diese starke Konstitution, um diese Leibeshöhlen so zusammenhalten zu können, dass der Christusgeist für drei Jahre auf Erden anwesend sein konnte.
Wenn wir nun auf unser aller Seelen schauen, wir haben all diese Stationen, die wir gerade besprochen haben, mitvollzogen. Wir tragen all diese Ereignisse, die Luzifer und Ariman inszeniert haben, die haben wir erlebt. Und unter anderem erklärt sich auch dadurch zum großen Teil, wie wir heute in der Welt stehen, auf was wir reagieren in der Welt, mit Sympathie, mit Antipathie. Welchen Beruf wir wählen, welches Elternpaar wir uns aussuchen, an welchem Ort wir inkarnieren und schließlich auch mit welchen Menschen, mit welchen Seelen wir noch etwas gut zu machen haben. Und die Bewusstwerdung, dieser Weg zu uns selbst, uns selbst zu erkennen, der, denke ich, hat sehr viel mit dem zu tun, was gerade gesagt wurde. Und selbstverständlich dann auch mit dem Mysterium von Golgatha. Denn das Mysterium von Golgatha besteht darin, dass der Christus durch den Kreuzestod hindurchging. Er hat also, wenn wir es aus unserer Sicht vielleicht formulieren wollen, er hat Altes sterben lassen, er hat Altes abgelegt, um neu zu erstehen.
Das Damaskuserlebnis des Paulus (00:41:56)
Sprecher 1: Und verfolgen wir nun diesen Christusimpuls weiter, dann möchte ich hier auf ein Ereignis verweisen, das sich circa im Jahr 33 nach Christus abgespielt hat. Und zwar ist es das sogenannte Damaskuserlebnis des Paulus von Tarsus. Paulus, der vorher unter dem Namen Saulus bekannt war, hatte in seinem Leben sich zum Ziel gesetzt, alle Menschen, die sich dem Christus zuwenden wollen, zu vernichten. Er war also ein sehr treuer Verfechter der alten Gesetze. Und auch seine Seele war durch diese Vorstufen zum Mysterium von Golgatha und den damit verbundenen Angriffen auf die Widersacher hindurchgegangen. Und als er nun damit konfrontiert wird, als er davon hört, dass Gottes Sohn Mensch geworden ist, war er hoch verärgert. Denn er hatte doch schließlich gelernt, so steht es in den alten Gesetzen, dass der Gott in der Sonne wohnt. Er kommt nicht auf die Erde. Und das erzeugte in ihm eine große Wut, die darin endete, dass er also tatsächlich die ersten Christen damals verfolgte, sie dann an die entsprechenden Autoritäten auslieferte.
Und im Jahr 33 auf einer Reise nach Damaskus kommt es dann dazu, dass er auf einmal zusammenbricht und ein inneres Erlebnis hat. Er scheint etwas. Ein Licht nimmt er wahr und er hört eine Stimme. Und es ist die Stimme des auferstandenen Christus. Und er hört diese Stimme in sich. Er ist also ein Suchender, obwohl er es nicht weiß. Und er bricht zusammen und er bekommt von Christus eine Anweisung. Er soll jemanden aufsuchen. Und vorher fragt er den Christus, bist du es, Herr? Und Christus sagt, ja, ich bin der, den du suchst. Warum verfolgst du mich? Das heißt, er ist tief erschüttert davon, dass seine Seele etwas wahrzunehmen scheint, was den alten Gesetzen, auf alles, was er sich vorher immer verlassen konnte, nun obsolet geworden ist, innerhalb von Sekunden. Und er öffnet seine Augen und ist blind für drei Tage. Seine Gefährten bringen ihn dann zu Hananias. Das ist der, man könnte sagen, ein Urchrist, der sich mit dem Christusimpuls verbunden hat. Und dieser Hananias bekommt von Christus den Auftrag, leg ihm die Hand auf, wenn er zu dir kommt. Und er sucht ihn auf und er legt Saulus die Hand auf. Und da konnte er sehen, dass der Christus anwesend war, dass der Auferstandene zu ihm gekommen ist. Und so wurde er von Saulus zu Paulus und wurde ein treuer Gefährte des Christus.
Und ich finde diese Geschichte so rührend, weil man sie nahezu in alle Lebensbereiche hineintragen kann. Wann ist es denn bei uns so weit, dass uns jemand auf die Schulter klopft und sagt, was tust du da gerade? Und sind wir dann in diesem Moment bereit zu sagen, ich war blind und möchte wieder sehen? Ich möchte einem neuen Impuls folgen. Oder verharren wir bei den alten Gesetzen? Ich glaube, dieses Damaskuserlebnis ist etwas, was jeder von uns kennt und was wir oft gar nicht hören, vielleicht auch nicht hören wollen. Und das Licht, das Paulus dort gesehen hat, das war die Ausstrahlung des Engelwesens, das uns dreimal zur Hilfe kam. Dieses Engelwesen, das die Leibeshüllen des natanischen Jesus durchdrungen hatte, hatte eine solche Ausstrahlung in die Umgebung, dass sein Licht Paulus erweckt hat.
Christian Rosenkreuz und die Ankunft der Bewusstseinsseele (00:48:41)
Sprecher 1: Dann möchte ich den Christusimpuls weiter verfolgen. Wir kommen immer näher in die Gegenwart, geschichtlich. Und zwar haben wir dann, können sagen, nach dem Damaskuserlebnis des Paulus haben wir eine Zeit, in der es erst einmal ruhiger wird um den Christusimpuls. In dieser Zeit waren allerdings auch die Widersacherkräfte nicht untätig, das lasse ich aus Zeitgründen hier weg. Jedenfalls war es notwendig, dass der Christusimpuls im Verborgenen weiter wirkte, bis dann schließlich die Zeit des 15. Jahrhunderts heraufbrach. Wie wir mehrfach gesagt haben, ist das der Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters. Und nun ist klar, es ist eine weitere Zeitenwende, die sich ankündigt. In diesem 15. Jahrhundert taucht eine Gestalt auf, wird erwähnt, die sich Christian Rosenkreuz nennt.
Und das Wissen um diese Seele und um die Kräfte, deren Träger er ist, wird offenbart durch Johann Valentin André, einen Schriftsteller, der die ersten rosenkreuzerischen Schriften veröffentlichte. Rudolf Steiner sagt, dass er nicht immer wusste, was er da eigentlich schreibt, dass er also nicht voll bewusst diese Dinge zu Papier gebracht hat, aber sie sind durch ihn in die Welt gekommen. Und mit diesen Schriften sollte eines den Menschen gegeben werden, ein Appell, der da heißt, ab sofort wird es keine heilige Intervention mehr geben, die den Menschen ohne sein bewusstes Zustimmen auferlegt wird, sondern ab sofort wird das Heilige nur noch erreichbar sein, wenn wir darauf zugehen.
Und durch Christian Rosenkreuz wurde offenbart, dass nun zunächst einmal dieser Impuls noch im Verborgenen durch die Gemeinschaft der Rosenkreuzer gepflegt werden sollte, dass aber die Zeit kommen würde, an denen dieses geheime Wissen der breiten Öffentlichkeit offenbart werden muss. Und das wird sein, wenn es Zeit geworden ist, dass drei Dinge eingetreten sind. Zunächst einmal die Entdeckung der Spektralanalyse, die wir ja alle bereits vollzogen haben. Das heißt, die Spektralanalyse ist in der Lage, den Menschen zu verdeutlichen, dass es, man könnte sagen, eine mathematisch-mechanische Konfiguration des Weltalls gibt. In dem Moment, wo die Menschen das begreifen können und das entdecken, werden die Seelen so weit sein, dass jegliche Verbindung mit der geistigen Welt, was Rudolf Steiner auch das atavistische Hellsehen nennt, das wird dann beseitigt sein. Denn ein atavistischer Mensch würde die Spektralanalyse nie anerkennen. Er würde sagen, das kann sein, aber wir wissen, dass das Weltall ein Ausdruck geistiger Wesen ist. Und wenn die Spektralanalyse unter die Menschen kommt und als Grundlage eines neuen naturwissenschaftlichen Weltbildes genutzt werden kann, dann wäre das erste Kriterium gegeben, um dieses neue Mysterium, diese neue Mysterienweisheit preiszugeben.
Das zweite ist das Auftauchen der Evolutionstheorien. Der Mensch als Glied einer Tierreihe, der Mensch hätte sich aus dem Tierreich heraus entwickelt, als eine Art Zufallsprodukt. Sein geistiger Ursprung, die geistigen Wurzeln würden immer mehr in den Hintergrund geraten. Auch das können wir heute beobachten, dass das der Fall ist.
Und als drittes und für mich auch wichtigstes Kriterium für unsere heutige Zeit ist das Auftreten von Hypnose und Suggestion. Was die Suggestion betrifft, ist Rudolf Steiner da besonders akribisch, uns auf diesen Punkt aufmerksam zu machen, dass er bereits vor 100 Jahren sagte, wie weit fortgeschritten bereits die Suggestion in der menschlichen Kommunikation ist. Was bedeutet Suggestion? Suggestion bedeutet, dass man die Willensschwäche des Gegenübers oder einer bestimmten Gruppe Menschen ausnutzt, um ihren Willen in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken. Und das kann man auf verschiedene Art und Weise tun. Das kann man tun, indem man Informationen in einer ganz bestimmten Reihenfolge präsentiert. Man kann es tun, indem man Informationen in einer ganz bestimmten Art und Weise kombiniert. Und man kann es auch tun, und das ist dann die im negativen Sinne Königsdisziplin, dass man Dinge an die Menschen vermittelt und dort einen Willensimpuls hineinlegt, der aber nicht von ihnen selbst stammt, sondern vom Sender. Und dass dann der Wille der Menschen übergangen wird und dieser fremde Willensimpuls in ihnen erscheint, als wäre es ihr eigener. Ich möchte da nicht ins Detail gehen, aber ich glaube, wir können alle sagen, dass die Welt der modernen multimedialen Kommunikation nicht unbedarft ist, wenn es um Suggestionen geht, wie auch immer. Und das Rezept, um aus diesen Suggestionen sozusagen Bewusstheit zu machen, eigene Urteilsfähigkeit zu machen, dazu ist es eben notwendig, dass wir die Ich-Kräfte in uns stärken, unseren Eigenwillen stärken, den Eigenwillen kennenlernen und ihn schulen.
Das zweite, spirituelle Mysterium von Golgatha (00:57:23)
Sprecher 1: Und dann kam es noch zu einem weiteren, sehr wichtigen Ereignis im 19. Jahrhundert. Auch dieses Ereignis tragen wir alle in unserer karmischen Vergangenheit. Der Impuls durch Christian Rosenkreuz kam nicht ohne Grund im 15. Jahrhundert. Ihm war klar, ihm war bewusst, dass es ab dem 15. Jahrhundert eine Zeit geben würde, in der die Menschen vollkommen in den Materialismus absinken werden, absinken müssen. Und es kam dann dazu, so berichtet uns Dr. Steiner, dass ab dem 15. Jahrhundert sehr, sehr viele Menschen durch die Pforte des Todes gingen und sie, während sie durch die Pforte des Todes gingen und in die geistige Welt hineinkamen, mit sich getragen haben nur noch Gedanken, die materialistischen Inhalts waren, Gedankenwesen, die materialistisch waren.
Und das bewirkte dann in der geistigen Welt eine Verdunkelung vor allen Dingen der Engelssphäre. Diese Gedankenwesen werden von uns über die Schwelle getragen und durch ihr materialistisches Wesen, was wir ihnen eingeprägt haben, sorgen sie halt dafür, dass das Licht in der Engelssphäre immer mehr verdunkelt wird. Und hier sagt Rudolf Steiner, das führt dazu, dass dieses in der Engelssphäre vorhandene Christusbewusstsein stirbt. Es kommt also zu einem zweiten Mysterium von Golgatha. Und dieses zweite Mysterium von Golgatha, dieses erneute Sterben des Christusimpulses, des Christusbewusstseins, die ist nun, wenn man so will, für uns der Nährboden einer zeitgemäßen Spiritualität.
Die erste Kreuzigung des Christus war physisch. Das Mysterium von Golgatha umfasste, dass der Leib Christi durch den Kreuzestod gegangen ist und dass die Substanzen Christi der Erde einverleibt wurden durch den physischen Tod. Und die eben beschriebene zweite Kreuzigung, die fand spirituell statt. Das heißt, durch diese spirituelle Kreuzigung Christi, dieses zweite Mysterium von Golgatha, sind wir heute in der Lage, das Christusbewusstsein in unseren Seelen aufleben zu müssen.
Fazit und der Wochenspruch (01:01:30)
Sprecher 1: Allerdings ist die Voraussetzung dafür natürlich, dass wir uns, wie besagt, auf die geistige Welt zubewegen, dass wir die Impulse der Anthroposophie, so wie sie uns Dr. Steiner hinterlassen hat, beginnen, wirklich ernst zu nehmen, aber aus Freiheit heraus, nicht aus Verpflichtung. Und das Ergreifen kann beginnen aus meiner Sicht damit, dass wir einfach auf die Suche gehen, nach dem Christusimpuls, aber nicht als etwas Unpersönliches, als würden wir einen Gegenstand suchen, sondern dass wir auf die Suche gehen, wo ist denn mein Anteil an dieser Christuskraft? Wo kann ich denn meinen persönlichen Zugang finden, wenn ich mich mal hineindenke in diesen Weg, den wir gerade geschrieben haben? Wie ist denn meine Seelenkonfiguration? Wie steht es denn um meine Sinneseindrücke? Wie steht es denn um meine Interaktion mit der Welt, Atmung, Nahrungsaufnahme? Und bin ich wirklich in der Lage, Denken, Fühlen und Wollen in ein angemessenes Verhältnis zueinander zu bringen? Ich denke, da wird uns allen auffallen, da ist noch Luft nach oben. Und die Achtsamkeit darauf zu legen, das kann der Beginn einer langen Reise sein.
Und ich halte es aus diesem Grund besonders für wichtig, dass möglichst viele Menschen sich auf diese Reise begeben, weil wir ja alle spüren können, es kann so nicht mehr weitergehen. Irgendwie befinden wir uns jetzt, egal auf welcher Ebene, ob es menschlich, sozial, ob es politisch ist, wir befinden uns an einem Punkt, wo wir merken, es möchte weitergehen, wir brauchen jetzt einen Ruck, einen Sprung, aber wir wissen nicht so richtig, wo das herkommt. Und das liegt eben daran, aus meiner Sicht, weil vieles von dem, was wir aus der Vergangenheit liebgewonnen haben, das ist nun an ein Ende gelangt. Es kommt nun auf uns an, auf unsere Spontanität, auf unsere Initiativkraft, die aber aus einem tiefen Verständnis der geistigen Hintergründe gewonnen werden muss. Aber hierin liegt eine Kraft, die von jedem von uns, egal wo er steht, egal welchen Alters, welches Geschlecht, wo auch immer auf der Welt, in welcher Lebenslage, ergriffen werden kann.
Und ich möchte vielleicht zum Abschluss, bevor wir dann gerne in die Fragerunde wechseln, den aktuellen Wochenspruch von Rudolf Steiner lesen für diese Woche, um das Gesagte in einen Kontext einzusetzen, um das nochmal nach oben zu öffnen, was wir mit diesen Informationen gerne anfangen können, wenn wir es möchten. Der Wochenspruch lautet:
Es spricht das Weltenwort,
das ich durch Sinnes Tore
in Seelengründen durfte führen.
Erfülle deine Geistestiefen
mit meinen Weltenweiten,
zu finden einstens mich in dir.
Es spricht das Weltenwort,
das ich durch Sinnes Tore
in Seelengründe durfte führen.
Erfülle deine Geistestiefen
mit meinen Weltenweiten,
zu finden einstens mich in dir.
Vielen Dank.
Fragerunde (01:08:27)
Sprecher 1: Jetzt gäbe es die Möglichkeit, mit Hilfe dieses Mikrofons einen Beitrag zu bringen, eine Frage, und dann gerne hier hineinsprechen, weil das erleichtert die Arbeit gerne. Bitte sehr.
Sprecher 2: Zu dem Thema Suggestion und Hypnose, kann das auch im Positiven angewendet werden, oder ist das nur eine rein arimanische, luziferische...?
Sprecher 1: Das Mikrofon ist nur zur Aufnahme. Das verstärkt nicht die Stimme, sondern es ist nur zur Aufnahme auf dem Video. Könnten Sie noch mal etwas lauter sprechen?
Sprecher 2: Zum Thema Suggestion und Hypnose, kann das auch im Positiven angewendet werden? Wie ich das in Ihrem Vortrag verstanden habe, ist das eine rein negative Auswirkung von den luziferisch-arimanischen Kräften.
Sprecher 1: Ich würde darauf antworten, es ist insofern nicht mehr zeitgemäß, weil wir nun mittlerweile dazu kommen müssen, dass der Mensch seinen Weg nur noch alleine finden muss. Das heißt, in dem Moment, wo ich den Willen des Anderen übergehe, auch wenn es vielleicht aus einem lauteren Motiv heraus ist, ist es nicht zuträglich. Man kann dem Anderen einen Rat geben, der muss aber immer so formuliert sein, dass er freilassend ist. Man kann zum Beispiel sagen, ich habe es so erlebt. Aber wenn man heute auf die Menschen zugeht und sagt, du musst jetzt das und das tun oder denken, sonst machst du was falsch, das ist nicht gut. Sie können gerne noch weiterfragen, das ist kein Problem.
Sprecher 2: Viele Menschen oder Zeitgenossen oder auch ich selber fühle ja, dass ich mich praktisch zu dem Christus entwickeln möchte, aber es ist ja nicht so einfach. Es sind ja viele Versuchungen und muss jetzt jeder Einzelne praktisch diesen Weg gehen. Sonst könnte ich ja auch sagen, okay, ich möchte ja gerne Christus in mir ausdehnen, also Christus in mir empfangen und ausdehnen. Aber da sind ja Kräfte in mir, die das verhindern und das könnte ich durch Hypnose praktisch dann abmildern.
Sprecher 1: Aber das ist genau das, was es nicht sein darf. Es geht darum, dass wir die Reminiszenzen, die karmischen, die aus der Vergangenheit zu uns kommen, das sind ja letztlich auch Wesenheiten. Und diese Wesenheiten, die müssen wir anschauen. Heute würden wir sagen, wir müssen unsere Fehler sehen, ebenso natürlich auch die guten Dinge, die an uns herantreten. Und in dem Moment, wo wir durch Hypnose oder Suggestion diesen Prozess, diese innige Verbindung des Menschen zu seinem eigenen karmischen Lebensstrom verhindern oder dort eingreifen, dann verhindern wir im Grunde die Durchchristung und die Heilung dieser Dinge.
Sprecher 2: Können Sie bitte noch etwas zu dieser spirituellen Kreuzigung sagen?
Sprecher 1: Diese Verdunkelung, meinen Sie? Ja, es war so, dass im 15. Jahrhundert, dort war es so, dass der Erzengel Gabriel, wir hatten ja am Anfang die Planetenintelligenzen und die Erzengel, Erzengel Gabriel ist ja der Regent des Mondes. Und diese Mondenkräfte, diese starken Mondenkräfte, die waren notwendig, um also dieses atavistische Hellsehen im Menschen endgültig zunächst mal zum Erliegen zu bringen. Daran ist aber möglich geworden und auch notwendig, dass der Mensch eben Einblick erhält in das äußere sinnliche Skelett, sage ich mal, der Weltenkonfiguration. Das heißt, die Naturwissenschaft stieg empor und lenkte die Aufmerksamkeit des Menschen also immer mehr auf das äußere physisch Sinnliche. Und das war für die geistige Welt ein ungeheuer schmerzhafter Prozess, denn wir müssen ja sehen, dass ein Großteil der Christuskraft in die Menschen hineingeflossen ist. Und wenn sich diese Christuskraft nun abwendet von der geistigen Welt, dann hat das natürlich enorme Konsequenzen. Also das hat den Wesen also wirklich auch Schmerzen verursacht. Aber es war notwendig, damit wir dann quasi, wenn wir ganz auf den Grund des Gefäßes angekommen sind, dass wir sehen, wir kommen jetzt hier an eine Grenze, dass genau an diesem Punkt unser Ich so weit rein geworden ist, dass das Ich sich an sich selbst erleben kann, ohne jegliche Einflüsse von außen. Das bedeutet aber auch, dass natürlich bis es zu diesem Punkt kommt, der Mensch sehr stark in den Materialismus abdriftet und dass wir natürlich diesen Bewusstseinszustand dann auch mit in den Tod nehmen, was ja heute noch sehr viel auch geschieht. Und das war dann eben eine so starke Verdunkelung, vor allen Dingen in der Sphäre der Engel, dass das Christusbewusstsein gestorben ist. Dass es aber ein hohes geistiges Gesetz ist, dass das, was stirbt, erscheint an anderer Stelle wieder. Und das war dieser Schritt, dass mit der zweiten Kreuzigung es uns dann möglich wird, das Christusbewusstsein in uns selbst zu tragen.
Sprecher 2: Kann man das auch in Bezug auf die Widersacher-Mächte sehen, auf Lucifer, Ariman oder Drache? Die ja in Gottes Auftrag handeln. Kann man das, wenn Sie dazu noch was sagen?
Sprecher 1: Sie meinen die Rolle der Widersacher-Mächte? Es ist ja unter anderem das große Rätsel unserer Zeit, das Rätsel des Bösen zu lösen, sagt Rudolf Steiner. Ich glaube, dass wir eben versuchen, diese Ambivalenz zu verstehen, dass das Böse eben auf der einen Seite uns auf einen Abweg führen kann, dass es aber auf der anderen Seite ein großer Helfer ist. Weil durch das Auftreten des Bösen und durch das Auftreten Lucifers und Arimans, dass wir eigentlich mal so richtig aus unserer Wohlfühl-Oase herausgezogen werden, um uns dann mal zu konfrontieren mit den Dingen. Und damit sagt Rudolf Steiner immer wieder, dass eben Lucifer und Ariman eigentlich einen göttlichen Auftrag haben. Aber dass es natürlich nicht für uns geboten ist, ihnen zu folgen. Das ist das Neue eigentlich, was man durch die Anthroposophie erfahren kann.
Sprecher 2: Und was ist der Weg der Widersacher für die Widersacher? Wie sieht Ihr Weg aus?
Sprecher 1: Ja, die wurden uns jetzt anheimgestellt. Also die werden jetzt so lange weitermachen, so stark sie können, bis wir sie erlösen.
Sprecher 2: Es drängt sich ja der Eindruck heute auf, dass die Welt vornehmlich aus Lucifer und Arimans besteht.
Sprecher 1: Dass die so stark geworden sind, meinst du? Ja, natürlich. Es ist auch so. Überall haben wir luziferische und arimanische Einflüsse. Also Lucifer war zum Beispiel auch beteiligt daran, dass sich der Mensch aufgerichtet hat, dass der Mensch seine Freiheit anstrebt. Das heißt, dieses Wesen zu verteufeln, auch den Ariman zu verteufeln, das ist so kein guter Weg. Auch Ariman wird uns sehr viel über die Welt noch offenbaren. Er bereitet ja gerade seine Inkarnation vor. Und ich glaube, das ist auch spürbar, dass sich ganz stark was geändert hat seit Beginn des neuen Jahrtausends.
Sprecher 2: Wie kommt Steiner zu diesen evolutionären Bildern?
Sprecher 1: Wie meinen Sie das?
Sprecher 2: Ja, jetzt eben Lucifer und Ariman und was sie sonst noch gebracht haben an dunklen Wächtern.
Sprecher 1: Wie er dazu kommt? Ich glaube, dass Rudolf Steiner in der Lage war, diese Kräfte zu sehen. Dass er gesehen hat, dass die luziferischen Kräfte zum Beispiel sehr stark in Verbindung mit dem Lichtäther stehen. Der Lichtäther wird durch die luziferischen Kräfte herabgestoßen in den untersinnlichen Bereich und wird dazu Elektrizität. Und deshalb kann ich mir vorstellen, dass Lucifer eben auch der Lichtträger ist. Und dass diese Seelenkräfte dann eben durch Rudolf Steiner als luziferisch benannt wurden. Und dass der Ariman, der ärgerliche Mann, der also quasi tief unter der Erde, wenn wir in den Bereich der Asuras kommen, auch ohne Licht, ihr Dasein fristen. Und aus dieser Beschränktheit des Bewusstseins heraus alles versucht zu vereinheitlichen. Wenn man diesem Pfad folgt. Lucifer und Ariman sind Namen, aber Rudolf Steiner war mit Sicherheit in der Lage, diese Kräfte wirklich in ihrer Wesenhaftigkeit wahrzunehmen.
Sprecher 2: Ich würde da gerne nochmal nachfragen. Und zwar bei der Kreuzigung spirituell. Dann wird immer gesagt, es war ein dunkles Zeitalter. Da sind so viele Seelen verstorben, die das nicht mit nach oben getragen haben. Aber hell ist es jetzt auch noch nicht wieder. Und dann hatten Sie das gerade so schön ausgeführt, dass Sie gesagt haben, die Engel haben dadurch Schmerzen. Und die äußern diese Schmerzen. Und dann gehe ich auf das Erste zurück, was heute dort stand. Dass wir in der lemurischen Zeit auch vor Schmerzen geschrien haben, weil wir diesen Einfluss der arimanischen und luziferischen Kräfte bekommen haben. Der Christus hat sich eingeschaltet, den Weg haben Sie uns schön beschrieben. Und jetzt ist er durch die erste physische Kreuzigung mit seiner Substanz in die Erde ein, hat sich uns zur Verfügung gestellt, in uns. Und wenn wir das schaffen dürfen, den in uns lebendig zu machen und hineinzutragen, können wir den Engeln wiederum zur Seite stehen und diese Schmerzen etwas mildern. Dann geht der ganze Prozess, so wie ich das jetzt für mich empfunden habe, wieder dorthin zurück.
Sprecher 1: Ganz genau. Sie haben es eigentlich wunderschön gesagt. Das Schöne ist, wenn wir das jetzt in Verbindung bringen mit Denken, Fühlen und Wollen, danke nochmal für die schöne Zusammenfassung, dass Rudolf Steiner es so beschreibt, jeder Gedanke, jeder lichtvolle Gedanke, den wir mit dem Christus verbinden, strahlt den Engeln hinauf, als würden wir in den Sternenhimmel schauen. Jeder christliche Gedanke ist für die Engel wie ein Stern am Himmel. Und dieser Erkenntnisprozess, dieses Aufleuchten, ist natürlich nur der erste Schritt. Da wurde ja gefragt, wie können wir denn dahin kommen? Jetzt geht es darum, aus der Erkenntnis heraus weiterzugehen, in die rhythmische Arbeit zum Beispiel. Dass wir also immer wieder sagen, ich versuche jetzt immer dann, wenn ich in bestimmte Situationen komme oder wenn ich mir einfach Dinge vornehme zu tun, dass das rhythmisch passiert, rhythmisch an uns arbeiten. Und dieser Rhythmus, das ist es, was dann über die Lebenskräfte, die neuen Dinge, die wir uns erringen, in unser Wesen einarbeitet. Es reicht also nicht aus, einmal zu denken, ah ja, Christusbewusstsein habe ich verstanden, nächstes Thema. Das funktioniert so nicht. Es ist auch gut so, dass es nicht funktioniert. Das hat zum Beispiel so funktioniert bei den Elohim. Die Elohim haben das Ich des Menschen gedacht, sagt Rudolf Steiner. Die haben zusammen einen Gedanken und dieser Gedanke manifestiert sich sofort. Und da können wir sagen, oder ich sage mir das oft, wie gut, dass wir noch nicht auf dieser Stufe sind. Wir brauchen Gott sei Dank dann noch, das ist dann auch Fluch und Segen, wir brauchen dann eben noch diese rhythmische Arbeit, dass es tief in unser Wesen eindringt, immer wieder mit diesen Dingen zu arbeiten, die immer wieder in uns zu bewegen, immer wieder auf dieser Suchfährte zu bleiben. Das ist ganz wichtig. Und über das Gefühl, über die Lebenskräfte, kommt es dann irgendwann in den Willen.
Sprecher 2: Das ist nicht auf der Aufnahme. Jetzt haben Sie von Rhythmus gesprochen und es gibt ja dieses schöne Stichwort, die Wiederkunft des Christus im Ätherischen. Da hänge ich noch mit, weil Sie sagen, in der Seele kommt es wieder. Aber da sind wir auf dem Physischen. Eigentlich wäre der nächste Schritt das Ätherische. Ja.
Sprecher 1: Danke, dass Sie noch mal darauf aufmerksam machen. Es ist ja so, dass Rudolf Steiner uns eröffnet hat, dass die Seelenkräfte, die unteren Seelenkräfte, sind auf der anderen Seite auch die Ätherkräfte. Das sind wie zwei Seiten einer Medaille. Die unteren Seelenkräfte, das sind die, die mit den vier Ätherarten zusammenhängen. Wenn wir die Naturreiche betrachten, dann haben wir zunächst mal Erde, dann haben wir Wasser, Luft, Wärme. Dann kommt die physische Wärme, die ist ganz eng verbunden mit dem Wärmeäther. Und über den Wärmeäther liegt der Lichtäther, der Klangäther und der Lebensäther. Und diese drei, das heißt Lichtäther, Klangäther und Lebensäther, das sind sozusagen die unteren Seelenkräfte des Menschen auf der anderen Seite der Medaille. Das ist also ein und dasselbe. Das heißt, wenn wir an unserem Ätherleib arbeiten, dann bearbeiten wir gleichzeitig auch unsere Seele. Sie müssen nicht laut ins Mikrofon sprechen, aber für die anderen gerne laut.
Sprecher 2: Können Sie noch ein paar Beispiele anführen, wie ich seelisch an diesen Ätherkräften bei mir arbeiten kann? Oder auch, was Sie vorhin sagten, diese rhythmischen Sachen. Können Sie da ein paar Beispiele anführen?
Sprecher 1: Ich möchte vielleicht mal den Begriff der Pflicht ins Spiel bringen. Rudolf Steiner sagt, dass der Pflichtbegriff eigentlich etwas sehr Intimes ist. Eine Pflicht kann der freie Mensch sich nur selber auferlegen. Und das heißt, wenn ich jetzt sage, ich möchte spirituellen Fortschritt machen, dann bearbeite ich jetzt das, was in mir an Willensschwäche vorhanden ist, dadurch, dass ich meinen Willen stärke, indem ich mir etwas vornehme, wozu es keinerlei äußere Veranlassungen gibt. Wo also niemand auf mich zukommt und sagt, da hast du nicht dran gedacht, sondern dass ich das nur selber mache und auch nur ich davon weiß, damit es also kein Alibi sozusagen gibt oder dass man dann erkennen kann, ich mache das jetzt doch lieber, sonst kriege ich da Ärger an der Stelle. Das heißt also, aus der völligen Freiheit heraus sich etwas Rhythmisches vornehmen und das dann tun. Und allein schon, wenn man den Entschluss fasst, das zu tun, dann wird man merken, da geht es richtig zur Sache innerlich. Dann kommen direkt diese Gedanken, ach, warum sollte ich das, ist doch sowieso jetzt, lass das erst mal, kannst auch nächste Woche noch damit anfangen. Das sind so diese Dinge und da merkt man, wie dann die eigene Willensschwäche doch vorhanden ist beziehungsweise diese Wesen in uns sind, die sehr problematisch sind, die wir uns im Laufe der Inkarnation eingehandelt haben. Das bedeutet, wenn wir jetzt den Begriff der Suggestion nochmal auffassen, da ist Rudolf Steiner auch sehr detailliert, er sagt, Suggestionen können auch aus anderen Richtungen kommen, zum Beispiel aus dem Physischen heraus. Dass also bestimmte physische Reize so stark sind in uns, dass sie uns daran hindern, andere Dinge zu sehen. Genauso wie das natürlich auch aus einer geistigen Richtung sein kann. Aber dieses suggestive Element zu durchbrechen, das geht nur, indem ich die eigene Initiative erreiche.
Sprecher 2: Wenn ich das ganz einfach übersetzen darf, wenn ich das einfach übersetzen darf, ich mache jetzt meine Dehnungsstrecken, um mich elastisch zu halten, aber ich muss es jeden Morgen machen. Das kostet eine gewisse Überwindung, aber irgendwann kann man das gar nicht mehr lassen. Oder Vokabeln lernen, das geht auch nicht. Einmal vorgesprochen, und dann kann ich es.
Sprecher 1: Richtig, da haben wir schon Beispiele. War es laut genug?
Sprecher 2: Ja, ich möchte direkt dazu noch was stellen. Die praktische Frage eigentlich, weil wir haben ja mit Ihnen auch ganz wunderbar jemanden, der uns doch sehr viel Praktisches nahebringt, was wir aus der Anthroposophie entdecken können, was uns Rudolf Steiner hinterlassen hat. Wie schaffen wir jetzt den Abgrund dieses Wissens über das Erleben und das eigene Tun? Denn die Widersachermächte sind ja nicht außerhalb von uns, die sind ja in uns. Die brauche ich nirgendwo anders zu suchen, die Welt spiegelt sie mir natürlich in allem. Jedes wirkliche Leben ist Begegnung, und ich finde es in jeder menschlichen Begegnung, dass ich üben kann, mein Denken, Fühlen. Wollen sind wir ja doch noch sehr unbewusst, aber vielleicht das Denken und das Fühlen, da erstmal deutlich in uns wahrzunehmen.
Sprecher 1: Und im Fühlen sind es die Kräfte Sympathie und Antipathie.
Sprecher 2: Da kann ich mich jederzeit prüfen, wonach handele ich jetzt? Was ist mein Motiv, meinen Willen in Gang zu setzen?
Sprecher 1: Ich glaube, dass es sehr viele Momente des Innehaltens braucht, der Rückschau braucht auf den Tag, auf das Leben. Und das eben, wie Sie eben so schön sagten, so geht es nicht mehr weiter.
Sprecher 2: Ist ja dann gleichzeitig die Frage, wie denn dann? Erstmal innezuhalten, in dem so geht es nicht weiter. Das ist auch ein Ohnmachtserlebnis, das wie Christus am Kreuz das erlebt hat, dass eben die alte Entwicklung so nicht mehr weitergeht, die neue noch nicht da ist und dass etwas, etwas in uns sterben darf, um zu einer neuen Kraft zu kommen. Und dieser Nullpunkt, dieses Ohnmachtserlebnis, was der Christus überwunden hat, indem er dann eben sein Ringen war, nicht zu früh zu sterben, bis die Erde eben vergeistigt ist. Also die physische Kreuzigung. Und dieses Vergeistigen, das war ja eben, dass das Blut gereinigt ist von den luziferischen und arimanischen Kräften.
Sprecher 1: Sie haben so schön natürlich drei Kreuze da dargestellt. Das mittlere ist der Christus, rechts und links die Verführer.
Sprecher 2: Die Kräfte in meiner Seele. Und das ist ein inneres Überwinden, mich da zu prüfen. Wie komme ich dann zu dieser Ruhe? Es geht nicht ohne Selbsterziehung. Und die wollen wir oftmals nicht. Irgendwie ist da noch unsere Seele recht bequem, mich da selbst zu überwinden. Ich kann nur von mir sprechen. Aber die Frage nach dem Praktischen, wie mache ich denn das? Da weiß ich, dass es Handwerkszeug gibt dazu.
Sprecher 1: Und das ist zum Beispiel, sich mit seinem Leben in Ruhe zu betrachten, darauf Rückschau zu halten und zu schauen, wie, und es geht um das Wie und nicht um das Was, mache ich denn das? Gibt es diese Möglichkeit, das im Unsichtbaren Wirksame doch sichtbar und fühlbar und vielleicht auch denkbar zu machen? Vielen Dank. Vielleicht als Ergänzung, um sich auch klarzumachen, dass man sich mit Hilfe der Übungen, die Rudolf Steiner gegeben hat, auch allein schon seine Begrifflichkeiten, seinen Satzbau, wie er die Worte kombiniert, in den Mantren, in den Sprüchen, darin liegt eine lebendige Kraft. Für diese Kraft sensibel zu werden, das ist auch ein Lernweg. Aber wenn man sich mal vielleicht ein Buch kauft von Rudolf Steiner, es gibt einen schönen Band, da sind seine Wahrspruchworte enthalten, es gibt ein Buch über die Mantren für die Seelenübungen, und wenn man dieses Buch einfach nimmt, blättert das mal durch, wird man sehr oft feststellen, da ist ein Sprüchlein, das spricht nicht an. Ich weiß nicht, warum, aber es spricht nicht an. Und wenn man das ernst nimmt und lernt dann dieses Sprüchlein auswendig zum Beispiel, und man lebt mal mit so einem Spruch über längere Zeit, über Tage, Wochen, vielleicht Monate, dann spürt man, wie sich diese Worte verwandeln in eine lebendige innere Kraft. Und diese Kraft ist real, die ist nicht eingebildet. Dann kommt man auf die Spur, was Sie sagten, dass man merkt, ich habe ja wirklich Möglichkeiten, mich innerlich anders aufzustellen, ich habe ja wirklich die Möglichkeit, innerlich an mir zu arbeiten. Ich habe das Sprüchlein auswendig gelernt, es lebt in mir, auf einmal treffe ich neue Menschen, auf einmal kommt ein Ereignis in meinem Leben, das ich vorher gar nicht für möglich gehalten hätte. Das heißt also, wenn wir so arbeiten, dann arbeiten wir mit gewaltigen Kräften. Also Kraft ist nicht nur das hier. Das sind physische Kräfte, aber es gibt noch Kräfte, die weit darüber hinausgehen. Und die muss man einfach vielleicht annehmen, dass es sie gibt, das ist so ein erster Schritt, ganz in Freiheit, jeder für sich, und dann loslegen. Bitte.
Sprecher 2: Ich frage mich dabei, wo da so die Grenze ist, das ist doch auch so eine Art Suggestion, wenn man so einen Spruch hat. Also ich kenne das und erlebe dann manchmal so ganz viele Stärkungen und so, und ein paar Tage später ist es dann wieder weg. Und dann gibt es ja auch so viele Meditationen und so weiter, wo auch wohltuende Sachen gesagt werden. Wo ist da so zum Unterscheiden die Grenze?
Sprecher 1: Also es gibt natürlich auch Autosuggestionen, keine Frage, aber ich finde, wenn man Rudolf Steiners Grundsatz, sein Schulspruch für die Kinder beginnt ja mit, ich schaue in die Welt. Das ist ganz wichtig. Wenn man also in einem Sprüchlein liest, des Lichtes webend Wesen. Nehmen wir mal den Beginn eines Spruches. Und ich gehe dann sonntags morgens, wenn die Sonne aufgeht, mal draußen spazieren. Und ich erlebe diesen Sonnenaufgang. Und dieser Spruch klingt in mir nach, des Lichtes webend Wesen. Und ich schaue dann über die Felder, wie das Licht dann langsam sich über die Landschaft legt, über die Bäume, vielleicht ein Morgentau auf den Blättern liegt. Dann verbindet sich etwas aus der sinnlichen Wahrnehmung der Welt mit einem inneren Prozess. Und wenn dann unser Ich kommt und sagt, das stimmt für mich überein, dass das Licht webt, dann kommt man da mit einer Kraft in Berührung, die Wahrheit in sich trägt. Und diesem Wahrheitslicht weiter folgen, immer sensibler dafür werden. Und nie den Christus vergessen. Das ist der Ankerpunkt. Ich möchte mich jetzt auflösen in eine Nirvana. Kann man machen. Aber was erzeugt denn das in mir?
Sprecher 2: Ich habe noch eine Frage zu Paulus. Er kam also laut dem Vortrag erst 33 nach Christus zu Christus. Das war aber dann nur noch eine kurze Zeitspanne, nur noch wenige Monate. Weil Christus hat ja 30 nach Christus, nach der Taufe im Jordan, sein Wirken begonnen und etwa drei Jahre. Also war Paulus nur noch wenige Monate mit Christus zusammen. Die Frage ist eigentlich, er war glaube ich auch der erste Papst, Paulus, oder?
Sprecher 1: Da bin ich jetzt überfragt. Er ist auf jeden Fall der Gründervater der Kirche.
Sprecher 2: Genau, gilt auch als erster Papst. Was war dann so der Auftrag von Paulus? Das stellt sich dann mir so die Frage. Verstehen Sie, was ich meine?
Sprecher 1: Sie meinen seinen Lebensauftrag?
Sprecher 2: Ja, ja. Und natürlich auch für die spirituelle Entwicklung nach Christus.
Sprecher 1: Ich finde, dass dieses Damaskuserlebnis eine Blaupause sein kann, bis in unsere heutige Zeit hinein. Er war ja Jude und Pharisäer und wir wissen ja, dass es in dieser Religion eine sehr, sehr starke Bindung an die alten Schriften, an die alten Gesetze gibt usw. Und dass dann diesen Mut zu haben, die Lebenskraft über die alten Gesetze zu stellen, dieses paulinische Prinzip, das ist eigentlich etwas, was bis heute große Gültigkeit hat. Und da könnte man sagen, dass es dann auch eine sehr wichtige Aufgabe von ihm war, uns das zu verdeutlichen.
Sprecher 2: Ich habe noch eine Frage zu dem Rosenkreuzischen Impuls. Das heißt, die Ideen, die da entwickelt wurden, oder der Weg von Christian Rosenkreuz, der ist ja beschrieben worden auch von Steiner, und wie wirkt das weiter? Oder was war der Hauptauftrag von dem Aufgeschriebenen?
Sprecher 1: Der Hauptauftrag ist der, das ist ein Riesenthema, ich versuche jetzt einen kleinen Impuls zu geben, dass man eben sagen kann, das Kreuz von Rosen umwunden ist das Sinnbild dafür, was auch im Damaskuserlebnis von Paulus steht. Also dass wir uns durch dieses Versinnbildlichte, das schwarze Kreuz, dieses verbrannte Holz, durch die Wut auf den Christus, auf das Leben, ist dieses Kreuz verbrannt, ist schwarz. Und dann diesem Kreuz die Rosen hinzuzufügen, die sieben roten Rosen, auf dass unser geläutertes Blut dem Pflanzensaft der roten Rose ähnlich wird, geläutert von allen Einflüssen und Impulsen des Drachen, und in die Zukunft hinein, in die Ewigkeit lebendig bleibt. Das ist das, was wir in uns finden können, durch den Christusimpuls.
Sprecher 2: Ich habe noch eine Frage zu dem Engelwesen, noch mal praktisch zurück, zu dem Punkt der sieben Elohim und durch deren Opfer und das Engelwesen, was sich eben daraus gestaltet, wenn ich das richtig verstanden habe, und ja dann auch weiter in Zusammenarbeit mit dem Christus, mit den Christustaten, hilft, dass die Einflüsse von Lucifer und Ariman, also die Abschwächt dieser Einflüsse dieses Engelwesen, könnte das der Michael sein?
Sprecher 1: Der ist es nicht.
Sprecher 2: Na gut, also das ist mir noch so was für ein Wesen, an wem gestalten wir gemeinsam. Das ist noch eine Frage, die ich habe.
Sprecher 1: Dankeschön. Gut, dann bedanke ich mich sehr, sehr herzlich für die Aufmerksamkeit und für Ihr Mittun und wünsche Ihnen noch einen sehr schönen Sonntag. Danke.
Glossar
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