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	<title>AnthroWorld - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Die_Apokalypse_des_Johannes_-_323._Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2026&amp;diff=32211</id>
		<title>Die Apokalypse des Johannes - 323. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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		<updated>2026-07-20T15:00:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Rohtext Claude Opus 4.8 Extra&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 322. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 324. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:323.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=fJxJq6IBy3c|thumb|323. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 14. Juli 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/o9anq1x8aoxa57imtngvt/323.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=67b8sycxzthak3jkl2iojn9mt&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 323. Vortrags vom 14. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und der 15. Wochenspruch 00:00:28 ===&lt;br /&gt;
So, meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zum 323. Vortrag zur Apokalypse. Wir hatten jetzt ein bisschen technische Probleme, es hat nicht geklappt, den Livestream vor allem fürs YouTube zu verbinden, aber jetzt dürfte es laufen. Was ich machen wollte, ich wollte einblenden wieder diese Grafik mit den zwölf Sinnen, das funktioniert aber jetzt im Moment nicht. Ich will jetzt nicht mehr herumbasteln, sonst stürzt es wahrscheinlich dann ganz ab. Also, das heißt, ich werde versuchen, das ohne das irgendwie zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigen wir einmal ein, ich begrüße euch mit dem 15. Wochenspruch, der mit unserem Thema durchaus auch sehr korrespondiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fühle wie verzaubert im Weltenschein des Geistes Weben. Es hat in Sinnesdumpfheit gehüllt mein Eigenwesen, zu schenken mir die Kraft, die ohnmächtig sich selbst zu geben, mein Ich in seinen Schranken ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, wir sind draußen in der Sinneswelt, wir sind ein bisschen herausgehoben aus uns, wobei wir ja auch immer gesagt haben, unser wirkliches Ich ist immer draußen in Wahrheit, aber was wir als Ich-Bewusstsein zunächst erleben, ist eben noch nicht das wirkliche Ich, in dem wir drinnen stehen, sondern zu dem müssen wir uns erst emporranken. Also, eigentlich ist es ja gut, sich selber draußen zu sehen in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin die Welt, in meinem Pulsgetriebe sagt mir das laut und deutlich jeder Schlag, so dichtet Alfons Petzold ganz deutlich. Und das ist ja ein ganz wesentliches Bewusstsein, dass wir eigentlich unser Geistiges, unser Ich-Fühlen mit der ganzen Welt verbunden haben. Am allerwenigsten ist es eigentlich in uns drinnen, sondern das ist nur ein Brennpunkt, ein Spiegelbild, um uns unser Ich bewusst zu machen. Also, das heißt, indem es sich spiegelt, ja, an unserem ganzen Organismus, durchaus eben auch an unserem Nervensystem, am Gehirn und so weiter, dadurch erhalten wir das, was wir zunächst als Ich-Erlebnis vielleicht haben, was wir als Sinneswelt erleben, aber das sind alles Spiegelbilder. Das ist nicht die Wirklichkeit, sondern es sind die Spiegelbilder. Was anderes kennen wir im Durchschnitt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ich als Spiegelbild 00:03:46 ===&lt;br /&gt;
Also, um wirklich unser Ich zu erkennen, von dem hier steht, ohnmächtig sich selbst zu geben, ja, warum eben? Weil wir das wirkliche Ich, im wirklichen Ich noch gar nicht wirklich wach sind. In Wahrheit. Das, was wir haben, ist noch ein Spiegelbild, auch unserer selbst. Und daher auch hier im Wochenspruch drinnen, mein Ich in seinen Schranken. Also, wir müssen eigentlich diese Schranken überwinden, um wirklich zur eigenen geistigen Realität zu kommen. Um sozusagen, ja, wie soll ich das sagen, intuitiv mit uns selbst eins zu werden. Das ist der Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, das ist wahrscheinlich auch die große Schwierigkeit und der große schwierige Faktor immer, dass viele Menschen, die sich auch mit Anthroposophie beschäftigen und so, glauben, dass das, was wir im Spiegelbild erleben, dass das schon wir wirklich sind. Ich meine, das ist so, und den Vergleich gebraucht Herr Rudolf Steiner oft, also, eben, wenn wir uns im Spiegelbild sehen, nämlich jetzt wirklich äußerlich halt, was jetzt unsere körperliche Gestalt betrifft, unser Gesicht vor allem betrifft, wenn wir uns da in den Spiegel schauen, naja, gut, da fällt es uns relativ leicht zu sagen, naja, das Spiegelbild bin ich nicht selber. Ich sehe mich zwar dadurch, aber ich bin mir bewusst, das ist ein Spiegelbild, weil ich wirklich in den Spiegel hineinschaue, der von mir an der Wand hängt oder den ich in der Hand halte oder wie auch immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir denken, das, was ich jetzt erlebe, mich als Ich, der ich bin, ich der Mensch, der ich bin, mit meinen ganzen Erinnerungen, mit meinen Erfahrungen, auf die ich zurückschauen kann, das wäre schon mein wirkliches Ich. Und da täuschen wir uns eben. Da sind wir ganz weit weg von uns selbst, in Wahrheit, obwohl wir natürlich dieses Spiegelbild zunächst einmal brauchen und es in unserem alltäglichen Leben, wo wir uns in der Welt zurechtfinden und hoffentlich auch uns mit uns selbst zurechtfinden, was manchmal sogar das Schwierigere ist, noch mit sich selbst umgehen zu können, sozusagen, ja, was soll ich denn tun, wie soll ich denn tun, welchen Weg soll ich gehen und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen glauben, sie haben es ganz klar gefunden, aber das ist meistens auch noch Spiegelbild. Also wieder einmal, zum wahrscheinlich 300. Mal oder schon wieder erwähnt: Wir kennen von unserem Ich nichts. Wir erkennen es eigentlich nur, und damit fängt die Erkenntnis schon an, dass wir darauf kommen, wir kennen es eigentlich nicht. Wir kennen es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil in dem Ich steckt drinnen, eben im wirklichen Ich steckt drinnen, das klare, ganz bewusste Wissen, wo meine Aufgaben hier im Leben sind. Und auch zu wissen, warum und wieso ich das angehe. Also sprich, die ganze Vergangenheit, auch die, die drinnen liegt, und die Zukunft, die vor mir liegt noch. Vergangenheit, aber nicht nur in diesem Leben, sondern eben durch alle Inkarnationen drinnen. Also eine Ahnung vom Ich bekomme ich, wenn ich wirklich zumindest eine Ahnung habe, eine deutliche Ahnung davon, dass ich nicht das erste Mal auf dieser Erde bin, sondern viele Male schon auf der Erde war, dass ich wesentlich mitgewirkt habe als einer von vielen Menschen an der ganzen Entwicklung der Erde, ganz von Anfang an schon. Also die Erde macht keinen Sinn ohne uns, auch wenn wir nicht in dieser äußerlichen Form, wie wir heute dastehen auf der Erde, natürlich von Anfang an da waren, aber wir haben sehr intensiv mitgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Ich als Mitgestalter der Schöpfung 00:08:03 ===&lt;br /&gt;
Und was da mitgearbeitet hat, das ist unser wirkliches Ich, das einen schöpferischen Beitrag geleistet hat, die Welt zu gestalten. Weil die ganze Erdenschöpfung bedeutet ja, auch wenn wir das Sechstagewerk lesen in der Bibel oder so, und da kommt es aber noch gar nicht so deutlich heraus, dass wir ja mitbeteiligt sind. Wir sind ganz wesentliche Mitgestalter an dem Ganzen von Anfang an. Und das heißt, unser Ich hat ja diese Schöpferqualität, diese Schöpferqualität auf höchster Ebene. Und aus der heraus waren wir tätig bereits in der Vergangenheit. Und natürlich kann man nicht sagen, dass wir damals schon aus unserer Freiheit heraus gehandelt haben. Wir hatten und haben seitdem immer dieses schöpferische Ich in uns. Das ist uns verliehen worden. Eigentlich in Wahrheit hat es immer schon existiert, aber es ist einen getrennten Weg gegangen zu dem, was äußere Erscheinungswelten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wo wir durchgegangen sind, durch den alten Saturn zum Beispiel. Natürlich, das Saturnwesen, dieses Wärmewesen, das wir damals hatten, hatte ein ganz, ganz schwaches Bewusstsein. Ein Bewusstsein, das ganz, ganz dumpf war. Und auch diese Leiblichkeit, die wir hatten, die eine Wärmeleiblichkeit war, durch die haben vor allem höhere Wesenheiten ihr Bewusstsein entwickelt, haben durch diese Leibeshülle, wenn man so will, die aber eben ein reiner Wärmeleib war, aber durch die haben die Urengel namentlich erlebt, die Welt. Und wir noch nicht, aber die Schöpferkraft, die dahintersteht, die diese Gestalt schon damals geformt hat und wo natürlich höhere Hierarchien mitgeformt haben, wo bereits, wie wir schon die letzten Male gesagt haben, der Christus mitgewirkt hat. Zwar noch sehr, sehr, sehr wenig eigentlich, aber doch, schon fängt er an, da gestaltet zu werden da drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wenn man nämlich das jetzt genau interpretiert, was in der Bibel steht, das Sechstagewerk, dann führt uns das eigentlich ja zurück, nicht nur auf unsere Erdentwicklung, so wie wir es jetzt haben, sondern wirklich auf den alten Saturn. Bis dorthin geht das zurück. Und da sieht man also, wie der Anstoß noch gegeben ist, wirklich durch die Vatergottheit zu dieser ganzen Entwicklung, wie mitarbeiten Geister der Form, natürlich auch Elohim, und wie mit ihnen mitarbeiten die Urengel, das sind nämlich die Schöpfungstage. Die Urengel sind zugleich die Zeitgeister, und das sind Wesenheiten, die, wie soll man sagen, neu geboren wurden auf dem alten Saturn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zeitgeister und die Wärmegestalt des alten Saturn 00:11:52 ===&lt;br /&gt;
Und die arbeiten mit, die arbeiten ganz entscheidend mit. Und die formen das, was Leibeshülle ist, wenn man das so nennen darf überhaupt, weil es ja bloß ein Wärmeleib ist, eine Wärmegestalt ist, wo Rudolf Steiner öfters den Vergleich gebracht hat, ja wie kann man sich diese Wärmegestalt, diese Wärmeeier, wie er sie ja manchmal nennt, aus denen der ganze alte Saturn bestanden hat, wie kann man sich das vorstellen als heutiger Mensch? Naja, man denke sich vom Menschen alles weg, was nicht Wärme ist. Das heißt, wir nehmen das, was in uns die Blutwärme namentlich ist. Und diese Wärmegestalt, die durch unsere Blutwärme heute da ist, wenn wir aber alles andere weglassen, das Luftelement weglassen, das flüssige Element in uns weglassen, das feste Element in uns, sondern wenn wir uns denken, nur als eine Wärmegestalt, die kann so natürlich nicht existieren, heute jedenfalls nicht in dieser Form. Oder nur mehr als Abdruck, der irgendwo zurückbleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann ja heute bereits mit Wärmebildkameras nicht nur aufnehmen, die Wärme, die jetzt aktuell in der Gegend ist, sondern man kann bis zu einem gewissen Grad auch zurückgebliebene Wärmespuren noch aufnehmen, eine gewisse Zeit lang zumindest, nachdem sie da war. Also stellen wir uns vor, jetzt eine Wärmegestalt ist da durchgegangen, und man kann wahrnehmen, also diese Wärmestrahlung, die da durchgegangen ist. Wärmestrahlung, das ist halt sehr physikalisch ausgedrückt, was es nicht ist, weil diese Wärme eben in uns Menschen nicht so unmittelbar vergleichbar ist mit dem, was tote Wärme ist. Tote Wärme, wie sie in der mineralischen Welt lebt, wie sie in der Atmosphäre von mir aus heute lebt und so fort. Es ist lebendige Wärme, es ist ganz lebendige Wärme, und in dieser Wärmegestalt haben auf dem alten Saturn, die haben geformt, sehr wesentlich mitgeformt und mitgearbeitet, eben die Zeitgeister auch. Dort haben sie nämlich ihren Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeitgeister sind die Urengel. Die haben auf dem alten Saturn ihre Ich-Entwicklung durchgemacht, insofern sie sich langsam begonnen haben, dieses Ichs bewusst zu werden. Allerdings, sie konnten es noch nicht in der Freiheit handhaben und können es bis heute nicht. Aber sie haben aus dem heraus ihre Aufgaben erfüllt, und sie haben sich auch nicht in dem Sinn verkörpert. Ja, zeitweise schon, aber sie haben eigentlich vorbereitet damit. In Wahrheit, das war die erste Stufe zu der physischen Leiblichkeit, die wir einmal haben werden jetzt auf der Erde. Dort ist die Vorbereitung, und die nächste Stufe ist dann auf der nächsten Verkörperung unserer Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wenn es dann zur alten Sonne geht, dann entfaltet dort also ganz stark der Christus dann seine Tätigkeit, seine Schöpfertätigkeit besonders stark. Er wirkt aber auch schon mit, anfänglich auf dem alten Saturn in Wahrheit, aber dann ganz besonders auf der alten Sonne. Dort ist er der Herr geradezu dieser Entwicklung der alten Sonne. Aber er arbeitet vorher schon mit. Also wenn wir öfter gesprochen haben, ja, da gibt es die Elohim, die Geister der Form, die formen etwas, und sie formen ebenso, wie es in der Bibel steht, sie formen die ganze Erde, die ganze Welt, wie immer man es nennen will, mit Hilfe der Zeitgeister. Das sind nämlich die Schöpfungstage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Zeitbegriff und die kosmische Entwicklungskette 00:16:31 ===&lt;br /&gt;
Das sind die Schöpfungstage, und im Großen sind es die Schöpfungstage, die durchgehen durch die ganzen kosmisch-planetarischen Entwicklungsstufen. Das ist das Große. Also das heißt, wenn man jetzt fragt, worauf bezieht sich der Beginn, der in der Bibel steht, in der Genesis, wenn ich es im ganz großen Maßstab nehme, dann auf die Schöpfung bereits des alten Saturn. Und dort haben wir Geister der Form, die tätig sind, und wir haben als neue, gehilfen, wenn man so will, untergebene, ausführende Organe dieser Elohim die Geister, die Urengel, die dort wirken, die Zeitgeister, die dort wirken. Also die Geister der Zeit, das sind sie nämlich eigentlich, die Urengel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Übrigen erklärt das auch in gewisser Weise, wie wir so einen Zeitbegriff, wie wir ihn verstehen, zunächst einmal nur bis zum Anfang des alten Saturn zurückverfolgen können. Da können wir in gewisser Weise sagen, da ist eine zeitliche Entwicklung da, die dort ihren Ausgang genommen hat, wo wir jetzt natürlich viel weiter schon gekommen sind, wo wir jetzt in der Mitte stehen der Entwicklung, und es ist noch eine Zukunft vor uns, und die wird münden, die wird sich vollenden, die wird sich abrunden in der Entwicklung des Vulkanzustandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, wir gehen ja jetzt in die Zukunft hinein, in das Nächste, also den neuen Jupiter, in den es hineingeht, oder das neue Jerusalem, wie es Rudolf Steiner nennt, die Venusentwicklung, die als Nächstes kommt, und dann die letzte Stufe, die entsteht dieser Vulkanzustand, den Rudolf Steiner als Vulkan bezeichnet. Der Vulkanzustand, als höhere Metamorphose oder vollendete Metamorphose dieses Wärmezustandes vom alten Saturn. Dort ist dann diese Entwicklungskette geschlossen in einer gewissen Weise, und damit ist aber auch der Zeitbegriff, den wir jetzt haben oder der jetzt gültig ist innerhalb der Entwicklung, in der wir drinnen stehen, jetzt zunächst einmal abgeschlossen, und da gibt es einen inneren Zusammenhang in der Entwicklung drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann passiert ein großer Neubeginn. Eine ganz neue Schöpfung beginnt dann, die also nicht mehr zu dieser Entwicklungskette dazugehört, wo ich dann auch nicht mehr sage, aha, auf diese Entwicklung folgt jetzt eine neue, sondern da fängt sozusagen von Null etwas ganz Neues an. Und nichts von dem, was in der Zeit, wenn man es so will, vom alten Saturn bis zum Ende des Vulkanzustandes sich entwickelt hat, hat noch irgendeine Gültigkeit. Es geht nichts, man könnte sagen, kausal, also das heißt als Ursache durch, was dann später noch seine Wirkung hätte. Alle Wirkungen, die uns jetzt betreffen in unserer Entwicklungskette, die haben mit dem alten Saturn begonnen. Es ist eigentlich überhaupt nicht sinnvoll, von einem Davor zu sprechen, und genauso ist es auf der anderen Seite, wenn dieser Vulkanzustand vollendet ist, gibt es eigentlich kein Danach. Das ist etwas, was in sich geschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und trotzdem gibt es abseits dann davon etwas – ich verwende so oft den Ausdruck abseits davon – eine neue Schöpfung, eine ganz neue Schöpfung, wo wir, das heißt die Menschheit, die Menschheit in den drei Entwicklungsstufen des Menschlichen, wir sind also jetzt erst so richtig drinnen, einmal Mensch zu werden, und wir sind es so richtig, nämlich, dass wir sagen können, wir sind jetzt als Menschen wirklich in der Welt da, mit dem, was uns auszeichnet, nämlich die volle Freiheit zu haben und freischöpferisch aus dieser Kraft heraus zu agieren, das beginnt eigentlich erst dann auf dem neuen Jerusalem oder auf dem neuen Jupiter. Bis dahin ist alles Vorbereitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erdentwicklung als Übungsfeld 00:21:43 ===&lt;br /&gt;
Die Erdentwicklung, in der wir jetzt drinnen stehen, ein entscheidender Faktor, wo wir bereits, also aus eigenem Entschluss, aus eigenem Willen heraus, ja, eben entscheiden müssen in einer gewissen Weise, ob wir diesen Weg antreten wollen, diese Aufgabe annehmen wollen, diese Chance ergreifen wollen, nämlich wesentlich mitzuarbeiten bereits an dem neuen Jupiter, an der neuen Venus und an den Vulkanzustand, der kommen wird. Und da sind wir eben bereits so weit, dass wir wirklich im, zwar noch kleinen, aber immerhin doch im Weltenmaßstab schöpferisch tätig sind, also wo wir im Großen mitarbeiten an der Weltentwicklung, und zwar wirklich wir, und wir wirklich bewusst mitarbeiten daran, und für das ist unsere Erdentwicklung jetzt die Vorbereitung in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, voll und ganz Mensch sind wir noch lange nicht, sondern wir sind es, wenn wir die Erdentwicklung, in der wir jetzt drinnen stehen, wirklich in allen ihren Stufen vollendet haben. Mit allen ihren Stufen meine ich also jetzt nicht die ganze kosmische Entwicklungskette vom alten Saturn bis zum Vulkan, sondern wirklich jetzt während unserer Erdentwicklung. Wir haben ja davon gesprochen, dass wir etwas über die Mitte sind, dass die Erde daher auch schon in einer absteigenden Entwicklung mittlerweile langsam ist, aber wie schnell dieser Abstieg passiert und mit welcher Qualität er passiert, da arbeiten wir bereits mit. Das ist ein ganz wichtiges Übungsfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, es stehen uns jetzt während unserer Erdentwicklung noch ganz große Aufgaben bevor. Und ja, wie soll ich sagen, die Vorbereitung zu diesen Aufgaben oder das Übungsfeld dazu, das wir haben in unserem Leben, das ist, und zwar in einem sehr, sehr weit gefassten Sinne, die Arbeit an uns selbst. Wir sind also in gewisser Weise die mitschöpferischen Wesenheiten, aber was bearbeiten wir eigentlich? Wir bearbeiten primär mal uns selbst, und indem wir uns selbst bearbeiten. Und da meine ich nicht nur die Kleinigkeiten jetzt, dass wir unsere Emotionen in den Griff bekommen, dass wir unsere Gedanken in den Griff bekommen, dass nicht die Gedanken mit uns durchgehen und uns einfach irgendwo hinführen, sondern dass wir wirklich selber denken lernen, ganz individuell denken lernen, und zwar eben wirklich die Freiheit im Denken entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon spricht ja Rudolf Steiner ganz deutlich. Die Freiheit fängt an im Denken, und er sagt, eigentlich ist es zunächst einmal ein Unsinn, von der Freiheit des Willens, von der Willensfreiheit zu sprechen. Die Freiheit fängt im Denken an. Und wenn ich im Denken etwas erfasst habe, dann kann ich einen Schritt weitergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Arbeit an der Körperlichkeit 00:25:40 ===&lt;br /&gt;
Aber, aber, aber, noch ohne, dass es uns wirklich bewusst wird, arbeiten wir noch in einer ganz anderen Weise sehr intensiv an uns selbst. Wir arbeiten nämlich ganz stark an unserer Körperlichkeit, an unseren ganzen Wesensgliedern, und zwar ohne, dass wir irgendwo durchs verstandesmäßige Denken durchgehen und uns überlegen, wie sollte man das jetzt tun. Aber unser ganzes Leben lang auf Erden, zum Beispiel, wenn wir in einer unserer vielen Inkarnationen drinnen stehen, wir arbeiten an unserer Körperlichkeit. Wir arbeiten schon vorbereitend im Leben zwischen Tod und neuer Geburt, bereiten wir ganz gezielt eine Leibesstruktur vor, die unserem Entwicklungsgrad angepasst ist. Aber dieses Arbeiten an uns selber, da geht es in Wahrheit auch nicht nur um uns selber, sondern das ist zugleich auch ein Beitrag an der Mitarbeit an der Gestaltung unserer Erde. Das sind die wesentlichsten Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, wenn ich spreche davon, wir sind aufgerufen mitzuarbeiten, vor allem in der Zukunft immer mehr an der Erde, und es wird an uns liegen, wie gut oder wie wenig gut sich die Erde und alle ihre Wesen auf ihr entwickeln können, dann geht diese Arbeit vor allem auch davon aus, wie wir bis ins Körperliche hinein an uns selbst arbeiten. Also man darf sich diese Arbeit nicht so vorstellen, dass wir jetzt vielleicht sogar äußerlich irgendein Werkzeug in die Hand nehmen und den Boden umgraben oder sonst etwas. Das ist sicher auch eine sehr gute Übung, aber die Wirkung auf die Natur für die Zukunft, nämlich, sicher, jetzt, wenn ich den Acker pflüge, ihn umarbeite, wenn ich etwas pflanze oder was, da tue ich konkret etwas für das Jetzt und Hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die größte Wirkung, die wir erzielen für die Erde und die ganz entscheidend ist, sind die Kräfte, die wir entwickeln, jedes Mal, wenn wir uns inkarnieren auf Erden, wie wir uns eine Leibeshülle bauen. Und diese Leibeshülle, sozusagen die Kräfte, die wir da hineinstecken, die werden in der Zukunft immer mehr fruchtbar für das, was aus der Erde wird. Das ist ein ganz schwieriger Gedanke. Das spielt im Übrigen eine wichtige Rolle auch, wenn wir unser Erdenleben in einer Inkarnation beenden und dann unsere Leibeshülle der Erde übergeben, dass das, ja, wie ein fruchtbarer Keim, wie ein Dünger, ist aber in einem sehr weiten Maße für die Erde, für die Zukunft der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber da spielt nicht die Rolle das Stoffliche, was wir hinterlassen, das heißt, das Fleischliche, was zerfällt und übergeht in die Erdensphäre, oder sogar die Knochensubstanz, die übergeht, das sind alles die Äußerlichkeiten. Was wirklich übergeht in die Erde, ist das, wie wir an unserer eigenen Leiblichkeit gearbeitet haben. Und zwar rein geistig, nicht irgendwie äußerlich, also nicht indem wir uns irgendwelche Salben aufgetragen haben oder alles Mögliche an unserer Körperlichkeit herumgebastelt haben, oder vielleicht eine Schönheitschirurgie oder so was gemacht haben, das hat damit überhaupt nichts zu tun, sondern es geht darum, wie wir durch unsere Ich-Tätigkeit einwirken auf alle unsere Wesensglieder bis in den physischen Leib hinein. Bis in den physischen Leib hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat aber im Zusammenwirken der ganzen Menschheit eben eine ganz große Bedeutung für die Erde. Indem wir das tun, dadurch schaffen wir die Zukunft der Erde, und je mehr wir daran arbeiten, je intensiver wir an unserer Leiblichkeit arbeiten, aus dem Geistigen heraus, umso reicher wird auch dieses neue Jerusalem, der neue Jupiter zunächst einmal, ausgestaltet werden, wo eben dann wirklich diese Zusammenwirkung ist, dessen, was durch den Christus kommt, und was geben wir dem entgegen. Das wird ausmachen, wie das neue Jerusalem, die nächste Stufe der Entwicklung, gestaltet sein wird, beziehungsweise eben dann der neue Jupiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik, Malerei und die Inkarnation im Werkzeug 00:31:13 ===&lt;br /&gt;
Das sind also ganz riesige Dinge, und jetzt werde ich versuchen, das ein bisschen konkreter zu formulieren. Wie arbeiten wir denn an uns? Wie arbeiten wir? Müssen wir viel Sport machen, oder was müssen wir machen? Müssen wir den Körper trainieren, oder geht es darum, dass wir auf unsere Ernährung achten? Das können alles wesentliche Faktoren sein, aber das Wesentliche ist zum Beispiel, heute mit der Margarita haben wir ein bisschen darüber gesprochen, also wenn man zum Beispiel ein Musikinstrument spielt, Gitarre spielt, Klavier spielt, Harfe spielt, wie es bei der Margarita der Fall ist, wir arbeiten dadurch an uns selbst und wir inkarnieren uns dadurch auf Erden in einer Weise, wie wir es ohne diese Dinge nicht könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten. Es kann ein Maler sein, der sich durch seine Malerei verkörpert auf der Erde. Und zwar mehr, als es der Fall wäre, wenn man sich nur auf das verlassen würde, was halt durch die Biologie passiert mit uns. Was durch den Zeugungsakt passiert, was man wirklich durch die Erbanlage, die da ist, hat, aber das sind ja alles noch nicht wir. Sondern wie bringe ich eigentlich etwas von meiner geistigen Formgestalt, geistig-physischen Formgestalt, Herr Rudolf Steiner nennt das den sogenannten Phantomleib, und in dem inkarnieren wir uns. Das ist das Eigentliche, in dem wir uns hier inkarnieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was man äußerlich mit Händen greifen kann, was stofflich geworden ist, das ist natürlich notwendig, dass wir hier auf Erden, so wie sie jetzt ist, leben können. Vor allem ist es notwendig, dass wir hier die Freiheit entwickeln können. Vor allem ist es notwendig, dass wir hier immer wieder in die Auseinandersetzung kommen, eben auch mit den stofflichen Kräften, also namentlich mit den ahrimanischen Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wissenschaft des Toten und die Lili-Kolisko-Steigbilder 00:33:44 ===&lt;br /&gt;
Wir stehen ja jetzt in unserem Zeitalter am Anfang der Entwicklung, wo wir immer mehr mit diesen ahrimanischen Kräften konfrontiert werden und uns auseinandersetzen müssen. Und was wir das letzte Mal ja besprochen haben, das lebt heute im ganzen Bildungswesen drinnen, es lebt namentlich drinnen in den Naturwissenschaften, in den Wissenschaften überhaupt. Und bitte das aber jetzt nicht als vernichtende Kritik der Wissenschaft aufzufassen, sondern ganz im Gegenteil. Es ist auch etwas, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Aber wie wir das letzte Mal davon gesprochen haben, es ist aber auch das, was den Tod in die Welt trägt. Es ist das, was nur den Tod verstehen kann. Unsere sämtliche heutige Wissenschaft versteht vom Leben, vom wirklichen Leben, nichts. Nichts. Also bis in den ätherischen Bereich dringen sie nicht vor in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da müsste eine imaginative Fähigkeit bereits entwickelt sein, und das also bis zu einer wissenschaftlichen Klarheit gebracht haben. Das hat ansatzweise Goethe gemacht, das konnte natürlich Rudolf Steiner ganz stark eindringen, und einzelne Menschen in seiner Umgebung, die Lili Kolisko zum Beispiel, die da Ideen entwickelt hat, auch so, dass man äußerlich dann Ergebnisse davon gewinnen kann, aber die man nur gewinnen kann, wenn man wirklich auch die geistige Seite davon, die ätherische Seite davon wirklich erleben kann. Also gerade diese wesentlichen Versuche, die Lili Kolisko gemacht hat, da besteht es ja nicht nur darin, dass man Steigbilder macht und sie jetzt irgendwie interpretiert, sondern diese wirkliche Interpretation, das Wirkliche, was dahintersteckt, obwohl interessanterweise also gerade die Steigbilder teilweise auch in der äußeren Wissenschaft durchaus anerkannt sind, teilweise zumindest, also wo man sagt, ja, damit kann man etwas tatsächlich über die Qualität, zum Beispiel von Nahrungsmitteln und dergleichen oder von Pflanzensäften und so weiter, ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Bilder sagen etwas, sagen etwas aus über die Qualität. Aber das Eigentliche ist ja, dass man überhaupt auf die Idee gekommen ist, so was zu machen und lesen zu lernen, auch in diesen Steigbildern. Dazu, dass man es wirklich lesen kann, braucht man eigentlich die imaginative Fähigkeit. Ich meine, man kann es äußerlich, gerade diese Steigbilder oder so, werden teilweise heute auch schon maschinell ausgewertet. Und genau, also das machen sicher nicht die Demeter-Bauern so wirklich, aber gerade Wissenschaftler, die jetzt einmal einfach das widerlegen wollten, also das heißt, so ein Blödsinn, diese Steigbilder, das ist ein Hokuspokus, das muss ich zumindest untersuchen, ob das glaubwürdig ist. Und dann hat man zur Überraschung ja festgestellt: Aha, die hochqualitativen Nahrungsmittel, die Pflanzen, die wirklich gut ausgereift sind, das zeigt sich an den Pflanzensäften dann in der Komplexität der Formen, die gebildet werden in dem Steigbild, zeigt sich ein deutlich messbarer Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Messbar, schon wieder einmal messbar, also Messung ist eigentlich immer wieder ein Abgetötetes, aber zumindest an dem Abgetöteten kann man heute, kann also eine Auswertung durchaus mit künstlicher Intelligenz heute, also mit maschineller Auswertung, den Komplexitätsgrad dieser Steigbilder feststellen. Und damit kann man zumindest also den Unterschied feststellen, ob der eine Pflanzensaft vielleicht eine sehr, sehr starke Potenzialität hat an Lebenskraft oder wie immer, sie wissen natürlich in der äußeren Wissenschaft nicht richtig, wie sie das nennen sollen, aber man sieht, es hat eine andere Qualität als ein Steigbild, das heute also sehr wenig entwickelt ist, das wenig Formenreichtum hat. Weil genau in dem spiegelt sich das wieder, also im Formenreichtum dieser Steigbilder hat man einen gewissen Abdruck, wenn wir es aus anthroposophischer Sicht sehen, der hat Lebenskräfte, die drinnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kann bis zu einem gewissen Grad heute auch mit äußerer Wissenschaft nachvollzogen werden, und das war ja auch eine Pioniertat damals von der Lili Kolisko, dass sie das natürlich einerseits eben erkannt hat bis zu einem gewissen Grade aus der imaginativen Wahrnehmung heraus, aber dass es ihr ja ganz gelegen war, auch ein äußeres Dokument zu schaffen, dieser Wirkung, eine äußere Dokumentation, eben durch die Steigbilder, durch die Steigbilder selber. Man könnte es ja, ob jetzt zum Beispiel eine Pflanze starke Lebenskräfte hat, ob da wirklich etwas anders drinnen ist, eben nicht Stoffliches, sondern eben formenbildende Kräfte drinnen sind, das ist ja genau das, was sie dann im Steigbild zeigt. Ob diese Formen weicher ausgeprägt sind oder nicht, das kann man entweder imaginativ wahrnehmen, an der Pflanze selber, also indem ich wirklich mich jetzt beschäftige mit der Pflanze, eintauche, ja wie soll ich sagen, in die Wachstumsgeste dieser Pflanze, und aus dem heraus dann eine Imagination aufbaue, dann baue ich mir im Grunde so jetzt wirklich in der Imagination, das heißt also im seelischen Bild, etwas aus, ein Bild aus, das in gewisser Weise aber auch sichtbar wird, natürlich jetzt auf äußerliche Weise, also eben nicht mit diesem inneren seelisch-geistigen Engagement, aber eben äußerlich zeigt das Steigbild die Komplexität, innerlich, wenn ich es jetzt meditativ angehe und mich mit der Pflanze beschäftige, ihr Wachstum verfolge, also das heißt nicht nur eine Momentaufnahme habe, sondern mit der Pflanze jetzt lebe, über Tage, über Wochen und so weiter, und mir eine Imagination mache von den Lebenskräften, die in dieser Pflanze wirksam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sind das zwei Wege eigentlich, die man begehen kann, um diese Kräfte, die da drinnen sind, erfahrbar zu machen, sagen wir es einmal so, erlebbar zu machen. Und das ist ja heute also die große Aufgabe der Menschen, sei es Biodynamik, anthroposophische Forschung und so weiter, gibt es ja genug, die sich gerade damit beschäftigen. Die zwei Wege sind eben, einmal es im äußeren Bild zu haben, zum Beispiel durch die Steigbildmethode oder etwas Vergleichbares, was es gibt, die andere Seite oder begleitend, am besten in beides, die imaginative Methode, also eine Imagination mir aufzubauen, indem ich die Pflanze studiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Samenkorn-Meditation 00:42:54 ===&lt;br /&gt;
Ja, im Extremfall, das ist aber, wie wahrscheinlich die meisten von euch wissen werden oder erfahren haben vielleicht auch schon, was sehr schwierig ist, diese Samenkorn-Meditation, von der Rudolf Steiner spricht, wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten. Also man nehme ein Samenkorn, versenke sich eben mit dem Bewusstsein in dieses Samenkorn, also indem man es anschaut, indem man sich verbindet damit, indem man wirklich in gewisser Weise hineinschlüpft in dieses Samenkorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fängt dann natürlich mit einer Beschreibung der Form dieses Samenkorns an und so weiter, es über Tage verfolgen, ändert sich da etwas, vielleicht auch mehrere Samenkörner dieser Pflanzenart verfolgen, was tut sich da, aber dann wirklich so weit zu kommen, dass ich das Samenkorn vor mir habe und dass dann eine Imagination entsteht, die aber sehr deutlich etwas zu tun hat mit der Gestalt, die diese Pflanze, wenn das Samenkorn in die Erde gelegt wird und wenn die Pflanze sich entfaltet, wirklich mit dieser Pflanze zu tun hat. Wo ich also sozusagen in der Imagination dann eine Art Lichtgestalt sehe, die zwar nicht jetzt einfach ein äußeres Abbild der Pflanze ist, die später daraus entstehen wird, aber wo doch die ganzen Formprinzipien in einer lichtvollen Gestalt sichtbar werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, diese Lebenskräfte, diese Wachstumskräfte, diese gestaltenden Kräfte, die in diesem Samenkorn schlafen drinnen, wie davon in der Imagination etwas auftaucht. Aber dasselbe kann ich auch sehen, wenn die Pflanze gewachsen ist, ich nehme jetzt etwas von den Blättern, verreibe sie, mache einen Saft daraus und schaue dann mit der Steigbildmethode, wie viel Lebenskraft da drinnen ist. Das heißt, wie komplex, wie lebendig ist dieses Steigbild, das entsteht, wenn ich diesem Pflanzensaft, dieser Pflanze, eben dem Steigbildverfahren unterwerfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genauso, wenn es mir gelingt, sehe ich, oder würde ich sehen, an der Imagination, welche Qualität hat dieses Samenkorn. Das ist schwer. Ich muss gestehen, mir ist das noch nicht gelungen, das so wirklich zu einem aussagekräftigen Erlebnis zu führen, dass ich mir mit Sicherheit sagen kann, ja, dieses Samenkorn, da steckt viel Lebenskraft drin, in dem anderen Samenkorn von derselben Pflanzenart steckt weniger Kraft drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bis dorthin kann man durchaus kommen, und das war durchaus etwas, worum sich Lili Kolisko damals bemüht hat, also beide Seiten zu erfahren. Also einerseits auf dem geistigen Weg, auf dem meditativen Weg, bis zur Imagination zu kommen, und auf der anderen Seite aber auch ein ganz äußeres Verfahren zu verwenden, wo man dann eigentlich nur braucht ein gewisses Gespür dafür, dieses Steigbild zu beurteilen. Also wie komplex ist es, wie lebendig ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Naturwissenschaft zur Lebenswissenschaft 00:47:20 ===&lt;br /&gt;
Aber wie gesagt, gerade die Komplexität darin kann man heute auch mit ganz technischen Instrumenten messen. Also das heißt, darum muss die äußere Wissenschaft gar nicht sagen, und sagt sie auch nicht mehr, oder manche zumindest nicht mehr, dass das einfach irgendein Hokuspokus ist, sondern es ist auch nach den Kriterien der heutigen Wissenschaft auch bis zu einem gewissen Grad fassbar, nachvollziehbar zumindest. Also das wären so Anschlusspunkte, wo man den Übergang finden könnte von unserer heutigen Wissenschaft zu einer wirklichen Lebenswissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wären wir also einen großen Schritt weiter. Es wird also hoffentlich so passieren, dass in unserer Kulturepoche wir uns in diese Richtung hin entwickeln. Das heißt, weggehen von den üblichen Messverfahren, die man hat. Ja, natürlich, wir können die Steigbilder auch mit maschinellen Verfahren beurteilen bis zu einem gewissen Grad, aber es geht für die Zukunft vor allem darum, und dann wird eine neue Wissenschaft entstehen, und dann werden neue Wissenschaftler in die Welt kommen, die einfach selber die Fähigkeit entwickeln, dieses Leben in dem Pflanzensaft oder überhaupt in der Pflanze selbst wahrzunehmen, imaginativ wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden wir den nächsten Schritt haben, das wird ein großer Schritt sein in der Überwindung, aber auch in der Erlösung der ahrimanischen Kräfte. Das heißt, der Michael-Kampf mit dem Drachen, oder von mir aus mit dem Ahriman, also mit dem schwarzen Drachen, mit dem finsteren Drachen, wird sich ganz anders abspielen. Es ist kein Kampf, den man dann in dieses Bild kleiden könnte, sondern es heißt eigentlich, den Ahriman zu schlagen mit seinen eigenen Waffen. Das heißt, so bewusst ins imaginative Erleben zu gehen, so stark hineinzugehen, dass man es dann auch beschreiben kann, erklären kann, mit unserem ganz wissenschaftlichen Verstand, dass wir es bis dorthin bringen, ganz präzise, aber als Beobachtungsbasis eben wirklich das imaginative Erleben drinnen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Anfang dazu, die Vorbereitung dazu, ist zum Beispiel das, was Goethe mit seiner Metamorphosenlehre gemacht hat, also das Wachstum der Pflanzen zu beobachten und wie sich die Formen dabei verwandeln, zu beobachten, wie sich eine Pflanzenart verwandelt, wenn ich sie aus der Ebene ins Gebirge hinauf versetze, wie sie sich ändert, je höher sie hinaufkommt. Manche Pflanzen können ja durchaus in der Ebene gedeihen und bis zu einer gewissen Bergeshöhe auch hinauf gedeihen, aber sie ändern sich. Ihre Gestalt ändert sich, ihre Ausprägung ändert sich. Das sind Dinge, die man verfolgen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss man nur wachsam genug sein, da muss ich nicht einmal noch wirkliche Imaginationen erleben dazu, aber im Hintergrund brauche ich doch die künstlerische Fähigkeit, diese Imaginationen zumindest halbbewusst zu erleben. Dann fängt überhaupt eine Beurteilungsmöglichkeit an. Also da ist ja das Paradoxon sogar, dass heute oft eine Maschine bei der Auswertung dieser Steigbilder präziser ist, sagen kann, ja, da ist mehr Komplexität drinnen, als es die beobachtenden Menschen können. Das ist eigentlich eine Schande, im Grunde. Das ist eine bankrotte Erklärung für die Lebenswissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulung durch tägliches Leben mit der Pflanze 00:52:17 ===&lt;br /&gt;
Also ohne, dass ich das jetzt wem vorhalte oder was, es ist halt nicht so leicht, und vor allem, man wird es sich nicht erwerben können ohne eine entsprechende Schulung. Schulung, nicht indem ich irgendeinem Programm folge, sondern indem ich mich selber verbinde mit der Pflanze, mit ihrem Wachstum. Ja, es muss ein Beispiel haben, wie es Goethe getan hat. Indem ich eben tagtäglich lebe mit dieser Pflanze, und zwar wach und bewusst lebe mit ihr. Und jede, auch sinnliche, jede Veränderung bemerke, und mit der Zeit aber dann auch weitergehe bis ins Imaginative hineingehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also dann fange ich nämlich an, wirklich die Lebenskräfte, die darin wirken, die die Pflanze aber eben auch gestalten, sinnlich sichtbar gestalten, aber sie dann auch sehen zu können, ohne das Hauptaugenmerk auf die sinnliche Gestalt der Pflanze zu legen, sondern wirklich die Lebenskräfte selber zu schauen. Also die Imagination dazu zu haben. Weil die ist noch viel differenzierter in Wahrheit. Das ist nämlich der Punkt. Also man kann eben mit den Steigbildern etwas erreichen, die Bilder zeigen etwas, sie zeigen eine stärkere oder geringere Komplexität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gesagt, daher, eben weil es so ein äußeres, sinnliches Bild ist, kann ich es sogar maschinell auswerten. Aber, und zwar so genau zumindest, dass man unterscheiden kann, ob da mehr oder weniger Lebenskraft darin tätig war, so nennen es die äußeren Wissenschaftler natürlich nicht, aber die die Qualität beurteilen können zumindest daran. Aber das sollte uns nur die Vergleichsbasis sein. Das Eigentliche, worum es geht, ist, dass wir diese Fähigkeit entwickeln. Dass wir diese Fähigkeit entwickeln. Jedenfalls jetzt in der Kulturepoche, in der wir drinnen stehen. Muss nicht unbedingt in dieser Inkarnation sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns, die meisten von uns, in dieser Kulturepoche, in der wir jetzt stehen, sicher noch einmal und wahrscheinlich nicht nur einmal, sondern zweimal vielleicht sogar inkarnieren, weil so große Veränderungen in dieser Epoche stattfinden werden. Gerade unsere Kulturepoche ist eine Epoche, wenn alles gut läuft, auch wenn es schlecht läuft, dann ist es halt in eine andere Richtung, aber es ist eine Epoche des absoluten Umbruchs. Und da werden wir immer mehr hineingehen. Und das wird auch die große Schwierigkeit sein, für viele Menschen mit diesen Umbrüchen umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die rasende Aktivität der ahrimanischen Kräfte in der Technik 00:55:26 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir zurückschauen, wenn wir schon nur ins vorige Jahrhundert oder ins vorvorige Jahrhundert zurückblicken, im vorvorigen Jahrhundert, also 19. Jahrhundert, noch besonders stark, obwohl dort der große Aufbruch der Technik war, und das war schon eine große Umwälzung, die drinnen ist. Aber trotzdem, das ist alles so gemächlich im Vergleich zu dem, was eh jetzt schon im Äußeren, vor allem in der technischen Entwicklung drinnen ist. Aber da sehen wir eben die rasende Aktivität der ahrimanischen Kräfte, weil die sind die Inspiratoren dieser Technik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich sage das jetzt gar nicht einmal abfällig, ich sage es auch gar nicht in dem Sinne, dass man es total bekämpfen müsste. Wir müssen uns nur bewusst sein, und das haben ja durchaus manche Leute, wie zum Beispiel Jochen Kirchhoff, ganz deutlich erkannt, diese Wissenschaft, so wie sie heute betrieben wird, ist todbringend. Sie ist nicht nur fähig, das Tote zu erkennen, sondern sie ist todbringend. Und schauen wir uns unsere Entwicklung an, und eben zu dieser Wissenschaft des Toten, dieser Technikwissenschaft, die sie eigentlich ist, die keine Naturwissenschaft ist, sondern die eine Technikwissenschaft ist in Wahrheit, die dient eigentlich nur dazu, diese ahrimanischen Kräfte kennenzulernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir müssen eben verteufelt aufpassen, dass wir sie kennenlernen, wie sie wirklich kennenlernen, und uns nicht einlullen lassen, uns nicht ablenken lassen. Und der Ahriman lenkt uns ab, die ahrimanischen Kräfte lenken uns ab, das muss man halt auch deutlich sagen, indem sie uns den heutigen modernen Wissenschaftsgeist, also diese Art zu denken, wie heute in praktisch allen Wissenschaften gedacht wird, das ist zum größten Teil ahrimanisches Denken, das ist ein Denken, das nur das Tote verstehen kann, bis zu dem Punkt sogar, dass man an dem eigentlich aus dem Leben heraus entstandenen Steigbild sogar noch mit einer Maschine das auswerten kann, besser vielleicht als viele Menschen es können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber trotzdem, das Leben erkennt man nicht wirklich daran. Man misst es schon wieder, oder man schafft sich ein Messinstrument, oder ein Auswertungsgerät, das das macht für uns heute. Die wenigsten Menschen, nämlich abseits der biologisch-dynamischen Menschen, oder auch in der anthroposophischen Forschung, Bildekräfteforschung und so, da gibt es ja einiges, da sind schon Menschen drinnen, die da Fähigkeiten entwickelt haben, aber draußen ist das noch nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wolfgang Pauli und der Geist der Materie 00:59:14 ===&lt;br /&gt;
Und es geht aber, da muss man ganz bewusst diese imaginative Fähigkeit entwickeln. Und man muss auch den Mut dazu haben, zu dieser imaginativen Fähigkeit. Das war eine Fähigkeit, ich habe euch das ja oft schon erzählt, die dieser Physiker Wolfgang Pauli hatte, der jetzt im quantenphysikalischen Bereich gearbeitet hat, also in der Wissenschaft, die eigentlich mit dem Totesten des Toten zu tun hat, in einer gewissen Weise. Also erforschen will, ja, in Wahrheit, die gestorbene Natur. Das ist das, was uns die Quantenmechanik erklärt, in Wahrheit. Die Quantenmechanik, das ist kein Werkzeug, um das Leben zu erkennen, in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sondern das ist eines der Werkzeuge, und die Menschen, die sich damit beschäftigt haben, viele davon sind dadurch halt sehr in enge Beziehung gekommen mit den ahrimanischen Wesenheiten. Pauli war eben einer der wenigen, der das sehr bewusst erlebt hat. Und zugleich aber durchaus auch ein sehr präzises ahrimanisches Denken entwickelt hat. Durchaus auch. Also er hatte jetzt aber trotzdem eine gewisse imaginative Fähigkeit, durch die er eben auch den Ahriman sehen, erleben konnte. Also den Herrn der Materie, wie er es genannt hat, oder den Geist der Materie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ja, das hat er sich nicht ausgesucht, aber er hat halt Physik studiert und ist genau in die Phase hineingekommen, wo, ja, in den Beginn der Phase hineingekommen, wo diese ahrimanischen Mächte immer mehr Besitz ergriffen haben von der ganzen Kulturwelt. Und Wissenschaft jetzt, und auch Naturwissenschaft, einbezogen in die Kulturwelt. Gehört ja auch dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es hat auch dazu geführt, dass namentlich, also mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, die Ahrimanisierung des Denkens immer weitergeschritten ist. Ich meine, ich weiß, es gibt jetzt heute viele, die sagen, ja, die Quantentheorie und die Quantengeschichten, ja, da steckt ja was Geistiges eigentlich dahinter. Ja, es steckt was Geistiges dahinter, natürlich. Aber es ist das Ahrimanische, was dahintersteckt. Also, weil manche sich dann durchaus auch in Spekulationen verloren haben, dass man da ins Geistige, ins wirklich höhere Geistige, in ein wirklich seelenhaftes hineinkommt auf diesem Weg. Da gibt es ja heute vieles. Und haben sich auch namhafte Wissenschaftler damit beschäftigt. Also, die ja aus der Quantenphysik irgendwo kommen, die aber dann das als Erklärungsversuch sogar nehmen, um das Bewusstsein des Menschen damit zu erklären. Das ist in Wahrheit die Vernebelung des Bewusstseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Erste Weltkrieg und die Steigerung der Vernichtungskraft 01:03:26 ===&lt;br /&gt;
Aber es ist das, was uns jedenfalls mit Beginn des 20. Jahrhunderts, wirklich fast Schlag mit Beginn des 20. Jahrhunderts, hat das ganze begonnen. Es war schon vorher die Physik natürlich nicht sehr lebendig, weil man hatte die Mechanik, die Mechanik hat was mit dem Toten, absolut Toten, zu tun, mit dem Maschinellen eigentlich zu tun. Und die Quantenmechanik ist die Steigerung des Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, ich habe meine ganze Berufslaufbahn im Wesentlichen auf dem Gebiet der Quantenmechanik gemacht und habe viel damit gearbeitet, bin heute nur mehr in beratender Funktion tätig. Aber wozu hat mir das geholfen? Es hat mir geholfen, eigentlich in Wahrheit, da bin ich aber natürlich erst viel später darauf gekommen, den Herrn Ahriman gründlich kennenzulernen und zu lernen, in gewisser Weise ahrimanisch zu denken. Darum ist die Wissenschaft heute in Wahrheit so, wie sie ist, und darum hat das auch eine gewisse Notwendigkeit, dass wir uns mit dieser Art des Denkens, mit dieser Art der Technik, die aus diesem Denken resultiert, auseinandersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist etwas, was ein Tanz auf dem Vulkan zugleich auch ist, weil wir sind damit auf Du und Du mit dem Herrn Ahriman. Und die Frage ist, wer hier dann den Ton angeben wird. Das ist das Problem. Das ist das Dilemma unserer Zeit überhaupt, oder vielleicht auch von uns Anthroposophen, von geistig strebenden Menschen, aber auch von in der Technik, in der Wirtschaft von mir aus tätigen Menschen, die jetzt solche Maschinen, die auf diesen Erkenntnissen basieren, bauen sollen. Es ist nichts, um das wir ganz herumkommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat sich ja schon gezeigt, das 20. Jahrhundert war ja schon einmal mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Wir nehmen das so zur Kenntnis, da sind große Kriege passiert und für uns ist das Vergangenheit halt jetzt. Aber man muss doch sehen, dass diese Kriegskatastrophe, die im 20. Jahrhundert passiert ist, dass es so etwas nicht einmal annähernd in der Zeit davor gegeben hat. Da ist etwas ganz, ganz Neues in die Welt hineingekommen damit. Also das hat natürlich die Vorbereitung schon gehabt im 19. Jahrhundert, früher sogar schon mit der Entwicklung der Mechanik, das ist auch schon etwas sehr Totes, aber noch etwas relativ Kraftloses, was aber eben eine gewaltige Steigerung erfahren hat, bereits im Zuge des 19. Jahrhunderts, und dann eben zur Auswirkung gekommen ist im 20. Jahrhundert, ganz deutlich eben dann geworden ist im Ersten Weltkrieg, wo erstmals im Grunde eine Vernichtungskraft in dem Kriegsgeschehen drinnen war, die um Größenordnungen größer war als in allem, was es vorher gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das muss man sich bewusst sein, wo nicht nur da Hunderttausende von Soldaten gegen Hunderttausende Soldaten standen, sondern de facto die Kräfte von Milliarden von Soldaten gegeneinander gestanden sind. Also wenn ich das jetzt vergleiche mit dem Kampf Mann gegen Mann, wenn man so will, mit dem, was durch die Technik, durch die Kraft, durch die Energie, die da hineingeleitet wurde, mit eben auch diesem kalten, toten Verstand drinnen, und nehmen wir die Steigerung, die bis heute ist, in der Tötungsmaschinerie, die heute in der Welt läuft, und wo weltweit immer mehr Grundlagen dafür geschaffen werden. Also Massenvernichtung im Grunde zu betreiben. An Menschen, an Tieren, an der Natur und so weiter natürlich, was hineinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Dritte Weltkrieg um unser Denken 01:09:05 ===&lt;br /&gt;
Und trotzdem, muss man sagen, es ist keine Alternative oder wäre keine gewesen, dass wir das ahrimanische Denken als solches umschifft hätten und sagen, Widersacher, böser Geist, mit dir beschäftige ich mich nicht. Das Problem ist, dass wir heute diesem ahrimanischen Geist großteils verfallen sind. Und dass das ganze Weltgeschehen eben in der Tragik des 20. Jahrhunderts, vorbereitend bereits im 19. Jahrhundert und jetzt wieder in unserem Jahrhundert, vielfach gesteigert wieder da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja auch das, was ich öfter schon gesagt habe, der Dritte Weltkrieg läuft. Der Zweite Weltkrieg ist eigentlich praktisch nahtlos in den Dritten Weltkrieg übergegangen, und der wird sich immer mehr entfalten, in verschiedensten Formen. Und es geht in Wahrheit dabei aber nicht primär um die äußere Vernichtung, um den äußeren Krieg, der da ist. Den ahrimanischen Kräften geht es darum, den Krieg zu gewinnen, ja, in Wahrheit, um unser Denken. Den Krieg zu gewinnen, zu verhindern, dass ein Denken entsteht, das das Leben denken könnte, so wie es ansatzweise zum Beispiel Goethe hatte in seiner Metamorphose der Pflanzen. Da ist ein sehr starker Ansatz dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat das halt nur sehr fragmentarisch in Wahrheit betreiben können, obwohl er sich sehr bewusst war, dass das etwas ganz Wesentliches ist, genauso wie seine Farbenlehre. Da hat er ja wirklich zwei Kernpunkte herausgefunden. Mit der Farbenlehre, mit dem Erleben der Farben, mit dem Erleben der sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben, was ja nichts anderes heißt, als welche geistige Wirkung haben die Farben, welche seelisch-geistige Qualität haben die Farben. Damit hat er ja den Weg gebahnt in Wahrheit zu einem Verständnis dessen, was uns führen kann wirklich zur Imagination, was uns führen kann zu einem Verständnis, wie ist Sinneswahrnehmung auch wirklich möglich, nämlich Sinneswahrnehmung im Sinne dessen, dass ein Mensch bewusst mit den Sinnen etwas erleben kann. Das heißt, wo man sich auch nähern kann dem Rätsel des Bewusstseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Rätsel des Bewusstseins und der Sterbeprozess im Gehirn 01:12:08 ===&lt;br /&gt;
Das ist ja heute, auch in unserem Jahrhundert, in dem wir drinnen stehen, ja immer noch die große Rätselfrage für die Hirnforscher, für die Psychologen und so weiter, für die Naturwissenschaftler überhaupt, wie kommt das Bewusstsein zustande. Und sie sind unendlich weit weg von einer Lösung im Grunde, weil sie immer auf der Suche sind, welche physisch-materiellen Prozesse denn das Bewusstsein ermöglichen könnten, oder besser gesagt, aus welchen stofflich-physikalischen Prozessen das Bewusstsein hervorgeht. Es geht eben nicht aus diesen Prozessen hervor. Aber, und darum ist auch diese Forschung wieder wertvoll, es hat etwas damit zu tun, dass gerade das Sterbende, das Tote in uns, dass das gerade der Spiegel ist, der uns unser Bewusstsein, wie wir es kennen, auf Erden einmal ermöglicht, aber es ist letztlich nicht gebunden daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir lernen es einfach daran. Wir lernen zum Beispiel unser Ich-Bewusstsein, wir lernen umzugehen mit unserem im Grunde sterbenden Nervensystem, unserem sterbenden Gehirnsystem. Es ist ja interessant, dass das schon ganz früh im Leben anfängt. Also, das Kind in seiner frühesten Phase, das fängt schon an, bevor das Kind geboren ist sogar. Dass das Gehirn ausgebildet wird, dass es überhaupt funktionstüchtig ist, dass der neugeborene Mensch und dann der heranwachsende Mensch überhaupt etwas damit anfangen kann, ist zu verdanken einem Sterbeprozess, einem gewaltigen Sterbeprozess. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der ganzen Nervenzellen und Nervenverbindungen, die vorher da sind, müssen sterben, sonst kann ich das Bewusstsein gar nicht entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also gerade in der letzten Phase vor der Geburt und dann in den ersten drei Lebensjahren läuft durch unser Nervensystem, namentlich auch durch unser Gehirn, dass es geformt wird, dass es halt als das Instrument dient, um unser heutiges Bewusstsein uns zu ermöglichen. Das beruht darauf, dass ein gewaltiger Sterbeprozess da drin stattfindet. Ich hoffe, dass ich damit niemanden jetzt schockiere. Das heißt ja nicht, dass der Mensch als Ganzes stirbt. Aber es ist indirekt schon auch so, weil von da geht der Sterbeprozess aus in Wahrheit. Wir sterben eigentlich vom Kopf her. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Von da geht der Tod aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings ist es auch, und darum hat es ja seine Berechtigung, wenn das nicht wäre, könnten wir nicht die Freiheit entwickeln. Wenn uns unsere Lebensprozesse alleine dieses Bewusstsein schenken könnten, dann hätten wir vielleicht ein sehr lebendiges Bewusstsein, das ist jetzt sehr hypothetisch, dann hätten wir ein imaginatives Bewusstsein, aber eine Freiheit könnten wir nicht darin entwickeln. Tatsächlich, das können wir heute mit der äußeren Forschung nicht so wirklich nachweisen, aber je weiter man zurückgeht, die Geisteswissenschaft, die Anthroposophie, zeigt das schon sehr deutlich, weil da kann man in der Akaschachronik zurückschauen in die Vergangenheit und kann sehen, dass das Bewusstsein der Menschen in der Vergangenheit ganz anders geartet war. Dass es nicht diesen Totencharakter hatte, wie wir ihn heute haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die lemurische Zeit und das Zyklopenauge 01:17:10 ===&lt;br /&gt;
Man hätte mit diesem Bewusstsein, und konnte man auch nicht, irgendwas Technisches in die Welt setzen, man konnte keine abstrakten Gedanken entwickeln, das alles nicht. Aber es hatte ein ganz starkes imaginatives Bewusstsein. Und namentlich, wenn man in die atlantische Zeit oder gar in die lemurische Zeit zurückgeht, ich meine, die lemurische Zeit, das ist eine Zeit der Erdentwicklung, wo wir natürlich noch nicht einmal annähernd in der Gestalt auf Erden waren, wie wir es jetzt sind, aber wo wir ein ganz reiches Bewusstsein hatten. Und von dem, was an Lebensprozessen in der Erde passiert. In der Erde und auf der Erde. Aber durchaus auch in der Erde, wo man das Mitleben miterleben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wovon wir schon gesprochen haben, ich meine, ein Mit-Hineingehen, namentlich sogar ganz stark bis in das Kristallwesen hinein, wo die Kristalle noch insofern etwas Lebendiges waren, als die ganze Kristallwelt in einer lebendigen Entwicklung noch war. Nicht durch einen Ätherleib, den der einzelne Kristall hatte, aber wo die Kristallwelt dadurch entstanden ist, dass ein reiches, ätherisches, lebendiges da war, aus dem aber etwas Schritt für Schritt herausstirbt, um uns den Erdboden zu geben, auf dem wir dann später mal stehen können, wo wir aber eben schon selber mitbeteiligt waren in gewisser Weise, indem wir an den Kristallbildungen, die entstanden sind, mitgearbeitet haben. Sogar das, wie ich es in den letzten Vorträgen immer wieder mal eingesteuert habe, dass das eigentlich unsere erste Berührung, unsere erste Inkarnation auf der Erde war, die ihre Spuren hinterlassen hat in den Kristallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo wir dieses Prinzip in die Welt gesetzt haben. Das sind eigentlich die ersten zarten Leichname, die wir zurückgelassen haben. Und das sind Dinge, wo wir aber zwar noch nicht aus der Freiheit heraus, aber wo wir sehr intensiv an der Entwicklung der Erde mitgearbeitet haben, unter der Führung höherer geistiger Wesenheiten. Wir konnten es nicht selber noch, also wirklich aus unserem Ich-Bewusstsein heraus, entfalten. Aber wir konnten sozusagen die Aufgaben ausführen, die uns übergeben wurden von höheren geistigen Wesenheiten, die uns, wie soll man das sagen, angeleitet haben dazu, die uns den Weg gezeigt haben, wie das funktioniert. Allerdings bitte nicht so, dass uns ein Handbuch oder was gegeben hätte, sondern wir hatten einfach ein Erlebnis dabei, wir hatten Imaginationen, das war selbstverständlich, alle Menschen hatten das, namentlich in der atlantischen Zeit und noch viel stärker in der lemurischen Zeit, da war es ganz besonders stark, also da haben wir alles imaginativ erlebt, äußere Wahrnehmung in dem Sinn gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Zeit, von der Rudolf Steiner spricht, oder wovon auch die Mythologien sprechen, also vom Zyklopenauge zum Beispiel, das ja im Grunde nichts anderes ist als das Hellseherorgan, ja wir haben alle das Zyklopenauge, wir haben es auch heute noch, wir können es halt nur die meisten noch nicht, oder nicht mehr bewusst betätigen, bewusst damit wahrnehmen, aber wir haben es, weil es ist ja nichts anderes, in Wahrheit, als das Stirnchakra, das wir haben, nichts anderes, also diese zweiblätterige Lotusblume, die da sitzt, die eben sehr viel zu tun hat mit der imaginativen Wahrnehmung, einerseits, aber andererseits auch sehr viel zu tun hat mit der äußeren Sinneswahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zweiblätterige Lotusblume und die Bildung der Sinnesorgane 01:22:22 ===&lt;br /&gt;
Je weiter wir in die Vergangenheit zurückgehen, desto mehr haben wir die imaginative Seite erlebt, also auch in der Zeit, in der lemurischen Zeit, wo wir in irgendeiner Form schon anwesend waren auf Erden, wo unsere Spuren auch zurückgeblieben sind auf Erden, wo wir aber nicht in der Gestalt natürlich da waren, wie wir da sind, aber wir hatten diese Kräfte bereits, natürlich hatten wir sie, das war eigentlich eines der ganz zentralen geistigen Wahrnehmungsorgane. Und es ist ja so, dass auch das System überhaupt der Chakren, die wir haben, also dieser Lotusblumen, dass aus dem heraus ja eigentlich die Kräfte stammen, in Wahrheit, die seelischen Kräfte auch stammen, und aus den seelischen Kräften, die impulsieren die Lebenskräfte, dass wir nämlich die Gestalt geworden sind, die wir sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wenn ich dieses mythologische Bild des Zyklopen nehme, das kann man sich ja jetzt ausmalen, wie man will, aber das Wichtige ist, dass dominierend eben dieses geistige Wahrnehmungsorgan ist, also diese zweiblätterige Lotusblume, die aber eben, wie soll man sagen, ins Innere schaut, das Innere ist vielleicht noch gar nicht richtig in den Anfangszeiten, eben lemurische Zeit, wo wir ja nicht in der körperlichen Gestalt da sind, aber wo wir unsere Inkarnation auf Erden vorbereiten, zu dem Zeitpunkt gibt es das nämlich in Wahrheit eigentlich schon, dieses Organ, und wir schauen damit aber nach innen. Wir schauen damit nach innen mit diesem Wahrnehmungsorgan. Mit den anderen Lotusblumen bis zu einem gewissen Grad auch, aber führend ist diese, die ist die Wichtigste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was entwickeln wir dadurch, dass wir jetzt nach innen schauen damit, mit diesen Kräften, die in dieser zweiblätterigen Lotusblume drinnen sind? Wir entwickeln damit gerade die Kräfte, oder sehr zentral, also eines der wesentlichen Dinge, die Kräfte in uns, die verantwortlich sind dafür, dass wir die Sinne entwickeln, die Sinnesorgane. Und noch ganz deutlich gesprochen, das ist natürlich, wir sind damals noch nicht in der heutigen Gestalt auf der Erde herumgelaufen, aber wo wirkt sich das aus? Es wirkt sich aus, dass die Sinnesorgane früher oder später einmal herauskommen, die tierischen Wesenheiten entwickeln Sinnesorgane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst ganz primitive, wenn das irgend so etwas Wurmartiges oder Fischartiges, oder solche, diese amphibischen Wesenheiten dann, die entstehen, also Tierwesenheiten, die entstehen. Da ist ein sehr lebendiges Bewusstsein da. Es ist ein Bewusstsein da, das Sinnesorgane entwickelt, aber diese Sinnesorgane nehmen zu dem Zeitpunkt zumindest hauptsächlich auch imaginativ wahr. Aber das Wichtige ist, indem diese zweiblätterige Lotusblume in sich hineinschaut, sozusagen, in die Wesenheit hineinschaut. Durchaus körperlich jetzt gesehen, auch wenn wir damals noch nicht diese Körperlichkeit gehabt haben wie heute, wo wir vielleicht in körperlicher Gestalt so überhaupt noch nicht da waren, sondern vielleicht nur, indem wir dann als Leichnam die ersten Kristalle zurückgelassen haben, indem wir also noch gar nicht diese geschlossene Menschengestalt hatten, die wir heute haben. Aber wir hatten diese Tätigkeit, dieser zweiblätterigen Lotusblume namentlich, der anderen natürlich auch mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was tun die? Also die zweiblätterige Lotusblume namentlich, aber auch die anderen bis zu einem gewissen Grad mit, aber die zweiblätterige ganz besonders, sie wirkt mit dazu, unsere Sinnesorgane, nämlich jetzt wirklich die äußeren Sinnesorgane, zu entwickeln. Da ist im Menschen ein gewaltiger Wille drinnen, diese zweiblätterige Lotusblume, die ihm auch dieses Erleben der geistigen Welt, das imaginative Schauen ermöglicht hat, indem der Mensch, das Menschenwesen, der Menschenvorfahr, diesen Blick nach innen gerichtet hat, man könnte sagen auf sich selbst, damit ist gerade entstanden die Anlage zu den Sinnesorganen. Ganz besonders der Augen natürlich, auch Gehörsinn, also namentlich die Sinnesorgane, die mit dem Oberen zu tun haben, bei uns, also die bei uns im Kopfbereich hauptsächlich veranlagt sind, da fängt etwas an sich zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Sinnesorgane entstehen dadurch, dass diese zweiblätterige Lotusblume, die ganz ursprünglich nämlich nach außen geschaut hat, und das heißt nur die geistige Welt gesehen hat, wenn sie nämlich nach außen schaut, diese zweiblätterige Lotusblume, dann ist das imaginative Erleben da. Da entsteht die Imagination, das ist das hauptsächlichste Imaginationsorgan, aber da muss sich die seelisch-geistige Tätigkeit dieses Organs ganz nach außen wenden. Dann habe ich die Imagination. Die sinnliche Wahrnehmung ist gerade dadurch entstanden, dass sich diese Kräfte, die lange Zeit einmal nach außen gewirkt haben, sich jetzt nach innen wenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Tötungsprozess bei der Bildung der Sinnesorgane 01:32:06 ===&lt;br /&gt;
Und dieses Organ, dieses übersinnliche Organ, wenn man so will, weil es ist natürlich nicht als stoffliche Struktur fassbar, wie geht der Prozess? Diese zweiblätterige Lotusblume fängt an, sie ist also vom Anfang an einmal nach außen gerichtet, sie lebt damit im imaginativen Wahrnehmen der niederen geistigen Welt, wenn man so will. Also das ist der Ursprungszustand, aus dem kommt der Mensch mit seinem Erleben, das war selbstverständlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht jetzt ein langer Weg, dass sich immer wieder mal etwas beginnt, nach innen zu wenden. Der Mensch bringt es dazu, die Menschheit bringt es dazu, diese Kräfte, nämlich der zweiblätterigen Lotusblume, die nach außen gehen, die direkt in ein imaginatives Erleben der Welt gehen, also daher keine Sinneswelt, nix, sondern ein rein imaginatives Erleben, Erleben der geistigen Wesenheiten, die halt mitwirken an der ganzen Erdentwicklung, jetzt der Blick wendet sich nach innen, und das ist der Impuls, der letztlich Auslöser ist, dass sich bis ins Physische hinein, bis ins Materielle hinein, aber zunächst einmal in die Seelenkräfte hinein, oder es sind ja eigentlich Seelenkräfte, die da tätig sind, die aber die Lebenskräfte jetzt ergreifen, indem sie in die Lebenskräfte einwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bewirken sie, indem jetzt diese Schau, die zuerst nach außen ging, jetzt nach innen sich wendet? Es führt interessanterweise zu einem gewissen Absterbensprozess im menschlichen Organismus, der sich heranbildet zu der Zeit, der noch ganz anders natürlich ausgeschaut hat, wo wir durchaus diesen Prozess, wo man eben nicht sagen kann, überhaupt zu der Zeit, dass das Ich des Menschen da schon in irgendeiner Weise wirklich inkarniert ist, es lässt immer nur so Spuren, hinterlässt solche Spuren. Aber wir wenden jetzt das Bewusstsein nach innen, und das erzeugt erstens einmal die Kraft, durch die sich anfangen, die Sinnesorgane auszubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, durchatmen noch einmal. Wir haben ein imaginatives Erleben gehabt. Wir waren natürlich nicht in der körperlichen Gestalt vorhanden wie da, wir waren ein Wesen, das zwar schon die ersten Inkarnationen in der lemurischen Zeit hatte, aber eben als Kristall, von mir aus, beziehungsweise der Kristall ist der Leichnam davon. Wir waren also im ganz flüchtigsten Stofflichen vorhanden. Aber es entsteht ein Impuls, und da wirkt unser Ich bereits mit. Wie kann man das erklären? Nennen wir es einmal so, ich will nicht nur sehen, die imaginative Welt, die geistige Welt, die sich ausbreitet, wobei man noch nicht wirklich sagen kann, dass das jetzt eine freie Willensentscheidung ist, aber es entsteht ein gewisser Drang in uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wirkt da mit? Luzifer wirkt mit, weil der Luzifer ist der, der die Sinne nach außen öffnet, also der wirkt sehr stark mit, der verführt uns auch mit dazu bis zu einem gewissen Grad, sodass wir diese Kraft jetzt nach innen wenden und sozusagen sagen, ja, das ist ja sehr interessant, ich bitte es jetzt in heutige Worte übersetzt, natürlich so haben wir es uns damals nicht gesagt, Sprache gab es ja auch noch nicht zu der Zeit, überhaupt nicht. Es gab äußerlich gesehen vielleicht in der Zeit, von der ich jetzt rede, die ersten primitiven Lebewesen in unserem Sinne. Also wo schon eine physische Körperlichkeit da war, wo wir sagen, das ist lebendig, das ist auch nicht nur pflanzlich mehr, sondern das ist, naja, noch nicht ganz menschlich, aber auch noch nicht ganz tierisch, es ist etwas dazwischen, wir stehen dazwischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Pflanzentiere und der alte Mondenzustand 01:35:26 ===&lt;br /&gt;
Das ist im Übrigen, Rudolf Steiner beschreibt es ja sehr genau, eine gewisse Erinnerung sogar an den alten Mondenzustand, wo es so Übergänge gab. Es gab nicht Tiere oder Pflanzen, es gab Pflanzentiere zum Beispiel. Also etwas, was beides irgendwo war. Und jetzt, während der Erdentwicklung, kommt etwas dazu, was im Übrigen auch schon auf dem Mond vorbereitet wurde, auch etwas, was ein Übergangsfeld bildet zwischen dem Menschlichen und dem Tierischen. Natürlich nicht so in der äußeren Gestalt, wie wir es jetzt haben, aber von den seelisch-geistigen Qualitäten, die da drin eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn wir zur Erdentwicklung gehen, zu dem Zeitpunkt eben in der lemurischen Zeit, fängt es schon an, kommt aber erst später dann noch deutlicher heraus, wo jetzt entsteht der Wille, also nicht mehr nur draußen in der imaginativen Welt, in der geistigen Welt eigentlich zu leben, sondern nach innen zu schauen, mit diesem Hellseherorgan nach innen zu schauen. Und dann hat dieses Nach-innen-Schauen ja natürlich einen ganz anderen Charakter, als wenn man sinnlich nach innen schauen würde, aber es ist ein imaginatives Schauen, es ist aber ein Schauen, das auch etwas bewirkt in uns. Es fängt an nämlich, die ersten Strukturen zu bilden, aus denen sich die Sinnesorgane entwickeln. Sehsinn, Geruchssinn, Gehörsinn, dann vielleicht ein leichter Erschütterungssinn zunächst nur, Wärmesinn und dergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und indem sich diese Sinneskräfte jetzt entwickeln, die entwickeln sich dadurch also, dass der Blick der Zweiblätterigen, vor allem der Zweiblätterigen, aber auch anderer Lotusblumen, nicht mehr nach außen geht, sondern nach innen geht, dann fängt er an, sinnesorganbildend zu wirken. Das heißt, es werden die Gehirnstrukturen ausgebildet, und aus dieser Gehirnstruktur, man darf nicht an unser heutiges Gehirn denken, sondern man wird es gleich sehen, was es ist, Steiner sagt ja mal, oder an mehreren Stellen deutlich, und das ist aus dem her total nachvollziehbar, die Sinnesorgane, was sind sie eigentlich? Sie sind eigentlich so etwas wie ein kleines Gehirn. Also so wie ein Ausläufer des Gehirns, oder im Gehirn führen dann die Wirkungen aller dieser kleinen Gehirne zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist eigentlich so eine ähnliche Struktur, die da entsteht, die sich halt erst im Tierreich einmal zunächst ganz primitiv ausbildet, aber durch unsere Tätigkeit, wir arbeiten da mit dabei. Nur wir sind deswegen nicht Tiere, wir sind gerade in diesen Tierkörpern nicht verkörpert wirklich, aber wir bewirken dort eine Entwicklung drinnen. Also wir sind noch ganz in einer sehr viel flüchtigeren Form da, sodass davon auch noch gar nichts zurückbleibt, außer vielleicht die Spuren, wie wir erwähnt haben, also die Kristalle, und vielleicht ist es jetzt schon noch ein bisschen was anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sturz in die Sinnlichkeit als luziferische Verführung 01:39:52 ===&lt;br /&gt;
Aber dadurch entsteht also der Drang, der Wille dazu, Sinnesorgane zu entwickeln. Und das ist aber zugleich, das ist auch das Interessante, und das ist schon die Notwendigkeit, dass überhaupt dieses imaginative Schauen, das da war, wenn wir es nach außen gewendet haben, wenn wir es jetzt nach innen wenden, entsteht der Wille, die Kraft, die Fähigkeit, die Voraussetzungen für Sinnesorgane zu schaffen. Das ist aber ein Tötungsprozess eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wir mit unserem imaginativen Bewusstsein draußen in der geistigen Welt waren, waren wir selbst noch lange Zeit überhaupt gar nicht bis ins Physische da, sondern das war höchstens ein Endprozess. Erinnert euch an den Punkt, wo ich gesagt habe, die ersten Leichname der Menschen sind die Kristalle. Die sind hervorgegangen aus einem Sterbeprozess, der letztlich durch uns bewirkt wurde. Und damit haben wir in Wahrheit einmal die mineralische Grundlage der Erde geschaffen. Und der Prozess ist dann weitergegangen, dass wir wieder durch einen Sterbeprozess, paradoxerweise, die ganz lebendigen Ätherkräfte, die vom höchsten astralischen durchleuchteten Ätherkräfte, in denen also eine ungeheure Weisheit auch gewirkt hat, das heißt, das war weisheitsvolles Leben, weisheitsvolles Leben der ganzen Erde, indem wir diese Kräfte umwenden, in gewisser Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das passiert nämlich bei dem Ganzen. Damit leiten wir aber auch einen Sterbeprozess ein. Ich meine, das ist der Prozess, der schon zu den ersten Kristallen geführt hat. Das ist alles andere als ein rein chemisch-physikalischer Vorgang. In der Anfangszeit schon überhaupt gar nicht. Das heißt, wir dürfen uns diesen Anfangszustand der Erde nicht einfach so ganz gleichstofflich vorstellen, wie das heute ist. Das ist eine sehr späte Phase. Natürlich, irgendwann kommt es dazu. Aber der Prozess, der dazu geführt hat, auf den Weg dorthin, ist eigentlich im Grunde der, dass wir uns abwenden von der Wahrnehmung der geistigen Welt und ein Bestreben in uns haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eben Folge, wenn man so will, der luziferischen Verführung, so wird es in der Bibel ausgedrückt, dass wir eine ungeheure Sehnsucht hatten, Sinnesorgane zu entwickeln, die Augen zu öffnen für die äußere Welt. Und die entsteht einfach durch diese Umwendung. Und dadurch entsteht aber in uns ein Sterbeprozess. Aus diesem Sterbeprozess geht hervor, dass sich die Sinnesorgane bilden. Und aus dem geht aber auch hervor, dass sich unser sterblicher Körper, unser physischer Körper, letztlich entwickelt. Aber durch eine lange Entwicklungsreihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor wir wirklich mit unserem Ich jetzt ganz einziehen in die ganze Geschichte, weil man kann nicht sagen, dass in der Wesenheit, die da war, die ja eigentlich, ja, sie verkörpert hat, eben am Anfang gerade dadurch, dass sie den Leichnam nur zurücklässt, ohne dass aber vorher ein physisch lebender Organismus da gewesen wäre. Physisch nicht. Es war ein sehr lebendiges Wesen da, weil wir waren ja halt im Ätherleib sehr lebendig und vom Stofflichen noch fast gar nicht durchdrungen. Und es fängt aber an, indem wir jetzt den Blick nach innen wenden, geht die Verstofflichung weiter, ein gewisser Sterbeprozess geht weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die inneren und die äußeren Sinne 01:45:19 ===&lt;br /&gt;
Es ist also schon bereits ein bisschen ganz leise, abgewendeter Blick von der imaginativen Welt zur sinnlichen Welt, die wir aber noch gar nicht wahrnehmen können, oder die so noch gar nicht existiert, könnte man auch sagen. Jetzt könnte man fragen, existiert überhaupt eine sinnliche Welt, wenn kein Wesen da ist, das Sinne hat? Das ist eine gute Frage. Was ist das für eine Welt? Es ist eine Welt da. Es ist ein Teil der Welt da. Es ist nämlich genau die Welt, wo etwas zu ersterben beginnt. Wo Lebenskräfte, die reinen Lebenskräfte, noch total übersinnlich sind. Und erst recht die astralischen Kräfte, die damit notwendig verbunden sind, weil die Weisheit, die in den Lebenskräften drinnen liegt, dass das überhaupt etwas Lebendiges sein kann, das heißt, dass es eine lebendige Entwicklung in irgendeiner Weise durchmachen kann, die kommt ja von einer noch höheren Ebene, die kommt zunächst einmal von der astralischen Ebene. Und in die wirkt natürlich Geistiges, höheres Geistiges auch hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ein Rest dieser ganzen Situation ist ja, dass wir heute auch für unseren Ätherleib, dass er sich erfrischen kann, weil er sich eigentlich jeden Tag, wenn wir wach sind, erschöpft er sich eigentlich. Man könnte sagen, stirbt fast. Also die Ätherkräfte verflüchtigen sich fast ganz. Die lebensschaffende Fähigkeit erlischt fast in uns. Also so sehr, dass man vielleicht zwei, drei, im Extremfall vielleicht vier Tage ohne Schlaf auskommt, aber dann ist es aus, weil wozu dient der Schlaf? Der Schlaf dient dazu, dass sich in der Nacht der Ätherleib, ah, der Astralleib heraushebt aus uns. Der Ätherleib lockert sich ein bisschen, geht aber nicht ganz heraus, aber der astralische Leib geht ganz hinaus und holt jetzt, ja, die lebendige kosmische Weisheit herein, die unseren erschlafften Ätherleib wieder so in Bewegung bringt, dass er das Leben auch des physischen Organismus wieder erhalten, regenerieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind eben nicht bloß die genetischen Prozesse und die biochemischen Prozesse, die uns ablaufen. Die laufen schon ab, und die kann man natürlich auch messen und untersuchen, und es ist natürlich notwendig, dass wir das heute kennenlernen, also mit wissenschaftlicher Präzision, obwohl wir mit Sicherheit das Leben so nicht finden werden, sondern da müsste man eben auch die imaginative Fähigkeit entwickeln, dann kann man lernen, ja, was passiert denn dadurch auch bis ins Physische hinein? Was passiert denn da in den Lebensprozessen, dass wir die astralischen Kräfte, diese kosmische Weisheit, wenn man so will, die da lebt in diesen astralischen Kräften, und diese kosmische Weisheit bedeutet die Weisheit, ja, wie schaffe ich einen, wie schaffe und erhalte ich einen lebendigen Organismus? Sehr vereinfacht ausgedrückt, dass ich das hereinbringe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Garten Eden als imaginativ geschaute Welt 01:49:04 ===&lt;br /&gt;
Aber mit der Entwicklung der Sinnesorgane, bedingt durch die luziferische Verführung, mit der wir eigentlich aus der Paradieseswelt herauskommen wollen dann, weil wir uns verführen haben lassen. Eigentlich, in Wahrheit, wollen wir heraus. Das Ganze, was ich euch geschildert habe, mit der Umwendung auch der Kräfte, dieser zweiblätterigen Lotusblume und vor allem auch den anderen oberen Lotusblumen, die da eine besondere Rolle dabei spielen, aber die ist zentral, aber indem wir jetzt verlassen diese paradiesische Welt, die etwas zu tun hat mit dem imaginativen Erleben, also das heißt, wo sie nach außen gewendet ist, das ist die Welt, wo wir das Paradies wahrnehmen, wo wir wahrnehmen, imaginativ die ganzen Lebenskräfte, die dort drinnen wirken. Jetzt der Blick nach innen, wegwenden mit diesem, damit, weil es anfangs gar nicht so vollständig geht, aber doch teilweise geht, eine Verdunklung der geistigen Welt, aber ein Auftauchen von dem, was da drinnen ist, und ein Spüren, da ist eine andere Welt, ich kann sie aber noch nicht wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann sie weder von innen noch von außen wahrnehmen, ich muss mir Organe schaffen dafür. Ich muss mir Organe schaffen. Und diese Organe, die damit geschaffen werden, die aber eben zugleich einen Todesprozess bedeuten, das ist ein gewisser Absterbensprozess, aus dem gehen jetzt die Sinnesorgane hervor. Und da gibt es ganz notwendig, und das ist das Wichtige und das Interessante, es gibt Sinne, die nach außen gerichtet sind, und es gibt Sinnesorgane, die nach innen gerichtet sind. Die also sozusagen bis zu einem gewissen Grad sinnlich, aber eben jetzt nicht imaginativ, sondern sinnlich mitbekommen, was in unserem Organismus vorgeht. Also die inneren und die äußeren Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und durch beide fange ich an, zu verlieren die imaginative, seelisch-geistige Wahrnehmung. Durch diese Umwendung. Und wie gesagt, durch diese Umwendung, die bewirkt aber auch, dass sich diese dazu notwendigen Organe, die Sinnesorgane, aber auch die notwendigen Nervenstrukturen und dergleichen, dass sich die entwickeln. Und das ist der lange Prozess. Und den Prozess können wir verfolgen, denn der hat Spuren hinterlassen in der ganzen Erdentwicklung und in der Entwicklung dessen, was sich auf der Erde abspielt, nämlich daran, dass insbesondere dann auch die tierischen Wesenheiten entstehen. Von ganz einfachen bis immer komplexeren. Das heißt nicht, dass wir diese Tiere waren, aber wir haben durch diese Umwendung diese Entwicklung initiiert. Also damit haben wir einen wesentlichen Anteil an dem Entstehen der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe: Die Tiere stammen vom Menschen ab 01:53:00 ===&lt;br /&gt;
Und das ist ja das Interessante, dass das Goethe auch so deutlich gesehen hat. Nicht wir stammen von den Tieren ab, sondern umgekehrt, die Tiere stammen von uns ab. Und zwar bevor wir überhaupt in der heutigen Gestalt da waren. Also da gibt es eine Verwandtschaft zwischen den Tieren und den Menschen. So deutlich hat es Goethe nicht ausgedrückt, aber er hat ganz deutlich gesehen diese Verwandtschaft, die da ist. Da ist eine Zusammengehörigkeit da zwischen Tier und Mensch. Aber es heißt eben nicht, dass der Mensch Tier jemals war, aber er hat dazu beigetragen, indem er eben seine imaginativen Wahrnehmungsorgane, also diese reingeistigen Organe, umgewendet hat, nach innen gerichtet hat, durchaus in ein körperliches Inneres, das aber zuerst noch nichts anderes war als die erste Stofflichkeit, aus der sich die Erde gebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schaue jetzt nicht mehr ins Imaginative, oder nicht nur mehr ins Imaginative, sondern die Menschen, die Menschheit in Wahrheit, die Menschheit ist es eigentlich, oder zumindest ein Teil davon, die Pioniere auf dem Weg, die blicken nach innen, und dadurch entstehen langsam alle die Organe, die zuletzt uns Menschen ausmachen, aber die immer wieder etwas in die Natur hinaussetzen, was eine typische Wegmarke ist in der Entwicklung. Und wo man wirklich ja sagen kann, und Rudolf Steiner sagt das ja auch oft, und schon Goethe hat das eigentlich gesagt, eigentlich stammen die Tiere vom Menschen ab. Weil der Mensch ist das Urbild im Grunde aller Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur hat auch Goethe nicht angenommen, dass wir damals die Ersten waren, die in der heutigen Menschengestalt herumgelaufen sind auf Erden, aber dass sich diese Tiere entwickelt haben, dass da eine Gemeinsamkeit da ist, das hat er ganz deutlich erkannt. Darum hat er ja so vehement gesucht nach dem Zwischenkieferknochen. Wo die Meinung herrschte damals, die Meinung der Anatomen, dass der Mensch ihn nicht hätte, also wo da diese mittleren Zähne draufsitzen, und da ein extra Knochen ist, den hatte man halt beim Menschen nicht gefunden, bei den Tieren gibt es ihn recht deutlich, da sieht man ihn recht deutlich, bis man es dann schließlich beim Menschen auch gefunden hat, weil man gezielt danach gesucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gab tatsächlich viele Forscher, die gesagt haben, ja, das ist der Unterschied, an dem kann man deutlich erkennen, das ist Mensch, und wer den Zwischenkieferknochen hat, das sind halt die Tiere. Aber der Mensch hat ihn nicht. Klares Unterscheidungsmerkmal. Ist daher etwas ganz anderes. Hätte man ja nach der damaligen Zeit, der Goethezeit oder so, hätte man das ja noch ziemlich als Sakrileg empfunden, zu sagen, der Mensch hängt mit den Tieren zusammen. Also vielleicht sogar ist er entstanden aus den Tieren oder was. Nein, wir sind die Krone der Schöpfung, und wir sind exklusiv geschaffen worden durch den lieben Gott, so wie die Bibel interpretiert wurde damals, und das Tierische, das ist ganz was anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die missverstandene Bibel und die imaginativ geschaute Genesis 01:57:13 ===&lt;br /&gt;
Ja natürlich, die Entwicklungslehre war die missverstandene Bibel, die man gelesen hat. Muss man auch dazu sagen. Da hat man sich aber wirklich missverstanden, komplett missverstanden. Eben, weil man diese ganzen Prozesse, die dort geschildert werden, in der Bibel, in der Genesis, schon wieder ganz materiell nimmt, so als wäre das in der heutigen stofflichen Welt passiert. Die Schilderungen der Genesis, also der Beginn der Bibel überhaupt, dann natürlich auch die Paradiesgeschichte und Vertreibung aus dem Paradies und so weiter, das ist ja alles, was imaginativ geschaut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spielt sich in der Astralwelt ab, in Wahrheit. Teilweise in der Ätherwelt dann. Also der Garten Eden, das eigentliche Paradies, wo das unerschöpfliche Leben, die Lebenskraft schlechthin da ist, das ist der Garten Eden im Grunde. Das ist der Garten Eden. Und dahinter steckt aber dieses starke Seelische, diese kosmische Weisheit, die dahintersteckt. Aber die Interpreten der Bibel haben die meisten später nicht mehr verstanden, was das ist, wie das zugegangen ist. Da wird es bei vielen viel zu äußerlich genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schon im Alten Testament, also schon dort ist es teilweise missverstanden worden, also nicht nur in der Schrift selber, da steht es schon richtig drinnen, aber wie man es dann mit der Zeit interpretiert hat, also selbst da im Judentum oder so, da ist nicht mehr ganz der klare Blick darauf. Weil die meisten es dann nicht mehr verstehen konnten, was damals, als die Genesis geschrieben wurde oder empfangen wurde, weil auch das Schreiben der Bibel, das Schreiben der Genesis, wie darf man sich das vorstellen? Es ist ja nicht jetzt so, dass Moses die Offenbarung empfängt oder irgendwas, und jetzt würde das einfach so niedergeschrieben, diese Dinge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bibel als Inspiration aus der Akaschachronik 02:00:06 ===&lt;br /&gt;
Auch die Gebote und dergleichen, also diese ganzen Geschichten, das alles sind rein geistige Erlebnisse. Und so sind sie einmal weitergegeben worden. Die Schrift ist erst viel später entstanden, die äußere Schrift. Aber die Quelle, von der genommen ist, also die Schilderungen der Genesis, das Anfangskapitel, das geht viel, viel weiter zurück. Das heißt, die Bibel im geistigen Sinne genommen, also der Inhalt der Bibel, das Wort der Bibel, dass sie im Grunde eine Wiedergabe des Wortes Gottes ist, also in Wahrheit eine Beschreibung des Lebens des Christus, des übersinnlichen Lebens Christi, zunächst einmal im Alten Testament drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn das jetzt nicht so direkt ausgesprochen ist, und auch wenn jetzt nicht alle, die mit der biblischen Geschichte zu tun hatten und auch bis heute zu tun haben, also auch in anderen Religionen, die dann nicht ins Christentum gemündet sind, es heißt ja nicht, dass dort überall die Zusammenhänge verstanden worden sind, aber es ist der Wortlaut in einer gewissen Weise, ist halt dann besonders im Judentum festgehalten worden, auch dort ist es dann irgendwann einmal in die äußere Schrift übersetzt worden. Aber das ist im Grunde etwas sehr viel Späteres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Bibel ist geschrieben in der Akaschachronik. Und im Grunde, über das haben wir eh schon einmal gesprochen, eine Bibelübersetzung kann ich in Wahrheit eigentlich nur machen, wenn ich von dort mir zumindest eine Inspiration holen kann. Bewusst hätte ich es gesagt, Inspiration. Noch besser, wenn ich zugleich auch die Imagination dazu habe. Aber um es in Worte zu fassen, dazu braucht es eben auch dann die Inspiration, das Verständnis dessen, was man eigentlich schaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Prozess, auch wie es dann letztlich bis zur Niederschrift der Bibel gekommen ist, ist tatsächlich der, dass im Kern, also in den wesentlichen Passagen auf jeden Fall, also eine Inspiration und eine Imagination da ist. Aber die Inspiration ist das, wo es das klare Verständnis gibt. Und da lebt man eigentlich in der Inspiration. Was macht die? Die gibt das Wort Gottes wieder. Eben natürlich nicht in irgendeiner menschlichen Sprache, sondern eben als Inspiration, als etwas, was mit dem Klang vergleichbar ist, natürlich trotzdem ganz anders ist, weil es ja kein sinnlicher Klang ist, aber was mit den kosmischen Harmonien etwas zu tun hat. Also mit dem Zusammenklang der Welten, die sich, wie soll ich sagen, fokussieren, um hier jetzt die Erde zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebt drinnen, namentlich in der Genesis jetzt. Die späteren Bücher drinnen schildern ja eigentlich viel, viel spätere Sachen, eben das Geschick des jüdischen Volkes letztlich, das dann geschildert wird. Und natürlich mit dem Rückblick auf die ganzen Generationen, die da waren. Aber dieser eigentliche Kern der Schöpfungsgeschichte, also das Sechstagewerk, das Wort Gottes, das da empfangen wird, und gerade in der Genesis ist das schon sehr, sehr stark drinnen, da ist es wirklich diese Wahrnehmung, diese Wahrnehmung der Inspiration. Das ist also die nächste Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das gläserne Meer und die Kristallwelt 02:06:26 ===&lt;br /&gt;
Und mit der Inspiration, die ist wichtig, dass das, was auch imaginativ wahrgenommen wird, dass das auch bis in eine verständliche Sprache gefasst werden kann, womit man schon auch einen Hintergrund hat, wie überhaupt einmal Sprache dann entstanden ist. Und ihr seht, wie viel später das ist. Aber vorher hat der Mensch ein großes Werk vollbracht, er hat die ganze, oder mitgewirkt auf jeden Fall, dadurch, dass er diesen Weg gegangen ist, den Weg, ja, von mir aus des Sündenfalls, des Auszugs aus dem Paradies, das Hinabgehen, den Sturz sogar in die Sinnlichkeit hineinzugehen, der Weg bildet sich ab in der Entstehung des Lebens auf der Erde, namentlich auch des tierischen Lebens auf der Erde, aber in Wahrheit auch des pflanzlichen. Ja, sogar des mineralischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entsteht auf dem Weg. Der Mensch bildet es eigentlich. Nur inkarniert er sich nicht wirklich richtig drinnen. Das Erste, wie gesagt, sind die Kristalle, wo sie sich bilden, das gläserne Meer, das eben ja auch so deutlich in der Apokalypse erwähnt wird. Das gläserne Meer, das ist die Kristallwelt, die entsteht. Und das sind die ersten Spuren. Und die Kristalle entstehen dadurch, dass eben ein kosmisches Leben erstirbt. Dadurch entsteht der Kristall. Der fertige Kristall lebt natürlich nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist nichts Ätherisches, keine Ätherkraft, keine Lebenskraft mehr drinnen. Es ist auch keine astralische Kraft drinnen. Es ist auch nicht in dem Sinne eine geistige Kraft drinnen, aber in seiner Form, in der er dann als Totes erstarrt ist, ist es so wie ein altes Schattenbild dieser Kräfte, die daran gewirkt haben. Und wo durchaus das Ich des Menschen mitgewirkt hat. Und das gibt jedem Kristall dann seine individuelle Form. Weil keiner der Kristalle ist gleich. Genau gleich. Und wurscht jetzt, welche Art Kristall das ist, ob das Quarzkristalle sind, ob das Diamant ist, ob es sogar so etwas Kristallines ist, wie es auch die Schneeflocken haben, wenn sie herunterkommen. Auch da ist ein Kristallprinzip drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist alles in Wahrheit aus so einem Prozess hervorgegangen und geht teilweise heute noch. Das sind halt die Nachzügler, die Spuren davon. Davon ist noch etwas drinnen. Aber das sind Spuren der Menschwerdung auf Erden. Und zu dem Ganzen gehört eben als ganz Wesentliches die Bildung der Sinnesorgane durch die Umwendung der Kräfte, der imaginativen Kräfte dieser zweiblätterigen Lotusblume. Und die nicht nur zur Wahrnehmung führt, sondern zwangsläufig schon vorher zur Bildung der Wahrnehmungsorgane führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sinnesorgane als die totesten Organe in uns 02:09:31 ===&lt;br /&gt;
Weil vorher brauchen wir gar nicht davon reden. Und gerade diese Wahrnehmungsorgane, die Sinnesorgane, von denen sagt Herr Rudolf Steiner sehr deutlich, dass das eigentlich die totesten Organe in uns sind. Dass sie eigentlich am allernächsten sind rein physikalischen Apparaten, was das Sinnesorgan als solches betrifft. Natürlich, allein mit dem wäre die sinnliche Wahrnehmung nicht möglich, weil es muss etwas ergriffen werden, was durchaus höherer Natur ist, was aber sinnlich dadurch wahrgenommen wird, dass es im Grunde im oder am Sinnesorgan, was eigentlich imaginativ wahrgenommen wird, erstirbt. Und dieses imaginativ Wahrgenommene, das aber getötet wird, das sind unsere Sinneseindrücke. Das sind unsere Sinnesqualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, das war eine sehr komplizierte Sache, die ganze Geschichte. Ihr müsst es auch nicht glauben, ihr werdet es wahrscheinlich auch so direkt ausgedrückt bei Rudolf Steiner nicht finden, weil es ist aber drinnen im Werk Steiners, aber es ist sehr verteilt. Also ich kenne zumindest keine kompakte Schilderung, wo das alles, was ich euch heute erzählt habe, auf einem Fleck zu finden ist. Da und dort sind so Splitter davon zu finden. Und wenn man mal ein paar gefunden hat, dann kann man sich weiter vortasten und diesen Prozess auch irgendwo anfangen nachzuvollziehen und halt mehr darüber zu schildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Thema, das uns, denke ich, trotzdem in einer gewissen Weise noch weiter verfolgen wird oder begleiten wird, weil es ganz wichtig ist. Wir sind jetzt eben in unserem Zeitalter, in dem ahrimanischen Zeitalter drinnen, im Zeitalter der Bewusstseinsseele drinnen. Und da ist ein ganz Wichtiges, dass wir die Brücke finden zwischen dem Geistigen und dem toten Materiellen, dem Abgestorbenen. Das müssen wir zusammenschauen können, und wo die Berechtigung von beiden drinnen liegt, weil eben der Weg, dass wir bis ins Tote gegangen sind, dass wir überhaupt sterben können, dass wir eben den Ahriman dankenswerterweise haben, der uns das immer wieder ermöglicht, dieses Sterben im Kleinen und im Großen als ganzer Mensch, aber auch in jeder Millisekunde passiert ein Sterbeprozess in uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Tod als Teil unseres Erdenlebens von Anfang an 02:12:40 ===&lt;br /&gt;
Und wir könnten gar nicht als bewusster Mensch auf Erden leben, wenn das nicht der Fall wäre. Und da spielen die ahrimanischen Kräfte eine wesentliche Rolle dabei, dass eben der Tod schon im Grunde nicht nur seit der Geburt, sondern schon fast vor der Geburt Teil unseres Erdenlebens ist. Da fängt es an. Es ist ein Prozess, der sich irgendwann vollendet und uns dann ermöglicht, die physische Hülle abzulegen und die Erfahrungen, die wir im Erdenleben gemacht haben, die bewussten Erfahrungen, die sinnlichen Erfahrungen auch zu verarbeiten, und vor allem, was wir eben gelernt haben, um hier die Freiheit zu entwickeln oder auf dem Weg sind, damit umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist sehr komplex und sehr schwierig, diese ganze Sache. Schreibt mir ruhig, wenn etwas unklar ist. Wahrscheinlich würde es dann große Litaneien werden, weil es wirklich schwierig ist. Ich versuche es mit eigenen Worten zu schildern. Das macht es vielleicht auch nicht einfacher, weil ich gestehe, dieses Thema macht mir auch Mühe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine persönliche Schicksalssituation: Naturwissenschaft und Anthroposophie 02:14:01 ===&lt;br /&gt;
Ich habe mich sehr lange damit beschäftigt. Das ist ein Kernthema, das mich beschäftigt, seit ich mit der Anthroposophie in Verbindung gekommen bin. Das war von Anfang immer eine Spannung bei mir, wo ich auf der einen Seite ganz in der äußeren, toten Naturwissenschaft stehe, auf der anderen Seite da drinnen. Und wie findet man jetzt zusammen? Wie findet man da irgendwo die Möglichkeit, einen Weg zu gehen, der beides umfasst? Das war meine Schicksalssituation, die mich genau zu dem geführt hat. Und gerade zum richtigen Zeitpunkt ist mir die Anthroposophie begegnet. Sonst hätte ich wahrscheinlich nicht die Möglichkeit gefunden, in diese Dinge so einzudringen, dass ich aus dem Werk Steiners mit der Anregung, mit der Hilfe des Werks Steiners und mit den eigenen Erfahrungen, die ich gemacht habe in meinem Leben bis jetzt, das irgendwie stotternd erzählen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil was anderes ist es nicht. Es ist ein Stottern, es ist ein Suchen noch, das aber schon viele Jahrzehnte ein Suchen ist, und von dem ich euch einzelne Stationen schildern kann. Nehmt es als Anregung, es ist, wie gesagt, alles keine Glaubensfrage, die gibt es in der Anthroposophie überhaupt nicht, weil es ist eben Geisteswissenschaft, und Geisteswissenschaft heißt, dass man es wirklich mit der eigenen, bewussten Kraft ergreifen muss, sonst hat es keinen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wo ich vor allem nicht am Glauben hängen bleibe, sondern wo ich mir den Beweis eigentlich nur selber geben kann, indem ich es im klaren, wachen, bewussten Denken, aber in einem lebendigen Denken, in einem freien Denken, imaginativ ergreifen kann. Imaginativ sogar. Weil die Imagination ist ja nichts anderes als eine Steigerung dessen, ein wahrnehmendes Denken zu entwickeln. Und ein wahrnehmendes Denken, das jetzt nicht nur in der sinnlichen Welt wahrnehmen kann, sondern das jetzt auch schafft, wieder die Wendung der Kräfte der zweiblätterigen Lotusblume nach außen zu wenden, und gerade dadurch die geistige Welt und den geistigen Hintergrund auch wirklich als Erfahrung haben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freie Imaginationen aus der eigenen Individualität 02:17:12 ===&lt;br /&gt;
Und verbunden damit eben diese imaginative Fähigkeit, ganz bewusst zu entwickeln, also zu merken, das ist nicht ein visionäres Schauen, wo das irgendwie passiert, sondern es ist ein bewusstes Bilden freier Imaginationen. Was aber dadurch möglich ist, dass man durch diese ganzen seelisch-geistigen Erfahrungen, aber auch durch die äußeren sinnlichen Erfahrungen durchgegangen ist, aber bewusst mit diesen Sachen umgehen kann und sie zusammenschauen kann irgendwo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also darum, vielleicht ist das für euch also ein bisschen erklärend, warum ich so lange jetzt da mit den Sinnen herumarbeite, und warum auch Rudolf Steiner so beharrt hat auf dieser ganzen Sinneslehre, auch so, wie er sie eben gegeben hat, mit dieser kosmischen Dimension, die eigentlich dahintersteckt. Das ist einfach ganz zentral, um die Weltentwicklung, die Menschheitsentwicklung zu verstehen. Und es gibt viele geistige Strömungen, die natürlich versuchen, den Ursprung letztlich auch des Menschen und der Welt, in der wir leben, und wie es weitergeht, zu durchschauen. Aber da ist wirklich ein wesentlicher Punkt, die übersinnliche Welt mit der sinnlichen Welt zusammenzuschauen. Das ist das ganz Wesentliche auch der Anthroposophie, dass das zusammengehört und dass wir da die Brücke finden. Wach werden in den äußeren Sinnen, wach werden aber auch im imaginativen Schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das imaginative Schauen ist bekannterweise eben freie Imagination, freies Gestalten aus der Individualität heraus. Keine Visionen, die mir irgendwie aus dem Unbewussten aufsteigen oder mir eingegeben werden oder sonst wo, sondern die ich geradezu künstlerisch gestalte. Ich, das heißt, jeder Mensch, der das angeht. Ich meine nicht mich als Wolfgang, der da sitzt, sondern aus dem Ich heraus. Das ist das Wichtige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, dort, wo wir in so eine Tätigkeit hineingehen, in so eine geistige Tätigkeit hineingehen, die im Großen dazu geführt hat, dass wir zum Beispiel unsere Sinnesorgane entwickeln überhaupt, die nach außen gehen, dass wir arbeiten an unserem ganzen Körper, das sind die Dinge, wo wir das lernen und über viele Inkarnationen gelernt haben, und wo wir jetzt in einer Zeit darin entstehen, wo wir bis in die Umgestaltung des Körperlichen bewusst arbeiten sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die bewusste Umgestaltung des physischen Leibes 02:20:23 ===&lt;br /&gt;
Nicht bitte so, dass ihr euch vorstellt, wir verändern das Wort, wie du eben eine Anatomie verwendest. Nein, die Nase gefällt mir nicht, also durch geistige Kraft forme ich sie jetzt um. Nein, das ist ein Unsinn. Aber durch unsere geistige Arbeit arbeiten wir bis in unseren physischen Organismus hinein und gestalten ihn um. Und das ist ein Prozess, der ganz anders ist als ein Chirurg, wenn er irgendwas operieren würde, er würde den Menschen als Gegenstand sehen. Wir, indem wir geistig uns so betätigen, arbeiten wir an der Umformung unseres Leibes, sodass er immer näher kommt, vor allem dann mit der Hilfe des Christus, mit der Hilfe der Vaterkraft, sprich mit der Hilfe der ganzen geistigen Welt, wirklich zu dem zu kommen, was unsere Auferstehungsgestalt ist, was unser Phantomleib ist, von mir aus, wenn man es so nennen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das, was eine Formgestalt ist, aber eine geistige Formgestalt, die unserer Individualität entspricht und die immer bewusster, je weiter wir in der Entwicklung kommen, aber letztlich bis zum Vulkanzustand hin, werden wir dazu brauchen, um das wirklich fertig zu bekommen, obwohl wir dazwischen gar nicht mehr so physisch verkörpert sind wie heute, sondern einfach in mehr ätherischer Weise und so weiter da sind. Aber das Wichtige ist, dass wir diese individuelle Geistgestalt wirklich ausformen, indem wir auch nach Mitteln suchen, wie wir das zum Ausdruck bringen können, weil wir müssen daran arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das, was ich anfangs erwähnt habe, wo ich heute mit der Margarita gesprochen habe, zum Beispiel ein Musiker, der ein Instrument spielt und sich so verbindet, dass dieses Instrument geradezu Teil von ihm wird. Das heißt, er inkarniert sich eigentlich durch dieses Instrument, nicht, dass er jetzt in der Gitarre oder im Klavier drin sitzt als Geist, das ist es nicht. Aber seine geistige Kraft fließt hinein und bringt das, was in seiner Geistgestalt wirkt und lebt, zum Ausdruck, mithilfe des äußeren Instruments, das bei einem begnadeten Musiker eins wird mit ihm. Teil seiner Geistgestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nämlich, jetzt natürlich, ein Klavier ist so, wie es ist, und eine Harfe ist auch so, wie sie ist. Wenn ein Harfenbauer ist, dann kann er es noch formen irgendwo, aber sonst sagt man, ich habe das Instrument da. Aber wie ich mich verbinde damit, dadurch gibt es mir die Möglichkeit, etwas hier auf Erden zu inkarnieren, was ich ohne dieses Instrument nicht inkarnieren könnte. Nämlich nicht, dass es im Instrument drinnen steckt, aber es ist das Medium, das etwas von meiner geistigen Gestalt hereinbringt. Das heißt, inkarnieren eigentlich. Dass es hier anwesend wird und hier auf Erden lernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeuge als Medium der Inkarnation 02:24:02 ===&lt;br /&gt;
Weil die Geistgestalt nützt einem nichts, wenn sie nur im Geistigen bleibt. Sondern dass sie ausgeformt wird, dass sie individualisiert wird, dass sie immer mehr eben auch Ausdruck dieser individuellen Freiheit wird. Dazu muss ich sie in die Inkarnation herunterbringen. Und in vielen Fällen, nein, in praktisch allen Fällen inkarnieren wir uns nicht nur in der Körperlichkeit, in der wir drinnen sind, sondern vor allem auch in den Dingen, ja, es ist missverständlich ausgedrückt, ist mir bewusst, aber indem wir mit den Dingen der Welt geschickt umgehen, namentlich künstlerisch umgehen, also nicht technisch, nicht tot umgehen, sondern wo wir lebendig mit den Gegenständen umgehen, wenn wir im Ton etwas formen, wenn wir als Künstler tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch, wenn wir schreiben, vielleicht einen Roman schreiben oder was, indem wir es zu Papier bringen, selbst wenn wir es heute mit dem Computer schreiben. Das ist zwar ein großer Hemmschuh, weil es viel schwerer ist, sich damit zu verbinden, aber wo wir auch mit unseren, nennen wir es einmal Werkzeugen, und das Instrument ist genauso ein Werkzeug, indem wir uns ganz verbinden und sozusagen unser Ich da hineinlegen in das, was wir mit dem Instrument tun, so wird es ein Werkzeug für uns, durch das wir uns mehr inkarnieren auf Erden, als wir es ohne dieses Werkzeug könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Wichtige bei der Inkarnation ist ja, dass wir durch die Inkarnation, in der Inkarnation, etwas von unserem geistigen Wesen zum Ausdruck bringen können. Und unter Umständen können wir, indem wir am Pinsel schwingen oder was, mehr von unserer Individualität, von unserer geistig-schöpferischen Kraft zum Ausdruck bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Aha. Seht ihr mich noch, meine Lieben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Nein, ich glaube, ich bin jetzt weg. Ich höre dich noch, aber... Das Bild ist weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Ich sage einmal, das ist jetzt ein Rausschmiss. Ich bin eh schon sehr in der Überzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Auf YouTube sieht man dich ganz normal. Sehr gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Es wird aber jetzt auch aufhören, weil das hinkt immer ein bisschen kurz nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss 02:26:42 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, dann sage ich, gute Nacht, danke euch fürs Dabeisein. Danke euch dafür, dass ihr die Zumutung dieser Länge und Komplexität, Verwirrtheit vielleicht, auch wie ich das heute zum Ausdruck gebracht habe, dass ihr mich begleitet dabei. Ich versuche es in Worte zu fassen. Ich habe nur den Eindruck, es ist einfach gewaltig, was dahintersteckt. Es ist aber so viel drinnen, was unser tagtägliches Leben aber betrifft in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort können wir es umsetzen. Es geht nicht um irgendwelche abgehobenen Dinge, sondern in dem, wie wir der Welt begegnen, wie wir tätig werden aus unserer Individualität heraus, wie wir unsere Werkzeuge, sei es Instrumente oder sonstiges, bedienen. Dadurch können wir mehr anwesend sein oder weniger anwesend sein. Und können damit mehr oder weniger unserer geistig-schöpferischen Impulse in die Welt hineintragen. Das ist es, was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verabschiede mich vom Livestream. Es ist eh kein Bild mehr vorhanden. Aber die Worte dürften noch hinüberkommen. Bis zum nächsten Mal, meine Lieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank, Wolfgang. Das war sehr inhaltsreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Ja, es war auf jeden Fall kompliziert. Meine Lieben, danke. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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{{Alle Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter (Startseite)}}&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Peter|| zurück zu Wolfgang Peter |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
{{Literaturangaben Vortragszyklus Apokalypse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
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[[Datei:323.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=fJxJq6IBy3c|thumb|323. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 14. Juli 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/o9anq1x8aoxa57imtngvt/323.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=67b8sycxzthak3jkl2iojn9mt&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 323. Vortrags vom 14. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
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{{Literaturangaben Vortragszyklus Apokalypse}}&lt;br /&gt;
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2026: ab Folge 299. - bis ...&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 323. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|323]]&lt;br /&gt;
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2025: ab Folge 247. - bis 298&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 124. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|124]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 125. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|125]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 126. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|126]]&lt;br /&gt;
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2021: Folge 45. bis 89. &lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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== Transkription des 323. Vortrags vom 14. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Die Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:GA 346]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Lawrence_von_Arabien_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=32188</id>
		<title>Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-07-14T10:13:20Z</updated>

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[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-6-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ|thumb| Lawrence von Arabien - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] gehalten am 25.6.2026 im ChorForum Essen bei der Goetheanistisch-Anthroposophischen Vortragsinitiative. [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vortrag von Michael Rheinheimer, gehalten am 25.6.2026 im ChorForum Essen bei der Goetheanistisch-Anthroposophischen Vortragsinitiative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 25. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Juli 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=17s Begrüßung und Einleitung mit dem Gedicht für S.A. 00:00:17] ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;“Weil ich dich liebte, trieb ich diese Menschenfluten in meine Hände und schrieb meinen Willen auf Sternen über den Himmel, um für dich Freiheit zu erringen, das siebensäulenwerte Haus. Dass deine Augen für mich leuchten mögen, wenn wir dahin kommen würden. Der Tod schien mein Diener auf dem Weg zu sein, bis wir nahe waren und dich wartend sah. Als du lächeltest, und er mich in kummervollem Neid wegschob und dich beiseite nahm in seine Schweigsamkeit. Liebstes ich des Weges müde, mich an deinem Leibe gierig klammernd, unser kurzer Lohn, unser für eine Weile, bevor der Erde weiche Hand deinen Umriss untersuchte und die blinden Würmer fett wurden auf Kosten deiner Substanz. Die Menschen flehten mich an, ich solle unser Werk, das unschenkbare Haus für dich als Andenken errichten, aber als fertiges Monument zerschellte ich es unvollendet, und nun kriechen die kleinen Dinger, um Unterschlüpfe sich zusammenzuschustern in den zerfransten Schatten deiner Gabe.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Verehrte liebe Anwesende, herzlich willkommen. Diese Verse, die ich Ihnen gerade vorgetragen habe, in einer deutschen Übersetzung aus dem englischen Original, hat Thomas Edward Lawrence, den Sie wahrscheinlich alle kennen unter dem Namen Lawrence von Arabien, nach dem Ersten Weltkrieg 1919, während der sogenannten Pariser Friedenskonferenz, in einem Zustand großer seelischer Erschütterung niedergeschrieben, und er hat sie veröffentlicht in seinem autobiografischen Kriegsbericht &amp;quot;Die sieben Säulen der Weisheit&amp;quot;. Das erste Manuskript, das er einmal niedergeschrieben hat, hat er in einem Zug vergessen und dann aus dem Gedächtnis das tausendseitige Buch noch einmal neu fabriziert, und dieses Gedicht hat er dem Ganzen vorne vorangestellt, und das ist jemandem gewidmet: &#039;&#039;“Weil ich dich liebte, trieb ich diese Menschenfluten in meine Hände, um für dich Freiheit zu erringen, das siebensäulenwerte Haus.”&#039;&#039; Jemand, den er allerdings nicht mit vollem Namen nennt, sondern dessen wahre Identität er hinter Initialen verschleiert oder versteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mit der Überschrift überschrieben &amp;quot;für S.A.&amp;quot; oder &amp;quot;für SA&amp;quot;, und die große Frage - das wird uns heute Abend beschäftigen - wen hat er damit gemeint? Wer ist diese S.A., von der er sagt - dafür hat er diesen Tempel in dem ehemaligen Osmanischen Reich, in einem erhofften panarabischen Reich, damals vor über 100 Jahren erringen und erbauen wollen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=214s Lawrence von Arabien: Archäologe, Geheimagent, Visionär, Schriftsteller, Abenteurer 00:03:34] ===&lt;br /&gt;
Thomas Edward Lawrence oder Lawrence von Arabien ist ein britischer Offizier gewesen, der schon vor dem Ersten Weltkrieg in den Nahen Osten damals gezogen ist, von dem er sich schon als Heranwachsender stark angezogen gefühlt hat. Der Nahe Osten - das muss man wissen, mehrere hundert Jahre das Osmanische Reich, seit dem Ende der Kreuzzüge, das umfasste das Gebiet von Ägypten bis Mesopotamien, die arabische Halbinsel, die Landstriche, die wir heute als Jordanien, als Irak, als Libanon, als Palästina oder als Israel kennen. Dorthin hat er schon in seiner Jugend mit Anfang 20 eine fünfjährige Reise zu Fuß bei brütender Hitze unternommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Edward Lawrence ist auch ein Archäologe gewesen, der im Auftrag der britischen Universität Oxford an der Ausgrabung der antiken Stadt Karkemiš im Zwei-Strom-Land teilgenommen hat. Er war ein Geheimagent, der im Auftrag des britischen Nachrichtendienstes als Verbindungsmann zu den Arabern damals eingesetzt worden ist. Man kann ihn vielleicht auch als Diplomaten oder als Politiker beschreiben, denn er hat damals in Kairo nach dem Ersten Weltkrieg mit niemand Geringerem als Winston Churchill über das Selbstbestimmungsrecht der arabischen Völker verhandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Lawrence war aber auch ein Schriftsteller, der brillante Reportagen und Bücher und Berichte darüber verfasst hat, wie es ihm gelingen konnte, als Engländer in den Nahen Osten zu gelangen und die zerstrittenen arabischen Völker, die Beduinenstämme, zum ersten Mal seit den Kreuzzügen dahingegen zu bringen, sich gegen das türkische Joch zu erheben und das Osmanische Reich damals im Nahen Osten zerbrechen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann ihn auch als Antihelden beschreiben, denn er war weder an Geld interessiert noch an Frauen noch an Ruhm. Die ganzen Orden, die man ihm umgehängt hat, am Ende sogar vom englischen König, die hat er sich selber abgehängt, weil er natürlich sich selber Vorwürfe gemacht hat, dass man ihn als Lockvogel benutzt hat, die Araber gemeinsam zu vereinen, während längst geostrategische Pläne und imperiale Bestrebungen im Hintergrund diplomatisch, politisch bereits vorbereitet waren. Und Lawrence war ein Dichter. Ganz am Ende, als er noch einmal in die Royal Air Force gegangen ist, „um den Geschmack von Dreck kennenzulernen“, wie er sagt, bis er eine Gewohnheit für ihn wird. Er wollte sich demütigen lassen von Untergebenen, die ihn selber herumkommandieren lassen sollten - und dann hat er im Auftrag seines Verlegers, um ein bisschen Geld zu bekommen - was hat er da gemacht? Der hat den Homer, die Odyssee von Homer, aus dem Altgriechischen in die englische Sprache übertragen und im englischen Sprachraum die bis heute wohl immer noch meistgelesene Übersetzung dieses antiken Textes beschert. Also, Sie merken, ein sehr rätselhafter und vielschichtiger Mann, den Sie hier in einer britischen Uniform schon einmal wahrnehmen und sehen können. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=411s Sein höheres Ich war mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden (Eugen Kolisko) 00:06:51] ===&lt;br /&gt;
Lawrence von Arabien oder Thomas Edward Lawrence war mit seinem höheren Ich, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden. Wissen Sie, wer das über ihn gesagt hat? Der Anthroposoph Eugen Kolisko, der ein sehr lesenswertes Essay über ihn geschrieben hat: Lawrence war mit seinem höheren Ich, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Araber selber sehen in ihm heute allerdings einen Verräter. Er ist im Nahen Osten nicht beliebt, jemand, dem sie vorwerfen, dass er sie mit falschen Versprechungen gewissermaßen als trojanisches Pferd oder als Lockvogel benutzt hat - dass, wenn sie sich zusammenschließen würden, man ihnen dann den nunmehr befreiten panarabischen Raum zur Selbstverwaltung mit einem arabischen König von der Stadt Damaskus sozusagen überlassen würde. Und wie ich das schon andeutete, der Pulverdampf in der Wüste war kaum verraucht, da waren schon in den Schreibtischen die ersten Strategien, die imperialen Bestrebungen längst politisch vorbereitet, sozusagen den Nahen Osten in fünf Einflusssphären beliebig mit dem Lineal zu unterteilen. Das, was wir heute als Landesgrenzen kennen von Jordanien, vom Irak, von Libanon, das ist damals mehr oder weniger zufällig mit dem Lineal damals dort errichtet worden. Und der Lawrence hat über sich selber gesagt, ich hätte das niemals machen dürfen, die Araber in eine solche Situation zu bringen, denn sie haben ihr Leben für diesen Dreck riskiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der war tief zermürbt und auch frustriert, hat noch versucht, mit Churchill in Kairo darüber zu verhandeln, über das Selbstbestimmungsrecht, hat sich aber mehr oder weniger bald als gescheitert erlebt. Und Winston Churchill, der ihn relativ gut kannte, hat mal gesagt, Lawrence verfügte über alle Eigenschaften des Genies, das von der ganzen Welt erkannt, aber von niemandem genauer beschrieben werden kann. Und wenn man so ein bisschen die Berichte über ihn liest, dann kann man das tatsächlich verstehen. Man hört die unterschiedlichsten Dinge über ihn, und jeder beschreibt ihn eigentlich wirklich anders. Und somit ist es nicht verwunderlich, dass er später den Spitznamen &amp;quot;ein menschliches Chamäleon&amp;quot; bekommen hat. Einige sagen, der größte Engländer seit König Artus, dem es gelungen ist, seit den Kreuzzügen, seit &#039;&#039;Salah ad-Din&#039;&#039; und Richard Löwenherz, die arabische Welt einmal für einen Impuls zu vereinen. Die anderen nennen ihn einen Hochstapler, einen Betrüger, vielleicht so eine Art englischen Karl May. Mit dem kleinen Unterschied, dass er, anders als der Sachse in Deutschland, die Abenteuer, die er in seinen Büchern beschreibt, am Ende dann doch selber erlebt hat. Aber bis heute eine ganz und gar umstrittene Gestalt, ich glaube aber eine Zukunftsgestalt. Und wenn wir uns ihm heute ein bisschen nähern, glaube ich, dass das eine Brücke ist in das Verständnis, geistespolitisch, was im Augenblick in der Welt im Nahen Osten auch geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=611s Sophia Arabia: Die Weisheit baut ihr Haus auf sieben Säulen 00:10:11] ===&lt;br /&gt;
Das Gedicht, was ich Ihnen also gerade vorgetragen habe, für S.A. - die große Frage, wen hat er damit gemeint? Das kann eigentlich kein Mensch gewesen sein. Denn Lawrence selber sagt: „&#039;&#039;Weil ich dich liebte, trieb ich diese Menschenfluten in deine Hände, um für dich Freiheit zu erringen, das siebensäulenwerte Haus.&#039;&#039;” S.A. ist kein menschliches Wesen. Er sagt, es ist eine mythische Person, und dann sagt er, der erste Buchstabe, der bezeichnet diese mythische Person, der zweite einen geografischen Raum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Eugen Kolisko tastet in seinem Essay, dass er sagt, der Lawrence hat eine starke Beziehung zur arabischen Volksseele gehabt. Und die Araber müssen das in einer besonderen Weise so weit gespürt haben, dass sie bereit waren, ihm auf seinem Weg zu folgen. Und es hat vor etwa zehn Jahren ein sehr lesenswertes Buch einer spanischen Anthroposophin und Ärztin gegeben, &#039;&#039;Beatriz Sánchez Segura, „Lawrence von Arabien&amp;quot;,&#039;&#039; eine vergleichende Biografiearbeit, das Aufsuchen des Grals im Orient, die anknüpfend an die Forschungen von Eugen Kolisko weiter an dieser Frage gearbeitet hat und sehr sauber, sehr stichhaltig herausgearbeitet hat - wer ist eigentlich die Weisheit, die ihr Haus auf sieben Säulen baut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Titel dieses Buches, wo dieses Gedicht vorangestellt ist, und dieses Mantram, das stammt aus dem Alten Testament, aus den Briefen Salomos, da heißt es: „&#039;&#039;Die Weisheit baut ihr Haus auf sieben Säulen&#039;&#039;”. Und diese Weisheit, die ihr Haus auf sieben Säulen baut, die nannte man früher „&#039;&#039;Die Sophia“&#039;&#039;, die herrlich geschmückte Braut. Denken Sie vielleicht an „D&#039;&#039;ie Apokalypse des Johannes”,&#039;&#039; der ganze Menschheitsweg ist ein Weg durch ein siebensäulenwertes Haus der verschiedensten Siebenheiten. Und ganz am Ende heißt es, wenn die alte Schöpfung vergangen ist, dann kommt das himmlische Jerusalem herrlich geschmückt wie eine Braut und senkt sich vom Himmel zur Vermählung hernieder, wenn wie gesagt die alte Schöpfung durch dieses siebensäulenwerte Haus einmal vergangen ist. Wir kennen das auch, die Sophia Dante, die heilige Sophia, die himmlisch-göttliche Weisheit, und da ist sie, glaube ich, auch in einer ganz richtigen Spur, dass sie sagt, der erste Buchstabe S eine mythische Person, der zweite ein geografischer Raum, dann könnte S.A. „&#039;&#039;Sophia Arabia”&#039;&#039; heißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „&#039;&#039;Sophia Arabia”&#039;&#039;, die heilige Weisheit Arabiens, von der Lawrence sagt: „&#039;&#039;Weil ich dich liebte, trieb ich diese Menschenfluten in meine Hände und schrieb meinen Willen auf Sternen über den Himmel, um für dich Freiheit zu erringen, das siebensäulenwerte Haus, dass deine Augen für mich leuchten mögen, wenn wir dahin kommen würden.”&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=808s Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28] ===&lt;br /&gt;
Und Thomas Edward Lawrence, der von der arabischen Welt damals schon vor dem Ersten Weltkrieg - er hat ja die Sprache der Beduinen, die arabische Sprache zu beherrschen gewusst, teilweise selber als ein Araber erkannt wurde -, der hatte mal den Parzival in seiner Jugend gelesen, hatte dort gesagt, nachdem ich das gelesen habe, hat dieses Buch mich fundamental verändert. Und da taucht ja immer wieder dieses Motiv auf, der Verbindung von den Gralsmysterien von dem Okzident mit dem Orient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzfahrer, die schon damals ab dem 12. Jahrhundert in den Nahen Osten gegangen sind - Rudolf Steiner sagt, sie hatten ein geheimes Losungswort “&#039;&#039;Jerusalem gegen Rom”&#039;&#039; - und erlebten dort im Nahen Osten, wie Lawrence von Arabien, im 12. Jahrhundert eine völlig neue Welt. Und das gibt immer wieder - Rudolf Steiner hat das mal gesagt, ich habe in einem anderen Vortrag schon darüber gesprochen -, da spricht er davon, dass die Gralsmysterien oder das esoterische Christentum aus den besten Gebieten Arabiens kommt, aber irgendwann dann doch vergröbert wurde durch die Osmanen oder das Türkentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Parzival hat man diese rätselhafte Verbindung, dass ganz am Ende, als Parzival Gralskönig wird, da verbindet er sich mit dem &#039;&#039;Feirefiz&#039;&#039;, seinem schwarz-weißen orientalischen Bruder. Die beiden kämpfen miteinander, und der Feirefiz gewinnt, aber er schenkt Parzival sein Leben. Wolfram von Eschenbach zeigt dort ein großes Bild arabischer Ritterlichkeit, und damit er dann als Gralskönig auf den &#039;&#039;Monsalvat&#039;&#039; kommen kann, muss er den arabischen, schwarz-weiß-gescheckten Halbbruder mitbringen. Und Feirefiz, der Orientale, heiratet dann auf der Gralsburg &#039;&#039;Repanse de Schoye&#039;&#039;. Die heiligste Jungfrau, man kann sagen, die Sophia, die als Einzige rein genug ist, den Gral auf einem grünen Kissen zu tragen. Und da entsteht diese Sophia Arabia zwischen dem schwarz-weiß-gescheckten Halbbruder Feirefiz, der Repanse de Schoye heiratet, und beide gemeinsam ziehen dann in den Osten, um das Reich des Priesterkönigs Johannes zu begründen. Ein Mysterium, was man während der Kreuzzüge sicherlich schon in den hervorragendsten Repräsentanten erleben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie an die schon genannten &#039;&#039;Richard Löwenherz&#039;&#039; oder &#039;&#039;Salah ad-Din,&#039;&#039; den arabischen Führer. Und manche sagen, der Salah ad-Din hatte durchaus christliche Seiten. Und Richard Löwenherz war von einem tiefen Verständnis der arabischen Welt während des dritten Kreuzzuges durchdrungen. Und dass die beiden sich verbunden haben, das hat geistig für die damalige Zeit doch eine ungeheure Wirkung gehabt. Lawrence, der schon in seiner Jugend mit diesen beiden Gestalten inniglich verbunden war. Und das zeigt so ein bisschen den Geistesraum. &#039;&#039;Weil ich dich liebte, trieb ich diese Menschenfluten in meine Hände, auf der Suche nach einer herrlich geschmückten Braut, einer Sophia Arabia, in den Nahen Osten zu ziehen.&#039;&#039; Durchdrungen, wie Eugen Kolisko sagt, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Raumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich den ungeheuren Schmerz vorstellen, als er dann schon während des Ersten Weltkrieges immer stärker merkte, dass das ein abgekartetes Spiel war. Das war nie geplant, dass der Nahe Osten in die arabischen Hände kommt. Wie ich vorhin sagte, man hat beliebig von betrunkenen Generälen auf der Landkarte die Landesgrenzen eingezogen, die uns natürlich bis heute politisch beschäftigen. Und der &#039;&#039;Faisal&#039;&#039;, der Bundesgenosse, der Sohn des Scharifen oder des Fürsten von Mekka, der hat noch versucht, sich in Syrien, in Damaskus zum arabischen König krönen zu lassen. Längst war das aufgeteilt, die Engländer sollten den Irak bekommen und Syrien die Franzosen, die französische Mandatsbehörde - während dieses &#039;&#039;Sykes-Picot-Abkommen,&#039;&#039; dann Transjordanien und den Libanon. Die Mandatsbehörde hat dann Panzer nach Damaskus geschickt. Man hat durch politischen Einfluss die christliche Minderheit versucht, gegen die sunnitischen Muslime aufzuhetzen. Und es war völlig klar - es ging von Anfang an nur daran, den Nahen Osten oder diesen nunmehr befreiten panarabischen Bereich letztlich unter eine geostrategische Einflusssphäre sozusagen zu zwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lawrence, tief erschüttert, ist zurückgekommen nach England, war ein Nationalheld, zu Lebzeiten bereits eine lebende Legende, Reporter, Biografen, Autogrammjäger. Sogar das Amt des britischen Premierministers schien nicht mehr ausgeschlossen zu sein. Der englische König hat ihm Orden angehängt, die hat er wieder abgenommen und wollte als ein ganz einfacher Soldat sich vor der Öffentlichkeit zurückziehen, die das allerdings niemals, diesen Wunsch nach Anonymität am Ende respektiert hat. Und diesen Impuls, einen Tempel zu bauen, in dem die ganze Menschheitsgeschichte als ein Kreuzzug gewissermaßen mündet, damit dann die eigentliche Sophia, die herrlich geschmückte Braut, das himmlische Jerusalem, sich herniedersenken kann, den hat er für die Zukunft überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann vielleicht sagen, die ganze Menschheitsgeschichte ist fortwährend ein Kreuzzug im Nahen Osten, und alles, was wir dort erleben oder erringen müssen, das spiegelt sich seit Hunderten - wir werden heute noch sehen, seit Tausenden von Jahren - im Nahen Osten. Und die Geschichte von Thomas Edward Lawrence oder von Lawrence von Arabien ist gewissermaßen ein Okular oder eine Signatur, aus der man vieles herauslesen, verstehen und weiter ergründen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=1181s Eine Kindheit verbunden mit Traumatisierungen und einer schweren Identitätskrise 00:19:41] ===&lt;br /&gt;
Geboren ist Thomas Lawrence am 16. August 1888 in Wales, in England. Der 16. August ist ein interessanter Tag, das ist während des ersten Kreuzzuges ein Wendepunkt in der Geschichte der Kreuzzüge gewesen. Damals sind die Templer oder der innerste Ordenskreis der Templer vor der Stadt Aschkelon von ihren Mitbrüdern, der Johanniter im Stich gelassen worden und in eine Bresche geritten, gewaltsam umgekommen. Und man kann sagen, damit war die Einheit der Ordensritter damals zerstört. Und obwohl der Kreuzzug noch über 150 Jahre weitergehen würde, war zu diesem Zeitpunkt eigentlich deutlich, dass die Kreuzzüge gescheitert waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater von Thomas Lawrence hieß Thomas Chapman. Er ist ein irischer Großgrundbesitzer gewesen, äußerst wohlhabend. Und das gehört zu dem Trauma von Thomas Lawrence&#039; Biografie - man könnte allerdings vielleicht auch sagen, zu seinem Ich-Punkt, dass er ein uneheliches Kind war, ein Bastard, was in dem viktorianischen England ein beispielloser gesellschaftlicher Skandal war, wenn das herausgekommen wäre. Etwas, womit man kein gesellschaftlich anerkanntes Leben mehr leben konnte. Thomas Chapman, sein Vater, war verheiratet mit einer sehr puritanisch-religiös eifernden Frau, Sarah Junner hieß sie. Und die war also, ja, bieder-puritanisch, hatte den Spitznamen &amp;quot;Heilige Viper&amp;quot;. Können Sie sich da was darunter vorstellen? Eine heilige Viper! Das muss zu Hause nicht viel Platz für Freuden gelassen haben. Der hat erst Trost gesucht, erst im Alkohol, dann in den Armen der Gouvernante seiner vier Töchter. Vielleicht war das damals nicht so unnormal. Das Problem tauchte dann auf, als er mit der Gouvernante leben wollte und anfing, das erste von insgesamt fünf Söhnen zu zeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat das erst versucht diskret zu lösen mit Geld, die heilige Viper abzuschieben, aber die war religiös und fanatisch und war nicht bereit dazu. Das war jetzt das Problem. Und dann musste er sozusagen eine Art Doppelleben führen mit dieser neuen Frau, die selber Tochter einer unehelichen Verbindung war, und ein diskretes Leben, das kein großartiges Aufsehen erregen durfte und das immer lebendig in Bewegung war, damit man also nirgendwo länger blieb und die Geschichte irgendwann aufflog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Thomas Lawrence, der der zweite von insgesamt fünf Kindern war, der wuchs mit der Familie auf. Man war in Wales, man war in Schottland, dann irgendwann im Norden Frankreichs, in der Bretagne, in der Normandie, in der Nähe des Mont-Saint-Michel. Und irgendwann zog der Vater doch nach Oxford, weil er hoffte, dass seine Kinder unter einer guten akademischen Bildung vielleicht doch irgendwie eine Zukunftsperspektive haben konnten. Wie gesagt, immer unter der Voraussetzung, dass das Ganze unter der Decke blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Thomas Lawrence ist ein widerspenstiges Kind gewesen, mit einem starken Inkarnationstrieb, hat starke Impulse gehabt. Ist von seiner Mutter, die ja eigentlich die Gouvernante seiner Halbschwestern war, oft geprügelt worden, und der Leitspruch im Hause Chapman war: Tugend wird aus Unterdrückung geboren. Man muss einen Menschen unterdrücken, dann wird er tugendhaft. Der ist von seiner Mutter wohl oft geschlagen worden, hat schon frühzeitig gelernt, sich trotz dessen, dass sie gewalttätig war, innerlich abzudichten, abzuschirmen, um irgendwie zu überleben. Trotz der puritanischen Erziehung hat er sich schon früh für Religion interessiert. Der Vater, der viel Zeit hat, weil er Geld hat, kann auch nicht arbeiten, ja, man will ja irgendwie diskret bleiben, hat ihn dann früh auf den Geschmack von Fahrradtouren und Ausflügen zu mittelalterlichen Kirchen gebracht. Und eine seiner Hauptbeschäftigungen als Kind, sich stark schon für Geschichte und Archäologie interessiert, immer so Abreibungen mittelalterlicher Grabplatten von Kirchen, römische Töpferwaren, alte Rüstungen, Steine - das hat er damals alles gesammelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eine ganz interessante Wesensseite ist offenbar ein Kind, das gewisse Schulungselemente, die wir uns vielleicht erst erwerben müssten in unserem Leben, schon innerlich wie mitgebracht hat. Also ist als Kind oder als Heranwachsender aufgefallen, dass er sich ein Stück weit unabhängig machen konnte von Freude und Schmerz, von Lust und Leid, hat sich später für die Lehre der Stoiker interessiert und sozusagen diese Fähigkeit von Anfang an, ja, wie so ein geschulter Ritter, sich von polaren seelischen oder astralen Stimmungen unabhängig machen zu können. Er hat sich früh schon in der Pubertät dafür interessiert, was kann ich, was muss ich tun, damit ich gewisse Dauerbelastungstests überstehe. Also wie lange kann ich ohne Essen, ohne Trinken aushalten? Wie lange kann ich bei brütender Hitze mit dem Fahrrad unterwegs sein? Wie lange kann ich als Junge oder als Mensch Schmerzen aushalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ein Wendepunkt in seinen biografischen Jahren ist, als seine Körpergröße bei 1,65 Meter stehen bleibt. Also er ist ein kleiner Mann gewesen, man könnte auch sagen ein Zwerg, wie die Leute, die nicht freundlich über ihn gesprochen haben, das auch manchmal nannten. Und das andere, das Unvermeidliche, das kam irgendwann raus, er hat seine Eltern belauscht. Irgendwann kommt ein Familiengeheimnis raus. Ja, die Eltern wollten natürlich nicht, dass die Kinder das erfahren. Da gab es dann auch Gespräche mit Anwälten und wahrscheinlich die Wahrnehmung, die er früher schon hatte in der Familie, verbunden dann mit bestimmten Gesprächsfetzen. Kennt man ja. Wir alle haben unsere Eltern wahrscheinlich belauscht, tut man ja manchmal - was reden die, wenn man selber nicht da war, so als Kind? Eines Tages kann er die Fäden zusammenbinden, und ihm wird deutlich, ich bin ein Bastard, ein uneheliches Kind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine stärkste Identitätskrise, weil was das bedeutet - ein Kind, ein Junge mit einem so starken Lebenswillen, er wird, wenn das jemals ans Tageslicht kommt, keine normale berufliche Biografie haben. Das können wir uns heute nicht vorstellen, was das im viktorianischen England für ein K.-o.- oder Ausschlusskriterium damals gewesen ist. Und das ist das Moment, wo ihm das deutlich wird, wo er die Familie - erträgt physisch nicht mehr seine Eltern, physisch nicht mehr die anderen Geschwister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist aber ganz interessant von der Schicksalssignatur. Jemand, der eine Sophia Arabia gesucht hat, eine herrlich geschmückte Braut, bereit für den Bräutigam, der die alte Schöpfung hat gehen lassen, der so etwas wie einen vorgeburtlichen Inkarnationsentschluss hat, sich dort die rechtmäßige Verbindung von Braut und Bräutigam - der findet in seiner eigenen biografischen Signatur erstmal Bedingungen vor von einer unrechtmäßigen, gesellschaftlich nicht anerkannten Verbindung von Mann und Frau, von eben nicht Braut und Bräutigam. Also da ist so diese Traumatisierung oder diese stärkste Identitätskrise gewissermaßen auch ein Gang über die Schwelle in seinen eigentlichen Schicksalsauftrag oder in das, was er sich selber in dieser Inkarnation offenbar vorgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=1677s Aufbruch in den Nahen Osten, eine völlig neue Welt: Jerusalem gegen Rom 00:27:57] ===&lt;br /&gt;
Und das Erste, was er tut, er flieht in die britische Armee, in die Artillerie. Aber der Umgang der Soldaten ist so brutal, dass er das sehr schnell mental nicht aushält und freigekauft werden muss. Danach hat ihn dann der Vater auf die Idee gebracht, mit dem Fahrrad so ein bisschen in den Sommerferien auf der Suche nach alten mittelalterlichen Kirchen. Und dann tut er etwas mit 16 Jahren: Sechs Wochen in den großen Ferien mit dem Fahrrad ganz Frankreich zu durchqueren und - so wird zumindest berichtet - alle Burgen aus dem 12. Jahrhundert von der Gestalt Richard Löwenherz besichtigen zu können. Und er hat damals schon angefangen, das kartografisch zu erfassen, ist darauf geklettert. Hat sich besonders für Militärstrategie interessiert, wie man eine solche Burg strategisch auch aufbauen musste oder sollte oder konnte, damit sie ihre Verteidigungsqualitäten hatte. Der hat dann mit 16 Jahren, ich glaube, im Rhônetal hat er Malaria empfangen, hat sich eingesteckt, ist trotz dieser Malariaerkrankung bei brütender Hitze mit dem Fahrrad weitergegangen und hat wohl - man sagt in Wales und im Norden Frankreichs, in der Bretagne - sämtliche Burgen Richard Löwenherz&#039; damals untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein eigentlicher Wunsch, seine eigentliche Hoffnung, das ist allerdings der Nahe Osten, wo die Kreuzfahrer waren. Was man damals das Osmanische Reich nannte, konnte man nicht so ohne Weiteres hinfahren. Wie ich schon sagte, arabische Halbinsel, Zwei-Strom-Land, Ägypten, was wir heute als Jordanien kennen, als Irak, als Libanon, als Palästina, als Israel. Diesen Bereich, wo Richard Löwenherz, wo die Kreuzfahrer damals hingezogen sind, wo Salah ad-Din, der Araberfürst, sich mit Richard Löwenherz verbunden hat, da zieht es ihn magisch hin. Und um diesen Weg beschreiten zu können, braucht er natürlich andere Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er hat damals ein Geschichtsstudium mit dem Schwerpunkt Militärgeschichte oder Militärstrategie an der Universität Oxford begonnen. Wie gesagt, er war nicht aufgeflogen, dass er Kind unehelicher Eltern war. Und da hat er wohl in Oxford an der Universität damals auch eine Art Militärgrundausbildung, die man dadurch laufen konnte. Die hat er damals dort gehabt und hat sehr schnell Kontakte gehabt mit Orientalisten und mit Archäologen - David Hogarth, ein damals sehr bekannter Archäologe - und ist in diese Kreise gekommen. Und obwohl er eigentlich nicht einmal die Qualifikation eines Assistenzarchäologen hatte, hat ihm das die Möglichkeit geschafft, mit 21 für fünf Jahre in den Nahen Osten in das Osmanische Großreich zu ziehen. Also man hat ihm dort von Oxford aus Geld, Karten, Ermächtigungsschreiben, um von den Türken überhaupt reingelassen zu werden, die Bitte um sicheres Geleit, alles das, was man braucht, um als Engländer dort im Osmanischen Reich im Nahen Osten zurechtzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 21 Jahren verlässt er dann endgültig England, sein Elternhaus, das ihm zuwider ist, um für fünf Jahre dort wie ein Kreuzfahrer im Nahen Osten zu leben. Schon in England hat er damals die arabische Sprache gelernt und wird sich dort im persönlichen Kontakt mit den Beduinen immer weiter die verschiedenen Sprachqualitäten aneignen, um dort unter den Menschen zurechtzukommen. Seiner Mutter hat er nach kurzer Zeit geschrieben, es wird schwierig sein, wieder zurückzukommen, denn hier bin ich ganz zum Araber geworden. Er hat sich wohl frühzeitig unter die arabische Bevölkerung gemischt, aber vor allem dieses innerliche Erlebnis, was schon die Kreuzfahrer hatten, als sie damals aus dem Okzident in den Nahen Osten gekommen sind, eine völlig neue Welt. Jerusalem gegen Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Frage, inwieweit man dort nach Jerusalem, in das himmlische Jerusalem kam, war eben immer eine Frage, wie weit man die alte Schöpfung, wie es in der Apokalypse heißt, das, was dort als Rom bezeichnet wurde, auch gehen lassen konnte. Inwieweit es einem gelang, ein siebensäulenwertes Haus, eine Weisheit aus sieben Säulen, dort zu gründen, einen Tempel zu bauen, damit dann diese Sophia Arabia, die herrlich geschmückte Braut des himmlischen Jerusalems, von der anderen Seite der Schwelle einem entgegenkommen konnte, oder inwieweit man doch von Machtimpulsen ergriffen, die alten zurückgelassenen Impulse im Nahen Osten einfach weiter pflegte. In dieses Spannungsfeld ist Thomas Edward Lawrence früh hereingekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=1980s Archäologie und Spionage am Vorabend des Krieges 00:33:00] ===&lt;br /&gt;
Das war damals so - wir sprechen hier vom Vorabend des Ersten Weltkrieges - und die Deutschen waren damals mit den Türken, den Osmanen, verbunden. Die Engländer, der Erste Weltkrieg bahnte sich an, damit natürlich mit der arabischen Bevölkerung. Und es gab damals ein Prestigeobjekt des Wilhelminischen Kaiserreiches, die sogenannte Berlin-Bagdad-Bahn, eine Eisenbahnlinie von Berlin in den Nahen Osten bis ins Zwei-Strom-Land. Und natürlich war das für die Engländer ungeheuer wichtig, Informationen zu bekommen, was sich dort alles im Osmanischen Reich abspielte. Und Thomas Lawrence, der ohne eine Qualifikation eines Assistenzarchäologen bald durch Kontakte dort anfing, mit einem archäologischen Team im Zwei-Strom-Land die antike Stadt Karkemiš auszugraben, der war natürlich für den britischen Nachrichtendienst die perfekte Informationsquelle aufgrund seiner Orts- und aufgrund seiner Sprachkenntnisse. Und das war relativ normal, dass damals dort Wissenschaft, Archäologie und Spionage sozusagen Hand in Hand gingen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Trick der Militärstrategen, der Generalität oder zumindest der Menschen, die auf den Ersten Weltkrieg in England zusteuerten, war natürlich völlig nachvollziehbar, dass man gesagt hat, wenn es einem gelingt, das schon zerbröckelnde Osmanische Reich dadurch in die Knie zu zwingen, indem man die Araber, die verschiedenen arabischen Beduinenstämme, die seit 800 Jahren allerdings nicht mehr bereit waren, zusammen zu kämpfen, zusammen zu wirken - wenn es irgendwie möglich war, dass die sich zusammenschließen, dann könnte man das Osmanische Reich, damals dieser ungeheuer starke türkische Nationalismus, dieser Völkermord an den Armeniern, das alles hat in diesem Zusammenhang damals stattgefunden - das war die Hoffnung, dass man das irgendwie anstiften konnte. Und das war die Rolle, die man politisch oder diplomatisch Thomas Lawrence oder, wie man ihn dann später nannte, &#039;&#039;Lawrence von Arabien&#039;&#039;, gewissermaßen zutraute oder zuschustern wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was man weiß oder was sozusagen durch die Fakten bestätigt ist, der muss sich diesen Impuls in irgendeiner Weise doch zu eigen gemacht haben, und von dem muss etwas ausgegangen sein, dass die Araber ihn als einen der Ihren so weit anerkannt haben. Das kann aber nur deswegen funktioniert haben - das ist ein beispielloses Ereignis in der Geschichte -, dass er irgendwie mit dieser Volksseele der Araber oder mit diesem eigentlich spirituellen Impuls, den er später selber in diesem Gedicht &#039;&#039;“Sophia Arabia”&#039;&#039; nannte, mit seinem höheren Ich so weit verbunden war, dass die Menschen dort spürten, von dem geht etwas aus, dem sie bereit waren, sich zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=2173s Die Freundschaft mit Prinz Faisal und der arabische Aufstand. Mit Guerillataktik gegen das Osmanische Reich 00:36:13] ===&lt;br /&gt;
Und es gab damals den Scherifen Hussein oder den, wie man ihn nannte, den Fürsten von Mekka, der hatte vier Söhne, vier Stammesfürsten. Und die Hoffnung war - das hatte Lawrence, wurde vom britischen Nachrichtendienst da offenbar beauftragt, das herauszufinden -, welcher dieser vier Söhne möglicherweise als arabischer Führer imstande wäre, die verschiedenen arabischen Stämme, wieder wie unter Salah ad-Din, so weit zu vereinigen, dass sie gegen die Türken einen Aufstand wagten. Und dann beginnt das - Sie kennen vielleicht den Film &#039;&#039;&amp;quot;Lawrence von Arabien&amp;quot;&#039;&#039;, Anfang der 60er Jahre -, diese berühmte Freundschaft von Thomas Edward Lawrence mit dem arabischen Prinzen Faisal. Und diese Bilder hier, die Sie sehen, rechts und links, die beiden muss etwas verbunden haben, das war wie eine Verbindung von Richard Löwenherz und Salah ad-Din. Der englische König damals im 13., 12. Jahrhundert, der dort eine interessante, wesenhafte Begegnung mit dem arabischen Fürsten hatte. Und der Faisal hat ihn irgendwann gebeten, sogar arabische Kleidung zu tragen, dieses weiße Gewand, was eine ungeheure Ehre gewesen ist für einen Menschen aus dem Westen. Also man hat ihm damals signalisiert damit: Du bist eigentlich einer von uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als die beiden sich verbunden hatten, das muss eine Wirkung auf die arabische Welt zu der Zeit gehabt haben, dass es den beiden gelungen ist, dann in Zusammenarbeit mit der englischen Armee, mit dem General Allenby, einen Aufstand gegen das Osmanische Reich anzuzetteln. Und es ist ein bisschen kurios, es wird berichtet, dass Thomas Lawrence seine Strategien, seine Guerillataktik aus den Artussagen damals dort wohl irgendwie gelesen hat, um irgendwie zu wissen, wie man dort militärstrategisch vorgeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hatte den Nahen Osten gut durchreist, ja, der hatte in diesen fünf Jahren vor dem Ersten Weltkrieg – hatte er also vom See Genezareth, Libanon, Irak -  hieß damals ja alles noch nicht so -, man sagt, von den 55 Kreuzfahrerburgen hatte er immerhin 37 besucht. Bei brütender Hitze mit dem Fahrrad durch die ganzen alten Kreuzfahrerstaaten dorthin durchgezogen, immer auf die Türme geklettert, eine wissenschaftliche Arbeit verfasst für die Universität Oxford über diese Kreuzfahrerburgen unter militärstrategischen Gesichtspunkten. Und er kannte natürlich den Nahen Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und unter dieser Guerillataktik hatte er dann versucht, vom Roten Meer aus, von der Stadt Akaba, die ersten Nadelstiche zu setzen. Zum Beispiel hat man das Eisenbahnnetz … natürlich die Schienen gesprengt, ja, um die Nachschublinien der Türken zu unterbrechen, oder Angriffe auf die Wasservorräte, und das war sehr effektiv. Und als dann, wie gesagt, der englische General Allenby Damaskus und Jerusalem eroberte, da zerbröselte damals schon das Osmanische Reich. Und da war etwas 800 Jahre nach Ende der Kreuzzüge gelungen, eine Verbindung der verschiedenen arabischen Völker unter Lawrence von Arabien, wie man ihn zu diesem Zeitpunkt dann in England bereits nannte, in Zusammenarbeit mit dem arabischen Prinzen Faisal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=2390s Lawrence erlebt in der Leere der arabischen Wüste das Loslassen der alten Schöpfung 00:39:50] ===&lt;br /&gt;
Und der Lawrence - da gibt es eindrückliche Erlebnisse, ja, ein Junge, der dort aus dem Westen in den Nahen Osten kommt, jetzt erlebt im Nahen Osten dass ich, was im Westen alles ist, das Karriere machen will, das ja in seinem Fall nicht zu ergreifen ist, weil er ein Bastard ist - Im Orient ist das anders, da kann man die alte Schöpfung gehen lassen. Der hat einmal gesagt, die arabische Wüste ist wie der große leere Raum, in dem jeder das Wort hört, das er zu verstehen vermag. Das Ich des Beduinen oder das arabische Ich ist ein Umkreis-Ich, und deswegen kann er hier, wenn er die alte Schöpfung, die er in England sowieso nicht verwenden kann, das kann er hier im Nahen Osten fallen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird berichtet, dass er einmal in der Wüste, ich glaube, es war die Wüste Wadi Rum, gehört heute zu Jordanien - da ist er in eine türkische Falle gegangen, ist gefoltert worden und muss also schmerzverzehrt, ausgetrocknet, halluziniert durch die Wüste gegangen sein, zu wenig Wasser. Und dann fällt er auf die Knie, und da muss er dort einen Felsen gesehen haben, oberhalb des Felsens Licht, und dann sieht er sein eigenes Gesicht, sein höheres Ich, das auf den einen mitleidigen Blick auf den kleinen leidenden Menschen, der hier durch die Wüste auf den Knien zieht, sozusagen wirft. Also so eine Art Ich-Erlebnis, wie Eugen Kolisko sagt, Lawrence war mit seinem höheren Ich, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden. Und einer dieser Felsen - bin da mal gewesen vor drei oder vier Jahren, der Wüste Wadi Rum -, da gibt es diesen Felsen der sieben Säulen der Weisheit. Ja, ein Felsen, der tatsächlich sieben Weisheitssäulen hat. Die Wüste Wadi Rum, kann man immer noch so eine Tour mit den Beduinen dann buchen, die einen zu den verschiedenen Stationen führt, wo Lawrence von Arabien damals diesen Aufstand angezettelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=2527s Das gebrochene Versprechen und der zerfranste Schatten 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
Und dann, was ich Ihnen vorhin schon schilderte, kaum nach dem Ersten Weltkrieg, ja - Pariser Friedenskonferenz, er gehörte ja früher zum sogenannten Arabischen Büro in Kairo an, da wird ihm eben bewusst, dass er als Lockvogel benutzt wurde, dass das Ganze ein abgekartetes Spiel gewesen ist. Und verzweifelt, bedrückt kehrt er zurück nach England. Auch Churchill lässt sich von ihm nicht so weit beeindrucken. Der Faisal hat noch in einem letzten Versuch versucht abzuwenden, dass der Nahe Osten in britische und französische Mandatszonen eingeteilt worden ist. Und alles das, was wir seit 100 Jahren an politischen Konflikten haben in dem arabischen Raum, das urständet eigentlich in diesem gebrochenen Versprechen der britischen Krone, damals durch Lawrence von Arabien, der arabischen Bevölkerung gegenüber - wie ich das zum dritten Mal sage, ja, diese ganzen Länder, die wir heute kennen, sind mehr oder weniger beliebig damals in dem Nahen Osten eingezeichnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=2593s „Der zerfranste Schatten deiner Gabe, von den blinden Würmern, die fett wurden auf Kosten deiner Substanz “- die unablässigen Konflikte im Nahen Osten bis zum heutigen Tag 00:43:13] ===&lt;br /&gt;
Und Lawrence, zurück in England, ja, ist ein Nationalheld, eine mythische Person, eine lebende Legende, mit Auszeichnungen überhäuft, sein Leben soll verfilmt werden, man will dort Bücher über ihn schreiben, die Damenwelt ist verzückt - und der lehnt das alles ab. Kehrt zurück in die britische Armee, eine Öffentlichkeit, die seinen Wunsch nach Anonymität nie wirklich anerkennen kann, übersetzt die Odyssee von Homer.  Und er hat ja, wie ich das am Anfang sagte, in diesem Zustand größter seelischer Erschütterung dieses Gedicht für die Sophia Arabia geschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weil ich dich liebte, trieb ich diese Menschenfluten in meine Hände und schrieb meinen Willen auf Sternen über den Himmel, um für dich Freiheit zu erringen, das siebensäulenwerte Haus, dass deine Augen für mich leuchten mögen, wenn wir dahin kommen würden.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sie dahin gekommen wären - denn dann heißt es:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;... der Tod schien mein Diener auf dem Weg zu sein, bis wir nahe waren und dich wartend sah, als du lächeltest. [&#039;&#039;Eine wesenhafte Begegnung mit dieser Sophia Arabia.] &#039;&#039;Und er mich in kummervollem Neid wegschob und dich beiseite nahm in seine Schweigsamkeit. Liebstes ich des Weges müde, mich an deinem Leibe gierig klammernd, unser kurzer Lohn, unser für eine Weile, bevor der Erde weichen Hand deinen Umriss untersuchte und die blinden Würmer fett wurden auf Kosten deiner Substanz. Die Menschen flehten mich an, ich solle unser Werk, das unschenkbare Haus, für dich als Andenken errichten, aber als fertiges Monument zerschellte ich es unvollendet, und nun kriechen die kleinen Dinger, um Unterschl&#039;&#039;üpfe &#039;&#039;sich zusammenzuschustern in den zerfransten Schatten deiner Gabe.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Der zerfranste Schatten deiner Gabe, von den blinden Würmern, die fett wurden auf Kosten deiner Substanz - eine politische Situation im Nahen Osten, die darauf dann bis auf den heutigen Tag keinen Frieden mehr kennt. Auch wenn alles, was dort die Staatsgründung Israels als solches seine selbstverständliche Berechtigung hat, aber etwas ist, wo man merkt, da herrscht etwas, ja, was bis auf den heutigen Tag ja nicht zu befrieden ist, und die Frage, was wirkt oder was herrscht dort, dass das in einer solchen Weise immer wieder in diese unablässigen Konflikte geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=2762s „Das Vergangene geht, das Gewesene kommt“. Das Gewesene kommt aus der Zukunft entgegen 00:46:02] ===&lt;br /&gt;
Der Philosoph Martin Heidegger hat mal den Satz niedergeschrieben in einem Brief: “&#039;&#039;Das Vergangene geht, das Gewesene kommt.”&#039;&#039; Verstehen Sie diesen Satz? Das Vergangene geht, das Gewesene kommt. Da wird der Blick in die Vergangenheit gerichtet, und da wird aber die Vergangenheit unterschieden. Es gibt offenbar Vergangenes, und es gibt Gewesenes. Können Sie das auseinanderhalten? Wenn Sie auf Ihr Leben zurückschauen, was ist das Vergangene Ihres Lebens, was ist das Gewesene Ihres Lebens. Was ist das Vergangene in der Geschichte, was man vielleicht auch loslassen kann, wo man sagt, damit muss ich mich nicht weiter beschäftigen, was ist das Gewesene? Denn Heidegger sagt, das Vergangene geht, das ist die Asche, die man ziehen lassen kann, das Gewesene kommt. Das Gewesene Ihres Lebens, Ihrer Biografie, das ist das, was Ihre Zukunft ist. Das ist das, was Ihnen aus der Zukunft wieder entgegenkommt, vielleicht sogar schon in diesem Leben, vielleicht erst in einem nächsten. Das Gewesene der Geschichte, das ist auch das zugleich, was einem aus der Zukunft wieder neu entgegenkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eugen Kolisko sagt, Lawrence von Arabien war jemand, der eine Reinkarnation eines Kreuzfahrers gewesen sein muss. Ich glaube aber nicht, dass Lawrence das Vergangene interessiert hat an den Kreuzfahrten, ihn hat das Gewesene interessiert, in dem Bewusstsein, dass wir als Menschheit als Ganzes fortwährend auf einem Kreuzzug unterwegs sind, auf einem Kreuzzug in das wahre Heilige Land, was ich schon ein paar Mal genannt habe, in das himmlische Jerusalem. Das ist der Kreuzzug des Bräutigams, der ein siebensäulenwertes Haus im Laufe der Menschheitsgeschichte errichten muss und vieles Gewesene dabei erleben wird, damit dieses Gewesene einmal etwas sein kann, weil es als die herrlich geschmückte Braut, auch als die Sophia Arabia, als das himmlische Jerusalem, bereit zur Vermählung geschmückt, sich aus den neuen Himmeln herniedersenken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=2910s Aschkelon, eine Stadt der Gegengeschichte 00:48:30] ===&lt;br /&gt;
Und ich hatte Ihnen vorhin etwas erzählt: Der Geburtstag Lawrence von Arabiens ist der 16. August gewesen. Und ich hatte erwähnt, der 16. August ist ein Wendepunkt im Nahen Osten, im nahen Punkt der Stadt Aschkelon. Die Stadt Aschkelon ist zwölf Kilometer entfernt vom Gazastreifen, ist eine Stadt, die gehört heute zu Israel. Und wenn Sie sie überhaupt kennen, kennen Sie sie wahrscheinlich nur aus den Nachrichten. Denn da wird immer wieder berichtet, dass Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel herniedergegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aschkelon ist seit dem Alten Testament oder, man kann sagen, seit 1400 Jahren vor der Zeitenwende über das Mysterium von Golgatha bis hin zu den Kreuzzügen eine Stadt der Gegengeschichte gewesen. Es gab damals dort die sogenannten Philisterstädte, während die Israeliten, die zwölf Stämme Israels, durch die Wüste gezogen sind - gab eine sogenannte Phalanx der fünf Philisterstädte: Aschkelon, Gaza - die Stadt, die Sie heute aus dem Gazastreifen kennen - Ashdod, Ekron und Gath, wenn ich das richtig ausspreche.  Diese fünf Philisterstädte, eine Phalanx, eine Militärgarnison, man kann sagen nationalstaatlich gewissermaßen organisiert, und die haben von dort den Impuls des israelitischen Volkes immer angegriffen, in das Heilige Land zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Stadt der Gegengeschichte. Es gibt im Alten Testament - Sie kennen vielleicht die Geschichte von Simson. Simson ist der erste Nasiräer gewesen, Johannes der Täufer war der letzte Nasiräer. Die Nasiräer hatten dem israelitischen Volk die Aufgabe- das waren Hellseher -  so weit zu schauen, wie weit der Christus von der Sonne zur Erde herniedergestiegen ist. Und da gibt es ja diese sehr süffige Geschichte von diesem Simson mit den langen Haaren, der dann einem Löwenkopf den Honig dort herausnimmt und greift. Und dann wird aber berichtet, dass dieser Nasiräer Simson von den Philistern in der Stadt Gaza und Aschkelon geblendet worden ist, weil man natürlich die Israeliten so weit angreifen wollte, dass das, was ihre Aufgabe damals war, als das auserwählte Volk auf den Christus sozusagen hinzudeuten, das zu verhindern oder zumindest aufzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=3069s Die Ursache des Gegenimpulses geht zurück auf den Tantalidenfluch aus der griechischen Mythologie: Das alte blutsgebundene Hellsehen zerstückelt sich zu intellektuellen Einzelgedanken 00:51:09] ===&lt;br /&gt;
Und ich habe lange geforscht, woher dieser Gegenimpuls der Stadt Aschkelon kommt. Und da bin ich auf den ersten Kreuzfahrer gestoßen. In der Sage, in der Mythologie könnte man sagen, der hieß Aschkalos. Aschkalos soll die Stadt Aschkelon damals begründet haben. Und da gibt es eine alte, sehr unbekannte Legende. Aschkalos ist der Zwillingsbruder von Tantalus. Kennen Sie Tantalus? Der sogenannte Tantalidenfluch. Woher kommt das? Griechische Mythologie: Tantalus, der den Göttern seinen Sohn Pelops zerstückelt, wie sagt man, zum Essen vorgesetzt hat. Und er hatte die Götter so weit beleidigt, dass die einen Fluch ausgesprochen haben, der über fünf Generationen ging. Und die ganze Blutschuld nach dem Trojanischen Krieg, Agamemnon, ja, ein immer neues Aufwerfen von Verbrechen - der sogenannte Tantalidenfluch. Und Emil Bock hat das mal sehr schön beschrieben oder gelesen. Der hat gesagt, da geht es also um die Kräfte des alten blutsgebundenen Hellsehens, das durch Tantalus - das ist das Bild des zerstückelten Sohnes - zum intellektuellen Denken wird. Das alte blutsgebundene Hellsehen, das zerstückelt sich zu intellektuellen Einzelgedanken. Und das hat einen Fluch generiert, der über fünf Generationen geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist es sehr bemerkenswert, das weiß nahezu keiner, dass dieser Tantalus einen Bruder hat, einen Zwillingsbruder Aschkalos, der der erste Kreuzfahrer ist. Denn der wird von Kleinasien aus, vom Königreich Lydien damals, nach Syrien gesandt, und er soll dort einen Kreuzzug unternehmen. Und da findet er auf dem Gebiet, wo die Stadt ist, Aschkelon, findet er dort einen Aphrodite-Tempel, die Braut Syriens, die herrliche &#039;&#039;Aphrodite&#039;&#039;, das herrlichste Wesen der Liebe. Man könnte sagen, auch eine &#039;&#039;Sophia Arabia&#039;&#039;, auch eine himmlisch geschmückte Braut, die sich bereit ist herniederzusenken, aber der Aschkalos, der will keine Stadt gründen, keinen Tempel gründen, kein siebensäulenwertes Haus, keine alte Schöpfung gehen lassen, der will die Aphrodite selber besitzen. Und dann gründet er eine Stadt, Aschkelon, die er nach sich selber nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das ist sozusagen dieser Grundkonflikt der Kreuzzüge: Willst du ins himmlische Jerusalem, dann musst du die alte Schöpfung ziehen lassen, preisgeben. Die alte Schöpfung ist vergangen. Das Gehen-lassen-Können der alten Schöpfung ist das siebensäulenwerte Haus, in dem die herrlich geschmückte Braut, das himmlische Jerusalem, die dann beide Aspekte haben wird, &#039;&#039;Sophia&#039;&#039; und &#039;&#039;Aphrodite&#039;&#039;, Weisheit und Liebe, sich herniedersenken kann. Und Aschkalos will das, um sich selber zu verwirklichen, um das selber zu besitzen, und gründet dann dort im Nahen Osten die Stadt Aschkelon. Die ist von nun an die Stadt der Gegengeschichte für alle Menschen, die Kreuzzüge unternehmen, um dann das Ziel der Kreuzzüge, die herrlich geschmückte Braut, in den eigenen Machtdienst zwingen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, diese Phalanx, dieses wahre Pentagon dieser fünf Städte im Nahen Osten - Sie merken, was da jetzt auch politisch geschieht. Das ist etwas, das geht über alle Fragen von Zweistaatenkonflikt, ja, und wer angefangen hat. Es sind ja alles Menschen. Sie merken, ich wähle meine Worte bewusst, weil es mir nicht darum geht, zu spalten und Menschen zu verletzen. Es sind alles Menschen, und die Staaten, die da heute sind, das sind Realitäten. Da gibt es nichts daran zu zweifeln, und solange man das nicht anerkennt, kann sowieso kein Frieden herrschen. Aber ich glaube, dass ein Bewusstsein dazugehört, dass man mit dem Konflikt, der da im Nahen Osten sich vollzieht, es mit einem jahrtausendalten Konflikt zu tun hat, um diese Stadt Aschkelon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=3322s Der Ashkaliden-Fluch: Das ungeläuterte  Wollen 00:55:22] ===&lt;br /&gt;
Und was das Bemerkenswerte ist, auch Richard Löwenherz und Salah ad-Din, die sich während des dritten Kreuzzugs miteinander verbunden haben, dann wird Aschkelon 1192 geschleift, es bekommen dann doch die Araber zugesprochen, und diesen Aschkaliden-Fluch - wie es einen Tantalidenfluch gibt, der mit dem zerstückelt-intellektuellen Denken zusammenhängt, das entsühnt werden muss - gibt es diesen Aschkaliden-Fluch, der mit dem ungeläuterten Wollen zusammenhängt und bis in die Gegenwart unmittelbar in das politische Tagesgeschehen hineinwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=3364s Verrat und Verleugnung Eine Parallele zwischen dem Artus-Ritter Gawan und dem Untergang der Templer 00:56:04] ===&lt;br /&gt;
Und nachdem dann diese Aufgabe von Richard Löwenherz und Salah ad-Din während des dritten Kreuzzuges also offengelassen worden ist, hat Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival von der Stadt Aschkelon gesprochen. Da gibt es die Person Gawan, der Artusritter, der einmal am Hof des König Artus verleugnet wird aus der Stadt Aschkelon. Und da wird ihm also vorgeworfen, einen König ermordet zu haben. Die ganzen Vorwürfe sind falsch, aber Gawan zieht in die Stadt Aschkelon, um sich dort diesen Vorwürfen in einem Zweikampf zu stellen. Wolfram berichtet von einer Stadt am Meer, von einer gerüsteten Stadt am Meer, das ist der Topos, die Stadt am Meer - bin da auch gewesen, es sind heute Ruinen, kann man alles besichtigen, die Kreuzfahrerfestung an dieser Stadt am Meer von Aschkelon, zu dieser Phalanx dieser fünf Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses kleine Motiv, dass er verleumdet wurde, der Gawan - der mittelalterliche Hörer muss das verstanden haben. Denn die Templer wurden am 16. August 1153 - 16. August, der Geburtstag Lawrence von Arabiens - nach dem Untergang in dieser Stadt von da an verleumdet. Was war los? Alle vier Ritterorden wollten im August 1153 die Stadt Aschkelon als solche erobern. In den Templern muss ein Bewusstsein wie ein Gawan gewesen sein, der dann von Aschkelon weiterzieht nach Schastel Marveile, in das Zauberreich Klingsors, um von Aschkelon aus auf Gralsuche zu gehen. Aschkelon ist, wenn man so will, ganz am Ende der Weihrauchstraße. Die Weihrauchstraße, die beginnt - der Gralsweg durch das Tal, das Reich der Königin von Saba, und dann bis nach oben an den äußersten Punkt ans Mittelmeer geht, als würde diese Signatur des Heiligen Landes sagen, der Gralsweg endet in dieser Stadt der Gegengeschichte - und dort musst du erst den Gral finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Ritterorden im Mittelalter, die Johanniter, die Templer, der Deutschordensritter, der Lazarusorden, die hatten eigentlich das Ideal, dass sie zusammen ein Gefäß bildeten, was man vielleicht mit den vier Wesensgliedern vergleichen kann. Der Lazarusorden, das waren ja teilweise erkrankte Ritter, die hätten den physischen Leib gebildet, die Deutschordensritter mit ihrer Meditation, die bildeten diesen Lebenskräfteleib, den Ätherleib ab. Der Johanniterorden war mit der Verwandlung des Astralleibes beauftragt, und der Templerorden, der stand für das Ich. Und Sie können sich vorstellen, alle vier Ritterorden zusammen hätten ein Gefäß dieser menschlichen Wesensglieder bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in irgendeiner Weise müssen die Templer gegen das dunkle Geheimnis, wie Gawan, der Stadt Aschkelon gekannt haben, denn sie haben von diesem Tag an, am 16. August - der Wind drehte sich, beschreibt Wilhelm von Tyrus, der mittelalterliche Chronist -, greifen sie Aschkelon an, und die anderen Ritterorden, die Johanniter, die reiten nicht mit. Die lassen die Templer alleine in die Bresche reiten. Und sie haben natürlich gegen die Araber, die dort drin kämpfen, keine Chance. Der ganze innerste Ordenskreis, der Zwölferkreis um den dritten Großmeister Bernhard von Tremelay, der ist dort umgebracht worden. Und der mittelalterliche Chronist Wilhelm von Tyrus berichtet, dass man die toten Templer, den Großmeister, dort oben von der Zinne geworfen hat oder enthauptet hat, herunterhängen lassen. Und das war im Grunde genommen der Wendepunkt der ganzen Kreuzzüge. Denn von da an war klar, dass die verschiedenen Ritterorden nicht mehr zusammenstehen konnten. Und ein Philipp der Schöne 150 Jahre später hätte niemals die Templer vernichten können, wenn es diese Katastrophe von Aschkelon am 16. August 1153 nicht gegeben hätte, denn dann hätten die Ritterorden so weit zusammengestanden, dass sie sich gegen diesen dunklen Impuls gemeinsam hätten wehren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Sie merken dort, ja, da ist etwas mit diesem Landstrich, Aschkelon als Stadt der Gegengeschichte, wo dieser Ashkaliden-Fluch in einer besonderen Weise wirkt, der noch ungesühnt, anders als der Tantaliden-Fluch, bis heute im Nahen Osten gewissermaßen wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=3647s Judith von Halle und die geschmiedeten Kreuzesnägel 01:00:47] ===&lt;br /&gt;
Und eine Sache, die ich Ihnen da noch ergänzend am Schluss hinzubringen, hinzunehmen will, - ich habe lange überlegt, ob ich das mache, weil das vielleicht auch Menschen unterschiedlich bewerten, aber Sie sind alle erwachsen, und jeder kann sich da seine eigenen Gedanken dazu machen. Mein Anliegen ist es, erstmal einfach die Phänomene zusammenzutragen. Judith von Halle hat 2007 ein Buch herausgegeben, &amp;quot;&#039;&#039;Das Christliche aus dem Holz herausschlagen&#039;&#039;&amp;quot;, und da hat sie aus ihrer Geistesforschung auch über die Stadt Aschkelon gesprochen. Und da hat sie gesagt, ja, das geht über das hinaus, was Rudolf Steiner über die Zeitenwende sagt, dass kurz nach der Jordantaufe sich in der Stadt Aschkelon, Stadt der Gegengeschichte, drei dunkle Zauberer getroffen haben sollen. Sie beschreibt die sozusagen als Gegenbilder zu den Heiligen Drei Königen. Jedes Bild im Evangelium hat vielleicht auch sein Gegenbild. Übrigens, Herodes der Große, der den bethlehemitischen Kindermord angezettelt hat, auch der ist in der Stadt Aschkelon geboren. Und die Archäologie hat Massengräber von Kindern tatsächlich dort auch in Aschkelon gefunden. Also Sie merken, ja, das lässt sich - sowohl fast die Sagen als auch die historischen Beweise - verdichtet sich da etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Judith von Halle beschreibt aus ihrer Geistesforschung daraus, dass diese drei dunklen Zauberer in dieser Stadt Aschkelon einen magischen Akt vollbracht haben, das Schmieden der Kreuzesnägel. Sie sagt: Da wurden drei Kreuzesnägel geschmiedet, ein vierter, da ist eine Aufgabe für die Zukunft. Sie ist dafür ungeheuer angegriffen worden, unter anderem von Sergej Prokofjew. Und der Hauptvorwurf war, das ist eine Fabelgeschichte aus dem Reich Harry Potters, durch nichts gedeckt, was Rudolf Steiner gesagt hat. Und vor allem soll man es durch nichts prüfen können, was man geschichtlich untersuchen kann, von dem, wie sie sagt, dass das ja immer sozusagen, er sagt, die wichtigste Voraussetzung in aller anthroposophischen Geistesforschung ist. Also wie gesagt, ja, mir geht es nur darum, Phänomene aufzuzeigen. Denken Sie darüber, wie Sie wollen. Aber das fügt in der Gegenwart auch wieder einen Baustein hinzu zu dieser Stadt Aschkelon als Stadt der Gegengeschichte, die eigentlich diesen Gegenimpuls zu den Kreuzzügen bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Kreuzzug auf dem Weg ins himmlische Jerusalem, Aschkelon, die Stadt von Aschkalos, wo sich Liebeskräfte bündeln, die die alte Schöpfung festhalten wollen, um das Neue, die Sophia Arabia, die Aphrodite, das himmlische Jerusalem in den eigenen Machtimpuls zu zwingen. Und was mich an dieser Sache durchaus mitgehen lässt, ist ein Gedanke, dass ich denke, dass, wenn das stimmt - ja, ich kann es ja auch nur … Also eine Sache ist falsch: Man kann nicht sagen, dass Judith von Halle da etwas sagt, was man nicht aus der Geschichte untersuchen kann. Ich habe Ihnen gerade 20 Minuten ganz viel über die Stadt Aschkelon und über ihre lange Tradition als einer Stadt der Gegengeschichte berichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=3849s Dürers Melencolia und Aschkelon, die Stadt am Meer 01:04:09] ===&lt;br /&gt;
Und ich habe Ihnen hier ein Bild mitgebracht, Albrecht Dürer: Die Melencolia. Und ganz oben - Albrecht Dürer, der eine Begegnung mit Rosenkreutz hatte -, sehen Sie hier hinter der Leiter eine Stadt am Meer. Und die Stadt am Meer ist in dem Topos der mittelalterlichen Sagen immer die Stadt Aschkelon. Das ist die Stadt am Meer. Ganz unten drei Nägel, die übereinander sind, und ein vierter, der daneben liegt. Judith von Halle sagt, diese drei Nägel, die in der Stadt Aschkelon geschmiedet worden sind, damit ist der Christus am Kreuz gekreuzigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich damit mitgehen lässt, wenn das stimmt - denken Sie darüber, wie Sie wollen -, würde das bedeuten, dass der Christus sich auch einmal mit dem Bereich der schwarzen Magie auseinandersetzen musste, aber da auch innerlich etwas überwunden hat. Und in einer Zeit, in der man viele Geschichten über das Böse in der Welt und was da alles ist, finde ich eine durchaus ermutigende Beschreibung, wo man sich klar macht: “&#039;&#039;Fasset Mut, ich habe die Welt überwunden”&#039;&#039; - da ist auch etwas von diesem Aschkelon-Fluch überwunden worden. Und genau aus diesem Grund, das ist mein Motiv, dass heute, nachdem ich da lange innerlich überlegt habe, soll ich das machen, das doch eigentlich auch öffentlich zu erzählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und denn, ja, Aschkelon, die Stadt am Meer und die drei Nägel, von der Judith von Halle sagt, ein vierter wurde geschmiedet, der eine Aufgabe für die Zukunft bedeutet. Wer das nachlesen will, das Büchlein &amp;quot;&#039;&#039;Das Christliche aus dem Holz herausschlagen&#039;&#039;&amp;quot;, da geht es eigentlich um den Menschheitsrepräsentanten. Und wie ich zum dritten Mal sage, man kann das geschichtlich, historisch weiter untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Wesentliche ist, wenn man die Stadt am Meer, die immer Aschkelon ist - hier gibt es den guten Engel der Geschichte, ja, wie sieht er für Sie aus? Wie würden Sie jemanden beschreiben, der so guckt - gechillt, abwartend? Ja, was machen die Menschen damit? Und das Wesentliche ist an dieser Stadt Aschkelon, er hat es als Paraphrase von Nürnberg gemalt: Das Nürnberger Stadttor. Aschkelon als Paraphrase von Nürnberg, als wollte er sagen, Aschkelon ist an jedem Ort der Welt. Der Kreuzzug ist an jedem Ort der Welt. In jedem einzelnen Menschen entscheidet sich der Kampf: Ich bin auf einem Kreuzzug zur herrlich geschmückten Braut, zum himmlischen Jerusalem, zur Aphrodite, zur Sophia Arabia. Aber ich entscheide, ob ich wie Aschkelon, Aschkalos, die alte Stadt festhalten will, um die alte Schöpfung in meine Gewalt zu halten, oder ob ich bereit bin, ein siebensäulenwertes Haus, einen Tempel zu gründen, in dem ich die alte Schöpfung vergehen lasse, damit dann für diese Sophia Arabia, für das himmlische Jerusalem ein Raum entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Geschichte des Kreuzzuges, die Geschichte, die mit der Stadt Aschkelon zusammenhängt, eine Geschichte mit der ganzen Menschheitsentwicklung. Und wo sich das, was im Nahen Osten geschieht, im Grunde genommen immer nur spiegelt für etwas, was mit uns allen zu tun hat. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=4058s Ohne Feindbilder hinter die Kulissen des Nahost-Konfliktes schauen 01:07:38] ===&lt;br /&gt;
Aschkelon als Stadt am Meer, als eine Paraphrase von Nürnberg, aber auch – um das dreimal zu sagen, dreimal hält besser –, was wir da im Nahen Osten erleben. Wir müssen lernen, sozusagen hinter die politischen Kulissen, ohne Verschwörungstheorien, ohne Feindbilder, dahinterzuschauen, was da passiert. Gaza, diese unglaublichen Ereignisse, 7. Oktober 2023, furchtbar, was da den Israelis angetan wurde. Manchmal frage ich mich, ob wir das auch genügend wahrnehmen. Ich will das hier gar nicht aussprechen. Und natürlich dann auch diese, vielleicht zum Teil sehr unverhältnismäßigen Reaktionen. Eine unglaubliche Brutalität - das ist dieser Ashkaliden-Fluch mit Gaza, der über 2000 Jahre alt ist und mit diesen ungeläuterten Kreuzfahrerkräften in einer Weise zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vergangene geht, das Gewesene kommt. Das ist alles seit 2000 Jahren gewesen und wird so lange wiederkommen, dass die Menschen wie Lawrence von Arabien - und das scheint mir sein eigentlich zukünftiger Impuls zu sein - lernen, in den inneren Nahen Osten zu gehen und ein siebensäulenwertes Haus, einen Tempel bauen zu wollen, damit die Sophia Arabia, das himmlische Jerusalem, in der rechten Weise kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und deswegen finde ich das so spannend - 16. August 1888, also der Tag der Vernichtung der Templer, der Wendepunkt der Kreuzzüge, in dem dieser Fluch von Aschkelon einmal voll gewirkt hat. Da kommt er und hat diesen vorgeburtlichen Impuls, Braut und Bräutigam in der rechten Weise zusammenzuführen. Eine Schicksalssignatur, als erste Menschen, also seine beiden Eltern, die ja gar nicht rechtmäßig Braut und Bräutigam sind, dann in den Nahen Osten zieht und diesen Tempel innerlich bauen will für die Sophia Arabia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politischen Konsequenzen sind eminent. Das Osmanische Reich ist besiegt. Der Nahe Osten ist umgestaltet. Politische Landkartenmodelle, die bis in die Gegenwart wirken. Israel kam dann Ende der 40er Jahre hinzu. Es sind alles Länder, die Tatsachen sind. Es sind alles Menschen, die Tatsachen sind. Man muss immer von dem ausgehen, was gerade ist, ohne Feindbilder. Diese Länder existieren. Mir geht es um den inneren Impuls, dass - wie eine Iphigenie den Tantaliden-Fluch entsühnt hat, der über fünf Generationen geht - glaube ich, des Lawrence von Arabien, der am Tag der Katastrophe von Aschkalos, Aschkelon geboren ist, durch seinen Lebensweg, durch seine Suche nach der Sophia Arabia, einen allerersten Lichtentsühnungs-Impuls gegen diesen Kreuzfahrerfluch von Aschkelon in der Geschichte hinterlassen hat. Und das Vergangene geht. Das Gewesene daran kommt einem in Zukunft wieder entgegen. Und in der Art und Weise, wie wir vielleicht einen inneren Tempel bauen, ein siebensäulenwertes Haus, in dem die alte Schöpfung vergehen kann, kann einem die Sophia Arabia aus der Zukunft als das Gewesene neu wieder entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel Inhalt, aber ich glaube, man muss es auch ein bisschen anfangen, im Zusammenhang zu sehen. Nicht alles, was ich jetzt über Aschkalos und so erzählt habe, werden Sie irgendwo nachlesen können. Vielleicht schreibe ich selber mal drüber. Aber das ist ein bisschen zusammengesucht jetzt. Aber wenn man sucht - wie heißt es? ... &#039;&#039;er wird sein mit dir, wenn du ihn suchest&#039;&#039; -, dann kommen einem die Dinge auch entgegen. Wie gesagt, manche Leute werden das kritisieren. Ich habe auch nichts gegen Sergej Prokofjew, ich schätze den. Ich will mich da auch jetzt nicht auf eine Seite schlagen. Aber eine Sache, um es zum vierten Mal zu sagen, der Vorwurf, den er erhebt, dass man das nicht untersuchen kann, stimmt nicht. Man kann es untersuchen, und sie fügt hier einen Baustein hinzu, was aber ein Okular ist zu vielem dem, was wir in der unmittelbaren Gegenwart in unserer Welt gerade sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=4324s Lawrence&#039; Tod 01:12:04] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als Allerletztes, dann sind Sie entlassen, lese ich Ihnen noch einmal das Gedicht vor. Lawrence von Arabien, 1919, während der Pariser Friedenskonferenz, in einem Zustand größter seelischer Erschütterung, mit seinem höheren Ich, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Raumes verbunden. Für S.A., Sophia Arabia:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;“Weil ich dich liebte, trieb ich diese Menschenfluten in meine Hände und schrieb meinen Willen auf Sternen über den Himmel, um für dich Freiheit zu erringen, das siebensäulenwerte Haus. Dass deine Augen für mich leuchten mögen, wenn wir dahin kommen würden. Der Tod schien mein Diener auf dem Weg zu sein, bis wir nahe waren und dich wartend sah. Als du lächeltest, und er mich in kummervollem Neid wegschob und dich beiseite nahm in seine Schweigsamkeit. Liebstes ich des Weges müde, mich an deinem Leibe gierig klammernd, unser kurzer Lohn, unser für eine Weile, bevor der Erde weiche Hand deinen Umriss untersuchte und die blinden Würmer fett wurden auf Kosten deiner Substanz. Die Menschen flehten mich an, ich solle unser Werk, das unschenkbare Haus für dich als Andenken errichten, aber als fertiges Monument zerschellte ich es unvollendet, und nun kriechen die kleinen Dinger, um Unterschlüpfe sich zusammenzuschustern in den zerfransten Schatten deiner Gabe.”&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Wissen Sie, wie Lawrence von Arabien ums Leben gekommen ist? 46 Jahre alt, auf einem Motorrad, das man heute im Museum noch besichtigen kann, auf einer Landstraße, da sind zwei Jungen auf die Straße getreten, und er ist ihnen ausgewichen, damit er sie nicht überfährt, und ist damit, glaube ich, gegen einen Baum umgekippt, so schwere Kopfverletzungen, dass er damit ums Leben gekommen ist. Auch diese Geistpräsenz, dort am Ende seines Lebens einen Moment Raum zu schaffen, die alte Schöpfung vergehen zu lassen, und vielleicht, wen mag er da von der anderen Seite der Schwelle als ein höheres Ich, das einen Blick auf den kleinen Menschen wirft, da wahrgenommen haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vergangene geht, das Gewesene kommt. Es lohnt sich, glaube ich, in unserer heutigen Zeit, sich neu wieder mit ihm zu beschäftigen, und wenn Sie - sehr lesenswert, ein Arbeitsbericht, Beatriz Sánchez Segura, “&#039;&#039;Lawrence von Arabien&#039;&#039; &#039;&#039;und der Templer Robert de Sablé, eine vergleichende Biographiearbeit. Das Aufsuchen des Grals im Orient&#039;&#039;.” Also, wen das weiter interessiert, sie knüpft an Eugen Kolisko an. Ich knüpfe an Sie an, kann sich damit ja weiter beschäftigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit für den heutigen Abend, und herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit. Vielen Dank, danke schön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ&amp;amp;t=4519s Schlusswort des Gastgebers 01:15:19] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ulrich Roehm [Veranstalter]:&#039;&#039;&#039; Na, Prost! Ich denke, Sie sind meiner Meinung. Der Titel eines jeden Vortrags bis jetzt von ihm war so speziell, dass man immer sagt: Naja! Und deshalb, wie heute, wie vorher, ob Haushofer und plötzlich Berlin und so weiter. Denken Sie mal an den noch verrückteren Titel im November. Wir haben lange über so etwas gesprochen, und dann kam wieder ein richtiges Kind à la Rheinheimer raus: Faust als Goetheanist! Und der Rest ist jetzt euer Denken. Und bitte kommen und zuhören!&lt;br /&gt;
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[[Araber]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Lawrence von Arabien oder Thomas Edward Lawrence war mit seinem höheren Ich, mit dem Geist der Freiheit des &#039;&#039;&#039;arabischen&#039;&#039;&#039; Traumes verbunden […] Eugen Kolisko […] ein sehr lesenswertes Essay über ihn geschrieben […]“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Sein höheres Ich war mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden (Eugen Kolisko) 00:06:51|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:06:51]]&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner hat das mal gesagt […] dass die Gralsmysterien oder das esoterische Christentum aus den besten Gebieten &#039;&#039;&#039;Arabiens&#039;&#039;&#039; kommt, aber irgendwann dann doch vergröbert wurde durch die Osmanen oder das Türkentum.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
* „Lawrence […] Durchdrungen, wie Eugen Kolisko sagt, mit dem Geist der Freiheit des &#039;&#039;&#039;arabischen&#039;&#039;&#039; Raumes.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
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[[Aschkelon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Aschkelon&#039;&#039;&#039; ist seit dem Alten Testament oder, man kann sagen, seit 1400 Jahren vor der Zeitenwende über das Mysterium von Golgatha bis hin zu den Kreuzzügen eine Stadt der Gegengeschichte gewesen“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Aschkelon, eine Stadt der Gegengeschichte 00:48:30|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:48:30]]&lt;br /&gt;
* „[…] die sogenannten Philisterstädte, während die Israeliten, die zwölf Stämme Israels, durch die Wüste gezogen sind - gab eine sogenannte Phalanx der fünf Philisterstädte: &#039;&#039;&#039;Aschkelon&#039;&#039;&#039;, Gaza Ashdod, Ekron und Gat […]“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Aschkelon, eine Stadt der Gegengeschichte 00:48:30|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:48:30]]&lt;br /&gt;
* „[…] ich glaube, dass ein Bewusstsein dazugehört, dass man mit dem Konflikt, der da im Nahen Osten sich vollzieht, es mit einem jahrtausendalten Konflikt zu tun hat, um diese Stadt &#039;&#039;&#039;Aschkelon&#039;&#039;&#039;.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Ursache des Gegenimpulses geht zurück auf den Tantalidenfluch aus der griechischen Mythologie: Das alte blutsgebundene Hellsehen zerstückelt sich zu intellektuellen Einzelgedanken 00:51:09|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:51:09]]&lt;br /&gt;
* „Judith von Halle hat 2007 ein Buch herausgegeben, „&#039;&#039;Das Christliche aus dem Holz herausschlagen&#039;&#039;&amp;quot;, und da hat sie aus ihrer Geistesforschung auch über die Stadt &#039;&#039;&#039;Aschkelon&#039;&#039;&#039; gesprochen.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Judith von Halle und die geschmiedeten Kreuzesnägel 01:00:47|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 01:0:47]] &lt;br /&gt;
* „Albrecht Dürer: Die Melencolia […] Ganz unten drei Nägel, die übereinander sind, und ein vierter, der daneben liegt. Judith von Halle sagt, diese drei Nägel, die in der Stadt &#039;&#039;&#039;Aschkelon&#039;&#039;&#039; geschmiedet worden sind, damit ist der Christus am Kreuz gekreuzigt worden.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Dürers Melencolia und Aschkelon, die Stadt am Meer 01:04:09|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 01:04:09]]&lt;br /&gt;
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* „Rudolf Steiner hat das mal gesagt […] dass die Gralsmysterien oder das &#039;&#039;&#039;esoterische Christentum&#039;&#039;&#039; aus den besten Gebieten Arabiens kommt, aber irgendwann dann doch vergröbert wurde durch die Osmanen oder das Türkentum.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
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[[Eugen Kolisko]]&lt;br /&gt;
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* „Lawrence von Arabien oder Thomas Edward Lawrence war mit seinem höheren Ich, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden […] &#039;&#039;&#039;Eugen Kolisko&#039;&#039;&#039; […] ein sehr lesenswertes Essay über ihn geschrieben […]“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Sein höheres Ich war mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden (Eugen Kolisko) 00:06:51|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:06:51]]&lt;br /&gt;
* „Lawrence […] Durchdrungen, wie &#039;&#039;&#039;Eugen Kolisko&#039;&#039;&#039; sagt, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Raumes.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Eugen Kolisko&#039;&#039;&#039; sagt, Lawrence von Arabien war jemand, der eine Reinkarnation eines Kreuzfahrers gewesen sein muss.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#„Das Vergangene geht, das Gewesene kommt“. Das Gewesene kommt aus der Zukunft entgegen 00:46:02|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:46:02]]&lt;br /&gt;
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* „Lawrence […] Durchdrungen, wie Eugen Kolisko sagt, mit dem Geist der &#039;&#039;&#039;Freiheit&#039;&#039;&#039; des arabischen Raumes.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
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* „Und da taucht ja immer wieder dieses Motiv auf, der Verbindung von den &#039;&#039;&#039;Gralsmysterien&#039;&#039;&#039; von dem Okzident mit dem Orient.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner hat das mal gesagt […] dass die &#039;&#039;&#039;Gralsmysterien&#039;&#039;&#039; oder das esoterische Christentum aus den besten Gebieten Arabiens kommt, aber irgendwann dann doch vergröbert wurde durch die Osmanen oder das Türkentum.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
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[[Judith von Halle]]  &lt;br /&gt;
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* „&#039;&#039;&#039;Judith von Halle&#039;&#039;&#039; hat 2007 ein Buch herausgegeben, „&#039;&#039;Das Christliche aus dem Holz herausschlagen&#039;&#039;&amp;quot;, und da hat sie aus ihrer Geistesforschung auch über die Stadt Aschkelon gesprochen.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Judith von Halle und die geschmiedeten Kreuzesnägel 01:00:47|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 01:0:47]]  &lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Judith von Halle&#039;&#039;&#039; beschreibt aus ihrer Geistesforschung daraus […] das Schmieden der Kreuzesnägel […] Da wurden drei Kreuzesnägel geschmiedet, ein vierter, da ist eine Aufgabe für die Zukunft.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Judith von Halle und die geschmiedeten Kreuzesnägel 01:00:47|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 01:0:47]] &lt;br /&gt;
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* „Man kann vielleicht sagen, die ganze Menschheitsgeschichte ist fortwährend ein &#039;&#039;&#039;Kreuzzug&#039;&#039;&#039; im Nahen Osten […] die Geschichte von […] Lawrence von Arabien ist gewissermaßen […] eine Signatur, aus der man vieles herauslesen […] kann“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
* „Eugen Kolisko sagt, Lawrence von Arabien war jemand, der eine Reinkarnation eines &#039;&#039;&#039;Kreuzfahrers&#039;&#039;&#039; gewesen sein muss.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#„Das Vergangene geht, das Gewesene kommt“. Das Gewesene kommt aus der Zukunft entgegen 00:46:02|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:46:02]]&lt;br /&gt;
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[[Lawrence von Arabien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Thomas Edward Lawrence, den Sie wahrscheinlich alle kennen unter dem Namen &#039;&#039;&#039;Lawrence von Arabien&#039;&#039;&#039; […] in seinem autobiografischen Kriegsbericht „Die sieben Säulen der Weisheit“ “ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Begrüßung und Einleitung mit dem Gedicht für S.A. 00:00:17|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:00:17]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Thomas Edward Lawrence&#039;&#039;&#039; ist auch ein Archäologe gewesen[…] war ein Geheimagent […] als Diplomaten oder als Politiker beschreiben […] aber auch ein Schriftsteller […] ein Dichter“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Lawrence von Arabien: Archäologe, Geheimagent, Visionär, Schriftsteller, Abenteurer 00:03:34|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:03:34]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Lawrence von Arabien&#039;&#039;&#039; […] war mit seinem höheren Ich, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden […] Eugen Kolisko […] ein sehr lesenswertes Essay über ihn geschrieben […]“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Sein höheres Ich war mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden (Eugen Kolisko) 00:06:51|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:06:51]]&lt;br /&gt;
* „Und &#039;&#039;&#039;Thomas Edward Lawrence&#039;&#039;&#039; […] der hatte mal den Parzival in seiner Jugend gelesen […] gesagt […] dieses Buch mich fundamental verändert.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
* „Man kann vielleicht sagen, die ganze Menschheitsgeschichte ist fortwährend ein Kreuzzug im Nahen Osten […] die Geschichte von […] &#039;&#039;&#039;Lawrence von Arabien&#039;&#039;&#039; ist gewissermaßen […] eine Signatur, aus der man vieles herauslesen […] kann“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
* „Lawrence […] Durchdrungen, wie Eugen Kolisko sagt, mit dem Geist der Freiheit des arabischen Raumes.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
* „Eugen Kolisko sagt, &#039;&#039;&#039;Lawrence von Arabien&#039;&#039;&#039; war jemand, der eine Reinkarnation eines Kreuzfahrers gewesen sein muss.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#„Das Vergangene geht, das Gewesene kommt“. Das Gewesene kommt aus der Zukunft entgegen 00:46:02|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:46:02]]&lt;br /&gt;
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[[Melencolia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Albrecht Dürer: Die &#039;&#039;&#039;Melencolia&#039;&#039;&#039; […] Ganz unten drei Nägel, die übereinander sind, und ein vierter, der daneben liegt. Judith von Halle sagt, diese drei Nägel, die in der Stadt Aschkelon geschmiedet worden sind, damit ist der Christus am Kreuz gekreuzigt worden.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Dürers Melencolia und Aschkelon, die Stadt am Meer 01:04:09|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 01:04:09]]&lt;br /&gt;
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[[Parzival]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und Thomas Edward Lawrence […] der hatte mal den &#039;&#039;&#039;Parzival&#039;&#039;&#039; in seiner Jugend gelesen […] gesagt […] dieses Buch mich fundamental verändert.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
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[[Reinkarnation]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Eugen Kolisko sagt, Lawrence von Arabien war jemand, der eine &#039;&#039;&#039;Reinkarnation&#039;&#039;&#039; eines Kreuzfahrers gewesen sein muss.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#„Das Vergangene geht, das Gewesene kommt“. Das Gewesene kommt aus der Zukunft entgegen 00:46:02|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:46:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Richard Löwenherz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Richard Löwenherz&#039;&#039;&#039; war von einem tiefen Verständnis der arabischen Welt während des dritten Kreuzzuges durchdrungen.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Verbindung von Gralsmysterien im Okzident mit dem Orient 00:13:28|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:13:28]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Tantalidenfluch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der sogenannte &#039;&#039;&#039;Tantalidenfluch&#039;&#039;&#039; […] Griechische Mythologie: Tantalus, der den Göttern seinen Sohn Pelops zerstückelt […] zum Essen vorgesetzt hat […] hatte die Götter so weit beleidigt, dass die einen Fluch ausgesprochen haben, der über fünf Generationen ging.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Ursache des Gegenimpulses geht zurück auf den Tantalidenfluch aus der griechischen Mythologie: Das alte blutsgebundene Hellsehen zerstückelt sich zu intellektuellen Einzelgedanken 00:51:09|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:51:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Templerorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die &#039;&#039;&#039;Templer&#039;&#039;&#039; […] greifen sie Aschkelon an, und die anderen Ritterorden, die Johanniter […] lassen die Templer alleine in die Bresche reiten. Und sie haben natürlich gegen die Araber, die dort drin kämpfen, keine Chance. Der ganze innerste Ordenskreis, der Zwölferkreis um den dritten Großmeister Bernhard von Tremelay […] ist dort umgebracht worden.“ [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Verrat und Verleugnung Eine Parallele zwischen dem Artus-Ritter Gawan und dem Untergang der Templer 00:56:04|| Rheinheimer, M. Lawrence von Arabien, 2026, 00:56:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beatriz Sánchez Segura&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Lawrence von Arabien und der Templer Robert de Sablé“ - Eine vergleichende Biographiearbeit. Das Aufsuchen des Grals im Orient.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;T.E. Lawrence,&#039;&#039;&#039; „Die 7 Säulen der Weisheit“, 1926&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wilhelm von Tyrus,&#039;&#039;&#039;“Geschichte der Kreuzzüge und des Königreichs Jerusalem”, Aus dem Lateinischen übersetzt von Eduard und Rudolf Kausler&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Judith von Halle&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Das Christliche aus dem Holz herausschlagen”, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Die_Notwendigkeit_des_Weiblichen_im_Christentum_-_ein_Vortrag_von_Ute_Lorenz,_2026&amp;diff=32132</id>
		<title>Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum - ein Vortrag von Ute Lorenz, 2026</title>
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		<updated>2026-07-09T14:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ute Lorenz 2026-6-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=P9Q9yaBjxd8|thumb| Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum von Ute Lorenz in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 18. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=P9Q9yaBjxd8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 18. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
+++ es handelt sich um einen maschinelle Rohtranskription, die noch von Menschenhand/Geist überarbeitet werden muss. Gerne kannst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
Jetzt kann es losgehen. Herzlich willkommen zum heutigen Abend über die Notwendigkeit des Christentums, des Weiblichen im Christentum, so könnte man es jedenfalls formulieren. Und ich habe mir überlegt, dass die Kunstwerke des Bischofs Bernward ein wunderbarer Fingerzeig sind, um diese Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum anfänglich zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich ja fragen, wie kommt man auf ein so merkwürdiges Thema, überhaupt über Weiblichkeit sprechen zu wollen, das auch noch in der Christengemeinschaft. Das Grundlegende bei uns ist ja eigentlich immer, dass wir auf das Menschsein und das Menschwerden schauen und nicht so sehr auf das Männliche oder Weibliche. Und doch als Priesterin der Christengemeinschaft fühle ich mich so verpflichtet, dieser Frage nachzugehen, weil ich in der Schule immer wieder von Schülern und Schülerinnen die Frage gehört habe, warum ist alles so männlich im Christentum? Es gibt den Vater und den Sohn, und es gibt den Heiligen Geist. Warum? Und das hat mich nicht losgelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anlass war also diese immer wieder neugierige Frage der Kinder, und der eigentliche Grund, warum ich länger über das Thema nachdenken wollte, war, dass ich den Eindruck habe, dass die Gleichstellung der Frau in der Welt zwar scheinbar schon ziemlich weit vorangeschritten ist. In fast allen Berufen sind Frauen, die früher typische Männerberufe waren, also in der Wissenschaft, in der Politik, überall sind Frauen, und doch habe ich den Eindruck, dass das Weibliche nicht Einzug gehalten hat in die Berufe, nur die Frauen. Und deswegen ist mir natürlich die Frage, was ist eigentlich männlich und was ist weiblich? Und das möchte ich mit Ihnen gemeinsam heute Abend untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich bin überzeugt, dass erst, wenn wir diese Unterschiede erkennen, dass wir dann erst beurteilen können, ob das eine oder das andere in unserer Welt dominant sind. Ja, und ich glaube auch, dass wir das erkennen müssen, damit wir überhaupt lernen, wirklich Mensch zu werden. Denn alles, was wir nicht mit unserem Bewusstsein erfassen, das schlüpft uns durch die Finger, und es ist wie so eine Art Augenwischerei. Wir denken Parität, überall sind Frauen in sämtlichen Berufen, und merken nicht, dass die eigentliche Gleichberechtigung noch immer auf sich warten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steiner zur Frauenfrage: das Weibliche in die Kultur tragen 00:03:11 ===&lt;br /&gt;
Als Ausgangspunkt des heutigen Abends möchte ich eine Aussage von Rudolf Steiner nehmen, die mir ungeheuer wichtig ist und die aus meiner Sicht viel zu wenig beachtet wurde. Und ich möchte gerne zitieren aus den Gesprächen, die er mit den damals werdenden Priestern hatte und wo es um die sogenannte Frauenfrage geht. Das war vor 100 Jahren nämlich so, dass es überhaupt nicht selbstverständlich war, dass Frauen Priester werden können. Heute fragt man sich jetzt, außer in der katholischen Kirche, das ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen auch in alle Berufe, auch in den Priesterberuf gehen könnten, aber damals war das durchaus nicht so. Und auf die Frage, dürfen Frauen Priester werden, hat er verschiedene kleine Andeutungen gemacht, die ich jetzt gleich zitieren werde. Also Sie brauchen etwas Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, dann wäre ja die Frage des Mittuns der Frau. Wie beteiligt sich nun die Frau? Wir dürfen da nicht nur fragen, ob sich die Frau beteiligt, sondern wie beteiligt sich die Frau am besten? Ich muss doch sagen, dass von einem gewissen Gesichtspunkt aus das ganze Anfassen der Frauenfrage ein falsches ist, denn die Frauen haben eigentlich nicht dasjenige, was sie von sich aus in die Zivilisation und Kultur hineintragen können, hineingetragen, sondern sie haben die Männerkultur angenommen, sind Mediziner geworden, wie die Medizin von Männern eingerichtet worden ist. Sie sind Philologen geworden, wie das Philologische von Männern eingerichtet worden ist. Also da haben die Frauen nicht dasjenige, was sie in Kleidern hinzutragen können, hinzugetragen, sondern sie haben Hosen angezogen und haben diese Emanzipation vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss ich ganz was Wichtiges ergänzen. Sie merken vielleicht, dass Steiner hier in Bildern spricht. Selbstverständlich meint er mit Röcken und Kleidern nicht Röcke und Kleider, sondern er meint das Weibliche. Und er spricht, wenn er von Mann und Frau spricht, auch nicht von Mann und Frau, sondern ich vermute, er spricht von dem Männlichen und dem Weiblichen, das aus meiner Sicht sowohl in einem Mann wie in einer Frau sich ausdrücken kann. Ich kann Ihnen das nicht menschenkundlich erklären, denn selbstverständlich weiß ich von dem Gedanken, dass der Ätherleib des Mannes weiblich und der Ätherleib der Frau männlich sei und dass die beiden Ätherleiber Grundlage des Denkens sind. Und dennoch möchte ich jetzt mal die These vertreten, dass das Männliche und Weibliche in beiden Geschlechtern anzutreffen ist und dass Rudolf Steiner hier, wenn er von Mann und Frau urbildlich spricht, das auch meint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns durchaus klar sein, dass die Mitwirkung der Frauen so bestehen muss, dass die Frauen eben nicht einfach die Hosen anziehen, bildlich, sondern dass die Frauen wirklich dasjenige, Sie werden natürlich verstehen, dass das nur ein Bild ist, dass die Frauen tatsächlich dasjenige bringen, was in Kleidern gebracht werden kann, nicht in Hosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht nicht um das Ob, sondern es geht um das Wie. Das Ob, das stellte sich tatsächlich auch für viele männliche Kollegen als die eigentliche Frage. Es wurde sogar diskutiert, ob die Frau, wenn sie überhaupt Priesterin werden darf, ob sie zölibatär vielleicht leben sollte. Für Steiner war die eigentliche Frage, wie muss die Frau in sämtliche Berufe hineinziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden ja wohl alle die tiefe Enttäuschung erlebt haben, als die Frau nun sogar im Deutschen Reichstag eingezogen ist und absolut keine irgendwie geartete Änderung durch die Anteilnahme der Frau sich herausgestellt hat. Die Frau, also das Weibliche, müsste gerade ihre Eigenart in die Bewegungen hineintragen und nicht eigentlich sich hineinfinden in dasjenige, was schon gegeben ist durch die Kultur, die ja vor allen Dingen eine Männerkultur ist und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weibliche Begriffe und männliche Begriffe 00:08:01 ===&lt;br /&gt;
Es kommen noch ein paar Zitate. Es handelt sich bei der Frau darum, dass sie vor allen Dingen weibliche Begriffe hat, dass es also durchaus möglich ist, dass die Frau sich aufschwingt zu einem gewissen kongenialeren Verständnis desjenigen, was eben nicht in scharf konturierten Begriffen an die Welt treten kann, weil es eben dann der Wirklichkeit nicht entsprechen können würde. Also das ist jetzt ganz wichtig. Es entspricht nicht der Wirklichkeit, alles mit männlichen Begriffen zu betrachten. Dem Manne oder dem Männlichen ist es außerordentlich schwierig, die Dinge ohne scharf konturierte Begriffe zu fassen. Dadurch wird es ihm nicht leicht, sich in solche Gebiete einzufinden, in denen in weiblichen Begriffen charakterisiert werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So handelt es sich darum, dass allerdings gerade bei der Vergeistigung unserer Kultur die Frau, das Weibliche, wird einen großen Anteil üben müssen. Nur eben wird sie versuchen müssen, dasjenige, was ihr eigenes ist, an weniger scharfer Begriffskonturierung auch scharf geltend zu machen und nicht die Begriffskonturierung der Männer einfach im Studium nachzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, das ist ganz wichtig, weil wir Frauen, wir merken gar nicht den Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Denken, weil wir so sehr gelernt haben, mit scharfer Begriffskonturierung zu arbeiten, dass wir alles andere als gar kein richtiges Denken betrachten. Also ein Denken, das nicht in scharfen Begriffen ist, ist kein gutes Denken. Also wir tendieren auch dazu, das zu beurteilen, ob das gut oder nicht gut ist. Unser Denken, unser Sprechen ist so lange einseitig, wie wir eben nur männliches Denken und Sprechen gelten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und was das bedeutet, möchte ich dann nachher an diesen Kunstwerken auch zeigen. Also das, was wir uns merken müssen für den heutigen Abend, scharfe Begriffskonturierung, sagt Rudolf Steiner, sei männlich, und unscharfe Begriffe seien weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bernward-Tür: sechzehn scharf konturierte Bilder 00:10:41 ===&lt;br /&gt;
Ich habe Ihnen hier einmal die Bilder, die an der Bernward-Tür zu Hildesheim, die heute im Dom zu sehen ist, Weltkulturerbe, die einzelnen Bilder auch herauskopiert. Sie müssen sich vorstellen, das ist eine Tür, die ist fast fünf Meter hoch, aus Erz gegossen, eine ganz schwere Tür. Sie hat sogar hier diese Löwengriffe, sodass man sie wirklich in den Angeln bewegen kann und öffnen kann. Und auf dieser Tür sehen wir 16 Bilder, scharf konturierte Bilder. Die sind so scharf konturiert, das sieht man hier nicht, dass hier sogar ein Rahmen um jedes Bild herum ist. Also jedes Bild hat einen eigenen Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fängt oben links an, das sind Bilder aus dem Alten Testament, acht Bilder bis nach unten. Also es beginnt mit der Schöpfung, es geht hinunter bis zu dem Moment des Brudermordes, wo Kain den Abel erschlägt. Dann liest man diese Bildergeschichte weiter, indem man hier unten rechts weitergeht, die Verkündigung an Maria, bis nach oben zu dem Auferstandenen, Neues Testament. Alle diese Bilder sind wunderbar deutlich zu sehen, und wenn man vor dieser Tür steht, dann braucht man sich auch nicht bewegen, um alle Bilder zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich ist diese Tür für den Dom gegossen worden durch den Bischof Bernward. Ich habe nachher noch eine andere Theorie. Einige Jahre später gab es dann die Säule, die er auch gegossen hat. Ein wunderbarer Mensch, dieser Bischof Bernward übrigens, weil er nicht nur Priester und Bischof war, sondern eben auch Hand anlegte, sich nicht zu schade war, in die Erzgießereien selber zu gehen und alles handwerklich auch gestaltete, was Sie hier sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Christussäule: achtundzwanzig ineinander übergehende Bilder 00:12:41 ===&lt;br /&gt;
Die Säule, da sind sich die meisten Forscher einig, wurde tatsächlich für die Michaeliskirche, das ist das frühere Benediktinerkloster, das Bischof Bernward selber entworfen hat und baute, wurde dafür gegossen und angefertigt mit damals modernster Technologie. Auch bis auf den heutigen Tag kann man eine solche Säule nicht nachbauen. Ich habe heute erst gelernt, dass da drinnen eine Stahlstange ist mit Verschraubungen oben und unten, die offenbar der Wirbelsäule im Bau sehr ähnlich ist, also der Struktur, dem Aufbau einer Wirbelsäule, und das kommt nachher auch noch, könnte von großer Bedeutung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun finden sich auf dieser Säule 28 Bilder, Szenen aus dem öffentlichen Leben des Christus Jesus, von der Jordan-Taufe unten angefangen bis oben der Einzug nach Jerusalem auf dem Esel, und da beginnt jetzt schon das Problem. Auf der öffentlichen Website steht 28 Bilder, jetzt habe ich da noch aus zwei anderen Büchern, vielleicht kannst du das mal rumgeben, habe ich diesen Ablauf, was Sie hier auch sehen, also das ist der Ablauf der Säule, wenn man die entwickeln würde, auseinanderwickeln, und dann würde man diese ganzen Bilderfolgen hier sehen. Und verschiedenste Menschen haben verschiedene Anzahlen von Bildern dieser Säule zugeordnet. Die einen sagen 24, 26, 28, 33, 31, und das ist bereits das Problem. Man möchte genauso wie bei der Tür scharf umrissene Bilder haben, aber das ist gar nicht der Fall. Bei der Säule gehen die Bilder alle ineinander über, man kann gar nicht genau sagen, wo beginnt das eine und wo hört das andere Bild auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Beweglichkeit, die, so beschreibt eben Rudolf Steiner das, bei dem weiblichen Denken zu finden sei. Daher ist das Weibliche im Allgemeinen trotz der leichteren Beweglichkeit oder gerade wegen dieser leichteren Beweglichkeit mit einem größeren Maß von Verstand, mit weiteren Begriffen eben, und sogar mit einer größeren Zahl von Begriffen ausgestattet als das Männliche. Das wird geben, dass das Weibliche innerhalb dieser Bewegung die Dinge so vorbringen wird, dass man mehr das Gefühl hat des Spirituellen, und dass das Männliche gerade in dieser Bewegung es so vorbringen wird, dass man mehr das Gefühl der Festigkeit hat. Aber wenn nun wirklich beide zusammenwirken, dann wird gerade im Gemeinschaftsleben etwas außerordentlich Harmonisches herauskommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwischenruf:&#039;&#039;&#039; Ach, du könntest sie projizieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, wunderbar. Ja, gleich, noch nicht jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und der Zwischenkieferknochen 00:16:21 ===&lt;br /&gt;
Ich hatte gerade schon gesagt, dass ich nicht der Meinung bin, dass die Männer nur so denken und die Frauen nur so denken, sondern dass beide beides können. Und als wunderbares Beispiel dafür ist für mich Goethe. Goethe hat in einer Weise gedacht und geschrieben, die aus meiner Sicht absolut weiblich bezeichnet werden kann. Und ich habe einmal seine Abhandlung über den Zwischenkieferknochen untersucht, linguistisch untersucht, also die Sprache untersucht, und man wird finden, dass er da versucht hat, sowohl männliches wie weibliches Denken abzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er hat, das wisst ihr vielleicht alle, er hat den Zwischenkieferknochen beim Menschen gefunden, hat viele Schädel untersucht und hat die Suturen hier am Oberkiefer deutlich auch bei Menschenschädeln gefunden, bei kranken Menschenschädeln öfter, aber er hat gesehen, das Tier unterscheidet sich nicht vom Menschen dadurch, dass das Tier ein Os intermaxillare hat und der Mensch nicht, sondern Tier und Mensch haben, wir würden sagen selbstverständlich, dieselben Knochen. Aber in der damaligen Wissenschaft wurde das so gesehen. Also man merkt an solchen Geschichten auch, wie die heutige Wissenschaft auch irgendwann mal überholt sein wird. Was wir heute denken, wird in 100 Jahren wieder Vergangenheit sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall hat er sich unglaublich gern beschäftigt mit der Anatomie, das war sein Lieblingsstudium, und er hat sich selber eigentlich mehr als Wissenschaftler denn als Künstler betrachtet, hat also diesen Zwischenkieferknochen gesucht und auch gefunden und eine Abhandlung darüber geschrieben. Und in dieser Abhandlung gibt es einen Mittelteil, der ganz und gar, ich sag mal, männlich, analytisch beschrieben ist, wo die ganze Nomenklatur der einzelnen Knochen aufgelistet ist, unglaublich klar und strukturiert, und dann gibt es einen Anfangs- und einen Endteil, wo er, man würde sagen, künstlerisch das Problem betrachtet, die Verbindung von dem Menschen und dem Tier durch den gemeinsamen Zwischenkieferknochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich lese Ihnen ein paar Wortbeispiele vor. Man nennt diese Worte, die ich jetzt gleich lesen werde, auch Synonyme, obwohl das nicht ganz stimmt. Es sind nicht wirklich Synonyme, es sind bedeutungsähnliche Worte, und zwar beschreibt er, wie ein Tier die Nahrung abrupft, anfasst, ergreift, abnagt, zerschneidet, sich zueignet, also ein ganz vielgestaltiges Bild. Er nimmt ganz viele Verben, Synonyme, Variationen kann man das nennen, und genauso macht er das mit diesem scheinbar ganz harten Zwischenkieferknochen, der so fest ist, dass man ihm gar nicht zutrauen würde, wie beweglich er durch die Sprache Goethes wird. Also das Os intermaxillare schiebt sich hinein zwischen die beiden Hauptknochen, verändert sich, indem es sich vorwärts streckt oder sich zurückzieht, es verbindet sich nach den Seiten, es bildet selbst neue morphologische Details, Teile des Knochens können zusammenfließen oder gar verschwinden, er kann vorgeschoben erscheinen oder sich zurückziehen oder verweben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er benutzt eine ganz lebendige Sprache, um auch der Sache ganz gerecht zu werden, denn selbstverständlich, auch ein Knochen ist gewachsen und nicht einfach starr. Also scharfe Begriffe versus bewegliche Begriffe, das konnte bereits Goethe, und jetzt erstaunt es vielleicht wenig, dass dieser Artikel über den Zwischenkieferknochen nicht anerkannt wurde, und zwar nicht, weil der Inhalt nicht stimmte, sondern weil seine Sprache nicht stimmte. Er hat also eine falsche Sprache benutzt, er hätte vielleicht mit einer anderen Sprache mehr Erfolg gehabt. Er hat sowohl Männliches wie Weibliches in diesem Zwischenkieferknochen-Aufsatz bewegt. Kommt noch hinzu, aber das ist noch ein anderer Punkt, den ich jetzt nicht weiter ausführe, dass die Erwartungshaltung seiner Zuhörer natürlich war, dass er Dichter ist, er muss also auch dichtere Sprache schreiben, und diesen wirklich sehr guten Mittelteil hat man als schulfüchsisch dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall hat er, so wie der Bischof Bernward versucht, sogar in einem ganz kleinen Aufsatz, ein kleines Kunstwerk, sowohl das männliche wie das weibliche Denken und Sprechen zur Veranschaulichung seines Fundes zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der viele Standpunkt: um die Säule herumgehen 00:21:35 ===&lt;br /&gt;
Also, scharfe Begriffe, bewegliche Begriffe. Wir haben hier eine Dualität, wir haben zwei Seiten, wir haben den einen Standpunkt, wenn man vor der Tür steht. Wenn man vor der Säule steht, kann man die Bilder nicht anschauen, wenn man auf einem Standpunkt bleibt. Man muss viele, viele, viele Standpunkte haben, man muss sich um die Säule herum bewegen, damit man die Bilder überhaupt sehen kann. Und das ist natürlich in einer Diskussion gar nicht so leicht, wenn man dauernd seinen Standpunkt verändert. Und trotzdem ist es wichtig, dass man das kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gucken wir jetzt kurz den Film. Den habe ich vor ein paar Tagen bekommen, ein Film, wo jemand, eine Frau übrigens, um die Säule herumläuft, um diese ganzen Bilder zu sehen. Kommt es? Also jetzt ist das Licht vielleicht etwas hell, aber vielleicht sehen Sie es doch. Der Film geht anderthalb Minuten ungefähr. Und wenn Sie genau hinhorchen, hören Sie sogar die Schritte. Auf diese Weise können Sie auch mal, selbst wenn Sie nicht in Hildesheim sind, die Säule erleben ein wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip sind es unendlich viele Standpunkte, die man da einnehmen muss, weil das Bild sich natürlich auch verändert durch die Perspektive. Man geht die ganze Zeit um die Säule herum, verändert ständig den Standpunkt und muss sogar noch ein bisschen nach außen gehen und den Blick auch noch nach oben wenden. Das heißt, wir sind als Menschen in einer unglaublichen Bewegung im Kreis herum, wie eine Spirale, eigentlich wie so eine Art Strudel, der sich nach oben öffnet. Wir gehen nach außen, wir gehen mit unserem Blick nach oben, und immer wieder gehen wir im Kreis herum. Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich ist das eine unglaubliche Veranschaulichung dessen, was ich als weibliches und männliches Denken von Rudolf Steiner jetzt begriffen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gute als Mitte zwischen zwei Bösen 00:25:14 ===&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass eine Ursache für dieses Verschwimmen von männlich und weiblich die Meinung ist, und das wissen Sie alle natürlich ganz gut, dass das Böse das Gegenteil des Guten sei. Und das ist natürlich weiterhin auch in unserem Verständnis noch so, aber durch die Anthroposophie sind wir darauf hingewiesen worden, dass das Gute eigentlich die Mitte ist zwischen zwei Bösen. Wir nennen es das Ahrimanische und das Luziferische. Und es ist gar nicht so, dass Rudolf Steiner der erste Anthroposoph war, sondern eigentlich war das Bischof Bernward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kannst du das mal verteilen, bitte? Und eins behalte ich mir. Möglichst schnell vielleicht in mehreren Reihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Sie bekommen jetzt ein Foto von dem ersten Bild, das auf der Tür — nee, das ist nicht das erste Bild, das dritte Bild —, was auf der Tür hier zu sehen ist. Da sehen Sie den Sündenfall, die Sonderung, die Absonderung. Das ist ja auch immer so, dass man das Wort Sünde oder Sündenfall schon fast nicht mehr benutzen kann als Wort, weil es so veraltet scheint. Aber es heißt eigentlich nichts anderes, als dass wir in die Einseitigkeit gefallen sind, in die Absonderung. Und der Beginn dieser Absonderung ist der sogenannte Sündenfall im Paradies, wo Eva dem Adam eine Frucht gibt, einen Apfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dieses Bild einmal ganz genau betrachten, was sehen Sie da? Also Sie sehen Adam, Sie sehen Eva, und Sie sehen, wie der Apfel in einer Art Comic von der Pflanze oben, die schon etwas Tierisches eigentlich hat, heruntergeworfen wird. Da ist ein zweiter Apfel, ein dritter Apfel im Mund der Schlange, die Sie hoffentlich auf der rechten Seite sehen und entziffern, erkennen können. Eine Schlange gibt den Apfel weiter in die linke Hand der Eva, in die rechte Hand der Eva, und Adam nimmt den Apfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun findet man aber auf der linken Seite noch ein Wesen im Paradies. Die Schlange ist nicht das einzige Wesen. Es gibt noch ein anderes Wesen, und wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie das oben links, sehen Sie das alle? Eine Art drachenartiges, hundeartiges Wesen, auf Kopfhöhe ungefähr von dem Adam. Und wenn man im Internet guckt, nach diesem Bild sucht, dann habe ich es auch schon gefunden, dass das hier einfach abgeschnitten wurde, weil nichts sein kann, was nicht sein darf, und einfach geschrieben wurde, die Schlange verführt Eva. Steht dann unter dem Bild drunter. Also weil dieses Wesen passt einfach nicht in das übliche Verständnis des Sündenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf dem zweiten Bild, was jetzt gerade verteilt wird, das ist das Folgebild, da kommt der Gottvater zu Adam und Eva, sie sind nackt, merken zum ersten Mal, dass sie nackt sind, verstecken sich, und er fragt wahrscheinlich, wer hat von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen — ich war es nicht, ich war es auch nicht, es war der da. Und sie zeigt auf ein Wesen, das eindeutig keine Schlange ist, sondern ein drachenähnliches Wesen, das ungefähr so aussieht wie im Vorbild, das oben links seiende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schon bei Bischof Bernward kann man diese Trennung des Bösen in Ahrimanisches und Luziferisches sehen, und besonders interessant ist, dass eben dieses, ich würde sagen, ahrimanische Wesen auf der Kopfhöhe des Adam sitzt und die Schlange auf Herzhöhe der Eva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Trausakrament: das Männliche und das Weibliche 00:30:40 ===&lt;br /&gt;
Ganz viele von uns allen können mit dem Trausakrament in der Christengemeinschaft nicht so viel anfangen, weil es eben dieses Männliche und Weibliche in einer Polarität darstellt, die ganz schwer zu verstehen ist. Und dennoch habe ich gemerkt, dass mit dieser Bilderfolge des Bischofs Bernward eine wesentliche Stelle viel einleuchtender und verständlicher wird. Denn wenn das wahr ist, was auf diesem Bild dargestellt wird, dann spricht das Ahrimanische eher zu dem Geistigen im Männlichen, das Luziferische zum Herzen, zum Seelischen bei dem Weiblichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Adam und Eva sind Urbilder, wir können einfach allgemein sagen, männlich-weiblich. Und da heißt es bei uns im Trausakrament, der Mann oder das Männliche, ich versuche das mal auch in dieser Weise zu erweitern, leuchtet dem Weiblichen voran mit dem Lichte, das der Wiedererstandene in dem Geiste des Männlichen leuchten lässt. Also das Geistige des Männlichen wird besonders verführt durch das Ahrimanische. Und da ist es ganz wichtig, dass der Auferstandene Einzug hält in dieses Geistige, weil es dann sozusagen den Widersacher fernhalten kann. Und das Weibliche möge dann folgen dem Männlichen in dem Lichte, das der Wiedererstandene, der Auferstandene in der Seele des Weiblichen leuchten lässt. Also hier, wenn da der Auferstandene leuchtet, da, wo die größte Versuchung ist für uns, naja, Männer und Frauen, die das Weibliche in sich tragen, dann — jetzt habe ich den Anfang des Satzes vergessen —, also dann wird es ganz schwierig, wenn wir da nicht den Auferstandenen in uns tragen, in unserem Herzen, in unserem Seelischen. Und beim Männlichen ist es eben ganz wichtig, dass der Auferstandene in unserem Geistigen leuchten möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also es geht eigentlich darum, heil zu werden, ganz zu werden, indem wir diese beiden Aspekte vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum Bernward es in Bildern sagte 00:33:16 ===&lt;br /&gt;
Und man kann sich ja fragen, warum hat Bischof Bernward das nicht auch deutlich sagen können? Er hat es ja in der Bildersprache gesagt, und er hat dann tatsächlich auch noch hier in diesem Bereich eine Schrift anbringen lassen, die lateinisch ist, aber auf Deutsch übersetzt lautet, im Jahre des Herrn 1015 ließ Bischof Bernward seligen Angedenkens diese gegossenen Türflügel an der Fassade des Engeltempels zu seinem Gedächtnis aufhängen. Und auch darüber wurden viele Bücher geschrieben, man kann sich fragen, warum hat er denn das noch extra geschrieben, und zwar in dieser Doppelheit, also seligen Angedenkens. Natürlich denkt man an ihn, diese ganzen Kunstwerke, die Michaeliskirche selber, die führen natürlich dazu, dass wir Bischof Bernward niemals vergessen werden. Und trotzdem steht das extra, und es war ihm anscheinend wichtig, dass er da schreibt, also im Jahre des Herrn 1015 ließ er, Bischof Bernward, seligen Angedenkens, diese gegossenen Türflügel zu seinem Gedächtnis aufhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich vermute, um das Denken, um seine Art zu denken, den Menschen für tausende von Jahren sichtbar zu machen. Denn er hat die Fähigkeit, in zweifacher Weise zu denken. Er kann so denken, und er kann so denken. Und das ist eigentlich auch das Ziel von uns Menschen, dass wir lernen, das, was uns fehlt, immer weiter zu entwickeln. Und es ist überhaupt nicht so, dass das an Mann oder Frau gebunden wäre. Es gibt viele Frauen, die wunderbar exakt denken können, analytisch hervorragend, und es gibt viele Männer, die ausgezeichnet weiblich denken können, die Künstler alle, sind sehr gute Denker in dieser weiblichen Methode. Und er hat sozusagen doppelt jetzt auf dieses Denken hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er ließ diese Türflügel aufhängen, seligen Angedenkens, zu seinem Gedächtnis. Und zwar an der Fassade des Engeltempels. Der Engeltempel ist eindeutig die Michaeliskirche, obwohl heute gesagt wird, dass es der Dom sei. Also Bischof Bernward war einer, der wirklich mit Hingabe seine Mönche schulen wollte. Und die Michaeliskirche hat er gebaut, als Benediktinerkloster eigentlich, um dort den Mönchen diese Art des Denkens, meine Interpretation, beizubringen. Und ich vermute, dass diese Türen eben an der Fassade hätten sein sollen. Und wenn man durch diese Türen hindurchgeht, die zweigeteilt sind, also ich sage mal polares Denken auch, Polaritäten, gespiegeltes Denken. Wenn man da hindurchgeht, dann kommt man hinein und findet eine Säule, die nichts trägt, außer ein Kreuz. Das Kreuz wurde leider eingeschmolzen, um Kanonen daraus zu machen, das sieht man nicht mehr. Aber die Säule wurde nochmal gerettet und wird vielleicht auch noch weitere tausend Jahre bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Jordan-Taufe: der Christus zieht in den Jesus ein 00:37:24 ===&lt;br /&gt;
Ja, und wenn man dann sich hineinversetzt, wie die Mönche damals nicht nur gebetet, sondern auch meditiert haben, dann beginnt es ja damit, dass sie dieses Denken, dieses eher weibliche Denken, haben lernen müssen, indem sie erst einmal sich beugten. Denn sonst hätten sie das Bild ganz unten nicht sehen können. Das erste Bild, was man sieht, ist dieses hier. Das erste Bild ist die Jordan-Taufe. Und diese Jordan-Taufe passt natürlich zu unserer jetzigen Zeit, denn bald wird Johanni sein. Da ist ein Kind dargestellt, das wird von Johannes dem Täufer getauft, also Jesus, obwohl er ja schon 30 Jahre alt ist zu diesem Zeitpunkt. Daneben steht eine Figur, die die Forschung nicht richtig zuordnen kann. Sie könnte der Evangelist Johannes sein. Und aus seinem Rücken hervor entwickelt sich jetzt diese ganze, also wie aus dem Unbewussten nach hinten, diese ganze Bilderfolge dieser Säule, die ganzen drei Jahre des Christus-Jesus-Lebens bis zum Einzug nach Jerusalem am Palmsonntag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann blickt man hinauf zu diesem Kreuz, das oben steht. Man wird dann finden, wenn man hier ein bisschen weiter schaut, dass dieses kleine Kind auf einmal ein erwachsener Mann ist, mit einem Bart. Er hat auch diesen Nimbus mit dem Kreuz hier dran. Es ist eindeutig die gleiche Person. Und da wird auch deutlich, das hat auch der Bischof Bernward scheinbar schon genauso gesehen, dass mit der Jordan-Taufe der Christus einzieht in den Jesus, dass da eine völlige Verwandlung des Jesuswesens stattfindet, die er darstellt, indem ein erwachsener Mann nach der Jordan-Taufe aus dem Wasser steigt, was vorher noch ein Kind war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sophia bei der Schöpfung 00:39:41 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich überlege gerade, ob ich Ihnen noch einen ganz anderen Aspekt zumute, des Weiblichen. Aber es ist noch ein kleines bisschen Zeit. Im oberen Bild gibt es, vielleicht das auch mal verteilen, da gibt es die Schöpfung. Und merkwürdigerweise bildet der Schöpfer den Menschen, und ein weibliches Wesen steht bereits daneben und ist schon geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also in dieser Kirche, in der wir hier sitzen, das ist die Sophiakirche, wurde zur Einweihung der Sophiakirche ein Vortrag gehalten von Michael Debus, der darauf hingewiesen hat, dass im Alten Testament bereits von einem weiblichen Wesen die Rede ist vor aller Schöpfung. Und dieses Wesen ist die Weisheit, die Sophia. Und es könnte sein, dass dieses Wesen bereits anwesend ist bei der Schöpfung und beobachtet und spiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, Sie kennen das ja mit dem Spiegel. Man sagt ja oft, dass die Frauen diejenigen sind, die zu oft in den Spiegel schauen, aber man könnte auch sagen, die Männer schauen nicht oft genug. Und dieser Spiegel, das ist eben die Aufgabe der Sophia. Sie spiegelt den Schöpfungsvorgang, und ohne diese Spiegelung wäre die Schöpfung gar nicht vollständig. Es muss ein Wesen da sein, das im Bewusstsein reflektierend, spiegelnd aufnimmt den Schöpfungsvorgang. Und das macht dieses Wesen. Sie schaut, sie schaut hin, wie der Schöpfer sich beugt, um den Menschen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, im Alten Testament heißt es dazu, von Sophia selbst gesprochen, von der Weisheit, der Herr hat mich geschaffen als Anfang seiner Wege. Also sie war vor der Schöpfung schon da. Sie ist geschöpft und doch nicht geschöpft. Denn die Sophia ist beweglicher als alle Bewegung. In ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles. Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers. Darum fällt kein Schatten auf sie. Sie ist der Widerschein des ewigen Lichtes, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Bewusstseinskraft, die wir auch nennen Heiliger Geist oder die zumindest mit dem Heiligen Geist sehr viel zu tun hat. Diese Spiegelungskraft, von der auch im Trausakrament gesagt wird, es schaut eines Gottesgeist auf die Verbindung des Getrennten zum Einenden. Diese spiegelnde Kraft ist notwendig, damit überhaupt die Trauung stattfindet, damit Schöpfung überhaupt stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Christus als androgynes Wesen 00:43:34 ===&lt;br /&gt;
Und natürlich, ich sage jetzt mal, das ist weiblich. Und natürlich ist der Vater, auf die Frage der Kinder, von der ich ausgegangen bin, der Vater ist natürlich männlich, der bleibt auch männlich. Aber was ist dann der Christus? Heißt natürlich, gibt es den männlichen Artikel im Deutschen. Aber Aufschluss gibt uns hierüber natürlich ein wunderbares, man kann gar nicht sagen ein Satz, sondern eine Gebärde in dem Text der Kommunion, wie wir ihn aus der Menschenweihehandlung kennen. In der Kommunion, wo sozusagen alles zusammenkommt, wo die Polaritäten sich vereinen, da heißt es, zu dem Christus gesprochen, der du das Leben der Welt tragest und ordnest, wie du es vom Vater empfängst und durch den Geist gesund machest in allen folgenden Zeitenkreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Christus hat die Fähigkeit zu tragen und zu empfangen. Das ist ganz und gar weiblich. Er ist mitnichten männlich, oder, ich muss genauer sagen, nicht nur männlich. Er hat weibliche Fähigkeiten. Tragen, ich trage mein Kind unter dem Herzen. Ich empfange es, aber er kann auch ordnen. Er kann das Leben ordnen. Er ist der Herr des Schicksals, der unser Leben ordnet, und gesund machen. Das heißt, er hat die Fähigkeit, dem Vater gegenüber sich weiblich zu verhalten und dem Heiligen Geist gegenüber sich männlich zu verhalten. Er ist also androgyn, der du das Leben der Welt tragest und ordnest, wie du es vom Vater empfängst und durch den Geist gesund machest in allen folgenden Zeitenkreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So könnte ich den Kindern also in der Zukunft immer sagen, nein, es ist nicht so. Es ist gar nicht so, dass wir im Christentum alles männlich haben, sondern wir haben das Männliche, wir haben das Weibliche, und wir haben das Androgyne, und das ist letztlich das, wohin wir Menschen in unserer Entwicklung hinstreben. Wir wollen beide Seiten in uns entwickeln, und wenn wir einem Aspekt der Welt begegnen, der männlich ist, dann ergänzen wir den mit unserer weiblichen Seite, und wenn wir einem Aspekt begegnen, der weiblich ist, dann reagieren wir mit unserer männlichen Seite, sodass es ein Ganzes wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auferstandene und die drehende Bewegung 00:46:42 ===&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich leider, weil unser Computer, obwohl er neu ist, nicht richtig gedruckt hat, nur ganz wenige Blätter, aber vielleicht können nur vier Leute da gemeinsam mal reingucken. Ich verteile gerade das Bild hier oben rechts, da geht es um den Auferstandenen, er hält seine Hand, wie muss man das machen, so zu einer weiblichen Person, man vermutet Maria Magdalena, also er verdreht sich total so, und man kann eigentlich denken, dass er sich jetzt immer weiter dreht und dreht und dreht und dadurch die Menschen mit sich nimmt, auf diesem Weg in dem Fall eine weibliche Qualität, also der Auferstandene, deswegen nennt man die nicht nur Bernwardsäule, man nennt die auch Christussäule, diese Säule hier. Und ich habe den Eindruck, dass hier der Übergang auch geschaffen wurde, indem das letzte Bild auf der Tür eigentlich darstellt, die ganze Säule, die dann im Innenraum der Kirche zu finden gewesen wäre oder auch zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Lesung aus dem Johannes-Evangelium 00:48:35 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube, es gäbe zwar noch vieles zu sagen, aber ich glaube, in dieser Eindeutigkeit würde ich es gerne stehen lassen, vielleicht kann ich noch das eine Zitat am Ende Ihnen vorlesen aus dem Evangelium des Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mir dienen will, muss mir auf meinem Wege folgen. Da, wo ich bin, muss auch der sein, der mir dienen will. Und den, der mir dient, wird mein Vater ehren. Jetzt ist meine Seele voll tiefer Erschütterung. Was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde. Aber um dieses Geschehens willen musste ich ja in diese Stunde kommen. Vater, offenbare deinen Namen. Da ertönte eine Stimme aus dem Himmel. Ich habe deine Geistgestalt geoffenbart und werde sie von Neuem offenbaren. Das Volk, das dabeistand und zuhörte, sprach, es hat gedonnert. Andere sprachen, ein Engel hat zu ihm gesprochen. Jesus aber sprach, nicht um meinetwillen ließ diese Stimme sich vernehmen, sondern um euretwillen. Dies ist die Stunde der Entscheidung für die ganze Welt. Der Herrscher dieser Welt wird ausgestoßen werden. Und wenn ich erhöht bin in dem Kreuz, wenn ich erhöht bin aus dem Erdensein, so werde ich alle zu mir emporziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, vielen Dank. Vielleicht müsste man noch eine Sache sagen. Der Titel, den Titel hätte ich ändern müssen. Das müsste nicht heißen, die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum, sondern die Notwendigkeit, das Weibliche und Männliche in ihrer Unterschiedlichkeit im Christentum zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Die_Notwendigkeit_des_Weiblichen_im_Christentum_-_ein_Vortrag_von_Ute_Lorenz,_2026&amp;diff=32131</id>
		<title>Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum - ein Vortrag von Ute Lorenz, 2026</title>
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		<updated>2026-07-09T14:36:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Transkription des Vortrags vom 18. Juni 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ute Lorenz 2026-6-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=P9Q9yaBjxd8|thumb| Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum von Ute Lorenz in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 18. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=P9Q9yaBjxd8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 18. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
Jetzt kann es losgehen. Herzlich willkommen zum heutigen Abend über die Notwendigkeit des Christentums, des Weiblichen im Christentum, so könnte man es jedenfalls formulieren. Und ich habe mir überlegt, dass die Kunstwerke des Bischofs Bernward ein wunderbarer Fingerzeig sind, um diese Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum anfänglich zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich ja fragen, wie kommt man auf ein so merkwürdiges Thema, überhaupt über Weiblichkeit sprechen zu wollen, das auch noch in der Christengemeinschaft. Das Grundlegende bei uns ist ja eigentlich immer, dass wir auf das Menschsein und das Menschwerden schauen und nicht so sehr auf das Männliche oder Weibliche. Und doch als Priesterin der Christengemeinschaft fühle ich mich so verpflichtet, dieser Frage nachzugehen, weil ich in der Schule immer wieder von Schülern und Schülerinnen die Frage gehört habe, warum ist alles so männlich im Christentum? Es gibt den Vater und den Sohn, und es gibt den Heiligen Geist. Warum? Und das hat mich nicht losgelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anlass war also diese immer wieder neugierige Frage der Kinder, und der eigentliche Grund, warum ich länger über das Thema nachdenken wollte, war, dass ich den Eindruck habe, dass die Gleichstellung der Frau in der Welt zwar scheinbar schon ziemlich weit vorangeschritten ist. In fast allen Berufen sind Frauen, die früher typische Männerberufe waren, also in der Wissenschaft, in der Politik, überall sind Frauen, und doch habe ich den Eindruck, dass das Weibliche nicht Einzug gehalten hat in die Berufe, nur die Frauen. Und deswegen ist mir natürlich die Frage, was ist eigentlich männlich und was ist weiblich? Und das möchte ich mit Ihnen gemeinsam heute Abend untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich bin überzeugt, dass erst, wenn wir diese Unterschiede erkennen, dass wir dann erst beurteilen können, ob das eine oder das andere in unserer Welt dominant sind. Ja, und ich glaube auch, dass wir das erkennen müssen, damit wir überhaupt lernen, wirklich Mensch zu werden. Denn alles, was wir nicht mit unserem Bewusstsein erfassen, das schlüpft uns durch die Finger, und es ist wie so eine Art Augenwischerei. Wir denken Parität, überall sind Frauen in sämtlichen Berufen, und merken nicht, dass die eigentliche Gleichberechtigung noch immer auf sich warten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steiner zur Frauenfrage: das Weibliche in die Kultur tragen 00:03:11 ===&lt;br /&gt;
Als Ausgangspunkt des heutigen Abends möchte ich eine Aussage von Rudolf Steiner nehmen, die mir ungeheuer wichtig ist und die aus meiner Sicht viel zu wenig beachtet wurde. Und ich möchte gerne zitieren aus den Gesprächen, die er mit den damals werdenden Priestern hatte und wo es um die sogenannte Frauenfrage geht. Das war vor 100 Jahren nämlich so, dass es überhaupt nicht selbstverständlich war, dass Frauen Priester werden können. Heute fragt man sich jetzt, außer in der katholischen Kirche, das ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen auch in alle Berufe, auch in den Priesterberuf gehen könnten, aber damals war das durchaus nicht so. Und auf die Frage, dürfen Frauen Priester werden, hat er verschiedene kleine Andeutungen gemacht, die ich jetzt gleich zitieren werde. Also Sie brauchen etwas Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, dann wäre ja die Frage des Mittuns der Frau. Wie beteiligt sich nun die Frau? Wir dürfen da nicht nur fragen, ob sich die Frau beteiligt, sondern wie beteiligt sich die Frau am besten? Ich muss doch sagen, dass von einem gewissen Gesichtspunkt aus das ganze Anfassen der Frauenfrage ein falsches ist, denn die Frauen haben eigentlich nicht dasjenige, was sie von sich aus in die Zivilisation und Kultur hineintragen können, hineingetragen, sondern sie haben die Männerkultur angenommen, sind Mediziner geworden, wie die Medizin von Männern eingerichtet worden ist. Sie sind Philologen geworden, wie das Philologische von Männern eingerichtet worden ist. Also da haben die Frauen nicht dasjenige, was sie in Kleidern hinzutragen können, hinzugetragen, sondern sie haben Hosen angezogen und haben diese Emanzipation vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss ich ganz was Wichtiges ergänzen. Sie merken vielleicht, dass Steiner hier in Bildern spricht. Selbstverständlich meint er mit Röcken und Kleidern nicht Röcke und Kleider, sondern er meint das Weibliche. Und er spricht, wenn er von Mann und Frau spricht, auch nicht von Mann und Frau, sondern ich vermute, er spricht von dem Männlichen und dem Weiblichen, das aus meiner Sicht sowohl in einem Mann wie in einer Frau sich ausdrücken kann. Ich kann Ihnen das nicht menschenkundlich erklären, denn selbstverständlich weiß ich von dem Gedanken, dass der Ätherleib des Mannes weiblich und der Ätherleib der Frau männlich sei und dass die beiden Ätherleiber Grundlage des Denkens sind. Und dennoch möchte ich jetzt mal die These vertreten, dass das Männliche und Weibliche in beiden Geschlechtern anzutreffen ist und dass Rudolf Steiner hier, wenn er von Mann und Frau urbildlich spricht, das auch meint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns durchaus klar sein, dass die Mitwirkung der Frauen so bestehen muss, dass die Frauen eben nicht einfach die Hosen anziehen, bildlich, sondern dass die Frauen wirklich dasjenige, Sie werden natürlich verstehen, dass das nur ein Bild ist, dass die Frauen tatsächlich dasjenige bringen, was in Kleidern gebracht werden kann, nicht in Hosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht nicht um das Ob, sondern es geht um das Wie. Das Ob, das stellte sich tatsächlich auch für viele männliche Kollegen als die eigentliche Frage. Es wurde sogar diskutiert, ob die Frau, wenn sie überhaupt Priesterin werden darf, ob sie zölibatär vielleicht leben sollte. Für Steiner war die eigentliche Frage, wie muss die Frau in sämtliche Berufe hineinziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden ja wohl alle die tiefe Enttäuschung erlebt haben, als die Frau nun sogar im Deutschen Reichstag eingezogen ist und absolut keine irgendwie geartete Änderung durch die Anteilnahme der Frau sich herausgestellt hat. Die Frau, also das Weibliche, müsste gerade ihre Eigenart in die Bewegungen hineintragen und nicht eigentlich sich hineinfinden in dasjenige, was schon gegeben ist durch die Kultur, die ja vor allen Dingen eine Männerkultur ist und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weibliche Begriffe und männliche Begriffe 00:08:01 ===&lt;br /&gt;
Es kommen noch ein paar Zitate. Es handelt sich bei der Frau darum, dass sie vor allen Dingen weibliche Begriffe hat, dass es also durchaus möglich ist, dass die Frau sich aufschwingt zu einem gewissen kongenialeren Verständnis desjenigen, was eben nicht in scharf konturierten Begriffen an die Welt treten kann, weil es eben dann der Wirklichkeit nicht entsprechen können würde. Also das ist jetzt ganz wichtig. Es entspricht nicht der Wirklichkeit, alles mit männlichen Begriffen zu betrachten. Dem Manne oder dem Männlichen ist es außerordentlich schwierig, die Dinge ohne scharf konturierte Begriffe zu fassen. Dadurch wird es ihm nicht leicht, sich in solche Gebiete einzufinden, in denen in weiblichen Begriffen charakterisiert werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So handelt es sich darum, dass allerdings gerade bei der Vergeistigung unserer Kultur die Frau, das Weibliche, wird einen großen Anteil üben müssen. Nur eben wird sie versuchen müssen, dasjenige, was ihr eigenes ist, an weniger scharfer Begriffskonturierung auch scharf geltend zu machen und nicht die Begriffskonturierung der Männer einfach im Studium nachzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, das ist ganz wichtig, weil wir Frauen, wir merken gar nicht den Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Denken, weil wir so sehr gelernt haben, mit scharfer Begriffskonturierung zu arbeiten, dass wir alles andere als gar kein richtiges Denken betrachten. Also ein Denken, das nicht in scharfen Begriffen ist, ist kein gutes Denken. Also wir tendieren auch dazu, das zu beurteilen, ob das gut oder nicht gut ist. Unser Denken, unser Sprechen ist so lange einseitig, wie wir eben nur männliches Denken und Sprechen gelten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und was das bedeutet, möchte ich dann nachher an diesen Kunstwerken auch zeigen. Also das, was wir uns merken müssen für den heutigen Abend, scharfe Begriffskonturierung, sagt Rudolf Steiner, sei männlich, und unscharfe Begriffe seien weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bernward-Tür: sechzehn scharf konturierte Bilder 00:10:41 ===&lt;br /&gt;
Ich habe Ihnen hier einmal die Bilder, die an der Bernward-Tür zu Hildesheim, die heute im Dom zu sehen ist, Weltkulturerbe, die einzelnen Bilder auch herauskopiert. Sie müssen sich vorstellen, das ist eine Tür, die ist fast fünf Meter hoch, aus Erz gegossen, eine ganz schwere Tür. Sie hat sogar hier diese Löwengriffe, sodass man sie wirklich in den Angeln bewegen kann und öffnen kann. Und auf dieser Tür sehen wir 16 Bilder, scharf konturierte Bilder. Die sind so scharf konturiert, das sieht man hier nicht, dass hier sogar ein Rahmen um jedes Bild herum ist. Also jedes Bild hat einen eigenen Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fängt oben links an, das sind Bilder aus dem Alten Testament, acht Bilder bis nach unten. Also es beginnt mit der Schöpfung, es geht hinunter bis zu dem Moment des Brudermordes, wo Kain den Abel erschlägt. Dann liest man diese Bildergeschichte weiter, indem man hier unten rechts weitergeht, die Verkündigung an Maria, bis nach oben zu dem Auferstandenen, Neues Testament. Alle diese Bilder sind wunderbar deutlich zu sehen, und wenn man vor dieser Tür steht, dann braucht man sich auch nicht bewegen, um alle Bilder zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich ist diese Tür für den Dom gegossen worden durch den Bischof Bernward. Ich habe nachher noch eine andere Theorie. Einige Jahre später gab es dann die Säule, die er auch gegossen hat. Ein wunderbarer Mensch, dieser Bischof Bernward übrigens, weil er nicht nur Priester und Bischof war, sondern eben auch Hand anlegte, sich nicht zu schade war, in die Erzgießereien selber zu gehen und alles handwerklich auch gestaltete, was Sie hier sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Christussäule: achtundzwanzig ineinander übergehende Bilder 00:12:41 ===&lt;br /&gt;
Die Säule, da sind sich die meisten Forscher einig, wurde tatsächlich für die Michaeliskirche, das ist das frühere Benediktinerkloster, das Bischof Bernward selber entworfen hat und baute, wurde dafür gegossen und angefertigt mit damals modernster Technologie. Auch bis auf den heutigen Tag kann man eine solche Säule nicht nachbauen. Ich habe heute erst gelernt, dass da drinnen eine Stahlstange ist mit Verschraubungen oben und unten, die offenbar der Wirbelsäule im Bau sehr ähnlich ist, also der Struktur, dem Aufbau einer Wirbelsäule, und das kommt nachher auch noch, könnte von großer Bedeutung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun finden sich auf dieser Säule 28 Bilder, Szenen aus dem öffentlichen Leben des Christus Jesus, von der Jordan-Taufe unten angefangen bis oben der Einzug nach Jerusalem auf dem Esel, und da beginnt jetzt schon das Problem. Auf der öffentlichen Website steht 28 Bilder, jetzt habe ich da noch aus zwei anderen Büchern, vielleicht kannst du das mal rumgeben, habe ich diesen Ablauf, was Sie hier auch sehen, also das ist der Ablauf der Säule, wenn man die entwickeln würde, auseinanderwickeln, und dann würde man diese ganzen Bilderfolgen hier sehen. Und verschiedenste Menschen haben verschiedene Anzahlen von Bildern dieser Säule zugeordnet. Die einen sagen 24, 26, 28, 33, 31, und das ist bereits das Problem. Man möchte genauso wie bei der Tür scharf umrissene Bilder haben, aber das ist gar nicht der Fall. Bei der Säule gehen die Bilder alle ineinander über, man kann gar nicht genau sagen, wo beginnt das eine und wo hört das andere Bild auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Beweglichkeit, die, so beschreibt eben Rudolf Steiner das, bei dem weiblichen Denken zu finden sei. Daher ist das Weibliche im Allgemeinen trotz der leichteren Beweglichkeit oder gerade wegen dieser leichteren Beweglichkeit mit einem größeren Maß von Verstand, mit weiteren Begriffen eben, und sogar mit einer größeren Zahl von Begriffen ausgestattet als das Männliche. Das wird geben, dass das Weibliche innerhalb dieser Bewegung die Dinge so vorbringen wird, dass man mehr das Gefühl hat des Spirituellen, und dass das Männliche gerade in dieser Bewegung es so vorbringen wird, dass man mehr das Gefühl der Festigkeit hat. Aber wenn nun wirklich beide zusammenwirken, dann wird gerade im Gemeinschaftsleben etwas außerordentlich Harmonisches herauskommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwischenruf:&#039;&#039;&#039; Ach, du könntest sie projizieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, wunderbar. Ja, gleich, noch nicht jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und der Zwischenkieferknochen 00:16:21 ===&lt;br /&gt;
Ich hatte gerade schon gesagt, dass ich nicht der Meinung bin, dass die Männer nur so denken und die Frauen nur so denken, sondern dass beide beides können. Und als wunderbares Beispiel dafür ist für mich Goethe. Goethe hat in einer Weise gedacht und geschrieben, die aus meiner Sicht absolut weiblich bezeichnet werden kann. Und ich habe einmal seine Abhandlung über den Zwischenkieferknochen untersucht, linguistisch untersucht, also die Sprache untersucht, und man wird finden, dass er da versucht hat, sowohl männliches wie weibliches Denken abzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er hat, das wisst ihr vielleicht alle, er hat den Zwischenkieferknochen beim Menschen gefunden, hat viele Schädel untersucht und hat die Suturen hier am Oberkiefer deutlich auch bei Menschenschädeln gefunden, bei kranken Menschenschädeln öfter, aber er hat gesehen, das Tier unterscheidet sich nicht vom Menschen dadurch, dass das Tier ein Os intermaxillare hat und der Mensch nicht, sondern Tier und Mensch haben, wir würden sagen selbstverständlich, dieselben Knochen. Aber in der damaligen Wissenschaft wurde das so gesehen. Also man merkt an solchen Geschichten auch, wie die heutige Wissenschaft auch irgendwann mal überholt sein wird. Was wir heute denken, wird in 100 Jahren wieder Vergangenheit sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall hat er sich unglaublich gern beschäftigt mit der Anatomie, das war sein Lieblingsstudium, und er hat sich selber eigentlich mehr als Wissenschaftler denn als Künstler betrachtet, hat also diesen Zwischenkieferknochen gesucht und auch gefunden und eine Abhandlung darüber geschrieben. Und in dieser Abhandlung gibt es einen Mittelteil, der ganz und gar, ich sag mal, männlich, analytisch beschrieben ist, wo die ganze Nomenklatur der einzelnen Knochen aufgelistet ist, unglaublich klar und strukturiert, und dann gibt es einen Anfangs- und einen Endteil, wo er, man würde sagen, künstlerisch das Problem betrachtet, die Verbindung von dem Menschen und dem Tier durch den gemeinsamen Zwischenkieferknochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich lese Ihnen ein paar Wortbeispiele vor. Man nennt diese Worte, die ich jetzt gleich lesen werde, auch Synonyme, obwohl das nicht ganz stimmt. Es sind nicht wirklich Synonyme, es sind bedeutungsähnliche Worte, und zwar beschreibt er, wie ein Tier die Nahrung abrupft, anfasst, ergreift, abnagt, zerschneidet, sich zueignet, also ein ganz vielgestaltiges Bild. Er nimmt ganz viele Verben, Synonyme, Variationen kann man das nennen, und genauso macht er das mit diesem scheinbar ganz harten Zwischenkieferknochen, der so fest ist, dass man ihm gar nicht zutrauen würde, wie beweglich er durch die Sprache Goethes wird. Also das Os intermaxillare schiebt sich hinein zwischen die beiden Hauptknochen, verändert sich, indem es sich vorwärts streckt oder sich zurückzieht, es verbindet sich nach den Seiten, es bildet selbst neue morphologische Details, Teile des Knochens können zusammenfließen oder gar verschwinden, er kann vorgeschoben erscheinen oder sich zurückziehen oder verweben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er benutzt eine ganz lebendige Sprache, um auch der Sache ganz gerecht zu werden, denn selbstverständlich, auch ein Knochen ist gewachsen und nicht einfach starr. Also scharfe Begriffe versus bewegliche Begriffe, das konnte bereits Goethe, und jetzt erstaunt es vielleicht wenig, dass dieser Artikel über den Zwischenkieferknochen nicht anerkannt wurde, und zwar nicht, weil der Inhalt nicht stimmte, sondern weil seine Sprache nicht stimmte. Er hat also eine falsche Sprache benutzt, er hätte vielleicht mit einer anderen Sprache mehr Erfolg gehabt. Er hat sowohl Männliches wie Weibliches in diesem Zwischenkieferknochen-Aufsatz bewegt. Kommt noch hinzu, aber das ist noch ein anderer Punkt, den ich jetzt nicht weiter ausführe, dass die Erwartungshaltung seiner Zuhörer natürlich war, dass er Dichter ist, er muss also auch dichtere Sprache schreiben, und diesen wirklich sehr guten Mittelteil hat man als schulfüchsisch dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall hat er, so wie der Bischof Bernward versucht, sogar in einem ganz kleinen Aufsatz, ein kleines Kunstwerk, sowohl das männliche wie das weibliche Denken und Sprechen zur Veranschaulichung seines Fundes zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der viele Standpunkt: um die Säule herumgehen 00:21:35 ===&lt;br /&gt;
Also, scharfe Begriffe, bewegliche Begriffe. Wir haben hier eine Dualität, wir haben zwei Seiten, wir haben den einen Standpunkt, wenn man vor der Tür steht. Wenn man vor der Säule steht, kann man die Bilder nicht anschauen, wenn man auf einem Standpunkt bleibt. Man muss viele, viele, viele Standpunkte haben, man muss sich um die Säule herum bewegen, damit man die Bilder überhaupt sehen kann. Und das ist natürlich in einer Diskussion gar nicht so leicht, wenn man dauernd seinen Standpunkt verändert. Und trotzdem ist es wichtig, dass man das kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gucken wir jetzt kurz den Film. Den habe ich vor ein paar Tagen bekommen, ein Film, wo jemand, eine Frau übrigens, um die Säule herumläuft, um diese ganzen Bilder zu sehen. Kommt es? Also jetzt ist das Licht vielleicht etwas hell, aber vielleicht sehen Sie es doch. Der Film geht anderthalb Minuten ungefähr. Und wenn Sie genau hinhorchen, hören Sie sogar die Schritte. Auf diese Weise können Sie auch mal, selbst wenn Sie nicht in Hildesheim sind, die Säule erleben ein wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip sind es unendlich viele Standpunkte, die man da einnehmen muss, weil das Bild sich natürlich auch verändert durch die Perspektive. Man geht die ganze Zeit um die Säule herum, verändert ständig den Standpunkt und muss sogar noch ein bisschen nach außen gehen und den Blick auch noch nach oben wenden. Das heißt, wir sind als Menschen in einer unglaublichen Bewegung im Kreis herum, wie eine Spirale, eigentlich wie so eine Art Strudel, der sich nach oben öffnet. Wir gehen nach außen, wir gehen mit unserem Blick nach oben, und immer wieder gehen wir im Kreis herum. Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich ist das eine unglaubliche Veranschaulichung dessen, was ich als weibliches und männliches Denken von Rudolf Steiner jetzt begriffen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gute als Mitte zwischen zwei Bösen 00:25:14 ===&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass eine Ursache für dieses Verschwimmen von männlich und weiblich die Meinung ist, und das wissen Sie alle natürlich ganz gut, dass das Böse das Gegenteil des Guten sei. Und das ist natürlich weiterhin auch in unserem Verständnis noch so, aber durch die Anthroposophie sind wir darauf hingewiesen worden, dass das Gute eigentlich die Mitte ist zwischen zwei Bösen. Wir nennen es das Ahrimanische und das Luziferische. Und es ist gar nicht so, dass Rudolf Steiner der erste Anthroposoph war, sondern eigentlich war das Bischof Bernward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kannst du das mal verteilen, bitte? Und eins behalte ich mir. Möglichst schnell vielleicht in mehreren Reihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Sie bekommen jetzt ein Foto von dem ersten Bild, das auf der Tür — nee, das ist nicht das erste Bild, das dritte Bild —, was auf der Tür hier zu sehen ist. Da sehen Sie den Sündenfall, die Sonderung, die Absonderung. Das ist ja auch immer so, dass man das Wort Sünde oder Sündenfall schon fast nicht mehr benutzen kann als Wort, weil es so veraltet scheint. Aber es heißt eigentlich nichts anderes, als dass wir in die Einseitigkeit gefallen sind, in die Absonderung. Und der Beginn dieser Absonderung ist der sogenannte Sündenfall im Paradies, wo Eva dem Adam eine Frucht gibt, einen Apfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dieses Bild einmal ganz genau betrachten, was sehen Sie da? Also Sie sehen Adam, Sie sehen Eva, und Sie sehen, wie der Apfel in einer Art Comic von der Pflanze oben, die schon etwas Tierisches eigentlich hat, heruntergeworfen wird. Da ist ein zweiter Apfel, ein dritter Apfel im Mund der Schlange, die Sie hoffentlich auf der rechten Seite sehen und entziffern, erkennen können. Eine Schlange gibt den Apfel weiter in die linke Hand der Eva, in die rechte Hand der Eva, und Adam nimmt den Apfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun findet man aber auf der linken Seite noch ein Wesen im Paradies. Die Schlange ist nicht das einzige Wesen. Es gibt noch ein anderes Wesen, und wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie das oben links, sehen Sie das alle? Eine Art drachenartiges, hundeartiges Wesen, auf Kopfhöhe ungefähr von dem Adam. Und wenn man im Internet guckt, nach diesem Bild sucht, dann habe ich es auch schon gefunden, dass das hier einfach abgeschnitten wurde, weil nichts sein kann, was nicht sein darf, und einfach geschrieben wurde, die Schlange verführt Eva. Steht dann unter dem Bild drunter. Also weil dieses Wesen passt einfach nicht in das übliche Verständnis des Sündenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf dem zweiten Bild, was jetzt gerade verteilt wird, das ist das Folgebild, da kommt der Gottvater zu Adam und Eva, sie sind nackt, merken zum ersten Mal, dass sie nackt sind, verstecken sich, und er fragt wahrscheinlich, wer hat von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen — ich war es nicht, ich war es auch nicht, es war der da. Und sie zeigt auf ein Wesen, das eindeutig keine Schlange ist, sondern ein drachenähnliches Wesen, das ungefähr so aussieht wie im Vorbild, das oben links seiende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schon bei Bischof Bernward kann man diese Trennung des Bösen in Ahrimanisches und Luziferisches sehen, und besonders interessant ist, dass eben dieses, ich würde sagen, ahrimanische Wesen auf der Kopfhöhe des Adam sitzt und die Schlange auf Herzhöhe der Eva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Trausakrament: das Männliche und das Weibliche 00:30:40 ===&lt;br /&gt;
Ganz viele von uns allen können mit dem Trausakrament in der Christengemeinschaft nicht so viel anfangen, weil es eben dieses Männliche und Weibliche in einer Polarität darstellt, die ganz schwer zu verstehen ist. Und dennoch habe ich gemerkt, dass mit dieser Bilderfolge des Bischofs Bernward eine wesentliche Stelle viel einleuchtender und verständlicher wird. Denn wenn das wahr ist, was auf diesem Bild dargestellt wird, dann spricht das Ahrimanische eher zu dem Geistigen im Männlichen, das Luziferische zum Herzen, zum Seelischen bei dem Weiblichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Adam und Eva sind Urbilder, wir können einfach allgemein sagen, männlich-weiblich. Und da heißt es bei uns im Trausakrament, der Mann oder das Männliche, ich versuche das mal auch in dieser Weise zu erweitern, leuchtet dem Weiblichen voran mit dem Lichte, das der Wiedererstandene in dem Geiste des Männlichen leuchten lässt. Also das Geistige des Männlichen wird besonders verführt durch das Ahrimanische. Und da ist es ganz wichtig, dass der Auferstandene Einzug hält in dieses Geistige, weil es dann sozusagen den Widersacher fernhalten kann. Und das Weibliche möge dann folgen dem Männlichen in dem Lichte, das der Wiedererstandene, der Auferstandene in der Seele des Weiblichen leuchten lässt. Also hier, wenn da der Auferstandene leuchtet, da, wo die größte Versuchung ist für uns, naja, Männer und Frauen, die das Weibliche in sich tragen, dann — jetzt habe ich den Anfang des Satzes vergessen —, also dann wird es ganz schwierig, wenn wir da nicht den Auferstandenen in uns tragen, in unserem Herzen, in unserem Seelischen. Und beim Männlichen ist es eben ganz wichtig, dass der Auferstandene in unserem Geistigen leuchten möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also es geht eigentlich darum, heil zu werden, ganz zu werden, indem wir diese beiden Aspekte vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum Bernward es in Bildern sagte 00:33:16 ===&lt;br /&gt;
Und man kann sich ja fragen, warum hat Bischof Bernward das nicht auch deutlich sagen können? Er hat es ja in der Bildersprache gesagt, und er hat dann tatsächlich auch noch hier in diesem Bereich eine Schrift anbringen lassen, die lateinisch ist, aber auf Deutsch übersetzt lautet, im Jahre des Herrn 1015 ließ Bischof Bernward seligen Angedenkens diese gegossenen Türflügel an der Fassade des Engeltempels zu seinem Gedächtnis aufhängen. Und auch darüber wurden viele Bücher geschrieben, man kann sich fragen, warum hat er denn das noch extra geschrieben, und zwar in dieser Doppelheit, also seligen Angedenkens. Natürlich denkt man an ihn, diese ganzen Kunstwerke, die Michaeliskirche selber, die führen natürlich dazu, dass wir Bischof Bernward niemals vergessen werden. Und trotzdem steht das extra, und es war ihm anscheinend wichtig, dass er da schreibt, also im Jahre des Herrn 1015 ließ er, Bischof Bernward, seligen Angedenkens, diese gegossenen Türflügel zu seinem Gedächtnis aufhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich vermute, um das Denken, um seine Art zu denken, den Menschen für tausende von Jahren sichtbar zu machen. Denn er hat die Fähigkeit, in zweifacher Weise zu denken. Er kann so denken, und er kann so denken. Und das ist eigentlich auch das Ziel von uns Menschen, dass wir lernen, das, was uns fehlt, immer weiter zu entwickeln. Und es ist überhaupt nicht so, dass das an Mann oder Frau gebunden wäre. Es gibt viele Frauen, die wunderbar exakt denken können, analytisch hervorragend, und es gibt viele Männer, die ausgezeichnet weiblich denken können, die Künstler alle, sind sehr gute Denker in dieser weiblichen Methode. Und er hat sozusagen doppelt jetzt auf dieses Denken hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er ließ diese Türflügel aufhängen, seligen Angedenkens, zu seinem Gedächtnis. Und zwar an der Fassade des Engeltempels. Der Engeltempel ist eindeutig die Michaeliskirche, obwohl heute gesagt wird, dass es der Dom sei. Also Bischof Bernward war einer, der wirklich mit Hingabe seine Mönche schulen wollte. Und die Michaeliskirche hat er gebaut, als Benediktinerkloster eigentlich, um dort den Mönchen diese Art des Denkens, meine Interpretation, beizubringen. Und ich vermute, dass diese Türen eben an der Fassade hätten sein sollen. Und wenn man durch diese Türen hindurchgeht, die zweigeteilt sind, also ich sage mal polares Denken auch, Polaritäten, gespiegeltes Denken. Wenn man da hindurchgeht, dann kommt man hinein und findet eine Säule, die nichts trägt, außer ein Kreuz. Das Kreuz wurde leider eingeschmolzen, um Kanonen daraus zu machen, das sieht man nicht mehr. Aber die Säule wurde nochmal gerettet und wird vielleicht auch noch weitere tausend Jahre bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Jordan-Taufe: der Christus zieht in den Jesus ein 00:37:24 ===&lt;br /&gt;
Ja, und wenn man dann sich hineinversetzt, wie die Mönche damals nicht nur gebetet, sondern auch meditiert haben, dann beginnt es ja damit, dass sie dieses Denken, dieses eher weibliche Denken, haben lernen müssen, indem sie erst einmal sich beugten. Denn sonst hätten sie das Bild ganz unten nicht sehen können. Das erste Bild, was man sieht, ist dieses hier. Das erste Bild ist die Jordan-Taufe. Und diese Jordan-Taufe passt natürlich zu unserer jetzigen Zeit, denn bald wird Johanni sein. Da ist ein Kind dargestellt, das wird von Johannes dem Täufer getauft, also Jesus, obwohl er ja schon 30 Jahre alt ist zu diesem Zeitpunkt. Daneben steht eine Figur, die die Forschung nicht richtig zuordnen kann. Sie könnte der Evangelist Johannes sein. Und aus seinem Rücken hervor entwickelt sich jetzt diese ganze, also wie aus dem Unbewussten nach hinten, diese ganze Bilderfolge dieser Säule, die ganzen drei Jahre des Christus-Jesus-Lebens bis zum Einzug nach Jerusalem am Palmsonntag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann blickt man hinauf zu diesem Kreuz, das oben steht. Man wird dann finden, wenn man hier ein bisschen weiter schaut, dass dieses kleine Kind auf einmal ein erwachsener Mann ist, mit einem Bart. Er hat auch diesen Nimbus mit dem Kreuz hier dran. Es ist eindeutig die gleiche Person. Und da wird auch deutlich, das hat auch der Bischof Bernward scheinbar schon genauso gesehen, dass mit der Jordan-Taufe der Christus einzieht in den Jesus, dass da eine völlige Verwandlung des Jesuswesens stattfindet, die er darstellt, indem ein erwachsener Mann nach der Jordan-Taufe aus dem Wasser steigt, was vorher noch ein Kind war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sophia bei der Schöpfung 00:39:41 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich überlege gerade, ob ich Ihnen noch einen ganz anderen Aspekt zumute, des Weiblichen. Aber es ist noch ein kleines bisschen Zeit. Im oberen Bild gibt es, vielleicht das auch mal verteilen, da gibt es die Schöpfung. Und merkwürdigerweise bildet der Schöpfer den Menschen, und ein weibliches Wesen steht bereits daneben und ist schon geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also in dieser Kirche, in der wir hier sitzen, das ist die Sophiakirche, wurde zur Einweihung der Sophiakirche ein Vortrag gehalten von Michael Debus, der darauf hingewiesen hat, dass im Alten Testament bereits von einem weiblichen Wesen die Rede ist vor aller Schöpfung. Und dieses Wesen ist die Weisheit, die Sophia. Und es könnte sein, dass dieses Wesen bereits anwesend ist bei der Schöpfung und beobachtet und spiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, Sie kennen das ja mit dem Spiegel. Man sagt ja oft, dass die Frauen diejenigen sind, die zu oft in den Spiegel schauen, aber man könnte auch sagen, die Männer schauen nicht oft genug. Und dieser Spiegel, das ist eben die Aufgabe der Sophia. Sie spiegelt den Schöpfungsvorgang, und ohne diese Spiegelung wäre die Schöpfung gar nicht vollständig. Es muss ein Wesen da sein, das im Bewusstsein reflektierend, spiegelnd aufnimmt den Schöpfungsvorgang. Und das macht dieses Wesen. Sie schaut, sie schaut hin, wie der Schöpfer sich beugt, um den Menschen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, im Alten Testament heißt es dazu, von Sophia selbst gesprochen, von der Weisheit, der Herr hat mich geschaffen als Anfang seiner Wege. Also sie war vor der Schöpfung schon da. Sie ist geschöpft und doch nicht geschöpft. Denn die Sophia ist beweglicher als alle Bewegung. In ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles. Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers. Darum fällt kein Schatten auf sie. Sie ist der Widerschein des ewigen Lichtes, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Bewusstseinskraft, die wir auch nennen Heiliger Geist oder die zumindest mit dem Heiligen Geist sehr viel zu tun hat. Diese Spiegelungskraft, von der auch im Trausakrament gesagt wird, es schaut eines Gottesgeist auf die Verbindung des Getrennten zum Einenden. Diese spiegelnde Kraft ist notwendig, damit überhaupt die Trauung stattfindet, damit Schöpfung überhaupt stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Christus als androgynes Wesen 00:43:34 ===&lt;br /&gt;
Und natürlich, ich sage jetzt mal, das ist weiblich. Und natürlich ist der Vater, auf die Frage der Kinder, von der ich ausgegangen bin, der Vater ist natürlich männlich, der bleibt auch männlich. Aber was ist dann der Christus? Heißt natürlich, gibt es den männlichen Artikel im Deutschen. Aber Aufschluss gibt uns hierüber natürlich ein wunderbares, man kann gar nicht sagen ein Satz, sondern eine Gebärde in dem Text der Kommunion, wie wir ihn aus der Menschenweihehandlung kennen. In der Kommunion, wo sozusagen alles zusammenkommt, wo die Polaritäten sich vereinen, da heißt es, zu dem Christus gesprochen, der du das Leben der Welt tragest und ordnest, wie du es vom Vater empfängst und durch den Geist gesund machest in allen folgenden Zeitenkreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Christus hat die Fähigkeit zu tragen und zu empfangen. Das ist ganz und gar weiblich. Er ist mitnichten männlich, oder, ich muss genauer sagen, nicht nur männlich. Er hat weibliche Fähigkeiten. Tragen, ich trage mein Kind unter dem Herzen. Ich empfange es, aber er kann auch ordnen. Er kann das Leben ordnen. Er ist der Herr des Schicksals, der unser Leben ordnet, und gesund machen. Das heißt, er hat die Fähigkeit, dem Vater gegenüber sich weiblich zu verhalten und dem Heiligen Geist gegenüber sich männlich zu verhalten. Er ist also androgyn, der du das Leben der Welt tragest und ordnest, wie du es vom Vater empfängst und durch den Geist gesund machest in allen folgenden Zeitenkreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So könnte ich den Kindern also in der Zukunft immer sagen, nein, es ist nicht so. Es ist gar nicht so, dass wir im Christentum alles männlich haben, sondern wir haben das Männliche, wir haben das Weibliche, und wir haben das Androgyne, und das ist letztlich das, wohin wir Menschen in unserer Entwicklung hinstreben. Wir wollen beide Seiten in uns entwickeln, und wenn wir einem Aspekt der Welt begegnen, der männlich ist, dann ergänzen wir den mit unserer weiblichen Seite, und wenn wir einem Aspekt begegnen, der weiblich ist, dann reagieren wir mit unserer männlichen Seite, sodass es ein Ganzes wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auferstandene und die drehende Bewegung 00:46:42 ===&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich leider, weil unser Computer, obwohl er neu ist, nicht richtig gedruckt hat, nur ganz wenige Blätter, aber vielleicht können nur vier Leute da gemeinsam mal reingucken. Ich verteile gerade das Bild hier oben rechts, da geht es um den Auferstandenen, er hält seine Hand, wie muss man das machen, so zu einer weiblichen Person, man vermutet Maria Magdalena, also er verdreht sich total so, und man kann eigentlich denken, dass er sich jetzt immer weiter dreht und dreht und dreht und dadurch die Menschen mit sich nimmt, auf diesem Weg in dem Fall eine weibliche Qualität, also der Auferstandene, deswegen nennt man die nicht nur Bernwardsäule, man nennt die auch Christussäule, diese Säule hier. Und ich habe den Eindruck, dass hier der Übergang auch geschaffen wurde, indem das letzte Bild auf der Tür eigentlich darstellt, die ganze Säule, die dann im Innenraum der Kirche zu finden gewesen wäre oder auch zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Lesung aus dem Johannes-Evangelium 00:48:35 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube, es gäbe zwar noch vieles zu sagen, aber ich glaube, in dieser Eindeutigkeit würde ich es gerne stehen lassen, vielleicht kann ich noch das eine Zitat am Ende Ihnen vorlesen aus dem Evangelium des Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mir dienen will, muss mir auf meinem Wege folgen. Da, wo ich bin, muss auch der sein, der mir dienen will. Und den, der mir dient, wird mein Vater ehren. Jetzt ist meine Seele voll tiefer Erschütterung. Was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde. Aber um dieses Geschehens willen musste ich ja in diese Stunde kommen. Vater, offenbare deinen Namen. Da ertönte eine Stimme aus dem Himmel. Ich habe deine Geistgestalt geoffenbart und werde sie von Neuem offenbaren. Das Volk, das dabeistand und zuhörte, sprach, es hat gedonnert. Andere sprachen, ein Engel hat zu ihm gesprochen. Jesus aber sprach, nicht um meinetwillen ließ diese Stimme sich vernehmen, sondern um euretwillen. Dies ist die Stunde der Entscheidung für die ganze Welt. Der Herrscher dieser Welt wird ausgestoßen werden. Und wenn ich erhöht bin in dem Kreuz, wenn ich erhöht bin aus dem Erdensein, so werde ich alle zu mir emporziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, vielen Dank. Vielleicht müsste man noch eine Sache sagen. Der Titel, den Titel hätte ich ändern müssen. Das müsste nicht heißen, die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum, sondern die Notwendigkeit, das Weibliche und Männliche in ihrer Unterschiedlichkeit im Christentum zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Die_Notwendigkeit_des_Weiblichen_im_Christentum_-_ein_Vortrag_von_Ute_Lorenz,_2026&amp;diff=32130</id>
		<title>Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum - ein Vortrag von Ute Lorenz, 2026</title>
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		<updated>2026-07-09T14:35:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Rohtext Claude Opus 4.8 Extra&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ute Lorenz 2026-6-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=P9Q9yaBjxd8|thumb| Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum von Ute Lorenz in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 18. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=P9Q9yaBjxd8 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 18. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurze Rückmeldung, bevor ich das lektoriere: Dieser Vortrag von Ute Lorenz ist ein &#039;&#039;&#039;Einzelvortrag&#039;&#039;&#039; (eine Sprecherin durchgehend), mit ein paar kurzen Zwischenrufen aus dem Publikum bzw. Regieanweisungen an eine helfende Person (&amp;quot;kannst du das mal verteilen&amp;quot;, &amp;quot;könntest du sie projizieren&amp;quot;). Nach dem etablierten Schema behandle ich das wie bei Rheinheimer: keine durchgehende Sprecher-Kennzeichnung nötig, nur die wenigen fremden Einwürfe werden gekennzeichnet. Hier ist die lektorierte Fassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
Jetzt kann es losgehen. Herzlich willkommen zum heutigen Abend über die Notwendigkeit des Christentums, des Weiblichen im Christentum, so könnte man es jedenfalls formulieren. Und ich habe mir überlegt, dass die Kunstwerke des Bischofs Bernward ein wunderbarer Fingerzeig sind, um diese Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum anfänglich zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich ja fragen, wie kommt man auf ein so merkwürdiges Thema, überhaupt über Weiblichkeit sprechen zu wollen, das auch noch in der Christengemeinschaft. Das Grundlegende bei uns ist ja eigentlich immer, dass wir auf das Menschsein und das Menschwerden schauen und nicht so sehr auf das Männliche oder Weibliche. Und doch als Priesterin der Christengemeinschaft fühle ich mich so verpflichtet, dieser Frage nachzugehen, weil ich in der Schule immer wieder von Schülern und Schülerinnen die Frage gehört habe, warum ist alles so männlich im Christentum? Es gibt den Vater und den Sohn, und es gibt den Heiligen Geist. Warum? Und das hat mich nicht losgelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anlass war also diese immer wieder neugierige Frage der Kinder, und der eigentliche Grund, warum ich länger über das Thema nachdenken wollte, war, dass ich den Eindruck habe, dass die Gleichstellung der Frau in der Welt zwar scheinbar schon ziemlich weit vorangeschritten ist. In fast allen Berufen sind Frauen, die früher typische Männerberufe waren, also in der Wissenschaft, in der Politik, überall sind Frauen, und doch habe ich den Eindruck, dass das Weibliche nicht Einzug gehalten hat in die Berufe, nur die Frauen. Und deswegen ist mir natürlich die Frage, was ist eigentlich männlich und was ist weiblich? Und das möchte ich mit Ihnen gemeinsam heute Abend untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich bin überzeugt, dass erst, wenn wir diese Unterschiede erkennen, dass wir dann erst beurteilen können, ob das eine oder das andere in unserer Welt dominant sind. Ja, und ich glaube auch, dass wir das erkennen müssen, damit wir überhaupt lernen, wirklich Mensch zu werden. Denn alles, was wir nicht mit unserem Bewusstsein erfassen, das schlüpft uns durch die Finger, und es ist wie so eine Art Augenwischerei. Wir denken Parität, überall sind Frauen in sämtlichen Berufen, und merken nicht, dass die eigentliche Gleichberechtigung noch immer auf sich warten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steiner zur Frauenfrage: das Weibliche in die Kultur tragen 00:03:11 ===&lt;br /&gt;
Als Ausgangspunkt des heutigen Abends möchte ich eine Aussage von Rudolf Steiner nehmen, die mir ungeheuer wichtig ist und die aus meiner Sicht viel zu wenig beachtet wurde. Und ich möchte gerne zitieren aus den Gesprächen, die er mit den damals werdenden Priestern hatte und wo es um die sogenannte Frauenfrage geht. Das war vor 100 Jahren nämlich so, dass es überhaupt nicht selbstverständlich war, dass Frauen Priester werden können. Heute fragt man sich jetzt, außer in der katholischen Kirche, das ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen auch in alle Berufe, auch in den Priesterberuf gehen könnten, aber damals war das durchaus nicht so. Und auf die Frage, dürfen Frauen Priester werden, hat er verschiedene kleine Andeutungen gemacht, die ich jetzt gleich zitieren werde. Also Sie brauchen etwas Geduld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, dann wäre ja die Frage des Mittuns der Frau. Wie beteiligt sich nun die Frau? Wir dürfen da nicht nur fragen, ob sich die Frau beteiligt, sondern wie beteiligt sich die Frau am besten? Ich muss doch sagen, dass von einem gewissen Gesichtspunkt aus das ganze Anfassen der Frauenfrage ein falsches ist, denn die Frauen haben eigentlich nicht dasjenige, was sie von sich aus in die Zivilisation und Kultur hineintragen können, hineingetragen, sondern sie haben die Männerkultur angenommen, sind Mediziner geworden, wie die Medizin von Männern eingerichtet worden ist. Sie sind Philologen geworden, wie das Philologische von Männern eingerichtet worden ist. Also da haben die Frauen nicht dasjenige, was sie in Kleidern hinzutragen können, hinzugetragen, sondern sie haben Hosen angezogen und haben diese Emanzipation vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu muss ich ganz was Wichtiges ergänzen. Sie merken vielleicht, dass Steiner hier in Bildern spricht. Selbstverständlich meint er mit Röcken und Kleidern nicht Röcke und Kleider, sondern er meint das Weibliche. Und er spricht, wenn er von Mann und Frau spricht, auch nicht von Mann und Frau, sondern ich vermute, er spricht von dem Männlichen und dem Weiblichen, das aus meiner Sicht sowohl in einem Mann wie in einer Frau sich ausdrücken kann. Ich kann Ihnen das nicht menschenkundlich erklären, denn selbstverständlich weiß ich von dem Gedanken, dass der Ätherleib des Mannes weiblich und der Ätherleib der Frau männlich sei und dass die beiden Ätherleiber Grundlage des Denkens sind. Und dennoch möchte ich jetzt mal die These vertreten, dass das Männliche und Weibliche in beiden Geschlechtern anzutreffen ist und dass Rudolf Steiner hier, wenn er von Mann und Frau urbildlich spricht, das auch meint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns durchaus klar sein, dass die Mitwirkung der Frauen so bestehen muss, dass die Frauen eben nicht einfach die Hosen anziehen, bildlich, sondern dass die Frauen wirklich dasjenige, Sie werden natürlich verstehen, dass das nur ein Bild ist, dass die Frauen tatsächlich dasjenige bringen, was in Kleidern gebracht werden kann, nicht in Hosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es geht nicht um das Ob, sondern es geht um das Wie. Das Ob, das stellte sich tatsächlich auch für viele männliche Kollegen als die eigentliche Frage. Es wurde sogar diskutiert, ob die Frau, wenn sie überhaupt Priesterin werden darf, ob sie zölibatär vielleicht leben sollte. Für Steiner war die eigentliche Frage, wie muss die Frau in sämtliche Berufe hineinziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden ja wohl alle die tiefe Enttäuschung erlebt haben, als die Frau nun sogar im Deutschen Reichstag eingezogen ist und absolut keine irgendwie geartete Änderung durch die Anteilnahme der Frau sich herausgestellt hat. Die Frau, also das Weibliche, müsste gerade ihre Eigenart in die Bewegungen hineintragen und nicht eigentlich sich hineinfinden in dasjenige, was schon gegeben ist durch die Kultur, die ja vor allen Dingen eine Männerkultur ist und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weibliche Begriffe und männliche Begriffe 00:08:01 ===&lt;br /&gt;
Es kommen noch ein paar Zitate. Es handelt sich bei der Frau darum, dass sie vor allen Dingen weibliche Begriffe hat, dass es also durchaus möglich ist, dass die Frau sich aufschwingt zu einem gewissen kongenialeren Verständnis desjenigen, was eben nicht in scharf konturierten Begriffen an die Welt treten kann, weil es eben dann der Wirklichkeit nicht entsprechen können würde. Also das ist jetzt ganz wichtig. Es entspricht nicht der Wirklichkeit, alles mit männlichen Begriffen zu betrachten. Dem Manne oder dem Männlichen ist es außerordentlich schwierig, die Dinge ohne scharf konturierte Begriffe zu fassen. Dadurch wird es ihm nicht leicht, sich in solche Gebiete einzufinden, in denen in weiblichen Begriffen charakterisiert werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So handelt es sich darum, dass allerdings gerade bei der Vergeistigung unserer Kultur die Frau, das Weibliche, wird einen großen Anteil üben müssen. Nur eben wird sie versuchen müssen, dasjenige, was ihr eigenes ist, an weniger scharfer Begriffskonturierung auch scharf geltend zu machen und nicht die Begriffskonturierung der Männer einfach im Studium nachzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, das ist ganz wichtig, weil wir Frauen, wir merken gar nicht den Unterschied zwischen männlichem und weiblichem Denken, weil wir so sehr gelernt haben, mit scharfer Begriffskonturierung zu arbeiten, dass wir alles andere als gar kein richtiges Denken betrachten. Also ein Denken, das nicht in scharfen Begriffen ist, ist kein gutes Denken. Also wir tendieren auch dazu, das zu beurteilen, ob das gut oder nicht gut ist. Unser Denken, unser Sprechen ist so lange einseitig, wie wir eben nur männliches Denken und Sprechen gelten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und was das bedeutet, möchte ich dann nachher an diesen Kunstwerken auch zeigen. Also das, was wir uns merken müssen für den heutigen Abend, scharfe Begriffskonturierung, sagt Rudolf Steiner, sei männlich, und unscharfe Begriffe seien weiblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bernward-Tür: sechzehn scharf konturierte Bilder 00:10:41 ===&lt;br /&gt;
Ich habe Ihnen hier einmal die Bilder, die an der Bernward-Tür zu Hildesheim, die heute im Dom zu sehen ist, Weltkulturerbe, die einzelnen Bilder auch herauskopiert. Sie müssen sich vorstellen, das ist eine Tür, die ist fast fünf Meter hoch, aus Erz gegossen, eine ganz schwere Tür. Sie hat sogar hier diese Löwengriffe, sodass man sie wirklich in den Angeln bewegen kann und öffnen kann. Und auf dieser Tür sehen wir 16 Bilder, scharf konturierte Bilder. Die sind so scharf konturiert, das sieht man hier nicht, dass hier sogar ein Rahmen um jedes Bild herum ist. Also jedes Bild hat einen eigenen Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fängt oben links an, das sind Bilder aus dem Alten Testament, acht Bilder bis nach unten. Also es beginnt mit der Schöpfung, es geht hinunter bis zu dem Moment des Brudermordes, wo Kain den Abel erschlägt. Dann liest man diese Bildergeschichte weiter, indem man hier unten rechts weitergeht, die Verkündigung an Maria, bis nach oben zu dem Auferstandenen, Neues Testament. Alle diese Bilder sind wunderbar deutlich zu sehen, und wenn man vor dieser Tür steht, dann braucht man sich auch nicht bewegen, um alle Bilder zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich ist diese Tür für den Dom gegossen worden durch den Bischof Bernward. Ich habe nachher noch eine andere Theorie. Einige Jahre später gab es dann die Säule, die er auch gegossen hat. Ein wunderbarer Mensch, dieser Bischof Bernward übrigens, weil er nicht nur Priester und Bischof war, sondern eben auch Hand anlegte, sich nicht zu schade war, in die Erzgießereien selber zu gehen und alles handwerklich auch gestaltete, was Sie hier sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Christussäule: achtundzwanzig ineinander übergehende Bilder 00:12:41 ===&lt;br /&gt;
Die Säule, da sind sich die meisten Forscher einig, wurde tatsächlich für die Michaeliskirche, das ist das frühere Benediktinerkloster, das Bischof Bernward selber entworfen hat und baute, wurde dafür gegossen und angefertigt mit damals modernster Technologie. Auch bis auf den heutigen Tag kann man eine solche Säule nicht nachbauen. Ich habe heute erst gelernt, dass da drinnen eine Stahlstange ist mit Verschraubungen oben und unten, die offenbar der Wirbelsäule im Bau sehr ähnlich ist, also der Struktur, dem Aufbau einer Wirbelsäule, und das kommt nachher auch noch, könnte von großer Bedeutung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun finden sich auf dieser Säule 28 Bilder, Szenen aus dem öffentlichen Leben des Christus Jesus, von der Jordan-Taufe unten angefangen bis oben der Einzug nach Jerusalem auf dem Esel, und da beginnt jetzt schon das Problem. Auf der öffentlichen Website steht 28 Bilder, jetzt habe ich da noch aus zwei anderen Büchern, vielleicht kannst du das mal rumgeben, habe ich diesen Ablauf, was Sie hier auch sehen, also das ist der Ablauf der Säule, wenn man die entwickeln würde, auseinanderwickeln, und dann würde man diese ganzen Bilderfolgen hier sehen. Und verschiedenste Menschen haben verschiedene Anzahlen von Bildern dieser Säule zugeordnet. Die einen sagen 24, 26, 28, 33, 31, und das ist bereits das Problem. Man möchte genauso wie bei der Tür scharf umrissene Bilder haben, aber das ist gar nicht der Fall. Bei der Säule gehen die Bilder alle ineinander über, man kann gar nicht genau sagen, wo beginnt das eine und wo hört das andere Bild auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Beweglichkeit, die, so beschreibt eben Rudolf Steiner das, bei dem weiblichen Denken zu finden sei. Daher ist das Weibliche im Allgemeinen trotz der leichteren Beweglichkeit oder gerade wegen dieser leichteren Beweglichkeit mit einem größeren Maß von Verstand, mit weiteren Begriffen eben, und sogar mit einer größeren Zahl von Begriffen ausgestattet als das Männliche. Das wird geben, dass das Weibliche innerhalb dieser Bewegung die Dinge so vorbringen wird, dass man mehr das Gefühl hat des Spirituellen, und dass das Männliche gerade in dieser Bewegung es so vorbringen wird, dass man mehr das Gefühl der Festigkeit hat. Aber wenn nun wirklich beide zusammenwirken, dann wird gerade im Gemeinschaftsleben etwas außerordentlich Harmonisches herauskommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwischenruf:&#039;&#039;&#039; Ach, du könntest sie projizieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, wunderbar. Ja, gleich, noch nicht jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und der Zwischenkieferknochen 00:16:21 ===&lt;br /&gt;
Ich hatte gerade schon gesagt, dass ich nicht der Meinung bin, dass die Männer nur so denken und die Frauen nur so denken, sondern dass beide beides können. Und als wunderbares Beispiel dafür ist für mich Goethe. Goethe hat in einer Weise gedacht und geschrieben, die aus meiner Sicht absolut weiblich bezeichnet werden kann. Und ich habe einmal seine Abhandlung über den Zwischenkieferknochen untersucht, linguistisch untersucht, also die Sprache untersucht, und man wird finden, dass er da versucht hat, sowohl männliches wie weibliches Denken abzubilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er hat, das wisst ihr vielleicht alle, er hat den Zwischenkieferknochen beim Menschen gefunden, hat viele Schädel untersucht und hat die Suturen hier am Oberkiefer deutlich auch bei Menschenschädeln gefunden, bei kranken Menschenschädeln öfter, aber er hat gesehen, das Tier unterscheidet sich nicht vom Menschen dadurch, dass das Tier ein Os intermaxillare hat und der Mensch nicht, sondern Tier und Mensch haben, wir würden sagen selbstverständlich, dieselben Knochen. Aber in der damaligen Wissenschaft wurde das so gesehen. Also man merkt an solchen Geschichten auch, wie die heutige Wissenschaft auch irgendwann mal überholt sein wird. Was wir heute denken, wird in 100 Jahren wieder Vergangenheit sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall hat er sich unglaublich gern beschäftigt mit der Anatomie, das war sein Lieblingsstudium, und er hat sich selber eigentlich mehr als Wissenschaftler denn als Künstler betrachtet, hat also diesen Zwischenkieferknochen gesucht und auch gefunden und eine Abhandlung darüber geschrieben. Und in dieser Abhandlung gibt es einen Mittelteil, der ganz und gar, ich sag mal, männlich, analytisch beschrieben ist, wo die ganze Nomenklatur der einzelnen Knochen aufgelistet ist, unglaublich klar und strukturiert, und dann gibt es einen Anfangs- und einen Endteil, wo er, man würde sagen, künstlerisch das Problem betrachtet, die Verbindung von dem Menschen und dem Tier durch den gemeinsamen Zwischenkieferknochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich lese Ihnen ein paar Wortbeispiele vor. Man nennt diese Worte, die ich jetzt gleich lesen werde, auch Synonyme, obwohl das nicht ganz stimmt. Es sind nicht wirklich Synonyme, es sind bedeutungsähnliche Worte, und zwar beschreibt er, wie ein Tier die Nahrung abrupft, anfasst, ergreift, abnagt, zerschneidet, sich zueignet, also ein ganz vielgestaltiges Bild. Er nimmt ganz viele Verben, Synonyme, Variationen kann man das nennen, und genauso macht er das mit diesem scheinbar ganz harten Zwischenkieferknochen, der so fest ist, dass man ihm gar nicht zutrauen würde, wie beweglich er durch die Sprache Goethes wird. Also das Os intermaxillare schiebt sich hinein zwischen die beiden Hauptknochen, verändert sich, indem es sich vorwärts streckt oder sich zurückzieht, es verbindet sich nach den Seiten, es bildet selbst neue morphologische Details, Teile des Knochens können zusammenfließen oder gar verschwinden, er kann vorgeschoben erscheinen oder sich zurückziehen oder verweben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er benutzt eine ganz lebendige Sprache, um auch der Sache ganz gerecht zu werden, denn selbstverständlich, auch ein Knochen ist gewachsen und nicht einfach starr. Also scharfe Begriffe versus bewegliche Begriffe, das konnte bereits Goethe, und jetzt erstaunt es vielleicht wenig, dass dieser Artikel über den Zwischenkieferknochen nicht anerkannt wurde, und zwar nicht, weil der Inhalt nicht stimmte, sondern weil seine Sprache nicht stimmte. Er hat also eine falsche Sprache benutzt, er hätte vielleicht mit einer anderen Sprache mehr Erfolg gehabt. Er hat sowohl Männliches wie Weibliches in diesem Zwischenkieferknochen-Aufsatz bewegt. Kommt noch hinzu, aber das ist noch ein anderer Punkt, den ich jetzt nicht weiter ausführe, dass die Erwartungshaltung seiner Zuhörer natürlich war, dass er Dichter ist, er muss also auch dichtere Sprache schreiben, und diesen wirklich sehr guten Mittelteil hat man als schulfüchsisch dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jeden Fall hat er, so wie der Bischof Bernward versucht, sogar in einem ganz kleinen Aufsatz, ein kleines Kunstwerk, sowohl das männliche wie das weibliche Denken und Sprechen zur Veranschaulichung seines Fundes zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der viele Standpunkt: um die Säule herumgehen 00:21:35 ===&lt;br /&gt;
Also, scharfe Begriffe, bewegliche Begriffe. Wir haben hier eine Dualität, wir haben zwei Seiten, wir haben den einen Standpunkt, wenn man vor der Tür steht. Wenn man vor der Säule steht, kann man die Bilder nicht anschauen, wenn man auf einem Standpunkt bleibt. Man muss viele, viele, viele Standpunkte haben, man muss sich um die Säule herum bewegen, damit man die Bilder überhaupt sehen kann. Und das ist natürlich in einer Diskussion gar nicht so leicht, wenn man dauernd seinen Standpunkt verändert. Und trotzdem ist es wichtig, dass man das kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht gucken wir jetzt kurz den Film. Den habe ich vor ein paar Tagen bekommen, ein Film, wo jemand, eine Frau übrigens, um die Säule herumläuft, um diese ganzen Bilder zu sehen. Kommt es? Also jetzt ist das Licht vielleicht etwas hell, aber vielleicht sehen Sie es doch. Der Film geht anderthalb Minuten ungefähr. Und wenn Sie genau hinhorchen, hören Sie sogar die Schritte. Auf diese Weise können Sie auch mal, selbst wenn Sie nicht in Hildesheim sind, die Säule erleben ein wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Prinzip sind es unendlich viele Standpunkte, die man da einnehmen muss, weil das Bild sich natürlich auch verändert durch die Perspektive. Man geht die ganze Zeit um die Säule herum, verändert ständig den Standpunkt und muss sogar noch ein bisschen nach außen gehen und den Blick auch noch nach oben wenden. Das heißt, wir sind als Menschen in einer unglaublichen Bewegung im Kreis herum, wie eine Spirale, eigentlich wie so eine Art Strudel, der sich nach oben öffnet. Wir gehen nach außen, wir gehen mit unserem Blick nach oben, und immer wieder gehen wir im Kreis herum. Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich ist das eine unglaubliche Veranschaulichung dessen, was ich als weibliches und männliches Denken von Rudolf Steiner jetzt begriffen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Gute als Mitte zwischen zwei Bösen 00:25:14 ===&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass eine Ursache für dieses Verschwimmen von männlich und weiblich die Meinung ist, und das wissen Sie alle natürlich ganz gut, dass das Böse das Gegenteil des Guten sei. Und das ist natürlich weiterhin auch in unserem Verständnis noch so, aber durch die Anthroposophie sind wir darauf hingewiesen worden, dass das Gute eigentlich die Mitte ist zwischen zwei Bösen. Wir nennen es das Ahrimanische und das Luziferische. Und es ist gar nicht so, dass Rudolf Steiner der erste Anthroposoph war, sondern eigentlich war das Bischof Bernward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kannst du das mal verteilen, bitte? Und eins behalte ich mir. Möglichst schnell vielleicht in mehreren Reihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Sie bekommen jetzt ein Foto von dem ersten Bild, das auf der Tür — nee, das ist nicht das erste Bild, das dritte Bild —, was auf der Tür hier zu sehen ist. Da sehen Sie den Sündenfall, die Sonderung, die Absonderung. Das ist ja auch immer so, dass man das Wort Sünde oder Sündenfall schon fast nicht mehr benutzen kann als Wort, weil es so veraltet scheint. Aber es heißt eigentlich nichts anderes, als dass wir in die Einseitigkeit gefallen sind, in die Absonderung. Und der Beginn dieser Absonderung ist der sogenannte Sündenfall im Paradies, wo Eva dem Adam eine Frucht gibt, einen Apfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie dieses Bild einmal ganz genau betrachten, was sehen Sie da? Also Sie sehen Adam, Sie sehen Eva, und Sie sehen, wie der Apfel in einer Art Comic von der Pflanze oben, die schon etwas Tierisches eigentlich hat, heruntergeworfen wird. Da ist ein zweiter Apfel, ein dritter Apfel im Mund der Schlange, die Sie hoffentlich auf der rechten Seite sehen und entziffern, erkennen können. Eine Schlange gibt den Apfel weiter in die linke Hand der Eva, in die rechte Hand der Eva, und Adam nimmt den Apfel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun findet man aber auf der linken Seite noch ein Wesen im Paradies. Die Schlange ist nicht das einzige Wesen. Es gibt noch ein anderes Wesen, und wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie das oben links, sehen Sie das alle? Eine Art drachenartiges, hundeartiges Wesen, auf Kopfhöhe ungefähr von dem Adam. Und wenn man im Internet guckt, nach diesem Bild sucht, dann habe ich es auch schon gefunden, dass das hier einfach abgeschnitten wurde, weil nichts sein kann, was nicht sein darf, und einfach geschrieben wurde, die Schlange verführt Eva. Steht dann unter dem Bild drunter. Also weil dieses Wesen passt einfach nicht in das übliche Verständnis des Sündenfalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf dem zweiten Bild, was jetzt gerade verteilt wird, das ist das Folgebild, da kommt der Gottvater zu Adam und Eva, sie sind nackt, merken zum ersten Mal, dass sie nackt sind, verstecken sich, und er fragt wahrscheinlich, wer hat von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen — ich war es nicht, ich war es auch nicht, es war der da. Und sie zeigt auf ein Wesen, das eindeutig keine Schlange ist, sondern ein drachenähnliches Wesen, das ungefähr so aussieht wie im Vorbild, das oben links seiende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schon bei Bischof Bernward kann man diese Trennung des Bösen in Ahrimanisches und Luziferisches sehen, und besonders interessant ist, dass eben dieses, ich würde sagen, ahrimanische Wesen auf der Kopfhöhe des Adam sitzt und die Schlange auf Herzhöhe der Eva.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Trausakrament: das Männliche und das Weibliche 00:30:40 ===&lt;br /&gt;
Ganz viele von uns allen können mit dem Trausakrament in der Christengemeinschaft nicht so viel anfangen, weil es eben dieses Männliche und Weibliche in einer Polarität darstellt, die ganz schwer zu verstehen ist. Und dennoch habe ich gemerkt, dass mit dieser Bilderfolge des Bischofs Bernward eine wesentliche Stelle viel einleuchtender und verständlicher wird. Denn wenn das wahr ist, was auf diesem Bild dargestellt wird, dann spricht das Ahrimanische eher zu dem Geistigen im Männlichen, das Luziferische zum Herzen, zum Seelischen bei dem Weiblichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Adam und Eva sind Urbilder, wir können einfach allgemein sagen, männlich-weiblich. Und da heißt es bei uns im Trausakrament, der Mann oder das Männliche, ich versuche das mal auch in dieser Weise zu erweitern, leuchtet dem Weiblichen voran mit dem Lichte, das der Wiedererstandene in dem Geiste des Männlichen leuchten lässt. Also das Geistige des Männlichen wird besonders verführt durch das Ahrimanische. Und da ist es ganz wichtig, dass der Auferstandene Einzug hält in dieses Geistige, weil es dann sozusagen den Widersacher fernhalten kann. Und das Weibliche möge dann folgen dem Männlichen in dem Lichte, das der Wiedererstandene, der Auferstandene in der Seele des Weiblichen leuchten lässt. Also hier, wenn da der Auferstandene leuchtet, da, wo die größte Versuchung ist für uns, naja, Männer und Frauen, die das Weibliche in sich tragen, dann — jetzt habe ich den Anfang des Satzes vergessen —, also dann wird es ganz schwierig, wenn wir da nicht den Auferstandenen in uns tragen, in unserem Herzen, in unserem Seelischen. Und beim Männlichen ist es eben ganz wichtig, dass der Auferstandene in unserem Geistigen leuchten möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also es geht eigentlich darum, heil zu werden, ganz zu werden, indem wir diese beiden Aspekte vereinigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum Bernward es in Bildern sagte 00:33:16 ===&lt;br /&gt;
Und man kann sich ja fragen, warum hat Bischof Bernward das nicht auch deutlich sagen können? Er hat es ja in der Bildersprache gesagt, und er hat dann tatsächlich auch noch hier in diesem Bereich eine Schrift anbringen lassen, die lateinisch ist, aber auf Deutsch übersetzt lautet, im Jahre des Herrn 1015 ließ Bischof Bernward seligen Angedenkens diese gegossenen Türflügel an der Fassade des Engeltempels zu seinem Gedächtnis aufhängen. Und auch darüber wurden viele Bücher geschrieben, man kann sich fragen, warum hat er denn das noch extra geschrieben, und zwar in dieser Doppelheit, also seligen Angedenkens. Natürlich denkt man an ihn, diese ganzen Kunstwerke, die Michaeliskirche selber, die führen natürlich dazu, dass wir Bischof Bernward niemals vergessen werden. Und trotzdem steht das extra, und es war ihm anscheinend wichtig, dass er da schreibt, also im Jahre des Herrn 1015 ließ er, Bischof Bernward, seligen Angedenkens, diese gegossenen Türflügel zu seinem Gedächtnis aufhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich vermute, um das Denken, um seine Art zu denken, den Menschen für tausende von Jahren sichtbar zu machen. Denn er hat die Fähigkeit, in zweifacher Weise zu denken. Er kann so denken, und er kann so denken. Und das ist eigentlich auch das Ziel von uns Menschen, dass wir lernen, das, was uns fehlt, immer weiter zu entwickeln. Und es ist überhaupt nicht so, dass das an Mann oder Frau gebunden wäre. Es gibt viele Frauen, die wunderbar exakt denken können, analytisch hervorragend, und es gibt viele Männer, die ausgezeichnet weiblich denken können, die Künstler alle, sind sehr gute Denker in dieser weiblichen Methode. Und er hat sozusagen doppelt jetzt auf dieses Denken hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er ließ diese Türflügel aufhängen, seligen Angedenkens, zu seinem Gedächtnis. Und zwar an der Fassade des Engeltempels. Der Engeltempel ist eindeutig die Michaeliskirche, obwohl heute gesagt wird, dass es der Dom sei. Also Bischof Bernward war einer, der wirklich mit Hingabe seine Mönche schulen wollte. Und die Michaeliskirche hat er gebaut, als Benediktinerkloster eigentlich, um dort den Mönchen diese Art des Denkens, meine Interpretation, beizubringen. Und ich vermute, dass diese Türen eben an der Fassade hätten sein sollen. Und wenn man durch diese Türen hindurchgeht, die zweigeteilt sind, also ich sage mal polares Denken auch, Polaritäten, gespiegeltes Denken. Wenn man da hindurchgeht, dann kommt man hinein und findet eine Säule, die nichts trägt, außer ein Kreuz. Das Kreuz wurde leider eingeschmolzen, um Kanonen daraus zu machen, das sieht man nicht mehr. Aber die Säule wurde nochmal gerettet und wird vielleicht auch noch weitere tausend Jahre bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Jordan-Taufe: der Christus zieht in den Jesus ein 00:37:24 ===&lt;br /&gt;
Ja, und wenn man dann sich hineinversetzt, wie die Mönche damals nicht nur gebetet, sondern auch meditiert haben, dann beginnt es ja damit, dass sie dieses Denken, dieses eher weibliche Denken, haben lernen müssen, indem sie erst einmal sich beugten. Denn sonst hätten sie das Bild ganz unten nicht sehen können. Das erste Bild, was man sieht, ist dieses hier. Das erste Bild ist die Jordan-Taufe. Und diese Jordan-Taufe passt natürlich zu unserer jetzigen Zeit, denn bald wird Johanni sein. Da ist ein Kind dargestellt, das wird von Johannes dem Täufer getauft, also Jesus, obwohl er ja schon 30 Jahre alt ist zu diesem Zeitpunkt. Daneben steht eine Figur, die die Forschung nicht richtig zuordnen kann. Sie könnte der Evangelist Johannes sein. Und aus seinem Rücken hervor entwickelt sich jetzt diese ganze, also wie aus dem Unbewussten nach hinten, diese ganze Bilderfolge dieser Säule, die ganzen drei Jahre des Christus-Jesus-Lebens bis zum Einzug nach Jerusalem am Palmsonntag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann blickt man hinauf zu diesem Kreuz, das oben steht. Man wird dann finden, wenn man hier ein bisschen weiter schaut, dass dieses kleine Kind auf einmal ein erwachsener Mann ist, mit einem Bart. Er hat auch diesen Nimbus mit dem Kreuz hier dran. Es ist eindeutig die gleiche Person. Und da wird auch deutlich, das hat auch der Bischof Bernward scheinbar schon genauso gesehen, dass mit der Jordan-Taufe der Christus einzieht in den Jesus, dass da eine völlige Verwandlung des Jesuswesens stattfindet, die er darstellt, indem ein erwachsener Mann nach der Jordan-Taufe aus dem Wasser steigt, was vorher noch ein Kind war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sophia bei der Schöpfung 00:39:41 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich überlege gerade, ob ich Ihnen noch einen ganz anderen Aspekt zumute, des Weiblichen. Aber es ist noch ein kleines bisschen Zeit. Im oberen Bild gibt es, vielleicht das auch mal verteilen, da gibt es die Schöpfung. Und merkwürdigerweise bildet der Schöpfer den Menschen, und ein weibliches Wesen steht bereits daneben und ist schon geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also in dieser Kirche, in der wir hier sitzen, das ist die Sophiakirche, wurde zur Einweihung der Sophiakirche ein Vortrag gehalten von Michael Debus, der darauf hingewiesen hat, dass im Alten Testament bereits von einem weiblichen Wesen die Rede ist vor aller Schöpfung. Und dieses Wesen ist die Weisheit, die Sophia. Und es könnte sein, dass dieses Wesen bereits anwesend ist bei der Schöpfung und beobachtet und spiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, Sie kennen das ja mit dem Spiegel. Man sagt ja oft, dass die Frauen diejenigen sind, die zu oft in den Spiegel schauen, aber man könnte auch sagen, die Männer schauen nicht oft genug. Und dieser Spiegel, das ist eben die Aufgabe der Sophia. Sie spiegelt den Schöpfungsvorgang, und ohne diese Spiegelung wäre die Schöpfung gar nicht vollständig. Es muss ein Wesen da sein, das im Bewusstsein reflektierend, spiegelnd aufnimmt den Schöpfungsvorgang. Und das macht dieses Wesen. Sie schaut, sie schaut hin, wie der Schöpfer sich beugt, um den Menschen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, im Alten Testament heißt es dazu, von Sophia selbst gesprochen, von der Weisheit, der Herr hat mich geschaffen als Anfang seiner Wege. Also sie war vor der Schöpfung schon da. Sie ist geschöpft und doch nicht geschöpft. Denn die Sophia ist beweglicher als alle Bewegung. In ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles. Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes und reiner Ausfluss der Herrlichkeit des Allherrschers. Darum fällt kein Schatten auf sie. Sie ist der Widerschein des ewigen Lichtes, der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft, das Bild seiner Vollkommenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Bewusstseinskraft, die wir auch nennen Heiliger Geist oder die zumindest mit dem Heiligen Geist sehr viel zu tun hat. Diese Spiegelungskraft, von der auch im Trausakrament gesagt wird, es schaut eines Gottesgeist auf die Verbindung des Getrennten zum Einenden. Diese spiegelnde Kraft ist notwendig, damit überhaupt die Trauung stattfindet, damit Schöpfung überhaupt stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Christus als androgynes Wesen 00:43:34 ===&lt;br /&gt;
Und natürlich, ich sage jetzt mal, das ist weiblich. Und natürlich ist der Vater, auf die Frage der Kinder, von der ich ausgegangen bin, der Vater ist natürlich männlich, der bleibt auch männlich. Aber was ist dann der Christus? Heißt natürlich, gibt es den männlichen Artikel im Deutschen. Aber Aufschluss gibt uns hierüber natürlich ein wunderbares, man kann gar nicht sagen ein Satz, sondern eine Gebärde in dem Text der Kommunion, wie wir ihn aus der Menschenweihehandlung kennen. In der Kommunion, wo sozusagen alles zusammenkommt, wo die Polaritäten sich vereinen, da heißt es, zu dem Christus gesprochen, der du das Leben der Welt tragest und ordnest, wie du es vom Vater empfängst und durch den Geist gesund machest in allen folgenden Zeitenkreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Christus hat die Fähigkeit zu tragen und zu empfangen. Das ist ganz und gar weiblich. Er ist mitnichten männlich, oder, ich muss genauer sagen, nicht nur männlich. Er hat weibliche Fähigkeiten. Tragen, ich trage mein Kind unter dem Herzen. Ich empfange es, aber er kann auch ordnen. Er kann das Leben ordnen. Er ist der Herr des Schicksals, der unser Leben ordnet, und gesund machen. Das heißt, er hat die Fähigkeit, dem Vater gegenüber sich weiblich zu verhalten und dem Heiligen Geist gegenüber sich männlich zu verhalten. Er ist also androgyn, der du das Leben der Welt tragest und ordnest, wie du es vom Vater empfängst und durch den Geist gesund machest in allen folgenden Zeitenkreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So könnte ich den Kindern also in der Zukunft immer sagen, nein, es ist nicht so. Es ist gar nicht so, dass wir im Christentum alles männlich haben, sondern wir haben das Männliche, wir haben das Weibliche, und wir haben das Androgyne, und das ist letztlich das, wohin wir Menschen in unserer Entwicklung hinstreben. Wir wollen beide Seiten in uns entwickeln, und wenn wir einem Aspekt der Welt begegnen, der männlich ist, dann ergänzen wir den mit unserer weiblichen Seite, und wenn wir einem Aspekt begegnen, der weiblich ist, dann reagieren wir mit unserer männlichen Seite, sodass es ein Ganzes wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auferstandene und die drehende Bewegung 00:46:42 ===&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich leider, weil unser Computer, obwohl er neu ist, nicht richtig gedruckt hat, nur ganz wenige Blätter, aber vielleicht können nur vier Leute da gemeinsam mal reingucken. Ich verteile gerade das Bild hier oben rechts, da geht es um den Auferstandenen, er hält seine Hand, wie muss man das machen, so zu einer weiblichen Person, man vermutet Maria Magdalena, also er verdreht sich total so, und man kann eigentlich denken, dass er sich jetzt immer weiter dreht und dreht und dreht und dadurch die Menschen mit sich nimmt, auf diesem Weg in dem Fall eine weibliche Qualität, also der Auferstandene, deswegen nennt man die nicht nur Bernwardsäule, man nennt die auch Christussäule, diese Säule hier. Und ich habe den Eindruck, dass hier der Übergang auch geschaffen wurde, indem das letzte Bild auf der Tür eigentlich darstellt, die ganze Säule, die dann im Innenraum der Kirche zu finden gewesen wäre oder auch zu finden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: Lesung aus dem Johannes-Evangelium 00:48:35 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube, es gäbe zwar noch vieles zu sagen, aber ich glaube, in dieser Eindeutigkeit würde ich es gerne stehen lassen, vielleicht kann ich noch das eine Zitat am Ende Ihnen vorlesen aus dem Evangelium des Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mir dienen will, muss mir auf meinem Wege folgen. Da, wo ich bin, muss auch der sein, der mir dienen will. Und den, der mir dient, wird mein Vater ehren. Jetzt ist meine Seele voll tiefer Erschütterung. Was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde. Aber um dieses Geschehens willen musste ich ja in diese Stunde kommen. Vater, offenbare deinen Namen. Da ertönte eine Stimme aus dem Himmel. Ich habe deine Geistgestalt geoffenbart und werde sie von Neuem offenbaren. Das Volk, das dabeistand und zuhörte, sprach, es hat gedonnert. Andere sprachen, ein Engel hat zu ihm gesprochen. Jesus aber sprach, nicht um meinetwillen ließ diese Stimme sich vernehmen, sondern um euretwillen. Dies ist die Stunde der Entscheidung für die ganze Welt. Der Herrscher dieser Welt wird ausgestoßen werden. Und wenn ich erhöht bin in dem Kreuz, wenn ich erhöht bin aus dem Erdensein, so werde ich alle zu mir emporziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, vielen Dank. Vielleicht müsste man noch eine Sache sagen. Der Titel, den Titel hätte ich ändern müssen. Das müsste nicht heißen, die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum, sondern die Notwendigkeit, das Weibliche und Männliche in ihrer Unterschiedlichkeit im Christentum zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Datei:Ute_Lorenz_2026-6-18.jpg&amp;diff=32129</id>
		<title>Datei:Ute Lorenz 2026-6-18.jpg</title>
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		<updated>2026-07-09T14:33:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Priesterin Ute Lorenz im Rahmen des Vortrags &amp;quot;Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum&amp;quot; am 18. Juni 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Priesterin Ute Lorenz im Rahmen des Vortrags &amp;quot;Die Notwendigkeit des Weiblichen im Christentum&amp;quot; am 18. Juni 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) als online Lesekreis</title>
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		<updated>2026-07-09T11:02:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Bildunterschrift&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:GA102.jpg|verweis=https://steiner.wiki/Datei:GA102.jpg|mini|Rudolf Steiner: Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesekreis - Überblick ==&lt;br /&gt;
ab März 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppenleitung:&#039;&#039;&#039; Wilfried P. und Thomas N.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Teilnehmer:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas N. (GL)&lt;br /&gt;
* Wilfried P. (GL)&lt;br /&gt;
* Gabriele E.&lt;br /&gt;
* Elke J.&lt;br /&gt;
* Michaela M.&lt;br /&gt;
* Susanne H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte der Vorträge ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner Taschenbuchausgabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ERSTER_VORTRAG,_Berlin,_6._Januar_1908|ERSTER VORTRAG, Berlin, 6. Januar 1908, S. 13]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in unser Dasein. Wesenheiten des Astralplans und des Devachans. Die Gruppenseelen der Tiere, Pflanzen und Mineralien. Gutartige und bösartige Mond-, Mars- und Venuswesenheiten. Die erfinderischen und die wilden Saturnwesenheiten. Verschiedene Wirkensweisen dieser elementarischen Wesen auf die Erde und den Menschen. Chylus, Lymphe und Blut als Leib von Wesenheiten anderer Planeten. Wirkung der Saturngeister durch die Sinnesorgane (Gerüche, Parfüms). Der Gegensatz von Lunge und Leber. Die Prometheus-Sage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZWEITER_VORTRAG,_Berlin,_27._Januar_1908|ZWEITER VORTRAG, Berlin, 27. Januar 1908, S. 30]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planetendasein, Sonnendasein und Tierkreisdasein als kosmische Entwickelungsstufen. «Zeit» und «Dauer». Der Saturn als Morgendämmerung unseres planetarischen Zustands. Seine Entstehung als «Opfer» des Tierkreises. Auf- und niedersteigende Kräfte des Tierkreises. Die sieben Wesensglieder des Menschen und der höheren Wesenheiten. Der Mensch als empfangende, die höheren Wesenheiten als schöpferische Wesenheiten. Die Bedeutung des Sternbildesder «Waage» für die Ich-Entwickelung des Menschen. Christus als «mystisches Lamm» und der Mensch. Ihr Zusammenhang im Tierkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DRITTER_VORTRAG,_Berlin,_15._Februar_1908|DRITTER VORTRAG, Berlin, 15. Februar 1908, S. 44]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kant-Laplacesche Theorie und die Theosophie. Die früheren Verkörperungen der Erde als Taten geistiger Wesenheiten. Hinzukommende und zurückbleibende Wesenheiten. Der Ursprung der Tierwelt. Abtrennung der Sonne und der Planeten Uranus, Saturn und Jupiter als Wohnstätten geistiger Wesenheiten. Der Marsdurchgang und das Eisen. Abtrennung des Mondes, seine Verbindung mit dem Sonnengeist Jehova. Die Venus- und Merkurwesenheiten als Lehrer der Menschen. Wirkung des Mars in der Empfindungsseele, Merkur in der Verstandesseele und Jupiter in der Bewußtseinsseele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#VIERTER_VORTRAG,_Berlin,_29._Februar_1908|VIERTER VORTRAG, Berlin, 29. Februar 1908, S. 63]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wärmeelement des alten Saturn. Die Geister der Form als Bildner der ersten Anlage des physischen Leibes des Menschen auf dem Saturn. Mythos von Kronos und Gäa. Auf der Sonne opfern die Geister der Form den Ätherleib, auf dem Mond den Astralleib und bewirken dadurch die erste Anlage der menschlichen Äther- und Astralleiber. Auf der Erde Einträufelung des Ich in der lemurischen Zeit. Das Ich ergreift im Laufe der atlantischen Zeit Astralleib, Ätherleib und physischen Leib des Menschen und es entstehen Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele, Geistselbst und Lebensgeist. Das Mysterium von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#F%C3%9CNFTER_VORTRAG,_Berlin,_16._M%C3%A4rz_1908|FÜNFTER VORTRAG, Berlin, 16. März 1908, S 82]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltentwickelung durch Saturn, Sonne, Mond und Erde. Wiederholungen der früheren Zustände im Beginn der Erdentwickelung. Der Mensch als Erstgeborener vor Tier, Pflanze und Mineral. Die Erde als Wärmeorganismus. Das Zyklopen-Wärmeorgan. Entstehung von Licht und Luft. Luftsystem und Nervensubstanz. Wasserbildungen durch den Ton gemäß der Sphärenmusik. Die Eiweißbildung durch den «Tanz der Stoffe». Über die Zelle. Öffnung der Sinne nach der Sonnentrennung. Lebendige und mineralische Wärme. Die Eingliederung des Festen (Asche) in den Organismus durch den Gedanken, durch das Wort, das zuerst da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SECHSTER_VORTRAG,_Berlin,_24._M%C3%A4rz_1908|SECHSTER VORTRAG, Berlin, 24. März 1908, S. 96]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Umkehrung bei der Wiederholung von Entwickelungszuständen. Umformungen der verschiedenen Systeme (Blut-, Nerven-, Drüsen- und Sinnessystem) im Laufe der Entwickelung. Das Persönlichkeitsbewußtsein auf der Erde im Gegensatz zum alten Mondenbewußtsein. Nachklänge des letzteren im Germanentum (Blutrache) und Judentum (Blutgruppenseele, die Erinnerung durch die Generationen). Das Gruppenseelenbewußtsein des alten Mondes. Der Mond als der Planet der Weisheit, die Erde als der Planet der Liebe. Der zukünftige Planet Jupiter. Der Gegensatz von Geistern der Weisheit und Geistern der Liebe. Ihr Zusammenwirken in der Bildung von «Individualität» und «Persönlichkeit» des Menschen im Durchgang durch die Inkarnationen. Aufstieg der Geister der Weisheit zu Geistern der Umlaufzeiten. Christus als der Sonnengeist, als das «mystische Lamm», als das «große Opfer der Erde». Der Leib des Menschen zwischen Geistern der Weisheit und Jehova, dem Herrn der Form, ihr Gleichgewicht durch die Christus-Wesenheit. Die Veredelung und Spiritualisierung des menschlichen Leibes als die «Auferstehung des Fleisches». Die Freiheit als Einschlag der zurückgebliebenen Geister. Gemeinschaft des Geistes als Glaube auf dem Jupiter und als der Sinn des Christentums. Schilderung der nachatlantischen Kulturepochen. Der Urbeginn unserer Welt im Alten und Neuen Testament. Das Christentum als Menschheitsreligion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SIEBENTER_VORTRAG,_Berlin,_13._April_1908|SIEBENTER VORTRAG, Berlin, 13. April 1908, S. 117]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der silberne Kodex des Bischofs Ulfilas. Siegfried und die Christus-Wesenheit. Richard Wagners Parsifal. Das Bewußtsein des heutigen und des atlantischen Menschen. Das Wesen der alten Mythen und Sagen. Der verschiedene Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe beim atlantischen und beim heutigen Menschen. Die Einweihung in den alten Mysterien. Das Wesen der Religion. Die erneute Lockerung des Ätherleibes und die Folgen davon für den modernen Menschen. Über ein psychologisches Buch (von Ebbinghaus). Christus als Vorbild für die Wiedergewinnung der alten Erinnerungen der Vorzeit und für alle Prophetie der Zukunft. Die Synthese von Weihnachtsfest und Osterfest. Nervosität als Folge des Nichtbewußtwerdens der geistigen Welt. Die Christus-Idee der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ACHTER_VORTRAG,_Berlin,_20._April_1908|ACHTER VORTRAG, Berlin, 20. April 1908, S. 137]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den Menschen übergeordneten geistigen Hierarchien. Das Wesen der Engel. Ihre Aufgabe als Schutzgeist für den einzelnen Menschen durch die wiederholten Erdenleben. Das Wesen der Erzengel. Ihr Wirken als Volksgeist und für andere Aufgaben. Die Urkräfte als Geister der Zeiten und ihr Wirken in den nachatlantischen Epochen sowie im einzelnen Menschen. Giordano Bruno. Satan, der widerrechtliche, und Jehova als der rechtliche Fürst dieser Welt. Von den Exusiai, den Gewalten. Christus als der Lenker der ganzen Menschheit, zu dem jeder selber seinen Weg finden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#NEUNTER_VORTRAG,_Berlin,_13._Mai_1908|NEUNTER VORTRAG, Berlin, 13. Mai 1908, S. 151]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbares Erfahren der übersinnlichen Welt (Atlantis) und Gedächtnisreligion (Nachatlantis). Sagen und Mythen. Das Entstehen des Joga. Der Ahnenkult und die daraus entstehenden Religionssysteme. Vedantaphilosophie, System der Hebräer, der Ägypter. Das griechische Religionssystem. Die griechische Baukunst. Die Gotik. Die romanische Baukunst. Das Christentum. Die Gestalt des Jesus Christus. Die Veräußerlichung der modernen Wissenschaft. Der Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe in früheren Zeiten, in Gegenwart und Zukunft. Über den geistigen Tod. Das Christentum ist größer als alle Religionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_16._Mai_1908|10 EHNTER VORTRAG, Berlin, 16. Mai 1908, S. 162]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühlsverständnis der theosophischen Erkenntnisse. Gliederung höherer Wesenheiten, des Menschen, der Tiere und der Elementarwesen. Über die Gnomen. Gliederung der Elementarwesen in Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamander. Der Ahasvermythos. Die sechzehn Wege des Verderbens. Vom Wesen der tierischen Gruppenseele. Wesen und Entstehung der Elementarwesen, namentlich der Salamander. Vom Wesen des Affen. Dekadenzerscheinungen der heutigen Zeit und das Gesundende der Theosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ELFTER_VORTRAG,_Berlin,_1._Juni_1908|ELFTER VORTRAG, Berlin, 1. Juni 1908, S. 183]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Tiergruppenseelen. Das Entstehen der Elementarwesen. Biene und Sylphe. Heutige Wissenschaft und Elementarwesen. Theorien über Allwesen und Allbeseeltheit. Vom Wesen der Gruppenseelen. Die Entwickelung des Menschen von der Gruppenseelenhaftigkeit zur Individualität. Das Bewußtsein des alten Hellsehertums und der Patriarchenzeiten. Unterschied des jüdischen und christlichen Bewußtseins. Geschichtswissenschaftliche Darstellung als Fable convenue. Der Individualisierungsprozeß im Mittelalter (Städtegründung). Allgemeine Anerkennung der mathematischen Wahrheiten. Frühere Rassenzusammenhänge und künftige Gruppenseelenhaftigkeiten. Über Elementarwesen (Undinen, Sylphen). Elementarwesen zwischen Reiter und Roß, dem Hirten und seiner Herde. Unterschied von Göttern und Menschen. Vom Wesen der Symbolik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZW%C3%96LFTER_VORTRAG,_Berlin,_4._Juni_1908|ZWÖLFTER VORTRAG, Berlin, 4. Juni 1908, S. 199]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Elementarwesen. Die Ich-Seele der Tiere, Pflanzen, Mineralien auf den verschiedenen Planen. Der Mensch im Schlafe. Die vier Systeme des physischen Leibes: Sinnesorgane, Drüsen, Nerven, Blut. Unterschied von «physisch» und «mineralisch». Trennung von Ich und Astralleib von Ätherleib und physischem Leib im Schlafe. Durchdringung von physischem Leib und Ätherleib durch höhere Wesenheiten. Abschnürungen von Teilen dieser Wesenheiten durch Lügen (Phantome), durch schlechte soziale Einrichtungen (Spektren), durch Gesinnungszwang (Dämonen). Die Lockerung des Ätherleibes und ihre Erfüllung mit geistigen, das heißt mit religiösen und künstlerischen Vorstellungen. Richard Wagner. Worte eines bedeutenden Architekten (H. v. Ferstel). Das Pfingstfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DREIZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_11._Juni_1908|DREIZEHNTER VORTRAG, Berlin, 11. Juni 1908, S. 214]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung des Menschen mit geistigen Wesenheiten in der Kunst. Bauwerke als Verbindung mit den Ätherleibern (Griechischer Tempel), Musik als Verbindung mit den Astralleibern von höheren Geistwesenheiten. Die Harmonisierung und Wiederherstellung der menschlichen Kräfte im Schlaf. Die geistigen Kräfte im Raum. Böcklin und sein Bild «Pietä». Der griechische Tempel, ägyptische, romanische Baukunst, der gotische Dom. Plastik als Kunst des Ätherleibes, Malerei als Kunst der Empfindungsseele, Musik als Kunst der Verstandesseele, Dichtkunst als Kunst der Bewußtseinsseele. Bei- spiel aus Goethes «Faust». Aussprüche Richard Wagners über Musik. Sein Versuch der Vereinigung von Shakespeare und Beethoven. Die Neunte Symphonie. Allgemeine Charakteristik der künstlerischen Ziele Richard Wagners. Die Bedeutung der Kunst für das theosophische Leben der Zukunft. Die künstlerische Gestaltung von Profanbauten, wie Bahnhöfen und so weiter. Die Katakomben-Christen als Vorbild für die geistigen Bestrebungen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#Hinweise|&#039;&#039;&#039;Hinweise, S. 231&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#%C3%9Cber_die_Vortragsnachschriften|&#039;&#039;&#039;Über die Vortragsnachschriften, S. 237&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe.......................... 239&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassungen ==&lt;br /&gt;
Folge 1: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 2: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 3: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 4: --&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 5: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 6: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 7: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 8: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 9: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 10: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 11: Susanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 12: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 13: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 14: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 15: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 16: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 17:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmen aus dem Lesekreis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
angesprochen in den jeweiligen Vorträgen, die sich aus dem Gespräch ergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rosa, Hartmut: &lt;br /&gt;
** Unverfügbarkeit, Suhrkamp TB,   ISBN 978-3518471005&lt;br /&gt;
** Situation und Konstellation: Vom Verschwinden des Spielraums | Warum uns die Energie ausgeht, ISBN 978-3518588338&lt;br /&gt;
== Unser Fokus in der sozialen Kommunikation ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Datei:GA102.jpg&amp;diff=32127</id>
		<title>Datei:GA102.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Datei:GA102.jpg&amp;diff=32127"/>
		<updated>2026-07-09T11:01:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Hereinwirken_geistiger_Wesenheiten_in_den_Menschen_(GA_102)_als_online_Lesekreis&amp;diff=32126</id>
		<title>Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) als online Lesekreis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Das_Hereinwirken_geistiger_Wesenheiten_in_den_Menschen_(GA_102)_als_online_Lesekreis&amp;diff=32126"/>
		<updated>2026-07-09T10:46:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Bild eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:GA102.jpg|verweis=https://steiner.wiki/Datei:GA102.jpg|mini|Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesekreis - Überblick ==&lt;br /&gt;
ab März 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppenleitung:&#039;&#039;&#039; Wilfried P. und Thomas N.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Teilnehmer:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas N. (GL)&lt;br /&gt;
* Wilfried P. (GL)&lt;br /&gt;
* Gabriele E.&lt;br /&gt;
* Elke J.&lt;br /&gt;
* Michaela M.&lt;br /&gt;
* Susanne H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte der Vorträge ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner Taschenbuchausgabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ERSTER_VORTRAG,_Berlin,_6._Januar_1908|ERSTER VORTRAG, Berlin, 6. Januar 1908, S. 13]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in unser Dasein. Wesenheiten des Astralplans und des Devachans. Die Gruppenseelen der Tiere, Pflanzen und Mineralien. Gutartige und bösartige Mond-, Mars- und Venuswesenheiten. Die erfinderischen und die wilden Saturnwesenheiten. Verschiedene Wirkensweisen dieser elementarischen Wesen auf die Erde und den Menschen. Chylus, Lymphe und Blut als Leib von Wesenheiten anderer Planeten. Wirkung der Saturngeister durch die Sinnesorgane (Gerüche, Parfüms). Der Gegensatz von Lunge und Leber. Die Prometheus-Sage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZWEITER_VORTRAG,_Berlin,_27._Januar_1908|ZWEITER VORTRAG, Berlin, 27. Januar 1908, S. 30]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planetendasein, Sonnendasein und Tierkreisdasein als kosmische Entwickelungsstufen. «Zeit» und «Dauer». Der Saturn als Morgendämmerung unseres planetarischen Zustands. Seine Entstehung als «Opfer» des Tierkreises. Auf- und niedersteigende Kräfte des Tierkreises. Die sieben Wesensglieder des Menschen und der höheren Wesenheiten. Der Mensch als empfangende, die höheren Wesenheiten als schöpferische Wesenheiten. Die Bedeutung des Sternbildesder «Waage» für die Ich-Entwickelung des Menschen. Christus als «mystisches Lamm» und der Mensch. Ihr Zusammenhang im Tierkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DRITTER_VORTRAG,_Berlin,_15._Februar_1908|DRITTER VORTRAG, Berlin, 15. Februar 1908, S. 44]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kant-Laplacesche Theorie und die Theosophie. Die früheren Verkörperungen der Erde als Taten geistiger Wesenheiten. Hinzukommende und zurückbleibende Wesenheiten. Der Ursprung der Tierwelt. Abtrennung der Sonne und der Planeten Uranus, Saturn und Jupiter als Wohnstätten geistiger Wesenheiten. Der Marsdurchgang und das Eisen. Abtrennung des Mondes, seine Verbindung mit dem Sonnengeist Jehova. Die Venus- und Merkurwesenheiten als Lehrer der Menschen. Wirkung des Mars in der Empfindungsseele, Merkur in der Verstandesseele und Jupiter in der Bewußtseinsseele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#VIERTER_VORTRAG,_Berlin,_29._Februar_1908|VIERTER VORTRAG, Berlin, 29. Februar 1908, S. 63]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wärmeelement des alten Saturn. Die Geister der Form als Bildner der ersten Anlage des physischen Leibes des Menschen auf dem Saturn. Mythos von Kronos und Gäa. Auf der Sonne opfern die Geister der Form den Ätherleib, auf dem Mond den Astralleib und bewirken dadurch die erste Anlage der menschlichen Äther- und Astralleiber. Auf der Erde Einträufelung des Ich in der lemurischen Zeit. Das Ich ergreift im Laufe der atlantischen Zeit Astralleib, Ätherleib und physischen Leib des Menschen und es entstehen Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele, Geistselbst und Lebensgeist. Das Mysterium von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#F%C3%9CNFTER_VORTRAG,_Berlin,_16._M%C3%A4rz_1908|FÜNFTER VORTRAG, Berlin, 16. März 1908, S 82]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltentwickelung durch Saturn, Sonne, Mond und Erde. Wiederholungen der früheren Zustände im Beginn der Erdentwickelung. Der Mensch als Erstgeborener vor Tier, Pflanze und Mineral. Die Erde als Wärmeorganismus. Das Zyklopen-Wärmeorgan. Entstehung von Licht und Luft. Luftsystem und Nervensubstanz. Wasserbildungen durch den Ton gemäß der Sphärenmusik. Die Eiweißbildung durch den «Tanz der Stoffe». Über die Zelle. Öffnung der Sinne nach der Sonnentrennung. Lebendige und mineralische Wärme. Die Eingliederung des Festen (Asche) in den Organismus durch den Gedanken, durch das Wort, das zuerst da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SECHSTER_VORTRAG,_Berlin,_24._M%C3%A4rz_1908|SECHSTER VORTRAG, Berlin, 24. März 1908, S. 96]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Umkehrung bei der Wiederholung von Entwickelungszuständen. Umformungen der verschiedenen Systeme (Blut-, Nerven-, Drüsen- und Sinnessystem) im Laufe der Entwickelung. Das Persönlichkeitsbewußtsein auf der Erde im Gegensatz zum alten Mondenbewußtsein. Nachklänge des letzteren im Germanentum (Blutrache) und Judentum (Blutgruppenseele, die Erinnerung durch die Generationen). Das Gruppenseelenbewußtsein des alten Mondes. Der Mond als der Planet der Weisheit, die Erde als der Planet der Liebe. Der zukünftige Planet Jupiter. Der Gegensatz von Geistern der Weisheit und Geistern der Liebe. Ihr Zusammenwirken in der Bildung von «Individualität» und «Persönlichkeit» des Menschen im Durchgang durch die Inkarnationen. Aufstieg der Geister der Weisheit zu Geistern der Umlaufzeiten. Christus als der Sonnengeist, als das «mystische Lamm», als das «große Opfer der Erde». Der Leib des Menschen zwischen Geistern der Weisheit und Jehova, dem Herrn der Form, ihr Gleichgewicht durch die Christus-Wesenheit. Die Veredelung und Spiritualisierung des menschlichen Leibes als die «Auferstehung des Fleisches». Die Freiheit als Einschlag der zurückgebliebenen Geister. Gemeinschaft des Geistes als Glaube auf dem Jupiter und als der Sinn des Christentums. Schilderung der nachatlantischen Kulturepochen. Der Urbeginn unserer Welt im Alten und Neuen Testament. Das Christentum als Menschheitsreligion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SIEBENTER_VORTRAG,_Berlin,_13._April_1908|SIEBENTER VORTRAG, Berlin, 13. April 1908, S. 117]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der silberne Kodex des Bischofs Ulfilas. Siegfried und die Christus-Wesenheit. Richard Wagners Parsifal. Das Bewußtsein des heutigen und des atlantischen Menschen. Das Wesen der alten Mythen und Sagen. Der verschiedene Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe beim atlantischen und beim heutigen Menschen. Die Einweihung in den alten Mysterien. Das Wesen der Religion. Die erneute Lockerung des Ätherleibes und die Folgen davon für den modernen Menschen. Über ein psychologisches Buch (von Ebbinghaus). Christus als Vorbild für die Wiedergewinnung der alten Erinnerungen der Vorzeit und für alle Prophetie der Zukunft. Die Synthese von Weihnachtsfest und Osterfest. Nervosität als Folge des Nichtbewußtwerdens der geistigen Welt. Die Christus-Idee der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ACHTER_VORTRAG,_Berlin,_20._April_1908|ACHTER VORTRAG, Berlin, 20. April 1908, S. 137]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den Menschen übergeordneten geistigen Hierarchien. Das Wesen der Engel. Ihre Aufgabe als Schutzgeist für den einzelnen Menschen durch die wiederholten Erdenleben. Das Wesen der Erzengel. Ihr Wirken als Volksgeist und für andere Aufgaben. Die Urkräfte als Geister der Zeiten und ihr Wirken in den nachatlantischen Epochen sowie im einzelnen Menschen. Giordano Bruno. Satan, der widerrechtliche, und Jehova als der rechtliche Fürst dieser Welt. Von den Exusiai, den Gewalten. Christus als der Lenker der ganzen Menschheit, zu dem jeder selber seinen Weg finden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#NEUNTER_VORTRAG,_Berlin,_13._Mai_1908|NEUNTER VORTRAG, Berlin, 13. Mai 1908, S. 151]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbares Erfahren der übersinnlichen Welt (Atlantis) und Gedächtnisreligion (Nachatlantis). Sagen und Mythen. Das Entstehen des Joga. Der Ahnenkult und die daraus entstehenden Religionssysteme. Vedantaphilosophie, System der Hebräer, der Ägypter. Das griechische Religionssystem. Die griechische Baukunst. Die Gotik. Die romanische Baukunst. Das Christentum. Die Gestalt des Jesus Christus. Die Veräußerlichung der modernen Wissenschaft. Der Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe in früheren Zeiten, in Gegenwart und Zukunft. Über den geistigen Tod. Das Christentum ist größer als alle Religionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_16._Mai_1908|10 EHNTER VORTRAG, Berlin, 16. Mai 1908, S. 162]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühlsverständnis der theosophischen Erkenntnisse. Gliederung höherer Wesenheiten, des Menschen, der Tiere und der Elementarwesen. Über die Gnomen. Gliederung der Elementarwesen in Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamander. Der Ahasvermythos. Die sechzehn Wege des Verderbens. Vom Wesen der tierischen Gruppenseele. Wesen und Entstehung der Elementarwesen, namentlich der Salamander. Vom Wesen des Affen. Dekadenzerscheinungen der heutigen Zeit und das Gesundende der Theosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ELFTER_VORTRAG,_Berlin,_1._Juni_1908|ELFTER VORTRAG, Berlin, 1. Juni 1908, S. 183]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Tiergruppenseelen. Das Entstehen der Elementarwesen. Biene und Sylphe. Heutige Wissenschaft und Elementarwesen. Theorien über Allwesen und Allbeseeltheit. Vom Wesen der Gruppenseelen. Die Entwickelung des Menschen von der Gruppenseelenhaftigkeit zur Individualität. Das Bewußtsein des alten Hellsehertums und der Patriarchenzeiten. Unterschied des jüdischen und christlichen Bewußtseins. Geschichtswissenschaftliche Darstellung als Fable convenue. Der Individualisierungsprozeß im Mittelalter (Städtegründung). Allgemeine Anerkennung der mathematischen Wahrheiten. Frühere Rassenzusammenhänge und künftige Gruppenseelenhaftigkeiten. Über Elementarwesen (Undinen, Sylphen). Elementarwesen zwischen Reiter und Roß, dem Hirten und seiner Herde. Unterschied von Göttern und Menschen. Vom Wesen der Symbolik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZW%C3%96LFTER_VORTRAG,_Berlin,_4._Juni_1908|ZWÖLFTER VORTRAG, Berlin, 4. Juni 1908, S. 199]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Elementarwesen. Die Ich-Seele der Tiere, Pflanzen, Mineralien auf den verschiedenen Planen. Der Mensch im Schlafe. Die vier Systeme des physischen Leibes: Sinnesorgane, Drüsen, Nerven, Blut. Unterschied von «physisch» und «mineralisch». Trennung von Ich und Astralleib von Ätherleib und physischem Leib im Schlafe. Durchdringung von physischem Leib und Ätherleib durch höhere Wesenheiten. Abschnürungen von Teilen dieser Wesenheiten durch Lügen (Phantome), durch schlechte soziale Einrichtungen (Spektren), durch Gesinnungszwang (Dämonen). Die Lockerung des Ätherleibes und ihre Erfüllung mit geistigen, das heißt mit religiösen und künstlerischen Vorstellungen. Richard Wagner. Worte eines bedeutenden Architekten (H. v. Ferstel). Das Pfingstfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DREIZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_11._Juni_1908|DREIZEHNTER VORTRAG, Berlin, 11. Juni 1908, S. 214]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung des Menschen mit geistigen Wesenheiten in der Kunst. Bauwerke als Verbindung mit den Ätherleibern (Griechischer Tempel), Musik als Verbindung mit den Astralleibern von höheren Geistwesenheiten. Die Harmonisierung und Wiederherstellung der menschlichen Kräfte im Schlaf. Die geistigen Kräfte im Raum. Böcklin und sein Bild «Pietä». Der griechische Tempel, ägyptische, romanische Baukunst, der gotische Dom. Plastik als Kunst des Ätherleibes, Malerei als Kunst der Empfindungsseele, Musik als Kunst der Verstandesseele, Dichtkunst als Kunst der Bewußtseinsseele. Bei- spiel aus Goethes «Faust». Aussprüche Richard Wagners über Musik. Sein Versuch der Vereinigung von Shakespeare und Beethoven. Die Neunte Symphonie. Allgemeine Charakteristik der künstlerischen Ziele Richard Wagners. Die Bedeutung der Kunst für das theosophische Leben der Zukunft. Die künstlerische Gestaltung von Profanbauten, wie Bahnhöfen und so weiter. Die Katakomben-Christen als Vorbild für die geistigen Bestrebungen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#Hinweise|&#039;&#039;&#039;Hinweise, S. 231&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#%C3%9Cber_die_Vortragsnachschriften|&#039;&#039;&#039;Über die Vortragsnachschriften, S. 237&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe.......................... 239&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassungen ==&lt;br /&gt;
Folge 1: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 2: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 3: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 4: --&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 5: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 6: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 7: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 8: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 9: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 10: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 11: Susanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 12: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 13: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 14: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 15: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 16: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 17:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmen aus dem Lesekreis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
angesprochen in den jeweiligen Vorträgen, die sich aus dem Gespräch ergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rosa, Hartmut: &lt;br /&gt;
** Unverfügbarkeit, Suhrkamp TB,   ISBN 978-3518471005&lt;br /&gt;
** Situation und Konstellation: Vom Verschwinden des Spielraums | Warum uns die Energie ausgeht, ISBN 978-3518588338&lt;br /&gt;
== Unser Fokus in der sozialen Kommunikation ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Hereinwirken_geistiger_Wesenheiten_in_den_Menschen_(GA_102)_als_online_Lesekreis&amp;diff=32125</id>
		<title>Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) als online Lesekreis</title>
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		<updated>2026-07-09T00:05:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seite in Bearbeitung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesekreis - Überblick ==&lt;br /&gt;
ab März 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppenleitung:&#039;&#039;&#039; Wilfried Polin und Thomas Nick&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Teilnehmer:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas N. (GL)&lt;br /&gt;
* Wilfried P. (GL)&lt;br /&gt;
* Gabriele E.&lt;br /&gt;
* Elke J.&lt;br /&gt;
* Michaela M.&lt;br /&gt;
* Susanne H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte der Vorträge ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner Taschenbuchausgabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ERSTER_VORTRAG,_Berlin,_6._Januar_1908|ERSTER VORTRAG, Berlin, 6. Januar 1908, S. 13]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in unser Dasein. Wesenheiten des Astralplans und des Devachans. Die Gruppenseelen der Tiere, Pflanzen und Mineralien. Gutartige und bösartige Mond-, Mars- und Venuswesenheiten. Die erfinderischen und die wilden Saturnwesenheiten. Verschiedene Wirkensweisen dieser elementarischen Wesen auf die Erde und den Menschen. Chylus, Lymphe und Blut als Leib von Wesenheiten anderer Planeten. Wirkung der Saturngeister durch die Sinnesorgane (Gerüche, Parfüms). Der Gegensatz von Lunge und Leber. Die Prometheus-Sage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZWEITER_VORTRAG,_Berlin,_27._Januar_1908|ZWEITER VORTRAG, Berlin, 27. Januar 1908, S. 30]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planetendasein, Sonnendasein und Tierkreisdasein als kosmische Entwickelungsstufen. «Zeit» und «Dauer». Der Saturn als Morgendämmerung unseres planetarischen Zustands. Seine Entstehung als «Opfer» des Tierkreises. Auf- und niedersteigende Kräfte des Tierkreises. Die sieben Wesensglieder des Menschen und der höheren Wesenheiten. Der Mensch als empfangende, die höheren Wesenheiten als schöpferische Wesenheiten. Die Bedeutung des Sternbildesder «Waage» für die Ich-Entwickelung des Menschen. Christus als «mystisches Lamm» und der Mensch. Ihr Zusammenhang im Tierkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DRITTER_VORTRAG,_Berlin,_15._Februar_1908|DRITTER VORTRAG, Berlin, 15. Februar 1908, S. 44]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kant-Laplacesche Theorie und die Theosophie. Die früheren Verkörperungen der Erde als Taten geistiger Wesenheiten. Hinzukommende und zurückbleibende Wesenheiten. Der Ursprung der Tierwelt. Abtrennung der Sonne und der Planeten Uranus, Saturn und Jupiter als Wohnstätten geistiger Wesenheiten. Der Marsdurchgang und das Eisen. Abtrennung des Mondes, seine Verbindung mit dem Sonnengeist Jehova. Die Venus- und Merkurwesenheiten als Lehrer der Menschen. Wirkung des Mars in der Empfindungsseele, Merkur in der Verstandesseele und Jupiter in der Bewußtseinsseele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#VIERTER_VORTRAG,_Berlin,_29._Februar_1908|VIERTER VORTRAG, Berlin, 29. Februar 1908, S. 63]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wärmeelement des alten Saturn. Die Geister der Form als Bildner der ersten Anlage des physischen Leibes des Menschen auf dem Saturn. Mythos von Kronos und Gäa. Auf der Sonne opfern die Geister der Form den Ätherleib, auf dem Mond den Astralleib und bewirken dadurch die erste Anlage der menschlichen Äther- und Astralleiber. Auf der Erde Einträufelung des Ich in der lemurischen Zeit. Das Ich ergreift im Laufe der atlantischen Zeit Astralleib, Ätherleib und physischen Leib des Menschen und es entstehen Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele, Geistselbst und Lebensgeist. Das Mysterium von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#F%C3%9CNFTER_VORTRAG,_Berlin,_16._M%C3%A4rz_1908|FÜNFTER VORTRAG, Berlin, 16. März 1908, S 82]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltentwickelung durch Saturn, Sonne, Mond und Erde. Wiederholungen der früheren Zustände im Beginn der Erdentwickelung. Der Mensch als Erstgeborener vor Tier, Pflanze und Mineral. Die Erde als Wärmeorganismus. Das Zyklopen-Wärmeorgan. Entstehung von Licht und Luft. Luftsystem und Nervensubstanz. Wasserbildungen durch den Ton gemäß der Sphärenmusik. Die Eiweißbildung durch den «Tanz der Stoffe». Über die Zelle. Öffnung der Sinne nach der Sonnentrennung. Lebendige und mineralische Wärme. Die Eingliederung des Festen (Asche) in den Organismus durch den Gedanken, durch das Wort, das zuerst da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SECHSTER_VORTRAG,_Berlin,_24._M%C3%A4rz_1908|SECHSTER VORTRAG, Berlin, 24. März 1908, S. 96]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Umkehrung bei der Wiederholung von Entwickelungszuständen. Umformungen der verschiedenen Systeme (Blut-, Nerven-, Drüsen- und Sinnessystem) im Laufe der Entwickelung. Das Persönlichkeitsbewußtsein auf der Erde im Gegensatz zum alten Mondenbewußtsein. Nachklänge des letzteren im Germanentum (Blutrache) und Judentum (Blutgruppenseele, die Erinnerung durch die Generationen). Das Gruppenseelenbewußtsein des alten Mondes. Der Mond als der Planet der Weisheit, die Erde als der Planet der Liebe. Der zukünftige Planet Jupiter. Der Gegensatz von Geistern der Weisheit und Geistern der Liebe. Ihr Zusammenwirken in der Bildung von «Individualität» und «Persönlichkeit» des Menschen im Durchgang durch die Inkarnationen. Aufstieg der Geister der Weisheit zu Geistern der Umlaufzeiten. Christus als der Sonnengeist, als das «mystische Lamm», als das «große Opfer der Erde». Der Leib des Menschen zwischen Geistern der Weisheit und Jehova, dem Herrn der Form, ihr Gleichgewicht durch die Christus-Wesenheit. Die Veredelung und Spiritualisierung des menschlichen Leibes als die «Auferstehung des Fleisches». Die Freiheit als Einschlag der zurückgebliebenen Geister. Gemeinschaft des Geistes als Glaube auf dem Jupiter und als der Sinn des Christentums. Schilderung der nachatlantischen Kulturepochen. Der Urbeginn unserer Welt im Alten und Neuen Testament. Das Christentum als Menschheitsreligion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SIEBENTER_VORTRAG,_Berlin,_13._April_1908|SIEBENTER VORTRAG, Berlin, 13. April 1908, S. 117]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der silberne Kodex des Bischofs Ulfilas. Siegfried und die Christus-Wesenheit. Richard Wagners Parsifal. Das Bewußtsein des heutigen und des atlantischen Menschen. Das Wesen der alten Mythen und Sagen. Der verschiedene Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe beim atlantischen und beim heutigen Menschen. Die Einweihung in den alten Mysterien. Das Wesen der Religion. Die erneute Lockerung des Ätherleibes und die Folgen davon für den modernen Menschen. Über ein psychologisches Buch (von Ebbinghaus). Christus als Vorbild für die Wiedergewinnung der alten Erinnerungen der Vorzeit und für alle Prophetie der Zukunft. Die Synthese von Weihnachtsfest und Osterfest. Nervosität als Folge des Nichtbewußtwerdens der geistigen Welt. Die Christus-Idee der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ACHTER_VORTRAG,_Berlin,_20._April_1908|ACHTER VORTRAG, Berlin, 20. April 1908, S. 137]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den Menschen übergeordneten geistigen Hierarchien. Das Wesen der Engel. Ihre Aufgabe als Schutzgeist für den einzelnen Menschen durch die wiederholten Erdenleben. Das Wesen der Erzengel. Ihr Wirken als Volksgeist und für andere Aufgaben. Die Urkräfte als Geister der Zeiten und ihr Wirken in den nachatlantischen Epochen sowie im einzelnen Menschen. Giordano Bruno. Satan, der widerrechtliche, und Jehova als der rechtliche Fürst dieser Welt. Von den Exusiai, den Gewalten. Christus als der Lenker der ganzen Menschheit, zu dem jeder selber seinen Weg finden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#NEUNTER_VORTRAG,_Berlin,_13._Mai_1908|NEUNTER VORTRAG, Berlin, 13. Mai 1908, S. 151]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbares Erfahren der übersinnlichen Welt (Atlantis) und Gedächtnisreligion (Nachatlantis). Sagen und Mythen. Das Entstehen des Joga. Der Ahnenkult und die daraus entstehenden Religionssysteme. Vedantaphilosophie, System der Hebräer, der Ägypter. Das griechische Religionssystem. Die griechische Baukunst. Die Gotik. Die romanische Baukunst. Das Christentum. Die Gestalt des Jesus Christus. Die Veräußerlichung der modernen Wissenschaft. Der Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe in früheren Zeiten, in Gegenwart und Zukunft. Über den geistigen Tod. Das Christentum ist größer als alle Religionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_16._Mai_1908|10 EHNTER VORTRAG, Berlin, 16. Mai 1908, S. 162]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühlsverständnis der theosophischen Erkenntnisse. Gliederung höherer Wesenheiten, des Menschen, der Tiere und der Elementarwesen. Über die Gnomen. Gliederung der Elementarwesen in Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamander. Der Ahasvermythos. Die sechzehn Wege des Verderbens. Vom Wesen der tierischen Gruppenseele. Wesen und Entstehung der Elementarwesen, namentlich der Salamander. Vom Wesen des Affen. Dekadenzerscheinungen der heutigen Zeit und das Gesundende der Theosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ELFTER_VORTRAG,_Berlin,_1._Juni_1908|ELFTER VORTRAG, Berlin, 1. Juni 1908, S. 183]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Tiergruppenseelen. Das Entstehen der Elementarwesen. Biene und Sylphe. Heutige Wissenschaft und Elementarwesen. Theorien über Allwesen und Allbeseeltheit. Vom Wesen der Gruppenseelen. Die Entwickelung des Menschen von der Gruppenseelenhaftigkeit zur Individualität. Das Bewußtsein des alten Hellsehertums und der Patriarchenzeiten. Unterschied des jüdischen und christlichen Bewußtseins. Geschichtswissenschaftliche Darstellung als Fable convenue. Der Individualisierungsprozeß im Mittelalter (Städtegründung). Allgemeine Anerkennung der mathematischen Wahrheiten. Frühere Rassenzusammenhänge und künftige Gruppenseelenhaftigkeiten. Über Elementarwesen (Undinen, Sylphen). Elementarwesen zwischen Reiter und Roß, dem Hirten und seiner Herde. Unterschied von Göttern und Menschen. Vom Wesen der Symbolik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZW%C3%96LFTER_VORTRAG,_Berlin,_4._Juni_1908|ZWÖLFTER VORTRAG, Berlin, 4. Juni 1908, S. 199]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Elementarwesen. Die Ich-Seele der Tiere, Pflanzen, Mineralien auf den verschiedenen Planen. Der Mensch im Schlafe. Die vier Systeme des physischen Leibes: Sinnesorgane, Drüsen, Nerven, Blut. Unterschied von «physisch» und «mineralisch». Trennung von Ich und Astralleib von Ätherleib und physischem Leib im Schlafe. Durchdringung von physischem Leib und Ätherleib durch höhere Wesenheiten. Abschnürungen von Teilen dieser Wesenheiten durch Lügen (Phantome), durch schlechte soziale Einrichtungen (Spektren), durch Gesinnungszwang (Dämonen). Die Lockerung des Ätherleibes und ihre Erfüllung mit geistigen, das heißt mit religiösen und künstlerischen Vorstellungen. Richard Wagner. Worte eines bedeutenden Architekten (H. v. Ferstel). Das Pfingstfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DREIZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_11._Juni_1908|DREIZEHNTER VORTRAG, Berlin, 11. Juni 1908, S. 214]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung des Menschen mit geistigen Wesenheiten in der Kunst. Bauwerke als Verbindung mit den Ätherleibern (Griechischer Tempel), Musik als Verbindung mit den Astralleibern von höheren Geistwesenheiten. Die Harmonisierung und Wiederherstellung der menschlichen Kräfte im Schlaf. Die geistigen Kräfte im Raum. Böcklin und sein Bild «Pietä». Der griechische Tempel, ägyptische, romanische Baukunst, der gotische Dom. Plastik als Kunst des Ätherleibes, Malerei als Kunst der Empfindungsseele, Musik als Kunst der Verstandesseele, Dichtkunst als Kunst der Bewußtseinsseele. Bei- spiel aus Goethes «Faust». Aussprüche Richard Wagners über Musik. Sein Versuch der Vereinigung von Shakespeare und Beethoven. Die Neunte Symphonie. Allgemeine Charakteristik der künstlerischen Ziele Richard Wagners. Die Bedeutung der Kunst für das theosophische Leben der Zukunft. Die künstlerische Gestaltung von Profanbauten, wie Bahnhöfen und so weiter. Die Katakomben-Christen als Vorbild für die geistigen Bestrebungen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#Hinweise|&#039;&#039;&#039;Hinweise, S. 231&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#%C3%9Cber_die_Vortragsnachschriften|&#039;&#039;&#039;Über die Vortragsnachschriften, S. 237&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe.......................... 239&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassungen ==&lt;br /&gt;
Folge 1: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 2: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 3: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 4: --&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 5: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 6: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 7: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 8: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 9: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 10: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 11: Susanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 12: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 13: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 14: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 15: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 16: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 17:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmen aus dem Lesekreis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
angesprochen in den jeweiligen Vorträgen, die sich aus dem Gespräch ergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rosa, Hartmut: &lt;br /&gt;
** Unverfügbarkeit, Suhrkamp TB,   ISBN 978-3518471005&lt;br /&gt;
** Situation und Konstellation: Vom Verschwinden des Spielraums | Warum uns die Energie ausgeht, ISBN 978-3518588338&lt;br /&gt;
== Unser Fokus in der sozialen Kommunikation ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Online_Lesekreise&amp;diff=32124</id>
		<title>Online Lesekreise</title>
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		<updated>2026-07-09T00:05:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Künftige öffentliche Lesekreise (1v2): */ Link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmetterlinge.jpg|300px|mini|Auf Augenhöhe begegnen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Studienmaterial für das Selbststudium|| zurück zum Studienmaterial für das Selbststudium |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was verstehen wir unter online Lesekreise? ==&lt;br /&gt;
Bei uns auf Anthro.World sind online Lesekreise ein Ort, wo wir gemeinsam anthroposophische Texte lesen und Ich-Botschaften austauschen. Wir haben unseren Fokus auf öffentlichen Sendungen, weil wir ganz bewusst eine Einladung aussprechen wollen. Es gibt aber auch nicht öffentliche online-Lesekreise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wichtig - oder noch wichtiger - wie das Organisatorische, ist, dass wir uns im Lesekreis alle auf Augenhöhe begegnen. Ob zum ersten Mal oder zum wiederholten Male - wir versuchen dem Text in ganzer Frische zu begegnen und unvoreingenommen aufzunehmen. Gegenseitiges Belehren, Vorgreifen oder Besserwisserei wollen wir vermeiden. Wir freuen uns darauf, gemeinsam die Klippen zu erklimmen und die Sandhänge herunterzurutschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Frage des &amp;quot;wie&amp;quot; - unsere Werte und Wünsche ==&lt;br /&gt;
Grundsätzlich können und sollen Lesekreise am Bedarf der Teilnehmer orientiert sein, sprich die Gruppe kann und soll der eigenen Dynamik folgen. Das wäre i.S. des Freien Geistesleben der Dreigliederung. Bei anthro.world gibt es dennoch insbesondere für die öffentlichen Lesekreise einen Wertekanon, oder ein Bild von einer Begegnungskultur:&amp;lt;blockquote&amp;gt;Unsere Werte und Wünsche&lt;br /&gt;
* Ein wahres Interesse an den Gedanken und Schriften von Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
* Ein wahres Interesse an den Gedanken und Denkweisen aller Teilnehmer&lt;br /&gt;
* Der Fokus liegt darauf Raum zu schaffen für gedankliche Bewegungen in der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Was dort nicht hingehört sind jede Form von Diskussionen, die man mit Eifer über Rassismus, Sexualität, Religion, Politik, Klima und Umwelt führen könnte&lt;br /&gt;
* Begegnung in Augenhöhe aller Teilnehmer und Gruppenleiter - sprich kein Lehrer/ Schülerverhältnis. Keine Ratschläge erteilen, auch wenn man meint, man weiß es besser&lt;br /&gt;
* Lesen reihum, jeder kommt mal dran. Idealerweise nur kurze Abschnitte lesen. Bei den meisten Steiner Texten ist die Wiederholung durch den nächsten Leser hilfreich. Sprich jeder Abschnitt wird 2x gelesen&lt;br /&gt;
* Überschaubare Gruppengröße, alle Personen mit Vornamen und Kamera sichtbar&lt;br /&gt;
* Nach individuellem Gefühl der Teilnehmer ohne Handzeichen oder Drangenommenwerden Ich-Botschaften einbringen. Aber erst nach dem 2 x Lesen (z.B. im Stile von: &amp;quot;Ich verstehe das so und so...&amp;quot; oder &amp;quot;Ich frage mich, ob das dies und das bedeuten kann - was meint ihr dazu? oder &amp;quot;Hier habe ich Verständnisfragen - wie geht euch das?&amp;quot;&lt;br /&gt;
* Persönliches kann und soll im passenden Kontext von den Individuen eingebracht werden z.B. &amp;quot;mit mir macht dieser Gedanke dies und das&amp;quot;. Aber es soll die Balance gehalten werden, damit der Austausch nicht in Richtung Selbsthilfegruppe geht&lt;br /&gt;
* Eine Diskussion i.S. von Rechthaberei oder Prahlen mit anthroposophischem Fachwissen ist nicht angebracht&lt;br /&gt;
* Freilassend Handeln und Sprechen - es muss immer genügend Raum fürs Gegenüber geschaffen werden, bzw. nicht Raum genommen werden&lt;br /&gt;
* Für das eigene Sprechen Verantwortung übernehmen. Das Propagieren der eigenen Meinung ist meist nicht nachhaltig &amp;quot;nährend&amp;quot; für das Gegenüber. Besser so sprechen, dass sich zwischen den Menschen i.S. eines Werdeprozesses etwas bilden kann.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Lesekreise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künftige öffentliche/nicht-öffentliche Lesekreise: ===&lt;br /&gt;
Wünsche werden gerne entgegengenommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Interessenten und Vorschläge bitte bei Christine Göschl mit Kontaktadresse/Rufnummer melden: christinegoeschl@mail.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Künftige öffentliche Lesekreise (1v2): ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtliche Symptomatologie (GA 185) mit Dorothee W., Start demnächst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;Öffentlicher&amp;lt;/u&amp;gt; Lesekreis (wird dauerhaft in youtube sichtbar sein)&lt;br /&gt;
* Dienstags 10:30h&lt;br /&gt;
*# Dorothee W. (GL)&lt;br /&gt;
*# ... (GL)&lt;br /&gt;
*# ...&lt;br /&gt;
*# ...&lt;br /&gt;
*# ...&lt;br /&gt;
*# ...&lt;br /&gt;
==== Künftige öffentliche Lesekreise (2v2): ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das fünfte Evangelium (GA 148) mit Christine G., Start demnächst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Öffentlicher&amp;lt;/u&amp;gt; Lesekreis (wird dauerhaft in youtube sichtbar sein)&lt;br /&gt;
* Dienstags, 17:30 Uhr&lt;br /&gt;
*# Christine G. (GL)&lt;br /&gt;
*# ... (GL)&lt;br /&gt;
*# Wilfried P.?&lt;br /&gt;
*# Elke J.&lt;br /&gt;
*# Ute d.S.&lt;br /&gt;
*# ...&lt;br /&gt;
*# ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aktuell laufen ====&lt;br /&gt;
==== Aktuell laufender öffentlicher öffentlicher Lesekreis: ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) als online Lesekreis|Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) mit Thomas N. und Wilfried P., Start am 25. März 2026]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;Öffentlicher&amp;lt;/u&amp;gt; Lesekreis (wird dauerhaft in youtube sichtbar sein)&lt;br /&gt;
* Mittwochs 19h&lt;br /&gt;
*# Thomas N. (GL)&lt;br /&gt;
*# Wilfried P. (GL)&lt;br /&gt;
*# Gabriele E.&lt;br /&gt;
*# Elke J.&lt;br /&gt;
*# Michaela M.&lt;br /&gt;
*# Susanne H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weiterer möglicher Lesekreis beginnend mit März 2026 ====&lt;br /&gt;
Thema: &#039;&#039;&#039;GA 157a Schicksalsbildung und Leben nach dem Tod&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne weitere Vorschläge.[[Datei:40.Folge_LK_Die_Theosophie_des_Rosenkreuzers.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2Nh0il5EqIU|mini|40. Folge Lesekreis &amp;quot;Die Theosophie des Rosenkreuzers&amp;quot; (GA 99) von [[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Hier geht&#039;s [https://www.youtube.com/watch?v=2Nh0il5EqIU zum Film] …]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgeschlossene öffentliche Lesekreise ===&lt;br /&gt;
* Die Karma-Vorträge (GA 120) mit Thomas N. und Wilfried P. | öffentlich | abgeschlossen (16. April 2025 - 18. März 2026)&lt;br /&gt;
* Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten (GA 10) | öffentlich | abgeschlossen (14. April 2025 - 24. März 2026)&lt;br /&gt;
* 6. März 2024 - 2. April 2025 | öffentlich | [[Die Theosophie des Rosenkreuzers (GA 99) als online Lesekreis|Die Theosophie des Rosenkreuzers (GA 99)]]&lt;br /&gt;
* [[b:Landwirtschaftlicher_Kurs_(GA_327)_als_online_Lesekreis|Der Landwirtschaftliche Kurs (GA 327) von Rudolf Steiner]] | öffentlich | abgeschlossen&lt;br /&gt;
* [[Die Kernpunkte der sozialen Frage (GA 23) als online Lesekreis|Kernpunkte der sozialen Frage (GA 23) (auch Dreigliederung genannt)]] | öffentlich | abgeschlossen&lt;br /&gt;
* [[Die Philosophie der Freiheit (GA 4) als online Lesekreis|Die Philosophie der Freiheit (GA 4)]] | öffentlich | abgeschlossen&lt;br /&gt;
* [[Theosophie (GA 9) als online Lesekreis|Theosophie (GA 9)]] | öffentlich | abgeschlossen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interessenten für künftige Lesekreise (öffentlich und nicht-öffentliche) ==&lt;br /&gt;
Wenn du Interesse an einem künftigen Lesekreis hast, und wenn du dich über das Kontaktformular/ e-mail/ Anruf meldest, dann bitte mach dir im Vorfeld auch Gedanken, ob du dir vorstellen kannst, dass die an einer öffentlichen Veranstaltung teilnimmst. Uns bei anthro.world ist es zwar ein Anliegen mit und für euch Lesekreise zu organisieren, die auch nicht öffentlich sein können, aber im Hinblick auf unser Bestreben uns &amp;quot;mit der Anthroposophie zu zeigen - quasi als Selbstverständlichkeit&amp;quot;, wollen wir in naher Zukunft versuchen weitere öffentliche Formate zu bilden, siehe Beispiel &amp;quot;[[Die Theosophie des Rosenkreuzers (GA 99) als online Lesekreis|Die Theosophie des Rosenkreuzers]]&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eva St., nicht öffentlich&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du hast Interesse hier mitzumachen? Dann melde dich bei Christine über christinegoeschl@mail.de oder über das [https://blog.anthro.world/impressum/kontakt-formular/ Kontaktformular]. Wir freuen uns über deine Nachricht/ Anregungen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere online-Aktivitäten bei anthro.world ===&lt;br /&gt;
Die Lesekreise waren die ersten regelmäßigen online Veranstaltungen bei anthro.world. Das gemeinsame Wirken hat uns Veranstaltern und Teilnehmern viel Kraft und Freude zukommen lassen, so entwickelten sich auch noch weitere online &amp;quot;Formate&amp;quot;: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laufende Aktivitäten &lt;br /&gt;
*[[Die Nebenübungen von Rudolf Steiner in Gruppenarbeit|Die Nebenübungen als Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
*[[Die Apokalypse des Johannes (GA 104) - alle Vorträge von Wolfgang Peter|Wöchentliche Apokalypse Vorträge von Dr. Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
*[[MitTun bei Anthro.World|MitTun: Wertvolle Vorträge transkribieren, Glossare erstellen u.v.m]]  &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augenhöhe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziales Miteinander]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studienmaterial für das Selbststudium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zuhören lernen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Hereinwirken_geistiger_Wesenheiten_in_den_Menschen_(GA_102)_als_online_Lesekreis&amp;diff=32123</id>
		<title>Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) als online Lesekreis</title>
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		<updated>2026-07-08T23:05:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Inhalte der Vorträge */ Überschriften aus dem steiner.wiki&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seite in Bearbeitung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesekreis - Überblick ==&lt;br /&gt;
ab März 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppenleitung:&#039;&#039;&#039; Wilfried Polin und Thomas Nick&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Teilnehmer:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas N. (GL)&lt;br /&gt;
* Wilfried P. (GL)&lt;br /&gt;
* Gabriele E.&lt;br /&gt;
* Elke J.&lt;br /&gt;
* Michaela M.&lt;br /&gt;
* Susanne H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte der Vorträge ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner Taschenbuchausgabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ERSTER_VORTRAG,_Berlin,_6._Januar_1908|ERSTER VORTRAG, Berlin, 6. Januar 1908, S. 13]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in unser Dasein. Wesenheiten des Astralplans und des Devachans. Die Gruppenseelen der Tiere, Pflanzen und Mineralien. Gutartige und bösartige Mond-, Mars- und Venuswesenheiten. Die erfinderischen und die wilden Saturnwesenheiten. Verschiedene Wirkensweisen dieser elementarischen Wesen auf die Erde und den Menschen. Chylus, Lymphe und Blut als Leib von Wesenheiten anderer Planeten. Wirkung der Saturngeister durch die Sinnesorgane (Gerüche, Parfüms). Der Gegensatz von Lunge und Leber. Die Prometheus-Sage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZWEITER_VORTRAG,_Berlin,_27._Januar_1908|ZWEITER VORTRAG, Berlin, 27. Januar 1908, S. 30]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planetendasein, Sonnendasein und Tierkreisdasein als kosmische Entwickelungsstufen. «Zeit» und «Dauer». Der Saturn als Morgendämmerung unseres planetarischen Zustands. Seine Entstehung als «Opfer» des Tierkreises. Auf- und niedersteigende Kräfte des Tierkreises. Die sieben Wesensglieder des Menschen und der höheren Wesenheiten. Der Mensch als empfangende, die höheren Wesenheiten als schöpferische Wesenheiten. Die Bedeutung des Sternbildesder «Waage» für die Ich-Entwickelung des Menschen. Christus als «mystisches Lamm» und der Mensch. Ihr Zusammenhang im Tierkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DRITTER_VORTRAG,_Berlin,_15._Februar_1908|DRITTER VORTRAG, Berlin, 15. Februar 1908, S. 44]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kant-Laplacesche Theorie und die Theosophie. Die früheren Verkörperungen der Erde als Taten geistiger Wesenheiten. Hinzukommende und zurückbleibende Wesenheiten. Der Ursprung der Tierwelt. Abtrennung der Sonne und der Planeten Uranus, Saturn und Jupiter als Wohnstätten geistiger Wesenheiten. Der Marsdurchgang und das Eisen. Abtrennung des Mondes, seine Verbindung mit dem Sonnengeist Jehova. Die Venus- und Merkurwesenheiten als Lehrer der Menschen. Wirkung des Mars in der Empfindungsseele, Merkur in der Verstandesseele und Jupiter in der Bewußtseinsseele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#VIERTER_VORTRAG,_Berlin,_29._Februar_1908|VIERTER VORTRAG, Berlin, 29. Februar 1908, S. 63]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wärmeelement des alten Saturn. Die Geister der Form als Bildner der ersten Anlage des physischen Leibes des Menschen auf dem Saturn. Mythos von Kronos und Gäa. Auf der Sonne opfern die Geister der Form den Ätherleib, auf dem Mond den Astralleib und bewirken dadurch die erste Anlage der menschlichen Äther- und Astralleiber. Auf der Erde Einträufelung des Ich in der lemurischen Zeit. Das Ich ergreift im Laufe der atlantischen Zeit Astralleib, Ätherleib und physischen Leib des Menschen und es entstehen Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele, Geistselbst und Lebensgeist. Das Mysterium von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#F%C3%9CNFTER_VORTRAG,_Berlin,_16._M%C3%A4rz_1908|FÜNFTER VORTRAG, Berlin, 16. März 1908, S 82]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltentwickelung durch Saturn, Sonne, Mond und Erde. Wiederholungen der früheren Zustände im Beginn der Erdentwickelung. Der Mensch als Erstgeborener vor Tier, Pflanze und Mineral. Die Erde als Wärmeorganismus. Das Zyklopen-Wärmeorgan. Entstehung von Licht und Luft. Luftsystem und Nervensubstanz. Wasserbildungen durch den Ton gemäß der Sphärenmusik. Die Eiweißbildung durch den «Tanz der Stoffe». Über die Zelle. Öffnung der Sinne nach der Sonnentrennung. Lebendige und mineralische Wärme. Die Eingliederung des Festen (Asche) in den Organismus durch den Gedanken, durch das Wort, das zuerst da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SECHSTER_VORTRAG,_Berlin,_24._M%C3%A4rz_1908|SECHSTER VORTRAG, Berlin, 24. März 1908, S. 96]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Umkehrung bei der Wiederholung von Entwickelungszuständen. Umformungen der verschiedenen Systeme (Blut-, Nerven-, Drüsen- und Sinnessystem) im Laufe der Entwickelung. Das Persönlichkeitsbewußtsein auf der Erde im Gegensatz zum alten Mondenbewußtsein. Nachklänge des letzteren im Germanentum (Blutrache) und Judentum (Blutgruppenseele, die Erinnerung durch die Generationen). Das Gruppenseelenbewußtsein des alten Mondes. Der Mond als der Planet der Weisheit, die Erde als der Planet der Liebe. Der zukünftige Planet Jupiter. Der Gegensatz von Geistern der Weisheit und Geistern der Liebe. Ihr Zusammenwirken in der Bildung von «Individualität» und «Persönlichkeit» des Menschen im Durchgang durch die Inkarnationen. Aufstieg der Geister der Weisheit zu Geistern der Umlaufzeiten. Christus als der Sonnengeist, als das «mystische Lamm», als das «große Opfer der Erde». Der Leib des Menschen zwischen Geistern der Weisheit und Jehova, dem Herrn der Form, ihr Gleichgewicht durch die Christus-Wesenheit. Die Veredelung und Spiritualisierung des menschlichen Leibes als die «Auferstehung des Fleisches». Die Freiheit als Einschlag der zurückgebliebenen Geister. Gemeinschaft des Geistes als Glaube auf dem Jupiter und als der Sinn des Christentums. Schilderung der nachatlantischen Kulturepochen. Der Urbeginn unserer Welt im Alten und Neuen Testament. Das Christentum als Menschheitsreligion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#SIEBENTER_VORTRAG,_Berlin,_13._April_1908|SIEBENTER VORTRAG, Berlin, 13. April 1908, S. 117]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der silberne Kodex des Bischofs Ulfilas. Siegfried und die Christus-Wesenheit. Richard Wagners Parsifal. Das Bewußtsein des heutigen und des atlantischen Menschen. Das Wesen der alten Mythen und Sagen. Der verschiedene Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe beim atlantischen und beim heutigen Menschen. Die Einweihung in den alten Mysterien. Das Wesen der Religion. Die erneute Lockerung des Ätherleibes und die Folgen davon für den modernen Menschen. Über ein psychologisches Buch (von Ebbinghaus). Christus als Vorbild für die Wiedergewinnung der alten Erinnerungen der Vorzeit und für alle Prophetie der Zukunft. Die Synthese von Weihnachtsfest und Osterfest. Nervosität als Folge des Nichtbewußtwerdens der geistigen Welt. Die Christus-Idee der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ACHTER_VORTRAG,_Berlin,_20._April_1908|ACHTER VORTRAG, Berlin, 20. April 1908, S. 137]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den Menschen übergeordneten geistigen Hierarchien. Das Wesen der Engel. Ihre Aufgabe als Schutzgeist für den einzelnen Menschen durch die wiederholten Erdenleben. Das Wesen der Erzengel. Ihr Wirken als Volksgeist und für andere Aufgaben. Die Urkräfte als Geister der Zeiten und ihr Wirken in den nachatlantischen Epochen sowie im einzelnen Menschen. Giordano Bruno. Satan, der widerrechtliche, und Jehova als der rechtliche Fürst dieser Welt. Von den Exusiai, den Gewalten. Christus als der Lenker der ganzen Menschheit, zu dem jeder selber seinen Weg finden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#NEUNTER_VORTRAG,_Berlin,_13._Mai_1908|NEUNTER VORTRAG, Berlin, 13. Mai 1908, S. 151]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbares Erfahren der übersinnlichen Welt (Atlantis) und Gedächtnisreligion (Nachatlantis). Sagen und Mythen. Das Entstehen des Joga. Der Ahnenkult und die daraus entstehenden Religionssysteme. Vedantaphilosophie, System der Hebräer, der Ägypter. Das griechische Religionssystem. Die griechische Baukunst. Die Gotik. Die romanische Baukunst. Das Christentum. Die Gestalt des Jesus Christus. Die Veräußerlichung der modernen Wissenschaft. Der Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe in früheren Zeiten, in Gegenwart und Zukunft. Über den geistigen Tod. Das Christentum ist größer als alle Religionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_16._Mai_1908|10 EHNTER VORTRAG, Berlin, 16. Mai 1908, S. 162]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühlsverständnis der theosophischen Erkenntnisse. Gliederung höherer Wesenheiten, des Menschen, der Tiere und der Elementarwesen. Über die Gnomen. Gliederung der Elementarwesen in Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamander. Der Ahasvermythos. Die sechzehn Wege des Verderbens. Vom Wesen der tierischen Gruppenseele. Wesen und Entstehung der Elementarwesen, namentlich der Salamander. Vom Wesen des Affen. Dekadenzerscheinungen der heutigen Zeit und das Gesundende der Theosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ELFTER_VORTRAG,_Berlin,_1._Juni_1908|ELFTER VORTRAG, Berlin, 1. Juni 1908, S. 183]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Tiergruppenseelen. Das Entstehen der Elementarwesen. Biene und Sylphe. Heutige Wissenschaft und Elementarwesen. Theorien über Allwesen und Allbeseeltheit. Vom Wesen der Gruppenseelen. Die Entwickelung des Menschen von der Gruppenseelenhaftigkeit zur Individualität. Das Bewußtsein des alten Hellsehertums und der Patriarchenzeiten. Unterschied des jüdischen und christlichen Bewußtseins. Geschichtswissenschaftliche Darstellung als Fable convenue. Der Individualisierungsprozeß im Mittelalter (Städtegründung). Allgemeine Anerkennung der mathematischen Wahrheiten. Frühere Rassenzusammenhänge und künftige Gruppenseelenhaftigkeiten. Über Elementarwesen (Undinen, Sylphen). Elementarwesen zwischen Reiter und Roß, dem Hirten und seiner Herde. Unterschied von Göttern und Menschen. Vom Wesen der Symbolik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ZW%C3%96LFTER_VORTRAG,_Berlin,_4._Juni_1908|ZWÖLFTER VORTRAG, Berlin, 4. Juni 1908, S. 199]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Elementarwesen. Die Ich-Seele der Tiere, Pflanzen, Mineralien auf den verschiedenen Planen. Der Mensch im Schlafe. Die vier Systeme des physischen Leibes: Sinnesorgane, Drüsen, Nerven, Blut. Unterschied von «physisch» und «mineralisch». Trennung von Ich und Astralleib von Ätherleib und physischem Leib im Schlafe. Durchdringung von physischem Leib und Ätherleib durch höhere Wesenheiten. Abschnürungen von Teilen dieser Wesenheiten durch Lügen (Phantome), durch schlechte soziale Einrichtungen (Spektren), durch Gesinnungszwang (Dämonen). Die Lockerung des Ätherleibes und ihre Erfüllung mit geistigen, das heißt mit religiösen und künstlerischen Vorstellungen. Richard Wagner. Worte eines bedeutenden Architekten (H. v. Ferstel). Das Pfingstfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#DREIZEHNTER_VORTRAG,_Berlin,_11._Juni_1908|DREIZEHNTER VORTRAG, Berlin, 11. Juni 1908, S. 214]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung des Menschen mit geistigen Wesenheiten in der Kunst. Bauwerke als Verbindung mit den Ätherleibern (Griechischer Tempel), Musik als Verbindung mit den Astralleibern von höheren Geistwesenheiten. Die Harmonisierung und Wiederherstellung der menschlichen Kräfte im Schlaf. Die geistigen Kräfte im Raum. Böcklin und sein Bild «Pietä». Der griechische Tempel, ägyptische, romanische Baukunst, der gotische Dom. Plastik als Kunst des Ätherleibes, Malerei als Kunst der Empfindungsseele, Musik als Kunst der Verstandesseele, Dichtkunst als Kunst der Bewußtseinsseele. Bei- spiel aus Goethes «Faust». Aussprüche Richard Wagners über Musik. Sein Versuch der Vereinigung von Shakespeare und Beethoven. Die Neunte Symphonie. Allgemeine Charakteristik der künstlerischen Ziele Richard Wagners. Die Bedeutung der Kunst für das theosophische Leben der Zukunft. Die künstlerische Gestaltung von Profanbauten, wie Bahnhöfen und so weiter. Die Katakomben-Christen als Vorbild für die geistigen Bestrebungen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#Hinweise|&#039;&#039;&#039;Hinweise, S. 231&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[s:GA_102#%C3%9Cber_die_Vortragsnachschriften|&#039;&#039;&#039;Über die Vortragsnachschriften, S. 237&#039;&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe.......................... 239&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassungen ==&lt;br /&gt;
Folge 1: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 2: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 3: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 4: --&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 5: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 6: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 7: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 8: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 9: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 10: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 11: Susanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 12: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 13: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 14: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 15: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 16: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 17:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmen aus dem Lesekreis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
angesprochen in den jeweiligen Vorträgen, die sich aus dem Gespräch ergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Daniel, Joachim: Vortragszyklus - Weltgeschichte im Licht der Anthroposophie, Sentovision, 2013, 91 Vorträge auf MP3-DVD (Audio), Laufzeit ca. 90 Stunden, ISBN: 9783037520840 [Folge 16]&lt;br /&gt;
* Rosa, Hartmut: &lt;br /&gt;
** Unverfügbarkeit, Suhrkamp TB,   ISBN 978-3518471005&lt;br /&gt;
** Situation und Konstellation: Vom Verschwinden des Spielraums | Warum uns die Energie ausgeht, ISBN 978-3518588338&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
== Unser Fokus in der sozialen Kommunikation ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Hereinwirken_geistiger_Wesenheiten_in_den_Menschen_(GA_102)_als_online_Lesekreis&amp;diff=32122</id>
		<title>Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen (GA 102) als online Lesekreis</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Das_Hereinwirken_geistiger_Wesenheiten_in_den_Menschen_(GA_102)_als_online_Lesekreis&amp;diff=32122"/>
		<updated>2026-07-08T22:58:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Überschriften aus dem steiner.wiki&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Seite in Bearbeitung ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lesekreis - Überblick ==&lt;br /&gt;
ab März 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gruppenleitung:&#039;&#039;&#039; Wilfried Polin und Thomas Nick&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Teilnehmer:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas N. (GL)&lt;br /&gt;
* Wilfried P. (GL)&lt;br /&gt;
* Gabriele E.&lt;br /&gt;
* Elke J.&lt;br /&gt;
* Michaela M.&lt;br /&gt;
* Susanne H.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalte der Vorträge ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner Taschenbuchausgabe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[s:GA_102#ERSTER_VORTRAG,_Berlin,_6._Januar_1908|ERSTER VORTRAG, Berlin, 6. Januar 1908]]    Seite 13&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in unser Dasein. Wesenheiten des Astralplans und des Devachans. Die Gruppenseelen der Tiere, Pflanzen und Mineralien. Gutartige und bösartige Mond-, Mars- und Venuswesenheiten. Die erfinderischen und die wilden Saturnwesenheiten. Verschiedene Wirkensweisen dieser elementarischen Wesen auf die Erde und den Menschen. Chylus, Lymphe und Blut als Leib von Wesenheiten anderer Planeten. Wirkung der Saturngeister durch die Sinnesorgane (Gerüche, Parfüms). Der Gegensatz von Lunge und Leber. Die Prometheus-Sage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zweiter Vortrag, 27. Januar 1908    Seite 30&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Planetendasein, Sonnendasein und Tierkreisdasein als kosmische Entwickelungsstufen. «Zeit» und «Dauer». Der Saturn als Morgendämmerung unseres planetarischen Zustands. Seine Entstehung als «Opfer» des Tierkreises. Auf- und niedersteigende Kräfte des Tierkreises. Die sieben Wesensglieder des Menschen und der höheren Wesenheiten. Der Mensch als empfangende, die höheren Wesenheiten als schöpferische Wesenheiten. Die Bedeutung des Sternbildesder «Waage» für die Ich-Entwickelung des Menschen. Christus als «mystisches Lamm» und der Mensch. Ihr Zusammenhang im Tierkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dritter Vortrag, 15. Februar 1908    Seite 44&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kant-Laplacesche Theorie und die Theosophie. Die früheren Verkörperungen der Erde als Taten geistiger Wesenheiten. Hinzukommende und zurückbleibende Wesenheiten. Der Ursprung der Tierwelt. Abtrennung der Sonne und der Planeten Uranus, Saturn und Jupiter als Wohnstätten geistiger Wesenheiten. Der Marsdurchgang und das Eisen. Abtrennung des Mondes, seine Verbindung mit dem Sonnengeist Jehova. Die Venus- und Merkurwesenheiten als Lehrer der Menschen. Wirkung des Mars in der Empfindungsseele, Merkur in der Verstandesseele und Jupiter in der Bewußtseinsseele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vierter Vortrag, 29. Februar 1908    Seite 63&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wärmeelement des alten Saturn. Die Geister der Form als Bildner der ersten Anlage des physischen Leibes des Menschen auf dem Saturn. Mythos von Kronos und Gäa. Auf der Sonne opfern die Geister der Form den Ätherleib, auf dem Mond den Astralleib und bewirken dadurch die erste Anlage der menschlichen Äther- und Astralleiber. Auf der Erde Einträufelung des Ich in der lemurischen Zeit. Das Ich ergreift im Laufe der atlantischen Zeit Astralleib, Ätherleib und physischen Leib des Menschen und es entstehen Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele, Geistselbst und Lebensgeist. Das Mysterium von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fünfter Vortrag, 16. März 1908    Seite 82&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltentwickelung durch Saturn, Sonne, Mond und Erde. Wiederholungen der früheren Zustände im Beginn der Erdentwickelung. Der Mensch als Erstgeborener vor Tier, Pflanze und Mineral. Die Erde als Wärmeorganismus. Das Zyklopen-Wärmeorgan. Entstehung von Licht und Luft. Luftsystem und Nervensubstanz. Wasserbildungen durch den Ton gemäß der Sphärenmusik. Die Eiweißbildung durch den «Tanz der Stoffe». Über die Zelle. Öffnung der Sinne nach der Sonnentrennung. Lebendige und mineralische Wärme. Die Eingliederung des Festen (Asche) in den Organismus durch den Gedanken, durch das Wort, das zuerst da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sechster Vortrag, 24. März 1908   Seite 96&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zeitliche Umkehrung bei der Wiederholung von Entwickelungszuständen. Umformungen der verschiedenen Systeme (Blut-, Nerven-, Drüsen- und Sinnessystem) im Laufe der Entwickelung. Das Persönlichkeitsbewußtsein auf der Erde im Gegensatz zum alten Mondenbewußtsein. Nachklänge des letzteren im Germanentum (Blutrache) und Judentum (Blutgruppenseele, die Erinnerung durch die Generationen). Das Gruppenseelenbewußtsein des alten Mondes. Der Mond als der Planet der Weisheit, die Erde als der Planet der Liebe. Der zukünftige Planet Jupiter. Der Gegensatz von Geistern der Weisheit und Geistern der Liebe. Ihr Zusammenwirken in der Bildung von «Individualität» und «Persönlichkeit» des Menschen im Durchgang durch die Inkarnationen. Aufstieg der Geister der Weisheit zu Geistern der Umlaufzeiten. Christus als der Sonnengeist, als das «mystische Lamm», als das «große Opfer der Erde». Der Leib des Menschen zwischen Geistern der Weisheit und Jehova, dem Herrn der Form, ihr Gleichgewicht durch die Christus-Wesenheit. Die Veredelung und Spiritualisierung des menschlichen Leibes als die «Auferstehung des Fleisches». Die Freiheit als Einschlag der zurückgebliebenen Geister. Gemeinschaft des Geistes als Glaube auf dem Jupiter und als der Sinn des Christentums. Schilderung der nachatlantischen Kulturepochen. Der Urbeginn unserer Welt im Alten und Neuen Testament. Das Christentum als Menschheitsreligion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siebenter Vortrag, 13. April 1908   Seite 117&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der silberne Kodex des Bischofs Ulfilas. Siegfried und die Christus-Wesenheit. Richard Wagners Parsifal. Das Bewußtsein des heutigen und des atlantischen Menschen. Das Wesen der alten Mythen und Sagen. Der verschiedene Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe beim atlantischen und beim heutigen Menschen. Die Einweihung in den alten Mysterien. Das Wesen der Religion. Die erneute Lockerung des Ätherleibes und die Folgen davon für den modernen Menschen. Über ein psychologisches Buch (von Ebbinghaus). Christus als Vorbild für die Wiedergewinnung der alten Erinnerungen der Vorzeit und für alle Prophetie der Zukunft. Die Synthese von Weihnachtsfest und Osterfest. Nervosität als Folge des Nichtbewußtwerdens der geistigen Welt. Die Christus-Idee der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Achter Vortrag, 20. April 1908   Seite 137&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den Menschen übergeordneten geistigen Hierarchien. Das Wesen der Engel. Ihre Aufgabe als Schutzgeist für den einzelnen Menschen durch die wiederholten Erdenleben. Das Wesen der Erzengel. Ihr Wirken als Volksgeist und für andere Aufgaben. Die Urkräfte als Geister der Zeiten und ihr Wirken in den nachatlantischen Epochen sowie im einzelnen Menschen. Giordano Bruno. Satan, der widerrechtliche, und Jehova als der rechtliche Fürst dieser Welt. Von den Exusiai, den Gewalten. Christus als der Lenker der ganzen Menschheit, zu dem jeder selber seinen Weg finden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neunter Vortrag, 13. Mai 1908   Seite 151&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbares Erfahren der übersinnlichen Welt (Atlantis) und Gedächtnisreligion (Nachatlantis). Sagen und Mythen. Das Entstehen des Joga. Der Ahnenkult und die daraus entstehenden Religionssysteme. Vedantaphilosophie, System der Hebräer, der Ägypter. Das griechische Religionssystem. Die griechische Baukunst. Die Gotik. Die romanische Baukunst. Das Christentum. Die Gestalt des Jesus Christus. Die Veräußerlichung der modernen Wissenschaft. Der Zusammenhang des Ätherleibes mit dem physischen Leibe in früheren Zeiten, in Gegenwart und Zukunft. Über den geistigen Tod. Das Christentum ist größer als alle Religionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zehnter Vortrag, 16. Mai 1908   Seite 162&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühlsverständnis der theosophischen Erkenntnisse. Gliederung höherer Wesenheiten, des Menschen, der Tiere und der Elementarwesen. Über die Gnomen. Gliederung der Elementarwesen in Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamander. Der Ahasvermythos. Die sechzehn Wege des Verderbens. Vom Wesen der tierischen Gruppenseele. Wesen und Entstehung der Elementarwesen, namentlich der Salamander. Vom Wesen des Affen. Dekadenzerscheinungen der heutigen Zeit und das Gesundende der Theosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Elfter Vortrag, 1. Juni 1908   Seite 183&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Tiergruppenseelen. Das Entstehen der Elementarwesen. Biene und Sylphe. Heutige Wissenschaft und Elementarwesen. Theorien über Allwesen und Allbeseeltheit. Vom Wesen der Gruppenseelen. Die Entwickelung des Menschen von der Gruppenseelenhaftigkeit zur Individualität. Das Bewußtsein des alten Hellsehertums und der Patriarchenzeiten. Unterschied des jüdischen und christlichen Bewußtseins. Geschichtswissenschaftliche Darstellung als Fable convenue. Der Individualisierungsprozeß im Mittelalter (Städtegründung). Allgemeine Anerkennung der mathematischen Wahrheiten. Frühere Rassenzusammenhänge und künftige Gruppenseelenhaftigkeiten. Über Elementarwesen (Undinen, Sylphen). Elementarwesen zwischen Reiter und Roß, dem Hirten und seiner Herde. Unterschied von Göttern und Menschen. Vom Wesen der Symbolik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwölfter Vortrag, 4. Juni 1908   Seite 199&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Elementarwesen. Die Ich-Seele der Tiere, Pflanzen, Mineralien auf den verschiedenen Planen. Der Mensch im Schlafe. Die vier Systeme des physischen Leibes: Sinnesorgane, Drüsen, Nerven, Blut. Unterschied von «physisch» und «mineralisch». Trennung von Ich und Astralleib von Ätherleib und physischem Leib im Schlafe. Durchdringung von physischem Leib und Ätherleib durch höhere Wesenheiten. Abschnürungen von Teilen dieser Wesenheiten durch Lügen (Phantome), durch schlechte soziale Einrichtungen (Spektren), durch Gesinnungszwang (Dämonen). Die Lockerung des Ätherleibes und ihre Erfüllung mit geistigen, das heißt mit religiösen und künstlerischen Vorstellungen. Richard Wagner. Worte eines bedeutenden Architekten (H. v. Ferstel). Das Pfingstfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreizehnter Vortrag, 11. Juni 1908   Seite 214&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung des Menschen mit geistigen Wesenheiten in der Kunst. Bauwerke als Verbindung mit den Ätherleibern (Griechischer Tempel), Musik als Verbindung mit den Astralleibern von höheren Geistwesenheiten. Die Harmonisierung und Wiederherstellung der menschlichen Kräfte im Schlaf. Die geistigen Kräfte im Raum. Böcklin und sein Bild «Pietä». Der griechische Tempel, ägyptische, romanische Baukunst, der gotische Dom. Plastik als Kunst des Ätherleibes, Malerei als Kunst der Empfindungsseele, Musik als Kunst der Verstandesseele, Dichtkunst als Kunst der Bewußtseinsseele. Bei- spiel aus Goethes «Faust». Aussprüche Richard Wagners über Musik. Sein Versuch der Vereinigung von Shakespeare und Beethoven. Die Neunte Symphonie. Allgemeine Charakteristik der künstlerischen Ziele Richard Wagners. Die Bedeutung der Kunst für das theosophische Leben der Zukunft. Die künstlerische Gestaltung von Profanbauten, wie Bahnhöfen und so weiter. Die Katakomben-Christen als Vorbild für die geistigen Bestrebungen unserer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweise............................................................................................... 231&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner über die Vortragsnachschriften................................ 237&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe.......................... 239&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassungen ==&lt;br /&gt;
Folge 1: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 2: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 3: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 4: --&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 5: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 6: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 7: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 8: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 9: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 10: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 11: Susanne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 12: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 13: Wilfried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 14: Gabriele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 15: Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 16: Elke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folge 17:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stimmen aus dem Lesekreis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
angesprochen in den jeweiligen Vorträgen, die sich aus dem Gespräch ergaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Daniel, Joachim: Vortragszyklus - Weltgeschichte im Licht der Anthroposophie, Sentovision, 2013, 91 Vorträge auf MP3-DVD (Audio), Laufzeit ca. 90 Stunden, ISBN: 9783037520840 [Folge 16]&lt;br /&gt;
* Rosa, Hartmut: &lt;br /&gt;
** Unverfügbarkeit, Suhrkamp TB,   ISBN 978-3518471005&lt;br /&gt;
** Situation und Konstellation: Vom Verschwinden des Spielraums | Warum uns die Energie ausgeht, ISBN 978-3518588338&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
== Unser Fokus in der sozialen Kommunikation ==&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Baustellenseite&amp;diff=32116</id>
		<title>Baustellenseite</title>
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		<updated>2026-07-08T15:17:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Abl. vom 8.7.26&lt;/p&gt;
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===Abl vom 8.7.26===&lt;br /&gt;
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|[[Datei:GA229.jpg|verweis=https://steiner.wiki/GA_229#VIERTER_VORTRAG_Dornach,_12._Oktober_1923|links|192x192px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[https://anthro.world/Hauptseite#Aktuelles Rudolf Steiner Johanni-Imagination am Freitag, 19. Juni 2026 um 18h]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[https://meet.jit.si/ag1913 &amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Live auf anthro.world. Wenn du aktiv mitlesen möchtest, mit Ton und Kamera, treffen wir uns 18h auf&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt; &#039;&#039;&#039;https://meet.jit.si/ag1913&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
===Ablage vom 29. April 2026===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablage vom 15. Mai 2026 ===&lt;br /&gt;
Wir lesen am Karfreitag, den 3. April 2025 um 18h online und live die Oster-Imagination. Wie schon die Jahre zuvor. Der Link zur live Teilnahme ist: https://meet.jit.si/ag1913&lt;br /&gt;
[[Datei:GA229.jpg|verweis=https://steiner.wiki/GA_229#DRITTER_VORTRAG_Dornach,_7._Oktober_1923|links|192x192px]]&lt;br /&gt;
Den Text von der Oster-Imagination findest du u.a. hier: DRITTER VORTRAG, den Rudolf Steiner am 7. Oktober 1923 in Dornach, Schweiz, hielt. Link https://steiner.wiki/GA_229#DRITTER_VORTRAG_Dornach,_7._Oktober_1923 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollten wir uns noch nicht persönlich kennen, und möchtest du live auf jit.si teilnehmen, dann melde dich bitte zum kennen lernen bei François hier: https://anthro.world/impressum/kontakt-formular.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-2-12.jpg|links|270px|link=Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|Vortrag Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|&#039;&#039;„Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus“&#039;&#039;]]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Dr. Wolfgang Peter in Brunn am Gebirge 2025-11-9.jpg|verweis=https://anthro.world/Rudolf_Steiner_und_die_Welt_der_Farben_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2025|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Rudolf_Steiner_und_die_Welt_der_Farben_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2025 Rudolf Steiner und die Welt der Farben | Dr. Wolfgang Peter | Brunn am Gebirge | November 2025]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner Vortrag Wolfgang --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:GA229.jpg|verweis=https://steiner.wiki/GA_229#DRITTER_VORTRAG_Dornach,_7._Oktober_1923|links|192x192px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[https://anthro.world/Hauptseite#Aktuelles Rudolf Steiner Oster-Imagination an Karfreitag, 3. April 2026 um 18h]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://meet.jit.si/ag1913 &amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Live auf anthro.world. Wenn du aktiv mitlesen möchtest, treffen wir uns 18h auf&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt; &#039;&#039;&#039;https://meet.jit.si/ag1913&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls wir uns noch nicht kennen, bitte hier anmelden: [https://blog.anthro.world/impressum/kontakt-formular/ &#039;&#039;&#039;Kontaktformular&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
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=== Ablage vom 19. März 2026 ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=Goethes_Märchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Michael Rheinheimer, Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg:]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 &amp;lt;big&amp;gt;Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den Geistigen Welten&amp;lt;/big&amp;gt;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Vortrag_Essen_2024-11-24.webp|verweis=Wie_tot_sind_die_Toten_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2024|links|300x300px|Wie tot sind unsere Toten?]]&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 150%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Wie_tot_sind_die_Toten_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2024 WIE TOT SIND UNSERE TOTEN?]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Wie_tot_sind_die_Toten_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2024 Einblicke in das Leben zwischen Tod und neuer Geburt]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Wie_tot_sind_die_Toten_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2024 Ein Vortrag von Dr. Wolfgang Peter]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Wie_tot_sind_die_Toten_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2024 gehalten am 24. November 2024 im ChorForum Essen]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablage vom 18. Feb 26 ===&amp;lt;!-- Beginn Banner 1 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Banner Lichtwurzelpulver in Handarbeit von Hans-Martin Aurich.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthro.world&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=anthro.world&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root/ vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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=== Ablage vom 7. Feb 2026 ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Der_höchste_Opferweise,_der_Schwellenhüter_und_Maria_als_Neophyt.JPG|verweis=https://www.schloss-hohenfels.de/2024/12/mysteriendrama-der-seelen-erwachen-0226/|links|200x200px]]&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 190%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://mysteriendramen.at/Der_Seelen_Erwachen Rudolf Steiner: Der Seelen Erwachen]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 130%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt; [https://www.schloss-hohenfels.de/2024/12/mysteriendrama-der-seelen-erwachen-0226 Montag, 2. Februar bis Dienstag, 3. Februar]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;Mit Einführungsvortrag und praktischen Übungen zur Sprachgestaltung&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 130%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.schloss-hohenfels.de/ Schloss Hohenfels], [https://www.google.com/maps/place/Schloss+Hohenfels+-+G%C3%A4stehaus+Morgenrot/@47.8647038,9.1109906,15z/data=!4m21!1m11!3m10!1s0x479a5d471cf16109:0x45a4bb57c2fcaf30!2sSchloss+Hohenfels+-+G%C3%A4stehaus+Morgenrot!5m2!4m1!1i2!8m2!3d47.8647038!4d9.1109906!10e5!16s%2Fg%2F11k3rjqcqs!3m8!1s0x479a5d471cf16109:0x45a4bb57c2fcaf30!5m2!4m1!1i2!8m2!3d47.8647038!4d9.1109906!16s%2Fg%2F11k3rjqcqs?entry=ttu 78355 Hohenfels, Deutschland]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablage vom 19. Nov 2025 ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit 9. Staffel &amp;quot;Die Nebenübungen in Gruppenarbeit bei anthro.world&amp;quot;]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit Neue Gruppen im September 2025. Jetzt anmelden] &amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablage 4. Juni 2025 ===&amp;lt;!-- Beginn Banner 3 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Vortrag-Die Prüfung der Seele-2025-01-13.jpg|links|250px|link=https://www.youtube.com/watch?v=C0boFwY8QoA]]&lt;br /&gt;
|&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 180%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=C0boFwY8QoA Rudolf Steiner: Die Prüfung der Seele]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 130%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=C0boFwY8QoA Einführungsvortrag von Wolfgang Peter]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=C0boFwY8QoA 13. Januar 2025, Schloss Hohenfels]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://mysteriendramen.at/Die_Prüfung_der_Seele www.mysteriendramen.at]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 170%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Online-Lesekreis Willst du mitmachen? Öffentlicher Lesekreis &amp;quot;Karma-Vorträge&amp;quot; von Rudolf Steiner. GA 120. Mittwochs 19h, Start am 16. April 2025]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:5._Folge_der_8._Staffel_Die_Nebenübungen_von_Rudolf_Steiner_2025-3-17.jpg|verweis=Die_Nebenübungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit|links|300x300px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 210%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Online-Lesekreis &amp;quot;Die Nebenübungen in Gruppenarbeit bei anthro.world&amp;quot;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ablage 31. März 2025==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|A}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|B}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|B}}&lt;br /&gt;
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{{BS|C}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|D}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|D}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|E}}&lt;br /&gt;
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{{BS|E}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|G}}&lt;br /&gt;
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{{BS|H}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|Z}}&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|0-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|0-9}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Ablage vom 30. März 2025 ==&lt;br /&gt;
Glossar Apo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Abschnittsüberschriften: {{GlossarNavigationArtikel|A}} für jeden Buchstabenabschnitt (A-Z und 0-9) - Begriffe: In normaler Schreibweise mit Verlinkung (z. B. [[Widersacher]] statt &amp;quot;WIDERSACHER&amp;quot;) - Beschreibungen: Ohne Anführungszeichen - Fettmarkierung: Begriffe im Text mit &#039;&#039;&#039;Begriff&#039;&#039;&#039; in Wiki-Schreibweise fett markiert - Sortierung: Innerhalb jedes Buchstabenabschnitts nach Zeitstempel aufsteigend - Linkformat: [[Die Apokalypse des Johannes - &amp;lt;Nummer&amp;gt;. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Titel Zeitstempel|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, &amp;lt;Nummer&amp;gt;. Folge, 2020, Zeitstempel]], wobei &amp;lt;Nummer&amp;gt; durch die jeweilige Vortragsnummer ersetzt wird - Abschnittsmarkierung: {{BS|A}} für jeden Buchstabenabschnitt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
grammatikalisch korrekten Leerzeichen vor und nach den Auslassungszeichen („ … “ statt „...“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am Satzende ein Punkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablage vom 30. März 2025 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
== Prompt für die Erstellung des Glossars ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
detaillierten Anweisungen:&lt;br /&gt;
=== Einschränkungen ===&lt;br /&gt;
* Ich füge keine Inhalte hinzu, die nicht im Text enthalten sind, und halte mich strikt an die Vorgaben, auch wenn dies zu unvollständigen Einträgen führen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Struktur und Formatierung ===&lt;br /&gt;
* Das Glossar wird alphabetisch in Abschnitte von A bis Z sowie 0-9 unterteilt, eingeleitet durch „----“ vor jedem Buchstabenabschnitt, gefolgt von „{{GlossarNavigationArtikel|[Buchstabe]}}“ und „{{BS|[Buchstabe]}}“.&lt;br /&gt;
* Jeder Eintrag beginnt mit dem Begriff in normaler Schrift und verlinkt (z. B. [[Ahriman]]), wobei die Großschreibung im Text selbst erhalten bleibt (z. B. „&#039;&#039;&#039;AHRIMAN&#039;&#039;&#039;“).&lt;br /&gt;
* Die Beschreibungen sind Zitate und werden mit Anführungszeichen markiert: „ am Anfang (unten) und “ am Ende (oben), gefolgt von einem Punkt (z. B. „Text hier.“).&lt;br /&gt;
* Nach dem Zitat folgt der unveränderte Hauptlink im Format: [[Titel der Quelle#Beschreibung|| Peter, W. Titel der Quelle, Folge, Zeitstempel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sortierung ===&lt;br /&gt;
* Innerhalb jedes Buchstabenabschnitts werden die Einträge nach Zeitstempel aufsteigend sortiert (z. B. 00:31:50 vor 01:17:01).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Textbearbeitung ===&lt;br /&gt;
* Im Text werden runde Klammern durch eckige Klammern ersetzt (z. B. „(Goethe)“ wird zu „[Goethe]“), außer in den Hauptlinks, wo runde Klammern erhalten bleiben (z. B. „(planetarische)“ in [[…]] bleibt unverändert).&lt;br /&gt;
* „Anm.“ oder „Anmerkung“ wird aus den eckigen Klammern entfernt (z. B. „[Anm.: Goethe]“ wird zu „[Goethe]“).&lt;br /&gt;
* Links mit „A:“ oder „a:“ im Text werden entfernt, die Begriffe bleiben erhalten (z. B. „[[A:Wärmeäther|Wärmeäther]]“ wird zu „Wärmeäther“).&lt;br /&gt;
* „...“ wird durch „…“ ersetzt, und Leerzeichen werden gemäß Grammatikregeln angepasst (z. B. ein Leerzeichen vor und nach „…“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltliche Regeln ===&lt;br /&gt;
* Keine Sprachglättung oder Verbesserung der Lesbarkeit, außer bei eklatanten Fehlern (z. B. unvollständige Sätze werden nur korrigiert, wenn sie sinnlos sind).&lt;br /&gt;
* Die Großschreibung im Text bleibt erhalten (z. B. „&#039;&#039;&#039;ICH&#039;&#039;&#039;“), auch wenn der Begriff in normaler Schrift verlinkt wird (z. B. [[Ich]]).&lt;br /&gt;
* Hauptlinks bleiben unverändert, inklusive runder Klammern und ursprünglicher Formatierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zusätzliche Hinweise ===&lt;br /&gt;
* Alle Jahreszahlen sind „2020“, entsprechend dem Titel der Verlinkungen (z. B. „Die Apokalypse des Johannes - 20. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020“).&lt;br /&gt;
* Wenn ein Eintrag mehrere Zitate hat, werden diese einzeln aufgeführt und nach Zeitstempel sortiert.&lt;br /&gt;
* Keine eigenständigen Interpretationen oder Ergänzungen, der Text wird wörtlich übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Eingabe:&#039;&#039;&#039; „Wir können die michaelische &#039;&#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039;&#039; in Wahrheit nicht entwickeln, ohne uns mit dieser [[A:ahrimanische Intelligenz|ahrimanischen Intelligenz]] auseinanderzusetzen. Nicht umsonst heißt es: Michael besiegt den Drachen. (Anm.: Beispiel)“&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ausgabe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
[[Intelligenz]]&lt;br /&gt;
* „Wir können die michaelische &#039;&#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039;&#039; in Wahrheit nicht entwickeln, ohne uns mit dieser ahrimanischen &#039;&#039;&#039;Intelligenz&#039;&#039;&#039; auseinanderzusetzen. Nicht umsonst heißt es: Michael besiegt den Drachen. [Beispiel].“ [[Die Apokalypse des Johannes - 20. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wir brauchen das Geistige in der Technik, damit sie nichts zerstört, sondern uns dient 01:17:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 20. Folge, 2020, 01:17:01]]&lt;br /&gt;
```&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Prompt für das Glossar:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Struktur:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#* Verwende für jeden Buchstaben (A-Z) und „0-9“ die Vorlage „&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{GlossarNavigationArtikel|X}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;“ mit einem „----“ darüber und einer Leerzeile dazwischen.&lt;br /&gt;
#* Setze unmittelbar darunter die Vorlage „&amp;lt;nowiki&amp;gt;{{BS|X}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;“ ohne zusätzliche Leerzeile.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Begriffe:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#* Jeder Hauptbegriff wird in eckigen Klammern gesetzt, z. B. „&amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Apokalypse]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;“.&lt;br /&gt;
#* In den Beschreibungen des Begriffs wird der Begriff selbst &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039; hervorgehoben (&amp;lt;nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Begriff&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;), aber nicht als Link gesetzt, außer im Hauptbegriff selbst.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Sortierung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#* Die Einträge unter jedem Glossarbegriff sind nach Zeitstempel aufsteigend sortiert (z. B. 00:03:14 vor 00:38:54).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Format der Einträge:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#* Jeder Eintrag enthält eine Beschreibung mit &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039; hervorgehobenen Begriffen, gefolgt von einem Verweis im Format „&amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Seitenname#Abschnittsname Zeitstempel|Peter, W. Die Apokalypse des Joh, Folgennummer, Zeitstempel]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;“.&lt;br /&gt;
#* Beispiel: „&amp;lt;nowiki&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 2. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Beziehung des Johannes zur Gemeinde von Ephesos 00:47:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 2. Folge, 2020, 00:47:40]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;“.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Austausch runder Klammern:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#* Runde Klammern in den Erläuterungen innerhalb der Einträge sollen in eckige Klammern geändert werden (z. B. „(im Orientalischen Manas genannt)“ wird zu „[im Orientalischen Manas genannt]“), aber runde Klammern in Hauptlinks bleiben unverändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablage vom 27. November 2024 ==&lt;br /&gt;
Hier ein Prompt für chatGPT für die Anpassung der Links in den Apokalypse Vorträgen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;„Ändere die Linkstruktur eines Textes wie folgt:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Text unverändert lassen:&#039;&#039;&#039; Behalte den Originaltext inhaltlich und sprachlich zu 100 % bei.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Linkstruktur anpassen:&#039;&#039;&#039; Ersetze den vorhandenen Link durch das Format: [[Titel des Vortrags#Abschnitt und Timestamp|| Autor, Titel des Werks, Vortragstitel, Jahr, Timestamp]]. Beispiel: [[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Wir müssen diese Kräfte bewusst handhaben lernen 00:54:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 28. Vortrag, 2020, 00:54:11]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Quelltextformat beibehalten:&#039;&#039;&#039; Gib den Text so aus, dass er direkt in ein Wiki oder ähnliches System eingefügt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kunst und sprachgestaltung.jpg|left|330px|link=https://www.youtube.com/watch?v=1WEvSo1u6JE]]&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=1WEvSo1u6JE Dr. Wolfgang Peter&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;Kunst und Sprachgestaltung]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=1WEvSo1u6JE Ein Vortrag mit anschließenden Sprachübungen&amp;lt;br&amp;gt;Anthroposophischen Tagung in Wien&amp;lt;br&amp;gt;24. Februar 2024]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:MitTun bei anthro.world.jpg|links|330px|link=https://anthro.world/MitTun_bei_Anthro.World]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt; [https://anthro.world/MitTun_bei_Anthro.World MitTun bei Anthro.World]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/MitTun_bei_Anthro.World Trag mit uns wertvolle Impulse IN DIE WELT]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Der Hüter der Schwelle Wolfgang Peter 2024-7-19.jpg|left|300px|link=https://anthro.world/Der_H%C3%BCter_der_Schwelle_(Mysteriendramen)_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 180%; color: #2a4b8d;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Der_H%C3%BCter_der_Schwelle_(Mysteriendramen)_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter Der Hüter der Schwelle]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://anthro.world/Der_H%C3%BCter_der_Schwelle_(Mysteriendramen)_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter Ein Vortrag von Dr. Wolfgang Peter am 19. Juli 2024 im Haus Freudenberg am Starnberger See.]&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit 7. Staffel &amp;quot;Die Nebenübungen in Gruppenarbeit bei anthro.world&amp;quot;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit Neue Gruppen im September 2024. Jetzt anmelden] &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Glomer Jahreskatalog 2023 bis 24.jpg|links|120px|link= https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2023-24/a-10020312?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat |&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 100%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;]] &amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/beliebteste-artikel/glomer-katalog-2023-24/a-10020312?utm_source=newsletter&amp;amp;utm_medium=email&amp;amp;utm_campaign=Glomer+Katalog%2C+Michaeli+und+Neue+Kinderb%C3%BCcher_Duplikat Der neue Glomer Katalog 2023/2024 ist da!]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.glomer.com/neuerscheinungen?utm_source=anthrowiki&amp;amp;utm_medium=referral&amp;amp;utm_campaign=anthrowiki Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage]&amp;lt;br /&amp;gt;Anthroposophie, Waldorf, Jugend &amp;amp; Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Test vom 19.1.24==&lt;br /&gt;
Abwurf vom 17. Jan 2024&lt;br /&gt;
+++&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 250%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit 6. Staffel &amp;quot;Die Nebenübungen in Gruppenarbeit bei anthro.world&amp;quot;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span style=&amp;quot;font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Neben%C3%BCbungen_von_Rudolf_Steiner_in_Gruppenarbeit Start ab Januar 2024. Jetzt anmelden] &amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
+++&lt;br /&gt;
Test 9.1.2024&lt;br /&gt;
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==Ablage vom 27. Dez 2023==&lt;br /&gt;
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|[[Datei:GA229.jpg|links|130px|link=https://anthro.world/Hauptseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 130%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt; [https://anthro.world/Hauptseite Rudolf Steiner Weihnachts-Imagination am 22. Dezember 18h]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Hauptseite Lies live mit, mehr Infos siehe unsere anthro.world Hauptseite]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Ende Banner 0 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner Verlag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steiner Gesamtausgabe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
=== Michael-Imagination bei anthro.world lesen, live ===&lt;br /&gt;
Wir lesen am 29. September um 18h live die Michael-Imagination, [[s:GA_229#ERSTER_VORTRAG_Dornach.2C_5._Oktober_1923|siehe GA 229, Erster Vortrag]]. &#039;&#039;&#039;Link:&#039;&#039;&#039; https://meet.jit.si/ag1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang wird nicht dabei sein können (er hat anderswo einen Vortrag). Wenn du mitlesen möchtest, bitte [https://blog.anthro.world/impressum/kontakt-formular/ per Kontaktformular bei François melden] - das ermöglicht eine bessere Planung. Danke!&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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  &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:David und Martin MeLaS 2023.jpg|links|410px|link=https://www.youtube.com/watch?v=f4xwCSjAe4k|&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] und [[b:Martin_von_Mackensen|Martin von Mackensen]] auf dem [https://Dottenfelderhof.de/landbauschule Dottenfelderhof] in Bad Vilbel&amp;lt;/small&amp;gt;]] &amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=f4xwCSjAe4k Blick über den Tellerrand - Interessante Neuigkeit aus dem Bereich biodynamische Landwirtschaft: MeLaS - Medizinisch/ landwirtschaftliches Studienjahr. Mediziner und Landwirte lernen gemeinsam von der Natur! Jetzt bewerben für September 2023 am Dottenfelderhof]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-top:20px;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.dottenfelderhof.de/fileadmin/images/landbauschule/jahreskurs/MeLaS_Flyer-8.pdf MeLaS-Flyer mit allen Infos]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Banner&amp;diff=32115</id>
		<title>Banner</title>
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		<updated>2026-07-08T15:16:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;section begin=Banner /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-4-23.jpg|links|270px|link=Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft:]]&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|„Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens“]]&#039;&#039;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Wolfgang Peter_2026-4-22.jpg|links|270px|link=https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://anthro.world/Das_R%C3%A4tsel_des_B%C3%B6sen_-_ein_Vortrag_von_Wolfgang_Peter_in_Essen,_2026 Dr. Wolfgang Peter in Essen: DAS RÄTSEL DES BÖSEN]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Michael_Rheinheimer&amp;diff=32114</id>
		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<updated>2026-07-08T15:09:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Michael Rheinheimer | Lawrence von Arabien | ChorForum Essen, 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die [[Grals-Imagination]], die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Lawrence von Arabien | ChorForum Essen, 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ|mini|Lawrence von Arabien - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 25. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Vortragsthema: „Lawrence von Arabien“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lawrence von Arabien: Archäologe, Geheimagent, Visionär, Schriftsteller, Abenteurer, Autor des Buches „Die Weisheit baut ihr Haus auf sieben Säulen“. Der Anthroposoph Eugen Kolisko sagte, sein höheres Ich war mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden. Ein spannender Vortrag entlang der Biographie eines besonderen Menschen. Dabei werden Hintergründe zum Nahostkonflikt enthüllt, die bis in die Antike zurück gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|Hier gelangst du zur Transkription]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|thumb|Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg, mit seinem Vortragsthema: „Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival.“ Zitat:   &amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-4-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 23. April 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=X4U_2s-ovE0 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 23. April 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: „Der Gral im Orient.“ Das geheime Christentum Arabiens &amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und über den Jüngling zu Naïn sagt [[Rudolf Steiner]], der gehörte nicht zu den Jüngern, der gehörte auch nicht zu den Aposteln, der folgte dem [[Christus]] als ein Schüler nach. Offenbar gibt es im [[Christentum]] zwei verschiedene Menschengruppen: die Jünger, die Apostel des Christus, und die Schüler des Christus. Sind Sie ein Jünger oder ein Schüler des Christus? Haben Sie sich darüber mal Gedanken gemacht? Was ist eigentlich der Unterschied? Wann ist man ein Jünger, wann ist man ein Schüler?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://anthro.world/Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|Hier klicken um zur Transkription zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Udi Levy&#039;&#039;&#039; - ›Die Nabatäer. Versunkene Kultur am Rande des Heiligen Landes‹, 1996, Verlag Urachhaus&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Manfred Kannenberg&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin: Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 - Einträge in die Zukunft&amp;quot;, ISBN 10: 3037690283, antiquarisch erhältlich&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Robin Schmidt&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, Rudolf Steiner Verlag 2010&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;GA 243&#039;&#039;&#039; - &#039;&#039;&#039;Das Initiaten Bewusstsein - Rudolf Steiner über die richtigen und falschen Wege der geistigen Forschung&#039;&#039;&#039; GA 243, Bd. 11/ Seine Reisen nach England, Vorträge in Torquay 1924, GB) aus der Reihe „Die Karma-Vorträge“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Michael_Rheinheimer&amp;diff=32113</id>
		<title>Michael Rheinheimer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Michael_Rheinheimer&amp;diff=32113"/>
		<updated>2026-07-08T15:09:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die [[Grals-Imagination]], die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Lawrence von Arabien | ChorForum Essen, 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ|mini|Lawrence von Arabien - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 25. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ Hier klicken um zum Video zu gelangen]]]&lt;br /&gt;
Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Vortragsthema: „Lawrence von Arabien“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lawrence von Arabien: Archäologe, Geheimagent, Visionär, Schriftsteller, Abenteurer, Autor des Buches „Die Weisheit baut ihr Haus auf sieben Säulen“. Der Anthroposoph Eugen Kolisko sagte, sein höheres Ich war mit dem Geist der Freiheit des arabischen Traumes verbunden. Ein spannender Vortrag entlang der Biographie eines besonderen Menschen. Dabei werden Hintergründe zum Nahostkonflikt enthüllt, die bis in die Antike zurück gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| [[Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|Hier gelangst du zur Transkription]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|thumb|Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg, mit seinem Vortragsthema: „Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival.“ Zitat:   &amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-4-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 23. April 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=X4U_2s-ovE0 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 23. April 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: „Der Gral im Orient.“ Das geheime Christentum Arabiens &amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und über den Jüngling zu Naïn sagt [[Rudolf Steiner]], der gehörte nicht zu den Jüngern, der gehörte auch nicht zu den Aposteln, der folgte dem [[Christus]] als ein Schüler nach. Offenbar gibt es im [[Christentum]] zwei verschiedene Menschengruppen: die Jünger, die Apostel des Christus, und die Schüler des Christus. Sind Sie ein Jünger oder ein Schüler des Christus? Haben Sie sich darüber mal Gedanken gemacht? Was ist eigentlich der Unterschied? Wann ist man ein Jünger, wann ist man ein Schüler?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://anthro.world/Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|Hier klicken um zur Transkription zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Udi Levy&#039;&#039;&#039; - ›Die Nabatäer. Versunkene Kultur am Rande des Heiligen Landes‹, 1996, Verlag Urachhaus&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Manfred Kannenberg&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin: Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 - Einträge in die Zukunft&amp;quot;, ISBN 10: 3037690283, antiquarisch erhältlich&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Robin Schmidt&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, Rudolf Steiner Verlag 2010&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;GA 243&#039;&#039;&#039; - &#039;&#039;&#039;Das Initiaten Bewusstsein - Rudolf Steiner über die richtigen und falschen Wege der geistigen Forschung&#039;&#039;&#039; GA 243, Bd. 11/ Seine Reisen nach England, Vorträge in Torquay 1924, GB) aus der Reihe „Die Karma-Vorträge“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Lawrence_von_Arabien_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=32112</id>
		<title>Lawrence von Arabien - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-07-08T15:07:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}}    zurück zu Michael Rheinheimer |  Lawrence von Arabien - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 25. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]  Ein Vortrag von Michael Rheinheimer, gehalten am 25.6.2026 im Cho…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-6-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ|thumb| Lawrence von Arabien - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 25. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=I5q6XKpSyOQ Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vortrag von Michael Rheinheimer, gehalten am 25.6.2026 im ChorForum Essen bei der Goetheanistisch-Anthroposophischen Vortragsinitiative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 25. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Juli 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goethe]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-25.jpg&amp;diff=32111</id>
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		<updated>2026-07-08T15:06:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Michael Rheinheimer im ChorForum Essen am 26. Juni 2026
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Michael Rheinheimer im ChorForum Essen am 26. Juni 2026&lt;br /&gt;
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Die_Apokalypse_des_Johannes_-_322._Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2026&amp;diff=32109</id>
		<title>Die Apokalypse des Johannes - 322. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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		<updated>2026-07-08T01:56:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 323. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:322.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=fJxJq6IBy3c|thumb|322. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 7. Juli 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/7xpuck79egmre0m64wvap/322.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=nxvw9bakzcl1etynhl6e18jt0&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 322. Vortrags vom 7. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und der 14. Wochenspruch 00:01:47 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch auf jeden Fall ganz herzlich zur 322. Folge zur Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir starten mit dem Wochenspruch. Es ist der 14. Wochenspruch, übertitelt Sommer. Der Sommer hat ja eigentlich schon begonnen, aber da steht jetzt ganz groß Sommer. Es ist also ja wirklich die Sommerstimmung da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Spruch. An Sinnesoffenbarung hingegeben, verlor ich Eigenwesenstrieb. Gedankentraum erschien betäubend mir, das Selbst zu rauben, doch weckend nahet schon im Sinnenschein mir Weltendenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also immer auch so eine gewisse Gegenüberstellung mit dem Eigendenken und dem Weltendenken, die irgendwo zusammenfinden. Das Weltendenken, da ist eigentlich die geistige Ordnung aus der Welt, die uns entgegenkommt irgendwo. Und die eben durchaus in der Konfiguration der sinnlichen Wahrnehmung und der Sinne überhaupt irgendwo da drinnen liegt. Nur man muss es halt erst erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Sinnen haben wir uns ja jetzt immer wieder ein bisschen beschäftigt, weil es darum geht, zusammenzuschauen, die sinnliche und die übersinnliche Wahrnehmung. Eines ist ohne das andere im Grunde in Wahrheit nicht zu haben, nur die Frage ist, was davon ins Bewusstsein kommt. Also gerade oft auch bei der Meditation oder bei der Imagination ist oft ein Weg ja auch, das sinnliche Wahrnehmen zunächst einmal zurückzustellen, auszuschalten bis zu einem gewissen Grad. Das ist aber eine Seelenübung eigentlich, dieses sinnliche Wahrnehmen dann zurückzudrängen, um den sinnlichen Eindruck halt nicht im Vordergrund zu lassen, sondern dahinterzukommen. Also hineinzugehen in die Welt, hinter den sinnlichen Spiegel, der da ist, aber was uns das Sinnliche spiegelt, das Bild, das wir sehen, hängt ja mit uns selber zusammen. Also wir spiegeln eigentlich und sehen dadurch noch nicht die volle Wahrheit, sondern nur ein Bild, ein Abbild davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ja ganz wichtig ist, dass wir nur ein Abbild haben, dass wir eigentlich ja im Grunde nicht in der Wirklichkeit leben mit unserem Bewusstsein, wie wir es jetzt haben, sondern in einem Abbild, wenn man so will, aber einem bis zu einem gewissen Grad auch vielleicht verzerrten Abbild. Wir müssen es halt erst zurechtrücken. Aber das Wichtige ist, dass wir nur dadurch die Möglichkeit haben, die Freiheit zu entwickeln.&lt;br /&gt;
=== Das Zeitalter der Illusion 00:04:46 ===&lt;br /&gt;
Also damit hängt eben auch zusammen unser Verhältnis zum Beispiel in der Naturforschung, zur Natur. Wir haben sehr gerne heute, dadurch ist ja die Naturforschung, eigentlich die Naturwissenschaft, die Physik namentlich, die Astronomie und so weiter und die Chemie groß geworden mit dem wesentlichen Beginn unserer Kulturepoche. Also dieser Aufbruch, der drinnen ist, wo immer wieder gesprochen wird davon, es geht um sozusagen die objektive Wahrheit kennenzulernen und nicht vielleicht sich ein illusionäres, subjektives Bild zu machen von der Welt. Nur der Punkt ist, dass es eigentlich genau umgekehrt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirklichkeit, also das, was wirklich die Welt darstellt und was uns begegnet in der Welt, das ist uns nicht von Haus aus gegeben. Es ist uns auch namentlich durch die sinnliche Betrachtung alleine und erst recht nicht durch die Betrachtung durch Messinstrumente und dergleichen, ist uns nicht die Wirklichkeit unmittelbar gegeben, sondern da ist eben ein großes illusionäres Bild drinnen. Weshalb Rudolf Steiner ja auch unser Zeitalter, ja eigentlich unsere Kulturepoche, als das Zeitalter der Illusion bezeichnet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da steht die Welt halt ein bisschen am Kopf. Das ist so schwer zu bemerken, dass die Tugend der Naturwissenschaft eigentlich gerade die ist oder wäre, dass es nicht die fertige Welt uns zeigt, nicht sozusagen die objektive Welt zeigt, die Objekte zeigt, die da sind, sondern dass es ein gespiegeltes Bild, ein von uns gemachtes Bild ist. Und wir würden die Wirklichkeit eben erst erkennen dann, wenn wir uns dessen bewusst werden, dass wir uns als sozusagen beobachtendes Subjekt nicht herausnehmen können. Dann verlieren wir die Wirklichkeit, dann haben wir keinen Zugang eigentlich zur Welt. Das ist das sehr, sehr Schwierige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da werden jetzt 98 bis 99 Prozent der modernen Denker unserer Zeit sofort wieder aufstehen, Aufstand machen und sagen, das ist es ja nicht, gerade das Großartige der Naturwissenschaft ist, dass wir jetzt einfach frei sind von unserer persönlichen Willkür, von unseren Vorlieben und so weiter. Und dass wir einfach objektiv die Welt beschreiben, erfassen, messen können und so weiter. Und der Ansatz dahinter ist insofern ja wichtig, als wir uns jedenfalls den Zugang zur Wirklichkeit erst erobern müssen. Aber was wir jetzt haben, gerade im naturwissenschaftlichen Denken, ist genau das nicht. Sondern es ist ein aus intellektuellen Gedanken gewobenes Gespinst, zu einem großen Teil. Und da steckt sehr viel ahrimanisches Denken drinnen. Ahrimanisches Denken, sprich ein Denken, das nur das Tote erfassen kann. Und das ist das, was ja heute auch die Naturwissenschaft zeichnet. Sie zeichnet einfach ein Bild, wie tote Materien mit im Grunde toten Naturkräften zusammenwirken.&lt;br /&gt;
=== Evolutionstheorie und der Zufall 00:08:24 ===&lt;br /&gt;
Und wie man versucht, aus dem heraus sogar das Leben zu erklären, im Sinne der Evolutionstheorie zum Beispiel, das zu zeigen. Es ist ja ein gigantisches Gebilde, was da entstanden ist. Darwin war durchaus nicht der Erste, der damit begonnen hat. Aber einer, der sehr klar die Prinzipien herausgestellt hat, wo alles das, was wirkliches Leben ist, draußen ist, in Wahrheit. Weil es letztlich hinzielt darauf, dass es nur materielle Prozesse sind, dass darin eigentlich nur der Zufall wirkt, in Wahrheit. Also es gibt eigentlich gar keine Gesetzmäßigkeit, kein Wirkliches drinnen. Also Leben entspringt nicht aus etwas Höherem oder so, überhaupt nicht, sondern es ist die materielle Welt, die zufällig Konstellationen hervorbringt, die wir als lebendig bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also von den ersten Einzellern oder Sonstiges. Wobei das die Frage ist, ob das so wirklich in der Vergangenheit war, kann man ja sehr schwer archäologisch feststellen, was da wirklich am Anfang des Lebens war. Aber wenn man sich anschaut, die heutigen Theorien der Entstehung des Lebens, sind das rein materielle Prozesse, bei denen zufällig irgendwo auch Tätigkeiten in Schwung kommen, die wir als lebend bezeichnen. Also das heißt, die anfangen sich fortzupflanzen, wenn man so will. Also die Strukturen wieder hervorbringen, die dem Vorgänger ähnlich sind. Wobei das anfangs eine geradezu Unsterblichkeit ist, also mit den Einzellern, die sich teilen, immer wieder teilen und teilen. Aber im Prinzip ist das alles nur durch Zufall entstanden.&lt;br /&gt;
=== Die Kirche und das tote Denken 00:10:23 ===&lt;br /&gt;
Und man muss dazu sagen, dass da auch eine besondere Stellung die Kirche dazu hat, die ja eigentlich dieses naturwissenschaftliche Denken in vielen Bereichen geradezu gefördert hat. Und viele Geistliche, also namentlich Jesuiten oder so, da gibt es kaum einen, der nicht eine starke naturwissenschaftliche Ausbildung hat, die ganz im materialistischen Denken drinnen steckt. Und das Interessante ist drinnen, dass das nicht nur toleriert wird, sondern auch gefördert wird. Kritisch gesehen wurden die Wissenschaftler, die gerade nicht eine tote Physik oder eine tote Chemie oder eine tote Naturwissenschaft gelehrt haben, sondern die höhere Prinzipien drinnen gesehen haben. Dann war sofort die Verdächtigung da, das ist Heidentum, das drinnen ist, das ist etwas Altes, das wollen wir nicht haben, das wäre mit dem Christentum nicht vereinbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz interessant, dass es da sehr, sehr, sehr quere Sachen drinnen gibt. Man denke nur an den großen Giordano Bruno, der ein gewaltiges Bild eines lebendigen Kosmos, eines sogar unbegrenzten lebendigen Kosmos gezeichnet hat und den man eigentlich für seine Ansichten als Ketzer verbrannt hat, noch im Jahre 1600. Also nicht im finsteren Mittelalter, sondern in dem viel finstereren Beginn der Neuzeit drinnen. Wir haben uns jetzt, wie soll ich sagen, an die Finsternis gewöhnt in gewisser Weise und denken brav, auch wenn wir theologisch denken, dort ganz besonders, eigentlich im ahrimanischen Sinn großteils. Also mit einer strengen, aber toten Logik, die drinnen ist. Das ist das Gemeinsame, was die Naturwissenschaft hat, gerade mit der christlichen Theologie. Weil die Denkmethoden ähnlich sind, ähnlich geartet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auch die Theologie ist ja heute im Wesentlichen nicht mehr ausgehend von einem lebendigen Erleben des Geistes, sondern von einem mit toten Gedanken Spekulieren darüber, wie denn die Zusammenhänge waren. Das kann manchmal ganz interessant sein, wie das gedacht ist.&lt;br /&gt;
=== Aristoteles, Thomas von Aquin und Rudolf Steiner 00:13:29 ===&lt;br /&gt;
Einer der Letzten, der noch ein Lebendiges gesehen hat oder etwas davon verstanden hat, aber doch auch es letztlich in ein totes Denken gefasst hat, ist Aristoteles gewesen. Und dann als großer Sprung davon im Mittelalter Thomas von Aquin, der ein brillantes Denken entwickelt hat, der aber nicht geistig sehend war. Darüber haben wir öfter schon gesprochen, dass er eigentlich erst kurz vor seinem Tod eine große Geistesschau hatte und dann gesagt hat, alles, was ich geschrieben habe, ist sozusagen wie Spreu, wie Stroh. Und er hat seit dem Zeitpunkt nichts mehr geschrieben bzw. diktiert, weil er hat ja die meisten seiner Schriften diktiert, und zwar als sehr begabter Mensch drei bis vier Sekretären gleichzeitig, verschiedene Werke. Also ein brillantes Denken, das darin ist, das aber letztlich trotzdem auch intensiv eintaucht in diese ahrimanische Logik, wenn man so will, hineingeht. Also wo das Schauen zurückgedrängt ist. Das ist ganz etwas Wichtiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und für die meisten von euch wird das ja kein Geheimnis sein, dass man vielfach ja davon ausgeht, dass Thomas von Aquin aber auch eben eine frühere Inkarnation von Rudolf Steiner war, dass da etwas durchgeht. Und eines ist jedenfalls klar, dass Rudolf Steiner sich mit diesem Denken, mit diesem Totendenken auch, mit dem logischen Denken, mit dem aristotelischen Denken, mit der Theologie auch eines Thomas von Aquin sehr intensiv auseinandergesetzt hat. Und ja auch schon in seinen jungen Jahren, als er noch in Wien war und dort im Künstlermilieu, aber auch im Milieu, wo er mit Theologen zusammenkommt, ist er in sehr tiefe Gespräche hineingegangen, wo auch die Rede war über die Idee, über den Gedanken der Wiedergeburt und dergleichen. Aber das ist halt das Feld, wo den meisten Theologen halt dann unwohl wird, über diese Dinge zu sprechen. Also Rudolf Steiner konnte durchaus mit einem katholischen Gelehrten, Neumann hieß der, in intensive Gespräche treten, wo es zwar vielleicht durchaus unterschiedliche Standpunkte gab, aber man zumindest sprechen konnte miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Interessante ist ja, was unser Zeitalter kennzeichnet, eben einerseits dieses Hineingehen in die sinnliche Beobachtung, das heißt ganz in die Beobachtung des Äußeren, in dem, was eben eigentlich nicht die Wirklichkeit ist, sondern nur ein äußeres Spiegelbild der Wirklichkeit ist. In das einzutauchen und andererseits in die toten Gedanken, in die toten, ja letztlich sehr stark ahrimanisierten Gedanken einzutauchen. Das ist die Charakteristik unseres Zeitalters. Und ich sage das jetzt durchaus nicht als Kritik, weil wir genau da durch müssen. Also die Auseinandersetzung gerade mit dem Ahrimanischen, sei es in der Technik oder sei es vor allem auch in der Denkweise, die diese Technik hervorbringt. Also jetzt ganz prominent ja auch mit der künstlichen Intelligenz, wo wirklich die Frage sich stellt für viele Menschen, wie weit können Maschinen denken, wie weit können sie vielleicht sogar besser denken als wir Menschen. Die Frage ist halt, ob man das wirklich als Denken bezeichnen kann.&lt;br /&gt;
=== Die abgeschaffte Seele und die Ganztodtheorie 00:18:02 ===&lt;br /&gt;
Aber für uns ist wichtig, dass wir in diese Auseinandersetzung hineingehen. Dass wir also nicht als Gläubige hineingehen in die Beschäftigung mit dem Geistigen, sondern als, ja wie soll ich sagen, als Menschen, die wagen, sich auf sich selbst, auf ihr eigenes Ich zu stellen, aber aus dem heraus überwinden. Überwinden sowohl den alten Glauben, wo man halt so scherzhaft bei uns sagt, Glauben heißt nichts wissen. Also wo wir pochen auf unser Wissen, dass wir uns selbst erarbeitet und selbst erworben haben. Mit dem schaut es natürlich in unserer Zeit aber auch noch nicht so gut aus, weil alles das, was an den Universitäten gelehrt wird, wird eben gelehrt, und die Mehrzahl der Studenten, die dem folgen und auch die dann als Wissenschaftler oder als sonstiges herauswachsen aus dem, folgen dem Schema, das sie dort gelernt haben. Der Art zu denken, wie man es dort gelehrt hat. Und dieses Denken ist notwendig für unsere Zeit, aber nicht notwendig, um die Welt zu erklären, die Entstehung der Welt, das Leben der Welt zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also was Leben ist in der Welt oder gar Seelen, davon spricht ja heute fast niemand mehr. Ja, Biologen tun es noch irgendwo, aber im Grunde geben sie ja auch sehr deutlich zu, dass sie keine Ahnung haben, was das sein soll. Die Seele. Und vielleicht ist es euch das ja auch schon bekannt geworden, dass man gerade im Christentum, im theologischen Christentum, sagen wir es einmal so, in der theologischen Interpretation des Christentums, mit der Seele sehr wenig anfangen kann heute. Also nachdem man schon in der Frühzeit der Entwicklung des Christentums also den Geist abgeschafft hat, wie Rudolf Steiner oft gesagt hat, ist heute die Seele abgeschafft, und das nicht nur eben in den Wissenschaften draußen, sondern im Grunde auch in der Theologie ist ein Unwohlsein dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr verbreitet heute, weshalb ja gerade in Mitteleuropa ja auch so Theorien entstanden sind wie die sogenannte Ganztodtheorie. Also sie geht davon aus, dass mit dem Tod wirklich der Leib zerfällt. Na gut, das ist klar zunächst einmal. Der nächste Punkt ist aber, dass die Theologen, die die Ganztodtheorie vertreten, eben auch davon ausgehen, ja auch die Seele löst sich auf mit dem Tod. Und zwar, wie kommen sie dazu? Sie kommen deswegen dazu, weil sie einfach sich, und das ist bei den meisten Theologen heute so, sich unglaublich sträuben dagegen, ja wie soll denn das sein? Wie soll ich denn als körperlose Seele überhaupt existieren können? Das ist ein Zustand, der bei den meisten Denkern in dieser Richtung Abscheu erzeugt. Das kann man und will man sich nicht vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wie kann man jetzt die Seele noch retten irgendwo? Naja, indem einfach mit der Auferstehung am jüngsten Tage – und ich werde gleich noch etwas dazu sagen, nämlich die Frage, wann ist denn das überhaupt –, aber jedenfalls mit der Auferstehung des Leibes wird auch durch den lieben Gott die Seele neu geschaffen sozusagen. Durchaus entsprechend der Individualität, die da irgendwann einmal verstorben ist. Das Problem haben sie ja nicht, dass sie irgendwie denken an Wiedergeburt oder was, das ist also bei den wenigsten ein Thema, es gibt natürlich auch Theologen, die sich damit beschäftigen, aber sehr beliebt ist das Thema nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Hintergrund ist einfach das, dass man sich ein nicht körperliches, nicht sinnlich orientiertes Erleben im Grunde nicht vorstellen kann. Und ganz besonders nicht bei den Theologen. Lest einmal so theologische Schriften, bei einer Mehrzahl ist ein Sträuben oder in jedem Fall sich nicht vorstellen können, wie ist denn das? Wie fließe ich dann zusammen mit den anderen Verstorbenen oder mit den höheren geistigen Wesenheiten, mit den Engeln? Ja, die man natürlich als Theologe schon irgendwie glaubt, aber man kann es sich einfach nicht vorstellen, wie das sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, die modernste Lösung Gottes mit der Ganztodtheorie gibt es jetzt auch schon, weiß ich nicht, 30, 40 Jahre oder so sicher, vielleicht sogar etwas länger, so genau weiß ich das jetzt nicht auswendig. Aber das ist eine der sehr verbreiteten Theorien heute. Und es ist auffällig, also wenn man die Theologie studiert, dass überall dort, ab dem Moment, wo etwas Übersinnliches sozusagen, etwas nicht mit den Sinnen Erfahrbares, etwas Außerkörperliches auch, also wo der Körper keine Rolle spielt, dass wenn man an diese Grenze kommt, dann hört das Verständnis auf und auch der Wille, sich damit zu beschäftigen. Das ist die moderne Situation drinnen.&lt;br /&gt;
=== Nicht glauben, sondern selbst erfahren 00:24:27 ===&lt;br /&gt;
Und ja, jetzt kann man sagen, ja gut, dann sind ja wenigstens wir Anthroposophen da, die das anders sehen und anders erleben. Aber wir müssen auch lernen, dass wir nicht als Anthroposophen, dass wir nicht glauben irgendetwas, was wir nicht durch eigene Erfahrung verifizieren können. Das ist ganz wichtig. Das ist die Kraft, die wir uns hier erwerben sollen. Weil an die geistige Wirklichkeit kommen wir nur heran, wenn wir uns selber als geistiges Wesen, durch unsere eigene geistige Tätigkeit, als geistiges Wesen erfahren und gerade dadurch auch, durch dieses eigene Erfahren als geistige Wesenheit, auch lernen, die anderen geistigen Wesenheiten, die in der Welt sind, wahrzunehmen, ihrer gewahr zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Schwierige. Also das heißt, nicht die Welt als Objekt zu sehen, sondern indem man sich selbst und die Welt in ihrer Geistigkeit wahrnimmt durch Identifikation im Grunde, oder konkreter noch anders ausgedrückt durch Intuition, durch Einswerden. Ich kann mich als geistiges Wesen nur fassen, wenn ich mit meinem wirklichen geistigen Wesenskern, mit meinem Ich, mich wirklich identifizieren kann, zusammenfließen kann mit meinem eigenen Ich und nicht hängen bleibe im bloßen Ego zum Beispiel. Mit dem identifizieren sich viele Menschen sehr gerne, aber das hat mit ihrer Individualität so ziemlich nichts zu tun. Es hat natürlich schon etwas zu tun, weil darin wirken die Spuren karmischer Verfehlungen in der Vergangenheit. Fehler, die wir aber gemacht haben in Wahrheit aus einer gewissen inneren Notwendigkeit, weil wir an ihnen lernen können. Das heißt nicht, dass wir jetzt mutwillig Fehler machen, um zu lernen, aber es passiert halt immer wieder, dass wir Fehler machen und an ihnen lernen und dadurch Karma auf uns laden. Aber das ist kein Schicksalsverhängnis im alten Sinne, als Strafe oder was über uns hängt. Das ist eigentlich ein komplett falsches Bild. Sondern das Bild ist eigentlich, es sind die Aufgaben, die wir uns im Leben oder in vielen Erdenleben immer wieder gestellt haben, um zu reifen daran, um weiter zu werden, um weiterzukommen, um immer mehr Bewusstsein unserer geistigen Individualität zu bekommen.&lt;br /&gt;
=== Das Ich wie ein Loch in der Wand 00:27:37 ===&lt;br /&gt;
Und es ist noch nicht so riesig weit her heute dabei. Nämlich wirklich ganz konkret dieses eigene Ich zu erleben. Wie gesagt, das habe ich ja schon im allerersten Vortrag über die Apokalypse hier gesprochen. Wir wissen von unserem Ich fast nichts. Es ist wie ein Loch in der Wand. Wir sehen, da ist ein Loch, da ist etwas. Aber was das eigentlich ist, sehen wir nicht. Das ist die Problematik, vor der wir stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen aber jetzt im 21. Jahrhundert drinnen. Also das ganze 20. Jahrhundert ist schon abgelaufen. Und wie gesagt, es ist dieses 20. Jahrhundert, der Beginn des 20. Jahrhunderts. Damit ist der Startschuss, wenn man so will, gefallen, dass wir als Menschen ganz bewusst geistig wieder wahrnehmend werden können. Und zwar wirklich ganz bewusst. Nicht ein altes Hellsehen, nicht ein visionäres Schauen, sondern ein Schauen der Welt, der geistigen Welt, in dem wir die geistige Welt bewusst als geistiges Wesen, wie soll ich sagen, ergreifen lernen, tätig werden in ihr und aus dieser Tätigkeit kommen zur Begegnung, zur ganz bewussten Begegnung mit anderen geistigen Wesenheiten. Dort müssen wir erst einmal mit unserem Bewusstsein ankommen. Die Möglichkeit dazu ist da, aber ergriffen ist sie noch sehr wenig. Und es gehört auch Mut dazu. Und der Mut, der fehlt heute vielfach auch in den Wissenschaften namentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen eben die objektive Welt kennenlernen, von der wir sagen, ja, ich habe sie nicht gemacht, ich bin gar nicht beteiligt daran, ich versuche nur sie zu beschreiben, ihre Gesetzmäßigkeiten zu registrieren, und dann meine ich, ich verstehe etwas von der Welt. Aber da verstehe ich nur das, was Schein ist daran. Das wirkliche Verstehen kommt dann, wenn ich mich ganz bewusst, auch in der geistigen Wahrnehmung, insbesondere in der geistigen Wahrnehmung, als schöpferisches, geistiges Wesen erleben kann. Ganz bewusst. Weil jede Imagination, die ich mache, jede Inspiration, die mir kommt, die bekomme ich im modernen Sinn, im heutigen Sinn, wie es gefordert ist, wo die Freiheit des Menschen nicht angetastet wird, nur dann, wenn ich aus Freiheit tätig werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also darum arbeite ich in der ganzen Geschichte jetzt immer wieder herum, weil darum geht es auch in der Apokalypse. Das ist der entscheidende Schritt. Der Schritt weiter, auch in das neue Jerusalem, wird nicht gehen, wenn wir uns nicht ganz klar bewusst werden, als geistiges Wesen, das wir sind, und als tätig eben in der geistigen Wahrnehmung. Es geht gar nicht anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwischenruf:&#039;&#039;&#039; Könnte das sein, dass da ein Mikro offen ist im Hintergrund? Es rauscht ein bisschen was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke.&lt;br /&gt;
=== Das aktive Aufbauen des Weltbildes 00:31:21 ===&lt;br /&gt;
Ja, und in diesem Sinne geht es aber auch darum, dass wir auch im Sinnlichen Wahrnehmen immer uns bewusster werden, dass wir aktiv dabei tätig sind. Und dass wir uns das Bild der Welt, dass wir es aktiv ergreifen, dass wir es aktiv in gewisser Weise aufbauen müssen, um dieses Bild überhaupt haben zu können. Und auf dem Umweg, dieses Bild uns zu schaffen, kommen wir aber in die bewusste Begegnung mit der Welt als solcher, die draußen ist, und auch mit den Wesenheiten, die draußen sind. Zuerst einmal natürlich im sinnlichen Abglanz, aber indem wir uns eben das Wahrnehmungsbild auch selber in gewisser Weise schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe ja so oft das jetzt schon erwähnt mit dem, wie wir schauen, sehen, nur dadurch können, wirklich Gegenstände, räumlich etwas sehen zu können, nur dadurch können, dass wir es erlernen. Und ja, natürlich, wir werden immer dann eine gewisse Gemeinsamkeit finden mit dem, wie andere Menschen die Dinge wahrnehmen, zumindest was die Formen betrifft und so weiter, was die Entfernungen betrifft und dergleichen. Ja, was die Farben betrifft auch, wobei da immer wieder die Schwierigkeit ist, erlebt der andere das Grün genauso, wie ich es erlebe? Oder wie ist denn das? Bei den Formen ist es ein bisschen leichter, aber im Prinzip ist es auch da nicht ganz so einfach, wie man es sich vorstellt, weil die Feinheiten auch im sinnlichen Wahrnehmen zu erleben heißt, wir müssen tätig sein. Und so viel wir zeichnen können, malen können mit unseren Blicken von der Welt draußen, so viel erfassen wir davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das zeichnet gerade den Menschen aus. Wir können natürlich eine Kamera hinstellen und dann können wir uns das gefilmte Bild ansehen, aber auch da müssen wir denselben Prozess wieder machen. Wir müssen es selber sehen lernen, und das hängt davon ab, wie gut wir gelernt haben zu sehen, wie wir auf unsere individuelle Art diesen Spuren der Bewegung folgen, den Konturen folgen und dergleichen, was wir mehr ins Auge fassen, was wir weniger ins Auge fassen. Das tut der Wirklichkeit der Welt überhaupt keinen Abbruch. Wir glauben das immer so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erzähle das Ganze jetzt insbesondere darum, dass wir nicht immer glauben, wenn etwas fertig vor mir steht und ich ein wie immer geartetes Sinnesorgan oder ein übersinnliches Organ öffnen kann und sagen kann, ja, das, so ist es. Ich habe keinen Anteil daran, ich schaue es nur an. Geistig oder sinnlich. Nein, wir sind beteiligt. Das ist das Wesentliche, dass wir beteiligt sind daran, uns das Bild der Welt aufzubauen. Es wird immer nur ein Bild sein. Auch das übersinnliche Bild, die Imagination ist ein Bild zunächst. Und das Bild muss nicht jeder genau gleich sehen. Es wird sicher viele Übereinstimmungen geben, aber es ist durchaus individuell von uns geschaffen und es ist eben auch noch nicht die fertige Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie das Sinnenbild nicht die fertige Wirklichkeit ist, so ist auch das übersinnliche Schauen, also das imaginative Schauen, noch lange nicht die fertige Stufe. Sie führt uns weiter, sie gibt uns die Basis dafür, wenn wir eben diese Imagination aufbauen, eben in näheren Kontakt zu kommen mit den geistigen Wesen letztlich, die in der übersinnlichen Welt wirken.&lt;br /&gt;
=== Elementarwesen und die Sprache der Natur 00:35:33 ===&lt;br /&gt;
Also das Geistige, das wirkt darin, sei es Elementarwesen, also geistige Wesenheiten im eingeschränkten Sinn, wenn man so will, weil sie ja die Elementarwesen, die regulären Elementarwesen zumindest über kein eigenes Ich noch verfügen, aber sie sind als Wesen zu erfassen, wenn wir sie zunächst einmal imaginativ wirklich erfassen. Und sie kündigen sich an, auch mitten in der sinnlichen Welt, in Wahrheit. Also sie sprechen durch die Farben, durch die Formen in der Natur, sprechen sie zu uns. Wir dürfen halt dann eben nicht nur am Äußeren schauen, hängenbleiben, sondern weitergehen. Ja, was sagt uns die Farbe der Blüte? Was sagt uns die Form eines Blattes? Die Form des Geästes eines Baumes? Und so weiter. Ja, was sprechen zu uns die Wellen des Meeres? Die Wellen in einem Bach, in einem Fluss? Was spricht das zu uns?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann fange ich an, eben vom sinnlichen Schauen zunächst einmal weiterzugehen. Ja, vielleicht einerseits in ein imaginatives Schauen. Imaginatives Schauen heißt ja nichts anderes, als dass das Bild, das ich jetzt erlebe, das sinnlich-übersinnliche Bild, wenn ich es eben dorthin bringe, dass es ein sinnlich-übersinnliches Bild wird, so wie Goethe es in seiner Metamorphosenlehre so großartig geschaffen hat. Und damit ist wirklich aus meiner Sicht heraus und sehr stark, sage ich einmal, auch aus Rudolf Steiners Sicht heraus, Goethe wirklich geradezu der Naturwissenschaftler unseres Zeitalters, nämlich der zukunftsweisende Naturwissenschaftler unseres Zeitalters. Der nicht auf Berechenbares sich stützt oder was, was wir so gerne heute haben in der Physik oder in fast allen Wissenschaften im Grunde, wir müssen es berechnen können.&lt;br /&gt;
=== Zahlenqualität statt Anzahl 00:37:51 ===&lt;br /&gt;
Natürlich, in der Mathematik ist sehr viel Geistiges. Aber es ist am allerwenigsten da drinnen das Geistige, dass wir die Natur kennenlernen. Nämlich vor allem am allerwenigsten in dem, was wir berechnen können. Da ist schon mehr drinnen sogar in den ganz verpönten Dingen heute in der Naturwissenschaft. Naja, die magische Siebenzahl oder was, die so oft zitiert wird, die die Esoteriker so gern nennen, oder die Zwölfzahl, oder welche Bedeutung die haben. Ja, es haben Zahlenkombinationen oder bestimmte Zahlen natürlich eine eigene Wirkung. Irgendwo drinnen, aber auf das schauen ja die meisten nicht. Sondern sie nehmen die Zahl als etwas, als eine Hilfe, um etwas zu quantifizieren. Das ist aber das Äußerlichste des Ganzen. Also viel wichtiger wären eigentlich die Zahlenqualitäten, die drinnen sind. Dort kommen wir in die Wirklichkeit hinein. Dort, wo wir nur Anzahlen haben, da ist bereits etwas Erstorbenes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr wisst es ja wahrscheinlich oder habt es vielleicht auch sogar schon irgendwo einmal erlebt, wenn man irgendwie Elementarwesen begegnet und sei es noch so schemenhaft oder noch so leise als Andeutung, wie sie da ist. Aber Elementarwesen lassen sich nicht festhalten. Sie lassen sich nicht einmal wirklich zählen. Wenn ich glaube, da sind jetzt drei Elementarwesen, auf einmal sind es 100. Und es wird viel, viel reicher und dann ist plötzlich wieder gar keins da oder nur eines. Wie auch immer. Also sie sind eigentlich nicht zu fassen. Da ist so viel Beweglichkeit drinnen. Also wenn man da den Zahlenbegriff anwendet dafür, dann ist es eigentlich das, was die Beweglichkeit dieser Wesenheiten zeigt. Beweglichkeit im Sinne von verschwinden, wieder auftauchen, praktisch quasi aus dem Nichts heraus wieder zumindest für unsere Wahrnehmung, für unser Erleben da zu sein und wieder zu verschwinden. Das sind alles Dinge, die wir erleben könnten, wenn wir nicht so festgefahren wären in dem Todesprinzip, in dem wir heute drinnen leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Denken hat was zu tun heute mit unserem Todesprinzip. Eigentlich ist ja das eigentliche Denken ein Lebensprozess. Also im Denken haben wir es gerade mit den Lebenskräften zu tun, also mit den Ätherkräften, die sind sehr wesentlich daran beteiligt. Diese Formen, die drinnen sind, das war das, was intuitiv auch Goethe erfasst hat, wenn man sich so intensiv mit den Pflanzen beschäftigt, weil er da diese ätherische Tätigkeit, ohne sie als solche direkt zu bezeichnen, aber einfach erleben konnte. Wenn man sich mit dem beschäftigt. Und er hat eben nicht abgezählt, wie viele Staubblätter gibt es da und so weiter, nachdem man zu seiner Zeit und nicht nur zu seiner Zeit, sondern heute noch immer die ganzen Pflanzen und so weiter charakterisiert und in Tabellen einträgt und dergleichen. Da geht es also um wie viele Blütenblätter und so weiter, die ganzen zahlenmäßigen Symmetrien, die drinnen sind. Das ist aber gerade das Abgestorbene in der Pflanze. Das ist nicht das, was das Leben der Pflanze eigentlich ausmacht, sondern das ist der Endpunkt, dort wo es hineinstirbt.&lt;br /&gt;
=== Wie ist der Tod entstanden 00:41:41 ===&lt;br /&gt;
Ja, natürlich, jede Pflanze, indem sie wird, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie dann wieder vergeht, verblüht zum Beispiel oder so, ist ein Prozess, der aus dem Leben herauskommt, aber in den Tod hineingeht. Und dann zerfällt das Ganze vielleicht auch wieder. Manches in kurzen Zeiträumen, also im Laufe der Jahreszeiten oder so, manch anderes im Laufe von Jahrtausenden oder Jahrzehntausenden. Also bis hin zum Gesamtleben der Erde, die zwar schon näher dem Tode ist als dem ursprünglichen aufquellenden Leben in der Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da müssen wir gleich wieder an die Frage der Entstehung des Lebens rühren. Das ist schon die völlig verkehrte Frage, weil diese Frage, die heute in den Naturwissenschaften gewälzt wird, noch immer irgendwo, und so ganz genau weiß man es ja doch nicht, das ist ja alles sehr spekulativ. In Wahrheit, das ist nur so über Jahrzehnte jetzt schon oder Jahrhunderte fast schon eine Tradition da, und das steht halt alles in den Bibliotheken, dass man es so irgendwie fast wie eine Gewissheit nimmt. Aber in Wahrheit ist es nichts anderes als eine Gewohnheit, die da ist. Und die Wahrheit, die dahintersteckt, ist keineswegs verifiziert, weil es in Wahrheit auch keine Wahrheit ist. Weil die Wahrheit ist natürlich nicht, wie ist das Leben entstanden, sondern die Frage, die wir erklären können, ist, wie ist der Tod entstanden. Das Leben ist das Ursprüngliche, und der Tod ist die Folge davon. Also das heißt, wie ist aus dem Lebendigen ein Totes entstanden. Ein Totes, das dann letztlich auch zerfällt und sich wieder verbreitet, auflöst in die Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die entscheidenden Fragen. Und das sind die Fragen, denen Goethe so ganz deutlich nachgegangen ist. Und letztlich eben dann auch Rudolf Steiner ist dem nachgegangen, weil er ist ja auch den Spuren von Goethe sehr stark gefolgt. Also das war schon auch so eine Schicksalsbegegnung mit dem Karl Julius Schröer, seinem Hochschulprofessor, der ihn eben besonders auf die Werke von Goethe aufmerksam gemacht hat, dass das ja der Weg ist, der über Goethe den Rudolf Steiner eben bis hin zur Anthroposophie geführt hat. Und da genau drinnen eben eine neue Methode auch gefunden hat, in dem, was Goethe gemacht hat, oder was man dann über Goethe gesagt hat, anschauende Urteilskraft, die drinnen ist. Also nicht ein abstraktes Denken, ein logisches Ableiten und so weiter, aus Messungen irgendwas ableiten und dergleichen. Damit sei jetzt nichts gegen Messungen grundsätzlich gesagt, aber wenn es zu grassieren beginnt und wenn man es missversteht, dann wird es falsch. Weil dort, das, was ich messen, was ich wägen kann, da habe ich es bereits mit dem Toten zu tun, mit dem Abgestorbenen. Das Leben würde ich nicht verstehen dadurch. Das Leben kann ich nur verstehen, wenn ich wirklich, ja, eigentlich eine imaginative Fähigkeit mir entwickle. Das heißt, in mir ein Denken erzeuge, das diese imaginativen Bilder hervorbringt, die eben nicht tot sind. Da bin ich mitten im Leben drinnen. Und da bin ich mittendrinnen im geistigen Wahrnehmen auch bereits.&lt;br /&gt;
=== Warum wir uns in Stofflichkeit verkörpern 00:45:51 ===&lt;br /&gt;
Und um aber unserem Zeitalter gerecht zu werden, natürlich müssen wir auch in unserem Zeitalter das Tote erkennen, das in der Natur ist. Eigentlich sind wir dazu vor allem auf der Erde. Man könnte ja fragen, warum müssen wir uns eigentlich in physischer Form verkörpern? Die Engelwesenheiten haben das alle nie gemacht, nicht in der Form jedenfalls, wie wir als Menschen, dass sie sich wirklich in eine solche Stofflichkeit hineinzwängen, wie wir es tun. Auch wenn wir die Gewohnheit haben, mit einem gewissen Recht die Engel in Menschengestalt abzubilden. Aber dann ist die Rechtfertigung aber nur dadurch gegeben, dass sie eine sehr enge Beziehung zu uns Menschen haben, aber keineswegs in einer physisch-stofflichen Gestalt jemals aufgetreten sind oder jemals auftreten werden. Das macht überhaupt keinen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind sozusagen, wenn man so will, die gefallenen Engel, weil wie wir im paradiesischen Zustand noch waren, waren wir in gewisser Weise engelartig, also eben nicht stofflich, also waren wir reine übersinnliche Wesenheiten, die in dem Garten Eden, wenn man so will, gelebt haben, also in der Mondensphäre gelebt haben, aber dort eben als übersinnliche Wesenheiten gelebt haben und in engem Zusammenhang waren mit den ganzen weisheitsvollen Wesenheiten, die mit dem Mond verbunden waren. Das ist ja durchaus nicht nur Jahwe, der dann als Mondwesenheit, als Mondgottheit auftaucht, das ist eine ganze Menge. Man denkt ja an die ganzen Geister, die wirklich mit dieser Mondenintelligenz zusammenhängen, die also eine hohe Weisheit in sich haben. Und über diese Wesenheiten hat Rudolf Steiner sehr viel gesprochen. Aber trotzdem, es sind Wesenheiten, die vorbereiten auch irgendwo mit den Mondenkräften, die da drinnen sind, mit diesen verhärteten Kräften, die den Weg zum Toten irgendwo weisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, dass der Mond sich getrennt hat von der Erde, war ja ganz wichtig, sonst hätte sich das Leben auf der Erde nicht so entfalten können, wie es das hat, weil mit den Mondenkräften eben auch verbunden ist dieses Todesprinzip, wenn man so will, dieses Absterbensprinzip, das ist drinnen. Zugleich ist aber der Mond eine Bastion auch hoher geistiger Wesenheiten, die sehr viel Weisheit in sich haben drinnen.&lt;br /&gt;
=== Drei Stufen des Menschlichen 00:49:00 ===&lt;br /&gt;
Aber natürlich, die Menschheitsentwicklung, dass wir Menschen werden und dadurch, ich sage jetzt bewusst werden, weil wir sind ja noch gar nicht fertig. Wir sind ja noch gar nicht wirklich voll und ganz Mensch. Wir sind auf dem Weg, Mensch zu werden, und das wird sich weiterentwickeln. Wir haben davon gesprochen auch schon, dass in der Zukunft, also in den nächsten kosmischen Inkarnationen unserer Erde, sprich Neuer Jupiter, Neues Jerusalem, wenn man so will, oder dann die Neue Venus oder dann der Vulkanzustand, dass da insgesamt drei Stufen des Menschlichen entstehen werden. Drei Stufen, wenn man so will, hierarchisch geordnet, weil wir sind ja jetzt die neu einrückenden Hierarchien. Wir werden letztlich auch so eine Dreiergruppe bilden, wie etwa die Engelwesenheiten, also Urengel, Erzengel und die kleinen Engel, die ursprünglichsten Engel, also die ursprünglichsten, die kleinsten, wenn man so will, also die auf dem alten Mond sich herausgebildet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser alte Mond, der im Übrigen noch lange nicht so eine Stofflichkeit hatte, wie wir es haben. Davon haben wir auch schon gesprochen, der etwas Fließendes hatte, etwas Flüssiges, aber man darf sich eben nicht vorstellen, etwas materiell Flüssiges, so wie wir heute das haben. Es geht in die Richtung hin bereits, aber es ist trotzdem noch ganz anders, selbst als unser Wasser. Unser Wasser, was wir heute haben, ist im Vergleich zu dem fließenden, wenn man so will, Stofflichen des alten Mondes, etwas viel, viel Toteres, etwas viel, viel Materielleres, als das auf dem alten Mond war. Also da ist das noch ganz, ganz, ganz etwas Lebendiges. Darum vergleicht Rudolf Steiner oft die Konsistenz, die Stofflichkeit des alten Mondes mit Kochsalat, mit einem Kochsalat. Das ist natürlich ein äußeres Bild jetzt, einfach um das zu illustrieren irgendwo, hat natürlich mit unserem heutigen Kochsalat gar nichts zu tun, und selbst unser Kochsalat heute ist jedenfalls viel, viel materieller als das, was war auf dem alten Mond. Aber was Rudolf Steiner damit ausdrücken wollte, ist, es war etwas Fließendes, etwas Lebendiges. Das war die Substanz, aus der der alte Mond geschaffen war, Substanz im Sinne dessen, was die Grundlage dieser Entwicklung gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Substanz ist das sogar Unterliegende oder Liegende, vielleicht liegt es ja dann gar nicht. Also beim alten Mond war es durchaus nichts Liegendes, sondern eben etwas Fließendes noch. Natürlich schon viel, viel dichter in gewisser Weise, als es auf der alten Sonne war. Alte Sonne hat nur dieses Luftige, wenn man so will, dieses Luftelement, aber das auch mit unserer Luft heute nicht vergleichbar ist, das also keineswegs diese stoffliche Konsistenz hat, wie unsere heutige Luft. Sondern viel mehr ist da der Anteil, also drinnen, ja, des Ätherischen. Das, was man wirklich als stofflich bezeichnen könnte, das ist so etwas Feines, so etwas Lebendiges, wie wir uns das heute gar nicht vorstellen können.&lt;br /&gt;
=== Der Mensch als Vorreiter der Inkarnation Ahrimans 00:53:05 ===&lt;br /&gt;
Das sieht man eben auch in den heutigen Theorien, wie Leben entstanden sein könnte oder sollte. Das stellt also die ganze Wirklichkeit auf den Kopf im Grunde, da ist das Verständnis nicht da. Schaut euch das an. Das ist wirklich, man könnte auf der einen Seite sagen, der Sündenfall der Naturwissenschaften oder dessen, dass man davon ausgeht, alles aus dem Toten erklären zu wollen. Andererseits ist aber auch eine dringende Notwendigkeit dazu, sich eben mit dem Toten auseinanderzusetzen. Eben um gerüstet zu sein in der Auseinandersetzung mit Ahriman, mit den ahrimanischen Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Auseinandersetzung mit den ahrimanischen Kräften, das ist halt die Hauptaufgabe jetzt in unserer Kulturepoche. Ob jetzt die Inkarnation Ahrimans schon morgen stattfindet oder erst in 100, 200, 300 Jahren. Rudolf Steiner hat das ja auch offen gelassen, das ist nicht so genau festgelegt. Aber es kommt auf jeden Fall darauf an, dass wir verstehen lernen, diese ahrimanische Inkarnation. Und damit auch uns besser verstehen lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir Menschen sind von Haus aus, so wie wir hier jetzt auf Erden leben, seit wir hier in irgendwie nachweisbarer leiblicher Gestalt auf Erden aufzufinden sind, wir sind eigentlich die Vorreiter für die Inkarnation Ahrimans. Wir sind mit unserer Leibeshülle, so wie wir sie haben, von Haus aus. Ja, natürlich auch ein großer luziferischer Einfluss, aber vor allem unsere Stofflichkeit betreffend, sind wir von Haus aus ahrimanisiert. Ganz stark. Das spielt hinein. Trotz all der Schöpferkräfte, die jetzt mit der Schöpfung, mit der Erschaffung des Menschen, wie es in der Bibel geschildert wird, der also den Rückblick gibt bis zu Beginn unserer Erdentwicklung, also das geht ja nicht zurück jetzt auf die alten kosmischen Zustände, also alter Mond, alte Sonne und alter Saturnzustand, zumindest nicht unmittelbar, sondern nur indirekt, als natürlich angezeigt wird, wie diese Kräfte vorbereitend da waren, aber die eigentliche Schilderung, also jetzt in der Bibel, die eigentliche Schöpfungsgeschichte, wie sie in der Bibel geschildert wird, ist in Wahrheit, geht sie zurück auf unsere Erdenschöpfung und auf die Schöpfung des Menschen im Zuge dieser Erdentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist aber ein Weg zunächst einmal ganz ins Ahrimanische hinein. Ich will es bewusst einmal jetzt von der Seite betrachten. Man könnte auf der anderen Seite, und muss man natürlich auch sagen, es ist aber genau auch der Weg ins Christliche hinein. Das heißt, das Höchste Geistige, Schöpferische Geistige aus der Freiheit, Schaffende Geistige, dass das eben auch zum Wesen des Menschen gehört und das die wesentliche Charakterisierung ist. Und diese Fähigkeit ist aber nur zu erwerben, nicht anders zu erwerben, als hier in der Welt des Todes eigentlich, in die wir hineingekommen sind, bis zu einem gewissen Grade. Also im Sinne einer Welt des Todes, die fortschreitend auf diesem Weg ist.&lt;br /&gt;
=== Der Christus als Erdgeist und Todesüberwinder 00:57:04 ===&lt;br /&gt;
Also bei den früheren Entwicklungen, selbst beim alten Mond bereits, kann man nicht einfach davon sprechen, dass es dort den Tod gegeben hätte in unserem Sinne. Weder für die Wesenheiten, die dort sind, noch für den kosmischen Entwicklungszustand, also für diesen alten Mondenplaneten als solchen. Der Tod spielt eigentlich dort noch keine Rolle. Es sind gewisse Vorbereitungen dazu da, weil ja natürlich die ahrimanischen Wesenheiten bereits vorhanden sind und sie bereits mitwirken und vorbereiten, dass aber jetzt die Erde durch den ahrimanischen Einfluss zunächst einmal immer mehr das wird, was wir als eine tote Stoffeswelt bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, die Erde hat mit uns Menschen das Schicksal gemeinsam, dass sie eine Todeserfahrung durchmacht. Der Erdgeist macht eine Todeserfahrung durch. Wer ist denn eigentlich der große Erdgeist in Wahrheit? Da gibt es jetzt auch natürlich wieder verschiedenste Schichten zu erklären. Also zum Beispiel der Erdgeist, wie er bei Goethes Faust auftritt, ist nicht unbedingt ganz die höchste Stufe, zumindest ist es bei Goethe nicht so ganz klar geschildert. Der eigentliche Erdgeist, wer ist es? Es ist der Christus, der sich mit der Erde verbunden hat. Der sich mit der Erde verbunden hat und der uns unterstützt, aber umgekehrt auch auf unsere Mittätigkeit wartet und angewiesen ist auch darauf, dass wir mitarbeiten, eben intensiv mitarbeiten, diese Todeskräfte, die hier in unserer Erdentwicklung drinnen sind, erstmals eben so stark drinnen sind, wie es das vorher noch nicht gegeben hat und wie es das nachher, das heißt in den folgenden kosmischen Entwicklungszuständen, auch nicht mehr geben wird, außer in der sogenannten achten Sphäre.&lt;br /&gt;
=== Die achte Sphäre: eine perfekte tote Welt 00:59:48 ===&lt;br /&gt;
Die achte Sphäre wird die Übersteigerung sein, von der wir ja schon oft gesprochen haben. Das ist diese Sphäre, die sich ausscheiden wird, wo Widersacherkräfte mitgehen werden, wo namentlich die soratischen Kräfte hingehen werden. Eine Welt, die in gewisser Weise eine perfekte Welt ist, weil sie eine tote Welt ist. Die im Grunde wie ein unzerstörbarer, toter Mechanismus funktioniert. Eben dieses Uhrwerkbild oder wie man es nehmen will, es ist sehr schwer, das zu beschreiben. Aber es ist eine Welt, in der im Grunde die Schöpferkraft erlischt. Weil was soll man noch schöpfen in einer Welt, die perfekt ist? Das ist nur so ein Hinweis auf diese achte Sphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und natürlich die ahrimanischen Wesenheiten und ihre Anhänger, ihre Jünger, wenn man so will, die versuchen uns das schmackhaft zu machen. Die versuchen uns das schmackhaft zu machen. Und viele Impulse, die wir aber auch heute in der Weltgestaltung sehen, also wie sich das äußere Leben gestaltet, die Technik, die wir haben, die Art, wie Politik gemacht wird, wie Menschen gelenkt und geleitet werden, da sind Prinzipien drinnen, wirksame Ideen drinnen, Gedankenwerk wirksam drinnen, schöpferische Impulse, es sind eben noch schöpferische Impulse wirksam, die in diese Richtung gehen. Schöpferische Impulse im Übrigen, die die soratischen Wesenheiten nicht hervorbringen können, sondern die die Menschen hervorbringen, die aber unter Umständen eben von diesen soratischen Wesenheiten mit Mithilfe der ahrimanischen, asurischen Kräfte insbesondere ergriffen werden können von den soratischen Kräften und wo diese Fähigkeiten des Menschen, der eben frei aus der Freiheit schöpferisch tätig sein kann, missbraucht werden, um diese perfekte Welt zu schaffen, die sich diese soratischen Wesenheiten wünschen, die sie aus eigener Kraft allein gar nicht schaffen können, wo sie die Mitarbeit des Menschen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist auch der Grund, warum sie so kräftige Impulse setzen, die Menschen zu sich hinüberzuziehen. Man kann sich ja fragen, warum tun sie das eigentlich? Es ist ja mal eine interessante Frage zu stellen, warum wollen denn diese Wesenheiten den Menschen dort hinüberziehen? Ja, eben weil der Mensch eine einzigartige Fähigkeit hat, aber weil der Mensch eben die Freiheit erlangen soll, durchaus eben auch verführt werden kann sehr gut. Weil die Freiheit haben wir uns ja gerade dadurch erworben oder sind auf dem Wege, sie uns zu erwerben, sodass wir es wenigstens einmal hier und da haben und einsetzen können, indem wir dauernd in Versuchung geführt werden. Und das ist ja nicht weniger geworden, es wird immer mehr. Und es wird in der Zukunft gegen Ende der Erdentwicklung immer stärker werden. Also diese, wenn man so will, Raffinesse auch den Menschen zu verführen.&lt;br /&gt;
=== Der erschöpfte Mensch und die unsterbliche Totenwelt 01:04:28 ===&lt;br /&gt;
Aber das Ziel, das die soratischen Wesenheiten haben, können sie nur erreichen, indem sie den Menschen in ihr Reich hineinziehen. Und wie soll ich sagen, seine schöpferische Kraft für sich nützen, sie selber haben sie ja nicht, in Wahrheit, sie können das gar nicht, aber der Mensch kann es. Und der Mensch, wie soll ich sagen, die Menschen sollen wie Zitronen ausgepresst werden, sodass sie ihre ganze Schöpferkraft verausgaben, um für diese soratischen Wesenheiten die in ihrem Sinne perfekte Welt zu schaffen, die dann, wenn man so will, geleitet wird von diesen soratischen Wesenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn der Mensch sein Schöpfungswerk, sein mitschöpferisches Werk, da vollbracht hat, wenn er dann erschöpft ist, das ist nämlich der Punkt, und im ganz wörtlichen Sinn erschöpft ist, indem er also seine ganze schöpferische Fähigkeit verausgabt hat, um was zu bauen, um diese achte Sphäre zu bauen, um diese eigentlich perfekte Welt zu bauen, eine perfekte Welt aber halt im Sinne der soratischen Wesenheiten, eine Welt, die nicht mehr verbesserungsfähig ist, weil sie eigentlich schon in gewisser Weise eben perfekt vollkommen ist, in der aber auch keine Entwicklung mehr stattfinden kann, in der aber eben etwas drinnen steckt, was Nietzsche eben geahnt hat, andere geahnt haben, irgendwo von der Wiederkehr des Ewiggleichen, aber das ist gerade etwas, was diese soratischen Wesenheiten anstreben. Von dort her kommen solche Ideen, von dort her kommt der Gedanke irgendwo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wo vor allem natürlich diese soratischen Wesenheiten, das kann man schon ziemlich vermuten, dass sie das Ziel haben, das immer mehr in die Welt, in die große Welt, in den Makrokosmos, dieses Prinzip hineinzutragen und andere geistige Wesenheiten zu gewinnen für diese Welt. Dann wird also der perfekte Alternativkosmos erzeugt, wenn man so will, irgendwann einmal, oder er wird immer größer, sein Anteil wird immer größer, und das ist das Feld, wo diese Wesenheiten hinwollen, die aber dann völlig sich abspalten, völlig herausfallen aus unserer Weltentwicklung, die mit dem nichts mehr gemeinsam hat, aber die durchaus eben eine Manifestation ist dann des Unzerstörbaren auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich könnte es in fast paradoxe Worte fassen, ich möchte ja versuchen, in eine Welt, die ein unsterbliches Totes wird. Das heißt, eine im Grunde perfekte Maschinerie, die unzerstörbar ist in gewisser Weise, wo kein Verschleiß stattfindet, wenn man so will, im stofflichen Bereich, also die gelernt hat, das Tote zum Weltprinzip zu machen. Das ist im Wesentlichen das Ziel, das die soratischen Wesenheiten verfolgen, ein Ziel, das sie immer mehr dadurch entwickelt haben, und immer weiterentwickeln dadurch, dass sie eben mit der Menschheitsentwicklung, mit der Erdentwicklung, wie soll ich sagen, in Kollision geraten sind.&lt;br /&gt;
=== Die soratischen Wesenheiten und das verewigte Todesprinzip 01:09:20 ===&lt;br /&gt;
Also gerade diese soratischen Wesenheiten sind eigentlich, ja, wie soll man sagen, im Weltenplan so eigentlich gar nicht eingeplant, sondern sie haben eigentlich mit unserer Erdentwicklung überhaupt nichts zu tun, eigentlich im Grunde, aber sie sind, wie soll ich sagen, in Verbindung geraten mit dieser Erdentwicklung und haben halt erkannt für sich, dass da etwas zu gewinnen ist. Erkannt, also nicht im Sinne einer freien schöpferischen Entwicklung, aber wo sie sehen, das sind geistige Wesenheiten, namentlich wir Menschen drinnen, die etwas für sich schaffen können oder mitarbeiten jedenfalls daran, was ihnen eine perfekte Welt ermöglicht, in der sie halt dann die unbeschränkten Herrscher sind, wo sie, ja, wie soll ich sagen, wo sie das Todesprinzip verewigen in gewisser Weise, in dieser perfekten achten Sphäre, die aber im Grunde den Charakter eben eines perfekten Mechanismus hat. Gemeint in dem Sinn, dass hier nur ein Totes sich immer weiter bewegt, das nicht zerstört werden kann, das nicht aus der Welt geschafft werden kann, das im Grunde auch keine Zukunft hat, aber auch keine Vergangenheit im Grunde mehr hat, sondern die dann immer weiter geht im Gleichen, die ewige Wiederkehr des Gleichen, keine Veränderung mehr, aber was diesen soratischen Wesenheiten eben aber ermöglicht, dort, ja, wenn man so will, für alle Ewigkeit eben ihren, nicht nur Wohnplatz, sondern ihren Herrschaftsplatz aufzuschlagen und dort zu sein drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat eben mit unserer Entwicklung überhaupt nichts zu tun, weil das ist das genaue Gegenteil davon. Das ist das genaue Gegenteil davon. Dort möchte man eine perfekte Welt, die in aller Ewigkeit bestehen soll, aber eigentlich eine tote Welt, was im Grunde ein Widerspruch in sich selbst ist, aber jedenfalls ist das das Ziel, dass sie das schaffen, eine tote Welt zu schaffen, die aber nicht in den Zerfall hineingeht. Das ist nämlich in Wahrheit ein Widerspruch in sich selbst. Also jedenfalls in unserer Erdenwelt ist ja Tod grundsätzlich immer mit Zerfall verbunden, mit Zerfall von dem, was halt vorher war, was als, sagen wir mal, Leibeshülle oder wie auch immer, oder auch Welt, auf der man lebt, man betrachtet hat, die aber zerfallen muss irgendwann, damit der Geist wieder befreit werden kann und neu schaffen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Entwicklung wird also, insofern der Mensch sich nicht hinüberziehen lässt zu diesen soratischen Wesenheiten, wo er schaffend tätig ist, wird immer stärker werden, diese Veränderung, diese Entwicklung, dieses auch immer wieder Zerfallen, Sich-Auflösen, Wiederbeleben, aber Tod nicht in dem Sinne erlebt werden. Was bezeichnen wir als Tod jetzt wieder? Ich meine, Tod ist ja nicht nur das, was wir äußerlich sehen, also es entsteht ein Leichnam, es wird die Stofflichkeit abgelegt und sie zerfällt, das ist halt das, was wir heute äußerlich registrieren können dabei, aber die eigentliche Seite des Todes, die wesentliche, ist ja die, dass eben das Leben, das Seelische, das Geistige weitergeht und das hoch aktiv ist. Wir können es halt nur jetzt äußerlich zunächst einmal nicht mitverfolgen, äußerlich sehen wir nur das, was zerfallen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gerade die Erde oder die Menschheit überhaupt hat gerade dadurch viel Leben, dass sie immer wieder das Beispiel gibt, wie der Tod überwunden wird. Der Todbringer Ahriman, der ja unheimlich leidet, auch unter seinem Prinzip, weil er merkt ja auch, dass er im Grunde ja merkt, aber er spürt jedenfalls, dass irgendwas an seinem Tun nicht so ganz so funktioniert, weil es ihm unheimliche Schmerzen erzeugt. Er glaubt, die Menschen sind schuld daran, sie sind es aber nur ganz indirekt. Es ist halt der Mensch ja gerade der, der der Todesüberwinder ist, mit der Hilfe des Christus. Und dass eben wirklich nur die Schlacke, das Stoffliche, das Abgestorbene zerfällt. Aber Tod heißt ja eben in Wahrheit auch für uns Menschen und für überhaupt die Wesenheiten, die jetzt dann in dieser Entwicklung weitergehen, heißt es die Überwindung des Todes. Also ablegen das Stoffliche, ablegen das, was Hülle gewesen ist in der Vergangenheit, sich weiterentwickeln und eine neue, höhere Hülle schaffen.&lt;br /&gt;
=== Die Auferstehung als individuelle Formgestalt 01:15:27 ===&lt;br /&gt;
Es geht ja auch um die Auferstehung zum Beispiel. Warum ist die so wichtig jetzt? Man fragt sich ja, was ist denn gemeint mit der Auferstehung überhaupt? Ja, natürlich jetzt im traditionellen Kirchenleben ist es, na erklärt ist es nicht, aber man stellt sich es halt vor, jetzt so wie das eben beim Christus gewesen ist, die Auferstehung in etwa am dritten Tage auferstanden. Ja, aber in welcher Form? In welcher Form? Die meisten, auch der Theologen denken in irgendeiner Weise, ist es schon halt wieder physisch gewesen, weil sonst wäre es ja keine Auferstehung. Da fängt die Schwierigkeit an, am besten erklärt man es dann gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist ja interessant, der ehemalige Papst Benedikt XVI., der ursprüngliche Kardinal Ratzinger, hat sich ja sehr intensiv mit diesen Themen beschäftigt, sehr ehrlich eigentlich beschäftigt damit, aber ohne jetzt hochmütig erscheinen zu wollen, aber er hatte keine Ahnung von dem, was Auferstehung wirklich bedeutet. Und es zielt alles darauf hin, dass das so wichtig ist, diese Frage, die steht ganz im Mittelpunkt. Und wenn es dann geht zu schildern, ja wie läuft denn das jetzt ab, wie soll denn das überhaupt sein, dann kommt nichts, nichts, einfach gar nichts, null. Es ist also nicht einmal eine vage Vorstellung davon, wie sich das wirklich abspielen soll. Also nichts, was man wirklich nachvollziehen kann, weil er es selber nicht nachvollziehen konnte, und so geht es vielen Theologen. Das ist ganz interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil die Auferstehung eben des physischen Leibes heißt die Auferstehung der Formgestalt, dieser Formkräfte, die da sind, aber nicht die Auferstehung von etwas Stofflichem, sondern es geht um die Auferstehung, wie soll ich sagen, dieser individuellen Gestalt, aber natürlich jetzt ist das nicht einfach so eine Menschengestalt, wie wir es jetzt haben. Ich meine, wie stellt man sich das dann vor, wie der Auferstehungsleib, naja, nichtstofflich, nein, stofflich ist es nicht, sonst wäre es ja wiedersterblich und zerstörbar, ist also nicht, ist halt geistig irgendwie, aber wie soll das sein dann? Wie soll man sich das vorstellen? Naja, da sind sich die meisten Theologen einig, dass am besten gar nichts darüber sagen, weil man es sich im Grunde gar nicht vorstellen kann, und dann heißt es halt, das ist halt jenseits unserer Vorstellungskraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir sind gerade die, die ganz energisch daran arbeiten müssen. Wir müssen an unserer Individualisierung arbeiten, die sich dann eben ihr geistiges Abbild schaffen wird in dieser Auferstehungsgestalt, das hat aber natürlich nichts zu tun mit einer Ähnlichkeit mit unserer jetzigen physischen, äußerlichen, physisch-materiellen Gestalt, die wir haben, wovon ja eigentlich im Grunde die Bibel eh schon, oder das Neue Testament genauer gesagt, eine Andeutung zumindest gibt in der Szene, wo eben die Maria Magdalena, die ja die Erste ist, die dem Auferstandenen begegnet, ihn aber nicht erkennt, sondern ihn für den Gärtner hält. Und es ist aber natürlich nicht der Gärtner und es ist überhaupt keine physisch-stoffliche Gestalt, weil der Christus natürlich nicht in einer stofflichen Gestalt auferstanden ist, aber sehr wohl in einer Formgestalt, in einer übersinnlichen Formgestalt, in einer Gestalt, die nur für den übersinnlich Wahrnehmenden überhaupt eben da ist, wahrgenommen werden kann, nur von jemand, der einen Blick hat, der nicht allein am äußeren, sinnlichen hängen bleibt, sondern der tiefer gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Interessante bei der Maria Magdalena, darum erkennt sie ihn zuerst nicht, sie hält ihn für den Gärtner, das heißt, sie erlebt etwas durch ihre natürliche Hellsichtigkeit, die sie hatte und die besonders noch gestärkt wurde, eben durch den Schmerz, den sie erlitten hat, dadurch, dass eben der Christus gekreuzigt wurde und am Kreuz gestorben ist, wie man so schön sagt.&lt;br /&gt;
=== Sterben als Erwerb der Geistgestalt 01:20:41 ===&lt;br /&gt;
Aber dieses Sterben ist natürlich, da liegt sehr viel jetzt drinnen, ja was ist denn dieses Sterben eigentlich, dieses durch den Tod gehen? Es ist der Schritt vor allem, sich die ganz individuelle Geistgestalt zu erwerben oder jedenfalls dazu beizutragen, dass sie ausgebildet werden kann. Es geht ja nur im Zusammenhang mit den Vaterkräften, die im Hintergrund dabei wirken, also diese Auferstehungsgestalt kann nicht ohne Mitwirkung der Vatergottheit sich herausbilden, aber sie ist ganz individuell dem einzelnen Menschen oder wird sie einmal angepasst sein, sie ist ganz angepasst dem Wesen des Christus bei dieser Auferstehung, die da ist. Sie entspricht also seiner Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir sprechen ja irgendwo davon, auch davon ist ja in der Anthroposophie die Rede oder wo ein Hinweis jedenfalls zu finden ist auf das Ganze. Die Entwicklung geht ja hin dort, dass der Mensch durch die immer wieder Überwindung des Todes, also immer wieder Gehen in den Tod, in das Sterbliche hinein während der Erdinkarnationen. Für den Christus genügt eine Inkarnation. Eine Inkarnation, und da kann er den ganzen Weg durchschreiten und bekommt dadurch oder erwirbt sich dadurch oder manifestiert dadurch seine Auferstehungsgestalt. Mit der Hilfe der Vaterkräfte, die sind dazu notwendig, aber sie wirken eben in einer ganz anderen Form, als sie in der Vergangenheit gewirkt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das muss man auch sehen. Wir haben ja davon gesprochen, die Vatergottheit hat sich zurückgezogen, ja eigentlich schon ganz am Anfang der Schöpfungsgeschichte, und zwar gar nicht nur der biblischen Schöpfungsgeschichte, sondern in Wahrheit schon auf dem alten Saturn. Wie der alte Saturn entstanden ist, ist eigentlich schon die Vatergottheit sehr in den Hintergrund getreten. Es ist zwar noch nicht offiziell der Christus der volle Durchgestalter dieser Welt. Es sind eine ganze Menge geistiger Wesenheiten, die mitarbeiten, die unter der Führung der Vatergottheit tätig sind. Schon allein die Geister des Willens, die die Wärmesubstanz des alten Saturn hervorbringen, die aber natürlich nicht nur eine unstrukturierte Masse bleibt, sondern da entstehen eben Gestaltungen. Ihr erinnert euch vielleicht, wenn ihr das gelesen habt in der Geheimwissenschaft, auf dem Umkreis, wie das Rudolf Steiner schildert, eigentlich besteht dieser alte Saturn aus einem Wärmekörper, der aber wieder eigentlich besteht aus den Individualisierten bereits, aber noch nicht durch unser Ich Individualisierten oder jedenfalls nicht bewusst Individualisierten, aber aus den Wärmeleibern, die für die Menschen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
=== Das unzerstörbare Ich und die achte Sphäre 01:24:34 ===&lt;br /&gt;
Also der Mensch wird geboren auf dem alten Saturn als geistige Wesenheit. Also geboren heißt in dem Sinn nicht, dass sein Ich, Hokuspokus, entsteht, sondern das Ich ist ewig. Es hat immer bestanden und wird immer bestehen in seiner Grundwesenheit. Ich weiß es, ich habe in den Kommentaren, was man meint, ja sehr wohl kann das Ich auch zerstört werden. Und ich bin ja schon eingegangen darauf, es anzudeuten, also gerade die Asuras zum Beispiel sind Wesenheiten, die sehr stark auch in unserer heutigen Zeit schon mitarbeiten, dass sie das Ich zersplittern können. Ja, das ist wieder die Frage, wie man sich das vorstellen soll. Aber jedenfalls, dass wir nicht ein zusammenhängendes Wirken, also aus dieser Ichkraft heraus erzeugen können. Das heißt aber trotzdem nicht, dass das Ich zerstört ist. Auch wenn wir vielleicht äonenlang damit nichts machen können. Also unsere Freiheit nicht entfalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir mitgehen in das soratische Reich, in die achte Sphäre hinüber, ja dann ist es irgendwann Endstation. Wir wissen also, mit der Entwicklungsstufe der Neuen Venus, also der sechsten kosmischen Entwicklungsstufe in unserer Entwicklungskette, dort stellt sich die Frage, ob die Menschen, die dort hinübergewechselt sind in dieses soratische Reich, ob sie von dort noch gerettet werden können oder sich erretten können, sicher nur mit Unterstützung erretten können, oder ob sie eben den Weg der soratischen Wesenheiten weitergehen müssen dann. Und dann sind sie verloren. Das heißt trotzdem nicht, dass ihre Ichkraft weg ist. Nur sie kann sich eben nicht entfalten zur Freiheit. Sie kann diesen schöpferischen Impuls, der da drinnen ist, nicht wirklich frei entfalten. Aber zerstört wird das Ich deswegen trotzdem nicht. Die Ichkraft ist eine unzerstörbare Kraft, die unzerstörbare Schöpferkraft des Universums überhaupt. Nur bei Menschen halt dann in individualisierter Form. Aber es kann eben, und so wird es dann passieren in dieser achten Sphäre, dass der Mensch diese Kraft nicht mehr nützen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja, das scheint jetzt wieder alles sehr, sehr fern zu sein, aber wenden wir es einmal auf unsere Zeit an. Ich meine, wie viele Menschen sind eigentlich heute auf der Welt, die wirklich voll und ganz ihr Leben bewusst aus der schöpferischen Kraft ihres Ich heraus gestalten? Wie viele Menschen sind es auf Erden, die das bereits tun, die das bereits können? Die nicht einfach, ja wie soll ich sagen, vom Schicksal da und dort hingeführt werden, also sprich durch ihre karmische Vergangenheit und unter Mithilfe der begleitenden Engelwesenheit, das muss man nicht alles verpassen, aber geführt werden durchs Leben, wie viele sind es, die ganz bewusst diesen Weg gehen? Das sind ganz, ganz wenige heute. Das sind große Eingeweihte, die seit dem Mysterium von Golgatha oder nach dem Mysterium von Golgatha so weit gekommen sind, dass sie diesen Weg einigermaßen gehen können, aber der Rest schläft diesbezüglich noch ziemlich stark.&lt;br /&gt;
=== Der Christus als Erster durch den Tod 01:28:41 ===&lt;br /&gt;
Das ist der Punkt, weil der Erste, der dies eben tun konnte, und auch er brauchte natürlich, so wie es die Menschen auch brauchen werden in der Zukunft, die Unterstützung der Vaterkraft dazu, also der Christus alleine hätte die Auferstehung nicht zustande bringen können, aber er ist der Erste, der diesen Schritt durchmacht. Er ist der Erste. Er ist der Erste, der sich eben diese individualisierte, diese ganz individualisierte Ich-Gestalt, geistige Formgestalt gibt, mit der Hilfe der Vatergottheit, aber der Christus ist damit der Erste, der vorangeht, der Menschheit überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wenn wir aus dem Ich heraus, aus der Freiheit heraus wirklich tätig werden und das nicht verschlafen und nicht einfach verzichten auf diese Freiheit und lieber uns durch unser Ego führen lassen und durch die Anstöße, die uns die Widersacher oder sonstige Wesenheiten geben, Nachsatz, nur die Widersacherwesenheiten geben uns heute solche Anstöße oder leiten uns überhaupt, das heißt, springen ein dort, wo wir eigentlich aus der Freiheit selbst tätig werden sollten, mischen sie sich halt ein und tun etwas, was bei ihnen natürlich nicht aus der Freiheit kommt, aber was uns die Freiheit, naja, zwar nicht nimmt, aber zumindest eine Zeit lang lähmt, sie zu nützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Christus hat aber das Vorbild gegeben, wie wir das können, ganz aus dem Ich heraus, aus dem Christus-Ich heraus zu agieren, ganz aus dieser Freiheit heraus. Da hat der Christus ganz diesen Schritt vollzogen. Also das, was früher da war, also zum Beispiel alte Sonne, wo er eigentlich Herr der alten Sonne war, eigentlich schon während des alten Saturn die Weltgestaltung hervorgebracht hat, aber da ist immer das Mitwirken der Vatergottheit im Hintergrund da. Und natürlich, das zieht sich auch jetzt durch in die Zukunft hinein, aber es wird immer freier, es wird immer mehr so, dass die einzelne Individualität eben einen ganz besonderen Beitrag liefert, den nur sie liefern kann in dieser Art. Eben durch den ganzen Weg, wie sich seine Individualität, die Individualität dieses Menschen im Zuge der irdischen Inkarnationen entwickelt hat, insbesondere entwickelt hat also seit der Zeit des Mysteriums von Golgatha, wo eigentlich das Ganze erst so richtig in Schwung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles bis dahin ist Vorbereitung im Grunde. Und darum ist tatsächlich also das Mysterium von Golgatha und das Erdenleben des Christus, das Durchgehen durch den Tod, ist der Umschwung eigentlich, der passiert ist. Also nicht nur in der Erdentwicklung, sondern für die ganze kosmische Entwicklung, die unsere Erde durchmacht, vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand durch. Das ist der ganze Weg, auf dem das passiert. Aber der entscheidende Moment, dass jeder Mensch im Grunde der Auferstehung teilhaftig werden kann. Das heißt, sich seine individuelle Geistgestalt erwirbt.&lt;br /&gt;
=== Von Mensch zu sprechen fängt jenseits der Erde an 01:32:40 ===&lt;br /&gt;
Und diese individuelle Geistgestalt hängt zusammen mit ganz individuellen, wie soll ich sagen, künstlerisch-schöpferischen Fähigkeiten, aber weltenkünstlerischen Fähigkeiten, die nicht durch die Vatergottheit inspiriert sind, sondern die ganz aus der Freiheit herauskommen, die aber mitgetragen und angenommen werden von der Vatergottheit. Das heißt, die Vatergottheit ist immer mehr eine Wesenheit, die ganz im Hintergrund ist. Ganz im Hintergrund ist immer mehr, ja einen Untergrund bildet, an dem wir aber mitarbeiten bereits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die geistigen Wesenheiten, die nach uns kommen werden, also das heißt zunächst einmal die drei Stufen des Menschlichen, von denen Rudolf Steiner spricht, also die, die durch die Zukunft durchgehen werden, also auf dem neuen Jupiter, auf der neuen Venus und auf dem neuen Vulkanzustand. Das heißt, in diesem Sinne von Mensch zu sprechen, fängt an, wenn wir über die Erdentwicklung hinausgekommen sind. Wir sind jetzt noch nicht fertig. Wenn wir die Erdentwicklung vollendet haben und an ihr ganz kräftig schon mitgearbeitet haben, und darum wird es in der Zukunft gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also daher ganz wichtig, die Erde mit all ihren Wesen, die darauf leben, also das heißt den Tieren, Pflanzen und so weiter, von den Einzellern bis zu den höchstentwickelten Wesenheiten hinauf und denen, die noch sich entwickeln werden auf Erden, obwohl eigentlich die Erde den Höhepunkt ihrer Lebendigkeit längst überstanden hat. Sie ist eine Sterbende bereits, aber das Interessante ist, dass gerade in dieser Phase des Sterbens jetzt bereits wir Menschen entscheidend mitarbeiten und der Erde eben ein Leben noch geben können, ein Leben im Sinne von einer Weitergestaltung, einer Weiterformung, die da ist, denn nur da ist Leben drinnen. Also nicht in einer ewigen Wiederholung desselben, das da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muss man sich auch klar sein. Man muss sagen, wir wollten doch die Natur beleben, erhalten zumindest so, wie sie jetzt ist, und sie möge doch wenigstens so bleiben, wie sie jetzt ist. Dann ist es schon am Ende. Sie wird sich verändern. Also die Erde wird in ein paar tausend Jahren, wenn wir dann schon gar nicht mehr, wenn wir nicht mehr inkarniert sind, ein ganz anderes Angesicht noch bekommen, und auch das Leben auf der Erde wird ganz anders aussehen. Es wird zwar alles nicht mehr so lebendig sein, wie es jetzt ist, aber es werden sehr, sehr viele neue Formen entstehen. Und da wird eben ganz entscheidend bereits der Mensch mitarbeiten.&lt;br /&gt;
=== Die Weitergabe der Freiheit an andere Hierarchien 01:36:22 ===&lt;br /&gt;
Mitarbeiten also natürlich vor allem in dem Zustand, wo wir alles das, was wir aus dem Tod lernen können, bereits gelernt haben und gelernt haben, einfach ganz vollbewusst, ganz wachbewusst und ganz frei in der geistigen Welt als geistiges Wesen existieren zu können und tätig sein zu können, mittun zu können an der Weltentwicklung, führend mittun zu können. Führend schon allein deswegen, weil, auch darüber habe ich schon öfter gesprochen, vielleicht ist es schon etwas länger wieder her, dieser Freiheitsimpuls, der vom Menschen ausgeht, wird nicht auf den Menschen beschränkt bleiben, sondern von uns ausgehend wird es weitergegeben an andere geistige Wesenheiten. Also es heißt nicht, dass jetzt zum Beispiel die Engelwesenheiten, die uns vorangegangen sind, dass die ewig in der Unfreiheit bleiben werden, sondern sie werden in gewisser Weise von uns lernen, was das denn überhaupt ist, Freiheit, und wie man sie handhaben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist auch das ganz große Motiv in der Erlösung der Widersacherkräfte, die uns natürlich jetzt, gerade in unserer Zeit jetzt und in der Zukunft, in der näheren und ferneren Zukunft, noch sehr viel mehr Schwierigkeiten machen werden. Aber eigentlich müssen wir ihnen dankbar sein, und der Weg, ihnen dankbar zu sein, wird sein, uns von innen nicht einfangen zu lassen, sondern ihnen zu zeigen, um was es wirklich geht. Das arbeitet an ihrer Erlösung. Aber dazu müssen wir das, was diese Widersacherkräfte in die Welt gebracht haben, ja wirklich voll und ganz durchschauen, voll und ganz erkennen, was da drinnen wirkt. Und nicht mehr die Sinne, sozusagen die geistigen Sinne, vernebeln lassen, sondern das ganz klar durchschauen, auch in seiner Notwendigkeit durchschauen. Und eben insbesondere eben auch dieses ahrimanische Prinzip, ahrimanisch-asurische Prinzip zu durchschauen, zu kennen, besser als diese Wesenheiten es selber können, sodass wir eben ihre Todeskräfte im Grunde in Auferstehungskräfte verwandeln können oder zeigen können, wie da ein Zusammenhang da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht eigentlich um die Verwandlung dieser Todeskräfte, um die geht es eigentlich. Diese Todeskräfte sind aber in ihrer verwandelten Form genau das, was mit dem Freiheitsprinzip des Menschen zusammenhängt. Woraus das Freiheitsprinzip entsteht, also das dem Menschen gewährt wird, das ist genau das, dass ihm alles, was ihm zukommt, kann sozusagen sterben in gewisser Weise. Kann zerfallen, kann verwehen, kann verschwinden, aber der Mensch bringt schöpferisch etwas heraus. Er bringt nämlich letztlich dieses Leben heraus, diese todüberwindende Kraft. Natürlich mit Unterstützung. Es ist die Vatergottheit da, die das im Untergrund alles trägt. Es ist der Christus da, der uns hilft. Er hilft in dem Sinne, dass er uns vor allem dabei hilft, dass wir überhaupt gewahr werden, welche Kräfte wir haben, welche Möglichkeiten wir haben. Das ist das Problem.&lt;br /&gt;
=== Die östliche Seelenwanderungslehre und die sechs Daseinsbereiche 01:40:47 ===&lt;br /&gt;
Wie soll ich sagen, wir können freie Menschen gerade dadurch werden, dass wir immer wieder durch unsere Inkarnationen auch durch den Tod durchgegangen sind. Immer wieder durchgegangen sind. Und ja, im Anfang war das alles überhaupt gar kein Problem für die Menschen. Im Altindischen, im Hinduismus oder sonst wo, versteht man ja gar nicht wirklich die Probleme, die unsere westlich-christlichen Theologen haben, die Sache mit der Auferstehung usw. zu verstehen oder das Prinzip des Todes zu verstehen oder wie das alles zusammenhängt. Da tun wir uns so unheimlich schwer offensichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Inder ist heute noch, also für viele jedenfalls, ja ganz klar, man geht in die geistige Welt mit dem Tod hinein, man wird wiedergeboren, wobei der Wiedergeburtsgedanke ja dort im Osten, Indien usw., ja viel weiter gefasst ist. Über das haben wir, glaube ich, auch schon öfter gesprochen, dass es dort eigentlich in Wahrheit eine Seelenwanderungslehre ist. Lehre aus einer Beobachtung, die drinnen ist. Man verfolgt einfach den Weg des Menschen durch die verschiedenen Sphären, durch die er durchgeht, sei es auf Erden, sei es in den höheren Reichen irgendwo. Und man kann wiedergeboren werden halt in einem niederen Reich, dann ist es halt sehr unangenehm, aber dieses Wiedergeborenwerden ist natürlich nicht gemeint in einem stofflichen Leib oder was, sondern man ist zum Beispiel in den Bereich der Hungergeister geraten. Also die Hungergeister sind die, die eben leiden in Wahrheit unter dem, dass sie nicht an höhere geistige Kräfte herankommen. Das ist das Eigentliche, was damit gemeint ist. Das Bild dafür ist halt dann, dass sie wirklich wie ausgemergelte Menschen dargestellt werden oder imaginativ auch so ein Bild auftritt. Aber das ist eben keineswegs gemeint als irdische Verkörperung, sondern es ist eine geistige Daseinsform, aber eine Daseinsform, die halt mit sehr viel Entbehrungen verbunden ist, mit sehr viel seelischer Not verbunden ist, dass man alles das, was man eigentlich braucht, um sich zu entfalten irgendwie, dass man nicht herankommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die idealste Inkarnation ist halt die wirklich als Mensch. Vor allem auch, und da ist ja was sehr Wichtiges, das sieht man im Buddhismus dann zum Beispiel auch sehr stark, weil man ja hier auf Erden sozusagen begegnen konnte dem Buddha oder begegnen kann einem Menschen, der aus dieser Lehre heraus seine Weisheit gezogen hat, was man eben nur hier kann und hier eben auf Erden mit der Lehre des Buddha zum Beispiel in Verbindung kommen kann. Und darum ist es etwas Besonderes, Wertvolles, als Mensch wiedergeboren zu werden. Aber genauso die anderen Wiedergeburten sind halt eigentlich in einem übersinnlichen Weltbereich. Man spricht ja dort auch von den sechs Daseinsbereichen, durch die der Mensch durchgehen kann. Und das ist der Kreislauf der Reinkarnation, die sich da abspielt. Und die irdische Inkarnation ist eine Station, eine mögliche davon. Aber doch eine, wo der Mensch, das ist zwar nicht so direkt ausgesprochen, aber in Wahrheit, wo er das Privileg hat, eben ganz bewusst auch abgeschnitten werden zu können von der geistigen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist in Wahrheit, das ist jetzt im Buddhismus natürlich nicht so direkt so ausgesprochen, aber da geht es gerade darum, dass da dann wirklich hier in der sterblichen Inkarnation wir uns unserer Freiheit bewusst werden können. Gerade aus der Überwindung dieser Sterblichkeit, indem wir immer mehr daran arbeiten, unsere geistige Formgestalt, unsere individuelle auszuprägen. Und dann eben mit der Unterstützung des Christus, mit der Unterstützung der Vatergottheit, diese Geistgestalt eigentlich, die wir da ausbilden, diese ganz individuelle Geistgestalt, dass die uns dazu helfen, dass diese nicht verloren geht, sondern dass die immer konturierter wird, immer individueller wird mit jedem Tod, den wir sterben hier auf Erden. Darum ist das so wichtig.&lt;br /&gt;
=== Das größte Geschenk: sterben zu können 01:46:24 ===&lt;br /&gt;
Für das Christentum würde man sagen, die irdische Inkarnation, nämlich wirklich in einer physischen Gestalt Inkarnation, also wirkliche Inkarnation jetzt, ist gerade deswegen so wichtig, weil wir hier wirklich sterben können. Und dieses Sterben überwinden, indem wir wieder etwas hinzufügen zu unserer wirklichen Geistgestalt, zu dem Phantomleib oder wie immer man es nennen will, zum Auferstehungsleib. Ja, natürlich, alleine können wir ihn nicht schaffen. Dazu ist der Christus wichtig, dazu ist die Vatergottheit wichtig. Also ohne ihre Kraft geht es jedenfalls zunächst einmal noch nicht. Wir müssen mal schauen, wie das in der Zukunft wird. Aber das verdanken wir dem, dass wir immer wieder durch den Tod durchgehen. Das heißt, das ist das größte Geschenk, das es gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer bereitet es uns oder wer hilft uns dazu, dass wir das wirklich können? Nämlich einfach sterben können, dass unsere physische Hülle zerfällt und dass wir vor der Notwendigkeit stehen, uns jetzt eine Geistgestalt zu geben. Ja, ich sage bewusst zu geben. Natürlich ist die Vatergottheit wesentlich beteiligt mit daran, aber die Gestalt als solche gibt uns ja nicht die Vatergottheit, sondern sie entspricht unserer Individualität. Sie ist unsere individuelle Geistgestalt. Und nur, dass sie entstehen kann, aber eben sozusagen entsprechend unserer Individualität, dazu brauchen wir die Vatergottheit. Aber das Wesentliche ist, dass sie diese ganz individuelle Prägung bekommt. Ganz individuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, das ist auch jetzt etwas, ich meine, wie soll ich sagen, es geht gar nicht darum sozusagen offensichtlich, dass wir immer ähnlicher der Gottheit werden oder was durch die Entwicklung. Oder immer ähnlicher dem Christus werden. Jedenfalls nicht in der Art, wie unsere Geistgestalt aufgebaut wird. Ähnlich vielleicht nur darin, und das liegt unserer Gemeinschaft mit dem Christus, dass er eben gerade dadurch, dass er auf Erden durch den Tod durchgegangen ist, dass er überhaupt bevor dieser Tod da war, schon, ja, hm, wo fängt der Tod eigentlich an? Er fängt an mit der Empfängnis, im Grunde. Da fängt es an. Da fängt der Sterbensprozess an. Und da ist schon, ab da ist der Ahriman mitbeteiligt. Im ganzen Leben auf Erden ist er von Anfang an mitbeteiligt. Der Tod, das Sterben beginnt mit der Empfängnis im Grunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit dem Prozess, also dass wirklich diese Empfängnis, wie soll ich sagen, von uns angenommen wird, also dass das Elternpaar uns die Möglichkeit bereitet, uns zu inkarnieren, und dass sie wirklich ergriffen wird. Damit fängt aber der Sterbeprozess an. In dem Moment, wo wir den, wie soll ich sagen, befruchteten Keim ergreifen, ab dem Moment fängt unser Sterben an. Ich weiß, das mag jetzt vielleicht schockierend klingen. Aber das ist der Prozess, der uns ermöglicht, unsere ganz individuelle Geistgestalt aufzubauen, ja, durch viele Inkarnationen immer mehr. Je mehr Inkarnationen wir hinter uns haben, desto deutlicher kommt unsere Individualität in dieser Geistgestalt heraus. Und desto mehr entfaltet sich eben, weil das dazu notwendig ist, unsere individuelle Schöpferkraft auch, die daran arbeitet.&lt;br /&gt;
=== Das Kunstwerk der individuellen Geistgestalt 01:50:53 ===&lt;br /&gt;
Weil es ist zwar, ja, die Vatergottheit notwendig, um das, wie soll ich sagen, wirksam werden zu lassen, Wirklichkeit werden zu lassen. Aber die Form unserer Geistgestalt, unserer übersinnlichen Geistgestalt, unserer wirklichen geistigen Gestalt eben, unserer individuellen geistigen Gestalt, die gibt uns niemand anderer als wir selbst. Die Vatergottheit sorgt dafür, dass die, wie soll ich sagen, im Weltgefüge Bestand haben kann oder sich da entwickeln kann. Aber wir erzeugen sie und wir gestalten sie, sagen wir es besser so, wir gestalten sie durch unsere Individualität, durch unsere individuelle Schöpfertätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Kunstwerk, an dem wir eigentlich arbeiten. Das ist das, wo man sagen muss, wir sind alle Künstler, Lebenskünstler, wenn man so will. Indem wir unser Leben ausführen, indem wir unsere Individualität in irgendeiner Form entfalten, da drinnen arbeiten wir daran, an dieser individuellen Auferstehungsgestalt. Das ist aber eine reine Geistgestalt. Man darf es jetzt auch nicht als räumliches Gebilde denken, sondern es ist eigentlich, wie soll ich sagen, ein Bild für unsere individuelle Schöpferkraft, für unser individuelles Ich. Das ist natürlich eigentlich kein räumliches Bild, weil natürlich Auferstehungsgestalt heißt eben gerade nicht, dass wir jetzt in der geistigen Welt zwar völlig stofflos, aber doch irgendwie in heutiger Menschengestalt endlich irgendwie da herumgeistern. Das ist ja gar nicht der Fall. Aber es ist eine Gestalt, nennen wir es halt einmal so, die mit unserer Individualität zu tun hat und die ganz einzigartig ist, die es sonst im Kosmos nirgendwo gibt. Es ist eine geistige Konstellation, wenn man so will, die dann ein immer weiteres Wirkungsfeld auch bekommen wird in der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und darum geht es ja. Also wenn wir wirklich durchgegangen sind durch die ganzen Entwicklungsstufen bis über den neuen Vulkanzustand hinaus, dann ist es ja nicht aus. Darüber haben wir auch schon öfters gesprochen. Auch wenn Rudolf Steiner dazu nichts sagen kann im Detail, weil niemand von uns etwas sagen kann, weil es wird nämlich an uns liegen, dann dieses Werk anzugehen. Und niemand kann uns sagen, wie das werden wird, als wir selber. Nur das müssen wir halt natürlich erst lernen, bis wir so weit sind, bis wir ein Werk vollbringen können, wie es in ganz anderer Art, aber doch eben vorbereitend, damit das Menschen da sein, eben die Elohim während der Erdschöpfung getan haben. Aber wir steigen dann in diese Stufe auf irgendwann. Das heißt, von den geistigen Kräften, die wir haben, steigen wir dann zu so etwas auf. Nur eben in ganz anderer Art, als es jetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt also, die Geistgestalt, die wir haben, ist, wie soll ich sagen, die ganze geistige Konfiguration, die ganzen geistigen Fähigkeiten, die wir als Individualität uns entwickelt haben, in diesem Zuge, im Zuge dieser Entwicklung. Und da kommen dann einmal große Aufgaben auf uns zu, aber wir können sie uns eben nur erwerben dadurch, durch das Erdenleben, durch das Erleben des Todes und mit jedem Tod immer bewusster werden für den Hintergrund, um den es dabei eigentlich geht.&lt;br /&gt;
=== Das Nirvana als Eingehen in die eigene Geistgestalt 01:55:22 ===&lt;br /&gt;
Und darum ist es halt wichtig, nicht hängen zu bleiben in der alten Seelenwanderungslehre. Da ist noch nicht der volle Einblick darauf, worauf das Ganze eigentlich hinausläuft. Also im Buddhismus ist einmal der innere Gott, es geht darum, dieses Rad der Wiedergeburten zum Stillstand zu bringen. Aber was ist denn dann, wenn das steht? Das ist halt die große Frage. Ja, in Wahrheit wirklich zum Stehen gebracht wird es, weil im Buddhismus heißt es, man geht dann in das Nirvana ein, also das heißt in Wahrheit in die höchste Weltebene, also dort, wo niemand in Wahrheit geistigen Einblick hat. Es ist im Grunde also in Wahrheit der Wirkungsbereich der Gottheit selber dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirvana, das Indische, das Sanskrit und so weiter, diese Sprachen hängen ja mit dem Indogermanischen stark zusammen irgendwo. Es hat wirklich etwas zu tun mit dem Nicht-Wähnen, Nirvana, Wahn, Vana, Vana, der Wahn, wo man nichts wähnen kann. Wahn aber jetzt nicht im Sinne von geistiger Verwirrung, sondern Wahn im Sinne von höchstem geistigem Erleben in dem Fall. Aber vom Nirvana, von dem kann niemand etwas ahnen jetzt, außer er geht ein in selbiges. Dann wird er nämlich dort tätig, aber dann ist er nicht in eine Welt eingebunden, die bereits eine irgendwie geartete Konstellation hat, eine bestimmte geistige Form hat, sondern dann geht man eigentlich ein in die eigene individuelle Geistgestalt. In der wird man sich dann bewusst. Das ist die Welt, in die man eingeht in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da wäre viel für die Zukunft drinnen, Gespräche zu führen mit Buddhisten, mit Hinduisten und so weiter, wie sie die Welt sehen und mit ihnen in ein Gespräch zu kommen. Über diese Dinge, wie das aus christlicher, anthroposophischer Sicht angesehen werden kann. Ja, man muss natürlich jetzt nicht gleich denken, dass man sich zu irgendwas bekehren will oder sowas. Aber es geht darum, dass da so viele Fragen eigentlich noch offen sind, wo es unsere Aufgabe ist, diese Fragen zu stellen, mit jeder Generation, mit jedem Tod, durch den wir gegangen sind. Das heißt, mit jeder neuen Inkarnation müssen wir die Fragen immer wieder von Neuem stellen und etwas dazugewinnen. Dann arbeiten wir eigentlich nämlich genau an unserem Auferstehungsleib. Dann arbeiten wir da. Ja, wir haben, wie gesagt, Hilfe dabei, natürlich, aber die individuelle Prägung, die können nur wir geben, die gibt uns niemand. Die macht nicht der liebe Gott für uns, die macht nicht der Christus für uns, sondern die müssen wir beisteuern. Und in dem Maße, in dem wir es tun, ist sie vorhanden. Und mit jedem Tod, durch den wir durchgehen, wird eine Schicht, wie soll ich sagen, dazugelegt oder eine Gestaltung dazugefügt zu unserem Auferstehungsleib. Also wir arbeiten daran.&lt;br /&gt;
=== Auferstehung setzt die geistige Freiheit voraus 01:59:28 ===&lt;br /&gt;
Und seht ihr, das ist das Problem, dass das, wie es scheint, bei den christlichen Theologen im Großen und Ganzen noch nicht zumindest erkannt wird. Das müsste man eigentlich sehen. Ich meine, vielleicht hat irgendwer schon was geschrieben, ich habe auch nicht sicher alles gelesen, was es darüber gibt, aber jedenfalls sehr bekannt ist es dann offenbar nicht geworden. Und da wären die Dinge drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das heißt ja natürlich, und das ist vielleicht auch das Ketzerische gerade drin, das heißt natürlich, Verständnis der Auferstehung, der wirklichen Auferstehung wird man nur finden, wenn man erkennt die geistige Freiheit des Menschen und die voraussetzt. Weil ohne die gibt es die individuelle Auferstehungsgestalt nicht. Die hängt damit zusammen mit der individuellen Gestalt, die sich der Mensch selber schöpferisch gibt, mit Unterstützung der Vatergottheit, mit Unterstützung des Christus, der diesen Weg als erster durchgegangen ist. Der vorbildhaft das durchlebt hat, die ganze Sache. Und der geradezu darum gefleht hat, dass er durchgehen kann durch diesen Tod. Und damit dieser einzigartigen Situation teilhaftig zu werden, durch den Tod zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einmal, das Wesentliche ist doch, dass vor dem Christus kein geistiges Wesen auch nur irgendeine Ahnung davon gehabt hat, was der Tod überhaupt sein soll. Was das ist. Man hatte keine Erfahrung. Ja natürlich auch die Vatergottheit nicht wirklich. Die ist im Hintergrund, die kennt das schon überhaupt nicht. Aber die Sohneskraft, der Sohn ist durch den Tod durchgegangen. Und was die Vatergottheit dazu gegeben hat, ist, dass sie dem Christus ermöglicht hat, diesen Auferstehungsleib zu bekommen, sich zu gestalten, sodass er dem Wesen des Christus entsprechend ist, diese Auferstehungsgestalt. Das, ja, wie soll ich sagen, die eigentliche, jetzt ganz individualisierte Gestalt des Christus ist die, die er auf Erden zumindest dann lebt, auf erster Stufe einmal, wo er als Auferstandener durch die Welt geht. Was ja nur eine begrenzte Zeit dauert. Dann geht er in eine größere Dimension, und für den Christus hängt seine Auferstehungsgestalt zusammen letztlich jetzt mit der ganzen Erde, mit der er sich verbunden hat. Und das wird natürlich noch größere Kreise ziehen, das Ganze. Das sind auch Zukunftsperspektiven.&lt;br /&gt;
=== Ahriman muss selbst durch den Tod gehen 02:03:03 ===&lt;br /&gt;
Ja, jetzt haben wir heute schon wieder einmal das mit den Sinnen nicht fertig gemacht. Vielleicht schaffen wir das das nächste Mal. Aber diese Dinge erscheinen mir jetzt ganz vordringlich wichtig, eben das zu sehen, auch im Zusammenhang mit dem Problem Inkarnation Ahrimans und dergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die Inkarnation Ahrimans hängt eben ganz stark damit zusammen, dass eben auch erstens einmal der, der der Bringer des Todes ist, wenn man so will. Also Ahriman ist, wenn man es abgekürzt sagt, er ist der durch die Welt wandelnde Tod. Das Interessante ist nur, er hat ihn selber noch nie erlebt. Er ist der Tod, aber er selber ist noch nie gestorben, nämlich als irdisches Wesen. Und das ist für die Entwicklung des Ahriman und für seine Zukunft eben ganz, ganz wichtig, dass er diese Erfahrung durchmacht. Und wo das sozusagen, dieses Todesprinzip auf die Spitze getrieben wird im Grunde. Der, der der Tod ist, geht durch den Tod. Und der, der der Tod ist, hat ihn aber selber bis jetzt noch nie erfahren. Und diese Erfahrung wird ganz wesentlich sein für die ahrimanischen Wesenheiten überhaupt, aber eben auch für die Menschheitsentwicklung wird es ganz entscheidend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, das Letzte, was wir uns wünschen könnten, ist, dass der Ahriman sich nicht inkarniert. Dann, dann bleibt etwas ganz Wesentliches in der Menschheitsentwicklung unerfüllt, und der Mensch könnte dann seinen Weg in der Art, wie es vorgesehen ist für ihn, also wirklich freies, ganz freies geistiges Wesen zu werden, was es bis dahin noch nie gab, das würden wir auch nicht erreichen können dann. Also dazu müssen wir immer wieder durch den Tod gehen, aber dazu muss auch der, der der Tod selber ist, der abgestellt wurde für diese Aufgabe, den Tod in die Welt zu bringen, muss er selber durch diese Erfahrung durchgehen. Das wird ganz wesentlich sein. Und das wird ein wesentlicher Schritt sein oder ein wesentlicher Ansatzpunkt sein, wo wir dann mitarbeiten können an der Erlösung Ahrimans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er steht ja natürlich auch in einer Entwicklung drinnen, und sie kriegt also einen ganz entscheidenden Schub, wenn er die Erfahrung durchmacht, was heißt es, Mensch zu sein und als Mensch, weil das eben zum Menschsein dazugehört, zu sterben. Also das heißt, durch den Prozess durchzugehen, den der Ahriman selber eigentlich bringt oder die ahrimanischen Wesen bringen, aber selber auch durch das durchzugehen und zu erfahren, gerade dadurch, dass darin die Wurzel zur Freiheit gegeben ist. Da ist die vollkommene Befreiung drinnen, also dass man sich ganz auf die eigene geistige Individualität stützen kann. Und wie gesagt, auch in dem vollendet sich das auch für den Christus. Dadurch, dass er durch den Tod durchgegangen ist, und in gewisser Weise sind wir Menschen ihm lange Zeit vorangegangen, weil wir immer wieder gestorben sind, allerdings halt ohne wirklich diese Auferstehung zu erleben, erleben zu können. Dazu musste der Christus auf die Erde kommen. Und dadurch eigentlich ist es erst möglich, dass wir jetzt nicht nur durch den Tod durchgehen, sondern dass es für uns der größte Antrieb wird, dadurch immer mehr unsere individuelle Freiheit zu entwickeln und uns auf uns selbst zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beginnt also mit dem Mysterium von Golgatha als Möglichkeit, wirft sein Licht natürlich dann schon in die griechisch-lateinische Kultur hinein, in alles, was da entwickelt wird, in vielem lebt das schon drinnen, aber ist noch trotzdem auf einer vorbereitenden Stufe. Und wichtig wird jetzt für eine nächste Stufe sein, dass auch der Ahriman selber durch den Tod durchgeht. Also viel, viel später als der Christus, was auch gut ist, weil dadurch, durch das Erdenleben des Christus, eben der Mensch überhaupt erst die Möglichkeit bekommen hat, aus der Freiheit seiner Ich-Kraft heraus tätig zu werden. Das musste er erst lernen. Aber jetzt geht es um einen nächsten Schritt, der da ist, und wo wir für die Zukunft eben diese namentlich, also die ahrimanischen Mächte und vielleicht und hoffentlich in diesem Zuge auch der asurischen Kräfte, die ja zu gewinnen, oder einen Teil davon, es wird sicher nicht mit allen gelingen, aber einen Teil dieser ahrimanischen und vielleicht auch asurischen Wesenheiten, ja zu gewinnen als freie Mitstreiter einmal für die Zukunft.&lt;br /&gt;
=== Der Mut, die Freiheit zu ergreifen 02:09:35 ===&lt;br /&gt;
Weil das können wir ihnen geben. Dieses Beispiel können wir ihnen zeigen. Und das können wir ihnen zeigen gerade dadurch, also jetzt insbesondere Ahriman, wenn man es so jetzt global bezeichnen will, indem sich Ahriman inkarniert, indem er hier durch die Todeserfahrung in der Weise durchgeht, wie der Mensch durchgeht, und gerade daran erleben wird können, wie damit der Freiheitsgedanke, die Freiheit möglich ist. Eben weil der Ahriman dann erst verstehen wird, was wirklich mit dem Menschen passiert durch seinen Einfluss, dadurch, dass er den Menschen ja immer wieder tötet eigentlich. Ja, das alleine macht es natürlich nicht aus, dass wir frei werden. Wir müssen schon etwas selber tun daraus. Aber es ist immer wieder ein Anstoß dazu, selber, individuell, schöpferisch etwas beizutragen für unsere eigene Entwicklung, aber damit auch für die Weltentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Ahriman selber durch den Tod durchgeht, also das heißt, als Mensch geboren wird, sich inkarniert und damit aber zwangsläufig auch durch den Tod in gleicher Weise durchgeht, wie der Mensch durchgeht, dann wird ihm sozusagen ein Licht aufgehen, was er eigentlich an dem Menschen hat. Er wird dann erst so wirklich verstehen seine Aufgabe, die er hat für die Menschheit. In Wahrheit denkt man sich, ja, er ist Widersacherkraft, er kann uns mit so vielen Dingen das Leben schwer machen, und wir müssen uns immer wieder versuchen, vom Weg abzubringen, damit wir lernen, selber unseren Weg zu halten gegen alle Widerstände. Und eine erste bewusste Ahnung davon, was der Ahriman eben tut dadurch, dass er den Menschen immer wieder durch den Tod führt, und dass das eben der Weg zur Freiheit ist, dass das da dazugehört, dann wird er erkennen, dass das auch der Weg zu seiner Freiheit ist. Und dass er da eigentlich vom Menschen sehr viel annehmen kann, weil wir sind schon sehr viel länger diesen Weg gegangen, immer wieder, immer wieder. Wir haben also interessanterweise vom Tod und allem, was damit zusammenhängt, viel mehr Erfahrung als der Ahriman selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist interessant. Nämlich das, was die wirklich gewaltige, positive Wirkung des Ganzen ist. Die einzigartige Wirkung, die damit verbunden ist. Aber dazu ist wichtig, dass wir wirklich lernen, den Mut aufzubringen, uns ganz auf unsere Individualität zu stellen, nichts anzunehmen, was wir nicht aus unserer Individualität ganz bewusst in Freiheit nachvollziehen können. Nur das dürfen wir in Wahrheit als Wahrheit anerkennen. Nicht, weil es uns irgendeine Autorität sagt. Sei es irgendein Priester, sei es irgendein Politiker, natürlich am wenigsten wahrscheinlich, aber auch keine höhere geistige Wesenheit. Sondern dass für die Zukunft es immer wichtiger ist, dass wir es selber aus unserem Ich dadurch erkennen müssen, dass wir schaffend tätig werden aus unserem Ich.&lt;br /&gt;
=== Freie Imaginationen 02:13:30 ===&lt;br /&gt;
Damit werden wir das Geistige wirklich gewahr, wenn wir unsere eigene geistige Tätigkeit insbesondere einsetzen, um Imaginationen uns aufzubauen, um weiterzukommen, zu verstehen, was wir da aufbauen, weil das, was wir als Imagination selber ganz individuell, ganz aus der Freiheit aufbauen, Rudolf Steiner nennt es freie Imaginationen. Das ist wichtig für unsere Zeit, freie Imaginationen. Also das heißt nicht, jetzt stellen wir zehn Leute auf, und die sollen jetzt eine Johanni-Imagination beschreiben, und die muss bei allen genau gleich sein. Wenn sie das nicht ist, dann ist sie eine Fantasterei, eine Fantasie von jedem. Nein, die Johanni-Imagination, die gültig ist, ist die, die jeder Mensch individuell aus sich herausbringt. Wozu aber das zum Beispiel, was Rudolf Steiner gegeben hat dazu, was auch andere Menschen teilweise noch aus alten geistigen Erfahrungen als Anregung gegeben haben, eben uns Anregung sein kann, aber die Wahrheit, die Wirklichkeit offenbart sich nur dort, wo wir den Mut haben, selber gestaltend tätig zu sein. Das heißt, die Imagination selbst aus der Freiheit heraus zu gestalten, wo uns niemand sonst was darin hineinredet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ich das so ausführlich schildere, weil manche sagen, jetzt erzählt er die ganze Geschichte schon wieder, ich werde es wahrscheinlich immer wieder erzählen, von hunderttausend Seiten. Es geht darum, um den Mut, sich auf die eigene Geistigkeit zu stellen. Dadurch eröffnet sich der Zugang zur geistigen Welt. Das ist das, wo uns der Christus begleitet, wo wir ihm, wie soll ich das sagen, Freude machen, wenn wir das tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ja, natürlich, wir brauchen einen langen Erziehungsweg, uns stehen teilweise immer noch drinnen, auch unsere, zum Beispiel, unsere moderne Wissenschaft mit ihrem ganzen Materialismus, was ist sie? Im Grunde eine Vorbereitung, dass wir den Tod verstehen, dass wir den Ahriman verstehen. Und dass wir endlich einmal, dass der Groschen fällt, das Leben, die Seele, der Geist kommt von dort nicht. Also das heißt, die Naturwissenschaft erklärt uns eigentlich alles das, was nur der Tod ist in der Welt, und nicht das, was die Welt wirklich zur Entwicklung bringt. Aber das müssen wir halt in allen Phasen durchgehen. Darum großartig die Evolutionslehre, die versucht, die Entwicklung des Lebens auf Erden, die Entwicklung des ganzen Kosmos in Wahrheit, auf reine physikalisch-chemische Vorgänge und Zufall zu reduzieren. Das ist genial. Es ist so weit von der Wirklichkeit weg, dass man eigentlich in Wahrheit das sehr leicht dann durchschauen kann. Aber dazu muss das ganze System erst da sein.&lt;br /&gt;
=== Die Illusion durchschauen 02:16:46 ===&lt;br /&gt;
Wir sind offensichtlich noch nicht weit genug fortgedrungen, dass dieses Weltbild, das wir jetzt haben, in dem wir drinnen stehen, von dem sicher eine große Mehrheit der Menschen überzeugt ist, dass das zumindest eine relative Gültigkeit hat in gewisser Weise. Dass das im Grunde vollkommene Illusion ist, aber eine Illusion, die sich dann erst auflösen wird, wenn wir so weit sind, den Mut haben, uns auf uns selber zu stellen. Und wegzugehen von dem, ich muss das mit sinnlichen Augen alleine anschauen können und ich muss es objektiv betrachten können. Da darf nicht jeder seine eigene Anschauung dazu haben, sondern da müssen alle gleichgeschaltet werden. Alle müssen das gleich sehen. Dann haben wir sozusagen eine gewisse Beruhigung, dass das vielleicht der Wirklichkeit entspricht. Das ist aber genau das Verkehrte. Da sind wir in der Illusion drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirklichkeit ist dort, wenn wir ehrlich, aber eben wirklich ehrlich, nicht aus dem arbeiten, was wir irgendwo gelernt haben, durch Studium, durch Bücher und sonst was, sondern wo wir den Mut haben, uns in dem kleinen, winzigen Feld, wo wir uns halt bewegen können, etwas Schöpferisches herauszubringen. In der Anschauung der Welt, in der Begegnung mit einem anderen Menschen, wie auch immer, im Kleinsten wie im Größten. Aber dort, wo wir es nicht individuell ergreifen, sind wir im Lernraum im Grunde, in der Illusion. Dort sind wir nicht in der Wirklichkeit drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dazu gehört als Vorschulung, und bevor wir jetzt wirklich aufhören, weil wir sind schon wieder spät dran, dazu gehört die ganze Geschichte mit den Sinnen und mit dem übersinnlichen Erleben. Das gehört beides zusammen. Das beides hilft uns, die Illusion zu durchschauen und aus eigener Kraft zur Wirklichkeit durchzustoßen. Wir schauen nämlich in Wahrheit die äußere Welt deswegen auch als Illusion, weil wir im Geistigen nicht genug schöpferisch tätig sind. Wenn wir zum Beispiel so wie heute uns ein Bild von der Natur, von dem, was lebt in der Natur, schaffen, nach dem Muster der heutigen Naturwissenschaft, die im Grunde nur den Tod kennt, dann sind das genau die Kräfte, die alle überhaupt nichts zu tun haben mit dem, dass die Erde entstanden ist, dass das Leben auf ihr entstanden ist, dass eine Entwicklung möglich ist überhaupt. Da sind wir völlig in der Illusion gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sie durchschauen, aber dazu muss die Illusion halt erst da sein, und sie ist jetzt in unserer Zeit massiv da. Da war vielfach das, was man in der Antike hatte, was in der Mythologie überliefert ist, obwohl das eigentlich schon Verfalls-, totale Verfallszeit ist, aber das war noch viel näher an der Wirklichkeit dran, als wir heute dran sind. Und da muss halt für den einen oder anderen, für den einen früher, für den anderen später, einmal der Groschen fallen, das zu durchschauen. Wenn man durch den Schleier durchkommt, dann kommt man in die Wirklichkeit hinein, und dann kommt man ganz zwangsläufig auch in die geistige Wahrnehmung hinein, weil die geistige Wahrnehmung ist ja nichts anderes, als dass man in der Wirklichkeit bewusst lebt.&lt;br /&gt;
=== Geistiges Mittun und Mitgestalten 02:20:36 ===&lt;br /&gt;
Wir leben heute großteils noch nicht bewusst in der Wirklichkeit, sondern wir träumen, wir schlafen. Wie es im Mysterium damals so schön heißt, die Maria, glaube ich, sagt das irgendwo, sie glauben nur zu wachen, weil sie immer schlafen. Es fällt uns gar nicht auf. Wir sind eigentlich gar nicht munter noch, im Großen und Ganzen, in vielen Dingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Anthroposophie soll aufwecken, soll uns dabei helfen, ohne uns aber irgendeine Vorschrift zu machen, wie wir denken müssen, wie wir die Dinge anschauen müssen. Sie kann nur Anregungen geben dazu. Aber das Eigentliche müssen wir selber finden. Darin liegt die Wirklichkeit. Wir als schöpferische Wesen tätig werden und dadurch das Wesen der Welt enthüllen auch. Zugleich mitgestalten auch. Das heißt, es gibt auch kein bloßes Wahrnehmen im Sinne, ich schaue mir die Welt halt einmal an, indem ich geistig wahrnehme, noch mehr als wenn ich es sinnlich wahrnehme, da ist es bis zu einem gewissen Grad auch so, aber ganz besonders beim geistigen Wahrnehmen, indem ich die Welt geistig wahrnehme, bin ich in der Wirklichkeit und wirke auch in ihr. Das heißt, ich verändere sie. Ich verändere die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, es macht für die geistige Welt einen riesigen Unterschied, ob wir geistig aktiv sind, geistig bewusst, ganz bewusst, wachbewusst wahrnehmend sind oder nicht. Wenn wir das sind, arbeiten wir bereits kräftig mit an der Gestaltung dieser geistigen Welt. Das heißt, wie die geistigen Wesen zueinander stehen, sich verhalten zueinander, da spielen wir dann eine bewusste Rolle mit, eine gestalterische Rolle mit. Um das geht es. Dann sind wir im ganzen Wirklichkeitsgeflecht als sehr wirkende Kraft darin tätig. Das wird sehr wesentlich gehen in dieser zweiten Hälfte der Erdentwicklung, wir sind eh schon über die Mitte hinaus, da immer wacher, mittätiger zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das geistige Wahrnehmen, das geistige Schauen, da geht es nicht um irgend so, ich habe etwas gesehen, das ist ja alles erschmoren im Grunde. Es geht um ein geistiges Mittun, ein geistiges Mitgestalten. Aus diesem geistigen Mitgestalten kommt auch die geistige Wahrnehmung.&lt;br /&gt;
=== Mut zum eigenen Weg, auch mit Fehlern 02:23:18 ===&lt;br /&gt;
Ihr braucht mir nichts glauben, ihr werdet es wahrscheinlich in diesen Worten so nicht bei Rudolf Steiner finden, ich kann es nur in meinen Worten schildern. Es macht eben nur Sinn, wenn man es aus dem eigenen Erleben heraus schildert. Dazu möchte ich Mut machen. Sicher, man kann auch Fehler machen, dabei sind wir alle nicht gefeit, das hat Rudolf Steiner auch ganz deutlich betont. Auch die Geisteswissenschaft, die Anthroposophie ist keineswegs unfehlbar. Es geht nicht darum, dass das eine Lehre ist, die für die nächsten Jahrtausende, solange wir noch inkarniert sind, so den Buchstaben nach gültig ist. Da wird manches überbleiben. Wie Rudolf Steiner ja selber mal gesagt hat, was überbleiben wird, ist die Philosophie der Freiheit, zumindest vom Grundgedanken. Und das ist auch ganz klar, weil es geht in der Erdentwicklung um die Freiheit. Das heißt, da stehen die wichtigsten Dinge in einer gewissen Weise drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehört aber auch der größte Mut, diese Freiheit zu ergreifen. Also Mut dazu machen, das sollten wir uns gegenseitig Mut dazu machen. Auch wenn Fehler passieren. Ja, sie werden passieren, und wir werden halt lernen daran, aus diesen Fehlern. Und sie werden auch Leid in die Welt bringen, auch das wird passieren. Es passiert eh genug in der Welt sowieso. Aber vielfach, das ist das Tragische, dass vieles Leid geschieht, ohne dass, wie soll ich sagen, ein positiver Effekt daraus wirklich so herauskommt. Indirekt vielleicht schon, natürlich auch. Aber wo jedenfalls sehr viel mehr Verschleiß drinnen ist, wenn ich das so ausdrücken darf, als notwendig ist. Wo mehr Leid entsteht, als notwendig ist. Aber so wie wir durch den Tod durchgehen müssen, müssen wir auch durch Schmerzen durchgehen. Und zwar vor allem, wie soll ich sagen, durch seelische Schmerzen durchgehen. An denen lernen wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, aber meine Lieben, damit möchte ich es heute wirklich bewenden lassen. Ich danke euch fürs Dabeisein. Ich danke euch, die im Livestream dabei seid. Wir werden irgendwann das mit den Sinnen noch fertig kriegen, hoffe ich. Es begleitet mich ununterbrochen, aber es kommen im Umfeld so viele Sachen, die man klären muss, die, glaube ich, wichtig sind. Darum drehe ich mich jetzt seit langer Zeit immer da herum im Kreis um diese Sachen. Es geht darum, es einfach zu umkreisen und immer mehr ins Bewusstsein zu kriegen. Und vor allem immer mehr für jeden, es selbst anzupacken irgendwo. Selber die eigene Perspektive zu finden. Selbst wenn man vielleicht einmal was falsch sieht, das macht nichts. Da drinnen zu sein. Bis zum nächsten Mal. Danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renate:&#039;&#039;&#039; Danke dir, Wolfgang. Schöne Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Schöne Woche euch auch. Danke. Alles Liebe. Servus Ernst. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renate:&#039;&#039;&#039; Ich sehe keinen Kreis, sondern eine Spirale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Sehr gut. Gut. Passt. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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== {{Alle Folgen auf einen Blick}} ==&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Alle Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter (Startseite)}}&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Peter|| zurück zu Wolfgang Peter |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
{{Literaturangaben Vortragszyklus Apokalypse}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104a]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 346]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebendige Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Live]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von ]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Erscheinungsjahr 2026]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Die Apokalypse des Johannes - 322. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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		<updated>2026-07-08T01:50:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Rohtext Claude Opus 4.8 Extra&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 323. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:322.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=fJxJq6IBy3c|thumb|322. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 7. Juli 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/fn0r3f9wotl3ts029cto5/321.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=wl8amhcohwv3esqxj5uzbflce&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 322. Vortrags vom 7. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und der 14. Wochenspruch 00:01:47 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch auf jeden Fall ganz herzlich zur 322. Folge zur Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir starten mit dem Wochenspruch. Es ist der 14. Wochenspruch, übertitelt Sommer. Der Sommer hat ja eigentlich schon begonnen, aber da steht jetzt ganz groß Sommer. Es ist also ja wirklich die Sommerstimmung da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Spruch. An Sinnesoffenbarung hingegeben, verlor ich Eigenwesenstrieb. Gedankentraum erschien betäubend mir, das Selbst zu rauben, doch weckend nahet schon im Sinnenschein mir Weltendenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also immer auch so eine gewisse Gegenüberstellung mit dem Eigendenken und dem Weltendenken, die irgendwo zusammenfinden. Das Weltendenken, da ist eigentlich die geistige Ordnung aus der Welt, die uns entgegenkommt irgendwo. Und die eben durchaus in der Konfiguration der sinnlichen Wahrnehmung und der Sinne überhaupt irgendwo da drinnen liegt. Nur man muss es halt erst erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Sinnen haben wir uns ja jetzt immer wieder ein bisschen beschäftigt, weil es darum geht, zusammenzuschauen, die sinnliche und die übersinnliche Wahrnehmung. Eines ist ohne das andere im Grunde in Wahrheit nicht zu haben, nur die Frage ist, was davon ins Bewusstsein kommt. Also gerade oft auch bei der Meditation oder bei der Imagination ist oft ein Weg ja auch, das sinnliche Wahrnehmen zunächst einmal zurückzustellen, auszuschalten bis zu einem gewissen Grad. Das ist aber eine Seelenübung eigentlich, dieses sinnliche Wahrnehmen dann zurückzudrängen, um den sinnlichen Eindruck halt nicht im Vordergrund zu lassen, sondern dahinterzukommen. Also hineinzugehen in die Welt, hinter den sinnlichen Spiegel, der da ist, aber was uns das Sinnliche spiegelt, das Bild, das wir sehen, hängt ja mit uns selber zusammen. Also wir spiegeln eigentlich und sehen dadurch noch nicht die volle Wahrheit, sondern nur ein Bild, ein Abbild davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ja ganz wichtig ist, dass wir nur ein Abbild haben, dass wir eigentlich ja im Grunde nicht in der Wirklichkeit leben mit unserem Bewusstsein, wie wir es jetzt haben, sondern in einem Abbild, wenn man so will, aber einem bis zu einem gewissen Grad auch vielleicht verzerrten Abbild. Wir müssen es halt erst zurechtrücken. Aber das Wichtige ist, dass wir nur dadurch die Möglichkeit haben, die Freiheit zu entwickeln.&lt;br /&gt;
=== Das Zeitalter der Illusion 00:04:46 ===&lt;br /&gt;
Also damit hängt eben auch zusammen unser Verhältnis zum Beispiel in der Naturforschung, zur Natur. Wir haben sehr gerne heute, dadurch ist ja die Naturforschung, eigentlich die Naturwissenschaft, die Physik namentlich, die Astronomie und so weiter und die Chemie groß geworden mit dem wesentlichen Beginn unserer Kulturepoche. Also dieser Aufbruch, der drinnen ist, wo immer wieder gesprochen wird davon, es geht um sozusagen die objektive Wahrheit kennenzulernen und nicht vielleicht sich ein illusionäres, subjektives Bild zu machen von der Welt. Nur der Punkt ist, dass es eigentlich genau umgekehrt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirklichkeit, also das, was wirklich die Welt darstellt und was uns begegnet in der Welt, das ist uns nicht von Haus aus gegeben. Es ist uns auch namentlich durch die sinnliche Betrachtung alleine und erst recht nicht durch die Betrachtung durch Messinstrumente und dergleichen, ist uns nicht die Wirklichkeit unmittelbar gegeben, sondern da ist eben ein großes illusionäres Bild drinnen. Weshalb Rudolf Steiner ja auch unser Zeitalter, ja eigentlich unsere Kulturepoche, als das Zeitalter der Illusion bezeichnet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da steht die Welt halt ein bisschen am Kopf. Das ist so schwer zu bemerken, dass die Tugend der Naturwissenschaft eigentlich gerade die ist oder wäre, dass es nicht die fertige Welt uns zeigt, nicht sozusagen die objektive Welt zeigt, die Objekte zeigt, die da sind, sondern dass es ein gespiegeltes Bild, ein von uns gemachtes Bild ist. Und wir würden die Wirklichkeit eben erst erkennen dann, wenn wir uns dessen bewusst werden, dass wir uns als sozusagen beobachtendes Subjekt nicht herausnehmen können. Dann verlieren wir die Wirklichkeit, dann haben wir keinen Zugang eigentlich zur Welt. Das ist das sehr, sehr Schwierige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da werden jetzt 98 bis 99 Prozent der modernen Denker unserer Zeit sofort wieder aufstehen, Aufstand machen und sagen, das ist es ja nicht, gerade das Großartige der Naturwissenschaft ist, dass wir jetzt einfach frei sind von unserer persönlichen Willkür, von unseren Vorlieben und so weiter. Und dass wir einfach objektiv die Welt beschreiben, erfassen, messen können und so weiter. Und der Ansatz dahinter ist insofern ja wichtig, als wir uns jedenfalls den Zugang zur Wirklichkeit erst erobern müssen. Aber was wir jetzt haben, gerade im naturwissenschaftlichen Denken, ist genau das nicht. Sondern es ist ein aus intellektuellen Gedanken gewobenes Gespinst, zu einem großen Teil. Und da steckt sehr viel ahrimanisches Denken drinnen. Ahrimanisches Denken, sprich ein Denken, das nur das Tote erfassen kann. Und das ist das, was ja heute auch die Naturwissenschaft zeichnet. Sie zeichnet einfach ein Bild, wie tote Materien mit im Grunde toten Naturkräften zusammenwirken.&lt;br /&gt;
=== Evolutionstheorie und der Zufall 00:08:24 ===&lt;br /&gt;
Und wie man versucht, aus dem heraus sogar das Leben zu erklären, im Sinne der Evolutionstheorie zum Beispiel, das zu zeigen. Es ist ja ein gigantisches Gebilde, was da entstanden ist. Darwin war durchaus nicht der Erste, der damit begonnen hat. Aber einer, der sehr klar die Prinzipien herausgestellt hat, wo alles das, was wirkliches Leben ist, draußen ist, in Wahrheit. Weil es letztlich hinzielt darauf, dass es nur materielle Prozesse sind, dass darin eigentlich nur der Zufall wirkt, in Wahrheit. Also es gibt eigentlich gar keine Gesetzmäßigkeit, kein Wirkliches drinnen. Also Leben entspringt nicht aus etwas Höherem oder so, überhaupt nicht, sondern es ist die materielle Welt, die zufällig Konstellationen hervorbringt, die wir als lebendig bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also von den ersten Einzellern oder Sonstiges. Wobei das die Frage ist, ob das so wirklich in der Vergangenheit war, kann man ja sehr schwer archäologisch feststellen, was da wirklich am Anfang des Lebens war. Aber wenn man sich anschaut, die heutigen Theorien der Entstehung des Lebens, sind das rein materielle Prozesse, bei denen zufällig irgendwo auch Tätigkeiten in Schwung kommen, die wir als lebend bezeichnen. Also das heißt, die anfangen sich fortzupflanzen, wenn man so will. Also die Strukturen wieder hervorbringen, die dem Vorgänger ähnlich sind. Wobei das anfangs eine geradezu Unsterblichkeit ist, also mit den Einzellern, die sich teilen, immer wieder teilen und teilen. Aber im Prinzip ist das alles nur durch Zufall entstanden.&lt;br /&gt;
=== Die Kirche und das tote Denken 00:10:23 ===&lt;br /&gt;
Und man muss dazu sagen, dass da auch eine besondere Stellung die Kirche dazu hat, die ja eigentlich dieses naturwissenschaftliche Denken in vielen Bereichen geradezu gefördert hat. Und viele Geistliche, also namentlich Jesuiten oder so, da gibt es kaum einen, der nicht eine starke naturwissenschaftliche Ausbildung hat, die ganz im materialistischen Denken drinnen steckt. Und das Interessante ist drinnen, dass das nicht nur toleriert wird, sondern auch gefördert wird. Kritisch gesehen wurden die Wissenschaftler, die gerade nicht eine tote Physik oder eine tote Chemie oder eine tote Naturwissenschaft gelehrt haben, sondern die höhere Prinzipien drinnen gesehen haben. Dann war sofort die Verdächtigung da, das ist Heidentum, das drinnen ist, das ist etwas Altes, das wollen wir nicht haben, das wäre mit dem Christentum nicht vereinbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz interessant, dass es da sehr, sehr, sehr quere Sachen drinnen gibt. Man denke nur an den großen Giordano Bruno, der ein gewaltiges Bild eines lebendigen Kosmos, eines sogar unbegrenzten lebendigen Kosmos gezeichnet hat und den man eigentlich für seine Ansichten als Ketzer verbrannt hat, noch im Jahre 1600. Also nicht im finsteren Mittelalter, sondern in dem viel finstereren Beginn der Neuzeit drinnen. Wir haben uns jetzt, wie soll ich sagen, an die Finsternis gewöhnt in gewisser Weise und denken brav, auch wenn wir theologisch denken, dort ganz besonders, eigentlich im ahrimanischen Sinn großteils. Also mit einer strengen, aber toten Logik, die drinnen ist. Das ist das Gemeinsame, was die Naturwissenschaft hat, gerade mit der christlichen Theologie. Weil die Denkmethoden ähnlich sind, ähnlich geartet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also auch die Theologie ist ja heute im Wesentlichen nicht mehr ausgehend von einem lebendigen Erleben des Geistes, sondern von einem mit toten Gedanken Spekulieren darüber, wie denn die Zusammenhänge waren. Das kann manchmal ganz interessant sein, wie das gedacht ist.&lt;br /&gt;
=== Aristoteles, Thomas von Aquin und Rudolf Steiner 00:13:29 ===&lt;br /&gt;
Einer der Letzten, der noch ein Lebendiges gesehen hat oder etwas davon verstanden hat, aber doch auch es letztlich in ein totes Denken gefasst hat, ist Aristoteles gewesen. Und dann als großer Sprung davon im Mittelalter Thomas von Aquin, der ein brillantes Denken entwickelt hat, der aber nicht geistig sehend war. Darüber haben wir öfter schon gesprochen, dass er eigentlich erst kurz vor seinem Tod eine große Geistesschau hatte und dann gesagt hat, alles, was ich geschrieben habe, ist sozusagen wie Spreu, wie Stroh. Und er hat seit dem Zeitpunkt nichts mehr geschrieben bzw. diktiert, weil er hat ja die meisten seiner Schriften diktiert, und zwar als sehr begabter Mensch drei bis vier Sekretären gleichzeitig, verschiedene Werke. Also ein brillantes Denken, das darin ist, das aber letztlich trotzdem auch intensiv eintaucht in diese ahrimanische Logik, wenn man so will, hineingeht. Also wo das Schauen zurückgedrängt ist. Das ist ganz etwas Wichtiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und für die meisten von euch wird das ja kein Geheimnis sein, dass man vielfach ja davon ausgeht, dass Thomas von Aquin aber auch eben eine frühere Inkarnation von Rudolf Steiner war, dass da etwas durchgeht. Und eines ist jedenfalls klar, dass Rudolf Steiner sich mit diesem Denken, mit diesem Totendenken auch, mit dem logischen Denken, mit dem aristotelischen Denken, mit der Theologie auch eines Thomas von Aquin sehr intensiv auseinandergesetzt hat. Und ja auch schon in seinen jungen Jahren, als er noch in Wien war und dort im Künstlermilieu, aber auch im Milieu, wo er mit Theologen zusammenkommt, ist er in sehr tiefe Gespräche hineingegangen, wo auch die Rede war über die Idee, über den Gedanken der Wiedergeburt und dergleichen. Aber das ist halt das Feld, wo den meisten Theologen halt dann unwohl wird, über diese Dinge zu sprechen. Also Rudolf Steiner konnte durchaus mit einem katholischen Gelehrten, Neumann hieß der, in intensive Gespräche treten, wo es zwar vielleicht durchaus unterschiedliche Standpunkte gab, aber man zumindest sprechen konnte miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Interessante ist ja, was unser Zeitalter kennzeichnet, eben einerseits dieses Hineingehen in die sinnliche Beobachtung, das heißt ganz in die Beobachtung des Äußeren, in dem, was eben eigentlich nicht die Wirklichkeit ist, sondern nur ein äußeres Spiegelbild der Wirklichkeit ist. In das einzutauchen und andererseits in die toten Gedanken, in die toten, ja letztlich sehr stark ahrimanisierten Gedanken einzutauchen. Das ist die Charakteristik unseres Zeitalters. Und ich sage das jetzt durchaus nicht als Kritik, weil wir genau da durch müssen. Also die Auseinandersetzung gerade mit dem Ahrimanischen, sei es in der Technik oder sei es vor allem auch in der Denkweise, die diese Technik hervorbringt. Also jetzt ganz prominent ja auch mit der künstlichen Intelligenz, wo wirklich die Frage sich stellt für viele Menschen, wie weit können Maschinen denken, wie weit können sie vielleicht sogar besser denken als wir Menschen. Die Frage ist halt, ob man das wirklich als Denken bezeichnen kann.&lt;br /&gt;
=== Die abgeschaffte Seele und die Ganztodtheorie 00:18:02 ===&lt;br /&gt;
Aber für uns ist wichtig, dass wir in diese Auseinandersetzung hineingehen. Dass wir also nicht als Gläubige hineingehen in die Beschäftigung mit dem Geistigen, sondern als, ja wie soll ich sagen, als Menschen, die wagen, sich auf sich selbst, auf ihr eigenes Ich zu stellen, aber aus dem heraus überwinden. Überwinden sowohl den alten Glauben, wo man halt so scherzhaft bei uns sagt, Glauben heißt nichts wissen. Also wo wir pochen auf unser Wissen, dass wir uns selbst erarbeitet und selbst erworben haben. Mit dem schaut es natürlich in unserer Zeit aber auch noch nicht so gut aus, weil alles das, was an den Universitäten gelehrt wird, wird eben gelehrt, und die Mehrzahl der Studenten, die dem folgen und auch die dann als Wissenschaftler oder als sonstiges herauswachsen aus dem, folgen dem Schema, das sie dort gelernt haben. Der Art zu denken, wie man es dort gelehrt hat. Und dieses Denken ist notwendig für unsere Zeit, aber nicht notwendig, um die Welt zu erklären, die Entstehung der Welt, das Leben der Welt zu erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also was Leben ist in der Welt oder gar Seelen, davon spricht ja heute fast niemand mehr. Ja, Biologen tun es noch irgendwo, aber im Grunde geben sie ja auch sehr deutlich zu, dass sie keine Ahnung haben, was das sein soll. Die Seele. Und vielleicht ist es euch das ja auch schon bekannt geworden, dass man gerade im Christentum, im theologischen Christentum, sagen wir es einmal so, in der theologischen Interpretation des Christentums, mit der Seele sehr wenig anfangen kann heute. Also nachdem man schon in der Frühzeit der Entwicklung des Christentums also den Geist abgeschafft hat, wie Rudolf Steiner oft gesagt hat, ist heute die Seele abgeschafft, und das nicht nur eben in den Wissenschaften draußen, sondern im Grunde auch in der Theologie ist ein Unwohlsein dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr verbreitet heute, weshalb ja gerade in Mitteleuropa ja auch so Theorien entstanden sind wie die sogenannte Ganztodtheorie. Also sie geht davon aus, dass mit dem Tod wirklich der Leib zerfällt. Na gut, das ist klar zunächst einmal. Der nächste Punkt ist aber, dass die Theologen, die die Ganztodtheorie vertreten, eben auch davon ausgehen, ja auch die Seele löst sich auf mit dem Tod. Und zwar, wie kommen sie dazu? Sie kommen deswegen dazu, weil sie einfach sich, und das ist bei den meisten Theologen heute so, sich unglaublich sträuben dagegen, ja wie soll denn das sein? Wie soll ich denn als körperlose Seele überhaupt existieren können? Das ist ein Zustand, der bei den meisten Denkern in dieser Richtung Abscheu erzeugt. Das kann man und will man sich nicht vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wie kann man jetzt die Seele noch retten irgendwo? Naja, indem einfach mit der Auferstehung am jüngsten Tage – und ich werde gleich noch etwas dazu sagen, nämlich die Frage, wann ist denn das überhaupt –, aber jedenfalls mit der Auferstehung des Leibes wird auch durch den lieben Gott die Seele neu geschaffen sozusagen. Durchaus entsprechend der Individualität, die da irgendwann einmal verstorben ist. Das Problem haben sie ja nicht, dass sie irgendwie denken an Wiedergeburt oder was, das ist also bei den wenigsten ein Thema, es gibt natürlich auch Theologen, die sich damit beschäftigen, aber sehr beliebt ist das Thema nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im Hintergrund ist einfach das, dass man sich ein nicht körperliches, nicht sinnlich orientiertes Erleben im Grunde nicht vorstellen kann. Und ganz besonders nicht bei den Theologen. Lest einmal so theologische Schriften, bei einer Mehrzahl ist ein Sträuben oder in jedem Fall sich nicht vorstellen können, wie ist denn das? Wie fließe ich dann zusammen mit den anderen Verstorbenen oder mit den höheren geistigen Wesenheiten, mit den Engeln? Ja, die man natürlich als Theologe schon irgendwie glaubt, aber man kann es sich einfach nicht vorstellen, wie das sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, die modernste Lösung Gottes mit der Ganztodtheorie gibt es jetzt auch schon, weiß ich nicht, 30, 40 Jahre oder so sicher, vielleicht sogar etwas länger, so genau weiß ich das jetzt nicht auswendig. Aber das ist eine der sehr verbreiteten Theorien heute. Und es ist auffällig, also wenn man die Theologie studiert, dass überall dort, ab dem Moment, wo etwas Übersinnliches sozusagen, etwas nicht mit den Sinnen Erfahrbares, etwas Außerkörperliches auch, also wo der Körper keine Rolle spielt, dass wenn man an diese Grenze kommt, dann hört das Verständnis auf und auch der Wille, sich damit zu beschäftigen. Das ist die moderne Situation drinnen.&lt;br /&gt;
=== Nicht glauben, sondern selbst erfahren 00:24:27 ===&lt;br /&gt;
Und ja, jetzt kann man sagen, ja gut, dann sind ja wenigstens wir Anthroposophen da, die das anders sehen und anders erleben. Aber wir müssen auch lernen, dass wir nicht als Anthroposophen, dass wir nicht glauben irgendetwas, was wir nicht durch eigene Erfahrung verifizieren können. Das ist ganz wichtig. Das ist die Kraft, die wir uns hier erwerben sollen. Weil an die geistige Wirklichkeit kommen wir nur heran, wenn wir uns selber als geistiges Wesen, durch unsere eigene geistige Tätigkeit, als geistiges Wesen erfahren und gerade dadurch auch, durch dieses eigene Erfahren als geistige Wesenheit, auch lernen, die anderen geistigen Wesenheiten, die in der Welt sind, wahrzunehmen, ihrer gewahr zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Schwierige. Also das heißt, nicht die Welt als Objekt zu sehen, sondern indem man sich selbst und die Welt in ihrer Geistigkeit wahrnimmt durch Identifikation im Grunde, oder konkreter noch anders ausgedrückt durch Intuition, durch Einswerden. Ich kann mich als geistiges Wesen nur fassen, wenn ich mit meinem wirklichen geistigen Wesenskern, mit meinem Ich, mich wirklich identifizieren kann, zusammenfließen kann mit meinem eigenen Ich und nicht hängen bleibe im bloßen Ego zum Beispiel. Mit dem identifizieren sich viele Menschen sehr gerne, aber das hat mit ihrer Individualität so ziemlich nichts zu tun. Es hat natürlich schon etwas zu tun, weil darin wirken die Spuren karmischer Verfehlungen in der Vergangenheit. Fehler, die wir aber gemacht haben in Wahrheit aus einer gewissen inneren Notwendigkeit, weil wir an ihnen lernen können. Das heißt nicht, dass wir jetzt mutwillig Fehler machen, um zu lernen, aber es passiert halt immer wieder, dass wir Fehler machen und an ihnen lernen und dadurch Karma auf uns laden. Aber das ist kein Schicksalsverhängnis im alten Sinne, als Strafe oder was über uns hängt. Das ist eigentlich ein komplett falsches Bild. Sondern das Bild ist eigentlich, es sind die Aufgaben, die wir uns im Leben oder in vielen Erdenleben immer wieder gestellt haben, um zu reifen daran, um weiter zu werden, um weiterzukommen, um immer mehr Bewusstsein unserer geistigen Individualität zu bekommen.&lt;br /&gt;
=== Das Ich wie ein Loch in der Wand 00:27:37 ===&lt;br /&gt;
Und es ist noch nicht so riesig weit her heute dabei. Nämlich wirklich ganz konkret dieses eigene Ich zu erleben. Wie gesagt, das habe ich ja schon im allerersten Vortrag über die Apokalypse hier gesprochen. Wir wissen von unserem Ich fast nichts. Es ist wie ein Loch in der Wand. Wir sehen, da ist ein Loch, da ist etwas. Aber was das eigentlich ist, sehen wir nicht. Das ist die Problematik, vor der wir stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen aber jetzt im 21. Jahrhundert drinnen. Also das ganze 20. Jahrhundert ist schon abgelaufen. Und wie gesagt, es ist dieses 20. Jahrhundert, der Beginn des 20. Jahrhunderts. Damit ist der Startschuss, wenn man so will, gefallen, dass wir als Menschen ganz bewusst geistig wieder wahrnehmend werden können. Und zwar wirklich ganz bewusst. Nicht ein altes Hellsehen, nicht ein visionäres Schauen, sondern ein Schauen der Welt, der geistigen Welt, in dem wir die geistige Welt bewusst als geistiges Wesen, wie soll ich sagen, ergreifen lernen, tätig werden in ihr und aus dieser Tätigkeit kommen zur Begegnung, zur ganz bewussten Begegnung mit anderen geistigen Wesenheiten. Dort müssen wir erst einmal mit unserem Bewusstsein ankommen. Die Möglichkeit dazu ist da, aber ergriffen ist sie noch sehr wenig. Und es gehört auch Mut dazu. Und der Mut, der fehlt heute vielfach auch in den Wissenschaften namentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen eben die objektive Welt kennenlernen, von der wir sagen, ja, ich habe sie nicht gemacht, ich bin gar nicht beteiligt daran, ich versuche nur sie zu beschreiben, ihre Gesetzmäßigkeiten zu registrieren, und dann meine ich, ich verstehe etwas von der Welt. Aber da verstehe ich nur das, was Schein ist daran. Das wirkliche Verstehen kommt dann, wenn ich mich ganz bewusst, auch in der geistigen Wahrnehmung, insbesondere in der geistigen Wahrnehmung, als schöpferisches, geistiges Wesen erleben kann. Ganz bewusst. Weil jede Imagination, die ich mache, jede Inspiration, die mir kommt, die bekomme ich im modernen Sinn, im heutigen Sinn, wie es gefordert ist, wo die Freiheit des Menschen nicht angetastet wird, nur dann, wenn ich aus Freiheit tätig werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also darum arbeite ich in der ganzen Geschichte jetzt immer wieder herum, weil darum geht es auch in der Apokalypse. Das ist der entscheidende Schritt. Der Schritt weiter, auch in das neue Jerusalem, wird nicht gehen, wenn wir uns nicht ganz klar bewusst werden, als geistiges Wesen, das wir sind, und als tätig eben in der geistigen Wahrnehmung. Es geht gar nicht anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zwischenruf:&#039;&#039;&#039; Könnte das sein, dass da ein Mikro offen ist im Hintergrund? Es rauscht ein bisschen was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke.&lt;br /&gt;
=== Das aktive Aufbauen des Weltbildes 00:31:21 ===&lt;br /&gt;
Ja, und in diesem Sinne geht es aber auch darum, dass wir auch im Sinnlichen Wahrnehmen immer uns bewusster werden, dass wir aktiv dabei tätig sind. Und dass wir uns das Bild der Welt, dass wir es aktiv ergreifen, dass wir es aktiv in gewisser Weise aufbauen müssen, um dieses Bild überhaupt haben zu können. Und auf dem Umweg, dieses Bild uns zu schaffen, kommen wir aber in die bewusste Begegnung mit der Welt als solcher, die draußen ist, und auch mit den Wesenheiten, die draußen sind. Zuerst einmal natürlich im sinnlichen Abglanz, aber indem wir uns eben das Wahrnehmungsbild auch selber in gewisser Weise schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe ja so oft das jetzt schon erwähnt mit dem, wie wir schauen, sehen, nur dadurch können, wirklich Gegenstände, räumlich etwas sehen zu können, nur dadurch können, dass wir es erlernen. Und ja, natürlich, wir werden immer dann eine gewisse Gemeinsamkeit finden mit dem, wie andere Menschen die Dinge wahrnehmen, zumindest was die Formen betrifft und so weiter, was die Entfernungen betrifft und dergleichen. Ja, was die Farben betrifft auch, wobei da immer wieder die Schwierigkeit ist, erlebt der andere das Grün genauso, wie ich es erlebe? Oder wie ist denn das? Bei den Formen ist es ein bisschen leichter, aber im Prinzip ist es auch da nicht ganz so einfach, wie man es sich vorstellt, weil die Feinheiten auch im sinnlichen Wahrnehmen zu erleben heißt, wir müssen tätig sein. Und so viel wir zeichnen können, malen können mit unseren Blicken von der Welt draußen, so viel erfassen wir davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das zeichnet gerade den Menschen aus. Wir können natürlich eine Kamera hinstellen und dann können wir uns das gefilmte Bild ansehen, aber auch da müssen wir denselben Prozess wieder machen. Wir müssen es selber sehen lernen, und das hängt davon ab, wie gut wir gelernt haben zu sehen, wie wir auf unsere individuelle Art diesen Spuren der Bewegung folgen, den Konturen folgen und dergleichen, was wir mehr ins Auge fassen, was wir weniger ins Auge fassen. Das tut der Wirklichkeit der Welt überhaupt keinen Abbruch. Wir glauben das immer so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erzähle das Ganze jetzt insbesondere darum, dass wir nicht immer glauben, wenn etwas fertig vor mir steht und ich ein wie immer geartetes Sinnesorgan oder ein übersinnliches Organ öffnen kann und sagen kann, ja, das, so ist es. Ich habe keinen Anteil daran, ich schaue es nur an. Geistig oder sinnlich. Nein, wir sind beteiligt. Das ist das Wesentliche, dass wir beteiligt sind daran, uns das Bild der Welt aufzubauen. Es wird immer nur ein Bild sein. Auch das übersinnliche Bild, die Imagination ist ein Bild zunächst. Und das Bild muss nicht jeder genau gleich sehen. Es wird sicher viele Übereinstimmungen geben, aber es ist durchaus individuell von uns geschaffen und es ist eben auch noch nicht die fertige Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie das Sinnenbild nicht die fertige Wirklichkeit ist, so ist auch das übersinnliche Schauen, also das imaginative Schauen, noch lange nicht die fertige Stufe. Sie führt uns weiter, sie gibt uns die Basis dafür, wenn wir eben diese Imagination aufbauen, eben in näheren Kontakt zu kommen mit den geistigen Wesen letztlich, die in der übersinnlichen Welt wirken.&lt;br /&gt;
=== Elementarwesen und die Sprache der Natur 00:35:33 ===&lt;br /&gt;
Also das Geistige, das wirkt darin, sei es Elementarwesen, also geistige Wesenheiten im eingeschränkten Sinn, wenn man so will, weil sie ja die Elementarwesen, die regulären Elementarwesen zumindest über kein eigenes Ich noch verfügen, aber sie sind als Wesen zu erfassen, wenn wir sie zunächst einmal imaginativ wirklich erfassen. Und sie kündigen sich an, auch mitten in der sinnlichen Welt, in Wahrheit. Also sie sprechen durch die Farben, durch die Formen in der Natur, sprechen sie zu uns. Wir dürfen halt dann eben nicht nur am Äußeren schauen, hängenbleiben, sondern weitergehen. Ja, was sagt uns die Farbe der Blüte? Was sagt uns die Form eines Blattes? Die Form des Geästes eines Baumes? Und so weiter. Ja, was sprechen zu uns die Wellen des Meeres? Die Wellen in einem Bach, in einem Fluss? Was spricht das zu uns?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann fange ich an, eben vom sinnlichen Schauen zunächst einmal weiterzugehen. Ja, vielleicht einerseits in ein imaginatives Schauen. Imaginatives Schauen heißt ja nichts anderes, als dass das Bild, das ich jetzt erlebe, das sinnlich-übersinnliche Bild, wenn ich es eben dorthin bringe, dass es ein sinnlich-übersinnliches Bild wird, so wie Goethe es in seiner Metamorphosenlehre so großartig geschaffen hat. Und damit ist wirklich aus meiner Sicht heraus und sehr stark, sage ich einmal, auch aus Rudolf Steiners Sicht heraus, Goethe wirklich geradezu der Naturwissenschaftler unseres Zeitalters, nämlich der zukunftsweisende Naturwissenschaftler unseres Zeitalters. Der nicht auf Berechenbares sich stützt oder was, was wir so gerne heute haben in der Physik oder in fast allen Wissenschaften im Grunde, wir müssen es berechnen können.&lt;br /&gt;
=== Zahlenqualität statt Anzahl 00:37:51 ===&lt;br /&gt;
Natürlich, in der Mathematik ist sehr viel Geistiges. Aber es ist am allerwenigsten da drinnen das Geistige, dass wir die Natur kennenlernen. Nämlich vor allem am allerwenigsten in dem, was wir berechnen können. Da ist schon mehr drinnen sogar in den ganz verpönten Dingen heute in der Naturwissenschaft. Naja, die magische Siebenzahl oder was, die so oft zitiert wird, die die Esoteriker so gern nennen, oder die Zwölfzahl, oder welche Bedeutung die haben. Ja, es haben Zahlenkombinationen oder bestimmte Zahlen natürlich eine eigene Wirkung. Irgendwo drinnen, aber auf das schauen ja die meisten nicht. Sondern sie nehmen die Zahl als etwas, als eine Hilfe, um etwas zu quantifizieren. Das ist aber das Äußerlichste des Ganzen. Also viel wichtiger wären eigentlich die Zahlenqualitäten, die drinnen sind. Dort kommen wir in die Wirklichkeit hinein. Dort, wo wir nur Anzahlen haben, da ist bereits etwas Erstorbenes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr wisst es ja wahrscheinlich oder habt es vielleicht auch sogar schon irgendwo einmal erlebt, wenn man irgendwie Elementarwesen begegnet und sei es noch so schemenhaft oder noch so leise als Andeutung, wie sie da ist. Aber Elementarwesen lassen sich nicht festhalten. Sie lassen sich nicht einmal wirklich zählen. Wenn ich glaube, da sind jetzt drei Elementarwesen, auf einmal sind es 100. Und es wird viel, viel reicher und dann ist plötzlich wieder gar keins da oder nur eines. Wie auch immer. Also sie sind eigentlich nicht zu fassen. Da ist so viel Beweglichkeit drinnen. Also wenn man da den Zahlenbegriff anwendet dafür, dann ist es eigentlich das, was die Beweglichkeit dieser Wesenheiten zeigt. Beweglichkeit im Sinne von verschwinden, wieder auftauchen, praktisch quasi aus dem Nichts heraus wieder zumindest für unsere Wahrnehmung, für unser Erleben da zu sein und wieder zu verschwinden. Das sind alles Dinge, die wir erleben könnten, wenn wir nicht so festgefahren wären in dem Todesprinzip, in dem wir heute drinnen leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Denken hat was zu tun heute mit unserem Todesprinzip. Eigentlich ist ja das eigentliche Denken ein Lebensprozess. Also im Denken haben wir es gerade mit den Lebenskräften zu tun, also mit den Ätherkräften, die sind sehr wesentlich daran beteiligt. Diese Formen, die drinnen sind, das war das, was intuitiv auch Goethe erfasst hat, wenn man sich so intensiv mit den Pflanzen beschäftigt, weil er da diese ätherische Tätigkeit, ohne sie als solche direkt zu bezeichnen, aber einfach erleben konnte. Wenn man sich mit dem beschäftigt. Und er hat eben nicht abgezählt, wie viele Staubblätter gibt es da und so weiter, nachdem man zu seiner Zeit und nicht nur zu seiner Zeit, sondern heute noch immer die ganzen Pflanzen und so weiter charakterisiert und in Tabellen einträgt und dergleichen. Da geht es also um wie viele Blütenblätter und so weiter, die ganzen zahlenmäßigen Symmetrien, die drinnen sind. Das ist aber gerade das Abgestorbene in der Pflanze. Das ist nicht das, was das Leben der Pflanze eigentlich ausmacht, sondern das ist der Endpunkt, dort wo es hineinstirbt.&lt;br /&gt;
=== Wie ist der Tod entstanden 00:41:41 ===&lt;br /&gt;
Ja, natürlich, jede Pflanze, indem sie wird, bis zu dem Zeitpunkt, wo sie dann wieder vergeht, verblüht zum Beispiel oder so, ist ein Prozess, der aus dem Leben herauskommt, aber in den Tod hineingeht. Und dann zerfällt das Ganze vielleicht auch wieder. Manches in kurzen Zeiträumen, also im Laufe der Jahreszeiten oder so, manch anderes im Laufe von Jahrtausenden oder Jahrzehntausenden. Also bis hin zum Gesamtleben der Erde, die zwar schon näher dem Tode ist als dem ursprünglichen aufquellenden Leben in der Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da müssen wir gleich wieder an die Frage der Entstehung des Lebens rühren. Das ist schon die völlig verkehrte Frage, weil diese Frage, die heute in den Naturwissenschaften gewälzt wird, noch immer irgendwo, und so ganz genau weiß man es ja doch nicht, das ist ja alles sehr spekulativ. In Wahrheit, das ist nur so über Jahrzehnte jetzt schon oder Jahrhunderte fast schon eine Tradition da, und das steht halt alles in den Bibliotheken, dass man es so irgendwie fast wie eine Gewissheit nimmt. Aber in Wahrheit ist es nichts anderes als eine Gewohnheit, die da ist. Und die Wahrheit, die dahintersteckt, ist keineswegs verifiziert, weil es in Wahrheit auch keine Wahrheit ist. Weil die Wahrheit ist natürlich nicht, wie ist das Leben entstanden, sondern die Frage, die wir erklären können, ist, wie ist der Tod entstanden. Das Leben ist das Ursprüngliche, und der Tod ist die Folge davon. Also das heißt, wie ist aus dem Lebendigen ein Totes entstanden. Ein Totes, das dann letztlich auch zerfällt und sich wieder verbreitet, auflöst in die Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die entscheidenden Fragen. Und das sind die Fragen, denen Goethe so ganz deutlich nachgegangen ist. Und letztlich eben dann auch Rudolf Steiner ist dem nachgegangen, weil er ist ja auch den Spuren von Goethe sehr stark gefolgt. Also das war schon auch so eine Schicksalsbegegnung mit dem Karl Julius Schröer, seinem Hochschulprofessor, der ihn eben besonders auf die Werke von Goethe aufmerksam gemacht hat, dass das ja der Weg ist, der über Goethe den Rudolf Steiner eben bis hin zur Anthroposophie geführt hat. Und da genau drinnen eben eine neue Methode auch gefunden hat, in dem, was Goethe gemacht hat, oder was man dann über Goethe gesagt hat, anschauende Urteilskraft, die drinnen ist. Also nicht ein abstraktes Denken, ein logisches Ableiten und so weiter, aus Messungen irgendwas ableiten und dergleichen. Damit sei jetzt nichts gegen Messungen grundsätzlich gesagt, aber wenn es zu grassieren beginnt und wenn man es missversteht, dann wird es falsch. Weil dort, das, was ich messen, was ich wägen kann, da habe ich es bereits mit dem Toten zu tun, mit dem Abgestorbenen. Das Leben würde ich nicht verstehen dadurch. Das Leben kann ich nur verstehen, wenn ich wirklich, ja, eigentlich eine imaginative Fähigkeit mir entwickle. Das heißt, in mir ein Denken erzeuge, das diese imaginativen Bilder hervorbringt, die eben nicht tot sind. Da bin ich mitten im Leben drinnen. Und da bin ich mittendrinnen im geistigen Wahrnehmen auch bereits.&lt;br /&gt;
=== Warum wir uns in Stofflichkeit verkörpern 00:45:51 ===&lt;br /&gt;
Und um aber unserem Zeitalter gerecht zu werden, natürlich müssen wir auch in unserem Zeitalter das Tote erkennen, das in der Natur ist. Eigentlich sind wir dazu vor allem auf der Erde. Man könnte ja fragen, warum müssen wir uns eigentlich in physischer Form verkörpern? Die Engelwesenheiten haben das alle nie gemacht, nicht in der Form jedenfalls, wie wir als Menschen, dass sie sich wirklich in eine solche Stofflichkeit hineinzwängen, wie wir es tun. Auch wenn wir die Gewohnheit haben, mit einem gewissen Recht die Engel in Menschengestalt abzubilden. Aber dann ist die Rechtfertigung aber nur dadurch gegeben, dass sie eine sehr enge Beziehung zu uns Menschen haben, aber keineswegs in einer physisch-stofflichen Gestalt jemals aufgetreten sind oder jemals auftreten werden. Das macht überhaupt keinen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind sozusagen, wenn man so will, die gefallenen Engel, weil wie wir im paradiesischen Zustand noch waren, waren wir in gewisser Weise engelartig, also eben nicht stofflich, also waren wir reine übersinnliche Wesenheiten, die in dem Garten Eden, wenn man so will, gelebt haben, also in der Mondensphäre gelebt haben, aber dort eben als übersinnliche Wesenheiten gelebt haben und in engem Zusammenhang waren mit den ganzen weisheitsvollen Wesenheiten, die mit dem Mond verbunden waren. Das ist ja durchaus nicht nur Jahwe, der dann als Mondwesenheit, als Mondgottheit auftaucht, das ist eine ganze Menge. Man denkt ja an die ganzen Geister, die wirklich mit dieser Mondenintelligenz zusammenhängen, die also eine hohe Weisheit in sich haben. Und über diese Wesenheiten hat Rudolf Steiner sehr viel gesprochen. Aber trotzdem, es sind Wesenheiten, die vorbereiten auch irgendwo mit den Mondenkräften, die da drinnen sind, mit diesen verhärteten Kräften, die den Weg zum Toten irgendwo weisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, dass der Mond sich getrennt hat von der Erde, war ja ganz wichtig, sonst hätte sich das Leben auf der Erde nicht so entfalten können, wie es das hat, weil mit den Mondenkräften eben auch verbunden ist dieses Todesprinzip, wenn man so will, dieses Absterbensprinzip, das ist drinnen. Zugleich ist aber der Mond eine Bastion auch hoher geistiger Wesenheiten, die sehr viel Weisheit in sich haben drinnen.&lt;br /&gt;
=== Drei Stufen des Menschlichen 00:49:00 ===&lt;br /&gt;
Aber natürlich, die Menschheitsentwicklung, dass wir Menschen werden und dadurch, ich sage jetzt bewusst werden, weil wir sind ja noch gar nicht fertig. Wir sind ja noch gar nicht wirklich voll und ganz Mensch. Wir sind auf dem Weg, Mensch zu werden, und das wird sich weiterentwickeln. Wir haben davon gesprochen auch schon, dass in der Zukunft, also in den nächsten kosmischen Inkarnationen unserer Erde, sprich Neuer Jupiter, Neues Jerusalem, wenn man so will, oder dann die Neue Venus oder dann der Vulkanzustand, dass da insgesamt drei Stufen des Menschlichen entstehen werden. Drei Stufen, wenn man so will, hierarchisch geordnet, weil wir sind ja jetzt die neu einrückenden Hierarchien. Wir werden letztlich auch so eine Dreiergruppe bilden, wie etwa die Engelwesenheiten, also Urengel, Erzengel und die kleinen Engel, die ursprünglichsten Engel, also die ursprünglichsten, die kleinsten, wenn man so will, also die auf dem alten Mond sich herausgebildet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser alte Mond, der im Übrigen noch lange nicht so eine Stofflichkeit hatte, wie wir es haben. Davon haben wir auch schon gesprochen, der etwas Fließendes hatte, etwas Flüssiges, aber man darf sich eben nicht vorstellen, etwas materiell Flüssiges, so wie wir heute das haben. Es geht in die Richtung hin bereits, aber es ist trotzdem noch ganz anders, selbst als unser Wasser. Unser Wasser, was wir heute haben, ist im Vergleich zu dem fließenden, wenn man so will, Stofflichen des alten Mondes, etwas viel, viel Toteres, etwas viel, viel Materielleres, als das auf dem alten Mond war. Also da ist das noch ganz, ganz, ganz etwas Lebendiges. Darum vergleicht Rudolf Steiner oft die Konsistenz, die Stofflichkeit des alten Mondes mit Kochsalat, mit einem Kochsalat. Das ist natürlich ein äußeres Bild jetzt, einfach um das zu illustrieren irgendwo, hat natürlich mit unserem heutigen Kochsalat gar nichts zu tun, und selbst unser Kochsalat heute ist jedenfalls viel, viel materieller als das, was war auf dem alten Mond. Aber was Rudolf Steiner damit ausdrücken wollte, ist, es war etwas Fließendes, etwas Lebendiges. Das war die Substanz, aus der der alte Mond geschaffen war, Substanz im Sinne dessen, was die Grundlage dieser Entwicklung gegeben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Substanz ist das sogar Unterliegende oder Liegende, vielleicht liegt es ja dann gar nicht. Also beim alten Mond war es durchaus nichts Liegendes, sondern eben etwas Fließendes noch. Natürlich schon viel, viel dichter in gewisser Weise, als es auf der alten Sonne war. Alte Sonne hat nur dieses Luftige, wenn man so will, dieses Luftelement, aber das auch mit unserer Luft heute nicht vergleichbar ist, das also keineswegs diese stoffliche Konsistenz hat, wie unsere heutige Luft. Sondern viel mehr ist da der Anteil, also drinnen, ja, des Ätherischen. Das, was man wirklich als stofflich bezeichnen könnte, das ist so etwas Feines, so etwas Lebendiges, wie wir uns das heute gar nicht vorstellen können.&lt;br /&gt;
=== Der Mensch als Vorreiter der Inkarnation Ahrimans 00:53:05 ===&lt;br /&gt;
Das sieht man eben auch in den heutigen Theorien, wie Leben entstanden sein könnte oder sollte. Das stellt also die ganze Wirklichkeit auf den Kopf im Grunde, da ist das Verständnis nicht da. Schaut euch das an. Das ist wirklich, man könnte auf der einen Seite sagen, der Sündenfall der Naturwissenschaften oder dessen, dass man davon ausgeht, alles aus dem Toten erklären zu wollen. Andererseits ist aber auch eine dringende Notwendigkeit dazu, sich eben mit dem Toten auseinanderzusetzen. Eben um gerüstet zu sein in der Auseinandersetzung mit Ahriman, mit den ahrimanischen Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Auseinandersetzung mit den ahrimanischen Kräften, das ist halt die Hauptaufgabe jetzt in unserer Kulturepoche. Ob jetzt die Inkarnation Ahrimans schon morgen stattfindet oder erst in 100, 200, 300 Jahren. Rudolf Steiner hat das ja auch offen gelassen, das ist nicht so genau festgelegt. Aber es kommt auf jeden Fall darauf an, dass wir verstehen lernen, diese ahrimanische Inkarnation. Und damit auch uns besser verstehen lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir Menschen sind von Haus aus, so wie wir hier jetzt auf Erden leben, seit wir hier in irgendwie nachweisbarer leiblicher Gestalt auf Erden aufzufinden sind, wir sind eigentlich die Vorreiter für die Inkarnation Ahrimans. Wir sind mit unserer Leibeshülle, so wie wir sie haben, von Haus aus. Ja, natürlich auch ein großer luziferischer Einfluss, aber vor allem unsere Stofflichkeit betreffend, sind wir von Haus aus ahrimanisiert. Ganz stark. Das spielt hinein. Trotz all der Schöpferkräfte, die jetzt mit der Schöpfung, mit der Erschaffung des Menschen, wie es in der Bibel geschildert wird, der also den Rückblick gibt bis zu Beginn unserer Erdentwicklung, also das geht ja nicht zurück jetzt auf die alten kosmischen Zustände, also alter Mond, alte Sonne und alter Saturnzustand, zumindest nicht unmittelbar, sondern nur indirekt, als natürlich angezeigt wird, wie diese Kräfte vorbereitend da waren, aber die eigentliche Schilderung, also jetzt in der Bibel, die eigentliche Schöpfungsgeschichte, wie sie in der Bibel geschildert wird, ist in Wahrheit, geht sie zurück auf unsere Erdenschöpfung und auf die Schöpfung des Menschen im Zuge dieser Erdentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist aber ein Weg zunächst einmal ganz ins Ahrimanische hinein. Ich will es bewusst einmal jetzt von der Seite betrachten. Man könnte auf der anderen Seite, und muss man natürlich auch sagen, es ist aber genau auch der Weg ins Christliche hinein. Das heißt, das Höchste Geistige, Schöpferische Geistige aus der Freiheit, Schaffende Geistige, dass das eben auch zum Wesen des Menschen gehört und das die wesentliche Charakterisierung ist. Und diese Fähigkeit ist aber nur zu erwerben, nicht anders zu erwerben, als hier in der Welt des Todes eigentlich, in die wir hineingekommen sind, bis zu einem gewissen Grade. Also im Sinne einer Welt des Todes, die fortschreitend auf diesem Weg ist.&lt;br /&gt;
=== Der Christus als Erdgeist und Todesüberwinder 00:57:04 ===&lt;br /&gt;
Also bei den früheren Entwicklungen, selbst beim alten Mond bereits, kann man nicht einfach davon sprechen, dass es dort den Tod gegeben hätte in unserem Sinne. Weder für die Wesenheiten, die dort sind, noch für den kosmischen Entwicklungszustand, also für diesen alten Mondenplaneten als solchen. Der Tod spielt eigentlich dort noch keine Rolle. Es sind gewisse Vorbereitungen dazu da, weil ja natürlich die ahrimanischen Wesenheiten bereits vorhanden sind und sie bereits mitwirken und vorbereiten, dass aber jetzt die Erde durch den ahrimanischen Einfluss zunächst einmal immer mehr das wird, was wir als eine tote Stoffeswelt bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, die Erde hat mit uns Menschen das Schicksal gemeinsam, dass sie eine Todeserfahrung durchmacht. Der Erdgeist macht eine Todeserfahrung durch. Wer ist denn eigentlich der große Erdgeist in Wahrheit? Da gibt es jetzt auch natürlich wieder verschiedenste Schichten zu erklären. Also zum Beispiel der Erdgeist, wie er bei Goethes Faust auftritt, ist nicht unbedingt ganz die höchste Stufe, zumindest ist es bei Goethe nicht so ganz klar geschildert. Der eigentliche Erdgeist, wer ist es? Es ist der Christus, der sich mit der Erde verbunden hat. Der sich mit der Erde verbunden hat und der uns unterstützt, aber umgekehrt auch auf unsere Mittätigkeit wartet und angewiesen ist auch darauf, dass wir mitarbeiten, eben intensiv mitarbeiten, diese Todeskräfte, die hier in unserer Erdentwicklung drinnen sind, erstmals eben so stark drinnen sind, wie es das vorher noch nicht gegeben hat und wie es das nachher, das heißt in den folgenden kosmischen Entwicklungszuständen, auch nicht mehr geben wird, außer in der sogenannten achten Sphäre.&lt;br /&gt;
=== Die achte Sphäre: eine perfekte tote Welt 00:59:48 ===&lt;br /&gt;
Die achte Sphäre wird die Übersteigerung sein, von der wir ja schon oft gesprochen haben. Das ist diese Sphäre, die sich ausscheiden wird, wo Widersacherkräfte mitgehen werden, wo namentlich die soratischen Kräfte hingehen werden. Eine Welt, die in gewisser Weise eine perfekte Welt ist, weil sie eine tote Welt ist. Die im Grunde wie ein unzerstörbarer, toter Mechanismus funktioniert. Eben dieses Uhrwerkbild oder wie man es nehmen will, es ist sehr schwer, das zu beschreiben. Aber es ist eine Welt, in der im Grunde die Schöpferkraft erlischt. Weil was soll man noch schöpfen in einer Welt, die perfekt ist? Das ist nur so ein Hinweis auf diese achte Sphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und natürlich die ahrimanischen Wesenheiten und ihre Anhänger, ihre Jünger, wenn man so will, die versuchen uns das schmackhaft zu machen. Die versuchen uns das schmackhaft zu machen. Und viele Impulse, die wir aber auch heute in der Weltgestaltung sehen, also wie sich das äußere Leben gestaltet, die Technik, die wir haben, die Art, wie Politik gemacht wird, wie Menschen gelenkt und geleitet werden, da sind Prinzipien drinnen, wirksame Ideen drinnen, Gedankenwerk wirksam drinnen, schöpferische Impulse, es sind eben noch schöpferische Impulse wirksam, die in diese Richtung gehen. Schöpferische Impulse im Übrigen, die die soratischen Wesenheiten nicht hervorbringen können, sondern die die Menschen hervorbringen, die aber unter Umständen eben von diesen soratischen Wesenheiten mit Mithilfe der ahrimanischen, asurischen Kräfte insbesondere ergriffen werden können von den soratischen Kräften und wo diese Fähigkeiten des Menschen, der eben frei aus der Freiheit schöpferisch tätig sein kann, missbraucht werden, um diese perfekte Welt zu schaffen, die sich diese soratischen Wesenheiten wünschen, die sie aus eigener Kraft allein gar nicht schaffen können, wo sie die Mitarbeit des Menschen brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist auch der Grund, warum sie so kräftige Impulse setzen, die Menschen zu sich hinüberzuziehen. Man kann sich ja fragen, warum tun sie das eigentlich? Es ist ja mal eine interessante Frage zu stellen, warum wollen denn diese Wesenheiten den Menschen dort hinüberziehen? Ja, eben weil der Mensch eine einzigartige Fähigkeit hat, aber weil der Mensch eben die Freiheit erlangen soll, durchaus eben auch verführt werden kann sehr gut. Weil die Freiheit haben wir uns ja gerade dadurch erworben oder sind auf dem Wege, sie uns zu erwerben, sodass wir es wenigstens einmal hier und da haben und einsetzen können, indem wir dauernd in Versuchung geführt werden. Und das ist ja nicht weniger geworden, es wird immer mehr. Und es wird in der Zukunft gegen Ende der Erdentwicklung immer stärker werden. Also diese, wenn man so will, Raffinesse auch den Menschen zu verführen.&lt;br /&gt;
=== Der erschöpfte Mensch und die unsterbliche Totenwelt 01:04:28 ===&lt;br /&gt;
Aber das Ziel, das die soratischen Wesenheiten haben, können sie nur erreichen, indem sie den Menschen in ihr Reich hineinziehen. Und wie soll ich sagen, seine schöpferische Kraft für sich nützen, sie selber haben sie ja nicht, in Wahrheit, sie können das gar nicht, aber der Mensch kann es. Und der Mensch, wie soll ich sagen, die Menschen sollen wie Zitronen ausgepresst werden, sodass sie ihre ganze Schöpferkraft verausgaben, um für diese soratischen Wesenheiten die in ihrem Sinne perfekte Welt zu schaffen, die dann, wenn man so will, geleitet wird von diesen soratischen Wesenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn der Mensch sein Schöpfungswerk, sein mitschöpferisches Werk, da vollbracht hat, wenn er dann erschöpft ist, das ist nämlich der Punkt, und im ganz wörtlichen Sinn erschöpft ist, indem er also seine ganze schöpferische Fähigkeit verausgabt hat, um was zu bauen, um diese achte Sphäre zu bauen, um diese eigentlich perfekte Welt zu bauen, eine perfekte Welt aber halt im Sinne der soratischen Wesenheiten, eine Welt, die nicht mehr verbesserungsfähig ist, weil sie eigentlich schon in gewisser Weise eben perfekt vollkommen ist, in der aber auch keine Entwicklung mehr stattfinden kann, in der aber eben etwas drinnen steckt, was Nietzsche eben geahnt hat, andere geahnt haben, irgendwo von der Wiederkehr des Ewiggleichen, aber das ist gerade etwas, was diese soratischen Wesenheiten anstreben. Von dort her kommen solche Ideen, von dort her kommt der Gedanke irgendwo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wo vor allem natürlich diese soratischen Wesenheiten, das kann man schon ziemlich vermuten, dass sie das Ziel haben, das immer mehr in die Welt, in die große Welt, in den Makrokosmos, dieses Prinzip hineinzutragen und andere geistige Wesenheiten zu gewinnen für diese Welt. Dann wird also der perfekte Alternativkosmos erzeugt, wenn man so will, irgendwann einmal, oder er wird immer größer, sein Anteil wird immer größer, und das ist das Feld, wo diese Wesenheiten hinwollen, die aber dann völlig sich abspalten, völlig herausfallen aus unserer Weltentwicklung, die mit dem nichts mehr gemeinsam hat, aber die durchaus eben eine Manifestation ist dann des Unzerstörbaren auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich könnte es in fast paradoxe Worte fassen, ich möchte ja versuchen, in eine Welt, die ein unsterbliches Totes wird. Das heißt, eine im Grunde perfekte Maschinerie, die unzerstörbar ist in gewisser Weise, wo kein Verschleiß stattfindet, wenn man so will, im stofflichen Bereich, also die gelernt hat, das Tote zum Weltprinzip zu machen. Das ist im Wesentlichen das Ziel, das die soratischen Wesenheiten verfolgen, ein Ziel, das sie immer mehr dadurch entwickelt haben, und immer weiterentwickeln dadurch, dass sie eben mit der Menschheitsentwicklung, mit der Erdentwicklung, wie soll ich sagen, in Kollision geraten sind.&lt;br /&gt;
=== Die soratischen Wesenheiten und das verewigte Todesprinzip 01:09:20 ===&lt;br /&gt;
Also gerade diese soratischen Wesenheiten sind eigentlich, ja, wie soll man sagen, im Weltenplan so eigentlich gar nicht eingeplant, sondern sie haben eigentlich mit unserer Erdentwicklung überhaupt nichts zu tun, eigentlich im Grunde, aber sie sind, wie soll ich sagen, in Verbindung geraten mit dieser Erdentwicklung und haben halt erkannt für sich, dass da etwas zu gewinnen ist. Erkannt, also nicht im Sinne einer freien schöpferischen Entwicklung, aber wo sie sehen, das sind geistige Wesenheiten, namentlich wir Menschen drinnen, die etwas für sich schaffen können oder mitarbeiten jedenfalls daran, was ihnen eine perfekte Welt ermöglicht, in der sie halt dann die unbeschränkten Herrscher sind, wo sie, ja, wie soll ich sagen, wo sie das Todesprinzip verewigen in gewisser Weise, in dieser perfekten achten Sphäre, die aber im Grunde den Charakter eben eines perfekten Mechanismus hat. Gemeint in dem Sinn, dass hier nur ein Totes sich immer weiter bewegt, das nicht zerstört werden kann, das nicht aus der Welt geschafft werden kann, das im Grunde auch keine Zukunft hat, aber auch keine Vergangenheit im Grunde mehr hat, sondern die dann immer weiter geht im Gleichen, die ewige Wiederkehr des Gleichen, keine Veränderung mehr, aber was diesen soratischen Wesenheiten eben aber ermöglicht, dort, ja, wenn man so will, für alle Ewigkeit eben ihren, nicht nur Wohnplatz, sondern ihren Herrschaftsplatz aufzuschlagen und dort zu sein drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat eben mit unserer Entwicklung überhaupt nichts zu tun, weil das ist das genaue Gegenteil davon. Das ist das genaue Gegenteil davon. Dort möchte man eine perfekte Welt, die in aller Ewigkeit bestehen soll, aber eigentlich eine tote Welt, was im Grunde ein Widerspruch in sich selbst ist, aber jedenfalls ist das das Ziel, dass sie das schaffen, eine tote Welt zu schaffen, die aber nicht in den Zerfall hineingeht. Das ist nämlich in Wahrheit ein Widerspruch in sich selbst. Also jedenfalls in unserer Erdenwelt ist ja Tod grundsätzlich immer mit Zerfall verbunden, mit Zerfall von dem, was halt vorher war, was als, sagen wir mal, Leibeshülle oder wie auch immer, oder auch Welt, auf der man lebt, man betrachtet hat, die aber zerfallen muss irgendwann, damit der Geist wieder befreit werden kann und neu schaffen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Entwicklung wird also, insofern der Mensch sich nicht hinüberziehen lässt zu diesen soratischen Wesenheiten, wo er schaffend tätig ist, wird immer stärker werden, diese Veränderung, diese Entwicklung, dieses auch immer wieder Zerfallen, Sich-Auflösen, Wiederbeleben, aber Tod nicht in dem Sinne erlebt werden. Was bezeichnen wir als Tod jetzt wieder? Ich meine, Tod ist ja nicht nur das, was wir äußerlich sehen, also es entsteht ein Leichnam, es wird die Stofflichkeit abgelegt und sie zerfällt, das ist halt das, was wir heute äußerlich registrieren können dabei, aber die eigentliche Seite des Todes, die wesentliche, ist ja die, dass eben das Leben, das Seelische, das Geistige weitergeht und das hoch aktiv ist. Wir können es halt nur jetzt äußerlich zunächst einmal nicht mitverfolgen, äußerlich sehen wir nur das, was zerfallen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gerade die Erde oder die Menschheit überhaupt hat gerade dadurch viel Leben, dass sie immer wieder das Beispiel gibt, wie der Tod überwunden wird. Der Todbringer Ahriman, der ja unheimlich leidet, auch unter seinem Prinzip, weil er merkt ja auch, dass er im Grunde ja merkt, aber er spürt jedenfalls, dass irgendwas an seinem Tun nicht so ganz so funktioniert, weil es ihm unheimliche Schmerzen erzeugt. Er glaubt, die Menschen sind schuld daran, sie sind es aber nur ganz indirekt. Es ist halt der Mensch ja gerade der, der der Todesüberwinder ist, mit der Hilfe des Christus. Und dass eben wirklich nur die Schlacke, das Stoffliche, das Abgestorbene zerfällt. Aber Tod heißt ja eben in Wahrheit auch für uns Menschen und für überhaupt die Wesenheiten, die jetzt dann in dieser Entwicklung weitergehen, heißt es die Überwindung des Todes. Also ablegen das Stoffliche, ablegen das, was Hülle gewesen ist in der Vergangenheit, sich weiterentwickeln und eine neue, höhere Hülle schaffen.&lt;br /&gt;
=== Die Auferstehung als individuelle Formgestalt 01:15:27 ===&lt;br /&gt;
Es geht ja auch um die Auferstehung zum Beispiel. Warum ist die so wichtig jetzt? Man fragt sich ja, was ist denn gemeint mit der Auferstehung überhaupt? Ja, natürlich jetzt im traditionellen Kirchenleben ist es, na erklärt ist es nicht, aber man stellt sich es halt vor, jetzt so wie das eben beim Christus gewesen ist, die Auferstehung in etwa am dritten Tage auferstanden. Ja, aber in welcher Form? In welcher Form? Die meisten, auch der Theologen denken in irgendeiner Weise, ist es schon halt wieder physisch gewesen, weil sonst wäre es ja keine Auferstehung. Da fängt die Schwierigkeit an, am besten erklärt man es dann gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist ja interessant, der ehemalige Papst Benedikt XVI., der ursprüngliche Kardinal Ratzinger, hat sich ja sehr intensiv mit diesen Themen beschäftigt, sehr ehrlich eigentlich beschäftigt damit, aber ohne jetzt hochmütig erscheinen zu wollen, aber er hatte keine Ahnung von dem, was Auferstehung wirklich bedeutet. Und es zielt alles darauf hin, dass das so wichtig ist, diese Frage, die steht ganz im Mittelpunkt. Und wenn es dann geht zu schildern, ja wie läuft denn das jetzt ab, wie soll denn das überhaupt sein, dann kommt nichts, nichts, einfach gar nichts, null. Es ist also nicht einmal eine vage Vorstellung davon, wie sich das wirklich abspielen soll. Also nichts, was man wirklich nachvollziehen kann, weil er es selber nicht nachvollziehen konnte, und so geht es vielen Theologen. Das ist ganz interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil die Auferstehung eben des physischen Leibes heißt die Auferstehung der Formgestalt, dieser Formkräfte, die da sind, aber nicht die Auferstehung von etwas Stofflichem, sondern es geht um die Auferstehung, wie soll ich sagen, dieser individuellen Gestalt, aber natürlich jetzt ist das nicht einfach so eine Menschengestalt, wie wir es jetzt haben. Ich meine, wie stellt man sich das dann vor, wie der Auferstehungsleib, naja, nichtstofflich, nein, stofflich ist es nicht, sonst wäre es ja wiedersterblich und zerstörbar, ist also nicht, ist halt geistig irgendwie, aber wie soll das sein dann? Wie soll man sich das vorstellen? Naja, da sind sich die meisten Theologen einig, dass am besten gar nichts darüber sagen, weil man es sich im Grunde gar nicht vorstellen kann, und dann heißt es halt, das ist halt jenseits unserer Vorstellungskraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir sind gerade die, die ganz energisch daran arbeiten müssen. Wir müssen an unserer Individualisierung arbeiten, die sich dann eben ihr geistiges Abbild schaffen wird in dieser Auferstehungsgestalt, das hat aber natürlich nichts zu tun mit einer Ähnlichkeit mit unserer jetzigen physischen, äußerlichen, physisch-materiellen Gestalt, die wir haben, wovon ja eigentlich im Grunde die Bibel eh schon, oder das Neue Testament genauer gesagt, eine Andeutung zumindest gibt in der Szene, wo eben die Maria Magdalena, die ja die Erste ist, die dem Auferstandenen begegnet, ihn aber nicht erkennt, sondern ihn für den Gärtner hält. Und es ist aber natürlich nicht der Gärtner und es ist überhaupt keine physisch-stoffliche Gestalt, weil der Christus natürlich nicht in einer stofflichen Gestalt auferstanden ist, aber sehr wohl in einer Formgestalt, in einer übersinnlichen Formgestalt, in einer Gestalt, die nur für den übersinnlich Wahrnehmenden überhaupt eben da ist, wahrgenommen werden kann, nur von jemand, der einen Blick hat, der nicht allein am äußeren, sinnlichen hängen bleibt, sondern der tiefer gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Interessante bei der Maria Magdalena, darum erkennt sie ihn zuerst nicht, sie hält ihn für den Gärtner, das heißt, sie erlebt etwas durch ihre natürliche Hellsichtigkeit, die sie hatte und die besonders noch gestärkt wurde, eben durch den Schmerz, den sie erlitten hat, dadurch, dass eben der Christus gekreuzigt wurde und am Kreuz gestorben ist, wie man so schön sagt.&lt;br /&gt;
=== Sterben als Erwerb der Geistgestalt 01:20:41 ===&lt;br /&gt;
Aber dieses Sterben ist natürlich, da liegt sehr viel jetzt drinnen, ja was ist denn dieses Sterben eigentlich, dieses durch den Tod gehen? Es ist der Schritt vor allem, sich die ganz individuelle Geistgestalt zu erwerben oder jedenfalls dazu beizutragen, dass sie ausgebildet werden kann. Es geht ja nur im Zusammenhang mit den Vaterkräften, die im Hintergrund dabei wirken, also diese Auferstehungsgestalt kann nicht ohne Mitwirkung der Vatergottheit sich herausbilden, aber sie ist ganz individuell dem einzelnen Menschen oder wird sie einmal angepasst sein, sie ist ganz angepasst dem Wesen des Christus bei dieser Auferstehung, die da ist. Sie entspricht also seiner Individualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir sprechen ja irgendwo davon, auch davon ist ja in der Anthroposophie die Rede oder wo ein Hinweis jedenfalls zu finden ist auf das Ganze. Die Entwicklung geht ja hin dort, dass der Mensch durch die immer wieder Überwindung des Todes, also immer wieder Gehen in den Tod, in das Sterbliche hinein während der Erdinkarnationen. Für den Christus genügt eine Inkarnation. Eine Inkarnation, und da kann er den ganzen Weg durchschreiten und bekommt dadurch oder erwirbt sich dadurch oder manifestiert dadurch seine Auferstehungsgestalt. Mit der Hilfe der Vaterkräfte, die sind dazu notwendig, aber sie wirken eben in einer ganz anderen Form, als sie in der Vergangenheit gewirkt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das muss man auch sehen. Wir haben ja davon gesprochen, die Vatergottheit hat sich zurückgezogen, ja eigentlich schon ganz am Anfang der Schöpfungsgeschichte, und zwar gar nicht nur der biblischen Schöpfungsgeschichte, sondern in Wahrheit schon auf dem alten Saturn. Wie der alte Saturn entstanden ist, ist eigentlich schon die Vatergottheit sehr in den Hintergrund getreten. Es ist zwar noch nicht offiziell der Christus der volle Durchgestalter dieser Welt. Es sind eine ganze Menge geistiger Wesenheiten, die mitarbeiten, die unter der Führung der Vatergottheit tätig sind. Schon allein die Geister des Willens, die die Wärmesubstanz des alten Saturn hervorbringen, die aber natürlich nicht nur eine unstrukturierte Masse bleibt, sondern da entstehen eben Gestaltungen. Ihr erinnert euch vielleicht, wenn ihr das gelesen habt in der Geheimwissenschaft, auf dem Umkreis, wie das Rudolf Steiner schildert, eigentlich besteht dieser alte Saturn aus einem Wärmekörper, der aber wieder eigentlich besteht aus den Individualisierten bereits, aber noch nicht durch unser Ich Individualisierten oder jedenfalls nicht bewusst Individualisierten, aber aus den Wärmeleibern, die für die Menschen geschaffen werden.&lt;br /&gt;
=== Das unzerstörbare Ich und die achte Sphäre 01:24:34 ===&lt;br /&gt;
Also der Mensch wird geboren auf dem alten Saturn als geistige Wesenheit. Also geboren heißt in dem Sinn nicht, dass sein Ich, Hokuspokus, entsteht, sondern das Ich ist ewig. Es hat immer bestanden und wird immer bestehen in seiner Grundwesenheit. Ich weiß es, ich habe in den Kommentaren, was man meint, ja sehr wohl kann das Ich auch zerstört werden. Und ich bin ja schon eingegangen darauf, es anzudeuten, also gerade die Asuras zum Beispiel sind Wesenheiten, die sehr stark auch in unserer heutigen Zeit schon mitarbeiten, dass sie das Ich zersplittern können. Ja, das ist wieder die Frage, wie man sich das vorstellen soll. Aber jedenfalls, dass wir nicht ein zusammenhängendes Wirken, also aus dieser Ichkraft heraus erzeugen können. Das heißt aber trotzdem nicht, dass das Ich zerstört ist. Auch wenn wir vielleicht äonenlang damit nichts machen können. Also unsere Freiheit nicht entfalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir mitgehen in das soratische Reich, in die achte Sphäre hinüber, ja dann ist es irgendwann Endstation. Wir wissen also, mit der Entwicklungsstufe der Neuen Venus, also der sechsten kosmischen Entwicklungsstufe in unserer Entwicklungskette, dort stellt sich die Frage, ob die Menschen, die dort hinübergewechselt sind in dieses soratische Reich, ob sie von dort noch gerettet werden können oder sich erretten können, sicher nur mit Unterstützung erretten können, oder ob sie eben den Weg der soratischen Wesenheiten weitergehen müssen dann. Und dann sind sie verloren. Das heißt trotzdem nicht, dass ihre Ichkraft weg ist. Nur sie kann sich eben nicht entfalten zur Freiheit. Sie kann diesen schöpferischen Impuls, der da drinnen ist, nicht wirklich frei entfalten. Aber zerstört wird das Ich deswegen trotzdem nicht. Die Ichkraft ist eine unzerstörbare Kraft, die unzerstörbare Schöpferkraft des Universums überhaupt. Nur bei Menschen halt dann in individualisierter Form. Aber es kann eben, und so wird es dann passieren in dieser achten Sphäre, dass der Mensch diese Kraft nicht mehr nützen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naja, das scheint jetzt wieder alles sehr, sehr fern zu sein, aber wenden wir es einmal auf unsere Zeit an. Ich meine, wie viele Menschen sind eigentlich heute auf der Welt, die wirklich voll und ganz ihr Leben bewusst aus der schöpferischen Kraft ihres Ich heraus gestalten? Wie viele Menschen sind es auf Erden, die das bereits tun, die das bereits können? Die nicht einfach, ja wie soll ich sagen, vom Schicksal da und dort hingeführt werden, also sprich durch ihre karmische Vergangenheit und unter Mithilfe der begleitenden Engelwesenheit, das muss man nicht alles verpassen, aber geführt werden durchs Leben, wie viele sind es, die ganz bewusst diesen Weg gehen? Das sind ganz, ganz wenige heute. Das sind große Eingeweihte, die seit dem Mysterium von Golgatha oder nach dem Mysterium von Golgatha so weit gekommen sind, dass sie diesen Weg einigermaßen gehen können, aber der Rest schläft diesbezüglich noch ziemlich stark.&lt;br /&gt;
=== Der Christus als Erster durch den Tod 01:28:41 ===&lt;br /&gt;
Das ist der Punkt, weil der Erste, der dies eben tun konnte, und auch er brauchte natürlich, so wie es die Menschen auch brauchen werden in der Zukunft, die Unterstützung der Vaterkraft dazu, also der Christus alleine hätte die Auferstehung nicht zustande bringen können, aber er ist der Erste, der diesen Schritt durchmacht. Er ist der Erste. Er ist der Erste, der sich eben diese individualisierte, diese ganz individualisierte Ich-Gestalt, geistige Formgestalt gibt, mit der Hilfe der Vatergottheit, aber der Christus ist damit der Erste, der vorangeht, der Menschheit überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wenn wir aus dem Ich heraus, aus der Freiheit heraus wirklich tätig werden und das nicht verschlafen und nicht einfach verzichten auf diese Freiheit und lieber uns durch unser Ego führen lassen und durch die Anstöße, die uns die Widersacher oder sonstige Wesenheiten geben, Nachsatz, nur die Widersacherwesenheiten geben uns heute solche Anstöße oder leiten uns überhaupt, das heißt, springen ein dort, wo wir eigentlich aus der Freiheit selbst tätig werden sollten, mischen sie sich halt ein und tun etwas, was bei ihnen natürlich nicht aus der Freiheit kommt, aber was uns die Freiheit, naja, zwar nicht nimmt, aber zumindest eine Zeit lang lähmt, sie zu nützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Christus hat aber das Vorbild gegeben, wie wir das können, ganz aus dem Ich heraus, aus dem Christus-Ich heraus zu agieren, ganz aus dieser Freiheit heraus. Da hat der Christus ganz diesen Schritt vollzogen. Also das, was früher da war, also zum Beispiel alte Sonne, wo er eigentlich Herr der alten Sonne war, eigentlich schon während des alten Saturn die Weltgestaltung hervorgebracht hat, aber da ist immer das Mitwirken der Vatergottheit im Hintergrund da. Und natürlich, das zieht sich auch jetzt durch in die Zukunft hinein, aber es wird immer freier, es wird immer mehr so, dass die einzelne Individualität eben einen ganz besonderen Beitrag liefert, den nur sie liefern kann in dieser Art. Eben durch den ganzen Weg, wie sich seine Individualität, die Individualität dieses Menschen im Zuge der irdischen Inkarnationen entwickelt hat, insbesondere entwickelt hat also seit der Zeit des Mysteriums von Golgatha, wo eigentlich das Ganze erst so richtig in Schwung kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles bis dahin ist Vorbereitung im Grunde. Und darum ist tatsächlich also das Mysterium von Golgatha und das Erdenleben des Christus, das Durchgehen durch den Tod, ist der Umschwung eigentlich, der passiert ist. Also nicht nur in der Erdentwicklung, sondern für die ganze kosmische Entwicklung, die unsere Erde durchmacht, vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand durch. Das ist der ganze Weg, auf dem das passiert. Aber der entscheidende Moment, dass jeder Mensch im Grunde der Auferstehung teilhaftig werden kann. Das heißt, sich seine individuelle Geistgestalt erwirbt.&lt;br /&gt;
=== Von Mensch zu sprechen fängt jenseits der Erde an 01:32:40 ===&lt;br /&gt;
Und diese individuelle Geistgestalt hängt zusammen mit ganz individuellen, wie soll ich sagen, künstlerisch-schöpferischen Fähigkeiten, aber weltenkünstlerischen Fähigkeiten, die nicht durch die Vatergottheit inspiriert sind, sondern die ganz aus der Freiheit herauskommen, die aber mitgetragen und angenommen werden von der Vatergottheit. Das heißt, die Vatergottheit ist immer mehr eine Wesenheit, die ganz im Hintergrund ist. Ganz im Hintergrund ist immer mehr, ja einen Untergrund bildet, an dem wir aber mitarbeiten bereits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die geistigen Wesenheiten, die nach uns kommen werden, also das heißt zunächst einmal die drei Stufen des Menschlichen, von denen Rudolf Steiner spricht, also die, die durch die Zukunft durchgehen werden, also auf dem neuen Jupiter, auf der neuen Venus und auf dem neuen Vulkanzustand. Das heißt, in diesem Sinne von Mensch zu sprechen, fängt an, wenn wir über die Erdentwicklung hinausgekommen sind. Wir sind jetzt noch nicht fertig. Wenn wir die Erdentwicklung vollendet haben und an ihr ganz kräftig schon mitgearbeitet haben, und darum wird es in der Zukunft gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also daher ganz wichtig, die Erde mit all ihren Wesen, die darauf leben, also das heißt den Tieren, Pflanzen und so weiter, von den Einzellern bis zu den höchstentwickelten Wesenheiten hinauf und denen, die noch sich entwickeln werden auf Erden, obwohl eigentlich die Erde den Höhepunkt ihrer Lebendigkeit längst überstanden hat. Sie ist eine Sterbende bereits, aber das Interessante ist, dass gerade in dieser Phase des Sterbens jetzt bereits wir Menschen entscheidend mitarbeiten und der Erde eben ein Leben noch geben können, ein Leben im Sinne von einer Weitergestaltung, einer Weiterformung, die da ist, denn nur da ist Leben drinnen. Also nicht in einer ewigen Wiederholung desselben, das da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muss man sich auch klar sein. Man muss sagen, wir wollten doch die Natur beleben, erhalten zumindest so, wie sie jetzt ist, und sie möge doch wenigstens so bleiben, wie sie jetzt ist. Dann ist es schon am Ende. Sie wird sich verändern. Also die Erde wird in ein paar tausend Jahren, wenn wir dann schon gar nicht mehr, wenn wir nicht mehr inkarniert sind, ein ganz anderes Angesicht noch bekommen, und auch das Leben auf der Erde wird ganz anders aussehen. Es wird zwar alles nicht mehr so lebendig sein, wie es jetzt ist, aber es werden sehr, sehr viele neue Formen entstehen. Und da wird eben ganz entscheidend bereits der Mensch mitarbeiten.&lt;br /&gt;
=== Die Weitergabe der Freiheit an andere Hierarchien 01:36:22 ===&lt;br /&gt;
Mitarbeiten also natürlich vor allem in dem Zustand, wo wir alles das, was wir aus dem Tod lernen können, bereits gelernt haben und gelernt haben, einfach ganz vollbewusst, ganz wachbewusst und ganz frei in der geistigen Welt als geistiges Wesen existieren zu können und tätig sein zu können, mittun zu können an der Weltentwicklung, führend mittun zu können. Führend schon allein deswegen, weil, auch darüber habe ich schon öfter gesprochen, vielleicht ist es schon etwas länger wieder her, dieser Freiheitsimpuls, der vom Menschen ausgeht, wird nicht auf den Menschen beschränkt bleiben, sondern von uns ausgehend wird es weitergegeben an andere geistige Wesenheiten. Also es heißt nicht, dass jetzt zum Beispiel die Engelwesenheiten, die uns vorangegangen sind, dass die ewig in der Unfreiheit bleiben werden, sondern sie werden in gewisser Weise von uns lernen, was das denn überhaupt ist, Freiheit, und wie man sie handhaben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist auch das ganz große Motiv in der Erlösung der Widersacherkräfte, die uns natürlich jetzt, gerade in unserer Zeit jetzt und in der Zukunft, in der näheren und ferneren Zukunft, noch sehr viel mehr Schwierigkeiten machen werden. Aber eigentlich müssen wir ihnen dankbar sein, und der Weg, ihnen dankbar zu sein, wird sein, uns von innen nicht einfangen zu lassen, sondern ihnen zu zeigen, um was es wirklich geht. Das arbeitet an ihrer Erlösung. Aber dazu müssen wir das, was diese Widersacherkräfte in die Welt gebracht haben, ja wirklich voll und ganz durchschauen, voll und ganz erkennen, was da drinnen wirkt. Und nicht mehr die Sinne, sozusagen die geistigen Sinne, vernebeln lassen, sondern das ganz klar durchschauen, auch in seiner Notwendigkeit durchschauen. Und eben insbesondere eben auch dieses ahrimanische Prinzip, ahrimanisch-asurische Prinzip zu durchschauen, zu kennen, besser als diese Wesenheiten es selber können, sodass wir eben ihre Todeskräfte im Grunde in Auferstehungskräfte verwandeln können oder zeigen können, wie da ein Zusammenhang da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht eigentlich um die Verwandlung dieser Todeskräfte, um die geht es eigentlich. Diese Todeskräfte sind aber in ihrer verwandelten Form genau das, was mit dem Freiheitsprinzip des Menschen zusammenhängt. Woraus das Freiheitsprinzip entsteht, also das dem Menschen gewährt wird, das ist genau das, dass ihm alles, was ihm zukommt, kann sozusagen sterben in gewisser Weise. Kann zerfallen, kann verwehen, kann verschwinden, aber der Mensch bringt schöpferisch etwas heraus. Er bringt nämlich letztlich dieses Leben heraus, diese todüberwindende Kraft. Natürlich mit Unterstützung. Es ist die Vatergottheit da, die das im Untergrund alles trägt. Es ist der Christus da, der uns hilft. Er hilft in dem Sinne, dass er uns vor allem dabei hilft, dass wir überhaupt gewahr werden, welche Kräfte wir haben, welche Möglichkeiten wir haben. Das ist das Problem.&lt;br /&gt;
=== Die östliche Seelenwanderungslehre und die sechs Daseinsbereiche 01:40:47 ===&lt;br /&gt;
Wie soll ich sagen, wir können freie Menschen gerade dadurch werden, dass wir immer wieder durch unsere Inkarnationen auch durch den Tod durchgegangen sind. Immer wieder durchgegangen sind. Und ja, im Anfang war das alles überhaupt gar kein Problem für die Menschen. Im Altindischen, im Hinduismus oder sonst wo, versteht man ja gar nicht wirklich die Probleme, die unsere westlich-christlichen Theologen haben, die Sache mit der Auferstehung usw. zu verstehen oder das Prinzip des Todes zu verstehen oder wie das alles zusammenhängt. Da tun wir uns so unheimlich schwer offensichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Inder ist heute noch, also für viele jedenfalls, ja ganz klar, man geht in die geistige Welt mit dem Tod hinein, man wird wiedergeboren, wobei der Wiedergeburtsgedanke ja dort im Osten, Indien usw., ja viel weiter gefasst ist. Über das haben wir, glaube ich, auch schon öfter gesprochen, dass es dort eigentlich in Wahrheit eine Seelenwanderungslehre ist. Lehre aus einer Beobachtung, die drinnen ist. Man verfolgt einfach den Weg des Menschen durch die verschiedenen Sphären, durch die er durchgeht, sei es auf Erden, sei es in den höheren Reichen irgendwo. Und man kann wiedergeboren werden halt in einem niederen Reich, dann ist es halt sehr unangenehm, aber dieses Wiedergeborenwerden ist natürlich nicht gemeint in einem stofflichen Leib oder was, sondern man ist zum Beispiel in den Bereich der Hungergeister geraten. Also die Hungergeister sind die, die eben leiden in Wahrheit unter dem, dass sie nicht an höhere geistige Kräfte herankommen. Das ist das Eigentliche, was damit gemeint ist. Das Bild dafür ist halt dann, dass sie wirklich wie ausgemergelte Menschen dargestellt werden oder imaginativ auch so ein Bild auftritt. Aber das ist eben keineswegs gemeint als irdische Verkörperung, sondern es ist eine geistige Daseinsform, aber eine Daseinsform, die halt mit sehr viel Entbehrungen verbunden ist, mit sehr viel seelischer Not verbunden ist, dass man alles das, was man eigentlich braucht, um sich zu entfalten irgendwie, dass man nicht herankommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die idealste Inkarnation ist halt die wirklich als Mensch. Vor allem auch, und da ist ja was sehr Wichtiges, das sieht man im Buddhismus dann zum Beispiel auch sehr stark, weil man ja hier auf Erden sozusagen begegnen konnte dem Buddha oder begegnen kann einem Menschen, der aus dieser Lehre heraus seine Weisheit gezogen hat, was man eben nur hier kann und hier eben auf Erden mit der Lehre des Buddha zum Beispiel in Verbindung kommen kann. Und darum ist es etwas Besonderes, Wertvolles, als Mensch wiedergeboren zu werden. Aber genauso die anderen Wiedergeburten sind halt eigentlich in einem übersinnlichen Weltbereich. Man spricht ja dort auch von den sechs Daseinsbereichen, durch die der Mensch durchgehen kann. Und das ist der Kreislauf der Reinkarnation, die sich da abspielt. Und die irdische Inkarnation ist eine Station, eine mögliche davon. Aber doch eine, wo der Mensch, das ist zwar nicht so direkt ausgesprochen, aber in Wahrheit, wo er das Privileg hat, eben ganz bewusst auch abgeschnitten werden zu können von der geistigen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist in Wahrheit, das ist jetzt im Buddhismus natürlich nicht so direkt so ausgesprochen, aber da geht es gerade darum, dass da dann wirklich hier in der sterblichen Inkarnation wir uns unserer Freiheit bewusst werden können. Gerade aus der Überwindung dieser Sterblichkeit, indem wir immer mehr daran arbeiten, unsere geistige Formgestalt, unsere individuelle auszuprägen. Und dann eben mit der Unterstützung des Christus, mit der Unterstützung der Vatergottheit, diese Geistgestalt eigentlich, die wir da ausbilden, diese ganz individuelle Geistgestalt, dass die uns dazu helfen, dass diese nicht verloren geht, sondern dass die immer konturierter wird, immer individueller wird mit jedem Tod, den wir sterben hier auf Erden. Darum ist das so wichtig.&lt;br /&gt;
=== Das größte Geschenk: sterben zu können 01:46:24 ===&lt;br /&gt;
Für das Christentum würde man sagen, die irdische Inkarnation, nämlich wirklich in einer physischen Gestalt Inkarnation, also wirkliche Inkarnation jetzt, ist gerade deswegen so wichtig, weil wir hier wirklich sterben können. Und dieses Sterben überwinden, indem wir wieder etwas hinzufügen zu unserer wirklichen Geistgestalt, zu dem Phantomleib oder wie immer man es nennen will, zum Auferstehungsleib. Ja, natürlich, alleine können wir ihn nicht schaffen. Dazu ist der Christus wichtig, dazu ist die Vatergottheit wichtig. Also ohne ihre Kraft geht es jedenfalls zunächst einmal noch nicht. Wir müssen mal schauen, wie das in der Zukunft wird. Aber das verdanken wir dem, dass wir immer wieder durch den Tod durchgehen. Das heißt, das ist das größte Geschenk, das es gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer bereitet es uns oder wer hilft uns dazu, dass wir das wirklich können? Nämlich einfach sterben können, dass unsere physische Hülle zerfällt und dass wir vor der Notwendigkeit stehen, uns jetzt eine Geistgestalt zu geben. Ja, ich sage bewusst zu geben. Natürlich ist die Vatergottheit wesentlich beteiligt mit daran, aber die Gestalt als solche gibt uns ja nicht die Vatergottheit, sondern sie entspricht unserer Individualität. Sie ist unsere individuelle Geistgestalt. Und nur, dass sie entstehen kann, aber eben sozusagen entsprechend unserer Individualität, dazu brauchen wir die Vatergottheit. Aber das Wesentliche ist, dass sie diese ganz individuelle Prägung bekommt. Ganz individuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, das ist auch jetzt etwas, ich meine, wie soll ich sagen, es geht gar nicht darum sozusagen offensichtlich, dass wir immer ähnlicher der Gottheit werden oder was durch die Entwicklung. Oder immer ähnlicher dem Christus werden. Jedenfalls nicht in der Art, wie unsere Geistgestalt aufgebaut wird. Ähnlich vielleicht nur darin, und das liegt unserer Gemeinschaft mit dem Christus, dass er eben gerade dadurch, dass er auf Erden durch den Tod durchgegangen ist, dass er überhaupt bevor dieser Tod da war, schon, ja, hm, wo fängt der Tod eigentlich an? Er fängt an mit der Empfängnis, im Grunde. Da fängt es an. Da fängt der Sterbensprozess an. Und da ist schon, ab da ist der Ahriman mitbeteiligt. Im ganzen Leben auf Erden ist er von Anfang an mitbeteiligt. Der Tod, das Sterben beginnt mit der Empfängnis im Grunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit dem Prozess, also dass wirklich diese Empfängnis, wie soll ich sagen, von uns angenommen wird, also dass das Elternpaar uns die Möglichkeit bereitet, uns zu inkarnieren, und dass sie wirklich ergriffen wird. Damit fängt aber der Sterbeprozess an. In dem Moment, wo wir den, wie soll ich sagen, befruchteten Keim ergreifen, ab dem Moment fängt unser Sterben an. Ich weiß, das mag jetzt vielleicht schockierend klingen. Aber das ist der Prozess, der uns ermöglicht, unsere ganz individuelle Geistgestalt aufzubauen, ja, durch viele Inkarnationen immer mehr. Je mehr Inkarnationen wir hinter uns haben, desto deutlicher kommt unsere Individualität in dieser Geistgestalt heraus. Und desto mehr entfaltet sich eben, weil das dazu notwendig ist, unsere individuelle Schöpferkraft auch, die daran arbeitet.&lt;br /&gt;
=== Das Kunstwerk der individuellen Geistgestalt 01:50:53 ===&lt;br /&gt;
Weil es ist zwar, ja, die Vatergottheit notwendig, um das, wie soll ich sagen, wirksam werden zu lassen, Wirklichkeit werden zu lassen. Aber die Form unserer Geistgestalt, unserer übersinnlichen Geistgestalt, unserer wirklichen geistigen Gestalt eben, unserer individuellen geistigen Gestalt, die gibt uns niemand anderer als wir selbst. Die Vatergottheit sorgt dafür, dass die, wie soll ich sagen, im Weltgefüge Bestand haben kann oder sich da entwickeln kann. Aber wir erzeugen sie und wir gestalten sie, sagen wir es besser so, wir gestalten sie durch unsere Individualität, durch unsere individuelle Schöpfertätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Kunstwerk, an dem wir eigentlich arbeiten. Das ist das, wo man sagen muss, wir sind alle Künstler, Lebenskünstler, wenn man so will. Indem wir unser Leben ausführen, indem wir unsere Individualität in irgendeiner Form entfalten, da drinnen arbeiten wir daran, an dieser individuellen Auferstehungsgestalt. Das ist aber eine reine Geistgestalt. Man darf es jetzt auch nicht als räumliches Gebilde denken, sondern es ist eigentlich, wie soll ich sagen, ein Bild für unsere individuelle Schöpferkraft, für unser individuelles Ich. Das ist natürlich eigentlich kein räumliches Bild, weil natürlich Auferstehungsgestalt heißt eben gerade nicht, dass wir jetzt in der geistigen Welt zwar völlig stofflos, aber doch irgendwie in heutiger Menschengestalt endlich irgendwie da herumgeistern. Das ist ja gar nicht der Fall. Aber es ist eine Gestalt, nennen wir es halt einmal so, die mit unserer Individualität zu tun hat und die ganz einzigartig ist, die es sonst im Kosmos nirgendwo gibt. Es ist eine geistige Konstellation, wenn man so will, die dann ein immer weiteres Wirkungsfeld auch bekommen wird in der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und darum geht es ja. Also wenn wir wirklich durchgegangen sind durch die ganzen Entwicklungsstufen bis über den neuen Vulkanzustand hinaus, dann ist es ja nicht aus. Darüber haben wir auch schon öfters gesprochen. Auch wenn Rudolf Steiner dazu nichts sagen kann im Detail, weil niemand von uns etwas sagen kann, weil es wird nämlich an uns liegen, dann dieses Werk anzugehen. Und niemand kann uns sagen, wie das werden wird, als wir selber. Nur das müssen wir halt natürlich erst lernen, bis wir so weit sind, bis wir ein Werk vollbringen können, wie es in ganz anderer Art, aber doch eben vorbereitend, damit das Menschen da sein, eben die Elohim während der Erdschöpfung getan haben. Aber wir steigen dann in diese Stufe auf irgendwann. Das heißt, von den geistigen Kräften, die wir haben, steigen wir dann zu so etwas auf. Nur eben in ganz anderer Art, als es jetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt also, die Geistgestalt, die wir haben, ist, wie soll ich sagen, die ganze geistige Konfiguration, die ganzen geistigen Fähigkeiten, die wir als Individualität uns entwickelt haben, in diesem Zuge, im Zuge dieser Entwicklung. Und da kommen dann einmal große Aufgaben auf uns zu, aber wir können sie uns eben nur erwerben dadurch, durch das Erdenleben, durch das Erleben des Todes und mit jedem Tod immer bewusster werden für den Hintergrund, um den es dabei eigentlich geht.&lt;br /&gt;
=== Das Nirvana als Eingehen in die eigene Geistgestalt 01:55:22 ===&lt;br /&gt;
Und darum ist es halt wichtig, nicht hängen zu bleiben in der alten Seelenwanderungslehre. Da ist noch nicht der volle Einblick darauf, worauf das Ganze eigentlich hinausläuft. Also im Buddhismus ist einmal der innere Gott, es geht darum, dieses Rad der Wiedergeburten zum Stillstand zu bringen. Aber was ist denn dann, wenn das steht? Das ist halt die große Frage. Ja, in Wahrheit wirklich zum Stehen gebracht wird es, weil im Buddhismus heißt es, man geht dann in das Nirvana ein, also das heißt in Wahrheit in die höchste Weltebene, also dort, wo niemand in Wahrheit geistigen Einblick hat. Es ist im Grunde also in Wahrheit der Wirkungsbereich der Gottheit selber dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nirvana, das Indische, das Sanskrit und so weiter, diese Sprachen hängen ja mit dem Indogermanischen stark zusammen irgendwo. Es hat wirklich etwas zu tun mit dem Nicht-Wähnen, Nirvana, Wahn, Vana, Vana, der Wahn, wo man nichts wähnen kann. Wahn aber jetzt nicht im Sinne von geistiger Verwirrung, sondern Wahn im Sinne von höchstem geistigem Erleben in dem Fall. Aber vom Nirvana, von dem kann niemand etwas ahnen jetzt, außer er geht ein in selbiges. Dann wird er nämlich dort tätig, aber dann ist er nicht in eine Welt eingebunden, die bereits eine irgendwie geartete Konstellation hat, eine bestimmte geistige Form hat, sondern dann geht man eigentlich ein in die eigene individuelle Geistgestalt. In der wird man sich dann bewusst. Das ist die Welt, in die man eingeht in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da wäre viel für die Zukunft drinnen, Gespräche zu führen mit Buddhisten, mit Hinduisten und so weiter, wie sie die Welt sehen und mit ihnen in ein Gespräch zu kommen. Über diese Dinge, wie das aus christlicher, anthroposophischer Sicht angesehen werden kann. Ja, man muss natürlich jetzt nicht gleich denken, dass man sich zu irgendwas bekehren will oder sowas. Aber es geht darum, dass da so viele Fragen eigentlich noch offen sind, wo es unsere Aufgabe ist, diese Fragen zu stellen, mit jeder Generation, mit jedem Tod, durch den wir gegangen sind. Das heißt, mit jeder neuen Inkarnation müssen wir die Fragen immer wieder von Neuem stellen und etwas dazugewinnen. Dann arbeiten wir eigentlich nämlich genau an unserem Auferstehungsleib. Dann arbeiten wir da. Ja, wir haben, wie gesagt, Hilfe dabei, natürlich, aber die individuelle Prägung, die können nur wir geben, die gibt uns niemand. Die macht nicht der liebe Gott für uns, die macht nicht der Christus für uns, sondern die müssen wir beisteuern. Und in dem Maße, in dem wir es tun, ist sie vorhanden. Und mit jedem Tod, durch den wir durchgehen, wird eine Schicht, wie soll ich sagen, dazugelegt oder eine Gestaltung dazugefügt zu unserem Auferstehungsleib. Also wir arbeiten daran.&lt;br /&gt;
=== Auferstehung setzt die geistige Freiheit voraus 01:59:28 ===&lt;br /&gt;
Und seht ihr, das ist das Problem, dass das, wie es scheint, bei den christlichen Theologen im Großen und Ganzen noch nicht zumindest erkannt wird. Das müsste man eigentlich sehen. Ich meine, vielleicht hat irgendwer schon was geschrieben, ich habe auch nicht sicher alles gelesen, was es darüber gibt, aber jedenfalls sehr bekannt ist es dann offenbar nicht geworden. Und da wären die Dinge drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das heißt ja natürlich, und das ist vielleicht auch das Ketzerische gerade drin, das heißt natürlich, Verständnis der Auferstehung, der wirklichen Auferstehung wird man nur finden, wenn man erkennt die geistige Freiheit des Menschen und die voraussetzt. Weil ohne die gibt es die individuelle Auferstehungsgestalt nicht. Die hängt damit zusammen mit der individuellen Gestalt, die sich der Mensch selber schöpferisch gibt, mit Unterstützung der Vatergottheit, mit Unterstützung des Christus, der diesen Weg als erster durchgegangen ist. Der vorbildhaft das durchlebt hat, die ganze Sache. Und der geradezu darum gefleht hat, dass er durchgehen kann durch diesen Tod. Und damit dieser einzigartigen Situation teilhaftig zu werden, durch den Tod zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einmal, das Wesentliche ist doch, dass vor dem Christus kein geistiges Wesen auch nur irgendeine Ahnung davon gehabt hat, was der Tod überhaupt sein soll. Was das ist. Man hatte keine Erfahrung. Ja natürlich auch die Vatergottheit nicht wirklich. Die ist im Hintergrund, die kennt das schon überhaupt nicht. Aber die Sohneskraft, der Sohn ist durch den Tod durchgegangen. Und was die Vatergottheit dazu gegeben hat, ist, dass sie dem Christus ermöglicht hat, diesen Auferstehungsleib zu bekommen, sich zu gestalten, sodass er dem Wesen des Christus entsprechend ist, diese Auferstehungsgestalt. Das, ja, wie soll ich sagen, die eigentliche, jetzt ganz individualisierte Gestalt des Christus ist die, die er auf Erden zumindest dann lebt, auf erster Stufe einmal, wo er als Auferstandener durch die Welt geht. Was ja nur eine begrenzte Zeit dauert. Dann geht er in eine größere Dimension, und für den Christus hängt seine Auferstehungsgestalt zusammen letztlich jetzt mit der ganzen Erde, mit der er sich verbunden hat. Und das wird natürlich noch größere Kreise ziehen, das Ganze. Das sind auch Zukunftsperspektiven.&lt;br /&gt;
=== Ahriman muss selbst durch den Tod gehen 02:03:03 ===&lt;br /&gt;
Ja, jetzt haben wir heute schon wieder einmal das mit den Sinnen nicht fertig gemacht. Vielleicht schaffen wir das das nächste Mal. Aber diese Dinge erscheinen mir jetzt ganz vordringlich wichtig, eben das zu sehen, auch im Zusammenhang mit dem Problem Inkarnation Ahrimans und dergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die Inkarnation Ahrimans hängt eben ganz stark damit zusammen, dass eben auch erstens einmal der, der der Bringer des Todes ist, wenn man so will. Also Ahriman ist, wenn man es abgekürzt sagt, er ist der durch die Welt wandelnde Tod. Das Interessante ist nur, er hat ihn selber noch nie erlebt. Er ist der Tod, aber er selber ist noch nie gestorben, nämlich als irdisches Wesen. Und das ist für die Entwicklung des Ahriman und für seine Zukunft eben ganz, ganz wichtig, dass er diese Erfahrung durchmacht. Und wo das sozusagen, dieses Todesprinzip auf die Spitze getrieben wird im Grunde. Der, der der Tod ist, geht durch den Tod. Und der, der der Tod ist, hat ihn aber selber bis jetzt noch nie erfahren. Und diese Erfahrung wird ganz wesentlich sein für die ahrimanischen Wesenheiten überhaupt, aber eben auch für die Menschheitsentwicklung wird es ganz entscheidend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, das Letzte, was wir uns wünschen könnten, ist, dass der Ahriman sich nicht inkarniert. Dann, dann bleibt etwas ganz Wesentliches in der Menschheitsentwicklung unerfüllt, und der Mensch könnte dann seinen Weg in der Art, wie es vorgesehen ist für ihn, also wirklich freies, ganz freies geistiges Wesen zu werden, was es bis dahin noch nie gab, das würden wir auch nicht erreichen können dann. Also dazu müssen wir immer wieder durch den Tod gehen, aber dazu muss auch der, der der Tod selber ist, der abgestellt wurde für diese Aufgabe, den Tod in die Welt zu bringen, muss er selber durch diese Erfahrung durchgehen. Das wird ganz wesentlich sein. Und das wird ein wesentlicher Schritt sein oder ein wesentlicher Ansatzpunkt sein, wo wir dann mitarbeiten können an der Erlösung Ahrimans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er steht ja natürlich auch in einer Entwicklung drinnen, und sie kriegt also einen ganz entscheidenden Schub, wenn er die Erfahrung durchmacht, was heißt es, Mensch zu sein und als Mensch, weil das eben zum Menschsein dazugehört, zu sterben. Also das heißt, durch den Prozess durchzugehen, den der Ahriman selber eigentlich bringt oder die ahrimanischen Wesen bringen, aber selber auch durch das durchzugehen und zu erfahren, gerade dadurch, dass darin die Wurzel zur Freiheit gegeben ist. Da ist die vollkommene Befreiung drinnen, also dass man sich ganz auf die eigene geistige Individualität stützen kann. Und wie gesagt, auch in dem vollendet sich das auch für den Christus. Dadurch, dass er durch den Tod durchgegangen ist, und in gewisser Weise sind wir Menschen ihm lange Zeit vorangegangen, weil wir immer wieder gestorben sind, allerdings halt ohne wirklich diese Auferstehung zu erleben, erleben zu können. Dazu musste der Christus auf die Erde kommen. Und dadurch eigentlich ist es erst möglich, dass wir jetzt nicht nur durch den Tod durchgehen, sondern dass es für uns der größte Antrieb wird, dadurch immer mehr unsere individuelle Freiheit zu entwickeln und uns auf uns selbst zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das beginnt also mit dem Mysterium von Golgatha als Möglichkeit, wirft sein Licht natürlich dann schon in die griechisch-lateinische Kultur hinein, in alles, was da entwickelt wird, in vielem lebt das schon drinnen, aber ist noch trotzdem auf einer vorbereitenden Stufe. Und wichtig wird jetzt für eine nächste Stufe sein, dass auch der Ahriman selber durch den Tod durchgeht. Also viel, viel später als der Christus, was auch gut ist, weil dadurch, durch das Erdenleben des Christus, eben der Mensch überhaupt erst die Möglichkeit bekommen hat, aus der Freiheit seiner Ich-Kraft heraus tätig zu werden. Das musste er erst lernen. Aber jetzt geht es um einen nächsten Schritt, der da ist, und wo wir für die Zukunft eben diese namentlich, also die ahrimanischen Mächte und vielleicht und hoffentlich in diesem Zuge auch der asurischen Kräfte, die ja zu gewinnen, oder einen Teil davon, es wird sicher nicht mit allen gelingen, aber einen Teil dieser ahrimanischen und vielleicht auch asurischen Wesenheiten, ja zu gewinnen als freie Mitstreiter einmal für die Zukunft.&lt;br /&gt;
=== Der Mut, die Freiheit zu ergreifen 02:09:35 ===&lt;br /&gt;
Weil das können wir ihnen geben. Dieses Beispiel können wir ihnen zeigen. Und das können wir ihnen zeigen gerade dadurch, also jetzt insbesondere Ahriman, wenn man es so jetzt global bezeichnen will, indem sich Ahriman inkarniert, indem er hier durch die Todeserfahrung in der Weise durchgeht, wie der Mensch durchgeht, und gerade daran erleben wird können, wie damit der Freiheitsgedanke, die Freiheit möglich ist. Eben weil der Ahriman dann erst verstehen wird, was wirklich mit dem Menschen passiert durch seinen Einfluss, dadurch, dass er den Menschen ja immer wieder tötet eigentlich. Ja, das alleine macht es natürlich nicht aus, dass wir frei werden. Wir müssen schon etwas selber tun daraus. Aber es ist immer wieder ein Anstoß dazu, selber, individuell, schöpferisch etwas beizutragen für unsere eigene Entwicklung, aber damit auch für die Weltentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Ahriman selber durch den Tod durchgeht, also das heißt, als Mensch geboren wird, sich inkarniert und damit aber zwangsläufig auch durch den Tod in gleicher Weise durchgeht, wie der Mensch durchgeht, dann wird ihm sozusagen ein Licht aufgehen, was er eigentlich an dem Menschen hat. Er wird dann erst so wirklich verstehen seine Aufgabe, die er hat für die Menschheit. In Wahrheit denkt man sich, ja, er ist Widersacherkraft, er kann uns mit so vielen Dingen das Leben schwer machen, und wir müssen uns immer wieder versuchen, vom Weg abzubringen, damit wir lernen, selber unseren Weg zu halten gegen alle Widerstände. Und eine erste bewusste Ahnung davon, was der Ahriman eben tut dadurch, dass er den Menschen immer wieder durch den Tod führt, und dass das eben der Weg zur Freiheit ist, dass das da dazugehört, dann wird er erkennen, dass das auch der Weg zu seiner Freiheit ist. Und dass er da eigentlich vom Menschen sehr viel annehmen kann, weil wir sind schon sehr viel länger diesen Weg gegangen, immer wieder, immer wieder. Wir haben also interessanterweise vom Tod und allem, was damit zusammenhängt, viel mehr Erfahrung als der Ahriman selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist interessant. Nämlich das, was die wirklich gewaltige, positive Wirkung des Ganzen ist. Die einzigartige Wirkung, die damit verbunden ist. Aber dazu ist wichtig, dass wir wirklich lernen, den Mut aufzubringen, uns ganz auf unsere Individualität zu stellen, nichts anzunehmen, was wir nicht aus unserer Individualität ganz bewusst in Freiheit nachvollziehen können. Nur das dürfen wir in Wahrheit als Wahrheit anerkennen. Nicht, weil es uns irgendeine Autorität sagt. Sei es irgendein Priester, sei es irgendein Politiker, natürlich am wenigsten wahrscheinlich, aber auch keine höhere geistige Wesenheit. Sondern dass für die Zukunft es immer wichtiger ist, dass wir es selber aus unserem Ich dadurch erkennen müssen, dass wir schaffend tätig werden aus unserem Ich.&lt;br /&gt;
=== Freie Imaginationen 02:13:30 ===&lt;br /&gt;
Damit werden wir das Geistige wirklich gewahr, wenn wir unsere eigene geistige Tätigkeit insbesondere einsetzen, um Imaginationen uns aufzubauen, um weiterzukommen, zu verstehen, was wir da aufbauen, weil das, was wir als Imagination selber ganz individuell, ganz aus der Freiheit aufbauen, Rudolf Steiner nennt es freie Imaginationen. Das ist wichtig für unsere Zeit, freie Imaginationen. Also das heißt nicht, jetzt stellen wir zehn Leute auf, und die sollen jetzt eine Johanni-Imagination beschreiben, und die muss bei allen genau gleich sein. Wenn sie das nicht ist, dann ist sie eine Fantasterei, eine Fantasie von jedem. Nein, die Johanni-Imagination, die gültig ist, ist die, die jeder Mensch individuell aus sich herausbringt. Wozu aber das zum Beispiel, was Rudolf Steiner gegeben hat dazu, was auch andere Menschen teilweise noch aus alten geistigen Erfahrungen als Anregung gegeben haben, eben uns Anregung sein kann, aber die Wahrheit, die Wirklichkeit offenbart sich nur dort, wo wir den Mut haben, selber gestaltend tätig zu sein. Das heißt, die Imagination selbst aus der Freiheit heraus zu gestalten, wo uns niemand sonst was darin hineinredet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ich das so ausführlich schildere, weil manche sagen, jetzt erzählt er die ganze Geschichte schon wieder, ich werde es wahrscheinlich immer wieder erzählen, von hunderttausend Seiten. Es geht darum, um den Mut, sich auf die eigene Geistigkeit zu stellen. Dadurch eröffnet sich der Zugang zur geistigen Welt. Das ist das, wo uns der Christus begleitet, wo wir ihm, wie soll ich das sagen, Freude machen, wenn wir das tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ja, natürlich, wir brauchen einen langen Erziehungsweg, uns stehen teilweise immer noch drinnen, auch unsere, zum Beispiel, unsere moderne Wissenschaft mit ihrem ganzen Materialismus, was ist sie? Im Grunde eine Vorbereitung, dass wir den Tod verstehen, dass wir den Ahriman verstehen. Und dass wir endlich einmal, dass der Groschen fällt, das Leben, die Seele, der Geist kommt von dort nicht. Also das heißt, die Naturwissenschaft erklärt uns eigentlich alles das, was nur der Tod ist in der Welt, und nicht das, was die Welt wirklich zur Entwicklung bringt. Aber das müssen wir halt in allen Phasen durchgehen. Darum großartig die Evolutionslehre, die versucht, die Entwicklung des Lebens auf Erden, die Entwicklung des ganzen Kosmos in Wahrheit, auf reine physikalisch-chemische Vorgänge und Zufall zu reduzieren. Das ist genial. Es ist so weit von der Wirklichkeit weg, dass man eigentlich in Wahrheit das sehr leicht dann durchschauen kann. Aber dazu muss das ganze System erst da sein.&lt;br /&gt;
=== Die Illusion durchschauen 02:16:46 ===&lt;br /&gt;
Wir sind offensichtlich noch nicht weit genug fortgedrungen, dass dieses Weltbild, das wir jetzt haben, in dem wir drinnen stehen, von dem sicher eine große Mehrheit der Menschen überzeugt ist, dass das zumindest eine relative Gültigkeit hat in gewisser Weise. Dass das im Grunde vollkommene Illusion ist, aber eine Illusion, die sich dann erst auflösen wird, wenn wir so weit sind, den Mut haben, uns auf uns selber zu stellen. Und wegzugehen von dem, ich muss das mit sinnlichen Augen alleine anschauen können und ich muss es objektiv betrachten können. Da darf nicht jeder seine eigene Anschauung dazu haben, sondern da müssen alle gleichgeschaltet werden. Alle müssen das gleich sehen. Dann haben wir sozusagen eine gewisse Beruhigung, dass das vielleicht der Wirklichkeit entspricht. Das ist aber genau das Verkehrte. Da sind wir in der Illusion drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirklichkeit ist dort, wenn wir ehrlich, aber eben wirklich ehrlich, nicht aus dem arbeiten, was wir irgendwo gelernt haben, durch Studium, durch Bücher und sonst was, sondern wo wir den Mut haben, uns in dem kleinen, winzigen Feld, wo wir uns halt bewegen können, etwas Schöpferisches herauszubringen. In der Anschauung der Welt, in der Begegnung mit einem anderen Menschen, wie auch immer, im Kleinsten wie im Größten. Aber dort, wo wir es nicht individuell ergreifen, sind wir im Lernraum im Grunde, in der Illusion. Dort sind wir nicht in der Wirklichkeit drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dazu gehört als Vorschulung, und bevor wir jetzt wirklich aufhören, weil wir sind schon wieder spät dran, dazu gehört die ganze Geschichte mit den Sinnen und mit dem übersinnlichen Erleben. Das gehört beides zusammen. Das beides hilft uns, die Illusion zu durchschauen und aus eigener Kraft zur Wirklichkeit durchzustoßen. Wir schauen nämlich in Wahrheit die äußere Welt deswegen auch als Illusion, weil wir im Geistigen nicht genug schöpferisch tätig sind. Wenn wir zum Beispiel so wie heute uns ein Bild von der Natur, von dem, was lebt in der Natur, schaffen, nach dem Muster der heutigen Naturwissenschaft, die im Grunde nur den Tod kennt, dann sind das genau die Kräfte, die alle überhaupt nichts zu tun haben mit dem, dass die Erde entstanden ist, dass das Leben auf ihr entstanden ist, dass eine Entwicklung möglich ist überhaupt. Da sind wir völlig in der Illusion gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen sie durchschauen, aber dazu muss die Illusion halt erst da sein, und sie ist jetzt in unserer Zeit massiv da. Da war vielfach das, was man in der Antike hatte, was in der Mythologie überliefert ist, obwohl das eigentlich schon Verfalls-, totale Verfallszeit ist, aber das war noch viel näher an der Wirklichkeit dran, als wir heute dran sind. Und da muss halt für den einen oder anderen, für den einen früher, für den anderen später, einmal der Groschen fallen, das zu durchschauen. Wenn man durch den Schleier durchkommt, dann kommt man in die Wirklichkeit hinein, und dann kommt man ganz zwangsläufig auch in die geistige Wahrnehmung hinein, weil die geistige Wahrnehmung ist ja nichts anderes, als dass man in der Wirklichkeit bewusst lebt.&lt;br /&gt;
=== Geistiges Mittun und Mitgestalten 02:20:36 ===&lt;br /&gt;
Wir leben heute großteils noch nicht bewusst in der Wirklichkeit, sondern wir träumen, wir schlafen. Wie es im Mysterium damals so schön heißt, die Maria, glaube ich, sagt das irgendwo, sie glauben nur zu wachen, weil sie immer schlafen. Es fällt uns gar nicht auf. Wir sind eigentlich gar nicht munter noch, im Großen und Ganzen, in vielen Dingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Anthroposophie soll aufwecken, soll uns dabei helfen, ohne uns aber irgendeine Vorschrift zu machen, wie wir denken müssen, wie wir die Dinge anschauen müssen. Sie kann nur Anregungen geben dazu. Aber das Eigentliche müssen wir selber finden. Darin liegt die Wirklichkeit. Wir als schöpferische Wesen tätig werden und dadurch das Wesen der Welt enthüllen auch. Zugleich mitgestalten auch. Das heißt, es gibt auch kein bloßes Wahrnehmen im Sinne, ich schaue mir die Welt halt einmal an, indem ich geistig wahrnehme, noch mehr als wenn ich es sinnlich wahrnehme, da ist es bis zu einem gewissen Grad auch so, aber ganz besonders beim geistigen Wahrnehmen, indem ich die Welt geistig wahrnehme, bin ich in der Wirklichkeit und wirke auch in ihr. Das heißt, ich verändere sie. Ich verändere die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, es macht für die geistige Welt einen riesigen Unterschied, ob wir geistig aktiv sind, geistig bewusst, ganz bewusst, wachbewusst wahrnehmend sind oder nicht. Wenn wir das sind, arbeiten wir bereits kräftig mit an der Gestaltung dieser geistigen Welt. Das heißt, wie die geistigen Wesen zueinander stehen, sich verhalten zueinander, da spielen wir dann eine bewusste Rolle mit, eine gestalterische Rolle mit. Um das geht es. Dann sind wir im ganzen Wirklichkeitsgeflecht als sehr wirkende Kraft darin tätig. Das wird sehr wesentlich gehen in dieser zweiten Hälfte der Erdentwicklung, wir sind eh schon über die Mitte hinaus, da immer wacher, mittätiger zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, das geistige Wahrnehmen, das geistige Schauen, da geht es nicht um irgend so, ich habe etwas gesehen, das ist ja alles erschmoren im Grunde. Es geht um ein geistiges Mittun, ein geistiges Mitgestalten. Aus diesem geistigen Mitgestalten kommt auch die geistige Wahrnehmung.&lt;br /&gt;
=== Mut zum eigenen Weg, auch mit Fehlern 02:23:18 ===&lt;br /&gt;
Ihr braucht mir nichts glauben, ihr werdet es wahrscheinlich in diesen Worten so nicht bei Rudolf Steiner finden, ich kann es nur in meinen Worten schildern. Es macht eben nur Sinn, wenn man es aus dem eigenen Erleben heraus schildert. Dazu möchte ich Mut machen. Sicher, man kann auch Fehler machen, dabei sind wir alle nicht gefeit, das hat Rudolf Steiner auch ganz deutlich betont. Auch die Geisteswissenschaft, die Anthroposophie ist keineswegs unfehlbar. Es geht nicht darum, dass das eine Lehre ist, die für die nächsten Jahrtausende, solange wir noch inkarniert sind, so den Buchstaben nach gültig ist. Da wird manches überbleiben. Wie Rudolf Steiner ja selber mal gesagt hat, was überbleiben wird, ist die Philosophie der Freiheit, zumindest vom Grundgedanken. Und das ist auch ganz klar, weil es geht in der Erdentwicklung um die Freiheit. Das heißt, da stehen die wichtigsten Dinge in einer gewissen Weise drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehört aber auch der größte Mut, diese Freiheit zu ergreifen. Also Mut dazu machen, das sollten wir uns gegenseitig Mut dazu machen. Auch wenn Fehler passieren. Ja, sie werden passieren, und wir werden halt lernen daran, aus diesen Fehlern. Und sie werden auch Leid in die Welt bringen, auch das wird passieren. Es passiert eh genug in der Welt sowieso. Aber vielfach, das ist das Tragische, dass vieles Leid geschieht, ohne dass, wie soll ich sagen, ein positiver Effekt daraus wirklich so herauskommt. Indirekt vielleicht schon, natürlich auch. Aber wo jedenfalls sehr viel mehr Verschleiß drinnen ist, wenn ich das so ausdrücken darf, als notwendig ist. Wo mehr Leid entsteht, als notwendig ist. Aber so wie wir durch den Tod durchgehen müssen, müssen wir auch durch Schmerzen durchgehen. Und zwar vor allem, wie soll ich sagen, durch seelische Schmerzen durchgehen. An denen lernen wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, aber meine Lieben, damit möchte ich es heute wirklich bewenden lassen. Ich danke euch fürs Dabeisein. Ich danke euch, die im Livestream dabei seid. Wir werden irgendwann das mit den Sinnen noch fertig kriegen, hoffe ich. Es begleitet mich ununterbrochen, aber es kommen im Umfeld so viele Sachen, die man klären muss, die, glaube ich, wichtig sind. Darum drehe ich mich jetzt seit langer Zeit immer da herum im Kreis um diese Sachen. Es geht darum, es einfach zu umkreisen und immer mehr ins Bewusstsein zu kriegen. Und vor allem immer mehr für jeden, es selbst anzupacken irgendwo. Selber die eigene Perspektive zu finden. Selbst wenn man vielleicht einmal was falsch sieht, das macht nichts. Da drinnen zu sein. Bis zum nächsten Mal. Danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renate:&#039;&#039;&#039; Danke dir, Wolfgang. Schöne Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Schöne Woche euch auch. Danke. Alles Liebe. Servus Ernst. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renate:&#039;&#039;&#039; Ich sehe keinen Kreis, sondern eine Spirale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Sehr gut. Gut. Passt. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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		<title>Die Apokalypse des Johannes - 322. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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[[Datei:322.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=fJxJq6IBy3c|thumb|322. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 7. Juli 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/fn0r3f9wotl3ts029cto5/321.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=wl8amhcohwv3esqxj5uzbflce&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 322. Vortrags vom 7. Juli 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Vorlage:Apokalypse_Vortr%C3%A4ge_als_Tabelle&amp;diff=32106</id>
		<title>Vorlage:Apokalypse Vorträge als Tabelle</title>
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2025: ab Folge 247. - bis 298&lt;br /&gt;
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&amp;lt;center&amp;gt;2020: Folge 1. bis 37. &lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 28. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|28]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 29. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|29]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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		<title>Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 320. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 322. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:321.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=FlopAeTG9rM|thumb|321. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 30. Juni 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/fn0r3f9wotl3ts029cto5/321.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=wl8amhcohwv3esqxj5uzbflce&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 321. Vortrags vom 30. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und der 13. Wochenspruch 00:00:38 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zur 321. Folge. Und wir starten los mit dem 13. Wochenspruch, entsprechend der 4. Juniwoche, so wie es hier steht, also in der ursprünglichen Fassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bin ich in den Sinneshöhen, so flammt in meinen Seelentiefen aus Geistesfeuerwelten der Götter Wahrheitswort. In Geistesgründen suche ahnend dich geistverwandt zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt ziemlich stark in den Sinneshöhen draußen, sage ich einmal, mit bei den Temperaturen, vor allem die es auch hat. Also es ist einerseits die Wirkung des Lichtes, es ist die Wärme, die einen sehr stark heraushebt. Also wir sind ziemlich draußen, sage ich einmal, in den Geistesfeuerwelten, aber auch äußerlich ist es relativ warm. Also es ist schwer jetzt, ganz bei sich zu bleiben, aber es ist eben genau diese Stimmung, die aber auch notwendig ist, um gerade in das Imaginative hineinzukommen. Man muss einerseits klare Bewusstheit haben, aber andererseits auch ganz aus sich herausgehen können. Das ist schwierig, das zusammenzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Grund, warum, obwohl eigentlich die Fähigkeit zur Imagination jeder praktisch heute hat, es doch nicht so viele Menschen schon erleben bewusst. Wenn man beides haben muss, man muss also die Präzision, die Klarheit, die Wachheit haben, die uns letztlich auch das Verstandesdenken und die klare sinnliche Beobachtung gegeben hat. Und wir müssen andererseits völlig loslassen können von uns selbst und einfach nur leben in dem, was auf uns zukommt. Und zwar ohne es begrifflich gleich zu fassen. Das ist ganz wichtig. Also in der Imagination ist das das Letzte, was passiert. Also dass man es begrifflich fasst. Das Schauen ist zunächst einmal, und das Schauen ist ja eigentlich ein Malen, haben wir gesagt. Also in der Imagination, es ist eigentlich, man muss das Bild selber gestalten, aber man muss es völlig freilassen von gedanklichen Erwägungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagen wir es einmal so, also ich habe eine bestimmte Anschauung von der Welt und die fließt halt dann ein in meine Gestaltung, in mein imaginatives Bild, das ich mir schaffe. Genau das darf eben nicht passieren. Dann komme ich nämlich nicht an die objektive Wahrheit heran oder an die Wirklichkeit besser gesagt heran, weil die Sache mit objektiv und subjektiv, das ist sowieso eine Schranke, die hier überschritten werden muss. Wir müssen beides zugleich haben. Wir müssen ganz außer uns sein, wir müssen, aber auch, wir werden das heute sehen, ich möchte es fertig machen mit den Sinnen heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben äußere Sinne, die gehen nach außen, da bewegen wir uns nach außen in die geistige Welt hinein oder in die Astralwelt von mir aus hinein, in die Ätherwelt hinein. Müssen wir schauen, wie man das unterscheiden lernt, wo wir uns gerade befinden oder wo wir uns bewegen. Aber wie auch immer, als Imagination, ganz deutlich unterscheiden, als Imagination, kann es uns nur bewusst werden, wenn wir die Imagination schaffen. Wenn wir sie also malen sozusagen, zeichnen, malen, wie immer, in Farben, in Formen sie gestalten. Aber sie muss unmittelbar aus dem Erleben herauskommen, sodass wir also das, was wir erleben an der Welt, sagen wir mal so, was uns berührt aus der Welt, und zwar durchaus vermittelt durch die Sinneswelt, aber was eben nicht unmittelbar immer der sinnliche Eindruck ist, sind vor allem das, was an Wesenheiten dahintersteht, die uns berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kann man sehr gut herankommen, wenn man sich einmal wirklich intensiv auch mit der Sinneswelt beschäftigt und sich einlässt darauf und trotzdem muss man sie dann fallen lassen. Und was dann überbleibt, sind die Elementarwesen, die höheren geistigen Wesenheiten, die uns begegnen drinnen, die in ein, wenn man so will, Gespräch mit uns kommen, in ein Geistgespräch mit uns kommen. Aber dass wir sie wirklich erleben, erfahren, dazu müssen wir selber aktiv werden. Sonst erleben wir sie einfach nicht. Sonst haben wir nur einen gefühlsmäßigen Eindruck. Da ist etwas. Da ist sicher wichtig, dieser Eindruck, aber wir müssen zu mehr Klarheit kommen. Aber zu dieser Klarheit kommen wir, wenn wir also jetzt ganz hineingehen in dieses, wie soll ich sagen, seelenkünstlerische Gestalten der Imagination.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, das, was uns berührt, dass wir es an Sinnesqualitäten, aber auch an Gefühlsqualitäten, die wir erleben, dass wir das in ein Bild fassen, das aber jetzt nicht einfach nur unser Gefühl ausdrückt, sondern das die Wesenheiten selber ergreift, beschreibt sie, zeichnet sie, malt einfach in gewisser Weise. Ich weiß, das ist jetzt sehr schwierig nachzuvollziehen, aber so ist es halt einfach bei den Imaginationen. Es ist einfach einerseits so was ganz Naheliegendes und so Selbstverständliches, aber es ist andererseits für uns heute immer noch sehr ungewohnt, uns darin zu bewegen, in diesen Imaginationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Loslassen des Eigendenkens 00:07:11 ===&lt;br /&gt;
Wir haben ja schon einiges besprochen, ausgehend eben von den zwölf Sinnen des Menschen, wobei wir eben unterscheiden müssen zwischen den äußeren und den inneren Sinnen, also sieben äußere Sinne im Wesentlichen und fünf innere Sinne, die wir haben. Beide spielen bei der Imagination eine große Rolle. Nämlich nicht die Sinne als solche, sondern die seelischen Bewegungen, die damit verbunden sind. Was uns die Organe dazu schafft, wahrzunehmen, entweder sinnlich oder, wenn man so will, übersinnlich, sprich imaginativ, wobei imaginativ durchaus ein traumbildähnliches Bild ist, das allerdings heute ganz bewusst geschaffen sein sollte, das also nichts Visionäres hat, das uns nicht überfällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, ich habe das schon sehr, sehr oft gesagt, aber man kann es nicht oft genug sagen. Vielleicht ist dann hier und da mal eine Variante dabei, wo ein zündender Funke kommt, was man sich wirklich darunter vorstellen kann. Ich versuche es von immer wieder neuen Ecken zu beleuchten, immer wieder es neu zu formulieren, damit man es einmal fassen kann. Es ist ja so schwer, etwas zu fassen, von dem man jetzt vielleicht gedanklich weiß, es ist da, von dem wir gelesen haben in den Vorträgen von Rudolf Steiner oder vielleicht von anderen Menschen gehört haben davon auch, aber wie fasse ich es wirklich, wie komme ich wirklich jetzt dazu, es zu erleben, es zu erfahren, es ganz klar zu erfahren und ganz bewusst zu erfahren und trotzdem auf der ersten Stufe ganz loszulassen das Eigendenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig. Das Eigendenken umfasst vor allem nämlich einmal alles das, was wir gelernt haben, was wir studiert haben, was wir uns angeeignet haben, was wir von mir aus auch bei Rudolf Steiner gelesen haben, aber das müssen wir sofort vergessen, wenn wir es selber imaginativ wahrnehmen wollen. Das müssen wir völlig ausblenden können, das ist die große Schwierigkeit, weil sonst besteht die Gefahr, dass wir uns ein verfälschtes Bild bauen, weil die Wahrnehmung ist trotzdem etwas anderes als, wie soll ich sagen, die Vorstellung, die wir uns bilden anhand der Begriffe, die wir gelernt haben. Also die Vorstellung, wo wir einerseits natürlich sinnliche Qualitäten hineintragen, müssen wir sogar hineintragen in gewisser Weise in die Imagination. Das ist das Paradoxe, es ist ein sinnlich-übersinnliches Wahrnehmen in gewisser Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden dann noch sprechen davon, wie man sich herantasten kann, also wie man zum Beispiel an die Qualität des Lichtes herankommen kann, wirklich des Lichtes, also des wesentlichen Teils, das eigentlich ein geistiges Licht ist, das aber die Voraussetzung ist, dass wir uns Imaginationen bilden können, und sie sind doch aber nicht einfach das, was wir äußerlich als Licht wahrnehmen. Das heißt, wir müssen eigentlich im Grunde in eine Meditation, wenn man so will, hineingehen, wo wir das äußere Licht ausschalten und innerlich zu einem Lichterleben kommen. Und noch dazu zu einem Lichterleben, das aber jetzt nicht einfach Erinnerung an etwas ist, was wir sinnlich erfasst haben, sondern wo wir uns aus innerer Kraft ein gewisses Licht aufbauen. Also ein Geisteslicht aufbauen. Ich kann es auch nur in Worte fassen, die es halt wieder mit unserem äußeren Sehen vergleichen in gewisser Weise, und trotzdem ist es anders. Aber genau dieses Andere kann man im Grunde nicht beschreiben, man muss es erfahren selber. Dann weiß man, was gemeint ist. Ansonsten ist immer wieder die Gefahr da, dass große Missverständnisse auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und das sinnlich-übersinnliche Schauen 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Also das nur als Einleitung zu dem Ganzen. Also dieses Sinnliche, Übersinnliche, zwischen beiden Welten zu gehen. Also wenn man nimmt, Goethe konnte im Sinnlichen das Übersinnliche zwar nicht schauen eigentlich, aber doch miterleben. Das ist eine ganz eigene Art, die so den Übergang irgendwo bildet, die er hatte. Etwas, was ganz, ganz wichtig ist, um die Natur zu verstehen. Also Goethe ist vielleicht der größte Eckpfeiler, der größte Eingeweihte kann man sagen, der uns lehren kann, unmittelbar dieses imaginative Schauen im Wahrnehmen der Natur. Dieses sinnlich-übersinnliche Schauen. Das, was Rudolf Steiner dann gibt, geht noch weit darüber hinaus, baut auch auf der Basis aber ganz deutlich auf von dem, was Goethe gegeben hat. Eben in seiner Metamorphosenlehre, aber auch in seiner Farbenlehre, wo er ja ganz deutlich zeigt oder andeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, wie viele Menschen das wirklich genau, konkret verstanden haben, aber was wir als Farben erleben, ist eigentlich schon auch ein nicht nur Sinnliches, sondern vor allem auch ein Übersinnliches Erleben. Jede Farbe hat eine, die wir sinnlich erleben und die wir als Rot, Blau und so weiter bezeichnen, hat eine übersinnliche Qualität. Und wenn wir nur die äußere Farbe sehen, dann fehlt ein ganz wesentlicher Teil. Dann fehlen also diese ganzen elementaren Kräfte, diese elementaren Wesen, die dahinterstecken, die das Eigentliche der Farbe ausmachen. Also, weiß ich nicht, der Farbe Rot, die uns bedrängend ist, die auf uns zukommt in einer gewissen Weise, wobei es aber wirklich sehr davon abhängt, genau welche Farbnuance es ist. Und dahinter steckt aber eine Willenskraft von Elementarwesen, die dahinterstecken. So schön wird es ja, Rudolf Steiner schildert da dann mit einem Regenbogen zum Beispiel. Also die Regenbogenfarben, die dahinterstehen, wie da die Elementarwesen tanzen eigentlich. Und die machen die Farben. Also, wenn man das jetzt rein nüchtern, physikalisch, äußerlich betrachtet, so ist das eine völlig abstrakte Geschichte, die der eigentlichen Wirklichkeit, die dahintersteckt, nicht annähernd gerecht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine Naturwissenschaft, sondern Technikwissenschaft 00:14:41 ===&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem, wie der Nebensatz, ich habe es ja in letzter Zeit öfters erwähnt, wir haben im Großen und Ganzen keine Naturwissenschaft heute. Jedenfalls die akademisch betriebene Naturwissenschaft, die in den Forschungseinrichtungen da ist, ist eine alleinige Technikwissenschaft in Wahrheit. Und diese technischen Prinzipien werden jetzt gedanklich übertragen auf die Natur irgendwo. Und man glaubt damit die Natur zu erklären und versteht dadurch die Natur überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe es in den letzten Vorträgen immer wieder erwähnt, weil wir ja auch jetzt mit unserem Bewusstseinsseelenzeitalter absolut im tief ahrimanischen Zeitalter drinnen stehen. Mit dem Nachsatz, ganz bewusst sollen wir uns in diesem Zeitalter, in der ganzen Kulturepoche mit dem Ahriman auseinandersetzen, insbesondere. Natürlich die Auseinandersetzung mit Luzifer nicht vergessen, aber wir müssen uns jetzt so stärken, dass wir mit den ahrimanischen Kräften so gut umgehen können, dass wir sie erlösen können. Das heißt, dass wir dem Ahriman zeigen, was wir mit dem, was richtig durchaus auch ist in dem, was er uns bringt, nämlich mit den Todeskräften, die drinnen sind, wie man die aber überwinden kann. Im Denken auch. Und dass wir dann kommen zu einem wirklich lebendigen Denken, zu einem lebendigen Denken, das aber zugleich eine Erfahrung gibt des Lebens in der Natur draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, weil heute, wie studieren wir heute das Leben? Wir studieren die äußere, sinnlich-physische Erscheinung, in der sich natürlich irgendwo zeigt, äußert das Leben. Aber wenn wir glauben, dass alles das, was wir daran messen, wägen, bestimmen können oder auch in Farben sehen können, dass das alleine schon, wenn wir es äußerlich, sinnlich nur betrachten, dass das uns irgendeine Vorstellung vom Leben gibt, dann sind wir auf dem Holzweg. Ich meine, das Leben ist eben auch nicht die noch weitergehenden, obwohl durchaus ganz klar wissenschaftlich zu beweisenden Tatsachen mit DNA, also Genetik drinnen, was da drinnen ist. Das ist alles, wir haben das in uns. Aber das ist nicht das Leben in uns, das ist nicht das, was das Leben bestimmt in uns, sondern das ist der Tod, der in uns lebt oder wirkt oder arbeitet, besser gesagt. Das ist der Ahriman im Wesentlichen, der in uns arbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synthetische Arzneimittel und das Tote im Organismus 00:17:23 ===&lt;br /&gt;
Und so ist es bei den synthetischen Arzneimitteln, die heute geschaffen werden. Natürlich, sie bewirken etwas in uns, sie bewirken etwas in uns, insofern wir eben ein rein physischer Organismus sind. Sie fördern das Leben in uns nicht, aber sie können dazu helfen, gewisse stoffliche, physische Unzulänglichkeiten in unserem Organismus, naja, wie sage ich das jetzt vorsichtig, dort einzugreifen, auf jeden Fall etwas vielleicht in eine bessere Richtung lenken, gewisse Fehler, gewisse zu starke Todesprozesse zumindest auszuschalten oder zurückzudrängen in unserem Organismus, aber trotzdem ist es nur eine Arbeit mit dem Toten in uns. Nichts von Leben ist drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist von wenigen Menschen abgesehen in unserer Zeit, in unserer Kulturepoche überhaupt, kein Verständnis für das wirkliche Leben da. Und am allerwenigsten in der Medizin, in der Biologie, in all diesen Fächern, die sich wissenschaftlich mit dem Leben beschäftigen, ist keine Ahnung davon da. Ich sage das bewusst so krass, ich bin mir bewusst, dass man damit natürlich sehr leicht jetzt angeprangert werden kann, dass man völlig verrückt ist irgendwo oder dass man, wie heißt es heute, ein Schwurbler ist, der in die falsche Richtung geht und Fantastereien erzählt. Ja, mag ja so sein, dass viele das so empfinden werden und so verstehen werden, weil wenn man in unserem Erziehungssystem, in unserem Bildungssystem, namentlich in unserem akademischen Bildungssystem heute aufgewachsen ist, groß geworden ist, damit hineingewachsen ist in dieses System, kann man sich die Welt eigentlich gar nimmer anders vorstellen. Und einer, der das noch konnte, war Goethe zum Beispiel. Der konnte das. Und er konnte imaginativ die Dinge schauen eigentlich in Wahrheit. Zugleich sinnlich und zugleich imaginativ. Er konnte beides verbinden. Es war ganz eng miteinander. Und das ist gerade der angemessene Zugang zum Sinn, das sinnlich-übersinnliche Schauen. Das ist der Zugang heute zum Weltverständnis in unserer Kulturepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiler statt Registrierungsinstrumente 00:20:26 ===&lt;br /&gt;
Also ein nur Sehen des Sinnlichen und das Erklären dann durch, wie soll ich sagen, stoffliche, physikalische, chemische Vorgänge, das führt völlig weg vom Verständnis des Lebens. Das führt völlig weg von einem Verständnis, dass es überhaupt so etwas wie Geist oder Seele geben kann. Sehen wir ja in Wahrheit auch, es sind ganz wenige Wissenschaftler, Naturwissenschaftler namentlich, die mit diesen Begriffen irgendwas anfangen. Es sind Ausnahmen. Und selbst dort, wo die Ausnahmen da sind, ist es selten so, dass es aber jetzt wirklich konkret wird, wie es einerseits schon im Ansatz bei Goethe da war und wie es konkret dann dargestellt wird bei Rudolf Steiner. Und woraus dann auch wirklich Heilverfahren und dergleichen entwickelt werden, die wirklich das Leben fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich sage das ganz bewusst, auch trotz dem, dass ich jetzt nicht behaupten will, also die anthroposophischen Medikamente sind alle Wundermittel, die alles lösen können, was die äußere Medizin nicht löst. Ich meine, die äußere Medizin kann manches lösen, was daran liegt, was liegt an den Todesprozessen in uns. Und da kann eine gewisse Änderung in dem Toten in uns werden. Das eigentliche Beleben muss aber dann noch dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, man denke nur an so Sachen wie moderne Krebsbehandlung oder was, das ist so ein extremes Beispiel. Ich meine, da arbeitet man einfach, indem man dieses ja, tatsächlich beim Krebswachstum überwuchernde, aber nicht gestaltende Leben, sondern dieses blindwuchernde Leben, also eine Entartung des Lebensprozesses eigentlich. Also damit ein eigentlich in Wahrheit ein ganz starker Todesprozess, der drinnen ist. Weil das in uns entwickelt sich so lange, bis eben wirklich der Organismus dem Tode zugeführt wird. Das sind diese Kräfte, die darin wirken. Und das sind aber Prozesse, die in uns notwendig sind. Sie müssen im richtigen Gleichgewicht drinnen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir haben in uns, ich möchte das nur erwähnen, ich habe ja schon öfter darüber gesprochen, wir haben zum Beispiel in uns drinnen einen ganz, ganz starken Zerstörungsherd, wo Stoffliches wirklich ins Nichts geworfen wird. Stoffliches ins Nichts geworfen wird. Nur im gleichen Maß entsteht also Neues Stoffliches. Und die Frage ist also, wer an diesem Erschaffen des Neuen Stofflichen in uns mitwirkt. Ob es höhere Kräfte sind, beziehungsweise wir auf dem Weg sind, es selbst zu sein, oder ob halt andere Mächte, die Widersacherkräfte, mitwirken daran. Da gibt es also so viele Dinge, die weit über das hinausgehen, von dem heute die Naturwissenschaft auch nur oder die Medizin, die naturwissenschaftlich ausgerichtete Medizin nur irgendeine Ahnung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, ich verstehe das voll und ganz, dass die das als einfach völligen Unsinn betrachten werden, worüber wir da jetzt reden. Das muss einem ganz klar sein. Das liegt aber nur an der Art, dass heute gerade die Wissenschaft im weitesten Sinn, auch die wissenschaftlich betriebene Medizin, was im Grunde ein Widerspruch in sich selbst ist. Wir bräuchten Menschen, die wirklich Heiler sind. Damit meine ich nicht nur, dass irgendwelche Formeln herunterbeten oder was, oder wie man sich das halt so vorstellt. Dann wird gleich noch einmal die Steigerung kommen. Sind die jetzt ganz verrückt geworden, dass irgendwer ein Gesundbeter oder so was kommt? Nein, es geht darum, dass Menschen da sein müssen. Die können sehr viel tun. Sie können Heilmittel verschreiben, alles. Aber das Wichtigste, was sie ist, sie müssen den anderen Menschen in ihrer Individualität, in ihrer Schicksalskonfiguration eigentlich erfassen. Vielleicht nicht ganz bewusst, weil die guten alten Hausärzte konnten das. Und heute kann es, wenn man ehrlich ist, wenn man sich herumschaut, sehe ich wenig Ärzte, die das können noch. Die schauen lieber hinein in den Blutbefund und die anderen Befunde, die irgendwelche Maschinen gemacht haben, die die ganzen Bilder aus den Scannern und so weiter studieren, soll ja alles sein. Ich will das jetzt gar nicht verteufeln, aber es ist eine ganz krasse Einseitigkeit. Und die Einseitigkeit ist darin, dass sie uns keine Anregung gibt, wie wir das Leben so fördern können, dass es damit fertig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der hygienische Okkultismus 00:26:41 ===&lt;br /&gt;
Nämlich, wie können wir die Selbstheilungskräfte des Menschen so aktivieren, dass sie das, was problematisch ist in ihnen, was ja nicht zufällig kommt, sondern was auch natürlich mit karmischen Dingen zusammenhängt, mit allem Möglichen zusammenhängt, vor allem aber mit der seelisch-geistigen Konfiguration des Menschen zusammenhängt. Es gibt keine anderen wirklichen Gründe dafür. Natürlich, es gibt Bakterien, Viren, alles Mögliche. Wie der Mensch darauf reagiert, wie er damit umgehen kann, hängt von seiner seelisch-geistigen Konstitution ab. Von nichts anderem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber haben wir schon öfter gesprochen und Rudolf Steiner hat das so deutlich gesagt und hat das genannt, den hygienischen Okkultismus. Wir sollten uns jetzt vorbereiten, aus seelisch-geistigen Kräften heraus die Krankheiten prophylaktisch schon zu verhindern, einzuschränken, Kräfte zu entwickeln, von der seelisch-geistigen Seite mit diesen Dingen fertig zu werden. Und wenn Medikamente gegeben, dann eben keine, die aus dem Toten kommen, die aus der Chemiefabrik sozusagen kommen, sondern die bestimmte Naturkräfte wecken können, die in manchen Heilmitteln von manchen Heilpflanzen und so weiter, wenn sie gut zubereitet sind, als Unterstützung gegeben können, weil dort eben auch die entsprechenden Lebenskräfte, ja sogar entsprechende Seelenkräfte unter Umständen, astralische Kräfte mitwirken, die diese Heilung bewirken, die unsere Seele anregen, dass sie selbst heilend wirken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eigentlich der Schritt, den wir in der näheren Zukunft machen werden. Rudolf Steiner betont ganz deutlich, dass gerade diese Dinge, also Heilung auf dieser ganz anderen Basis, eben auf Basis dieses hygienischen Okkultismus, wie er es nennt, das ist natürlich für Außenstehende jetzt wieder ein Reizwort, Hygiene weniger, aber Okkultismus auf jeden Fall einmal, das kann ja nur etwas Verkehrtes sein. Dabei heißt es ja nur, dass es Kräfte sind, die für die äußere Wahrnehmung verborgen sind. Das heißt okkult im Grunde, also verborgen für die äußere sinnliche Wahrnehmung, verborgen auch für das, was wir mit Messinstrumenten registrieren können. Besser gesagt, wahrnehmen ist ja gar nicht das richtige Wort, sondern die wir registrieren können. Wir sind heute aber sehr, sehr stark darin, den Menschen selber nur mehr zu einem solchen Registrierungsinstrument zu machen. Das heißt, ganz im Äußeren zu bleiben. Und da geht die Sinneswahrnehmung dann eigentlich in was Übles über, wenn sie nicht das Tor ist auch zur übersinnlichen Wahrnehmung. Dieses Tor, das sich kurz vor Beginn der ägyptischen Zeit geschlossen hat, das aber jetzt seit Beginn des 20. Jahrhunderts in unserer Kulturepoche offensteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mensch als lebensfördernde Kraft in der Natur 00:29:36 ===&lt;br /&gt;
Und das heißt aber auch, das sind Kräfte, die wir dringend und schnell lernen sollten zu ergreifen, mit ihnen umzugehen, mit ihnen tätig zu werden und mit ihnen unsere ganze Kultur und auch unsere Agrikultur, unseren Umgang mit Agrikultur bezeichne ich jetzt einmal ganz im Großen überhaupt, unseren Umgang mit der Natur. Also nicht nur, dass wir Landbau betreiben oder was, sondern wo wir wirklich als gestaltende, bewusst gestaltende Kräfte in die Natur überhaupt eingreifen. Weil die Natur das braucht. Ganz im Gegenteil wieder zu dem, was vielfach heute vermutet wird, wo man den Menschen nur als Zerstörer der Natur sieht. Tatsächlich ist ja was Richtiges dran, wie wir es heute zu einem großen Teil sind, aber nur die Natur stirbt auch ohne uns. Und sie würde noch schneller sterben, wenn wir nicht lebensfördernde Kräfte in die Natur einbringen. Und die können wir nur einbringen durch unsere geistigen Kräfte, die wir entwickeln, durch unsere seelisch-geistigen Kräfte, die wir entwickeln. Und wo wir zugleich eben auch ein gewisses Wahrnehmungsvermögen haben für das Geistig-Seelische, das in der Natur wirkt. Wo wir dann also in Resonanz damit treten können, wo wir beginnen können, dort einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nämlich der große Lernprozess, den wir jetzt durchmachen sollten, müssen, wenn wir der Erde noch eine genügende Lebensspanne geben wollen. Dass all die Dinge auf ihr noch entwickelt werden können. Dass sie zum Leben gebracht werden können. Die erst so richtig zum Leben gebracht werden können, eigentlich schon in der sehr stark absterbenden Epoche der Erde, wo wir selbst nicht mehr auf Erden verkörpert sein werden. Wo die Erde, also wenn der Mensch nicht da sein würde, in einen noch rapideren Verfallsprozess treten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir müssen aber sehen, ja, die Erde ist in einer Absterbephase, das ist richtig. Aber wir sind knapp über die Mitte der Erdentwicklung drüber. Es sind noch riesige Aufgaben zu leisten für die Erde, als Erdenwesen, das es ist. Und wenn diese Aufgaben nicht geleistet werden, dann wird die nächste kosmische Entwicklungsstufe, das neue Jerusalem im Großen, was Rudolf Steiner als den neuen Jupiter bezeichnet, dann sehr eingeschränkt nur sich entwickeln können. Also das ist ganz entscheidend. Und dass die Erde nicht frühzeitig ihre Lebenskräfte verliert, das heißt ihre Gestaltungskräfte verliert, weil eben die Gestaltung der Erde bei Weitem noch nicht zu Ende ist, sondern dass da noch ein sehr lebendiges, ein seelisch reiches Weitergestalten der Erdenwelt notwendig ist. Das wird aber nur möglich sein in einer fruchtbaren Weise, wenn wir ganz energisch daran arbeiten. Und vor allem eben daran arbeiten, wenn wir nicht mehr inkarniert sind. Nur bis dahin müssen wir alles das gelernt haben. Hier während unserer letzten physischen Verkörperungen, da haben wir noch eine Weile vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulturepoche der Brüderlichkeit 00:33:22 ===&lt;br /&gt;
Wir sind ja durchaus noch nicht in der letzten Kulturepoche drinnen. Wir haben noch die nächste Kulturepoche vor uns, also die Kulturepoche der Brüderlichkeit, wenn man so will, oder der Geschwisterlichkeit, wie immer man es nennen will. Also der Epoche eigentlich, wo eine Hochblüte entstehen sollte dessen, dass der Mensch seine geistige Kraft benutzt, um der Welt und den anderen Menschen zu dienen. Nämlich den anderen Menschen insofern, als sie auch dann durch das, was wir ihnen geben können an Anregungen, bitte immer Anregungen, nicht mehr irgendwelche Patentrezepte, nicht ein Schulungsprogramm, das man in einem Kurs lernen kann, sondern wo man eigentlich durch das, was man sich selber erarbeitet hat im seelisch-geistigen Bereich, indem man das in die ganze Aura hinein geben kann, in der es lebt und wo die anderen Menschen es von dort als Anregung empfangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, dann werden es nicht einmal mehr nur die Worte sein, die vielleicht etwas wecken in dem anderen Menschen, sondern einfach unsere Anwesenheit, die Begegnungen, die stattfinden, wo Mensch dem Menschen begegnet, vielleicht muss man nicht einmal ein Wort wechseln miteinander, sondern man geht aneinander vorbei und es passiert etwas dabei, es passiert ein Austausch, eine Anregung da. Also das sind jetzt natürlich schon fast größenwahnsinnige Dinge, die ich da schildere, ich weiß es, aber den Mut dazu, das zumindest für denkmöglich zu halten und dass wir dabei wirklich mitarbeiten könnten, das sollte man uns zu Gemüte führen. Das ist das, was ich verstehe unter Apokalypse. Offenbarung unter anderem der Kräfte, die wir entwickeln können und die, wenn wir sie nicht entwickeln, fatal werden sein für unsere Erdentwicklung. Für unsere Erdentwicklung und damit aber eben auch für die künftigen Entwicklungsstufen unserer Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Götterprojekt Mensch: ein offenes Werk 00:35:48 ===&lt;br /&gt;
Wir sind halt einfach jetzt einmal in der Entwicklungsstufe, in der wir drinnen sind, an einer entscheidenden Stelle, die also entscheidet wirklich über die Zukunft, ob dieses, ja wie soll man sagen, dieses Götterprojekt Mensch gelingen kann oder nicht. Es ist ja nämlich gar nicht gesagt, dass dieses ganze Werk gelingt. Das ist ja die große Sache, dass es im göttlichen Weltenplan eben drinnen liegt, dass zwar gewisse Linien vorgezeichnet sind, ein Ziel in gewisser Weise angestrebt wird. Ein Ziel, das aber eben im Grunde nur heißt, der Mensch soll als erstes freies Wesen, das in die Welt gestellt ist, also außerhalb des Göttlichen unmittelbar, sondern wo das Göttliche selbst im Ich des Menschen in voller Freiheit wirkt. Also dieser göttliche Funke in uns, in unserer eigenen Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir können also diese Aufgabe verschlafen. Wir können die Kräfte missbrauchen. Das geht aus der Freiheit heraus. Wir können also tatsächlich daran auch mitwirken, dass wir hohe geistige Kräfte, die höhere Hierarchien bis hinauf zum Göttlichen in die Welt gegeben haben, dass wir sie missbrauchen und den Widersachern übergeben, in die Hände spielen in gewisser Weise. Oder wir können das tun, was eigentlich von uns erwartet wird, schöpferisch eigene Kräfte entwickeln. Und das ist das, auf die diese Weltentwicklung durch diese ganzen kosmischen Entwicklungsstufen vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand, also diese sieben, wie soll man sagen, Verkörperungen unseres Erdenkosmos, unserer Erde, was da der Bogen ist, der sich durchzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können eben dafür sorgen, dass dieses göttliche Werk gelingt und ab da es möglich ist, dass geistig freie Wesen Mitgestalter sind des Ganzen, dann wird die Welt eine unglaubliche Bereicherung erfahren, oder es wird etwas Zerstörerisches haben, wenn wir diese Kräfte, die wir entwickeln können aus uns und indem wir ein freies Ich bekommen haben, entwickelt im Grunde jeder Mensch etwas davon. Aber die Frage ist, gibt er das in die Hände der Widersacher oder vereinigt er es mit den göttlichen Kräften und mit ihnen zusammen, ja, eine Zukunft zu gestalten, wie sie bisher nicht möglich war. Natürlich, also die Entwicklung ab dem alten Saturn bis heute zielt schon dorthin in gewisser Weise, aber ob das Werk gelingt oder nicht gelingt, liegt mit in unserer Hand und es liegt jedenfalls nicht allein mehr in der göttlichen Hand, dass es gelingen wird, sondern es ist offen. Es ist offen. Es ist absolut offen, diese Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist die Dimension, über die wir sprechen und ich weiß, die ist so groß, dass man entweder sagt, das ist eine völlige Fantasterei und vor allem ist es eine Fantasterei, dass wir mitarbeiten könnten daran. Und es ist ganz klar, dass wir noch sehr, sehr viel lernen müssen, sehr viel Erfahrungen sammeln müssen und sehr viel aus dem schöpferischen Haus sehr viel entwickeln müssen, wenn das gelingen soll. Das ist ganz klar und wir haben im Prinzip die Zeit dazu. Das ist also alles möglich zu entwickeln innerhalb dieser sieben kosmischen Entwicklungsstufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können aber auch vor der Hürde zurückzucken und sagen, das können wir sowieso nie schaffen und überhaupt, das ist sowieso völlig verrückt, die ganze Sache. Also wenn uns das zugemutet werden sollte, das kann nur eine Verrücktheit sein, wir ziehen uns zurück. Wir, in der Verbindung mit den Widersacherkräften gestalten können und das ist aber der Weg, der nur mehr zum Toten führt. Der zu einer, vielleicht perfekten Totenwelt führt, tot im Sinne von heute, als Vergleichsbild ein perfektes Uhrwerk, das abläuft, das aber bar jeder wirklichen Schöpferkraft ist und damit bar des Geistigen in Wahrheit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Rückzug der Vatergottheit 00:41:34 ===&lt;br /&gt;
Das ist also eine große Weichenstellung, die da ist und eine solche Weichenstellung gab es in der Vergangenheit noch nicht. Das hat begonnen eben so ganz leise und zart einmal mit dem alten Saturn, wo sich die Vatergottheit zurückgezogen hat, die, soweit wir das also erahnen können, die eigentliche Gestaltungsmacht war von Ewigkeit zu Ewigkeit in gewisser Weise und trotzdem aber jetzt ganz sich zurückgezogen hat. Sie ist ja da, sie hat nichts verloren von ihrer Gestaltungskraft, von ihrer schöpferischen Fähigkeit, natürlich nicht. Sie hat immer wieder sogar selber dazugelernt mit jedem Schöpfungsschritt, den sie vollzogen hat und trotzdem hat sie sich zurückgezogen und ja, ist der tragende Grund zur Zeit, also im Hintergrund und ist nicht tätig. Also so, wie das eben dann schon Johannes Scotus Eriugena formuliert hat, also die nicht geschaffene und nicht schaffende Wesenheit ist die Vatergottheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigt, ich musste kurz wieder da bei der Hitze mich anmelden zwischendurch, sonst bestünde die Gefahr, dass ich nicht mehr übertragen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also das ist eine ganz große Sache, also das heißt, den Horizont, den uns Rudolf Steiner mit seinem Werk eröffnet hat, ist das ahnend irgendwo zu überschauen, wie die Entwicklung gelaufen ist in der Vergangenheit, was in der Zukunft möglich sein kann, wo wir aber halt sehr stark mitwirken müssen, dass es Wirklichkeit wird, dass es eben zu wirken beginnt in der Welt oder eben nicht. Das heißt, die Zukunft der Welt liegt in unserer Hand, so wie sie in der Hand des Christus liegt und in der Hand des Christus eben insofern liegt, als er Mensch geworden ist auf Erden und damit eben teilhat an dieser ganzen Möglichkeit, wirklich ganz frei zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, etwas, wo ja natürlich schon, indem sich die Vatergottheit schon im Grunde auf dem alten Saturn oder sogar bevor der ganze alte Saturn wirklich in Schwung kam oder zumindest fertig war, das ist so sehr schwer zeitlich zu bestimmen, weil Zeit, wie wir sie heute verstehen, eben wir maximal bis dorthin irgendwo ahnend zurückverfolgen können. Das ist überhaupt schwer, das Rätsel der Zeit zu lösen, wissen wir, das hat sich ja der Augustinus sehr schwer getan damit und wo er ja selber gesagt hat, er versteht es, solange er nicht darüber nachdenkt, wenn er darüber nachzudenken beginnt, versteht er es nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein höheres Erkenntnisvermögen jenseits des Verstandes 00:45:00 ===&lt;br /&gt;
Gleich, Nachsatz dazu, wichtiger Satz dazu, hängt auch damit zusammen, dass wir ein neues, höheres Erkenntnisvermögen entwickeln müssen, wenn wir die Zukunft bewältigen wollen, das weit über dem steht, was uns unsere Verstandeskräfte geben. Also das, was an Logik zum Beispiel in die Welt gekommen ist, das was so eine große Blüte hatte, eine wirkliche Blüte hatte in der griechisch-lateinischen Zeit, was jetzt aber im Grunde in Wahrheit im Verwelken ist, im Verdorren ist, obwohl es scheinbar eine noch größere Blüte hat, weil wenn man denkt, was heute an Verstandeskräften benutzt wird in der Welt, wo selbst der einfachste Mensch, alleine schon dadurch, dass er irgendwo in die Grundschule gegangen ist, wo diese Verstandeskräfte weit, weit über das hinaus entwickelt sind in einer gewissen Wahrheit, als selbst der Durchschnittsmensch in der griechisch-lateinischen Zeit es hatte. Man muss ja auch denken, wie wenig Menschen es waren, die damals auf der Höhe ihrer Zeit waren. Und noch weniger Menschen sind heute auf der Höhe unserer Zeit. Das heißt nämlich auf der Zeit, die jetzt unsere Kulturepoche ausmacht, die die Kulturepoche in Wahrheit ist, des ganz bewussten geistigen Wahrnehmens, des geistigen Gestaltens, des Gestaltens von freien Imaginationen. Das wird nämlich genau ersetzen, das was das Verstandesdenken der griechisch-lateinischen Zeit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ein ganz bewusstes Wahrnehmen der sinnlichen Welt, na klar, solange wir inkarniert sind, auf Erden werden wir das brauchen, aber immer mehr eben ein Erleben dessen, was geistig in dem Äußeren sinnlich wahrgenommen wirkt. Also das heißt, im Grunde genau den Weg zu gehen, den Goethe gegangen ist mit seiner Naturforschung, den in gewisser Weise fortgesetzt hat eben auch Rudolf Steiner und der auch sehr viele Anregungen gegeben hat, wie man Naturwissenschaft betreiben kann, wie man Technik vor allem auch betreiben kann und sie verbinden kann mit dem übersinnlichen Schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Strader-Apparat und die Technik der Zukunft 00:47:49 ===&lt;br /&gt;
Das ist das ganz Wesentliche, wo er ja eben auch gerade diese Sache mit dem sogenannten Strader-Apparat, von dem in den Mysteriendramen insbesondere die Rede ist und wo es also so Versuche vorher schon gab, also mit dem sogenannten Keely-Motor, wird manchen von euch vielleicht schon etwas sagen, also es gab diesen John Ernst Worrell Keely, der einen Motor erfunden hat, der ja im Grunde ohne äußere Antriebsstoffe funktioniert hat, sondern der nur funktioniert hat durch die Kraft dieses John Ernst Worrell Keely selber. Er hat eigentlich die Kraft gegeben diesem Apparat und dadurch konnte er Dinge sogar auch dann mechanisch in Bewegung setzen, was allerdings bei dem Strader-Apparat zunächst einmal noch gar nicht die Rede davon ist, wie das genau umgesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wichtige dort wird sein, dass alles, was dieser Apparat oder was die Maschinen der Zukunft leisten können, dass sie ihre Kraft nehmen von dem, was der Mensch an Kraft erzeugt, nämlich an ätherischen Kräften im Wesentlichen. Ätherische Kräfte, die aber natürlich auch die Triebkraft, ätherisch-astralische Kräfte sogar, die aber letztlich ja auch die Basis sind von den äußeren Kräften, die wir in der Welt anwenden können. Dass wir aber wegkommen, eben auch sogar in der Technik von dem, was tote Kräfte sind. Also das, was heute unsere Maschinen antreibt, indem wir irgendwelche Stoffe verbrennen, indem wir Elektrizität verwenden, so wie sie heute eingefangen wird durch Sonnenlicht oder wie auch immer, oder Windkraft, diese ganzen Sachen, das ist alles Technik, die zerstörerisch wirkt, letztlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit keine Kritik, dass wir es heute verwenden in einem gewissen Maße, wir können noch nicht mehr und wir brauchen sie in gewisser Weise. Also es abzuschaffen, das alles sozusagen immer in die Höhle zurück, wir verwenden keine Technik, ist auch keine Alternative. Aber das, was wir aus unserem heutigen Verständnis jetzt benutzen, wirkt rein zerstörerisch auf die Natur. Wirkt zerstörerisch, wirkt vor allem eben auch in die Richtung, den ahrimanischen Wesenheiten eine immer breitere Basis zu bieten, eine Wirkungsbasis zu bieten, indem eben immer mehr Menschen denken, auch in der Richtung dieser zerstörerischen Kräfte und sich eigentlich ja im Grunde schon heute kaum mehr was anderes vorstellen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, wer kann sich vorstellen, eine Technik, die mit Kräften arbeitet, die der Mensch erzeugt und die der Mensch rein geistig-seelisch überträgt auf die Maschine und die dadurch läuft und die dann noch dazu zusammenhängt mit der geistig-moralischen Gesinnung des Menschen. Und zwar bis in die tiefsten Seelenfalten hinein, sozusagen. Also wenn unreine Gedanken drinnen sind, Gedanken, die an den Eigennutz gebunden sind, an das, was man für sich herausschlagen kann zum eigenen Vorteil, was also nicht im Dienste der Menschheit ist. Das klingt natürlich für alle heutigen Wirtschaftsarbeitenden völlig verrückt, aber genau um das wird es gehen in der nächsten Kulturepoche, in der Kulturepoche der Brüderlichkeit. Also bis dahin sollte das entwickelt sein. Ist nur ein bisschen Zeit natürlich bis dahin, aber auch Jahrtausende vergehen schnell, in Wahrheit, im Rahmen der Menschheitsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Giordano Bruno und die Kirche als Angriffspunkt 00:52:07 ===&lt;br /&gt;
Und wir sind heute nicht einmal noch angekommen, ganz angekommen in der Aufgabe unserer Kulturepoche. Es waren eben einzelne Menschen, die es waren. Es war ein Goethe zum Beispiel, sehr stark. Es war in vielen Ideen ein Giordano Bruno vorher schon, der dann verbrannt wurde, weil der Kirche das nicht gepasst hat. Es war ganz dezidiert nicht die Kirche, damit sage ich jetzt natürlich nichts gegen das Christentum, ich will ja nicht gegen die Kirche schimpfen, aber sie war ein Versammlungsort hauptsächlich ahrimanisch-luziferischer Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sollte uns eine Warnung sein, auch wenn wir uns anthroposophisch beschäftigen, auch wenn wir als Anthroposophen sozusagen eine Gemeinschaft bilden in der Welt irgendwo und wo Menschen sitzen auf den verschiedensten Kontinenten oder was. Wir sind als Gemeinschaft, als anthroposophische Gemeinschaft, Hauptangriffspunkte der ahrimanischen und luziferischen Kräfte. Und mit dem müssen wir einfach rechnen, dass die uns begleiten und dass sie auch die ersten Kräfte sein werden, die ersten geistigen Wesenheiten, denen wir bewusst begegnen. Weil alles das, was an Engelwesenheiten da ist, also die Engelwesenheiten, die direkt über uns stehen, aber auch die Erzengel, die Urengelwesenheiten usw., die, wie soll ich das sagen, haben die strikte Order, das ist jetzt sehr irdisch-menschlich ausgedrückt, aber sie sind jedenfalls so, dass sie nicht uns unterstützen, direkt uns Ideen eingeben, wenn wir ihren Beistand nicht ganz konkret suchen und uns dann ganz bewusst werden dieser geistigen Wesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles andere wird nicht mehr genügen, um die Probleme unseres jetzigen Zeitalters, unserer jetzigen Bewusstseinsseelenkulturzeit, um die Probleme, die darin stehen und die rapide stärker werden. Wir leben jetzt noch in einer gemütlichen Phase drinnen, aber sie wird ungemütlicher werden. Sie wird ungemütlicher werden. Es werden eben einfach die, namentlich die ahrimanischen Kräfte, äußerlich sich immer stärker äußern, also in den äußeren Wirkungen, in den Wirkungen, die sie in unserem Denken, in unserer Wahrnehmung erzeugen. Sie werden das, was Verstandesdenken ist, was wir übernommen haben aus der griechisch-lateinischen Zeit, also zum ganz zerstörerischen Werkzeug gestalten und wir müssen eigentlich den nächsten Schritt tun, zum imaginativen Denken überzugehen, zu einem imaginativen Denken, das aber eben nicht jetzt so wie ein altes Hellsehen ist, dass wir auf irgendwelche Visionen warten, sondern dass das noch viel bewusster, klarer bewusster ausgeführt wird, wie wir es heute in unserem technisch-wissenschaftlichen Verstandesdenken drinnen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber indem wir etwas entwickeln, was wirklich lernt, mit den Lebenskräften der Welt umzugehen und nicht nur mit diesen Kräften umzugehen, sondern sie zu vermehren. Also das, was eben wirklich Lebenskräfte spendet, nicht nur uns selber, sondern eben vor allem, dass wir diesen großen Überschuss an Lebenskräften hervorbringen können, der die Natur fördert. Das vor allem. Und von dem vielleicht ein Funke eine Anregung sein kann, für andere Menschen ihre Lebenskräfte zu aktivieren, dazu nämlich, sie bewusst zu gebrauchen, bewusst sie zu verwenden und genau das tun wir, wenn wir in der Imagination drinnen sind, wenn wir die freien Imaginationen wirklich selber ausbilden, wenn wir die ersten Schritte dazu unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Anthroposophie, wie sie bis jetzt überliefert ist, ist ein Weg dorthin, aber es ist noch nicht das Ende des Weges. Weil das Ziel dieses Weges besteht eben drin, dass wir ganz souverän diese Kräfte handhaben lernen. Dass wir eben Imaginationen wirklich als wissenschaftliches Instrument zur Gestaltung der Welt, zum Umgang in der Welt, zur Heilung der Welt verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jochen Kirchhoff: Wissenschaft, die dem Toten dient 00:57:37 ===&lt;br /&gt;
Das ist ganz wesentlich. Also es wird eine Zukunftstechnik geben, die einerseits gespeist wird aus dem, was die ahrimanischen Kräfte uns suggerieren, das sind die Kräfte, die die Welt dem Tode zuführen, immer näher bringen, auch die ganze Erde und die ganze Natur, die also die Sterbenskräfte in der Natur immer stärker machen. Und das ist auch der Weg, auf dem die sogenannte Naturwissenschaft heute ist, das muss man ganz klar sagen. Wie gesagt, das ist äußerst ketzerisch, das ist ganz klar, wenn man das sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab aber immer wieder hier und da Denker, die das ganz dezidiert gesagt haben, auch Denker unserer Zeit. Wenn ich an den kürzlich erst verstorbenen Jochen Kirchhoff denke, der ganz stark schon in jungen Jahren als Naturphilosoph begonnen hat, also noch während seiner Studienzeit im Grunde und dann entwickelt hat, auch ein ganzes Buch geschrieben hat, das jetzt erst veröffentlicht wurde, es hat er sich damals nicht getraut, das zu veröffentlichen, aber wo er ganz klar eben auch sagt, das, was heute an Wissenschaft betrieben wird, dient dem Toten, dient dem Sterben der Welt. Das ist keine Naturwissenschaft, weil Naturwissenschaft müsste eine Wissenschaft des Lebendigen sein. Und einfach die Fortführung der Verstandeskräfte, so wie sie in der griechisch-lateinischen Zeit entwickelt wurden, verschärft jetzt durch den ganz starken ahrimanischen Einschlag, der noch hineingekommen ist, weil ursprünglich ist es ja entstanden aus einem mehr luziferischen Impuls sogar, aber jetzt ist es ganz stark in der Hand des Ahriman, der ahrimanischen Kräfte, und das sind zerstörende Kräfte, das sind Todeskräfte. Und das heißt, das ist keine Naturwissenschaft, keine Wissenschaft von dem, was lebt in der Natur, sondern das ist nur eine Wissenschaft von dem, was die Natur tötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da gehört der Mut dazu, so was in unserer Zeit zu formulieren, also Dinge, die im Grunde für die, ja, von der Kirche schon, mein Giordano Bruno verbrannt wurde noch im Jahr 1600, also das ist nicht finsteres Mittelalter, sondern das ist Neuzeit, das ist Bewusstseinsseelenzeitalter bereits. Und da hat man also Menschen verbrannt, die zwar noch keinen so klaren Einblick vielleicht hatten, aber doch eines ganz deutlich, und das war ein ganz wesentliches bei Giordano Bruno, dass er die Welt gesehen hat, den ganzen Kosmos gesehen hat, als ein lebendiges Ganzes. Als ein lebendiges Ganzes. Das Leben da drinnen ist, der ganze Kosmos ist Leben, der Kosmos ist ein Ort der Lebensfülle in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und von dem allen erzählt uns die heutige Naturwissenschaft nichts. Im Gegenteil, also sie zeichnet uns ein eigentlich sehr ödes Bild des ganzen Kosmos. Und wir werden geschildert, wir Menschen mit unserer Aufgabe, da geht es ja so, dass wir irgendwie, ja eben diese Kränkung auf uns nehmen, ja, dass wir einfach die ganze Erde sowieso nur ein Staubkorn im ganzen Kosmos ist, dass es eigentlich keine große Bedeutung hat. Es gibt also, weiß ich nicht, wie viele Trilliarden an Sonnen, an Sternen und weiß Gott wie viele Planetensysteme, die man auch vermutet. Und ja, sicher auf uns hat sich Leben zufällig entwickelt, aber im Grunde ist es auch etwas Verfehltes im Grunde im Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man wartet auf eine Welt, die, naja, eine vollendete, eine vollkommene Welt ist nach dem Bild eines, im Bild gesprochen jetzt, eines präzise funktionierenden Uhrwerks. Weil dieses Bild wird entworfen von der Naturwissenschaft im Grunde. Mit all den Feinheiten, die heute noch drinnen sind, wo Chaos-Theorie drinnen ist, wo die Quantenmechanik drinnen ist, die deutlich sagt, also eine genaue Vorherberechnung gibt es nicht. Das ist halt dann sozusagen der unvermeidliche Teil des Todes, der drinnen ist, so meint man halt. Aber im Grunde wird eine ganz tote Welt geschildert, die drinnen ist. Also alles, was da geschildert wird, eben auch diese Dinge, die scheinbar jetzt das Ganze unvorhersehbar machen und das ist nicht der richtige Ansatz in Wahrheit drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also was wir brauchen ist eine andere Naturwissenschaft und eine andere Naturphilosophie auch. Eine Naturphilosophie, die ernst macht damit, dass der ganze Kosmos, dass da eben Leben dahintersteckt und dass wir zumindest, was jetzt unsere Entwicklung übertrifft, dass wir die große Aufgabe haben, also Lebenskräfte in Hülle und Fülle zu erzeugen und der Welt zu beschenken und damit entgegenzutreten den ahrimanischen Kräften, die das Todesprinzip drinnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Naturwissenschaft als Wissenschaft des Todes 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
Also das heißt, die heutige Naturwissenschaft beschreibt sehr richtig, und daher bitte nicht zu nehmen, dass ich jetzt polemisiere gegen die Naturwissenschaft, wie sie heute ist. Sie hat so, wie sie heute ist, als Wissenschaft des Todes, die große Aufgabe, uns eine Unterstützung zu geben, den Ahriman in allen Facetten kennenzulernen. Nämlich diesen ahrimanischen Intellekt kennenzulernen. Diesen toten ahrimanischen Intellekt. Weil aus all dem, was mit diesem ahrimanischen Intellekt zu machen ist, kann nicht der geringste Funke des Lebens entspringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir unsere ätherischen Kräfte, unsere Bildekräfte in uns rege machen und damit zum Beispiel Imaginationen bilden, dann hat das nicht nur für uns den Effekt, dass wir ein neues Erkenntniswerkzeug damit bekommen, dass wir also über das tote, ahrimanisierte Verstandesdenken hinausgehen und in etwas Lebendiges hineingehen, in ein lebendiges Erkennen hineingehen, sondern das sind dann tatsächlich wirksame Kräfte in der Natur. Wirksame Kräfte, die vom Menschen ausgehen. Die vom Menschen ausgehen und die mithelfen, die nächste Entwicklungsstufe unserer Erde und jetzt meine ich die ganz enge nächste Entwicklungsstufe, also erstens einmal die nächste Kulturepoche vorzubereiten, aber dann vor allem auch während unserer Erdentwicklung noch die nächsten Stufen für diese Entwicklung da sind, die zwar nicht mehr physisch sein werden, aber die da sind, also was ich das letzte Mal schon besprochen habe, also diesen astralisch-plastischen Zustand der Erde, der noch zu durchleben ist, das heißt, wo die Erde ein rein seelisches Gebilde sein wird, aber wo die Frage ist, wie diese Lebenskräfte sich entfalten können, dieses Lebendig-Astralische sich entfalten kann, also Leben im Astralischen, wie sich das entwickeln kann, oder ob dort im Astralischen, sprich in der Seelenwelt, die dann im Grunde diese Erde ist, denn sie hat wirklich etwas zu tun mit der Seelenwelt, die mit unserer Erde verbunden ist, die wir aber dann ganz entscheidend mitgestalten, ob da etwas leben, ob dort in diesem Seelischen etwas leben kann, was auch entsprechende ätherische Kräfte aus sich hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir heute lernen, imaginativ zu schauen, naja, üben wir das im Grunde. Wir üben es, das einmal als Erkenntniswerkzeug zu haben, aber es ist mehr, es ist in der Zukunft mehr, also vor allem dann, wenn wir nicht mehr auf Erden inkarniert sind, das ist also für eine Mehrheit der Menschen, hoffentlich zumindest, der Zustand, in den wir übergehen, wenn die Zeit der Kulturepochen vorbei ist, dann wird es nämlich gehen in den astralischen Zustand einmal zunächst über und dann in einen rein geistigen Zustand, in den sogenannten Rupa-Zustand zunächst einmal, also wo etwas geistig Gestaltetes ist, wenn man so will, und dann in den Arupa-Zustand, also wo es eine rein schöpferische geistige Erde ist, in Wahrheit. Und da werden wir aber die entscheidenden Kräfte drinnen sein. Und wenn wir das dann nicht sind, dann fehlt das aber für das neue Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der neue Jupiter als lebendige Erde 01:08:31 ===&lt;br /&gt;
Das ist die vollkommenste Ausbildung dann dessen, was in der Apokalypse bezeichnet wird als das neue Jerusalem. Aber diese ganze Entwicklung wird nur laufen, wenn genügend Menschen auf Erden bereit sind, dieses imaginative Schauen zu entwickeln und es weiterzuentwickeln zu einer die Erde gestaltenden Kraft. Die Erde umgestaltet immer mehr von einem physischen, ja, jetzt sag ich es sehr plakativ, von einem physischen Gegenstand, sprich von einem steinigen Planeten mit ein bisschen Leben an der Oberfläche, die das umwandelt zu einem durch und durch lebenden Wesen. Die Erde war das am Anfang ihrer Entwicklung, aber allerdings im alten Sinne. Nämlich im alten Sinne heißt, sie war auf dem Weg zur physischen Verstofflichung und damit zum Absterben im Grunde und sie wird es in einer ganz neuen Weise aber sein, als eine lebendige Erde, die entsteht, die immer mehr Leben erzeugt. Das wird das neue Jerusalem, das wird der neue Jupiter sein. Nicht ein physischer Planet, ein stofflicher Planet, wie wir es heute kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz anders werden diese Zustände sein. Auch dieser neue Jupiter wird durchgehen durch sieben Entwicklungszustände. Davon wird es einen dichtesten geben, aber dieser dichteste wird nicht mehr stofflich sein in dem Sinne, wie wir es jetzt haben. Er wird etwas Fließendes, Stoffartiges noch in einer gewissen Weise haben. Es ist so ein bisschen eine höhere Metamorphose dessen, was auf dem sogenannten alten Mond war. Ihr wisst, dass Rudolf Steiner ihn bezeichnet hat als flüssigen, zähflüssigen Planeten, wenn man so will. Von der Konsistenz vergleicht er es oft gerne mit Kochsalat, so in der Art. Etwas, was aus dem Lebenden kommt, wo natürlich noch Absterbenskräfte drinnen wirken, aber was immer mehr auf dem Weg ist, eine rein lebendige Welt zunächst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das, wo die Entwicklung hinzielt, aber eben nicht ohne den Menschen wird das gehen. Wir haben da die wesentliche Aufgabe zu leisten. Das heißt, wir sollten, und immer mehr Menschen anfangen, diesen Gedanken des bewussten übersinnlichen Gestaltens, des bewussten übersinnlichen Wahrnehmens, das aber zugleich ein Gestalten ist, ins Auge fassen. Das heißt ja nicht, dass wir es jetzt gleich morgen so mit Fingerschnipp haben können, aber wir sollten versuchen, einmal zu verstehen den Weg, der dorthin führt. Und ernsthaft daran arbeiten, eben dass uns dieser Weg dann auch einmal, dass wir ihn bewusst beschreiten können, sagen wir es einmal so. Entweder noch in dieser Inkarnation oder wenigstens in der nächsten Inkarnation, der nächsten oder übernächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das gestiegene Entwicklungstempo der Inkarnationen 01:12:34 ===&lt;br /&gt;
Weil eben bereits in der nächsten Kulturepoche, und das ist jetzt die Frage, wie viele Inkarnationen wir bis dahin noch haben, in dem Moment sind im Durchschnitt die Inkarnationen wesentlich dichter gestaffelt, als sie es in der Vergangenheit waren. Weil das kosmische Maß ist, von dem sind wir lange weg. Also das sind zwei Inkarnationen pro Kulturepoche im Schnitt, weil es heute damit war eigentlich, dass das, was wir mitnehmen können von diesen Kulturepochen, wenn man es zweimal, in der Regel als einmal männlich, einmal weiblich inkarnieren, das war ausreichend, um das mitzunehmen, was diese Kulturepochen uns geben konnten. Aber das Entwicklungstempo ist gewaltig gestiegen mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir absolvieren jetzt in der Kulturepoche, in der wir jetzt stehen und dann auch in der nächsten, wenn wir dort hineinkommen, in die sogenannte slawische Kulturepoche, also in die Epoche der Brüderlichkeit, der Menschlichkeit, der Geschwisterlichkeit, wie immer man es nennen will, nämlich wo wir Brüder, Schwestern, Verwandte, wie immer, alles Lebens sind, das es auf Erden gibt. Also nicht nur unter den Menschen, sondern namentlich eben auch mit der Natur, wo wir Brüder und Schwestern sozusagen der Natur sind, der Naturwesen, die dort sind. Und wo wir eben einen lebensspendenden Einfluss haben auf das Tierreich, auf die Pflanzenwelt, was eine Wirkung hat auf die Gruppenseelen, die damit verbunden sind, die das alleine nicht bewältigen können. Also die Erde so lange am Leben, am wirklichen Leben zu erhalten, wie es sein sollte, damit ein gesunder Übergang ist zu dem neuen Jerusalem. Da bedarf es uns, dass wir eben diese Lebenskräfte, dass wir sie handhaben können, dass wir mit ihnen wirklich arbeiten können. Das wird ganz wichtig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Metamorphose des Lebendigen bei Goethe 01:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und das so einfach als Hintergrund des Ganzen jetzt einmal. Ich möchte jetzt mit euch durchgehen, und ich hoffe, dass ich da einblenden kann ein bisschen diese Zeichnung vom letzten Mal, wie wir mit den Seelenkräften, die hinter unserer sinnlichen Wahrnehmung stehen und die damit verbunden sind, und auch den Ätherkräften, die damit verbunden sind, wie wir die eben in die Hand bekommen können und wie wir damit den Weg in die bewusste Wahrnehmung der nächsten Sphäre, nämlich der Ätherwelt und der Astralwelt kommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei die ätherische Welt lässt sich schon sehr gut ergreifen damit, so wie es Goethe gemacht hat, Goethe in seiner Metamorphose der Pflanzen, wo wir lernen, die lebendigen Formen in der Natur draußen in ihrer Verwandlung, in ihrer Zeitgestalt bewusst zu verfolgen. Da sind wir nämlich genau an der Grenze des sinnlich-übersinnlichen Wahrnehmens. Diese Lebenskräfte sehen wir im sinnlichen Abdruck darin, wie sich die äußeren Lebewesen, das heißt die Pflanzen, die Tiere, in ihrer Gestaltverwandlung, im Einzelleben, aber auch in der Entwicklung, in der Evolution, die wir auf Erden verfolgen können, wie wir das wahrnehmen können. Also diese Formverwandlungen zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist das ein unheimlich guter Weg, sich mit dem zu beschäftigen, äußerlich auch, durchaus mit der Evolutionslehre, aber nicht jetzt so, wie es heute in der materialistischen Evolutionslehre ist, sondern einfach zu verfolgen, wie sich die Pflanzen gestalten, die Tiere gestalten im Laufe der Erdgeschichte, soweit wir das jetzt durchaus durch äußere Zeugnisse mitverfolgen können, wie sich das verwandelt und wie sich das verändert hat. Aber das Ganze eben auch mit dem richtigen Hintergrund zu sehen, dass man auch aber spürt, dahinter steckt etwas Seelisch-Geistiges als treibende Kraft. Das ist nämlich essentiell, um das zu verstehen, auch diese äußeren Metamorphosen, die da sind. Das ist etwas, was Goethe zumindest bis zu einem gewissen Grad aus seinen Fähigkeiten heraus hatte, sich mitgebracht hat, natürlich, schon aus früheren Inkarnationen, aber das verfolgen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dazukommend jetzt noch, dass wir lernen, dieser Umgang mit den ätherischen Kräften, mit den Lebenskräften, den wir durchaus aus einem äußeren Studium der Metamorphosen im Lebendigen draußen, wo wir das lernen und verfolgen können, das hineinzutragen, auch auf die höhere Stufe, eben auf die astralische Welt, auf die Seelenwelt, wo es überhaupt nur Verwandlung gibt. Wo es den Tod eben zum Beispiel in unserem Sinne, wie wir es hier im Erdenleben wahrnehmen können, wie wir es nur im Erdenleben erfahren können, den gibt es ja schon im nächsten Weltbereich nicht mehr. Den gibt es wirklich nur in der todphysischen Welt, in der totenphysischen Welt. Und dieses Tote hat heute bereits an allem Anteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wärme des alten Saturn und der tote Stoff 01:19:05 ===&lt;br /&gt;
Die Erde war einmal sehr lebendig, aber sie war am lebendigsten, bevor überhaupt irgendein äußeres Lebewesen aufgetreten ist. Also solange sie noch gar nicht physisch manifest war, sondern solange sie noch in dem astralischen Zustand war, in einem lebendigen astralischen Zustand war und dann noch mehr, als sie war in dem geistigen Rupa-Zustand, also der geformte geistige, geistige Formen und dann sogar im Arupa-Zustand, der der eigentlich schöpferische Zustand ist. Also wo geistige Formen gebildet wurden, die dann sich letztlich dann manifestiert haben bis ins Ätherische hinein und dann, als von dem Ätherischen genügend abgestorben war durch die ahrimanische Einwirkung, das heißt in Wahrheit dadurch also materialisiert wurde in Form des toten Stoffes, was ja auch eine gewaltige Neuheit in der Entwicklung war. Es gab ja vorher keinen toten Stoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wenn wir nehmen den alten Saturn, der eine Wärmewelt war, selbst diese Wärme, die dort war, ist nicht vergleichbar mit unserem Feuer, mit unserer Wärme, wie sie heute ist, sondern sie ist eine Wärme, die bereits auf dem Weg zum Absterben drinnen ist. Das ist die Wärme, die heute ist. Das ist die Wärme, die zum Beispiel heute freigesetzt wird, wenn wir unsere normalen Verbrennungsvorgänge zum Beispiel machen, wenn wir Kohle, wenn wir Holz verheizen, wird etwas von dieser Wärme freigesetzt. Das ist tote Wärme, die daraus entsteht, nicht lebendige Wärme. Das ist nicht das, was im alten Saturn ursprünglich drinnen war. Daher ist es sehr, sehr schwer zu vergleichen und es ist etwas, was in noch toterem Zustand und todmachendem Zustand heute freigesetzt wird, wenn wir dann noch denken, dass so etwas wie Kernkräfte verwendet wird. So etwas, sei es also im Bereich der Kernspaltung, also was wir in den Kernkraftwerken haben oder was wir als absolut todbringendes Mahnmal eben in die Welt gesetzt bekommen haben mit dem Abwurf der ersten beiden Atombomben, wirklich auf besiedeltes Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese große Schuld damit, diese karmische Schuld, die damit das gesamte amerikanische Volk auf sich geladen hat. Das muss man sehen. Man muss es aber auch sehen, eine Schuld auf sich geladen hat, die eigentlich die ganze Menschheit hat, aber sie haben sie übernommen. Und wir tragen sie bis zu einem gewissen Grad mit, weil wir es nicht verhindert haben. Weil wir nicht dazu beitragen konnten, das zu verhindern, sondern weil wir in gewisser Weise angestachelt haben ja auch die Entwicklung dieser Sache. Das ist auch wieder ein sehr weites Thema. Das sind Dinge, das sind Aufgaben, die zum Beispiel wirklich das amerikanische Volk in gewisser Weise als Volkskarma mit übernommen hat. Und was damit aber auch für die Zukunft gewisse Aufgabenstellungen bedeutet für dieses Volk. Gerade auch mitzuarbeiten, ganz wesentlich mitzuarbeiten an der Erlösung dieser untersinnlichen Kräfte, beziehungsweise eben der ahrimanischen Wesen und der luziferischen Wesen, die mit diesen untersinnlichen Kräften verbunden sind, mitzuarbeiten daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kernkräfte und der arimanische Einfluss 01:23:37 ===&lt;br /&gt;
Das ist nämlich auch ein Teil drinnen. Das sind diese sogenannten untersinnlichen Kräfte. Also zu den untersinnlichen Kräften zählt Rudolf Steiner ja sogar die Elektrizität, den Magnetismus, von dem man ja sagt, dass das in der Zukunft der Erdentwicklung noch eine ganz große Rolle spielen wird, dass die Erde so etwas werden wird wie ein selbsttätiger, elektrisch funktionierender oder elektromagnetisch funktionierender Apparat, in dem aber auch sogar ja auch die Kernkräfte eine Rolle spielen werden. Natürlich spielen sie jetzt schon sehr stark und wir werden es nicht so schnell überwinden. Jedenfalls solange wir inkarniert sind auf Erden, werden wir das wahrscheinlich schlecht wegbekommen, aber es wird große Folgen haben für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss dazu sagen, dass die Kernkräfte ja durchaus, namentlich die Kernspaltungskräfte, ja auch in der Erde schon wirksam waren, bevor wir überhaupt so in der Gestalt, wie wir heute sind, auf Erden uns inkarniert haben. Es gab also Spaltungsprozesse auf der Erde, das wissen wir ja heute, dass es Naturreaktoren gab, dass also Kernprozesse gelaufen sind im starken Maße, namentlich in Afrika sehr stark. Die haben ihren Kernbrennstoff längst aufgebraucht, aber man sieht die Schlacke davon, wenn man so will, also den radioaktiven Müll, der heute noch unter der Erde vorhanden ist, durch die Naturtätigkeit. Und dass alle diese Dinge so passiert sind, hängt schon damit zusammen, dass wir Menschen schon lange vorher dabei waren und dass der ahrimanische Einfluss schon vorher da war, der sehr stark an diesen Kräften beteiligt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da gibt es einiges an Aufgaben, die wir haben, wo wir das nicht nur beheben, sondern in etwas Gutes, in etwas Zukunftsweisendes umwandeln müssen, was Todeskräfte sind, die aus der Vergangenheit hineingekommen sind, weil wir gar nicht konnten damals uns namentlich gegen die ahrimanischen Kräfte auflehnen, die daran mitbeteiligt sind, dass das entstanden ist. Weil das ist das Wesentliche, dass der Ahriman zunächst einmal Lebenskräfte zerstört, aber auch damit indirekt eine zerstörende Wirkung bis ins Astralische hinein hat, bis in die Seelenkräfte hinein hat. Und natürlich im Äußeren hat es die Wirkung, dass es ins Materielle immer stärker hineingegangen ist und vor allem eben in dieses, wie soll ich sagen, immer giftiger werdende Materielle, das also weiter Zerstörungskräfte in die Welt hineinbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also mit ist sicher ein Teil von dessen, das ist also sehr, sehr schwer heute zuzuordnen, weil zu Rudolf Steiners Zeiten war die Kernkraft als solche noch nicht bekannt und auch Rudolf Steiner hätte sie nun mal jetzt nicht als äußerlich durch die äußere Wissenschaft kennenlernen können, also durch die äußere sinnliche Erfahrung. Was er davon gesehen hat, sind die ahrimanischen Wirkungen im Hintergrund, aber wie sich das genau äußerlich auswirkt, das kann man erst kennenlernen, wenn man es wirklich äußerlich sinnlich kennenlernt. Und dann kann man es auch von der geistigen Seite betrachten, die dahintersteht. Aber man braucht also beides, wieder dieses sinnlich-übersinnliche Wahrnehmen, das notwendig ist. Also gewisse Dinge kann man auch in der Anthroposophie nur erforschen dann, wenn sie auch äußerlich mit den Mitteln der äußeren Wissenschaft, durchaus also mit den heutigen auch Instrumenten und so weiter, gemessen, erkannt es und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Alte Mond und das noch lebendige Erdinnere 01:28:04 ===&lt;br /&gt;
Das ist eben keineswegs jetzt nur ein Versehen drin. Ich habe ja am Anfang scheinbar sehr viel gewettert gegen die Naturwissenschaft und gesagt, das Leben versteht sie nicht, kann sie nicht verstehen, aber sie kann den Tod, das Tote verstehen. Sie kann den Leichnam der Erde verstehen und alles, was Leichnam geworden ist. Und mit diesen Kräften hängen die ahrimanischen Wesen ganz stark zusammen, weil die sind die treibende Kraft dahinter. Das Leben stirbt zur toten Materie, zur nicht lebenden Materie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Mond war durchaus auch schon etwas Materielles in gewissem Sinne, aber es war etwas Lebendiges Materielles. Also das heißt, der ganze alte Mond hatte eine gewisse Lebendigkeit in sich. Unsere Erde als Erde hat das zu einem großen Teil bereits verloren. Natürlich sind immer noch Lebenskräfte auch drin. Wir haben davon gesprochen, dass die Erde eigentlich etwas in der Tiefe, etwas flüssig Bewegliches ist, dass die Kontinente schwimmen in Wahrheit auf dieser flüssigen Gesteinsschicht irgendwo. Das ist natürlich jetzt auch nicht ein Hort des Lebens, wo sich Lebewesen, wie sie heute über die Erde laufen und selbst die Bakterien nicht mehr entwickeln könnten. Also das heißt, für unseren Begriff etwas sehr Lebensfeindliches schon ist, aber trotzdem in den Gestaltungskräften, die da drinnen sind, wirken die Lebenskräfte noch, wirken sie sehr wohl noch drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist ein ganz gewaltiger Einfluss namentlich der ahrimanischen Kräfte. Und die asurischen Kräfte helfen natürlich ganz wesentlich mit. Also das spielt dabei eine wesentliche Rolle, dass sie das, was also an Lebenskräften in der Tiefe drinnen ist unserer Erde noch, dass sie das immer mehr abtöten. Aus ihrer Gier nach diesen Lebenskräften. Das ist nämlich das, was ihnen fehlt. Das ist das, was den ahrimanischen Wesenheiten fehlt in Wahrheit. Das können sie nicht haben. Und sie suchen es. Sie suchen es und sie ertöten damit aber nur das, was noch lebendig ist, auch in der Tiefe der Erde. Aber es ist noch Leben in den Tiefen der Erden vorhanden. Aber es reicht heute nicht mehr dazu, allein aus dieser Tiefe heraus äußeres Leben zu erzeugen. Also Leben an der Erdoberfläche zum Beispiel. Aber in der Tiefe lebt ja noch etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist eben in den lebendigen Bewegungen, die im Inneren der Erde sich auch abspielen. Also das, was eben auch schon Steiner ganz deutlich gesagt hat, also wie die Kontinente schwimmen auf der Erde. Das, was in etwa in der Zeit eben auch Alfred Wegener eben beschrieben hat, woraus dann heute die moderne Plattentektonik entstanden ist. Natürlich ist es eine relativ abstrakte Wissenschaft wieder. Aber immerhin, wo ein Bewusstsein entstanden ist, in der Erde fließt noch etwas. Da bewegt sich etwas. Von dem viele Menschen damals trotzdem ausgegangen sind, aber man konnte es halt wissenschaftlich nicht nachweisen. Man hat halt vermutet, da ist etwas. Man hat es vermutet, dass dem, was durch den Vulkanismus an die Erdoberfläche kommt, es sind aber wirklich nur die obersten Schichten, die da drinnen sind. Aber da unten lebt etwas. Da lebt etwas noch und gestaltet von innen her die Erde lebendig. Unser Tun hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie diese Dynamik da drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Zerstörungsherd im Menschen 01:32:39 ===&lt;br /&gt;
Und geht ja sogar so weit, dass wir einen Quell in uns haben, der das Totmaterielle in uns überwindet. Rudolf Steiner hat es ja sehr deutlich gemacht, dass es im Menschenwesen einen Zerstörungsherd gibt. Ich habe schon öfter darüber gesprochen, aber es sei wieder einmal erwähnt, ein Zerstörungsherd im Inneren des Menschen, in dem Materie, das Stoffliche, ins Nichts geworfen wird. Materie aufgelöst wird. Und in gewisser Weise neue Materie kommt herein, aber die kommt von außen herein dann in gewisser Weise. Aber es wird Materie in uns aufgelöst und dieser Zerstörungsherd in uns, der also besonders stark in der Mitte unseres Wesens lokalisiert ist. Also man kann es auch wirklich fast körperlich irgendwo an einen Ort zuweisen, wo er ist. Also in den unteren Bereichen hier, dort wo unsere Stoffwechselkräfte besonders stark sind. Diese Stoffwechselkräfte, die in uns leben, sind also in der Wahrheit so stark, dass sie Materie vernichten. Das aber auch bis zu einem gewissen Grad neue Materie entsteht in uns. Es ist nicht so, dass wir sozusagen immer leichter werden würden, weil wir immer mehr Materie loswerden. Es wird nachgebildet in uns und das ist durchaus nicht nur durch das, was wir von außen aufnehmen, sondern auch was durch uns im Inneren gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist auch ein Zerstörungsherd eben in uns. Es ist ganz wesentlich, dass diese Materie, diese Verdichtungen, die eigentlich aus dem Ätherisch-Seelisch-Geistigen kommen, aus dem die Materie eigentlich gebildet ist. Und Materie ist ja dann nur das, was durch die entarteten Geister der Form, also das sind ahrimanische Geister der Form, die das also zum Stofflichen umbilden. Und wir lösen etwas davon auf in uns. Ununterbrochen. Nehmen aber wieder Materielles von außen auf, durch unsere Nahrung zum Beispiel, was Stoff geworden ist, und lösen etwas davon auf. Das ist ein Prozess, an dem wir mitarbeiten, an dem insbesondere unser Ich ganz wesentlich mitarbeitet. Und das ist eine ganz wesentliche Mitarbeit. Und das ist eine große Vorbereitung für die Zukunft. Für die Zukunft unserer unmittelbaren Erdentwicklung, eben auch namentlich in der Zeit, wo wir nicht mehr inkarniert sind. Es ist aber auch eine Wirkung, die weiter in die Zukunft noch geht, also auch auf das neue Jerusalem hinüber. Und was die Folge dann ist. Der neue Venus und eben auch der neue Vulkanzustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Materie als arimanisierte Willenswärme 01:35:56 ===&lt;br /&gt;
Dieser Vulkanzustand, der eine Erneuerung ist, aber auf ganz anderer Ebene, auf viel höherer Ebene des alten Saturnzustandes. Also dort, wo Wärme etwas geworden ist, was nicht den Weg zum Absterben zeigt. Weil eben unsere Materie, die wir jetzt haben und wo die ahrimanischen Kräfte sehr wesentlich mitwirken, dass sie entstanden ist und weiter entsteht in einer gewissen Weise, besteht eben darin, dass sie im Wesentlichen Wärme oder konkreter noch gesprochen geistige Willenskraft. Weil das, was Wärme nach außen hin ist, ist ja eine Gabe der Geister des Willens. Und das heißt, das, was wir heute als Wärme bezeichnen, als Wärme-Energie bezeichnen, als Energie überhaupt bezeichnen, das ist eine Gabe dieser Geister des Willens. Aber es ist etwas, was durch die ahrimanischen Kräfte ergriffen wurde und dieses Feuer, das im alten Saturn ursprünglich entstanden ist, das die Quelle letztlich aller Energie irgendwo ist, die in der Welt ist, diese Energie ist verstofflicht worden immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Problem. Auf was wir gehen heute und was wir in die Hand nehmen können, was wir ergreifen können, das heißt alles, was stofflich ist in der Welt, ist in Wahrheit, wenn man es so ganz konkret jetzt fassen will, die ahrimanisierte Willenswärme, aus der der alte Saturn bestanden hat, die aber sozusagen ganz ins ahrimanische Wasser geführt wurde, oder zu einem großen Teil in dieses ahrimanische Wasser geführt haben, das aber jetzt erstarrt ist, erstarrt ist nicht nur zu Eis, sondern wirklich zur festen Materie. Eis wäre noch etwas, was sich leicht in Wasser umwandeln ließe, in etwas Fließendes überwandeln ließe. Das, was heutige Materie ist, da arbeiten die ahrimanischen Kräfte daran, es gibt noch Möglichkeit, ja nicht wieder ins Flüssige, Lebendige zu bringen und schon gar nicht ins Luftartige hineinzubringen und zwar in ein Luftartiges, das nicht mehr stofflich ist, sondern dass eben dieses sich Ausbreitende hat, dieses Ausweitende hat, was kein Stoff mehr ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind viele Fragen dahinter, die so interessant nicht nur wären, sondern sind für die Naturwissenschaft, die wir aber erst lösen werden können dann, wenn wir eben dieses sinnlich-übersinnliche Schauen ganz konkret entwickelt haben. Und wo wir eben so weit sind mit dieser Fähigkeit, dass wir der äußeren technischen Apparate, der Messinstrumente, auch der ganzen Computer, die notwendig sind, um die ganzen Messdaten jetzt zu verarbeiten und daraus ein Bild zu gestalten, wo wir dessen allen nicht mehr bedürfen in den Naturwissenschaften, sondern wo eben dann der Zugang zur Natur, zur lebendigen Natur, aber auch zur bereits ganz oder teilweise erstorbenen Natur, also wo es hineingeht in die Welt der Kristalle, der Mineralien, der amorphen Stoffe, die amorphen Stoffe, die also nicht einmal mehr kristallin sind, das sind die, die ganz dem Tod verfallen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallbildung und der Beginn der Menschwerdung 01:40:00 ===&lt;br /&gt;
Jeder Kristall ist aus einem Lebensprozess entstanden und natürlich hat es sich dann so verhärtet, dass er im Wesentlichen abgestorben ist, erstarrt ist und trotzdem ist noch eine gewisse Lebendigkeit, wenn er die von außen kommt, also Ätherkräfte, die von außen es geben und die ihm die Möglichkeit geben, trotz einem richtigen Kristall, dass er dann noch den äußeren mechanischen Kräften widerstehen kann. Ich glaube, ich habe euch das früher öfters schon erzählt, also Kristalle, wenn sie nicht innerlich eine gewisse Beweglichkeit hätten und diese Beweglichkeit ist sozusagen der letzte Rest von den Lebenskräften, die von außen her die Kristalle gebildet haben, von außen her, damit kein Missverständnis entsteht, die Kristalle hatten nie einen Ätherleib in sich, aber sie haben starke Ätherkräfte, die im Umkreis dessen wirken und die beigetragen haben, die Stoffe zu sammeln, aus denen sich die Kristalle bilden und der Mensch hat da sehr wesentlich damals bereits mitgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich euch erzählt, ich komme auf das wieder zurück, die Inkarnation der Menschen auf Erden beginnt so richtig in dem Moment, wo sich die ersten Kristalle bilden auf der Erde. Vorher war die Erde eine fließende, eine flüssige, wobei eine ganz offene Frage auch noch ist jetzt für die äußere Wissenschaft, wobei die meisten glauben, sie ist klar entschieden, aber sie ist eben nicht entschieden, ob die Erde ursprünglich feuerflüssig war, ob sie aus einem feuerflüssigen Zustand entstanden ist oder ob sie aus einem wässrig-flüssigen Zustand, also das heißt aus einem Zustand, wo die Materie selbst wie Wasser fließend war, nicht notwendigerweise so Wasser, wie wir es kennen, aber sicher trotzdem mit einem hohen Wasseranteil, aber eben nicht durch einen Feuerprozess, sondern durch einen fließenden, einen wasserflüssigen Prozess heraus entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas, was im Übrigen auch Goethe wieder sehr bewegt hat, was sich auch dann eingegangen ist in seine poetische Schilderung, also im Faust II drinnen, da spielt es eine wesentliche Rolle, wie die Erde gestaltet ist aus äolischer, dünnster Knallkraft ungeheuer, also aus der vulkanischen Kraft, oder ob es aus der Kraft des wirklich fließenden, lebensbejahenden Wassers heraus entstanden ist. Da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Was wir heute in den Naturwissenschaften haben, sind Spekulationen, aus denen heraus Rechnungen angestellt werden, die dann wieder verglichen werden mit dem, was wir in äußeren Messungen haben. Wird sehr viel Grips dafür aufgewendet. Ist gut, ist notwendig und was herauskommen wird, ist aber nur, dass sie irgendwann einmal zeigen wird, den ahrimanischen Anteil an der ganzen Sache, der dann letztlich erst dazu geführt hat, dass wir den Totenzustand haben, den wir heute haben und dann ist es vorbei mit dem lebendig Fließenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ist die Erde, sie ist zwar schon längst über ihre Lebensmitte hinaus, das heißt, sie neigt sich ihrem Tode langsam zu, aber sie gibt noch kräftige Lebenszeichen, vor allem in der Tiefe von sich und da wirken immer noch Prozesse, die ganz anders sind, als man sie sich heute vorstellt. Aber es sind eben auch Zerstörungsprozesse drinnen, die korrespondieren mit dem Zerstörungsherd in uns. Und der ist notwendig für uns Menschen, dass wir überhaupt uns in unserer Freiheit entwickeln können. Aber er hat eben auch Folgen für die Erdentwicklung. Und eine der Folgen ist, dass aus diesem Zerstörungsherd, den wir in uns tragen, jeder Mensch in uns tragen, aus dem gespeist wird, ganz wesentlich durch die Kräfte, die darin wirken, der Zerstörungsprozess in unserer Erde. Das ist der Prozess, der von innen her stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebenskräfte aus der kosmischen Astralität 01:44:55 ===&lt;br /&gt;
Während der Lebensprozess, wo wir jetzt Lebenskräfte entwickeln oder auch durch unser imaginatives Schauen, damit fängt es nämlich an, dass wir Lebenskräfte entwickeln für die Erde, die wirklich wirksam sind. Die fangen von der Erdoberfläche oder von der Erdatmosphäre, von der ganzen Erdensphäre aus, zu wirken bis ins Innere der Erde langsam. Also Zerstörungskräfte in uns, die ins Innere der Erde wirken oder die damit zusammenhängen. In beiden wirken eben diese ahrimanischen Kräfte irgendwo drinnen. Aber eben auch das andere, Lebenskräfte, die wir durch unser imaginatives Schauen und allem, was damit verbunden ist, nämlich auch wenn es dann weitergeht, also auf die Stufe der Inspiration, die sehr wichtig ist. Also die Inspiration, wo wir eben dann vor allem die Klang-Äther-Kräfte haben, wo wir aber auch das, was im Astralischen drinnen ist, eben diese Weltenharmonie, die da drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weltenastralität leben ja solche Kräfte, dass sich unser Ätherleib, unsere Äther-Kräfte jede Nacht im Schlaf davon wieder bereichern lassen, dass unsere verbrauchten Äther-Kräfte wieder aufgefrischt werden, eben durch diese ganz reine kosmische Astralität. Die nehmen wir auf. Da nehmen wir also hohe astralische Kräfte auf, die weit, weit, weit über unsere Erdensphäre, weit über unser Planetensystem sogar hinausgehen, wenn wir da jetzt diesen räumlichen Bezug herstellen wollen, wo wir wirklich kosmisch-astralische Kräfte aufnehmen und dadurch unseren Ätherleib wieder beleben. Im Grunde hängt ja unser Astralleib, wenn wir dann endlich am Abend müde werden und es vor Müdigkeit nicht mehr aushalten können, dann sind einfach unsere Äther-Kräfte ganz jungfräulich geworden. Was aber heißt, sie haben im Grunde keine wirklichen Bilderkräfte mehr in sich, sondern das Ätherische ist ganz schlaff geworden. Es ist noch was Fließendes, aber es ist eigentlich nicht mehr was fließend Lebendiges, weil die Gestaltungskräfte sind verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fließt etwas noch, es ist noch nicht so weit, dass es erstarrt ist, dass es aus dem Ätherischen jetzt ein physisches geworden wäre, dann ist es nämlich ganz erstarrt, im Flüssigen noch weniger, im Gasförmigen noch weniger, im Festen dann aber wirklich ganz erstorben ist. Das würde passieren mit unseren Lebenskräften, mit unseren Äther-Kräften, wenn wir nicht jede Nacht, möglichst jede Nacht, ich meine mit ein bisschen Durchhaltevermögen kann man zwei, drei Nächte noch ohne Schlaf durchkommen, viel mehr geht es eigentlich nicht mehr. Das ist in etwa auch die Zeitspanne, die wir haben, wenn man im Einweihungsvorgang, im alten Einweihungsvorgang, wie es in Ägypten namentlich praktiziert wurde, wo die Menschen in eine todesähnliche Trance versetzt wurden, also in den allerdumpfesten Bewusstseinszustand versetzt wurden, wo tatsächlich äußerlich dann auch eine Lebensregung praktisch nicht mehr feststellbar ist, wo der Stoffwechsel so heruntergefahren ist, die ganzen Stoffwechselprozesse, dass nicht einmal durch die Atmung sie aus Spiegel beschlagen würde, sondern sie ist so langsam so zurückgezogen, dass selbst das nicht mehr da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in dieser Zeit geht der Mensch hinaus in die höheren Welten und er lebt drinnen und aus dem heraus holt er dann die Imaginationen letztlich, von denen er erzählt, wenn er aufgeweckt wurde aus diesem todesähnlichen Trance-Zustand in der Vergangenheit. Aber was da drinnen lebt an astralischen Kräften und was von dem eben auch der Einzuweihende in Ägypten künden sollte, das war eben diese ganze Weisheit, die im Astralischen drinnen lebt, im kosmisch-astralischen drinnen. Das ist die Welt der Weisheit schlechthin und aus dem sich wieder die Kräfte des Ätherleibs, die Lebenskräfte, regenerieren. Weil während des Tageslebens werden sie verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Zeugungsvorgang in der Vergangenheit 01:50:59 ===&lt;br /&gt;
Und bei uns noch sehr viel stärker als bei den Tieren, die aber im Übrigen alle ja viel mehr Schlaf in der Regel brauchen als wir Menschen. Oder sich mit weniger Wachphasen begnügen, in denen sie vielleicht jagen gehen oder sonst was. Oder schauen, dass sie ihre Nahrung finden können und dass sie ihre äußeren Tätigkeiten, die zu ihrer Spezies dazugehören, verrichten können. Was auch immer, Zeugung, Fortpflanzung und das alles, das geht halt nicht im Tiefschlaf, auch bei den Tieren nicht. Obwohl es natürlich in einem anderen Bewusstseinszustand ist, als es heute bei Menschen ist, wenn die Zeugung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich erinnere euch daran, wenn wir in die Vergangenheit zurückgehen, haben die Menschen auch den Zeugungsvorgang, also auch unter den Menschen, nicht so erlebt, sondern in einem Zustand, der einem Traumzustand glich und wo man Traumbilder erlebt hat, über das, was da dabei passiert. Wo eben aber auch ganz wesentlich ein Bewusstsein da war für das Menschenwesen, das durch diesen Zeugungsakt hereinkommen sollte. Das war ja in der Vergangenheit das ganz Wesentliche, das mitzuerleben und damit eben diesen Menschen, dieses Geistwesen, das da hereinkommt, das sich verkörpert, das zu begleiten. Und etwas mitzubekommen, von dem her, was brauchst du denn, um deine Erdenaufgabe erfüllen zu können. Natürlich nicht mit einem rationalen Verstand, aber aus einem hellsichtigen Erleben heraus. Und dadurch sind die Dinge passiert, die heute so nicht mehr passieren können, weil wir das Bewusstsein für das eben verloren haben, indem wir ganz auf die sinnliche Außenwelt gerichtet uns haben und alles, was übersinnlicher Anteil daraus ist, ausgeblendet haben, beziehungsweise es nicht mehr in seinem Ursprung verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich, die Farben, die wir draußen erleben, sind in Wahrheit übersinnliche Qualitäten. Da steht etwas Übersinnliches dahinter, so wie es Goethe in seiner Farbenlehre geschildert, ganz deutlich geschildert hat, weil er es erleben konnte. Ja, und dorthin müssen wir hinkommen. Also das, was Goethe im Ansatz hatte, dazu sollten so viele Menschen wie möglich kommen. Dann ist ein ganz anderes Bewusstsein da für die geistige Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, das, was Anthroposophie gebracht hat, ist im Grunde eben das, was Rudolf Steiner fortgesetzt hat durch die Anregung von Goethe. Ohne das, was im Wesentlichen Goethe und natürlich auch ein paar andere haben mitgewirkt, aber Goethe ganz, ganz wesentlich. Das hat Rudolf Steiner fortgesetzt, hat ja auch ganz wesentliche Impulse gegeben für den sogenannten Goetheanismus, eben dieses sinnlich-übersinnliche Schauen, etwas, was heute durchaus auch schon praktiziert wird von etlichen Anthroposophen und mit dem man einen ganz bewussten Zugang bekommen kann, namentlich zu den ätherischen, bis zu einem gewissen Grad auch zu den astralischen Kräften, die im Leben der Natur wirken und dass man da also eine neue Lebenswissenschaft entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als elektrischer Apparat und der Transhumanismus 01:54:06 ===&lt;br /&gt;
Es ist natürlich jetzt trotzdem erst im Anfangsstadium und wir müssen uns halt jetzt ganz energisch durchkämpfen gegen eine Technikwissenschaft, die wir haben, die noch nicht in der vollen Blüte ist, aber die rasant auf eine volle Blüte zusteuert. Und diese volle Blüte hängt mit auch darin zusammen und daher ist das jetzt auch, ja, man mag es als Verirrung ansehen, aber es ist eine Notwendigkeit in der Entwicklung, eben erstens, dass man im Großen die Erde auch neben dem, dass sie ein sehr lebendiges Wesen werden wird, aber nicht mehr im Stofflichen sehr lebendiges Wesen, sondern eben auf der nächsten Ebene, also im Ätherischen, im Astralischen sich als sehr lebendiges Wesen erweisen wird, aber die Vorstufe dazu wird sein, dass die ganze Erde auch ein elektrisch tätiger Apparat wird, die ganze Erde ein selbsttätig elektrisch arbeitender Apparat wird, in die Richtung geht es auch bis zu einem gewissen Grad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ja, und es wird eine kleine Vorübung dazu sein, aber eine sehr wesentliche Vorübung, wo wir jetzt schon mittendrin stehen, eben das, von dem die Transhumanisten träumen, was aber dazu führt, also das heißt, eine durch die technische, tote technische Wissenschaft, durch die Robotik, durch die Computertechnik und so weiter, ein, wie soll ich sagen, künstliches ewiges Leben für den Menschen erzeugt wird, na, das wird so nicht spüren, aber es wird genau das geben, dass technische Apparate, namentlich eben auch Roboter erzeugt werden, die alle die Fähigkeiten entwickeln können, die der Mensch heute hat, insofern er sich nur mit toten Kräften, tote Kräfte in sich rege macht, also zum Beispiel in unserem heutigen Verstandesdenken, weil das ist praktisch vollkommen abgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denken besteht ja eigentlich aus der Tätigkeit der Lebenskräfte, von dort her kommt das Denken. Und nur unser heutiges Denken mit den abgestorbenen, nicht mehr lebendigen Begriffen, da ist heute der Ahriman hineingewirkt, da ist das Tote und da ist es wirklich Gehirndenken. Im Grunde ist das, was das Gehirn selbstständig tut und wo die Zerstörungsprozesse, die mit diesem Denken verbunden sind, im Gehirn eine wesentliche Rolle spielen. Also unsere Intelligenz, unsere heutige Intelligenz, wie wir sie haben, insofern sie gehirngetragene, gehirngestützte Intelligenz ist, die wird aber auch immer mehr unsere Lebenskräfte aufzehren. Wir sterben an unserem Intellekt, ganz deutlich, wir sterben an dem. Trotzdem wir scheinbar oder nicht nur scheinbar, sondern wirklich im Durchschnitt wesentlich älter werden, als in früheren Zeiten, also wenn man zurückgeht Anfang der Neuzeit oder noch weiter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war ein Lebensalter, wie es heute die Menschen erreichen, teilweise ganz illusorisch, wobei man aber, natürlich sehen wir es selbst die Bibel, das Alte Testament berichtet ja vom biblischen Alter, das so um die 70, 72 Jahre herumliegt, da steckt eine kosmische Dimension dahinter. Wir erreichen heute scheinbar durchschnittlich ein höheres Lebensalter, was der Preis dafür ist, aber dass das Leben in uns in Wahrheit gar nicht mehr lebendig ist so richtig, sondern dass wir selber immer mehr zu einem Mechanismus werden, namentlich zu einem gehirngesteuerten Mechanismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cyborgs und der Weg in die achte Sphäre 01:58:52 ===&lt;br /&gt;
Und das ist das, was wir übergeben werden und das wird dann die Zukunft sein. Ja doch, dass immer mehr auch Maschinen da sind, die völlig selbsttätig sind, die eben auch dieses tote Denken in gewisser Weise erzeugen, da fehlt aber dann alles Schöpferische drinnen. Also heute haben wir ein gewisses hybrides Denken, wenn man so will. Also wir haben etwas, was wirklich einen Anklang hat bereits an das, was künstliche Intelligenz macht, nur mit wesentlich geringerer Kapazität. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht da eben diesen Robotern oder dieser künstlichen Intelligenz Konkurrenz machen wollen. Das ist das, was Ahriman der Welt einpflanzt, indem er uns in den Griff kriegt, sodass wir solche Erfindungen machen, dass die ahrimanischen Wesenheiten dann eine Welt bauen können, in der dieses Prinzip immer mehr Platz greift, auch in der Natur Platz greift, weil es zuallererst in uns Platz greift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es werden viele Träume der Transhumanisten scheitern, aber wenn sie tätig werden und sie werden tätig werden, sie sind schon tätig und es wird in die Richtung hineingehen und es wird dann nicht aufzuhalten sein, es wird die Menschen dorthin führen, dass sie genau das Prognostizierte selber werden, dass wir so etwas wie Roboter werden tatsächlich, eine solche Art des Denkens haben und das werden im Übrigen genau die Menschen sein, die dann ihr eigentliches Erdenziel noch nicht erreicht haben, sondern die halt sehr stark in die Fänge der Widersacherkräfte, namentlich der ahrimanischen, geraten sind. Sie werden überleben länger als die Menschen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, wobei überleben unter Anführungszeichen zu setzen ist, weil die eigentlichen Lebenskräfte haben sie nicht. Aber sie werden in gewisser Weise als körperlich-technische Wesen, das heißt als Mensch-Roboter, als Cyborgs oder wie auch immer, wenn man das so will, wobei das natürlich noch ganz anders wird, als wir es uns jetzt vorstellen können. Also was wir jetzt an technischen Vorläufern des Ganzen haben, sind die ersten Versuche in die Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es wird das betreffen, gerade die Menschenwesenheiten, die dann die ersten Kandidaten sind, hinüberzuwechseln in die achte Sphäre. Die wird in gewisser Weise so funktionieren. Da wird ein starker Intellekt dort drinnen sein, aber es wird eben ein Intellekt sein, der eine Art übersteigerte künstliche Intelligenz ist. Sie wird das eigentlich Schöpferische nicht haben. Es wird aber der ideale Intellekt sein, um Ausführungsorgan, Befehlsempfänger anderer Wesenheiten zu sein, also eben der ahrimanischen Mächte, der asurischen Mächte und im Hintergrund der soratischen Mächte. Und das wiederum ist der beste Weg, also hinüberzuwechseln in diese sogenannte achte Sphäre und von dort aus eine ganz andere Entwicklungsrichtung einzuschlagen. Wobei wir ja davon gesprochen haben, dass das noch bis zur Venusinkarnation, zur neuen Venus unserer Erde, also bis zum sechsten kosmisch-planetarischen Entwicklungszustand unserer Erde, dass es noch eine Befreiung geben kann von dort. Aber wer sich nicht von dort retten kann, sicher sowieso auch nur mit Hilfe von Menschen, die mit der regulären Entwicklung mitgegangen sind und entsprechend die Hilfe leisten können, diesen Menschen dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es wird eben ein Teil mit hoher Wahrscheinlichkeit der Menschheit diesen Weg gehen, also einen ganz anderen Weg. Und das werden die Menschen sein, die natürlich nicht das entwickeln als erste Stufe der geistigen Wahrnehmung, was jetzt dieses Äthersehen ist, dieses neue Hellsehen, wenn man so will, also dieses Schauen der Imaginationen, dieses Schaffen der Imaginationen, dieses Malen der Imaginationen, dieses symbolische Gestalten der Imaginationen, durch die die geistigen Wesenheiten uns zugänglich werden, bewusst zugänglich werden, unserer Wahrnehmung bewusst zugänglich werden. Da müssen wir selber eben ganz aktiv werden.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sich selbst schauen als geistiges Wesen 02:04:22 ===&lt;br /&gt;
Und dazu müssen wir halt den großen Spagat schaffen, uns einerseits dieses tiefe Urvertrauen zu haben, ganz von uns selbst loszulassen, aufzugehen in gewisser Weise in der seelisch-geistigen Welt, uns zu verlieren in ihr und andererseits ganz stark auf unser Ich stellen können, um zugleich in dem Verlieren auch ganz bei uns sein zu können. Dazu braucht man nämlich diese Kräfte des inneren Schauens zum Beispiel eben auch. Da müssen wir auch uns selbst schauen können, unser eigenes Ich, unsere eigene Ich-Kraft ganz klar wahrnehmen können. Das heißt, wir müssen uns selbst wie einen Fremden gegenüberstellen können und uns selbst als geistiges Wesen so ganz objektiv erleben können wie einen anderen Menschen. Dann können wir daran ganz bewusst arbeiten und so bis in die feinsten Feinheiten so zu gestalten, dass wir wirklich Mitarbeiter sind an der Zukunft der Erde. Und dadurch auch natürlich Mitarbeiter und Mitschöpfer unserer selbst, also so wie es mit uns weitergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das wird wesentlich an uns liegen. Nicht, wenn wir da mal durchgegangen sind, dann liegt die weitere Entwicklung also erst recht ganz in unserer Hand. Jetzt während der Erdentwicklung ist uns die Möglichkeit gegeben, uns so weit zu entwickeln, dass wir unsere eigene Entwicklung ganz in die Hand nehmen können und sogar darüber hinaus auch ganz entscheidend mitarbeiten können an der Entwicklung der Welt, auf der wir dann leben werden. Weil wir eben solche kosmischen Verkörperungen ja noch einige vor uns haben. Verkörperungen jetzt sehr im weiteren Sinn, weil wie gesagt schon das neue Jerusalem wird nicht mehr so stofflich sein, wie das jetzt ist. Aber das wird so weit gehen, bis es so verdünnt ist, wie soll ich das sagen, das materielle Prinzip, dass es zunächst einmal ein Vulkanzustand entstehen wird, der ein Spiegelbild ist des alten Saturn und der sein Ziel aber damit erreicht, dann, dass diese ganze Wärmekraft, die dort noch sein wird, dass die ganz verinnerlicht ist und schöpferische Willenskraft geworden ist. Und zwar ganz bewusst geführte Willenskraft, wie wir es so jetzt in vielen Dingen noch gar nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können in vielen äußeren Handlungen sagen, ich will das, ich will das noch nicht, aber bei vielem zum Beispiel, was den Bau unseres ganzen Organismus betrifft, den Heilkräften, die in unserem Organismus wirken, haben wir noch wenig Bewusstsein dafür, wie wir die in der Hand haben sollen. Sollen wir alles noch kriegen während der Erdentwicklung? Werden wir es noch brauchen? Also das, was hygienischer Okkultismus zum Beispiel bedeutet, von dem wir heute wieder gesprochen haben, heißt, dass wir bewusst mit unseren Lebenskräften heilend umgehen können. Bewusst, immer bewusst, dass wir sie lenken können. Ich meine, heute würde ich das noch nicht riskieren, das wird man nicht schaffen noch. Also wir sind erst am Weg. Aber der Weg geht darüber, dass wir lernen, diese imaginativen Kräfte, diese Kräfte, die Imaginationen schaffen, dass wir die ganz bewusst ergreifen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== An der Quelle der Lebenskräfte 02:08:56 ===&lt;br /&gt;
Also das heißt, es geht bei dem Erleben der Imaginationen oder bei dem Schulungsweg, dort hinzugehen, primär nicht darum, dass man dann jetzt da sitzt und sagt, ich bin jetzt Hellseher, ich schaue die ganze geistige Welt und kann also das Werk von Steiner weiterführen auf noch höhere Ebene. Ja, das wird auch kommen, keine Frage. Aber um das geht es eigentlich gar nicht primär, sondern es geht darum, dass wir dann an der Quelle der Lebenskräfte überhaupt sitzen und dass wir dann unsere ganzen Lebenskräfte immer mehr selber gestalten können. Dass wir selber unser Seelisch-Astralisches so gestalten, dass wir schöpferisch darin Kräfte entwickeln, die wir heute uns nur aus dem Kosmos holen können, die wir aber in der Zukunft einmal aus uns holen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir haben heute durchaus das Problem, dass gewisse astralische Kräfte, die notwendig sind, also die Bilder, die Vorbilder bilden, aus denen sich unsere Äther-Kräfte ihre Gestaltungskräfte holen, die sie jetzt aus der Weisheit des Kosmos holen, um heilend zu wirken, um überhaupt unseren Organismus wieder erfrischen zu können, zu verhindern, dass er eigentlich schon nach drei Tagen sterben müsste. Wenn wir das nicht hätten, diese astralische Erfrischung, jede Nacht, also das heißt im Schlaf, wenn wir uns das nicht holen würden, könnten wir, so wie wir jetzt sind, nicht länger als drei, vielleicht vier Tage überleben. Nicht länger, muss man sich einmal vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir werden so weit kommen, dass wir das in einer gewissen Weise schon auf dem neuen Jupiter, also in dem neuen Jerusalem und dann in gesteigerter Form immer weiter, wo wir ja dann auch nicht mehr so stofflich natürlich verkörpert sind wie wir, aber dass wir das, was unser Leben ausmacht, unsere Lebenskraft, die wird es nämlich auch geben, wenn wir nicht mehr physisch verkörpert sind. Dann sind wir zunächst einmal ätherisch verkörpert. Und da muss dieses Ätherische ja trotzdem auch Kräfte bekommen, dass in diesem Ätherischen die Gestaltungen wirken, im rein Ätherischen, nicht mehr im Stofflichen, aber im rein Ätherischen, dass wir unsere Geistgestalt dort leben lassen können darin. Unsere Auferstehungsgestalt leben können darin. Natürlich haben wir Unterstützung durch den Christus dabei, das geht ja die ganze Zeit, aber das Eigentliche, was dazu wichtig ist, was dem Ganzen die, wie soll ich sagen, die individuelle Note gibt, die aber notwendig ist für unser ätherisches Überleben, dass wir an dem immer mehr selber arbeiten. Dass wir uns immer mehr selber gestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der hygienische Okkultismus als Aufgabe Mitteleuropas 02:12:00 ===&lt;br /&gt;
Ein kleiner Vorglanz ist das, dass wir die Heilkräfte, die heilenden Kräfte in der Zukunft, also insbesondere in der nächsten Kulturepoche, also in der wird es die Anfänge bereits geben, weil Rudolf Steiner ist da sehr deutlich und sagt, gerade diese Fähigkeit wird relativ bald da und dort erwachen, namentlich hier in Mitteleuropa. Es ist gerade eine Aufgabe Mitteleuropas, das zu entwickeln und da ist besonders die Fähigkeit dazu da, den hygienischen Okkultismus zu entwickeln, aber das hat eben nichts mit den Hygienevorschriften zu tun, wie sie heute uns gegeben werden, die natürlich durchaus Sinn machen und alles, aber die auch neben dem äußeren Desinfizieren vielfach heute zu einem Desinfizieren von allem Geistigen führen und das ist kontraproduktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, wo wir also in Wahrheit wirklich die Lebenskräfte selber viel bewusster lenken können, nämlich so, dass sie im Einklang mit unserer Individualität sind und aus dem heraus, indem wir uns so gestalten und beleben, werden wir lernen, wie wir die Erde beleben können, sodass sie nicht frühzeitig abstirbt und dass dann eben insbesondere das, was, wenn sie dann doch einmal abstirbt, das heißt stofflich jedenfalls ganz zerfällt, auch das Ätherische sich verflüchtigt und so weiter, was eben dann in den astralischen Zustand übergeht und von dort dann in den niederen und den höheren geistigen Zustand übergeht, bis dann die ganze Entwicklung in diese sogenannte geistige Nacht taucht, in das sogenannte Pralaya, das ganz wichtig ist, also ein Tiefstschlafzustand, wenn man so will, der ganzen Weltentwicklung, der aber in Wahrheit dann auch wieder kein Schlafzustand ist, wenn man wirklich in den Kern hineingeht, sondern wo die höchste Aktivität ist und wo der Mensch auch immer bewusster Mittätiger sein wird, also auch gerade in diesem Pralaya-Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wird uns in der Zukunft so weit bringen, dass wir wirklich, wenn wir dann diesen Vulkanzustand, den siebenten und letzten Entwicklungszustand durchgemacht haben, dass wir dann wirklich eben in wesentlich größerer Weise schöpferisch tätig werden in der kosmischen Entwicklung. Mittätig werden, aber so, dass wir also ganz entschieden mitarbeiten wollen an der Gestaltung eines kosmischen Systems, eines neuen kosmischen Systems, das aber jetzt nicht mehr eine Metamorphose der Erdentwicklung ist, sondern etwas ganz Neues bedeutet. Und diesen ganz neuen Einschlag, den bringen wir als Menschheit dann hinein. Und zwar aus den Impulsen, die jeder einzelne Mensch mit dort hineinbringt. Und dem lebt es dann drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Bruchteil dessen, was Rudolf Steiner geben konnte 02:15:44 ===&lt;br /&gt;
Da sind viele Fragen zweifellos noch offen, viele Fragen, die auch Rudolf Steiner noch nicht beantworten konnte, nämlich deswegen nicht beantworten konnte, weil er kein Verständnis hätte dafür finden können. Man muss denken, aus dem, was Rudolf Steiner gegeben hat, das ist ein Bruchteil dessen, was er im Laufe seines Lebens erkennen und erfahren und wahrnehmen konnte. Das ist der Bruchteil davon, den er den Menschen schenken konnte, die bereit dafür waren, eben diesen Teil aber nicht mehr überhaupt entgegenzunehmen. Das ist das ganz Schwierige. Also abgesehen davon, dass natürlich ein Mensch, auch wie Rudolf Steiner, in einer endlichen Lebensspanne nur endlich viel geben kann und die geistige Welt natürlich unerschöpflich ist. Das heißt, das als verkörperter Mensch auszusprechen, nur in irgendeiner Weise im Gesamtumfang, ist sowieso völlig unmöglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im geistigen Zustand, in dem wir sind, alle Menschen und natürlich Rudolf Steiner ganz besonders, aber im Prinzip potenziell ist das allen Menschen möglich, da ist noch viel, viel mehr möglich. Und in dem bereitet sich etwas vor, was dann eben im Ziel unserer Entwicklungskette, aber dieses Ziel ist eigentlich nur eine Wegmarke und von dort erst geht es eben los, dass wir als Menschen schöpferisch verantwortlich sind, in der Gemeinschaft mit dem Christus, aber hauptverantwortlich sind für eine ganz neue kosmische Entwicklung in der Dimension eines ganzen Planetensystems. Eines Planetensystems, das sich dann wieder durch viele Stufen entwickeln wird, in ganz anderer Art. Niemand kann vorhersehen, wie das ist. Niemand, eben auch die Gottheit nicht, darüber haben wir schon gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also mit dem Entschluss, diese Entwicklung anzustoßen, wie sie durch unsere sieben kosmischen Entwicklungsstufen gegeben ist, ist die, dass die Gottheit ganz dezidiert verzichtet hat, erstens einmal überhaupt jetzt da mittätig zu sein, sie hat sich ganz zurückgezogen, aber auch sie hat sich damit auch ihrer Allmacht begeben und ihrer Allwissenheit. Das heißt, die Zukunft ist auch für die Gottheit aus der Perspektive der Gottheit, für das Bewusstsein der Gottheit, für das der Vatergottheit unvorhersehbar geworden. Unvorhersehbar geworden. Sie kann natürlich, sie nimmt wahr, was die Menschheit einbringt in das Ganze, weil wir sind dieser Faktor, der diese Unvorhersehbarkeit hineinbringt. Es sind nicht die geistigen Hierarchien, die über uns stehen, also die Engel, Erzengel, Urengel, bis hinauf zu den Seraphim, die sind es alle nicht, weil sie die Freiheit nicht haben. Und damit im eigentlichen schöpferischen Sinne nicht mitarbeiten können. Sie sind sehr hohe, aber nur ausführende Organe. Sehr hohe Organe der Gottheit, aber ausführende Organe und nicht selbst kreativ schaffende Organe, aus eigenem, weil sie die Freiheit nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das kleinste, jüngste Wesen mit dem Geschenk der Freiheit 02:20:08 ===&lt;br /&gt;
Nicht mehr und nicht weniger ist das, was vom Menschen erhofft wird. Aber das wird diesen Beitrag leisten. Ob es wird, ob es nicht wird, ob die ganze Menschheit versagt oder verweigert dieses Prinzip oder ob wir dieses Prinzip weitertragen in die Welt, sodass auch andere Hierarchien Schritt für Schritt teilhaftig werden können der Freiheit und damit eben auch die ganze geistige Welt im Grunde völlig verändert wird, ihr Zusammenwirken völlig verändert wird. Da sind wir dieses kleinste, jüngste, unfähigste geistige Wesen, weil wir haben noch ganz kleine Fähigkeiten, weil wir haben schon Schwierigkeiten jetzt sogar imaginativ zu schauen, also Imaginationen zu erleben und das ist die, so wie soll ich sagen, noch der primitivste und einfachste Zugang zur geistigen Welt. Das ist noch etwas ganz Kleines in Wahrheit im Vergleich zu dem, dass wir dann einmal ein ganzes kosmisches System mitschaffen, ein Planetensystem, wenn wir so wollen und es wird ganz anders sein als das, was wir heute als Planetensysteme kennen, weil der ganze Kosmos ja eigentlich umgestaltet wird mit darin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist nicht einfach wieder ein neues Planetensystem oder was, was irgendwo geschaffen wird. Da ist längst der Kosmos schon etwas ganz anderes geworden und wir werden mitgearbeitet haben daran. Wir werden mit Weichen gestellt haben. Ja, vielleicht auch Weichen auf Abstellgleise zwischendurch, das kann es natürlich auch sein, dann werden wir aber auch wieder mitarbeiten müssen, um das zu beheben. Wir können das, wir dürfen das, wir sollen das. Es wird von uns erwartet. Darum reden wir über diese Themen. Was es wirklich bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist es nicht so, dass wir heute irgendwen dazu verleiten sollten, du musst unbedingt jetzt Imaginationen schauen, du musst hellsichtig werden oder wie immer man das nennen will. Gar nicht. Jeder nach seinem Schicksal, jeder nach seinen Möglichkeiten. Es muss ja ganz aus der Freiheit geschehen. Und daher muss man den Menschen auch zugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Johannes Thomasius und der Mut zum Schritt 02:22:31 ===&lt;br /&gt;
Und darum, ich finde das so genial, dass diese Mysteriendramen beim Johannes Thomasius, der halt ja so ein, ich will nicht sagen Musterschüler ist, aber er ist das für Rudolf Steiner geradezu das Urbild des geistig strebenden Menschen, aber der halt mit all den Hürden zu kämpfen hat, die damit verbunden sind. Und der stolpert auf den Weg. Er stolpert, stolpert, stolpert auf den Weg und immer wieder dann verständlicherweise sagt, nicht jetzt. Bitte verlangst es nicht jetzt von mir. Ich bin noch nicht so weit. Und er muss immer wieder lernen, ja, aber du musst den Schritt tun, um so weit zu kommen. Du musst den Schritt wagen, wo du eigentlich völlig blind noch bist. Und du musst sehend werden für die Aufgabe, die dort an dir vor Augen tritt. Und die sichtbar wird für dich aus den Fähigkeiten, die du jetzt entwickelt hast, bis jetzt entwickelt hast, von denen du noch gar nicht weißt, was du eigentlich tun sollst damit, im Grunde. Und wo du dann aber sehen wirst, ah, da ist eine Fähigkeit da, die wird gebraucht, um an der Welt mitzuarbeiten, schaffend an der Welt mitzuarbeiten, in immer größerem Maße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum geht es. Deswegen sind die Sachen mit den Inspirationen und so weiter, mit den Bildern, die man sich schaffen kann, Bildern im weitesten Sinn von der geistigen Welt, jedenfalls ein Bewusstsein, ein klares Bewusstsein sich erwirbt, dass wir lernen, sie wahrzunehmen und uns eher so sicher zu bewegen wie in der äußeren Welt. Darum beschäftigt man sich damit. Weil hier jetzt während unserer Erdentwicklung, während unserer ganzen Erdentwicklung, Schritt für Schritt, wir alle diese Fähigkeiten erwerben sollten, wenn wir das Geschenk, das uns gegeben wurde, das Geschenk der Freiheit, wenn wir das in gutem Sinne benutzen wollen und nicht missbrauchen wollen. Wobei die Entscheidung, was Missbrauch ist und was Gutes ist, unsere ist. Das heißt, das, was herauskommt dabei, ob es gut oder schlecht ist, das wird sich weisen, es wird sich weisen an dem, was wir überhaupt erst hervorbringen. Und wir werden es selber beurteilen müssen, immer mehr selber beurteilen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der strenge Blick Uriels in der Johannizeit 02:25:31 ===&lt;br /&gt;
Wir haben jetzt noch sehr viele Hilfe dabei von Wesenheiten, die über uns stehen. Wir leben ja auch in der Johannizeit, wir haben jetzt vor kurzem die Johanni-Imagination gelesen, wie wir es jedes Jahr tun und haben gesehen, dass ein sehr strenger Blick auf uns fällt, Uriel blickt, also sehr stark auf uns herunter und schaut in den Kristallstrukturen der Erde, in den Ordnungen, die dort sind oder auch in den Unordnungen, die drinnen sind, sieht er, wie gut oder wie schlecht die Menschheit insgesamt schon gearbeitet hat und wir sollten halt lernen, darin zu lesen. Dann haben wir eine Orientierung daran, wo wir stehen in unserer Entwicklung drinnen. Und das wird uns so gezeigt, dass wir uns entscheiden müssen, dafür es überhaupt wahrzunehmen oder nicht wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Uriel blickt sehr streng, das sehen wir. Und wir sehen sogar, wie wir bis ins ganze Naturgeschehen hinein viele Fehler eingebaut haben in die ganze Erdentwicklung. Das sind nämlich diese ganzen Strukturen, die nicht so sind, die nicht diese klare Ordnung haben, die sie haben hätten können. Die Kristalle nämlich, die drinnen sind in der Erde, wo wir so vieles zerstört haben daran. Eben dadurch, dass wir aus unserem Ich heraus, wirklich aus unserem Ich heraus, noch sehr ungeschickt waren und sind. Aber es ist zugleich das Ganze der Ermunterung, schaut&#039;s dem bewusst ins Gesicht sozusagen, der Tatsache, schaut, welche Fehler er geschaffen hat und schaut&#039;s, was ihr daraus machen könnt. Ja, schaut selber, was ihr daraus machen könnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist ein wesentlicher Punkt, warum wir hier auf Erden sind. Unser Erdenleben führen, in vielen Inkarnationen führen und dass dazu natürlich viel Äußeres tun da ist und das ist ganz wichtig. Wir sollen nicht die ganze Zeit nur meditieren und sozusagen in die geistige Welt schauen, sondern gerade wir sollen versuchen, auch hier es ins praktische Leben umzusetzen. Das ist ganz wichtig. Dadurch wird es erst wirklich zu einer Fähigkeit, mit der wir die Zukunft, und zwar auch die fernste Zukunft, mitgestalten können, wie wir es sollen. Sollen. Aus Freiheit sollen, wo es uns ermöglicht ist. Das ist ein Geschenk, das wir annehmen oder auch ablehnen können. Niemand zwingt uns. Es steht da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschenk und Austausch: der Funke, der Kräfte weckt 02:28:30 ===&lt;br /&gt;
Und so sollten Geschenke halt immer sein. Geschenke sind etwas, was man gibt, was Anregung sein kann vielleicht, von dem man aber nicht zwingend erwartet, wo man eigentlich gar nicht erwartet, dass der andere es annimmt oder annehmen muss, das schon gar nicht, sondern wo es etwas in ihm zum Schwingen bringen kann. Und in den meisten Fällen wird es auch so sein, dass er gar nicht das unmittelbar annimmt, was wir jetzt so als Fertiges ihm anbieten, als Ding, sondern wo nur ein Funke überspringt, der in ihm selber die schaffenden Kräfte weckt. Und ihm den Mut erweckt, in ihm aus dem heraus tätig zu werden. Ganz auf die eigene Verantwortung. Und das ist Mitverantwortung für die ganze Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So groß ist das Ganze. Es braucht uns nicht schrecken, aber es sollte uns langsam bewusst werden. Vielleicht lernen wir aber daran, uns auch selber in unseren Möglichkeiten und in den Aufgaben, die wir lösen können und was uns zugetraut wird, besser kennen. Und vielleicht macht uns das auch mehr Mut, tätig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, damit, meine Lieben, möchte ich aber wirklich für heute Schluss machen. Es ist sowieso lange geworden. Wir haben über die Sinne jetzt doch nicht näher gesprochen, aber es wird sicher früher oder später kommen. Es kann auch später sein. Es macht nichts. Ich danke euch für eure Geduld. Ich danke euch allen, die beim Livestream dabei seid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank, Wolfgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne, gerne, danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Danke für den tiefen Vortrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne, danke. Ich danke euch wirklich sehr intensiv für eure Unterstützung. Es wäre nicht möglich, irgendwas davon zu sprechen, wenn nicht Menschen da sind, die es nehmen wollen. Freiwillig sozusagen. Nehmen wollen im Sinne, sich anregen lassen und dann selber damit tun, was sie wollen. Sonst hat das überhaupt keinen Sinn. Es braucht beides. Und jeder Mensch kann auch beides sein. Wir sollten von den anderen nehmen, weil jeder hat was zu geben. Und jeder sollte auch die Fähigkeit haben zu nehmen. Dann ist wirklich ein Austausch da. Dann wird es was Lebendiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Ja, genau. Herzlichen Dank, Wolfgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Danke euch. Bis zum nächsten Mal. Danke. Alles Gute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Bis zum nächsten Mal. Schönen Abend, Wolfgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Tschau, tschau. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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2026: ab Folge 299. - bis ...&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 140. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|140]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|141]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 97. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|97]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
2021: Folge 45. bis 89. &lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 19. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|19]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 20. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|20]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|21]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 22. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|22]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 23. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|23]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 24. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|24]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 9. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|9]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 10. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|10]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|11]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 12. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|12]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 13. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|13]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|14]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|15]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 16. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|16]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|1]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 2. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|2]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 3. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|3]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|4]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 5. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|5]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 6. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|6]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|7]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|8]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorlage:Linkbox]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorlage Tabelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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&lt;br /&gt;
[[Datei:321.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=FlopAeTG9rM|thumb|321. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 30. Juni 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/ebnev4bear4qi743c4ktj/320.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=22ehsbbu7bu7e9w9ozuidync2&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 321. Vortrags vom 30. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und der 13. Wochenspruch 00:00:38 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zur 321. Folge. Und wir starten los mit dem 13. Wochenspruch, entsprechend der 4. Juniwoche, so wie es hier steht, also in der ursprünglichen Fassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bin ich in den Sinneshöhen, so flammt in meinen Seelentiefen aus Geistesfeuerwelten der Götter Wahrheitswort. In Geistesgründen suche ahnend dich geistverwandt zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt ziemlich stark in den Sinneshöhen draußen, sage ich einmal, mit bei den Temperaturen, vor allem die es auch hat. Also es ist einerseits die Wirkung des Lichtes, es ist die Wärme, die einen sehr stark heraushebt. Also wir sind ziemlich draußen, sage ich einmal, in den Geistesfeuerwelten, aber auch äußerlich ist es relativ warm. Also es ist schwer jetzt, ganz bei sich zu bleiben, aber es ist eben genau diese Stimmung, die aber auch notwendig ist, um gerade in das Imaginative hineinzukommen. Man muss einerseits klare Bewusstheit haben, aber andererseits auch ganz aus sich herausgehen können. Das ist schwierig, das zusammenzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Grund, warum, obwohl eigentlich die Fähigkeit zur Imagination jeder praktisch heute hat, es doch nicht so viele Menschen schon erleben bewusst. Wenn man beides haben muss, man muss also die Präzision, die Klarheit, die Wachheit haben, die uns letztlich auch das Verstandesdenken und die klare sinnliche Beobachtung gegeben hat. Und wir müssen andererseits völlig loslassen können von uns selbst und einfach nur leben in dem, was auf uns zukommt. Und zwar ohne es begrifflich gleich zu fassen. Das ist ganz wichtig. Also in der Imagination ist das das Letzte, was passiert. Also dass man es begrifflich fasst. Das Schauen ist zunächst einmal, und das Schauen ist ja eigentlich ein Malen, haben wir gesagt. Also in der Imagination, es ist eigentlich, man muss das Bild selber gestalten, aber man muss es völlig freilassen von gedanklichen Erwägungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagen wir es einmal so, also ich habe eine bestimmte Anschauung von der Welt und die fließt halt dann ein in meine Gestaltung, in mein imaginatives Bild, das ich mir schaffe. Genau das darf eben nicht passieren. Dann komme ich nämlich nicht an die objektive Wahrheit heran oder an die Wirklichkeit besser gesagt heran, weil die Sache mit objektiv und subjektiv, das ist sowieso eine Schranke, die hier überschritten werden muss. Wir müssen beides zugleich haben. Wir müssen ganz außer uns sein, wir müssen, aber auch, wir werden das heute sehen, ich möchte es fertig machen mit den Sinnen heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben äußere Sinne, die gehen nach außen, da bewegen wir uns nach außen in die geistige Welt hinein oder in die Astralwelt von mir aus hinein, in die Ätherwelt hinein. Müssen wir schauen, wie man das unterscheiden lernt, wo wir uns gerade befinden oder wo wir uns bewegen. Aber wie auch immer, als Imagination, ganz deutlich unterscheiden, als Imagination, kann es uns nur bewusst werden, wenn wir die Imagination schaffen. Wenn wir sie also malen sozusagen, zeichnen, malen, wie immer, in Farben, in Formen sie gestalten. Aber sie muss unmittelbar aus dem Erleben herauskommen, sodass wir also das, was wir erleben an der Welt, sagen wir mal so, was uns berührt aus der Welt, und zwar durchaus vermittelt durch die Sinneswelt, aber was eben nicht unmittelbar immer der sinnliche Eindruck ist, sind vor allem das, was an Wesenheiten dahintersteht, die uns berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kann man sehr gut herankommen, wenn man sich einmal wirklich intensiv auch mit der Sinneswelt beschäftigt und sich einlässt darauf und trotzdem muss man sie dann fallen lassen. Und was dann überbleibt, sind die Elementarwesen, die höheren geistigen Wesenheiten, die uns begegnen drinnen, die in ein, wenn man so will, Gespräch mit uns kommen, in ein Geistgespräch mit uns kommen. Aber dass wir sie wirklich erleben, erfahren, dazu müssen wir selber aktiv werden. Sonst erleben wir sie einfach nicht. Sonst haben wir nur einen gefühlsmäßigen Eindruck. Da ist etwas. Da ist sicher wichtig, dieser Eindruck, aber wir müssen zu mehr Klarheit kommen. Aber zu dieser Klarheit kommen wir, wenn wir also jetzt ganz hineingehen in dieses, wie soll ich sagen, seelenkünstlerische Gestalten der Imagination.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, das, was uns berührt, dass wir es an Sinnesqualitäten, aber auch an Gefühlsqualitäten, die wir erleben, dass wir das in ein Bild fassen, das aber jetzt nicht einfach nur unser Gefühl ausdrückt, sondern das die Wesenheiten selber ergreift, beschreibt sie, zeichnet sie, malt einfach in gewisser Weise. Ich weiß, das ist jetzt sehr schwierig nachzuvollziehen, aber so ist es halt einfach bei den Imaginationen. Es ist einfach einerseits so was ganz Naheliegendes und so Selbstverständliches, aber es ist andererseits für uns heute immer noch sehr ungewohnt, uns darin zu bewegen, in diesen Imaginationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Loslassen des Eigendenkens 00:07:11 ===&lt;br /&gt;
Wir haben ja schon einiges besprochen, ausgehend eben von den zwölf Sinnen des Menschen, wobei wir eben unterscheiden müssen zwischen den äußeren und den inneren Sinnen, also sieben äußere Sinne im Wesentlichen und fünf innere Sinne, die wir haben. Beide spielen bei der Imagination eine große Rolle. Nämlich nicht die Sinne als solche, sondern die seelischen Bewegungen, die damit verbunden sind. Was uns die Organe dazu schafft, wahrzunehmen, entweder sinnlich oder, wenn man so will, übersinnlich, sprich imaginativ, wobei imaginativ durchaus ein traumbildähnliches Bild ist, das allerdings heute ganz bewusst geschaffen sein sollte, das also nichts Visionäres hat, das uns nicht überfällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß, ich habe das schon sehr, sehr oft gesagt, aber man kann es nicht oft genug sagen. Vielleicht ist dann hier und da mal eine Variante dabei, wo ein zündender Funke kommt, was man sich wirklich darunter vorstellen kann. Ich versuche es von immer wieder neuen Ecken zu beleuchten, immer wieder es neu zu formulieren, damit man es einmal fassen kann. Es ist ja so schwer, etwas zu fassen, von dem man jetzt vielleicht gedanklich weiß, es ist da, von dem wir gelesen haben in den Vorträgen von Rudolf Steiner oder vielleicht von anderen Menschen gehört haben davon auch, aber wie fasse ich es wirklich, wie komme ich wirklich jetzt dazu, es zu erleben, es zu erfahren, es ganz klar zu erfahren und ganz bewusst zu erfahren und trotzdem auf der ersten Stufe ganz loszulassen das Eigendenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz wichtig. Das Eigendenken umfasst vor allem nämlich einmal alles das, was wir gelernt haben, was wir studiert haben, was wir uns angeeignet haben, was wir von mir aus auch bei Rudolf Steiner gelesen haben, aber das müssen wir sofort vergessen, wenn wir es selber imaginativ wahrnehmen wollen. Das müssen wir völlig ausblenden können, das ist die große Schwierigkeit, weil sonst besteht die Gefahr, dass wir uns ein verfälschtes Bild bauen, weil die Wahrnehmung ist trotzdem etwas anderes als, wie soll ich sagen, die Vorstellung, die wir uns bilden anhand der Begriffe, die wir gelernt haben. Also die Vorstellung, wo wir einerseits natürlich sinnliche Qualitäten hineintragen, müssen wir sogar hineintragen in gewisser Weise in die Imagination. Das ist das Paradoxe, es ist ein sinnlich-übersinnliches Wahrnehmen in gewisser Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden dann noch sprechen davon, wie man sich herantasten kann, also wie man zum Beispiel an die Qualität des Lichtes herankommen kann, wirklich des Lichtes, also des wesentlichen Teils, das eigentlich ein geistiges Licht ist, das aber die Voraussetzung ist, dass wir uns Imaginationen bilden können, und sie sind doch aber nicht einfach das, was wir äußerlich als Licht wahrnehmen. Das heißt, wir müssen eigentlich im Grunde in eine Meditation, wenn man so will, hineingehen, wo wir das äußere Licht ausschalten und innerlich zu einem Lichterleben kommen. Und noch dazu zu einem Lichterleben, das aber jetzt nicht einfach Erinnerung an etwas ist, was wir sinnlich erfasst haben, sondern wo wir uns aus innerer Kraft ein gewisses Licht aufbauen. Also ein Geisteslicht aufbauen. Ich kann es auch nur in Worte fassen, die es halt wieder mit unserem äußeren Sehen vergleichen in gewisser Weise, und trotzdem ist es anders. Aber genau dieses Andere kann man im Grunde nicht beschreiben, man muss es erfahren selber. Dann weiß man, was gemeint ist. Ansonsten ist immer wieder die Gefahr da, dass große Missverständnisse auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Goethe und das sinnlich-übersinnliche Schauen 00:11:49 ===&lt;br /&gt;
Also das nur als Einleitung zu dem Ganzen. Also dieses Sinnliche, Übersinnliche, zwischen beiden Welten zu gehen. Also wenn man nimmt, Goethe konnte im Sinnlichen das Übersinnliche zwar nicht schauen eigentlich, aber doch miterleben. Das ist eine ganz eigene Art, die so den Übergang irgendwo bildet, die er hatte. Etwas, was ganz, ganz wichtig ist, um die Natur zu verstehen. Also Goethe ist vielleicht der größte Eckpfeiler, der größte Eingeweihte kann man sagen, der uns lehren kann, unmittelbar dieses imaginative Schauen im Wahrnehmen der Natur. Dieses sinnlich-übersinnliche Schauen. Das, was Rudolf Steiner dann gibt, geht noch weit darüber hinaus, baut auch auf der Basis aber ganz deutlich auf von dem, was Goethe gegeben hat. Eben in seiner Metamorphosenlehre, aber auch in seiner Farbenlehre, wo er ja ganz deutlich zeigt oder andeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, wie viele Menschen das wirklich genau, konkret verstanden haben, aber was wir als Farben erleben, ist eigentlich schon auch ein nicht nur Sinnliches, sondern vor allem auch ein Übersinnliches Erleben. Jede Farbe hat eine, die wir sinnlich erleben und die wir als Rot, Blau und so weiter bezeichnen, hat eine übersinnliche Qualität. Und wenn wir nur die äußere Farbe sehen, dann fehlt ein ganz wesentlicher Teil. Dann fehlen also diese ganzen elementaren Kräfte, diese elementaren Wesen, die dahinterstecken, die das Eigentliche der Farbe ausmachen. Also, weiß ich nicht, der Farbe Rot, die uns bedrängend ist, die auf uns zukommt in einer gewissen Weise, wobei es aber wirklich sehr davon abhängt, genau welche Farbnuance es ist. Und dahinter steckt aber eine Willenskraft von Elementarwesen, die dahinterstecken. So schön wird es ja, Rudolf Steiner schildert da dann mit einem Regenbogen zum Beispiel. Also die Regenbogenfarben, die dahinterstehen, wie da die Elementarwesen tanzen eigentlich. Und die machen die Farben. Also, wenn man das jetzt rein nüchtern, physikalisch, äußerlich betrachtet, so ist das eine völlig abstrakte Geschichte, die der eigentlichen Wirklichkeit, die dahintersteckt, nicht annähernd gerecht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keine Naturwissenschaft, sondern Technikwissenschaft 00:14:41 ===&lt;br /&gt;
Das ist das große Problem, wie der Nebensatz, ich habe es ja in letzter Zeit öfters erwähnt, wir haben im Großen und Ganzen keine Naturwissenschaft heute. Jedenfalls die akademisch betriebene Naturwissenschaft, die in den Forschungseinrichtungen da ist, ist eine alleinige Technikwissenschaft in Wahrheit. Und diese technischen Prinzipien werden jetzt gedanklich übertragen auf die Natur irgendwo. Und man glaubt damit die Natur zu erklären und versteht dadurch die Natur überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe es in den letzten Vorträgen immer wieder erwähnt, weil wir ja auch jetzt mit unserem Bewusstseinsseelenzeitalter absolut im tief ahrimanischen Zeitalter drinnen stehen. Mit dem Nachsatz, ganz bewusst sollen wir uns in diesem Zeitalter, in der ganzen Kulturepoche mit dem Ahriman auseinandersetzen, insbesondere. Natürlich die Auseinandersetzung mit Luzifer nicht vergessen, aber wir müssen uns jetzt so stärken, dass wir mit den ahrimanischen Kräften so gut umgehen können, dass wir sie erlösen können. Das heißt, dass wir dem Ahriman zeigen, was wir mit dem, was richtig durchaus auch ist in dem, was er uns bringt, nämlich mit den Todeskräften, die drinnen sind, wie man die aber überwinden kann. Im Denken auch. Und dass wir dann kommen zu einem wirklich lebendigen Denken, zu einem lebendigen Denken, das aber zugleich eine Erfahrung gibt des Lebens in der Natur draußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, weil heute, wie studieren wir heute das Leben? Wir studieren die äußere, sinnlich-physische Erscheinung, in der sich natürlich irgendwo zeigt, äußert das Leben. Aber wenn wir glauben, dass alles das, was wir daran messen, wägen, bestimmen können oder auch in Farben sehen können, dass das alleine schon, wenn wir es äußerlich, sinnlich nur betrachten, dass das uns irgendeine Vorstellung vom Leben gibt, dann sind wir auf dem Holzweg. Ich meine, das Leben ist eben auch nicht die noch weitergehenden, obwohl durchaus ganz klar wissenschaftlich zu beweisenden Tatsachen mit DNA, also Genetik drinnen, was da drinnen ist. Das ist alles, wir haben das in uns. Aber das ist nicht das Leben in uns, das ist nicht das, was das Leben bestimmt in uns, sondern das ist der Tod, der in uns lebt oder wirkt oder arbeitet, besser gesagt. Das ist der Ahriman im Wesentlichen, der in uns arbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Synthetische Arzneimittel und das Tote im Organismus 00:17:23 ===&lt;br /&gt;
Und so ist es bei den synthetischen Arzneimitteln, die heute geschaffen werden. Natürlich, sie bewirken etwas in uns, sie bewirken etwas in uns, insofern wir eben ein rein physischer Organismus sind. Sie fördern das Leben in uns nicht, aber sie können dazu helfen, gewisse stoffliche, physische Unzulänglichkeiten in unserem Organismus, naja, wie sage ich das jetzt vorsichtig, dort einzugreifen, auf jeden Fall etwas vielleicht in eine bessere Richtung lenken, gewisse Fehler, gewisse zu starke Todesprozesse zumindest auszuschalten oder zurückzudrängen in unserem Organismus, aber trotzdem ist es nur eine Arbeit mit dem Toten in uns. Nichts von Leben ist drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist von wenigen Menschen abgesehen in unserer Zeit, in unserer Kulturepoche überhaupt, kein Verständnis für das wirkliche Leben da. Und am allerwenigsten in der Medizin, in der Biologie, in all diesen Fächern, die sich wissenschaftlich mit dem Leben beschäftigen, ist keine Ahnung davon da. Ich sage das bewusst so krass, ich bin mir bewusst, dass man damit natürlich sehr leicht jetzt angeprangert werden kann, dass man völlig verrückt ist irgendwo oder dass man, wie heißt es heute, ein Schwurbler ist, der in die falsche Richtung geht und Fantastereien erzählt. Ja, mag ja so sein, dass viele das so empfinden werden und so verstehen werden, weil wenn man in unserem Erziehungssystem, in unserem Bildungssystem, namentlich in unserem akademischen Bildungssystem heute aufgewachsen ist, groß geworden ist, damit hineingewachsen ist in dieses System, kann man sich die Welt eigentlich gar nimmer anders vorstellen. Und einer, der das noch konnte, war Goethe zum Beispiel. Der konnte das. Und er konnte imaginativ die Dinge schauen eigentlich in Wahrheit. Zugleich sinnlich und zugleich imaginativ. Er konnte beides verbinden. Es war ganz eng miteinander. Und das ist gerade der angemessene Zugang zum Sinn, das sinnlich-übersinnliche Schauen. Das ist der Zugang heute zum Weltverständnis in unserer Kulturepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiler statt Registrierungsinstrumente 00:20:26 ===&lt;br /&gt;
Also ein nur Sehen des Sinnlichen und das Erklären dann durch, wie soll ich sagen, stoffliche, physikalische, chemische Vorgänge, das führt völlig weg vom Verständnis des Lebens. Das führt völlig weg von einem Verständnis, dass es überhaupt so etwas wie Geist oder Seele geben kann. Sehen wir ja in Wahrheit auch, es sind ganz wenige Wissenschaftler, Naturwissenschaftler namentlich, die mit diesen Begriffen irgendwas anfangen. Es sind Ausnahmen. Und selbst dort, wo die Ausnahmen da sind, ist es selten so, dass es aber jetzt wirklich konkret wird, wie es einerseits schon im Ansatz bei Goethe da war und wie es konkret dann dargestellt wird bei Rudolf Steiner. Und woraus dann auch wirklich Heilverfahren und dergleichen entwickelt werden, die wirklich das Leben fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich sage das ganz bewusst, auch trotz dem, dass ich jetzt nicht behaupten will, also die anthroposophischen Medikamente sind alle Wundermittel, die alles lösen können, was die äußere Medizin nicht löst. Ich meine, die äußere Medizin kann manches lösen, was daran liegt, was liegt an den Todesprozessen in uns. Und da kann eine gewisse Änderung in dem Toten in uns werden. Das eigentliche Beleben muss aber dann noch dazukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, man denke nur an so Sachen wie moderne Krebsbehandlung oder was, das ist so ein extremes Beispiel. Ich meine, da arbeitet man einfach, indem man dieses ja, tatsächlich beim Krebswachstum überwuchernde, aber nicht gestaltende Leben, sondern dieses blindwuchernde Leben, also eine Entartung des Lebensprozesses eigentlich. Also damit ein eigentlich in Wahrheit ein ganz starker Todesprozess, der drinnen ist. Weil das in uns entwickelt sich so lange, bis eben wirklich der Organismus dem Tode zugeführt wird. Das sind diese Kräfte, die darin wirken. Und das sind aber Prozesse, die in uns notwendig sind. Sie müssen im richtigen Gleichgewicht drinnen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir haben in uns, ich möchte das nur erwähnen, ich habe ja schon öfter darüber gesprochen, wir haben zum Beispiel in uns drinnen einen ganz, ganz starken Zerstörungsherd, wo Stoffliches wirklich ins Nichts geworfen wird. Stoffliches ins Nichts geworfen wird. Nur im gleichen Maß entsteht also Neues Stoffliches. Und die Frage ist also, wer an diesem Erschaffen des Neuen Stofflichen in uns mitwirkt. Ob es höhere Kräfte sind, beziehungsweise wir auf dem Weg sind, es selbst zu sein, oder ob halt andere Mächte, die Widersacherkräfte, mitwirken daran. Da gibt es also so viele Dinge, die weit über das hinausgehen, von dem heute die Naturwissenschaft auch nur oder die Medizin, die naturwissenschaftlich ausgerichtete Medizin nur irgendeine Ahnung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, ich verstehe das voll und ganz, dass die das als einfach völligen Unsinn betrachten werden, worüber wir da jetzt reden. Das muss einem ganz klar sein. Das liegt aber nur an der Art, dass heute gerade die Wissenschaft im weitesten Sinn, auch die wissenschaftlich betriebene Medizin, was im Grunde ein Widerspruch in sich selbst ist. Wir bräuchten Menschen, die wirklich Heiler sind. Damit meine ich nicht nur, dass irgendwelche Formeln herunterbeten oder was, oder wie man sich das halt so vorstellt. Dann wird gleich noch einmal die Steigerung kommen. Sind die jetzt ganz verrückt geworden, dass irgendwer ein Gesundbeter oder so was kommt? Nein, es geht darum, dass Menschen da sein müssen. Die können sehr viel tun. Sie können Heilmittel verschreiben, alles. Aber das Wichtigste, was sie ist, sie müssen den anderen Menschen in ihrer Individualität, in ihrer Schicksalskonfiguration eigentlich erfassen. Vielleicht nicht ganz bewusst, weil die guten alten Hausärzte konnten das. Und heute kann es, wenn man ehrlich ist, wenn man sich herumschaut, sehe ich wenig Ärzte, die das können noch. Die schauen lieber hinein in den Blutbefund und die anderen Befunde, die irgendwelche Maschinen gemacht haben, die die ganzen Bilder aus den Scannern und so weiter studieren, soll ja alles sein. Ich will das jetzt gar nicht verteufeln, aber es ist eine ganz krasse Einseitigkeit. Und die Einseitigkeit ist darin, dass sie uns keine Anregung gibt, wie wir das Leben so fördern können, dass es damit fertig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der hygienische Okkultismus 00:26:41 ===&lt;br /&gt;
Nämlich, wie können wir die Selbstheilungskräfte des Menschen so aktivieren, dass sie das, was problematisch ist in ihnen, was ja nicht zufällig kommt, sondern was auch natürlich mit karmischen Dingen zusammenhängt, mit allem Möglichen zusammenhängt, vor allem aber mit der seelisch-geistigen Konfiguration des Menschen zusammenhängt. Es gibt keine anderen wirklichen Gründe dafür. Natürlich, es gibt Bakterien, Viren, alles Mögliche. Wie der Mensch darauf reagiert, wie er damit umgehen kann, hängt von seiner seelisch-geistigen Konstitution ab. Von nichts anderem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber haben wir schon öfter gesprochen und Rudolf Steiner hat das so deutlich gesagt und hat das genannt, den hygienischen Okkultismus. Wir sollten uns jetzt vorbereiten, aus seelisch-geistigen Kräften heraus die Krankheiten prophylaktisch schon zu verhindern, einzuschränken, Kräfte zu entwickeln, von der seelisch-geistigen Seite mit diesen Dingen fertig zu werden. Und wenn Medikamente gegeben, dann eben keine, die aus dem Toten kommen, die aus der Chemiefabrik sozusagen kommen, sondern die bestimmte Naturkräfte wecken können, die in manchen Heilmitteln von manchen Heilpflanzen und so weiter, wenn sie gut zubereitet sind, als Unterstützung gegeben können, weil dort eben auch die entsprechenden Lebenskräfte, ja sogar entsprechende Seelenkräfte unter Umständen, astralische Kräfte mitwirken, die diese Heilung bewirken, die unsere Seele anregen, dass sie selbst heilend wirken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eigentlich der Schritt, den wir in der näheren Zukunft machen werden. Rudolf Steiner betont ganz deutlich, dass gerade diese Dinge, also Heilung auf dieser ganz anderen Basis, eben auf Basis dieses hygienischen Okkultismus, wie er es nennt, das ist natürlich für Außenstehende jetzt wieder ein Reizwort, Hygiene weniger, aber Okkultismus auf jeden Fall einmal, das kann ja nur etwas Verkehrtes sein. Dabei heißt es ja nur, dass es Kräfte sind, die für die äußere Wahrnehmung verborgen sind. Das heißt okkult im Grunde, also verborgen für die äußere sinnliche Wahrnehmung, verborgen auch für das, was wir mit Messinstrumenten registrieren können. Besser gesagt, wahrnehmen ist ja gar nicht das richtige Wort, sondern die wir registrieren können. Wir sind heute aber sehr, sehr stark darin, den Menschen selber nur mehr zu einem solchen Registrierungsinstrument zu machen. Das heißt, ganz im Äußeren zu bleiben. Und da geht die Sinneswahrnehmung dann eigentlich in was Übles über, wenn sie nicht das Tor ist auch zur übersinnlichen Wahrnehmung. Dieses Tor, das sich kurz vor Beginn der ägyptischen Zeit geschlossen hat, das aber jetzt seit Beginn des 20. Jahrhunderts in unserer Kulturepoche offensteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mensch als lebensfördernde Kraft in der Natur 00:29:36 ===&lt;br /&gt;
Und das heißt aber auch, das sind Kräfte, die wir dringend und schnell lernen sollten zu ergreifen, mit ihnen umzugehen, mit ihnen tätig zu werden und mit ihnen unsere ganze Kultur und auch unsere Agrikultur, unseren Umgang mit Agrikultur bezeichne ich jetzt einmal ganz im Großen überhaupt, unseren Umgang mit der Natur. Also nicht nur, dass wir Landbau betreiben oder was, sondern wo wir wirklich als gestaltende, bewusst gestaltende Kräfte in die Natur überhaupt eingreifen. Weil die Natur das braucht. Ganz im Gegenteil wieder zu dem, was vielfach heute vermutet wird, wo man den Menschen nur als Zerstörer der Natur sieht. Tatsächlich ist ja was Richtiges dran, wie wir es heute zu einem großen Teil sind, aber nur die Natur stirbt auch ohne uns. Und sie würde noch schneller sterben, wenn wir nicht lebensfördernde Kräfte in die Natur einbringen. Und die können wir nur einbringen durch unsere geistigen Kräfte, die wir entwickeln, durch unsere seelisch-geistigen Kräfte, die wir entwickeln. Und wo wir zugleich eben auch ein gewisses Wahrnehmungsvermögen haben für das Geistig-Seelische, das in der Natur wirkt. Wo wir dann also in Resonanz damit treten können, wo wir beginnen können, dort einzuwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nämlich der große Lernprozess, den wir jetzt durchmachen sollten, müssen, wenn wir der Erde noch eine genügende Lebensspanne geben wollen. Dass all die Dinge auf ihr noch entwickelt werden können. Dass sie zum Leben gebracht werden können. Die erst so richtig zum Leben gebracht werden können, eigentlich schon in der sehr stark absterbenden Epoche der Erde, wo wir selbst nicht mehr auf Erden verkörpert sein werden. Wo die Erde, also wenn der Mensch nicht da sein würde, in einen noch rapideren Verfallsprozess treten würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir müssen aber sehen, ja, die Erde ist in einer Absterbephase, das ist richtig. Aber wir sind knapp über die Mitte der Erdentwicklung drüber. Es sind noch riesige Aufgaben zu leisten für die Erde, als Erdenwesen, das es ist. Und wenn diese Aufgaben nicht geleistet werden, dann wird die nächste kosmische Entwicklungsstufe, das neue Jerusalem im Großen, was Rudolf Steiner als den neuen Jupiter bezeichnet, dann sehr eingeschränkt nur sich entwickeln können. Also das ist ganz entscheidend. Und dass die Erde nicht frühzeitig ihre Lebenskräfte verliert, das heißt ihre Gestaltungskräfte verliert, weil eben die Gestaltung der Erde bei Weitem noch nicht zu Ende ist, sondern dass da noch ein sehr lebendiges, ein seelisch reiches Weitergestalten der Erdenwelt notwendig ist. Das wird aber nur möglich sein in einer fruchtbaren Weise, wenn wir ganz energisch daran arbeiten. Und vor allem eben daran arbeiten, wenn wir nicht mehr inkarniert sind. Nur bis dahin müssen wir alles das gelernt haben. Hier während unserer letzten physischen Verkörperungen, da haben wir noch eine Weile vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulturepoche der Brüderlichkeit 00:33:22 ===&lt;br /&gt;
Wir sind ja durchaus noch nicht in der letzten Kulturepoche drinnen. Wir haben noch die nächste Kulturepoche vor uns, also die Kulturepoche der Brüderlichkeit, wenn man so will, oder der Geschwisterlichkeit, wie immer man es nennen will. Also der Epoche eigentlich, wo eine Hochblüte entstehen sollte dessen, dass der Mensch seine geistige Kraft benutzt, um der Welt und den anderen Menschen zu dienen. Nämlich den anderen Menschen insofern, als sie auch dann durch das, was wir ihnen geben können an Anregungen, bitte immer Anregungen, nicht mehr irgendwelche Patentrezepte, nicht ein Schulungsprogramm, das man in einem Kurs lernen kann, sondern wo man eigentlich durch das, was man sich selber erarbeitet hat im seelisch-geistigen Bereich, indem man das in die ganze Aura hinein geben kann, in der es lebt und wo die anderen Menschen es von dort als Anregung empfangen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, dann werden es nicht einmal mehr nur die Worte sein, die vielleicht etwas wecken in dem anderen Menschen, sondern einfach unsere Anwesenheit, die Begegnungen, die stattfinden, wo Mensch dem Menschen begegnet, vielleicht muss man nicht einmal ein Wort wechseln miteinander, sondern man geht aneinander vorbei und es passiert etwas dabei, es passiert ein Austausch, eine Anregung da. Also das sind jetzt natürlich schon fast größenwahnsinnige Dinge, die ich da schildere, ich weiß es, aber den Mut dazu, das zumindest für denkmöglich zu halten und dass wir dabei wirklich mitarbeiten könnten, das sollte man uns zu Gemüte führen. Das ist das, was ich verstehe unter Apokalypse. Offenbarung unter anderem der Kräfte, die wir entwickeln können und die, wenn wir sie nicht entwickeln, fatal werden sein für unsere Erdentwicklung. Für unsere Erdentwicklung und damit aber eben auch für die künftigen Entwicklungsstufen unserer Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Götterprojekt Mensch: ein offenes Werk 00:35:48 ===&lt;br /&gt;
Wir sind halt einfach jetzt einmal in der Entwicklungsstufe, in der wir drinnen sind, an einer entscheidenden Stelle, die also entscheidet wirklich über die Zukunft, ob dieses, ja wie soll man sagen, dieses Götterprojekt Mensch gelingen kann oder nicht. Es ist ja nämlich gar nicht gesagt, dass dieses ganze Werk gelingt. Das ist ja die große Sache, dass es im göttlichen Weltenplan eben drinnen liegt, dass zwar gewisse Linien vorgezeichnet sind, ein Ziel in gewisser Weise angestrebt wird. Ein Ziel, das aber eben im Grunde nur heißt, der Mensch soll als erstes freies Wesen, das in die Welt gestellt ist, also außerhalb des Göttlichen unmittelbar, sondern wo das Göttliche selbst im Ich des Menschen in voller Freiheit wirkt. Also dieser göttliche Funke in uns, in unserer eigenen Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir können also diese Aufgabe verschlafen. Wir können die Kräfte missbrauchen. Das geht aus der Freiheit heraus. Wir können also tatsächlich daran auch mitwirken, dass wir hohe geistige Kräfte, die höhere Hierarchien bis hinauf zum Göttlichen in die Welt gegeben haben, dass wir sie missbrauchen und den Widersachern übergeben, in die Hände spielen in gewisser Weise. Oder wir können das tun, was eigentlich von uns erwartet wird, schöpferisch eigene Kräfte entwickeln. Und das ist das, auf die diese Weltentwicklung durch diese ganzen kosmischen Entwicklungsstufen vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand, also diese sieben, wie soll man sagen, Verkörperungen unseres Erdenkosmos, unserer Erde, was da der Bogen ist, der sich durchzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können eben dafür sorgen, dass dieses göttliche Werk gelingt und ab da es möglich ist, dass geistig freie Wesen Mitgestalter sind des Ganzen, dann wird die Welt eine unglaubliche Bereicherung erfahren, oder es wird etwas Zerstörerisches haben, wenn wir diese Kräfte, die wir entwickeln können aus uns und indem wir ein freies Ich bekommen haben, entwickelt im Grunde jeder Mensch etwas davon. Aber die Frage ist, gibt er das in die Hände der Widersacher oder vereinigt er es mit den göttlichen Kräften und mit ihnen zusammen, ja, eine Zukunft zu gestalten, wie sie bisher nicht möglich war. Natürlich, also die Entwicklung ab dem alten Saturn bis heute zielt schon dorthin in gewisser Weise, aber ob das Werk gelingt oder nicht gelingt, liegt mit in unserer Hand und es liegt jedenfalls nicht allein mehr in der göttlichen Hand, dass es gelingen wird, sondern es ist offen. Es ist offen. Es ist absolut offen, diese Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist die Dimension, über die wir sprechen und ich weiß, die ist so groß, dass man entweder sagt, das ist eine völlige Fantasterei und vor allem ist es eine Fantasterei, dass wir mitarbeiten könnten daran. Und es ist ganz klar, dass wir noch sehr, sehr viel lernen müssen, sehr viel Erfahrungen sammeln müssen und sehr viel aus dem schöpferischen Haus sehr viel entwickeln müssen, wenn das gelingen soll. Das ist ganz klar und wir haben im Prinzip die Zeit dazu. Das ist also alles möglich zu entwickeln innerhalb dieser sieben kosmischen Entwicklungsstufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können aber auch vor der Hürde zurückzucken und sagen, das können wir sowieso nie schaffen und überhaupt, das ist sowieso völlig verrückt, die ganze Sache. Also wenn uns das zugemutet werden sollte, das kann nur eine Verrücktheit sein, wir ziehen uns zurück. Wir, in der Verbindung mit den Widersacherkräften gestalten können und das ist aber der Weg, der nur mehr zum Toten führt. Der zu einer, vielleicht perfekten Totenwelt führt, tot im Sinne von heute, als Vergleichsbild ein perfektes Uhrwerk, das abläuft, das aber bar jeder wirklichen Schöpferkraft ist und damit bar des Geistigen in Wahrheit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Rückzug der Vatergottheit 00:41:34 ===&lt;br /&gt;
Das ist also eine große Weichenstellung, die da ist und eine solche Weichenstellung gab es in der Vergangenheit noch nicht. Das hat begonnen eben so ganz leise und zart einmal mit dem alten Saturn, wo sich die Vatergottheit zurückgezogen hat, die, soweit wir das also erahnen können, die eigentliche Gestaltungsmacht war von Ewigkeit zu Ewigkeit in gewisser Weise und trotzdem aber jetzt ganz sich zurückgezogen hat. Sie ist ja da, sie hat nichts verloren von ihrer Gestaltungskraft, von ihrer schöpferischen Fähigkeit, natürlich nicht. Sie hat immer wieder sogar selber dazugelernt mit jedem Schöpfungsschritt, den sie vollzogen hat und trotzdem hat sie sich zurückgezogen und ja, ist der tragende Grund zur Zeit, also im Hintergrund und ist nicht tätig. Also so, wie das eben dann schon Johannes Scotus Eriugena formuliert hat, also die nicht geschaffene und nicht schaffende Wesenheit ist die Vatergottheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigt, ich musste kurz wieder da bei der Hitze mich anmelden zwischendurch, sonst bestünde die Gefahr, dass ich nicht mehr übertragen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also das ist eine ganz große Sache, also das heißt, den Horizont, den uns Rudolf Steiner mit seinem Werk eröffnet hat, ist das ahnend irgendwo zu überschauen, wie die Entwicklung gelaufen ist in der Vergangenheit, was in der Zukunft möglich sein kann, wo wir aber halt sehr stark mitwirken müssen, dass es Wirklichkeit wird, dass es eben zu wirken beginnt in der Welt oder eben nicht. Das heißt, die Zukunft der Welt liegt in unserer Hand, so wie sie in der Hand des Christus liegt und in der Hand des Christus eben insofern liegt, als er Mensch geworden ist auf Erden und damit eben teilhat an dieser ganzen Möglichkeit, wirklich ganz frei zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, etwas, wo ja natürlich schon, indem sich die Vatergottheit schon im Grunde auf dem alten Saturn oder sogar bevor der ganze alte Saturn wirklich in Schwung kam oder zumindest fertig war, das ist so sehr schwer zeitlich zu bestimmen, weil Zeit, wie wir sie heute verstehen, eben wir maximal bis dorthin irgendwo ahnend zurückverfolgen können. Das ist überhaupt schwer, das Rätsel der Zeit zu lösen, wissen wir, das hat sich ja der Augustinus sehr schwer getan damit und wo er ja selber gesagt hat, er versteht es, solange er nicht darüber nachdenkt, wenn er darüber nachzudenken beginnt, versteht er es nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ein höheres Erkenntnisvermögen jenseits des Verstandes 00:45:00 ===&lt;br /&gt;
Gleich, Nachsatz dazu, wichtiger Satz dazu, hängt auch damit zusammen, dass wir ein neues, höheres Erkenntnisvermögen entwickeln müssen, wenn wir die Zukunft bewältigen wollen, das weit über dem steht, was uns unsere Verstandeskräfte geben. Also das, was an Logik zum Beispiel in die Welt gekommen ist, das was so eine große Blüte hatte, eine wirkliche Blüte hatte in der griechisch-lateinischen Zeit, was jetzt aber im Grunde in Wahrheit im Verwelken ist, im Verdorren ist, obwohl es scheinbar eine noch größere Blüte hat, weil wenn man denkt, was heute an Verstandeskräften benutzt wird in der Welt, wo selbst der einfachste Mensch, alleine schon dadurch, dass er irgendwo in die Grundschule gegangen ist, wo diese Verstandeskräfte weit, weit über das hinaus entwickelt sind in einer gewissen Wahrheit, als selbst der Durchschnittsmensch in der griechisch-lateinischen Zeit es hatte. Man muss ja auch denken, wie wenig Menschen es waren, die damals auf der Höhe ihrer Zeit waren. Und noch weniger Menschen sind heute auf der Höhe unserer Zeit. Das heißt nämlich auf der Zeit, die jetzt unsere Kulturepoche ausmacht, die die Kulturepoche in Wahrheit ist, des ganz bewussten geistigen Wahrnehmens, des geistigen Gestaltens, des Gestaltens von freien Imaginationen. Das wird nämlich genau ersetzen, das was das Verstandesdenken der griechisch-lateinischen Zeit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ein ganz bewusstes Wahrnehmen der sinnlichen Welt, na klar, solange wir inkarniert sind, auf Erden werden wir das brauchen, aber immer mehr eben ein Erleben dessen, was geistig in dem Äußeren sinnlich wahrgenommen wirkt. Also das heißt, im Grunde genau den Weg zu gehen, den Goethe gegangen ist mit seiner Naturforschung, den in gewisser Weise fortgesetzt hat eben auch Rudolf Steiner und der auch sehr viele Anregungen gegeben hat, wie man Naturwissenschaft betreiben kann, wie man Technik vor allem auch betreiben kann und sie verbinden kann mit dem übersinnlichen Schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Strader-Apparat und die Technik der Zukunft 00:47:49 ===&lt;br /&gt;
Das ist das ganz Wesentliche, wo er ja eben auch gerade diese Sache mit dem sogenannten Strader-Apparat, von dem in den Mysteriendramen insbesondere die Rede ist und wo es also so Versuche vorher schon gab, also mit dem sogenannten Keely-Motor, wird manchen von euch vielleicht schon etwas sagen, also es gab diesen John Ernst Worrell Keely, der einen Motor erfunden hat, der ja im Grunde ohne äußere Antriebsstoffe funktioniert hat, sondern der nur funktioniert hat durch die Kraft dieses John Ernst Worrell Keely selber. Er hat eigentlich die Kraft gegeben diesem Apparat und dadurch konnte er Dinge sogar auch dann mechanisch in Bewegung setzen, was allerdings bei dem Strader-Apparat zunächst einmal noch gar nicht die Rede davon ist, wie das genau umgesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wichtige dort wird sein, dass alles, was dieser Apparat oder was die Maschinen der Zukunft leisten können, dass sie ihre Kraft nehmen von dem, was der Mensch an Kraft erzeugt, nämlich an ätherischen Kräften im Wesentlichen. Ätherische Kräfte, die aber natürlich auch die Triebkraft, ätherisch-astralische Kräfte sogar, die aber letztlich ja auch die Basis sind von den äußeren Kräften, die wir in der Welt anwenden können. Dass wir aber wegkommen, eben auch sogar in der Technik von dem, was tote Kräfte sind. Also das, was heute unsere Maschinen antreibt, indem wir irgendwelche Stoffe verbrennen, indem wir Elektrizität verwenden, so wie sie heute eingefangen wird durch Sonnenlicht oder wie auch immer, oder Windkraft, diese ganzen Sachen, das ist alles Technik, die zerstörerisch wirkt, letztlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit keine Kritik, dass wir es heute verwenden in einem gewissen Maße, wir können noch nicht mehr und wir brauchen sie in gewisser Weise. Also es abzuschaffen, das alles sozusagen immer in die Höhle zurück, wir verwenden keine Technik, ist auch keine Alternative. Aber das, was wir aus unserem heutigen Verständnis jetzt benutzen, wirkt rein zerstörerisch auf die Natur. Wirkt zerstörerisch, wirkt vor allem eben auch in die Richtung, den ahrimanischen Wesenheiten eine immer breitere Basis zu bieten, eine Wirkungsbasis zu bieten, indem eben immer mehr Menschen denken, auch in der Richtung dieser zerstörerischen Kräfte und sich eigentlich ja im Grunde schon heute kaum mehr was anderes vorstellen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, wer kann sich vorstellen, eine Technik, die mit Kräften arbeitet, die der Mensch erzeugt und die der Mensch rein geistig-seelisch überträgt auf die Maschine und die dadurch läuft und die dann noch dazu zusammenhängt mit der geistig-moralischen Gesinnung des Menschen. Und zwar bis in die tiefsten Seelenfalten hinein, sozusagen. Also wenn unreine Gedanken drinnen sind, Gedanken, die an den Eigennutz gebunden sind, an das, was man für sich herausschlagen kann zum eigenen Vorteil, was also nicht im Dienste der Menschheit ist. Das klingt natürlich für alle heutigen Wirtschaftsarbeitenden völlig verrückt, aber genau um das wird es gehen in der nächsten Kulturepoche, in der Kulturepoche der Brüderlichkeit. Also bis dahin sollte das entwickelt sein. Ist nur ein bisschen Zeit natürlich bis dahin, aber auch Jahrtausende vergehen schnell, in Wahrheit, im Rahmen der Menschheitsentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Giordano Bruno und die Kirche als Angriffspunkt 00:52:07 ===&lt;br /&gt;
Und wir sind heute nicht einmal noch angekommen, ganz angekommen in der Aufgabe unserer Kulturepoche. Es waren eben einzelne Menschen, die es waren. Es war ein Goethe zum Beispiel, sehr stark. Es war in vielen Ideen ein Giordano Bruno vorher schon, der dann verbrannt wurde, weil der Kirche das nicht gepasst hat. Es war ganz dezidiert nicht die Kirche, damit sage ich jetzt natürlich nichts gegen das Christentum, ich will ja nicht gegen die Kirche schimpfen, aber sie war ein Versammlungsort hauptsächlich ahrimanisch-luziferischer Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sollte uns eine Warnung sein, auch wenn wir uns anthroposophisch beschäftigen, auch wenn wir als Anthroposophen sozusagen eine Gemeinschaft bilden in der Welt irgendwo und wo Menschen sitzen auf den verschiedensten Kontinenten oder was. Wir sind als Gemeinschaft, als anthroposophische Gemeinschaft, Hauptangriffspunkte der ahrimanischen und luziferischen Kräfte. Und mit dem müssen wir einfach rechnen, dass die uns begleiten und dass sie auch die ersten Kräfte sein werden, die ersten geistigen Wesenheiten, denen wir bewusst begegnen. Weil alles das, was an Engelwesenheiten da ist, also die Engelwesenheiten, die direkt über uns stehen, aber auch die Erzengel, die Urengelwesenheiten usw., die, wie soll ich das sagen, haben die strikte Order, das ist jetzt sehr irdisch-menschlich ausgedrückt, aber sie sind jedenfalls so, dass sie nicht uns unterstützen, direkt uns Ideen eingeben, wenn wir ihren Beistand nicht ganz konkret suchen und uns dann ganz bewusst werden dieser geistigen Wesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles andere wird nicht mehr genügen, um die Probleme unseres jetzigen Zeitalters, unserer jetzigen Bewusstseinsseelenkulturzeit, um die Probleme, die darin stehen und die rapide stärker werden. Wir leben jetzt noch in einer gemütlichen Phase drinnen, aber sie wird ungemütlicher werden. Sie wird ungemütlicher werden. Es werden eben einfach die, namentlich die ahrimanischen Kräfte, äußerlich sich immer stärker äußern, also in den äußeren Wirkungen, in den Wirkungen, die sie in unserem Denken, in unserer Wahrnehmung erzeugen. Sie werden das, was Verstandesdenken ist, was wir übernommen haben aus der griechisch-lateinischen Zeit, also zum ganz zerstörerischen Werkzeug gestalten und wir müssen eigentlich den nächsten Schritt tun, zum imaginativen Denken überzugehen, zu einem imaginativen Denken, das aber eben nicht jetzt so wie ein altes Hellsehen ist, dass wir auf irgendwelche Visionen warten, sondern dass das noch viel bewusster, klarer bewusster ausgeführt wird, wie wir es heute in unserem technisch-wissenschaftlichen Verstandesdenken drinnen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber indem wir etwas entwickeln, was wirklich lernt, mit den Lebenskräften der Welt umzugehen und nicht nur mit diesen Kräften umzugehen, sondern sie zu vermehren. Also das, was eben wirklich Lebenskräfte spendet, nicht nur uns selber, sondern eben vor allem, dass wir diesen großen Überschuss an Lebenskräften hervorbringen können, der die Natur fördert. Das vor allem. Und von dem vielleicht ein Funke eine Anregung sein kann, für andere Menschen ihre Lebenskräfte zu aktivieren, dazu nämlich, sie bewusst zu gebrauchen, bewusst sie zu verwenden und genau das tun wir, wenn wir in der Imagination drinnen sind, wenn wir die freien Imaginationen wirklich selber ausbilden, wenn wir die ersten Schritte dazu unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Anthroposophie, wie sie bis jetzt überliefert ist, ist ein Weg dorthin, aber es ist noch nicht das Ende des Weges. Weil das Ziel dieses Weges besteht eben drin, dass wir ganz souverän diese Kräfte handhaben lernen. Dass wir eben Imaginationen wirklich als wissenschaftliches Instrument zur Gestaltung der Welt, zum Umgang in der Welt, zur Heilung der Welt verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jochen Kirchhoff: Wissenschaft, die dem Toten dient 00:57:37 ===&lt;br /&gt;
Das ist ganz wesentlich. Also es wird eine Zukunftstechnik geben, die einerseits gespeist wird aus dem, was die ahrimanischen Kräfte uns suggerieren, das sind die Kräfte, die die Welt dem Tode zuführen, immer näher bringen, auch die ganze Erde und die ganze Natur, die also die Sterbenskräfte in der Natur immer stärker machen. Und das ist auch der Weg, auf dem die sogenannte Naturwissenschaft heute ist, das muss man ganz klar sagen. Wie gesagt, das ist äußerst ketzerisch, das ist ganz klar, wenn man das sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab aber immer wieder hier und da Denker, die das ganz dezidiert gesagt haben, auch Denker unserer Zeit. Wenn ich an den kürzlich erst verstorbenen Jochen Kirchhoff denke, der ganz stark schon in jungen Jahren als Naturphilosoph begonnen hat, also noch während seiner Studienzeit im Grunde und dann entwickelt hat, auch ein ganzes Buch geschrieben hat, das jetzt erst veröffentlicht wurde, es hat er sich damals nicht getraut, das zu veröffentlichen, aber wo er ganz klar eben auch sagt, das, was heute an Wissenschaft betrieben wird, dient dem Toten, dient dem Sterben der Welt. Das ist keine Naturwissenschaft, weil Naturwissenschaft müsste eine Wissenschaft des Lebendigen sein. Und einfach die Fortführung der Verstandeskräfte, so wie sie in der griechisch-lateinischen Zeit entwickelt wurden, verschärft jetzt durch den ganz starken ahrimanischen Einschlag, der noch hineingekommen ist, weil ursprünglich ist es ja entstanden aus einem mehr luziferischen Impuls sogar, aber jetzt ist es ganz stark in der Hand des Ahriman, der ahrimanischen Kräfte, und das sind zerstörende Kräfte, das sind Todeskräfte. Und das heißt, das ist keine Naturwissenschaft, keine Wissenschaft von dem, was lebt in der Natur, sondern das ist nur eine Wissenschaft von dem, was die Natur tötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da gehört der Mut dazu, so was in unserer Zeit zu formulieren, also Dinge, die im Grunde für die, ja, von der Kirche schon, mein Giordano Bruno verbrannt wurde noch im Jahr 1600, also das ist nicht finsteres Mittelalter, sondern das ist Neuzeit, das ist Bewusstseinsseelenzeitalter bereits. Und da hat man also Menschen verbrannt, die zwar noch keinen so klaren Einblick vielleicht hatten, aber doch eines ganz deutlich, und das war ein ganz wesentliches bei Giordano Bruno, dass er die Welt gesehen hat, den ganzen Kosmos gesehen hat, als ein lebendiges Ganzes. Als ein lebendiges Ganzes. Das Leben da drinnen ist, der ganze Kosmos ist Leben, der Kosmos ist ein Ort der Lebensfülle in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und von dem allen erzählt uns die heutige Naturwissenschaft nichts. Im Gegenteil, also sie zeichnet uns ein eigentlich sehr ödes Bild des ganzen Kosmos. Und wir werden geschildert, wir Menschen mit unserer Aufgabe, da geht es ja so, dass wir irgendwie, ja eben diese Kränkung auf uns nehmen, ja, dass wir einfach die ganze Erde sowieso nur ein Staubkorn im ganzen Kosmos ist, dass es eigentlich keine große Bedeutung hat. Es gibt also, weiß ich nicht, wie viele Trilliarden an Sonnen, an Sternen und weiß Gott wie viele Planetensysteme, die man auch vermutet. Und ja, sicher auf uns hat sich Leben zufällig entwickelt, aber im Grunde ist es auch etwas Verfehltes im Grunde im Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man wartet auf eine Welt, die, naja, eine vollendete, eine vollkommene Welt ist nach dem Bild eines, im Bild gesprochen jetzt, eines präzise funktionierenden Uhrwerks. Weil dieses Bild wird entworfen von der Naturwissenschaft im Grunde. Mit all den Feinheiten, die heute noch drinnen sind, wo Chaos-Theorie drinnen ist, wo die Quantenmechanik drinnen ist, die deutlich sagt, also eine genaue Vorherberechnung gibt es nicht. Das ist halt dann sozusagen der unvermeidliche Teil des Todes, der drinnen ist, so meint man halt. Aber im Grunde wird eine ganz tote Welt geschildert, die drinnen ist. Also alles, was da geschildert wird, eben auch diese Dinge, die scheinbar jetzt das Ganze unvorhersehbar machen und das ist nicht der richtige Ansatz in Wahrheit drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also was wir brauchen ist eine andere Naturwissenschaft und eine andere Naturphilosophie auch. Eine Naturphilosophie, die ernst macht damit, dass der ganze Kosmos, dass da eben Leben dahintersteckt und dass wir zumindest, was jetzt unsere Entwicklung übertrifft, dass wir die große Aufgabe haben, also Lebenskräfte in Hülle und Fülle zu erzeugen und der Welt zu beschenken und damit entgegenzutreten den ahrimanischen Kräften, die das Todesprinzip drinnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Naturwissenschaft als Wissenschaft des Todes 01:04:01 ===&lt;br /&gt;
Also das heißt, die heutige Naturwissenschaft beschreibt sehr richtig, und daher bitte nicht zu nehmen, dass ich jetzt polemisiere gegen die Naturwissenschaft, wie sie heute ist. Sie hat so, wie sie heute ist, als Wissenschaft des Todes, die große Aufgabe, uns eine Unterstützung zu geben, den Ahriman in allen Facetten kennenzulernen. Nämlich diesen ahrimanischen Intellekt kennenzulernen. Diesen toten ahrimanischen Intellekt. Weil aus all dem, was mit diesem ahrimanischen Intellekt zu machen ist, kann nicht der geringste Funke des Lebens entspringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir unsere ätherischen Kräfte, unsere Bildekräfte in uns rege machen und damit zum Beispiel Imaginationen bilden, dann hat das nicht nur für uns den Effekt, dass wir ein neues Erkenntniswerkzeug damit bekommen, dass wir also über das tote, ahrimanisierte Verstandesdenken hinausgehen und in etwas Lebendiges hineingehen, in ein lebendiges Erkennen hineingehen, sondern das sind dann tatsächlich wirksame Kräfte in der Natur. Wirksame Kräfte, die vom Menschen ausgehen. Die vom Menschen ausgehen und die mithelfen, die nächste Entwicklungsstufe unserer Erde und jetzt meine ich die ganz enge nächste Entwicklungsstufe, also erstens einmal die nächste Kulturepoche vorzubereiten, aber dann vor allem auch während unserer Erdentwicklung noch die nächsten Stufen für diese Entwicklung da sind, die zwar nicht mehr physisch sein werden, aber die da sind, also was ich das letzte Mal schon besprochen habe, also diesen astralisch-plastischen Zustand der Erde, der noch zu durchleben ist, das heißt, wo die Erde ein rein seelisches Gebilde sein wird, aber wo die Frage ist, wie diese Lebenskräfte sich entfalten können, dieses Lebendig-Astralische sich entfalten kann, also Leben im Astralischen, wie sich das entwickeln kann, oder ob dort im Astralischen, sprich in der Seelenwelt, die dann im Grunde diese Erde ist, denn sie hat wirklich etwas zu tun mit der Seelenwelt, die mit unserer Erde verbunden ist, die wir aber dann ganz entscheidend mitgestalten, ob da etwas leben, ob dort in diesem Seelischen etwas leben kann, was auch entsprechende ätherische Kräfte aus sich hervorbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir heute lernen, imaginativ zu schauen, naja, üben wir das im Grunde. Wir üben es, das einmal als Erkenntniswerkzeug zu haben, aber es ist mehr, es ist in der Zukunft mehr, also vor allem dann, wenn wir nicht mehr auf Erden inkarniert sind, das ist also für eine Mehrheit der Menschen, hoffentlich zumindest, der Zustand, in den wir übergehen, wenn die Zeit der Kulturepochen vorbei ist, dann wird es nämlich gehen in den astralischen Zustand einmal zunächst über und dann in einen rein geistigen Zustand, in den sogenannten Rupa-Zustand zunächst einmal, also wo etwas geistig Gestaltetes ist, wenn man so will, und dann in den Arupa-Zustand, also wo es eine rein schöpferische geistige Erde ist, in Wahrheit. Und da werden wir aber die entscheidenden Kräfte drinnen sein. Und wenn wir das dann nicht sind, dann fehlt das aber für das neue Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der neue Jupiter als lebendige Erde 01:08:31 ===&lt;br /&gt;
Das ist die vollkommenste Ausbildung dann dessen, was in der Apokalypse bezeichnet wird als das neue Jerusalem. Aber diese ganze Entwicklung wird nur laufen, wenn genügend Menschen auf Erden bereit sind, dieses imaginative Schauen zu entwickeln und es weiterzuentwickeln zu einer die Erde gestaltenden Kraft. Die Erde umgestaltet immer mehr von einem physischen, ja, jetzt sag ich es sehr plakativ, von einem physischen Gegenstand, sprich von einem steinigen Planeten mit ein bisschen Leben an der Oberfläche, die das umwandelt zu einem durch und durch lebenden Wesen. Die Erde war das am Anfang ihrer Entwicklung, aber allerdings im alten Sinne. Nämlich im alten Sinne heißt, sie war auf dem Weg zur physischen Verstofflichung und damit zum Absterben im Grunde und sie wird es in einer ganz neuen Weise aber sein, als eine lebendige Erde, die entsteht, die immer mehr Leben erzeugt. Das wird das neue Jerusalem, das wird der neue Jupiter sein. Nicht ein physischer Planet, ein stofflicher Planet, wie wir es heute kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz anders werden diese Zustände sein. Auch dieser neue Jupiter wird durchgehen durch sieben Entwicklungszustände. Davon wird es einen dichtesten geben, aber dieser dichteste wird nicht mehr stofflich sein in dem Sinne, wie wir es jetzt haben. Er wird etwas Fließendes, Stoffartiges noch in einer gewissen Weise haben. Es ist so ein bisschen eine höhere Metamorphose dessen, was auf dem sogenannten alten Mond war. Ihr wisst, dass Rudolf Steiner ihn bezeichnet hat als flüssigen, zähflüssigen Planeten, wenn man so will. Von der Konsistenz vergleicht er es oft gerne mit Kochsalat, so in der Art. Etwas, was aus dem Lebenden kommt, wo natürlich noch Absterbenskräfte drinnen wirken, aber was immer mehr auf dem Weg ist, eine rein lebendige Welt zunächst zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das, wo die Entwicklung hinzielt, aber eben nicht ohne den Menschen wird das gehen. Wir haben da die wesentliche Aufgabe zu leisten. Das heißt, wir sollten, und immer mehr Menschen anfangen, diesen Gedanken des bewussten übersinnlichen Gestaltens, des bewussten übersinnlichen Wahrnehmens, das aber zugleich ein Gestalten ist, ins Auge fassen. Das heißt ja nicht, dass wir es jetzt gleich morgen so mit Fingerschnipp haben können, aber wir sollten versuchen, einmal zu verstehen den Weg, der dorthin führt. Und ernsthaft daran arbeiten, eben dass uns dieser Weg dann auch einmal, dass wir ihn bewusst beschreiten können, sagen wir es einmal so. Entweder noch in dieser Inkarnation oder wenigstens in der nächsten Inkarnation, der nächsten oder übernächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das gestiegene Entwicklungstempo der Inkarnationen 01:12:34 ===&lt;br /&gt;
Weil eben bereits in der nächsten Kulturepoche, und das ist jetzt die Frage, wie viele Inkarnationen wir bis dahin noch haben, in dem Moment sind im Durchschnitt die Inkarnationen wesentlich dichter gestaffelt, als sie es in der Vergangenheit waren. Weil das kosmische Maß ist, von dem sind wir lange weg. Also das sind zwei Inkarnationen pro Kulturepoche im Schnitt, weil es heute damit war eigentlich, dass das, was wir mitnehmen können von diesen Kulturepochen, wenn man es zweimal, in der Regel als einmal männlich, einmal weiblich inkarnieren, das war ausreichend, um das mitzunehmen, was diese Kulturepochen uns geben konnten. Aber das Entwicklungstempo ist gewaltig gestiegen mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir absolvieren jetzt in der Kulturepoche, in der wir jetzt stehen und dann auch in der nächsten, wenn wir dort hineinkommen, in die sogenannte slawische Kulturepoche, also in die Epoche der Brüderlichkeit, der Menschlichkeit, der Geschwisterlichkeit, wie immer man es nennen will, nämlich wo wir Brüder, Schwestern, Verwandte, wie immer, alles Lebens sind, das es auf Erden gibt. Also nicht nur unter den Menschen, sondern namentlich eben auch mit der Natur, wo wir Brüder und Schwestern sozusagen der Natur sind, der Naturwesen, die dort sind. Und wo wir eben einen lebensspendenden Einfluss haben auf das Tierreich, auf die Pflanzenwelt, was eine Wirkung hat auf die Gruppenseelen, die damit verbunden sind, die das alleine nicht bewältigen können. Also die Erde so lange am Leben, am wirklichen Leben zu erhalten, wie es sein sollte, damit ein gesunder Übergang ist zu dem neuen Jerusalem. Da bedarf es uns, dass wir eben diese Lebenskräfte, dass wir sie handhaben können, dass wir mit ihnen wirklich arbeiten können. Das wird ganz wichtig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Metamorphose des Lebendigen bei Goethe 01:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und das so einfach als Hintergrund des Ganzen jetzt einmal. Ich möchte jetzt mit euch durchgehen, und ich hoffe, dass ich da einblenden kann ein bisschen diese Zeichnung vom letzten Mal, wie wir mit den Seelenkräften, die hinter unserer sinnlichen Wahrnehmung stehen und die damit verbunden sind, und auch den Ätherkräften, die damit verbunden sind, wie wir die eben in die Hand bekommen können und wie wir damit den Weg in die bewusste Wahrnehmung der nächsten Sphäre, nämlich der Ätherwelt und der Astralwelt kommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei die ätherische Welt lässt sich schon sehr gut ergreifen damit, so wie es Goethe gemacht hat, Goethe in seiner Metamorphose der Pflanzen, wo wir lernen, die lebendigen Formen in der Natur draußen in ihrer Verwandlung, in ihrer Zeitgestalt bewusst zu verfolgen. Da sind wir nämlich genau an der Grenze des sinnlich-übersinnlichen Wahrnehmens. Diese Lebenskräfte sehen wir im sinnlichen Abdruck darin, wie sich die äußeren Lebewesen, das heißt die Pflanzen, die Tiere, in ihrer Gestaltverwandlung, im Einzelleben, aber auch in der Entwicklung, in der Evolution, die wir auf Erden verfolgen können, wie wir das wahrnehmen können. Also diese Formverwandlungen zu studieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist das ein unheimlich guter Weg, sich mit dem zu beschäftigen, äußerlich auch, durchaus mit der Evolutionslehre, aber nicht jetzt so, wie es heute in der materialistischen Evolutionslehre ist, sondern einfach zu verfolgen, wie sich die Pflanzen gestalten, die Tiere gestalten im Laufe der Erdgeschichte, soweit wir das jetzt durchaus durch äußere Zeugnisse mitverfolgen können, wie sich das verwandelt und wie sich das verändert hat. Aber das Ganze eben auch mit dem richtigen Hintergrund zu sehen, dass man auch aber spürt, dahinter steckt etwas Seelisch-Geistiges als treibende Kraft. Das ist nämlich essentiell, um das zu verstehen, auch diese äußeren Metamorphosen, die da sind. Das ist etwas, was Goethe zumindest bis zu einem gewissen Grad aus seinen Fähigkeiten heraus hatte, sich mitgebracht hat, natürlich, schon aus früheren Inkarnationen, aber das verfolgen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dazukommend jetzt noch, dass wir lernen, dieser Umgang mit den ätherischen Kräften, mit den Lebenskräften, den wir durchaus aus einem äußeren Studium der Metamorphosen im Lebendigen draußen, wo wir das lernen und verfolgen können, das hineinzutragen, auch auf die höhere Stufe, eben auf die astralische Welt, auf die Seelenwelt, wo es überhaupt nur Verwandlung gibt. Wo es den Tod eben zum Beispiel in unserem Sinne, wie wir es hier im Erdenleben wahrnehmen können, wie wir es nur im Erdenleben erfahren können, den gibt es ja schon im nächsten Weltbereich nicht mehr. Den gibt es wirklich nur in der todphysischen Welt, in der totenphysischen Welt. Und dieses Tote hat heute bereits an allem Anteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Wärme des alten Saturn und der tote Stoff 01:19:05 ===&lt;br /&gt;
Die Erde war einmal sehr lebendig, aber sie war am lebendigsten, bevor überhaupt irgendein äußeres Lebewesen aufgetreten ist. Also solange sie noch gar nicht physisch manifest war, sondern solange sie noch in dem astralischen Zustand war, in einem lebendigen astralischen Zustand war und dann noch mehr, als sie war in dem geistigen Rupa-Zustand, also der geformte geistige, geistige Formen und dann sogar im Arupa-Zustand, der der eigentlich schöpferische Zustand ist. Also wo geistige Formen gebildet wurden, die dann sich letztlich dann manifestiert haben bis ins Ätherische hinein und dann, als von dem Ätherischen genügend abgestorben war durch die ahrimanische Einwirkung, das heißt in Wahrheit dadurch also materialisiert wurde in Form des toten Stoffes, was ja auch eine gewaltige Neuheit in der Entwicklung war. Es gab ja vorher keinen toten Stoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wenn wir nehmen den alten Saturn, der eine Wärmewelt war, selbst diese Wärme, die dort war, ist nicht vergleichbar mit unserem Feuer, mit unserer Wärme, wie sie heute ist, sondern sie ist eine Wärme, die bereits auf dem Weg zum Absterben drinnen ist. Das ist die Wärme, die heute ist. Das ist die Wärme, die zum Beispiel heute freigesetzt wird, wenn wir unsere normalen Verbrennungsvorgänge zum Beispiel machen, wenn wir Kohle, wenn wir Holz verheizen, wird etwas von dieser Wärme freigesetzt. Das ist tote Wärme, die daraus entsteht, nicht lebendige Wärme. Das ist nicht das, was im alten Saturn ursprünglich drinnen war. Daher ist es sehr, sehr schwer zu vergleichen und es ist etwas, was in noch toterem Zustand und todmachendem Zustand heute freigesetzt wird, wenn wir dann noch denken, dass so etwas wie Kernkräfte verwendet wird. So etwas, sei es also im Bereich der Kernspaltung, also was wir in den Kernkraftwerken haben oder was wir als absolut todbringendes Mahnmal eben in die Welt gesetzt bekommen haben mit dem Abwurf der ersten beiden Atombomben, wirklich auf besiedeltes Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese große Schuld damit, diese karmische Schuld, die damit das gesamte amerikanische Volk auf sich geladen hat. Das muss man sehen. Man muss es aber auch sehen, eine Schuld auf sich geladen hat, die eigentlich die ganze Menschheit hat, aber sie haben sie übernommen. Und wir tragen sie bis zu einem gewissen Grad mit, weil wir es nicht verhindert haben. Weil wir nicht dazu beitragen konnten, das zu verhindern, sondern weil wir in gewisser Weise angestachelt haben ja auch die Entwicklung dieser Sache. Das ist auch wieder ein sehr weites Thema. Das sind Dinge, das sind Aufgaben, die zum Beispiel wirklich das amerikanische Volk in gewisser Weise als Volkskarma mit übernommen hat. Und was damit aber auch für die Zukunft gewisse Aufgabenstellungen bedeutet für dieses Volk. Gerade auch mitzuarbeiten, ganz wesentlich mitzuarbeiten an der Erlösung dieser untersinnlichen Kräfte, beziehungsweise eben der ahrimanischen Wesen und der luziferischen Wesen, die mit diesen untersinnlichen Kräften verbunden sind, mitzuarbeiten daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kernkräfte und der arimanische Einfluss 01:23:37 ===&lt;br /&gt;
Das ist nämlich auch ein Teil drinnen. Das sind diese sogenannten untersinnlichen Kräfte. Also zu den untersinnlichen Kräften zählt Rudolf Steiner ja sogar die Elektrizität, den Magnetismus, von dem man ja sagt, dass das in der Zukunft der Erdentwicklung noch eine ganz große Rolle spielen wird, dass die Erde so etwas werden wird wie ein selbsttätiger, elektrisch funktionierender oder elektromagnetisch funktionierender Apparat, in dem aber auch sogar ja auch die Kernkräfte eine Rolle spielen werden. Natürlich spielen sie jetzt schon sehr stark und wir werden es nicht so schnell überwinden. Jedenfalls solange wir inkarniert sind auf Erden, werden wir das wahrscheinlich schlecht wegbekommen, aber es wird große Folgen haben für die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss dazu sagen, dass die Kernkräfte ja durchaus, namentlich die Kernspaltungskräfte, ja auch in der Erde schon wirksam waren, bevor wir überhaupt so in der Gestalt, wie wir heute sind, auf Erden uns inkarniert haben. Es gab also Spaltungsprozesse auf der Erde, das wissen wir ja heute, dass es Naturreaktoren gab, dass also Kernprozesse gelaufen sind im starken Maße, namentlich in Afrika sehr stark. Die haben ihren Kernbrennstoff längst aufgebraucht, aber man sieht die Schlacke davon, wenn man so will, also den radioaktiven Müll, der heute noch unter der Erde vorhanden ist, durch die Naturtätigkeit. Und dass alle diese Dinge so passiert sind, hängt schon damit zusammen, dass wir Menschen schon lange vorher dabei waren und dass der ahrimanische Einfluss schon vorher da war, der sehr stark an diesen Kräften beteiligt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da gibt es einiges an Aufgaben, die wir haben, wo wir das nicht nur beheben, sondern in etwas Gutes, in etwas Zukunftsweisendes umwandeln müssen, was Todeskräfte sind, die aus der Vergangenheit hineingekommen sind, weil wir gar nicht konnten damals uns namentlich gegen die ahrimanischen Kräfte auflehnen, die daran mitbeteiligt sind, dass das entstanden ist. Weil das ist das Wesentliche, dass der Ahriman zunächst einmal Lebenskräfte zerstört, aber auch damit indirekt eine zerstörende Wirkung bis ins Astralische hinein hat, bis in die Seelenkräfte hinein hat. Und natürlich im Äußeren hat es die Wirkung, dass es ins Materielle immer stärker hineingegangen ist und vor allem eben in dieses, wie soll ich sagen, immer giftiger werdende Materielle, das also weiter Zerstörungskräfte in die Welt hineinbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also mit ist sicher ein Teil von dessen, das ist also sehr, sehr schwer heute zuzuordnen, weil zu Rudolf Steiners Zeiten war die Kernkraft als solche noch nicht bekannt und auch Rudolf Steiner hätte sie nun mal jetzt nicht als äußerlich durch die äußere Wissenschaft kennenlernen können, also durch die äußere sinnliche Erfahrung. Was er davon gesehen hat, sind die ahrimanischen Wirkungen im Hintergrund, aber wie sich das genau äußerlich auswirkt, das kann man erst kennenlernen, wenn man es wirklich äußerlich sinnlich kennenlernt. Und dann kann man es auch von der geistigen Seite betrachten, die dahintersteht. Aber man braucht also beides, wieder dieses sinnlich-übersinnliche Wahrnehmen, das notwendig ist. Also gewisse Dinge kann man auch in der Anthroposophie nur erforschen dann, wenn sie auch äußerlich mit den Mitteln der äußeren Wissenschaft, durchaus also mit den heutigen auch Instrumenten und so weiter, gemessen, erkannt es und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Alte Mond und das noch lebendige Erdinnere 01:28:04 ===&lt;br /&gt;
Das ist eben keineswegs jetzt nur ein Versehen drin. Ich habe ja am Anfang scheinbar sehr viel gewettert gegen die Naturwissenschaft und gesagt, das Leben versteht sie nicht, kann sie nicht verstehen, aber sie kann den Tod, das Tote verstehen. Sie kann den Leichnam der Erde verstehen und alles, was Leichnam geworden ist. Und mit diesen Kräften hängen die ahrimanischen Wesen ganz stark zusammen, weil die sind die treibende Kraft dahinter. Das Leben stirbt zur toten Materie, zur nicht lebenden Materie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Mond war durchaus auch schon etwas Materielles in gewissem Sinne, aber es war etwas Lebendiges Materielles. Also das heißt, der ganze alte Mond hatte eine gewisse Lebendigkeit in sich. Unsere Erde als Erde hat das zu einem großen Teil bereits verloren. Natürlich sind immer noch Lebenskräfte auch drin. Wir haben davon gesprochen, dass die Erde eigentlich etwas in der Tiefe, etwas flüssig Bewegliches ist, dass die Kontinente schwimmen in Wahrheit auf dieser flüssigen Gesteinsschicht irgendwo. Das ist natürlich jetzt auch nicht ein Hort des Lebens, wo sich Lebewesen, wie sie heute über die Erde laufen und selbst die Bakterien nicht mehr entwickeln könnten. Also das heißt, für unseren Begriff etwas sehr Lebensfeindliches schon ist, aber trotzdem in den Gestaltungskräften, die da drinnen sind, wirken die Lebenskräfte noch, wirken sie sehr wohl noch drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist ein ganz gewaltiger Einfluss namentlich der ahrimanischen Kräfte. Und die asurischen Kräfte helfen natürlich ganz wesentlich mit. Also das spielt dabei eine wesentliche Rolle, dass sie das, was also an Lebenskräften in der Tiefe drinnen ist unserer Erde noch, dass sie das immer mehr abtöten. Aus ihrer Gier nach diesen Lebenskräften. Das ist nämlich das, was ihnen fehlt. Das ist das, was den ahrimanischen Wesenheiten fehlt in Wahrheit. Das können sie nicht haben. Und sie suchen es. Sie suchen es und sie ertöten damit aber nur das, was noch lebendig ist, auch in der Tiefe der Erde. Aber es ist noch Leben in den Tiefen der Erden vorhanden. Aber es reicht heute nicht mehr dazu, allein aus dieser Tiefe heraus äußeres Leben zu erzeugen. Also Leben an der Erdoberfläche zum Beispiel. Aber in der Tiefe lebt ja noch etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist eben in den lebendigen Bewegungen, die im Inneren der Erde sich auch abspielen. Also das, was eben auch schon Steiner ganz deutlich gesagt hat, also wie die Kontinente schwimmen auf der Erde. Das, was in etwa in der Zeit eben auch Alfred Wegener eben beschrieben hat, woraus dann heute die moderne Plattentektonik entstanden ist. Natürlich ist es eine relativ abstrakte Wissenschaft wieder. Aber immerhin, wo ein Bewusstsein entstanden ist, in der Erde fließt noch etwas. Da bewegt sich etwas. Von dem viele Menschen damals trotzdem ausgegangen sind, aber man konnte es halt wissenschaftlich nicht nachweisen. Man hat halt vermutet, da ist etwas. Man hat es vermutet, dass dem, was durch den Vulkanismus an die Erdoberfläche kommt, es sind aber wirklich nur die obersten Schichten, die da drinnen sind. Aber da unten lebt etwas. Da lebt etwas noch und gestaltet von innen her die Erde lebendig. Unser Tun hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie diese Dynamik da drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Zerstörungsherd im Menschen 01:32:39 ===&lt;br /&gt;
Und geht ja sogar so weit, dass wir einen Quell in uns haben, der das Totmaterielle in uns überwindet. Rudolf Steiner hat es ja sehr deutlich gemacht, dass es im Menschenwesen einen Zerstörungsherd gibt. Ich habe schon öfter darüber gesprochen, aber es sei wieder einmal erwähnt, ein Zerstörungsherd im Inneren des Menschen, in dem Materie, das Stoffliche, ins Nichts geworfen wird. Materie aufgelöst wird. Und in gewisser Weise neue Materie kommt herein, aber die kommt von außen herein dann in gewisser Weise. Aber es wird Materie in uns aufgelöst und dieser Zerstörungsherd in uns, der also besonders stark in der Mitte unseres Wesens lokalisiert ist. Also man kann es auch wirklich fast körperlich irgendwo an einen Ort zuweisen, wo er ist. Also in den unteren Bereichen hier, dort wo unsere Stoffwechselkräfte besonders stark sind. Diese Stoffwechselkräfte, die in uns leben, sind also in der Wahrheit so stark, dass sie Materie vernichten. Das aber auch bis zu einem gewissen Grad neue Materie entsteht in uns. Es ist nicht so, dass wir sozusagen immer leichter werden würden, weil wir immer mehr Materie loswerden. Es wird nachgebildet in uns und das ist durchaus nicht nur durch das, was wir von außen aufnehmen, sondern auch was durch uns im Inneren gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist auch ein Zerstörungsherd eben in uns. Es ist ganz wesentlich, dass diese Materie, diese Verdichtungen, die eigentlich aus dem Ätherisch-Seelisch-Geistigen kommen, aus dem die Materie eigentlich gebildet ist. Und Materie ist ja dann nur das, was durch die entarteten Geister der Form, also das sind ahrimanische Geister der Form, die das also zum Stofflichen umbilden. Und wir lösen etwas davon auf in uns. Ununterbrochen. Nehmen aber wieder Materielles von außen auf, durch unsere Nahrung zum Beispiel, was Stoff geworden ist, und lösen etwas davon auf. Das ist ein Prozess, an dem wir mitarbeiten, an dem insbesondere unser Ich ganz wesentlich mitarbeitet. Und das ist eine ganz wesentliche Mitarbeit. Und das ist eine große Vorbereitung für die Zukunft. Für die Zukunft unserer unmittelbaren Erdentwicklung, eben auch namentlich in der Zeit, wo wir nicht mehr inkarniert sind. Es ist aber auch eine Wirkung, die weiter in die Zukunft noch geht, also auch auf das neue Jerusalem hinüber. Und was die Folge dann ist. Der neue Venus und eben auch der neue Vulkanzustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Materie als arimanisierte Willenswärme 01:35:56 ===&lt;br /&gt;
Dieser Vulkanzustand, der eine Erneuerung ist, aber auf ganz anderer Ebene, auf viel höherer Ebene des alten Saturnzustandes. Also dort, wo Wärme etwas geworden ist, was nicht den Weg zum Absterben zeigt. Weil eben unsere Materie, die wir jetzt haben und wo die ahrimanischen Kräfte sehr wesentlich mitwirken, dass sie entstanden ist und weiter entsteht in einer gewissen Weise, besteht eben darin, dass sie im Wesentlichen Wärme oder konkreter noch gesprochen geistige Willenskraft. Weil das, was Wärme nach außen hin ist, ist ja eine Gabe der Geister des Willens. Und das heißt, das, was wir heute als Wärme bezeichnen, als Wärme-Energie bezeichnen, als Energie überhaupt bezeichnen, das ist eine Gabe dieser Geister des Willens. Aber es ist etwas, was durch die ahrimanischen Kräfte ergriffen wurde und dieses Feuer, das im alten Saturn ursprünglich entstanden ist, das die Quelle letztlich aller Energie irgendwo ist, die in der Welt ist, diese Energie ist verstofflicht worden immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Problem. Auf was wir gehen heute und was wir in die Hand nehmen können, was wir ergreifen können, das heißt alles, was stofflich ist in der Welt, ist in Wahrheit, wenn man es so ganz konkret jetzt fassen will, die ahrimanisierte Willenswärme, aus der der alte Saturn bestanden hat, die aber sozusagen ganz ins ahrimanische Wasser geführt wurde, oder zu einem großen Teil in dieses ahrimanische Wasser geführt haben, das aber jetzt erstarrt ist, erstarrt ist nicht nur zu Eis, sondern wirklich zur festen Materie. Eis wäre noch etwas, was sich leicht in Wasser umwandeln ließe, in etwas Fließendes überwandeln ließe. Das, was heutige Materie ist, da arbeiten die ahrimanischen Kräfte daran, es gibt noch Möglichkeit, ja nicht wieder ins Flüssige, Lebendige zu bringen und schon gar nicht ins Luftartige hineinzubringen und zwar in ein Luftartiges, das nicht mehr stofflich ist, sondern dass eben dieses sich Ausbreitende hat, dieses Ausweitende hat, was kein Stoff mehr ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sind viele Fragen dahinter, die so interessant nicht nur wären, sondern sind für die Naturwissenschaft, die wir aber erst lösen werden können dann, wenn wir eben dieses sinnlich-übersinnliche Schauen ganz konkret entwickelt haben. Und wo wir eben so weit sind mit dieser Fähigkeit, dass wir der äußeren technischen Apparate, der Messinstrumente, auch der ganzen Computer, die notwendig sind, um die ganzen Messdaten jetzt zu verarbeiten und daraus ein Bild zu gestalten, wo wir dessen allen nicht mehr bedürfen in den Naturwissenschaften, sondern wo eben dann der Zugang zur Natur, zur lebendigen Natur, aber auch zur bereits ganz oder teilweise erstorbenen Natur, also wo es hineingeht in die Welt der Kristalle, der Mineralien, der amorphen Stoffe, die amorphen Stoffe, die also nicht einmal mehr kristallin sind, das sind die, die ganz dem Tod verfallen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallbildung und der Beginn der Menschwerdung 01:40:00 ===&lt;br /&gt;
Jeder Kristall ist aus einem Lebensprozess entstanden und natürlich hat es sich dann so verhärtet, dass er im Wesentlichen abgestorben ist, erstarrt ist und trotzdem ist noch eine gewisse Lebendigkeit, wenn er die von außen kommt, also Ätherkräfte, die von außen es geben und die ihm die Möglichkeit geben, trotz einem richtigen Kristall, dass er dann noch den äußeren mechanischen Kräften widerstehen kann. Ich glaube, ich habe euch das früher öfters schon erzählt, also Kristalle, wenn sie nicht innerlich eine gewisse Beweglichkeit hätten und diese Beweglichkeit ist sozusagen der letzte Rest von den Lebenskräften, die von außen her die Kristalle gebildet haben, von außen her, damit kein Missverständnis entsteht, die Kristalle hatten nie einen Ätherleib in sich, aber sie haben starke Ätherkräfte, die im Umkreis dessen wirken und die beigetragen haben, die Stoffe zu sammeln, aus denen sich die Kristalle bilden und der Mensch hat da sehr wesentlich damals bereits mitgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich euch erzählt, ich komme auf das wieder zurück, die Inkarnation der Menschen auf Erden beginnt so richtig in dem Moment, wo sich die ersten Kristalle bilden auf der Erde. Vorher war die Erde eine fließende, eine flüssige, wobei eine ganz offene Frage auch noch ist jetzt für die äußere Wissenschaft, wobei die meisten glauben, sie ist klar entschieden, aber sie ist eben nicht entschieden, ob die Erde ursprünglich feuerflüssig war, ob sie aus einem feuerflüssigen Zustand entstanden ist oder ob sie aus einem wässrig-flüssigen Zustand, also das heißt aus einem Zustand, wo die Materie selbst wie Wasser fließend war, nicht notwendigerweise so Wasser, wie wir es kennen, aber sicher trotzdem mit einem hohen Wasseranteil, aber eben nicht durch einen Feuerprozess, sondern durch einen fließenden, einen wasserflüssigen Prozess heraus entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas, was im Übrigen auch Goethe wieder sehr bewegt hat, was sich auch dann eingegangen ist in seine poetische Schilderung, also im Faust II drinnen, da spielt es eine wesentliche Rolle, wie die Erde gestaltet ist aus äolischer, dünnster Knallkraft ungeheuer, also aus der vulkanischen Kraft, oder ob es aus der Kraft des wirklich fließenden, lebensbejahenden Wassers heraus entstanden ist. Da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Was wir heute in den Naturwissenschaften haben, sind Spekulationen, aus denen heraus Rechnungen angestellt werden, die dann wieder verglichen werden mit dem, was wir in äußeren Messungen haben. Wird sehr viel Grips dafür aufgewendet. Ist gut, ist notwendig und was herauskommen wird, ist aber nur, dass sie irgendwann einmal zeigen wird, den ahrimanischen Anteil an der ganzen Sache, der dann letztlich erst dazu geführt hat, dass wir den Totenzustand haben, den wir heute haben und dann ist es vorbei mit dem lebendig Fließenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ist die Erde, sie ist zwar schon längst über ihre Lebensmitte hinaus, das heißt, sie neigt sich ihrem Tode langsam zu, aber sie gibt noch kräftige Lebenszeichen, vor allem in der Tiefe von sich und da wirken immer noch Prozesse, die ganz anders sind, als man sie sich heute vorstellt. Aber es sind eben auch Zerstörungsprozesse drinnen, die korrespondieren mit dem Zerstörungsherd in uns. Und der ist notwendig für uns Menschen, dass wir überhaupt uns in unserer Freiheit entwickeln können. Aber er hat eben auch Folgen für die Erdentwicklung. Und eine der Folgen ist, dass aus diesem Zerstörungsherd, den wir in uns tragen, jeder Mensch in uns tragen, aus dem gespeist wird, ganz wesentlich durch die Kräfte, die darin wirken, der Zerstörungsprozess in unserer Erde. Das ist der Prozess, der von innen her stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebenskräfte aus der kosmischen Astralität 01:44:55 ===&lt;br /&gt;
Während der Lebensprozess, wo wir jetzt Lebenskräfte entwickeln oder auch durch unser imaginatives Schauen, damit fängt es nämlich an, dass wir Lebenskräfte entwickeln für die Erde, die wirklich wirksam sind. Die fangen von der Erdoberfläche oder von der Erdatmosphäre, von der ganzen Erdensphäre aus, zu wirken bis ins Innere der Erde langsam. Also Zerstörungskräfte in uns, die ins Innere der Erde wirken oder die damit zusammenhängen. In beiden wirken eben diese ahrimanischen Kräfte irgendwo drinnen. Aber eben auch das andere, Lebenskräfte, die wir durch unser imaginatives Schauen und allem, was damit verbunden ist, nämlich auch wenn es dann weitergeht, also auf die Stufe der Inspiration, die sehr wichtig ist. Also die Inspiration, wo wir eben dann vor allem die Klang-Äther-Kräfte haben, wo wir aber auch das, was im Astralischen drinnen ist, eben diese Weltenharmonie, die da drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weltenastralität leben ja solche Kräfte, dass sich unser Ätherleib, unsere Äther-Kräfte jede Nacht im Schlaf davon wieder bereichern lassen, dass unsere verbrauchten Äther-Kräfte wieder aufgefrischt werden, eben durch diese ganz reine kosmische Astralität. Die nehmen wir auf. Da nehmen wir also hohe astralische Kräfte auf, die weit, weit, weit über unsere Erdensphäre, weit über unser Planetensystem sogar hinausgehen, wenn wir da jetzt diesen räumlichen Bezug herstellen wollen, wo wir wirklich kosmisch-astralische Kräfte aufnehmen und dadurch unseren Ätherleib wieder beleben. Im Grunde hängt ja unser Astralleib, wenn wir dann endlich am Abend müde werden und es vor Müdigkeit nicht mehr aushalten können, dann sind einfach unsere Äther-Kräfte ganz jungfräulich geworden. Was aber heißt, sie haben im Grunde keine wirklichen Bilderkräfte mehr in sich, sondern das Ätherische ist ganz schlaff geworden. Es ist noch was Fließendes, aber es ist eigentlich nicht mehr was fließend Lebendiges, weil die Gestaltungskräfte sind verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fließt etwas noch, es ist noch nicht so weit, dass es erstarrt ist, dass es aus dem Ätherischen jetzt ein physisches geworden wäre, dann ist es nämlich ganz erstarrt, im Flüssigen noch weniger, im Gasförmigen noch weniger, im Festen dann aber wirklich ganz erstorben ist. Das würde passieren mit unseren Lebenskräften, mit unseren Äther-Kräften, wenn wir nicht jede Nacht, möglichst jede Nacht, ich meine mit ein bisschen Durchhaltevermögen kann man zwei, drei Nächte noch ohne Schlaf durchkommen, viel mehr geht es eigentlich nicht mehr. Das ist in etwa auch die Zeitspanne, die wir haben, wenn man im Einweihungsvorgang, im alten Einweihungsvorgang, wie es in Ägypten namentlich praktiziert wurde, wo die Menschen in eine todesähnliche Trance versetzt wurden, also in den allerdumpfesten Bewusstseinszustand versetzt wurden, wo tatsächlich äußerlich dann auch eine Lebensregung praktisch nicht mehr feststellbar ist, wo der Stoffwechsel so heruntergefahren ist, die ganzen Stoffwechselprozesse, dass nicht einmal durch die Atmung sie aus Spiegel beschlagen würde, sondern sie ist so langsam so zurückgezogen, dass selbst das nicht mehr da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in dieser Zeit geht der Mensch hinaus in die höheren Welten und er lebt drinnen und aus dem heraus holt er dann die Imaginationen letztlich, von denen er erzählt, wenn er aufgeweckt wurde aus diesem todesähnlichen Trance-Zustand in der Vergangenheit. Aber was da drinnen lebt an astralischen Kräften und was von dem eben auch der Einzuweihende in Ägypten künden sollte, das war eben diese ganze Weisheit, die im Astralischen drinnen lebt, im kosmisch-astralischen drinnen. Das ist die Welt der Weisheit schlechthin und aus dem sich wieder die Kräfte des Ätherleibs, die Lebenskräfte, regenerieren. Weil während des Tageslebens werden sie verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Zeugungsvorgang in der Vergangenheit 01:50:59 ===&lt;br /&gt;
Und bei uns noch sehr viel stärker als bei den Tieren, die aber im Übrigen alle ja viel mehr Schlaf in der Regel brauchen als wir Menschen. Oder sich mit weniger Wachphasen begnügen, in denen sie vielleicht jagen gehen oder sonst was. Oder schauen, dass sie ihre Nahrung finden können und dass sie ihre äußeren Tätigkeiten, die zu ihrer Spezies dazugehören, verrichten können. Was auch immer, Zeugung, Fortpflanzung und das alles, das geht halt nicht im Tiefschlaf, auch bei den Tieren nicht. Obwohl es natürlich in einem anderen Bewusstseinszustand ist, als es heute bei Menschen ist, wenn die Zeugung erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich erinnere euch daran, wenn wir in die Vergangenheit zurückgehen, haben die Menschen auch den Zeugungsvorgang, also auch unter den Menschen, nicht so erlebt, sondern in einem Zustand, der einem Traumzustand glich und wo man Traumbilder erlebt hat, über das, was da dabei passiert. Wo eben aber auch ganz wesentlich ein Bewusstsein da war für das Menschenwesen, das durch diesen Zeugungsakt hereinkommen sollte. Das war ja in der Vergangenheit das ganz Wesentliche, das mitzuerleben und damit eben diesen Menschen, dieses Geistwesen, das da hereinkommt, das sich verkörpert, das zu begleiten. Und etwas mitzubekommen, von dem her, was brauchst du denn, um deine Erdenaufgabe erfüllen zu können. Natürlich nicht mit einem rationalen Verstand, aber aus einem hellsichtigen Erleben heraus. Und dadurch sind die Dinge passiert, die heute so nicht mehr passieren können, weil wir das Bewusstsein für das eben verloren haben, indem wir ganz auf die sinnliche Außenwelt gerichtet uns haben und alles, was übersinnlicher Anteil daraus ist, ausgeblendet haben, beziehungsweise es nicht mehr in seinem Ursprung verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich, die Farben, die wir draußen erleben, sind in Wahrheit übersinnliche Qualitäten. Da steht etwas Übersinnliches dahinter, so wie es Goethe in seiner Farbenlehre geschildert, ganz deutlich geschildert hat, weil er es erleben konnte. Ja, und dorthin müssen wir hinkommen. Also das, was Goethe im Ansatz hatte, dazu sollten so viele Menschen wie möglich kommen. Dann ist ein ganz anderes Bewusstsein da für die geistige Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, das, was Anthroposophie gebracht hat, ist im Grunde eben das, was Rudolf Steiner fortgesetzt hat durch die Anregung von Goethe. Ohne das, was im Wesentlichen Goethe und natürlich auch ein paar andere haben mitgewirkt, aber Goethe ganz, ganz wesentlich. Das hat Rudolf Steiner fortgesetzt, hat ja auch ganz wesentliche Impulse gegeben für den sogenannten Goetheanismus, eben dieses sinnlich-übersinnliche Schauen, etwas, was heute durchaus auch schon praktiziert wird von etlichen Anthroposophen und mit dem man einen ganz bewussten Zugang bekommen kann, namentlich zu den ätherischen, bis zu einem gewissen Grad auch zu den astralischen Kräften, die im Leben der Natur wirken und dass man da also eine neue Lebenswissenschaft entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als elektrischer Apparat und der Transhumanismus 01:54:06 ===&lt;br /&gt;
Es ist natürlich jetzt trotzdem erst im Anfangsstadium und wir müssen uns halt jetzt ganz energisch durchkämpfen gegen eine Technikwissenschaft, die wir haben, die noch nicht in der vollen Blüte ist, aber die rasant auf eine volle Blüte zusteuert. Und diese volle Blüte hängt mit auch darin zusammen und daher ist das jetzt auch, ja, man mag es als Verirrung ansehen, aber es ist eine Notwendigkeit in der Entwicklung, eben erstens, dass man im Großen die Erde auch neben dem, dass sie ein sehr lebendiges Wesen werden wird, aber nicht mehr im Stofflichen sehr lebendiges Wesen, sondern eben auf der nächsten Ebene, also im Ätherischen, im Astralischen sich als sehr lebendiges Wesen erweisen wird, aber die Vorstufe dazu wird sein, dass die ganze Erde auch ein elektrisch tätiger Apparat wird, die ganze Erde ein selbsttätig elektrisch arbeitender Apparat wird, in die Richtung geht es auch bis zu einem gewissen Grad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ja, und es wird eine kleine Vorübung dazu sein, aber eine sehr wesentliche Vorübung, wo wir jetzt schon mittendrin stehen, eben das, von dem die Transhumanisten träumen, was aber dazu führt, also das heißt, eine durch die technische, tote technische Wissenschaft, durch die Robotik, durch die Computertechnik und so weiter, ein, wie soll ich sagen, künstliches ewiges Leben für den Menschen erzeugt wird, na, das wird so nicht spüren, aber es wird genau das geben, dass technische Apparate, namentlich eben auch Roboter erzeugt werden, die alle die Fähigkeiten entwickeln können, die der Mensch heute hat, insofern er sich nur mit toten Kräften, tote Kräfte in sich rege macht, also zum Beispiel in unserem heutigen Verstandesdenken, weil das ist praktisch vollkommen abgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Denken besteht ja eigentlich aus der Tätigkeit der Lebenskräfte, von dort her kommt das Denken. Und nur unser heutiges Denken mit den abgestorbenen, nicht mehr lebendigen Begriffen, da ist heute der Ahriman hineingewirkt, da ist das Tote und da ist es wirklich Gehirndenken. Im Grunde ist das, was das Gehirn selbstständig tut und wo die Zerstörungsprozesse, die mit diesem Denken verbunden sind, im Gehirn eine wesentliche Rolle spielen. Also unsere Intelligenz, unsere heutige Intelligenz, wie wir sie haben, insofern sie gehirngetragene, gehirngestützte Intelligenz ist, die wird aber auch immer mehr unsere Lebenskräfte aufzehren. Wir sterben an unserem Intellekt, ganz deutlich, wir sterben an dem. Trotzdem wir scheinbar oder nicht nur scheinbar, sondern wirklich im Durchschnitt wesentlich älter werden, als in früheren Zeiten, also wenn man zurückgeht Anfang der Neuzeit oder noch weiter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war ein Lebensalter, wie es heute die Menschen erreichen, teilweise ganz illusorisch, wobei man aber, natürlich sehen wir es selbst die Bibel, das Alte Testament berichtet ja vom biblischen Alter, das so um die 70, 72 Jahre herumliegt, da steckt eine kosmische Dimension dahinter. Wir erreichen heute scheinbar durchschnittlich ein höheres Lebensalter, was der Preis dafür ist, aber dass das Leben in uns in Wahrheit gar nicht mehr lebendig ist so richtig, sondern dass wir selber immer mehr zu einem Mechanismus werden, namentlich zu einem gehirngesteuerten Mechanismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cyborgs und der Weg in die achte Sphäre 01:58:52 ===&lt;br /&gt;
Und das ist das, was wir übergeben werden und das wird dann die Zukunft sein. Ja doch, dass immer mehr auch Maschinen da sind, die völlig selbsttätig sind, die eben auch dieses tote Denken in gewisser Weise erzeugen, da fehlt aber dann alles Schöpferische drinnen. Also heute haben wir ein gewisses hybrides Denken, wenn man so will. Also wir haben etwas, was wirklich einen Anklang hat bereits an das, was künstliche Intelligenz macht, nur mit wesentlich geringerer Kapazität. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht da eben diesen Robotern oder dieser künstlichen Intelligenz Konkurrenz machen wollen. Das ist das, was Ahriman der Welt einpflanzt, indem er uns in den Griff kriegt, sodass wir solche Erfindungen machen, dass die ahrimanischen Wesenheiten dann eine Welt bauen können, in der dieses Prinzip immer mehr Platz greift, auch in der Natur Platz greift, weil es zuallererst in uns Platz greift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es werden viele Träume der Transhumanisten scheitern, aber wenn sie tätig werden und sie werden tätig werden, sie sind schon tätig und es wird in die Richtung hineingehen und es wird dann nicht aufzuhalten sein, es wird die Menschen dorthin führen, dass sie genau das Prognostizierte selber werden, dass wir so etwas wie Roboter werden tatsächlich, eine solche Art des Denkens haben und das werden im Übrigen genau die Menschen sein, die dann ihr eigentliches Erdenziel noch nicht erreicht haben, sondern die halt sehr stark in die Fänge der Widersacherkräfte, namentlich der ahrimanischen, geraten sind. Sie werden überleben länger als die Menschen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, wobei überleben unter Anführungszeichen zu setzen ist, weil die eigentlichen Lebenskräfte haben sie nicht. Aber sie werden in gewisser Weise als körperlich-technische Wesen, das heißt als Mensch-Roboter, als Cyborgs oder wie auch immer, wenn man das so will, wobei das natürlich noch ganz anders wird, als wir es uns jetzt vorstellen können. Also was wir jetzt an technischen Vorläufern des Ganzen haben, sind die ersten Versuche in die Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es wird das betreffen, gerade die Menschenwesenheiten, die dann die ersten Kandidaten sind, hinüberzuwechseln in die achte Sphäre. Die wird in gewisser Weise so funktionieren. Da wird ein starker Intellekt dort drinnen sein, aber es wird eben ein Intellekt sein, der eine Art übersteigerte künstliche Intelligenz ist. Sie wird das eigentlich Schöpferische nicht haben. Es wird aber der ideale Intellekt sein, um Ausführungsorgan, Befehlsempfänger anderer Wesenheiten zu sein, also eben der ahrimanischen Mächte, der asurischen Mächte und im Hintergrund der soratischen Mächte. Und das wiederum ist der beste Weg, also hinüberzuwechseln in diese sogenannte achte Sphäre und von dort aus eine ganz andere Entwicklungsrichtung einzuschlagen. Wobei wir ja davon gesprochen haben, dass das noch bis zur Venusinkarnation, zur neuen Venus unserer Erde, also bis zum sechsten kosmisch-planetarischen Entwicklungszustand unserer Erde, dass es noch eine Befreiung geben kann von dort. Aber wer sich nicht von dort retten kann, sicher sowieso auch nur mit Hilfe von Menschen, die mit der regulären Entwicklung mitgegangen sind und entsprechend die Hilfe leisten können, diesen Menschen dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es wird eben ein Teil mit hoher Wahrscheinlichkeit der Menschheit diesen Weg gehen, also einen ganz anderen Weg. Und das werden die Menschen sein, die natürlich nicht das entwickeln als erste Stufe der geistigen Wahrnehmung, was jetzt dieses Äthersehen ist, dieses neue Hellsehen, wenn man so will, also dieses Schauen der Imaginationen, dieses Schaffen der Imaginationen, dieses Malen der Imaginationen, dieses symbolische Gestalten der Imaginationen, durch die die geistigen Wesenheiten uns zugänglich werden, bewusst zugänglich werden, unserer Wahrnehmung bewusst zugänglich werden. Da müssen wir selber eben ganz aktiv werden.&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sich selbst schauen als geistiges Wesen 02:04:22 ===&lt;br /&gt;
Und dazu müssen wir halt den großen Spagat schaffen, uns einerseits dieses tiefe Urvertrauen zu haben, ganz von uns selbst loszulassen, aufzugehen in gewisser Weise in der seelisch-geistigen Welt, uns zu verlieren in ihr und andererseits ganz stark auf unser Ich stellen können, um zugleich in dem Verlieren auch ganz bei uns sein zu können. Dazu braucht man nämlich diese Kräfte des inneren Schauens zum Beispiel eben auch. Da müssen wir auch uns selbst schauen können, unser eigenes Ich, unsere eigene Ich-Kraft ganz klar wahrnehmen können. Das heißt, wir müssen uns selbst wie einen Fremden gegenüberstellen können und uns selbst als geistiges Wesen so ganz objektiv erleben können wie einen anderen Menschen. Dann können wir daran ganz bewusst arbeiten und so bis in die feinsten Feinheiten so zu gestalten, dass wir wirklich Mitarbeiter sind an der Zukunft der Erde. Und dadurch auch natürlich Mitarbeiter und Mitschöpfer unserer selbst, also so wie es mit uns weitergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das wird wesentlich an uns liegen. Nicht, wenn wir da mal durchgegangen sind, dann liegt die weitere Entwicklung also erst recht ganz in unserer Hand. Jetzt während der Erdentwicklung ist uns die Möglichkeit gegeben, uns so weit zu entwickeln, dass wir unsere eigene Entwicklung ganz in die Hand nehmen können und sogar darüber hinaus auch ganz entscheidend mitarbeiten können an der Entwicklung der Welt, auf der wir dann leben werden. Weil wir eben solche kosmischen Verkörperungen ja noch einige vor uns haben. Verkörperungen jetzt sehr im weiteren Sinn, weil wie gesagt schon das neue Jerusalem wird nicht mehr so stofflich sein, wie das jetzt ist. Aber das wird so weit gehen, bis es so verdünnt ist, wie soll ich das sagen, das materielle Prinzip, dass es zunächst einmal ein Vulkanzustand entstehen wird, der ein Spiegelbild ist des alten Saturn und der sein Ziel aber damit erreicht, dann, dass diese ganze Wärmekraft, die dort noch sein wird, dass die ganz verinnerlicht ist und schöpferische Willenskraft geworden ist. Und zwar ganz bewusst geführte Willenskraft, wie wir es so jetzt in vielen Dingen noch gar nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können in vielen äußeren Handlungen sagen, ich will das, ich will das noch nicht, aber bei vielem zum Beispiel, was den Bau unseres ganzen Organismus betrifft, den Heilkräften, die in unserem Organismus wirken, haben wir noch wenig Bewusstsein dafür, wie wir die in der Hand haben sollen. Sollen wir alles noch kriegen während der Erdentwicklung? Werden wir es noch brauchen? Also das, was hygienischer Okkultismus zum Beispiel bedeutet, von dem wir heute wieder gesprochen haben, heißt, dass wir bewusst mit unseren Lebenskräften heilend umgehen können. Bewusst, immer bewusst, dass wir sie lenken können. Ich meine, heute würde ich das noch nicht riskieren, das wird man nicht schaffen noch. Also wir sind erst am Weg. Aber der Weg geht darüber, dass wir lernen, diese imaginativen Kräfte, diese Kräfte, die Imaginationen schaffen, dass wir die ganz bewusst ergreifen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== An der Quelle der Lebenskräfte 02:08:56 ===&lt;br /&gt;
Also das heißt, es geht bei dem Erleben der Imaginationen oder bei dem Schulungsweg, dort hinzugehen, primär nicht darum, dass man dann jetzt da sitzt und sagt, ich bin jetzt Hellseher, ich schaue die ganze geistige Welt und kann also das Werk von Steiner weiterführen auf noch höhere Ebene. Ja, das wird auch kommen, keine Frage. Aber um das geht es eigentlich gar nicht primär, sondern es geht darum, dass wir dann an der Quelle der Lebenskräfte überhaupt sitzen und dass wir dann unsere ganzen Lebenskräfte immer mehr selber gestalten können. Dass wir selber unser Seelisch-Astralisches so gestalten, dass wir schöpferisch darin Kräfte entwickeln, die wir heute uns nur aus dem Kosmos holen können, die wir aber in der Zukunft einmal aus uns holen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir haben heute durchaus das Problem, dass gewisse astralische Kräfte, die notwendig sind, also die Bilder, die Vorbilder bilden, aus denen sich unsere Äther-Kräfte ihre Gestaltungskräfte holen, die sie jetzt aus der Weisheit des Kosmos holen, um heilend zu wirken, um überhaupt unseren Organismus wieder erfrischen zu können, zu verhindern, dass er eigentlich schon nach drei Tagen sterben müsste. Wenn wir das nicht hätten, diese astralische Erfrischung, jede Nacht, also das heißt im Schlaf, wenn wir uns das nicht holen würden, könnten wir, so wie wir jetzt sind, nicht länger als drei, vielleicht vier Tage überleben. Nicht länger, muss man sich einmal vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir werden so weit kommen, dass wir das in einer gewissen Weise schon auf dem neuen Jupiter, also in dem neuen Jerusalem und dann in gesteigerter Form immer weiter, wo wir ja dann auch nicht mehr so stofflich natürlich verkörpert sind wie wir, aber dass wir das, was unser Leben ausmacht, unsere Lebenskraft, die wird es nämlich auch geben, wenn wir nicht mehr physisch verkörpert sind. Dann sind wir zunächst einmal ätherisch verkörpert. Und da muss dieses Ätherische ja trotzdem auch Kräfte bekommen, dass in diesem Ätherischen die Gestaltungen wirken, im rein Ätherischen, nicht mehr im Stofflichen, aber im rein Ätherischen, dass wir unsere Geistgestalt dort leben lassen können darin. Unsere Auferstehungsgestalt leben können darin. Natürlich haben wir Unterstützung durch den Christus dabei, das geht ja die ganze Zeit, aber das Eigentliche, was dazu wichtig ist, was dem Ganzen die, wie soll ich sagen, die individuelle Note gibt, die aber notwendig ist für unser ätherisches Überleben, dass wir an dem immer mehr selber arbeiten. Dass wir uns immer mehr selber gestalten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der hygienische Okkultismus als Aufgabe Mitteleuropas 02:12:00 ===&lt;br /&gt;
Ein kleiner Vorglanz ist das, dass wir die Heilkräfte, die heilenden Kräfte in der Zukunft, also insbesondere in der nächsten Kulturepoche, also in der wird es die Anfänge bereits geben, weil Rudolf Steiner ist da sehr deutlich und sagt, gerade diese Fähigkeit wird relativ bald da und dort erwachen, namentlich hier in Mitteleuropa. Es ist gerade eine Aufgabe Mitteleuropas, das zu entwickeln und da ist besonders die Fähigkeit dazu da, den hygienischen Okkultismus zu entwickeln, aber das hat eben nichts mit den Hygienevorschriften zu tun, wie sie heute uns gegeben werden, die natürlich durchaus Sinn machen und alles, aber die auch neben dem äußeren Desinfizieren vielfach heute zu einem Desinfizieren von allem Geistigen führen und das ist kontraproduktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, wo wir also in Wahrheit wirklich die Lebenskräfte selber viel bewusster lenken können, nämlich so, dass sie im Einklang mit unserer Individualität sind und aus dem heraus, indem wir uns so gestalten und beleben, werden wir lernen, wie wir die Erde beleben können, sodass sie nicht frühzeitig abstirbt und dass dann eben insbesondere das, was, wenn sie dann doch einmal abstirbt, das heißt stofflich jedenfalls ganz zerfällt, auch das Ätherische sich verflüchtigt und so weiter, was eben dann in den astralischen Zustand übergeht und von dort dann in den niederen und den höheren geistigen Zustand übergeht, bis dann die ganze Entwicklung in diese sogenannte geistige Nacht taucht, in das sogenannte Pralaya, das ganz wichtig ist, also ein Tiefstschlafzustand, wenn man so will, der ganzen Weltentwicklung, der aber in Wahrheit dann auch wieder kein Schlafzustand ist, wenn man wirklich in den Kern hineingeht, sondern wo die höchste Aktivität ist und wo der Mensch auch immer bewusster Mittätiger sein wird, also auch gerade in diesem Pralaya-Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wird uns in der Zukunft so weit bringen, dass wir wirklich, wenn wir dann diesen Vulkanzustand, den siebenten und letzten Entwicklungszustand durchgemacht haben, dass wir dann wirklich eben in wesentlich größerer Weise schöpferisch tätig werden in der kosmischen Entwicklung. Mittätig werden, aber so, dass wir also ganz entschieden mitarbeiten wollen an der Gestaltung eines kosmischen Systems, eines neuen kosmischen Systems, das aber jetzt nicht mehr eine Metamorphose der Erdentwicklung ist, sondern etwas ganz Neues bedeutet. Und diesen ganz neuen Einschlag, den bringen wir als Menschheit dann hinein. Und zwar aus den Impulsen, die jeder einzelne Mensch mit dort hineinbringt. Und dem lebt es dann drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Bruchteil dessen, was Rudolf Steiner geben konnte 02:15:44 ===&lt;br /&gt;
Da sind viele Fragen zweifellos noch offen, viele Fragen, die auch Rudolf Steiner noch nicht beantworten konnte, nämlich deswegen nicht beantworten konnte, weil er kein Verständnis hätte dafür finden können. Man muss denken, aus dem, was Rudolf Steiner gegeben hat, das ist ein Bruchteil dessen, was er im Laufe seines Lebens erkennen und erfahren und wahrnehmen konnte. Das ist der Bruchteil davon, den er den Menschen schenken konnte, die bereit dafür waren, eben diesen Teil aber nicht mehr überhaupt entgegenzunehmen. Das ist das ganz Schwierige. Also abgesehen davon, dass natürlich ein Mensch, auch wie Rudolf Steiner, in einer endlichen Lebensspanne nur endlich viel geben kann und die geistige Welt natürlich unerschöpflich ist. Das heißt, das als verkörperter Mensch auszusprechen, nur in irgendeiner Weise im Gesamtumfang, ist sowieso völlig unmöglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber im geistigen Zustand, in dem wir sind, alle Menschen und natürlich Rudolf Steiner ganz besonders, aber im Prinzip potenziell ist das allen Menschen möglich, da ist noch viel, viel mehr möglich. Und in dem bereitet sich etwas vor, was dann eben im Ziel unserer Entwicklungskette, aber dieses Ziel ist eigentlich nur eine Wegmarke und von dort erst geht es eben los, dass wir als Menschen schöpferisch verantwortlich sind, in der Gemeinschaft mit dem Christus, aber hauptverantwortlich sind für eine ganz neue kosmische Entwicklung in der Dimension eines ganzen Planetensystems. Eines Planetensystems, das sich dann wieder durch viele Stufen entwickeln wird, in ganz anderer Art. Niemand kann vorhersehen, wie das ist. Niemand, eben auch die Gottheit nicht, darüber haben wir schon gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also mit dem Entschluss, diese Entwicklung anzustoßen, wie sie durch unsere sieben kosmischen Entwicklungsstufen gegeben ist, ist die, dass die Gottheit ganz dezidiert verzichtet hat, erstens einmal überhaupt jetzt da mittätig zu sein, sie hat sich ganz zurückgezogen, aber auch sie hat sich damit auch ihrer Allmacht begeben und ihrer Allwissenheit. Das heißt, die Zukunft ist auch für die Gottheit aus der Perspektive der Gottheit, für das Bewusstsein der Gottheit, für das der Vatergottheit unvorhersehbar geworden. Unvorhersehbar geworden. Sie kann natürlich, sie nimmt wahr, was die Menschheit einbringt in das Ganze, weil wir sind dieser Faktor, der diese Unvorhersehbarkeit hineinbringt. Es sind nicht die geistigen Hierarchien, die über uns stehen, also die Engel, Erzengel, Urengel, bis hinauf zu den Seraphim, die sind es alle nicht, weil sie die Freiheit nicht haben. Und damit im eigentlichen schöpferischen Sinne nicht mitarbeiten können. Sie sind sehr hohe, aber nur ausführende Organe. Sehr hohe Organe der Gottheit, aber ausführende Organe und nicht selbst kreativ schaffende Organe, aus eigenem, weil sie die Freiheit nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das kleinste, jüngste Wesen mit dem Geschenk der Freiheit 02:20:08 ===&lt;br /&gt;
Nicht mehr und nicht weniger ist das, was vom Menschen erhofft wird. Aber das wird diesen Beitrag leisten. Ob es wird, ob es nicht wird, ob die ganze Menschheit versagt oder verweigert dieses Prinzip oder ob wir dieses Prinzip weitertragen in die Welt, sodass auch andere Hierarchien Schritt für Schritt teilhaftig werden können der Freiheit und damit eben auch die ganze geistige Welt im Grunde völlig verändert wird, ihr Zusammenwirken völlig verändert wird. Da sind wir dieses kleinste, jüngste, unfähigste geistige Wesen, weil wir haben noch ganz kleine Fähigkeiten, weil wir haben schon Schwierigkeiten jetzt sogar imaginativ zu schauen, also Imaginationen zu erleben und das ist die, so wie soll ich sagen, noch der primitivste und einfachste Zugang zur geistigen Welt. Das ist noch etwas ganz Kleines in Wahrheit im Vergleich zu dem, dass wir dann einmal ein ganzes kosmisches System mitschaffen, ein Planetensystem, wenn wir so wollen und es wird ganz anders sein als das, was wir heute als Planetensysteme kennen, weil der ganze Kosmos ja eigentlich umgestaltet wird mit darin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist nicht einfach wieder ein neues Planetensystem oder was, was irgendwo geschaffen wird. Da ist längst der Kosmos schon etwas ganz anderes geworden und wir werden mitgearbeitet haben daran. Wir werden mit Weichen gestellt haben. Ja, vielleicht auch Weichen auf Abstellgleise zwischendurch, das kann es natürlich auch sein, dann werden wir aber auch wieder mitarbeiten müssen, um das zu beheben. Wir können das, wir dürfen das, wir sollen das. Es wird von uns erwartet. Darum reden wir über diese Themen. Was es wirklich bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist es nicht so, dass wir heute irgendwen dazu verleiten sollten, du musst unbedingt jetzt Imaginationen schauen, du musst hellsichtig werden oder wie immer man das nennen will. Gar nicht. Jeder nach seinem Schicksal, jeder nach seinen Möglichkeiten. Es muss ja ganz aus der Freiheit geschehen. Und daher muss man den Menschen auch zugestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Johannes Thomasius und der Mut zum Schritt 02:22:31 ===&lt;br /&gt;
Und darum, ich finde das so genial, dass diese Mysteriendramen beim Johannes Thomasius, der halt ja so ein, ich will nicht sagen Musterschüler ist, aber er ist das für Rudolf Steiner geradezu das Urbild des geistig strebenden Menschen, aber der halt mit all den Hürden zu kämpfen hat, die damit verbunden sind. Und der stolpert auf den Weg. Er stolpert, stolpert, stolpert auf den Weg und immer wieder dann verständlicherweise sagt, nicht jetzt. Bitte verlangst es nicht jetzt von mir. Ich bin noch nicht so weit. Und er muss immer wieder lernen, ja, aber du musst den Schritt tun, um so weit zu kommen. Du musst den Schritt wagen, wo du eigentlich völlig blind noch bist. Und du musst sehend werden für die Aufgabe, die dort an dir vor Augen tritt. Und die sichtbar wird für dich aus den Fähigkeiten, die du jetzt entwickelt hast, bis jetzt entwickelt hast, von denen du noch gar nicht weißt, was du eigentlich tun sollst damit, im Grunde. Und wo du dann aber sehen wirst, ah, da ist eine Fähigkeit da, die wird gebraucht, um an der Welt mitzuarbeiten, schaffend an der Welt mitzuarbeiten, in immer größerem Maße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum geht es. Deswegen sind die Sachen mit den Inspirationen und so weiter, mit den Bildern, die man sich schaffen kann, Bildern im weitesten Sinn von der geistigen Welt, jedenfalls ein Bewusstsein, ein klares Bewusstsein sich erwirbt, dass wir lernen, sie wahrzunehmen und uns eher so sicher zu bewegen wie in der äußeren Welt. Darum beschäftigt man sich damit. Weil hier jetzt während unserer Erdentwicklung, während unserer ganzen Erdentwicklung, Schritt für Schritt, wir alle diese Fähigkeiten erwerben sollten, wenn wir das Geschenk, das uns gegeben wurde, das Geschenk der Freiheit, wenn wir das in gutem Sinne benutzen wollen und nicht missbrauchen wollen. Wobei die Entscheidung, was Missbrauch ist und was Gutes ist, unsere ist. Das heißt, das, was herauskommt dabei, ob es gut oder schlecht ist, das wird sich weisen, es wird sich weisen an dem, was wir überhaupt erst hervorbringen. Und wir werden es selber beurteilen müssen, immer mehr selber beurteilen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der strenge Blick Uriels in der Johannizeit 02:25:31 ===&lt;br /&gt;
Wir haben jetzt noch sehr viele Hilfe dabei von Wesenheiten, die über uns stehen. Wir leben ja auch in der Johannizeit, wir haben jetzt vor kurzem die Johanni-Imagination gelesen, wie wir es jedes Jahr tun und haben gesehen, dass ein sehr strenger Blick auf uns fällt, Uriel blickt, also sehr stark auf uns herunter und schaut in den Kristallstrukturen der Erde, in den Ordnungen, die dort sind oder auch in den Unordnungen, die drinnen sind, sieht er, wie gut oder wie schlecht die Menschheit insgesamt schon gearbeitet hat und wir sollten halt lernen, darin zu lesen. Dann haben wir eine Orientierung daran, wo wir stehen in unserer Entwicklung drinnen. Und das wird uns so gezeigt, dass wir uns entscheiden müssen, dafür es überhaupt wahrzunehmen oder nicht wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Uriel blickt sehr streng, das sehen wir. Und wir sehen sogar, wie wir bis ins ganze Naturgeschehen hinein viele Fehler eingebaut haben in die ganze Erdentwicklung. Das sind nämlich diese ganzen Strukturen, die nicht so sind, die nicht diese klare Ordnung haben, die sie haben hätten können. Die Kristalle nämlich, die drinnen sind in der Erde, wo wir so vieles zerstört haben daran. Eben dadurch, dass wir aus unserem Ich heraus, wirklich aus unserem Ich heraus, noch sehr ungeschickt waren und sind. Aber es ist zugleich das Ganze der Ermunterung, schaut&#039;s dem bewusst ins Gesicht sozusagen, der Tatsache, schaut, welche Fehler er geschaffen hat und schaut&#039;s, was ihr daraus machen könnt. Ja, schaut selber, was ihr daraus machen könnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist ein wesentlicher Punkt, warum wir hier auf Erden sind. Unser Erdenleben führen, in vielen Inkarnationen führen und dass dazu natürlich viel Äußeres tun da ist und das ist ganz wichtig. Wir sollen nicht die ganze Zeit nur meditieren und sozusagen in die geistige Welt schauen, sondern gerade wir sollen versuchen, auch hier es ins praktische Leben umzusetzen. Das ist ganz wichtig. Dadurch wird es erst wirklich zu einer Fähigkeit, mit der wir die Zukunft, und zwar auch die fernste Zukunft, mitgestalten können, wie wir es sollen. Sollen. Aus Freiheit sollen, wo es uns ermöglicht ist. Das ist ein Geschenk, das wir annehmen oder auch ablehnen können. Niemand zwingt uns. Es steht da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschenk und Austausch: der Funke, der Kräfte weckt 02:28:30 ===&lt;br /&gt;
Und so sollten Geschenke halt immer sein. Geschenke sind etwas, was man gibt, was Anregung sein kann vielleicht, von dem man aber nicht zwingend erwartet, wo man eigentlich gar nicht erwartet, dass der andere es annimmt oder annehmen muss, das schon gar nicht, sondern wo es etwas in ihm zum Schwingen bringen kann. Und in den meisten Fällen wird es auch so sein, dass er gar nicht das unmittelbar annimmt, was wir jetzt so als Fertiges ihm anbieten, als Ding, sondern wo nur ein Funke überspringt, der in ihm selber die schaffenden Kräfte weckt. Und ihm den Mut erweckt, in ihm aus dem heraus tätig zu werden. Ganz auf die eigene Verantwortung. Und das ist Mitverantwortung für die ganze Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So groß ist das Ganze. Es braucht uns nicht schrecken, aber es sollte uns langsam bewusst werden. Vielleicht lernen wir aber daran, uns auch selber in unseren Möglichkeiten und in den Aufgaben, die wir lösen können und was uns zugetraut wird, besser kennen. Und vielleicht macht uns das auch mehr Mut, tätig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, damit, meine Lieben, möchte ich aber wirklich für heute Schluss machen. Es ist sowieso lange geworden. Wir haben über die Sinne jetzt doch nicht näher gesprochen, aber es wird sicher früher oder später kommen. Es kann auch später sein. Es macht nichts. Ich danke euch für eure Geduld. Ich danke euch allen, die beim Livestream dabei seid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank, Wolfgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne, gerne, danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Danke für den tiefen Vortrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne, danke. Ich danke euch wirklich sehr intensiv für eure Unterstützung. Es wäre nicht möglich, irgendwas davon zu sprechen, wenn nicht Menschen da sind, die es nehmen wollen. Freiwillig sozusagen. Nehmen wollen im Sinne, sich anregen lassen und dann selber damit tun, was sie wollen. Sonst hat das überhaupt keinen Sinn. Es braucht beides. Und jeder Mensch kann auch beides sein. Wir sollten von den anderen nehmen, weil jeder hat was zu geben. Und jeder sollte auch die Fähigkeit haben zu nehmen. Dann ist wirklich ein Austausch da. Dann wird es was Lebendiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Ja, genau. Herzlichen Dank, Wolfgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Danke euch. Bis zum nächsten Mal. Danke. Alles Gute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Bis zum nächsten Mal. Schönen Abend, Wolfgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Tschau, tschau. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
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== {{Alle Folgen auf einen Blick}} ==&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 320. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 322. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Alle Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter (Startseite)}}&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Peter|| zurück zu Wolfgang Peter |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
{{Literaturangaben Vortragszyklus Apokalypse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104a]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 346]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebendige Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Live]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von ]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 319. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:320.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=afxD_X4wJ0Q|thumb|320. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 23. Juni 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].   Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/ebnev4bear4qi743c4ktj/320.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=22ehsbbu7bu7e9w9ozuidync2&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
== Transkription des 320. Vortrags vom 23. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und Johanni-Stimmung 00:00:39 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zum 320. Vortrag zur Apokalypse, im Umfeld der Apokalypse. Es ist ja jetzt wirklich schon so die weite Aura rundherum und das Ganze irgendwo, also ein weites Umfeld. Wir haben uns das letzte Mal mit den Sinnen sehr beschäftigt und werden das heute weiterführen oder vielleicht auch zu Ende führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich mit dem Wochenspruch beginne, möchte ich noch einen Hinweis machen für die, die vielleicht kommen wollten zu unserer Mysteriendramen-Aufführung im grünen Goetheanum in der Nähe von Frankfurt. Die Veranstaltung ist auf den September verschoben, auf den 12. September, wegen der Hitze, die im Moment herrscht. Und dieses grüne Goetheanum hat zwar sehr viele Bäume, man könnte sich denken, ja schön, ist ja ein schöner Schatten, aber nur dort, wo man spielt, und dort, wo man sitzt als Publikum, ist pralle Sonne, volle Sonnenbeleuchtung. Und das ist heftig, und vor allem am Nachmittag dann ganz aus dem Westen heraus. Also die Schauspieler können dann eh nicht mehr mit Sonnenbrille spielen, weil das ist also grell, einfach, wirklich genau direkt kommt das vom Westen her, und das ist bis 10 Uhr oder so, ist es wirklich hell. Also die Sonne steht noch über dem Horizont, und die vom grünen Goetheanum haben gebeten, dass wir es eben verschieben auf den September, und ich finde das auch sehr vernünftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja gut, das war es schon, jetzt stürzen wir uns in den Wochenspruch einmal hinein. Morgen ist Johanni, und es ist der Johanni-Spruch, die Johannisstimmung, die es jetzt geht. Es ist der zwölfte Wochenspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weltenschönheitsglanz, er zwinget mich aus Seelentiefen des Eigenlebens Götterkräfte zum Weltenfluge zu entbinden, mich selber zu verlassen, vertrauend nur mich suchend in Weltenlicht und Weltenwärme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wirklich ganz hinausgehen, nicht festklammern, auch da drinnen unten in der kleinen Hülle bin ich drinnen, sondern ganz mit der Seele hinausgehen, den Mut zu haben, ganz hinauszugehen, wirklich loszulassen. Was auch so manchmal im Alltagsleben ganz gut ist, wenn man das kann, wenn man nicht immer so verbissen in seinem eigenen Kerker drinsteckt und nur die Kollisionen mit der Umwelt erlebt. Ganz hinausgehen, also das ist das Tolle der Johannisstimmung, eben wirklich auch dieses Vertrauen haben, wirklich so wie die Flügel ausbreiten und hinausfliegen und keine Angst dabei zu haben, sich zu verlieren, sondern eben zu spüren, wie wir es ja letztens auch im Wochenspruch hatten, um sich draußen auch wieder selbst zu finden, aber auf ganz andere Weise, nämlich dann wirklich als geistiges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wenn wir da so ganz drinnen sitzen, in uns selber, das heißt in unserem Körper, und durch die Sinne hinausschauen, obwohl ja in der ganzen sinnlichen Wahrnehmung die ganzen Seelenkräfte, unsere Seele ja ganz stark mitbeteiligt ist und viel zu entdecken gibt, auch was man mit den Sinnen nicht sieht, durch im Grunde die gleichen Kräfte, nur das wird uns halt oft nicht bewusst. Und da ist eine gute Übung, einfach einmal loszulassen. Also mit der Seele wirklich hinauszugehen und sich zu verbinden mit der Weltenseele eigentlich, die draußen ist. Dem Licht, in der Wärme waltet jetzt eben ganz stark. Und dann später, wenn der Herbst kommt und dann die Winterzeit wieder kommt, dann müssen wir uns eh wieder in uns zurückziehen, in unser Häuschen uns zurückziehen. Und hoffentlich haben wir viel mitgenommen von diesem großen Seelischen, was auch unser Seelisches ist, aber in Verbindung ist mit der Weltenseele im Grunde. Und unsere Seele ist eigentlich auch so weit. Also man darf sich ja nicht vorstellen, das ist so ein kleines Ding, das ist überall auch da draußen. Und wir stehen in Verbindung damit. Wir müssen es nur wahrnehmen oder bemerken, wahrnehmen, eben gar nicht im sinnlichen Sinne, von uns gegenüberstellen und schauen, da werde ich das Weltenseelische wahrscheinlich nicht finden, wenn ich einfach nur hinausschaue, sondern ich muss durch das Sehen, durch das Hören und so hindurchgehen eigentlich. Und dann erleben die elementarische Welt, die dahintersteckt, die die eigentliche Wirklichkeit hinter dem Ganzen ist, von dem das, was wir sinnlich erleben, eigentlich nur ein Spiegelbild ist, das wir erzeugen, in gewisser Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wir gestalten unser Bild der Welt 00:06:06 ===&lt;br /&gt;
Also das heißt, daher auch ganz klar, andere Wesen, Tiere und so weiter, die auch Sinne haben wie wir, erleben die Welt trotzdem ganz anders. Sie erzeugen sich halt auch ein gewisses Spiegelbild, aber auf ganz andere Art als wir. Und das heißt, sie erleben die Welt komplett anders. Und wir denken heute einfach, aha, so wie ich die Welt da sehe, so ist sie, Punkt, das ist es. Und das ist aber nur Bild. Es ist in Wahrheit nur Bild. Bild, das wir erzeugen, das uns angemessen ist, unserem geistigen Entwicklungsgrad angemessen ist, unseren Seelenkräften angemessen ist. Aber wir sind ganz stark beteiligt, und zwar nicht nur als Mensch im Allgemeinen, sondern als der individuelle Mensch, der wir sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ja jetzt schon längere Zeit immer wieder das Thema, wir gestalten mit an dem, was wir wahrnehmen. Es gibt nicht etwas Fertiges, was wir einfach nur eins zu eins abbilden, sondern es ist ein Gestaltungsprozess, der dabei ist auch, dass wir sozusagen unser Bild von der Welt uns machen. Und wir finden viele Übereinstimmungen mit dem Bild, das sich andere Menschen davon machen, mit manchen mehr oder weniger, aber in Wahrheit hat jeder seine eigenen Nuancen, die er sieht, die er hört, die er riecht, die er schmeckt, weiß Gott was. Sonst würden wir überhaupt nicht an die Wirklichkeit herankommen. Das ist das große Umdenken, was wir brauchen eigentlich in unserer Zeit. Wir denken immer, aha, wenn es objektiv so ist, wie es heute ist, und ich es anklotze, dann bin ich in der Wirklichkeit. Da bin ich aber am allerwenigsten in der Wirklichkeit. Da bin ich eigentlich fern, weil ich denke, die Welt besteht halt aus Gegenständen, die sind halt, wie sie sind, und schauen so aus, wie sie halt ausschauen, und Ende. Aber in Wahrheit arbeiten wir sehr stark mit, uns das Bild selbst zu machen von dieser Welt, und das hängt zusammen mit der Art, wie wir Menschen überhaupt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher gibt es sehr viele Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten im Wahrnehmen der Welt, im sinnlichen Wahrnehmen der Welt, und trotzdem in den Feinheiten ist es ganz individuell. Also manche Menschen sehen die halben Dinge nicht, weil sie einfach nicht aufmerksam darauf sind, es interessiert sie seelisch eigentlich gar nicht, folglich erleben sie es nicht. Das kann sogar pathologisch sein, wenn irgendeine traumatische Erfahrung oder was, man wurde als Kind von einem großen Hund gebissen oder was, man sieht keine Hunde mehr. Kann man sich gar nicht vorstellen, man sieht keine Hunde mehr. Und wenn der Hund vor dir steht, du siehst ihn nicht. Man geht zielsicher vorbei, weicht ihm aus, aber dass da ein Hund war, kriegt man nicht mit. Und es gibt viele Dinge, also die Menschen, wenn sie so eine alptraumartige Erfahrung hatten, also vor allem in jungen Jahren oder als Kind eben, dann werden gewisse Dinge ausgeblendet, man will sie nicht sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, dass wir die Welt so sehen, wie wir sie sehen, das müssen wir wollen. Und da können wir dann ein sehr vollständiges Spektrum vom Welteindruck bekommen, also ein sehr weites Panorama sehen, oder es kann sehr eng sein. Daher ist es so wichtig auch, eben für die geistige Entwicklung so wichtig, aufmerksam durch die Sinneswelt zu gehen und immer eigentlich zu erwarten, es gibt noch viel mehr Dinge vor meiner Nase, die ich sehen könnte, wenn ich nur wollte. Und die vielleicht mein Nebenmensch problemlos sieht, weil der das seit klein auf immer besonders, sich auf das konzentriert hat, und was ich auch sehen könnte, wenn ich es will. Sonst übersehe ich es einfach. Also wir übersehen das meiste. Das ist interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Umgekehrte ist aber, dass Menschen, die so eine innere Aufmerksamkeit in der Wahrnehmung haben, dann unter Umständen sogar, wenn sie blind sind, Dinge wahrnehmen in einer gewissen Weise, die die Sehenden nicht mitkriegen. Die Geschichte von Lusseyran war zum Beispiel so ganz deutlich, der immer wieder seinen Freunden gesagt hat, da bleibt stehen, da ist so ein schönes Panorama, da ist so ein schöner Eindruck, das Licht ist so herrlich da, sagt der Blinde. Und sagt es den Sehenden, die kriegen es gar nicht mit, ja, hell ist, und gehen durch einfach. Aber diese wirkliche Seelenqualität eben, dieses Lichtes, diese Naturstimmung, die da ist, kriegen viele nicht mit, gerade die Sehenden nicht. Oft gerade die, die sich schwer tun damit zumindest. Das ist erringen müssen. Also da ist viel Potenzial, viel Raum, noch oben, noch drinnen, in dem, was wir in der Sinneswelt wahrnehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freie Imagination, Inspiration und der Geruchssinn 00:11:07 ===&lt;br /&gt;
Darauf hat Rudolf Steiner so deutlich hingewiesen. Also wir müssen ein präzises, immer genaueres, immer detailreicheres Wahrnehmen der Sinneswelt auf der einen Seite anstreben, und auf der anderen Seite wirklich reine, freie Imaginationen. Freie Imaginationen, freie. Das heißt, nicht Visionen, die mich überfallen, der Engel kommt über mich und erzählt mir, was ich tun soll, sondern ich schaffe das Bild. Wir haben in den vielen Engeldarstellungen, die die Maler gemacht haben, also in der Renaissancezeit vor allem, aber auch früher. Früher waren es noch mehr Visionäre, die haben halt eine Vision gehabt, und die haben es versucht, in ein Bild umzusetzen. Aber wenn es dann geht in die Renaissancezeit hinein, und immer mehr dann in die Gegenwart hinein, da wird es ganz deutlich, dass die Menschen aktiv das Bild formen. Also so moderne Engeldarstellungen oder was, sind in Wahrheit viel wahrer als die, die auf den alten Visionen beruhen. Sind viel wahrer. Und sie gehen viel tiefer eigentlich. Ob es dem Künstler immer ganz bewusst war oder nicht, ja, den meisten schon, in Wahrheit. Nur das Publikum hat es oft nicht verstanden, weil sie gedacht haben, so bin ich es nicht gewohnt. Und dann, was man nicht gewohnt ist, das passt einem halt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist so, genau, ich sage, wunderschön, die Musik der Klassik, Bach und das alles, was davor war und was weitergeht. Und dann kommt irgend so etwas wie Zwölftonmusik und alles Mögliche, Unharmonisches, Unmelodiöses, einzelne Töne nur, die alle halbe Stunde einmal kommen und dann dazwischen wieder nichts. Da kann gar nichts drin sein, außer die Spinnerei vom Künstler, oder es kann viel Tieferes drinnen sein. Weil ich aufgefordert bin, selber die Musik erst zu komponieren, für die der Komponist nur ein paar Anregungen gibt. Das heißt, weil die Musikstücke, oder eben genauso in der bildenden Kunst, in der Malerei, in allem eigentlich, fertig wird das Ganze erst, wenn der Betrachter, der Zuhörer, der es in irgendeiner Weise wahrnimmt, selber aktiv wird und sozusagen sein Bild gestaltet. Dann ist er in der Wirklichkeit drinnen. Dann ist er nämlich gerade in der objektiven Wirklichkeit drinnen. Das heißt, das eigentlich, was es aus sich selbst heraus ist. Aber auf das komme ich nur drauf, und nur in dem Maße, als ich selber es aktiv, dieses Bild hervorbringe, im Grunde, und mir dessen bewusst werde. Das heißt, im Grunde, freie Imagination gestalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und aus dem kann ich es dann weitergehen zum Verstehen dieser Imagination, wenn man so will. Also sie beginnt sich auszusprechen. Dann kommen wir in die nächste Stufe, in die Inspiration hinein. Inspiration heißt ja auch nicht, dass jetzt irgendwer mir ins Ohr was flüstert, sondern es heißt, das Bild, oder was immer, wie ich es erlebe, es kann genauso Geruch sein. Wir haben die letzten Male auch über den Geruchssinn gesprochen, der durchaus auch problematisch sein kann, aber andererseits der Sinn ist, der zu den allerhöchsten Erfahrungen führen kann. Er kann aber auch zu den untersten führen. Nicht, weil der Teufel stinkt. Wo der Teufel ist, da stinkt es. Aber noch schlimmer ist es, wenn er scheinbar wohlriechend ist und verführerisch ist. Also weiß ich nicht, wo das schönste Parfum sozusagen da ist, das streut der Luzifer um sich. Beim Ahriman stinkt es halt mehr. Das gehört dazu. Aber das sind oft noch viel intensivere Erlebnisse, als wenn man es vergleichen könnte mit einem optischen Eindruck, also mit dem Sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich, Imagination ist Bild. Aber halt nicht sinnliches Sehbild, sondern Geruchsbild, Klangbild. Also man kann Bild mit allen Sinnen erleben. Es ist ein ganzes Weltenpanorama im Grunde. Das ist bei der Imagination das Wichtige. Es ist ein ganzes Panorama, eigentlich so groß wie die ganze Welt, im Prinzip, in Wahrheit. Natürlich kann man das nicht voll überschauen, das ist klar. Man kann nur einen kleinen Ausschnitt davon als Bild selber wirklich so ganz bewusst gestalten und daher auch ganz bewusst erfahren. Aber es steht im Zusammenhang mit dem ganzen Kosmos im Grunde. Also es ist unendlich weit, eine Imagination in Wahrheit. Und wir haben halt nur einen gewissen Bewusstseinsfokus auf einen kleineren Teil davon. Mehr schaffen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher viele Philosophen dann gesagt haben, Kant zum Beispiel, der berühmte Kant, gesagt, naja, also diese Art von Wahrnehmung kann der Mensch nicht haben, das schafft er einfach nicht. Also das können vielleicht die Engel machen, weil von denen war er durchaus überzeugt, dass es die gibt. Aber wir können das nicht. Also dieses Panoramaschauen, also das, was Goethe dann genannt hat, die anschauende Urteilskraft. Also wirklich das ganze Panorama anschauen, nicht grübeln, was bedeutet das, sondern es sehen, es erleben, es erfahren. Und das hat der Kant gesagt, ja, das ist eine göttliche Art der Wahrnehmung, an die kommt der Mensch nicht heran. Aber genau um das geht es jetzt. Und geht es eigentlich seit Beginn spätestens des 20. Jahrhunderts, aber deutlich eben schon bei Goethe, die Vorahnung oder das Vorwissen und ein gewisses Können auch auf dem Gebiet. Und da liegt die Zukunft drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die tote Naturwissenschaft und die Zerstörung der Natur 00:17:34 ===&lt;br /&gt;
Eben gerade dadurch auch, wie Goethe auf seine Art dann Naturwissenschaft betrieben hat. Wir haben ja heute praktisch keine Naturwissenschaft. Sie heißt zwar so, aber sie nimmt die Natur als etwas Totes, etwas Berechenbares. Und der höchste Stolz der Physiker oder sonstigen Naturforscher ist, dass sie sagen, ja, die Ergebnisse müssen reproduzierbar sein. Also wenn ich morgen wieder dieselbe Betrachtung anstelle, oder besser gesagt, dieselbe Messung mache, weil selber schaut man ja gar nicht mehr, Apparat muss das registrieren, dann muss genau dasselbe Ergebnis herauskommen. Dann weiß ich, dass es stimmt. Ja, dann weiß ich in Wahrheit, dass ich da etwas Totes betrachtet habe. Im Grunde. Das rührt sich nicht mehr. Das tut sich nicht mehr lebendig verwandeln und verändern. Höchstens irgendwann einmal zerfällt es vielleicht. Dann ist es halt aus mit der Reproduktionsfähigkeit. Dann kann man es nicht mehr erleben. Dann ist es halt ganz zerstoben, wie alles Tote, Gestorbene irgendwann sich im Weltgeschehen auflöst in der Weite. Aber das ist nichts, womit wir die Natur verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist auch der Grund natürlich, warum wir seit dem 17., 18., 19., 20. Jahrhundert so viel an Natur in Wahrheit zerstört haben. Aus Unverständnis. Aus Unverständnis. Wir glauben, die Natur zu verstehen wie eine Maschine. Und allein diese Art des Verstehens führt dazu, dass wir die Natur abtöten. Weil wir halt so denken, eine Pflanze muss auch so sein. Eine Pflanze muss ich konstruieren können wie eine komplizierte Maschine. Also mache ich Gentechnik oder sowas. Schiebe Gene herum und sage, da kommt etwas Gescheites heraus. Führt in letzter Konsequenz zwar sicher zu einzelnen scheinbaren Erfolgen, aber im Endeffekt tötet es das Leben der Natur ab. Also in dem steckt man drinnen. Das ist eigentlich die Steigerung des Kriegsgeschehens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leben in kriegerischen Zeiten. Nachsatz, wann hatte die Menschheit die nicht? Das waren kurze Perioden des Friedens. Und das, was Christentum eigentlich bedeutet, nämlich Liebe und Frieden in die Welt zu bringen als Gestaltungskraft, da sind wir noch weit weg. Also wir haben noch sehr wenig wirklich aktives Christentum, obwohl viele sehr militant eintreten dafür und eingetreten sind in der Vergangenheit. Und auch manche bekehren wollten zum friedlichen Christentum mit nicht friedlichen Mitteln. Das sind Dinge, die uns in unseren Tagen wirklich sehr bewusst werden sollten. Weil wir jammern, wo soll das nicht funktionieren. Die Umwelt wird zerstört und Kriege gibt es so viel wie noch nie und vor allem so grausige Kriege, wie es das noch nie gegeben hat. Der Zweite Weltkrieg war natürlich ein großer Punkt. Der Erste schon war ein gewaltiger Sprung in Richtung Grausamkeit und Zerstörungskraft, weil die Kriege vorher waren noch ganz anders. Selbst noch im 19. Jahrhundert oder so. Aber dadurch, dass die Technik immer mehr hineinkommt und damit die Kraft, die eingesetzt wird, die Zerstörungskraft, die immer größer wird. Und heute ein Vielfaches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kämpfen nicht eine Million Soldaten täglich gegen eine Million Tote. Das sind Milliarden in Wahrheit. Entsprechend. Aber durch Maschinenkraft. Und die machen das heute selbsttätig. Die Drohnen oder was, die mit KI gesteuert sind, die suchen jetzt ihr Ziel selber. Formalität ist noch ja, es muss der am Kontrollpult noch bestätigen, dass er den jetzt abschießen darf. Wie weit das dann wirklich immer eingehalten wird, frage ich mich. Weil sie können es selbsttätig machen. Suchen sie die Zielperson und gezielt holen sie sie raus. Und die ganzen Roboter, die es schon gibt, die Kriegsroboter, also die hundeartigen, da ist ein Maschinengewehr oder Sonstiges drauf montiert, das sucht sie aktiv selber, sein Ziel, und schießt die anderen ab. Braucht kein Mensch mehr mitlaufen. Braucht es auch gar nicht einmal gesteuert werden. Der hat seine Zielvorgabe, ist programmiert, eine bestimmte Person zum Beispiel auszuschalten, und das tut er. Oder sei es allgemein gegnerische Soldaten, die bestimmte Erkennungsmerkmale haben, sei es die Uniformen oder wie immer sie halt sind, und die machen das selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Gefahr ist, dass das immer weitergeht. Und dann haben wir das wirklich nicht mehr in der Hand zu entscheiden, ob wir Frieden wollen oder Krieg, sondern dann haben wir eine weitere Schicht aufgebaut, also das, was Rudolf Steiner gesagt hat, die Technik ist eine untersinnliche Welt in Wahrheit, also die selbsttätig dann arbeitet und die natürlich dann arbeitet, impulsiert durch die Widersacherkräfte und die dann letztlich daran arbeitet, die Menschen zu allem Möglichen zu bringen, aber sicher nicht zum Geist und zur Freiheit, sondern die das eben ausschalten. Und die Gefahr wird immer größer. Die Gefahr wird immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulturepoche der Brüderlichkeit und das Liebesprinzip 00:23:22 ===&lt;br /&gt;
Das heißt, wenn die nächste Kulturepoche wirklich eine gewisse Blütezeit sein soll, der Kulturentwicklung im Sinne, dass die Kriege zwar nicht verschwinden werden und die Kämpfe aber doch zumindest zurückgehen werden, und wo wirklich blühen wird ein gewisses Liebesprinzip zwischen den Menschen, dass man einfach merkt, ich bin eigentlich dazu da, aus meinen Fähigkeiten heraus etwas den anderen Menschen zu geben. Anregungen zu geben, Impulse zu geben. Da geht es jetzt gar nicht darum, dass ich ihnen Geld gebe oder ein Stück Brot gebe oder was, das gehört auch sicher dazu, aber es geht darum, dass man seinen Fähigkeiten etwas Anregendes gibt für die anderen Menschen. Das ist nämlich ganz wichtig für das Liebesprinzip, dass man den anderen Menschen anregt, seine Kräfte aufzuwecken. Und dazu gehört ein tiefes Erleben des anderen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, er ist halt auch ein Mensch. Ja, man kann nicht plaudern mit ihm, sondern in dem kann man ja. Muss gar nicht sehr viel mehr sein, man muss sicher keine besonders gescheiten Anmerkungen bringen. Du musst das machen und das, und wenn du das auch noch machst, dann wird alles perfekt gehen. Das kann man vergessen, weil das muss der andere selber finden. Aber man kann weckende Worte sprechen, belebende Worte. Liebe ist Lebenskraft eigentlich, wirklich Lebenskraft. Und Lebenskraft ist gestaltende Kraft zugleich, weil sie gestaltet das Leben. Und das ist immer in Bewegung und wird immer wieder neu gestaltet, natürlich nicht vollständig verändert, aber immer wieder erneuert im Grunde und in neuen Variationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser eigener Organismus verändert sich im Laufe des Lebens. Und wir werden eigentlich im Grunde in jeder Sekunde, in jeder Minute werden wir neu irgendwo. Und wir kriegen es ja gar nicht mit. Wir bauen ja an uns selber auch. Natürlich, wir haben noch Hilfe dabei, weil zumindest im Alltagsbewusstsein kriegen wir da noch sehr wenig davon mit und würden das wahrscheinlich ziemlich verpfuschen noch. Aber unser wirkliches Ich arbeitet daran, am ganzen Organismus. Das kann unangenehm sogar sein, wenn man jetzt anfängt, den ganzen Organismus umzukrempeln und sagt, ja, du bist auf einer neuen Stufe, du hast neue Fähigkeiten, dazu brauchst einen anderen Körper, der muss sich verändern. Das passiert ganz normal bei jedem Menschen. Bei jedem Menschen passiert das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und daher auch immer mehr, dass die Vererbung als solche nicht mehr die Rolle spielt. Sondern das wird meistens schon relativ früh einfach überwunden und der Mensch baut sich sein eigenes. Wirklich sein eigenes. Ja, natürlich können die Forscher noch immer ein paar Gene von den Müttern und Vätern nachweisen, aber sie haben nicht mehr die Bedeutung. Sondern das Entscheidende ist, dass wir es selber an uns gestalten. Und zwar ganz bis ins wirklich Physische hinein. Bis in alles. In die Bewegungsabläufe, die wir haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den anderen Menschen wahrnehmen 00:27:00 ===&lt;br /&gt;
Wir haben oft schon gesprochen darüber, man kann einen Menschen an seinem Schritt erkennen, wenn er über die Treppe raufkommt oder was. Ganz deutlich. Das ist unverwechselbar. Wenn man nicht ganz unaufmerksam ist, merkt man das sofort, wer das ist. Wahrscheinlich wird keiner so genau wissen, wie gehe ich denn eigentlich. Ja, ich gehe. Habe ich halt irgendwann gelernt, und ja, alles funktioniert. Aber den eigenen Gang wahrzunehmen ist unheimlich schwer. Aber man kann einmal anfangen, den Gang anderer Menschen zu beobachten. Zu vergleichen. Und zwar wertschätzend. Na, wie der da herkommt, das muss ein primitiver Mensch sein. Dann bin ich schon wieder auf der falschen Spur. Einfach ist einmal, objektiv als Phänomen zu nehmen. Aber es mir aktiv bewusst zu machen. Und das heißt, da muss ich gestaltend, bildend dabei sein, mich hineinleben eigentlich in den anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil ich lerne die Bewegung des anderen in Wahrheit erst kennen, wenn ich selber so in mir das ein bisschen nachmache. Dass ich mich wirklich hineinfühlen kann. Das heißt nicht, dass ich dann auch so durch die Welt laufen muss auf ewig. Aber im Moment, das ist die Wahrnehmung des anderen. Da merke ich zum Beispiel, was tut sein Ich. Weil sein Ich ist es. Der Mensch trägt sich selber. Das Ich trägt ihn. Es ist nicht die Muskeln, nicht die Knochen, die gehören dazu. Natürlich, wenn wir nur eine Wasserkugel wären im Ozean oder was, dann wird es schwierig. Da können wir nicht gehen. Wir brauchen etwas Stabileres. Aber es ist dauernd in Bewegung. Es wird dauernd umgestaltet, aber in ganz individueller Weise. Und es ist eigentlich, wenn man es wahrzunehmen versteht, leuchtet einem so die andere Individualität entgegen. Im sinnlich-übersinnlichen Erleben des anderen eigentlich. Aber durchaus auch ganz wach im sinnlichen Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die zwei Dinge, auf die hat Rudolf Steiner wiederholt so deutlich hingewiesen. Wach werden, im sinnlichen Wahrnehmen jedes Detail beobachten können, nicht die Hälfte verschlafen. Weil in Wahrheit verschläft man so viel. Mir geht es auch nicht anders. Man geht irgendwo, dann denkt man sich, was war denn da jetzt gerade? Das hat man nicht wirklich bewusst mitbekommen. Man braucht nur nachdenken. Ich komme von der U-Bahn bis zur Arbeitsstelle oder was, da bin ich sicher Dutzenden, wenn nicht Hunderten Leuten begegnet. Und wen habe ich bewusst wahrgenommen? Wirklich bewusst. Oder dass ich sage, aha, da kann ich mich erinnern, da war der, der hat so einen Hut aufgehabt und der hat ein bisschen finster reingeschaut. Meistens hat man es von einem gemerkt, weil der besonders grantig reingeschaut hat, der ist einem aufgefallen. Aber der Rest zieht vorbei. Das heißt, man hatte die Augen offen, man hat es scheinbar auch gesehen, aber es ist durchgeruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das war in der Vergangenheit noch stärker so bezüglich des Sinnlichen. Allerdings, wenn ich weiter zurückgehe, haben die Menschen das Übersinnliche, das Seelische, das Geistige des Menschen wahrgenommen. Da muss ich weit in die Vergangenheit zurückgehen. Aber jetzt müssen wir dazulernen, das Sinnliche ganz wach wahrzunehmen und dazu das Geistige dann, das sich ausdrückt in dem sinnlich Wahrgenommenen. Das kann man dann nämlich studieren. Das ist das, wo es gilt. Dieses Genie war es, in vielen Dingen zu können, einfach sinnlich-übersinnlich wahrzunehmen in Wahrheit. Und das hat nichts mit so einem alten Hellsehen oder visionären Sehen zu tun, sondern das ist etwas ganz Waches. Das ist mit einem geradezu künstlerischen Blick halt mitgestaltend sein im Wahrnehmen. Mitgestaltend sein. Niemals glauben, ich bin wie eine Kamera, Augen auf und bitte vermitteln mir, was da vor mir ist. Nein, schaue aktiv. Schaue aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit lernen wir es ein bisschen im Ansatz ja sowieso schon als Kind, weil sonst würde man überhaupt nichts wahrnehmen. Auch mit offenen Augen nicht. Wir müssen Sehen lernen. Und dann können wir es und dann denkt man, ich mache immer die Augen auf und sehe schon. Da kriegt man gar nicht mit, wie aktiv man eigentlich beteiligt daran ist. Das habe ich eh öfters erzählt, also man malt das Gesicht des anderen Menschen, zeichnet es, man tastet es ab mit den Blicken und ist sich dessen gar nicht bewusst. Und wenn einer dann ein begabter Zeichner ist, ist er es deswegen, weil er das, was er da mit den Augen abtastet, halt dann auch in die Handbewegung bringt. Dann kann er es ins Zeichnen auch gut reinbringen. Aber mit den Augen, mit der Augenbewegung macht man es auf jeden Fall. Und angenommen, die Augen wären fixiert, könnten sich nicht so bewegen, so abtasten, dann würde man praktisch nichts gescheit sehen. Dann würden wir das Gesicht jedenfalls nicht wahrnehmen können. Dann wäre die Wahrnehmung eine ganz, ganz grobe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die griechischen Statuen und die Schönheit der Götter 00:32:40 ===&lt;br /&gt;
Und in dem Ganzen drinnen ist eben aber auch versteckt ein tieferes Wahrnehmen oder die Möglichkeit zu einem tieferen Wahrnehmen, weil hinter dem Gesicht, wie sich das Gesicht verändert, wenn es lächelt, wenn ein Mensch weint oder wenn er traurig ist oder wenn er freudig ist oder wenn er ermüdet ist, wenn er schläfrig ist und so weiter, es verändert sich ja. Es ist ja nicht wie ein Marmorkopf oder eine Marmorstatue, die sich nicht rührt, wobei ein guter Künstler, ein guter Bildhauer es lernt, dem fast eine Lebendigkeit zu verleihen, dem Bild. Das war ja das Großartige dieser griechischen Statuen, dieser Plastiken, wo man das Gefühl hat, die Statue, die muss jetzt gleich zu gehen beginnen. Die ist so nachempfunden, dass der Künstler nicht nur eine fertige Gestalt sieht, sondern er hat sich eingefühlt in die Lebenskräfte des anderen Menschen. Das heißt, in dem anderen Menschen leben diese Kräfte, die ihn bewegen auch. Und aus dem heraus ist das Bild so stark entstanden, dass auch auf den Zuschauer, wenn er anfängt es zu schauen, der Betrachter, sieht er nicht einfach die fertige Statue, sondern er sieht eigentlich die Bewegung, aus der heraus diese Form gekommen ist. Und in der liegt drinnen wirklich der Charakter dieser Figur, die der Künstler dargestellt hat. Vielleicht sogar einer Göttergestalt oder was. Das heißt, die bestimmte Fähigkeiten hat, die in dem drinnen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wurden diese Götter von den Griechen erlebt, ganz klar in menschlicher Gestalt, aber im Grunde haben sie es ja gar nicht in Wahrheit. Weil der Zeus trotzdem ist nicht einer, der da oben fliegt oder Blitze schleudert, so wie ein Mensch, was herunterschleudern würde, sondern er ist eigentlich trotzdem ein übersinnliches Wesen. Und dass ich es auch in Menschengestalt erleben kann, da muss ja der Mensch wieder befähigt sein, diese geistige Kraft des Zeus oder des Apollo oder wer immer es ist, so erleben zu können, dass ich mir so ein lebendiges Bild mache, das aber alles andere als ein Abbild ist, ein Äußeres. Sondern das ein Bild ist, ein geradezu ein Symbol ist für die Kräfte dieser Göttergestalten, die sie verkörpern, die sie repräsentieren, wie auch immer. Aber sie sind eben keine körperlichen Wesen. Der Zeus war nie ein körperliches Wesen, der Apollo auch nicht. Und die Aphrodite nicht und so weiter. Sie ist die Schönheit selber im Grunde. Also das heißt, die Kraft, die etwas schön macht. Das heißt, etwas macht, wo das geistige Wesen, das dahintersteckt, wirklich zum Ausdruck kommt. Und das macht es schön, dass die Gestalt sozusagen ganz durchsichtig wird für die seelisch-geistigen Kräfte, die drinnen walten. Das ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht nur etwas Äußerliches, sondern es ist eigentlich bei den Griechen in der Kunst, in der ganzen griechischen Kunst, in der Plastik vor allem, die Menschen sollten sich einfühlen, und die Statuen, die sie geschaffen haben, die heute die großen Künstler schaffen konnten, sollten das vermitteln, sollten das anregen. Und über die Statue sollten sie eigentlich zum Wahrnehmen dann dieser Götter, dieser olympischen Götter oder was immer es ist, kommen. Einfach. Indem sie sozusagen lernen, es sinnlich zu sehen, die Schönheit zu sehen, weil das muss man einmal sehen, dass Schönheit da ist. Viele Menschen gehen an Dingen, die eigentlich schön sind, vorbei und bemerken die Schönheit gar nicht. Also auch das ist nicht, das springt uns an, sondern die wirkliche Schönheit, da muss man wach werden dafür erst, wirklich wach werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können auch manchmal scheinbar hässliche Gestalten eigentlich schön sein. Das ist ganz wichtig, das auch zu erleben, weil es ist dann vielfach auch in einer Fehlinterpretation dieser griechischen Statuen, aha, naja, weil es war doch, ein guter Mensch ist auch ein schöner Mensch im Allgemeinen, aber damit ist gemeint das Seelische, die seelische Erscheinung. Der kann äußerlich hässlich sein, Sokrates zum Beispiel war ziemlich hässlich und hatte eine große Weisheit darin, er hatte natürlich auch gewisse problematische Seiten darin. Weil Sokrates und was er darauf aufbaut, schon natürlich sehr aufs Intellektuelle hin zielt, kommt ja in der griechisch-lateinischen Zeit herauf, und da ist immer auch der Ahriman mit dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus dem Toten die lebendige Kraft entdecken 00:38:11 ===&lt;br /&gt;
Aber brauchen wir auch, weil es ging auch darum, zu lernen, ja, das Tote kennenzulernen. Und das sollte eigentlich, wenn es gut funktioniert, sollte es beitragen dazu, eine Hilfe sein, gerade die eigenen Kräfte zu stärken, auch im Toten oder in dem scheinbar Toten die lebendige Kraft zu entdecken, die dahintersteckt, die das hervorgebracht hat. Weil alles Tote ist einmal abgestorben, und das heißt, es hat einmal gelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wäre schon im Übrigen ein wichtiger Gedanke für die ganze Naturforschung heute, weil sie geht eigentlich davon aus heute, dass alles, der tote Stoff ist der Ursprung von allem. Und irgendwie mit der Zeit organisiert er sich halt dort so, dass auf wunderbare Weise auch das Leben entsteht oder so. Das ist ja eigentlich das heute naturwissenschaftliche Weltbild, beruht auf dem. Am Anfang steht der tote Stoff und irgendwie durch Zufall und durch Auslese dann von Dingen, die funktionieren, die zufällig funktionieren, die zufällig überlebensfähig sind. Aha, da hält sich etwas länger und da regeneriert sich zufällig aus irgendwem. Das ist die heutige Erklärung, dass es Leben in der Natur gibt. Ein bisschen sehr vereinfacht ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Leben als solches, das gibt es eigentlich nicht. Das sind eigentlich tote physikalisch-chemische Vorgänge, die zufällig halt zuerst einmal ein paar Mikroben hervorbringen, später Weinbergschnecken oder irgendetwas und schließlich irgendwann den Menschen auch, zufällig, völlig zufällig. Nur der Mensch hat sich halt bewährt, er war der Überlegene, darum ist er jetzt die dominierende Spezies auf Erden. Das ist das Weltbild heute, eigentlich. Das wird an den Universitäten gelehrt, und wenn man wagt, daran Kritik zu äußern, dann ist man ein Schwurbler oder irgendetwas, jedenfalls ein Mensch, der Fantast ist, der mit der Realität nichts am Hut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es in Wahrheit umgekehrt. Es war notwendig, das kennenzulernen, eben auch um den Tod kennenzulernen, bewusst mal die ganze Welt sich auch vorstellen zu können, sie ist eigentlich aus dem Toten entstanden. Es gibt keinen Geist, es gibt keine Seele, es gibt kein Leben, es gibt tote Materie von Anfang an, und die bringt das alles hervor, zauberhafterweise. Gut, lernt einmal mit der Anschauung umzugehen, was daraus wird. Naja, es passiert viel Vernichtung daraus, weil wir letztlich nur den Weg Richtung Tod kennen. Es kommt aus dem Tod und geht in den Tod, sozusagen. Das ist das Bild, was anderes gibt es eigentlich gar nicht. Und im Grunde, ja, menschliche Intelligenz, na, eigentlich ist es auch nicht anders als die künstliche, ist halt das Hirnkastl, hat halt eine längere Entwicklung schon hinter sich, daher ist vielleicht doch ein bisschen überlegen noch, aber im Prinzip auch zufällig hat sich da irgendwas arrangiert und das spuckt Gedanken aus, wobei die Frage, was sind Gedanken, Nervenimpulse, elektrische Impulse, die durch die Nerven zischen. Alles sehr kompliziert und aus dem heraus haben wir unsere Intelligenz. Ja, das ist das Weltbild heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann brauchen wir uns aber nicht mehr wundern, wenn so viel Totes und Todmachendes in der Welt drinnen ist. Weil gerade dort, wo die führenden Wissenschaftler sind, wo die führenden Denker auch sind, die denken im Großen und Ganzen in die Richtung. Das ist nicht so, dass sie aus Bosheit jetzt Kriege provozieren oder so, das wollen sie nicht, das sind vielfach Pazifisten und alles Mögliche, wollen ganz was anderes. Aber sie haben tote Gedanken. Sie können nur den Tod denken. Das ist unser Zeitalter. Es ist unser Zeitalter, jetzt das, wo wir insbesondere mit den ahrimanischen Kräften zu ringen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wolfgang Pauli und die ahrimanischen Kräfte in der Technik 00:42:49 ===&lt;br /&gt;
Ganz wenige haben das ja erkannt, wirklich. Ich habe ja oft den Zeitgenossen Wolfgang Pauli, den Wissenschaftler, der sehr wohl den Geist der Materie kennengelernt und geschaut hat. Es ist im Grunde niemand anderer als der Ahriman. Und für den das einfach ein seelisches Erlebnis war, ein ganz starkes und ganz sein Leben sehr prägendes Erlebnis war, das er immer wieder in verschiedenen Variationen hatte. Und der dann auch tatsächlich, wirklich, diesen Pauli-Effekt, von dem man vielfach scherzhaft spricht, wenn er in die Nähe einer Maschine kommt, funktioniert es nicht mehr, das hat sich wirklich oft bestätigt. Die meisten sehen das halt als nette Legende oder was. Er war überzeugt, dass er wirklich die Ursache ist, und er war es auch. In vielen Fällen zumindest. Das ist einfach ein totes Gerät, das aber mechanisch läuft irgendwie oder elektrisch läuft oder sonst wie, dass das halt den Geist aufgibt. Weil er eine Ausstrahlung hatte, ankämpft gegen dieses Ahrimanische, dieses ahrimanische Wirken in den Maschinen, die drinnen sind. Weil da wirken natürlich ahrimanische Elementarwesen mit. Es gibt auch ahrimanische Elementarwesen, natürlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das große Problem ist ja, dass wir heute haben im Naturgeschehen überhaupt, wir bringen durch unsere Art zu denken, aber eben auch die Art zu denken, aus der die Technik entsteht, und die Technik selber, die dann wirkt, bringen wir sehr viel Todeskraft in die Natur hinein einfach, zwangsläufig. Also das heißt, wir sind im Moment sehr beschäftigt damit, den Todesprozess der Erde, der an sich ein natürlicher Prozess ist, weil alles einmal sterben und zerfallen muss, aber der diesen Prozess beschleunigt. In dem sind wir stark drinnen. Schon allein durch die Art, wie wir denken, da muss man gar nicht einmal äußerlich irgendwas angreifen. Wie es so schön der Johannes in den Mysterien damals sagt, dass einem dann wieder bewusst wird, dass alles, was in Menschenseelen lebt, in Geistes Außenreichen, das heißt in der äußeren Welt, weiterwirkt. Da muss ich gar nicht angreifen und mit dem Hammer draufhauen, sondern es wirkt. Und wenn viele Menschen tote Gedanken produzieren in sich und tiefgläubig sind gegenüber diesen Dingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Übrigen ist das sehr verwandt mit den kirchlichen Dogmen und so, ist ja interessant, dass viele Naturwissenschaftler der neuen Zeit, zum Beispiel Urknalltheorie, das waren alles Priester, die das empfunden haben. Und sie finden es gerade gut, das so zu sehen. Sie denken, damit verstehen sie Gott, sein Handwerk sozusagen. Und freuen sich darüber, dass das so ist, und vor allem nicht, aber dann bitte diese alten Orte, die die Schamanen oder sonstige hatten, das ist ja alles unchristlich, das ist heidnisch. Man muss sehen, dass die Priesterschaft vielfach energisch daran gearbeitet hat, diese heidnischen Kräfte alle auszurotten, die aber viel mehr von der Natur verstanden haben, viel, viel mehr. Also das ist das Problem, dass das Christentum, das praktiziert wurde auf Erden, vielfach ganz in eine andere Richtung geht, als das, was eigentlich sein sollte. Weil der Christus ist das Leben selbst, er ist der Herr der Lebenskräfte im Grunde. Und wo wir sagen, Liebe ist eigentlich Lebenskraft zu verschenken, also belebende Kraft zu verschenken. Aber davon haben viele der Mönche und Priester nichts verstanden, weil sie geprägt waren durch die ganze lateinische Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Latein ist natürlich eine wunderbare Sprache einerseits, hat viel bewirkt im technischen Sinn, im Sinn, Weltreiche aufzubauen, das Römische Reich war ein Musterbild davon, also ganz Europa im Grunde und mehr zu beherrschen. Von außen musste die Menschheit wahrscheinlich auch irgendwie lernen, aber es ist ein völlig totes Denken. Es führte logisch schließen. Wo zwangsweise dann genau ich zum Ziel geführt werde, anders kann es gar nicht sein. Es gibt irgendwo steht da ein Buch, die Logik des Lebendigen, das ist ein Widerspruch in sich selbst. Irgendein Naturforscher, der es über die Evolutionstheorie oder so geschrieben hat, so ähnlich heißt es auf jeden Fall, die Logik des Lebendigen. Jedenfalls nicht die Logik, die die meinen, wenn sie den Logos meinen, der darin herrscht, dann wäre es richtig. Aber sie liegen haarscharf daneben, weil sie den Logos eben auch nicht verstehen. Sondern nur das logische Schließen, wo es letztlich sich durch eine Errechnung, wenn man so will, zwangsläufig ein bestimmtes Ergebnis ergibt, herauskommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Leben ist immer wieder ein Neubeginn, immer wieder, mit jedem Atemzug, in jeder Sekunde, mit jedem Wimpernschlag entsteht etwas Neues im Lebendigen. Also das bleibt nie gleich, es ist nicht etwas, was immer in gleicher Weise läuft, grob betrachtet mag es so scheinen, aber in Wahrheit, im Detail, entsteht immer etwas Neues. Wenn das nimmer ist, dann ist das Leben vorbei in Wahrheit. Das heißt in Wahrheit, ein Organismus stirbt dann, wenn er diese Fähigkeit, sich wieder neu umzugestalten, verloren hat. Dann ist es Zeit sozusagen, dass das zerfällt, dass man es loslässt und dass sich die Lebenskraft, die Seelenkraft, die vielleicht drinnen ist, einen neuen Körper baut, einen neuen Organismus baut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reinkarnation und das Lernen aus Fehlern 00:49:35 ===&lt;br /&gt;
Das ist im Menschenleben so, das ist im Leben der Tiere so, das ist im Leben der Natur so. Also wenn es sich nicht mehr lebendig verwandeln und verändern kann, sondern nur mehr auf der gleichen Schiene weiterläuft, dann ist es aus. Dann ist es Zeit, aber was heißt aus, es geht halt dann eben weiter, indem ein neuer Körper, ein neuer Organismus gebaut wird. Das ist nämlich auch in der Tier- und in der Pflanzenwelt so. Nur es ist dort nicht mehr verbunden mit dem Bewusstsein, das der Mensch hat, aber auch dort, ich meine, was die Tiere erleben, erfahren oder so, geht in nächste Tiergenerationen hinüber. Aber wieder nicht durch Vererbung primär, die Vererbung, das wäre nur das Tote, was weitergegeben wird, sondern was die Gruppenseele erlebt, die Gruppenseele der Löwen, der Elefanten, der Katzen, und da gibt es ja so viele verschiedene Arten noch und so weiter, das geht in die Gruppenseele ein, und sie bringt neue Geschöpfe hervor, die aber all diese Erfahrungen, diese Dinge mitnimmt und aus dem wieder was Neues gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also dieser Kreislauf des Erneuerns, also aufzuleben, sich zu verwandeln, zu zerfallen, zu sterben und dann wieder auf höherer Ebene hereinzukommen, wieder in die äußere Welt hereinzukommen, das passiert durch alle Naturreiche hindurch und am allergrößten und am allerstärksten und eben in ganz individueller Form beim Menschen. Das ist dann die Wiedergeburt, die Reinkarnation, dass wir uns einen ganz anderen Körper aufbauen, einen Menschenleib, aber der geprägt ist dann ganz durch die Erfahrungen, die das Ich in der Vergangenheit gemacht hat, das heißt in den vergangenen Erdenleben. Und das ganz den Aufgaben entspricht, die man sich mitgenommen hat daraus. Den Aufgaben, die man sich mitgenommen hat, das heißt, wenn ihr wollt, die karmischen Verfehlungen, aber man könnte es freundlicher ausdrücken, die Übungsaufgaben, die wir uns gestellt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellt euch vor, wir können ja sagen, wäre aber schon schön, wenn wir so perfekte Menschen wären, dass wir schon in der ersten Inkarnation, die wir auf Erden haben, eigentlich nicht uns verstricken lassen in irgendwas Karmisches, sondern schon so ganz rein weitergehen. Das ist eine Illusion, das würde nie funktionieren. Das werden manche wahrscheinlich ganz energisch widersprechen, aber ich sage es trotzdem zum wahrscheinlich hundertsten Mal schon, wir lernen aus unseren Fehlern. Und das heißt, ohne Fehler lernen wir nichts. Nichts. Auch das kleine Kind lernt am Scheitern. Schon wenn es krabbeln lernt, wenn es stehen lernt, wenn es gehen lernt, wenn es nicht hinfallen würde, würde es nicht gehen lernen. Es muss immer wieder lernen, nein, es geht noch nicht, ich bin umgefallen, vielleicht habe ich mir sogar weh getan. Man muss als Eltern natürlich aufpassen, dass nicht wirklich was Gravierendes passiert. Das wäre dann wahrscheinlich zu viel des Lernanstoßes, kann aber auch passieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Punktlandung: ein Kind, das früh stirbt 00:53:20 ===&lt;br /&gt;
Selbst wenn ein Kind vielleicht aus dem Fenster fällt oder sonst was und stirbt daran, das ist eine Riesenlektion für die nächste Inkarnation. Das ist tragisch, keine Frage. Es ist vor allem tragisch für die Eltern, am wenigsten für das Kind. Es wollte zwar da in die Inkarnation hinein, aber wahrscheinlich schon mit dem Impuls, diese Welt jetzt nur kurz zu berühren und einen entscheidenden Anstoß für die weitere Entwicklung zu bekommen. Einfach durch ein ganz dramatisches Ereignis vielleicht. Für uns hier, die wir auf Erden leben, ist das sehr schmerzlich und ist das sehr schwierig, aber nicht für, im Allgemeinen zumindest nicht für das Kind zum Beispiel, dem das passiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kind, das bei der Geburt stirbt. Man könnte sich denken, was ist da dem lieben Gott eingefallen, dass das Kind jetzt sterben muss, kaum ist es geboren, stirbt es. Aber das kann eine ganz gewaltige Erfahrung sein für den Menschen, der da geboren wurde und gleich wieder hinübergegangen ist und dann im nächsten Ansatz aber hundertmal mehr Kräfte mitbringt, die er sonst nicht wecken hätte können. Aber er hat dazu gebraucht, diesen kurzen Zwischenaufenthalt auf Erden. Das macht durchaus Sinn, tiefen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss man aber wirklich das im ärgsten Sinne lernen zu akzeptieren, wir müssen uns ganz befreien von unserem Wunschdenken, von was wir uns wünschen, das passiert. Natürlich wünscht man sich, ein Kind wird geboren und jetzt wächst es heran zu einem prächtigen Menschen. Und wenn das nicht ist, sind wir natürlich unglücklich, das ist keine Frage. Aber wir dürfen da nicht in den Egoismus fallen, da trauern wir nicht für das Kind. Das Kind hat genau das bekommen, was es wollte, was es sich gesucht hat. Einfach eine Zwischenlandung auf Erden, um kurz was mitzunehmen, weil schon allein den Körper sich aufzubauen, ihn zu individualisieren. Das ist ja eine riesige Arbeit, an der arbeitet das Kind Jahre, Jahrhunderte unter Umständen sogar. Also heute geht es ein bisschen schneller, es sind viele Jahre, aber in der Vergangenheit waren es Jahrhunderte unter Umständen, weil der normale kosmische Schnitt für die Reinkarnation ist zweimal pro Kulturepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also heute ist es ziemlich enger geworden, es sind kürzere Perioden dazwischen, aber damals war lange Zeit dazwischen, und unter Umständen ist eine Punktlandung dazwischen einmal notwendig, um wirklich das Ziel zu erreichen, das man sich gesetzt hat, als ich heraus. Nämlich einen Körper zu bauen, einmal sozusagen Teil 1 zu absolvieren, aber der ist noch nicht, da ist noch nicht alles fertig, sondern da habe ich mich erst geübt daran, und für die nächste Inkarnation kann ich das, was ich dazu brauche. Und dann kann ich vielleicht ganz Großes in der Welt bewirken, was ich sonst nicht hätte können. Aber das geht halt nur mit der kurzen Berührung dann der Erde, das ist eine ganz, ganz, ganz wichtige Sache in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie anders das Leben wahrscheinlich funktioniert, als sich das die meisten vorstellen. Wo wir aber immer unsere Wünsche auch hineinprojizieren in Wahrheit, die durchaus verständlich und berechtigt sind, natürlich, niemand wird sich wünschen, dass ein Kind stirbt gleich nach der Geburt. Aber wenn man geistig so weit wahrnehmend wäre und das wirklich wahrnehmen könnte, was in dem konkreten Fall los ist, dann müsste man sagen, ja, du hast deine Aufgabe gemeistert, du hast den einen großen Schritt gemacht und du wirst in der nächsten Inkarnation das vollenden, was du jetzt dir nur die Kräfte vorbereitet hast. Aber da muss man dann wirklich sehr selbstlos in sich werden und nicht pochen auf meine Trauer, meinen Schmerz und was ich mir denke, was alles jetzt schiefgelaufen ist und warum passiert uns das unserer Familie. Eigentlich müsste man mitkriegen, was wollte denn das Kind eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme bewusst jetzt so ein sehr schwer zu nehmendes Bild dafür, aber so funktionieren die Dinge. Sie haben wenig zu tun mit unseren Wünschen, wie sie aus unseren normalen menschlichen Regungen kommen, sagen wir mal so. Es kann oft ganz anders sein. Und es ist wichtig, dass man das lernt. Das heißt ja nicht, dass das immer und dauernd passieren muss. Das sind ganz besondere Fälle, wo das passiert. Es gibt schon genug solche Fälle, aber es sind schon ganz besondere. Da bereitet sich ein Mensch für eine große Aufgabe vor. Und er sagt, mit dem, was ich bis jetzt geschafft habe an Körperlichkeit, kann ich das noch nicht erreichen. Ich habe gelernt daran, wie man so einen Körper baut, der zumindest in die richtige Richtung geht, aber das reicht noch nicht. Es hat gar keinen Sinn, dass das Leben weitergeht. Das ist natürlich nicht so eine Verstandesüberlegung, sondern das ist ganz intensiv und das ist ganz klar dann, dass man dann so loslässt und sagt, so jetzt, nächste Phase, jetzt muss ich das verarbeiten, was ich da gelernt habe, und dann geht es los. Und dann stehe ich mit Kräften in der Welt drinnen und kann etwas verändern, wo die Leute dann nur erstaunen irgendwo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, es macht einen tiefen Sinn, aber es ist halt nicht alles immer so locker und schön, wie man es sich vorstellt, sondern das gehört auch dazu bis zu einem gewissen Grad. Also dass man einfach ein Gefühl dafür kriegt, auch scheinbar ganz schlimme Dinge können einen ganz tiefen Sinn haben. Bitte es aber nicht damit zu vergleichen, dass jeder gleich durchgehen muss durch solche Erfahrungen. Das habe ich damit überhaupt nicht gesagt, das sind wirklich ganz besondere Fälle. Aber wo Menschen sich wirklich auf etwas Großes vorbereiten, das sie über viele Inkarnationen in Wahrheit vorbereitet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Stärke des Wollens und die luziferische Verführung 01:01:01 ===&lt;br /&gt;
Und das seelisch erfassen zu können, das sind so wichtige Dinge, dass wir da nicht an der Oberfläche bleiben und denken, ja, wenn eh alles schön funktioniert, so wie man es sich halt vorstellt, dann ist alles gut gegangen. Das kann aber auch sein, dass dann grad nichts gut gegangen ist, weil es dümpelt halt einfach, Verzeihung, weiter. Und der große Schritt, der eigentlich möglich gewesen wäre, wurde nicht gemacht. Dann wird es bei der nächsten Inkarnationsmöglichkeit noch dramatischer. Weil der Punkt ist, der Mensch, der sich inkarnieren will, der will das. Der will das. Die Frage ist, wie stark ist sein Wollen, oder wie schwach ist es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil natürlich, die Widersacher führen uns gern, und namentlich Luzifer und seine Scharen führen uns immer gern auf den Weg, der angenehm ist, der schön ist, der glücklich macht, der lichtvoll ist und so weiter, wo wir glücklich sind. Soll man schon auch sein, wir sollen glücklich sein dürfen und können, aber nicht nur, nicht nur, das ist nicht das eigentliche Ziel, sozusagen, das ist nämlich in Wahrheit die Frucht von Anstrengungen, die wir vorher unternommen haben, dann ist sie gerechtfertigt. Wo ich einfach das geschenkt bekomme oder scheinbar geschenkt bekomme, mich natürlich darüber freue, dann muss man schauen, ist es von den luziferischen Kräften geschürt, oder ist da eine Kraft drinnen, deswegen, weil ich mir das in der Vergangenheit erworben habe, und wo ich dann sage, ja, jetzt, aber jetzt geht&#039;s los, jetzt kremple ich die Welt um, weil dazu sind wir da, sie umzukrempeln im Grunde, und das ist die eigentliche Menschenaufgabe, die ganze Erde umzukrempeln, wir sind Mitarbeiter, wir sind mittlerweile Hauptarbeiter, im Moment haben wir halt noch die Tendenz, viel Unsinn zu machen, wenn wir an der Erde arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber über das haben wir ja schon oft gesprochen, dass die Zukunft der Erde und wie lang die währt und was da alles noch entstehen kann, selbst wenn wir gar nicht mehr inkarniert sind, aber was an Zukunftskräften noch erreifen kann, das wird voll und ganz von uns abhängen. Wenn wir es nicht tun, dann wird es halt auf einem minimalen Niveau bleiben im Vergleich dazu, weil es geht gerade auch um diesen menschlichen Stempel, den wir dem Ganzen aufdrücken, wenn man so will. Also dieses Geprägtsein dann durch starke, geistige Individualitäten, die in sich so starke Schöpferkraft entwickeln, dass sie wirklich Lebenskraft ist für die Erde. Natürlich steht der Christus dahinter und ist eine ganz wesentliche Kräftequelle auch, aber er wird nicht wirksam, wenn wir nicht tun. Er macht es nicht für uns. Er verbindet sich mit uns, wenn wir tätig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die plastische Erde und die Phasen der Erdentwicklung 01:04:20 ===&lt;br /&gt;
Aber die Zukunft, auch die nähere und fernere Zukunft unserer Erde, da muss ich noch gar nicht weiterdenken auf den neuen Jupiter, neues Jerusalem und so weiter, sondern wie gesagt, wir sind ein bisschen über die Mitte der Erdentwicklung. Also die Erde hat noch einen weiten Weg vor sich in Wahrheit und wird ganz anders dann noch sein in den Phasen. Es wird natürlich auch eine Phase kommen, wo sie nicht mehr materiell ist, so wie sie jetzt ist. Das ist ja nur jetzt ein Kernzeitraum, sozusagen, dass die Erde physisch ist. Sie wird dann übergehen in einen sogenannten plastischen Zustand, so nennt es Rudolf Steiner öfters, und sagt ganz deutlich, ja, es ist sowas wie ein astralischer Zustand. Also das heißt, eine seelische Erde wird entstehen. Lebendig auch zugleich. Eine beseelt lebendige Erde, aber nicht stofflicher Natur. Das heißt, für äußere Sinne eigentlich nicht wahrnehmbar, aber es gibt dann eh niemand, der solche äußeren Sinne wie wir jetzt hat, haben würde. Sondern es wird die Erde eine lebendige Seelenwelt für sich. Das ist die nächste Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehört alles noch zu unserer Erdentwicklung, in der wir jetzt drinnen stehen. Ist noch nicht das fertige neue Jerusalem, ist noch nicht der neue Jupiter, so heißt nur die nächste Stufe. Weil jeder dieser kosmisch-planetarischen Zustände, durch die wir durchgehen, hat sieben Phasen. Es gibt sieben im ganz Großen, über die wir aufgesprochen haben, vom alten Saturn bis zum Vulkan. Aber jeder dieser einzelnen Zustände geht wieder durch sieben Phasen durch. Und wir haben in der Erdentwicklung drei hinter uns. In der vierten stehen wir drinnen, etwas über die Mitte. Nur diese vierte Stufe ist die, die wirklich so physisch-stofflich ist, wie wir es jetzt erleben. Davor waren drei, die ganz aus dem höchsten Geistigen zunächst gekommen sind. Also der sogenannte Arupa-Zustand, also ganz ungeformtes Geistiges. Das heißt, das ist eine reine Schöpferkraft im Grunde. Dann kommt geformtes Geistiges, Rupa-Zustand. Dann kommt ein astralischer Zustand. Dann ist die Erde Seelenwelt gewesen. Und dann erst wird es langsam unser physischer Erdplanet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Zukunft geht es jetzt weiter, wieder der Aufstieg sozusagen, über einen seelischen Zustand, der aber eben ganz anders ist als der, der vorher da war. Den nennt Rudolf Steiner den plastischen Zustand. Das heißt, was die Erde als Seelenwesen ist, ist dann ganz Ausdruck ihres Wesens. So könnte man es sagen. Und all der Wesen, die zu dieser Erde dazugehören. Das heißt, sie wird als Seelenantlitz zeigen, den anderen geistigen Wesenheiten, die ganz davon abhängen, was eben die auf Erden lebenden oder mit der Erde lebenden geistig-seelischen Wesenheiten spüren, empfinden, tun und insbesondere, was wir tun damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir werden daher dieser plastischen, astralisch-plastischen Erde der näheren Zukunft, also noch einige Zeit nach Ende der Kulturepochen, wird das eintreten, dass wir in den Zustand hier rübergehen, wo die Erde physisch verschwindet, wo ein äußerlicher Beobachter sagt, ja, die Erde ist vernichtet worden, vielleicht zerstäubt irgendwie, aufgefressen von der Sonne oder weiß ich nicht, wie immer. Nein, sie hat sich in einen höheren Zustand erhoben, den man natürlich äußerlich nicht mehr sehen kann, aber wir werden dann sowieso auch nicht mehr als äußere Wesen herumlaufen. Weil wir schon viel früher, bevor noch die Erde so weit ist, eben in diesem Zustand sind und heftig daran arbeiten, dass die Erde auch dorthin kommt und alle ihre Wesen dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Befreiung der Elementarwesen 01:09:08 ===&lt;br /&gt;
Dann fangen sie, die Elementarwesen, wirklich zum Freuen an. Dann ist das eine Erlösung für sie. Sie sind jetzt beschäftigt in der Natur, aber sie sind auch immer wieder, wie soll ich sagen, sie leiden auch unter ihrer Aufgabe. Also ganz besonders die Elementarwesen zum Beispiel, die mit dem festesten Stoff, mit den Gebirgsmassen und so zu tun haben und die da verbunden sind mit dieser Masse und eigentlich an dieses Tote, mehr oder weniger Tote, es ist natürlich nicht ganz tot, aber doch gefesselt sind. Und wo dann der Steiner deutlich sagt, ach, welche Wohltat für diese Wesen, wenn einer mit einem großen Hammer kommt und die Felsen zerschlägt. Das ist die Befreiung dieser Elementarwesen, die drinnen sind. Dieser Gnome, die da drinnen sind und so weiter. Es ist eine Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese große Befreiung wird dann einmal passieren, wenn die ganze physische Erde abfällt und die wirklich ihr wahres Wesen ausleben können. Weil das ist eigentlich ein Frontdienst, dass sie da diese harte Materie bearbeiten, und ich denke, das ist so, wie wenn der Mensch im Bergwerk eingesperrt ist und unter Tag hämmern muss für irgendjemand anderen. Ich meine, so hämmern und arbeiten jetzt die Elementarwesen des Festen, aber in anderer Art auch die Elementarwesen des Flüssigen und des Gasförmigen, im Wärmezustand, die alle sind schwer beschäftigt mit einer Arbeit, die zum großen Teil auch Bürde ist. Wirkliche Bürde ist für sie. Natürlich, sie lernen auch was daran, ist schon klar. Aber wo sie darauf warten eigentlich, dass der Mensch sie erlöst aus dieser Aufgabe. Weil eben dieser Zustand, dass die Erde wirklich in diesen plastisch-astralischen Zustand übergeht, da müssen wir ganz führend arbeiten daran, mitarbeiten, wenn nicht überhaupt eben, dass wir der entscheidende Faktor sind. Weil auch das wird der Christus nicht für uns machen, wenn wir keinen Finger rühren sozusagen oder keinen Gedanken rühren daran. Weil die eigentliche Umwandlung, die dann passieren wird, wird nicht durch äußere Arbeit mehr passieren, sondern durch unsere geistige Arbeit. Dann übernehmen wir da diese Dinge und dann schaffen wir es, die Erde wirklich in einen höheren, astralisch-plastischen Zustand überzuführen, der auf einem weit höheren Niveau steht als das, was vorher war, aus dem die feste Erde überhaupt erst entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil da war auch ein astralischer Zustand vorher. Und vor dem Zustand war ein Rupa-Zustand, also ein niederer geistiger Zustand, das geformte Geistige, und dann sogar am Anfang eben der schöpferisch-geistige Zustand. Da war noch kein Astralisches da, alles das nicht. Es hat sich immer mehr verdichtet. Teilweise aus einer Kraft, teilweise aber auch, dass hineinwirken schon damals ahrimanische Wesenheiten und das eben in eine Richtung hineinbringen, die, wie sage ich jetzt, die ungesund ist. Das will ich gar nicht sagen, weil sie sind halt nötig für die Entwicklung. Das sind alles nötige Dinge, die dazu da sind, dass wir Menschen unsere eigene Kraft überhaupt erkennen und nützen können, aus der Freiheit heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Widersacher zu reden 01:13:08 ===&lt;br /&gt;
Ich möchte daher energisch widersprechen, ich habe das irgendwo in einem Kommentar zu meinen Vorträgen gelesen, oder nein, vielleicht war es sogar ein anderer Beitrag, weiß ich jetzt gar nicht, wo es darum geht, also wo ganz dezidiert gesagt wird, wir sollten nicht dauernd über die Widersacherkräfte reden, dadurch beschwören wir sie geradezu. Man sollte eigentlich das Wort gar nicht aussprechen, gar nicht daran denken, das gibt ihnen nur eine Wichtigkeit, die sie gar nicht haben. Sie haben diese Wichtigkeit. Und es ist falsch zu glauben, wir könnten unser Menschheitsziel erreichen, ohne die Auseinandersetzung mit den Widersachern. Das ist das Falscheste, was man machen kann. Ich würde ungern widersprechen, jeder kann seine eigene Perspektive haben, aber wir werden die Zukunft nur meistern können, wenn wir dem ins Auge schauen. Dass die Widersacher da sind, dass sie sehr wohl eine Aufgabe haben, dass sie, wie Rudolf Steiner wiederholt gesagt hat, abkommandiert sind zu ihrer Aufgabe. Sie sind nicht aus eigener Bosheit oder sonst was, um dem Götterwillen, dem Willen Gottes zu widersprechen, in ihre Rolle gekommen, sondern weil sie dazu bestimmt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die wahre Interpretation dessen. Es gibt in der Theologie dann so widersinnige Erklärungen, manchmal schon, Gott der Allmächtige, und dann gibt es aber die Widersacher, die sich darüber hinwegsetzen, der macht, was er will. Und macht etwas nicht Gott Gewolltes. Ja, er kriegt dann natürlich eine Strafe, weil er sich böse verhalten hat. Aber er macht ja eigentlich aus freiem Willen scheinbar etwas, was dem göttlichen Willen entgegensteht. Das Bild wird gerne so gegeben. Und dann wird so ein Konkurrenzkampf hochstilisiert zwischen den Widersachern und dem lieben Gott. Aber nein, sie sind bestellt zu ihrer Aufgabe. Und sie leiden auch unter ihrer Aufgabe. Man darf nicht glauben, das sind die großen Bösen, die ihre Kräfte ausleben und die fühlen sich wohl dabei, wenn sie das tun dürfen. Eigentlich leiden sie darunter. Allerdings verstehen sie nicht mehr ganz, warum sie eigentlich leiden. Sie merken nur, namentlich die ahrimanischen Kräfte, der Luzifer eh weniger, der ist so in einem Schwebezustand irgendwo, der ist eh ganz glücklich mit der Situation. Aber die ahrimanischen Kräfte sind gar nicht glücklich. Sie leiden, und sie merken, das hat mit den Menschen zu tun. Und sie merken, sie müssen den Menschen eigentlich quälen immer wieder mit ihren ahrimanischen Gedanken. Aber es schlägt auf sie selber zurück und ihnen geht es gar nicht gut dabei. Und die ahrimanischen Mächte merken nur, der Mensch hängt damit zusammen. Und darum fürchten sie ihn eigentlich. Weil sie nicht wissen, wie sie dessen Herr werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebendige Materie und der Tod im Kristall 01:16:24 ===&lt;br /&gt;
Sie können tun, was sie wollen, und sie tun schon ziemlich lang, weil schon, dass die Erde eben wirklich in diesen heutigen materiellen, festen Zustand übergegangen ist. Ein Zustand, wie es ihn so vorher noch nicht gegeben hat. Am alten Mond gab es zwar auch schon so etwas, was man als materiell bezeichnen kann, aber es war ganz weich. Es war fließend, es war bis zu einem gewissen Grad lebendig sogar. Nicht umsonst vergleicht Rudolf Steiner den alten Mond mit einem Kochsalat. Eine Welt aus Kochsalat. Also so etwas, was eigentlich lebendig ist. Es ist ein Bild, natürlich darf man sich das nicht so äußerlich jetzt vorstellen, aber eigentlich ist es eine lebendige Materie noch, aus der der alte Mond besteht. Das hat nichts mit unserer heutigen Stofflichkeit zu tun. Es ist eigentlich eine lebende Materie noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ahrimanischen Kräfte haben sehr geholfen, dass es dann wenigstens während der Erdentwicklung eine wirklich tote Materie ist. Ist sie noch lange nicht, aber sie arbeiten daran. Weil es ist noch vieles sehr lebendig. Gerade auch in der Mineralwelt. Mineralien, die sich bilden. Es liegen die Kristalle nicht einfach fertig, alle schon in der Natur da. Die sind in einem ständigen Bildungsprozess. Und erst wenn dann einer wirklich ganz fertig ist, ein einzelner Kristall, dann fällt er mal irgendwann heraus. Macht sich selbstständig. Aber er entsteht aus einem ganz lebendigen Prozess heraus. Also stimmt schon, Kristalle leben nicht, aber sie entstehen aus einem Lebensprozess. Nicht aus einem rein physikalischen Prozess. Das ist nur wieder unsere moderne Interpretation. Aber das sind Ätherkräfte, ganz starke Ätherkräfte, nur sie wirken nicht im Kristall, sondern um den Kristall. Und aus dem heraus bildet er sich und gestaltet er sich. Es sind also keineswegs nur mechanische Kräfte oder Atomkräfte oder Sonstiges, wie man heute denkt, durch die sich die Kristalle bilden, sondern das sind höchste Lebenskräfte, die drinnen stecken. Höchste Lebenskräfte. Nur die ahrimanischen Wesenheiten helfen dazu, dass der Prozess in den Tod hineingetrieben wird, dass irgendwann das Leben getötet wird, nicht mehr eingreifen kann, der Lebensprozess ausbleibt und dann erstarrt das Ganze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist es tot eigentlich. Und dann beginnt der Zerfall. In Wahrheit. Dann beginnt der Zerfall. Also auch jeder Kristall fängt irgendwann einmal an zu zerfallen. Es braucht halt Jahrmillionen oder Jahrmilliarden, aber es fängt ein Zerfallsprozess an drinnen. Und der wird halt in der Zukunft so weit gehen, dass aber wirklich alles Stoffliche, zuerst einmal alles Feststoffliche, zerbröselt, zerstäubt. Es wird aber auch sich das Flüssige auflösen. Es wird sich das Gasförmige auflösen. Wirklich auflösen. Nicht nur verflüchtigen, sondern auflösen. Es wird alles einmal zum Zerstäuben anfangen, aber dann wird es übergehen in einen nicht mehr materiellen Zustand. Kann man sich natürlich nach heutigen physikalisch-wissenschaftlich-chemischen Vorstellungen wieder nicht vorstellen, dass das so sein könnte. Weil der Stoff ist im Grunde ewig irgendwo. Das ist halt auch fast ein Dogma dessen. Ja, vielleicht war da der Urknall, also die Urenergie irgendwo und aus dem sind dann die ersten Stoffe entstanden. Also sprich, am Anfang steht die Energie und die fängt dann zum Kristallisieren an oder irgend sowas. Das ist die moderne Kosmologie in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird man spätestens in der nächsten Kulturepoche als mindestens so primitiv ansehen, wie wir das Weltbild der alten Griechen oder der alten Ägypter ansehen und sagen, das ist ein Hokuspokus. So denken ja heute die meisten Experten, Wissenschaftler, Gelehrte. Man findet ja kaum einen mehr, der sich vorstellen kann, was das Leben eigentlich anderes sein könnte, als stoffliche Prozesse, die ablaufen. Und irgendwann zerfällt das halt dann. Das heißt, irgendwann stirbt das Lebendige, weil die Stoffe auseinanderfallen. Das ist eine dermaßen oberflächlich kindische Anschauung der Welt, dass es kein Wunder ist, dass wir gerade im Bereich des Lebens auf der Erde Fehler um Fehler machen, weil wir es nicht verstehen. Je mehr Wissenschaft wir im Moment betreiben auf dem Gebiet, umso mehr missverstehen wir und umso mehr Fehler machen wir. Und das sind karmische Fehler, die einen karmischen Ausgleich fordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und erinnert euch, ich habe am Anfang gesagt, wir brauchen aber auch diese Fehler. Wir müssen sie wirklich machen, um aus ihnen lernen zu können. Aus nicht gemachten Fehlern lernt man gar nichts. Das ist auch ein sehr eigenartiges Bild. Auch das, da werden viele widersprechen und sagen, wir müssen ja schauen, dass wir alle Fehler vermeiden. Ja, soll man auch. Höchste Anstrengung, alle Fehler zu vermeiden. Wir werden es erst recht machen. Dort, wo die Menschen glauben, ich habe alles berücksichtigt, ich weiß alles jetzt darüber, ich weiß, wie wir es gut machen. Aus dem passieren die größten Fehler. Ja, sie müssen wahrscheinlich sogar passieren. An dem erreifen wir und an dem lernen wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael, die Geister der Form und die höchsten ahrimanischen Kräfte 01:22:49 ===&lt;br /&gt;
Zum Glück, den Wesenheiten, die mit der Erde verbunden sind, ja, natürlich haben sie damit zu kämpfen, und das ist nicht ideal für sie, aber die überstehen das alle. Das Einzige, was nicht bestehen bleiben wird, ist die Stofflichkeit, die da ist. Die wird aufhören. Die wird vergleichsweise bald aufhören. Natürlich, nicht morgen und nicht übermorgen, in Jahren oder Jahrzehnten gemessen, aber es wird aufhören. Und das wird das Zeichen sein, dass die ahrimanischen Wesenheiten einmal woanders hin zurückziehen müssen. Und das wird halt der Ansatzpunkt dafür sein, dass neben der neuen Erde, die entsteht, und ich meine jetzt wirklich Erde, Erdentwicklung, nämlich diese nächste Phase, wo diese astralisch-ätherische Erde entsteht, also eine im ganz lebendig-seelischen existierende Erde gibt, wo es äußerlich würde die nicht mehr existieren scheinbar, also wenn man es mit äußeren Augen noch sehen könnte, aber nur wird es dann halt niemand geben, der solche Augen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir werden schon, bevor die Erde so weit ist, werden wir eben in dem Zustand sein. Wir werden in dieser seelisch-ätherischen Erdumgebung leben. Das wird nämlich mehr im Umkreis zunächst einmal sein. Dort wird sich schon bilden, und ist zum Teil sogar schon da, diese ätherisch-astralische Erde. Ist ja nicht so, dass dann einfach das eine durchs andere ersetzt wird, sondern das ist eigentlich schon da. Nur halt noch lang nicht fertig. Aber es ist da. Mit äußeren Sinnen kriegen wir zunächst einmal nichts mit davon. Oder wenig. Es kriegen die Menschen etwas mit, die ganz konkret erleben die geistigen Wesenheiten, die darin wirken. Also astralische Wesenheiten, Wesenheiten, die ätherischen wirken, Elementarwesenheiten. Hauptsächlich, wer ein bisschen mehr geistiger Kraft, Wahrnehmungskraft schon entwickelt hat, sieht auch die führenden geistigen Wesenheiten, die dahinterstehen. Also durch die ganzen Hierarchien hinauf, die mitarbeiten dran, bis hinauf zu den Geistern der Form und darüber sogar, aber auch bis zu den ahrimanischen Wesenheiten, die diesen Geistern der Form sogar widerstehen und diese lebendige Form, die eigentlich die Geister der Form bauen, zu einer toten Form machen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da gibt es eben ahrimanische Wesenheiten, die auf dem Niveau durchaus sind. Woraus man sehr klar erkennen kann, dass zum Beispiel Michael, der Erzengel Michael, vollkommen überfordert wäre, diese Kräfte zu besiegen. Verzeihung, wenn ich das jetzt sage, Verzeihung lieber Michael. Ein kleiner Erzengel, im Vergleich nämlich zu Geistern der Form, also zu diesen Elohim-Kräften eigentlich, die es sind. Also die eine völlig andere, höhere Hierarchiestufe haben, als die Engelwesenheiten im engeren Sinn. Die Geister der Form bauen ja eine neue Dreiergruppe auf, die deutlich höher noch ist, als die normalen Engel, als die Erzengel und sogar als die Urengel. Die sind an den Kräften nicht so stark wie diese Geister der Form, aber die ahrimanischen Kräfte sind diesen Geistern der Form, also die Höheren, die höchsten ahrimanischen Kräfte, sind diesen ebenbürtig. Die bewegen sich auf diesem Niveau, haben also Kräfte, die vergleichbar sind denen der Geister der Form. Und sie haben es auf einem ganz anderen Weg, aber sich erarbeitet diese Kräfte. Erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da hat der Michael keine Chance, keine Chance gegen die ahrimanischen Mächte wirklich anzutreten. Er konnte nur eines machen, er konnte die geistige Welt von ihnen befreien. Und jetzt haben wir es. Die Erde ist sozusagen, das ist ihm gelungen, die Erde halt zum Verbannungsort dieser ahrimanischen Mächte zu machen. Und zu sagen, Mensch, du musst jetzt tätig werden. Wir können den Ahriman erlösen. Der Michael kann ihn weder erlösen noch besiegen. Aber wir können uns stärken, wenn wir uns verbünden mit den michaelischen Kräften. Und der Michael kann unserem Ich also viel Stärke verleihen, viel Kraft geben. Es wird aber unsere Kraft, er kann nicht die fertige Kraft schenken, aber er kann uns anregen dazu, dass wir diese Kraft entwickeln. Weil es muss jeder Mensch individuell seine Kraft entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist nicht so, dass wir zur himmlischen Tankstelle vorhin einmal volltanken, bitte, für unsere Aufgabe. Das wird nicht funktionieren. Sondern wir müssen halt den Kraftstoff, den geistigen Kraftstoff, selber hervorbringen. Alle anderen Kräfte sind schädlich mittlerweile. Also alle Kräfte, die wir geschenkt bekommen, sind Geschenke durch die Widersacher-Mächte. Und die wollen uns vergiften damit. Uns abbringen von der Schöpferkraft, unserer eigenen Schöpferkraft, die drinnen ist. Wegen der wir auch unsere Freiheit bekommen haben. Wir sollen ganz dezidiert Mitarbeiter an der Schöpfung werden. Aktive, mitgestaltende Kräfte, die ihre eigenen schöpferischen Impulse einbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mensch als freier Mitschöpfer 01:29:24 ===&lt;br /&gt;
Das ist, wie soll ich sagen, die Grundidee, die große führende Idee der ganzen kosmischen Entwicklung vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand, dass wir dann endlich, wenn wir im Vulkanzustand sind, in voller Stärke diese Schöpferkraft entwickelt haben. Das heißt nicht, dass wir dann allein alles übernehmen. Aber wir sind mitschöpferische, ganz aktive mitschöpferische Kräfte, die mit den höchsten Kräften, die von oben wirken, mit den eigentlich göttlichen Gestaltungskräften, von unten mit- und entgegenarbeiten, dass es ein Zusammenwirken wird. Ich habe das schon ganz am Anfang in den Apokalypse-Vorträgen immer wieder erzählt. Die Menschheitsentwicklung, der Sinn der Menschheitsentwicklung ist, dass wir als das kleinste, jüngste, unerfahrenste geistige Wesen, als allererste Wesenheit überhaupt in der Weltentwicklung, selbst wahrscheinlich über den alten Saturn hinaus in die Vergangenheit, da können wir halt nicht wirklich hineinschauen, aber da war noch viel vorher, auch wenn wir es nicht sehen können. Aber immer war es so, bislang die Schöpferkraft, der schöpferische Impuls ging von der göttlichen Quelle von oben aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Bild der Pyramide, das, was so schön ein Bild geworden ist, das haben die Ägypter eben sehr gut verstanden, dass sie Bauwerke nach diesem Prinzip errichtet haben. Das ist Bild dieser alten Schöpfertätigkeit. Aber jetzt ist nicht mehr die Pyramide, jetzt ist das neue Jerusalem, da kommt etwas von oben, aber wir kommen von unten dem entgegen. Und wir arbeiten mit. Gleichberechtigt. Zwar vielleicht noch nicht fähig, die wirklich großen Dinge zu machen, aber immer mehr zu lernen. Aber was wir, die neue Schöpfung, schon beginnend mit dem neuen Jerusalem, wird auch von dem Beitrag abhängen, den wir beisteuern dazu. Das heißt, es entsteht dann erstmals eine Welt, die nicht nur alleine direkt göttliche Schöpfung ist, sondern die in einem höheren Sinn auch göttliche Schöpfung ist, indem der göttliche Funke im Menschen, in der Gemeinschaft der Menschen, von unten sozusagen schöpferisch mitarbeitet. Schöpferisch. Nicht nur als Handwerker sozusagen, als Ausführender, sondern als Mitgestalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wo wir aber in gewisser Weise auf einer Ebene arbeiten mit dem Christus, der von der Gottheit, aber von oben her den Auftrag bekommen hat und auch die Aufgabe übernommen hat, ja, im Grunde schon ab der alten Sonne, also der Welt, die auf den alten Saturn gefolgt ist. Und eigentlich war er jetzt schon beim alten Saturn sehr wesentlich im Hintergrund mitgearbeitet hat. Weil wir haben gesagt, die Vatergottheit hat sich zurückgezogen. Und das haben sogar mittelalterliche Theologen, Einzelne, erkannt, wofür sie von den anderen Priestern meistens nicht sehr geachtet wurden, weil man das als ketzerisch empfunden hat. Wie kann man sich erfrechen sozusagen, Mitgestalter am Kosmos zu sein. Wir sind doch die Untertanen der Gottheit und wir müssen hören, was sie uns sagt. Aber sie wartet darauf, auch was wir sagen. Und vor allem nicht nur, was wir sagen, sondern was wir tun. Sagen insofern, als wir die Kraft des Wortes entwickeln. Im Kleinen das, was der Christus im Großen macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir werden bei der neuen Schöpfung schon beim neuen Jerusalem, beim neuen Jupiter, der entstehen wird, mitsprechen. Gestaltend mitsprechen. Das heißt, indem wir wirklich nicht nur irgendeine Geschichte erzählen, sondern indem wir wirklich gestaltend mitwirken. Also das Wort in seinem höheren Sinn auch durch den Menschen wirkt. Das heißt dann, der Christus wirkt mit uns und durch uns. Da ist kein Unterschied. Aber wir machen es ganz frei. Wir nehmen keinen Befehl entgegen. Meine Interpretation dazu ist, ich habe es so direkt ausgesprochen bei Rudolf Steiner nicht gefunden, aber es steht mir klar vor Augen, dass wir wirklich ganz frei mitarbeiten müssen. Dass wir wirklich diese Wortkraft in uns als geistiges, gestaltendes Wort rege machen müssen. Und für die Zukunft ist nett, wir warten, was uns die Gottheit gibt und dann besiedeln wir diese Welt und versuchen sie möglichst gut zu verwalten. Das wird zu wenig sein. Das wird zu wenig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum eine perfekte Welt von oben nicht funktionieren kann 01:35:19 ===&lt;br /&gt;
Das war nämlich in der Vergangenheit in gewisser Weise die Problematik, dass eine Welt, die von einer obersten Quelle alle Weisheit empfängt, wobei das aber geht durch eine ganze Kette von geistigen Wesenheiten, also die ganzen Engel-Hierarchien durch. Aber die Engelwesenheiten hatten das, was die göttliche Quelle als solche hat, also diese absolute Vollkommenheit, durchaus nicht. Selbst die höchsten Hierarchien, selbst die, die im unmittelbaren Anblick der Gottheit stehen, machen Fehler. Und wenn die Weltentwicklung so weitergehen würde, die Gottheit kann von oben noch so viele weise Ideen, sozusagen weise geistige Kräfte ausstrahlen, wenn die Wesenheiten, die ihr untergeordnet sind, diese Ideen nicht richtig ergreifen und umsetzen können, dann wird die Welt immer unvollkommener werden. Und in gewisser Weise ist die Weltentwicklung diesen Weg gegangen. Eine Welt, eben die perfekte Welt, wo von oben alle schöpferische Weisheit kommt und der ganze Rest nur Handlanger sind, die kann in Wahrheit nicht funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Bild hängen die ganzen Diktatoren, die es heute in der Welt gibt. Die haben das Weltbild, der Putin oder so. Also ohne jetzt mich auf die ganze Geschichte einzulassen, oder der Xi von China oder so. Die glauben alle, sie sind der Bote der göttlichen Weisheit von oben und dem müssen wir folgen. Und mit dem müssen wir die ganze Welt im Grunde unterwerfen, damit sie endlich einmal richtig funktioniert. Und was dabei rauskommt, sind lauter Fehler. Und mehr Zerstörung als Aufbau. Und das ist im Großen auch so. Da steckt der beste Wille dahinter. Das ist nicht so, dass die sagen, die Verkörperung des Bösen oder so. Ja sicher, die ahrimanischen Mächte stürzen sich auf die, weil das sind interessante Leute. Aber eigentlich wollen sie etwas durchaus Positives. Sie wollen die perfekte Welt. Und die kann doch nur sein, wenn eine Quelle oben strahlt und uns den vollkommenen Weltenplan gibt. Und wir sorgen dafür, dass der Plan da wirklich eingehalten wird. Aber das ist nicht möglich. Es kann keine perfekte Welt entstehen, wo nicht letztlich jedes Wesen, jedes geistige Wesen, jedes eigenständige geistige Wesen, das mitwirkt, aus eigenen schöpferischen Quellen schöpft. Und etwas beiträgt dazu. Ansonsten wird nur Pfusch entstehen. Verzeihung, wenn ich das jetzt so grob ausdrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der eigentliche Grund für diese Entwicklung, in der wir drinnen sind. Sonst geht man sich fragen, der liebe Gott hat sozusagen den perfekten Weltenplan. Warum müssen wir uns da abmühen? Was soll das eigentlich? Warum ist so viel Unvollkommenheit in der Welt? Aha, die Widersacher. Ja, wieso gibt es die Widersacher? Gott in seiner Vollkommenheit hätte doch das vermeiden müssen. Also, wenn man genau erbohrt, denkt man sich, eigentlich, irgendwo hat die Geschichte einen Haken. Aber der Haken liegt nicht beim lieben Gott sozusagen, bei Gott Vater oder schon gar nicht beim Christus oder was. Sondern es ist unmöglich, eine Welt zu schaffen, eine wirklich funktionierende Welt zu schaffen, in der es nur eine schöpferische Quelle gibt und der Rest sind, ja, Statisten. Verzeihung, wenn ich das so sage. Die halt brav entgegennehmen, aha, ich mache die Aufgabe, ich drücke jetzt auf den Knopf oder ich mache die Kugel oder dieses. Und kann es noch dazu nicht einmal etwas besonders Perfektes, sondern verpfuscht es dann noch. Da kann ich nur eine immer unvollkommenere Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit, in gewisser Weise, schaut es so aus, dass zunächst vom alten Saturn bis zur Erdentwicklung eigentlich ein Abstieg stattfindet, in einer gewissen Weise. Weil das Auffällige ist, es treten immer mehr Widersacherkräfte auf, also anstatt, dass eigentlich die Welt immer edler wird, wird sie nicht Richtung Erdentwicklung hin. Es tauchen immer neue und immer gefährlichere Widersacher auf. Also die asurischen Wesenheiten einmal, die ahrimanischen Wesenheiten, die luziferischen Wesenheiten, das alles kommt dazu. Zuerst die luziferischen sind ja noch irgendwie nett, die glänzen wenigstens schön, aber in Wahrheit finden sie auch nicht den rechten Weg. Also irgendwo scheint da was nicht zu funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Freiheit muss man sich selbst erwerben 01:41:01 ===&lt;br /&gt;
Es geht darum, dass von Anfang an eigentlich das Streben der Gottheit der ist, Wesen zu erschaffen, die selbst aus Freiheit schöpferisch tätig werden können. Das ist offensichtlich nicht so einfach. Ich meine, es ist halt einfach so, wenn die Gottheit schöpferische Gedanken bringt, dann entsteht sowas wie zum Beispiel die Hierarchie der Seraphim. Aus dem ist sie entstanden. Und trotzdem, sie hatten nicht die ganze göttliche Kraft. Sie hatten vor allem und haben bis heute nicht die Freiheit. Aber sie sind Wesenheiten, die aus dem Göttlichen entstanden sind, aber ihnen fehlt etwas Wesentliches. Sie hätten es auch damals gar nicht kriegen können, weil dann hätten damals schon sofort riesige Scharen von Widersachern sich in die Weltentwicklung stürzen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Freiheit kann man sich nämlich nur selbst erwerben. Niemand kann uns die Freiheit schenken. Ja, wir können aus einem Gefängnis entlassen werden, dann kann man sagen, jetzt hat mir wer die Freiheit geschenkt. Aber die geistige Freiheit kann uns niemand schenken. Es kann uns ermöglicht werden, sie uns zu erwerben. Aber wir müssen sie uns selber erwerben. Also auch wenn wir sagen, der Mensch ist eigentlich vorbestimmt, die Freiheit zu entwickeln, so müssen wir doch wissen, wir müssen wesentlich arbeiten daran. Also auch die Gottheit kann es nicht fertig geben, die Freiheit, sondern wir müssen sie uns nehmen. In Wahrheit. Das wird von uns erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ägypten: das Erwachen des Denkens 01:43:03 ===&lt;br /&gt;
Man muss auch wirklich da dazusehen, dass es da viele Missinterpretationen gab in dem Impulse, wie es in der alten Zeit auch in der Menschheitsentwicklung war. Nehmen wir zum Beispiel Ägypten her. Dort gab es einen einzigen Menschen in Wahrheit, der einen Ansatz dazu, zu dieser Freiheit, entwickeln konnte. Das war der Pharao, der durch seinen Einweihungsweg dorthin geführt wurde. Dass er nicht nur Befehlsempfänger ist, sondern dass er Mitschöpfer im ganz Kleinen noch wird. Jedenfalls war das die Grundidee dahinter. Und dann war er sozusagen wirklich der Pharao, der auch wirklich für das ganze ägyptische Volk sowas wie der Stellvertreter Gottes oder der Götter, wenn man so will. Ganz klar. Und daher hat man wirklich den Eindruck gehabt, wenn der Pharao stirbt, stirbt das ganze Land eigentlich. Das ganze ägyptische Volk stirbt eigentlich mit ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein Prozess, der in die Lethargie hineinführt. Dann kam wirklich eine Phase, wo sich einfach nichts mehr bewegt hat in dem ganzen Land. Keine gescheiten Ideen mehr da waren. Natürlich gab es dann mit der Zeit wieder Sacheinflüsse. Es haben manche Priester oder Berater des Königs sich eingemischt und wollten halt ihre Interessen durchziehen. Das war aber schon ein Vorgriff von Egoismus. Vorgriff eigentlich schon längst der nächsten Kulturepoche. Das sollte eben dann ganz stark bei den Römern vorkommen. Die sollten wirklich das Ego pflegen. Wirklich das Ego. Als, ja, wie soll ich sagen, Caterpillar, der dem Ich voranfährt. Der mal da umackert ordentlich, das Ego. Der sagt, ich will! Auch wenn es der größte Blödsinn ist, ich will. Also so wie heute manche politischen Führer auch. Die einen Blödsinn nach dem anderen machen, aber mit großem Willen das durchsetzen. Auch wenn es völlig daneben ist. Manche werden vielleicht ahnen, wer angesprochen ist oder sein könnte. Wurscht, aber es ist ein Phänomen. Das ist ein verspätetes Römertum im Grunde. In unsere Zeiten, das verirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während zum Beispiel gerade so, ja, durchaus Diktatoren wie ein Putin oder ein Xi, ist im Grunde auch nicht viel anders als ein Diktator. Aber die fühlen sich wie ein alter Pharao. In Wahrheit. So sehen sie sich selber. Sie haben eigentlich ein hohes Ideal. Und sie glauben, sie sind der beste Vertreter dafür, dieses Ideals. Und das Fußvolk kann eh nichts. Wenn ich die frei herumlaufen lasse im Grunde und ihnen nicht ganz strenge Regeln gebe, dann wird nichts funktionieren. Und man schaut dann, ja, namentlich mittlerweile vom Osten wie vom Westen, also von Amerikaseite auf Europa, und sagt, die Kasperln da, jeder darf tun, was er will, jeder bringt seine Ideen durch. Die sind ja völlig verrückt. Aber gerade da lebt ganz besonders dieser christliche Gedanke, sich die Freiheit zu erwerben. Und nicht irgendeinem Diktator oder Präsidenten oder sonst was zu folgen, der alles vorgibt, was gemacht werden sollte. Ich meine, funktioniert in der Wahrheit ja eh nicht, weil die wirkliche Arbeit machen eh andere. Tausende andere, die interessante Ideen einbringen, die dann der Oben für sich vereinnahmt, als hätte er sie erfunden. Und dann vielleicht noch ganz falsch einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das bringt viel Chaos in die Welt hinein, wenn heute Menschen sich für Stellvertreter Gottes in Wahrheit halten. Vielleicht nicht so ausgesprochen, aber jedenfalls, allen muss gesagt werden, was sie zu tun haben. Und wo es lang geht. Ja, sicher, gewisse Richtlinien brauchen wir noch, weil wir wissen, heute sind noch auch nicht so viele Menschen reif, wirklich ihr eigenes Leben so in der Hand zu haben, dass das wirklich sinnvoll gestaltet wird, sondern sie stolpern durch ihr Leben irgendwo. Und manchmal landen sie auch im Graben. Gehört dazu zur Weltentwicklung, ja, sicher. Aber wir sollten auch sehen, dass das halt der Weg ist, der uns gezeigt wird, weil das der einzige Weg ist, der zur Freiheit führen kann. Wir müssen halt x-mal auf die Nase fallen, um zu lernen, nein, das war es nicht, das war Blödsinn. Nach ein paar Inkarnationen spätestens kriegen wir das auch mit, die Botschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christus in uns: freier Mitsprecher, nicht Auftragerfüller 01:48:12 ===&lt;br /&gt;
Darum ist unabdingbar dieser Gedanke der Wiedergeburt. Das ist ganz klar. Das ist daher ein tiefchristlicher Gedanke, weil der eigentliche christliche Gedanke ist, Christus in uns. Aber das heißt nicht, der macht für uns, sondern das heißt, wir entwickeln in uns die gleichartige Kraft. Im Kleinen. Aber freie Schöpferkraft. Mitschöpfer. Wort mit Wort. Mitsprecher sein bei dem, was die Welt gestaltet. Freier Mitsprecher. Nicht Auftragerfüller. Und das heißt, in dem gehen wir voran. Mit vielen Fehlern natürlich, aber trotzdem, wir gehen im Grunde natürlich den ganzen Widersachern voran, weil die werden von uns lernen, wo es wirklich der Weg lang geht. Aber auch die regulären Hierarchien warten auf uns. Weil die haben die Freiheit alle noch nicht. Alle noch nicht. Von den Seraphim bis zu den kleinen Engeln sozusagen herunter, sie haben alle die Freiheit nicht. Sondern sie machen das, was sie als Aufgabe bekommen. Von der nächst höheren Hierarchie. Und die Höchste empfängt sozusagen von der göttlichen Quelle selber. Und dann geht es hinunter und bis es...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldige, ich habe kurz gestoppt, deswegen, ich habe gerade die Meldung bekommen, dass ich abgemeldet bin aus dem Jitsi. Ich sehe mich zwar noch schön im Bild, aber wenn ich da nicht auf einen Knopf drücke und bestätige, dass ich wieder angemeldet sein will, dann rede ich und rede ich und rede ich und ihr hört nichts mehr und seht nichts mehr. Ich sehe mich zwar selber, aber das ist nicht das Wichtigste daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also, das sind aber alles Riesenbrocken. Und es ist wirklich wichtig, dass wir heute diese geistige Eigenständigkeit entwickeln und den Mut dazu haben. Das heißt nicht, dass wir uns als gescheiter als alle anderen denken. Überhaupt nicht. Und gegen alles protestieren, was wer anderen macht. Das ist es nicht. Sondern im Gegenteil, uns vereinigen mit unseren schöpferischen Impulsen als Anregung wieder für andere, aber von anderen auch die Anregung zu nehmen. Und vor allem den Menschen Mut zu machen, eigene Ideen zu entwickeln, zu pflegen. Und zwar Ideen, die mit einem reinen Herzen geschaffen sind. Das heißt wirklich nicht, was bringt mir das, sondern was kann ich damit beitragen, mit meinen Fähigkeiten zur Weltentwicklung. Aber bitte nicht in einem falschen idealistischen Sinn das missverstehen, weil viele reden von dem, ach, ich bin so selbstlos und wir machen das Beste nur fürs Wohl der Welt, und in Wahrheit gehen sie nur in Egoismen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigt, ich muss kurz abstellen das Telefon. Ja, also es gehört ein großer Mut dazu, diesen Weg zu gehen. Wir können ihn natürlich auch verweigern. Also zu unserer Freiheit gehört auch, dass wir sagen, nein, aber wenn wir das wirklich entschieden und endgültig sagen, heißt das, dass wir den Weg der Widersacher gehen. Dann ist das unsere freie Entscheidung. Und ohne unsere Entscheidung, unserer eigentlich freien Entscheidung, werden wir auch nicht dort landen. Aber natürlich sind die Widersacher, wie soll ich sagen, erfahren genug im Umgang mit den Menschen, dass sie uns sehr gut verführen können dorthin. Sei es also durch die luziferische Verführung, das ist nur die billigere, aber die ahrimanisch-intellektuelle Machtverführung, Macht zu haben über die Welt. Ja, ich gestalte die Welt nach meinen kleinen Ideen. Wenn wir aus der Freiheit mitgestalten die Welt, heißt das aus großen Ideen heraus. Nicht aus kleinlichen Ideen, die meinem Nutzen dienen oder meinem engsten Umkreis dienen. Da muss wirklich der Christus in uns sein, dieses Christusprinzip, wirklich uns zu verschenken an die Welt. Das ist das Wesentliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das liegt so eng alles beieinander. Viele glauben, sie verschenken sich an die Welt und in Wahrheit tun sie nur ihr Wesen den anderen aufdrücken irgendwo. Und wundern sich dann, dass die Menschen nicht beglückt sind darüber, vielleicht sogar irgendwann undankbar sind. Was habe ich ihnen alles gegeben? Was habe ich ihnen alles an Unverdaulichem zum Verarbeiten vorgeworfen, geistig gesehen? Weil meine Idee, meine großartige Idee, den anderen aufdrängen wollte. Dabei ist der wichtigste Impuls, nicht meine Ideen, die ihnen aufdrängen sind, dass ich wecke, dass die anderen Menschen ihre eigenen Impulse entwickeln. Das ist es nämlich. Das ist einmal die vordringliche Aufgabe. Wenn es heißt, wir sollen an der Erdentwicklung ganz energisch mitarbeiten, ist die erste Arbeit, dass wir einander helfen, zu dieser Freiheit zu kommen. Den Mut für diese Freiheit zu entwickeln, die Kraft für diese Freiheit zu entwickeln. Weil vorher geht gar nichts. Mit Befehlsempfängern können wir das Ziel nicht erreichen. Und wenn sie noch so fleißig und noch so brav sind, dann wird die Welt trotzdem arm sein, und es wird lange nicht das erreicht werden, was erreicht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drei Stufen des Menschlichen und der Hinauswurf aus dem Paradies 01:54:55 ===&lt;br /&gt;
Dass die Schöpfung für die Zukunft immer mehr so sein wird, es wirkt was von oben, es wirkt was von unten. Und gerade immer das Kleinste, das Jüngste, das Unerfahrenste, das geistige Wesen soll mitarbeiten. Wir sind es jetzt. In der nächsten Stufe, Rudolf Steiner spricht davon, es werden drei Stufen des Menschlichen kommen. Denn es werden die, die nachkommen, also auf dem neuen Jupiter bzw. neuen Jerusalem, werden wir eine Stufe höher steigen. Sonst wäre man nicht auf dem neuen Jupiter, der besteht im Wesentlichen darin, dass wir uns eine neue Stufe, zumindest halb dann schon, erworben haben, nämlich wirklich ganz im Geist selbst drinnen zu stehen, ganz bewusst. Fertig ist es erst am Ende des neuen Jupiter, aber wir müssen von Anfang an schon einen Ansatz dazu mitbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es werden dann geistige Wesen nachkommen, die man insofern auch sehr gut als Menschen bezeichnen kann, nicht genau in derselben Gestalt, wie wir jetzt herumrennen, sondern sie werden Menschen unter anderen Bedingungen sein, eben unter den Bedingungen des neuen Jupiter, der entsteht, der keine physische Welt ist, und die dort auch die Freiheit entwickeln. Und zwar jetzt bereits auf einer subtileren Weise, nicht indem sie in die materielle Welt versetzt sind, weil das ist eigentlich die, wie soll ich sagen, das war die erste Stufe, den Menschen zu schleudern in die materielle Welt. Und da jetzt, du, jetzt rappel dir auf, das ist die Pioniertat eigentlich. Du fliegst eigentlich sozusagen heraus aus dem Paradies, aus der geistig-göttlichen Welt, und bist als neues geistiges Wesen verbannt in die materiell-sinnliche Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja eigentlich, ja, es steht ja in der Bibel so drin, wir sind halt aus dem Paradies verbannt worden, weil wir vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Mit dem Nachsatz, dass es durchaus eigentlich im göttlichen Willen drinnen liegt, dass wir das tun, auch wenn es vorher das strenge Gebot ist, ist nicht davon. Aber hätten wir es nicht getan, dann hätten wir den Weg zur Freiheit nicht beschreiten können. Also man muss nur dieses göttliche Gebot richtig lesen. Also wehe, wir hätten nicht gegessen, sozusagen. Ja, wir fliegen aus dem Paradies heraus, sollten wir ja. Freiwillig wären wir wahrscheinlich nicht rausgegangen. Aber unsere Reife haben wir in Wahrheit dadurch bewiesen, dass wir eben das getan haben, dass wir verwiesen wurden dieses Paradieses. Weil eben mit der Kraft, sich so aufs Eigene zu stellen, haben wir uns aus diesem höchsten göttlichen Zusammenhang zunächst einmal herausgerissen, um eigenständig zu werden. Der erste Schritt zur Eigenständigkeit. Ja, sozusagen Widerstand sogar gegen das höchste Göttliche. Ja, durchaus. Das ist genau das, was erwünscht war. Nicht brave Untertanen, die in allem folgen, sondern habt eure eigenen Ideen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schön in den Weihnachtsspielen, im Paradeisspiel geschildert. Wie ist Adam worden so reich. Einem Gode ist er worden gleich. Er war es besonders gut. Ja, das ist das Privileg des Menschen. Und das ist durchaus nicht ein fataler Fehler gewesen, den wir gemacht haben, sondern das war der Schritt, mit dem unsere Entwicklung eigentlich so richtig losgeht. Und auch, dass wir in die untere Welt versetzt werden, von der aus wir jetzt schöpferisch wirken sollen. Ganz klein. Von da aus können wir jetzt noch nicht den ganzen Kosmos umgestalten. Da wären wir hoffnungslos überfordert. Aber wir können lernen, die Erde umzugestalten. Das ist einmal unser irdischer Garten. Eben unser irdisches Paradies. Wenn man so will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort sind wir eigentlich auch rausgeflogen, weil es war ja die Mondensphäre, der Dante schildert es so schön, wie das irdische Paradies ganz dort oben ist, wo man schon den Mond anratzt. Das heißt, er zeigt, dieses Paradies, wo wir waren, das war nicht irgendein Garterl auf der Erde, auf unserer heutigen stofflichen Erde, sondern das war noch in einem höheren Kreis. Und von dort sind wir rausgefallen. Er war sich aber auch bewusst, der Paradieseszustand, das Paradies, das eigentliche, wo die Trinität und die wohnen, wo die höchste Hierarchie in ihren eigentlichen Wohnsitz kommt, das ist noch weit, weit darüber. Das ist das irdische Paradies, der Garten Eden, aus dem wir sozusagen hinausgeworfen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Christus und der Ich-Funke des Menschen 02:00:06 ===&lt;br /&gt;
Aber eben gerade dadurch haben wir die Chance zu entwickeln, Kräfte jetzt ganz von unten, ganz von der untersten Ebene heraus etwas entgegenzubringen dem. Und etwas hinzuzufügen zu dem, was als göttliche Schöpfung von oben kommt. Aber wirklich mit dem gleichen, kleinen, aber ganz freien schöpferischen Funken, der in unserem Ich speziell lebt, der in dieser Art nicht lebt in den Hierarchien, die über uns stehen. Sie haben alle ein Ich, aber es ist nicht frei. Auch die Widersacher natürlich nicht, auch die sind nicht frei. Aber auch der Michael ist nicht frei, die Elohim sind nicht frei. Es beschränkt sich auf die Gottheit, auf die Dreifaltigkeit eigentlich. Dort ist die Quelle der Freiheit zunächst einmal. Aber diese Quelle soll in uns aufleben. Und damit das möglich ist, dazu ist der Christus Mensch geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat also sozusagen diese Mühe, diesen Schmerz, der unglaublich ist. Er ist das höchste Göttliche, das weltschöpferische Göttliche. Und der Christus ist der, der wirklich der Weltenbaumeister war, nicht die Vatergottheit. Die trägt es im Hintergrund, aber wenn man so will, die eigentliche formende Arbeit hat alle der Christus gemacht. Und zwar im Grunde spätestens seit der alten Sonne, eigentlich schon wesentlich mitgestaltend am alten Saturn, weil schon da hat die Vatergottheit sich zurückgezogen, im Grunde. Aber so richtig losgegangen ist es dann auf der alten Sonne, da war der Christus die führende Wesenheit, ganz allein dort, die die Gestaltung gemacht hat. Und diese Kraft, etwas von dieser Kraft haben wir bekommen. Das heißt, unser Ich-Funke ist schon etwas ganz Besonderes und unterscheidet sich daher von dem Ich-Funken, der in den höheren Hierarchien tätig ist. Aber auch in dem, ja, durchaus Ich-Funken, der auch in den Widersacherkräften drinnen ist, weil sie gehören ja im Grunde auch den Hierarchien an, die nur, naja, ich würde jetzt gar nicht sagen, auf den falschen Weg gekommen sind, sondern die auf einen anderen Weg bestellt wurden. Nämlich uns das Leben schwer zu machen. Damit wir aus der Freiheit heraus die Kräfte entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erlösung der Widersacher 02:02:57 ===&lt;br /&gt;
Und daher zum hundertsten Mal, zum tausendsten Mal, sie sind notwendig für die Entwicklung. Und es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst werden. Und wir beschwören damit nicht Ahriman und Luzifer, indem wir oft reden von ihnen, sondern wir sollen uns bewusst werden, dass sie wesentliche Helfer bei der Entwicklung sind, dass wir die Freiheit entwickeln. Aber Helfer in dem Sinne, dass wir dann lernen müssen, ihnen den Weg zu weisen. Sie weisen uns jetzt immer auf Abwege. Und wir müssen lernen, das aus eigener Kraft zu erkennen und ja, eigentlich sozusagen den Spieß umzukehren und zu sagen, ihr seid es am falschen Weg. Aber wenn ihr etwas von uns annehmt, dann könnt ihr auf den richtigen Weg kommen. Und der besteht eben darin, dass wir immer mehr lernen in der Auseinandersetzung mit den Widersacherkräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so lange, bis ihre Aufgabe überflüssig wird, sie entbunden werden davon, und die große Freude wird für sie sein, das können sie aber jetzt überhaupt nicht realisieren, dass sie dann als erste nach dem Menschen der Freiheit teilhaftig werden. Die bekommen sie nämlich nicht von oben, sondern die bekommen sie durch unsere Anregung. Es ist schon vorgesehen von oben, dass sie das werden. Aber den Weg dazu werden wir ihnen zeigen. Und das heißt, der Ahriman hat in vielem recht, dass er merkt, der Mensch, der ist mir eigentlich nicht geheuer. Er bereitet mir dauernd Schmerzen, ja, er empfindet sich jetzt als Schmerzen, weil wir jetzt schon arbeiten daran, ihn auf einen anderen Weg zu führen. Seinen eigentlichen Weg, wo er fruchtbar an der Weltentwicklung mitwirken kann. Aus Freiheit sogar mal mitwirken kann. Und durchaus eine wichtige Aufgabe bekommt, die aber nicht hineinführt einfach in die Unterwelt hinein, die nicht hineinführt in die soratische Welt, in die Achte Sphäre hinüberführt, sondern wo ein freier Mitarbeiter der Schöpfung wird. Das wird das Nächste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wird sozusagen, wie soll ich sagen, das Meisterstück des Menschen beziehungsweise der Menschheit sein, dass wir die Widersacher auf diesen ganz, ganz stark positiven Weg hinführen. Und wir müssen um jedes einzelne dieser Wesen ringen. Weil auch Ahriman, ja, wer ist Ahriman? Das ist so ein Allgemeinbegriff irgendwo natürlich, es ist aber eine Gemeinschaft von ahrimanischen Wesenheiten in Wahrheit. Und wir müssen arbeiten eigentlich mit dieser ganzen Fülle an ahrimanischen Wesenheiten zum Beispiel oder luziferischen Wesenheiten. Da steht eine Mordsaufgabe vor uns. Und die kommen nicht herum. Und dann werden sie irgendwann einmal nicht mehr abkommandiert sein dazu, uns zu verführen, sondern sie werden Mitarbeiter werden. Mitarbeiter. Nämlich Mitarbeiter, die auch von unten herauf zu bauen beginnen. Das ist noch Zukunft. Und das ist noch ein weiter Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Gottheit, die ihre Allmacht aufgegeben hat 02:06:44 ===&lt;br /&gt;
Aber es liegt in dem Ganzen drinnen, dass das Schöpfungsgeschehen eben einfach nicht so, dass der simple Prozess, alles strömt von oben und der liebe Gott schafft halt die Welt, wie sie ihm gefällt, und das ist es dann schon. Sondern die Welt ist in einer Entwicklung drinnen, die nicht einmal für die Gottheit vorhersehbar ist. Daher keine Allwissenheit, keine Allmächtigkeit. Klingt sehr ketzerisch. Aber die Gottheit hat genau das aufgegeben. Hätte sie das, gäbe es keine Freiheit für den Menschen. Ich bin eh nur allmächtig, aber die Menschen lasse ich laufen. Dann hat er seine Allmächtigkeit zumindest bezüglich der Menschen aufgegeben. Und genau das ist der Fall. Mit dem Hinauswurf auf dem Paradies ist eigentlich genau das ganz konkret passiert, dass wir jetzt unsere Freiheit entwickeln sollen und können. Nein, wir folgen nicht mehr den Vorgaben. Jedenfalls nicht zwangsweise. Nur wenn wir es wirklich wollen. Und wenn wir gezwungen werden dazu, dann ist es falsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn eine Priesterschaft da ist, in der Vergangenheit war das halt noch notwendig, weil der Mensch es nicht selber konnte, also in der ägyptischen Zeit noch sehr stark. Da war wirklich praktisch der Pharao und vielleicht seine engsten Berater befähigt, wirklich selbst dieses ägyptische Reich zu gestalten. Und nicht nur immer zu warten auf die göttliche Eingebung von oben, sondern wo die Einweihung, ich glaube, ich habe das schon einmal erzählt oder öfters vielleicht sogar erzählt, die Einweihung in Ägypten ging darum, das Denken zu wecken. Das heißt, vom alten Schauen zum eigenständigen Denken zu kommen. Nur dadurch konnte diese Kulturepoche sich entfalten, dass Menschen gelernt haben, eigenständig zu denken. Allerdings ganz, ganz wenige. Also vornehmlich der, der an der Spitze des Reiches stand, der hatte wirklich in eigenen Gedanken zu entwickeln, um das Reich zu organisieren, das ägyptische Reich. Die Hochkulturen zu schaffen, Baumeister vielleicht zu sein. Dann auch. Also natürlich auch die, die in der näheren Umgebung des Pharaos waren, gab es also welche, die eben auch diese Fähigkeit bereits bis zu einem gewissen Grad entwickelt haben. Aber der Pharao in den besten Zeiten zumindest, der konnte wirklich für das ganze ägyptische Volk denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, es ist nur ein kleines Abbild dessen, was von oben kommt. Da kommt die Weisheit von oben. Aber immerhin, er war bereits einer, der eine gewisse Freiheit entwickelt hat. Er hat schon gehört auf die Stimme der Götter, aber er hat selber umgesetzt. Weil mit dem Denken, wo das eigenständige Denken entsteht, entsteht im Übrigen auch das Ego. Da fängt es an. Natürlich erst so wichtig dann in der nächsten Kulturepoche, in der griechisch-lateinischen Zeit, aber vorbereitet wird es in Ägypten bereits. Und die großen Pharaonen dort hatten bereits etwas davon. Das war ganz wichtig. Sie hatten aber auch noch den direkten bewussten Kontakt mit den höheren Hierarchien, zumindest bis zu einer gewissen Höhe hinauf, durch ihre sehr künstliche Einweihung. Die aber im Endeffekt eh nur den Zweck hatte, dass sie das Denken entwickeln können. Das war nämlich das Ergebnis davon. Sie haben gar nicht so hohe geistige Dinge erfahren, sondern sie haben im Grunde, heute würde ich sagen fast simpel, zu lernen, zu denken, so wie man dann später in der nächsten Kulturepoche gedacht hat. Wie ein Aristoteles vielleicht sogar. Einzelne Pharaonen hatten ein Denken, das annähernd an das schon herankam. Die haben das schon vorweggenommen. Allerdings sind sie keine Philosophen geworden, sondern sie haben ganz praktisch das Land regiert, damit gestaltet, Bauwerke gestaltet, Kanäle bauen lassen und alles Mögliche, was notwendig war, um dieses Land zum Blühen zu bringen. Aber mit eigenen Gedanken. Mit eigenen Gedanken. In das wurden sie eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Tempelschlaf-Einweihung und das Erwachen des Seelenlebens 02:11:52 ===&lt;br /&gt;
Und das ist mit ein Grund auch, warum diese, ja, in der Zeit auch entsteht diese, naja, wie soll ich sagen, bis zu einem gewissen Grad von Anfang an zweifelhafte Einweihungsmethode, nämlich Menschen in einen todesartigen Zustand zu versetzen. Das entsteht nämlich gerade in der ägyptischen Zeit. Vorher gab es das nicht, da war nicht die Notwendigkeit dazu da, weil eh alle Menschen noch eine geistige Wahrnehmung hatten. Da wird das einmal angesprochen, das finstere Zeitalter, das Kali Yuga, wo also die Mehrheit der Menschen nicht mehr geistig erleben kann, fängt an kurz vor Beginn der ägyptischen Kultur. Also bis dahin haben alle Menschen geistige Wesen gesehen und sich bei ihnen Rat geholt. Und den haben sie einfach befolgt, weil sie selber allein eh nicht was anderes hätten machen können. Sie hätten nicht gewusst, wie soll ich das tun. Es wurde ihnen von, namentlich von der begleitenden Engelwesenheit so nahegebracht, wo es weitergeht für sie. Aus ihrem eigenen Schicksal heraus, aus der karmischen Vergangenheit heraus, wurden sie an den Platz geführt, wo sie am fruchtbarsten mitarbeiten konnten. Freiheit? Null noch zu dem Zeitpunkt. Ausnahmen abgerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dann kommt die ägyptische Zeit heran, kurz vorher Verfinsterung. Praktisch die ganze Menschheit verliert die geistige Wahrnehmungsfähigkeit, bis auf einige wenige. Weg. Und die Ägypter suchen den Weg, das nur irgendwie zu wecken, wie kommen wir heran, wir sind verloren, wir stehen da auf Erden herunten und sollen ein riesiges Land irgendwie in den Griff bekommen, sollen die Menschen ernähren, die da leben in diesem Land, wie tue ich? Weil es ist ja auch sehr interessant, dass diese Hochkulturen, die ersten, also zu denen nehmen wir auch insbesondere die ägyptische, aber auch die chaldäische Kultur und das alles zählt. Ja, wie tue ich da? Vorher hat man sich um das nicht gekümmert, das war gar nicht wichtig. Die Götter haben uns eh, trotz Hinauswurf auf dem Paradies, gegeben die Anregung, wie wir das Leben gestalten sollen. Große Bauten gab es nicht, nichts, Hauptsache man war in einer Laubhütte irgendwo, aber man wusste, wie man in Verbindung mit den Göttern ist, und das war schon das Wichtigste. Natürlich Jagen und dergleichen musste man auch, und wenn man sich gut verbunden hat mit höheren Hierarchien, dann ist das besser gelungen irgendwo, aber eigene, aus eigener Freiheit, nein, nichts, gar nichts. Sich führen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ägyptische Zeit, Verfinsterung, Kali Yuga, finster, kaum mehr sieht wer was, und die wenigen, die noch sehen, wissen nicht, was sie eigentlich sehen und was sie damit tun sollen, genau genommen. Und jetzt will man zurückgehen zu der Zeit, und man findet keinen anderen Weg, als die Menschen in einen todesartigen Zustand zu versetzen. Das heißt eigentlich schon, sie so weit hinüberzubringen, dass sie fast schon über die Schwelle gehen. Aha, weil dann leben sie in der geistigen Welt für eine gewisse kurze Zeit und können, wenn sie zurückgeholt werden, das musste halt von den Priestern genau überwacht werden, also bis zu drei, dreieinhalb Tage ging das, und das war durchaus individuell verschieden, und die Priesterschaft musste genau das abspüren können, wann ist der letztmögliche Moment, den zurückzuholen, ihn sozusagen aufzuwecken aus diesem todesähnlichen Schlaf. Und dann im Aufwachen erzählt er einfach, auf das war er trainiert, was er da jetzt in seinen Visionen erlebt hat. Und die Priester haben das aufmerksamst alle aufgenommen, memoriert sozusagen, also im Gedächtnis festgehalten, weil der Einweihungsschüler konnte es nicht festhalten, er konnte es aussprechen, und wenn er noch im Halbtraum drinnen war, zwar schon mehr im Tagesbewusstsein auch, als an der Grenze, aber er konnte es aussprechen und dann hat er es vergessen, dann hat er es vergessen. Aber die Priesterschaft hat es festgehalten und dann auch niedergeschrieben und dergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat man sich darüber gearbeitet, sozusagen den Zugang zu haben zu den geistigen Welten, und manche, die höchsten Eingeweihten, die wirklich sehr extrem lang in diesen Zustand versetzt waren, die konnten dann auch sogar noch später gewisse Einblicke haben in die geistige Welt, wenn sie in die Meditation gegangen sind und dergleichen. Also sie haben eine Fähigkeit zurückbehalten, die eigentlich für die meisten Menschen verschlossen waren, und das waren dann die, die zu den Pharaonen wurden im Wesentlichen oder zu den höchsten Priestern und dergleichen, die mitbeteiligt waren auch an dem Ganzen. Und das Neue war, sie hatten geistige Wahrnehmungen bis zu einem gewissen Grad, sie konnten sich aber auch in, wie soll ich sagen, irdische Gedanken fassen. Diese ganz wenigen, die Mehrheit des ägyptischen Volkes vom Denken noch weit weg. Ja, Astralisches, Emotionen, die oft gut geführt wurden, manchmal schlecht geführt wurden, wie auch immer, aber Gedanken, kein Erlebnis, also kann man sich gar nicht vorstellen, wie so ein Ägypter war, weil wir heute bei uns, salutieren, die Gedanken unterbrochen. Die haben sowas nicht gehabt, aber starke Gefühle, starke astralische Erlebnisse, und in denen haben sie durchaus gelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber oft auch, was heißt oft, angeregt auch durch was von außen kommen. Das ist auch die Zeit, wo entsteht, man braucht die Klageweiber. Es ist jemand gestorben, ja, von mir aus kommt die Trauer nicht. Das muss man aussen, da müssen jetzt zehn Frauen oder was da sind, die heulen und schluchzen und schreien, und dann fange ich an, in mir die Trauer zu spüren. Vorher konnte ich es gar nicht spüren. Also wir haben doch was gelernt mit der Zeit. Es gibt natürlich Menschen, die an sowas auch emotionslos vorbeigehen, aber die meisten empfinden etwas. Das haben wir lange, lange lernen müssen. Also wieder etwas, was eine Brücke schlägt zwischen dem äußeren Erleben und der geistigen Welt, was dazugehört. Geschehnisse im äußeren Leben, aber was erlebe ich seelisch dabei?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, bis zur ägyptischen Zeit war das Seelenleben der Menschen noch ganz anders geartet als unser heutiges, weil da selbstverständlich noch die ganzen geistigen Wesenheiten mitgewirkt haben. Und in der ägyptischen Zeit ist man letztlich gestoßen auf das eigene kleine Seelische. Und da, das ist noch ganz armselig. Jetzt nicht einmal Trauer kann ich empfinden. Mein liebster Mensch stirbt, das ist eigentlich schrecklich, aber ich kann es weder wirklich denken, weil das Denken gibt es noch nicht, aber fühlen kann ich es auch nicht wirklich. Also in der Astralität, da brauche ich Unterstützung. Ich brauche eine ganze Menge Klageweiber sozusagen oder überhaupt Menschen, die jetzt jammern und schreien, und dann gibt es ein Echo in mir drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also so entwickelt sich die Menschheit weiter. Und trotzdem, sicher, die ägyptische Zeit ist 5.000 Jahre in die Vergangenheit in etwa der Anfang, aber trotzdem, das ist nur eine Kleinigkeit. Vorher haben wir was erlebt und da waren wir ganz, ganz anders. Und selbst in die ägyptische Zeit können wir uns schwer hineinversetzen. Ich meine, das sind ganz wenig Menschen, die heute so in der Astralität so eingeschlafen sind, dass, wurscht was passiert, sie empfinden nichts eigentlich. Das ist ein pathologischer Rückfall in die ägyptische Zeit im Grunde, in die Anfänge der ägyptischen Zeit. Weil während des Ganzen haben sie es dann langsam gelernt, immer mehr das Eigentliche, die eigene Astralität, im positiven, im negativen Sinn zu erleben. Also so hat sich die Menschheit geändert. Und da war lange Entwicklung noch vorher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss in der johannischen Stimmung 02:21:23 ===&lt;br /&gt;
Ja gut, ich sehe, die Zeit ist wie immer fortgeschritten. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das wie immer, wofür ich sehr dankbar bin. Wir werden das nächste Mal intensiv weitertun. Ich wollte eigentlich das Sinnesthema heute noch weiter vertiefen. Wir werden es halt das nächste Mal machen. Ich habe sogar vorbereitet, dass ich die Grafik wieder gut einblenden kann und dass man mich trotzdem sieht. Dabei, es ist technisch alles ein bisschen schwierig. Aber wir werden das schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gehen in die johannische Stimmung noch einmal ganz bewusst hinein. Es ist heute der 23., wir sind am Übergang zum 24., also zum eigentlichen Johannitag. Und wir gehen ganz mit der Seele hinaus. Zwölfter Wochenspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weltenschönheitsglanz erzwinget mich aus Seelentiefen des Eigenlebens Götterkräfte zum Weltenfluge zu entbinden, mich selber zu verlassen, vertrauend nur mich suchend im Weltenlicht und Weltenwärme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt aber nicht, dass wir das Ich da irgendwo herumkugeln lassen auf Erden, sondern wir nehmen es ja mit. Mit dem fliegen wir hinaus. Aber wir hängen nicht an unserem Ego jetzt. Ah, ich stehe da und klotze in die Welt hinaus. Ich bin mir selber das Wichtigste, und da außen sehe ich nur die Hälfte nicht sinnlich und geistig schon gar nicht. Nein, sondern ich gehe hinaus mit offenen Sinnen, fliege hinaus in die Welt und gehe ins Geistige hinein, in Wahrheit. Und vielleicht einmal irgendwann auch bewusst. Jetzt noch eher unterbewusst, halbbewusst. Aber schon genug, dass wir etwas mitnehmen und uns daraus dann manchmal so spontan Erkenntnisse, Erleuchtungen kommen, die wir eigentlich von da draußen geschöpft haben. Wissen wir gar nicht, wieso uns das jetzt einfällt plötzlich, weil wir es eigentlich geschaut haben, aber noch nicht bewusst. Aber immerhin genügend, um es dann in einen Gedanken zu formulieren oder Tat werden zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, in diesem Sinne, meine Lieben, danke ich euch fürs Dabeisein, die ihr hier im Jitsi dabei seid, natürlich auch, die ihr im Livestream dabei seid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank, Wolfgang, für den schönen Vortrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne, danke. Danke, wie gesagt, für eure Unterstützung. Weil allein geht das alles nicht. Es ist schon was anderes, wenn man es Menschen erzählt, als wenn man einfach nur im eigenen Kämmerchen sitzt und sich selber erzählt. Das hat schon natürlich einen Wert. Und in der Meditation an die Dinge heranzugehen, ist die Voraussetzung, um überhaupt die Dinge zu erzählen, aber es ist wichtig, sie auch auszusprechen. Und das ist wieder Anregung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Wunderbar ausgesprochen. Danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Ich versuche jetzt den Livestream zu beenden, das gelingt mir im Moment noch nicht, ich drücke schon dreimal da auf, aber wir werden das schaffen. Warum nicht? Ich weiß nicht, in letzter Zeit ist das ein bisschen mühsam. Ah, jetzt geht&#039;s. Danke, gute Nacht, meine Lieben, bis zum nächsten Mal. Gute Nacht, Renato. Gute Nacht. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
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== {{Alle Folgen auf einen Blick}} ==&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 319. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Alle Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter (Startseite)}}&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Peter|| zurück zu Wolfgang Peter |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
{{Literaturangaben Vortragszyklus Apokalypse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104a]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 346]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebendige Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Live]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortragsreihe]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Die Apokalypse des Johannes - 319. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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		<updated>2026-06-29T10:47:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 318. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 320. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:319.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=R4Q0olAnW5k|thumb|319. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 16. Juni 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]]. Link zum [https://www.dropbox.com/scl/fi/hta53dqmiuokci2pbjt52/319.-Folge-_-Die-Apokalypse-des-Johannes.mp3?rlkey=e8mxptqj7vubx3tlzlnfvbrb8&amp;amp;dl=0 Audio] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 319. Vortrags vom 16. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription. Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einstieg: Johanni und der elfte Wochenspruch 00:00:38 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich. Ich begrüße euch zur 319. Folge zur Apokalypse, und ich möchte heute wirklich sehr intensiv daran gehen, die Sache mit den Sinnen weiterzumachen, fertigzumachen, vielleicht den Zusammenhang, also vor und zwischen sinnlicher Wahrnehmung und, wenn man so will, übersinnlicher Wahrnehmung, was aber eben auf denselben Kräften im Grunde beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber zum Einstieg erstens noch eine Erwähnung, eine ganz wichtige. Wir lesen am 19. Juni, am Freitag, die Johanni-Imagination, also ein bisschen früher, ein paar Tage vor Johanni, also die Uriel-Imagination, die ja sehr wichtig ist, sehr gewichtig im wahrsten Sinne des Wortes ist. Und jetzt stürze ich mich in den Vortrag einmal mit dem Wochenspruch. Es ist der 11. Wochenspruch und passt natürlich wieder zur Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist in dieser Sonnenstunde an dir die weise Kunde zu erkennen, an Welten Schönheit hingegeben, in dir dich fühlend zu durchleben. Verlieren kann das Menschen-Ich und finden sich im Welten-Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, jetzt besonders in der Sommerzeit, oder wo wir gegen die Sommerzeit zugehen, noch ist es ja nicht offiziell Sommer, aber wir steuern darauf zu, also gehen wir mit der Seele mehr hinaus in die Welt, gehen also hinaus in das Geistige der Außenwelt auch, zunächst einmal halt träumend oder unbewusst sogar hinaus. Aber wir finden uns selbst eigentlich in der Welt, in der Welt, die draußen ist. Das Ich, haben wir ja öfter gesprochen, es ist nicht drinnen, es ist eigentlich weder drinnen noch draußen, es ist allgegenwärtig in gewisser Weise. Wir können es überall finden. Aber daher können wir uns finden, draußen in der Welt, durchaus auch in der Sinneswelt können wir uns selber begegnen, unserem Ich, unseren Ich-Kräften in allem, was uns entgegenkommt. Das hat etwas mit unserem Ich zu tun, aber wir können es auch im Inneren suchen. Und wir können uns sozusagen verlieren im großen Welten-Ich. Das ist auch ganz wichtig, manchmal sich zu verlieren, in gewisser Weise loszulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Spagat des geistigen Schauens 00:03:21 ===&lt;br /&gt;
Das ist gerade bei der geistigen Wahrnehmung etwas ganz Wichtiges. Wir brauchen einerseits Gedankenklarheit, ganz wach bei uns zu sein, uns in gewisser Weise gegenüberzustellen den Dingen, um sie klar zu erkennen. Aber andererseits müssen wir uns auch im Inneren verlieren können, weil sonst ist höchste Wahrnehmung, nämlich Intuition, nicht möglich. Intuition heißt ja, dass ich im Grunde eins werde mit dem anderen geistigen Wesen, dem ich mich zuwende. Das heißt mit dem anderen Menschen, oder mit dem Elementarwesen, dem ich begegne, was auch immer. Und da muss ich mich komplett verlieren können in dem Anderen. Das ist ganz wichtig. Nur muss ich wieder zu mir selber finden, und im Zurückkommen zu mir selbst zum ganz klaren Bewusstsein kommen, wo ich mich auch trennen kann von dem Anderen, ihm gegenüberstellen kann. Das ist ein ziemlich heftiger Spagat, den wir da machen müssen, um einerseits wirklich ganz an die geistige Wahrnehmung zu kommen, um uns ganz eben hingeben zu können an die geistigen Wesen, die uns umgeben, sei es andere Menschen, sei es Elementarwesen, sei es höhere Geistwesen. Also ganz dort einzugehen und keinen Funken mehr von unserem eigenen Bewusstsein zu haben, sondern loszulassen, sich zu verlieren im Anderen. Das ist das eine, aber das ist das Ausatmen sozusagen, wo wir uns selber ausatmen und dadurch eins werden können mit der Welt. Aber dann müssen wir im Gegenschlag wieder ganz zu uns selbst kommen. Das ist die große Schwierigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist auch ein Thema, ein sehr starkes Thema in den Mysteriendramen im Übrigen. Namentlich im vierten Drama, das wir ja jetzt dann bald wieder in Deutschland spielen werden, im grünen Goetheanum. Da ist so ganz deutlich — es geht darum ja dort, dass wirklich das Geistige in die Welt hineingebracht wird, dass wirklich praktisch im Leben etwas gestaltet wird aus dem Geistigen. Das ist also besonders das Thema des vierten Dramas. Und fast alle zucken aber zurück davor. Und sie können vor allem nicht miteinander arbeiten an dem Werk. Überhaupt nicht. Jeder geht so seinen eigenen Weg, verbohrt sich also ganz in seinem Eigenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner sagt — also im Drama steht das im Text dann drin — etwas sehr Interessantes drinnen. Der Kapesius spricht das aus, warum er eigentlich an diesem ganzen Werk nicht teilnehmen kann. Er sollte ja eigentlich den geistigen Hintergrund dieser Tätigkeit, die man in der Firma da aufgebaut hat, wo künstlerisch Gestaltetes produziert werden soll nach geistigen Kriterien, darüber sollte er die Menschen informieren, etwas darüber sagen. Und gerade das will er überhaupt nicht, weil er spürt, er ist jetzt gerade im geistigen Schauen eine Stufe weitergekommen. Er hat miterlebt die tiefe Unsicherheit, die den Johannes Thomasius erfasst hat. Er merkt also, was da in ihm los ist, welche inneren Konflikte er hat mit dem Geist von Johannes&#039; Jugend. Also das heißt, der Johannes sehnt sich in gewisser Weise zurück in die Zeit, wo er noch unbelastet war von der Verantwortung, mit dem Geistigen umzugehen. Er möchte eigentlich noch so aus unbewussten oder nur halbbewussten Instinkten heraus Künstler sein. Aber er möchte nicht den wachen Verstand einsetzen, weil das tötet ihm das künstlerische Gemüt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Kapesius unterstreicht es noch deutlicher. Von ihm könnte man ja meinen, er bleibt ja im Bereich des Geistigen, er soll den Menschen darüber erzählen. Aber nein, er kann mit den anderen nicht zusammenarbeiten. Weil zusammenarbeiten im äußeren Leben kann man mit anderen Menschen nur dann, wenn man sich ihnen mit einem gewissen Begriffsvermögen gegenüberstellt. Man muss sich den anderen Menschen gegenüberstellen können auch. Also da darf ich mich nicht einfach verlieren in dem anderen Menschen. Sondern wir müssen erkennen, was kann jeder beitragen, das muss man mit wachem Verstand, mit wachem Denken erfassen können. Und genau das will der Kapesius überhaupt nicht. Er möchte einfach loslassen, weil jetzt ist das Schauen bei ihm erwacht. Er hat sogar geschaut in die Seele des Johannes sozusagen. Und das würde alles verschwinden, wenn er es mit klarem Verstandesdenken erfassen würde. Dann ist das Schauen weg. Und das ist auch tatsächlich so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist wirklich ein Konflikt, vor den man bei der geistigen Wahrnehmung immer gestellt ist. Wir müssen einerseits, um es wirklich klar und bewusst fassen zu können, ein strenges Denken entwickeln. Und um aber überhaupt schauen zu können, müssen wir völlig loslassen können. Weil da ist der Weg über die Imagination, da baut man ein Bild auf. Aber ja nicht aus dem Verstand heraus, also dass ich mir überlege, so oder so müsste dieses geistige Wesen ausschauen. Nein, sondern ich muss einfach ihm begegnen. Ich muss den Weg antreten, mit ihm zu verschmelzen, um es wahrnehmen zu können. In seiner wirklichen, wahren geistigen Gestalt es wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Weg von der Imagination zur Intuition 00:09:43 ===&lt;br /&gt;
Also wir müssen eigentlich dauernd in diesem Wechselschlag leben, zwischen ganz uns verlieren — verlieren in der geistigen Welt, in den geistigen Wesen, in den anderen Wesen. Sei es Menschen, die auch körperlich da sind, sei es Menschen, die bereits hinübergegangen sind, über die Schwelle gegangen sind, sei es Elementarwesen, die man ja normalerweise mit Sinnen nicht sieht, also die man nur geistig erleben kann oder seelisch besser gesagt erleben kann, wo man berührt werden muss dafür. Um diese Wahrnehmung haben zu können, muss ich das Verstandesdenken ausschalten. Da darf ich nicht nachdenken, was hat der Steiner gesagt, wie nehme ich das wahr, da werde ich sicher zu nichts kommen. Sondern ich muss einfach loslassen können und mich berühren lassen von dem anderen Wesen. Beziehungsweise es auch selber berühren in gewisser Weise. Und aus der Berührung wird in Wahrheit eine Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Weg von der Imagination — also zuerst aus diesem noch sehr unbewussten Spüren, da ist ein geistiges Wesen, ein Elementarwesen zum Beispiel, das in der Blüte der Pflanze irgendwo tätig ist. Ich spüre etwas davon, sehe natürlich noch nichts, weil das Bild muss ich mir ja selber malen, die Imagination. Aber die darf ich mir nicht aus dem Verstand malen, sondern dieses Bild muss eigentlich entstehen. Das ist also genau die künstlerische Art, die Johannes so bevorzugt. Er will eigentlich nicht wissen, warum er das Bild so und so und so malt und was notwendig wäre, sondern er will es einfach wie aus dem Instinkt heraus machen. Und glaubt also, dann ist er näher dran an den Dingen. Ist eine halbe Wahrheit drinnen, aber wir müssen auch wieder zum klaren Denken kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich jetzt verliert, indem man einfach das Bild entstehen lässt, aber schon wach dabei ist, zu spüren, ich gestalte dieses Bild — das ist ganz wichtig. Das ist schon der nächste Schritt, nämlich wo Bewusstheit jetzt entsteht im Schauen selber, aber es ist nicht diese Bewusstheit, wo ich mich einfach gegenüberstelle, trenne und sage, so, jetzt schaue ich mir das halt einmal an und beurteile, ob das plausibel ist, ob das eine Täuschung sein könnte, ob es ein Fantasiegebilde ist oder ob es eine wirkliche Schauung ist. Das muss ich alles eigentlich ausschließen können. Und trotzdem muss ich die Distanz immer wieder wahren können. Es ist ein Prozess des Hin- und Hergehens. Ein Eins-Werden mit dem Wesen, ein wieder zu mir Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und aus dem gestaltet sich auf erster Stufe eben die Imagination, das Bild, wo ich dann spüre, wie ein richtiger Künstler spürt irgendwann, wenn er ein Bild malt, jetzt stimmt es. Jetzt ist es richtig. Er kann es vielleicht gar nicht begründen, warum es richtig ist, aber er hat die Wahrnehmung, jetzt entspricht es dem, was ich gesehen habe, was ich darstellen will. Und so ist es bei der Imagination auch. Sie ist ja nicht wie beim alten visionären Hellsehen so, dass sie mich überfällt, sondern ich muss ganz bewusst dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist schon etwas, was der Johannes Thomasius nicht haben will. Er will eigentlich überfallen werden von den Bildern. Das ist das, was der Kapesius nicht haben will, gerade jetzt insbesondere, wo er eine Stufe höher gestiegen ist, weil er miterlebt hat die tiefen Zweifel und Unsicherheiten beim Johannes Thomasius. Von Benediktus, vom Geisteslehrer, so einen tiefen Einblick in die Seele eines anderen Menschen zu bekommen, in die tiefsten Geheimnisse der Seele eines anderen Menschen — das passiert nur in ganz, ganz seltenen Momenten, nämlich dort, wo man einen großen Entwicklungsschritt macht. Weil ansonsten ist das verschlossene Heiligtum eigentlich, in das niemand hineinschauen darf, auch der Eingeweihte im Grunde nicht. Das ist nur zu ganz besonderen Momenten der Fall. Wäre ja schrecklich. Stellt euch vor, wir haben jemanden, der hellsichtig ist sozusagen, und der schaut jetzt in die tiefsten Geheimnisse der Seele des anderen Menschen hinein, ohne ihn sozusagen um Erlaubnis zu fragen. Das wäre ganz etwas Schreckliches. Das würde natürlich Tore zum Missbrauch in schlimmster Weise eröffnen. Dass man einfach die dunklen Seiten des Menschen aufdeckt, um ihm zu schaden. Oder vielleicht glaubt man ihn zu fördern in irgendeiner Weise, aber tut es nicht. Das ist eine ganz, ganz gefährliche Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt Momente, wo so etwas einmal aufblitzen kann. So eine besondere Situation wird eben im vierten Mysteriendrama geschildert. Und Konsequenz ist, dass weder der Johannes noch der Kapesius wirklich weiterkommen. Weil sie verweigern. Also der klassische Ausbruch vom Johannes immer: jetzt nicht, nicht jetzt. Und das sagt er aber schon seit über 13 Jahren. Weil so lange gespielt hat man. Von dem geht er nicht weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Imagination, Inspiration, Intuition als Stufen 00:16:00 ===&lt;br /&gt;
Für uns ist es aber jetzt auch ganz wichtig, dass wir uns ganz ernst bewusst werden. Geistiges Schauen, modernes geistiges Schauen — dabei müssen wir uns einerseits verlieren in dem geistigen Wesen, das ich wahrnehmen will. Zugleich muss ich aber auch ganz bewusst werden dabei. Bei dem, was ich da erfahre. Und das ist immer dieser Pendelschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist der Weg zur Imagination. Das entsteht noch ähnlich wie ein Traumbild irgendwie. Ich spüre, ich bin beteiligt. Es ist aber ein Wachtraum sozusagen. Ich gestalte dieses Bild, habe aber zunächst noch keine Ahnung, was es bedeutet. Ich komme aber so weit, dass dieses Bild, wenn ich jetzt sehe, jetzt ist es irgendwie stimmig geworden, dann fängt es an, zu mir im übertragenen Sinn zu sprechen. Das heißt, das Bild sagt mir etwas. Es sagt mir, was es bedeutet. Ich erkenne den Sinn des Bildes, das ich zuerst gemalt habe. Es ist ganz wichtig, diese Reihenfolge. Ich weiß nicht vorher, so und so und so muss es ausschauen, sondern ich muss einfach warten, was da als Bild von mir gestaltet wird, aber wo ich nicht weiß, wo das hinläuft. Das ist ein künstlerisch-plastischer Prozess, der noch nicht auf ein fixes Ziel zugehen kann, sondern das ist ganz tastend, diese Bewegung. Und da sind viele Kräfte beteiligt, die eben auch im Sinnlichen wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich muss warten, bis dieses Bild entsteht, und jetzt der nächste Schritt: das imaginative Schauen geht jetzt über in die Inspiration. Das heißt, das Bild fängt an, sich selbst zu erklären. Wieder nicht, ich denke darüber nach. Aha, jetzt habe ich ein Bild, das erscheint mir stimmig, und jetzt fange ich an zu grübeln, warum stimmt denn das? Sondern das Bild selber erklärt sich. Das ist ganz wichtig. Also nicht mein Eigendenken, das gefärbt ist durch meine Erfahrungen, durch meine Kenntnisse und so weiter, sondern das Bild beginnt, sich selbst zu erklären. Die Imagination beginnt, sich selbst zu erklären, und das Ganze führt dazu, dass wir uns noch inniger verbinden mit dem Ganzen, und dann kommt es wirklich zur Intuition, wo wir wirklich ganz eins werden mit dem anderen geistigen Wesen. Was immer es ist, ob es ein Mensch ist, ob es ein Elementarwesen ist, ob es ein Engelwesen ist — es gibt die wirkliche Begegnung mit einem geistigen Wesen nur insofern, indem wir intuitiv eins mit ihm werden. Anders geht es gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also ganz anders als die Wahrnehmung eben in der sinnlichen Welt, wo wir uns den anderen Wesen immer gegenüberstellen. Da stehe ich und schaue mit meinen Augen oder taste mit meinen Händen hinaus, oder von mir aus schnuppere ich mit meiner Nase hinaus, aber immer ist es etwas, was draußen ist. Die geistige Wahrheit kann ich nur erkennen, wenn ich mit ihr eins werde. Also zum Beispiel auch im höchsten Sinne, den Christus kann ich nur erkennen, wenn ich eins werde mit ihm. Wenn ich das Gefühl habe, ich stehe ihm gegenüber, dann ist das noch nicht die höchste Stufe, sondern die Einswerdung für einen Moment, für einen im Grunde zeitlosen Moment. Und dann muss ich wieder ganz zu mir zurückkommen von diesem Einswerden, und jetzt Schritt für Schritt das, was ich dabei erlebt, erfahren habe, mir immer deutlicher ins Bewusstsein, auch ins klare Gedankenbewusstsein bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist so in etwa grob geschildert einmal der Ablauf, der passiert heute beim modernen, bewussten Wahrnehmen der geistigen Welt bzw. der geistigen Wesen. Denn die geistige Welt besteht aus geistigen Wesen und aus nichts anderem. Es gibt nichts anderes dort. Es kann nur verschiedene Stufen von geistigen Wesenheiten geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dieselben Seelenkräfte wie bei der sinnlichen Wahrnehmung 00:21:04 ===&lt;br /&gt;
Und die Begegnung mit diesen geistigen Wesenheiten, die uns eben dazu führen, über die verschiedenen Stufen Imagination, Inspiration, Intuition — dabei verwenden wir Seelenkräfte, dieselben Seelenkräfte im Grunde. Ich sage jetzt bewusst Seelenkräfte, nicht Geisteskräfte, sondern bewusst einmal Seelenkräfte, die bei der Wahrnehmung eine große Rolle spielen. Wir verwenden aber dieselben Kräfte, die wir auch bei der sinnlichen Wahrnehmung verwenden. Darauf habe ich ja schon immer wieder in letzter Zeit hingewiesen — dieselben Kräfte, die wir verwenden, damit wir die Sinneswelt erkennen. Weil die Augen, die Ohren, die Nase und die Zunge, die wir haben, alleine machen noch nicht das Erlebnis, die Erfahrung aus. Sie sind notwendige oder hilfreiche Organe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sage ich notwendige oder hilfreiche? Weil manche Eindrücke — Menschen können auch einen Eindruck haben, wie zum Beispiel Jacques Lusseyran oder so, der seine Freunde oft darauf hingewiesen hat, schau wie schön der Sonnenuntergang ist. Und er war blind. Er ist als Kind erblindet, also sehr früh erblindet, hatte aber in der ganz frühen Kindheit doch auch Seheindrücke, also das heißt, er hat gelernt, Bilder zu sehen. Das ist ja etwas, was wir lernen müssen. Daher auch gleich etwas gesagt: Ein Wesen, das niemals mit Augen sehen gelernt hätte, kann auch keine Visionen erleben. Das heißt, ein sinnesartiges Bild, ein dem optischen Erleben ähnliches Bild würde sich nie aufbauen. Daher gibt es durchaus auch Menschen, die geistige Wahrnehmung haben, die nichts in unserem Sinn Bildhaftes haben, was sich vergleichen lässt mit dem Seheindruck, sondern wo das Erlebnis ganz anders sein kann. Und gerade die tieferen geistigen Wahrnehmungen haben sowieso mit dem Imaginativen, mit dem Bildhaften eigentlich nichts mehr zu tun. Die gehen in ganz andere Bereiche, sind aber dann vergleichbar vielleicht mit anderen Sinneseindrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Geruchssinn: das Höchste und das Gefährlichste 00:24:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe das letzte Mal, wenn ich mich recht erinnere, gesprochen auch über den Geruchssinn. Der Geruchssinn ist der, der eigentlich am tiefsten hineinführt in die geistige Welt, der aber auch am allergefährlichsten ist. Der kann im höchsten Sinn, wenn ich erlebe das mystische Eins-Sein mit Gott — also das, was die Mystiker gesucht haben, mit dem Göttlichen, mit der Trinität wirklich eins werden, verschmelzen damit, mich zutiefst intuitiv identifizieren mit der Gottheit. Da ist kein Gegenüberstellen da, sondern ein Moment des Eins-Seins, des mystischen Eins-Seins mit Gott, wenn man so will. Aber genau dieses Wahrnehmen, das notwendig ist, um diese Unio Mystica zu erleben, nach der die Mystiker gestrebt haben, die kann aber auch am allerstärksten auf Abwege führen. Das ist zugleich auch die absolute Autobahn in den Abgrund hinunter. Also bis in den Bereich der ahrimanischen Wesen und dann hinüber in die sogenannte achte Sphäre. Und das ist aber andererseits eben die intensivste, die höchste Form des geistigen Erlebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die ist wirklich verbunden mit geruchsartigen Eindrücken. Also das Weltenaroma auch geistig zu riechen in gewisser Weise. Wo die Schöpferweisheit drinnen ist. Ich möchte nur erinnern, ganz beiläufig, an den Beginn der Bibel, an die Schöpfungsgeschichte, wo es so schön heißt, der Geist der Elohim schwebte über der Tiefe oder über den Wassern. Womit natürlich kein äußeres Wasser gemeint ist, sondern ein sehr fließendes Element. Aber wie heißt es im Hebräischen? Ruach Elohim. Ruach. Rauch oder Geruch — damit ist dieses hebräische Wort verwandt. Und das ist ganz konkret und ganz wichtig, weil das die tiefste Wahrnehmungsform ist. Die tiefste Wahrnehmungsform des Göttlichen ist sozusagen zu riechen, wenn man so will. Davon schildert Rudolf Steiner einiges, auch in seiner Geheimwissenschaft im Umriss zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind dieselben Seelenkräfte, die wir gebrauchen, um zu riechen in der äußeren Welt. Das sind Kräfte, die es unheimlich schwer machen, ganz bewusst sich damit zu verbinden oder gegenüberzustellen, wie soll ich das ausdrücken. Gerüche haben auch eine unheimlich starke manipulative Kraft auf den Menschen. Das ist ja immer wieder missbraucht worden, mit Parfüm und allen möglichen Geruchsmitteln, um die Menschen zu verführen zu bestimmten Dingen, ohne dass ihnen das bewusst wird, dass sie verführt werden. Und natürlich, der Mensch, der so etwas tut, muss auch die Fähigkeit dazu haben. Er muss auch dieses Riechen und diese übersinnlichen Geruchskräfte sehr gut kennen. Aber man kann gerade mit dem Geruchssinn am allerstärksten im Sinne der schwarzen Magie arbeiten. Das nehmen sie absolut, und sie zwingen, obwohl sie gar nicht merken, dass sie gezwungen werden, zu Dingen, die sie eigentlich gar nicht machen wollen. Das ist der Appell an diesen sinnlichen, aber auch übersinnlichen Geruchssinn. Das ist eine der höchsten, aber auch eine der gefährlichsten Kräfte. Und da muss man sehr, sehr viel innere, wie soll man das jetzt sagen, moralische Haltung entwickelt haben. Ganz bewusst drinnen stehen, dass man ja nicht diese Wahrnehmungsfähigkeit missbraucht für eigene Zwecke. Da muss ich so selbstlos sein, dass ich das Wohl der ganzen Welt im Auge habe. Ansonsten wird es sehr gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Geruchssinn ist ja etwas Interessantes, insofern er als der Geruchssinn schon ganz ins Innere geht. Ich nehme ja den Geruch auf, er wirkt manipulativ im Übrigen auch auf unsere ganze Denktätigkeit, auf unsere Verstandestätigkeit, weil das, was wir gerade als das logische Vorderhirn haben, das ist ein umgewandeltes Geruchshirn, ein Riechhirn eigentlich, aus dem ist es entstanden. In dem Riechhirn in der Natur draußen bei den Tieren ist da die ganze Weisheit, das ganze Erkennen drinnen dessen, was dem Tier zuträglich ist, was gefährlich ist, was Gift ist und so weiter. Also bei den meisten Tieren zumindest ist der hauptsächlichste Sinn der Geruchssinn. Der Spürsinn eines Hundes, was der erkennt alles. Nur es ist überhaupt keine Freiheit drinnen. Das Tier folgt also diesem Sinn, es wird also eigentlich durch höhere Mächte geleitet, gerade durch diesen Geruchssinn drinnen. Und es ist da das allerwenigste Bewusstsein dabei. Das heißt, es läuft beim Tier ganz instinktiv ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur beim Menschen darf es das nicht. Weil dann kann ich den Menschen, wenn er sich auf das einlässt und das Bewusstsein ganz weg steigt, dann kann ich ihn manipulieren, wie ich will. Also da sieht man zwei Seiten im Sinnlichen und im Übersinnlichen, wo einerseits das Höchste und einerseits das Niederste auch sein kann. Und wo ich eben Menschen ganz stark in die schwarze Magie hineinführen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusste Imagination und das alte Bilderbewusstsein 00:32:09 ===&lt;br /&gt;
Wo ist jetzt die Sinnesfähigkeit, mit der wir eigentlich anfangen sollten, sie umzuwandeln in eine übersinnliche Fähigkeit? Ist eigentlich nach dem Gesagten eh schon, glaube ich, ein bisschen klar. Es fängt mit der Imagination an. Und die Imagination, das Bilderschaffen, ein Bilderbewusstsein aufzubauen, aber ein bewusstes Bilderbewusstsein. Das ist ja nicht so unbewusst wie das Traumbewusstsein, wo wir zwar den Traum erleben können, aber wir ihn in der Regel zumindest nicht bewusst steuern. Kann schon manchmal sein. Man kann auch im Traum aufwachen und dann dem Traum auch eine gewisse Richtung geben. Das ist ganz interessant. Also wenn man wach genug ist, dann merkt man, aha, ich träume jetzt. Ich bin noch nicht wach, sondern ich träume, und ich kann jetzt das Bildgeschehen verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das können ganz banale Dinge sein. Ich kann mich erinnern, als junger Mensch habe ich das erlebt, oft erlebt eigentlich. Und dann habe ich mir gedacht, aha, jetzt habe ich da einen Kaffee im Traum vor mir, jetzt will ich wissen, wie der schmeckt. Und das kommt dann auch. Man kriegt ein gewisses Geschmackserlebnis. Oder was vielleicht auch viele Menschen erleben, bevor sie wirklich aufwachen, wo sie noch im Aufwachtraum sind, der Moment, wo man gar nicht weiß, bin ich jetzt schon munter oder bin ich noch im Traum. Ich sehe das Zimmer, in dem ich schlafe. Und dann komme ich drauf, aber eigentlich sehe ich das Zimmer noch gar nicht, weil die Augen habe ich noch gar nicht offen. Sondern ich sehe es sozusagen mit meinem Traumesblick. Und dann ist ein Übergang und dann kommt das Aufwachen. Unter Umständen geht das sogar in mehreren Stufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in den Aufwachtraum spielt auch immer wieder bereits hinein ganz stark das sinnliche Erleben. Weil im tiefsten Sinn, wenn man im wirklichen, tiefen Traum drinnen ist — vor allem dort, wo es kein Traum ist, den man so wirklich wach erinnern kann, sondern eben gerade die Träume, die man tief in der Nacht erlebt, kann man in der Regel nur sehr schwer erinnern. Aber dort sind wir noch sehr weit weg von den Sinneseindrücken, jedenfalls von den äußeren Sinneseindrücken. Da sind wir aber sehr stark drinnen mit einem Wahrnehmen des Körperlichen, unseres Organismus irgendwo. Also wenn wir wirklich so in einem tiefen Traum drinnen sind, bekommen wir in diesem Traumbewusstsein sehr klar und deutlich eigentlich mit, was ist in unserem Organismus los. Nur, wir können uns meistens dann am Morgen nicht mehr erinnern daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, an diesen Traumbildern sind sehr stark auch beteiligt die Sinnestätigkeiten oder auch die Sinnesorgane, die mehr auf die eigene Körpertätigkeit gerichtet sind. Während im tiefen Traum in der Nacht man zugewendet ist den inneren Tätigkeiten des Organismus. Und da gibt es ja auch genug Sinne, die im Inneren tätig sind. Also Eigenbewegungssinn zum Beispiel, Lebenssinn, der tätig ist. Der Lebenssinn hat was zu tun mit dem allgemeinen Wohlbefinden, wenn man so will. Oder genauer, er gibt uns Aufschluss: Gibt es irgendwo Probleme in unserem Organismus? In der Nacht nehmen unsere Sinnesorgane aber sehr stark wahr, was in unserem Organismus passiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das imaginative Erleben in alten Zeiten 00:38:34 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir jetzt einmal der Reihe nach die Sinne durch. Also der Sehsinn ist in der Regel das, wo es beginnt. Und wo der Übergang ist vom Sehen zum übersinnlichen Sehen. Das heißt im Sinne von einer Imagination sich schaffen aus der Berührung mit einem anderen geistigen Wesen. Die Berührung ist etwas, was wir seelisch erleben. Allerdings zunächst einmal unterbewusst. Was wir aber ins Bewusstsein heben können, indem wir eben diese Berührung mit dem geistigen Wesen, dieses langsame Einswerden, in ein Bild gestalten, es also zur Imagination gestalten. Zu einer freien Imagination, die aber keineswegs willkürlich ist, die also keineswegs ein Fantasiebild ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in der Vergangenheit die Fantasie sehr wohl an der Wirklichkeit orientiert war, aber es hat sich mit der Zeit sehr verändert. Weil wir eben als Menschheit heute sehr stark ins Sinnliche hineingegangen sind und für die andere Seite der Sinnestätigkeit, eben dort, wo wir nicht mit dem wachen Tagesbewusstsein dabei sind, einfach sehr viel an Bewusstsein verloren haben. Man muss ja denken, in ganz alten Zeiten, wenn ich sogar bis in die atlantische Zeit zurückgehe, gibt es im Grunde keinen wirklichen Unterschied zwischen dem imaginativ traumhaften Erleben und dem sinnlichen Erleben. Das ist im Grunde sehr, sehr eng miteinander verbunden. Man sieht die Außenwelt noch lange nicht so, wie wir sie heute sehen, so gegenständlich, sondern man sieht sie in sinnvollen Bildern, die einem einen Eindruck geben von den Wesen, denen man begegnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat man in der atlantischen Zeit noch erlebt, und selbst im Übergang zur Zeit der Kulturepochen, also in die nachatlantische Zeit hinein, konnten das viele Menschen noch. Das heißt, sie konnten zwar viel bewusster, aber doch auf ähnliche Art wie Tiere auch sehr klar feststellen, diese Pflanze ist verträglich für mich, die ist giftig, ohne dass man es austesten musste vorher, sondern einfach in ihrer Wahrnehmung hat sie sich ausgesprochen als heilend, als giftig und so weiter. Also die ganzen alten Heiler haben ihr Handwerk dadurch erlebt, dass sie einfach geträumt haben von den Kräften, die in den Pflanzen drinnen sind, und selber gespürt haben dann, aha, das ist bei dieser Organstörung, bei jener Organstörung. Sie hätten es so nicht bezeichnet, weil sie haben nicht mit einer äußeren Anatomie gesprochen, aber sie wussten jedenfalls für bestimmte Probleme in der Körpertätigkeit, aha, diese Pflanze bringt mir ein imaginatives Bild entgegen, das in Wahrheit ja der Mensch sich selber schafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Menschen hatten damals in der atlantischen Zeit ein Wahrnehmen, das Halbimagination war oder Dreiviertelimagination, und ein Viertel vielleicht das schon etwas vom Sinnlichen, vom bewussten Sinnlichen so langsam durchkommt. Aber starkes Übergewicht hat das übersinnliche Wahrnehmen, das eben einen visionsartigen Charakter hatte, trotzdem imaginativ natürlich war, aber die Menschen nicht mit wirklich wachem Bewusstsein dabei waren, sondern die Bilder haben sie überkommen. Dieses Bilderbewusstsein ist ein Rest von dem Bewusstsein, das die Menschheit überhaupt ganz stark hatte auf dem sogenannten alten Mond, also der Vorgängerstufe unserer Erde, wo wir noch nicht zum Ich-Bewusstsein erwacht waren. Unser Ich hat es zwar bereits gegeben — darüber haben wir ja auch gesprochen — das menschliche Ich gab es immer und wird es immer geben, es ist also dieses Geheimnis da drinnen, dass das weder erzeugt noch eigentlich geschaffen werden kann, sondern dass es einfach da ist, immer da ist. Nur die Frage ist halt, welches Bewusstsein wir davon erwerben können. Dabei als Kraft ist es da, und wir sind ja jetzt noch nicht sehr weit damit gekommen, unser Ich wirklich zu verstehen, es zu erkennen, es zu unterscheiden von unserem Ego, es in seiner gewaltigen, wahren Größe zu erkennen. Anthroposophie ist eben auch ein Weg, dort wieder eine Stufe weiterzukommen in der Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die lebendige Imagination des Kristalls 00:44:27 ===&lt;br /&gt;
Ja, also die Imagination können wir insbesondere deswegen ausbilden, weil wir eben auch das Äußere sehen — das sind dieselben Kräfte, etwas ins Bild zu gestalten. Diese bildhafte, imaginative Wahrheit, im Übrigen sowohl die sinnliche imaginative Wahrnehmung, also das Sehen, unser äußeres sinnliches Sehen, wie auch die auf die seelisch-geistige Seite gerichtete Imagination, die schafft uns immer ein Panorama, ein Nebeneinander, ein Hintereinander von Eindrücken, sagen wir es einmal vorsichtig so, in Wahrheit eben von geistigen Wesenheiten, die damit verbunden sind, die wir halt jetzt in die äußere sinnliche Wahrnehmung gleiten und es zum Gegenständlichen werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Imagination von einem unbeweglichen Felsen, die kann man eigentlich nur haben, wenn man schon die äußere sinnliche Welt erlebt hat, dieses Abgestorbene, weil die wirkliche Imagination ist immer bewegt. Da gibt es keine Felsen, nichts, was einfach tot ist, mineralisch unbeweglich geworden ist. Auch wenn ich übergehe, zum Beispiel Kristalle mir anzuschauen, äußere Kristalle, Mineralien, dann erscheinen sie uns ja als doch relativ unveränderliche Dinge, als Gegenstände eben. In der wirklichen Imagination gehen sie in die Bewegung über. Das heißt, jeder Kristall, wenn ich ihn imaginativ erlebe, kommt sozusagen in Bewegung. Er nimmt schon etwas mit von der Geometrie, von der Form des äußeren Kristalls, die nicht zufällig ist. Nur ist da sozusagen dieser lebendige Prozess, aus dem der Kristall gewachsen ist, aus dem er entstanden ist, und wo sehr wohl natürlich seelisch-geistige Kräfte mitwirken an der Gestaltung, keineswegs nur physikalisch-chemische Vorgänge, sondern da sind ein Haufen Elementarwesen beteiligt dran, unter der Leitung höherer Wesenheiten, sehr hoher Wesenheiten sogar. Also zumindest einmal Geister der Form, die tätig sind dabei, also Elohim. Und ja, auch dann kann man natürlich die widerstrebenden Kräfte, ahrimanische Kräfte zum Beispiel, die auch auf dieser Stufe stehen können — ahrimanische Wesenheiten gibt es auch in verschiedenen Hierarchiestufen in Wahrheit. Angefangen hat es mit einfacheren Wesenheiten, aber im Prinzip kann das Ahrimanische bis zu den höchsten Hierarchien hinauf sich ziehen fast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir imaginativ wahrnehmen einen Kristall zum Beispiel, dann kommt er in Bewegung, dann wird er lebendig in dem Bild. Es hat etwas von den geometrischen Kräften, die damit beteiligt sind, nur sie sind beweglich geworden. Also wie wenn ein Kristall langsam beweglich würde, seine Form verändert, aber in ganz charakteristischer Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die Dinge im Übrigen auch, mit denen sich die Alchemisten beschäftigt haben. Also vieles, was sie beschreiben — natürlich, sie haben auch äußerlich hantiert mit den Stoffen, aber es ging ihnen vor allem auch um dieses imaginative Erleben, wie verändert sich dieser Stoff. Und zwar nicht nur, indem ich ihn äußeren Prozessen unterwerfe, sondern indem ich einen Prozess anstoße, was ändert sich da im imaginativen Bereich. Und das war das Eigentliche, auf das sie hingezielt haben, weil da drinnen liegen dann zum Beispiel Heilkräfte. Also dass ein bestimmter Stoff als Heilkraft wirken kann, dazu muss er ja eigentlich seine feste Form in jedem Fall verlieren, er muss sich auflösen im Grunde, und trotzdem aber etwas von den gestaltenden Kräften in sich bewahren, mitnehmen. Das ist nämlich das, was dann heilend wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zukunft der Medizin: seelisch-geistige Heilung 00:49:58 ===&lt;br /&gt;
Also zum Beispiel, wenn ein Organ irgendwie aus der Form gerät, also zum Beispiel zu wuchern beginnt, also ein Ort krebsartiger Prozesse entsteht — das hat man früher ganz anders behandelt, konnte es bis zu einem gewissen Grad auch behandeln, indem man eben meditativ sich versenkt hat in diese Kräfte, die da jetzt wirksam sind, und wie kann ich stärken die gesunde Formbildung, die da jetzt im Organismus irgendwie in die Abirrung gekommen ist. Dann konnte man unter Umständen wirklich auf rein seelisch-geistigem Weg eine Heilung beginnen. Das ist im Grunde die wirksamste, wenn man es kann. Das ist das Problem, dass das heute die wenigsten können. Es gibt auch heute noch Heiler, die das können, aber es gibt halt mehr Scharlatane, die behaupten es zu können und das in Wahrheit nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird in der Zukunft wieder kommen, also noch während wir wirklich im physischen Leib auf Erden leben. Die Medizin wird noch ganz andere Entwicklungen machen, und es wird wahrscheinlich auch eine Trennung geben, eine Scheidung. Dass ein Heilerwesen in einer Steigerung dessen, was in der Vergangenheit einmal war, nämlich in dem Sinne, dass es ganz bewusst eingesetzt wird, dass ein Mensch eben einfach diese heilenden, diese formbildenden Kräfte ganz bewusst beherrschen kann, Anregungen geben kann dafür. Also beherrschen im Sinne von Anstöße dazu geben. Das wird kommen. Das wird, wenn alles gut läuft, insbesondere eine Blüte erfahren in der nächsten Kulturepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen werden zu einer immer mehr ahrimanisierten Medizin greifen, die durchaus auch ihre Wirkungen haben wird, aber halt als Preis dafür die Autobahn ist, sich in die Welt der Widersacherkräfte irgendwann einzufügen. Also das ist das, was auf uns zukommt. Eine starke Scheidung der Geister, natürlich auch, die dann insbesondere in der letzten Kulturepoche und am Ende der letzten Kulturepoche, also dieser sogenannten amerikanischen Kulturepoche, ganz extrem werden wird. Ein Teil der Menschheit wird ganz zu diesem seelisch-geistigen Heilverfahren übergehen. Und ein anderer, wahrscheinlich sogar zu befürchten, dass es ein größerer Teil ist, wird ganz setzen auf eine Medizin, die nur mit eigentlich toten Kräften arbeitet. Die also eine perfekte Reparatur des Menschen anbieten will zumindest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es wird nicht funktionieren, jedenfalls nicht im gesunden Sinn, das, was die Transhumanisten träumen, dass man den Tod überwindet dadurch, dass das Bewusstsein irgendwie gespeichert wird in irgendeinem elektronischen Speicher und dort das alleine Bewusstsein weiter existiert. Ich meine, es wird so gewisse Gefangenschaften geben, aber das ist halt dann die Gefangenschaft in der letztlich soratischen Welt, in der achten Sphäre. Das ist der perfekte Weg dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die achte Sphäre und die Zahl 666 00:55:40 ===&lt;br /&gt;
Aber das ist natürlich ein Ziel, das die Widersacherkräfte — namentlich die ahrimanischen Widersacherkräfte und die asurischen Kräfte und ganz besonders die soratischen Kräfte, die sind in gewisser Weise die gefährlichsten, mit denen können wir es auch nicht erreichen, sie zu erlösen. Dazu sind sie also zu fremd uns. Die wollen eben eine ganz andere Entwicklung. Und diese Entwicklung ist letztlich diese in ihrem Sinne perfekte, mechanisierte Welt, wie ein Uhrwerk läuft, mechanisiert jetzt im sehr erweiterten Sinne. Man darf nicht jetzt denken an unsere heutigen Maschinen, aber es wird ein maschinenartiger Ablauf sein, der in höchster Präzision läuft, aber null Freiheit gibt. Also die absolut technisch perfekte Welt, wenn man so will. Nur keine Freiheit. Kein wirklich Schöpferisches mehr. Sondern das Ganze steht dann unter der Leitung dieser soratischen Kräfte. Also das ist dann diese achte Sphäre, und die scheidet aus der Entwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei wir ja schon oft davon gesprochen haben, weil es ja auch die Apokalypse, die unser Hauptthema ist, so deutlich ausspricht, mit der Zahl 666. Also dreimal die 6, was letztlich in größter Konsequenz hindeutet eben auf die sechste kosmische Entwicklungsstufe. Das ist also der neue Venus-Zustand. Das ist die sechste Stufe. Dann gibt es noch eine siebente, den Vulkanzustand. Aber auf der sechsten Stufe, also auf der neuen Venus, wird es sich im sechsten Entwicklungszustand dieser neuen Venus und dort noch einmal im sechsten Unterzustand endgültig entscheiden, wer noch den soratischen Kräften bzw. der achten Sphäre entkommen kann und wer nicht. Wer dem nicht entkommen kann, wird den Traum oder Albtraum der Transhumanisten erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Transhumanismus ist genau in seiner letzten Konsequenz — obwohl zumindest die meisten, die daran beteiligt sind oder das propagieren, selber die Konsequenzen nicht ganz durchschauen können. Ich meine, es sind viele, die das sehr naiverweise tun, die im Grunde Mitläufer sind von den schwarzmagisch Eingeweihten, die im Hintergrund stehen. Da ist nämlich ein stark schwarzmagischer Hintergrund da, wo ganz bewusst das vorbereitet werden soll. Also dass zumindest ein Teil der Menschheit abgezogen werden kann, und ideale Mithelfer, aber völlig unfreie Mithelfer sind dann Werkzeuge der soratischen Wesenheiten. Das ist das Eigentliche, was dahinter steckt. Es gibt sehr wohl schwarzmagische Zirkel, die ganz bewusst diese Entwicklung lanciert haben, die sich auch der richtigen Leute gesucht haben, denen sie diese Ideen suggeriert haben in gewisser Weise. Diese Dinge passieren nicht zufällig. Da steckt ein sehr starker Plan dahinter, hinter dem letztlich die soratischen Kräfte selber stehen, die aber entsprechende Menschen dann mithilfe der anderen Widersacherkräfte, also namentlich der asurischen und ahrimanischen Kräfte, ganz bewusst auf diesen Weg hinführen. Und ihm den als Verheißung geradezu zeigen, als das perfekte Paradies, auf das wir zusteuern. Das aber dann ein soratisches Paradies ist, also in unserem Sinne absolut nichts von dem, was wir uns wünschen könnten, weil die Freiheit nicht gegeben ist dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man muss sich vorstellen, wie schlimm das dann aber letztlich sein muss für ein Wesen, das eigentlich ein freies Ich hat, bekommen hat, es aber nicht nützen kann. Das werden diese Menschen erleben. Sie werden erleben, was sie hätten haben können, was in ihrem Ich als Potenzial drinnen ist, was aber in dieser soratischen Welt, in dieser achten Sphäre, vollkommen blockiert ist. Wo es auch keine Möglichkeit mehr gibt, herauszukommen. Weil natürlich auch für diese Menschen, selbst wenn sie hinübergehen in die soratische Sphäre, ihr Ich ist unzerstörbar. Aber die ganze Entwicklung ist dann so geführt, dass dieses Ich wie eingekerkert ist im Grunde. Das ist das Dramatische. Nur sie haben dann keine Möglichkeit mehr umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Freiheit muss ergriffen werden 01:02:27 ===&lt;br /&gt;
Denn die Freiheit, die uns mit unserem Ich ermöglicht wird, die muss von uns ergriffen werden. Und ergreifen können wir sie nur in der regulären Entwicklungsbahn. Also wenn wir wirklich den Weg gehen jetzt von der Erdentwicklung dann weiter auf den neuen Jupiter, also sprich das neue Jerusalem, eine ganz wichtige Stufe, wenn wir die ganz bewusst anstreben, von dort eben weitergehen zur neuen Venus, ganz bewusst das wollen, und dann auf den Vulkanzustand, um uns reif zu machen für eine dann höhere Aufgabe. Aber das ist etwas, was von den Menschen in Freiheit gewollt werden muss, wenn es passieren soll. Es ist kein Muss, wo uns irgendwer von oben etwas auferlegt, aber es wird einfach nicht dieser Weg der Freiheit weitergehen, wenn wir ihn nicht wollen. Wir müssen ihn wollen, wenn es passieren soll. Wir können es auch verweigern. Aber dann kommen wir in den Bereich eben gerade dieser soratischen Kräfte letztlich hinein. In diese perfekte, aber völlig tote Welt hinein, wo also wirklich der Tod im Grunde das Lebensprinzip wird, paradoxerweise jetzt gesprochen, wo es in Wahrheit kein Leben mehr gibt in unserem Sinne, wie wir es kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Leben? Leben hat etwas zu tun mit den Schöpferkräften, wo wir aus dem Nichts etwas schaffen. Das machen wir ununterbrochen in unserem Organismus. Da steckt auch ununterbrochen unser Ich dahinter. Weil jeder Mensch hat sein eigenes Leben. Nämlich die Qualität der Lebenskräfte ist ganz individuell bei jedem Menschen. Und in jeder Inkarnation verschärft sich diese, bildet sie sich halt noch konkreter heraus, diese ganz individuelle Lebenskraft. Und die den ganzen Organismus formt, auf den Entwicklungsstufen, die uns auch dann bevorstehen in der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auferstehungsleib: ein lebendiger Kristall 01:05:09 ===&lt;br /&gt;
Also schon im neuen Jerusalem, sprich neuen Jupiter, wird unser Leben ein ganz anderes sein als jetzt auf Erden. Wir werden auch nicht in einem solchen physischen Leib herumlaufen, wie wir jetzt herumlaufen. Wir werden sehr wohl, aber eine sehr ausgeprägte geistige Formgestalt haben. Also der Weg über unseren Auferstehungsleib — könnte man ja jetzt fragen, wozu ist es dann eigentlich gut, dass wir diesen Auferstehungsleib haben, wenn wir eh nicht mehr später in einem physischen Leib herumlaufen. Es wird ein anderer Leib sein, aber er wird eine ganz individuelle, sehr lebendige, bewegte Gestalt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir werden, wenn wir im neuen Jerusalem, auf dem neuen Jupiter leben, wird unser dichtester Leib im Grunde ein Ätherleib sein, aber ein Ätherleib, der mit ganz bestimmten Formkräften verbunden ist. Eine Formgestalt, mit der er verbunden ist. Das heißt, es wird in gewisser Weise eine Ähnlichkeit haben mit dem, was auch der Auferstehungsleib des Christus war, aber trotzdem dann angepasst einer ganz anderen Welt, die eben dieses neue Jerusalem bzw. der neue Jupiter sein wird. Also es wird eine sehr bewegliche Gestalt sein, die dem imaginativen Blick sich dann eröffnen kann. Diese Imaginationsfähigkeit werden wir dann sehr stark ausgeprägt haben. Die wir jetzt langsam wieder lernen. Wir hatten es einmal auf unbewusste Art in der Vergangenheit. Wir lernen es jetzt wieder, und es wird eine riesige Bedeutung bekommen eben auf der nächsten Entwicklungsstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas, was vorausgenommen ist durch den Christus zum Beispiel, also durch die Wiedererscheinung des Christus im Ätherischen, die im 20. Jahrhundert begonnen hat. Und wo tatsächlich gerade in den Zeiten der ärgsten kriegerischen Auseinandersetzungen, wo der Zweite Weltkrieg tobte, doch etliche Menschen diese Begegnung mit dem ätherischen Christus hatten. Und das ist ja nichts anderes als ein natürlich sehr starkes, aber doch Vorbild dessen, was wir Menschen auch erreichen werden. Wir werden eine solche Auferstehungsgestalt haben, aber die ist kein physischer Leib. Das ist ein Ätherleib, der aber so durchformt ist wie ein physischer Leib — und durchformt heißt zwar viel beweglicher als unser physischer Leib, den wir haben, aber ganz individualisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ich öfter schon, vielleicht erinnert ihr euch daran, erwähnt habe, unser Auferstehungsleib, ja wie wird denn der ausschauen? Ich habe öfters erwähnt, ich kann nur ein Bild dafür geben, es ist etwas wie ein lebendiger Kristall. Also eine klare Form, die aber lebendig beweglich ist, das meine ich damit. Nichts Verhärtetes, nichts was erstarrt ist im Physischen, sondern was die Lebendigkeit, die ständige Lebendigkeit und Beweglichkeit des Ätherischen hat. Weil das Ätherische ist ununterbrochen in Veränderung. Da kommt immer auch eine schöpferische Tätigkeit hinein. Das ist die Schöpferkraft des Lebens, auch hier auf Erden. Nur das Ergebnis davon ist halt lange nicht so beweglich wie das, was als Kraft dahinter steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das neue Jerusalem und die lebendigen Mineralien 01:10:47 ===&lt;br /&gt;
Heute, das ganze Leben auf Erden, aber auch das Leben der Tiere und der Pflanzen, muss sich heute in eine physische Gestalt hineinzwängen und einengen lassen dadurch. Das ist ein wichtiger Prozess auch für unsere Bewusstwerdung und für die Bewusstwerdung auch der Tiergruppenseelen, der Pflanzengruppenseelen. Ja, auch der Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir dann einmal darauf genauer eingehen — gehört ja auch zu unserem Apokalypse-Thema das neue Jerusalem, da wird ja so viel von Mineralien, von Kristallen gesprochen. Von Mineralien, die also geradezu die Eckpfeiler dieses neuen Jerusalem bilden. Und was sogar jetzt mit irdischen Mineralien verglichen wird, aber das ist nur in Vergleichen Wahrheit. Man darf sich jetzt nicht denken, wenn da vom Topas die Rede ist und allen möglichen anderen, vom Karfunkel und was weiß ich was alles, dann darf man sich das nicht so vorstellen wie die Mineralien, die wir heute als tote, mehr oder minder tote Steine in der Natur finden, obwohl sie aus einem Lebensprozess entstanden sind, aber jetzt erstarrt und abgestorben sind. Nein, das, was dann wirklich kommen wird, wird gerade die Überwindung dieser Erstarrung sein, es wird die Auferstehung sein. Die Auferstehung eben auch dieser Kristalle in einem lebendig beweglichen Kristall, wenn man es so will. Also was heute ein Widerspruch in sich selbst wäre, ist dann in der Zukunft das Eigentliche. Es lebt etwas, was eine ganz definitive, individuelle, aber bewegliche Gestalt bildet — beweglich im Sinne von veränderlich, die sich verändert, aber ganz individuell zugleich auch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein großes Thema, da gibt es endlos viel noch dazu zu sagen. Und zu erkennen und zu erforschen auch, wie das kommt. Rudolf Steiner hat viel dazu gegeben, aber noch viel mehr gibt es zu sagen dazu in Wahrheit, weil das ist ein fast unerschöpfliches Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebenskraft, Liebeskraft, das schöpferische Wort 01:13:14 ===&lt;br /&gt;
Weil wir müssen auch denken, diese Lebenskraft, von der wir da sprechen, das ist auch die Liebeskraft. Wirkliche Liebeskraft ist lebensspendende Kraft, ist zugleich die gestaltende Kraft des Wortes. Also diese Kraft, die der Christus in die Welt gebracht hat, um die Welt zu gestalten. Er ist das schöpferische Wort. Wir haben ja davon gesprochen, dass eigentlich die Vatergottheit sich längst zurückgezogen hat, das Ganze von unten her trägt, aber überhaupt selbst nicht schöpferisch tätig ist. Also eben das, was einzelne Theologen auch erkannt haben, also wie der Johannes Scotus Eriugena, der das ganz deutlich ausspricht. Die Vatergottheit ist die nicht geschaffene, nicht schaffende göttliche Kraft. Das ist die höchste göttliche Kraft. Und der eigentliche Werktätige, der also schaffend ist, ist der Christus, ist das Wort. Also das Wort jetzt natürlich nicht nur in unserem heutigen äußeren Sinne, sondern ist wirklich die gestaltende Kraft in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wir aber diese Natur beschreiben können durch unser Wort, indem wir eigentlich im Wort, auch das wir als Menschenwort sprechen, nachbilden können im Kleinen das. Das ist ja zum Beispiel das, was wir auch versuchen in der Sprachgestaltung. Da muss das Wort nicht nur bloß scheinbar beliebige Bezeichnung sein, ja in jeder Sprache halt anders. Nein, sondern da steckt ein ganzes Gestaltungsbild dahinter. Da spricht sich aus, das was ich bezeichne damit in Wahrheit. Also das ist eigentlich ein Verfallsprozess, dass wir heute ein Wort aussprechen für ein Ding, das da draußen in der Welt steht. Eigentlich sollte unser Wort — und genauso wird es dann sein im neuen Jerusalem, beziehungsweise auf dem neuen Jupiter — dass wir mitgestaltend sind an dieser Welt durch unser Wort. Natürlich ist dieses Wort wieder ganz anders als jetzt, wo wir einen physischen Leib haben. Da wird das Wort darin bestehen, dass wir im Ätherischen formen, ganz bewusst formen und damit das Leben formen, mitformen auf diesem neuen Jupiter. Natürlich wird der Christus dort auch tätig sein. Und wir werden Mittätige mit ihm sein. Und er wird durch uns tätig sein. Das sind die entscheidenden Dinge für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schöpfertätigkeit Hand in Hand mit dem Christus 01:16:35 ===&lt;br /&gt;
Als Vorbereitung dazu ist es für uns jetzt eben gerade dadurch so wichtig, dass wir an der sinnlichen Wahrnehmung, die wir in dieser Form, so wie wir sie jetzt haben, eben nur wirklich während dieser Erdentwicklung haben — wir wissen also, die Keime der Sinnesorgane wurden schon gelegt auf der Wärmewelt, auf dem alten Saturn in Wahrheit hat es begonnen, und das ist immer weitergegangen und findet seinen Höhepunkt jetzt während der Erdentwicklung. Und für die Zukunft müssen wir das, was wir jetzt eben besonders auch an der sinnlichen Wahrnehmung gelernt haben, weiterverwenden, um dann ganz mit tätig sein zu können, die lebendigen Formen dieses neuen Jerusalem beziehungsweise des neuen Jupiter mitzugestalten. Mit dem Christus gemeinsam. Und diese Welt wird umso reicher sein, umso mehr wir uns auch mitbeteiligen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir dürfen auch nicht erwarten, dass es jetzt eine Welt ist, in die wir uns fertig hineinsetzen können, wir sind geschaffen worden, sind halt dann so wie wir sind, und die Welt, in die wir hineingeboren werden, ist auch so wie sie ist. Nein, sondern wir werden sehr entscheidend schon mit tätig sein, und wir sind eigentlich jetzt schon auf dem Wege, weil wir es jetzt vorbereiten. Wenn wir jetzt nicht vorbereitend tätig sind, werden wir es dann am neuen Jupiter oder im neuen Jerusalem auch nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese nächste Stufe, auf die wir hingehen, auf was auch eben die Apokalypse hinzielt, als das nächste Ziel der Menschheitsentwicklung ist da, dass sich wirklich menschliche Schöpfertätigkeit mit göttlicher Schöpfertätigkeit, oder konkreter gesprochen Schöpfertätigkeit des Christus, miteinander verbindet. Dass wir sozusagen Hand in Hand arbeiten dann in Zukunft. Und zwar im Bereich der Lebens- und Liebeskräfte vor allem. Also es geht dann nicht mehr darum, etwas Festes, feste Formen zu schaffen, sondern lebendig bewegliche Formen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dazu müssen wir eigentlich alles das, was jetzt auch mit unseren Sinnesfähigkeiten zusammenhängt, auf eine höhere Stufe heben. Die Sinne, so wie wir sie jetzt haben, sind eben auf die physische Welt gerichtet. Eine solche physisch-sinnliche Welt, wie wir sie jetzt haben, wird der neue Jupiter oder das neue Jerusalem einfach nicht sein. Sondern es wird eine Welt sein, in der zwar sehr viele Formkräfte wirken, Auferstehungskräfte, aber die im Wesentlichen eine ätherische Welt ist. Keine physisch-stoffliche Welt. Wo das Leben selbst sich gestaltet in ganz beweglichen Formen, aber auch ganz individuellen Formen. Wo jeder Mensch seine individuelle Form haben wird. Und wo auch die Wesen, die sich dort befinden werden. Weil es wird auch das weitergehen, was die Gruppenseelen geschaffen haben. Es wird etwas weitergehen von der Tierwelt, von der Pflanzenwelt, ja auch etwas von der mineralischen Welt. Aber nicht so, dass es in die physische Erstarrung geht, sondern in die lebendige Beweglichkeit, die alles eigentlich lebensspendende Kraft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und später wird es dann noch auf eine höhere Stufe gehoben werden, indem es in den seelischen Bereich übergeht und dann im ganz geistigen Bereich sich befindet, und von dort aus dann von dieser geistigen Sphäre aus überhaupt ein ganz neuer Kosmos geschaffen wird. An dem wir mitarbeiten werden. Ganz intensiv. Können wir uns jetzt noch keine Vorstellung entwickeln, hat auch gar keinen Sinn, weil die Entwicklung ist offen. Wir werden dann genug zu tun haben, dass wir überhaupt dieses Ziel irgendwo erreichen und eben nicht abirren in diese rechte Widersacher-Sphäre. Das muss man schon auch klar sagen, die Gefahr ist sehr groß. Das ist der Preis für unsere Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir brauchen also für unsere Entwicklung, damit wir auch diese Fähigkeit entwickeln, lebensschaffend, seelenschaffend wirken zu können — wir werden Astralkräfte, Seelenkräfte im Wesentlichen erzeugen. Also wir sind jetzt so weit, dass wir auf der nächsten Stufe wirklich lebensschaffend wirken können. Seelenschaffend werden wir lernen während der nächsten Entwicklung eben auf dem neuen Jupiter. Dort werden wir in höchster Form dann den Geistselbst entwickeln. Wir machen jetzt während der Erdentwicklung schon große Vorstufen dazu durch. Wir müssen das also gut vorbereiten. Die höchste Stufe werden wir dann eben auf dem Vulkanzustand erreichen. Die Menschen, die nicht abgeirrt sind und nicht endgültig mitgehen mit den soratischen Wesenheiten, die werden dann ganz intensive Mitarbeiter werden. Werden die Lebenskräfte gestalten können, werden Seelenkräfte gestalten können, und wir werden dann mittätig werden, einen ganz neuen Kosmos zu bauen. Ganz im Großen. Mittätig auf der Stufe der Geister der Form. Wie das alles sich dann abspielen wird, darüber können wir jetzt noch gar nicht sagen, weil es hängt also auch ganz besonders von den freien Entscheidungen der Menschen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulturepoche der Brüderlichkeit 01:24:39 ===&lt;br /&gt;
Von jetzt an spätestens. Viele Menschen haben schon vorher begonnen, wirklich aus der Freiheit tätig zu werden, einzelne. Viele sind es in Wahrheit noch nicht, auch wenn sie sich für freie Menschen halten, aber sie sind es nicht. Sie sind Gefangene ihres Egos und der Widersacher, die dranhängen und es impulsieren in bestimmte Richtungen. Mit dem allen werden wir fertig werden müssen in der Zukunft. Und zwar in der nächsten Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Bedeutung hat jetzt unsere Kulturepoche als Vorbereitung der nächsten Kulturepoche, die dann wirklich die Kulturepoche der eigentlichen Menschwerdung ist, möchte ich fast sagen. Die Kulturepoche der Brüderlichkeit, wenn man so will, wo wirklich jeder Mensch ganz bewusst aus seinem Ich heraus arbeitet, oder genauer gesagt, so viele wie möglich. Weil die Widersacher werden alles tun, um uns von dem Weg abzubringen. Aber in der nächsten Kulturepoche soll doch das Leitmotiv sein die Liebe von Mensch zu Mensch — in dem Sinne, nicht dass wir uns dauernd umarmen müssen, um das geht es überhaupt nicht, sondern wo einfach jeder Mensch von seinen individuell errungenen Fähigkeiten etwas verschenkt, in Liebe verschenkt. Und in Liebe verschenkt heißt, dass es ganz konkret Lebenskraft ist. Die man anderen Menschen, aber auch der Natur, den Tieren, den Pflanzen, den Elementarwesen schenkt. Einfach schenkt. Ohne für sich etwas davon zu erwarten. Sondern es frei verschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das eben eigentlich auch das Natürliche ist. Das, was der Mensch aus sich heraus und in seiner individuellen Eigenart eben nur er schenken kann, schaffen kann und schenken kann. Man kann sich diese Schöpferkraft halt auf kein Bankkonto legen oder sie irgendwo ansammeln. Das ist es nicht. Es geht um diese Kraft, die verschenkt wird. Es geht nicht um Dinge, die verschenkt werden. Das ist erst die sekundäre Seite. Aber es wird auch dazu gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird in der nächsten Kulturepoche sehr wohl auch Warenverkehr geben. Es wird Wirtschaft geben, die wird geradezu eine Blüte haben. Aber es wird auch Geld fließen dabei. Sehr wohl. Und eine ganze Menge Geld, noch viel mehr als jetzt fließt. Aber es wird mit dem Antrieb erfolgen, den anderen Menschen das zu geben, was sie brauchen und was ich als Einzelner aus meinen Kräften, die ich mir errungen habe, geben kann. Und wo ich mir geradezu die Menschen suche, die das, was ich geben kann, brauchen können. Und dabei wird Geld fließen, weil wir natürlich angewiesen sein werden auf äußere Waren auch, die wir brauchen. Es wird deswegen nicht sein, dass wir zurückgehen in die alte Höhlenzeit und sagen, wir brauchen eh nichts. Nein, es wird eine hochtechnisierte, eine hoch ökonomisierte Welt werden, diese fünfte Kulturepoche. Aber sie wird zumindest zum Teil, wenn das gut funktioniert, eben eine sein, wo, man soll es nicht glauben, die Arbeit aus Liebe für die anderen Menschen getan wird. Und das ist das eigentliche Grundmotiv. Wie gesagt, deswegen wird trotzdem auch Geld fließen, das wird aber nichts Schlechtes sein, sondern durchaus etwas Gutes, ein Anzeiger im Grunde für die Schöpferkraft, die fließt von Mensch zu Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man sich heute noch gar nicht vorstellen. Ja, wahrscheinlich so in der ganz idealsten Form wird es halt auch nicht passieren, weil es wird natürlich auch Auseinandersetzungen geben, und es wird viele Menschen geben, die halt noch von den Widersachern zurückgehalten werden im Grunde. Sagen wir mal, in den Schattenseiten der griechisch-lateinischen Kulturepoche, weil da ist das Ego sehr stark herausgekommen. Da wurde es geradezu gepflegt, also insbesondere dann im Römertum. Und das sage ich jetzt gar nicht, um das Römertum abzuwerten, es war eine wichtige Aufgabe, weil das Ego brauchen wir auch. Nur, es sollte nicht die Position von unserem Ich übernehmen und sich an die Stelle unseres Ichs setzen, sondern es sollte eben unterstützen, dienen auch dem Ich. Also das Ego ist nicht das, was frei ist, es ist das, was eigentlich darauf angewiesen ist, dass es höhere Impulse bekommt, die es leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit an sich selbst 01:29:52 ===&lt;br /&gt;
Und das ist ja jetzt schon auch während unserer Zeit das Wichtige, dass wir an dem arbeiten. Arbeiten an uns selbst, ganz bewusst. Es ist halt das Um und Auf. Also es geht eigentlich nicht mehr an, dass wir sagen, ja, ich bin wie ich bin, so müsst ihr mich nehmen. Sondern es geht darum, dass wir doch, natürlich nicht nur, aber in großem Maßstab auch immer schauen auf unsere eigene Entwicklung. Dass wir uns immer mehr selbst in der Hand haben. Dass wir Herr über uns selbst sind oder Frau über uns selbst sind oder wie immer wir es nennen wollen. Dass wir nicht deswegen etwas sind, weil irgendwer gesagt hat, so müsst ihr sein, sondern wo wir es aus der Freiheit selber erschaffen. Und wirklich immer mehr der werden, der wir eigentlich sind. Von unserem Potenzial her. Weil kein Ich gleicht dem anderen. Und kein Ich ist austauschbar. Es ist etwas Einzigartiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist etwas, wie alles Geistige, das davon lebt, sich zu verschenken. Das heißt nicht, dass ich jetzt im Äußeren alles, was ich am Leibe trage und besitze, ununterbrochen verschenken muss. Wir brauchen auch gewisse Dinge, solange wir im physischen Leib auf Erden leben. Wir brauchen Kleidung, wir brauchen Behausung, wir brauchen Nahrung. Sonst können wir gar nicht existieren und uns auch nicht entwickeln auf der Erde. Also alle diese Dinge müssen fließen, und das wird in der nächsten Kulturepoche sein, und wenn es gut läuft, wird es die Blüte des wirtschaftlichen Lebens auch sein. Gerade diese Kulturepoche der sogenannten Brüderlichkeit. Wo die Menschen wirklich füreinander arbeiten, für die Natur, für die Erde arbeiten, und das dem Leben ihren Sinn gibt. Und wo eigentlich so als Nebeneffekt natürlich jeder dann auch möglichst das hat, was er braucht, um seine Kräfte voll und ganz zu entwickeln. Ist schon klar, das ist jetzt das Idealbild, das wird nicht hundertprozentig erreicht werden, aber wir sollten halt darauf hinzielen, dass wir es zumindest zu einem größeren Teil erreichen. Also, weiß ich nicht, 50, 60 Prozent wären schon toll. Aber selbst wenn es nur 10 Prozent sind, ist es immerhin schon etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, unser Leben wird sich stark verändern, so wie es in der Vergangenheit auch war, nur es wird jetzt immer schneller gehen und die Veränderungen werden viel gravierender noch sein. Weil natürlich schon sehr viel mehr Menschenkraft hineinfließt, und zwar bewusster, immer bewusster hineinfließt. Das wird das Wichtige sein. Und genau das ist der Grund, warum wir uns jetzt beschäftigen vor allem mit dem: Wie schaffe ich den Übergang vom sinnlichen Leben, vom sinnlichen Wahrnehmen zum übersinnlichen, seelisch-geistigen Leben? Wie kann ich mich in beiden Welten ganz bewusst bewegen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns in der Vergangenheit aber noch ganz unfrei und halbbewusst nur ganz im Seelisch-Geistigen bewegt und von der Außenwelt noch nichts bewusst mitbekommen, sondern wie Traumwandler durch die Welt gegangen, konnten schon alles Mögliche zwar tun, aber haben ganz etwas anderes erlebt dabei als wir heute. Weil wir eben die Sinneswelt zwar schon gebrauchen konnten, aber nicht wie wir heute wahrnehmen konnten, sondern eigentlich sie von der seelisch-geistigen Seite gesehen haben. Das wird auf neue und höhere Art in der Zukunft wiederkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erdheilung und der elektrische Apparat 01:34:11 ===&lt;br /&gt;
Das wird uns befähigen dazu, dass wir dann wirklich, vor allem insbesondere dann, wenn wir nicht mehr auf Erden inkarniert sind, ganz entscheidend noch mitarbeiten werden, die Erde weiterzuentwickeln. Sie ist zwar über einen Höhepunkt hinaus, aber es wird sehr entscheidend sein, wie wir mit ihr umgehen, wie wir an ihr arbeiten werden, wenn wir nicht mehr inkarniert sind. Wenn sozusagen äußerlich gesehen die Menschheit scheinbar ausgestorben ist. Aber da werden wir sehr, sehr fleißig tätig sein. Da werden wir unsere wichtigsten Kräfte schulen und entwickeln, eben gerade der Erde dieses Leben zu geben, dass sie noch eine lange Zeit sich entwickeln kann, auch wenn wir nicht mehr inkarniert sind auf Erden. Und alle die Wesen, die auf Erden sind, die Tiere, die Pflanzen, die Elementarwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also so, dass die Erde vielleicht kein äußeres Paradies wird, so wie man es sich halt primitiv vorstellt. Weil die Erde wird natürlich dem nicht entkommen, dass sie eigentlich auf einer Bergab-Entwicklung ist. Aber wir werden so viel als möglich dazu tun können, etwas aufzufangen davon. Die Lebensspanne der Erde dadurch zu erweitern, dass wir wirklich so etwas wie eine Erdheilung machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegenprozess wird halt sein, dass die ahrimanisch-technischen Kräfte überhandnehmen. Das wird eben auch durchaus der Fall sein, was Rudolf Steiner ja deutlich gesagt hat. Die Erde wird ein selbsttätiger elektrischer Apparat werden. Das ist eigentlich ein sehr gutes Bild. Also diese Durchtechnisierung der Welt wird nicht aufzuhalten sein. Die wird überall drinnen sein. Und trotzdem werden wir dafür sorgen müssen, dass auch genügend Lebenskräfte da sind. Dass entsprechend Wälder da sind und so weiter. Auch wenn selbst die durchzogen sind von elektrischen Kräften. Es wird nichts mehr geben, wo das nicht der Fall ist, aber es wird auch das Leben sich überall ausbreiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man sich konkret heute natürlich noch gar nicht vorstellen, da müssen wir noch viel lernen dazu. Aber an dem arbeiten wir ganz energisch mit. Und darum jetzt unsere Aufgabe: Wie geht es mit dem sinnlichen Erleben weiter? Wie schließt das an, ganz nahtlos, ans übersinnliche Erleben? Wie wird es ein Erleben werden, das auf beide Seiten sich auch richten kann? Eben auf die sinnliche Welt, weil wir ja noch Aufgaben haben — also ein immer tieferes Verständnis für die sinnliche Welt, zugleich aber ein immer tieferes, bewussteres Erleben der höheren Welten. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zwölf Sinne: der Kreis 01:37:28 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich möchte euch jetzt einmal einblenden, ich weiß nicht, ob ihr das seht. Seht ihr jetzt eine Zeichnung da auf dem Bild — vielleicht die anwesend sind hier im Livestream, vielleicht werde ich eine Rückmeldung geben, ob ihr seht dieses Bild. Nämlich diesen Kreis mit den zwölf Sinnen. Im Jitsi sieht man es schon. Ja, wunderbar. Dann sollte es im Livestream auch kommen, weil das Bild weitergegeben wird. Und ich werde dann schauen, dass auch die Aufnahme, die François bearbeiten wird für YouTube, dass es eben auch drinnen ist. Es ist auf YouTube sichtbar. Wunderbar, fein. Danke, Elke. Bin ich glücklich, dass das so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja. Also wir sehen hier eine Zeichnung, die also auf den Angaben von Steiner beruht, die aber nicht er selber gezeichnet hat, sondern jemand anderer gezeichnet hat — Assatur Ghenikov war es, der glaube ich diese Zeichnung gemacht hat, also nachempfunden hat dem, was damals als Wandtafelzeichnung von Rudolf Steiner gegeben wurde, die aber leider nicht erhalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Wichtige ist, Rudolf Steiner geht aus von zwölf Sinnen, die es gibt. Also ein Umkreis von zwölf Sinnen, wobei es einen Unterschied gibt zwischen den Tagessinnen, nennen wir es einmal so, die ganz wach eigentlich nach außen gerichtet sind, auf die sinnliche Außenwelt gerichtet sind, und anderen Sinnen, die viel weniger bewusst nach innen gerichtet sind, auf unser körperliches Erleben. Schon auch, wir kriegen was bewusst mit, also es gibt innere Sinne und äußere Sinne. Und zwar spricht der Rudolf Steiner von sieben äußeren Sinnen, die eben dann insbesondere eine Beziehung zu Imagination, Inspiration und Intuition auch haben. Und dann fünf Sinnen, die nach innen gerichtet sind. Insgesamt sind es also zwölf dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sehsinn und die Imagination 01:40:18 ===&lt;br /&gt;
Schauen wir es uns vielleicht einmal an, vielleicht mit dem wichtigsten Sinn beginnend. Er ist da jetzt interessanterweise nicht an höchster Stelle, einfach mittendrin. Rudolf Steiner hat oft solche Zeichnungen gegeben. Diese zwölf Sinne hängen ja natürlich auch mit dem Tierkreis irgendwo zusammen, aber wie es bildhaft gestaltet ist, ist oft sehr unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fangen wir mal mit dem Sehsinn an. Also das ist der Sinn Nummer sechs hier. Der Sehsinn, der, wie wir jetzt eh schon oft besprochen haben, mit der Imaginationsfähigkeit auch zusammenhängt. Also der Sehsinn, dass wir überhaupt unsere Augen auch gebrauchen können, braucht die Fähigkeit, Bilder schaffen zu können. Das ist das ganz Wichtige. Wir können Bilder schaffen für das, was wir mit den Augen aufnehmen, wir können aber auch Bilder schaffen für das, was wir seelisch-geistig aufnehmen. Unter Umständen sogar können Blinde etwas von der durchaus auch sinnlichen Außenwelt miterleben, wo sie aber von der imaginativen Seite herangehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es also teilweise sehr verblüffende Sachen. Ich glaube, ich habe das öfter schon erzählt, dass ich einmal bei einem Vortrag eine Dame hatte — das war ein Vortrag im Brunner Heimathaus bei uns, am Abend, stockdunkel — und sie mich gefragt hat, was denn da zum Vortrag geht, und ich habe gesagt, ja durch die Tür und dann die Treppe hinauf, und sie ist ganz sicher dort hineingegangen, die Treppe hinauf. Der Saal ist dann gleich rechts, ist sie ganz sicher hineingegangen, weil ich bin dann eigentlich gleich nachgegangen, sie ist vorausgegangen, sie hat das ganz sicher gefunden. Und in dem Vortrag selber bin ich interessanterweise auf das Sehen überhaupt und auf das Blindsein eingegangen. Und dann nach dem Vortrag spricht sie mich an und sagt, wissen Sie, dass ich blind bin? Sie haben ja heute direkt für mich gesprochen. Und ich war wirklich baff, ich war konsterniert geradezu, weil ich das nicht bemerkt habe, dass sie blind ist. Sie ist so sicher gegangen, und sie hat natürlich auch kein Wort davon gesagt. Sie sagt, sie hat das erlernt, man kann das erlernen, sich auch als Blinder fast wie ein Sehender zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder können das relativ gut, dass sie dann auch mit verbundenen Augen zum Beispiel sich orientieren können. Und eben auch diese Frau hat das gelernt, und sie ist ohne Stock, ohne Blindenstock, und sie ist selber von der Bahn dort den Weg hingefunden zu dem Heimathaus. Es hat sie niemand mit Taxi hingebracht, sie ist selber vom Zug, der dort hält, in Brunn am Gebirge, bis zu dem Heimathaus gegangen. Als Blinde, ganz sicher, ganz allein, ohne Hilfe. Es geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, das heißt, sie orientiert sich dann, indem sie das, was nämlich in Wahrheit jeder Mensch auch wahrnimmt von der Umwelt, auch wenn er die Augen zu hat — wir nehmen sehr viel mit den anderen Sinnen wahr, also wir nehmen mit allen Sinnen in Wahrheit wahr, und können uns orientieren daran, und können es sogar so weit bringen, dass wir uns ein Bild dieser Welt bilden, auch wenn wir die Augen geschlossen haben. Das heißt, was wir dann wirklich bewusst seelisch erleben, ist so wie ein optisches Bild, wie ein äußeres Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Fähigkeit, die man erlernen kann. Ich habe dann lang mit ihr gesprochen, weil mich das natürlich fasziniert hat. Und ich habe dann später kennengelernt, also es gibt Möglichkeiten, vor allem Kinder sind sehr begabt dafür, auch zu sehen sozusagen, ohne dass sie mit den Augen sehen, sich zu orientieren, ganz sicher zu orientieren im Raum, und das Ganze wirklich aber in ein, wenn man so will, optisches Bild zu übersetzen. Das heißt, in ein bildhaftes, in Wahrheit imaginatives Wahrnehmen, das aber jetzt ersetzt bis zu einem gewissen Grad das sinnliche Sehen mit den Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alle Sinne nehmen alles wahr 01:45:29 ===&lt;br /&gt;
Dabei spielen aber eine wesentliche Rolle alle anderen Sinne, weil im Grunde jeder Sinn alles wahrnimmt, in gewisser Weise. In jedem Sinn so ein Gewahrwerden der ganzen Welt, der uns umgibt, der äußeren sinnlichen Welt. Also es sind immer eigentlich alle Sinne beteiligt. Wir würden auch nicht sehen können, wenn wir nur Augen hätten. Wir würden gar nichts sehen. Wenn wir nur Augen hätten und sonst gar nichts, keinen Tastsinn, keinen Geruchssinn, keinen Gehörssinn, keinen Hautsinn — die Haut ist sehr empfindlich. Lichtwahrnehmung, wir haben eine ganz starke Lichtwahrnehmung mit der Haut, die ganze Haut ist sehr empfindlich für Licht. Man kann damit sehr, sehr viel wahrnehmen, in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn irgendwo ein Hindernis im Raum ist, auch wenn man mit geschlossenen Augen geht, mit einer gewissen Wachsamkeit, aber auch mit einer gewissen Sicherheit, man merkt sofort, halt, da ist eine Wand, da kann ich nicht durch. Also man spürt das. Oder auch andere Menschen, man spürt ja sogar, das werdet ihr wahrscheinlich auch kennen, wenn jemand hinter einem steht, man merkt das ganz deutlich, da ist jemand. Man muss nur aufmerksam sein darauf. Weil wir mit dem ganzen Organismus, mit allem einfach wahrnehmend tätig sind. Also in Wahrheit ist diese Spezialisierung in die zwölf Sinne zwar da, und damit können wir bestimmte Aspekte besonders gut hervorheben, aber in Wahrheit erleben wir immer alles mit allen Sinnen, die wir haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wir eben auch innere Sinne haben, haben wir auch im Grunde das Potenzial dafür wahrzunehmen, wie ist das, was von außen kommt, wie wirkt das auf mein Inneres, auf meinen Organismus. Ich meine jetzt gar nicht primär das seelische Innere, obwohl das natürlich unwendbar damit verbunden ist, aber wie wirkt das auf meinen Organismus? Also wenn ich etwas sehe, belebt mich das? Macht mich das matter? Macht mich das müder? Das sind so feine, sinnliche Wahrnehmungen, die aber dann eben auch bereits mit dem Seelischen, ja auch mit dem Geistigen einen Zusammenhang haben. Wir dürfen nicht so nehmen eine scharfe Trennung, sinnliches Wahrnehmen, übersinnliches Wahrnehmen. Ja, es wandelt sich der Charakter natürlich, aber es hängt miteinander zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können nur mehr unser Bewusstsein jetzt richten auf das Äußere, oder mehr auf das — ich würde es gar nicht sagen Innere, aber auf das, was eigentlich jenseits des Raumes ist. Weil die Imaginationen haben im Grunde nichts mit dem Räumlichen zu tun. Selbst wenn ich imaginiere ein Elementarwesen und es vor mir sehe, also vor meinem geistigen Auge sehe, weil ich mir diese Imagination dieses Wesens erschaffe aus der Berührung, die ich spüre mit diesem Wesen — dann ist dieses Wesen ja eigentlich nicht in Wahrheit im Raum drauf und sitzt da in der Blüte drinnen. Es wirkt in der Blüte. Und die Wirkung dieses Wesens ist in den Kräften zu spüren, zu sehen, die die Pflanze bilden, aber trotzdem kann ich nicht sagen, das sitzt da jetzt drinnen, das Elementarwesen, wie ein äußeres Wesen. Es ist etwas, was äußerlich sinnlich in Wahrheit nicht sichtbar ist. Und trotzdem kann ich es mit denselben Kräften, die in der Sinneswahrnehmung drinnen sind, mit denselben seelischen Kräften, die dahinter stehen, mir zum Bild gestalten. Und dann erlebe ich es sozusagen in der Blüte sitzend oder auf den Blättern oder bei den Wurzeln sitzend, so wie es Kinder oft ganz natürlich erleben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Lernen des Sehens 01:50:21 ===&lt;br /&gt;
Nämlich gerade deswegen auch, weil das Lernen des Sehens, das ist ja nicht so schnell fertig. Das Kind in den ersten drei Lebensjahren muss das alles lernen. Auch wenn es natürlich schon relativ früh sehen kann und dann schon Entfernungen ein bisschen abschätzen kann, etwas wiedererkennen kann, den Papa, die Mama wiedererkennen kann. Aber deswegen ist die Entwicklung des Sehens noch lange nicht am Ende. Sie ist so zumindest auf ein gewisses halbwegs fertiges Niveau gekommen, so mit dem dritten Lebensjahr. Wenn auch die anderen Fähigkeiten erwacht sind, also sprechen können, gehen lernen, tasten können, sich aufrichten, eben dieses Gehen, aufrechte Haltung. Wo dann beginnt auch eine gewisse räumliche Wahrnehmung im Sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist ja lange dann aber noch schwierig beim Kind. Selbst Kinder im Schulalter noch, also so in den ersten Klassen, sie tun sich unheimlich schwer, Entfernungen abzuschätzen. Wenn im Verkehr ein Auto kommt, das abzuschätzen, kann ich da nur über die Straße gehen oder nicht, ist unheimlich schwer. Also das ist ein sehr langwieriger Prozess, das zu lernen. Das bleibt durchaus noch in ein späteres kindliches bis fast jugendliches Alter hinein, wo man da noch eine ganze Menge lernt, aber es wird halt immer schwerer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich habe euch ja auch erzählt, öfter schon, blind geborene Menschen, die man operieren kann — also meistens sind das so staarartige Erkrankungen, wo man also diese Kalkablagerungen, diese Verdunkelungen, die drinnen sind, operativ beheben kann, schon seit einer relativ langen Zeit kann man das heilen. Aber ob der Mensch dann mit dem Sehen etwas anfangen kann oder nicht, wenn er es als Kind nicht gelernt hat, also das heißt, wenn nicht in früherer Kindheit diese Operation passierte, dann hat er dieses Sehen nie gelernt. Und dann tut er sich schwer, sehr schwer, bis zur Unmöglichkeit hin, die sinnliche Welt zu sehen. Er wird aber auch keine Imaginationen in unserem Sinn erleben, so wie ein Sehen, das er erleben kann. Er wird schon ein seelisch-geistiges Wahrnehmen entwickeln können, aber gerade dieses imaginative Element, also dass es wirklich in ein geradezu sinnesartiges Bild gekleidet wird, das wird er nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird die Schilderung seiner geistigen Wahrnehmung dann in der Regel nicht so gestaltet sein, dass sie an ein sinnlich-sichtbares Bild erinnert. Er wird dann vielmehr mit anderen Sinnesqualitäten in Beziehung bringen, die eine Rolle spielen, also Tasterlebnissen und dergleichen. Menschen, die blind geboren sind, werden überhaupt, wenn sie auch geistig wahrnehmen — sehr wohl, stark sein können, aber richtige Imaginationen werden sie nicht schildern, so wie sie sehende Menschen schildern. Sie werden schildern können vielleicht, dass sie ein Elementarwesen erleben können, ein Engelwesen erleben können, aber es wird ihnen in der Regel nicht einfallen, das in ein optisches Bild zu gleiten, also in eine Imagination in diesem Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, Imaginationen können auch einen nicht-sinnlich-bildhaften Charakter haben, sondern können auch ganz anders sein. Aber was ihnen gemeinsam ist, dass sie ein großes Weltenpanorama vor sich ausbreiten. Auch wenn man ein Engelwesen schildert — ein Mensch, der im Leben sinnlich sehend ist und der dazu vielleicht, wenn er in der Imagination ist, das Engelwesen auch ganz in ein Bildhaftes hineinbringt, also mit, weiß ich nicht, ein Mensch mit Flügeln oder so, das übliche Bild, was man dann wirklich eben auch so in der Imagination erlebt. Die Imagination kann aber auch ganz anders sein, kann sich durchaus auch auf andere Sinnesqualitäten stützen. Und die werden dann mehr Wert legen auf Dinge, die sich vergleichen lassen mit anderen Sinneswahrnehmungen. Unter Umständen, wie es die Mystiker immer wieder gemacht haben, mit dem Geruchssinn, der aber, wie wir gesagt haben, eine sehr heikle Sache ist, weil sie auch ganz in Richtung schwarzer Magie gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn: Imaginationen tingiert mit Materialität 01:56:51 ===&lt;br /&gt;
Also wenn ihr euch das Bild jetzt anschaut, seht ihr auch, der Sehsinn und der Geschmackssinn sind sehr eng beisammen, und dann folgt gleich der Geruchssinn, aber der Geruchssinn ist einer, der schon zu den inneren Sinnen zählt. Weil alles, was ich erriechen muss, das muss ich aufnehmen mit der Nase, vielleicht auch durch den Mund, durch das Einatmen, aber vor allem auch durch die Nase, wir müssen es in unser körperlich Inneres hineinnehmen. Also es ist dieser Geruchssinn eigentlich ein innerer Sinn in Wahrheit. Auch das ist eine Ursache dafür, warum Geruchswahrnehmungen auch immer sich beziehen auf uns als physisches Wesen. Irgendwo zunächst einmal. Der Geruchssinn spricht ganz stark unser Ego dann auch an. Das heißt nicht, dass er was Schlechtes ist, aber er ist was Gefährliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite ist es aber auch die einzige Möglichkeit, durchaus auch imaginativ in gewisser Weise uns zu verbinden mit den tiefsten Kräften, die die Welt gestalten. Also gerade eben alter Saturn oder so diese Welten, wo es noch kein Licht gab, wo wirklich der Vergleich mit einer optischen Wahrnehmung im Grunde nicht gegeben ist. Wenn man sich diesen alten Saturn so einfach vorstellt, jetzt wie unsere Erde, eine Kugel wie unsere Erde, nur sehr feurig und heiß, ist das eine nicht der Wirklichkeit so ganz entsprechende Vorstellung. Da muss man anderes zur Hilfe nehmen. Eben daher Eindrücke aus dem Geruchssinn, aus dem Geschmackssinn vielleicht auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die liegen aber im Bereich drinnen — Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn, das ist sehr eng beisammen. Das sind Dinge, die mit der Imagination sehr eng zusammenhängen, aber eben nicht unbedingt bildhaft sind wie beim Sehsinn, aber bildhaft im weiteren Sinne, dass es ein ganzes Panorama ist, das ich erleben kann, das ich halt dann nicht sehe, sondern schmecke oder rieche. Paradox scheint es uns jetzt vielleicht ein bisschen. Aber das ist noch das Harmlosere, das weniger Gefährliche als der Geruchssinn und der Geschmackssinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr seht am Bild, es ist geschrieben, Imaginationen tingiert mit Materialität. Das ist der Originalwort, den Rudolf Steiner auch dazu geschrieben hat. Man nimmt etwas in der Imagination wahr, aber es drängt sich sehr vor, ja was ist denn da an materiellen Kräften drinnen? Es ist eigentlich nicht mehr das rein Übersinnliche, sondern es ist auch mit dem feinen Materiellen zumindest, nicht jetzt gleich mit dem Plumpen, festgewordenen, aber doch mit den feineren Qualitäten der materiellen Welt, also die die Welt baut, das ist drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Geruchssinn und das Ego 02:01:01 ===&lt;br /&gt;
Beim Geruchssinn geht es noch tiefer hinein, geht es noch tiefer, und geht also insbesondere sehr stark hinein. Entweder, wenn es ganz rein und geläutert ist, geht es bis in unser Innerstes, dann kommen wir damit auch sehr stark an unser Ich heran. Dann müssen wir so sein, dass wir nicht sagen, ich kann mich heute nicht riechen, sondern wo wir uns gerade riechen können, innerlich, in gewisser Weise. Aber das muss also dann ganz frei sein vom Ego. Wenn ich mich da begeistere an dem, wie ich geistig rieche, dann bin ich schon auf einem ganz egoistischen Abweg irgendwo, dann muss ich mich sozusagen objektiv riechen lernen, übersinnlich riechen lernen, das ist sehr schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das aufs eigene Wesen zu richten ist nicht sehr gut, aber ich kann es objektivieren, und das ist das, was die Mystiker versucht haben. Mystik ist ja meine Versenkung ins Innere. Da kann sehr stark kommen dieser Weg, eine Imagination über den Geruchssinn zu erleben, aber dann muss ich, wenn ich keine verzerrte Imagination haben will, sondern eine wirklich den Tatsachen entsprechende, dann muss ich aber ganz, ganz, ganz mein Ego beiseitestellen können. Wenn ich das nicht habe, dann kommen alle möglichen relativ niederen Triebe, also namentlich Sexualtrieb zum Beispiel — wobei ich nicht sage, dass Sexualität etwas Niederes grundsätzlich ist, aber wenn es nur um die Lust geht, um das Erleben der Lust und am egoistischen Genuss der Lust, die mit der Sexualität verbunden ist, wo es mir auch gar nicht um den Geschlechtspartner geht, sondern um das eigene Genießen sozusagen dieser ganzen Sache und mich stark fühlen daran, dann kann das ganz auf Abwege führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist durchaus in der Mystik immer wieder passiert, und selbst bei vielen Mystikerinnen auch, also auch bei den Frauen, die Mystikerinnen waren, mit ihrer Nähe zum Christus, die sie erleben dabei. Nicht alles ist wirklich ganz rein dabei. Manches ist sehr stark durchdrängt mit einem Erleben der sexuellen Kräfte irgendwo. Dabei mit einer sexuellen Erregung, die damit verbunden ist. Das war bei nicht so wenigen Mystikerinnen, aber auch bei Mystikern natürlich, also beiderlei Geschlechts, sehr stark drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich aber den eigenen Genuss sozusagen, die Lust an diesem Erleben, wenn ich das zurückstelle und es einfach neutral nehme — weil Lust ist ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, nur als Weg zur geistigen Erkenntnis ist es etwas, was in die falsche Richtung geht, einfach weil man es dann nicht bewusst lenkt, sondern ja geradezu aufgehen will in diesem Genießen, das damit verbunden ist. Mit dem Selbstgenuss eigentlich, den man erlebt. Gerade das sollte nicht hineinkommen, weil dann ist das ganze Bild extrem verzerrt. Da sieht man aber auch, wo Gefahren sind, wenn man in ein geistiges Erleben kommt, wo man total abirren kann im Grunde und wo man ein komplett verzerrtes Bild der Welt geben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gefahr ist also beim Geruchssinn am stärksten, aber in gewisser Weise überhaupt natürlich besonders stark bei den Sinnen, die nach innen gerichtet sind. Also auch der Tastsinn neigt dann sehr ans Materielle, ans Besitzenwollen, etwas Berührenwollen. Kann was Gutes sein? Ich meine, ganz wichtig, das Streicheln ist etwas ganz Wichtiges für die Beziehung zwischen Menschen, für die Beziehung zwischen Mutter und Kind, für die Beziehung zu Tieren. Haustiere brauchen das geradezu, dass sie gestreichelt werden. Und sie erleben dabei sehr viel, wenn wir da unser Wesen hineinlegen. Es ist ganz wichtig, dieses Zusammenleben mit Haustieren. Das bringt für die Tiergruppenseele sehr, sehr viel. Da kann sehr viel fließen, aber es ist immer die Gefahr bei diesen Dingen drinnen, die sich auf die inneren Sinne stützen. Und der Tastsinn ist eben auch ein innerer Sinn, weil eigentlich erleben wir nicht, wenn ich den Tisch betaste, ich erlebe eigentlich nicht den Tisch als solchen, sondern ich erlebe mich an dem Tisch. Das heißt, auch wenn ich glaube, ich erfasse das Material, wie das beschaffen ist, aber eigentlich erlebe ich mich dabei. Und nur sekundär dadurch, durch dieses Eigenerleben, erlebe ich das Äußere dabei. Das ist also so an der Grenze. Daher sind die inneren Sinne etwas Gefährliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn, Lebenssinn 02:07:21 ===&lt;br /&gt;
Der Gleichgewichtssinn ist unheimlich wichtig, weil er in einer vergeistigten Form eine starke Orientierungshilfe ist, sich zurechtzufinden in der geistigen Welt. Das ist halt das geistige Pendant davon, dass ich mir eine Richtung im Geistigen gebe, dass ich nicht so in der geistigen Welt nicht mehr weiß, wo oben und unten ist, sondern wo ich mir eine klare Orientierung gebe. Das ist der Gleichgewichtssinn, aber jetzt ins seelisch-geistige Wahrnehmen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso der Bewegungssinn, der etwas beiträgt dazu, sich zu orientieren in diesem sich Bewegen zwischen geistigen Wesenheiten. Das sind dieselben seelischen Kräfte, die unserem äußeren Bewegungssinn zugrunde liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenssinn — Wahrnehmung von dem, was fördert das Leben in mir, was nimmt es zurück. Das ist überhaupt auch natürlich ein Wahrnehmungsvermögen für Lebenskräfte oder lebensschädliche Kräfte, die in der Umgebung sind. Da brauche ich diese Kräfte, aber die alle sind sehr, sehr heikel. Ich muss schauen, dass sie nicht mein Ego breit machen und dass ich darin nur das erlebe, was mir wohltuend erscheint. Beim äußeren Sehsinn, bei der Imagination, die sich auf den äußeren Sehsinn stützt, auf die seelischen Kräfte, die dort auch dabei sind, die sind relativ unproblematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Wärmesinn: Imaginationen tingiert mit seelisch Affizierendem 02:09:31 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt schauen, da auf dem Kreis nach oben, Wärmesinn, Wärmewahrnehmung, die wir auch haben. Kann sein natürlich, dass wir etwas berühren, aber sehr wichtig auch, dass wir spüren, dass etwas Wärme ausstrahlt oder Kälte erzeugt. Das spielt durchaus eine deutliche Rolle, auch wenn wir mit geschlossenen Augen erkennen, da ist eine Wand, da steht jemand. Da spielt unter anderem auch der Wärmesinn eine Rolle. Wir spüren das seelisch dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier schreibt Rudolf Steiner dann dazu: Imaginationen tingiert mit seelisch Affizierendem, also was mich seelisch berührt. Das ist etwas sehr Wichtiges, eben auch zu spüren, wenn ich mit dem Wärmesinn gerade zum Beispiel an Elementarwesen herangehe. Da ist einerseits natürlich die Imagination, die ich bekomme, aber ich spüre dieses Berührtwerden durch Elementarwesen, bevor ich sie eigentlich noch als Imagination sehe. Sie zu spüren, wie sie mich berühren, das ist eigentlich so etwas wie eine seelische Wärme oder Kälte, die mich berührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wärmesinn ist ja zusammen mit Kalt und Warm, also mit beiden, nicht nur mit dem Warmen, auch mit dem Kalten. So wie wir nicht so unrecht sagen, mit manchen Menschen wird man seelisch warm, da wird mir warm ums Herz, wenn ich denen begegne, und andere empfinde ich als kalt. Das kommt ja nicht von zufällig, dass wir das erleben, weil das im Grunde genau dieselben Wahrnehmungskräfte sind, die wir äußerlich für die sinnliche Wahrnehmung verwenden, um wirklich Wärme und Kälte zu unterscheiden im äußeren Sinn. Aber das hilft uns auch, die Seelenqualität eines Wesens, das mir gegenübersteht, eines anderen Menschen, wahrzunehmen. Daher ist es wichtig, etwas mit einem Wärme- oder Kälteerlebnis zu vergleichen. Den Charakter eines Menschen zu spüren — da ist etwas Warmes drinnen, da ist etwas seelisch Verbindendes drinnen. Oder der Mensch ist kalt, er ist eiskalt, er geht sozusagen bildlich gesprochen über Leichen. Dem ist nur Seines wichtig. Ganz andere Ausstrahlung, die drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gehörssinn, Wortsinn, Gedankensinn: Inspiration und Intuition 02:12:33 ===&lt;br /&gt;
Ja, Inspiration. Ich möchte nur kurz den Kreis durchgehen. Wir werden uns das nächste Mal noch tiefer damit beschäftigen, den Überblick fertigzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspirationen haben was zu tun mit dem Gehörssinn, mit dem Hören. Mit dem Hören, wo mir die geistige Wahrnehmung in gewisser Weise zum Wort wird, wenn man so will. Ich verstehe. Ich beginne sie zu verstehen. Das ist ganz wichtig, und dieses Verstehen, das geht dann noch weiter mit dem Wortsinn, mit dem Sprachsinn. Das ist ja etwas, was Rudolf Steiner ganz deutlich unterscheidet, was heute in den äußeren Wissenschaften noch nicht unterschieden wird. Obwohl man es eigentlich schon deutlich sehen könnte, dass da ein Unterschied drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Hörsinn nehme ich nämlich Klänge, Geräusche wahr, aber sie sagen mir nichts. Mit dem Wortsinn ist es ganz etwas anderes. Ich meine, Hörsinn natürlich im Äußeren, es ist ein Unterschied zum Beispiel, wenn ich ein silberhelles Glöckchen höre, oder wenn ich eine Glocke aus einem stumpfen Metall, aus Blei vielleicht, höre, die nicht klingt, die dumpf ist. Die sagt mir etwas über das innere Wesen des Metalls. Blei ist eben etwas anderes als Silber zum Beispiel. Klingt anders. Sagt etwas von dem Inneren. Und so ist es auch im übertragenen Sinn, dass uns die Inspiration etwas von dem seelisch-geistig Inneren des Wesens vermittelt, dem ich begegne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch mehr ins Innere komme ich dann hinein mit dem Wortsinn. Also es ist nicht nur so eine Klangqualität allein, eine musikalische Qualität, sondern es wird sehr viel konkreter noch. Es wird vergleichbar dem Hören von Worten, wo ganz klar ist, wo eine ganz klare Kommunikation mit dem anderen Wesen entsteht. Aber natürlich ist die nicht in einer äußeren Sprache. Aber trotzdem bekomme ich seelisch ganz klar mit, was dieses andere Wesen bewegt. Ganz klar. So als würde es in äußerer Sprache zu mir sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ganz innerlich tauche ich ein, wenn ich dann durch Intuition in den Gedankensinn eintauche. Der Gedankensinn ist das, wo ich unmittelbar — ja auch im äußeren Wahrnehmen jetzt erlebe, nicht nur die Worte höre, die der andere spricht, und mir daraus einen Reim darauf bilde, was er mir eigentlich erzählen will, sondern wo ich unmittelbar eintauche. Wo ich mitbekomme — kann man ja schon im äußeren Hören von Worten mitbekommen, was meint denn der wirklich damit? Um was geht es ihm wirklich? Das ist noch mehr, als dass ich seine Worte interpretiere. Sondern wo ich tiefer gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist heute eine sehr wichtige Fähigkeit im äußeren Wahrnehmen von Worten, also mitzubekommen, meint der Mensch das auch wirklich, was er sagt? Oder ist das auf gut Wienerisch Schmäh? Also eine Täuschung, die er uns vorspielt. Es gibt Menschen, die wunderbar schöne Worte machen können, die auch wirklich gut klingen, aber wenn man wirklich mit dem Wortsinn hineinhört, merkt man, der hat ganz andere Intentionen. Gar nicht das, als das er sich gibt damit. Da sind wir auch schon an der Grenze zu einer natürlich seelisch-geistigen Wahrnehmung des anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist aber trotzdem nicht so, dass wir alles jetzt mitkriegen, was der im Inneren erlebt. Also wie ich es am Anfang geschildert habe mit dem Kapesius, der mitbekommt, was beim Johannes abläuft. Wenn man das so im Detail mitbekommt, das ist in ganz seltenen Momenten wirklich nur, wo man gerade einen Entwicklungssprung in der geistigen Wahrnehmung macht. Nämlich, dass man auch selber genügend geistig-moralisch reif ist, das, was man erleben kann an dem anderen, dass man es nicht missbraucht. Oder nicht im Leisesten dazu mehr neigt. Da muss man also so ganz allein geworden sein in Wahrheit, dass man, auch wenn man sozusagen geradezu in die Gedanken des anderen eindringt, ihn wirklich ins Tiefste verstehen lernt, das nicht missbraucht. Und dem anderen die Intimität seines bei sich Selbstseins stört damit. Kann also auch was Heikles sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Inspiration, die tingiert mit innerem Erleben, und dann als Nächstes die Intuition, da ist man dann wirklich ganz eins mit dem anderen Wesen. Da wird man es im Grunde. Aber natürlich kommt man wieder zu sich selbst zurück. Das ist immer bei dem, was ich am Anfang gesprochen habe, sich verlieren in der Welt oder in dem anderen geistigen Wesen und wieder zurückfinden zu sich. Und das muss eigentlich ununterbrochen passieren. Hin und her, hin und her. Bis zu einem Eins-Werden mit dem anderen geistigen Wesen kommen und wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: der elfte Wochenspruch und das Karma 02:19:07 ===&lt;br /&gt;
So, meine Lieben, ich habe jetzt die Bildschirmfreigabe wieder gestoppt. Ich denke, ihr könnt jetzt mich wieder sehen, weil wir werden jetzt Schluss machen, wir sind schon mit der Zeit wie üblich einmal fortgeschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese euch zum Schluss noch einmal den Wochenspruch. Weil da auch interessanterweise ja wirklich viel von dem drinnen ist, was ich jetzt da versucht habe einmal anfänglich zu erläutern. Jedenfalls mit dem, sich zu verlieren in den anderen geistigen Wesen, die mich umgeben. Egal ob sie auch äußerlich als Mensch vor mir stehen oder ob sie nur übersinnlich wahrnehmbar sind. Aber ich muss ganz mich vergessen können, ganz eintauchen können, und muss aber auch wieder ganz zu mir selbst kommen, mich selbst finden. Mich selbst finden im anderen. Und das sich ganz zu Bewusstsein bringen, wenn ich wieder ganz zu mir komme. Also dieses ewige Hin-und-her-Pendeln zwischen diesen beiden Polen, das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also — zu sommerlichen Höhen erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich, es nimmt mein menschlich Fühlen in seine Raumesweiten mit, erahnend — na, Blödsinn, entschuldigt, ich bin beim falschen Wochenspruch. Es ist nicht der zehnte, es geht um den elften. Verzeihung, ich habe die falsche Seite aufgeschlagen. Aber es hängt natürlich auch mit dem zusammen. Es hat mich jetzt abgelenkt, dieses in die Raumesweiten hinaus zu gehen, weil das müssen wir natürlich auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elfter Wochenspruch. Der ist es, der für diese Woche zuständig ist. Es ist in dieser Sonnenstunde an dir die weise Kunde zu erkennen, an Welten Schönheit hingegeben, in dir dich fühlend zu durchleben. Verlieren kann das Menschen-Ich und finden sich im Welten-Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verlieren uns bis ins große Welten-Ich hinein, ja eigentlich im Grunde in dem Christus, und mit dem Christus eigentlich alle Wesen, die mit ihm in irgendeiner Weise verbunden sind. Da kann ich aufgehen, also eigentlich, wenn ich mich an den Christus verliere, verliere ich mich aber auch in allen anderen Wesenheiten in Wahrheit. Ich muss aber trotzdem wieder ganz zu mir finden können. Ganz wieder, ganz nüchtern eben auch letztlich die geistige Wahrnehmung wieder abschalten, auf gut Deutsch. Es zulassen, sie loszulassen, sie verschwinden zu lassen. In dem Wissen, so wie ich sie jetzt hatte, wird sie nie wieder kommen. Nie wieder. Ich kann sie nicht erinnern, ich kann sie auch nicht genau in der gleichen Weise wiedererleben, so wie in Wahrheit auch im äußeren Wahrnehmen nicht genau die gleiche Situation jemals wieder wahrnehmen kann. Ich kann etwas sehr Ähnliches erleben, aber die Situation genau gleich wird es nie. Sie ist einmalig. Weil jedes Erleben einmalig ist. Hier und jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wirkliche Wahrnehmung, egal ob geistige oder sinnliche oder übersinnliche, sie braucht immer Geistesgegenwart. Für jede Wahrnehmung gilt das in Wahrheit. Natürlich man kann sich an die äußere sinnliche Wahrnehmung bis zu einem gewissen Grade erinnern, obwohl ihr wisst, dass manches dann verschwindet und es gibt Lücken. Bei der übersinnlichen Wahrnehmung, mit all diesen Möglichkeiten, eben von der Imagination über die Inspiration zur Intuition und auch die ganzen inneren Wahrnehmungen mit ihrem geistigen Pendant — durchdrungen sein mit dem Gottgefühl etwa durch den Geruchssinn im Grunde. Dieses mystische Einssein. Und Tastsinn zum Beispiel ist auch durchdrungen sein mit dem Gottgefühl. Tastsinn und Geruchssinn liegt eng beisammen auch in Wahrheit. Aber nichts kann man erinnern davon, von diesem seelisch-geistigen Erleben. Man muss es einfach wieder erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann in gewisser Weise in die Vergangenheit zurückblicken, man kann in mögliche Entwicklungen vorausblicken, aber die müssen sich erst manifestieren. Weil eben, weil die Freiheit des Menschen gegeben ist, ist das etwas, was aber für die ganze Weltentwicklung bedeutet, dass die Zukunft nicht feststeht. Also das ist auch eine Folge dessen, dass der Mensch die Möglichkeit bekommen hat, zur Freiheit zu kommen — eine der Folgen davon ist, dass auch in der Weltentwicklung nichts fest vorherbestimmt ist. Fest vorherbestimmt ist nur eines, dass wir gewisse Dinge, die wir als karmische Last mit uns tragen, dass wir denen in der Zukunft begegnen werden. Außer wir biegen vorher ganz ab ins Reich der soratischen Kräfte, dann können wir dem entkommen, aber dann scheiden wir aus der eigentlichen Entwicklung aus, die wir gehen könnten, der Entwicklung zur Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn das nicht der Fall ist, dann gibt es nichts, was wir jemals so genau wieder erleben können, weil wir in einer Welt dann leben, in der nichts fest vorherbestimmt ist. Es ist in der Richtung drinnen. Es ist vorherbestimmt oder angelegt, dass wir gewissen Dingen karmisch begegnen werden, beruhend auf den Fehlern, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, aber wie wir oft auch schon besprochen haben, die Widersacher tun alles dazu, dass wir daran vorbeigehen, dass wir unsere karmischen Aufgaben ignorieren oder vielleicht gar nicht erkennen. Das heißt, die Freiheit geht sogar so weit, dass wir nicht aus unserem Schicksal lernen müssen. Dass wir nicht unser Karma aufarbeiten müssen. Allerdings, wenn wir es nicht tun, werden wir trotzdem oder gerade deswegen die wirkliche Freiheit nicht erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirkliche Freiheit entsteht eben gerade dadurch, dass wir uns auch von unseren ganzen karmischen Verfehlungen befreien. Von denen müssen wir uns selber befreien. Dass der Christus die Sünden der Welt auf sich genommen hat, nimmt uns diese Aufgabe nicht ab, dass wir unsere karmische Last selber bewältigen müssen. Und daran lernen und gerade dadurch Fehler ausmerzen, wodurch wir als Rechte in der Zukunft in Freiheit handeln können. Dort, wo wir aus Fehlern heraus agiert haben, aus falschen Begierden vielleicht, aus unserem Ego heraus agiert haben, da waren wir eben ja noch gar nicht frei. Das heißt, es ist ganz essentiell, dass wir diese Fehler selber ausmerzen und dass wir unser Karma annehmen. Dass wir geradezu Freude darüber haben, die Fehler, die wir gemacht haben, bereinigen zu können. Das wird ganz wichtig sein. Aber zwingen tut uns niemand dazu. Das ist eine Hilfe, die uns gegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vergangenheit, als wir noch weit entfernt waren, die Freiheit zu entfalten, wurden wir zwar nicht gezwungen dazu, aber angeleitet dazu. Aber die Widersacherkräfte haben alles dazu getan, um das Karma in Unordnung zu bringen. Und sie tun das heute auch noch, indem sie sagen, du musst nicht, du musst nicht. Da liegt irgendwas an, aber das brauchst du nicht weiter kümmern. Das ist Vergangenheit. Kümmer dich nicht weiter darum. Der Christus gibt uns den Rat, kümmere dich aus der Freiheit darum. Wenn der Christus Herr des Karmas wird, heißt das auch, es liegt bei uns, ob wir das Karma annehmen und lernen wollen daraus oder nicht. Die Zeit ist vorbei, dass es uns einfach aufgedrängt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn jetzt viele sagen werden, mir sind so viele Dinge im Leben passiert, ich habe das aber nicht gewollt, bitte. Es ist mir einfach passiert, und ja, ich habe was daraus gelernt, das sehe ich schon ein, aber ich wollte das ganz und gar nicht. Doch, wir wollten es. Unser Ich wollte es, und es hat sich durchgesetzt gegenüber unserem Ego, das es absolut nicht wollte. Weil es halt schmerzlich ist, weil es anstrengend ist, und weil es vor allem auch unangenehm ist, sich selber in den Spiegel zu schauen mit den vielen Fehlern, die man mitbringt. Dabei ist das einfach etwas ganz Natürliches und Normales für die Menschen. Weil wir alle haben Fehler gemacht, und die, die die meisten Fehler gemacht haben, haben die größte Chance, schnell weiterzukommen, wenn sie sie überwinden. Menschen, die gar keine Fehler gemacht haben, die haben den Weg zur Freiheit noch gar nicht einmal angefangen. Aber rein theoretisch genommen, ein Mensch, der keine Verfehlungen begeht, der ist entweder wirklich schon fertig mit seiner Entwicklung, wie wir sie hier auf Erden erreichen können, oder er hat noch gar nicht einmal angefangen damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schauen wir mal. Gut, aber damit möchte ich jetzt wirklich Schluss machen für heute. Meine Lieben, ich danke euch fürs Dabeisein. Ich danke euch allen, die ihr im Livestream dabei seid. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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2026: ab Folge 299. - bis ...&lt;br /&gt;
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2025: ab Folge 247. - bis 298&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 108. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|108]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 110. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|110]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 111. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|111]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 113. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|113]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 98. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|98]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 99. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|99]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 100. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|100]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|102]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 103. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|103]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 104. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|104]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 90. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|90]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 92. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|92]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 93. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022|93]]&lt;br /&gt;
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2021: Folge 45. bis 89. &lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 9. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|9]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|11]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 12. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|12]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 13. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|13]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|14]]&lt;br /&gt;
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|[[Die Apokalypse des Johannes - 16. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|16]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|1]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 2. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|2]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 3. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|3]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|4]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 5. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|5]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 6. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|6]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|7]]&lt;br /&gt;
|[[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020|8]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorlage:Linkbox]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorlage Tabelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Die_Apokalypse_des_Johannes_-_320._Vortrag_von_Wolfgang_Peter,_2026&amp;diff=32057</id>
		<title>Die Apokalypse des Johannes - 320. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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		<updated>2026-06-29T00:33:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Rohtext Claude Opus 4.8 Extra&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 319. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:320.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=afxD_X4wJ0Q|thumb|320. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 23. Juni 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].  Link zum Audio folgt in Kürze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 320. Vortrags vom 23. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung und Johanni-Stimmung 00:00:39 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zum 320. Vortrag zur Apokalypse, im Umfeld der Apokalypse. Es ist ja jetzt wirklich schon so die weite Aura rundherum und das Ganze irgendwo, also ein weites Umfeld. Wir haben uns das letzte Mal mit den Sinnen sehr beschäftigt und werden das heute weiterführen oder vielleicht auch zu Ende führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich mit dem Wochenspruch beginne, möchte ich noch einen Hinweis machen für die, die vielleicht kommen wollten zu unserer Mysteriendramen-Aufführung im grünen Goetheanum in der Nähe von Frankfurt. Die Veranstaltung ist auf den September verschoben, auf den 12. September, wegen der Hitze, die im Moment herrscht. Und dieses grüne Goetheanum hat zwar sehr viele Bäume, man könnte sich denken, ja schön, ist ja ein schöner Schatten, aber nur dort, wo man spielt, und dort, wo man sitzt als Publikum, ist pralle Sonne, volle Sonnenbeleuchtung. Und das ist heftig, und vor allem am Nachmittag dann ganz aus dem Westen heraus. Also die Schauspieler können dann eh nicht mehr mit Sonnenbrille spielen, weil das ist also grell, einfach, wirklich genau direkt kommt das vom Westen her, und das ist bis 10 Uhr oder so, ist es wirklich hell. Also die Sonne steht noch über dem Horizont, und die vom grünen Goetheanum haben gebeten, dass wir es eben verschieben auf den September, und ich finde das auch sehr vernünftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja gut, das war es schon, jetzt stürzen wir uns in den Wochenspruch einmal hinein. Morgen ist Johanni, und es ist der Johanni-Spruch, die Johannisstimmung, die es jetzt geht. Es ist der zwölfte Wochenspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weltenschönheitsglanz, er zwinget mich aus Seelentiefen des Eigenlebens Götterkräfte zum Weltenfluge zu entbinden, mich selber zu verlassen, vertrauend nur mich suchend in Weltenlicht und Weltenwärme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wirklich ganz hinausgehen, nicht festklammern, auch da drinnen unten in der kleinen Hülle bin ich drinnen, sondern ganz mit der Seele hinausgehen, den Mut zu haben, ganz hinauszugehen, wirklich loszulassen. Was auch so manchmal im Alltagsleben ganz gut ist, wenn man das kann, wenn man nicht immer so verbissen in seinem eigenen Kerker drinsteckt und nur die Kollisionen mit der Umwelt erlebt. Ganz hinausgehen, also das ist das Tolle der Johannisstimmung, eben wirklich auch dieses Vertrauen haben, wirklich so wie die Flügel ausbreiten und hinausfliegen und keine Angst dabei zu haben, sich zu verlieren, sondern eben zu spüren, wie wir es ja letztens auch im Wochenspruch hatten, um sich draußen auch wieder selbst zu finden, aber auf ganz andere Weise, nämlich dann wirklich als geistiges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wenn wir da so ganz drinnen sitzen, in uns selber, das heißt in unserem Körper, und durch die Sinne hinausschauen, obwohl ja in der ganzen sinnlichen Wahrnehmung die ganzen Seelenkräfte, unsere Seele ja ganz stark mitbeteiligt ist und viel zu entdecken gibt, auch was man mit den Sinnen nicht sieht, durch im Grunde die gleichen Kräfte, nur das wird uns halt oft nicht bewusst. Und da ist eine gute Übung, einfach einmal loszulassen. Also mit der Seele wirklich hinauszugehen und sich zu verbinden mit der Weltenseele eigentlich, die draußen ist. Dem Licht, in der Wärme waltet jetzt eben ganz stark. Und dann später, wenn der Herbst kommt und dann die Winterzeit wieder kommt, dann müssen wir uns eh wieder in uns zurückziehen, in unser Häuschen uns zurückziehen. Und hoffentlich haben wir viel mitgenommen von diesem großen Seelischen, was auch unser Seelisches ist, aber in Verbindung ist mit der Weltenseele im Grunde. Und unsere Seele ist eigentlich auch so weit. Also man darf sich ja nicht vorstellen, das ist so ein kleines Ding, das ist überall auch da draußen. Und wir stehen in Verbindung damit. Wir müssen es nur wahrnehmen oder bemerken, wahrnehmen, eben gar nicht im sinnlichen Sinne, von uns gegenüberstellen und schauen, da werde ich das Weltenseelische wahrscheinlich nicht finden, wenn ich einfach nur hinausschaue, sondern ich muss durch das Sehen, durch das Hören und so hindurchgehen eigentlich. Und dann erleben die elementarische Welt, die dahintersteckt, die die eigentliche Wirklichkeit hinter dem Ganzen ist, von dem das, was wir sinnlich erleben, eigentlich nur ein Spiegelbild ist, das wir erzeugen, in gewisser Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wir gestalten unser Bild der Welt 00:06:06 ===&lt;br /&gt;
Also das heißt, daher auch ganz klar, andere Wesen, Tiere und so weiter, die auch Sinne haben wie wir, erleben die Welt trotzdem ganz anders. Sie erzeugen sich halt auch ein gewisses Spiegelbild, aber auf ganz andere Art als wir. Und das heißt, sie erleben die Welt komplett anders. Und wir denken heute einfach, aha, so wie ich die Welt da sehe, so ist sie, Punkt, das ist es. Und das ist aber nur Bild. Es ist in Wahrheit nur Bild. Bild, das wir erzeugen, das uns angemessen ist, unserem geistigen Entwicklungsgrad angemessen ist, unseren Seelenkräften angemessen ist. Aber wir sind ganz stark beteiligt, und zwar nicht nur als Mensch im Allgemeinen, sondern als der individuelle Mensch, der wir sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war ja jetzt schon längere Zeit immer wieder das Thema, wir gestalten mit an dem, was wir wahrnehmen. Es gibt nicht etwas Fertiges, was wir einfach nur eins zu eins abbilden, sondern es ist ein Gestaltungsprozess, der dabei ist auch, dass wir sozusagen unser Bild von der Welt uns machen. Und wir finden viele Übereinstimmungen mit dem Bild, das sich andere Menschen davon machen, mit manchen mehr oder weniger, aber in Wahrheit hat jeder seine eigenen Nuancen, die er sieht, die er hört, die er riecht, die er schmeckt, weiß Gott was. Sonst würden wir überhaupt nicht an die Wirklichkeit herankommen. Das ist das große Umdenken, was wir brauchen eigentlich in unserer Zeit. Wir denken immer, aha, wenn es objektiv so ist, wie es heute ist, und ich es anklotze, dann bin ich in der Wirklichkeit. Da bin ich aber am allerwenigsten in der Wirklichkeit. Da bin ich eigentlich fern, weil ich denke, die Welt besteht halt aus Gegenständen, die sind halt, wie sie sind, und schauen so aus, wie sie halt ausschauen, und Ende. Aber in Wahrheit arbeiten wir sehr stark mit, uns das Bild selbst zu machen von dieser Welt, und das hängt zusammen mit der Art, wie wir Menschen überhaupt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher gibt es sehr viele Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten im Wahrnehmen der Welt, im sinnlichen Wahrnehmen der Welt, und trotzdem in den Feinheiten ist es ganz individuell. Also manche Menschen sehen die halben Dinge nicht, weil sie einfach nicht aufmerksam darauf sind, es interessiert sie seelisch eigentlich gar nicht, folglich erleben sie es nicht. Das kann sogar pathologisch sein, wenn irgendeine traumatische Erfahrung oder was, man wurde als Kind von einem großen Hund gebissen oder was, man sieht keine Hunde mehr. Kann man sich gar nicht vorstellen, man sieht keine Hunde mehr. Und wenn der Hund vor dir steht, du siehst ihn nicht. Man geht zielsicher vorbei, weicht ihm aus, aber dass da ein Hund war, kriegt man nicht mit. Und es gibt viele Dinge, also die Menschen, wenn sie so eine alptraumartige Erfahrung hatten, also vor allem in jungen Jahren oder als Kind eben, dann werden gewisse Dinge ausgeblendet, man will sie nicht sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, dass wir die Welt so sehen, wie wir sie sehen, das müssen wir wollen. Und da können wir dann ein sehr vollständiges Spektrum vom Welteindruck bekommen, also ein sehr weites Panorama sehen, oder es kann sehr eng sein. Daher ist es so wichtig auch, eben für die geistige Entwicklung so wichtig, aufmerksam durch die Sinneswelt zu gehen und immer eigentlich zu erwarten, es gibt noch viel mehr Dinge vor meiner Nase, die ich sehen könnte, wenn ich nur wollte. Und die vielleicht mein Nebenmensch problemlos sieht, weil der das seit klein auf immer besonders, sich auf das konzentriert hat, und was ich auch sehen könnte, wenn ich es will. Sonst übersehe ich es einfach. Also wir übersehen das meiste. Das ist interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Umgekehrte ist aber, dass Menschen, die so eine innere Aufmerksamkeit in der Wahrnehmung haben, dann unter Umständen sogar, wenn sie blind sind, Dinge wahrnehmen in einer gewissen Weise, die die Sehenden nicht mitkriegen. Die Geschichte von Lusseyran war zum Beispiel so ganz deutlich, der immer wieder seinen Freunden gesagt hat, da bleibt stehen, da ist so ein schönes Panorama, da ist so ein schöner Eindruck, das Licht ist so herrlich da, sagt der Blinde. Und sagt es den Sehenden, die kriegen es gar nicht mit, ja, hell ist, und gehen durch einfach. Aber diese wirkliche Seelenqualität eben, dieses Lichtes, diese Naturstimmung, die da ist, kriegen viele nicht mit, gerade die Sehenden nicht. Oft gerade die, die sich schwer tun damit zumindest. Das ist erringen müssen. Also da ist viel Potenzial, viel Raum, noch oben, noch drinnen, in dem, was wir in der Sinneswelt wahrnehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freie Imagination, Inspiration und der Geruchssinn 00:11:07 ===&lt;br /&gt;
Darauf hat Rudolf Steiner so deutlich hingewiesen. Also wir müssen ein präzises, immer genaueres, immer detailreicheres Wahrnehmen der Sinneswelt auf der einen Seite anstreben, und auf der anderen Seite wirklich reine, freie Imaginationen. Freie Imaginationen, freie. Das heißt, nicht Visionen, die mich überfallen, der Engel kommt über mich und erzählt mir, was ich tun soll, sondern ich schaffe das Bild. Wir haben in den vielen Engeldarstellungen, die die Maler gemacht haben, also in der Renaissancezeit vor allem, aber auch früher. Früher waren es noch mehr Visionäre, die haben halt eine Vision gehabt, und die haben es versucht, in ein Bild umzusetzen. Aber wenn es dann geht in die Renaissancezeit hinein, und immer mehr dann in die Gegenwart hinein, da wird es ganz deutlich, dass die Menschen aktiv das Bild formen. Also so moderne Engeldarstellungen oder was, sind in Wahrheit viel wahrer als die, die auf den alten Visionen beruhen. Sind viel wahrer. Und sie gehen viel tiefer eigentlich. Ob es dem Künstler immer ganz bewusst war oder nicht, ja, den meisten schon, in Wahrheit. Nur das Publikum hat es oft nicht verstanden, weil sie gedacht haben, so bin ich es nicht gewohnt. Und dann, was man nicht gewohnt ist, das passt einem halt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist so, genau, ich sage, wunderschön, die Musik der Klassik, Bach und das alles, was davor war und was weitergeht. Und dann kommt irgend so etwas wie Zwölftonmusik und alles Mögliche, Unharmonisches, Unmelodiöses, einzelne Töne nur, die alle halbe Stunde einmal kommen und dann dazwischen wieder nichts. Da kann gar nichts drin sein, außer die Spinnerei vom Künstler, oder es kann viel Tieferes drinnen sein. Weil ich aufgefordert bin, selber die Musik erst zu komponieren, für die der Komponist nur ein paar Anregungen gibt. Das heißt, weil die Musikstücke, oder eben genauso in der bildenden Kunst, in der Malerei, in allem eigentlich, fertig wird das Ganze erst, wenn der Betrachter, der Zuhörer, der es in irgendeiner Weise wahrnimmt, selber aktiv wird und sozusagen sein Bild gestaltet. Dann ist er in der Wirklichkeit drinnen. Dann ist er nämlich gerade in der objektiven Wirklichkeit drinnen. Das heißt, das eigentlich, was es aus sich selbst heraus ist. Aber auf das komme ich nur drauf, und nur in dem Maße, als ich selber es aktiv, dieses Bild hervorbringe, im Grunde, und mir dessen bewusst werde. Das heißt, im Grunde, freie Imagination gestalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und aus dem kann ich es dann weitergehen zum Verstehen dieser Imagination, wenn man so will. Also sie beginnt sich auszusprechen. Dann kommen wir in die nächste Stufe, in die Inspiration hinein. Inspiration heißt ja auch nicht, dass jetzt irgendwer mir ins Ohr was flüstert, sondern es heißt, das Bild, oder was immer, wie ich es erlebe, es kann genauso Geruch sein. Wir haben die letzten Male auch über den Geruchssinn gesprochen, der durchaus auch problematisch sein kann, aber andererseits der Sinn ist, der zu den allerhöchsten Erfahrungen führen kann. Er kann aber auch zu den untersten führen. Nicht, weil der Teufel stinkt. Wo der Teufel ist, da stinkt es. Aber noch schlimmer ist es, wenn er scheinbar wohlriechend ist und verführerisch ist. Also weiß ich nicht, wo das schönste Parfum sozusagen da ist, das streut der Luzifer um sich. Beim Ahriman stinkt es halt mehr. Das gehört dazu. Aber das sind oft noch viel intensivere Erlebnisse, als wenn man es vergleichen könnte mit einem optischen Eindruck, also mit dem Sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eigentlich, Imagination ist Bild. Aber halt nicht sinnliches Sehbild, sondern Geruchsbild, Klangbild. Also man kann Bild mit allen Sinnen erleben. Es ist ein ganzes Weltenpanorama im Grunde. Das ist bei der Imagination das Wichtige. Es ist ein ganzes Panorama, eigentlich so groß wie die ganze Welt, im Prinzip, in Wahrheit. Natürlich kann man das nicht voll überschauen, das ist klar. Man kann nur einen kleinen Ausschnitt davon als Bild selber wirklich so ganz bewusst gestalten und daher auch ganz bewusst erfahren. Aber es steht im Zusammenhang mit dem ganzen Kosmos im Grunde. Also es ist unendlich weit, eine Imagination in Wahrheit. Und wir haben halt nur einen gewissen Bewusstseinsfokus auf einen kleineren Teil davon. Mehr schaffen wir nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher viele Philosophen dann gesagt haben, Kant zum Beispiel, der berühmte Kant, gesagt, naja, also diese Art von Wahrnehmung kann der Mensch nicht haben, das schafft er einfach nicht. Also das können vielleicht die Engel machen, weil von denen war er durchaus überzeugt, dass es die gibt. Aber wir können das nicht. Also dieses Panoramaschauen, also das, was Goethe dann genannt hat, die anschauende Urteilskraft. Also wirklich das ganze Panorama anschauen, nicht grübeln, was bedeutet das, sondern es sehen, es erleben, es erfahren. Und das hat der Kant gesagt, ja, das ist eine göttliche Art der Wahrnehmung, an die kommt der Mensch nicht heran. Aber genau um das geht es jetzt. Und geht es eigentlich seit Beginn spätestens des 20. Jahrhunderts, aber deutlich eben schon bei Goethe, die Vorahnung oder das Vorwissen und ein gewisses Können auch auf dem Gebiet. Und da liegt die Zukunft drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die tote Naturwissenschaft und die Zerstörung der Natur 00:17:34 ===&lt;br /&gt;
Eben gerade dadurch auch, wie Goethe auf seine Art dann Naturwissenschaft betrieben hat. Wir haben ja heute praktisch keine Naturwissenschaft. Sie heißt zwar so, aber sie nimmt die Natur als etwas Totes, etwas Berechenbares. Und der höchste Stolz der Physiker oder sonstigen Naturforscher ist, dass sie sagen, ja, die Ergebnisse müssen reproduzierbar sein. Also wenn ich morgen wieder dieselbe Betrachtung anstelle, oder besser gesagt, dieselbe Messung mache, weil selber schaut man ja gar nicht mehr, Apparat muss das registrieren, dann muss genau dasselbe Ergebnis herauskommen. Dann weiß ich, dass es stimmt. Ja, dann weiß ich in Wahrheit, dass ich da etwas Totes betrachtet habe. Im Grunde. Das rührt sich nicht mehr. Das tut sich nicht mehr lebendig verwandeln und verändern. Höchstens irgendwann einmal zerfällt es vielleicht. Dann ist es halt aus mit der Reproduktionsfähigkeit. Dann kann man es nicht mehr erleben. Dann ist es halt ganz zerstoben, wie alles Tote, Gestorbene irgendwann sich im Weltgeschehen auflöst in der Weite. Aber das ist nichts, womit wir die Natur verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist auch der Grund natürlich, warum wir seit dem 17., 18., 19., 20. Jahrhundert so viel an Natur in Wahrheit zerstört haben. Aus Unverständnis. Aus Unverständnis. Wir glauben, die Natur zu verstehen wie eine Maschine. Und allein diese Art des Verstehens führt dazu, dass wir die Natur abtöten. Weil wir halt so denken, eine Pflanze muss auch so sein. Eine Pflanze muss ich konstruieren können wie eine komplizierte Maschine. Also mache ich Gentechnik oder sowas. Schiebe Gene herum und sage, da kommt etwas Gescheites heraus. Führt in letzter Konsequenz zwar sicher zu einzelnen scheinbaren Erfolgen, aber im Endeffekt tötet es das Leben der Natur ab. Also in dem steckt man drinnen. Das ist eigentlich die Steigerung des Kriegsgeschehens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leben in kriegerischen Zeiten. Nachsatz, wann hatte die Menschheit die nicht? Das waren kurze Perioden des Friedens. Und das, was Christentum eigentlich bedeutet, nämlich Liebe und Frieden in die Welt zu bringen als Gestaltungskraft, da sind wir noch weit weg. Also wir haben noch sehr wenig wirklich aktives Christentum, obwohl viele sehr militant eintreten dafür und eingetreten sind in der Vergangenheit. Und auch manche bekehren wollten zum friedlichen Christentum mit nicht friedlichen Mitteln. Das sind Dinge, die uns in unseren Tagen wirklich sehr bewusst werden sollten. Weil wir jammern, wo soll das nicht funktionieren. Die Umwelt wird zerstört und Kriege gibt es so viel wie noch nie und vor allem so grausige Kriege, wie es das noch nie gegeben hat. Der Zweite Weltkrieg war natürlich ein großer Punkt. Der Erste schon war ein gewaltiger Sprung in Richtung Grausamkeit und Zerstörungskraft, weil die Kriege vorher waren noch ganz anders. Selbst noch im 19. Jahrhundert oder so. Aber dadurch, dass die Technik immer mehr hineinkommt und damit die Kraft, die eingesetzt wird, die Zerstörungskraft, die immer größer wird. Und heute ein Vielfaches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kämpfen nicht eine Million Soldaten täglich gegen eine Million Tote. Das sind Milliarden in Wahrheit. Entsprechend. Aber durch Maschinenkraft. Und die machen das heute selbsttätig. Die Drohnen oder was, die mit KI gesteuert sind, die suchen jetzt ihr Ziel selber. Formalität ist noch ja, es muss der am Kontrollpult noch bestätigen, dass er den jetzt abschießen darf. Wie weit das dann wirklich immer eingehalten wird, frage ich mich. Weil sie können es selbsttätig machen. Suchen sie die Zielperson und gezielt holen sie sie raus. Und die ganzen Roboter, die es schon gibt, die Kriegsroboter, also die hundeartigen, da ist ein Maschinengewehr oder Sonstiges drauf montiert, das sucht sie aktiv selber, sein Ziel, und schießt die anderen ab. Braucht kein Mensch mehr mitlaufen. Braucht es auch gar nicht einmal gesteuert werden. Der hat seine Zielvorgabe, ist programmiert, eine bestimmte Person zum Beispiel auszuschalten, und das tut er. Oder sei es allgemein gegnerische Soldaten, die bestimmte Erkennungsmerkmale haben, sei es die Uniformen oder wie immer sie halt sind, und die machen das selbstständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Gefahr ist, dass das immer weitergeht. Und dann haben wir das wirklich nicht mehr in der Hand zu entscheiden, ob wir Frieden wollen oder Krieg, sondern dann haben wir eine weitere Schicht aufgebaut, also das, was Rudolf Steiner gesagt hat, die Technik ist eine untersinnliche Welt in Wahrheit, also die selbsttätig dann arbeitet und die natürlich dann arbeitet, impulsiert durch die Widersacherkräfte und die dann letztlich daran arbeitet, die Menschen zu allem Möglichen zu bringen, aber sicher nicht zum Geist und zur Freiheit, sondern die das eben ausschalten. Und die Gefahr wird immer größer. Die Gefahr wird immer größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulturepoche der Brüderlichkeit und das Liebesprinzip 00:23:22 ===&lt;br /&gt;
Das heißt, wenn die nächste Kulturepoche wirklich eine gewisse Blütezeit sein soll, der Kulturentwicklung im Sinne, dass die Kriege zwar nicht verschwinden werden und die Kämpfe aber doch zumindest zurückgehen werden, und wo wirklich blühen wird ein gewisses Liebesprinzip zwischen den Menschen, dass man einfach merkt, ich bin eigentlich dazu da, aus meinen Fähigkeiten heraus etwas den anderen Menschen zu geben. Anregungen zu geben, Impulse zu geben. Da geht es jetzt gar nicht darum, dass ich ihnen Geld gebe oder ein Stück Brot gebe oder was, das gehört auch sicher dazu, aber es geht darum, dass man seinen Fähigkeiten etwas Anregendes gibt für die anderen Menschen. Das ist nämlich ganz wichtig für das Liebesprinzip, dass man den anderen Menschen anregt, seine Kräfte aufzuwecken. Und dazu gehört ein tiefes Erleben des anderen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, er ist halt auch ein Mensch. Ja, man kann nicht plaudern mit ihm, sondern in dem kann man ja. Muss gar nicht sehr viel mehr sein, man muss sicher keine besonders gescheiten Anmerkungen bringen. Du musst das machen und das, und wenn du das auch noch machst, dann wird alles perfekt gehen. Das kann man vergessen, weil das muss der andere selber finden. Aber man kann weckende Worte sprechen, belebende Worte. Liebe ist Lebenskraft eigentlich, wirklich Lebenskraft. Und Lebenskraft ist gestaltende Kraft zugleich, weil sie gestaltet das Leben. Und das ist immer in Bewegung und wird immer wieder neu gestaltet, natürlich nicht vollständig verändert, aber immer wieder erneuert im Grunde und in neuen Variationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser eigener Organismus verändert sich im Laufe des Lebens. Und wir werden eigentlich im Grunde in jeder Sekunde, in jeder Minute werden wir neu irgendwo. Und wir kriegen es ja gar nicht mit. Wir bauen ja an uns selber auch. Natürlich, wir haben noch Hilfe dabei, weil zumindest im Alltagsbewusstsein kriegen wir da noch sehr wenig davon mit und würden das wahrscheinlich ziemlich verpfuschen noch. Aber unser wirkliches Ich arbeitet daran, am ganzen Organismus. Das kann unangenehm sogar sein, wenn man jetzt anfängt, den ganzen Organismus umzukrempeln und sagt, ja, du bist auf einer neuen Stufe, du hast neue Fähigkeiten, dazu brauchst einen anderen Körper, der muss sich verändern. Das passiert ganz normal bei jedem Menschen. Bei jedem Menschen passiert das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und daher auch immer mehr, dass die Vererbung als solche nicht mehr die Rolle spielt. Sondern das wird meistens schon relativ früh einfach überwunden und der Mensch baut sich sein eigenes. Wirklich sein eigenes. Ja, natürlich können die Forscher noch immer ein paar Gene von den Müttern und Vätern nachweisen, aber sie haben nicht mehr die Bedeutung. Sondern das Entscheidende ist, dass wir es selber an uns gestalten. Und zwar ganz bis ins wirklich Physische hinein. Bis in alles. In die Bewegungsabläufe, die wir haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Den anderen Menschen wahrnehmen 00:27:00 ===&lt;br /&gt;
Wir haben oft schon gesprochen darüber, man kann einen Menschen an seinem Schritt erkennen, wenn er über die Treppe raufkommt oder was. Ganz deutlich. Das ist unverwechselbar. Wenn man nicht ganz unaufmerksam ist, merkt man das sofort, wer das ist. Wahrscheinlich wird keiner so genau wissen, wie gehe ich denn eigentlich. Ja, ich gehe. Habe ich halt irgendwann gelernt, und ja, alles funktioniert. Aber den eigenen Gang wahrzunehmen ist unheimlich schwer. Aber man kann einmal anfangen, den Gang anderer Menschen zu beobachten. Zu vergleichen. Und zwar wertschätzend. Na, wie der da herkommt, das muss ein primitiver Mensch sein. Dann bin ich schon wieder auf der falschen Spur. Einfach ist einmal, objektiv als Phänomen zu nehmen. Aber es mir aktiv bewusst zu machen. Und das heißt, da muss ich gestaltend, bildend dabei sein, mich hineinleben eigentlich in den anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil ich lerne die Bewegung des anderen in Wahrheit erst kennen, wenn ich selber so in mir das ein bisschen nachmache. Dass ich mich wirklich hineinfühlen kann. Das heißt nicht, dass ich dann auch so durch die Welt laufen muss auf ewig. Aber im Moment, das ist die Wahrnehmung des anderen. Da merke ich zum Beispiel, was tut sein Ich. Weil sein Ich ist es. Der Mensch trägt sich selber. Das Ich trägt ihn. Es ist nicht die Muskeln, nicht die Knochen, die gehören dazu. Natürlich, wenn wir nur eine Wasserkugel wären im Ozean oder was, dann wird es schwierig. Da können wir nicht gehen. Wir brauchen etwas Stabileres. Aber es ist dauernd in Bewegung. Es wird dauernd umgestaltet, aber in ganz individueller Weise. Und es ist eigentlich, wenn man es wahrzunehmen versteht, leuchtet einem so die andere Individualität entgegen. Im sinnlich-übersinnlichen Erleben des anderen eigentlich. Aber durchaus auch ganz wach im sinnlichen Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die zwei Dinge, auf die hat Rudolf Steiner wiederholt so deutlich hingewiesen. Wach werden, im sinnlichen Wahrnehmen jedes Detail beobachten können, nicht die Hälfte verschlafen. Weil in Wahrheit verschläft man so viel. Mir geht es auch nicht anders. Man geht irgendwo, dann denkt man sich, was war denn da jetzt gerade? Das hat man nicht wirklich bewusst mitbekommen. Man braucht nur nachdenken. Ich komme von der U-Bahn bis zur Arbeitsstelle oder was, da bin ich sicher Dutzenden, wenn nicht Hunderten Leuten begegnet. Und wen habe ich bewusst wahrgenommen? Wirklich bewusst. Oder dass ich sage, aha, da kann ich mich erinnern, da war der, der hat so einen Hut aufgehabt und der hat ein bisschen finster reingeschaut. Meistens hat man es von einem gemerkt, weil der besonders grantig reingeschaut hat, der ist einem aufgefallen. Aber der Rest zieht vorbei. Das heißt, man hatte die Augen offen, man hat es scheinbar auch gesehen, aber es ist durchgeruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das war in der Vergangenheit noch stärker so bezüglich des Sinnlichen. Allerdings, wenn ich weiter zurückgehe, haben die Menschen das Übersinnliche, das Seelische, das Geistige des Menschen wahrgenommen. Da muss ich weit in die Vergangenheit zurückgehen. Aber jetzt müssen wir dazulernen, das Sinnliche ganz wach wahrzunehmen und dazu das Geistige dann, das sich ausdrückt in dem sinnlich Wahrgenommenen. Das kann man dann nämlich studieren. Das ist das, wo es gilt. Dieses Genie war es, in vielen Dingen zu können, einfach sinnlich-übersinnlich wahrzunehmen in Wahrheit. Und das hat nichts mit so einem alten Hellsehen oder visionären Sehen zu tun, sondern das ist etwas ganz Waches. Das ist mit einem geradezu künstlerischen Blick halt mitgestaltend sein im Wahrnehmen. Mitgestaltend sein. Niemals glauben, ich bin wie eine Kamera, Augen auf und bitte vermitteln mir, was da vor mir ist. Nein, schaue aktiv. Schaue aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit lernen wir es ein bisschen im Ansatz ja sowieso schon als Kind, weil sonst würde man überhaupt nichts wahrnehmen. Auch mit offenen Augen nicht. Wir müssen Sehen lernen. Und dann können wir es und dann denkt man, ich mache immer die Augen auf und sehe schon. Da kriegt man gar nicht mit, wie aktiv man eigentlich beteiligt daran ist. Das habe ich eh öfters erzählt, also man malt das Gesicht des anderen Menschen, zeichnet es, man tastet es ab mit den Blicken und ist sich dessen gar nicht bewusst. Und wenn einer dann ein begabter Zeichner ist, ist er es deswegen, weil er das, was er da mit den Augen abtastet, halt dann auch in die Handbewegung bringt. Dann kann er es ins Zeichnen auch gut reinbringen. Aber mit den Augen, mit der Augenbewegung macht man es auf jeden Fall. Und angenommen, die Augen wären fixiert, könnten sich nicht so bewegen, so abtasten, dann würde man praktisch nichts gescheit sehen. Dann würden wir das Gesicht jedenfalls nicht wahrnehmen können. Dann wäre die Wahrnehmung eine ganz, ganz grobe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die griechischen Statuen und die Schönheit der Götter 00:32:40 ===&lt;br /&gt;
Und in dem Ganzen drinnen ist eben aber auch versteckt ein tieferes Wahrnehmen oder die Möglichkeit zu einem tieferen Wahrnehmen, weil hinter dem Gesicht, wie sich das Gesicht verändert, wenn es lächelt, wenn ein Mensch weint oder wenn er traurig ist oder wenn er freudig ist oder wenn er ermüdet ist, wenn er schläfrig ist und so weiter, es verändert sich ja. Es ist ja nicht wie ein Marmorkopf oder eine Marmorstatue, die sich nicht rührt, wobei ein guter Künstler, ein guter Bildhauer es lernt, dem fast eine Lebendigkeit zu verleihen, dem Bild. Das war ja das Großartige dieser griechischen Statuen, dieser Plastiken, wo man das Gefühl hat, die Statue, die muss jetzt gleich zu gehen beginnen. Die ist so nachempfunden, dass der Künstler nicht nur eine fertige Gestalt sieht, sondern er hat sich eingefühlt in die Lebenskräfte des anderen Menschen. Das heißt, in dem anderen Menschen leben diese Kräfte, die ihn bewegen auch. Und aus dem heraus ist das Bild so stark entstanden, dass auch auf den Zuschauer, wenn er anfängt es zu schauen, der Betrachter, sieht er nicht einfach die fertige Statue, sondern er sieht eigentlich die Bewegung, aus der heraus diese Form gekommen ist. Und in der liegt drinnen wirklich der Charakter dieser Figur, die der Künstler dargestellt hat. Vielleicht sogar einer Göttergestalt oder was. Das heißt, die bestimmte Fähigkeiten hat, die in dem drinnen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wurden diese Götter von den Griechen erlebt, ganz klar in menschlicher Gestalt, aber im Grunde haben sie es ja gar nicht in Wahrheit. Weil der Zeus trotzdem ist nicht einer, der da oben fliegt oder Blitze schleudert, so wie ein Mensch, was herunterschleudern würde, sondern er ist eigentlich trotzdem ein übersinnliches Wesen. Und dass ich es auch in Menschengestalt erleben kann, da muss ja der Mensch wieder befähigt sein, diese geistige Kraft des Zeus oder des Apollo oder wer immer es ist, so erleben zu können, dass ich mir so ein lebendiges Bild mache, das aber alles andere als ein Abbild ist, ein Äußeres. Sondern das ein Bild ist, ein geradezu ein Symbol ist für die Kräfte dieser Göttergestalten, die sie verkörpern, die sie repräsentieren, wie auch immer. Aber sie sind eben keine körperlichen Wesen. Der Zeus war nie ein körperliches Wesen, der Apollo auch nicht. Und die Aphrodite nicht und so weiter. Sie ist die Schönheit selber im Grunde. Also das heißt, die Kraft, die etwas schön macht. Das heißt, etwas macht, wo das geistige Wesen, das dahintersteckt, wirklich zum Ausdruck kommt. Und das macht es schön, dass die Gestalt sozusagen ganz durchsichtig wird für die seelisch-geistigen Kräfte, die drinnen walten. Das ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht nur etwas Äußerliches, sondern es ist eigentlich bei den Griechen in der Kunst, in der ganzen griechischen Kunst, in der Plastik vor allem, die Menschen sollten sich einfühlen, und die Statuen, die sie geschaffen haben, die heute die großen Künstler schaffen konnten, sollten das vermitteln, sollten das anregen. Und über die Statue sollten sie eigentlich zum Wahrnehmen dann dieser Götter, dieser olympischen Götter oder was immer es ist, kommen. Einfach. Indem sie sozusagen lernen, es sinnlich zu sehen, die Schönheit zu sehen, weil das muss man einmal sehen, dass Schönheit da ist. Viele Menschen gehen an Dingen, die eigentlich schön sind, vorbei und bemerken die Schönheit gar nicht. Also auch das ist nicht, das springt uns an, sondern die wirkliche Schönheit, da muss man wach werden dafür erst, wirklich wach werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können auch manchmal scheinbar hässliche Gestalten eigentlich schön sein. Das ist ganz wichtig, das auch zu erleben, weil es ist dann vielfach auch in einer Fehlinterpretation dieser griechischen Statuen, aha, naja, weil es war doch, ein guter Mensch ist auch ein schöner Mensch im Allgemeinen, aber damit ist gemeint das Seelische, die seelische Erscheinung. Der kann äußerlich hässlich sein, Sokrates zum Beispiel war ziemlich hässlich und hatte eine große Weisheit darin, er hatte natürlich auch gewisse problematische Seiten darin. Weil Sokrates und was er darauf aufbaut, schon natürlich sehr aufs Intellektuelle hin zielt, kommt ja in der griechisch-lateinischen Zeit herauf, und da ist immer auch der Ahriman mit dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus dem Toten die lebendige Kraft entdecken 00:38:11 ===&lt;br /&gt;
Aber brauchen wir auch, weil es ging auch darum, zu lernen, ja, das Tote kennenzulernen. Und das sollte eigentlich, wenn es gut funktioniert, sollte es beitragen dazu, eine Hilfe sein, gerade die eigenen Kräfte zu stärken, auch im Toten oder in dem scheinbar Toten die lebendige Kraft zu entdecken, die dahintersteckt, die das hervorgebracht hat. Weil alles Tote ist einmal abgestorben, und das heißt, es hat einmal gelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wäre schon im Übrigen ein wichtiger Gedanke für die ganze Naturforschung heute, weil sie geht eigentlich davon aus heute, dass alles, der tote Stoff ist der Ursprung von allem. Und irgendwie mit der Zeit organisiert er sich halt dort so, dass auf wunderbare Weise auch das Leben entsteht oder so. Das ist ja eigentlich das heute naturwissenschaftliche Weltbild, beruht auf dem. Am Anfang steht der tote Stoff und irgendwie durch Zufall und durch Auslese dann von Dingen, die funktionieren, die zufällig funktionieren, die zufällig überlebensfähig sind. Aha, da hält sich etwas länger und da regeneriert sich zufällig aus irgendwem. Das ist die heutige Erklärung, dass es Leben in der Natur gibt. Ein bisschen sehr vereinfacht ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Leben als solches, das gibt es eigentlich nicht. Das sind eigentlich tote physikalisch-chemische Vorgänge, die zufällig halt zuerst einmal ein paar Mikroben hervorbringen, später Weinbergschnecken oder irgendetwas und schließlich irgendwann den Menschen auch, zufällig, völlig zufällig. Nur der Mensch hat sich halt bewährt, er war der Überlegene, darum ist er jetzt die dominierende Spezies auf Erden. Das ist das Weltbild heute, eigentlich. Das wird an den Universitäten gelehrt, und wenn man wagt, daran Kritik zu äußern, dann ist man ein Schwurbler oder irgendetwas, jedenfalls ein Mensch, der Fantast ist, der mit der Realität nichts am Hut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es in Wahrheit umgekehrt. Es war notwendig, das kennenzulernen, eben auch um den Tod kennenzulernen, bewusst mal die ganze Welt sich auch vorstellen zu können, sie ist eigentlich aus dem Toten entstanden. Es gibt keinen Geist, es gibt keine Seele, es gibt kein Leben, es gibt tote Materie von Anfang an, und die bringt das alles hervor, zauberhafterweise. Gut, lernt einmal mit der Anschauung umzugehen, was daraus wird. Naja, es passiert viel Vernichtung daraus, weil wir letztlich nur den Weg Richtung Tod kennen. Es kommt aus dem Tod und geht in den Tod, sozusagen. Das ist das Bild, was anderes gibt es eigentlich gar nicht. Und im Grunde, ja, menschliche Intelligenz, na, eigentlich ist es auch nicht anders als die künstliche, ist halt das Hirnkastl, hat halt eine längere Entwicklung schon hinter sich, daher ist vielleicht doch ein bisschen überlegen noch, aber im Prinzip auch zufällig hat sich da irgendwas arrangiert und das spuckt Gedanken aus, wobei die Frage, was sind Gedanken, Nervenimpulse, elektrische Impulse, die durch die Nerven zischen. Alles sehr kompliziert und aus dem heraus haben wir unsere Intelligenz. Ja, das ist das Weltbild heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann brauchen wir uns aber nicht mehr wundern, wenn so viel Totes und Todmachendes in der Welt drinnen ist. Weil gerade dort, wo die führenden Wissenschaftler sind, wo die führenden Denker auch sind, die denken im Großen und Ganzen in die Richtung. Das ist nicht so, dass sie aus Bosheit jetzt Kriege provozieren oder so, das wollen sie nicht, das sind vielfach Pazifisten und alles Mögliche, wollen ganz was anderes. Aber sie haben tote Gedanken. Sie können nur den Tod denken. Das ist unser Zeitalter. Es ist unser Zeitalter, jetzt das, wo wir insbesondere mit den ahrimanischen Kräften zu ringen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wolfgang Pauli und die ahrimanischen Kräfte in der Technik 00:42:49 ===&lt;br /&gt;
Ganz wenige haben das ja erkannt, wirklich. Ich habe ja oft den Zeitgenossen Wolfgang Pauli, den Wissenschaftler, der sehr wohl den Geist der Materie kennengelernt und geschaut hat. Es ist im Grunde niemand anderer als der Ahriman. Und für den das einfach ein seelisches Erlebnis war, ein ganz starkes und ganz sein Leben sehr prägendes Erlebnis war, das er immer wieder in verschiedenen Variationen hatte. Und der dann auch tatsächlich, wirklich, diesen Pauli-Effekt, von dem man vielfach scherzhaft spricht, wenn er in die Nähe einer Maschine kommt, funktioniert es nicht mehr, das hat sich wirklich oft bestätigt. Die meisten sehen das halt als nette Legende oder was. Er war überzeugt, dass er wirklich die Ursache ist, und er war es auch. In vielen Fällen zumindest. Das ist einfach ein totes Gerät, das aber mechanisch läuft irgendwie oder elektrisch läuft oder sonst wie, dass das halt den Geist aufgibt. Weil er eine Ausstrahlung hatte, ankämpft gegen dieses Ahrimanische, dieses ahrimanische Wirken in den Maschinen, die drinnen sind. Weil da wirken natürlich ahrimanische Elementarwesen mit. Es gibt auch ahrimanische Elementarwesen, natürlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das große Problem ist ja, dass wir heute haben im Naturgeschehen überhaupt, wir bringen durch unsere Art zu denken, aber eben auch die Art zu denken, aus der die Technik entsteht, und die Technik selber, die dann wirkt, bringen wir sehr viel Todeskraft in die Natur hinein einfach, zwangsläufig. Also das heißt, wir sind im Moment sehr beschäftigt damit, den Todesprozess der Erde, der an sich ein natürlicher Prozess ist, weil alles einmal sterben und zerfallen muss, aber der diesen Prozess beschleunigt. In dem sind wir stark drinnen. Schon allein durch die Art, wie wir denken, da muss man gar nicht einmal äußerlich irgendwas angreifen. Wie es so schön der Johannes in den Mysterien damals sagt, dass einem dann wieder bewusst wird, dass alles, was in Menschenseelen lebt, in Geistes Außenreichen, das heißt in der äußeren Welt, weiterwirkt. Da muss ich gar nicht angreifen und mit dem Hammer draufhauen, sondern es wirkt. Und wenn viele Menschen tote Gedanken produzieren in sich und tiefgläubig sind gegenüber diesen Dingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Übrigen ist das sehr verwandt mit den kirchlichen Dogmen und so, ist ja interessant, dass viele Naturwissenschaftler der neuen Zeit, zum Beispiel Urknalltheorie, das waren alles Priester, die das empfunden haben. Und sie finden es gerade gut, das so zu sehen. Sie denken, damit verstehen sie Gott, sein Handwerk sozusagen. Und freuen sich darüber, dass das so ist, und vor allem nicht, aber dann bitte diese alten Orte, die die Schamanen oder sonstige hatten, das ist ja alles unchristlich, das ist heidnisch. Man muss sehen, dass die Priesterschaft vielfach energisch daran gearbeitet hat, diese heidnischen Kräfte alle auszurotten, die aber viel mehr von der Natur verstanden haben, viel, viel mehr. Also das ist das Problem, dass das Christentum, das praktiziert wurde auf Erden, vielfach ganz in eine andere Richtung geht, als das, was eigentlich sein sollte. Weil der Christus ist das Leben selbst, er ist der Herr der Lebenskräfte im Grunde. Und wo wir sagen, Liebe ist eigentlich Lebenskraft zu verschenken, also belebende Kraft zu verschenken. Aber davon haben viele der Mönche und Priester nichts verstanden, weil sie geprägt waren durch die ganze lateinische Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Latein ist natürlich eine wunderbare Sprache einerseits, hat viel bewirkt im technischen Sinn, im Sinn, Weltreiche aufzubauen, das Römische Reich war ein Musterbild davon, also ganz Europa im Grunde und mehr zu beherrschen. Von außen musste die Menschheit wahrscheinlich auch irgendwie lernen, aber es ist ein völlig totes Denken. Es führte logisch schließen. Wo zwangsweise dann genau ich zum Ziel geführt werde, anders kann es gar nicht sein. Es gibt irgendwo steht da ein Buch, die Logik des Lebendigen, das ist ein Widerspruch in sich selbst. Irgendein Naturforscher, der es über die Evolutionstheorie oder so geschrieben hat, so ähnlich heißt es auf jeden Fall, die Logik des Lebendigen. Jedenfalls nicht die Logik, die die meinen, wenn sie den Logos meinen, der darin herrscht, dann wäre es richtig. Aber sie liegen haarscharf daneben, weil sie den Logos eben auch nicht verstehen. Sondern nur das logische Schließen, wo es letztlich sich durch eine Errechnung, wenn man so will, zwangsläufig ein bestimmtes Ergebnis ergibt, herauskommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Leben ist immer wieder ein Neubeginn, immer wieder, mit jedem Atemzug, in jeder Sekunde, mit jedem Wimpernschlag entsteht etwas Neues im Lebendigen. Also das bleibt nie gleich, es ist nicht etwas, was immer in gleicher Weise läuft, grob betrachtet mag es so scheinen, aber in Wahrheit, im Detail, entsteht immer etwas Neues. Wenn das nimmer ist, dann ist das Leben vorbei in Wahrheit. Das heißt in Wahrheit, ein Organismus stirbt dann, wenn er diese Fähigkeit, sich wieder neu umzugestalten, verloren hat. Dann ist es Zeit sozusagen, dass das zerfällt, dass man es loslässt und dass sich die Lebenskraft, die Seelenkraft, die vielleicht drinnen ist, einen neuen Körper baut, einen neuen Organismus baut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reinkarnation und das Lernen aus Fehlern 00:49:35 ===&lt;br /&gt;
Das ist im Menschenleben so, das ist im Leben der Tiere so, das ist im Leben der Natur so. Also wenn es sich nicht mehr lebendig verwandeln und verändern kann, sondern nur mehr auf der gleichen Schiene weiterläuft, dann ist es aus. Dann ist es Zeit, aber was heißt aus, es geht halt dann eben weiter, indem ein neuer Körper, ein neuer Organismus gebaut wird. Das ist nämlich auch in der Tier- und in der Pflanzenwelt so. Nur es ist dort nicht mehr verbunden mit dem Bewusstsein, das der Mensch hat, aber auch dort, ich meine, was die Tiere erleben, erfahren oder so, geht in nächste Tiergenerationen hinüber. Aber wieder nicht durch Vererbung primär, die Vererbung, das wäre nur das Tote, was weitergegeben wird, sondern was die Gruppenseele erlebt, die Gruppenseele der Löwen, der Elefanten, der Katzen, und da gibt es ja so viele verschiedene Arten noch und so weiter, das geht in die Gruppenseele ein, und sie bringt neue Geschöpfe hervor, die aber all diese Erfahrungen, diese Dinge mitnimmt und aus dem wieder was Neues gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also dieser Kreislauf des Erneuerns, also aufzuleben, sich zu verwandeln, zu zerfallen, zu sterben und dann wieder auf höherer Ebene hereinzukommen, wieder in die äußere Welt hereinzukommen, das passiert durch alle Naturreiche hindurch und am allergrößten und am allerstärksten und eben in ganz individueller Form beim Menschen. Das ist dann die Wiedergeburt, die Reinkarnation, dass wir uns einen ganz anderen Körper aufbauen, einen Menschenleib, aber der geprägt ist dann ganz durch die Erfahrungen, die das Ich in der Vergangenheit gemacht hat, das heißt in den vergangenen Erdenleben. Und das ganz den Aufgaben entspricht, die man sich mitgenommen hat daraus. Den Aufgaben, die man sich mitgenommen hat, das heißt, wenn ihr wollt, die karmischen Verfehlungen, aber man könnte es freundlicher ausdrücken, die Übungsaufgaben, die wir uns gestellt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellt euch vor, wir können ja sagen, wäre aber schon schön, wenn wir so perfekte Menschen wären, dass wir schon in der ersten Inkarnation, die wir auf Erden haben, eigentlich nicht uns verstricken lassen in irgendwas Karmisches, sondern schon so ganz rein weitergehen. Das ist eine Illusion, das würde nie funktionieren. Das werden manche wahrscheinlich ganz energisch widersprechen, aber ich sage es trotzdem zum wahrscheinlich hundertsten Mal schon, wir lernen aus unseren Fehlern. Und das heißt, ohne Fehler lernen wir nichts. Nichts. Auch das kleine Kind lernt am Scheitern. Schon wenn es krabbeln lernt, wenn es stehen lernt, wenn es gehen lernt, wenn es nicht hinfallen würde, würde es nicht gehen lernen. Es muss immer wieder lernen, nein, es geht noch nicht, ich bin umgefallen, vielleicht habe ich mir sogar weh getan. Man muss als Eltern natürlich aufpassen, dass nicht wirklich was Gravierendes passiert. Das wäre dann wahrscheinlich zu viel des Lernanstoßes, kann aber auch passieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Punktlandung: ein Kind, das früh stirbt 00:53:20 ===&lt;br /&gt;
Selbst wenn ein Kind vielleicht aus dem Fenster fällt oder sonst was und stirbt daran, das ist eine Riesenlektion für die nächste Inkarnation. Das ist tragisch, keine Frage. Es ist vor allem tragisch für die Eltern, am wenigsten für das Kind. Es wollte zwar da in die Inkarnation hinein, aber wahrscheinlich schon mit dem Impuls, diese Welt jetzt nur kurz zu berühren und einen entscheidenden Anstoß für die weitere Entwicklung zu bekommen. Einfach durch ein ganz dramatisches Ereignis vielleicht. Für uns hier, die wir auf Erden leben, ist das sehr schmerzlich und ist das sehr schwierig, aber nicht für, im Allgemeinen zumindest nicht für das Kind zum Beispiel, dem das passiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kind, das bei der Geburt stirbt. Man könnte sich denken, was ist da dem lieben Gott eingefallen, dass das Kind jetzt sterben muss, kaum ist es geboren, stirbt es. Aber das kann eine ganz gewaltige Erfahrung sein für den Menschen, der da geboren wurde und gleich wieder hinübergegangen ist und dann im nächsten Ansatz aber hundertmal mehr Kräfte mitbringt, die er sonst nicht wecken hätte können. Aber er hat dazu gebraucht, diesen kurzen Zwischenaufenthalt auf Erden. Das macht durchaus Sinn, tiefen Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss man aber wirklich das im ärgsten Sinne lernen zu akzeptieren, wir müssen uns ganz befreien von unserem Wunschdenken, von was wir uns wünschen, das passiert. Natürlich wünscht man sich, ein Kind wird geboren und jetzt wächst es heran zu einem prächtigen Menschen. Und wenn das nicht ist, sind wir natürlich unglücklich, das ist keine Frage. Aber wir dürfen da nicht in den Egoismus fallen, da trauern wir nicht für das Kind. Das Kind hat genau das bekommen, was es wollte, was es sich gesucht hat. Einfach eine Zwischenlandung auf Erden, um kurz was mitzunehmen, weil schon allein den Körper sich aufzubauen, ihn zu individualisieren. Das ist ja eine riesige Arbeit, an der arbeitet das Kind Jahre, Jahrhunderte unter Umständen sogar. Also heute geht es ein bisschen schneller, es sind viele Jahre, aber in der Vergangenheit waren es Jahrhunderte unter Umständen, weil der normale kosmische Schnitt für die Reinkarnation ist zweimal pro Kulturepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also heute ist es ziemlich enger geworden, es sind kürzere Perioden dazwischen, aber damals war lange Zeit dazwischen, und unter Umständen ist eine Punktlandung dazwischen einmal notwendig, um wirklich das Ziel zu erreichen, das man sich gesetzt hat, als ich heraus. Nämlich einen Körper zu bauen, einmal sozusagen Teil 1 zu absolvieren, aber der ist noch nicht, da ist noch nicht alles fertig, sondern da habe ich mich erst geübt daran, und für die nächste Inkarnation kann ich das, was ich dazu brauche. Und dann kann ich vielleicht ganz Großes in der Welt bewirken, was ich sonst nicht hätte können. Aber das geht halt nur mit der kurzen Berührung dann der Erde, das ist eine ganz, ganz, ganz wichtige Sache in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie anders das Leben wahrscheinlich funktioniert, als sich das die meisten vorstellen. Wo wir aber immer unsere Wünsche auch hineinprojizieren in Wahrheit, die durchaus verständlich und berechtigt sind, natürlich, niemand wird sich wünschen, dass ein Kind stirbt gleich nach der Geburt. Aber wenn man geistig so weit wahrnehmend wäre und das wirklich wahrnehmen könnte, was in dem konkreten Fall los ist, dann müsste man sagen, ja, du hast deine Aufgabe gemeistert, du hast den einen großen Schritt gemacht und du wirst in der nächsten Inkarnation das vollenden, was du jetzt dir nur die Kräfte vorbereitet hast. Aber da muss man dann wirklich sehr selbstlos in sich werden und nicht pochen auf meine Trauer, meinen Schmerz und was ich mir denke, was alles jetzt schiefgelaufen ist und warum passiert uns das unserer Familie. Eigentlich müsste man mitkriegen, was wollte denn das Kind eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme bewusst jetzt so ein sehr schwer zu nehmendes Bild dafür, aber so funktionieren die Dinge. Sie haben wenig zu tun mit unseren Wünschen, wie sie aus unseren normalen menschlichen Regungen kommen, sagen wir mal so. Es kann oft ganz anders sein. Und es ist wichtig, dass man das lernt. Das heißt ja nicht, dass das immer und dauernd passieren muss. Das sind ganz besondere Fälle, wo das passiert. Es gibt schon genug solche Fälle, aber es sind schon ganz besondere. Da bereitet sich ein Mensch für eine große Aufgabe vor. Und er sagt, mit dem, was ich bis jetzt geschafft habe an Körperlichkeit, kann ich das noch nicht erreichen. Ich habe gelernt daran, wie man so einen Körper baut, der zumindest in die richtige Richtung geht, aber das reicht noch nicht. Es hat gar keinen Sinn, dass das Leben weitergeht. Das ist natürlich nicht so eine Verstandesüberlegung, sondern das ist ganz intensiv und das ist ganz klar dann, dass man dann so loslässt und sagt, so jetzt, nächste Phase, jetzt muss ich das verarbeiten, was ich da gelernt habe, und dann geht es los. Und dann stehe ich mit Kräften in der Welt drinnen und kann etwas verändern, wo die Leute dann nur erstaunen irgendwo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, es macht einen tiefen Sinn, aber es ist halt nicht alles immer so locker und schön, wie man es sich vorstellt, sondern das gehört auch dazu bis zu einem gewissen Grad. Also dass man einfach ein Gefühl dafür kriegt, auch scheinbar ganz schlimme Dinge können einen ganz tiefen Sinn haben. Bitte es aber nicht damit zu vergleichen, dass jeder gleich durchgehen muss durch solche Erfahrungen. Das habe ich damit überhaupt nicht gesagt, das sind wirklich ganz besondere Fälle. Aber wo Menschen sich wirklich auf etwas Großes vorbereiten, das sie über viele Inkarnationen in Wahrheit vorbereitet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Stärke des Wollens und die luziferische Verführung 01:01:01 ===&lt;br /&gt;
Und das seelisch erfassen zu können, das sind so wichtige Dinge, dass wir da nicht an der Oberfläche bleiben und denken, ja, wenn eh alles schön funktioniert, so wie man es sich halt vorstellt, dann ist alles gut gegangen. Das kann aber auch sein, dass dann grad nichts gut gegangen ist, weil es dümpelt halt einfach, Verzeihung, weiter. Und der große Schritt, der eigentlich möglich gewesen wäre, wurde nicht gemacht. Dann wird es bei der nächsten Inkarnationsmöglichkeit noch dramatischer. Weil der Punkt ist, der Mensch, der sich inkarnieren will, der will das. Der will das. Die Frage ist, wie stark ist sein Wollen, oder wie schwach ist es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil natürlich, die Widersacher führen uns gern, und namentlich Luzifer und seine Scharen führen uns immer gern auf den Weg, der angenehm ist, der schön ist, der glücklich macht, der lichtvoll ist und so weiter, wo wir glücklich sind. Soll man schon auch sein, wir sollen glücklich sein dürfen und können, aber nicht nur, nicht nur, das ist nicht das eigentliche Ziel, sozusagen, das ist nämlich in Wahrheit die Frucht von Anstrengungen, die wir vorher unternommen haben, dann ist sie gerechtfertigt. Wo ich einfach das geschenkt bekomme oder scheinbar geschenkt bekomme, mich natürlich darüber freue, dann muss man schauen, ist es von den luziferischen Kräften geschürt, oder ist da eine Kraft drinnen, deswegen, weil ich mir das in der Vergangenheit erworben habe, und wo ich dann sage, ja, jetzt, aber jetzt geht&#039;s los, jetzt kremple ich die Welt um, weil dazu sind wir da, sie umzukrempeln im Grunde, und das ist die eigentliche Menschenaufgabe, die ganze Erde umzukrempeln, wir sind Mitarbeiter, wir sind mittlerweile Hauptarbeiter, im Moment haben wir halt noch die Tendenz, viel Unsinn zu machen, wenn wir an der Erde arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber über das haben wir ja schon oft gesprochen, dass die Zukunft der Erde und wie lang die währt und was da alles noch entstehen kann, selbst wenn wir gar nicht mehr inkarniert sind, aber was an Zukunftskräften noch erreifen kann, das wird voll und ganz von uns abhängen. Wenn wir es nicht tun, dann wird es halt auf einem minimalen Niveau bleiben im Vergleich dazu, weil es geht gerade auch um diesen menschlichen Stempel, den wir dem Ganzen aufdrücken, wenn man so will. Also dieses Geprägtsein dann durch starke, geistige Individualitäten, die in sich so starke Schöpferkraft entwickeln, dass sie wirklich Lebenskraft ist für die Erde. Natürlich steht der Christus dahinter und ist eine ganz wesentliche Kräftequelle auch, aber er wird nicht wirksam, wenn wir nicht tun. Er macht es nicht für uns. Er verbindet sich mit uns, wenn wir tätig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die plastische Erde und die Phasen der Erdentwicklung 01:04:20 ===&lt;br /&gt;
Aber die Zukunft, auch die nähere und fernere Zukunft unserer Erde, da muss ich noch gar nicht weiterdenken auf den neuen Jupiter, neues Jerusalem und so weiter, sondern wie gesagt, wir sind ein bisschen über die Mitte der Erdentwicklung. Also die Erde hat noch einen weiten Weg vor sich in Wahrheit und wird ganz anders dann noch sein in den Phasen. Es wird natürlich auch eine Phase kommen, wo sie nicht mehr materiell ist, so wie sie jetzt ist. Das ist ja nur jetzt ein Kernzeitraum, sozusagen, dass die Erde physisch ist. Sie wird dann übergehen in einen sogenannten plastischen Zustand, so nennt es Rudolf Steiner öfters, und sagt ganz deutlich, ja, es ist sowas wie ein astralischer Zustand. Also das heißt, eine seelische Erde wird entstehen. Lebendig auch zugleich. Eine beseelt lebendige Erde, aber nicht stofflicher Natur. Das heißt, für äußere Sinne eigentlich nicht wahrnehmbar, aber es gibt dann eh niemand, der solche äußeren Sinne wie wir jetzt hat, haben würde. Sondern es wird die Erde eine lebendige Seelenwelt für sich. Das ist die nächste Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehört alles noch zu unserer Erdentwicklung, in der wir jetzt drinnen stehen. Ist noch nicht das fertige neue Jerusalem, ist noch nicht der neue Jupiter, so heißt nur die nächste Stufe. Weil jeder dieser kosmisch-planetarischen Zustände, durch die wir durchgehen, hat sieben Phasen. Es gibt sieben im ganz Großen, über die wir aufgesprochen haben, vom alten Saturn bis zum Vulkan. Aber jeder dieser einzelnen Zustände geht wieder durch sieben Phasen durch. Und wir haben in der Erdentwicklung drei hinter uns. In der vierten stehen wir drinnen, etwas über die Mitte. Nur diese vierte Stufe ist die, die wirklich so physisch-stofflich ist, wie wir es jetzt erleben. Davor waren drei, die ganz aus dem höchsten Geistigen zunächst gekommen sind. Also der sogenannte Arupa-Zustand, also ganz ungeformtes Geistiges. Das heißt, das ist eine reine Schöpferkraft im Grunde. Dann kommt geformtes Geistiges, Rupa-Zustand. Dann kommt ein astralischer Zustand. Dann ist die Erde Seelenwelt gewesen. Und dann erst wird es langsam unser physischer Erdplanet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Zukunft geht es jetzt weiter, wieder der Aufstieg sozusagen, über einen seelischen Zustand, der aber eben ganz anders ist als der, der vorher da war. Den nennt Rudolf Steiner den plastischen Zustand. Das heißt, was die Erde als Seelenwesen ist, ist dann ganz Ausdruck ihres Wesens. So könnte man es sagen. Und all der Wesen, die zu dieser Erde dazugehören. Das heißt, sie wird als Seelenantlitz zeigen, den anderen geistigen Wesenheiten, die ganz davon abhängen, was eben die auf Erden lebenden oder mit der Erde lebenden geistig-seelischen Wesenheiten spüren, empfinden, tun und insbesondere, was wir tun damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir werden daher dieser plastischen, astralisch-plastischen Erde der näheren Zukunft, also noch einige Zeit nach Ende der Kulturepochen, wird das eintreten, dass wir in den Zustand hier rübergehen, wo die Erde physisch verschwindet, wo ein äußerlicher Beobachter sagt, ja, die Erde ist vernichtet worden, vielleicht zerstäubt irgendwie, aufgefressen von der Sonne oder weiß ich nicht, wie immer. Nein, sie hat sich in einen höheren Zustand erhoben, den man natürlich äußerlich nicht mehr sehen kann, aber wir werden dann sowieso auch nicht mehr als äußere Wesen herumlaufen. Weil wir schon viel früher, bevor noch die Erde so weit ist, eben in diesem Zustand sind und heftig daran arbeiten, dass die Erde auch dorthin kommt und alle ihre Wesen dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Befreiung der Elementarwesen 01:09:08 ===&lt;br /&gt;
Dann fangen sie, die Elementarwesen, wirklich zum Freuen an. Dann ist das eine Erlösung für sie. Sie sind jetzt beschäftigt in der Natur, aber sie sind auch immer wieder, wie soll ich sagen, sie leiden auch unter ihrer Aufgabe. Also ganz besonders die Elementarwesen zum Beispiel, die mit dem festesten Stoff, mit den Gebirgsmassen und so zu tun haben und die da verbunden sind mit dieser Masse und eigentlich an dieses Tote, mehr oder weniger Tote, es ist natürlich nicht ganz tot, aber doch gefesselt sind. Und wo dann der Steiner deutlich sagt, ach, welche Wohltat für diese Wesen, wenn einer mit einem großen Hammer kommt und die Felsen zerschlägt. Das ist die Befreiung dieser Elementarwesen, die drinnen sind. Dieser Gnome, die da drinnen sind und so weiter. Es ist eine Befreiung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese große Befreiung wird dann einmal passieren, wenn die ganze physische Erde abfällt und die wirklich ihr wahres Wesen ausleben können. Weil das ist eigentlich ein Frontdienst, dass sie da diese harte Materie bearbeiten, und ich denke, das ist so, wie wenn der Mensch im Bergwerk eingesperrt ist und unter Tag hämmern muss für irgendjemand anderen. Ich meine, so hämmern und arbeiten jetzt die Elementarwesen des Festen, aber in anderer Art auch die Elementarwesen des Flüssigen und des Gasförmigen, im Wärmezustand, die alle sind schwer beschäftigt mit einer Arbeit, die zum großen Teil auch Bürde ist. Wirkliche Bürde ist für sie. Natürlich, sie lernen auch was daran, ist schon klar. Aber wo sie darauf warten eigentlich, dass der Mensch sie erlöst aus dieser Aufgabe. Weil eben dieser Zustand, dass die Erde wirklich in diesen plastisch-astralischen Zustand übergeht, da müssen wir ganz führend arbeiten daran, mitarbeiten, wenn nicht überhaupt eben, dass wir der entscheidende Faktor sind. Weil auch das wird der Christus nicht für uns machen, wenn wir keinen Finger rühren sozusagen oder keinen Gedanken rühren daran. Weil die eigentliche Umwandlung, die dann passieren wird, wird nicht durch äußere Arbeit mehr passieren, sondern durch unsere geistige Arbeit. Dann übernehmen wir da diese Dinge und dann schaffen wir es, die Erde wirklich in einen höheren, astralisch-plastischen Zustand überzuführen, der auf einem weit höheren Niveau steht als das, was vorher war, aus dem die feste Erde überhaupt erst entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil da war auch ein astralischer Zustand vorher. Und vor dem Zustand war ein Rupa-Zustand, also ein niederer geistiger Zustand, das geformte Geistige, und dann sogar am Anfang eben der schöpferisch-geistige Zustand. Da war noch kein Astralisches da, alles das nicht. Es hat sich immer mehr verdichtet. Teilweise aus einer Kraft, teilweise aber auch, dass hineinwirken schon damals ahrimanische Wesenheiten und das eben in eine Richtung hineinbringen, die, wie sage ich jetzt, die ungesund ist. Das will ich gar nicht sagen, weil sie sind halt nötig für die Entwicklung. Das sind alles nötige Dinge, die dazu da sind, dass wir Menschen unsere eigene Kraft überhaupt erkennen und nützen können, aus der Freiheit heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Über die Widersacher zu reden 01:13:08 ===&lt;br /&gt;
Ich möchte daher energisch widersprechen, ich habe das irgendwo in einem Kommentar zu meinen Vorträgen gelesen, oder nein, vielleicht war es sogar ein anderer Beitrag, weiß ich jetzt gar nicht, wo es darum geht, also wo ganz dezidiert gesagt wird, wir sollten nicht dauernd über die Widersacherkräfte reden, dadurch beschwören wir sie geradezu. Man sollte eigentlich das Wort gar nicht aussprechen, gar nicht daran denken, das gibt ihnen nur eine Wichtigkeit, die sie gar nicht haben. Sie haben diese Wichtigkeit. Und es ist falsch zu glauben, wir könnten unser Menschheitsziel erreichen, ohne die Auseinandersetzung mit den Widersachern. Das ist das Falscheste, was man machen kann. Ich würde ungern widersprechen, jeder kann seine eigene Perspektive haben, aber wir werden die Zukunft nur meistern können, wenn wir dem ins Auge schauen. Dass die Widersacher da sind, dass sie sehr wohl eine Aufgabe haben, dass sie, wie Rudolf Steiner wiederholt gesagt hat, abkommandiert sind zu ihrer Aufgabe. Sie sind nicht aus eigener Bosheit oder sonst was, um dem Götterwillen, dem Willen Gottes zu widersprechen, in ihre Rolle gekommen, sondern weil sie dazu bestimmt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die wahre Interpretation dessen. Es gibt in der Theologie dann so widersinnige Erklärungen, manchmal schon, Gott der Allmächtige, und dann gibt es aber die Widersacher, die sich darüber hinwegsetzen, der macht, was er will. Und macht etwas nicht Gott Gewolltes. Ja, er kriegt dann natürlich eine Strafe, weil er sich böse verhalten hat. Aber er macht ja eigentlich aus freiem Willen scheinbar etwas, was dem göttlichen Willen entgegensteht. Das Bild wird gerne so gegeben. Und dann wird so ein Konkurrenzkampf hochstilisiert zwischen den Widersachern und dem lieben Gott. Aber nein, sie sind bestellt zu ihrer Aufgabe. Und sie leiden auch unter ihrer Aufgabe. Man darf nicht glauben, das sind die großen Bösen, die ihre Kräfte ausleben und die fühlen sich wohl dabei, wenn sie das tun dürfen. Eigentlich leiden sie darunter. Allerdings verstehen sie nicht mehr ganz, warum sie eigentlich leiden. Sie merken nur, namentlich die ahrimanischen Kräfte, der Luzifer eh weniger, der ist so in einem Schwebezustand irgendwo, der ist eh ganz glücklich mit der Situation. Aber die ahrimanischen Kräfte sind gar nicht glücklich. Sie leiden, und sie merken, das hat mit den Menschen zu tun. Und sie merken, sie müssen den Menschen eigentlich quälen immer wieder mit ihren ahrimanischen Gedanken. Aber es schlägt auf sie selber zurück und ihnen geht es gar nicht gut dabei. Und die ahrimanischen Mächte merken nur, der Mensch hängt damit zusammen. Und darum fürchten sie ihn eigentlich. Weil sie nicht wissen, wie sie dessen Herr werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebendige Materie und der Tod im Kristall 01:16:24 ===&lt;br /&gt;
Sie können tun, was sie wollen, und sie tun schon ziemlich lang, weil schon, dass die Erde eben wirklich in diesen heutigen materiellen, festen Zustand übergegangen ist. Ein Zustand, wie es ihn so vorher noch nicht gegeben hat. Am alten Mond gab es zwar auch schon so etwas, was man als materiell bezeichnen kann, aber es war ganz weich. Es war fließend, es war bis zu einem gewissen Grad lebendig sogar. Nicht umsonst vergleicht Rudolf Steiner den alten Mond mit einem Kochsalat. Eine Welt aus Kochsalat. Also so etwas, was eigentlich lebendig ist. Es ist ein Bild, natürlich darf man sich das nicht so äußerlich jetzt vorstellen, aber eigentlich ist es eine lebendige Materie noch, aus der der alte Mond besteht. Das hat nichts mit unserer heutigen Stofflichkeit zu tun. Es ist eigentlich eine lebende Materie noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ahrimanischen Kräfte haben sehr geholfen, dass es dann wenigstens während der Erdentwicklung eine wirklich tote Materie ist. Ist sie noch lange nicht, aber sie arbeiten daran. Weil es ist noch vieles sehr lebendig. Gerade auch in der Mineralwelt. Mineralien, die sich bilden. Es liegen die Kristalle nicht einfach fertig, alle schon in der Natur da. Die sind in einem ständigen Bildungsprozess. Und erst wenn dann einer wirklich ganz fertig ist, ein einzelner Kristall, dann fällt er mal irgendwann heraus. Macht sich selbstständig. Aber er entsteht aus einem ganz lebendigen Prozess heraus. Also stimmt schon, Kristalle leben nicht, aber sie entstehen aus einem Lebensprozess. Nicht aus einem rein physikalischen Prozess. Das ist nur wieder unsere moderne Interpretation. Aber das sind Ätherkräfte, ganz starke Ätherkräfte, nur sie wirken nicht im Kristall, sondern um den Kristall. Und aus dem heraus bildet er sich und gestaltet er sich. Es sind also keineswegs nur mechanische Kräfte oder Atomkräfte oder Sonstiges, wie man heute denkt, durch die sich die Kristalle bilden, sondern das sind höchste Lebenskräfte, die drinnen stecken. Höchste Lebenskräfte. Nur die ahrimanischen Wesenheiten helfen dazu, dass der Prozess in den Tod hineingetrieben wird, dass irgendwann das Leben getötet wird, nicht mehr eingreifen kann, der Lebensprozess ausbleibt und dann erstarrt das Ganze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist es tot eigentlich. Und dann beginnt der Zerfall. In Wahrheit. Dann beginnt der Zerfall. Also auch jeder Kristall fängt irgendwann einmal an zu zerfallen. Es braucht halt Jahrmillionen oder Jahrmilliarden, aber es fängt ein Zerfallsprozess an drinnen. Und der wird halt in der Zukunft so weit gehen, dass aber wirklich alles Stoffliche, zuerst einmal alles Feststoffliche, zerbröselt, zerstäubt. Es wird aber auch sich das Flüssige auflösen. Es wird sich das Gasförmige auflösen. Wirklich auflösen. Nicht nur verflüchtigen, sondern auflösen. Es wird alles einmal zum Zerstäuben anfangen, aber dann wird es übergehen in einen nicht mehr materiellen Zustand. Kann man sich natürlich nach heutigen physikalisch-wissenschaftlich-chemischen Vorstellungen wieder nicht vorstellen, dass das so sein könnte. Weil der Stoff ist im Grunde ewig irgendwo. Das ist halt auch fast ein Dogma dessen. Ja, vielleicht war da der Urknall, also die Urenergie irgendwo und aus dem sind dann die ersten Stoffe entstanden. Also sprich, am Anfang steht die Energie und die fängt dann zum Kristallisieren an oder irgend sowas. Das ist die moderne Kosmologie in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird man spätestens in der nächsten Kulturepoche als mindestens so primitiv ansehen, wie wir das Weltbild der alten Griechen oder der alten Ägypter ansehen und sagen, das ist ein Hokuspokus. So denken ja heute die meisten Experten, Wissenschaftler, Gelehrte. Man findet ja kaum einen mehr, der sich vorstellen kann, was das Leben eigentlich anderes sein könnte, als stoffliche Prozesse, die ablaufen. Und irgendwann zerfällt das halt dann. Das heißt, irgendwann stirbt das Lebendige, weil die Stoffe auseinanderfallen. Das ist eine dermaßen oberflächlich kindische Anschauung der Welt, dass es kein Wunder ist, dass wir gerade im Bereich des Lebens auf der Erde Fehler um Fehler machen, weil wir es nicht verstehen. Je mehr Wissenschaft wir im Moment betreiben auf dem Gebiet, umso mehr missverstehen wir und umso mehr Fehler machen wir. Und das sind karmische Fehler, die einen karmischen Ausgleich fordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und erinnert euch, ich habe am Anfang gesagt, wir brauchen aber auch diese Fehler. Wir müssen sie wirklich machen, um aus ihnen lernen zu können. Aus nicht gemachten Fehlern lernt man gar nichts. Das ist auch ein sehr eigenartiges Bild. Auch das, da werden viele widersprechen und sagen, wir müssen ja schauen, dass wir alle Fehler vermeiden. Ja, soll man auch. Höchste Anstrengung, alle Fehler zu vermeiden. Wir werden es erst recht machen. Dort, wo die Menschen glauben, ich habe alles berücksichtigt, ich weiß alles jetzt darüber, ich weiß, wie wir es gut machen. Aus dem passieren die größten Fehler. Ja, sie müssen wahrscheinlich sogar passieren. An dem erreifen wir und an dem lernen wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael, die Geister der Form und die höchsten ahrimanischen Kräfte 01:22:49 ===&lt;br /&gt;
Zum Glück, den Wesenheiten, die mit der Erde verbunden sind, ja, natürlich haben sie damit zu kämpfen, und das ist nicht ideal für sie, aber die überstehen das alle. Das Einzige, was nicht bestehen bleiben wird, ist die Stofflichkeit, die da ist. Die wird aufhören. Die wird vergleichsweise bald aufhören. Natürlich, nicht morgen und nicht übermorgen, in Jahren oder Jahrzehnten gemessen, aber es wird aufhören. Und das wird das Zeichen sein, dass die ahrimanischen Wesenheiten einmal woanders hin zurückziehen müssen. Und das wird halt der Ansatzpunkt dafür sein, dass neben der neuen Erde, die entsteht, und ich meine jetzt wirklich Erde, Erdentwicklung, nämlich diese nächste Phase, wo diese astralisch-ätherische Erde entsteht, also eine im ganz lebendig-seelischen existierende Erde gibt, wo es äußerlich würde die nicht mehr existieren scheinbar, also wenn man es mit äußeren Augen noch sehen könnte, aber nur wird es dann halt niemand geben, der solche Augen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir werden schon, bevor die Erde so weit ist, werden wir eben in dem Zustand sein. Wir werden in dieser seelisch-ätherischen Erdumgebung leben. Das wird nämlich mehr im Umkreis zunächst einmal sein. Dort wird sich schon bilden, und ist zum Teil sogar schon da, diese ätherisch-astralische Erde. Ist ja nicht so, dass dann einfach das eine durchs andere ersetzt wird, sondern das ist eigentlich schon da. Nur halt noch lang nicht fertig. Aber es ist da. Mit äußeren Sinnen kriegen wir zunächst einmal nichts mit davon. Oder wenig. Es kriegen die Menschen etwas mit, die ganz konkret erleben die geistigen Wesenheiten, die darin wirken. Also astralische Wesenheiten, Wesenheiten, die ätherischen wirken, Elementarwesenheiten. Hauptsächlich, wer ein bisschen mehr geistiger Kraft, Wahrnehmungskraft schon entwickelt hat, sieht auch die führenden geistigen Wesenheiten, die dahinterstehen. Also durch die ganzen Hierarchien hinauf, die mitarbeiten dran, bis hinauf zu den Geistern der Form und darüber sogar, aber auch bis zu den ahrimanischen Wesenheiten, die diesen Geistern der Form sogar widerstehen und diese lebendige Form, die eigentlich die Geister der Form bauen, zu einer toten Form machen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da gibt es eben ahrimanische Wesenheiten, die auf dem Niveau durchaus sind. Woraus man sehr klar erkennen kann, dass zum Beispiel Michael, der Erzengel Michael, vollkommen überfordert wäre, diese Kräfte zu besiegen. Verzeihung, wenn ich das jetzt sage, Verzeihung lieber Michael. Ein kleiner Erzengel, im Vergleich nämlich zu Geistern der Form, also zu diesen Elohim-Kräften eigentlich, die es sind. Also die eine völlig andere, höhere Hierarchiestufe haben, als die Engelwesenheiten im engeren Sinn. Die Geister der Form bauen ja eine neue Dreiergruppe auf, die deutlich höher noch ist, als die normalen Engel, als die Erzengel und sogar als die Urengel. Die sind an den Kräften nicht so stark wie diese Geister der Form, aber die ahrimanischen Kräfte sind diesen Geistern der Form, also die Höheren, die höchsten ahrimanischen Kräfte, sind diesen ebenbürtig. Die bewegen sich auf diesem Niveau, haben also Kräfte, die vergleichbar sind denen der Geister der Form. Und sie haben es auf einem ganz anderen Weg, aber sich erarbeitet diese Kräfte. Erarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da hat der Michael keine Chance, keine Chance gegen die ahrimanischen Mächte wirklich anzutreten. Er konnte nur eines machen, er konnte die geistige Welt von ihnen befreien. Und jetzt haben wir es. Die Erde ist sozusagen, das ist ihm gelungen, die Erde halt zum Verbannungsort dieser ahrimanischen Mächte zu machen. Und zu sagen, Mensch, du musst jetzt tätig werden. Wir können den Ahriman erlösen. Der Michael kann ihn weder erlösen noch besiegen. Aber wir können uns stärken, wenn wir uns verbünden mit den michaelischen Kräften. Und der Michael kann unserem Ich also viel Stärke verleihen, viel Kraft geben. Es wird aber unsere Kraft, er kann nicht die fertige Kraft schenken, aber er kann uns anregen dazu, dass wir diese Kraft entwickeln. Weil es muss jeder Mensch individuell seine Kraft entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist nicht so, dass wir zur himmlischen Tankstelle vorhin einmal volltanken, bitte, für unsere Aufgabe. Das wird nicht funktionieren. Sondern wir müssen halt den Kraftstoff, den geistigen Kraftstoff, selber hervorbringen. Alle anderen Kräfte sind schädlich mittlerweile. Also alle Kräfte, die wir geschenkt bekommen, sind Geschenke durch die Widersacher-Mächte. Und die wollen uns vergiften damit. Uns abbringen von der Schöpferkraft, unserer eigenen Schöpferkraft, die drinnen ist. Wegen der wir auch unsere Freiheit bekommen haben. Wir sollen ganz dezidiert Mitarbeiter an der Schöpfung werden. Aktive, mitgestaltende Kräfte, die ihre eigenen schöpferischen Impulse einbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mensch als freier Mitschöpfer 01:29:24 ===&lt;br /&gt;
Das ist, wie soll ich sagen, die Grundidee, die große führende Idee der ganzen kosmischen Entwicklung vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand, dass wir dann endlich, wenn wir im Vulkanzustand sind, in voller Stärke diese Schöpferkraft entwickelt haben. Das heißt nicht, dass wir dann allein alles übernehmen. Aber wir sind mitschöpferische, ganz aktive mitschöpferische Kräfte, die mit den höchsten Kräften, die von oben wirken, mit den eigentlich göttlichen Gestaltungskräften, von unten mit- und entgegenarbeiten, dass es ein Zusammenwirken wird. Ich habe das schon ganz am Anfang in den Apokalypse-Vorträgen immer wieder erzählt. Die Menschheitsentwicklung, der Sinn der Menschheitsentwicklung ist, dass wir als das kleinste, jüngste, unerfahrenste geistige Wesen, als allererste Wesenheit überhaupt in der Weltentwicklung, selbst wahrscheinlich über den alten Saturn hinaus in die Vergangenheit, da können wir halt nicht wirklich hineinschauen, aber da war noch viel vorher, auch wenn wir es nicht sehen können. Aber immer war es so, bislang die Schöpferkraft, der schöpferische Impuls ging von der göttlichen Quelle von oben aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Bild der Pyramide, das, was so schön ein Bild geworden ist, das haben die Ägypter eben sehr gut verstanden, dass sie Bauwerke nach diesem Prinzip errichtet haben. Das ist Bild dieser alten Schöpfertätigkeit. Aber jetzt ist nicht mehr die Pyramide, jetzt ist das neue Jerusalem, da kommt etwas von oben, aber wir kommen von unten dem entgegen. Und wir arbeiten mit. Gleichberechtigt. Zwar vielleicht noch nicht fähig, die wirklich großen Dinge zu machen, aber immer mehr zu lernen. Aber was wir, die neue Schöpfung, schon beginnend mit dem neuen Jerusalem, wird auch von dem Beitrag abhängen, den wir beisteuern dazu. Das heißt, es entsteht dann erstmals eine Welt, die nicht nur alleine direkt göttliche Schöpfung ist, sondern die in einem höheren Sinn auch göttliche Schöpfung ist, indem der göttliche Funke im Menschen, in der Gemeinschaft der Menschen, von unten sozusagen schöpferisch mitarbeitet. Schöpferisch. Nicht nur als Handwerker sozusagen, als Ausführender, sondern als Mitgestalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wo wir aber in gewisser Weise auf einer Ebene arbeiten mit dem Christus, der von der Gottheit, aber von oben her den Auftrag bekommen hat und auch die Aufgabe übernommen hat, ja, im Grunde schon ab der alten Sonne, also der Welt, die auf den alten Saturn gefolgt ist. Und eigentlich war er jetzt schon beim alten Saturn sehr wesentlich im Hintergrund mitgearbeitet hat. Weil wir haben gesagt, die Vatergottheit hat sich zurückgezogen. Und das haben sogar mittelalterliche Theologen, Einzelne, erkannt, wofür sie von den anderen Priestern meistens nicht sehr geachtet wurden, weil man das als ketzerisch empfunden hat. Wie kann man sich erfrechen sozusagen, Mitgestalter am Kosmos zu sein. Wir sind doch die Untertanen der Gottheit und wir müssen hören, was sie uns sagt. Aber sie wartet darauf, auch was wir sagen. Und vor allem nicht nur, was wir sagen, sondern was wir tun. Sagen insofern, als wir die Kraft des Wortes entwickeln. Im Kleinen das, was der Christus im Großen macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir werden bei der neuen Schöpfung schon beim neuen Jerusalem, beim neuen Jupiter, der entstehen wird, mitsprechen. Gestaltend mitsprechen. Das heißt, indem wir wirklich nicht nur irgendeine Geschichte erzählen, sondern indem wir wirklich gestaltend mitwirken. Also das Wort in seinem höheren Sinn auch durch den Menschen wirkt. Das heißt dann, der Christus wirkt mit uns und durch uns. Da ist kein Unterschied. Aber wir machen es ganz frei. Wir nehmen keinen Befehl entgegen. Meine Interpretation dazu ist, ich habe es so direkt ausgesprochen bei Rudolf Steiner nicht gefunden, aber es steht mir klar vor Augen, dass wir wirklich ganz frei mitarbeiten müssen. Dass wir wirklich diese Wortkraft in uns als geistiges, gestaltendes Wort rege machen müssen. Und für die Zukunft ist nett, wir warten, was uns die Gottheit gibt und dann besiedeln wir diese Welt und versuchen sie möglichst gut zu verwalten. Das wird zu wenig sein. Das wird zu wenig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum eine perfekte Welt von oben nicht funktionieren kann 01:35:19 ===&lt;br /&gt;
Das war nämlich in der Vergangenheit in gewisser Weise die Problematik, dass eine Welt, die von einer obersten Quelle alle Weisheit empfängt, wobei das aber geht durch eine ganze Kette von geistigen Wesenheiten, also die ganzen Engel-Hierarchien durch. Aber die Engelwesenheiten hatten das, was die göttliche Quelle als solche hat, also diese absolute Vollkommenheit, durchaus nicht. Selbst die höchsten Hierarchien, selbst die, die im unmittelbaren Anblick der Gottheit stehen, machen Fehler. Und wenn die Weltentwicklung so weitergehen würde, die Gottheit kann von oben noch so viele weise Ideen, sozusagen weise geistige Kräfte ausstrahlen, wenn die Wesenheiten, die ihr untergeordnet sind, diese Ideen nicht richtig ergreifen und umsetzen können, dann wird die Welt immer unvollkommener werden. Und in gewisser Weise ist die Weltentwicklung diesen Weg gegangen. Eine Welt, eben die perfekte Welt, wo von oben alle schöpferische Weisheit kommt und der ganze Rest nur Handlanger sind, die kann in Wahrheit nicht funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem Bild hängen die ganzen Diktatoren, die es heute in der Welt gibt. Die haben das Weltbild, der Putin oder so. Also ohne jetzt mich auf die ganze Geschichte einzulassen, oder der Xi von China oder so. Die glauben alle, sie sind der Bote der göttlichen Weisheit von oben und dem müssen wir folgen. Und mit dem müssen wir die ganze Welt im Grunde unterwerfen, damit sie endlich einmal richtig funktioniert. Und was dabei rauskommt, sind lauter Fehler. Und mehr Zerstörung als Aufbau. Und das ist im Großen auch so. Da steckt der beste Wille dahinter. Das ist nicht so, dass die sagen, die Verkörperung des Bösen oder so. Ja sicher, die ahrimanischen Mächte stürzen sich auf die, weil das sind interessante Leute. Aber eigentlich wollen sie etwas durchaus Positives. Sie wollen die perfekte Welt. Und die kann doch nur sein, wenn eine Quelle oben strahlt und uns den vollkommenen Weltenplan gibt. Und wir sorgen dafür, dass der Plan da wirklich eingehalten wird. Aber das ist nicht möglich. Es kann keine perfekte Welt entstehen, wo nicht letztlich jedes Wesen, jedes geistige Wesen, jedes eigenständige geistige Wesen, das mitwirkt, aus eigenen schöpferischen Quellen schöpft. Und etwas beiträgt dazu. Ansonsten wird nur Pfusch entstehen. Verzeihung, wenn ich das jetzt so grob ausdrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der eigentliche Grund für diese Entwicklung, in der wir drinnen sind. Sonst geht man sich fragen, der liebe Gott hat sozusagen den perfekten Weltenplan. Warum müssen wir uns da abmühen? Was soll das eigentlich? Warum ist so viel Unvollkommenheit in der Welt? Aha, die Widersacher. Ja, wieso gibt es die Widersacher? Gott in seiner Vollkommenheit hätte doch das vermeiden müssen. Also, wenn man genau erbohrt, denkt man sich, eigentlich, irgendwo hat die Geschichte einen Haken. Aber der Haken liegt nicht beim lieben Gott sozusagen, bei Gott Vater oder schon gar nicht beim Christus oder was. Sondern es ist unmöglich, eine Welt zu schaffen, eine wirklich funktionierende Welt zu schaffen, in der es nur eine schöpferische Quelle gibt und der Rest sind, ja, Statisten. Verzeihung, wenn ich das so sage. Die halt brav entgegennehmen, aha, ich mache die Aufgabe, ich drücke jetzt auf den Knopf oder ich mache die Kugel oder dieses. Und kann es noch dazu nicht einmal etwas besonders Perfektes, sondern verpfuscht es dann noch. Da kann ich nur eine immer unvollkommenere Welt schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit, in gewisser Weise, schaut es so aus, dass zunächst vom alten Saturn bis zur Erdentwicklung eigentlich ein Abstieg stattfindet, in einer gewissen Weise. Weil das Auffällige ist, es treten immer mehr Widersacherkräfte auf, also anstatt, dass eigentlich die Welt immer edler wird, wird sie nicht Richtung Erdentwicklung hin. Es tauchen immer neue und immer gefährlichere Widersacher auf. Also die asurischen Wesenheiten einmal, die ahrimanischen Wesenheiten, die luziferischen Wesenheiten, das alles kommt dazu. Zuerst die luziferischen sind ja noch irgendwie nett, die glänzen wenigstens schön, aber in Wahrheit finden sie auch nicht den rechten Weg. Also irgendwo scheint da was nicht zu funktionieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Freiheit muss man sich selbst erwerben 01:41:01 ===&lt;br /&gt;
Es geht darum, dass von Anfang an eigentlich das Streben der Gottheit der ist, Wesen zu erschaffen, die selbst aus Freiheit schöpferisch tätig werden können. Das ist offensichtlich nicht so einfach. Ich meine, es ist halt einfach so, wenn die Gottheit schöpferische Gedanken bringt, dann entsteht sowas wie zum Beispiel die Hierarchie der Seraphim. Aus dem ist sie entstanden. Und trotzdem, sie hatten nicht die ganze göttliche Kraft. Sie hatten vor allem und haben bis heute nicht die Freiheit. Aber sie sind Wesenheiten, die aus dem Göttlichen entstanden sind, aber ihnen fehlt etwas Wesentliches. Sie hätten es auch damals gar nicht kriegen können, weil dann hätten damals schon sofort riesige Scharen von Widersachern sich in die Weltentwicklung stürzen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Freiheit kann man sich nämlich nur selbst erwerben. Niemand kann uns die Freiheit schenken. Ja, wir können aus einem Gefängnis entlassen werden, dann kann man sagen, jetzt hat mir wer die Freiheit geschenkt. Aber die geistige Freiheit kann uns niemand schenken. Es kann uns ermöglicht werden, sie uns zu erwerben. Aber wir müssen sie uns selber erwerben. Also auch wenn wir sagen, der Mensch ist eigentlich vorbestimmt, die Freiheit zu entwickeln, so müssen wir doch wissen, wir müssen wesentlich arbeiten daran. Also auch die Gottheit kann es nicht fertig geben, die Freiheit, sondern wir müssen sie uns nehmen. In Wahrheit. Das wird von uns erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ägypten: das Erwachen des Denkens 01:43:03 ===&lt;br /&gt;
Man muss auch wirklich da dazusehen, dass es da viele Missinterpretationen gab in dem Impulse, wie es in der alten Zeit auch in der Menschheitsentwicklung war. Nehmen wir zum Beispiel Ägypten her. Dort gab es einen einzigen Menschen in Wahrheit, der einen Ansatz dazu, zu dieser Freiheit, entwickeln konnte. Das war der Pharao, der durch seinen Einweihungsweg dorthin geführt wurde. Dass er nicht nur Befehlsempfänger ist, sondern dass er Mitschöpfer im ganz Kleinen noch wird. Jedenfalls war das die Grundidee dahinter. Und dann war er sozusagen wirklich der Pharao, der auch wirklich für das ganze ägyptische Volk sowas wie der Stellvertreter Gottes oder der Götter, wenn man so will. Ganz klar. Und daher hat man wirklich den Eindruck gehabt, wenn der Pharao stirbt, stirbt das ganze Land eigentlich. Das ganze ägyptische Volk stirbt eigentlich mit ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein Prozess, der in die Lethargie hineinführt. Dann kam wirklich eine Phase, wo sich einfach nichts mehr bewegt hat in dem ganzen Land. Keine gescheiten Ideen mehr da waren. Natürlich gab es dann mit der Zeit wieder Sacheinflüsse. Es haben manche Priester oder Berater des Königs sich eingemischt und wollten halt ihre Interessen durchziehen. Das war aber schon ein Vorgriff von Egoismus. Vorgriff eigentlich schon längst der nächsten Kulturepoche. Das sollte eben dann ganz stark bei den Römern vorkommen. Die sollten wirklich das Ego pflegen. Wirklich das Ego. Als, ja, wie soll ich sagen, Caterpillar, der dem Ich voranfährt. Der mal da umackert ordentlich, das Ego. Der sagt, ich will! Auch wenn es der größte Blödsinn ist, ich will. Also so wie heute manche politischen Führer auch. Die einen Blödsinn nach dem anderen machen, aber mit großem Willen das durchsetzen. Auch wenn es völlig daneben ist. Manche werden vielleicht ahnen, wer angesprochen ist oder sein könnte. Wurscht, aber es ist ein Phänomen. Das ist ein verspätetes Römertum im Grunde. In unsere Zeiten, das verirrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während zum Beispiel gerade so, ja, durchaus Diktatoren wie ein Putin oder ein Xi, ist im Grunde auch nicht viel anders als ein Diktator. Aber die fühlen sich wie ein alter Pharao. In Wahrheit. So sehen sie sich selber. Sie haben eigentlich ein hohes Ideal. Und sie glauben, sie sind der beste Vertreter dafür, dieses Ideals. Und das Fußvolk kann eh nichts. Wenn ich die frei herumlaufen lasse im Grunde und ihnen nicht ganz strenge Regeln gebe, dann wird nichts funktionieren. Und man schaut dann, ja, namentlich mittlerweile vom Osten wie vom Westen, also von Amerikaseite auf Europa, und sagt, die Kasperln da, jeder darf tun, was er will, jeder bringt seine Ideen durch. Die sind ja völlig verrückt. Aber gerade da lebt ganz besonders dieser christliche Gedanke, sich die Freiheit zu erwerben. Und nicht irgendeinem Diktator oder Präsidenten oder sonst was zu folgen, der alles vorgibt, was gemacht werden sollte. Ich meine, funktioniert in der Wahrheit ja eh nicht, weil die wirkliche Arbeit machen eh andere. Tausende andere, die interessante Ideen einbringen, die dann der Oben für sich vereinnahmt, als hätte er sie erfunden. Und dann vielleicht noch ganz falsch einsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das bringt viel Chaos in die Welt hinein, wenn heute Menschen sich für Stellvertreter Gottes in Wahrheit halten. Vielleicht nicht so ausgesprochen, aber jedenfalls, allen muss gesagt werden, was sie zu tun haben. Und wo es lang geht. Ja, sicher, gewisse Richtlinien brauchen wir noch, weil wir wissen, heute sind noch auch nicht so viele Menschen reif, wirklich ihr eigenes Leben so in der Hand zu haben, dass das wirklich sinnvoll gestaltet wird, sondern sie stolpern durch ihr Leben irgendwo. Und manchmal landen sie auch im Graben. Gehört dazu zur Weltentwicklung, ja, sicher. Aber wir sollten auch sehen, dass das halt der Weg ist, der uns gezeigt wird, weil das der einzige Weg ist, der zur Freiheit führen kann. Wir müssen halt x-mal auf die Nase fallen, um zu lernen, nein, das war es nicht, das war Blödsinn. Nach ein paar Inkarnationen spätestens kriegen wir das auch mit, die Botschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christus in uns: freier Mitsprecher, nicht Auftragerfüller 01:48:12 ===&lt;br /&gt;
Darum ist unabdingbar dieser Gedanke der Wiedergeburt. Das ist ganz klar. Das ist daher ein tiefchristlicher Gedanke, weil der eigentliche christliche Gedanke ist, Christus in uns. Aber das heißt nicht, der macht für uns, sondern das heißt, wir entwickeln in uns die gleichartige Kraft. Im Kleinen. Aber freie Schöpferkraft. Mitschöpfer. Wort mit Wort. Mitsprecher sein bei dem, was die Welt gestaltet. Freier Mitsprecher. Nicht Auftragerfüller. Und das heißt, in dem gehen wir voran. Mit vielen Fehlern natürlich, aber trotzdem, wir gehen im Grunde natürlich den ganzen Widersachern voran, weil die werden von uns lernen, wo es wirklich der Weg lang geht. Aber auch die regulären Hierarchien warten auf uns. Weil die haben die Freiheit alle noch nicht. Alle noch nicht. Von den Seraphim bis zu den kleinen Engeln sozusagen herunter, sie haben alle die Freiheit nicht. Sondern sie machen das, was sie als Aufgabe bekommen. Von der nächst höheren Hierarchie. Und die Höchste empfängt sozusagen von der göttlichen Quelle selber. Und dann geht es hinunter und bis es...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldige, ich habe kurz gestoppt, deswegen, ich habe gerade die Meldung bekommen, dass ich abgemeldet bin aus dem Jitsi. Ich sehe mich zwar noch schön im Bild, aber wenn ich da nicht auf einen Knopf drücke und bestätige, dass ich wieder angemeldet sein will, dann rede ich und rede ich und rede ich und ihr hört nichts mehr und seht nichts mehr. Ich sehe mich zwar selber, aber das ist nicht das Wichtigste daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also, das sind aber alles Riesenbrocken. Und es ist wirklich wichtig, dass wir heute diese geistige Eigenständigkeit entwickeln und den Mut dazu haben. Das heißt nicht, dass wir uns als gescheiter als alle anderen denken. Überhaupt nicht. Und gegen alles protestieren, was wer anderen macht. Das ist es nicht. Sondern im Gegenteil, uns vereinigen mit unseren schöpferischen Impulsen als Anregung wieder für andere, aber von anderen auch die Anregung zu nehmen. Und vor allem den Menschen Mut zu machen, eigene Ideen zu entwickeln, zu pflegen. Und zwar Ideen, die mit einem reinen Herzen geschaffen sind. Das heißt wirklich nicht, was bringt mir das, sondern was kann ich damit beitragen, mit meinen Fähigkeiten zur Weltentwicklung. Aber bitte nicht in einem falschen idealistischen Sinn das missverstehen, weil viele reden von dem, ach, ich bin so selbstlos und wir machen das Beste nur fürs Wohl der Welt, und in Wahrheit gehen sie nur in Egoismen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigt, ich muss kurz abstellen das Telefon. Ja, also es gehört ein großer Mut dazu, diesen Weg zu gehen. Wir können ihn natürlich auch verweigern. Also zu unserer Freiheit gehört auch, dass wir sagen, nein, aber wenn wir das wirklich entschieden und endgültig sagen, heißt das, dass wir den Weg der Widersacher gehen. Dann ist das unsere freie Entscheidung. Und ohne unsere Entscheidung, unserer eigentlich freien Entscheidung, werden wir auch nicht dort landen. Aber natürlich sind die Widersacher, wie soll ich sagen, erfahren genug im Umgang mit den Menschen, dass sie uns sehr gut verführen können dorthin. Sei es also durch die luziferische Verführung, das ist nur die billigere, aber die ahrimanisch-intellektuelle Machtverführung, Macht zu haben über die Welt. Ja, ich gestalte die Welt nach meinen kleinen Ideen. Wenn wir aus der Freiheit mitgestalten die Welt, heißt das aus großen Ideen heraus. Nicht aus kleinlichen Ideen, die meinem Nutzen dienen oder meinem engsten Umkreis dienen. Da muss wirklich der Christus in uns sein, dieses Christusprinzip, wirklich uns zu verschenken an die Welt. Das ist das Wesentliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das liegt so eng alles beieinander. Viele glauben, sie verschenken sich an die Welt und in Wahrheit tun sie nur ihr Wesen den anderen aufdrücken irgendwo. Und wundern sich dann, dass die Menschen nicht beglückt sind darüber, vielleicht sogar irgendwann undankbar sind. Was habe ich ihnen alles gegeben? Was habe ich ihnen alles an Unverdaulichem zum Verarbeiten vorgeworfen, geistig gesehen? Weil meine Idee, meine großartige Idee, den anderen aufdrängen wollte. Dabei ist der wichtigste Impuls, nicht meine Ideen, die ihnen aufdrängen sind, dass ich wecke, dass die anderen Menschen ihre eigenen Impulse entwickeln. Das ist es nämlich. Das ist einmal die vordringliche Aufgabe. Wenn es heißt, wir sollen an der Erdentwicklung ganz energisch mitarbeiten, ist die erste Arbeit, dass wir einander helfen, zu dieser Freiheit zu kommen. Den Mut für diese Freiheit zu entwickeln, die Kraft für diese Freiheit zu entwickeln. Weil vorher geht gar nichts. Mit Befehlsempfängern können wir das Ziel nicht erreichen. Und wenn sie noch so fleißig und noch so brav sind, dann wird die Welt trotzdem arm sein, und es wird lange nicht das erreicht werden, was erreicht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drei Stufen des Menschlichen und der Hinauswurf aus dem Paradies 01:54:55 ===&lt;br /&gt;
Dass die Schöpfung für die Zukunft immer mehr so sein wird, es wirkt was von oben, es wirkt was von unten. Und gerade immer das Kleinste, das Jüngste, das Unerfahrenste, das geistige Wesen soll mitarbeiten. Wir sind es jetzt. In der nächsten Stufe, Rudolf Steiner spricht davon, es werden drei Stufen des Menschlichen kommen. Denn es werden die, die nachkommen, also auf dem neuen Jupiter bzw. neuen Jerusalem, werden wir eine Stufe höher steigen. Sonst wäre man nicht auf dem neuen Jupiter, der besteht im Wesentlichen darin, dass wir uns eine neue Stufe, zumindest halb dann schon, erworben haben, nämlich wirklich ganz im Geist selbst drinnen zu stehen, ganz bewusst. Fertig ist es erst am Ende des neuen Jupiter, aber wir müssen von Anfang an schon einen Ansatz dazu mitbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es werden dann geistige Wesen nachkommen, die man insofern auch sehr gut als Menschen bezeichnen kann, nicht genau in derselben Gestalt, wie wir jetzt herumrennen, sondern sie werden Menschen unter anderen Bedingungen sein, eben unter den Bedingungen des neuen Jupiter, der entsteht, der keine physische Welt ist, und die dort auch die Freiheit entwickeln. Und zwar jetzt bereits auf einer subtileren Weise, nicht indem sie in die materielle Welt versetzt sind, weil das ist eigentlich die, wie soll ich sagen, das war die erste Stufe, den Menschen zu schleudern in die materielle Welt. Und da jetzt, du, jetzt rappel dir auf, das ist die Pioniertat eigentlich. Du fliegst eigentlich sozusagen heraus aus dem Paradies, aus der geistig-göttlichen Welt, und bist als neues geistiges Wesen verbannt in die materiell-sinnliche Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja eigentlich, ja, es steht ja in der Bibel so drin, wir sind halt aus dem Paradies verbannt worden, weil wir vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Mit dem Nachsatz, dass es durchaus eigentlich im göttlichen Willen drinnen liegt, dass wir das tun, auch wenn es vorher das strenge Gebot ist, ist nicht davon. Aber hätten wir es nicht getan, dann hätten wir den Weg zur Freiheit nicht beschreiten können. Also man muss nur dieses göttliche Gebot richtig lesen. Also wehe, wir hätten nicht gegessen, sozusagen. Ja, wir fliegen aus dem Paradies heraus, sollten wir ja. Freiwillig wären wir wahrscheinlich nicht rausgegangen. Aber unsere Reife haben wir in Wahrheit dadurch bewiesen, dass wir eben das getan haben, dass wir verwiesen wurden dieses Paradieses. Weil eben mit der Kraft, sich so aufs Eigene zu stellen, haben wir uns aus diesem höchsten göttlichen Zusammenhang zunächst einmal herausgerissen, um eigenständig zu werden. Der erste Schritt zur Eigenständigkeit. Ja, sozusagen Widerstand sogar gegen das höchste Göttliche. Ja, durchaus. Das ist genau das, was erwünscht war. Nicht brave Untertanen, die in allem folgen, sondern habt eure eigenen Ideen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schön in den Weihnachtsspielen, im Paradeisspiel geschildert. Wie ist Adam worden so reich. Einem Gode ist er worden gleich. Er war es besonders gut. Ja, das ist das Privileg des Menschen. Und das ist durchaus nicht ein fataler Fehler gewesen, den wir gemacht haben, sondern das war der Schritt, mit dem unsere Entwicklung eigentlich so richtig losgeht. Und auch, dass wir in die untere Welt versetzt werden, von der aus wir jetzt schöpferisch wirken sollen. Ganz klein. Von da aus können wir jetzt noch nicht den ganzen Kosmos umgestalten. Da wären wir hoffnungslos überfordert. Aber wir können lernen, die Erde umzugestalten. Das ist einmal unser irdischer Garten. Eben unser irdisches Paradies. Wenn man so will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort sind wir eigentlich auch rausgeflogen, weil es war ja die Mondensphäre, der Dante schildert es so schön, wie das irdische Paradies ganz dort oben ist, wo man schon den Mond anratzt. Das heißt, er zeigt, dieses Paradies, wo wir waren, das war nicht irgendein Garterl auf der Erde, auf unserer heutigen stofflichen Erde, sondern das war noch in einem höheren Kreis. Und von dort sind wir rausgefallen. Er war sich aber auch bewusst, der Paradieseszustand, das Paradies, das eigentliche, wo die Trinität und die wohnen, wo die höchste Hierarchie in ihren eigentlichen Wohnsitz kommt, das ist noch weit, weit darüber. Das ist das irdische Paradies, der Garten Eden, aus dem wir sozusagen hinausgeworfen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Christus und der Ich-Funke des Menschen 02:00:06 ===&lt;br /&gt;
Aber eben gerade dadurch haben wir die Chance zu entwickeln, Kräfte jetzt ganz von unten, ganz von der untersten Ebene heraus etwas entgegenzubringen dem. Und etwas hinzuzufügen zu dem, was als göttliche Schöpfung von oben kommt. Aber wirklich mit dem gleichen, kleinen, aber ganz freien schöpferischen Funken, der in unserem Ich speziell lebt, der in dieser Art nicht lebt in den Hierarchien, die über uns stehen. Sie haben alle ein Ich, aber es ist nicht frei. Auch die Widersacher natürlich nicht, auch die sind nicht frei. Aber auch der Michael ist nicht frei, die Elohim sind nicht frei. Es beschränkt sich auf die Gottheit, auf die Dreifaltigkeit eigentlich. Dort ist die Quelle der Freiheit zunächst einmal. Aber diese Quelle soll in uns aufleben. Und damit das möglich ist, dazu ist der Christus Mensch geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat also sozusagen diese Mühe, diesen Schmerz, der unglaublich ist. Er ist das höchste Göttliche, das weltschöpferische Göttliche. Und der Christus ist der, der wirklich der Weltenbaumeister war, nicht die Vatergottheit. Die trägt es im Hintergrund, aber wenn man so will, die eigentliche formende Arbeit hat alle der Christus gemacht. Und zwar im Grunde spätestens seit der alten Sonne, eigentlich schon wesentlich mitgestaltend am alten Saturn, weil schon da hat die Vatergottheit sich zurückgezogen, im Grunde. Aber so richtig losgegangen ist es dann auf der alten Sonne, da war der Christus die führende Wesenheit, ganz allein dort, die die Gestaltung gemacht hat. Und diese Kraft, etwas von dieser Kraft haben wir bekommen. Das heißt, unser Ich-Funke ist schon etwas ganz Besonderes und unterscheidet sich daher von dem Ich-Funken, der in den höheren Hierarchien tätig ist. Aber auch in dem, ja, durchaus Ich-Funken, der auch in den Widersacherkräften drinnen ist, weil sie gehören ja im Grunde auch den Hierarchien an, die nur, naja, ich würde jetzt gar nicht sagen, auf den falschen Weg gekommen sind, sondern die auf einen anderen Weg bestellt wurden. Nämlich uns das Leben schwer zu machen. Damit wir aus der Freiheit heraus die Kräfte entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erlösung der Widersacher 02:02:57 ===&lt;br /&gt;
Und daher zum hundertsten Mal, zum tausendsten Mal, sie sind notwendig für die Entwicklung. Und es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst werden. Und wir beschwören damit nicht Ahriman und Luzifer, indem wir oft reden von ihnen, sondern wir sollen uns bewusst werden, dass sie wesentliche Helfer bei der Entwicklung sind, dass wir die Freiheit entwickeln. Aber Helfer in dem Sinne, dass wir dann lernen müssen, ihnen den Weg zu weisen. Sie weisen uns jetzt immer auf Abwege. Und wir müssen lernen, das aus eigener Kraft zu erkennen und ja, eigentlich sozusagen den Spieß umzukehren und zu sagen, ihr seid es am falschen Weg. Aber wenn ihr etwas von uns annehmt, dann könnt ihr auf den richtigen Weg kommen. Und der besteht eben darin, dass wir immer mehr lernen in der Auseinandersetzung mit den Widersacherkräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so lange, bis ihre Aufgabe überflüssig wird, sie entbunden werden davon, und die große Freude wird für sie sein, das können sie aber jetzt überhaupt nicht realisieren, dass sie dann als erste nach dem Menschen der Freiheit teilhaftig werden. Die bekommen sie nämlich nicht von oben, sondern die bekommen sie durch unsere Anregung. Es ist schon vorgesehen von oben, dass sie das werden. Aber den Weg dazu werden wir ihnen zeigen. Und das heißt, der Ahriman hat in vielem recht, dass er merkt, der Mensch, der ist mir eigentlich nicht geheuer. Er bereitet mir dauernd Schmerzen, ja, er empfindet sich jetzt als Schmerzen, weil wir jetzt schon arbeiten daran, ihn auf einen anderen Weg zu führen. Seinen eigentlichen Weg, wo er fruchtbar an der Weltentwicklung mitwirken kann. Aus Freiheit sogar mal mitwirken kann. Und durchaus eine wichtige Aufgabe bekommt, die aber nicht hineinführt einfach in die Unterwelt hinein, die nicht hineinführt in die soratische Welt, in die Achte Sphäre hinüberführt, sondern wo ein freier Mitarbeiter der Schöpfung wird. Das wird das Nächste sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wird sozusagen, wie soll ich sagen, das Meisterstück des Menschen beziehungsweise der Menschheit sein, dass wir die Widersacher auf diesen ganz, ganz stark positiven Weg hinführen. Und wir müssen um jedes einzelne dieser Wesen ringen. Weil auch Ahriman, ja, wer ist Ahriman? Das ist so ein Allgemeinbegriff irgendwo natürlich, es ist aber eine Gemeinschaft von ahrimanischen Wesenheiten in Wahrheit. Und wir müssen arbeiten eigentlich mit dieser ganzen Fülle an ahrimanischen Wesenheiten zum Beispiel oder luziferischen Wesenheiten. Da steht eine Mordsaufgabe vor uns. Und die kommen nicht herum. Und dann werden sie irgendwann einmal nicht mehr abkommandiert sein dazu, uns zu verführen, sondern sie werden Mitarbeiter werden. Mitarbeiter. Nämlich Mitarbeiter, die auch von unten herauf zu bauen beginnen. Das ist noch Zukunft. Und das ist noch ein weiter Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine Gottheit, die ihre Allmacht aufgegeben hat 02:06:44 ===&lt;br /&gt;
Aber es liegt in dem Ganzen drinnen, dass das Schöpfungsgeschehen eben einfach nicht so, dass der simple Prozess, alles strömt von oben und der liebe Gott schafft halt die Welt, wie sie ihm gefällt, und das ist es dann schon. Sondern die Welt ist in einer Entwicklung drinnen, die nicht einmal für die Gottheit vorhersehbar ist. Daher keine Allwissenheit, keine Allmächtigkeit. Klingt sehr ketzerisch. Aber die Gottheit hat genau das aufgegeben. Hätte sie das, gäbe es keine Freiheit für den Menschen. Ich bin eh nur allmächtig, aber die Menschen lasse ich laufen. Dann hat er seine Allmächtigkeit zumindest bezüglich der Menschen aufgegeben. Und genau das ist der Fall. Mit dem Hinauswurf auf dem Paradies ist eigentlich genau das ganz konkret passiert, dass wir jetzt unsere Freiheit entwickeln sollen und können. Nein, wir folgen nicht mehr den Vorgaben. Jedenfalls nicht zwangsweise. Nur wenn wir es wirklich wollen. Und wenn wir gezwungen werden dazu, dann ist es falsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn eine Priesterschaft da ist, in der Vergangenheit war das halt noch notwendig, weil der Mensch es nicht selber konnte, also in der ägyptischen Zeit noch sehr stark. Da war wirklich praktisch der Pharao und vielleicht seine engsten Berater befähigt, wirklich selbst dieses ägyptische Reich zu gestalten. Und nicht nur immer zu warten auf die göttliche Eingebung von oben, sondern wo die Einweihung, ich glaube, ich habe das schon einmal erzählt oder öfters vielleicht sogar erzählt, die Einweihung in Ägypten ging darum, das Denken zu wecken. Das heißt, vom alten Schauen zum eigenständigen Denken zu kommen. Nur dadurch konnte diese Kulturepoche sich entfalten, dass Menschen gelernt haben, eigenständig zu denken. Allerdings ganz, ganz wenige. Also vornehmlich der, der an der Spitze des Reiches stand, der hatte wirklich in eigenen Gedanken zu entwickeln, um das Reich zu organisieren, das ägyptische Reich. Die Hochkulturen zu schaffen, Baumeister vielleicht zu sein. Dann auch. Also natürlich auch die, die in der näheren Umgebung des Pharaos waren, gab es also welche, die eben auch diese Fähigkeit bereits bis zu einem gewissen Grad entwickelt haben. Aber der Pharao in den besten Zeiten zumindest, der konnte wirklich für das ganze ägyptische Volk denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, es ist nur ein kleines Abbild dessen, was von oben kommt. Da kommt die Weisheit von oben. Aber immerhin, er war bereits einer, der eine gewisse Freiheit entwickelt hat. Er hat schon gehört auf die Stimme der Götter, aber er hat selber umgesetzt. Weil mit dem Denken, wo das eigenständige Denken entsteht, entsteht im Übrigen auch das Ego. Da fängt es an. Natürlich erst so wichtig dann in der nächsten Kulturepoche, in der griechisch-lateinischen Zeit, aber vorbereitet wird es in Ägypten bereits. Und die großen Pharaonen dort hatten bereits etwas davon. Das war ganz wichtig. Sie hatten aber auch noch den direkten bewussten Kontakt mit den höheren Hierarchien, zumindest bis zu einer gewissen Höhe hinauf, durch ihre sehr künstliche Einweihung. Die aber im Endeffekt eh nur den Zweck hatte, dass sie das Denken entwickeln können. Das war nämlich das Ergebnis davon. Sie haben gar nicht so hohe geistige Dinge erfahren, sondern sie haben im Grunde, heute würde ich sagen fast simpel, zu lernen, zu denken, so wie man dann später in der nächsten Kulturepoche gedacht hat. Wie ein Aristoteles vielleicht sogar. Einzelne Pharaonen hatten ein Denken, das annähernd an das schon herankam. Die haben das schon vorweggenommen. Allerdings sind sie keine Philosophen geworden, sondern sie haben ganz praktisch das Land regiert, damit gestaltet, Bauwerke gestaltet, Kanäle bauen lassen und alles Mögliche, was notwendig war, um dieses Land zum Blühen zu bringen. Aber mit eigenen Gedanken. Mit eigenen Gedanken. In das wurden sie eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Tempelschlaf-Einweihung und das Erwachen des Seelenlebens 02:11:52 ===&lt;br /&gt;
Und das ist mit ein Grund auch, warum diese, ja, in der Zeit auch entsteht diese, naja, wie soll ich sagen, bis zu einem gewissen Grad von Anfang an zweifelhafte Einweihungsmethode, nämlich Menschen in einen todesartigen Zustand zu versetzen. Das entsteht nämlich gerade in der ägyptischen Zeit. Vorher gab es das nicht, da war nicht die Notwendigkeit dazu da, weil eh alle Menschen noch eine geistige Wahrnehmung hatten. Da wird das einmal angesprochen, das finstere Zeitalter, das Kali Yuga, wo also die Mehrheit der Menschen nicht mehr geistig erleben kann, fängt an kurz vor Beginn der ägyptischen Kultur. Also bis dahin haben alle Menschen geistige Wesen gesehen und sich bei ihnen Rat geholt. Und den haben sie einfach befolgt, weil sie selber allein eh nicht was anderes hätten machen können. Sie hätten nicht gewusst, wie soll ich das tun. Es wurde ihnen von, namentlich von der begleitenden Engelwesenheit so nahegebracht, wo es weitergeht für sie. Aus ihrem eigenen Schicksal heraus, aus der karmischen Vergangenheit heraus, wurden sie an den Platz geführt, wo sie am fruchtbarsten mitarbeiten konnten. Freiheit? Null noch zu dem Zeitpunkt. Ausnahmen abgerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dann kommt die ägyptische Zeit heran, kurz vorher Verfinsterung. Praktisch die ganze Menschheit verliert die geistige Wahrnehmungsfähigkeit, bis auf einige wenige. Weg. Und die Ägypter suchen den Weg, das nur irgendwie zu wecken, wie kommen wir heran, wir sind verloren, wir stehen da auf Erden herunten und sollen ein riesiges Land irgendwie in den Griff bekommen, sollen die Menschen ernähren, die da leben in diesem Land, wie tue ich? Weil es ist ja auch sehr interessant, dass diese Hochkulturen, die ersten, also zu denen nehmen wir auch insbesondere die ägyptische, aber auch die chaldäische Kultur und das alles zählt. Ja, wie tue ich da? Vorher hat man sich um das nicht gekümmert, das war gar nicht wichtig. Die Götter haben uns eh, trotz Hinauswurf auf dem Paradies, gegeben die Anregung, wie wir das Leben gestalten sollen. Große Bauten gab es nicht, nichts, Hauptsache man war in einer Laubhütte irgendwo, aber man wusste, wie man in Verbindung mit den Göttern ist, und das war schon das Wichtigste. Natürlich Jagen und dergleichen musste man auch, und wenn man sich gut verbunden hat mit höheren Hierarchien, dann ist das besser gelungen irgendwo, aber eigene, aus eigener Freiheit, nein, nichts, gar nichts. Sich führen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ägyptische Zeit, Verfinsterung, Kali Yuga, finster, kaum mehr sieht wer was, und die wenigen, die noch sehen, wissen nicht, was sie eigentlich sehen und was sie damit tun sollen, genau genommen. Und jetzt will man zurückgehen zu der Zeit, und man findet keinen anderen Weg, als die Menschen in einen todesartigen Zustand zu versetzen. Das heißt eigentlich schon, sie so weit hinüberzubringen, dass sie fast schon über die Schwelle gehen. Aha, weil dann leben sie in der geistigen Welt für eine gewisse kurze Zeit und können, wenn sie zurückgeholt werden, das musste halt von den Priestern genau überwacht werden, also bis zu drei, dreieinhalb Tage ging das, und das war durchaus individuell verschieden, und die Priesterschaft musste genau das abspüren können, wann ist der letztmögliche Moment, den zurückzuholen, ihn sozusagen aufzuwecken aus diesem todesähnlichen Schlaf. Und dann im Aufwachen erzählt er einfach, auf das war er trainiert, was er da jetzt in seinen Visionen erlebt hat. Und die Priester haben das aufmerksamst alle aufgenommen, memoriert sozusagen, also im Gedächtnis festgehalten, weil der Einweihungsschüler konnte es nicht festhalten, er konnte es aussprechen, und wenn er noch im Halbtraum drinnen war, zwar schon mehr im Tagesbewusstsein auch, als an der Grenze, aber er konnte es aussprechen und dann hat er es vergessen, dann hat er es vergessen. Aber die Priesterschaft hat es festgehalten und dann auch niedergeschrieben und dergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat man sich darüber gearbeitet, sozusagen den Zugang zu haben zu den geistigen Welten, und manche, die höchsten Eingeweihten, die wirklich sehr extrem lang in diesen Zustand versetzt waren, die konnten dann auch sogar noch später gewisse Einblicke haben in die geistige Welt, wenn sie in die Meditation gegangen sind und dergleichen. Also sie haben eine Fähigkeit zurückbehalten, die eigentlich für die meisten Menschen verschlossen waren, und das waren dann die, die zu den Pharaonen wurden im Wesentlichen oder zu den höchsten Priestern und dergleichen, die mitbeteiligt waren auch an dem Ganzen. Und das Neue war, sie hatten geistige Wahrnehmungen bis zu einem gewissen Grad, sie konnten sich aber auch in, wie soll ich sagen, irdische Gedanken fassen. Diese ganz wenigen, die Mehrheit des ägyptischen Volkes vom Denken noch weit weg. Ja, Astralisches, Emotionen, die oft gut geführt wurden, manchmal schlecht geführt wurden, wie auch immer, aber Gedanken, kein Erlebnis, also kann man sich gar nicht vorstellen, wie so ein Ägypter war, weil wir heute bei uns, salutieren, die Gedanken unterbrochen. Die haben sowas nicht gehabt, aber starke Gefühle, starke astralische Erlebnisse, und in denen haben sie durchaus gelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber oft auch, was heißt oft, angeregt auch durch was von außen kommen. Das ist auch die Zeit, wo entsteht, man braucht die Klageweiber. Es ist jemand gestorben, ja, von mir aus kommt die Trauer nicht. Das muss man aussen, da müssen jetzt zehn Frauen oder was da sind, die heulen und schluchzen und schreien, und dann fange ich an, in mir die Trauer zu spüren. Vorher konnte ich es gar nicht spüren. Also wir haben doch was gelernt mit der Zeit. Es gibt natürlich Menschen, die an sowas auch emotionslos vorbeigehen, aber die meisten empfinden etwas. Das haben wir lange, lange lernen müssen. Also wieder etwas, was eine Brücke schlägt zwischen dem äußeren Erleben und der geistigen Welt, was dazugehört. Geschehnisse im äußeren Leben, aber was erlebe ich seelisch dabei?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, bis zur ägyptischen Zeit war das Seelenleben der Menschen noch ganz anders geartet als unser heutiges, weil da selbstverständlich noch die ganzen geistigen Wesenheiten mitgewirkt haben. Und in der ägyptischen Zeit ist man letztlich gestoßen auf das eigene kleine Seelische. Und da, das ist noch ganz armselig. Jetzt nicht einmal Trauer kann ich empfinden. Mein liebster Mensch stirbt, das ist eigentlich schrecklich, aber ich kann es weder wirklich denken, weil das Denken gibt es noch nicht, aber fühlen kann ich es auch nicht wirklich. Also in der Astralität, da brauche ich Unterstützung. Ich brauche eine ganze Menge Klageweiber sozusagen oder überhaupt Menschen, die jetzt jammern und schreien, und dann gibt es ein Echo in mir drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also so entwickelt sich die Menschheit weiter. Und trotzdem, sicher, die ägyptische Zeit ist 5.000 Jahre in die Vergangenheit in etwa der Anfang, aber trotzdem, das ist nur eine Kleinigkeit. Vorher haben wir was erlebt und da waren wir ganz, ganz anders. Und selbst in die ägyptische Zeit können wir uns schwer hineinversetzen. Ich meine, das sind ganz wenig Menschen, die heute so in der Astralität so eingeschlafen sind, dass, wurscht was passiert, sie empfinden nichts eigentlich. Das ist ein pathologischer Rückfall in die ägyptische Zeit im Grunde, in die Anfänge der ägyptischen Zeit. Weil während des Ganzen haben sie es dann langsam gelernt, immer mehr das Eigentliche, die eigene Astralität, im positiven, im negativen Sinn zu erleben. Also so hat sich die Menschheit geändert. Und da war lange Entwicklung noch vorher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abschluss in der johannischen Stimmung 02:21:23 ===&lt;br /&gt;
Ja gut, ich sehe, die Zeit ist wie immer fortgeschritten. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das wie immer, wofür ich sehr dankbar bin. Wir werden das nächste Mal intensiv weitertun. Ich wollte eigentlich das Sinnesthema heute noch weiter vertiefen. Wir werden es halt das nächste Mal machen. Ich habe sogar vorbereitet, dass ich die Grafik wieder gut einblenden kann und dass man mich trotzdem sieht. Dabei, es ist technisch alles ein bisschen schwierig. Aber wir werden das schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gehen in die johannische Stimmung noch einmal ganz bewusst hinein. Es ist heute der 23., wir sind am Übergang zum 24., also zum eigentlichen Johannitag. Und wir gehen ganz mit der Seele hinaus. Zwölfter Wochenspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weltenschönheitsglanz erzwinget mich aus Seelentiefen des Eigenlebens Götterkräfte zum Weltenfluge zu entbinden, mich selber zu verlassen, vertrauend nur mich suchend im Weltenlicht und Weltenwärme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt aber nicht, dass wir das Ich da irgendwo herumkugeln lassen auf Erden, sondern wir nehmen es ja mit. Mit dem fliegen wir hinaus. Aber wir hängen nicht an unserem Ego jetzt. Ah, ich stehe da und klotze in die Welt hinaus. Ich bin mir selber das Wichtigste, und da außen sehe ich nur die Hälfte nicht sinnlich und geistig schon gar nicht. Nein, sondern ich gehe hinaus mit offenen Sinnen, fliege hinaus in die Welt und gehe ins Geistige hinein, in Wahrheit. Und vielleicht einmal irgendwann auch bewusst. Jetzt noch eher unterbewusst, halbbewusst. Aber schon genug, dass wir etwas mitnehmen und uns daraus dann manchmal so spontan Erkenntnisse, Erleuchtungen kommen, die wir eigentlich von da draußen geschöpft haben. Wissen wir gar nicht, wieso uns das jetzt einfällt plötzlich, weil wir es eigentlich geschaut haben, aber noch nicht bewusst. Aber immerhin genügend, um es dann in einen Gedanken zu formulieren oder Tat werden zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, in diesem Sinne, meine Lieben, danke ich euch fürs Dabeisein, die ihr hier im Jitsi dabei seid, natürlich auch, die ihr im Livestream dabei seid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank, Wolfgang, für den schönen Vortrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne, danke. Danke, wie gesagt, für eure Unterstützung. Weil allein geht das alles nicht. Es ist schon was anderes, wenn man es Menschen erzählt, als wenn man einfach nur im eigenen Kämmerchen sitzt und sich selber erzählt. Das hat schon natürlich einen Wert. Und in der Meditation an die Dinge heranzugehen, ist die Voraussetzung, um überhaupt die Dinge zu erzählen, aber es ist wichtig, sie auch auszusprechen. Und das ist wieder Anregung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Gerne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Renato:&#039;&#039;&#039; Wunderbar ausgesprochen. Danke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wolfgang:&#039;&#039;&#039; Ich versuche jetzt den Livestream zu beenden, das gelingt mir im Moment noch nicht, ich drücke schon dreimal da auf, aber wir werden das schaffen. Warum nicht? Ich weiß nicht, in letzter Zeit ist das ein bisschen mühsam. Ah, jetzt geht&#039;s. Danke, gute Nacht, meine Lieben, bis zum nächsten Mal. Gute Nacht, Renato. Gute Nacht. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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{{BS|A}}&lt;br /&gt;
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== {{Alle Folgen auf einen Blick}} ==&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 319. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Alle Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter (Startseite)}}&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Peter|| zurück zu Wolfgang Peter |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
{{Literaturangaben Vortragszyklus Apokalypse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 104a]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 346]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebendige Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Live]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von ]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Vortrag Wolfgang Peter]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Erscheinungsjahr 2026]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Die Apokalypse des Johannes - 319. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Rohtext Claude Sonnet 4.8 Extra&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ApoWolfgang}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Die Apokalypse des Johannes - 318. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|vorige Folge ◁]] [[Die Apokalypse des Johannes - alle Vorträge von Wolfgang Peter#Alle Transkriptionen|  ■  ]] [[Die Apokalypse des Johannes - 320. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Apokalypse Vorträge von Wolfgang Peter - Beschreibung von Sinn und Zweck}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:319.apo.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=R4Q0olAnW5k|thumb|319. Vortrag &amp;quot;Die Apokalypse des Johannes&amp;quot; vom 16. Juni 2026 von [[Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]].  Link zum Audio folgt in Kürze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 319. Vortrags vom 16. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription. Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun?]] +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einstieg: Johanni und der elfte Wochenspruch 00:00:38 ===&lt;br /&gt;
Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich. Ich begrüße euch zur 319. Folge zur Apokalypse, und ich möchte heute wirklich sehr intensiv daran gehen, die Sache mit den Sinnen weiterzumachen, fertigzumachen, vielleicht den Zusammenhang, also vor und zwischen sinnlicher Wahrnehmung und, wenn man so will, übersinnlicher Wahrnehmung, was aber eben auf denselben Kräften im Grunde beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber zum Einstieg erstens noch eine Erwähnung, eine ganz wichtige. Wir lesen am 19. Juni, am Freitag, die Johanni-Imagination, also ein bisschen früher, ein paar Tage vor Johanni, also die Uriel-Imagination, die ja sehr wichtig ist, sehr gewichtig im wahrsten Sinne des Wortes ist. Und jetzt stürze ich mich in den Vortrag einmal mit dem Wochenspruch. Es ist der 11. Wochenspruch und passt natürlich wieder zur Zeit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist in dieser Sonnenstunde an dir die weise Kunde zu erkennen, an Welten Schönheit hingegeben, in dir dich fühlend zu durchleben. Verlieren kann das Menschen-Ich und finden sich im Welten-Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, jetzt besonders in der Sommerzeit, oder wo wir gegen die Sommerzeit zugehen, noch ist es ja nicht offiziell Sommer, aber wir steuern darauf zu, also gehen wir mit der Seele mehr hinaus in die Welt, gehen also hinaus in das Geistige der Außenwelt auch, zunächst einmal halt träumend oder unbewusst sogar hinaus. Aber wir finden uns selbst eigentlich in der Welt, in der Welt, die draußen ist. Das Ich, haben wir ja öfter gesprochen, es ist nicht drinnen, es ist eigentlich weder drinnen noch draußen, es ist allgegenwärtig in gewisser Weise. Wir können es überall finden. Aber daher können wir uns finden, draußen in der Welt, durchaus auch in der Sinneswelt können wir uns selber begegnen, unserem Ich, unseren Ich-Kräften in allem, was uns entgegenkommt. Das hat etwas mit unserem Ich zu tun, aber wir können es auch im Inneren suchen. Und wir können uns sozusagen verlieren im großen Welten-Ich. Das ist auch ganz wichtig, manchmal sich zu verlieren, in gewisser Weise loszulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Spagat des geistigen Schauens 00:03:21 ===&lt;br /&gt;
Das ist gerade bei der geistigen Wahrnehmung etwas ganz Wichtiges. Wir brauchen einerseits Gedankenklarheit, ganz wach bei uns zu sein, uns in gewisser Weise gegenüberzustellen den Dingen, um sie klar zu erkennen. Aber andererseits müssen wir uns auch im Inneren verlieren können, weil sonst ist höchste Wahrnehmung, nämlich Intuition, nicht möglich. Intuition heißt ja, dass ich im Grunde eins werde mit dem anderen geistigen Wesen, dem ich mich zuwende. Das heißt mit dem anderen Menschen, oder mit dem Elementarwesen, dem ich begegne, was auch immer. Und da muss ich mich komplett verlieren können in dem Anderen. Das ist ganz wichtig. Nur muss ich wieder zu mir selber finden, und im Zurückkommen zu mir selbst zum ganz klaren Bewusstsein kommen, wo ich mich auch trennen kann von dem Anderen, ihm gegenüberstellen kann. Das ist ein ziemlich heftiger Spagat, den wir da machen müssen, um einerseits wirklich ganz an die geistige Wahrnehmung zu kommen, um uns ganz eben hingeben zu können an die geistigen Wesen, die uns umgeben, sei es andere Menschen, sei es Elementarwesen, sei es höhere Geistwesen. Also ganz dort einzugehen und keinen Funken mehr von unserem eigenen Bewusstsein zu haben, sondern loszulassen, sich zu verlieren im Anderen. Das ist das eine, aber das ist das Ausatmen sozusagen, wo wir uns selber ausatmen und dadurch eins werden können mit der Welt. Aber dann müssen wir im Gegenschlag wieder ganz zu uns selbst kommen. Das ist die große Schwierigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist auch ein Thema, ein sehr starkes Thema in den Mysteriendramen im Übrigen. Namentlich im vierten Drama, das wir ja jetzt dann bald wieder in Deutschland spielen werden, im grünen Goetheanum. Da ist so ganz deutlich — es geht darum ja dort, dass wirklich das Geistige in die Welt hineingebracht wird, dass wirklich praktisch im Leben etwas gestaltet wird aus dem Geistigen. Das ist also besonders das Thema des vierten Dramas. Und fast alle zucken aber zurück davor. Und sie können vor allem nicht miteinander arbeiten an dem Werk. Überhaupt nicht. Jeder geht so seinen eigenen Weg, verbohrt sich also ganz in seinem Eigenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner sagt — also im Drama steht das im Text dann drin — etwas sehr Interessantes drinnen. Der Kapesius spricht das aus, warum er eigentlich an diesem ganzen Werk nicht teilnehmen kann. Er sollte ja eigentlich den geistigen Hintergrund dieser Tätigkeit, die man in der Firma da aufgebaut hat, wo künstlerisch Gestaltetes produziert werden soll nach geistigen Kriterien, darüber sollte er die Menschen informieren, etwas darüber sagen. Und gerade das will er überhaupt nicht, weil er spürt, er ist jetzt gerade im geistigen Schauen eine Stufe weitergekommen. Er hat miterlebt die tiefe Unsicherheit, die den Johannes Thomasius erfasst hat. Er merkt also, was da in ihm los ist, welche inneren Konflikte er hat mit dem Geist von Johannes&#039; Jugend. Also das heißt, der Johannes sehnt sich in gewisser Weise zurück in die Zeit, wo er noch unbelastet war von der Verantwortung, mit dem Geistigen umzugehen. Er möchte eigentlich noch so aus unbewussten oder nur halbbewussten Instinkten heraus Künstler sein. Aber er möchte nicht den wachen Verstand einsetzen, weil das tötet ihm das künstlerische Gemüt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Kapesius unterstreicht es noch deutlicher. Von ihm könnte man ja meinen, er bleibt ja im Bereich des Geistigen, er soll den Menschen darüber erzählen. Aber nein, er kann mit den anderen nicht zusammenarbeiten. Weil zusammenarbeiten im äußeren Leben kann man mit anderen Menschen nur dann, wenn man sich ihnen mit einem gewissen Begriffsvermögen gegenüberstellt. Man muss sich den anderen Menschen gegenüberstellen können auch. Also da darf ich mich nicht einfach verlieren in dem anderen Menschen. Sondern wir müssen erkennen, was kann jeder beitragen, das muss man mit wachem Verstand, mit wachem Denken erfassen können. Und genau das will der Kapesius überhaupt nicht. Er möchte einfach loslassen, weil jetzt ist das Schauen bei ihm erwacht. Er hat sogar geschaut in die Seele des Johannes sozusagen. Und das würde alles verschwinden, wenn er es mit klarem Verstandesdenken erfassen würde. Dann ist das Schauen weg. Und das ist auch tatsächlich so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist wirklich ein Konflikt, vor den man bei der geistigen Wahrnehmung immer gestellt ist. Wir müssen einerseits, um es wirklich klar und bewusst fassen zu können, ein strenges Denken entwickeln. Und um aber überhaupt schauen zu können, müssen wir völlig loslassen können. Weil da ist der Weg über die Imagination, da baut man ein Bild auf. Aber ja nicht aus dem Verstand heraus, also dass ich mir überlege, so oder so müsste dieses geistige Wesen ausschauen. Nein, sondern ich muss einfach ihm begegnen. Ich muss den Weg antreten, mit ihm zu verschmelzen, um es wahrnehmen zu können. In seiner wirklichen, wahren geistigen Gestalt es wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Weg von der Imagination zur Intuition 00:09:43 ===&lt;br /&gt;
Also wir müssen eigentlich dauernd in diesem Wechselschlag leben, zwischen ganz uns verlieren — verlieren in der geistigen Welt, in den geistigen Wesen, in den anderen Wesen. Sei es Menschen, die auch körperlich da sind, sei es Menschen, die bereits hinübergegangen sind, über die Schwelle gegangen sind, sei es Elementarwesen, die man ja normalerweise mit Sinnen nicht sieht, also die man nur geistig erleben kann oder seelisch besser gesagt erleben kann, wo man berührt werden muss dafür. Um diese Wahrnehmung haben zu können, muss ich das Verstandesdenken ausschalten. Da darf ich nicht nachdenken, was hat der Steiner gesagt, wie nehme ich das wahr, da werde ich sicher zu nichts kommen. Sondern ich muss einfach loslassen können und mich berühren lassen von dem anderen Wesen. Beziehungsweise es auch selber berühren in gewisser Weise. Und aus der Berührung wird in Wahrheit eine Vereinigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Weg von der Imagination — also zuerst aus diesem noch sehr unbewussten Spüren, da ist ein geistiges Wesen, ein Elementarwesen zum Beispiel, das in der Blüte der Pflanze irgendwo tätig ist. Ich spüre etwas davon, sehe natürlich noch nichts, weil das Bild muss ich mir ja selber malen, die Imagination. Aber die darf ich mir nicht aus dem Verstand malen, sondern dieses Bild muss eigentlich entstehen. Das ist also genau die künstlerische Art, die Johannes so bevorzugt. Er will eigentlich nicht wissen, warum er das Bild so und so und so malt und was notwendig wäre, sondern er will es einfach wie aus dem Instinkt heraus machen. Und glaubt also, dann ist er näher dran an den Dingen. Ist eine halbe Wahrheit drinnen, aber wir müssen auch wieder zum klaren Denken kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich jetzt verliert, indem man einfach das Bild entstehen lässt, aber schon wach dabei ist, zu spüren, ich gestalte dieses Bild — das ist ganz wichtig. Das ist schon der nächste Schritt, nämlich wo Bewusstheit jetzt entsteht im Schauen selber, aber es ist nicht diese Bewusstheit, wo ich mich einfach gegenüberstelle, trenne und sage, so, jetzt schaue ich mir das halt einmal an und beurteile, ob das plausibel ist, ob das eine Täuschung sein könnte, ob es ein Fantasiegebilde ist oder ob es eine wirkliche Schauung ist. Das muss ich alles eigentlich ausschließen können. Und trotzdem muss ich die Distanz immer wieder wahren können. Es ist ein Prozess des Hin- und Hergehens. Ein Eins-Werden mit dem Wesen, ein wieder zu mir Kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und aus dem gestaltet sich auf erster Stufe eben die Imagination, das Bild, wo ich dann spüre, wie ein richtiger Künstler spürt irgendwann, wenn er ein Bild malt, jetzt stimmt es. Jetzt ist es richtig. Er kann es vielleicht gar nicht begründen, warum es richtig ist, aber er hat die Wahrnehmung, jetzt entspricht es dem, was ich gesehen habe, was ich darstellen will. Und so ist es bei der Imagination auch. Sie ist ja nicht wie beim alten visionären Hellsehen so, dass sie mich überfällt, sondern ich muss ganz bewusst dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist schon etwas, was der Johannes Thomasius nicht haben will. Er will eigentlich überfallen werden von den Bildern. Das ist das, was der Kapesius nicht haben will, gerade jetzt insbesondere, wo er eine Stufe höher gestiegen ist, weil er miterlebt hat die tiefen Zweifel und Unsicherheiten beim Johannes Thomasius. Von Benediktus, vom Geisteslehrer, so einen tiefen Einblick in die Seele eines anderen Menschen zu bekommen, in die tiefsten Geheimnisse der Seele eines anderen Menschen — das passiert nur in ganz, ganz seltenen Momenten, nämlich dort, wo man einen großen Entwicklungsschritt macht. Weil ansonsten ist das verschlossene Heiligtum eigentlich, in das niemand hineinschauen darf, auch der Eingeweihte im Grunde nicht. Das ist nur zu ganz besonderen Momenten der Fall. Wäre ja schrecklich. Stellt euch vor, wir haben jemanden, der hellsichtig ist sozusagen, und der schaut jetzt in die tiefsten Geheimnisse der Seele des anderen Menschen hinein, ohne ihn sozusagen um Erlaubnis zu fragen. Das wäre ganz etwas Schreckliches. Das würde natürlich Tore zum Missbrauch in schlimmster Weise eröffnen. Dass man einfach die dunklen Seiten des Menschen aufdeckt, um ihm zu schaden. Oder vielleicht glaubt man ihn zu fördern in irgendeiner Weise, aber tut es nicht. Das ist eine ganz, ganz gefährliche Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt Momente, wo so etwas einmal aufblitzen kann. So eine besondere Situation wird eben im vierten Mysteriendrama geschildert. Und Konsequenz ist, dass weder der Johannes noch der Kapesius wirklich weiterkommen. Weil sie verweigern. Also der klassische Ausbruch vom Johannes immer: jetzt nicht, nicht jetzt. Und das sagt er aber schon seit über 13 Jahren. Weil so lange gespielt hat man. Von dem geht er nicht weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Imagination, Inspiration, Intuition als Stufen 00:16:00 ===&lt;br /&gt;
Für uns ist es aber jetzt auch ganz wichtig, dass wir uns ganz ernst bewusst werden. Geistiges Schauen, modernes geistiges Schauen — dabei müssen wir uns einerseits verlieren in dem geistigen Wesen, das ich wahrnehmen will. Zugleich muss ich aber auch ganz bewusst werden dabei. Bei dem, was ich da erfahre. Und das ist immer dieser Pendelschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist der Weg zur Imagination. Das entsteht noch ähnlich wie ein Traumbild irgendwie. Ich spüre, ich bin beteiligt. Es ist aber ein Wachtraum sozusagen. Ich gestalte dieses Bild, habe aber zunächst noch keine Ahnung, was es bedeutet. Ich komme aber so weit, dass dieses Bild, wenn ich jetzt sehe, jetzt ist es irgendwie stimmig geworden, dann fängt es an, zu mir im übertragenen Sinn zu sprechen. Das heißt, das Bild sagt mir etwas. Es sagt mir, was es bedeutet. Ich erkenne den Sinn des Bildes, das ich zuerst gemalt habe. Es ist ganz wichtig, diese Reihenfolge. Ich weiß nicht vorher, so und so und so muss es ausschauen, sondern ich muss einfach warten, was da als Bild von mir gestaltet wird, aber wo ich nicht weiß, wo das hinläuft. Das ist ein künstlerisch-plastischer Prozess, der noch nicht auf ein fixes Ziel zugehen kann, sondern das ist ganz tastend, diese Bewegung. Und da sind viele Kräfte beteiligt, die eben auch im Sinnlichen wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich muss warten, bis dieses Bild entsteht, und jetzt der nächste Schritt: das imaginative Schauen geht jetzt über in die Inspiration. Das heißt, das Bild fängt an, sich selbst zu erklären. Wieder nicht, ich denke darüber nach. Aha, jetzt habe ich ein Bild, das erscheint mir stimmig, und jetzt fange ich an zu grübeln, warum stimmt denn das? Sondern das Bild selber erklärt sich. Das ist ganz wichtig. Also nicht mein Eigendenken, das gefärbt ist durch meine Erfahrungen, durch meine Kenntnisse und so weiter, sondern das Bild beginnt, sich selbst zu erklären. Die Imagination beginnt, sich selbst zu erklären, und das Ganze führt dazu, dass wir uns noch inniger verbinden mit dem Ganzen, und dann kommt es wirklich zur Intuition, wo wir wirklich ganz eins werden mit dem anderen geistigen Wesen. Was immer es ist, ob es ein Mensch ist, ob es ein Elementarwesen ist, ob es ein Engelwesen ist — es gibt die wirkliche Begegnung mit einem geistigen Wesen nur insofern, indem wir intuitiv eins mit ihm werden. Anders geht es gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also ganz anders als die Wahrnehmung eben in der sinnlichen Welt, wo wir uns den anderen Wesen immer gegenüberstellen. Da stehe ich und schaue mit meinen Augen oder taste mit meinen Händen hinaus, oder von mir aus schnuppere ich mit meiner Nase hinaus, aber immer ist es etwas, was draußen ist. Die geistige Wahrheit kann ich nur erkennen, wenn ich mit ihr eins werde. Also zum Beispiel auch im höchsten Sinne, den Christus kann ich nur erkennen, wenn ich eins werde mit ihm. Wenn ich das Gefühl habe, ich stehe ihm gegenüber, dann ist das noch nicht die höchste Stufe, sondern die Einswerdung für einen Moment, für einen im Grunde zeitlosen Moment. Und dann muss ich wieder ganz zu mir zurückkommen von diesem Einswerden, und jetzt Schritt für Schritt das, was ich dabei erlebt, erfahren habe, mir immer deutlicher ins Bewusstsein, auch ins klare Gedankenbewusstsein bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist so in etwa grob geschildert einmal der Ablauf, der passiert heute beim modernen, bewussten Wahrnehmen der geistigen Welt bzw. der geistigen Wesen. Denn die geistige Welt besteht aus geistigen Wesen und aus nichts anderem. Es gibt nichts anderes dort. Es kann nur verschiedene Stufen von geistigen Wesenheiten geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dieselben Seelenkräfte wie bei der sinnlichen Wahrnehmung 00:21:04 ===&lt;br /&gt;
Und die Begegnung mit diesen geistigen Wesenheiten, die uns eben dazu führen, über die verschiedenen Stufen Imagination, Inspiration, Intuition — dabei verwenden wir Seelenkräfte, dieselben Seelenkräfte im Grunde. Ich sage jetzt bewusst Seelenkräfte, nicht Geisteskräfte, sondern bewusst einmal Seelenkräfte, die bei der Wahrnehmung eine große Rolle spielen. Wir verwenden aber dieselben Kräfte, die wir auch bei der sinnlichen Wahrnehmung verwenden. Darauf habe ich ja schon immer wieder in letzter Zeit hingewiesen — dieselben Kräfte, die wir verwenden, damit wir die Sinneswelt erkennen. Weil die Augen, die Ohren, die Nase und die Zunge, die wir haben, alleine machen noch nicht das Erlebnis, die Erfahrung aus. Sie sind notwendige oder hilfreiche Organe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sage ich notwendige oder hilfreiche? Weil manche Eindrücke — Menschen können auch einen Eindruck haben, wie zum Beispiel Jacques Lusseyran oder so, der seine Freunde oft darauf hingewiesen hat, schau wie schön der Sonnenuntergang ist. Und er war blind. Er ist als Kind erblindet, also sehr früh erblindet, hatte aber in der ganz frühen Kindheit doch auch Seheindrücke, also das heißt, er hat gelernt, Bilder zu sehen. Das ist ja etwas, was wir lernen müssen. Daher auch gleich etwas gesagt: Ein Wesen, das niemals mit Augen sehen gelernt hätte, kann auch keine Visionen erleben. Das heißt, ein sinnesartiges Bild, ein dem optischen Erleben ähnliches Bild würde sich nie aufbauen. Daher gibt es durchaus auch Menschen, die geistige Wahrnehmung haben, die nichts in unserem Sinn Bildhaftes haben, was sich vergleichen lässt mit dem Seheindruck, sondern wo das Erlebnis ganz anders sein kann. Und gerade die tieferen geistigen Wahrnehmungen haben sowieso mit dem Imaginativen, mit dem Bildhaften eigentlich nichts mehr zu tun. Die gehen in ganz andere Bereiche, sind aber dann vergleichbar vielleicht mit anderen Sinneseindrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Geruchssinn: das Höchste und das Gefährlichste 00:24:00 ===&lt;br /&gt;
Ich habe das letzte Mal, wenn ich mich recht erinnere, gesprochen auch über den Geruchssinn. Der Geruchssinn ist der, der eigentlich am tiefsten hineinführt in die geistige Welt, der aber auch am allergefährlichsten ist. Der kann im höchsten Sinn, wenn ich erlebe das mystische Eins-Sein mit Gott — also das, was die Mystiker gesucht haben, mit dem Göttlichen, mit der Trinität wirklich eins werden, verschmelzen damit, mich zutiefst intuitiv identifizieren mit der Gottheit. Da ist kein Gegenüberstellen da, sondern ein Moment des Eins-Seins, des mystischen Eins-Seins mit Gott, wenn man so will. Aber genau dieses Wahrnehmen, das notwendig ist, um diese Unio Mystica zu erleben, nach der die Mystiker gestrebt haben, die kann aber auch am allerstärksten auf Abwege führen. Das ist zugleich auch die absolute Autobahn in den Abgrund hinunter. Also bis in den Bereich der ahrimanischen Wesen und dann hinüber in die sogenannte achte Sphäre. Und das ist aber andererseits eben die intensivste, die höchste Form des geistigen Erlebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die ist wirklich verbunden mit geruchsartigen Eindrücken. Also das Weltenaroma auch geistig zu riechen in gewisser Weise. Wo die Schöpferweisheit drinnen ist. Ich möchte nur erinnern, ganz beiläufig, an den Beginn der Bibel, an die Schöpfungsgeschichte, wo es so schön heißt, der Geist der Elohim schwebte über der Tiefe oder über den Wassern. Womit natürlich kein äußeres Wasser gemeint ist, sondern ein sehr fließendes Element. Aber wie heißt es im Hebräischen? Ruach Elohim. Ruach. Rauch oder Geruch — damit ist dieses hebräische Wort verwandt. Und das ist ganz konkret und ganz wichtig, weil das die tiefste Wahrnehmungsform ist. Die tiefste Wahrnehmungsform des Göttlichen ist sozusagen zu riechen, wenn man so will. Davon schildert Rudolf Steiner einiges, auch in seiner Geheimwissenschaft im Umriss zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind dieselben Seelenkräfte, die wir gebrauchen, um zu riechen in der äußeren Welt. Das sind Kräfte, die es unheimlich schwer machen, ganz bewusst sich damit zu verbinden oder gegenüberzustellen, wie soll ich das ausdrücken. Gerüche haben auch eine unheimlich starke manipulative Kraft auf den Menschen. Das ist ja immer wieder missbraucht worden, mit Parfüm und allen möglichen Geruchsmitteln, um die Menschen zu verführen zu bestimmten Dingen, ohne dass ihnen das bewusst wird, dass sie verführt werden. Und natürlich, der Mensch, der so etwas tut, muss auch die Fähigkeit dazu haben. Er muss auch dieses Riechen und diese übersinnlichen Geruchskräfte sehr gut kennen. Aber man kann gerade mit dem Geruchssinn am allerstärksten im Sinne der schwarzen Magie arbeiten. Das nehmen sie absolut, und sie zwingen, obwohl sie gar nicht merken, dass sie gezwungen werden, zu Dingen, die sie eigentlich gar nicht machen wollen. Das ist der Appell an diesen sinnlichen, aber auch übersinnlichen Geruchssinn. Das ist eine der höchsten, aber auch eine der gefährlichsten Kräfte. Und da muss man sehr, sehr viel innere, wie soll man das jetzt sagen, moralische Haltung entwickelt haben. Ganz bewusst drinnen stehen, dass man ja nicht diese Wahrnehmungsfähigkeit missbraucht für eigene Zwecke. Da muss ich so selbstlos sein, dass ich das Wohl der ganzen Welt im Auge habe. Ansonsten wird es sehr gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Geruchssinn ist ja etwas Interessantes, insofern er als der Geruchssinn schon ganz ins Innere geht. Ich nehme ja den Geruch auf, er wirkt manipulativ im Übrigen auch auf unsere ganze Denktätigkeit, auf unsere Verstandestätigkeit, weil das, was wir gerade als das logische Vorderhirn haben, das ist ein umgewandeltes Geruchshirn, ein Riechhirn eigentlich, aus dem ist es entstanden. In dem Riechhirn in der Natur draußen bei den Tieren ist da die ganze Weisheit, das ganze Erkennen drinnen dessen, was dem Tier zuträglich ist, was gefährlich ist, was Gift ist und so weiter. Also bei den meisten Tieren zumindest ist der hauptsächlichste Sinn der Geruchssinn. Der Spürsinn eines Hundes, was der erkennt alles. Nur es ist überhaupt keine Freiheit drinnen. Das Tier folgt also diesem Sinn, es wird also eigentlich durch höhere Mächte geleitet, gerade durch diesen Geruchssinn drinnen. Und es ist da das allerwenigste Bewusstsein dabei. Das heißt, es läuft beim Tier ganz instinktiv ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur beim Menschen darf es das nicht. Weil dann kann ich den Menschen, wenn er sich auf das einlässt und das Bewusstsein ganz weg steigt, dann kann ich ihn manipulieren, wie ich will. Also da sieht man zwei Seiten im Sinnlichen und im Übersinnlichen, wo einerseits das Höchste und einerseits das Niederste auch sein kann. Und wo ich eben Menschen ganz stark in die schwarze Magie hineinführen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusste Imagination und das alte Bilderbewusstsein 00:32:09 ===&lt;br /&gt;
Wo ist jetzt die Sinnesfähigkeit, mit der wir eigentlich anfangen sollten, sie umzuwandeln in eine übersinnliche Fähigkeit? Ist eigentlich nach dem Gesagten eh schon, glaube ich, ein bisschen klar. Es fängt mit der Imagination an. Und die Imagination, das Bilderschaffen, ein Bilderbewusstsein aufzubauen, aber ein bewusstes Bilderbewusstsein. Das ist ja nicht so unbewusst wie das Traumbewusstsein, wo wir zwar den Traum erleben können, aber wir ihn in der Regel zumindest nicht bewusst steuern. Kann schon manchmal sein. Man kann auch im Traum aufwachen und dann dem Traum auch eine gewisse Richtung geben. Das ist ganz interessant. Also wenn man wach genug ist, dann merkt man, aha, ich träume jetzt. Ich bin noch nicht wach, sondern ich träume, und ich kann jetzt das Bildgeschehen verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das können ganz banale Dinge sein. Ich kann mich erinnern, als junger Mensch habe ich das erlebt, oft erlebt eigentlich. Und dann habe ich mir gedacht, aha, jetzt habe ich da einen Kaffee im Traum vor mir, jetzt will ich wissen, wie der schmeckt. Und das kommt dann auch. Man kriegt ein gewisses Geschmackserlebnis. Oder was vielleicht auch viele Menschen erleben, bevor sie wirklich aufwachen, wo sie noch im Aufwachtraum sind, der Moment, wo man gar nicht weiß, bin ich jetzt schon munter oder bin ich noch im Traum. Ich sehe das Zimmer, in dem ich schlafe. Und dann komme ich drauf, aber eigentlich sehe ich das Zimmer noch gar nicht, weil die Augen habe ich noch gar nicht offen. Sondern ich sehe es sozusagen mit meinem Traumesblick. Und dann ist ein Übergang und dann kommt das Aufwachen. Unter Umständen geht das sogar in mehreren Stufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in den Aufwachtraum spielt auch immer wieder bereits hinein ganz stark das sinnliche Erleben. Weil im tiefsten Sinn, wenn man im wirklichen, tiefen Traum drinnen ist — vor allem dort, wo es kein Traum ist, den man so wirklich wach erinnern kann, sondern eben gerade die Träume, die man tief in der Nacht erlebt, kann man in der Regel nur sehr schwer erinnern. Aber dort sind wir noch sehr weit weg von den Sinneseindrücken, jedenfalls von den äußeren Sinneseindrücken. Da sind wir aber sehr stark drinnen mit einem Wahrnehmen des Körperlichen, unseres Organismus irgendwo. Also wenn wir wirklich so in einem tiefen Traum drinnen sind, bekommen wir in diesem Traumbewusstsein sehr klar und deutlich eigentlich mit, was ist in unserem Organismus los. Nur, wir können uns meistens dann am Morgen nicht mehr erinnern daran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, an diesen Traumbildern sind sehr stark auch beteiligt die Sinnestätigkeiten oder auch die Sinnesorgane, die mehr auf die eigene Körpertätigkeit gerichtet sind. Während im tiefen Traum in der Nacht man zugewendet ist den inneren Tätigkeiten des Organismus. Und da gibt es ja auch genug Sinne, die im Inneren tätig sind. Also Eigenbewegungssinn zum Beispiel, Lebenssinn, der tätig ist. Der Lebenssinn hat was zu tun mit dem allgemeinen Wohlbefinden, wenn man so will. Oder genauer, er gibt uns Aufschluss: Gibt es irgendwo Probleme in unserem Organismus? In der Nacht nehmen unsere Sinnesorgane aber sehr stark wahr, was in unserem Organismus passiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das imaginative Erleben in alten Zeiten 00:38:34 ===&lt;br /&gt;
Gehen wir jetzt einmal der Reihe nach die Sinne durch. Also der Sehsinn ist in der Regel das, wo es beginnt. Und wo der Übergang ist vom Sehen zum übersinnlichen Sehen. Das heißt im Sinne von einer Imagination sich schaffen aus der Berührung mit einem anderen geistigen Wesen. Die Berührung ist etwas, was wir seelisch erleben. Allerdings zunächst einmal unterbewusst. Was wir aber ins Bewusstsein heben können, indem wir eben diese Berührung mit dem geistigen Wesen, dieses langsame Einswerden, in ein Bild gestalten, es also zur Imagination gestalten. Zu einer freien Imagination, die aber keineswegs willkürlich ist, die also keineswegs ein Fantasiebild ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in der Vergangenheit die Fantasie sehr wohl an der Wirklichkeit orientiert war, aber es hat sich mit der Zeit sehr verändert. Weil wir eben als Menschheit heute sehr stark ins Sinnliche hineingegangen sind und für die andere Seite der Sinnestätigkeit, eben dort, wo wir nicht mit dem wachen Tagesbewusstsein dabei sind, einfach sehr viel an Bewusstsein verloren haben. Man muss ja denken, in ganz alten Zeiten, wenn ich sogar bis in die atlantische Zeit zurückgehe, gibt es im Grunde keinen wirklichen Unterschied zwischen dem imaginativ traumhaften Erleben und dem sinnlichen Erleben. Das ist im Grunde sehr, sehr eng miteinander verbunden. Man sieht die Außenwelt noch lange nicht so, wie wir sie heute sehen, so gegenständlich, sondern man sieht sie in sinnvollen Bildern, die einem einen Eindruck geben von den Wesen, denen man begegnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat man in der atlantischen Zeit noch erlebt, und selbst im Übergang zur Zeit der Kulturepochen, also in die nachatlantische Zeit hinein, konnten das viele Menschen noch. Das heißt, sie konnten zwar viel bewusster, aber doch auf ähnliche Art wie Tiere auch sehr klar feststellen, diese Pflanze ist verträglich für mich, die ist giftig, ohne dass man es austesten musste vorher, sondern einfach in ihrer Wahrnehmung hat sie sich ausgesprochen als heilend, als giftig und so weiter. Also die ganzen alten Heiler haben ihr Handwerk dadurch erlebt, dass sie einfach geträumt haben von den Kräften, die in den Pflanzen drinnen sind, und selber gespürt haben dann, aha, das ist bei dieser Organstörung, bei jener Organstörung. Sie hätten es so nicht bezeichnet, weil sie haben nicht mit einer äußeren Anatomie gesprochen, aber sie wussten jedenfalls für bestimmte Probleme in der Körpertätigkeit, aha, diese Pflanze bringt mir ein imaginatives Bild entgegen, das in Wahrheit ja der Mensch sich selber schafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Menschen hatten damals in der atlantischen Zeit ein Wahrnehmen, das Halbimagination war oder Dreiviertelimagination, und ein Viertel vielleicht das schon etwas vom Sinnlichen, vom bewussten Sinnlichen so langsam durchkommt. Aber starkes Übergewicht hat das übersinnliche Wahrnehmen, das eben einen visionsartigen Charakter hatte, trotzdem imaginativ natürlich war, aber die Menschen nicht mit wirklich wachem Bewusstsein dabei waren, sondern die Bilder haben sie überkommen. Dieses Bilderbewusstsein ist ein Rest von dem Bewusstsein, das die Menschheit überhaupt ganz stark hatte auf dem sogenannten alten Mond, also der Vorgängerstufe unserer Erde, wo wir noch nicht zum Ich-Bewusstsein erwacht waren. Unser Ich hat es zwar bereits gegeben — darüber haben wir ja auch gesprochen — das menschliche Ich gab es immer und wird es immer geben, es ist also dieses Geheimnis da drinnen, dass das weder erzeugt noch eigentlich geschaffen werden kann, sondern dass es einfach da ist, immer da ist. Nur die Frage ist halt, welches Bewusstsein wir davon erwerben können. Dabei als Kraft ist es da, und wir sind ja jetzt noch nicht sehr weit damit gekommen, unser Ich wirklich zu verstehen, es zu erkennen, es zu unterscheiden von unserem Ego, es in seiner gewaltigen, wahren Größe zu erkennen. Anthroposophie ist eben auch ein Weg, dort wieder eine Stufe weiterzukommen in der Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die lebendige Imagination des Kristalls 00:44:27 ===&lt;br /&gt;
Ja, also die Imagination können wir insbesondere deswegen ausbilden, weil wir eben auch das Äußere sehen — das sind dieselben Kräfte, etwas ins Bild zu gestalten. Diese bildhafte, imaginative Wahrheit, im Übrigen sowohl die sinnliche imaginative Wahrnehmung, also das Sehen, unser äußeres sinnliches Sehen, wie auch die auf die seelisch-geistige Seite gerichtete Imagination, die schafft uns immer ein Panorama, ein Nebeneinander, ein Hintereinander von Eindrücken, sagen wir es einmal vorsichtig so, in Wahrheit eben von geistigen Wesenheiten, die damit verbunden sind, die wir halt jetzt in die äußere sinnliche Wahrnehmung gleiten und es zum Gegenständlichen werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Imagination von einem unbeweglichen Felsen, die kann man eigentlich nur haben, wenn man schon die äußere sinnliche Welt erlebt hat, dieses Abgestorbene, weil die wirkliche Imagination ist immer bewegt. Da gibt es keine Felsen, nichts, was einfach tot ist, mineralisch unbeweglich geworden ist. Auch wenn ich übergehe, zum Beispiel Kristalle mir anzuschauen, äußere Kristalle, Mineralien, dann erscheinen sie uns ja als doch relativ unveränderliche Dinge, als Gegenstände eben. In der wirklichen Imagination gehen sie in die Bewegung über. Das heißt, jeder Kristall, wenn ich ihn imaginativ erlebe, kommt sozusagen in Bewegung. Er nimmt schon etwas mit von der Geometrie, von der Form des äußeren Kristalls, die nicht zufällig ist. Nur ist da sozusagen dieser lebendige Prozess, aus dem der Kristall gewachsen ist, aus dem er entstanden ist, und wo sehr wohl natürlich seelisch-geistige Kräfte mitwirken an der Gestaltung, keineswegs nur physikalisch-chemische Vorgänge, sondern da sind ein Haufen Elementarwesen beteiligt dran, unter der Leitung höherer Wesenheiten, sehr hoher Wesenheiten sogar. Also zumindest einmal Geister der Form, die tätig sind dabei, also Elohim. Und ja, auch dann kann man natürlich die widerstrebenden Kräfte, ahrimanische Kräfte zum Beispiel, die auch auf dieser Stufe stehen können — ahrimanische Wesenheiten gibt es auch in verschiedenen Hierarchiestufen in Wahrheit. Angefangen hat es mit einfacheren Wesenheiten, aber im Prinzip kann das Ahrimanische bis zu den höchsten Hierarchien hinauf sich ziehen fast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn wir imaginativ wahrnehmen einen Kristall zum Beispiel, dann kommt er in Bewegung, dann wird er lebendig in dem Bild. Es hat etwas von den geometrischen Kräften, die damit beteiligt sind, nur sie sind beweglich geworden. Also wie wenn ein Kristall langsam beweglich würde, seine Form verändert, aber in ganz charakteristischer Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die Dinge im Übrigen auch, mit denen sich die Alchemisten beschäftigt haben. Also vieles, was sie beschreiben — natürlich, sie haben auch äußerlich hantiert mit den Stoffen, aber es ging ihnen vor allem auch um dieses imaginative Erleben, wie verändert sich dieser Stoff. Und zwar nicht nur, indem ich ihn äußeren Prozessen unterwerfe, sondern indem ich einen Prozess anstoße, was ändert sich da im imaginativen Bereich. Und das war das Eigentliche, auf das sie hingezielt haben, weil da drinnen liegen dann zum Beispiel Heilkräfte. Also dass ein bestimmter Stoff als Heilkraft wirken kann, dazu muss er ja eigentlich seine feste Form in jedem Fall verlieren, er muss sich auflösen im Grunde, und trotzdem aber etwas von den gestaltenden Kräften in sich bewahren, mitnehmen. Das ist nämlich das, was dann heilend wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zukunft der Medizin: seelisch-geistige Heilung 00:49:58 ===&lt;br /&gt;
Also zum Beispiel, wenn ein Organ irgendwie aus der Form gerät, also zum Beispiel zu wuchern beginnt, also ein Ort krebsartiger Prozesse entsteht — das hat man früher ganz anders behandelt, konnte es bis zu einem gewissen Grad auch behandeln, indem man eben meditativ sich versenkt hat in diese Kräfte, die da jetzt wirksam sind, und wie kann ich stärken die gesunde Formbildung, die da jetzt im Organismus irgendwie in die Abirrung gekommen ist. Dann konnte man unter Umständen wirklich auf rein seelisch-geistigem Weg eine Heilung beginnen. Das ist im Grunde die wirksamste, wenn man es kann. Das ist das Problem, dass das heute die wenigsten können. Es gibt auch heute noch Heiler, die das können, aber es gibt halt mehr Scharlatane, die behaupten es zu können und das in Wahrheit nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird in der Zukunft wieder kommen, also noch während wir wirklich im physischen Leib auf Erden leben. Die Medizin wird noch ganz andere Entwicklungen machen, und es wird wahrscheinlich auch eine Trennung geben, eine Scheidung. Dass ein Heilerwesen in einer Steigerung dessen, was in der Vergangenheit einmal war, nämlich in dem Sinne, dass es ganz bewusst eingesetzt wird, dass ein Mensch eben einfach diese heilenden, diese formbildenden Kräfte ganz bewusst beherrschen kann, Anregungen geben kann dafür. Also beherrschen im Sinne von Anstöße dazu geben. Das wird kommen. Das wird, wenn alles gut läuft, insbesondere eine Blüte erfahren in der nächsten Kulturepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen werden zu einer immer mehr ahrimanisierten Medizin greifen, die durchaus auch ihre Wirkungen haben wird, aber halt als Preis dafür die Autobahn ist, sich in die Welt der Widersacherkräfte irgendwann einzufügen. Also das ist das, was auf uns zukommt. Eine starke Scheidung der Geister, natürlich auch, die dann insbesondere in der letzten Kulturepoche und am Ende der letzten Kulturepoche, also dieser sogenannten amerikanischen Kulturepoche, ganz extrem werden wird. Ein Teil der Menschheit wird ganz zu diesem seelisch-geistigen Heilverfahren übergehen. Und ein anderer, wahrscheinlich sogar zu befürchten, dass es ein größerer Teil ist, wird ganz setzen auf eine Medizin, die nur mit eigentlich toten Kräften arbeitet. Die also eine perfekte Reparatur des Menschen anbieten will zumindest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es wird nicht funktionieren, jedenfalls nicht im gesunden Sinn, das, was die Transhumanisten träumen, dass man den Tod überwindet dadurch, dass das Bewusstsein irgendwie gespeichert wird in irgendeinem elektronischen Speicher und dort das alleine Bewusstsein weiter existiert. Ich meine, es wird so gewisse Gefangenschaften geben, aber das ist halt dann die Gefangenschaft in der letztlich soratischen Welt, in der achten Sphäre. Das ist der perfekte Weg dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die achte Sphäre und die Zahl 666 00:55:40 ===&lt;br /&gt;
Aber das ist natürlich ein Ziel, das die Widersacherkräfte — namentlich die ahrimanischen Widersacherkräfte und die asurischen Kräfte und ganz besonders die soratischen Kräfte, die sind in gewisser Weise die gefährlichsten, mit denen können wir es auch nicht erreichen, sie zu erlösen. Dazu sind sie also zu fremd uns. Die wollen eben eine ganz andere Entwicklung. Und diese Entwicklung ist letztlich diese in ihrem Sinne perfekte, mechanisierte Welt, wie ein Uhrwerk läuft, mechanisiert jetzt im sehr erweiterten Sinne. Man darf nicht jetzt denken an unsere heutigen Maschinen, aber es wird ein maschinenartiger Ablauf sein, der in höchster Präzision läuft, aber null Freiheit gibt. Also die absolut technisch perfekte Welt, wenn man so will. Nur keine Freiheit. Kein wirklich Schöpferisches mehr. Sondern das Ganze steht dann unter der Leitung dieser soratischen Kräfte. Also das ist dann diese achte Sphäre, und die scheidet aus der Entwicklung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei wir ja schon oft davon gesprochen haben, weil es ja auch die Apokalypse, die unser Hauptthema ist, so deutlich ausspricht, mit der Zahl 666. Also dreimal die 6, was letztlich in größter Konsequenz hindeutet eben auf die sechste kosmische Entwicklungsstufe. Das ist also der neue Venus-Zustand. Das ist die sechste Stufe. Dann gibt es noch eine siebente, den Vulkanzustand. Aber auf der sechsten Stufe, also auf der neuen Venus, wird es sich im sechsten Entwicklungszustand dieser neuen Venus und dort noch einmal im sechsten Unterzustand endgültig entscheiden, wer noch den soratischen Kräften bzw. der achten Sphäre entkommen kann und wer nicht. Wer dem nicht entkommen kann, wird den Traum oder Albtraum der Transhumanisten erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Transhumanismus ist genau in seiner letzten Konsequenz — obwohl zumindest die meisten, die daran beteiligt sind oder das propagieren, selber die Konsequenzen nicht ganz durchschauen können. Ich meine, es sind viele, die das sehr naiverweise tun, die im Grunde Mitläufer sind von den schwarzmagisch Eingeweihten, die im Hintergrund stehen. Da ist nämlich ein stark schwarzmagischer Hintergrund da, wo ganz bewusst das vorbereitet werden soll. Also dass zumindest ein Teil der Menschheit abgezogen werden kann, und ideale Mithelfer, aber völlig unfreie Mithelfer sind dann Werkzeuge der soratischen Wesenheiten. Das ist das Eigentliche, was dahinter steckt. Es gibt sehr wohl schwarzmagische Zirkel, die ganz bewusst diese Entwicklung lanciert haben, die sich auch der richtigen Leute gesucht haben, denen sie diese Ideen suggeriert haben in gewisser Weise. Diese Dinge passieren nicht zufällig. Da steckt ein sehr starker Plan dahinter, hinter dem letztlich die soratischen Kräfte selber stehen, die aber entsprechende Menschen dann mithilfe der anderen Widersacherkräfte, also namentlich der asurischen und ahrimanischen Kräfte, ganz bewusst auf diesen Weg hinführen. Und ihm den als Verheißung geradezu zeigen, als das perfekte Paradies, auf das wir zusteuern. Das aber dann ein soratisches Paradies ist, also in unserem Sinne absolut nichts von dem, was wir uns wünschen könnten, weil die Freiheit nicht gegeben ist dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man muss sich vorstellen, wie schlimm das dann aber letztlich sein muss für ein Wesen, das eigentlich ein freies Ich hat, bekommen hat, es aber nicht nützen kann. Das werden diese Menschen erleben. Sie werden erleben, was sie hätten haben können, was in ihrem Ich als Potenzial drinnen ist, was aber in dieser soratischen Welt, in dieser achten Sphäre, vollkommen blockiert ist. Wo es auch keine Möglichkeit mehr gibt, herauszukommen. Weil natürlich auch für diese Menschen, selbst wenn sie hinübergehen in die soratische Sphäre, ihr Ich ist unzerstörbar. Aber die ganze Entwicklung ist dann so geführt, dass dieses Ich wie eingekerkert ist im Grunde. Das ist das Dramatische. Nur sie haben dann keine Möglichkeit mehr umzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Freiheit muss ergriffen werden 01:02:27 ===&lt;br /&gt;
Denn die Freiheit, die uns mit unserem Ich ermöglicht wird, die muss von uns ergriffen werden. Und ergreifen können wir sie nur in der regulären Entwicklungsbahn. Also wenn wir wirklich den Weg gehen jetzt von der Erdentwicklung dann weiter auf den neuen Jupiter, also sprich das neue Jerusalem, eine ganz wichtige Stufe, wenn wir die ganz bewusst anstreben, von dort eben weitergehen zur neuen Venus, ganz bewusst das wollen, und dann auf den Vulkanzustand, um uns reif zu machen für eine dann höhere Aufgabe. Aber das ist etwas, was von den Menschen in Freiheit gewollt werden muss, wenn es passieren soll. Es ist kein Muss, wo uns irgendwer von oben etwas auferlegt, aber es wird einfach nicht dieser Weg der Freiheit weitergehen, wenn wir ihn nicht wollen. Wir müssen ihn wollen, wenn es passieren soll. Wir können es auch verweigern. Aber dann kommen wir in den Bereich eben gerade dieser soratischen Kräfte letztlich hinein. In diese perfekte, aber völlig tote Welt hinein, wo also wirklich der Tod im Grunde das Lebensprinzip wird, paradoxerweise jetzt gesprochen, wo es in Wahrheit kein Leben mehr gibt in unserem Sinne, wie wir es kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Leben? Leben hat etwas zu tun mit den Schöpferkräften, wo wir aus dem Nichts etwas schaffen. Das machen wir ununterbrochen in unserem Organismus. Da steckt auch ununterbrochen unser Ich dahinter. Weil jeder Mensch hat sein eigenes Leben. Nämlich die Qualität der Lebenskräfte ist ganz individuell bei jedem Menschen. Und in jeder Inkarnation verschärft sich diese, bildet sie sich halt noch konkreter heraus, diese ganz individuelle Lebenskraft. Und die den ganzen Organismus formt, auf den Entwicklungsstufen, die uns auch dann bevorstehen in der Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Auferstehungsleib: ein lebendiger Kristall 01:05:09 ===&lt;br /&gt;
Also schon im neuen Jerusalem, sprich neuen Jupiter, wird unser Leben ein ganz anderes sein als jetzt auf Erden. Wir werden auch nicht in einem solchen physischen Leib herumlaufen, wie wir jetzt herumlaufen. Wir werden sehr wohl, aber eine sehr ausgeprägte geistige Formgestalt haben. Also der Weg über unseren Auferstehungsleib — könnte man ja jetzt fragen, wozu ist es dann eigentlich gut, dass wir diesen Auferstehungsleib haben, wenn wir eh nicht mehr später in einem physischen Leib herumlaufen. Es wird ein anderer Leib sein, aber er wird eine ganz individuelle, sehr lebendige, bewegte Gestalt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir werden, wenn wir im neuen Jerusalem, auf dem neuen Jupiter leben, wird unser dichtester Leib im Grunde ein Ätherleib sein, aber ein Ätherleib, der mit ganz bestimmten Formkräften verbunden ist. Eine Formgestalt, mit der er verbunden ist. Das heißt, es wird in gewisser Weise eine Ähnlichkeit haben mit dem, was auch der Auferstehungsleib des Christus war, aber trotzdem dann angepasst einer ganz anderen Welt, die eben dieses neue Jerusalem bzw. der neue Jupiter sein wird. Also es wird eine sehr bewegliche Gestalt sein, die dem imaginativen Blick sich dann eröffnen kann. Diese Imaginationsfähigkeit werden wir dann sehr stark ausgeprägt haben. Die wir jetzt langsam wieder lernen. Wir hatten es einmal auf unbewusste Art in der Vergangenheit. Wir lernen es jetzt wieder, und es wird eine riesige Bedeutung bekommen eben auf der nächsten Entwicklungsstufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas, was vorausgenommen ist durch den Christus zum Beispiel, also durch die Wiedererscheinung des Christus im Ätherischen, die im 20. Jahrhundert begonnen hat. Und wo tatsächlich gerade in den Zeiten der ärgsten kriegerischen Auseinandersetzungen, wo der Zweite Weltkrieg tobte, doch etliche Menschen diese Begegnung mit dem ätherischen Christus hatten. Und das ist ja nichts anderes als ein natürlich sehr starkes, aber doch Vorbild dessen, was wir Menschen auch erreichen werden. Wir werden eine solche Auferstehungsgestalt haben, aber die ist kein physischer Leib. Das ist ein Ätherleib, der aber so durchformt ist wie ein physischer Leib — und durchformt heißt zwar viel beweglicher als unser physischer Leib, den wir haben, aber ganz individualisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ich öfter schon, vielleicht erinnert ihr euch daran, erwähnt habe, unser Auferstehungsleib, ja wie wird denn der ausschauen? Ich habe öfters erwähnt, ich kann nur ein Bild dafür geben, es ist etwas wie ein lebendiger Kristall. Also eine klare Form, die aber lebendig beweglich ist, das meine ich damit. Nichts Verhärtetes, nichts was erstarrt ist im Physischen, sondern was die Lebendigkeit, die ständige Lebendigkeit und Beweglichkeit des Ätherischen hat. Weil das Ätherische ist ununterbrochen in Veränderung. Da kommt immer auch eine schöpferische Tätigkeit hinein. Das ist die Schöpferkraft des Lebens, auch hier auf Erden. Nur das Ergebnis davon ist halt lange nicht so beweglich wie das, was als Kraft dahinter steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das neue Jerusalem und die lebendigen Mineralien 01:10:47 ===&lt;br /&gt;
Heute, das ganze Leben auf Erden, aber auch das Leben der Tiere und der Pflanzen, muss sich heute in eine physische Gestalt hineinzwängen und einengen lassen dadurch. Das ist ein wichtiger Prozess auch für unsere Bewusstwerdung und für die Bewusstwerdung auch der Tiergruppenseelen, der Pflanzengruppenseelen. Ja, auch der Mineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir dann einmal darauf genauer eingehen — gehört ja auch zu unserem Apokalypse-Thema das neue Jerusalem, da wird ja so viel von Mineralien, von Kristallen gesprochen. Von Mineralien, die also geradezu die Eckpfeiler dieses neuen Jerusalem bilden. Und was sogar jetzt mit irdischen Mineralien verglichen wird, aber das ist nur in Vergleichen Wahrheit. Man darf sich jetzt nicht denken, wenn da vom Topas die Rede ist und allen möglichen anderen, vom Karfunkel und was weiß ich was alles, dann darf man sich das nicht so vorstellen wie die Mineralien, die wir heute als tote, mehr oder minder tote Steine in der Natur finden, obwohl sie aus einem Lebensprozess entstanden sind, aber jetzt erstarrt und abgestorben sind. Nein, das, was dann wirklich kommen wird, wird gerade die Überwindung dieser Erstarrung sein, es wird die Auferstehung sein. Die Auferstehung eben auch dieser Kristalle in einem lebendig beweglichen Kristall, wenn man es so will. Also was heute ein Widerspruch in sich selbst wäre, ist dann in der Zukunft das Eigentliche. Es lebt etwas, was eine ganz definitive, individuelle, aber bewegliche Gestalt bildet — beweglich im Sinne von veränderlich, die sich verändert, aber ganz individuell zugleich auch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein großes Thema, da gibt es endlos viel noch dazu zu sagen. Und zu erkennen und zu erforschen auch, wie das kommt. Rudolf Steiner hat viel dazu gegeben, aber noch viel mehr gibt es zu sagen dazu in Wahrheit, weil das ist ein fast unerschöpfliches Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebenskraft, Liebeskraft, das schöpferische Wort 01:13:14 ===&lt;br /&gt;
Weil wir müssen auch denken, diese Lebenskraft, von der wir da sprechen, das ist auch die Liebeskraft. Wirkliche Liebeskraft ist lebensspendende Kraft, ist zugleich die gestaltende Kraft des Wortes. Also diese Kraft, die der Christus in die Welt gebracht hat, um die Welt zu gestalten. Er ist das schöpferische Wort. Wir haben ja davon gesprochen, dass eigentlich die Vatergottheit sich längst zurückgezogen hat, das Ganze von unten her trägt, aber überhaupt selbst nicht schöpferisch tätig ist. Also eben das, was einzelne Theologen auch erkannt haben, also wie der Johannes Scotus Eriugena, der das ganz deutlich ausspricht. Die Vatergottheit ist die nicht geschaffene, nicht schaffende göttliche Kraft. Das ist die höchste göttliche Kraft. Und der eigentliche Werktätige, der also schaffend ist, ist der Christus, ist das Wort. Also das Wort jetzt natürlich nicht nur in unserem heutigen äußeren Sinne, sondern ist wirklich die gestaltende Kraft in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wir aber diese Natur beschreiben können durch unser Wort, indem wir eigentlich im Wort, auch das wir als Menschenwort sprechen, nachbilden können im Kleinen das. Das ist ja zum Beispiel das, was wir auch versuchen in der Sprachgestaltung. Da muss das Wort nicht nur bloß scheinbar beliebige Bezeichnung sein, ja in jeder Sprache halt anders. Nein, sondern da steckt ein ganzes Gestaltungsbild dahinter. Da spricht sich aus, das was ich bezeichne damit in Wahrheit. Also das ist eigentlich ein Verfallsprozess, dass wir heute ein Wort aussprechen für ein Ding, das da draußen in der Welt steht. Eigentlich sollte unser Wort — und genauso wird es dann sein im neuen Jerusalem, beziehungsweise auf dem neuen Jupiter — dass wir mitgestaltend sind an dieser Welt durch unser Wort. Natürlich ist dieses Wort wieder ganz anders als jetzt, wo wir einen physischen Leib haben. Da wird das Wort darin bestehen, dass wir im Ätherischen formen, ganz bewusst formen und damit das Leben formen, mitformen auf diesem neuen Jupiter. Natürlich wird der Christus dort auch tätig sein. Und wir werden Mittätige mit ihm sein. Und er wird durch uns tätig sein. Das sind die entscheidenden Dinge für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schöpfertätigkeit Hand in Hand mit dem Christus 01:16:35 ===&lt;br /&gt;
Als Vorbereitung dazu ist es für uns jetzt eben gerade dadurch so wichtig, dass wir an der sinnlichen Wahrnehmung, die wir in dieser Form, so wie wir sie jetzt haben, eben nur wirklich während dieser Erdentwicklung haben — wir wissen also, die Keime der Sinnesorgane wurden schon gelegt auf der Wärmewelt, auf dem alten Saturn in Wahrheit hat es begonnen, und das ist immer weitergegangen und findet seinen Höhepunkt jetzt während der Erdentwicklung. Und für die Zukunft müssen wir das, was wir jetzt eben besonders auch an der sinnlichen Wahrnehmung gelernt haben, weiterverwenden, um dann ganz mit tätig sein zu können, die lebendigen Formen dieses neuen Jerusalem beziehungsweise des neuen Jupiter mitzugestalten. Mit dem Christus gemeinsam. Und diese Welt wird umso reicher sein, umso mehr wir uns auch mitbeteiligen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir dürfen auch nicht erwarten, dass es jetzt eine Welt ist, in die wir uns fertig hineinsetzen können, wir sind geschaffen worden, sind halt dann so wie wir sind, und die Welt, in die wir hineingeboren werden, ist auch so wie sie ist. Nein, sondern wir werden sehr entscheidend schon mit tätig sein, und wir sind eigentlich jetzt schon auf dem Wege, weil wir es jetzt vorbereiten. Wenn wir jetzt nicht vorbereitend tätig sind, werden wir es dann am neuen Jupiter oder im neuen Jerusalem auch nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese nächste Stufe, auf die wir hingehen, auf was auch eben die Apokalypse hinzielt, als das nächste Ziel der Menschheitsentwicklung ist da, dass sich wirklich menschliche Schöpfertätigkeit mit göttlicher Schöpfertätigkeit, oder konkreter gesprochen Schöpfertätigkeit des Christus, miteinander verbindet. Dass wir sozusagen Hand in Hand arbeiten dann in Zukunft. Und zwar im Bereich der Lebens- und Liebeskräfte vor allem. Also es geht dann nicht mehr darum, etwas Festes, feste Formen zu schaffen, sondern lebendig bewegliche Formen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dazu müssen wir eigentlich alles das, was jetzt auch mit unseren Sinnesfähigkeiten zusammenhängt, auf eine höhere Stufe heben. Die Sinne, so wie wir sie jetzt haben, sind eben auf die physische Welt gerichtet. Eine solche physisch-sinnliche Welt, wie wir sie jetzt haben, wird der neue Jupiter oder das neue Jerusalem einfach nicht sein. Sondern es wird eine Welt sein, in der zwar sehr viele Formkräfte wirken, Auferstehungskräfte, aber die im Wesentlichen eine ätherische Welt ist. Keine physisch-stoffliche Welt. Wo das Leben selbst sich gestaltet in ganz beweglichen Formen, aber auch ganz individuellen Formen. Wo jeder Mensch seine individuelle Form haben wird. Und wo auch die Wesen, die sich dort befinden werden. Weil es wird auch das weitergehen, was die Gruppenseelen geschaffen haben. Es wird etwas weitergehen von der Tierwelt, von der Pflanzenwelt, ja auch etwas von der mineralischen Welt. Aber nicht so, dass es in die physische Erstarrung geht, sondern in die lebendige Beweglichkeit, die alles eigentlich lebensspendende Kraft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und später wird es dann noch auf eine höhere Stufe gehoben werden, indem es in den seelischen Bereich übergeht und dann im ganz geistigen Bereich sich befindet, und von dort aus dann von dieser geistigen Sphäre aus überhaupt ein ganz neuer Kosmos geschaffen wird. An dem wir mitarbeiten werden. Ganz intensiv. Können wir uns jetzt noch keine Vorstellung entwickeln, hat auch gar keinen Sinn, weil die Entwicklung ist offen. Wir werden dann genug zu tun haben, dass wir überhaupt dieses Ziel irgendwo erreichen und eben nicht abirren in diese rechte Widersacher-Sphäre. Das muss man schon auch klar sagen, die Gefahr ist sehr groß. Das ist der Preis für unsere Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir brauchen also für unsere Entwicklung, damit wir auch diese Fähigkeit entwickeln, lebensschaffend, seelenschaffend wirken zu können — wir werden Astralkräfte, Seelenkräfte im Wesentlichen erzeugen. Also wir sind jetzt so weit, dass wir auf der nächsten Stufe wirklich lebensschaffend wirken können. Seelenschaffend werden wir lernen während der nächsten Entwicklung eben auf dem neuen Jupiter. Dort werden wir in höchster Form dann den Geistselbst entwickeln. Wir machen jetzt während der Erdentwicklung schon große Vorstufen dazu durch. Wir müssen das also gut vorbereiten. Die höchste Stufe werden wir dann eben auf dem Vulkanzustand erreichen. Die Menschen, die nicht abgeirrt sind und nicht endgültig mitgehen mit den soratischen Wesenheiten, die werden dann ganz intensive Mitarbeiter werden. Werden die Lebenskräfte gestalten können, werden Seelenkräfte gestalten können, und wir werden dann mittätig werden, einen ganz neuen Kosmos zu bauen. Ganz im Großen. Mittätig auf der Stufe der Geister der Form. Wie das alles sich dann abspielen wird, darüber können wir jetzt noch gar nicht sagen, weil es hängt also auch ganz besonders von den freien Entscheidungen der Menschen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kulturepoche der Brüderlichkeit 01:24:39 ===&lt;br /&gt;
Von jetzt an spätestens. Viele Menschen haben schon vorher begonnen, wirklich aus der Freiheit tätig zu werden, einzelne. Viele sind es in Wahrheit noch nicht, auch wenn sie sich für freie Menschen halten, aber sie sind es nicht. Sie sind Gefangene ihres Egos und der Widersacher, die dranhängen und es impulsieren in bestimmte Richtungen. Mit dem allen werden wir fertig werden müssen in der Zukunft. Und zwar in der nächsten Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Bedeutung hat jetzt unsere Kulturepoche als Vorbereitung der nächsten Kulturepoche, die dann wirklich die Kulturepoche der eigentlichen Menschwerdung ist, möchte ich fast sagen. Die Kulturepoche der Brüderlichkeit, wenn man so will, wo wirklich jeder Mensch ganz bewusst aus seinem Ich heraus arbeitet, oder genauer gesagt, so viele wie möglich. Weil die Widersacher werden alles tun, um uns von dem Weg abzubringen. Aber in der nächsten Kulturepoche soll doch das Leitmotiv sein die Liebe von Mensch zu Mensch — in dem Sinne, nicht dass wir uns dauernd umarmen müssen, um das geht es überhaupt nicht, sondern wo einfach jeder Mensch von seinen individuell errungenen Fähigkeiten etwas verschenkt, in Liebe verschenkt. Und in Liebe verschenkt heißt, dass es ganz konkret Lebenskraft ist. Die man anderen Menschen, aber auch der Natur, den Tieren, den Pflanzen, den Elementarwesen schenkt. Einfach schenkt. Ohne für sich etwas davon zu erwarten. Sondern es frei verschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das eben eigentlich auch das Natürliche ist. Das, was der Mensch aus sich heraus und in seiner individuellen Eigenart eben nur er schenken kann, schaffen kann und schenken kann. Man kann sich diese Schöpferkraft halt auf kein Bankkonto legen oder sie irgendwo ansammeln. Das ist es nicht. Es geht um diese Kraft, die verschenkt wird. Es geht nicht um Dinge, die verschenkt werden. Das ist erst die sekundäre Seite. Aber es wird auch dazu gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird in der nächsten Kulturepoche sehr wohl auch Warenverkehr geben. Es wird Wirtschaft geben, die wird geradezu eine Blüte haben. Aber es wird auch Geld fließen dabei. Sehr wohl. Und eine ganze Menge Geld, noch viel mehr als jetzt fließt. Aber es wird mit dem Antrieb erfolgen, den anderen Menschen das zu geben, was sie brauchen und was ich als Einzelner aus meinen Kräften, die ich mir errungen habe, geben kann. Und wo ich mir geradezu die Menschen suche, die das, was ich geben kann, brauchen können. Und dabei wird Geld fließen, weil wir natürlich angewiesen sein werden auf äußere Waren auch, die wir brauchen. Es wird deswegen nicht sein, dass wir zurückgehen in die alte Höhlenzeit und sagen, wir brauchen eh nichts. Nein, es wird eine hochtechnisierte, eine hoch ökonomisierte Welt werden, diese fünfte Kulturepoche. Aber sie wird zumindest zum Teil, wenn das gut funktioniert, eben eine sein, wo, man soll es nicht glauben, die Arbeit aus Liebe für die anderen Menschen getan wird. Und das ist das eigentliche Grundmotiv. Wie gesagt, deswegen wird trotzdem auch Geld fließen, das wird aber nichts Schlechtes sein, sondern durchaus etwas Gutes, ein Anzeiger im Grunde für die Schöpferkraft, die fließt von Mensch zu Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man sich heute noch gar nicht vorstellen. Ja, wahrscheinlich so in der ganz idealsten Form wird es halt auch nicht passieren, weil es wird natürlich auch Auseinandersetzungen geben, und es wird viele Menschen geben, die halt noch von den Widersachern zurückgehalten werden im Grunde. Sagen wir mal, in den Schattenseiten der griechisch-lateinischen Kulturepoche, weil da ist das Ego sehr stark herausgekommen. Da wurde es geradezu gepflegt, also insbesondere dann im Römertum. Und das sage ich jetzt gar nicht, um das Römertum abzuwerten, es war eine wichtige Aufgabe, weil das Ego brauchen wir auch. Nur, es sollte nicht die Position von unserem Ich übernehmen und sich an die Stelle unseres Ichs setzen, sondern es sollte eben unterstützen, dienen auch dem Ich. Also das Ego ist nicht das, was frei ist, es ist das, was eigentlich darauf angewiesen ist, dass es höhere Impulse bekommt, die es leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit an sich selbst 01:29:52 ===&lt;br /&gt;
Und das ist ja jetzt schon auch während unserer Zeit das Wichtige, dass wir an dem arbeiten. Arbeiten an uns selbst, ganz bewusst. Es ist halt das Um und Auf. Also es geht eigentlich nicht mehr an, dass wir sagen, ja, ich bin wie ich bin, so müsst ihr mich nehmen. Sondern es geht darum, dass wir doch, natürlich nicht nur, aber in großem Maßstab auch immer schauen auf unsere eigene Entwicklung. Dass wir uns immer mehr selbst in der Hand haben. Dass wir Herr über uns selbst sind oder Frau über uns selbst sind oder wie immer wir es nennen wollen. Dass wir nicht deswegen etwas sind, weil irgendwer gesagt hat, so müsst ihr sein, sondern wo wir es aus der Freiheit selber erschaffen. Und wirklich immer mehr der werden, der wir eigentlich sind. Von unserem Potenzial her. Weil kein Ich gleicht dem anderen. Und kein Ich ist austauschbar. Es ist etwas Einzigartiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist etwas, wie alles Geistige, das davon lebt, sich zu verschenken. Das heißt nicht, dass ich jetzt im Äußeren alles, was ich am Leibe trage und besitze, ununterbrochen verschenken muss. Wir brauchen auch gewisse Dinge, solange wir im physischen Leib auf Erden leben. Wir brauchen Kleidung, wir brauchen Behausung, wir brauchen Nahrung. Sonst können wir gar nicht existieren und uns auch nicht entwickeln auf der Erde. Also alle diese Dinge müssen fließen, und das wird in der nächsten Kulturepoche sein, und wenn es gut läuft, wird es die Blüte des wirtschaftlichen Lebens auch sein. Gerade diese Kulturepoche der sogenannten Brüderlichkeit. Wo die Menschen wirklich füreinander arbeiten, für die Natur, für die Erde arbeiten, und das dem Leben ihren Sinn gibt. Und wo eigentlich so als Nebeneffekt natürlich jeder dann auch möglichst das hat, was er braucht, um seine Kräfte voll und ganz zu entwickeln. Ist schon klar, das ist jetzt das Idealbild, das wird nicht hundertprozentig erreicht werden, aber wir sollten halt darauf hinzielen, dass wir es zumindest zu einem größeren Teil erreichen. Also, weiß ich nicht, 50, 60 Prozent wären schon toll. Aber selbst wenn es nur 10 Prozent sind, ist es immerhin schon etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, unser Leben wird sich stark verändern, so wie es in der Vergangenheit auch war, nur es wird jetzt immer schneller gehen und die Veränderungen werden viel gravierender noch sein. Weil natürlich schon sehr viel mehr Menschenkraft hineinfließt, und zwar bewusster, immer bewusster hineinfließt. Das wird das Wichtige sein. Und genau das ist der Grund, warum wir uns jetzt beschäftigen vor allem mit dem: Wie schaffe ich den Übergang vom sinnlichen Leben, vom sinnlichen Wahrnehmen zum übersinnlichen, seelisch-geistigen Leben? Wie kann ich mich in beiden Welten ganz bewusst bewegen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns in der Vergangenheit aber noch ganz unfrei und halbbewusst nur ganz im Seelisch-Geistigen bewegt und von der Außenwelt noch nichts bewusst mitbekommen, sondern wie Traumwandler durch die Welt gegangen, konnten schon alles Mögliche zwar tun, aber haben ganz etwas anderes erlebt dabei als wir heute. Weil wir eben die Sinneswelt zwar schon gebrauchen konnten, aber nicht wie wir heute wahrnehmen konnten, sondern eigentlich sie von der seelisch-geistigen Seite gesehen haben. Das wird auf neue und höhere Art in der Zukunft wiederkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erdheilung und der elektrische Apparat 01:34:11 ===&lt;br /&gt;
Das wird uns befähigen dazu, dass wir dann wirklich, vor allem insbesondere dann, wenn wir nicht mehr auf Erden inkarniert sind, ganz entscheidend noch mitarbeiten werden, die Erde weiterzuentwickeln. Sie ist zwar über einen Höhepunkt hinaus, aber es wird sehr entscheidend sein, wie wir mit ihr umgehen, wie wir an ihr arbeiten werden, wenn wir nicht mehr inkarniert sind. Wenn sozusagen äußerlich gesehen die Menschheit scheinbar ausgestorben ist. Aber da werden wir sehr, sehr fleißig tätig sein. Da werden wir unsere wichtigsten Kräfte schulen und entwickeln, eben gerade der Erde dieses Leben zu geben, dass sie noch eine lange Zeit sich entwickeln kann, auch wenn wir nicht mehr inkarniert sind auf Erden. Und alle die Wesen, die auf Erden sind, die Tiere, die Pflanzen, die Elementarwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also so, dass die Erde vielleicht kein äußeres Paradies wird, so wie man es sich halt primitiv vorstellt. Weil die Erde wird natürlich dem nicht entkommen, dass sie eigentlich auf einer Bergab-Entwicklung ist. Aber wir werden so viel als möglich dazu tun können, etwas aufzufangen davon. Die Lebensspanne der Erde dadurch zu erweitern, dass wir wirklich so etwas wie eine Erdheilung machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegenprozess wird halt sein, dass die ahrimanisch-technischen Kräfte überhandnehmen. Das wird eben auch durchaus der Fall sein, was Rudolf Steiner ja deutlich gesagt hat. Die Erde wird ein selbsttätiger elektrischer Apparat werden. Das ist eigentlich ein sehr gutes Bild. Also diese Durchtechnisierung der Welt wird nicht aufzuhalten sein. Die wird überall drinnen sein. Und trotzdem werden wir dafür sorgen müssen, dass auch genügend Lebenskräfte da sind. Dass entsprechend Wälder da sind und so weiter. Auch wenn selbst die durchzogen sind von elektrischen Kräften. Es wird nichts mehr geben, wo das nicht der Fall ist, aber es wird auch das Leben sich überall ausbreiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man sich konkret heute natürlich noch gar nicht vorstellen, da müssen wir noch viel lernen dazu. Aber an dem arbeiten wir ganz energisch mit. Und darum jetzt unsere Aufgabe: Wie geht es mit dem sinnlichen Erleben weiter? Wie schließt das an, ganz nahtlos, ans übersinnliche Erleben? Wie wird es ein Erleben werden, das auf beide Seiten sich auch richten kann? Eben auf die sinnliche Welt, weil wir ja noch Aufgaben haben — also ein immer tieferes Verständnis für die sinnliche Welt, zugleich aber ein immer tieferes, bewussteres Erleben der höheren Welten. Das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zwölf Sinne: der Kreis 01:37:28 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich möchte euch jetzt einmal einblenden, ich weiß nicht, ob ihr das seht. Seht ihr jetzt eine Zeichnung da auf dem Bild — vielleicht die anwesend sind hier im Livestream, vielleicht werde ich eine Rückmeldung geben, ob ihr seht dieses Bild. Nämlich diesen Kreis mit den zwölf Sinnen. Im Jitsi sieht man es schon. Ja, wunderbar. Dann sollte es im Livestream auch kommen, weil das Bild weitergegeben wird. Und ich werde dann schauen, dass auch die Aufnahme, die François bearbeiten wird für YouTube, dass es eben auch drinnen ist. Es ist auf YouTube sichtbar. Wunderbar, fein. Danke, Elke. Bin ich glücklich, dass das so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja. Also wir sehen hier eine Zeichnung, die also auf den Angaben von Steiner beruht, die aber nicht er selber gezeichnet hat, sondern jemand anderer gezeichnet hat — Assatur Ghenikov war es, der glaube ich diese Zeichnung gemacht hat, also nachempfunden hat dem, was damals als Wandtafelzeichnung von Rudolf Steiner gegeben wurde, die aber leider nicht erhalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Wichtige ist, Rudolf Steiner geht aus von zwölf Sinnen, die es gibt. Also ein Umkreis von zwölf Sinnen, wobei es einen Unterschied gibt zwischen den Tagessinnen, nennen wir es einmal so, die ganz wach eigentlich nach außen gerichtet sind, auf die sinnliche Außenwelt gerichtet sind, und anderen Sinnen, die viel weniger bewusst nach innen gerichtet sind, auf unser körperliches Erleben. Schon auch, wir kriegen was bewusst mit, also es gibt innere Sinne und äußere Sinne. Und zwar spricht der Rudolf Steiner von sieben äußeren Sinnen, die eben dann insbesondere eine Beziehung zu Imagination, Inspiration und Intuition auch haben. Und dann fünf Sinnen, die nach innen gerichtet sind. Insgesamt sind es also zwölf dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sehsinn und die Imagination 01:40:18 ===&lt;br /&gt;
Schauen wir es uns vielleicht einmal an, vielleicht mit dem wichtigsten Sinn beginnend. Er ist da jetzt interessanterweise nicht an höchster Stelle, einfach mittendrin. Rudolf Steiner hat oft solche Zeichnungen gegeben. Diese zwölf Sinne hängen ja natürlich auch mit dem Tierkreis irgendwo zusammen, aber wie es bildhaft gestaltet ist, ist oft sehr unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fangen wir mal mit dem Sehsinn an. Also das ist der Sinn Nummer sechs hier. Der Sehsinn, der, wie wir jetzt eh schon oft besprochen haben, mit der Imaginationsfähigkeit auch zusammenhängt. Also der Sehsinn, dass wir überhaupt unsere Augen auch gebrauchen können, braucht die Fähigkeit, Bilder schaffen zu können. Das ist das ganz Wichtige. Wir können Bilder schaffen für das, was wir mit den Augen aufnehmen, wir können aber auch Bilder schaffen für das, was wir seelisch-geistig aufnehmen. Unter Umständen sogar können Blinde etwas von der durchaus auch sinnlichen Außenwelt miterleben, wo sie aber von der imaginativen Seite herangehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es also teilweise sehr verblüffende Sachen. Ich glaube, ich habe das öfter schon erzählt, dass ich einmal bei einem Vortrag eine Dame hatte — das war ein Vortrag im Brunner Heimathaus bei uns, am Abend, stockdunkel — und sie mich gefragt hat, was denn da zum Vortrag geht, und ich habe gesagt, ja durch die Tür und dann die Treppe hinauf, und sie ist ganz sicher dort hineingegangen, die Treppe hinauf. Der Saal ist dann gleich rechts, ist sie ganz sicher hineingegangen, weil ich bin dann eigentlich gleich nachgegangen, sie ist vorausgegangen, sie hat das ganz sicher gefunden. Und in dem Vortrag selber bin ich interessanterweise auf das Sehen überhaupt und auf das Blindsein eingegangen. Und dann nach dem Vortrag spricht sie mich an und sagt, wissen Sie, dass ich blind bin? Sie haben ja heute direkt für mich gesprochen. Und ich war wirklich baff, ich war konsterniert geradezu, weil ich das nicht bemerkt habe, dass sie blind ist. Sie ist so sicher gegangen, und sie hat natürlich auch kein Wort davon gesagt. Sie sagt, sie hat das erlernt, man kann das erlernen, sich auch als Blinder fast wie ein Sehender zurechtzufinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder können das relativ gut, dass sie dann auch mit verbundenen Augen zum Beispiel sich orientieren können. Und eben auch diese Frau hat das gelernt, und sie ist ohne Stock, ohne Blindenstock, und sie ist selber von der Bahn dort den Weg hingefunden zu dem Heimathaus. Es hat sie niemand mit Taxi hingebracht, sie ist selber vom Zug, der dort hält, in Brunn am Gebirge, bis zu dem Heimathaus gegangen. Als Blinde, ganz sicher, ganz allein, ohne Hilfe. Es geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, das heißt, sie orientiert sich dann, indem sie das, was nämlich in Wahrheit jeder Mensch auch wahrnimmt von der Umwelt, auch wenn er die Augen zu hat — wir nehmen sehr viel mit den anderen Sinnen wahr, also wir nehmen mit allen Sinnen in Wahrheit wahr, und können uns orientieren daran, und können es sogar so weit bringen, dass wir uns ein Bild dieser Welt bilden, auch wenn wir die Augen geschlossen haben. Das heißt, was wir dann wirklich bewusst seelisch erleben, ist so wie ein optisches Bild, wie ein äußeres Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Fähigkeit, die man erlernen kann. Ich habe dann lang mit ihr gesprochen, weil mich das natürlich fasziniert hat. Und ich habe dann später kennengelernt, also es gibt Möglichkeiten, vor allem Kinder sind sehr begabt dafür, auch zu sehen sozusagen, ohne dass sie mit den Augen sehen, sich zu orientieren, ganz sicher zu orientieren im Raum, und das Ganze wirklich aber in ein, wenn man so will, optisches Bild zu übersetzen. Das heißt, in ein bildhaftes, in Wahrheit imaginatives Wahrnehmen, das aber jetzt ersetzt bis zu einem gewissen Grad das sinnliche Sehen mit den Augen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alle Sinne nehmen alles wahr 01:45:29 ===&lt;br /&gt;
Dabei spielen aber eine wesentliche Rolle alle anderen Sinne, weil im Grunde jeder Sinn alles wahrnimmt, in gewisser Weise. In jedem Sinn so ein Gewahrwerden der ganzen Welt, der uns umgibt, der äußeren sinnlichen Welt. Also es sind immer eigentlich alle Sinne beteiligt. Wir würden auch nicht sehen können, wenn wir nur Augen hätten. Wir würden gar nichts sehen. Wenn wir nur Augen hätten und sonst gar nichts, keinen Tastsinn, keinen Geruchssinn, keinen Gehörssinn, keinen Hautsinn — die Haut ist sehr empfindlich. Lichtwahrnehmung, wir haben eine ganz starke Lichtwahrnehmung mit der Haut, die ganze Haut ist sehr empfindlich für Licht. Man kann damit sehr, sehr viel wahrnehmen, in Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn irgendwo ein Hindernis im Raum ist, auch wenn man mit geschlossenen Augen geht, mit einer gewissen Wachsamkeit, aber auch mit einer gewissen Sicherheit, man merkt sofort, halt, da ist eine Wand, da kann ich nicht durch. Also man spürt das. Oder auch andere Menschen, man spürt ja sogar, das werdet ihr wahrscheinlich auch kennen, wenn jemand hinter einem steht, man merkt das ganz deutlich, da ist jemand. Man muss nur aufmerksam sein darauf. Weil wir mit dem ganzen Organismus, mit allem einfach wahrnehmend tätig sind. Also in Wahrheit ist diese Spezialisierung in die zwölf Sinne zwar da, und damit können wir bestimmte Aspekte besonders gut hervorheben, aber in Wahrheit erleben wir immer alles mit allen Sinnen, die wir haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wir eben auch innere Sinne haben, haben wir auch im Grunde das Potenzial dafür wahrzunehmen, wie ist das, was von außen kommt, wie wirkt das auf mein Inneres, auf meinen Organismus. Ich meine jetzt gar nicht primär das seelische Innere, obwohl das natürlich unwendbar damit verbunden ist, aber wie wirkt das auf meinen Organismus? Also wenn ich etwas sehe, belebt mich das? Macht mich das matter? Macht mich das müder? Das sind so feine, sinnliche Wahrnehmungen, die aber dann eben auch bereits mit dem Seelischen, ja auch mit dem Geistigen einen Zusammenhang haben. Wir dürfen nicht so nehmen eine scharfe Trennung, sinnliches Wahrnehmen, übersinnliches Wahrnehmen. Ja, es wandelt sich der Charakter natürlich, aber es hängt miteinander zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können nur mehr unser Bewusstsein jetzt richten auf das Äußere, oder mehr auf das — ich würde es gar nicht sagen Innere, aber auf das, was eigentlich jenseits des Raumes ist. Weil die Imaginationen haben im Grunde nichts mit dem Räumlichen zu tun. Selbst wenn ich imaginiere ein Elementarwesen und es vor mir sehe, also vor meinem geistigen Auge sehe, weil ich mir diese Imagination dieses Wesens erschaffe aus der Berührung, die ich spüre mit diesem Wesen — dann ist dieses Wesen ja eigentlich nicht in Wahrheit im Raum drauf und sitzt da in der Blüte drinnen. Es wirkt in der Blüte. Und die Wirkung dieses Wesens ist in den Kräften zu spüren, zu sehen, die die Pflanze bilden, aber trotzdem kann ich nicht sagen, das sitzt da jetzt drinnen, das Elementarwesen, wie ein äußeres Wesen. Es ist etwas, was äußerlich sinnlich in Wahrheit nicht sichtbar ist. Und trotzdem kann ich es mit denselben Kräften, die in der Sinneswahrnehmung drinnen sind, mit denselben seelischen Kräften, die dahinter stehen, mir zum Bild gestalten. Und dann erlebe ich es sozusagen in der Blüte sitzend oder auf den Blättern oder bei den Wurzeln sitzend, so wie es Kinder oft ganz natürlich erleben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Lernen des Sehens 01:50:21 ===&lt;br /&gt;
Nämlich gerade deswegen auch, weil das Lernen des Sehens, das ist ja nicht so schnell fertig. Das Kind in den ersten drei Lebensjahren muss das alles lernen. Auch wenn es natürlich schon relativ früh sehen kann und dann schon Entfernungen ein bisschen abschätzen kann, etwas wiedererkennen kann, den Papa, die Mama wiedererkennen kann. Aber deswegen ist die Entwicklung des Sehens noch lange nicht am Ende. Sie ist so zumindest auf ein gewisses halbwegs fertiges Niveau gekommen, so mit dem dritten Lebensjahr. Wenn auch die anderen Fähigkeiten erwacht sind, also sprechen können, gehen lernen, tasten können, sich aufrichten, eben dieses Gehen, aufrechte Haltung. Wo dann beginnt auch eine gewisse räumliche Wahrnehmung im Sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist ja lange dann aber noch schwierig beim Kind. Selbst Kinder im Schulalter noch, also so in den ersten Klassen, sie tun sich unheimlich schwer, Entfernungen abzuschätzen. Wenn im Verkehr ein Auto kommt, das abzuschätzen, kann ich da nur über die Straße gehen oder nicht, ist unheimlich schwer. Also das ist ein sehr langwieriger Prozess, das zu lernen. Das bleibt durchaus noch in ein späteres kindliches bis fast jugendliches Alter hinein, wo man da noch eine ganze Menge lernt, aber es wird halt immer schwerer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich habe euch ja auch erzählt, öfter schon, blind geborene Menschen, die man operieren kann — also meistens sind das so staarartige Erkrankungen, wo man also diese Kalkablagerungen, diese Verdunkelungen, die drinnen sind, operativ beheben kann, schon seit einer relativ langen Zeit kann man das heilen. Aber ob der Mensch dann mit dem Sehen etwas anfangen kann oder nicht, wenn er es als Kind nicht gelernt hat, also das heißt, wenn nicht in früherer Kindheit diese Operation passierte, dann hat er dieses Sehen nie gelernt. Und dann tut er sich schwer, sehr schwer, bis zur Unmöglichkeit hin, die sinnliche Welt zu sehen. Er wird aber auch keine Imaginationen in unserem Sinn erleben, so wie ein Sehen, das er erleben kann. Er wird schon ein seelisch-geistiges Wahrnehmen entwickeln können, aber gerade dieses imaginative Element, also dass es wirklich in ein geradezu sinnesartiges Bild gekleidet wird, das wird er nicht können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird die Schilderung seiner geistigen Wahrnehmung dann in der Regel nicht so gestaltet sein, dass sie an ein sinnlich-sichtbares Bild erinnert. Er wird dann vielmehr mit anderen Sinnesqualitäten in Beziehung bringen, die eine Rolle spielen, also Tasterlebnissen und dergleichen. Menschen, die blind geboren sind, werden überhaupt, wenn sie auch geistig wahrnehmen — sehr wohl, stark sein können, aber richtige Imaginationen werden sie nicht schildern, so wie sie sehende Menschen schildern. Sie werden schildern können vielleicht, dass sie ein Elementarwesen erleben können, ein Engelwesen erleben können, aber es wird ihnen in der Regel nicht einfallen, das in ein optisches Bild zu gleiten, also in eine Imagination in diesem Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das heißt, Imaginationen können auch einen nicht-sinnlich-bildhaften Charakter haben, sondern können auch ganz anders sein. Aber was ihnen gemeinsam ist, dass sie ein großes Weltenpanorama vor sich ausbreiten. Auch wenn man ein Engelwesen schildert — ein Mensch, der im Leben sinnlich sehend ist und der dazu vielleicht, wenn er in der Imagination ist, das Engelwesen auch ganz in ein Bildhaftes hineinbringt, also mit, weiß ich nicht, ein Mensch mit Flügeln oder so, das übliche Bild, was man dann wirklich eben auch so in der Imagination erlebt. Die Imagination kann aber auch ganz anders sein, kann sich durchaus auch auf andere Sinnesqualitäten stützen. Und die werden dann mehr Wert legen auf Dinge, die sich vergleichen lassen mit anderen Sinneswahrnehmungen. Unter Umständen, wie es die Mystiker immer wieder gemacht haben, mit dem Geruchssinn, der aber, wie wir gesagt haben, eine sehr heikle Sache ist, weil sie auch ganz in Richtung schwarzer Magie gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn: Imaginationen tingiert mit Materialität 01:56:51 ===&lt;br /&gt;
Also wenn ihr euch das Bild jetzt anschaut, seht ihr auch, der Sehsinn und der Geschmackssinn sind sehr eng beisammen, und dann folgt gleich der Geruchssinn, aber der Geruchssinn ist einer, der schon zu den inneren Sinnen zählt. Weil alles, was ich erriechen muss, das muss ich aufnehmen mit der Nase, vielleicht auch durch den Mund, durch das Einatmen, aber vor allem auch durch die Nase, wir müssen es in unser körperlich Inneres hineinnehmen. Also es ist dieser Geruchssinn eigentlich ein innerer Sinn in Wahrheit. Auch das ist eine Ursache dafür, warum Geruchswahrnehmungen auch immer sich beziehen auf uns als physisches Wesen. Irgendwo zunächst einmal. Der Geruchssinn spricht ganz stark unser Ego dann auch an. Das heißt nicht, dass er was Schlechtes ist, aber er ist was Gefährliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite ist es aber auch die einzige Möglichkeit, durchaus auch imaginativ in gewisser Weise uns zu verbinden mit den tiefsten Kräften, die die Welt gestalten. Also gerade eben alter Saturn oder so diese Welten, wo es noch kein Licht gab, wo wirklich der Vergleich mit einer optischen Wahrnehmung im Grunde nicht gegeben ist. Wenn man sich diesen alten Saturn so einfach vorstellt, jetzt wie unsere Erde, eine Kugel wie unsere Erde, nur sehr feurig und heiß, ist das eine nicht der Wirklichkeit so ganz entsprechende Vorstellung. Da muss man anderes zur Hilfe nehmen. Eben daher Eindrücke aus dem Geruchssinn, aus dem Geschmackssinn vielleicht auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die liegen aber im Bereich drinnen — Sehsinn, Geschmackssinn, Geruchssinn, das ist sehr eng beisammen. Das sind Dinge, die mit der Imagination sehr eng zusammenhängen, aber eben nicht unbedingt bildhaft sind wie beim Sehsinn, aber bildhaft im weiteren Sinne, dass es ein ganzes Panorama ist, das ich erleben kann, das ich halt dann nicht sehe, sondern schmecke oder rieche. Paradox scheint es uns jetzt vielleicht ein bisschen. Aber das ist noch das Harmlosere, das weniger Gefährliche als der Geruchssinn und der Geschmackssinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr seht am Bild, es ist geschrieben, Imaginationen tingiert mit Materialität. Das ist der Originalwort, den Rudolf Steiner auch dazu geschrieben hat. Man nimmt etwas in der Imagination wahr, aber es drängt sich sehr vor, ja was ist denn da an materiellen Kräften drinnen? Es ist eigentlich nicht mehr das rein Übersinnliche, sondern es ist auch mit dem feinen Materiellen zumindest, nicht jetzt gleich mit dem Plumpen, festgewordenen, aber doch mit den feineren Qualitäten der materiellen Welt, also die die Welt baut, das ist drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Geruchssinn und das Ego 02:01:01 ===&lt;br /&gt;
Beim Geruchssinn geht es noch tiefer hinein, geht es noch tiefer, und geht also insbesondere sehr stark hinein. Entweder, wenn es ganz rein und geläutert ist, geht es bis in unser Innerstes, dann kommen wir damit auch sehr stark an unser Ich heran. Dann müssen wir so sein, dass wir nicht sagen, ich kann mich heute nicht riechen, sondern wo wir uns gerade riechen können, innerlich, in gewisser Weise. Aber das muss also dann ganz frei sein vom Ego. Wenn ich mich da begeistere an dem, wie ich geistig rieche, dann bin ich schon auf einem ganz egoistischen Abweg irgendwo, dann muss ich mich sozusagen objektiv riechen lernen, übersinnlich riechen lernen, das ist sehr schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das aufs eigene Wesen zu richten ist nicht sehr gut, aber ich kann es objektivieren, und das ist das, was die Mystiker versucht haben. Mystik ist ja meine Versenkung ins Innere. Da kann sehr stark kommen dieser Weg, eine Imagination über den Geruchssinn zu erleben, aber dann muss ich, wenn ich keine verzerrte Imagination haben will, sondern eine wirklich den Tatsachen entsprechende, dann muss ich aber ganz, ganz, ganz mein Ego beiseitestellen können. Wenn ich das nicht habe, dann kommen alle möglichen relativ niederen Triebe, also namentlich Sexualtrieb zum Beispiel — wobei ich nicht sage, dass Sexualität etwas Niederes grundsätzlich ist, aber wenn es nur um die Lust geht, um das Erleben der Lust und am egoistischen Genuss der Lust, die mit der Sexualität verbunden ist, wo es mir auch gar nicht um den Geschlechtspartner geht, sondern um das eigene Genießen sozusagen dieser ganzen Sache und mich stark fühlen daran, dann kann das ganz auf Abwege führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist durchaus in der Mystik immer wieder passiert, und selbst bei vielen Mystikerinnen auch, also auch bei den Frauen, die Mystikerinnen waren, mit ihrer Nähe zum Christus, die sie erleben dabei. Nicht alles ist wirklich ganz rein dabei. Manches ist sehr stark durchdrängt mit einem Erleben der sexuellen Kräfte irgendwo. Dabei mit einer sexuellen Erregung, die damit verbunden ist. Das war bei nicht so wenigen Mystikerinnen, aber auch bei Mystikern natürlich, also beiderlei Geschlechts, sehr stark drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich aber den eigenen Genuss sozusagen, die Lust an diesem Erleben, wenn ich das zurückstelle und es einfach neutral nehme — weil Lust ist ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes, nur als Weg zur geistigen Erkenntnis ist es etwas, was in die falsche Richtung geht, einfach weil man es dann nicht bewusst lenkt, sondern ja geradezu aufgehen will in diesem Genießen, das damit verbunden ist. Mit dem Selbstgenuss eigentlich, den man erlebt. Gerade das sollte nicht hineinkommen, weil dann ist das ganze Bild extrem verzerrt. Da sieht man aber auch, wo Gefahren sind, wenn man in ein geistiges Erleben kommt, wo man total abirren kann im Grunde und wo man ein komplett verzerrtes Bild der Welt geben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gefahr ist also beim Geruchssinn am stärksten, aber in gewisser Weise überhaupt natürlich besonders stark bei den Sinnen, die nach innen gerichtet sind. Also auch der Tastsinn neigt dann sehr ans Materielle, ans Besitzenwollen, etwas Berührenwollen. Kann was Gutes sein? Ich meine, ganz wichtig, das Streicheln ist etwas ganz Wichtiges für die Beziehung zwischen Menschen, für die Beziehung zwischen Mutter und Kind, für die Beziehung zu Tieren. Haustiere brauchen das geradezu, dass sie gestreichelt werden. Und sie erleben dabei sehr viel, wenn wir da unser Wesen hineinlegen. Es ist ganz wichtig, dieses Zusammenleben mit Haustieren. Das bringt für die Tiergruppenseele sehr, sehr viel. Da kann sehr viel fließen, aber es ist immer die Gefahr bei diesen Dingen drinnen, die sich auf die inneren Sinne stützen. Und der Tastsinn ist eben auch ein innerer Sinn, weil eigentlich erleben wir nicht, wenn ich den Tisch betaste, ich erlebe eigentlich nicht den Tisch als solchen, sondern ich erlebe mich an dem Tisch. Das heißt, auch wenn ich glaube, ich erfasse das Material, wie das beschaffen ist, aber eigentlich erlebe ich mich dabei. Und nur sekundär dadurch, durch dieses Eigenerleben, erlebe ich das Äußere dabei. Das ist also so an der Grenze. Daher sind die inneren Sinne etwas Gefährliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichgewichtssinn, Bewegungssinn, Lebenssinn 02:07:21 ===&lt;br /&gt;
Der Gleichgewichtssinn ist unheimlich wichtig, weil er in einer vergeistigten Form eine starke Orientierungshilfe ist, sich zurechtzufinden in der geistigen Welt. Das ist halt das geistige Pendant davon, dass ich mir eine Richtung im Geistigen gebe, dass ich nicht so in der geistigen Welt nicht mehr weiß, wo oben und unten ist, sondern wo ich mir eine klare Orientierung gebe. Das ist der Gleichgewichtssinn, aber jetzt ins seelisch-geistige Wahrnehmen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso der Bewegungssinn, der etwas beiträgt dazu, sich zu orientieren in diesem sich Bewegen zwischen geistigen Wesenheiten. Das sind dieselben seelischen Kräfte, die unserem äußeren Bewegungssinn zugrunde liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebenssinn — Wahrnehmung von dem, was fördert das Leben in mir, was nimmt es zurück. Das ist überhaupt auch natürlich ein Wahrnehmungsvermögen für Lebenskräfte oder lebensschädliche Kräfte, die in der Umgebung sind. Da brauche ich diese Kräfte, aber die alle sind sehr, sehr heikel. Ich muss schauen, dass sie nicht mein Ego breit machen und dass ich darin nur das erlebe, was mir wohltuend erscheint. Beim äußeren Sehsinn, bei der Imagination, die sich auf den äußeren Sehsinn stützt, auf die seelischen Kräfte, die dort auch dabei sind, die sind relativ unproblematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Wärmesinn: Imaginationen tingiert mit seelisch Affizierendem 02:09:31 ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt schauen, da auf dem Kreis nach oben, Wärmesinn, Wärmewahrnehmung, die wir auch haben. Kann sein natürlich, dass wir etwas berühren, aber sehr wichtig auch, dass wir spüren, dass etwas Wärme ausstrahlt oder Kälte erzeugt. Das spielt durchaus eine deutliche Rolle, auch wenn wir mit geschlossenen Augen erkennen, da ist eine Wand, da steht jemand. Da spielt unter anderem auch der Wärmesinn eine Rolle. Wir spüren das seelisch dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier schreibt Rudolf Steiner dann dazu: Imaginationen tingiert mit seelisch Affizierendem, also was mich seelisch berührt. Das ist etwas sehr Wichtiges, eben auch zu spüren, wenn ich mit dem Wärmesinn gerade zum Beispiel an Elementarwesen herangehe. Da ist einerseits natürlich die Imagination, die ich bekomme, aber ich spüre dieses Berührtwerden durch Elementarwesen, bevor ich sie eigentlich noch als Imagination sehe. Sie zu spüren, wie sie mich berühren, das ist eigentlich so etwas wie eine seelische Wärme oder Kälte, die mich berührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wärmesinn ist ja zusammen mit Kalt und Warm, also mit beiden, nicht nur mit dem Warmen, auch mit dem Kalten. So wie wir nicht so unrecht sagen, mit manchen Menschen wird man seelisch warm, da wird mir warm ums Herz, wenn ich denen begegne, und andere empfinde ich als kalt. Das kommt ja nicht von zufällig, dass wir das erleben, weil das im Grunde genau dieselben Wahrnehmungskräfte sind, die wir äußerlich für die sinnliche Wahrnehmung verwenden, um wirklich Wärme und Kälte zu unterscheiden im äußeren Sinn. Aber das hilft uns auch, die Seelenqualität eines Wesens, das mir gegenübersteht, eines anderen Menschen, wahrzunehmen. Daher ist es wichtig, etwas mit einem Wärme- oder Kälteerlebnis zu vergleichen. Den Charakter eines Menschen zu spüren — da ist etwas Warmes drinnen, da ist etwas seelisch Verbindendes drinnen. Oder der Mensch ist kalt, er ist eiskalt, er geht sozusagen bildlich gesprochen über Leichen. Dem ist nur Seines wichtig. Ganz andere Ausstrahlung, die drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gehörssinn, Wortsinn, Gedankensinn: Inspiration und Intuition 02:12:33 ===&lt;br /&gt;
Ja, Inspiration. Ich möchte nur kurz den Kreis durchgehen. Wir werden uns das nächste Mal noch tiefer damit beschäftigen, den Überblick fertigzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspirationen haben was zu tun mit dem Gehörssinn, mit dem Hören. Mit dem Hören, wo mir die geistige Wahrnehmung in gewisser Weise zum Wort wird, wenn man so will. Ich verstehe. Ich beginne sie zu verstehen. Das ist ganz wichtig, und dieses Verstehen, das geht dann noch weiter mit dem Wortsinn, mit dem Sprachsinn. Das ist ja etwas, was Rudolf Steiner ganz deutlich unterscheidet, was heute in den äußeren Wissenschaften noch nicht unterschieden wird. Obwohl man es eigentlich schon deutlich sehen könnte, dass da ein Unterschied drinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Hörsinn nehme ich nämlich Klänge, Geräusche wahr, aber sie sagen mir nichts. Mit dem Wortsinn ist es ganz etwas anderes. Ich meine, Hörsinn natürlich im Äußeren, es ist ein Unterschied zum Beispiel, wenn ich ein silberhelles Glöckchen höre, oder wenn ich eine Glocke aus einem stumpfen Metall, aus Blei vielleicht, höre, die nicht klingt, die dumpf ist. Die sagt mir etwas über das innere Wesen des Metalls. Blei ist eben etwas anderes als Silber zum Beispiel. Klingt anders. Sagt etwas von dem Inneren. Und so ist es auch im übertragenen Sinn, dass uns die Inspiration etwas von dem seelisch-geistig Inneren des Wesens vermittelt, dem ich begegne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch mehr ins Innere komme ich dann hinein mit dem Wortsinn. Also es ist nicht nur so eine Klangqualität allein, eine musikalische Qualität, sondern es wird sehr viel konkreter noch. Es wird vergleichbar dem Hören von Worten, wo ganz klar ist, wo eine ganz klare Kommunikation mit dem anderen Wesen entsteht. Aber natürlich ist die nicht in einer äußeren Sprache. Aber trotzdem bekomme ich seelisch ganz klar mit, was dieses andere Wesen bewegt. Ganz klar. So als würde es in äußerer Sprache zu mir sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ganz innerlich tauche ich ein, wenn ich dann durch Intuition in den Gedankensinn eintauche. Der Gedankensinn ist das, wo ich unmittelbar — ja auch im äußeren Wahrnehmen jetzt erlebe, nicht nur die Worte höre, die der andere spricht, und mir daraus einen Reim darauf bilde, was er mir eigentlich erzählen will, sondern wo ich unmittelbar eintauche. Wo ich mitbekomme — kann man ja schon im äußeren Hören von Worten mitbekommen, was meint denn der wirklich damit? Um was geht es ihm wirklich? Das ist noch mehr, als dass ich seine Worte interpretiere. Sondern wo ich tiefer gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist heute eine sehr wichtige Fähigkeit im äußeren Wahrnehmen von Worten, also mitzubekommen, meint der Mensch das auch wirklich, was er sagt? Oder ist das auf gut Wienerisch Schmäh? Also eine Täuschung, die er uns vorspielt. Es gibt Menschen, die wunderbar schöne Worte machen können, die auch wirklich gut klingen, aber wenn man wirklich mit dem Wortsinn hineinhört, merkt man, der hat ganz andere Intentionen. Gar nicht das, als das er sich gibt damit. Da sind wir auch schon an der Grenze zu einer natürlich seelisch-geistigen Wahrnehmung des anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist aber trotzdem nicht so, dass wir alles jetzt mitkriegen, was der im Inneren erlebt. Also wie ich es am Anfang geschildert habe mit dem Kapesius, der mitbekommt, was beim Johannes abläuft. Wenn man das so im Detail mitbekommt, das ist in ganz seltenen Momenten wirklich nur, wo man gerade einen Entwicklungssprung in der geistigen Wahrnehmung macht. Nämlich, dass man auch selber genügend geistig-moralisch reif ist, das, was man erleben kann an dem anderen, dass man es nicht missbraucht. Oder nicht im Leisesten dazu mehr neigt. Da muss man also so ganz allein geworden sein in Wahrheit, dass man, auch wenn man sozusagen geradezu in die Gedanken des anderen eindringt, ihn wirklich ins Tiefste verstehen lernt, das nicht missbraucht. Und dem anderen die Intimität seines bei sich Selbstseins stört damit. Kann also auch was Heikles sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Inspiration, die tingiert mit innerem Erleben, und dann als Nächstes die Intuition, da ist man dann wirklich ganz eins mit dem anderen Wesen. Da wird man es im Grunde. Aber natürlich kommt man wieder zu sich selbst zurück. Das ist immer bei dem, was ich am Anfang gesprochen habe, sich verlieren in der Welt oder in dem anderen geistigen Wesen und wieder zurückfinden zu sich. Und das muss eigentlich ununterbrochen passieren. Hin und her, hin und her. Bis zu einem Eins-Werden mit dem anderen geistigen Wesen kommen und wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: der elfte Wochenspruch und das Karma 02:19:07 ===&lt;br /&gt;
So, meine Lieben, ich habe jetzt die Bildschirmfreigabe wieder gestoppt. Ich denke, ihr könnt jetzt mich wieder sehen, weil wir werden jetzt Schluss machen, wir sind schon mit der Zeit wie üblich einmal fortgeschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese euch zum Schluss noch einmal den Wochenspruch. Weil da auch interessanterweise ja wirklich viel von dem drinnen ist, was ich jetzt da versucht habe einmal anfänglich zu erläutern. Jedenfalls mit dem, sich zu verlieren in den anderen geistigen Wesen, die mich umgeben. Egal ob sie auch äußerlich als Mensch vor mir stehen oder ob sie nur übersinnlich wahrnehmbar sind. Aber ich muss ganz mich vergessen können, ganz eintauchen können, und muss aber auch wieder ganz zu mir selbst kommen, mich selbst finden. Mich selbst finden im anderen. Und das sich ganz zu Bewusstsein bringen, wenn ich wieder ganz zu mir komme. Also dieses ewige Hin-und-her-Pendeln zwischen diesen beiden Polen, das ist ganz wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also — zu sommerlichen Höhen erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich, es nimmt mein menschlich Fühlen in seine Raumesweiten mit, erahnend — na, Blödsinn, entschuldigt, ich bin beim falschen Wochenspruch. Es ist nicht der zehnte, es geht um den elften. Verzeihung, ich habe die falsche Seite aufgeschlagen. Aber es hängt natürlich auch mit dem zusammen. Es hat mich jetzt abgelenkt, dieses in die Raumesweiten hinaus zu gehen, weil das müssen wir natürlich auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elfter Wochenspruch. Der ist es, der für diese Woche zuständig ist. Es ist in dieser Sonnenstunde an dir die weise Kunde zu erkennen, an Welten Schönheit hingegeben, in dir dich fühlend zu durchleben. Verlieren kann das Menschen-Ich und finden sich im Welten-Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir verlieren uns bis ins große Welten-Ich hinein, ja eigentlich im Grunde in dem Christus, und mit dem Christus eigentlich alle Wesen, die mit ihm in irgendeiner Weise verbunden sind. Da kann ich aufgehen, also eigentlich, wenn ich mich an den Christus verliere, verliere ich mich aber auch in allen anderen Wesenheiten in Wahrheit. Ich muss aber trotzdem wieder ganz zu mir finden können. Ganz wieder, ganz nüchtern eben auch letztlich die geistige Wahrnehmung wieder abschalten, auf gut Deutsch. Es zulassen, sie loszulassen, sie verschwinden zu lassen. In dem Wissen, so wie ich sie jetzt hatte, wird sie nie wieder kommen. Nie wieder. Ich kann sie nicht erinnern, ich kann sie auch nicht genau in der gleichen Weise wiedererleben, so wie in Wahrheit auch im äußeren Wahrnehmen nicht genau die gleiche Situation jemals wieder wahrnehmen kann. Ich kann etwas sehr Ähnliches erleben, aber die Situation genau gleich wird es nie. Sie ist einmalig. Weil jedes Erleben einmalig ist. Hier und jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wirkliche Wahrnehmung, egal ob geistige oder sinnliche oder übersinnliche, sie braucht immer Geistesgegenwart. Für jede Wahrnehmung gilt das in Wahrheit. Natürlich man kann sich an die äußere sinnliche Wahrnehmung bis zu einem gewissen Grade erinnern, obwohl ihr wisst, dass manches dann verschwindet und es gibt Lücken. Bei der übersinnlichen Wahrnehmung, mit all diesen Möglichkeiten, eben von der Imagination über die Inspiration zur Intuition und auch die ganzen inneren Wahrnehmungen mit ihrem geistigen Pendant — durchdrungen sein mit dem Gottgefühl etwa durch den Geruchssinn im Grunde. Dieses mystische Einssein. Und Tastsinn zum Beispiel ist auch durchdrungen sein mit dem Gottgefühl. Tastsinn und Geruchssinn liegt eng beisammen auch in Wahrheit. Aber nichts kann man erinnern davon, von diesem seelisch-geistigen Erleben. Man muss es einfach wieder erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann in gewisser Weise in die Vergangenheit zurückblicken, man kann in mögliche Entwicklungen vorausblicken, aber die müssen sich erst manifestieren. Weil eben, weil die Freiheit des Menschen gegeben ist, ist das etwas, was aber für die ganze Weltentwicklung bedeutet, dass die Zukunft nicht feststeht. Also das ist auch eine Folge dessen, dass der Mensch die Möglichkeit bekommen hat, zur Freiheit zu kommen — eine der Folgen davon ist, dass auch in der Weltentwicklung nichts fest vorherbestimmt ist. Fest vorherbestimmt ist nur eines, dass wir gewisse Dinge, die wir als karmische Last mit uns tragen, dass wir denen in der Zukunft begegnen werden. Außer wir biegen vorher ganz ab ins Reich der soratischen Kräfte, dann können wir dem entkommen, aber dann scheiden wir aus der eigentlichen Entwicklung aus, die wir gehen könnten, der Entwicklung zur Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn das nicht der Fall ist, dann gibt es nichts, was wir jemals so genau wieder erleben können, weil wir in einer Welt dann leben, in der nichts fest vorherbestimmt ist. Es ist in der Richtung drinnen. Es ist vorherbestimmt oder angelegt, dass wir gewissen Dingen karmisch begegnen werden, beruhend auf den Fehlern, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, aber wie wir oft auch schon besprochen haben, die Widersacher tun alles dazu, dass wir daran vorbeigehen, dass wir unsere karmischen Aufgaben ignorieren oder vielleicht gar nicht erkennen. Das heißt, die Freiheit geht sogar so weit, dass wir nicht aus unserem Schicksal lernen müssen. Dass wir nicht unser Karma aufarbeiten müssen. Allerdings, wenn wir es nicht tun, werden wir trotzdem oder gerade deswegen die wirkliche Freiheit nicht erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirkliche Freiheit entsteht eben gerade dadurch, dass wir uns auch von unseren ganzen karmischen Verfehlungen befreien. Von denen müssen wir uns selber befreien. Dass der Christus die Sünden der Welt auf sich genommen hat, nimmt uns diese Aufgabe nicht ab, dass wir unsere karmische Last selber bewältigen müssen. Und daran lernen und gerade dadurch Fehler ausmerzen, wodurch wir als Rechte in der Zukunft in Freiheit handeln können. Dort, wo wir aus Fehlern heraus agiert haben, aus falschen Begierden vielleicht, aus unserem Ego heraus agiert haben, da waren wir eben ja noch gar nicht frei. Das heißt, es ist ganz essentiell, dass wir diese Fehler selber ausmerzen und dass wir unser Karma annehmen. Dass wir geradezu Freude darüber haben, die Fehler, die wir gemacht haben, bereinigen zu können. Das wird ganz wichtig sein. Aber zwingen tut uns niemand dazu. Das ist eine Hilfe, die uns gegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vergangenheit, als wir noch weit entfernt waren, die Freiheit zu entfalten, wurden wir zwar nicht gezwungen dazu, aber angeleitet dazu. Aber die Widersacherkräfte haben alles dazu getan, um das Karma in Unordnung zu bringen. Und sie tun das heute auch noch, indem sie sagen, du musst nicht, du musst nicht. Da liegt irgendwas an, aber das brauchst du nicht weiter kümmern. Das ist Vergangenheit. Kümmer dich nicht weiter darum. Der Christus gibt uns den Rat, kümmere dich aus der Freiheit darum. Wenn der Christus Herr des Karmas wird, heißt das auch, es liegt bei uns, ob wir das Karma annehmen und lernen wollen daraus oder nicht. Die Zeit ist vorbei, dass es uns einfach aufgedrängt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn jetzt viele sagen werden, mir sind so viele Dinge im Leben passiert, ich habe das aber nicht gewollt, bitte. Es ist mir einfach passiert, und ja, ich habe was daraus gelernt, das sehe ich schon ein, aber ich wollte das ganz und gar nicht. Doch, wir wollten es. Unser Ich wollte es, und es hat sich durchgesetzt gegenüber unserem Ego, das es absolut nicht wollte. Weil es halt schmerzlich ist, weil es anstrengend ist, und weil es vor allem auch unangenehm ist, sich selber in den Spiegel zu schauen mit den vielen Fehlern, die man mitbringt. Dabei ist das einfach etwas ganz Natürliches und Normales für die Menschen. Weil wir alle haben Fehler gemacht, und die, die die meisten Fehler gemacht haben, haben die größte Chance, schnell weiterzukommen, wenn sie sie überwinden. Menschen, die gar keine Fehler gemacht haben, die haben den Weg zur Freiheit noch gar nicht einmal angefangen. Aber rein theoretisch genommen, ein Mensch, der keine Verfehlungen begeht, der ist entweder wirklich schon fertig mit seiner Entwicklung, wie wir sie hier auf Erden erreichen können, oder er hat noch gar nicht einmal angefangen damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schauen wir mal. Gut, aber damit möchte ich jetzt wirklich Schluss machen für heute. Meine Lieben, ich danke euch fürs Dabeisein. Ich danke euch allen, die ihr im Livestream dabei seid. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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2025: ab Folge 247. - bis 298&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
{{Literaturangaben Vortragszyklus Apokalypse}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Erscheinungsjahr 2026]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
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		<title>Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-06-23T16:39:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|thumb| Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Vortrag von Michael Rheinheimer am 17.6.2026 in der Christengemeinschaft Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 17. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Juni 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:21 ===&lt;br /&gt;
Ja, sehr verehrte liebe Anwesende, herzlichen Dank, liebe Frau Lohner, für diese Einladung heute hier nach Nürnberg in die Christengemeinschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die sieben Sinnesorgane der Seele, dargestellt von Johann Georg Gichtel 00:00:31 ===&lt;br /&gt;
Wie Sie sehen, habe ich Ihnen Bilder mitgebracht. Und ein Bild, auf das ich am Anfang verweisen möchte, das ist dieses Bild hier, das ist von Johann Georg Gichtel. Den Namen schon mal gehört? Johann Georg Gichtel ist ein Rosenkreuzer gewesen aus dem 17. Jahrhundert, ein Theosoph. Er hat eine Theosophia Practica geschrieben. Theosophen gab es damals offenbar auch schon. Ein Mystiker, ein Spiritualist, ein Theologe. Und man kennt ihn, wenn man ihn überhaupt kennt, als Herausgeber der Werke Jakob Böhmes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diesem Bild hier, seiner Menschenkunde aus der Theosophia Practica, da sehen Sie, da hat er sieben Energiezentren fokussiert, in der Nähe von bestimmten Körperorganen. Sieben Energiezentren, die man in der orientalischen Überlieferung die sieben Chakren nennen würde, oder auch sieben Lotosblumen, sieben Räder, und über die Rudolf Steiner vor etwas über 100 Jahren in seinem Grundlagenwerk &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse zu höherenWelten?&amp;quot; als Sinnesorgane der Seele bezeichnet hat. Ich könnte aber auch sagen, in der Sprache der Menschenweihehandlung: Sieben Seelenaugen. Denken Sie einmal an die Michaeli-Epistel in der Christengemeinschaft. Wie beginnt die? &#039;&#039;Unsere Seelenaugen schauen in dieser Stunde von dem Altar&#039;&#039;. Und diese Seelenaugen, die an Michaeli schauen können in der Stunde von dem Altar, die hat Johann Georg Gichtel in der Nähe von sieben verschiedenen Körperstellen oder Körperorganen hier in dieser Menschenkunde dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neben den 12 Sinnen, die uns geschenkt wurden, müssen wir uns die sieben Sinnesorgane der Seele selbst erarbeiten 00:02:25 ===&lt;br /&gt;
Sie wissen vielleicht aus der Anthroposophie, dass Rudolf Steiner von zwölf Sinnen gesprochen hat. Also neben den unteren Sinnen - unserem Sehsinn, unserem Tastsinn, unserem Hörsinn, unserem Riechsinn - hat er davon gesprochen, dass es höhere Sinne gibt, einen Denksinn, einen Ichsinn, einen Lebenssinn, einen Bewegungssinn. Aber diese zwölf Sinne, die sind uns als Menschen im Laufe der Menschheitsentwicklung bereits durch die Evolution, könnte man sagen, geschenkt oder eingestülpt worden. Den dürfen wir uns einfach fröhlich zuwenden, wenn wir geboren werden. Wir haben, wenn wir normal gesund geboren werden, haben wir zwei Augen, haben wir eine Nase, und wir müssen uns natürlich aufmerksam unseren Sinnen zuwenden. Aber wenn wir das tun, dann sind unsere Sinne bekannterweise Tore, mit denen wir die Welt entdecken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sieben Sinnesorgane der Seele, die man wie gesagt Chakren nennen könnte, Lotosblumen, Räder, oder in der Sprache der Menschenweihehandlung „Seelenaugen“, die müssen wir uns im Laufe unserer weiteren Menschheitsentwicklung selber erarbeiten. Die ersten Anlagen haben wir zum Teil davon vielleicht bekommen, aber es liegt an uns, durch spirituelle Übungen, durch Aufmerksamkeit, durch vielleicht einen Schulungsweg, selber uns Dinge zu erarbeiten, dass wir uns diese Seelenaugen oder Sinnesorgane der Seele selber sozusagen einstülpen oder selber erarbeiten können. Und es wäre hybride zu glauben, dass wir das in einem Leben schaffen könnten. Wir können vielleicht in diesem Leben erst einmal anfangen, uns diese Dinge bewusst zu machen. Auch vielleicht anfangen, je nachdem, was wir für Voraussetzungen mitbringen, uns bereits Dinge zu erarbeiten. Und dann dürfen wir uns, wenn wir bestimmte Keime oder Samen gelegt haben, hoffnungsvoll darauf freuen, dass wir in Zukunftszeiten, in zukünftigen Erdenleben, weiter daran anknüpfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie sehen das hier, diese sieben Sinnesorgane der Seele. Johann Georg Gichtel hat sie dort dargestellt, und da zeigt er etwas, was vielleicht dem einen oder anderen ganz neu ist. Weil, wenn man das Wort Chakras oder Lotosblumen hört, dann denken viele Menschen wahrscheinlich automatisch an Yoga oder an Räucherstäbchen, oder zumindest an orientalische Überlieferungen. Und Johann Georg Gichtel zeigt uns, dass es schon vor Rudolf Steiner eine Tradition in der christlich-rosenkreuzerischen Kultur des Abendlandes gibt, wo man ein Bewusstsein davon hatte, und an die Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts angeknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betrachtung des Bildes von Johann Georg Gichtel aus der „Theosophia Practica” 00:05:25 ===&lt;br /&gt;
Und Sie sehen hier in seiner Menschenkunde ein zweiblättriges Sinnesorgan der Seele oberhalb der Nasenwurzel. Im Orientalischen würde man sprechen von einer sechzehnblättrigen Lotusblume in der Nähe des Kehlkopfes, einer zwölfblättrigen Lotusblume in der Nähe des Herzens, einer zehnblättrigen Lotusblume oberhalb des Magens oder oberhalb des Nabels, einer sechsblättrigen im Unterleib, und dann schließlich das, was man das sogenannte vierblättrige Muladhara oder Wurzelchakra nennt, in der Nähe unserer Geschlechtsorgane. Und dann sehen Sie hier ganz oben, noch oberhalb des Scheitels, ein Sinnesorgan, über das Rudolf Steiner damals gesagt hat, darüber kann man im Grunde nicht sprechen. Darüber hat er, soweit ich das verfolgt habe, auch selber noch gar nichts wirklich gesagt. Vielleicht hat er Dinge gezeigt, können wir heute Abend ja als Frage erst einmal mitnehmen. Das sogenannte tausendblättrige Scheitelchakra, das den Menschen anbindet an den Kosmos und das oberhalb des Hauptes hier zu verzeichnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Bild weiter studieren würden, dann würden Sie merken, dass diese sieben Energiezentren, diese sieben Seelenaugen — von denen Rudolf Steiner sagt, wenn die anfangen, bei einem Menschen lebendig zu werden, Wahrnehmungsorgane zu werden, dann könnte er damit in die Seelen- oder Geistwelt selber hineinschauen. Und Sie sehen, Johann Georg Gichtel hat das hier mit bestimmten Planetenzeichen auch noch weiter fokussiert oder verdichtet. Diesen Bereich möchte ich heute aber rauslassen, ganz schlicht aus dem Grund, dass ich die Zuordnung der Planetenzeichen zu diesen Sinnesorganen selber mir noch nicht geläufig gemacht habe, und insofern da nichts Gegründetes heute Abend dazu beisteuern könnte. Aber das Ganze soll ja erst mal nur eine Anregung sein. Es geht nicht darum, dass man diese Dinge einfach konsumiert. Wen das selber interessiert, der ist ja herzlich eingeladen, das weiter zu vertiefen, was uns Johann Georg Gichtel damit vielleicht sagen wollte. Was ich heute mache, ist eine Anregung, und wenn Sie sich angeregt fühlen, suchen Sie einfach weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gichtel, Johann Georg|Johann Georg Gichtel]]   [[Rudolf Steiner]]   [[Sinne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[…] dass Rudolf Steiner von zwölf Sinnen gesprochen hat […] Johann Georg Gichtel zeigt uns, dass es schon vor Rudolf Steiner eine Tradition in der christlich-rosenkreuzerischen Kultur des Abendlandes gibt, wo man ein Bewusstsein davon hatte, und an die Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts angeknüpft hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gichtel, Johann Georg|Johann Georg Gichtel]]   Sinnesorgane&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[…] Sie sehen das hier, diese sieben Sinnesorgane der Seele. Johann Georg Gichtel hat sie dort dargestellt […] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner   Chakra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[…] diese sieben Energiezentren, diese sieben Seelenaugen […] sagt Rudolf Steiner, wenn die anfangen, bei einem Menschen […] Wahrnehmungsorgane zu werden, dann könnte er damit in die Seelen- oder Geistwelt selber hineinschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlust des Wachbewusstseins unter Einfluss eines Kreuz-Symbols 00:08:00 ===&lt;br /&gt;
Drei Dinge, bevor wir da heute Abend einsteigen, möchte ich im Vorfeld klarstellen. Das eine ist: Ich behaupte nicht, dass ich auf diesem Gebiet mehr kann als Sie. Möglicherweise kann ich sogar weniger als der eine oder andere, der sich das heute Abend hier anhört. Ich suche, ich ringe, ich taste, ich scheitere, ich bemühe mich weiter, und lebe vielleicht wie manch ein anderer auch immer mit dem Grundgefühl, dass ich viel zu wenig mache und eigentlich mehr üben oder ringen müsste. Vielleicht kennen Sie das ein bisschen. Aber ich kann nicht mehr. Nehmen Sie das Ganze heute Abend als einen Werkstattbericht, den Sie vielleicht, wenn Sie mögen, in einer Weise für sich fruchtbar machen können, oder zumindest als Anregung aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite, was ich sagen möchte: Ich habe diesen Vortrag, als ich ihn woanders schon mal gehalten habe — da kam jemand zu mir und hat gesagt, wissen Sie, ich übe seit 20 Jahren die sogenannten Nebenübungen, die Rudolf Steiner selber ja nie so genannt hat, und komme meistens über die zweite Übung gar nicht hinaus. Jetzt kommen Sie mir hier mit sieben Chakren, jetzt mache ich gar nichts mehr. Jetzt bin ich tot. Sie haben mich gerade erschlagen. Und das ist natürlich so nicht gemeint. Das ist auch ein bisschen die Gefahr, wenn man über solche Dinge spricht. Das ist ja sowieso absurd, dass man einen Vortrag darüber hält — wir sollen das ja machen, wir sollen das tun, nicht wir sollen das konsumieren oder darüber sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich glaube, das ist zumindest meine Erfahrung, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt. Manche Menschen  bei Übungen wünschen sich erstmal nur eine Übung, und vielleicht eine zweite, und alles, was mehr ist, wäre schon mal eine Überforderung. Und dann gibt es andere Menschen, wenn man denen so ein bisschen den größeren Zusammenhang zeigt, dann gerade deswegen, weil sie den Zusammenhang anfangen zu entdecken, bekommen sie damit einen Impuls, in das konkrete Einzelne einzusteigen. Ich glaube, da ist der eine so und der andere so. Ich gebe Ihnen das heute Abend. Sie merken, ich wende mich an den mündigen Geistesschüler, der selber für sich entscheiden kann, in welcher Weise er das aufgreifen möchte, und in welcher Weise er vielleicht auch sagt, zu dem, was ich hier heute Abend darstelle, höre ich mir erstmal so an, ist aber im Augenblick so für mich noch gar nicht dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte: So dieses Thema der Sinnesorgane der Seele, der Chakren, der Lotosblumen — vielleicht sagen auch Menschen, warum soll ich mich damit bitte beschäftigen? Das ist so abstrakt vielleicht auch, und esoterisch. Warum muss man darüber sprechen, was bedeutet es überhaupt? Naja, ich habe mir vor kurzem noch mal klargemacht: Rudolf Steiner hat 1918 einen Vortrag gehalten, und da hat er auf etwas aufmerksam gemacht, in Russland während der Oktoberrevolution. Da ist damals ein 10.000-Rubel-Schein veröffentlicht worden, und wissen Sie, was auf diesem 10.000-Rubel-Schein oben war? Eine Swastika, ein rotes Hakenkreuz. Und da hat er gesagt, was diese Swastika, dieses Hakenkreuz bedeutet: Das ist ein uraltes, jahrtausendealtes Zeichen aus vergangenen Kulturen, was für diese sieben Seelenaugen oder Chakren steht. Allerdings, je nachdem, ob man das nach rechts oder nach links dreht - sagt er - kann das für einen ganz alten, tranceartigen, träumerischen Bewusstseinszustand stehen, der heute Menschen, wenn sie damit manipuliert werden, eigentlich aus ihrem Wachbewusstsein herausführt und sie manipulierbar macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie alle wissen, wenige Jahre später ist diese Swastika, dieses Hakenkreuz, das ein Zeichen für diese sieben Sinnesorgane der Seele ist, auch in Deutschland im Nationalsozialismus — wir sind hier in Nürnberg, der Stadt der Reichsparteitage — in der fürchterlichsten Weise benutzt worden. Und vielleicht ganz viele Menschen, wenn wir heute die Bilder sehen, eine Kollektivpsychose von Menschen nach dem Zeitalter der Aufklärung, die dort in einem für uns heute nicht fassbaren Wahn in die dunkelsten Abgründe gesteuert sind — wenn man ihnen von Chakren gesprochen hätte, hätten die wahrscheinlich gesagt, was ist denn das für ein Blödsinn, ganz esoterisch, warum soll ich mich damit beschäftigen? Das hat es trotzdem nicht verhindert, dass sie unter dem Einfluss dieses Zeichens ihr Wachbewusstsein ein Stück weit verloren haben. Damit will ich nicht sagen, dass die nicht verantwortlich sind, aber die Dinge sind eben vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und offenbar scheint es so zu sein, wir haben gar nicht die Wahl, ob wir uns mit diesem Thema beschäftigen. Wir haben höchstens die Wahl, ob wir uns bewusst damit beschäftigen, oder ob wir damit beschäftigt werden, indem das ansonsten unbewusst auf uns einwirkt. Es kann ja manchmal gesund sein, sich bestimmte Dinge klarzumachen. Sie haben auch nicht die Wahl, ob Sie älter werden, krank oder sterben. Sie haben höchstens die Wahl, wie Sie älter werden, krank oder zu sterben. Und so scheint es mit diesem Thema. Rudolf Steiner sagt, die Menschen schlafen dafür. Aber von gewisser politischer Warte - sagt er wörtlich, nach diesem Hakenkreuz auf diesem 10.000-Rubel-Schein, wo er sagt, dieses Zeichen, ein uraltes Zeichen, das für diese sieben Seelenaugen steht - von bestimmter Warte weiß man durchaus, wo man politisch oder wie man politisch auf Menschen wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chakra   Swastika   Rudolf Steiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Rudolf Steiner hat 1918 einen Vortrag gehalten […] diese Swastika, dieses Hakenkreuz bedeutet: Das ist ein uraltes, jahrtausendealtes Zeichen aus vergangenen Kulturen, was für diese sieben Seelenaugen oder Chakren steht.” &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trance   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] je nachdem, ob man das nach rechts oder nach links dreht - sagt er - kann das für einen ganz alten, tranceartigen, träumerischen Bewusstseinszustand stehen, der heute Menschen, wenn sie damit manipuliert werden, eigentlich aus ihrem Wachbewusstsein herausführt und sie manipulierbar macht.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:08:00   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier weiter 00:14:01 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Walter Johannes Steins Entdeckung: Der Parzival als Einweihungsdokument 00:14:01 ===&lt;br /&gt;
Vor hundert Jahren hat einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der die erste Parzival-Epoche an der Stuttgarter Waldorfschule gegeben hat, eine Entdeckung gemacht, an die ich heute Abend anknüpfen möchte. Die Entdeckung, die er gemacht hat: dass der große mittelalterliche Gralsdichter Wolfram von Eschenbach an einer Stelle in seiner okkulten Bildersprache eines dieser sieben Seelenaugen oder Chakren oder Sinnesorgane der Seele selber verschlüsselt behandelt. Und nachdem ich mir das klar gemacht habe, habe ich gedacht, nun ja, Wolfram von Eschenbach, der Gralsdichter — Rudolf Steiner nennt ihn einen großen Eingeweihten. Wenn es eines dieser sieben Sinnesorgane oder Chakren bei Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival gibt, da bin ich mir relativ sicher, dass man in der Bildersprache dieses Epos die anderen auch wird finden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das fand ich für mich zumindest eine sehr fruchtbare Entdeckung, weil das noch einmal das verstärken würde, was ich Ihnen zum Anfang gesagt habe: Es gibt eine christlich-rosenkreuzerische Tradition, die von diesen Dingen weiß, die diese Dinge behandelt, und die sozusagen gleichberechtigt ist zu dem, was man aus der orientalischen Überlieferung heute erst mal damit assoziiert. Man könnte vielleicht sagen, wenn man diese sieben Sinnesorgane entwickelt hat, das ist der wahre Transhumanismus. Das ist ganz interessant: Wir gucken ja heute wie die Kaninchen auf die Schlange, was wird uns da technisch gerade geboten, wird der Mensch überflüssig gemacht. Vielleicht ist das gerade die Schicksalsaufgabe unserer Zeit, dass wir gerade da an eine Klippe geführt werden, wo die Frage ist, ob wir Menschen selber einen Schritt in den Transhumanismus machen können — aber in den wahren Transhumanismus, den Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival bereits beschreibt. Und wenn wir als Menschen anfangen würden, für diese Wirklichkeit zu erwachen, ist alles das, was uns jetzt in der Technik gerade Schrecken oder Faszination oder auch so ein bisschen fassungsloses Entsetzen gewissermaßen zufügt, möglicherweise würde das zerfallen wie Asche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie wissen vielleicht, Wolfram von Eschenbach, der den Parzival — es wird Menschen geben, die es vielleicht weniger kennen, manche kennen das Epos relativ gut. Parzival hat einen Vater, der heißt Gachmuret, und dieser Gachmuret gehört dem Geschlecht der Anschewiner an, der hat ein Wappen. Das ist das Wappen, das Parzival von seinem Vater bekommen hat, und das Wappen, das Parzival bekommen hat, ist der Anker. Ein Anker — das ist insofern ganz interessant, als dass Rudolf Steiner sagt, der Unterschied zu dem orientalischen Weg zur Erweckung dieser sieben Seelenorgane oder der Sinnesorgane der Seele ist, dass im Orientalischen das von unten nach oben geht. Und er sagt, der christlich-rosenkreuzerische oder anthroposophische Weg, da geht es darum, dass man diese sieben Sinnesorgane der Seele von oben nach unten entwickelt. Und insofern, das ist ganz interessant, Parzival hat den Anker als Wappen. Also man kann sagen, der christlich-rosenkreuzerische Schulungsweg, der diese sieben Seelenorgane entwickeln soll, ist der Ankerweg von oben nach unten. Und man kann — und das hoffe ich Ihnen heute Abend ein bisschen näher bringen zu können — den ganzen Parzival einmal als Einweihungsdokument lesen, zur Erweckung dieser sieben Sinnesorgane der Seele, dieser sieben Seelenaugen, die man wie gesagt im Osten als Lotusblumen oder Chakren bezeichnen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt: Das Kehlkopfchakra 00:18:12 ===&lt;br /&gt;
Und die Entdeckung, die Walter Johannes Stein gemacht hat: dass der Vater von Parzival, Gachmuret, vor seiner Geburt in den Orient reist, nach Bagdad. Der will dort Abenteuer erleben, der heiratet dort, der zeugt Parzivals Halbbruder, den schwarz-weiß-gescheckten Feirefiz, und eines Tages kommt er an eine Stadt. Und diese Stadt hat einen rätselhaften Namen: Patelamunt. Und die Stadt Patelamunt hat sechzehn Tore. Und da ist Walter Johannes Stein aufmerksam geworden, weil er gesagt hat, Moment, ja, es gibt doch bei Rudolf Steiner dieses sechzehnblättrige Kehlkopfchakra. Und in dieser Stadt Patelamunt, wie Wolfram von Eschenbach das mit seiner okkulten Bildersprache gezeigt hat, acht Tore sind dunkel, acht Tore sind hell. Und da gibt es zwei Heere, ein schwarzes und ein weißes Heer, die dort um diese sechzehn Tore miteinander kämpfen. Um diese acht dunklen, die acht hellen Tore. Und die Stadt Patelamunt, die insgesamt sechzehn Tore hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Walter Johannes Stein tastet und sagt, da hat Wolfram von Eschenbach auf dieses sechzehnblättrige Kehlkopfchakra hingewiesen, von dem Rudolf Steiner sagt, acht Blätter — oder man könnte mit dem Parzival sagen, acht Tore — sind bereits hell oder erleuchtet oder verlebendigt. Und die anderen acht, die müssen wir selber durch Tugenden oder spirituelle Übungen erst einmal erwerben, damit dieses Seelenorgan zu einem Wahrnehmungsorgan werden kann. Das scheint so ein bisschen die Pädagogik der geistigen Welt zu sein, acht Tore uns erst mal erleuchtet mitzugeben, und die anderen müssen wir erwerben. Stellen Sie sich mal vor, Ihr Kirchendach ist kaputt, und Sie brauchen vielleicht 100.000 Euro, und dann gibt es ein Gemeindemitglied, das sagt, ich spende der Gemeinde 50.000 Euro, die können aber erst abgerufen werden, wenn die Gemeinde als Ganzes die anderen 50.000 Euro zusammenbringt. Also Sie haben bereits 50.000 Euro, das bringt Ihnen aber erst dann etwas, wenn Sie selber aktiv geworden sind. Und so scheint es offenbar auch mit diesen sechzehn Toren der Stadt Patelamunt zu sein: Acht Tore sind bereits hell, und die anderen acht Tore, die dunklen, die muss man durchlichten oder erhellen oder ausbilden, damit diese Stadt zu einem Wahrnehmungsorgan werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner spricht von den Übungen, die man machen muss, damit das wahrnehmend wird. Die würde man in der orientalischen Überlieferung den achtgliedrigen Pfad des Buddha nennen — das rechte Denken, das rechte Tun, das rechte Wort, die rechte Beschaulichkeit. Und er selber hat sie in seinem Schulungsbuch &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; als die acht Tagestugenden beschrieben. Eine Tagestugend, die würde ich für die heutige Zeit besonders hilfreich erachten, die nennt er das rechte Denken. Man soll, wenn andere Menschen Gedanken äußern, weder zustimmen noch innerlich widersprechen, sondern einfach nur hören, und immer versuchen, die Wahrheit von der bloßen Meinung zu unterscheiden. Überlegen Sie mal, wie viele unfruchtbare Streitereien in unserer Gegenwart damit vielleicht ganz überflüssig würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner sagt, wenn man diese acht Tagestugenden so weit erworben hat, dass sie im Grunde Gewohnheiten werden, dann kann dieses sechzehnblättrige Kehlkopfchakra zu einem Wahrnehmungsorgan werden. Und er sagt, unter den vielen Aspekten, was man damit vielleicht wahrnehmen kann, betont er eines: Ein Mensch, der ein solches Seelenauge erweckt hat, der könnte die Gedankenart anderer Menschen hellsichtig wahrnehmen. Fragen Sie mich nicht gleich, was das bedeutet. Es ist erst mal eine Frage, was heißt das, die Gedankenart anderer Menschen hellsichtig wahrzunehmen. Weil Sie versuchen ja auch, meine Gedankenart gerade wahrzunehmen. Wie denkt der? Kann ich damit? Kann ich da nicht so mit? Das tasten wir ja fortwährend miteinander ab. Aber das ist natürlich mehr ein intellektuelles Wahrnehmen der Gedankenart. Und unsere Gedanken sind ja im Intellektuellen erst mal nur Schatten. Für jeden Menschen, der mit diesem Sinnesorgan wahrnehmen würde, der würde vermutlich wahrnehmen, dass hinter den Gedanken lebendige Geistwesen sind, in deren Nähe man unmittelbar gebracht würde, wenn man anfangen würde, mit diesem Sinnesorgan wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vielleicht ist es das, was Wolfram von Eschenbach darstellen wollte, als er deutlich gemacht hat, um diese sechzehn Tore kämpfen zwei Heere. Ein helles Heer und ein dunkles Heer. Und das sind wirklich geistige Wesenheiten, die dort um die Ausbildung dieses Sinnesorganes kämpfen. Und man kann sogar den Eindruck haben, das ist der Grund, warum der Gachmuret in der Stadt Patelamunt scheitert: weil er die Gedankenart der Menschen in dieser fremden Kultur nicht genügend wahrnehmen kann. Der läuft nämlich in einen okkulten Angriff. In einer Schlacht hat ein schwarzer Zauberer Bocksblut über seinen Diamanthelm geträufelt, und damit ist er weich wie ein Schwamm, und er kann getötet werden. Er hat seine Gedankenart, das wahrnehmen zu können, was um ihn herum ist in dieser anderen Kultur, offenbar nicht genügend ausgebildet, dass er die Gedankenart anderer Menschen wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Elsternorgan oberhalb der Nasenwurzel 00:24:34 ===&lt;br /&gt;
Also, von der okkulten Bildersprache Wolfram von Eschenbachs: Er spricht von dem Ankerweg des Parzival, und dann von diesen sechzehn Toren der Stadt Patelamunt und der Frage, wie kann das zu einem Wahrnehmungsorgan werden, dass man die Gedankenart anderer Menschen hellsichtig wahrnehmen kann. Der Ankerweg beginnt immer ganz hier oben, oberhalb der Nasenwurzel, dieses zweiblättrige Seelenauge oder Sinnesorgan der Seele. Das kennen wir alle aus dem Märchen. Denken Sie an die Märchen, die Sie selber als Kind früher gehört haben, das Märchen von Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein. Wie viele Augen haben wir als Menschen? Wir haben unsere beiden Augen für den Sehsinn, und dann haben wir auch in den Märchen offenbar noch ein drittes Auge. Ein Geistesauge. Wenn das erweckt würde, könnten wir unmittelbar mit diesem Geistesauge in die Seelen- oder Geisteswelt hineinschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Goethe, der ja dieses berühmte Streitgespräch mit Schiller hatte, nachdem Goethe in Sizilien die Urpflanze entdeckt hat. Ein geistiges Urbild, das allen Pflanzen zugrunde liegt. Er hatte das Schiller erzählt, und Schiller hat gedacht, das ist eine abstrakte Idee, eine Gedankenkonstruktion. Und was sagt Goethe? Das soll mir recht sein, dass ich meine Ideen mit Augen sehen kann. Mit welchen Augen sieht Goethe seine Ideen? Der hat natürlich erst mal mit seinen beiden Sinnesorganen in die Pflanzenwelt geschaut, hat die untersucht, die Phänomene, wie die wachsen, welche Wachstumsprozesse in der Metamorphose der Pflanze als solches wahrzunehmen sind. Und dann hat er irgendwann Gesetzmäßigkeiten entdeckt, dass er angefangen hat — das, was er als Phänomen studiert und wahrgenommen hat, dass das in ihm ein Wahrnehmungsorgan weitergebildet hat, dass er plötzlich mit Augen das geistige Urbild einer Pflanze entdecken konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das gibt auch so ein Goethe-Schiller-Erlebnis im Parzival von Wolfram von Eschenbach. Parzival hat einen schwarz-weiß-gescheckten Halbbruder, von dem habe ich Ihnen schon vorhin erzählt, den Feirefiz. Und ganz am Ende kommt er auf die Gralsburg. Und Feirefiz ist ein bisschen wie Schiller, der von Kant, dem Philosophen damals, geprägt war. Der steht vor dem Gral und sagt, ich kann den nicht sehen. Wahrscheinlich hält er den Gral, wie Schiller die Urpflanze, für eine abstrakte Idee. Und dann muss er getauft werden, mit einer trinitarischen Taufe, damit ihm hier sein Sinnesorgan, sein zweiblättriges Seelenauge erweckt werden kann, sein Elsternauge. Und dann kann er anfangen, den Gral zu sehen. Auch Feirefiz kann, wie Goethe, anfangen, Ideen mit Augen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Wolfram von Eschenbach beginnt seinen Parzival mit dem Elsterngleichnis: Ist zwîvel herzen nâchgebûr, das muoz der sêle werden sûr. Wenn Zweifel bei der Seele wohnt, ist der Mensch schwarz-weiß gescheckt wie eine Elster. Dieses schwarz-weiß Gescheckte der Elster, der schwarz-weiß-gescheckte Feirefiz — vielleicht sind diese schwarz-weißen Farben der Elster das, was unsere zweiblättrige Lotusblume ist, wenn wir sie noch nicht geöffnet haben. Und man kann sagen, wir können immer dann den Gral sehen, wenn wir anfangen, wie Goethe oder Feirefiz, den Geist in der Materie, das Licht im Dunkeln, das Gute, das Böse verwandelnd anfangen wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wir als Menschen Elstern sind, sehen wir mit unseren Sinnen eine dunkle Sinneswelt, und das helle Licht, wenn wir es denn überhaupt gelten lassen, den Glauben, der ist vielleicht dort oben — oder wir sagen, wie Immanuel Kant, das Reich des Geistes ist hinter den Dingen, aber als Menschen können wir immer nur Platz für den Glauben schaffen. Und wenn wir anfangen, wie Parzival, der am Anfang mit dem Elsterngleichnis beginnt, den Weg durch die Dunkelheit, durch das Tal zu gehen — wie Goethe sagt, die Farben sind Taten und Leiden des Lichtes — dann fangen wir an, das Licht in der Finsternis, den Geist in der Sinneswelt, das Gute, das Böse verwandelnd, soweit wahrnehmen zu können, dass unser zweiblättriges Elsternorgan oberhalb der Nasenwurzel zu einem Seelenorgan, zu einem Sinnesorgan der Seele werden kann, mit dem wir auf der Erde, wie Feirefiz, den Gral anschauen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zwölf Tugendblumen des Brackenseils: Das Herzchakra 00:29:56 ===&lt;br /&gt;
Also, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt — Parzival, das Kehlkopfchakra, Gachmuret; das Elsternorgan, schwarz-weiß gescheckt, die zwei Blätter oberhalb der Nasenwurzel — wenn das geöffnet ist, dann kann man anfangen, die Gralswirklichkeit in der Sinneswelt wahrzunehmen. Und der Ankerweg, der von oben nach unten geht, wie Wolfram von Eschenbach ihn beschreibt, der geht nun weiter in die Nähe des Herzens, zu diesem Energiezentrum, das hier Johann Georg Gichtel mit einer Sonne dargestellt hat, und von dem Rudolf Steiner in &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; als das sogenannte zwölfblättrige Herzchakra spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Seelenauge, das jeder Mensch im Herzen hat. Und er sagt, was würde ein Mensch anfangen wahrzunehmen, wenn er dieses Seelenorgan im Herzen, wenn das anfangen würde, Sinnesorgan der Seele zu sein. Dann sagt er — es sind immer nur kleine Hinweise, unendlich Weiteres ließe sich daran anknüpfen — ein Mensch, der ein geöffnetes Seelenauge im Herzen hat, der könnte die Gesinnungsart anderer Menschen wahrnehmen, und er könnte einen inneren Blick in die Schicksale und karmischen Zusammenhänge anderer Menschen vornehmen. Ich glaube, da kennen wir viel mehr, als wir uns das vielleicht deutlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen doch wahrscheinlich die Geschichte von Jacques Lusseyran in der Résistance. Der war ja äußerlich blind, und man konnte ihm aber Menschen vorführen, und wenn er sie sprechen hörte, dann hat er innerlich wahrgenommen, ob dieser Mensch vertrauenswürdig ist. Mit welchem Organ hat er das wahrgenommen? Der muss ein geöffnetes Herzchakra gehabt haben, soweit, dass er die Gesinnungsart anderer Menschen im Herzen wahrnehmen kann. Und einmal hat er sich, glaube ich, getäuscht in der Résistance, weil da hat er Zweifel gehabt. Aber wenn wir anfangen, dass unser Herz zu einem Seelenauge werden kann, können wir das — erst die Frage, was ist die Gesinnungsart eines Menschen? Geht es ja auch in der Menschenweihehandlung daran: Mein Herz erfülle sich, erwürdige dich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt so einen schönen Satz von dem österreichischen Dichter Ödön von Horváth, in seinem Stück &amp;quot;Zur schönen Aussicht&amp;quot;, da lässt er eine alte Gräfin sagen: Ich bin eigentlich ganz anders, ich komme nur so selten dazu. Wir sind ja alle eigentlich ganz anders, aber wir kommen immer so selten dazu, und in der Regel sehen wir untereinander immer das am anderen, was so selten dazu kommt, das zu sein, was wir alle eigentlich ganz anders sind. Und wir kennen das, wenn ein Mensch uns das Geschenk macht, mit einem geöffneten Herzchakra tatsächlich den in uns wahrnehmen zu können, der wir eigentlich ganz anders sind, und sozusagen um das Gestrüpp, das wir uns selber davor wachsen lassen, herum durchschauen kann. Und offenbar das Wahrnehmungsorgan, mit dem wir alle untereinander den wahrnehmen zu können, der wir eigentlich ganz anders sind, das ist unser zwölfblättriges Herzchakra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der okkulten Bildsprache von Wolfram von Eschenbach, in den erweiterten Parzival-Legenden, da wird auch das dargestellt. Da gibt es zwei Gestalten, Sigune und Schionatulander. Das ist ein Liebespaar, und das hat sehr rätselhafte Bilder. Da wird berichtet, dass die Sigune dem Schionatulander, dem sie angehören will, einen Auftrag erteilt hat: Er soll eine entlaufene Bracke fangen. Eine Bracke ist ein Hund, und diese Bracke hat ein Hundehalsband, ein Brackenseil. Und auf diesem Hundehalsband, dem Brackenseil, sind zwölf Tugendblumen eingesteckt. Und die Sigune sagt, ich will dir erst angehören, wenn du mir dieses Brackenseil mit den zwölf Tugendblumen gebracht hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese Ihnen mal vor, was die zwölf Tugendblumen des Brackenseiles sind. Das sind Zucht, Reinheit, Milde, Treue, Maß, Sorge, Scham, Bescheidenheit, Beständigkeit und Demut, Geduld und Minne. Und wenn man die hat, kann man beim Ehrentanz bestehen. Also zwölf Tugendblumen sollen dort ausgebildet werden. Und das habe nicht ich entdeckt, das haben andere Menschen schon in Aufsätzen beschrieben, dass man in diesen zwölf Tugendblumen, in einigen dieser Tugendblumen, durch die man beim Ehrentanz bestehen könnte, sechs Übungen dessen entdecken könnte, die Rudolf Steiner selber nicht Nebenübungen genannt hat, die aber als solche in der anthroposophischen Welt unter diesem Namen sozusagen behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da geht es um sechs Übungen, von denen Rudolf Steiner sagt, wenn man das erübt, dass das Gewohnheit wird, dann kann das zu diesen sechs anderen Tugendblumen, die bereits schon entwickelt sind, auch unser Seelenauge im Herzen so weit entwickeln, dass wir Menschen ein geöffnetes Herzchakra haben. Und Sie kennen das vielleicht, die sechs sogenannten Nebenübungen: Gedankenkontrolle, dass man jeden Tag fünf Minuten versucht, an einem originalen Gegenstand Gedanken zu entwickeln; Initiativkraft, eine eigenständige Tat jeden Tag zu vollbringen; zu versuchen, sich Herr zu machen über Lust und Leid, wie bei &amp;quot;himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt&amp;quot;; Positivität, selbst bei einem Menschen, den man ganz furchtbar findet und vielleicht auch berechtigte Gründe hat, den moralisch zu kritisieren, versuchen, den einen Goldfunken zu entdecken, den man bei jedem Menschen doch, wenn man genau hinguckt, entdecken kann; Unbefangenheit, wenn ich Ihnen sage, gestern bei mir im Garten ist ein UFO gelandet, nicht gleich zu denken, der hat ja wohl einen Schaden, sondern erst mal zu sagen, naja, vielleicht kann das sein — kann ja trotzdem sagen, stimmt nicht, aber erst mal diese Unbefangenheit zu erüben; und dann das sechste, alle sechs Übungen gleichermaßen in ein inneres Gleichgewicht zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch dort, wie bei den sieben Planetenzeichen — ich ordne jetzt nicht die sechs Tugendblumen den sechs Nebenübungen zu, ich will sie ja aktivieren. Wenn Sie das wirklich interessiert, besorgen Sie sich die Grals-Legenden, schauen Sie sich diese zwölf Tugendblumen an, und überlegen Sie mal, in diesen Tugendblumen des Brackenseils, mit welcher könnte man die sechs Nebenübungen sozusagen entdecken, und was sind die sechs anderen, die wir bereits durch die Evolution mitbekommen haben, von denen Rudolf Steiner noch nicht spricht, die aber im Parzival genannt werden. Wie gesagt, wen es wirklich interessiert, der mag sich das anschauen, und vielleicht wird er ja selber fündig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Sigune und Schionatulander. Stellen Sie sich eine Frau vor, die ihrem Mann sagt, bevor du nicht die sechs Nebenübungen erübt hast, will ich dir nicht angehören. Oh je. Der Schionatulander stirbt dann auch, und Parzival begegnet ihm in einem Pietà-Bild — sie betrauert ihren verstorbenen Verlobten — und dann sagt die Sigune, sie erkennt ihn und sagt, du bist Parzival, du hast ein rechtes Gemüt. Was tut sie da, aus ihrem geöffneten Herzchakra? Erkennt sie hellsichtig seine Gemütsart und merkt, du bist ein guter Junge. Wie präzise Wolfram von Eschenbach mit seiner okkulten Bildersprache ist: der Ankerweg, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt, das Elsternorgan oberhalb der Nasenwurzel, und diese zwölf Tugendblumen des Brackenseils in unserem Herzchakra, das wir zu einem Wahrnehmungsorgan des Herzens erbilden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Katastrophe auf der Gralsburg: Das Kronenchakra 00:38:47 ===&lt;br /&gt;
Des Weiteren kommt es nun im Parzival zu einer Katastrophe. Offenbar hat Wolfram von Eschenbach nicht &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; gelesen, sonst würde er ja wissen, dass man den Ankerweg immer von oben nach unten geht. Was macht Parzival? Da kommt es plötzlich zu einer Diskontinuität, und er kommt in den Bereich hinein, von dem Rudolf Steiner sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen. Das, was er als das tausendblättrige Kronenchakra oberhalb des Scheitels beschreibt. Vielleicht weil er wusste, wenn ein Mensch, ohne dass er den Ankerweg vollständig von oben nach unten spirituell entwickelt hat, in diesen Bereich hineingeht, dasselbe tut wie Parzival: eine ganze Welt in den Abgrund reißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parzival, so wird berichtet, kommt ja eines Abends auf die Gralsburg, und in der okkulten Bildersprache Wolfram von Eschenbachs wird berichtet, dass auf dieser Gralsburg hunderte Kronleuchter, hunderte Kerzen an den Wänden sind. Sie merken, das tausendblättrige Kronenchakra. Und Rudolf Steiner spricht davon, dass wir alle eine Gralsburg auf unseren Schultern haben, das ist unser Kopf, und er sagt, in diesem Kopf, wenn wir abends wach bleiben würden, wenn wir einschlafen, dann würden wir in unserem Haupt das wahrnehmen können, was Parzival auf der Gralsburg wahrnimmt. Haben Sie das auch als Kind gemacht? Versuchen abends wach zu bleiben, wenn man einschläft? Man ist entweder eingeschlafen oder wach geblieben, oder? Aber da ist man so an etwas hineinschlüpfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfram beschreibt: Parzival erlebt ein Speisungswunder des Grales, ein Heiligtum, das jedem die Speise gibt, nach der er begehrt. Und Rudolf Steiner sagt, im Inneren unserer Gralsburg würden wir das fortwährend wahrnehmen können, da verbindet sich ein fortwährender, heiliger Grals-Speisungsprozess. Was passiert dort? Unsere Sinneswahrnehmungen, unsere zwölf Sinne, die wir als Menschen sozusagen wahrnehmen, die verbinden sich mit dem Edelsten der Ernährung. Wenn wir uns ernähren, das Stofflich-Physische scheiden wir aus, das Geistig-Physische ernährt uns, und er sagt, das Edelste der Sinneswahrnehmung und das Edelste der Ernährung, das vollzieht fortwährend in unserem Haupt einen Grals-Ernährungsprozess. Und in diese Wirklichkeit kommt Parzival hinein. Der erlebt sein Haupt als diese innere Gralsburg, der kommt, ohne dass er den Ankerweg zu Ende gegangen ist, in diese Welt des tausendblättrigen Kronenchakras, und weil er spirituell noch so unentwickelt ist, reißt er die ganze Welt in den Abgrund, indem er den Kranken Amfortas nicht fragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am nächsten Morgen wird er mit Schimpf und Schande aus dieser Welt, dieses tausendblättrigen Kronenchakras, das uns unsere innere Gralsburg wahrnehmen lassen würde, wenn wir das in der rechten Weise ausgebildet hätten, ausgetrieben. Da heißt es noch, ein Knappe öffnete eine Luke und sagte, du Unglückseliger. Und das Problem ist nur, es ist gar nicht sein eigenes Unglück, was Parzival dort entwickelt hat, es ist eigentlich das Unglück einer ganzen Welt, die er mit sich in den Abgrund gerissen hat. Aber — und das finde ich ganz tröstlich — obwohl Parzival den Ankerweg unterbrochen hat und schwere Schuld auf sich geladen hat, scheint es auf diesem Ankerweg so zu sein, dass auch Fehler oder Irrtümer oder Irrwege, die man begeht, trotzdem einem Menschen die Möglichkeit geben, diesen Ankerweg weiter von oben nach unten in der rechten Weise weitergehen zu lassen. Dieser Weg des Zweifels durch die Dunkelheit, den Parzival von nun an gehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mantel aus gelbem Taft: Das Oberbauchchakra 00:43:25 ===&lt;br /&gt;
Der Ankerweg — ja, ich wiederhole das: das zweiblättrige Elsternauge, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt, die zwölf Tugendblumen des Brackenseils, die hundert Kronleuchter auf der Gralsburg, und jetzt geht der Ankerweg weiter nach unten in den Bereich, den Rudolf Steiner in &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; als das sogenannte zehnblättrige Oberbauchchakra oder Sinnesorgan der Seele, oberhalb unserer Magengrube, beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da sagt er, ein Mensch, der das entwickelt hat, was vermag der? Er sagt, er könnte wahrnehmen die besonderen Talente, die im Verborgenen bei anderen Menschen in ihrem Innern enthalten sind, und er kann zugleich wahrnehmen, welche besonderen Fähigkeiten, geistige Kräfte, in Stein, Pflanze, Tier und in den Metallen spielen. Also er kann offenbar die geistigen Kräfte in den Substanzen selber wahrnehmen. Also ich denke, ein Rosenkreuzer oder ein Mensch, der mit den heilenden Kräften in den Substanzen verbunden ist, der muss lernen, aus diesem Bereich wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner sagt, was man erüben muss, damit man sich dieses Seelenorgan erbilden kann — und da wird man in der heutigen Zeit erstmal ganz klein. Weil er sagt, das bleibt so lange verschlossen, wie ein Mensch nicht gelernt hat, selber Herr über seine Aufmerksamkeit zu werden, selber voll und ganz im Bewusstsein zu haben, was nehme ich wahr und was nehme ich nicht wahr. Und man soll seine Wahrnehmung so bewusst steuern können, dass man weder Dinge verpasst, weil man nicht richtig hingeguckt hat, man soll sich aber auch vor den Dingen verschließen können, die man gar nicht wahrnehmen will, was dann zu Illusionen oder Fantastereien führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da nennt er so ein Beispiel: Man geht vielleicht irgendwo herum und sagt, ich habe eine interessante Idee gehabt — ich sage es mal mit meinen Worten — ja, ich beschäftige mich mal mit Faust von Goethe, wahrscheinlich hat mir das der Erzengel Michael eingegeben. Sagt Steiner nicht, ich sage es mit meinen Worten. Man weiß gar nicht, man ist gerade an einem Büchertisch vorbeigekommen und hat den Faust von Goethe dort gesehen, und weiß nicht, weil man das auf diesem Büchertisch unbewusst gesehen hat, hat man jetzt diese Idee. Solange wir Menschen so unbewusst mit unseren Wahrnehmungen, mit unserer Aufmerksamkeit umgehen, bleibt dieses Seelenauge verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und jetzt stellen Sie sich das mal vor, wie wollen wir das in der heutigen Zeit machen, wo wir doch permanent mit Werbung, ohne dass wir das bemerken, doch irgendwie diesem Eindruck ausgesetzt sind. Ja, ich meine, manipulative Werbung ist verboten, aber Sie müssen nur in irgendein Kaufhaus gehen — die Temperatur, welche Musik spielt, die Farben, wie die Waren angeordnet sind — da geht es natürlich immer darum, Sie unbewusst dazu zu bringen, bestimmte Kaufentscheidungen zu treffen. Ja, und da sind wir alle so ein bisschen wie ADHS-Menschen, dass wir sozusagen fortwährend Wahrnehmungen ausgesetzt sind, die wir selber nicht steuern können. Tja, es scheint vielleicht eine große Aufgabe unserer Zeit zu sein, dass diese Angriffspunkte, permanent Wahrnehmungen ausgesetzt zu sein, die wir selber nicht wirklich ichbewusst greifen, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen, vielleicht ja gerade deswegen, weil es so dringend nötig wäre, dass wir in diesem Bereich anfangen, als Menschen Übende zu werden, um sowohl an die verborgenen Talente anderer Menschen heilbringend, als auch an die geistigen Kräfte in Stein, Pflanze, Metallen oder Tieren fruchtbar heranzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch dieses Wahrnehmungsorgan hat Wolfram von Eschenbach in seiner okkulten Bildersprache im Parzival dargestellt. Diejenigen, die den Parzival kennen, wissen, dass er einmal an den Hof des König Artus kommt, und da ist eine weiße Schneedecke, und ein Falke hat eine Gans verwundet, und drei Blutstropfen sind im Schnee. Und Parzival sitzt auf seinem Kastilianer und guckt wie sinnesverloren auf diese drei Blutstropfen und hat seine Sinneswahrnehmung nicht mehr unter Kontrolle. Der kann das nicht führen, er merkt gar nicht, dass er angegriffen wird. Erst wenn der Kastilianer, das Pferd, sich dreht, bekommt er immer wieder seine Sinneswahrnehmung, ichbewusst, unter seine eigene Kontrolle. Und dann, dichtet Wolfram, Gawan kommt, der Artus-Ritter, und er legt einen Mantel von Surinertuch aus gelbem Taft über diese drei roten Blutstropfen. Ein Mantel von Surinertuch aus gelbem Taft. Und in dem Moment, wo Gawan mit diesem gelben Mantel die drei Blutstropfen bedeckt, bekommt Parzival seine Sinneswahrnehmung wieder unter seine Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Yogalehre, laut Charles Leadbeater, ist Gelb die Farbe des zehnblättrigen Oberbauchchakras. Ja, Gawan, der dort mit diesem gelben Mantel — Gelb, die Farbe dieses Sinnesorgans der Seele, das über die drei Blutstropfen liegt — in dem bekommt er seine Wahrnehmungsorgane wieder unter Kontrolle. Man merkt, wie genau der Wolfram von Eschenbach über diese Dinge von seiner okkulten Bildersprache doch Bescheid gewusst hat. Und ich denke immer, wenn Richard Wagner in seinem Parsifal den Parsifal diesen Karfreitagszauber singen lässt mit Gurnemanz, &amp;quot;Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön&amp;quot; — ja, und dann sieht er den Erlösungstag in der Natur, das Heilsopfer des Christus in der Pflanzenwelt. Da merkt man, dass Parsifal aus diesem Wahrnehmungsorgan die Christuskräfte in Stein, Pflanze und Tier oder in den Metallen, in der Pflanzenwelt, im Karfreitagszauber als solches wahrgenommen hat. Also wenn Sie mögen, hören Sie sich den Karfreitagszauber von Richard Wagner an, dritter Akt. Da hat Wagner eine Realität in diesem Bühnenbeispiel dargestellt, die man aus diesem Wahrnehmungsorgan als solches erleben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. 7 Chakren in Wolfram von Eschenbachs Parzival, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das sechsblättrige Chakra im Unterleib: Die drei Geisteskämpfe 00:50:29 ===&lt;br /&gt;
Der Ankerweg — die zwei Elsternorgane, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt am Kehlkopf, die zwölf Tugendblumen am Herzen, die Kronleuchter oberhalb des Scheitels, der Mantel aus gelbem Taft von Surinertuch oberhalb unserer Magengrube — und in der Bildsprache von Parzival wird der Ankerweg weiter nach unten gegangen, in einen Bereich, über den Rudolf Steiner über das sechsblättrige Chakra oder Seelenorgan in unserem Unterleib spricht. Und da sagt er, wenn wir als Menschen lernen würden, Denken, Fühlen und Wollen, oder Leib, Seele und Geist in Harmonie zu bringen, dann würde sich diese sechsblättrige Lotusblume öffnen, und wir würden auch dort ein Wahrnehmungsorgan haben, dafür, was uns als Menschen bewusst über die Schwelle führt und durch das wir einen geführten Kontakt zu geistigen Wesen eingehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leib, Seele und Geist sind beim heutigen Menschen in der Regel noch nicht in Harmonie, auch Denken, Fühlen und Wollen. Das dürfen wir in der Menschenweihehandlung ja erüben — ja, unser reines Denken, unser liebendes Hingeben, unser Wollen — da geht es fortwährend darum, das miteinander in eine Harmonie zu bringen. Und Wolfram hat das dargestellt. Denn ganz am Ende, bevor Parzival in der rechten Weise in diese Kronenchakra-Welt der Gralsburg zum zweiten Mal kommt und jetzt den Amfortas erlösen kann, da muss er Kämpfe ausführen: Kämpfe gegen Gawan, den Seelenritter, Kämpfe gegen Feirefiz, der für die ungeläuterten Willenskräfte steht, und Parzival ist der Geistesritter. Und er kämpft, Parzival gegen Gawan, gegen Feirefiz, und da geht es darum, Denken, Fühlen und Wollen, oder man könnte auch sagen Leib, Seele und Geist, so weit in Harmonie zu bringen, dass sich dann dieses Sinnesorgan der Seele im Unterleib so weit öffnen kann, dass nun Parzival in der rechten Weise den Schritt wieder auf die Gralsburg unternehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Wurzelchakra und das Kranach-Bild 00:53:04 ===&lt;br /&gt;
Und ein Sinnesorgan der Seele fehlt uns noch. Rudolf Steiner sagt in diesem Vortrag, den ich am Anfang zitiert habe, dieses — die Swastika, das Hakenkreuz, das ein Zeichen ist für alle sieben Sinnesorgane, aber für dieses besonders. Und je nachdem, ob das nach rechts oder nach links geöffnet wird, können das Kräfte der Liebe, der Heilung und des Friedens sein, oder die fürchterlichsten Begierdekräfte im Menschen entweder erwecken. Es ist das, was man in der okkulten Bildersprache das sogenannte Wurzel- oder Muladhara-Chakra nennt, in der Nähe unserer Geschlechtsorgane, wo man davon gesprochen hat, eine dreifach zusammengerollte Schlange, die sogenannte Kundalini-Energie, das, was man in der Menschenweihehandlung vielleicht nennen würde, das Feuer der wesenschaffenden Liebe. Wenn ein Mensch es schaffen würde, diese dreifach zusammengerollte Schlange aufzurichten, diese vier Blätter dieses Wurzelchakras so weit zu öffnen, dann würde er ein Sinnesorgan ausbilden können, mit dem er nicht nur die Geisteswelt selber beleuchten kann, sondern Kräfte der Heilung, des Friedens und der Liebe in die Welt bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da habe ich Ihnen ein zweites Bild mitgebracht. Kennt das jemand? Ich halte das für eines der bedeutendsten Bilder in der christlichen Ikonografie des Abendlandes, gleichbedeutend mit dem Karfreitagsbild von Matthias Grünewald, und staune immer wieder, alle rennen zu Recht zum Isenheimer Altar, aber dieses Bild kennen die allerwenigsten. Das ist von Lucas Cranach, und das hängt in München in der Pinakothek, ganz oben in dem Raum, wo die Albrecht-Dürer-Bilder sind. Lucas Cranach ist ein Freund von Albrecht Dürer gewesen, der hier mit Nürnberg auch in Beziehung steht, der laut Rudolf Steiner eine Begegnung mit Christian Rosenkreutz hatte. Und Lucas Cranach, kann man sagen, nach dem, was er auf diesem Bild dargestellt hat, steht auch in diesem Rosenkreuzerstrom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine Sache — schauen Sie mal genau hin, vieles kennt man, Johannes und Maria, die beiden Schächer hier, die gekreuzigt sind, den gekreuzigten Christus, aber eine Sache, die kennt man von anderen Bildern eigentlich nicht. Schauen Sie mal hin, was würden Sie sagen, was ist an diesem Bild, was ja die Todesstunde am Karfreitag ist, was hier anders ist als in anderen Karfreitagsbildern? Was sehen Sie? Der blaue Himmel, na gut, das gibt es natürlich in vielen Bildern. Na ja, schauen Sie mal, das Lendentuch, das sich dreimal verschlingt und hier zu einer Rosenknospe oder zu einem Herzorgan wird. Das hat Cranach in anderen Bildern gemacht, aber das hat ein Alleinstellungsmerkmal, dass er sagt, der Karfreitag ist nicht nur der Tag der Blutvergießung, sondern da hat der Christus hier so eine eigene Organbildung vollzogen. Und ich habe dieses Bild Embryologen gezeigt, anthroposophischen Ärzten — könnt ihr mir sagen, was das ist? Die fanden es alle hochinteressant, aber keiner konnte mir weiterhelfen. Das scheint offenbar etwas zu sein, was man nicht aus der Vergangenheit kennt, sondern was eine Bedeutung für die Zukunft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein geheimnisvolles Knospenorgan, was der Christus hier aus dem Unterleib bildet, und von dem aus hier als Lichtorgan eine Art Lichtzentrum in der Mitte des Bildes geschaffen wird. Und wenn Sie sich hier den Unterleib des einen Schächers angucken, dann merken Sie die ungeläuterten Geschlechtskräfte, die er hier dargestellt hat, und in seiner höchstfach gereinigten Form dieses Lichtorgan, das sich aus dem Unterleib des Christus, aus diesem Lendentuch, eine eigene Organbildung vollzieht. Und ich mag mir — das nehme ich auf meine eigene Kappe und meine eigene Verantwortung — kann mir nichts anderes vorstellen, als dass das, was Lucas Cranach hier dargestellt hat, dass das dieses Organ des sogenannten Wurzel- oder Muladhara-Chakras ist, ein Lichtorgan, das aus dem Unterleib gebildet wird und mit dem dort ein Lichtzentrum leuchtend in der Welt geschaffen ist. Und das ist doch ein Studienobjekt für viele weitere Forschungen, sich deutlich zu machen, dass auch Lucas Cranach in diese christlich-rosenkreuzerische Kultur des Abendlandes gehört, die von diesem Weg der sieben Sinnesorgane gewusst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das geht also über Wolfram von Eschenbach und Gichtel zurück bis ins Evangelium, die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz. Vielleicht kann man sagen: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist. Dass Lucas Cranach in dieser Organ- oder Knospenbildung eines Lichtorgans etwas davon darstellen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Oheim, was wirret dir?&amp;quot; — die Heilung des Amfortas 00:58:47 ===&lt;br /&gt;
Und wenn Sie überlegen, Parzival kommt auf die Gralsburg, und was soll er machen? Den kranken Amfortas heilen. Vorher heißt es immer von der Bildsprache, die Gralsritter, die haben versucht, mit dem Gift von Schlangen, dem sogenannten Echidemon, und den vier Flüssen des Paradieses die Amfortas-Wunde zu heilen, und sie sind immer gescheitert. Aber sie versuchten es mit Schlangengift. Und jetzt hat Parzival die Aufgabe — man könnte vielleicht sagen, so ein Kundalini-Schlangen-Lichtesfeuer zu entzünden, um damit die Amfortas-Wunde heilen zu können. Und was muss er sagen, damit er Amfortas heilen kann? Was sind die vier Worte? Oheim, was wirret dir? Es sind vier Worte. Auch das nehme ich auf meine eigene Kappe, kann sein, dass es nicht so ist, aber ich sprach am Anfang von einem Werkstattbericht, den Sie gerne selber ergänzen und auch korrigieren dürfen. Vielleicht kann man sagen, diese vier Worte, &amp;quot;Oheim, was wirret dir&amp;quot;, sind wie die vier Blätter des Wurzel- oder Muladhara-Chakras, das Parzival mit diesem mantrischen Wort &amp;quot;Oheim, was wirret dir&amp;quot; öffnet, um damit dieses Feuer der wesenschaffenden Liebe so weit zu entzünden, die Amfortas-Wunde heilen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Panther: das Wappen aus der Steiermark 01:00:25 ===&lt;br /&gt;
Und da kommen wir in einen Bereich, in das dritte Bild, was ich Ihnen mitgebracht habe. Wissen Sie, was das ist? Das Wappen der Steiermark, dem Gebiet im Parzival, wo Parzivals Vater Gachmuret und Trevrizent herkommen. Das Gebiet gehört zu Österreich, auch Slowenien, und ist auch das geistige Zeichen des Gebietes, in dem Rudolf Steiner in Kraljevec damals geboren ist. Was würden Sie sagen, was ist dieses Wesen, was ist das? Ja, es ist ein Fabelwesen, das ist der sogenannte Panther — nicht Panther, nicht die Raubkatze, der sogenannte Panther. Und da gibt es einen Text aus dem ersten christlichen Jahrtausend, ein Text aus dem sogenannten Physiologus, in dem die Heilsgeschichte allegorisch auf das Pflanzen-, Tier- und Fabelreich ausgedehnt und untersucht wird. Und da wird berichtet, was dieses Fabelwesen, der sogenannte Panther, sein soll. Das ist das Zeichen, was Parzival als zweites Wappen von seinem Vater Gachmuret hat, den Anker und den Panther.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird Folgendes gesagt, ein 1500 Jahre alter Text. Der Panther ist allen Tieren sehr freund, außer dem Drachen. Sie haben gesagt, das ist ein Drache. Der Panther ist allen Tieren sehr freund, außer dem Drachen. Er ist still und sehr sanft. Wenn er gefressen und sich gesättigt hat, legt er sich schlafen in seine Höhle und schreit mit mächtiger Stimme brüllend. Aber aus seiner Stimme dringt aller Wohlgeruch der Gewürze hervor. Ebenso auch der Christus: Indem er am dritten Tag erwachte und von den Toten auferstand, wurde uns aller Wohlgeruch, den Friedfertigen in der Nähe und in der Ferne. Der Panther ist ein Feind des Drachens und ein Wohlgeruch verbreitendes, friedfertiges Wesen. Es symbolisiert den auferstandenen Christus, der Tod und Teufel, Verwesung und Sünde überwindet und diejenigen, die an ihn glauben, um sich schart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Parzival, der von seinem Vater Gachmuret — das berichtet Wolfram — aus der Steiermark kommt, das wird wörtlich gesagt, dieses Parzival-Wappen des Panthers, diese Geistesflammen hier, das ist das geistige Zeichen, das sich bis heute heraldisch in diesem Gebiet erhalten hat und das die geistige Kraft bedeutet, die Parzival entwickeln muss. Vielleicht könnte man sagen, diese Pantherkraft, die äußerlich aussieht wie ein Drache, aber die in sich die Kraft birgt, diesen Ankerweg zu Ende zu gehen. Mit dieser Kraft kommen Sie durch das Reich Klingsors, und es obliegt einem Menschen, ob das eine Drachenkraft ist, die zerstörerisch wirkt, oder ob es der Bereich sein kann, den die Menschenweihehandlung nennt, das Feuer der wesenschaffenden Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Panther-Zeichen, den Ankerweg von oben nach unten zu gehen durch diese sieben Sinnesorgane der Seele: das Elsternorgan, die Kronleuchter der Gralsburg, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt, die zwölf Tugendblumen des Brackenseils, der Mantel aus gelbem Turiner Tuch, die drei Geisteskämpfe Gawan, Parzival und Feirefiz, und dann schließlich dieses Panther-Organ, das dort innerlich erweckt werden soll, um damit in der rechten Weise auf der Gralsburg wirken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das neunte Jahrhundert: eine ganze Menschengemeinschaft 01:04:43 ===&lt;br /&gt;
Und als Letztes möchte ich Sie noch — ich habe noch ein paar Minuten, geben Sie mir noch, doch, dann sind Sie erlöst. Dann lassen Sie mal überlegen, wann hat der Parzival historisch stattgefunden, wer weiß das, laut Rudolf Steiner? Er sagt, im 9. Jahrhundert. Das 9. Jahrhundert ist das Erzengelzeitalter Raphaels, des Erzengels der Heilung. Wie heilt man? Kennen Sie vielleicht den Spruch: Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft. Das ist doch sehr interessant: Damit dieser Ankerweg zum Panther gegangen werden kann, muss eine ganze Menschengemeinschaft an diesen sieben Sinnesorganen der Seele etwas üben. Gachmuret an dem Kehlkopfchakra, Feirefiz das Stirnchakra, Sigune und Schionatulander das Herzenslotusauge, Gawan hier das Sechsblättrige, und Parzival das sogenannte Wurzel- oder Muladhara-Chakra, in der Frage &amp;quot;Oheim, was wirret dir?&amp;quot;. Es ist nicht ein einzelner esoterischer Superman, Highlander, es kann nur einen geben, der das tut. Nein, es ist eine ganze Menschengemeinschaft, die sich im 9. Jahrhundert zusammenschließt, um in diesem Übungsweg, den Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival beschreibt, diese geistige Kraft zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiners Lebensweg als Ankerweg 01:06:15 ===&lt;br /&gt;
Und das Letzte, was ich Ihnen kurz darstellen möchte, geben Sie mir die fünf Minuten. Ich sagte Ihnen, dieses Zeichen des Panthers ist auch das Geisteszeichen des Gebietes, in dem Rudolf Steiner vor 150 Jahren in Kraljevec, eine Stunde von der Steiermark, von der Burg Anckenstein, damals geboren wurde. Und wenn man sich Rudolf Steiners Lebensweg — auch das gebe ich Ihnen nur als kleine Anregung, das dürfen Sie gerne selber weiter vertiefen oder ergänzen — anschaut, dann kann man fast das Gefühl haben, dass er im 19. und 20. Jahrhundert unter diesem Geisteszeichen den Ankerweg als erster Mensch geistig alleine gegangen ist, um damit geistige Kräfte zu entwickeln, die er als Mensch uns zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie an den kleinen Rudolf Steiner als Knabe in Pottschach. Was sagt er? Der ging in die Natur und sah die schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen. Ich unterschied Dinge, die man sehen kann, und Dinge, die man nicht sehen kann. Der hatte hier ein geöffnetes Elsternorgan. Und Sie kennen vielleicht die Geschichte, wie er einmal im Wartesaal in Pottschach ist und den Geist seiner verstorbenen Tante sieht, die sich suizidiert hat. Dann kommt er nach Hause, erzählt es seinem Vater, und der sagt, du bist ein dummer Bub. Und da stellt er fest, das, was ich sehe, sehen nicht automatisch alle anderen Menschen. Ich musste unterscheiden Dinge, die man sehen kann, und die man nicht sehen kann. In dieser ersten Station des Ankerweges wurde er, Steiner, als Knabe mit diesem geöffneten Elsternorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, mit 18 Jahren, kommt er nach Wien und ist Student an der Technischen Hochschule, studiert ja die ganze Philosophiegeschichte des Abendlandes. Von der Antike, seine Auseinandersetzung mit Kant, mit Friedrich Nietzsche, Goethes Weltanschauung. Man kann sagen, er übt hellsichtig die Gedankenart anderer Menschen wahrzunehmen — Kehlkopfchakra. In seinen &amp;quot;Rätseln der Philosophie&amp;quot; merkt man, wie er die gesamte philosophische Gedankenart oder Geistesgeschichte der Menschheit so weit durchdrungen hat, dass er dann aus diesem Wahrnehmungsorgan wie ein Geschenk seine &amp;quot;Philosophie der Freiheit&amp;quot; als eine eigene Gedankenart den Menschen hinterlassen konnte. Und er soll ja gesagt haben, oder hat gesagt, in tausend Jahren wird die Philosophie der Freiheit das sein, was von der Anthroposophie noch bleibt — Kehlkopfchakra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänger in der Theosophischen Gesellschaft. Ja, jetzt geht es darum, seine Schüler zu finden. Wer ist mit ihm schicksalsmäßig verbunden? Wer gehört dem östlichen Weg an? Wer geht mit ihm den christlich-rosenkreuzerischen Weg? Wie sagt er auf dem Theosophischen Kongress in München 1907: Ein jeder prüfe, wo ihn seine Herzenssehnsucht hinführt. Er sagt nicht, es ist gut, es ist schlecht — ein jeder prüfe mit seinem Seelenauge, wo ihn seine Herzenssehnsucht hinführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach, ab 1918, geht es um diesen Bereich in der Biografie Rudolf Steiners, ganz bewusst die Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge zu fokussieren. Was tut er ab 1918? Ein ganz bewusstes Hinschauen auf die politischen Verhältnisse seiner Zeit, sein Einsatz für die Dreigliederung des sozialen Organismus, für die sozialen Verhältnisse, sein Einsatz in Österreich, Prinz Max von Baden — ja, ein wirkliches bewusstes Hinwenden der Aufmerksamkeit an die sozialen Verhältnisse. Und zugleich kann man das Gefühl haben, ab dieser Zeit taucht in seinem Wesen die Wahrnehmungsfähigkeit auf, die er selber in &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; beschreibt. Wenn das hier geöffnet wird, dann kann man die verborgenen Talente in anderen Menschen wahrnehmen. Was hat er denn getan, als er in dieser Zeit die Waldorfpädagogik begründet hat mit Emil Molt — aus diesem Wahrnehmungsorgan verborgene Talente in den Kindern, in den Schülern wahrzunehmen? Und was hat er zugleich in dieser Zeit getan? Es ist der Beginn der anthroposophischen Medizin, der Heilmittel-Laborherstellung, die geistigen Kräfte selber in den Substanzen wahrnehmen zu können. Da merkt man, ab 1918 ein bewusstes Fokussieren auf die politischen Verhältnisse, gleichzeitig ein Wahrnehmen-Können auf die verborgenen Talente in der Waldorfpädagogik, auf die geistigen Kräfte in der anthroposophischen Medizin, in Stein, Pflanze und Tier und in den Metallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat er gesagt, im Grunde genommen, nach dem Brand des ersten Goetheanums, da hat er sich nur noch aus seinen höheren Wesensgliedern auf der Erde überhaupt halten können. Vielleicht kann man das Gefühl haben, das ganze Jahr 1923 noch einmal der Versuch dort, Leib, Seele und Geist so in der Harmonie zu halten nach diesem Brand, der im Grunde genommen ein Angriff auf ihn selber war, dass er damit so diese Kraft hatte, dieses Jahr 1923 als einen Schwellenübergang zur Weihnachtstagung hin zu vollziehen. Und wenn wir über diese Pantherkraft der Liebe gesprochen haben, was hat er getan in der Weihnachtstagung? Einen Grundstein der Liebe in die Herzen der Menschen damals hineingelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: An die Arbeit 01:13:42 ===&lt;br /&gt;
Also das ist eine Anregung, wieder nehme ich auf meine Kappe. Ich habe das Ganze sowieso am Anfang als einen Arbeitsbericht oder Werkstattbericht apostrophiert, den Sie gerne ergänzen, verbessern, weiter befragen dürfen. Aber im Vergleich zu Parzival, wo ein Menschenkreis diese sieben Sinnesorgane der Seele erbildet, Rudolf Steiner, der in seiner Biografie diesen Ankerweg von oben nach unten als ein Einzelner geht — ich vermag nicht zu sagen, ob in seiner Biografie, das wäre vielleicht auch pietätlos, müsste man ihn selber fragen, selber mit der Frage ringen, in welcher Weise er damit auch umgegangen ist. Ich glaube er — und das habe ich versucht so ein bisschen darzustellen — dass in bestimmten biografischen Phasen bestimmte dieser Sinnesorgane oder dieser Seelenaugen in einer besonderen Weise eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und insofern denke ich, und damit schließe ich, Rudolf Steiner ist der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich weder kitschig und auch nicht schwärmerisch, sondern ganz nüchtern. Er ist den Ankerweg zu Ende begangen, den Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival beschreibt, aber er ist auch ein verwundeter Gralskönig. Nicht wie Amfortas, der verwundet war durch eigenes Versagen, sondern vermutlich ein verwundeter Gralskönig, der alle Schwächen und Bemühungen seiner Schüler — vielleicht ja auch, ein Stück weit, glaube ich, mal gesagt, jeder Mensch, der sich mit Anthroposophie verbindet, so sinngemäß, für den bin ich wie mitverantwortlich. Da merkt man, welche Wunden dieser Gralskönig tragen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vielleicht könnte man sagen, wir alle heute sind Parzival und haben alle die Aufgabe, an diesen sieben Seelenaugen zu arbeiten, zu wirken, und um diesen Ankerweg zu bemühen, dass wir diesen verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner weiter heilen können und damit mit ihm in eine weitere Beziehung zu kommen. Und was soll ich nach einem Vortrag zu diesem Thema anderes sagen, oder mit welchen Worten anders schließen, außer: an die Arbeit. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die [[Grals-Imagination]], die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=m5KisP1Z_Do|thumb|Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg, mit seinem Vortragsthema: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival. Zitat:   &amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-4-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 23. April 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=X4U_2s-ovE0 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 23. April 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens &amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und über den Jüngling zu Naïn sagt [[Rudolf Steiner]], der gehörte nicht zu den Jüngern, der gehörte auch nicht zu den Aposteln, der folgte dem [[Christus]] als ein Schüler nach. Offenbar gibt es im [[Christentum]] zwei verschiedene Menschengruppen: die Jünger, die Apostel des Christus, und die Schüler des Christus. Sind Sie ein Jünger oder ein Schüler des Christus? Haben Sie sich darüber mal Gedanken gemacht? Was ist eigentlich der Unterschied? Wann ist man ein Jünger, wann ist man ein Schüler?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://anthro.world/Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|Hier klicken um zur Transkription zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Udi Levy&#039;&#039;&#039; - ›Die Nabatäer. Versunkene Kultur am Rande des Heiligen Landes‹, 1996, Verlag Urachhaus&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Manfred Kannenberg&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin: Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 - Einträge in die Zukunft&amp;quot;, ISBN 10: 3037690283, antiquarisch erhältlich&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Robin Schmidt&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, Rudolf Steiner Verlag 2010&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;GA 243&#039;&#039;&#039; - &#039;&#039;&#039;Das Initiaten Bewusstsein - Rudolf Steiner über die richtigen und falschen Wege der geistigen Forschung&#039;&#039;&#039; GA 243, Bd. 11/ Seine Reisen nach England, Vorträge in Torquay 1924, GB) aus der Reihe „Die Karma-Vorträge“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=32017</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-06-23T14:30:55Z</updated>

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[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c Hier klicken um zur yt Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=8s Begrüßung 00:00:08] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=131s Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=360s Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00] ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=677s Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:11:17] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1090s Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10] ===&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1134s Buchhinweis 00:18:54] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1276s Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert 00:21:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1707s Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2073s Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:33] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2255s Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2389s Wie können wir an dieser Grals-Tafelrunde heute zusammen kommen? 00:39:49] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2527s Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
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* „Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […] Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Gral]]      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] ein ganz ausgewiesener &#039;&#039;&#039;Gralskenner&#039;&#039;&#039;, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[Walter Johannes Stein] hat […] festgestellt, dass es eigentlich […] kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; verknüpft hat.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-&#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039;, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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[[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039; […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
Sammlung nicht vollzählig! Kann ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<updated>2026-06-23T14:30:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die [[Grals-Imagination]], die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk|mini|Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg, mit seinem Vortragsthema: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival. Zitat:   &amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-4-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 23. April 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=X4U_2s-ovE0 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 23. April 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens &amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und über den Jüngling zu Naïn sagt [[Rudolf Steiner]], der gehörte nicht zu den Jüngern, der gehörte auch nicht zu den Aposteln, der folgte dem [[Christus]] als ein Schüler nach. Offenbar gibt es im [[Christentum]] zwei verschiedene Menschengruppen: die Jünger, die Apostel des Christus, und die Schüler des Christus. Sind Sie ein Jünger oder ein Schüler des Christus? Haben Sie sich darüber mal Gedanken gemacht? Was ist eigentlich der Unterschied? Wann ist man ein Jünger, wann ist man ein Schüler?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://anthro.world/Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|Hier klicken um zur Transkription zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Udi Levy&#039;&#039;&#039; - ›Die Nabatäer. Versunkene Kultur am Rande des Heiligen Landes‹, 1996, Verlag Urachhaus&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Manfred Kannenberg&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin: Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 - Einträge in die Zukunft&amp;quot;, ISBN 10: 3037690283, antiquarisch erhältlich&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Robin Schmidt&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, Rudolf Steiner Verlag 2010&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;GA 243&#039;&#039;&#039; - &#039;&#039;&#039;Das Initiaten Bewusstsein - Rudolf Steiner über die richtigen und falschen Wege der geistigen Forschung&#039;&#039;&#039; GA 243, Bd. 11/ Seine Reisen nach England, Vorträge in Torquay 1924, GB) aus der Reihe „Die Karma-Vorträge“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Michael_Rheinheimer&amp;diff=32015</id>
		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<updated>2026-06-23T14:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die [[Grals-Imagination]], die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk|mini|Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg, mit seinem Vortragsthema: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival. Zitat:   &amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-4-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 23. April 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=X4U_2s-ovE0 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 23. April 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens &amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und über den Jüngling zu Naïn sagt [[Rudolf Steiner]], der gehörte nicht zu den Jüngern, der gehörte auch nicht zu den Aposteln, der folgte dem [[Christus]] als ein Schüler nach. Offenbar gibt es im [[Christentum]] zwei verschiedene Menschengruppen: die Jünger, die Apostel des Christus, und die Schüler des Christus. Sind Sie ein Jünger oder ein Schüler des Christus? Haben Sie sich darüber mal Gedanken gemacht? Was ist eigentlich der Unterschied? Wann ist man ein Jünger, wann ist man ein Schüler?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|Hier klicken um zur Transkription zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Udi Levy&#039;&#039;&#039; - ›Die Nabatäer. Versunkene Kultur am Rande des Heiligen Landes‹, 1996, Verlag Urachhaus&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Manfred Kannenberg&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin: Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 - Einträge in die Zukunft&amp;quot;, ISBN 10: 3037690283, antiquarisch erhältlich&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Robin Schmidt&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, Rudolf Steiner Verlag 2010&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;GA 243&#039;&#039;&#039; - &#039;&#039;&#039;Das Initiaten Bewusstsein - Rudolf Steiner über die richtigen und falschen Wege der geistigen Forschung&#039;&#039;&#039; GA 243, Bd. 11/ Seine Reisen nach England, Vorträge in Torquay 1924, GB) aus der Reihe „Die Karma-Vorträge“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Michael_Rheinheimer&amp;diff=32014</id>
		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<updated>2026-06-23T14:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Michael Rheinheimer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die [[Grals-Imagination]], die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk|mini|Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen]]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer, Priester der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg, mit seinem Vortragsthema: Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival. Zitat:   &amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-4-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Der_Gral_im_Orient._Das_geheime_Christentum_Arabiens_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 23. April 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=X4U_2s-ovE0 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 23. April 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens &amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und über den Jüngling zu Naïn sagt [[Rudolf Steiner]], der gehörte nicht zu den Jüngern, der gehörte auch nicht zu den Aposteln, der folgte dem [[Christus]] als ein Schüler nach. Offenbar gibt es im [[Christentum]] zwei verschiedene Menschengruppen: die Jünger, die Apostel des Christus, und die Schüler des Christus. Sind Sie ein Jünger oder ein Schüler des Christus? Haben Sie sich darüber mal Gedanken gemacht? Was ist eigentlich der Unterschied? Wann ist man ein Jünger, wann ist man ein Schüler?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Der Gral im Orient. Das geheime Christentum Arabiens - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025|| Hier gelangst du zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|Hier klicken um zur Transkription zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
[[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026|| Hier gelangst du zur Transkription |&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Udi Levy&#039;&#039;&#039; - ›Die Nabatäer. Versunkene Kultur am Rande des Heiligen Landes‹, 1996, Verlag Urachhaus&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Manfred Kannenberg&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin: Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 - Einträge in die Zukunft&amp;quot;, ISBN 10: 3037690283, antiquarisch erhältlich&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Robin Schmidt&#039;&#039;&#039;, &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, Rudolf Steiner Verlag 2010&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;GA 243&#039;&#039;&#039; - &#039;&#039;&#039;Das Initiaten Bewusstsein - Rudolf Steiner über die richtigen und falschen Wege der geistigen Forschung&#039;&#039;&#039; GA 243, Bd. 11/ Seine Reisen nach England, Vorträge in Torquay 1924, GB) aus der Reihe „Die Karma-Vorträge“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=32013</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-06-23T14:25:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Video integriert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Interview Michael Birnthaler und Michael Rheinheimer 2026-3-30.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Ein Interview mit Dr. Michael Birnthaler und [[Michael Rheinheimer]], geführt am 30. März 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c Hier klicken um zur yt Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=8s Begrüßung 00:00:08] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=131s Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=360s Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00] ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=677s Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:11:17] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1090s Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10] ===&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1134s Buchhinweis 00:18:54] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1276s Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert 00:21:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1707s Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2073s Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:33] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2255s Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2389s Wie können wir an dieser Grals-Tafelrunde heute zusammen kommen? 00:39:49] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2527s Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […] Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Gral]]      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] ein ganz ausgewiesener &#039;&#039;&#039;Gralskenner&#039;&#039;&#039;, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[Walter Johannes Stein] hat […] festgestellt, dass es eigentlich […] kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; verknüpft hat.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-&#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039;, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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[[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039; […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grals-Thema in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
Sammlung nicht vollzählig! Kann ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Datei:Interview_Michael_Birnthaler_und_Michael_Rheinheimer_2026-3-30.jpg&amp;diff=32012</id>
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		<updated>2026-06-23T14:20:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Bild/Film: Dr. Michael Birnthaler&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Bild/Film: Dr. Michael Birnthaler&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Die_7_Chakren-Wahrnehmungsorgane_der_Seele_in_Wolfram_von_Eschenbachs_Parzival_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=32004</id>
		<title>Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Die_7_Chakren-Wahrnehmungsorgane_der_Seele_in_Wolfram_von_Eschenbachs_Parzival_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=32004"/>
		<updated>2026-06-21T16:48:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}}    zurück zu Michael Rheinheimer |  Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]  == Tran…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-6-17.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk|thumb| Die 7 Chakren-Wahrnehmungsorgane der Seele in Wolfram von Eschenbachs Parzival - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 17. Juni 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=tCJ-5p5qcpk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 17. Juni 2026 ==&lt;br /&gt;
+++ Dies ist eine vorläufige maschinelle Transkription. Willst du beim Transkribieren [[MitTun bei bei Anthro.World|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die sieben Sinnesorgane der Seele 00:00:21 ===&lt;br /&gt;
Ja, sehr verehrte liebe Anwesende, herzlichen Dank, liebe Frau Lohner, für diese Einladung heute hier nach Nürnberg in die Christengemeinschaft. Wie Sie sehen, habe ich Ihnen Bilder mitgebracht, und ein Bild, auf das ich am Anfang verweisen möchte. Das ist dieses Bild hier, das ist von Johann Georg Gichtel. Den Namen schon mal gehört? Johann Georg Gichtel ist ein Rosenkreuzer gewesen aus dem 17. Jahrhundert, ein Theosoph. Er hat eine Theosophia Practica geschrieben. Theosophen gab es damals offenbar auch schon. Ein Mystiker, ein Spiritualist, ein Theologe, und man kennt ihn, wenn man ihn überhaupt kennt, als Herausgeber der Werke Jakob Böhmes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auf diesem Bild hier, seiner Menschenkunde aus der Theosophia Practica, da sehen Sie, da hat er sieben Energiezentren fokussiert, in der Nähe von bestimmten Körperorganen. Sieben Energiezentren, die man in der orientalischen Überlieferung die sieben Chakren nennen würde, oder auch sieben Lotusblumen, sieben Räder, und über die Rudolf Steiner vor etwas über 100 Jahren in seinem Grundlagenwerk &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; als Sinnesorgane der Seele bezeichnet hat. Ich könnte aber auch sagen, in der Sprache der Menschenweihehandlung, sieben Seelenaugen. Denken Sie einmal an die Michaeli-Epistel in der Christengemeinschaft. Wie beginnt die? Unsere Seelenaugen schauen in dieser Stunde von dem Altar. Und diese Seelenaugen, die an Michaeli schauen können in der Stunde von dem Altar, die hat Johann Georg Gichtel in der Sprache von sieben verschiedenen Körperstellen oder Körperorganen hier in dieser Menschenkunde dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen vielleicht aus der Anthroposophie, dass Rudolf Steiner von zwölf Sinnen gesprochen hat. Also neben den unteren Sinnen, unserem Sehsinn, unserem Tastsinn, unserem Hörsinn, unserem Riechsinn, hat er davon gesprochen, dass es höhere Sinne gibt, einen Denksinn, einen Ichsinn, einen Lebenssinn, einen Bewegungssinn. Aber diese zwölf Sinne, die sind uns als Menschen im Laufe der Menschheitsentwicklung bereits durch die Evolution, könnte man sagen, geschenkt oder eingestülpt worden. Den dürfen wir uns einfach fröhlich zuwenden, wenn wir geboren werden. Wir haben, wenn wir normal gesund geboren werden, zwei Augen, haben wir eine Nase, und wir müssen uns natürlich aufmerksam unseren Sinnen zuwenden. Aber wenn wir das tun, dann sind unsere Sinne bekannterweise Tore, mit denen wir die Welt entdecken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sieben Sinnesorgane der Seele, die man wie gesagt Chakren nennen könnte, Lotusblumen, Räder, oder in der Sprache der Menschenweihehandlung Seelenaugen, die müssen wir uns im Laufe unserer weiteren Menschheitsentwicklung selber erarbeiten. Die ersten Anlagen haben wir zum Teil davon vielleicht bekommen, aber es liegt an uns, durch spirituelle Übungen, durch Aufmerksamkeit, durch vielleicht einen Schulungsweg, selber uns Dinge zu erarbeiten, dass wir uns diese Seelenaugen oder Sinnesorgane der Seele selber sozusagen einstülpen oder selber erarbeiten können. Es wäre hybrid zu glauben, dass wir das in einem Leben schaffen könnten. Wir können vielleicht in diesem Leben erst einmal anfangen, uns diese Dinge bewusst zu machen. Auch vielleicht anfangen, je nachdem, was wir für Voraussetzungen mitbringen, uns bereits Dinge zu erarbeiten. Dann dürfen wir uns, wenn wir bestimmte Keime oder Samen gelegt haben, hoffnungsvoll darauf freuen, dass wir in Zukunftszeiten, in zukünftigen Erdenleben, weiter daran anknüpfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie sehen das hier, diese sieben Sinnesorgane der Seele. Johann Georg Gichtel hat sie dort dargestellt, und da zeigt er etwas, was vielleicht dem einen oder anderen ganz neu ist. Weil, wenn man das Wort Chakren oder Lotusblumen hört, dann denken viele Menschen wahrscheinlich automatisch an Yoga oder an Räucherstäbchen, oder zumindest an orientalische Überlieferungen. Und Johann Georg Gichtel zeigt uns, dass es schon vor Rudolf Steiner eine Tradition in der christlich-rosenkreuzerischen Kultur des Abendlandes gibt, wo man ein Bewusstsein davon hatte, und an die Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts angeknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie sehen hier in seiner Menschenkunde ein zweiblättriges Sinnesorgan der Seele oberhalb der Nasenwurzel. Im Orientalischen würde man sprechen von einer sechzehnblättrigen Lotusblume in der Nähe des Kehlkopfes, einer zwölfblättrigen Lotusblume in der Nähe des Herzens, einer zehnblättrigen Lotusblume oberhalb des Magens oder oberhalb des Nabels, einer sechsblättrigen im Unterleib, und dann schließlich das, was man das sogenannte vierblättrige Muladhara oder Wurzelchakra nennt, in der Nähe unserer Geschlechtsorgane. Und dann sehen Sie hier ganz oben, noch oberhalb des Scheitels, ein Sinnesorgan, über das Rudolf Steiner damals gesagt hat, darüber kann man im Grunde nicht sprechen. Darüber hat er, soweit ich das verfolgt habe, auch selber noch gar nichts wirklich gesagt. Vielleicht hat er Dinge gezeigt, können wir heute Abend ja als Frage erst einmal mitnehmen. Das sogenannte tausendblättrige Scheitelchakra, das den Menschen anbindet an den Kosmos und das oberhalb des Hauptes hier zu verzeichnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Bild weiter studieren würden, dann würden Sie merken, dass diese sieben Energiezentren, diese sieben Seelenaugen — und da sagt Rudolf Steiner, wenn die anfangen, bei einem Menschen lebendig zu werden, Wahrnehmungsorgane zu werden, dann könnte er damit in die Seelen- oder Geistwelt selber hineinschauen. Und Sie sehen, Johann Georg Gichtel hat das hier mit bestimmten Planetenzeichen auch noch weiter fokussiert oder verdichtet. Diesen Bereich möchte ich heute aber rauslassen, ganz schlicht aus dem Grund, dass ich die Zuordnung der Planetenzeichen zu diesen Sinnesorganen selber mir noch nicht geläufig gemacht habe, und insofern da nichts Gegründetes heute Abend dazu beisteuern könnte. Aber das Ganze soll ja erst mal nur eine Anregung sein. Es geht nicht darum, dass man diese Dinge einfach konsumiert. Wen das selber interessiert, der ist ja herzlich eingeladen, das weiter zu vertiefen, was uns Johann Georg Gichtel damit vielleicht sagen wollte. Was ich heute mache, ist eine Anregung, und wenn Sie sich angeregt fühlen, suchen Sie einfach weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drei Vorbemerkungen: Ein Werkstattbericht 00:08:03 ===&lt;br /&gt;
Drei Dinge, bevor wir da heute Abend einsteigen, möchte ich im Vorfeld klarstellen. Das eine ist: Ich behaupte nicht, dass ich auf diesem Gebiet mehr kann als Sie. Möglicherweise kann ich sogar weniger als der eine oder andere, der sich das heute Abend hier anhört. Ich suche, ich ringe, ich taste, ich scheitere, ich bemühe mich weiter, und lebe vielleicht wie manch ein anderer auch immer mit dem Grundgefühl, dass ich viel zu wenig mache und eigentlich mehr üben oder ringen müsste. Vielleicht kennen Sie das ein bisschen. Aber ich kann nicht mehr. Nehmen Sie das Ganze heute Abend als einen Werkstattbericht, den Sie vielleicht, wenn Sie mögen, in einer Weise für sich fruchtbar machen können, oder zumindest als Anregung aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite, was ich sagen möchte: Ich habe diesen Vortrag, als ich ihn woanders schon mal gehalten habe — da kam jemand zu mir und hat gesagt, wissen Sie, ich übe seit 20 Jahren die sogenannten Nebenübungen, die Rudolf Steiner selber ja nie so genannt hat, und komme meistens über die zweite Übung gar nicht hinaus. Jetzt kommen Sie mir hier mit sieben Chakren, jetzt mache ich gar nichts mehr. Jetzt bin ich tot. Sie haben mich gerade erschlagen. Und das ist natürlich so nicht gemeint. Das ist auch ein bisschen die Gefahr, wenn man über solche Dinge spricht. Das ist ja sowieso absurd, dass man einen Vortrag darüber hält — wir sollen das ja machen, wir sollen das tun, nicht wir sollen das konsumieren oder darüber sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich glaube, das ist zumindest meine Erfahrung, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt. Manche Menschen wünschen sich bei Übungen erstmal nur eine Übung, und vielleicht eine zweite, und alles, was mehr ist, wäre schon mal eine Überforderung. Und dann gibt es andere Menschen, wenn man denen so ein bisschen den größeren Zusammenhang zeigt, dann gerade deswegen, weil sie den Zusammenhang anfangen zu entdecken, bekommen sie damit einen Impuls, in das konkrete Einzelne einzusteigen. Ich glaube, da ist der eine so und der andere so. Ich gebe Ihnen das heute Abend. Sie merken, ich wende mich an den mündigen Geistesschüler, der selber für sich entscheiden kann, in welcher Weise er das aufgreifen möchte, und in welcher Weise er vielleicht auch sagt, zu dem, was ich hier heute Abend darstelle, höre ich mir erstmal so an, ist aber im Augenblick so für mich noch gar nicht dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte: dieses Thema der Sinnesorgane der Seele, der Chakren, der Lotusblumen — vielleicht sagen auch Menschen, warum soll ich mich damit bitte beschäftigen? Das ist so abstrakt vielleicht auch, und esoterisch. Warum muss man darüber sprechen, was bedeutet es überhaupt? Naja, ich habe mir vor kurzem noch mal klargemacht: Rudolf Steiner hat 1918 einen Vortrag gehalten, und da hat er auf etwas aufmerksam gemacht, in Russland während der Oktoberrevolution. Da ist damals ein 10.000-Rubel-Schein veröffentlicht worden, und wissen Sie, was auf diesem 10.000-Rubel-Schein oben war? Eine Swastika, ein rotes Hakenkreuz. Und da hat er gesagt, was diese Swastika, dieses Hakenkreuz bedeutet. Das ist ein uraltes, jahrtausendealtes Zeichen aus vergangenen Kulturen, das für diese sieben Seelenaugen oder Chakren steht. Allerdings, je nachdem, ob man das nach rechts oder nach links dreht, kann das für einen ganz alten, tranceartigen, träumerischen Bewusstseinszustand stehen, der heute Menschen, wenn sie damit manipuliert werden, eigentlich aus ihrem Wachbewusstsein herausführt und sie manipulierbar macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie alle wissen, wenige Jahre später ist diese Swastika, dieses Hakenkreuz, das ein Zeichen für diese sieben Sinnesorgane der Seele ist, auch in Deutschland im Nationalsozialismus — wir sind hier in Nürnberg, der Stadt der Reichsparteitage — in der fürchterlichsten Weise benutzt worden. Und vielleicht ganz viele Menschen, wenn wir heute die Bilder sehen, eine Kollektivpsychose von Menschen nach dem Zeitalter der Aufklärung, die dort in einem für uns heute nicht fassbaren Wahn in die dunkelsten Abgründe gesteuert sind — wenn man ihnen von Chakren gesprochen hätte, hätten die wahrscheinlich gesagt, was ist denn das für ein Blödsinn, ganz esoterisch, warum soll ich mich damit beschäftigen? Das hat es trotzdem nicht verhindert, dass sie unter dem Einfluss dieses Zeichens ihr Wachbewusstsein ein Stück weit verloren haben. Damit will ich nicht sagen, dass die nicht verantwortlich sind, aber die Dinge sind eben vielschichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und offenbar scheint es so zu sein, wir haben gar nicht die Wahl, ob wir uns mit diesem Thema beschäftigen. Wir haben höchstens die Wahl, ob wir uns bewusst damit beschäftigen, oder ob wir damit beschäftigt werden, indem das ansonsten unbewusst auf uns einwirkt. Es kann ja manchmal gesund sein, sich bestimmte Dinge klarzumachen. Sie haben auch nicht die Wahl, ob Sie älter werden, krank oder sterben. Sie haben höchstens die Wahl, wie Sie älter werden, krank oder sterben. Und so scheint es mit diesem Thema. Rudolf Steiner sagt, die Menschen schlafen dafür, aber von gewisser politischer Warte — sagt er wörtlich, nach diesem Hakenkreuz auf diesem 10.000-Rubel-Schein, wo er sagt, dieses Zeichen, ein uraltes Zeichen, das für diese sieben Seelenaugen steht — von bestimmter Warte weiß man durchaus, wo man politisch oder wie man politisch auf Menschen wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Walter Johannes Steins Entdeckung: Der Parzival als Einweihungsdokument 00:14:01 ===&lt;br /&gt;
Vor hundert Jahren hat einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der die erste Parzival-Epoche an der Stuttgarter Waldorfschule gegeben hat, eine Entdeckung gemacht, an die ich heute Abend anknüpfen möchte. Die Entdeckung, die er gemacht hat: dass der große mittelalterliche Gralsdichter Wolfram von Eschenbach an einer Stelle in seiner okkulten Bildersprache eines dieser sieben Seelenaugen oder Chakren oder Sinnesorgane der Seele selber verschlüsselt behandelt. Und nachdem ich mir das klar gemacht habe, habe ich gedacht, nun ja, Wolfram von Eschenbach, der Gralsdichter — Rudolf Steiner nennt ihn einen großen Eingeweihten. Wenn es eines dieser sieben Sinnesorgane oder Chakren bei Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival gibt, da bin ich mir relativ sicher, dass man in der Bildersprache dieses Epos die anderen auch wird finden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das fand ich für mich zumindest eine sehr fruchtbare Entdeckung, weil das noch einmal das verstärken würde, was ich Ihnen zum Anfang gesagt habe: Es gibt eine christlich-rosenkreuzerische Tradition, die von diesen Dingen weiß, die diese Dinge behandelt, und die sozusagen gleichberechtigt ist zu dem, was man aus der orientalischen Überlieferung heute erst mal damit assoziiert. Man könnte vielleicht sagen, wenn man diese sieben Sinnesorgane entwickelt hat, das ist der wahre Transhumanismus. Das ist ganz interessant: Wir gucken ja heute wie die Kaninchen auf die Schlange, was wird uns da technisch gerade geboten, wird der Mensch überflüssig gemacht. Vielleicht ist das gerade die Schicksalsaufgabe unserer Zeit, dass wir gerade da an eine Klippe geführt werden, wo die Frage ist, ob wir Menschen selber einen Schritt in den Transhumanismus machen können — aber in den wahren Transhumanismus, den Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival bereits beschreibt. Und wenn wir als Menschen anfangen würden, für diese Wirklichkeit zu erwachen, ist alles das, was uns jetzt in der Technik gerade Schrecken oder Faszination oder auch so ein bisschen fassungsloses Entsetzen gewissermaßen zufügt, möglicherweise würde das zerfallen wie Asche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie wissen vielleicht, Wolfram von Eschenbach, der den Parzival — es wird Menschen geben, die es vielleicht weniger kennen, manche kennen das Epos relativ gut. Parzival hat einen Vater, der heißt Gachmuret, und dieser Gachmuret gehört dem Geschlecht der Anschewiner an, der hat ein Wappen. Das ist das Wappen, das Parzival von seinem Vater bekommen hat, und das Wappen, das Parzival bekommen hat, ist der Anker. Ein Anker — das ist insofern ganz interessant, als dass Rudolf Steiner sagt, der Unterschied zu dem orientalischen Weg zur Erweckung dieser sieben Seelenorgane oder der Sinnesorgane der Seele ist, dass im Orientalischen das von unten nach oben geht. Und er sagt, der christlich-rosenkreuzerische oder anthroposophische Weg, da geht es darum, dass man diese sieben Sinnesorgane der Seele von oben nach unten entwickelt. Und insofern, das ist ganz interessant, Parzival hat den Anker als Wappen. Also man kann sagen, der christlich-rosenkreuzerische Schulungsweg, der diese sieben Seelenorgane entwickeln soll, ist der Ankerweg von oben nach unten. Und man kann — und das hoffe ich Ihnen heute Abend ein bisschen näher bringen zu können — den ganzen Parzival einmal als Einweihungsdokument lesen, zur Erweckung dieser sieben Sinnesorgane der Seele, dieser sieben Seelenaugen, die man wie gesagt im Osten als Lotusblumen oder Chakren bezeichnen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt: Das Kehlkopfchakra 00:18:12 ===&lt;br /&gt;
Und die Entdeckung, die Walter Johannes Stein gemacht hat: dass der Vater von Parzival, Gachmuret, vor seiner Geburt in den Orient reist, nach Bagdad. Der will dort Abenteuer erleben, der heiratet dort, der zeugt Parzivals Halbbruder, den schwarz-weiß-gescheckten Feirefiz, und eines Tages kommt er an eine Stadt. Und diese Stadt hat einen rätselhaften Namen: Patelamunt. Und die Stadt Patelamunt hat sechzehn Tore. Und da ist Walter Johannes Stein aufmerksam geworden, weil er gesagt hat, Moment, ja, es gibt doch bei Rudolf Steiner dieses sechzehnblättrige Kehlkopfchakra. Und in dieser Stadt Patelamunt, wie Wolfram von Eschenbach das mit seiner okkulten Bildersprache gezeigt hat, acht Tore sind dunkel, acht Tore sind hell. Und da gibt es zwei Heere, ein schwarzes und ein weißes Heer, die dort um diese sechzehn Tore miteinander kämpfen. Um diese acht dunklen, die acht hellen Tore. Und die Stadt Patelamunt, die insgesamt sechzehn Tore hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Walter Johannes Stein tastet und sagt, da hat Wolfram von Eschenbach auf dieses sechzehnblättrige Kehlkopfchakra hingewiesen, von dem Rudolf Steiner sagt, acht Blätter — oder man könnte mit dem Parzival sagen, acht Tore — sind bereits hell oder erleuchtet oder verlebendigt. Und die anderen acht, die müssen wir selber durch Tugenden oder spirituelle Übungen erst einmal erwerben, damit dieses Seelenorgan zu einem Wahrnehmungsorgan werden kann. Das scheint so ein bisschen die Pädagogik der geistigen Welt zu sein, acht Tore uns erst mal erleuchtet mitzugeben, und die anderen müssen wir erwerben. Stellen Sie sich mal vor, Ihr Kirchendach ist kaputt, und Sie brauchen vielleicht 100.000 Euro, und dann gibt es ein Gemeindemitglied, das sagt, ich spende der Gemeinde 50.000 Euro, die können aber erst abgerufen werden, wenn die Gemeinde als Ganzes die anderen 50.000 Euro zusammenbringt. Also Sie haben bereits 50.000 Euro, das bringt Ihnen aber erst dann etwas, wenn Sie selber aktiv geworden sind. Und so scheint es offenbar auch mit diesen sechzehn Toren der Stadt Patelamunt zu sein: Acht Tore sind bereits hell, und die anderen acht Tore, die dunklen, die muss man durchlichten oder erhellen oder ausbilden, damit diese Stadt zu einem Wahrnehmungsorgan werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner spricht von den Übungen, die man machen muss, damit das wahrnehmend wird. Die würde man in der orientalischen Überlieferung den achtgliedrigen Pfad des Buddha nennen — das rechte Denken, das rechte Tun, das rechte Wort, die rechte Beschaulichkeit. Und er selber hat sie in seinem Schulungsbuch &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; als die acht Tagestugenden beschrieben. Eine Tagestugend, die würde ich für die heutige Zeit besonders hilfreich erachten, die nennt er das rechte Denken. Man soll, wenn andere Menschen Gedanken äußern, weder zustimmen noch innerlich widersprechen, sondern einfach nur hören, und immer versuchen, die Wahrheit von der bloßen Meinung zu unterscheiden. Überlegen Sie mal, wie viele unfruchtbare Streitereien in unserer Gegenwart damit vielleicht ganz überflüssig würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner sagt, wenn man diese acht Tagestugenden so weit erworben hat, dass sie im Grunde Gewohnheiten werden, dann kann dieses sechzehnblättrige Kehlkopfchakra zu einem Wahrnehmungsorgan werden. Und er sagt, unter den vielen Aspekten, was man damit vielleicht wahrnehmen kann, betont er eines: Ein Mensch, der ein solches Seelenauge erweckt hat, der könnte die Gedankenart anderer Menschen hellsichtig wahrnehmen. Fragen Sie mich nicht gleich, was das bedeutet. Es ist erst mal eine Frage, was heißt das, die Gedankenart anderer Menschen hellsichtig wahrzunehmen. Weil Sie versuchen ja auch, meine Gedankenart gerade wahrzunehmen. Wie denkt der? Kann ich damit? Kann ich da nicht so mit? Das tasten wir ja fortwährend miteinander ab. Aber das ist natürlich mehr ein intellektuelles Wahrnehmen der Gedankenart. Und unsere Gedanken sind ja im Intellektuellen erst mal nur Schatten. Für jeden Menschen, der mit diesem Sinnesorgan wahrnehmen würde, der würde vermutlich wahrnehmen, dass hinter den Gedanken lebendige Geistwesen sind, in deren Nähe man unmittelbar gebracht würde, wenn man anfangen würde, mit diesem Sinnesorgan wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vielleicht ist es das, was Wolfram von Eschenbach darstellen wollte, als er deutlich gemacht hat, um diese sechzehn Tore kämpfen zwei Heere. Ein helles Heer und ein dunkles Heer. Und das sind wirklich geistige Wesenheiten, die dort um die Ausbildung dieses Sinnesorganes kämpfen. Und man kann sogar den Eindruck haben, das ist der Grund, warum der Gachmuret in der Stadt Patelamunt scheitert: weil er die Gedankenart der Menschen in dieser fremden Kultur nicht genügend wahrnehmen kann. Der läuft nämlich in einen okkulten Angriff. In einer Schlacht hat ein schwarzer Zauberer Bocksblut über seinen Diamanthelm geträufelt, und damit ist er weich wie ein Schwamm, und er kann getötet werden. Er hat seine Gedankenart, das wahrnehmen zu können, was um ihn herum ist in dieser anderen Kultur, offenbar nicht genügend ausgebildet, dass er die Gedankenart anderer Menschen wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Elsternorgan oberhalb der Nasenwurzel 00:24:34 ===&lt;br /&gt;
Also, von der okkulten Bildersprache Wolfram von Eschenbachs: Er spricht von dem Ankerweg des Parzival, und dann von diesen sechzehn Toren der Stadt Patelamunt und der Frage, wie kann das zu einem Wahrnehmungsorgan werden, dass man die Gedankenart anderer Menschen hellsichtig wahrnehmen kann. Der Ankerweg beginnt immer ganz hier oben, oberhalb der Nasenwurzel, dieses zweiblättrige Seelenauge oder Sinnesorgan der Seele. Das kennen wir alle aus dem Märchen. Denken Sie an die Märchen, die Sie selber als Kind früher gehört haben, das Märchen von Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein. Wie viele Augen haben wir als Menschen? Wir haben unsere beiden Augen für den Sehsinn, und dann haben wir auch in den Märchen offenbar noch ein drittes Auge. Ein Geistesauge. Wenn das erweckt würde, könnten wir unmittelbar mit diesem Geistesauge in die Seelen- oder Geisteswelt hineinschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kennen Sie die Geschichte von Goethe, der ja dieses berühmte Streitgespräch mit Schiller hatte, nachdem Goethe in Sizilien die Urpflanze entdeckt hat. Ein geistiges Urbild, das allen Pflanzen zugrunde liegt. Er hatte das Schiller erzählt, und Schiller hat gedacht, das ist eine abstrakte Idee, eine Gedankenkonstruktion. Und was sagt Goethe? Das soll mir recht sein, dass ich meine Ideen mit Augen sehen kann. Mit welchen Augen sieht Goethe seine Ideen? Der hat natürlich erst mal mit seinen beiden Sinnesorganen in die Pflanzenwelt geschaut, hat die untersucht, die Phänomene, wie die wachsen, welche Wachstumsprozesse in der Metamorphose der Pflanze als solches wahrzunehmen sind. Und dann hat er irgendwann Gesetzmäßigkeiten entdeckt, dass er angefangen hat — das, was er als Phänomen studiert und wahrgenommen hat, dass das in ihm ein Wahrnehmungsorgan weitergebildet hat, dass er plötzlich mit Augen das geistige Urbild einer Pflanze entdecken konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das gibt auch so ein Goethe-Schiller-Erlebnis im Parzival von Wolfram von Eschenbach. Parzival hat einen schwarz-weiß-gescheckten Halbbruder, von dem habe ich Ihnen schon vorhin erzählt, den Feirefiz. Und ganz am Ende kommt er auf die Gralsburg. Und Feirefiz ist ein bisschen wie Schiller, der von Kant, dem Philosophen damals, geprägt war. Der steht vor dem Gral und sagt, ich kann den nicht sehen. Wahrscheinlich hält er den Gral, wie Schiller die Urpflanze, für eine abstrakte Idee. Und dann muss er getauft werden, mit einer trinitarischen Taufe, damit ihm hier sein Sinnesorgan, sein zweiblättriges Seelenauge erweckt werden kann, sein Elsternauge. Und dann kann er anfangen, den Gral zu sehen. Auch Feirefiz kann, wie Goethe, anfangen, Ideen mit Augen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Wolfram von Eschenbach beginnt seinen Parzival mit dem Elsterngleichnis: Ist zwîvel herzen nâchgebûr, das muoz der sêle werden sûr. Wenn Zweifel bei der Seele wohnt, ist der Mensch schwarz-weiß gescheckt wie eine Elster. Dieses schwarz-weiß Gescheckte der Elster, der schwarz-weiß-gescheckte Feirefiz — vielleicht sind diese schwarz-weißen Farben der Elster das, was unsere zweiblättrige Lotusblume ist, wenn wir sie noch nicht geöffnet haben. Und man kann sagen, wir können immer dann den Gral sehen, wenn wir anfangen, wie Goethe oder Feirefiz, den Geist in der Materie, das Licht im Dunkeln, das Gute, das Böse verwandelnd anfangen wahrzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange wir als Menschen Elstern sind, sehen wir mit unseren Sinnen eine dunkle Sinneswelt, und das helle Licht, wenn wir es denn überhaupt gelten lassen, den Glauben, der ist vielleicht dort oben — oder wir sagen, wie Immanuel Kant, das Reich des Geistes ist hinter den Dingen, aber als Menschen können wir immer nur Platz für den Glauben schaffen. Und wenn wir anfangen, wie Parzival, der am Anfang mit dem Elsterngleichnis beginnt, den Weg durch die Dunkelheit, durch das Tal zu gehen — wie Goethe sagt, die Farben sind Taten und Leiden des Lichtes — dann fangen wir an, das Licht in der Finsternis, den Geist in der Sinneswelt, das Gute, das Böse verwandelnd, soweit wahrnehmen zu können, dass unser zweiblättriges Elsternorgan oberhalb der Nasenwurzel zu einem Seelenorgan, zu einem Sinnesorgan der Seele werden kann, mit dem wir auf der Erde, wie Feirefiz, den Gral anschauen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die zwölf Tugendblumen des Brackenseils: Das Herzchakra 00:29:56 ===&lt;br /&gt;
Also, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt — Parzival, das Kehlkopfchakra, Gachmuret; das Elsternorgan, schwarz-weiß gescheckt, die zwei Blätter oberhalb der Nasenwurzel — wenn das geöffnet ist, dann kann man anfangen, die Gralswirklichkeit in der Sinneswelt wahrzunehmen. Und der Ankerweg, der von oben nach unten geht, wie Wolfram von Eschenbach ihn beschreibt, der geht nun weiter in die Nähe des Herzens, zu diesem Energiezentrum, das hier Johann Georg Gichtel mit einer Sonne dargestellt hat, und von dem Rudolf Steiner in &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; als das sogenannte zwölfblättrige Herzchakra spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Seelenauge, das jeder Mensch im Herzen hat. Und er sagt, was würde ein Mensch anfangen wahrzunehmen, wenn er dieses Seelenorgan im Herzen, wenn das anfangen würde, Sinnesorgan der Seele zu sein. Dann sagt er — es sind immer nur kleine Hinweise, unendlich Weiteres ließe sich daran anknüpfen — ein Mensch, der ein geöffnetes Seelenauge im Herzen hat, der könnte die Gesinnungsart anderer Menschen wahrnehmen, und er könnte einen inneren Blick in die Schicksale und karmischen Zusammenhänge anderer Menschen vornehmen. Ich glaube, da kennen wir viel mehr, als wir uns das vielleicht deutlich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen doch wahrscheinlich die Geschichte von Jacques Lusseyran in der Résistance. Der war ja äußerlich blind, und man konnte ihm aber Menschen vorführen, und wenn er sie sprechen hörte, dann hat er innerlich wahrgenommen, ob dieser Mensch vertrauenswürdig ist. Mit welchem Organ hat er das wahrgenommen? Der muss ein geöffnetes Herzchakra gehabt haben, soweit, dass er die Gesinnungsart anderer Menschen im Herzen wahrnehmen kann. Und einmal hat er sich, glaube ich, getäuscht in der Résistance, weil da hat er Zweifel gehabt. Aber wenn wir anfangen, dass unser Herz zu einem Seelenauge werden kann, können wir das — erst die Frage, was ist die Gesinnungsart eines Menschen? Geht es ja auch in der Menschenweihehandlung daran: Mein Herz erfülle sich, erwürdige dich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt so einen schönen Satz von dem österreichischen Dichter Ödön von Horváth, in seinem Stück &amp;quot;Zur schönen Aussicht&amp;quot;, da lässt er eine alte Gräfin sagen: Ich bin eigentlich ganz anders, ich komme nur so selten dazu. Wir sind ja alle eigentlich ganz anders, aber wir kommen immer so selten dazu, und in der Regel sehen wir untereinander immer das am anderen, was so selten dazu kommt, das zu sein, was wir alle eigentlich ganz anders sind. Und wir kennen das, wenn ein Mensch uns das Geschenk macht, mit einem geöffneten Herzchakra tatsächlich den in uns wahrnehmen zu können, der wir eigentlich ganz anders sind, und sozusagen um das Gestrüpp, das wir uns selber davor wachsen lassen, herum durchschauen kann. Und offenbar das Wahrnehmungsorgan, mit dem wir alle untereinander den wahrnehmen zu können, der wir eigentlich ganz anders sind, das ist unser zwölfblättriges Herzchakra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der okkulten Bildsprache von Wolfram von Eschenbach, in den erweiterten Parzival-Legenden, da wird auch das dargestellt. Da gibt es zwei Gestalten, Sigune und Schionatulander. Das ist ein Liebespaar, und das hat sehr rätselhafte Bilder. Da wird berichtet, dass die Sigune dem Schionatulander, dem sie angehören will, einen Auftrag erteilt hat: Er soll eine entlaufene Bracke fangen. Eine Bracke ist ein Hund, und diese Bracke hat ein Hundehalsband, ein Brackenseil. Und auf diesem Hundehalsband, dem Brackenseil, sind zwölf Tugendblumen eingesteckt. Und die Sigune sagt, ich will dir erst angehören, wenn du mir dieses Brackenseil mit den zwölf Tugendblumen gebracht hast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich lese Ihnen mal vor, was die zwölf Tugendblumen des Brackenseiles sind. Das sind Zucht, Reinheit, Milde, Treue, Maß, Sorge, Scham, Bescheidenheit, Beständigkeit und Demut, Geduld und Minne. Und wenn man die hat, kann man beim Ehrentanz bestehen. Also zwölf Tugendblumen sollen dort ausgebildet werden. Und das habe nicht ich entdeckt, das haben andere Menschen schon in Aufsätzen beschrieben, dass man in diesen zwölf Tugendblumen, in einigen dieser Tugendblumen, durch die man beim Ehrentanz bestehen könnte, sechs Übungen dessen entdecken könnte, die Rudolf Steiner selber nicht Nebenübungen genannt hat, die aber als solche in der anthroposophischen Welt unter diesem Namen sozusagen behandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da geht es um sechs Übungen, von denen Rudolf Steiner sagt, wenn man das erübt, dass das Gewohnheit wird, dann kann das zu diesen sechs anderen Tugendblumen, die bereits schon entwickelt sind, auch unser Seelenauge im Herzen so weit entwickeln, dass wir Menschen ein geöffnetes Herzchakra haben. Und Sie kennen das vielleicht, die sechs sogenannten Nebenübungen: Gedankenkontrolle, dass man jeden Tag fünf Minuten versucht, an einem originalen Gegenstand Gedanken zu entwickeln; Initiativkraft, eine eigenständige Tat jeden Tag zu vollbringen; zu versuchen, sich Herr zu machen über Lust und Leid, wie bei &amp;quot;himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt&amp;quot;; Positivität, selbst bei einem Menschen, den man ganz furchtbar findet und vielleicht auch berechtigte Gründe hat, den moralisch zu kritisieren, versuchen, den einen Goldfunken zu entdecken, den man bei jedem Menschen doch, wenn man genau hinguckt, entdecken kann; Unbefangenheit, wenn ich Ihnen sage, gestern bei mir im Garten ist ein UFO gelandet, nicht gleich zu denken, der hat ja wohl einen Schaden, sondern erst mal zu sagen, naja, vielleicht kann das sein — kann ja trotzdem sagen, stimmt nicht, aber erst mal diese Unbefangenheit zu erüben; und dann das sechste, alle sechs Übungen gleichermaßen in ein inneres Gleichgewicht zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch dort, wie bei den sieben Planetenzeichen — ich ordne jetzt nicht die sechs Tugendblumen den sechs Nebenübungen zu, ich will sie ja aktivieren. Wenn Sie das wirklich interessiert, besorgen Sie sich die Grals-Legenden, schauen Sie sich diese zwölf Tugendblumen an, und überlegen Sie mal, in diesen Tugendblumen des Brackenseils, mit welcher könnte man die sechs Nebenübungen sozusagen entdecken, und was sind die sechs anderen, die wir bereits durch die Evolution mitbekommen haben, von denen Rudolf Steiner noch nicht spricht, die aber im Parzival genannt werden. Wie gesagt, wen es wirklich interessiert, der mag sich das anschauen, und vielleicht wird er ja selber fündig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Sigune und Schionatulander. Stellen Sie sich eine Frau vor, die ihrem Mann sagt, bevor du nicht die sechs Nebenübungen erübt hast, will ich dir nicht angehören. Oh je. Der Schionatulander stirbt dann auch, und Parzival begegnet ihm in einem Pietà-Bild — sie betrauert ihren verstorbenen Verlobten — und dann sagt die Sigune, sie erkennt ihn und sagt, du bist Parzival, du hast ein rechtes Gemüt. Was tut sie da, aus ihrem geöffneten Herzchakra? Erkennt sie hellsichtig seine Gemütsart und merkt, du bist ein guter Junge. Wie präzise Wolfram von Eschenbach mit seiner okkulten Bildersprache ist: der Ankerweg, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt, das Elsternorgan oberhalb der Nasenwurzel, und diese zwölf Tugendblumen des Brackenseils in unserem Herzchakra, das wir zu einem Wahrnehmungsorgan des Herzens erbilden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Katastrophe auf der Gralsburg: Das Kronenchakra 00:38:47 ===&lt;br /&gt;
Des Weiteren kommt es nun im Parzival zu einer Katastrophe. Offenbar hat Wolfram von Eschenbach nicht &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; gelesen, sonst würde er ja wissen, dass man den Ankerweg immer von oben nach unten geht. Was macht Parzival? Da kommt es plötzlich zu einer Diskontinuität, und er kommt in den Bereich hinein, von dem Rudolf Steiner sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen. Das, was er als das tausendblättrige Kronenchakra oberhalb des Scheitels beschreibt. Vielleicht weil er wusste, wenn ein Mensch, ohne dass er den Ankerweg vollständig von oben nach unten spirituell entwickelt hat, in diesen Bereich hineingeht, dasselbe tut wie Parzival: eine ganze Welt in den Abgrund reißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parzival, so wird berichtet, kommt ja eines Abends auf die Gralsburg, und in der okkulten Bildersprache Wolfram von Eschenbachs wird berichtet, dass auf dieser Gralsburg hunderte Kronleuchter, hunderte Kerzen an den Wänden sind. Sie merken, das tausendblättrige Kronenchakra. Und Rudolf Steiner spricht davon, dass wir alle eine Gralsburg auf unseren Schultern haben, das ist unser Kopf, und er sagt, in diesem Kopf, wenn wir abends wach bleiben würden, wenn wir einschlafen, dann würden wir in unserem Haupt das wahrnehmen können, was Parzival auf der Gralsburg wahrnimmt. Haben Sie das auch als Kind gemacht? Versuchen abends wach zu bleiben, wenn man einschläft? Man ist entweder eingeschlafen oder wach geblieben, oder? Aber da ist man so an etwas hineinschlüpfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Wolfram beschreibt: Parzival erlebt ein Speisungswunder des Grales, ein Heiligtum, das jedem die Speise gibt, nach der er begehrt. Und Rudolf Steiner sagt, im Inneren unserer Gralsburg würden wir das fortwährend wahrnehmen können, da verbindet sich ein fortwährender, heiliger Grals-Speisungsprozess. Was passiert dort? Unsere Sinneswahrnehmungen, unsere zwölf Sinne, die wir als Menschen sozusagen wahrnehmen, die verbinden sich mit dem Edelsten der Ernährung. Wenn wir uns ernähren, das Stofflich-Physische scheiden wir aus, das Geistig-Physische ernährt uns, und er sagt, das Edelste der Sinneswahrnehmung und das Edelste der Ernährung, das vollzieht fortwährend in unserem Haupt einen Grals-Ernährungsprozess. Und in diese Wirklichkeit kommt Parzival hinein. Der erlebt sein Haupt als diese innere Gralsburg, der kommt, ohne dass er den Ankerweg zu Ende gegangen ist, in diese Welt des tausendblättrigen Kronenchakras, und weil er spirituell noch so unentwickelt ist, reißt er die ganze Welt in den Abgrund, indem er den Kranken Amfortas nicht fragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am nächsten Morgen wird er mit Schimpf und Schande aus dieser Welt, dieses tausendblättrigen Kronenchakras, das uns unsere innere Gralsburg wahrnehmen lassen würde, wenn wir das in der rechten Weise ausgebildet hätten, ausgetrieben. Da heißt es noch, ein Knappe öffnete eine Luke und sagte, du Unglückseliger. Und das Problem ist nur, es ist gar nicht sein eigenes Unglück, was Parzival dort entwickelt hat, es ist eigentlich das Unglück einer ganzen Welt, die er mit sich in den Abgrund gerissen hat. Aber — und das finde ich ganz tröstlich — obwohl Parzival den Ankerweg unterbrochen hat und schwere Schuld auf sich geladen hat, scheint es auf diesem Ankerweg so zu sein, dass auch Fehler oder Irrtümer oder Irrwege, die man begeht, trotzdem einem Menschen die Möglichkeit geben, diesen Ankerweg weiter von oben nach unten in der rechten Weise weitergehen zu lassen. Dieser Weg des Zweifels durch die Dunkelheit, den Parzival von nun an gehen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mantel aus gelbem Taft: Das Oberbauchchakra 00:43:25 ===&lt;br /&gt;
Der Ankerweg — ja, ich wiederhole das: das zweiblättrige Elsternauge, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt, die zwölf Tugendblumen des Brackenseils, die hundert Kronleuchter auf der Gralsburg, und jetzt geht der Ankerweg weiter nach unten in den Bereich, den Rudolf Steiner in &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; als das sogenannte zehnblättrige Oberbauchchakra oder Sinnesorgan der Seele, oberhalb unserer Magengrube, beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da sagt er, ein Mensch, der das entwickelt hat, was vermag der? Er sagt, er könnte wahrnehmen die besonderen Talente, die im Verborgenen bei anderen Menschen in ihrem Innern enthalten sind, und er kann zugleich wahrnehmen, welche besonderen Fähigkeiten, geistige Kräfte, in Stein, Pflanze, Tier und in den Metallen spielen. Also er kann offenbar die geistigen Kräfte in den Substanzen selber wahrnehmen. Also ich denke, ein Rosenkreuzer oder ein Mensch, der mit den heilenden Kräften in den Substanzen verbunden ist, der muss lernen, aus diesem Bereich wahrnehmen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner sagt, was man erüben muss, damit man sich dieses Seelenorgan erbilden kann — und da wird man in der heutigen Zeit erstmal ganz klein. Weil er sagt, das bleibt so lange verschlossen, wie ein Mensch nicht gelernt hat, selber Herr über seine Aufmerksamkeit zu werden, selber voll und ganz im Bewusstsein zu haben, was nehme ich wahr und was nehme ich nicht wahr. Und man soll seine Wahrnehmung so bewusst steuern können, dass man weder Dinge verpasst, weil man nicht richtig hingeguckt hat, man soll sich aber auch vor den Dingen verschließen können, die man gar nicht wahrnehmen will, was dann zu Illusionen oder Fantastereien führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also da nennt er so ein Beispiel: Man geht vielleicht irgendwo herum und sagt, ich habe eine interessante Idee gehabt — ich sage es mal mit meinen Worten — ja, ich beschäftige mich mal mit Faust von Goethe, wahrscheinlich hat mir das der Erzengel Michael eingegeben. Sagt Steiner nicht, ich sage es mit meinen Worten. Man weiß gar nicht, man ist gerade an einem Büchertisch vorbeigekommen und hat den Faust von Goethe dort gesehen, und weiß nicht, weil man das auf diesem Büchertisch unbewusst gesehen hat, hat man jetzt diese Idee. Solange wir Menschen so unbewusst mit unseren Wahrnehmungen, mit unserer Aufmerksamkeit umgehen, bleibt dieses Seelenauge verschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und jetzt stellen Sie sich das mal vor, wie wollen wir das in der heutigen Zeit machen, wo wir doch permanent mit Werbung, ohne dass wir das bemerken, doch irgendwie diesem Eindruck ausgesetzt sind. Ja, ich meine, manipulative Werbung ist verboten, aber Sie müssen nur in irgendein Kaufhaus gehen — die Temperatur, welche Musik spielt, die Farben, wie die Waren angeordnet sind — da geht es natürlich immer darum, Sie unbewusst dazu zu bringen, bestimmte Kaufentscheidungen zu treffen. Ja, und da sind wir alle so ein bisschen wie ADHS-Menschen, dass wir sozusagen fortwährend Wahrnehmungen ausgesetzt sind, die wir selber nicht steuern können. Tja, es scheint vielleicht eine große Aufgabe unserer Zeit zu sein, dass diese Angriffspunkte, permanent Wahrnehmungen ausgesetzt zu sein, die wir selber nicht wirklich ichbewusst greifen, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen, vielleicht ja gerade deswegen, weil es so dringend nötig wäre, dass wir in diesem Bereich anfangen, als Menschen Übende zu werden, um sowohl an die verborgenen Talente anderer Menschen heilbringend, als auch an die geistigen Kräfte in Stein, Pflanze, Metallen oder Tieren fruchtbar heranzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch dieses Wahrnehmungsorgan hat Wolfram von Eschenbach in seiner okkulten Bildersprache im Parzival dargestellt. Diejenigen, die den Parzival kennen, wissen, dass er einmal an den Hof des König Artus kommt, und da ist eine weiße Schneedecke, und ein Falke hat eine Gans verwundet, und drei Blutstropfen sind im Schnee. Und Parzival sitzt auf seinem Kastilianer und guckt wie sinnesverloren auf diese drei Blutstropfen und hat seine Sinneswahrnehmung nicht mehr unter Kontrolle. Der kann das nicht führen, er merkt gar nicht, dass er angegriffen wird. Erst wenn der Kastilianer, das Pferd, sich dreht, bekommt er immer wieder seine Sinneswahrnehmung, ichbewusst, unter seine eigene Kontrolle. Und dann, dichtet Wolfram, Gawan kommt, der Artus-Ritter, und er legt einen Mantel von Surinertuch aus gelbem Taft über diese drei roten Blutstropfen. Ein Mantel von Surinertuch aus gelbem Taft. Und in dem Moment, wo Gawan mit diesem gelben Mantel die drei Blutstropfen bedeckt, bekommt Parzival seine Sinneswahrnehmung wieder unter seine Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Yogalehre, laut Charles Leadbeater, ist Gelb die Farbe des zehnblättrigen Oberbauchchakras. Ja, Gawan, der dort mit diesem gelben Mantel — Gelb, die Farbe dieses Sinnesorgans der Seele, das über die drei Blutstropfen liegt — in dem bekommt er seine Wahrnehmungsorgane wieder unter Kontrolle. Man merkt, wie genau der Wolfram von Eschenbach über diese Dinge von seiner okkulten Bildersprache doch Bescheid gewusst hat. Und ich denke immer, wenn Richard Wagner in seinem Parsifal den Parsifal diesen Karfreitagszauber singen lässt mit Gurnemanz, &amp;quot;Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön&amp;quot; — ja, und dann sieht er den Erlösungstag in der Natur, das Heilsopfer des Christus in der Pflanzenwelt. Da merkt man, dass Parsifal aus diesem Wahrnehmungsorgan die Christuskräfte in Stein, Pflanze und Tier oder in den Metallen, in der Pflanzenwelt, im Karfreitagszauber als solches wahrgenommen hat. Also wenn Sie mögen, hören Sie sich den Karfreitagszauber von Richard Wagner an, dritter Akt. Da hat Wagner eine Realität in diesem Bühnenbeispiel dargestellt, die man aus diesem Wahrnehmungsorgan als solches erleben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das sechsblättrige Chakra im Unterleib: Die drei Geisteskämpfe 00:50:29 ===&lt;br /&gt;
Der Ankerweg — die zwei Elsternorgane, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt am Kehlkopf, die zwölf Tugendblumen am Herzen, die Kronleuchter oberhalb des Scheitels, der Mantel aus gelbem Taft von Surinertuch oberhalb unserer Magengrube — und in der Bildsprache von Parzival wird der Ankerweg weiter nach unten gegangen, in einen Bereich, über den Rudolf Steiner über das sechsblättrige Chakra oder Seelenorgan in unserem Unterleib spricht. Und da sagt er, wenn wir als Menschen lernen würden, Denken, Fühlen und Wollen, oder Leib, Seele und Geist in Harmonie zu bringen, dann würde sich diese sechsblättrige Lotusblume öffnen, und wir würden auch dort ein Wahrnehmungsorgan haben, dafür, was uns als Menschen bewusst über die Schwelle führt und durch das wir einen geführten Kontakt zu geistigen Wesen eingehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leib, Seele und Geist sind beim heutigen Menschen in der Regel noch nicht in Harmonie, auch Denken, Fühlen und Wollen. Das dürfen wir in der Menschenweihehandlung ja erüben — ja, unser reines Denken, unser liebendes Hingeben, unser Wollen — da geht es fortwährend darum, das miteinander in eine Harmonie zu bringen. Und Wolfram hat das dargestellt. Denn ganz am Ende, bevor Parzival in der rechten Weise in diese Kronenchakra-Welt der Gralsburg zum zweiten Mal kommt und jetzt den Amfortas erlösen kann, da muss er Kämpfe ausführen: Kämpfe gegen Gawan, den Seelenritter, Kämpfe gegen Feirefiz, der für die ungeläuterten Willenskräfte steht, und Parzival ist der Geistesritter. Und er kämpft, Parzival gegen Gawan, gegen Feirefiz, und da geht es darum, Denken, Fühlen und Wollen, oder man könnte auch sagen Leib, Seele und Geist, so weit in Harmonie zu bringen, dass sich dann dieses Sinnesorgan der Seele im Unterleib so weit öffnen kann, dass nun Parzival in der rechten Weise den Schritt wieder auf die Gralsburg unternehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Wurzelchakra und das Kranach-Bild 00:53:04 ===&lt;br /&gt;
Und ein Sinnesorgan der Seele fehlt uns noch. Rudolf Steiner sagt in diesem Vortrag, den ich am Anfang zitiert habe, dieses — die Swastika, das Hakenkreuz, das ein Zeichen ist für alle sieben Sinnesorgane, aber für dieses besonders. Und je nachdem, ob das nach rechts oder nach links geöffnet wird, können das Kräfte der Liebe, der Heilung und des Friedens sein, oder die fürchterlichsten Begierdekräfte im Menschen entweder erwecken. Es ist das, was man in der okkulten Bildersprache das sogenannte Wurzel- oder Muladhara-Chakra nennt, in der Nähe unserer Geschlechtsorgane, wo man davon gesprochen hat, eine dreifach zusammengerollte Schlange, die sogenannte Kundalini-Energie, das, was man in der Menschenweihehandlung vielleicht nennen würde, das Feuer der wesenschaffenden Liebe. Wenn ein Mensch es schaffen würde, diese dreifach zusammengerollte Schlange aufzurichten, diese vier Blätter dieses Wurzelchakras so weit zu öffnen, dann würde er ein Sinnesorgan ausbilden können, mit dem er nicht nur die Geisteswelt selber beleuchten kann, sondern Kräfte der Heilung, des Friedens und der Liebe in die Welt bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da habe ich Ihnen ein zweites Bild mitgebracht. Kennt das jemand? Ich halte das für eines der bedeutendsten Bilder in der christlichen Ikonografie des Abendlandes, gleichbedeutend mit dem Karfreitagsbild von Matthias Grünewald, und staune immer wieder, alle rennen zu Recht zum Isenheimer Altar, aber dieses Bild kennen die allerwenigsten. Das ist von Lucas Cranach, und das hängt in München in der Pinakothek, ganz oben in dem Raum, wo die Albrecht-Dürer-Bilder sind. Lucas Cranach ist ein Freund von Albrecht Dürer gewesen, der hier mit Nürnberg auch in Beziehung steht, der laut Rudolf Steiner eine Begegnung mit Christian Rosenkreutz hatte. Und Lucas Cranach, kann man sagen, nach dem, was er auf diesem Bild dargestellt hat, steht auch in diesem Rosenkreuzerstrom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine Sache — schauen Sie mal genau hin, vieles kennt man, Johannes und Maria, die beiden Schächer hier, die gekreuzigt sind, den gekreuzigten Christus, aber eine Sache, die kennt man von anderen Bildern eigentlich nicht. Schauen Sie mal hin, was würden Sie sagen, was ist an diesem Bild, was ja die Todesstunde am Karfreitag ist, was hier anders ist als in anderen Karfreitagsbildern? Was sehen Sie? Der blaue Himmel, na gut, das gibt es natürlich in vielen Bildern. Na ja, schauen Sie mal, das Lendentuch, das sich dreimal verschlingt und hier zu einer Rosenknospe oder zu einem Herzorgan wird. Das hat Cranach in anderen Bildern gemacht, aber das hat ein Alleinstellungsmerkmal, dass er sagt, der Karfreitag ist nicht nur der Tag der Blutvergießung, sondern da hat der Christus hier so eine eigene Organbildung vollzogen. Und ich habe dieses Bild Embryologen gezeigt, anthroposophischen Ärzten — könnt ihr mir sagen, was das ist? Die fanden es alle hochinteressant, aber keiner konnte mir weiterhelfen. Das scheint offenbar etwas zu sein, was man nicht aus der Vergangenheit kennt, sondern was eine Bedeutung für die Zukunft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein geheimnisvolles Knospenorgan, was der Christus hier aus dem Unterleib bildet, und von dem aus hier als Lichtorgan eine Art Lichtzentrum in der Mitte des Bildes geschaffen wird. Und wenn Sie sich hier den Unterleib des einen Schächers angucken, dann merken Sie die ungeläuterten Geschlechtskräfte, die er hier dargestellt hat, und in seiner höchstfach gereinigten Form dieses Lichtorgan, das sich aus dem Unterleib des Christus, aus diesem Lendentuch, eine eigene Organbildung vollzieht. Und ich mag mir — das nehme ich auf meine eigene Kappe und meine eigene Verantwortung — kann mir nichts anderes vorstellen, als dass das, was Lucas Cranach hier dargestellt hat, dass das dieses Organ des sogenannten Wurzel- oder Muladhara-Chakras ist, ein Lichtorgan, das aus dem Unterleib gebildet wird und mit dem dort ein Lichtzentrum leuchtend in der Welt geschaffen ist. Und das ist doch ein Studienobjekt für viele weitere Forschungen, sich deutlich zu machen, dass auch Lucas Cranach in diese christlich-rosenkreuzerische Kultur des Abendlandes gehört, die von diesem Weg der sieben Sinnesorgane gewusst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das geht also über Wolfram von Eschenbach und Gichtel zurück bis ins Evangelium, die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuz. Vielleicht kann man sagen: Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist. Dass Lucas Cranach in dieser Organ- oder Knospenbildung eines Lichtorgans etwas davon darstellen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;quot;Oheim, was wirret dir?&amp;quot; — die Heilung des Amfortas 00:58:47 ===&lt;br /&gt;
Und wenn Sie überlegen, Parzival kommt auf die Gralsburg, und was soll er machen? Den kranken Amfortas heilen. Vorher heißt es immer von der Bildsprache, die Gralsritter, die haben versucht, mit dem Gift von Schlangen, dem sogenannten Echidemon, und den vier Flüssen des Paradieses die Amfortas-Wunde zu heilen, und sie sind immer gescheitert. Aber sie versuchten es mit Schlangengift. Und jetzt hat Parzival die Aufgabe — man könnte vielleicht sagen, so ein Kundalini-Schlangen-Lichtesfeuer zu entzünden, um damit die Amfortas-Wunde heilen zu können. Und was muss er sagen, damit er Amfortas heilen kann? Was sind die vier Worte? Oheim, was wirret dir? Es sind vier Worte. Auch das nehme ich auf meine eigene Kappe, kann sein, dass es nicht so ist, aber ich sprach am Anfang von einem Werkstattbericht, den Sie gerne selber ergänzen und auch korrigieren dürfen. Vielleicht kann man sagen, diese vier Worte, &amp;quot;Oheim, was wirret dir&amp;quot;, sind wie die vier Blätter des Wurzel- oder Muladhara-Chakras, das Parzival mit diesem mantrischen Wort &amp;quot;Oheim, was wirret dir&amp;quot; öffnet, um damit dieses Feuer der wesenschaffenden Liebe so weit zu entzünden, die Amfortas-Wunde heilen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Panther: das Wappen aus der Steiermark 01:00:25 ===&lt;br /&gt;
Und da kommen wir in einen Bereich, in das dritte Bild, was ich Ihnen mitgebracht habe. Wissen Sie, was das ist? Das Wappen der Steiermark, dem Gebiet im Parzival, wo Parzivals Vater Gachmuret und Trevrizent herkommen. Das Gebiet gehört zu Österreich, auch Slowenien, und ist auch das geistige Zeichen des Gebietes, in dem Rudolf Steiner in Kraljevec damals geboren ist. Was würden Sie sagen, was ist dieses Wesen, was ist das? Ja, es ist ein Fabelwesen, das ist der sogenannte Panther — nicht Panther, nicht die Raubkatze, der sogenannte Panther. Und da gibt es einen Text aus dem ersten christlichen Jahrtausend, ein Text aus dem sogenannten Physiologus, in dem die Heilsgeschichte allegorisch auf das Pflanzen-, Tier- und Fabelreich ausgedehnt und untersucht wird. Und da wird berichtet, was dieses Fabelwesen, der sogenannte Panther, sein soll. Das ist das Zeichen, was Parzival als zweites Wappen von seinem Vater Gachmuret hat, den Anker und den Panther.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird Folgendes gesagt, ein 1500 Jahre alter Text. Der Panther ist allen Tieren sehr freund, außer dem Drachen. Sie haben gesagt, das ist ein Drache. Der Panther ist allen Tieren sehr freund, außer dem Drachen. Er ist still und sehr sanft. Wenn er gefressen und sich gesättigt hat, legt er sich schlafen in seine Höhle und schreit mit mächtiger Stimme brüllend. Aber aus seiner Stimme dringt aller Wohlgeruch der Gewürze hervor. Ebenso auch der Christus: Indem er am dritten Tag erwachte und von den Toten auferstand, wurde uns aller Wohlgeruch, den Friedfertigen in der Nähe und in der Ferne. Der Panther ist ein Feind des Drachens und ein Wohlgeruch verbreitendes, friedfertiges Wesen. Es symbolisiert den auferstandenen Christus, der Tod und Teufel, Verwesung und Sünde überwindet und diejenigen, die an ihn glauben, um sich schart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Parzival, der von seinem Vater Gachmuret — das berichtet Wolfram — aus der Steiermark kommt, das wird wörtlich gesagt, dieses Parzival-Wappen des Panthers, diese Geistesflammen hier, das ist das geistige Zeichen, das sich bis heute heraldisch in diesem Gebiet erhalten hat und das die geistige Kraft bedeutet, die Parzival entwickeln muss. Vielleicht könnte man sagen, diese Pantherkraft, die äußerlich aussieht wie ein Drache, aber die in sich die Kraft birgt, diesen Ankerweg zu Ende zu gehen. Mit dieser Kraft kommen Sie durch das Reich Klingsors, und es obliegt einem Menschen, ob das eine Drachenkraft ist, die zerstörerisch wirkt, oder ob es der Bereich sein kann, den die Menschenweihehandlung nennt, das Feuer der wesenschaffenden Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Panther-Zeichen, den Ankerweg von oben nach unten zu gehen durch diese sieben Sinnesorgane der Seele: das Elsternorgan, die Kronleuchter der Gralsburg, die sechzehn Tore der Stadt Patelamunt, die zwölf Tugendblumen des Brackenseils, der Mantel aus gelbem Turiner Tuch, die drei Geisteskämpfe Gawan, Parzival und Feirefiz, und dann schließlich dieses Panther-Organ, das dort innerlich erweckt werden soll, um damit in der rechten Weise auf der Gralsburg wirken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das neunte Jahrhundert: eine ganze Menschengemeinschaft 01:04:43 ===&lt;br /&gt;
Und als Letztes möchte ich Sie noch — ich habe noch ein paar Minuten, geben Sie mir noch, doch, dann sind Sie erlöst. Dann lassen Sie mal überlegen, wann hat der Parzival historisch stattgefunden, wer weiß das, laut Rudolf Steiner? Er sagt, im 9. Jahrhundert. Das 9. Jahrhundert ist das Erzengelzeitalter Raphaels, des Erzengels der Heilung. Wie heilt man? Kennen Sie vielleicht den Spruch: Heilsam ist nur, wenn im Spiegel der Menschenseele sich bildet die ganze Gemeinschaft. Das ist doch sehr interessant: Damit dieser Ankerweg zum Panther gegangen werden kann, muss eine ganze Menschengemeinschaft an diesen sieben Sinnesorganen der Seele etwas üben. Gachmuret an dem Kehlkopfchakra, Feirefiz das Stirnchakra, Sigune und Schionatulander das Herzenslotusauge, Gawan hier das Sechsblättrige, und Parzival das sogenannte Wurzel- oder Muladhara-Chakra, in der Frage &amp;quot;Oheim, was wirret dir?&amp;quot;. Es ist nicht ein einzelner esoterischer Superman, Highlander, es kann nur einen geben, der das tut. Nein, es ist eine ganze Menschengemeinschaft, die sich im 9. Jahrhundert zusammenschließt, um in diesem Übungsweg, den Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival beschreibt, diese geistige Kraft zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiners Lebensweg als Ankerweg 01:06:15 ===&lt;br /&gt;
Und das Letzte, was ich Ihnen kurz darstellen möchte, geben Sie mir die fünf Minuten. Ich sagte Ihnen, dieses Zeichen des Panthers ist auch das Geisteszeichen des Gebietes, in dem Rudolf Steiner vor 150 Jahren in Kraljevec, eine Stunde von der Steiermark, von der Burg Anckenstein, damals geboren wurde. Und wenn man sich Rudolf Steiners Lebensweg — auch das gebe ich Ihnen nur als kleine Anregung, das dürfen Sie gerne selber weiter vertiefen oder ergänzen — anschaut, dann kann man fast das Gefühl haben, dass er im 19. und 20. Jahrhundert unter diesem Geisteszeichen den Ankerweg als erster Mensch geistig alleine gegangen ist, um damit geistige Kräfte zu entwickeln, die er als Mensch uns zur Verfügung gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie an den kleinen Rudolf Steiner als Knabe in Pottschach. Was sagt er? Der ging in die Natur und sah die schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen. Ich unterschied Dinge, die man sehen kann, und Dinge, die man nicht sehen kann. Der hatte hier ein geöffnetes Elsternorgan. Und Sie kennen vielleicht die Geschichte, wie er einmal im Wartesaal in Pottschach ist und den Geist seiner verstorbenen Tante sieht, die sich suizidiert hat. Dann kommt er nach Hause, erzählt es seinem Vater, und der sagt, du bist ein dummer Bub. Und da stellt er fest, das, was ich sehe, sehen nicht automatisch alle anderen Menschen. Ich musste unterscheiden Dinge, die man sehen kann, und die man nicht sehen kann. In dieser ersten Station des Ankerweges wurde er, Steiner, als Knabe mit diesem geöffneten Elsternorgan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, mit 18 Jahren, kommt er nach Wien und ist Student an der Technischen Hochschule, studiert ja die ganze Philosophiegeschichte des Abendlandes. Von der Antike, seine Auseinandersetzung mit Kant, mit Friedrich Nietzsche, Goethes Weltanschauung. Man kann sagen, er übt hellsichtig die Gedankenart anderer Menschen wahrzunehmen — Kehlkopfchakra. In seinen &amp;quot;Rätseln der Philosophie&amp;quot; merkt man, wie er die gesamte philosophische Gedankenart oder Geistesgeschichte der Menschheit so weit durchdrungen hat, dass er dann aus diesem Wahrnehmungsorgan wie ein Geschenk seine &amp;quot;Philosophie der Freiheit&amp;quot; als eine eigene Gedankenart den Menschen hinterlassen konnte. Und er soll ja gesagt haben, oder hat gesagt, in tausend Jahren wird die Philosophie der Freiheit das sein, was von der Anthroposophie noch bleibt — Kehlkopfchakra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänger in der Theosophischen Gesellschaft. Ja, jetzt geht es darum, seine Schüler zu finden. Wer ist mit ihm schicksalsmäßig verbunden? Wer gehört dem östlichen Weg an? Wer geht mit ihm den christlich-rosenkreuzerischen Weg? Wie sagt er auf dem Theosophischen Kongress in München 1907: Ein jeder prüfe, wo ihn seine Herzenssehnsucht hinführt. Er sagt nicht, es ist gut, es ist schlecht — ein jeder prüfe mit seinem Seelenauge, wo ihn seine Herzenssehnsucht hinführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Rudolf Steiner scheint den Ankerweg wie Parzival nicht kontinuierlich zu Ende gegangen zu sein. Denn im Ersten Weltkrieg oder davor, als er anfängt, das erste Goetheanum zu bauen, da kann man das Gefühl haben, diese Geistesrealität, die hat er auch aus dem geschaffen, was man im Parzival diese Realität des Kronenchakras der Gralsburg nennen kann. Und er spricht von — er hat einen weißen Saal geschaffen, in dem man die erste Menschenweihehandlung feiert, in dem aber auch das Feuer ausgebrochen ist. Und vielleicht ist das so ein bisschen das Gebiet, wo man sagen muss, wo er sagt, darüber kann man im Grunde nicht sprechen, weil das ein Ort ist, in dem zu einem ja dieser Ernährungsprozess der Weihehandlung entstanden ist, aber auch ein Ort des totalen Versagens, weil man nicht wach war, und der Brand des ersten Goetheanums aus diesem weißen Saal — Weiß und Violett ist die Farbe hier dieses Scheitelchakras — dort dieses Unglück damals auch geschehen ist. Und so wie Parzival dann aus der Gralsburg vertrieben wird und als Einzelner seinen Weg gehen muss, so sind die Menschen damals, die nicht wach genug dafür waren, dann am 1. Januar 1923 vor den Ruinen des ersten Goetheanums gestanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach, ab 1918, geht es um diesen Bereich in der Biografie Rudolf Steiners, ganz bewusst die Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge zu fokussieren. Was tut er ab 1918? Ein ganz bewusstes Hinschauen auf die politischen Verhältnisse seiner Zeit, sein Einsatz für die Dreigliederung des sozialen Organismus, für die sozialen Verhältnisse, sein Einsatz in Österreich, Prinz Max von Baden — ja, ein wirkliches bewusstes Hinwenden der Aufmerksamkeit an die sozialen Verhältnisse. Und zugleich kann man das Gefühl haben, ab dieser Zeit taucht in seinem Wesen die Wahrnehmungsfähigkeit auf, die er selber in &amp;quot;Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?&amp;quot; beschreibt. Wenn das hier geöffnet wird, dann kann man die verborgenen Talente in anderen Menschen wahrnehmen. Was hat er denn getan, als er in dieser Zeit die Waldorfpädagogik begründet hat mit Emil Molt — aus diesem Wahrnehmungsorgan verborgene Talente in den Kindern, in den Schülern wahrzunehmen? Und was hat er zugleich in dieser Zeit getan? Es ist der Beginn der anthroposophischen Medizin, der Heilmittel-Laborherstellung, die geistigen Kräfte selber in den Substanzen wahrnehmen zu können. Da merkt man, ab 1918 ein bewusstes Fokussieren auf die politischen Verhältnisse, gleichzeitig ein Wahrnehmen-Können auf die verborgenen Talente in der Waldorfpädagogik, auf die geistigen Kräfte in der anthroposophischen Medizin, in Stein, Pflanze und Tier und in den Metallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat er gesagt, im Grunde genommen, nach dem Brand des ersten Goetheanums, da hat er sich nur noch aus seinen höheren Wesensgliedern auf der Erde überhaupt halten können. Vielleicht kann man das Gefühl haben, das ganze Jahr 1923 noch einmal der Versuch dort, Leib, Seele und Geist so in der Harmonie zu halten nach diesem Brand, der im Grunde genommen ein Angriff auf ihn selber war, dass er damit so diese Kraft hatte, dieses Jahr 1923 als einen Schwellenübergang zur Weihnachtstagung hin zu vollziehen. Und wenn wir über diese Pantherkraft der Liebe gesprochen haben, was hat er getan in der Weihnachtstagung? Einen Grundstein der Liebe in die Herzen der Menschen damals hineingelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss: An die Arbeit 01:13:42 ===&lt;br /&gt;
Also das ist eine Anregung, wieder nehme ich auf meine Kappe. Ich habe das Ganze sowieso am Anfang als einen Arbeitsbericht oder Werkstattbericht apostrophiert, den Sie gerne ergänzen, verbessern, weiter befragen dürfen. Aber im Vergleich zu Parzival, wo ein Menschenkreis diese sieben Sinnesorgane der Seele erbildet, Rudolf Steiner, der in seiner Biografie diesen Ankerweg von oben nach unten als ein Einzelner geht — ich vermag nicht zu sagen, ob in seiner Biografie, das wäre vielleicht auch pietätlos, müsste man ihn selber fragen, selber mit der Frage ringen, in welcher Weise er damit auch umgegangen ist. Ich glaube er — und das habe ich versucht so ein bisschen darzustellen — dass in bestimmten biografischen Phasen bestimmte dieser Sinnesorgane oder dieser Seelenaugen in einer besonderen Weise eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und insofern denke ich, und damit schließe ich, Rudolf Steiner ist der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich weder kitschig und auch nicht schwärmerisch, sondern ganz nüchtern. Er ist den Ankerweg zu Ende begangen, den Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival beschreibt, aber er ist auch ein verwundeter Gralskönig. Nicht wie Amfortas, der verwundet war durch eigenes Versagen, sondern vermutlich ein verwundeter Gralskönig, der alle Schwächen und Bemühungen seiner Schüler — vielleicht ja auch, ein Stück weit, glaube ich, mal gesagt, jeder Mensch, der sich mit Anthroposophie verbindet, so sinngemäß, für den bin ich wie mitverantwortlich. Da merkt man, welche Wunden dieser Gralskönig tragen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vielleicht könnte man sagen, wir alle heute sind Parzival und haben alle die Aufgabe, an diesen sieben Seelenaugen zu arbeiten, zu wirken, und um diesen Ankerweg zu bemühen, dass wir diesen verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner weiter heilen können und damit mit ihm in eine weitere Beziehung zu kommen. Und was soll ich nach einem Vortrag zu diesem Thema anderes sagen, oder mit welchen Worten anders schließen, außer: an die Arbeit. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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