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	<title>AnthroWorld - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31432</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-08T13:18:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Literaturhinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=8s Begrüßung 00:00:08] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=131s Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=360s Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00] ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=677s Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:11:17] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1090s Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10] ===&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1134s Buchhinweis 00:18:54] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1276s Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert 00:21:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1707s Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2073s Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:33] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2255s Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2389s Wie können wir an dieser Grals-Tafelrunde heute zusammen kommen? 00:39:49] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2527s Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
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* „Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
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* „[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […] Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
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* „[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Gral]]      &lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener &#039;&#039;&#039;Gralskenner&#039;&#039;&#039;, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[Walter Johannes Stein] hat […] festgestellt, dass es eigentlich […] kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; verknüpft hat.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-&#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039;, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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* „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039; […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|0-9}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Gralsmysterium in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
Sammlung nicht vollzählig! Kann ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025&amp;diff=31431</id>
		<title>Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025</title>
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		<updated>2026-04-08T13:18:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Literaturhinweise: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2025-12-4.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 4. Dezember 2025 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Jänner 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorschau ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Michael Rheinheimer]]&#039;&#039;&#039; ist Priester der Christengemeinschaft, der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 2025 hielt [[Michael Rheinheimer]] auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen einen Vortrag zum Thema &amp;quot;&#039;&#039;Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten&#039;&#039;&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie|&#039;&#039;Goethes&#039;&#039; &#039;&#039;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&#039;&#039;]]&#039;&#039;“&#039;&#039; als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von [[Rudolf Steiner]] interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die [https://www.anthrowiki.at/Moabiter_Sonette Moabiter Sonette] Albrecht Haushofers geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „Auferstehung“ gegenübersteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=27s Begrüßung und ehrende Worte für Albrecht Haushofer 00:00:27] ===&lt;br /&gt;
Sehr verehrte, liebe Anwesende, lieber Herr Röhm, liebe Frau Mark, herzlichen Dank für diese erneute Einladung in die goetheanistisch-anthroposophische Vortragsinitiative in das ChorForum hier nach Essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Röhm hat es gerade erwähnt, dieser Vortrag ist nicht eine Fortsetzung, aber knüpft gewissermaßen an an einen Vortrag an, den ich im März dieses Jahres hier halten durfte, angesichts des 80. Todestages [[A:Albrecht Haushofer|Albrecht Haushofers]] in den letzten Tagen, Wochen des Zweiten Weltkrieges. Albrecht Haushofer, ein Widerstandskämpfer im 20. Jahrhundert, Autor der Moabiter Sonette und auf seine ganz eigene Weise ein spiritueller Zeuge eines Christuswirkens im 20. Jahrhundert. Und der ist ermordet worden durch die SS damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=83s Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23] ===&lt;br /&gt;
Und ich hatte am Ende meines Vortrages auf etwas hingewiesen, was ich erst in diesem Jahr überhaupt entdeckt habe: Dass das Grab Albrecht Haushofers auf einem Kriegsgräberfriedhof in Berlin-Moabit, der [[w:Johanniskirche_(Berlin)|Sankt-Johannis-Kirche]], direkt auf der anderen Straßenseite der Adresse des Hauses ist, in dem [[Rudolf Steiner]] an Michaeli 1900 – also am 29. September des Jahres 1900 – in der sogenannten Theosophischen Bibliothek seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten hat über „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da sagt er später im Rückblick – der Vortrag ist nicht mitstenografiert, aber er hat selber über ihn später gesagt – „da konnte ich zum ersten Mal ganz esoterisch werden und Worte sprechen, die aus der [[Geistige Welt|Geistigen Welt]] selber heraus geprägt waren”. Also man kann davon ausgehen, das ist sein erster geisteswissenschaftlicher Vortrag. Und er hat auch später gesagt – das habe ich aus [[A:|AnthroWiki]] – dass er diesen Vortrag später als die &amp;quot;Urzelle der Anthroposophie&amp;quot; bezeichnet hat. Man kann vielleicht daran anknüpfend sagen: gewissermaßen vielleicht auch die Grundsteinlegung der [[A:Michael-Schule|Michael-Schule]] auf Erden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was das zu bedeuten hat im Zusammenhang mit Goethes Märchen, da wollen wir uns heute Abend herantasten. Und Herr Röhm hatte – erwähnte er dann eben – die Frage, die Bitte, ob ich über Goethes Märchen einmal sprechen kann. Erste Frage: Wer von Ihnen hat es ganz durchgelesen? Sehr schön. Ich bin beeindruckt. Ich bin Sohn zweier studierter Germanisten, die beides ausgewiesene Goethe-Kenner sind, und ich habe festgestellt, die kennen Goethes Märchen nicht. Obwohl sie wirklich mit Goethe sich gut auskennen, ich vermute sogar besser auskennen als ich, und die waren erstaunt, dass es das gibt. Es heißt hier nur &amp;quot;Das Märchen&amp;quot;, Ende des 18. Jahrhunderts geschrieben, in den – jetzt fehlt es mir – den &amp;quot;Unterhaltungen deutscher Ausgewanderter&amp;quot;, da ist dieses Märchen gewissermaßen enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=218s Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38] ===&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner hat ja etwas sehr Erstaunliches 1924 gesagt: Dass er gesagt hat, Goethe war offen für eine Inspiration, als er dieses Märchen niedergeschrieben hat. Und dieses Märchen bezeichnet er als ein Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten. Einen Kultus Michaels, eines Erzengels, eines hierarchischen Wesens, das er selber in den geistigen Welten vollzogen hat. Und Goethe war offen für dieses geistige Ereignis. Und das, was er damals, Ende des 18. Jahrhunderts niedergeschrieben hat, Rudolf Steiner nennt das ein Miniaturbild dieser liturgischen Handlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist erst mal ein erstaunlicher Vorgang, der den ein oder anderen vielleicht auch erst mal an die Grenzen seines Vorstellungsvermögens bringt: Dass in der Geistigen Welt geistige Wesen, hierarchische Wesen liturgische Handlungen vollbringen. Das ist uns, wenn wir das [[A:Evangelium|Evangelium]] kennen, zum Beispiel die [[Apokalypse des Johannes|Apokalypse]], aber durchaus vertraut. Sie wissen, oder die meisten von Ihnen wissen, Johannes der Apokalyptiker ist auf Patmos, hat eine geistige Schau, kann sagen: &amp;quot;Der Himmel war offen.&amp;quot; Und dann sieht er in diesem geöffneten Himmel einen Thron, da ist das [[Lamm]] mit den sieben Augen und den sieben Hörnern. Um das Lamm drumherum gesellt das sogenannte Viergetier: Löwe, Adler, Stier und Mensch. Und dann gibt es die 24 Ältesten, die Schalen in ihren Händen haben, und in diesen Schalen – so berichtet der Apokalyptiker – sind die Gebete der geistergebenen Menschen auf Erden. Und dann tritt ein Engel vor einen Altar mit einem goldenen Rauchwerk und räuchert dort vor diesem Altar. In der Geistigen Welt wird eine liturgische Handlung von einem Engelwesen vollzogen. Und dann wird davon berichtet, dass sich der Rauch, der Weihrauch, aus diesem goldenen Rauchgefäß verbindet mit den Gebeten der geistergebenen Menschen von der Erde, die in den Himmel strömen. Also Himmel und Erde sind in dieser liturgischen Handlung miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ja, man kann sich damit unterfragen, ob die Menschenweihehandlung in der [[Christengemeinschaft]] nicht auch so eine Art – ich will nicht sagen Miniaturbild - aber ein irdisches Abbild eines solchen hierarchischen oder englischen Kultus ist. Als Pfarrer stehe ich immer mal wieder vor der Frage, dass Menschen zu mir herkommen und sagen: &amp;quot;Ich würde gern mein Kind von Ihnen taufen lassen, aber ich habe mir selber einen Kultus überlegt, können Sie den machen?&amp;quot; Oder Menschen wollen – ist mir auch schon passiert – dass sie mich darum bitten, in den Wald zu gehen und dann nach einem schamanischen Ritus die beiden Menschen zu trauen. Das kann dann gewisse mantrische Texte beinhalten, man will dann vielleicht auch eine weiße Taube in den Himmel steigen lassen. Gut, man muss das gar nicht bewerten und ich glaube, in jeder geistigen Handlung wirken auch geistige Kräfte. Ich lehne das natürlich ab, würde ich als Pfarrer so nicht machen, bin Priester der Christengemeinschaft. Aber ich versuche natürlich mit den Menschen in ein Gespräch zu kommen mit der Frage: Was sucht ihr? Und die meisten suchen natürlich eine geistige Kraft, die ein Kind taufen kann, eine geistige Kraft, die zwei Menschen in einer Ehe miteinander verbinden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=437s Um sich mit einer geistigen Kraft zu verbinden, braucht es - wie bei Taufe oder Heirat - kultische Formen, die ihre Urbilder in der geistigen Welt haben und die wir nicht einfach selber konstruieren können 00:07:17] ===&lt;br /&gt;
Und dann ist eine Frage: Haben die ein Gefühl dafür, wenn man sich wirklich mit einer bestimmten geistigen Kraft gewissermaßen verbinden möchte, dass man dazu auch Formen braucht, kultische Formen, die wir unter Umständen nicht einfach selber so konstruieren können, sondern die auch ihre Urbilder in der geistigen Welt mitunter von geistigen Wesen selber haben? Und wo es natürlich Menschen braucht, die wie Johannes der Apokalyptiker auch die Fähigkeit haben, diese geistigen Formen erst einmal wahrzunehmen, damit man sie dann auf der Erde in der richtigen Weise auch vollziehen kann. Manchen Menschen ist es verständlich, anderen nicht. Ja, da muss man gucken, wie man mit einer solchen Situation umgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich natürlich auch die Frage stellen, ob es nicht durchaus Menschen gibt, die auch auf der Erde liturgische Handlungen oder Gottesdienste vollziehen können, die dann auch wieder für die geistige Welt oder für ein Engelwesen eine Realität haben. Denn überlegen Sie einmal, in der Pfingstepistel der Menschenweihehandlung, da heißt es ja: &amp;quot;Die Weihehandlung, die entstammet der Einsetzung Christi.&amp;quot; Also der Christus muss dort auf Erden etwas eingerichtet – zumindest wäre das eine Frage, ob das auf Erden war – einen Gottesdienst, das Abendmahl sowieso eingerichtet haben. Und das ist dann eine liturgische Handlung, die gewissermaßen auch für die geistige Welt eine Gültigkeit hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=529s Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie  00:08:49] ===&lt;br /&gt;
Es gab mal vor etwa 40 Jahren einen Priester der Christengemeinschaft, Emanuel Zeylmans van Emmichoven, der hat damals schon zu den Bildern eines Malers, Werner Diedrich, über [[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]] Aufsätze geschrieben. Da hat er etwas entdeckt – ich weiß gar nicht, ob er der Erste war, der es entdeckt hat, aber ich kenne es von ihm: Ganz am Ende von Goethes Märchen, da ist in dem großen Tempel ein Altar und der Altar ist aber gewissermaßen leer. Und er sagt, auf dem Altar muss ein Kultus vollzogen werden. Welcher Kultus wird auf diesem Altar vollzogen? Und das kann man vielleicht ein Stück weit so erleben oder verstehen, dass dieses Goethe&#039;sche Märchen – von dem Rudolf Steiner sagt, das ist ein Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten – dass eigentlich das Märchen selber der liturgische Gottesdienst ist, der fortwährend auf diesem Altar vollzogen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner hat am 16. September 1924, dem zweiten Geburtstag der Christengemeinschaft – ich will Ihnen das kurz vorlesen, weil das sollten wir in seinen eigenen Worten hören – eben von diesem Vorgang eines Kultus Michaels in den geistigen Welten gesprochen. Ein liturgischer Vorgang, wie in dem achten Kapitel der Johannes-Apokalypse, dass ein Engel eine gottesdienstähnliche Handlung im Himmel vollzieht. Und dann sagt er drei Dinge, in welcher Weise das seine Wirkung hat. Das eine, wovon er spricht, dass er sagt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an diesem Engelkultus teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie.&#039;&#039; [Rudolf Steiner]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also ich unterstelle Ihnen allen, dass Sie auf die ein oder andere Weise an diesem Erlebnis teilgenommen haben, sonst säßen Sie heute Abend nicht hier. Kann ja eines der beeindruckendsten Erfahrungen sein, wenn Menschen sich untereinander erzählen, wie sie ihren Weg zur Anthroposophie gefunden haben. Manchen Menschen ist das in die Wiege gelegt worden, manche Menschen sind an irgendwelchen anderen entlegenen Orten in der Welt und es gibt wirklich gar nichts aus ihrem Umfeld, was erst mal darin ausgerichtet ist, dass diese Menschen das finden. Und dann haben sie an einem bestimmten Moment eine Begegnung mit einem anderen Menschen oder mit einer Situation, wo sie dem begegnen und plötzlich das Gefühl haben: &amp;quot;Das ist das, was ich die ganze Zeit suche.&amp;quot; Und immer nicht die Begriffe oder die Worte dafür gefunden habe, und dann macht man sich weiter auf die Suche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er sagt, alle Menschen, die – ein [[Albrecht Haushofer]] zum Beispiel, das muss man sagen, komme ich später noch dazu, ist ein Mensch gewesen, der zum Beispiel nicht diese Sehnsucht nach Anthroposophie damals im 20. Jahrhundert ins Dasein mitgebracht hat. Trotzdem glaube ich, dass er seine ganz eigene Beziehung zu Goethes Märchen und zum Kultus Michaels gehabt hat. Aber da schauen wir am Ende noch etwas drauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber alle Menschen, die Anthroposophie auf Erden suchen, die eine bestimmte Sehnsucht in ihrem Herzen haben, die müssen von diesem Kultus Michaels in der geistigen Welt berührt worden sein, der einen Vorgang abschließt, den Rudolf Steiner selber die sogenannte [[Michael-Schule]] nennt. Also Michael scheint ein Engel zu sein, der in der geistigen Welt nicht nur liturgische Handlungen vollzieht, sondern auch – so berichtet das Rudolf Steiner – einen Kreis von Menschen, von Elementarwesen, von Wesen, die zu ihm gehören. Steiner nennt das &amp;quot;Michael und die Seinen&amp;quot;. Die hat er im 16., 17., 18. Jahrhundert unterrichtet. Noch einmal alle Mysteriengestaltungen der vergangenen Menschheitsgeschichte sind dort in einem großen kosmischen Unterricht vor den Seelen der Menschen aufgetaucht. Die haben auch die Erfahrung gemacht, dass diese alten Mysterien irgendwann einmal verstummen sollten, verstummen mussten. Aber durch das Christusereignis, das durch das Mysterium von Golgatha in einer neuen Weise auf Erden sich erneuert hat, und man durch diese Erfahrung mit diesem Michaelischen Wirken in der geistigen Welt im 20. Jahrhundert auf die Erde kommt und mit dieser Erfahrung versucht, auf diesen Impulsen auf der Erde zu wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner, ich will das in seinen eigenen Worten Ihnen einmal vorlesen, der sagt:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In der übersinnlichen Welt wurde dazumal ein Kultus eingerichtet, der in realen Imaginationen geistiger Art sich abspielte, so dass man sagen kann: Am Ende des 18. und Beginn des 19. Jahrhunderts schwebt eigentlich unmittelbar angrenzend, ganz in der Nähe der physisch-sinnlichen Welt ein übersinnliches Geschehen, das darstellt übersinnliche Kultushandlungen, mächtige Bilderentwicklungen des geistigen Lebens, der Weltenwesenheiten, der Wesenheiten der Hierarchien im Zusammenhang mit den großen Ätherwirkungen des Kosmos und mit den menschlichen Wirkungen auf der Erde. Es ist interessant, dass in einem besonders günstigen Augenblick von dieser übersinnlichen Kultusbetätigung, ich möchte sagen, ein Miniaturbildchen einströmte in Goethes Geist. Und dieses Miniaturbildchen, dieses metamorphosierte, veränderte Miniaturbildchen haben wir von Goethe hingemalt in seinem Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=902s Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02] ===&lt;br /&gt;
Emanuel Zeylmans hat in diesem Buch dann etwas entwickelt, was gewissermaßen direkt daran anknüpft, an diese Worte Rudolf Steiners 1924, dass dieses Märchen von Goethe – von dem Steiner sagt, es ist ein Miniaturbild dieses Michaelischen Kultus – im Grunde genommen vier Stufen einer liturgischen Handlung enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz am Anfang wird erst einmal das Exposé einer Grundsituation aufgemacht, durchklingt von den Worten des Alten mit der Lampe: &amp;quot;Denn es ist an der Zeit.&amp;quot; Es geht um einen Fluss, einen großen, dunklen und schwarzen Fluss, der gewissermaßen – wie jemand anderes das mal schön formuliert hat – wie ein moralisches Wesen ist, dieser Fluss. Man kann diesen Fluss gewissermaßen auch als eine Schwelle wahrnehmen, als eine Schwelle zwischen zwei Reichen. Das eine ist das Reich der grünen Schlange, das andere ist das Reich der schönen Lilie. Und diese beiden Reiche, die sind getrennt von diesem großen, schwarzen Fluss. Und die große Frage ist: Wie kann man diese beiden Reiche miteinander verbinden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, in dem Reich der grünen Schlange, da wird davon berichtet, dass es einen unterirdischen Tempel gibt mit vier Königen: einem goldenen, einem silbernen, einem ehernen König und einem sogenannten gemischten König. Und diese grüne Schlange ist kein mephistophelisches Wesen, wie wir oft konditioniert sind, Schlangen erst einmal wahrzunehmen – die Schlange aus dem Paradies oder die drachenhafte Schlange. Das ist ein ganz rührend gutartiges Tier, das Gold in sich selber verwandeln, sich an dem Gold durchleuchten kann. Und von dieser Schlange wird berichtet, dass zur Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten ist, da bildet diese Schlange eine Brücke. Und alle Wanderer, die das aushalten, zur Mittagszeit über diese Brücke gehen, die können das auf diese Weise tun oder machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann gibt es noch ein anderes Wesen, das ist ein Riese, ein ungeschlachter großer Riese. Der bietet einem die Möglichkeit in der Abenddämmerung, wenn er einen Schatten wirft, der Schatten ist von der Qualität dunkel und schwarz, wie das Wasser, das aufgepeitscht werden kann durch die Goldstücke der Irrlichter. Am Anfang heißt es, das Wasser ist über beide Ufer getreten. Der Riese gibt einem die Möglichkeit, auch auf seinem schwarzen Schatten über diese Schwelle des Flusses hinüberzugehen. Goethe selber hat gesagt, man kann dieses Märchen – ich glaube auf 99 verschiedene Weisen interpretieren. Es geht nie um die eine Interpretation. Aber eine Interpretation dieser 99, die ganz sicherlich nicht falsch ist, [ist] dass die Möglichkeit, auf dem Schatten des Riesen über diese Schwelle zu gehen, für alle Möglichkeiten stehen, wo wir unerlaubt über die Schwelle des Geistigen herübergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn diese beiden Reiche – das Reich der grünen Schlange, das Reich der schönen Lilie... Gut, manche Leute haben das auch berechnet aus der Sonnenstellung, dass das Reich der Schlange das Reich des Westens ist, das Reich der Lilie, dass das der Osten ist. Aber es geht grundsätzlich über diese beiden Reiche: das sinnlich-physische Reich und das geistig-ätherische. Und überlegen Sie mal, auf welche Weise man über den Schatten des Riesen auf eine bestimmte Weise, vielleicht erst einmal problemlos, in dieses Reich der schönen Lilie gelangen kann. Jede Form von, sagen wir mal, Drogenmissbrauch oder LSD oder Ähnliches gibt einem natürlich die Möglichkeit, auf diesem Schatten des Riesen, unerlaubt – wenn vielleicht auch erst einmal kostengünstig – in das andere Reich hinüberzukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss aber wissen, dass in dem Reich der schönen Lilie bestimmte geistige Gesetze gelten. Die Lilie, die Herrscherin dieses Reiches, die kann Totes verlebendigen, aber auch Lebendiges wieder tot machen. Und da gibt es einen schönen Jüngling, der früher mit der Lilie verbunden war und der seine Königsattribute verloren hat und der sich mit der Lilie allerdings verbinden will. Und der hat sie aus seiner Sehnsucht heraus berührt und ist damit zu Tode gekommen. Und es geht um die Frage, ob er wiederbelebt werden kann. Und da merkt man, das ist so eine Sache, diese ganze Welt, die da aufgemacht wird am Anfang – der Fluss, die beiden Reiche – die ruft danach, dass es zu einer Verwandlung kommt, zu einem neuen Prozess, wo diese beiden Reiche in einer neuen Weise miteinander verbunden werden. Aber das Ganze, dieser erste Teil, wie eine Verkündigung des Rufes des Alten mit der Lampe, der am einen Mal sagt: &amp;quot;Denn es ist an der Zeit.&amp;quot; Man weiß noch nicht genau, für was es an der Zeit ist, aber es scheint zumindest für etwas an der Zeit zu sein, dass diese ganze Welt, diese beiden Reiche in einer neuen Weise miteinander verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt es wie zu einem zweiten Schritt in diesem Goethe&#039;schen Märchen, nachdem am Anfang erst einmal so das Grundexposé verkündet wird: dass die Schlange sich opfert. Deren Leib zerfällt in Edelsteine und sie sagt: &amp;quot;Mich zu opfern, bevor ich aufgeopfert werde.&amp;quot; Und aus diesen Edelsteinen, in denen der Leib der Schlange zerfallen ist, entsteht nun eine Brücke, durch die Menschen von der einen Seite auf die andere kommen können. Vorher gab es immer nur einen Fährmann mit einem Kahn und auch der agierte unter folgendem Gesetz: Er durfte zwar immer die Menschen vom Reich der schönen Lilie in das Reich der grünen Schlange hinüberbringen, aber nie umgekehrt. Und jetzt, dadurch, dass die Schlange sich geopfert hat – &amp;quot;mich zu opfern, bevor ich aufgeopfert werde&amp;quot; – ist dieser in Edelsteine zerfallene Leib der Schlange eine Brücke zwischen diesen beiden Bereichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Opfer der Schlange, ihres Leibes in Edelsteine, bewirkt nun einen gewaltigen Prozess der Wandlung, der Metamorphose, vielleicht kann man sogar sagen der Transsubstantiation. Denn nun wird dieser unterirdische Tempel mit den vier Königen, der zieht unter dem schwarzen Fluss hindurch, reinigt damit das Flusswasser – das ist am Ende nicht mehr schmutzig und schwarz – und dieser Tempel wird im Reich der schönen Lilie offenbar. Und der Jüngling – grob verkürzt gesagt – kann wiederbelebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der vierte Teil dieses Goethe&#039;schen Märchens ist nun, dass dieser Tempel der besuchteste der ganzen Erde war. Denn auf der Brücke, die die Schlange durch ihre geopferten Edelsteine gebildet hat, ist nun eine Verbindung zwischen diesen beiden Reichen und der Tempel hat seine Pforten geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Sie merken, ich finde das... ja, Emanuel Zeylmans verweist darauf hin, dass er sagt: Die Hütte des Fährmanns wird dann im Inneren des Tempels zu einem Altar. Und wie ich am Anfang schon sagte: Dieses Goethe&#039;sche Märchen, dass diese vier Schritte einer liturgischen Handlung oder einer Menschenweihehandlung hat, ist wie so ein Kultus, der auf diesem Altar selber vollzogen wird. Und ich selber, der dieses Jahr in Vorbereitung auf diesen Vortrag auch im Umgehen mit diesen Bildern dachte, auch das ist doch ganz wunderbar, dass dieses Goethe&#039;sche Märchen und dieser Kultus Michaels und die Menschenweihehandlung der Christengemeinschaft in dieser viergliedrigen Liturgik gewissermaßen eine Grundbewegung haben, in der sie sich geistig untereinander durchleuchten und durchstrahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=1436s Man kann diese vier Stufen im Grunde genommen auch zur Zeitenwende während des Mysteriums von Golgatha erleben: Verkündigung des Christus - Passion - Transsubstantiation am Ostersamstag - Verbindung von Himmel und Erde 00:23:56]  ===&lt;br /&gt;
Und das Ganze kann man vielleicht ja auch eingemündet erleben in diesem Satz: &amp;quot;Die Menschenweihehandlung, die entstammet der Einsetzung Christi.&amp;quot; Dass man diese vier Stufen im Grunde genommen auch zur Zeitenwende während des Mysteriums von Golgatha erleben kann. Sagen wir mal in dieser Zeit von dem Palmsonntag, diese 57 Tage über Ostern, Himmelfahrt bis Pfingsten. Dieser Weg vom Palmsonntag – erst einmal die gewaltigen Verkündigungen des Christus in Wahrspruchworten, in Offenbarungen, in Streitgesprächen – ein erster Schritt, eine Verkündigung. Dann kommt es in diesem zweiten Schritt zu der Passion, zur Opferung, zu den Leidensschritten, zu dem Tod am Kreuz. Der dritte Schritt einer Wandlung in den Erdentiefen wird am Karsamstag, das Osterlicht entzündet, eine Verwandlung, eine Transsubstantiation. Und dann diese Himmel und Erde miteinander verbindenden Schritte zwischen Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten, wo Himmel und Erde in einer neuen Weise miteinander verbunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mir sagen lassen, Herr Lauten hat mal einen Vortrag gehalten: &amp;quot;Das Leben Jesu als eine Menschenweihehandlung&amp;quot;. Und da merkt man im Grunde genommen, dass dieser Kultus Michaels, das Leben Jesu als eine Menschenweihehandlung oder das Märchen Goethes sich doch in einer besonderen Weise miteinander verbinden und ineinander klingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=1533s In Berlin-Moabit hielt Rudolf Steiner seinen ersten anthroposophischen Vortrag bei Graf und Gräfin Brockdorff: Die Urzelle der Anthroposophie 00:25:33] ===&lt;br /&gt;
Ich hatte vorhin davon gesprochen, dass Rudolf Steiner seinen ersten anthroposophischen Vortrag über Goethes Märchen gehalten hat. Und ich sagte Ihnen auch, wo er ihn gehalten hat: in Berlin-Moabit. Das weiß man erst seit einigen Jahren. Wenn Sie ein sehr verdienstvolles Buch von Manfred Kannenberg, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin&amp;quot;, zur Hand nehmen würden, dann würden Sie noch finden, dass diese Theosophische Bibliothek am Stuttgarter Platz in Berlin-Charlottenburg war. Vor etwa einigen Jahren sind allerdings Dokumente aufgetaucht. Robin Schmidt hat sie in einem kleinen Büchlein veröffentlicht, &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, und da macht er darauf aufmerksam – diese Dokumente machen darauf aufmerksam – dass die Theosophische Bibliothek bis zum 24. März 1901 in Alt-Moabit 97 gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus, in dem das war, ist im Zweiten Weltkrieg zerbombt worden, heute ersetzt durch die hässlichen Gebäude des Berliner Spreebogens. Direkt daneben ist ein Fitnessstudio, McFit. Und man weiß, ein halbes Jahr … Rudolf Steiner hat an dieser Adresse Marie von Sivers kennengelernt, die damals als eine Balten-Deutsche dorthin kam, weil sie seinen Vortragszyklus über &amp;quot;Die Mystik im Aufgang des neuzeitlichen Geisteslebens&amp;quot; erleben wollte. Der ist später verschriftlicht worden, Rudolf Steiner [hat] ihn damals mündlich gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dort in Alt-Moabit gab es ein ganz rühriges älteres Ehepaar, Graf und Gräfin Brockdorff. Vielleicht haben Sie es zur Kenntnis genommen: Vor 150 Jahren, im November 1875, ist die Theosophische Bewegung damals in Gesellschaft in New York gegründet worden und dieser Impuls hat sich auch nach Europa verbreitet. Und ein Ableger davon war in Berlin-Moabit. Dieses ältere Ehepaar hatte eine kleine Wohnung gemietet, da lebten sie wohl, da war eine Bibliothek und man hatte einen sogenannten Dienstagskreis, wo man immer wieder ausgewählte Dozenten einlud, die den Menschen dort Vorträge hielten. Und es war, glaube ich, eine sehr freigelassene Atmosphäre und man konnte sich in diesem Zusammenhang dann auch mit dem theosophischen Impuls, mit dieser Bibliothek verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=1679s Die Besonderheit des Berliner Stadtteils Moabit, gegründet von den Hugenotten 00:27:59] ===&lt;br /&gt;
Der Berliner Stadtteil Moabit ist ein sehr besonderer Bezirk in Deutschland und in der Bundeshauptstadt. Das ist eine künstlich angelegte Wasserinsel inmitten der deutschen Bundeshauptstadt im Tiergarten. Und um diese künstlich angelegte Wasserinsel betreten zu können, muss man, ich glaube, über 21 Brücken – über eine von 21 Brücken – über den Fluss, die Spree, hinübergehen, denn Berlin-Moabit ist umzogen von der Spree und von Wasserkanälen. Also es gibt die Lutherbrücke, die Gotzkowskybrücke, die … ich weiß nicht, wie sie alle heißen. Es gibt 21 Brücken, über die man über diesen Fluss hindurch muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Berlin-Moabit ist begründet worden von den Hugenotten, von französischen Glaubensflüchtlingen, Calvinisten, die aus dem vorrevolutionären Frankreich damals über den Rhein nach Deutschland geflohen sind und von dem Kurfürsten den sandigen Boden des Berliner Tiergartens zugewiesen bekommen haben. Die haben dort angefangen, diese Wasserinsel zu bilden. Am Anfang konnte man nur mit Kahn und Fährmann da hinüber gelangen, bis man dann Brücken gemacht hat nach Napoleon. Sie merken, ein bisschen die Bildsprache von Goethes Märchen kommt an diesem Ort selber dort hinzu. Und ansonsten pflanzte man Maulbeerbäume, um dort Seidenraupen zu züchten. Das war allerdings erfolglos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=1773s Moabit im Alten Testament: Die Schwelle ins Gelobte Land 00:29:33] ===&lt;br /&gt;
Der Name Moabit – kennen Sie den? Was sind die Moabiter? Moabit ist ein territorialer Kleinstaat in Palästina im Heiligen Land und die Schwelle nach Kanaan, ins Gelobte Land. Moabit ist eine Schwelle, wie der Fluss in Goethes Märchen auch eine Schwelle ist. Die Israeliten, nach ihrer 40-jährigen Reise, stranden in Moabit, bevor sie nach Kanaan ins Gelobte Land kommen. Und da ist der König der Moabiter, Balak, der hat Angst, dass die zu mächtig werden und hat einen chaldäischen Magier oder Zauberer beauftragt, den Bileam: Er möge die Israeliten verfluchen. Und diese Geschichte, die Sie vielleicht alle kennen: Der Bileam reitet auf einer Eselin zu den Israeliten hin, um sie zu verfluchen. Und dann steht plötzlich ein Engel vor ihm, Michael, und die Eselin will nicht weiter reiten. Und der Bileam kann nur das aussprechen, was Gott ihm eingibt. Und dann breitet er beide Arme aus und segnet das israelitische Volk. Und dieser Segen des Bileam wird zur Schwelle, wodurch die Israeliten in das Gelobte Land nach Kanaan kommen können. Der Einzige, der nicht mit rüber darf, wer war das? Moses. Der hat einmal den Zorn Gottes erregt, weil er nicht an die Logos-Kräfte, an das Wasser des Lebens glaubte, was er aus dem Felsen herausschlagen sollte, und der stirbt im Reich der Moabiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Geschichte im Alten Testament – Moabit, Schwelle ins Gelobte Land – haben diese calvinistischen Hugenotten, die diese Wasserinsel mit eingerichtet haben – Brücken, die man dort bildet, Kahn und Fährmann, eine Schwelle – damals als eines ihrer Wirkensorte in Berlin. Das war damals noch nicht Berlin, erst 1861 ist es dann nach Berlin eingemeindet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt taucht dort Michaeli 1900 wieder ein Prophet auf, der junge Rudolf Steiner. Der kommt nicht auf einer Eselin geritten, wahrscheinlich zu Fuß, und er soll auch nicht nur ein einzelnes Volk segnen, aber er soll einen Impuls setzen in dieser Theosophischen Bibliothek in Berlin-Moabit mit [[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]], von der er später sagen wird, wie ich schon betont habe: Das war die Urzelle der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Adresse, Alt-Moabit 97, ist neben Bolle – kennen Sie vielleicht Bolle, die Meierei? &amp;quot;Bolle reiste jüngst zu Pfingsten&amp;quot; – Berliner Meierei dort. Da wurde da die Milch zwischen Straßenbahnquietschen und Hufgetrappel … Steiner diesen Vortrag hielt, dann über die Spree und über die verschiedenen Kanäle in das Umland damals verschifft. Direkt auf der anderen Straßenseite dieser Adresse ist der Kleine Tiergarten, ein Seuchenkrankenhaus, relativ genau da die Stelle, wo vor einigen Jahren der russische Geheimdienst über diesen Georgier diesen Menschen erschossen hat. Können Sie sich erinnern? Es gab dann so einen Geiselaustausch. Das ist relativ gegenüber, wo Rudolf Steiner auch diesen Vortrag gehalten hat. Und links und rechts dieser Adresse ist das flankiert zwischen zwei Kirchen: der sogenannten St.-Johannis-Gemeinde, wo Albrecht Haushofer begraben ist, und auf der anderen Seite der sogenannten Heilands-Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=1995s Rudolf Steiner: Friedrich Nietzsche war ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: Am geistigen Materialismus seiner Zeit 00:33:15] ===&lt;br /&gt;
Nun ist da etwas sehr Bemerkenswertes: Bevor Rudolf Steiner über Goethes Märchen sprechen darf, hat man ihn erst mal am 22. September 1900 eingeladen zu einem Vortrag über Friedrich Nietzsche. Friedrich Nietzsche ist 1900 damals gestorben, über die Schwelle gegangen, und Rudolf Steiner soll über ihn sprechen. Und auch dieser Vortrag, der ist nicht mitstenografiert, genau wie der Vortrag eine Woche später über Goethes Märchen. Man kann allerdings aus anderen mitstenografierten Vorträgen, die er eine Woche vorher – Gedenknotizen über Nietzsche – gehalten hat, in etwa rekonstruieren, in welchem geistigen Umraum er sich mit Nietzsche damals beschäftigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist sehr bemerkenswert. Da sagt er etwas über Nietzsche, der ja einer der prägendsten Philosophen aus dem 19. bis ins 20. Jahrhundert war. Denken Sie an seine Wirkungen auf Thomas Mann, auf Heidegger, auf ganze Generationen von Menschen. Etwas sehr Erstaunliches, ja über Nietzsche, von dem er auch gesagt hat, der war am Ende seines Lebens ein Gefäß Ahrimans. Seine Werke &amp;quot;Der Antichrist&amp;quot;, &amp;quot;Ecce Homo&amp;quot;. Da ist Nietzsche direkt inspiriert worden aus der ahrimanischen Gegenschule, die wie ein Gegenbild sind zu diesem Kultus Michaels in den geistigen Welten, das Goethe ja in diesem Miniaturbild des Goethe&#039;schen Märchens dann damals in die Welt gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rudolf Steiner sagt etwas sehr Erstaunliches, wo ich oft gemerkt habe, dass das auch die Nietzsche-Kenner in unseren Kreisen gar nicht kennen. Er sagt: Alle Gedanken, die Nietzsche im 19. Jahrhundert gesagt hat, wären auch ohne ihn im 19. Jahrhundert da gewesen. Nietzsche hat nichts eigentlich Neues in das 19. Jahrhundert hineingebracht. Sein Genie, sagt er, besteht nicht in der Produktion origineller Gedanken. Hätte ich immer gedacht. Sondern, sagt er, die große Leistung für Nietzsche – und das wird man erst in der Zukunft erkennen – Nietzsche ist ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: an dem geistigen Materialismus seiner Zeit. Das sagt er über dieselbe Gestalt, von der er später davon sprechen wird, dass Nietzsche ein Gefäß Ahrimans war. Er sagt: Ein Märtyrer der Erkenntnis, der in seiner Sprache Worte für das fand, was er litt unter dem Materialismus dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=2163s Der Christus hat im im 19. Jahrhundert im Geistigen eine zweite Kreuzigung erfahren durch die Gedankenschwärze des Materialismus. Das wird im 20. Jahrhundert zur Auferstehung eines wiederkommenden Christus 00:36:03] ===&lt;br /&gt;
Kommt Ihnen das in irgendeiner Weise bekannt vor? Wer war im 19. Jahrhundert noch ein Märtyrer der Erkenntnis? Überlegen Sie mal. Nietzsche ist verrückt geworden. Er hat ein Pferd umarmt, das geprügelt wurde. Manche sagen, da ist dieser Wahnsinn letztgültig ausgelöst worden. Er hat ab da dann in Turin als &amp;quot;der Gekreuzigte&amp;quot; unterschrieben. Ein Märtyrer der Erkenntnis, der auch an dem Materialismus seiner Zeit leidend fast so etwas wie einen geistigen Erstickungstod erlitten hat. Kennen Sie noch ein Wesen, das im 19. Jahrhundert so ein Schicksal erlitten hat?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus, sagt Rudolf Steiner, Christus, sagt, im 19. Jahrhundert hat im Geistigen eine zweite Kreuzigung erfahren durch die Gedankenschwärze des Materialismus, die immer mehr Menschen in die geistige Welt hineingetragen haben. Ich finde das sehr erstaunlich, dass man sagen kann, dass dieses Nietzsche-Schicksal – den Steiner selber 1900, kurz vor seinem Vortrag über Goethes Märchen, einen Märtyrer der Erkenntnis bezeichnet, der im Grunde genommen auf Erden dasselbe Schicksal durchlitten hat wie der Christus in der geistigen Welt. Und er selber hat ja – darüber hatte er erst später gesprochen, ich glaube &amp;quot;Vorstufen zum Mysterium von Golgatha&amp;quot; – wo er sagt, dieser geistige Erstickungstod des Christus, sein Märtyrertum der Erkenntnis, das wird im 20. Jahrhundert zur Auferstehung eines wiederkommenden Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden Erfahrungen, diese beiden geistigen Ereignisse, die stehen wie Tod und Auferstehung miteinander in Verbindung. Und man kann, wenn man diese beiden Vorträge … die muss man, meine ich, zusammennehmen: Steiner, der diesen geistigen Umraum über Nietzsche bewegt, ein Märtyrer der Erkenntnis, 22. September 1900, diese Gedankenschwärze, die Nietzsche erlitten hat, durch die er auch selber wie einen geistigen Erstickungstod durchlitten hat. Und dann eine Woche später wie eine Auferstehung sein Vortrag über [[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]], wo er später sagen wird: &amp;quot;Da konnte ich zum ersten Mal ganz esoterisch werden und Worte sprechen, die aus der geistigen Welt selber heraus geprägt waren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=2325s Rudolf Steiners Christus-Erlebnis - es kann nicht in Worten beschrieben werden 00:38:45] ===&lt;br /&gt;
Mein sehr verehrter Kollege Arnold Suckau hat mich vor wenigen Wochen auf etwas aufmerksam gemacht. Rudolf Steiner hat ja in diesem Zeitraum damals gesagt, dass er selber ein Christuserlebnis gehabt hat. Und da spricht er davon, er sagt: &amp;quot;Auf das Geistige gestanden haben vor dem Mysterium von Golgatha in innerster, ernstester Erkenntnisfeier kam es in meiner Seelenentwicklung an.&amp;quot; In seiner Berliner Zeit war er Lehrer an der Arbeiterbildungsschule, Redakteur für ein Literaturmagazin, der hat das in seinem Lebensgang, wo er diesen Satz sagt, nicht weiter verifiziert und nicht weiter dargestellt. Er sagt: &amp;quot;Auf das Geistige gestanden haben vor dem Mysterium von Golgatha in innerster, ernstester Erkenntnisfeier kam es in meiner Seelenentwicklung an.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Herr Suckau machte mich darauf aufmerksam, dass im November 1922 Rudolf Steiner in London Vorträge hält, wo er über dieses Christuserlebnis spricht. Da beschreibt er so eine Erfahrung, sagt derjenige, der das einmal erfahren hat, das war ich, und sagt, was das mit einem Menschen macht. Das Erste, was vollkommen unmöglich wird, sagt er, dass man in irgendeiner Weise mit seinem Gedankenleben versucht, dieses Ereignis zu begreifen, weil wir alle gelernt haben, unser Gedankenleben, das können wir immer nur auf die Sinneswelt anwenden. Man würde das auch nie beschreiben wollen, indem man das schriftlich niederschreibt. Er sagt, das geht eigentlich nur über das Fühlen, was gewissermaßen das, was man im Sinnlichkeitsfreien erlebt, dieses Erlebnis von Tod und Auferstehung, das gewissermaßen wahrnehmen kann. Und dann sagt er, man verliert erst einmal überhaupt die Kräfte, dass man seine Zunge bewegen kann, dass man das aussprechen kann. Ich lese es Ihnen kurz vor. Es ist einfach in seinen eigenen Worten:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Die physische Welt wird durch all dasjenige, was er als geistige Welt erlebt, für ihn so, dass er sie außerordentlich schwer ergreifen kann. Er findet nicht seine Sprache, nicht die naive Tätigkeit seines Denkens, er findet nicht seine Arme, er findet den ganzen physischen Leib nicht. Man muss das Erlebnis durchmachen, erst wiederum diese physische Welt in Gedanken und die Sprache zu finden für das, was man in der übersinnlichen Welt erlebt. Das aber ist etwas, das einen in die Lage bringt, wie wenn man sich das Leben neuerdings ein zweites Mal erobern müsste, wie wenn man durch eine selbstgeschaffene Geburt hindurchschreiten müsste.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=2500s Nach dem Vortrag über Nietzsche und dem Christus-Erlebnis beschreibt Rudolf Steiner von sich selbst eine ganz neue Fähigkeit, Worte zu sprechen, die aus der geistigen Welt selber heraus geprägt waren 00:41:40] ===&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner spricht von diesem Christus[erlebnis] ein bemerkenswertes Wort von einer „selbst geschaffenen Geburt”. Und meine Lesart ist, dass diese „selbst geschaffene Geburt” der Scheitelpunkt, das Hypomochlion dieser beiden Vorträge ist. Einerseits das Todeserlebnis, Friedrich Nietzsche, Märtyrer der Erkenntnis, das gewissermaßen das Christusschicksal des geistigen Erstickungstodes im 19. Jahrhundert spiegelt. Und dann wie eine Auferstehung dazu, eine Woche später, sein Vortrag über [[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]], wo er eine ganz neue Fähigkeit beschreibt, Worte zu sprechen, die aus der geistigen Welt selber heraus geprägt waren und im Grunde genommen ganz esoterisch über dieses Thema, mit dem er ein Jahrzehnt bereits gelebt und darüber gesprochen hat, das plötzlich auf diese neue Weise an die Menschen heranbringen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man kann natürlich fragen, dass die 20 freundlichen Menschen – wo er sagt, da hatte ich einen offenen Menschenkreis, da merkte ich in den Seelen etwas, dass ich auf diese neue Weise darüber sprechen kann – dass das auch alles Menschen waren, die im Vorgeburtlichen diesen Kultus Michaels in den geistigen Welten erlebt hatten. Zusammen mit Rudolf Steiner eine Erkenntnisfeier! Alle Menschen in diesem Michael-Kultus haben geistig vor dem Mysterium von Golgatha gestanden, in innerster, ernstester Erkenntnisfeier, Rudolf Steiner aber der Erste ist, der dieses Erlebnis auf der Erde neu erleben und als inkarnierter Mensch sozusagen durchleben kann. Und aus dieser Erfahrung heraus diese Fähigkeit hat, diese Urzelle der Anthroposophie an Michaeli 1900 in Berlin-Moabit, einer Schwelle, die von Brücken umgeben ist, einsenken zu lassen.&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=2632s Persönliches aus der Herkunft des Vortragenden: Berlin-Moabit und die Hugenotten 00:43:52] ===&lt;br /&gt;
Eine Sache bei so viel Inhalt möchte ich Ihnen heute Abend noch mitgeben. Ich selber stamme aus Berlin-Moabit. Ich bin dort 18 Jahre aufgewachsen, fünf Minuten entfernt von dieser Adresse Alt-Moabit 97. Und ich kann Ihnen sagen, Berlin-Moabit ist ein Bezirk, den ich als Jugendlicher, als Kind nicht – aber überhaupt nicht mochte. Ich habe ihn verabscheut. Ich habe immer gesagt, ich komme aus Charlottenburg. Das klang irgendwie hipper oder cooler. Also Berlin-Moabit konnte ich mich schwer mit verbinden. Und es gibt noch ein zweites Schicksal, das mich auch mit diesem Thema erst einmal gegen meinen Willen verbunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich komme mütterlicherseits aus einer alten Hugenotten-Familie. Hugenotten, wie gesagt, eine in Berlin-Moabit gegründet damals. Und das ist ja von meiner Familie mütterlicherseits aber ganz hochgehalten worden. Ich habe einen Ururgroßvater oder Urururgroßvater, Karl Friedrich von Conta, der war Minister mit Goethe am Hof. Ich habe als Kind echte Goethebriefe an meinen Ururgroßvater in den Händen gehalten, weil der mit ihm damals in Weimar die Mineraliensammlung begründet hat. Meine Mutter hätte das gerne gesehen, dass ich dieses Hugenotten-Erbe weiterpflege. Es hat mich leider überhaupt nicht interessiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt starb sie im März dieses Jahres. Und ich kam zum ersten Mal zurück nach Moabit und … Wohnung ausräumen, Sie kennen das alle, was dann dazugehört. Das ganze Hugenotten-Erbe: sie hat einen Riesen-Stammbaum der Hugenotten, die über den Rhein kamen, damals in eine Datenbank eingetragen. Eine ganz tolle Lebensleistung, der ich aber immer etwas fremd gegenüberstand. Und stellte zwei Dinge fest in Moabit, die mich ein bisschen wie ein Schlag getroffen haben. Das eine habe ich Ihnen schon erzählt: Das Grab von Albrecht Haushofer ist direkt auf der anderen Straßenseite des Ortes, wo Rudolf Steiner seinen Vortrag über Goethes Märchen hält. Und das andere - dass das Haus, in dem Rudolf Steiner seinen Vortrag über Goethes Märchen hält – die Urzelle der Anthroposophie – auf dem Haus der Hugenotten stand, in dem sie damals in Moabit lebten. Also genau, ja, Alt-Moabit 98, 97.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gibt ja diesen Satz: „Das Künftige ruhe auf Vergangenem.” Hat immer eine Bedeutung, dass das Goetheanum auch auf diesem Hügel steht, bei der Eremitage. Ein neuer geistiger Impuls kann sozusagen nicht in einem luftleeren Raum beginnen, der muss immer konkret an etwas anknüpfen. Und dann dachte ich, als ich das feststellte: Akzeptiere dein Schicksal, du mochtest Moabit nicht, Hugenotten konntest du nichts anfangen – vielleicht kannst du ein Stück weit suchen, warum Rudolf Steiner diese Urzelle der Anthroposophie gerade an einem solchen Ort damals eingesenkt und begründet hat. Ich glaube nicht, dass das ein Zufall ist: Die Keimzelle der Michael-Schule auf Erden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=2815s Mit den Hugenotten zog aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche über den Rhein nach Deutschland, hat damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht 00:46:55] ===&lt;br /&gt;
Ich hatte dann noch die Erfahrung... meine Mutter ließ sich dann - das nur aus dem Nähkästchen geplaudert - da lernt man die Hugenotten auch ein bisschen kennen, staunt noch mehr, was Steiner gerade dort hat anknüpfen lassen. Die hat sich dann auf dem Hugenotten-Friedhof meiner Mutter für die französische Gemeinde Berlin am Gendarmenmarkt, Berlin in der Chausseestraße nach so einem Hugenotten-Bestattungsgottesdienst bestatten lassen. Wenn man Pfarrer der Christengemeinschaft ist, ist es erst mal ein Kulturschock. Das ist nämlich das absolute Kontrastprogramm zu uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Calvinismus gibt es diese Prädestinationslehre: Alles ist vorbestimmt, ob man gutes oder schlecht … ein gutes oder schlechtes Schicksal hat. Es ist die Absage an jede Form von Liturgie oder Imagination, ein ganz nüchterner Wortgottesdienst, in dem nur das Wort Gottes aus dem Evangelium verkündet und interpretiert wird. Die Predigt bestand daraus, dass ein sehr freundlicher Pfarrer, der das sehr schön auf seine Art gemacht hat, dann sagte: „Da ist jemand an einem Schlaganfall gestorben, wir müssen an diesem Tod klug werden.” Genau … so habe ich auch geguckt. Gar nicht verstanden, was der meint. So denken die. Das ist so … also die Rationalität, man kann daran klug werden, keine Imagination, keine Liturgik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja gut - das war die Erfahrung und unter dieser Erfahrung dieses Gottesdienstes habe ich mich ein bisschen auf die Suche gemacht. War auch eine Suche, wenn Sie so wollen, nach meiner eigenen Vergangenheit: Wer sind die Hugenotten, dass Steiner an einem solchen Platz über Goethes Märchen spricht? Da ist – und das will ich Ihnen am Ende noch mitgeben – doch einiges Bemerkenswertes zu finden. Die Hugenotten – Karl Heyer, der Historiker, der Anthroposophische, hat mal über sie gesagt: Mit den Hugenotten zogen aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche – deren Repräsentanten in Frankreich die Hugenotten waren – über den Rhein nach Deutschland und haben damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs, ja die Verfolgung durch Ludwig XIV., verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=2958s Die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erste in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben gebracht 00:49:18] ===&lt;br /&gt;
Und das Erstaunliche ist, die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erstes in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschaftsleben gebracht, Handel und Gewerbe. Das ist richtig aufgeblüht in Preußen damals. Starke Impulse auf das Geistesleben, die Preußische Akademie, die spätere Humboldt-Akademie, in der Alexander von Humboldt und auch die Brüder Grimm damals studiert haben. Und starke Impulse auf das Rechtsleben. Die ganze preußische Verwaltung ist von diesem Militärverwaltungsapparat aus Frankreich durch die Hugenotten inspiriert worden. Das ist jetzt noch nicht Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Ja, aber Rudolf Steiner sagte immer: Dreigliederung ist kein Konstrukt, das man auf den sozialen Organismus überstülpt, der soziale Organismus ist dreigliedrig. Und die Hugenotten hatten diesen Grundgestus, diesen sozialen Organismus dreigliedrig anzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=3026s Mit den französischen Calvinisten ist das Christentum zu einer Diesseits-Religion geworden 00:50:26] ===&lt;br /&gt;
Wenn Sie schon tiefe Sympathie für das Hugenottentum haben, dann muss ich aber was anderes noch dazustellen. Da schrieb jemand: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Vielleicht hat sich nirgendwo das Christentum jemals so diesseitig in seinem Streben, so bildlos und zugleich abstrakt in seinem Ausdruck, so intellektuell in seinem Anspruch, so alttestamentarisch in seinem Nachklang, so egoistisch in seinen Anreizen, so ohne jegliche liturgische Form in seiner Andacht und so ohne spirituelle mystische Tiefe in seiner Impulsierung ausgebildet als die Französisch-Reformierten.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Man kann sagen, mit den französischen Calvinisten ist das Christentum zu einer Diesseits-Religion geworden. Was Nietzsche sagt, &amp;quot;Fluch auf das Christentum&amp;quot;, das hat … wie sagt er, ich bring&#039;s immer durcheinander – die Lüge vom Jenseits... na, wie sagt er das, kennen Sie das? Er sagt … zu der Illusion des Diesseits … ich weiß es nicht, jetzt habe ich ein Blackout. Man sagt bei den Hugenotten ist es umgekehrt. Die haben sozusagen das Diesseits abgelehnt … das Jenseits abgelehnt und sich ganz auf das Diesseits gerichtet. Man kann natürlich sagen, mit den Hugenotten wird das Mittelalter und sein Aberglaube mit einem Desinfektionstuch sozusagen das Christentum einmal gereinigt. Woanders als dort hätte Rudolf Steiner einen Vortrag über die Mystik im Aufgang des neuzeitlichen Geisteslebens halten können, auf einem Hugenottenplatz. Denn er hat natürlich immer sich in der Theosophischen Gesellschaft gegen den Mystizismus der verworrenen Köpfe und das Schibboleth, wie er sagt, altorientalischer Mystik gewehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=3146s Soratisch-ahrimanische Angriffe, Verfolgung und geistiger Kampf: Die Katharer-Feldzüge, die Vernichtung des Templerordens, die Hugenotten-Kriege 00:52:26] ===&lt;br /&gt;
Jetzt ist etwas sehr Erstaunliches: Im zweiten nachchristlichen Jahrtausend finden dreimal in Frankreich genozidale Verfolgungen von christlichen Glaubensgemeinschaften statt. Einmal die Katharer-Feldzüge, die sogenannten Albigenserkreuzzüge, Kreuzzug gegen den Gral, ja, die eine neue Kulturepoche vorbereiten wollten. Das zweite Mal die Vernichtung des Templerordens im 14. Jahrhundert durch den französischen König und durch den Papst. Und dann das dritte Mal gegen die Französisch-Reformierten, die Calvinisten, während der sogenannten Hugenottenkriege im 16. Jahrhundert. Und man schätzt, dass allein in der sogenannten Bartholomäusnacht 200.000 Menschen in einem genozidalen Akt ermordet worden sind. Man hat das wie in Frankreich bei den Albigensern gemacht. Man hat dem tobenden Pöbel freie Beute und gleichzeitig Sündenablass versprochen. Die Straßen von Paris müssen in Blut geschwommen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist die Frage: Ja, diese, man möchte sagen, soratisch-ahrimanischen Angriffe, die sind uns bei den Templern und bei den Katharern, glaube ich, schnell eindeutig. Denn das waren ja spirituelle Bewegungen, die künftige Kulturepochen oder zumindest eine Durchchristung des ganzen europäischen Lebens damals angestrebt haben. Das – wir würden heute sagen – triggert immer natürlich die entsprechenden Gegenkräfte. Was hat bitte diesen gewaltigen genozidalen Hass bei den französischen Calvinisten, bei den Hugenotten gegen sie angerichtet? Man kann natürlich … historisch sagtman, da geht es um dynastische Streitereien. Aber das ist ein bisschen wie mit dem Dreißigjährigen Krieg, da geht es auch um religionshistorische dynastische Streitereien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=3264s Zeitgleich mit dem Angriff auf die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die Michael-Schule in der geistigen Welt statt. Die Michael-Schule, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:54:24] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Steiner sagt trotzdem, das, was dahinter verhandelt wurde, symptomatologisch betrachtet, ist das Rosenkreuzertum. Dieselbe Frage müssen wir bei den französischen Calvinisten stellen und ich meine, es kann nur eine einzige Erklärung geben. Zeitgleich zu dem Angriff gegen die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die [[Michael-Schule]] in der geistigen Welt statt. Die [[Michael-Schule]], die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten, von dem Rudolf Steiner sagt: Goethe hat ein Miniaturbild dieses Kultus in sein Märchen hineingegossen. Und er sagt zugleich, die stärksten … es hat die größte Beunruhigung unter den ahrimanischen Dämonen angerichtet, was Michael innerhalb dieses Kultus und innerhalb seiner Schule damals dort in den geistigen Welten vor den Seinen vollzogen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Hugenotten, die dann über den Rhein nach Deutschland ziehen, haben ja die Aufgabe, mit Berlin-Moabit einen Boden zu bereiten, in dem Rudolf Steiner an Michaeli 1900 mit diesem ersten Vortrag über Goethes Märchen diese Urzelle der Anthroposophie in den Boden einsenken kann. Denn man kann sagen, inmitten der von Brücken umgebenen Wasserinsel von Moabit, ja, da hält Rudolf Steiner diesen Vortrag über Goethes Märchen, in der eine Brücke geschlagen wird vom Reich der Schlange ins Reich der Lilie. Und dieser Vortrag selber wird zu der Brücke ins 20. Jahrhundert, in der die neuen Mysterien und die Michaelsschule auf Erden gewissermaßen erneuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, diese Aufgabe der Hugenotten, ja, diesen Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche abspiegelnd, halbbewusst diesem Kultus Michaels in der geistigen Welt entgegen, das nach Deutschland, nach Berlin zu tragen, dass Rudolf Steiner dort anknüpfen kann, das hat diesen ungeheuren Hass der ahrimanischen Dämonen, die hinter diesen Hugenottenkriegen standen, gewissermaßen angefacht. Denn das Ereignis dieses Kultus Michaels in der geistigen Welt konnten sie nicht verhindern. Was sie versucht haben anzugreifen, ist die religiöse Glaubensgemeinschaft, die die Aufgabe haben wird, über den Rhein nach Deutschland zu ziehen und selber einen Bezirk Moabit zu gründen, von dem man in seiner Bildsprache das Gefühl haben kann, der ist selber wie ein Miniaturbild dieses Goethe&#039;schen Märchens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn mit Berlin-Moabit kommt das Hugenottentum gewissermaßen an seinen Nullpunkt. Die Absage an alles Imaginative, die zeigt sich darin, dass die Bildsprache von Goethes Märchen eigentlich in dieser Art und Weise, wie Berlin-Moabit damals begründet worden ist, gewissermaßen hindurchleuchtet. Die Absage an alles Kultisch-Liturgische - Rudolf Steiner, der durch das gesprochene Wort sagt: &#039;&#039;„… konnte ich Worte finden, die wieder ganz esoterisch werden konnten und aus der geistigen Welt selber herausgeprägt waren.”&#039;&#039; Das gesprochene Wort über Goethes Märchen wird selber wieder kultisch und liturgisch. Und da merkt man auf welche Weise der Goethe&#039;sche Satz: &#039;&#039;„… ein Teil …, der stets das Böse will und stets das Gute schafft”&#039;&#039; – dass die Kräfte, die die Hugenotten gewissermaßen zu vernichten versucht haben, gleichzeitig ja auch wieder das in Bewegung gesetzt haben, was dann in Deutschland, in Berlin, den Boden für diese Urzelle der Anthroposophie damals bewerkstelligt haben. Also das Ganze für eine platonisch gestimmte Seele freut sich da an der Bildhaftigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=3513s Albrecht Haushofer und das Sonett 15 &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot; 00:58:33] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man sagen, die Gründung von Moabit ist die Verkündigung. Rudolf Steiners Christus-Erlebnis zwischen dem Vortrag Nietzsches und dem Vortrag über Goethes Märchen ist das Opfer der Schlange, die selber in Edelsteine zerfällt, damit dieser Vortrag zu einer Brücke werden kann. Und dann öffnen sich 45 Jahre später ebenfalls, wie fast in einem Anschluss in Berlin-Moabit, auch ein unterirdischer Tempel, über den ich damals im März gesprochen habe: Albrecht Haushofer, der ja auch in Berlin-Moabit ein Christus-Erlebnis hatte, das er hat einmünden lassen in dieses wunderbare Gedicht &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot;.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;In tausend Bildern habe ich ihn gesehen,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;als Weltenrichter zornig und erhaben,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;als Dorngekrönten, als Madonnenknaben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;keines konnte ganz in ihm bestehen,&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;[dichtet er über das Auferstehungsbild Matthias Grünewalds Isenheimer Altar.]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Jetzt fühle ich, dass nur eines gültig ist,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;wie sich dem Meister Mathis er gezeigt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht der Fahle, der zum Tod sich neigt,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;der Lichtumflossene, dieser ist der Christ.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nicht Menschenkunst allein hat so gemalt,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;dem Grabesdunkel schwerelos entschwebend,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;das Haupt von goldenem Leuchten ringsumwebend,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;von allen Farben geisterhaft umstrahlt,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;noch immer Wesen, dennoch grenzenlos&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Warum spreche ich Ihnen dieses Gedicht in einem Vortrag über Goethes Märchen? Weil auch dieses Gedicht vier Stufen hat. Vier Stufen, die wir aus dem Goethe&#039;schen Märchen und aus dem Kultus Michaels kennen. Eine Verkündigung am Anfang: In tausend Bildern habe ich Christus gesehen. &#039;&#039;Jetzt fühle ich, dass nur eines gültig ist.&#039;&#039; &#039;&#039;Der Fahle, der zum Tod sich neigende&#039;&#039;, das Opfer. Albrecht Haushofer, der das unter den schwersten Kriegsbedingungen der Bombardierung in den letzten Kriegstagen niedergeschrieben hat. „&#039;&#039;Dem Grabesdunkel schwerelos entschwebend, das Haupt von goldenem Leuchten ringsumwebend”&#039;&#039; – da verwandelt sich etwas in ein &amp;quot;noch immer Wesen, dennoch grenzenlos fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch so ein Gedicht aus den Moabiter Sonetten, das Albrecht Haushofer in Moabit geschrieben hat, ist wie ein Miniaturbild des Goethe&#039;schen Märchens, über das Steiner in Moabit gesprochen hat. Und Sie merken, dadurch klingen sich Dinge ineinander, die plötzlich in einer besonderen Weise in ein Gespräch gehen. Und vielleicht kann man sagen, die Moabiter Sonette, das ist gewissermaßen die Kommunion, wo das Ganze an Moabit, was da einmal von den Hugenotten selber eingerichtet worden ist, jetzt weiter in der Welt aufgefunden werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=3701s Haushofers Sonette zeigen, dass dieser Kultus Michaels in den geistigen Welten ein Impuls ist, der seine ätherischen Wirkungen in den Sehnsüchten der Menschen, die den Impuls nach Anthroposophie auf die Erde bringen, uns allen ja in immer neuer Weise auch weiter wirken kann 01:01:41] ===&lt;br /&gt;
In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, wenn man mich fragt, woher ich komme: Ich sage nicht mehr aus Charlottenburg, ich sage mit einer demütigen und trotzdem Freude: Ich komme aus Moabit. Es ist ein zukünftiger Bezirk und es ist erstaunlich, in welcher Weise Ereignisse zwischen Himmel und Erde in der Geschichte des 20. Jahrhunderts da doch in einer besonderen Weise immer wieder zusammengewirkt haben. Steiner sagt selber, man darf nicht aufhören mit diesem Goethe&#039;schen Märchen. Und das zeigt diese Geschichte, glaube ich, auch mit Haushofer, dass dieser Kultus Michaels in den geistigen Welten ein Impuls ist, der seine ätherischen Wirkungen in den Sehnsüchten der Menschen, die den Impuls nach Anthroposophie auf die Erde bringen, uns allen ja in immer neuer Weise auch weiter wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=zdDkKXGcTig&amp;amp;t=3756s Dank und Verabschiedung 01:02:36] ===&lt;br /&gt;
Das wollte ich Ihnen heute Abend mitgeben. Es ist zehn nach und ich glaube, damit ist es auch genug. Herzlichen Dank für die Einladung! Ich freue mich aufs nächste Mal zu Johanni im nächsten Jahr. Der nächste Vortrag ist … oder ist das noch sub rosa? Wollen Sie noch sagen, worüber? Oder ist das noch sub rosa? Worüber der nächste Vortrag ist … oder ist das noch sub rosa?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Das ist jetzt fest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja, das weiß ich, aber das Thema. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm: Soll ich das sagen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nein, das lassen wir noch ein bisschen geheim nach Weihnachten. Alles klar, gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ulrich Roehm:  Das Thema ist wie immer bei Michael Rheinheimer eine Überraschung. Man denkt an was ganz anderes und es kommt genau, was sein muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikum: Es gibt ja keine Zufälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Rheinheimer: Ja! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikum: Ganz toll! Ich bin zufällig in Bad Karlshafen an der Weser, da gibt es ein Hugenotten-Museum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Da war meine Mutter hochaktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikum: In einem ganz tollen ehemaligen … Brauerei oder so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja, ich war nie da. Ich habe mich ja nie dafür interessiert. Das tut mir so leid. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikum: Meine Frau ist auch Hugenottin. Das nennt sich Bougie. Vor 20 Jahren haben wir uns über die Christengemeinschaft kennen gelernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Sehen Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikum: Es gibt ja auch keine Zufälle!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja, genau! Ja, genau. Es ist da auch etwas drin enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage [akkustisch undeutlich] aus dem Publikum, sinngemäß eine Bitte um Erläuterung des Sonetts:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Rheinheimer: Ja, er sagt: &amp;quot;&#039;&#039;In tausend Bildern habe ich Christus gesehen. Ja, Weltenrichter, Dorngekrönter, Madonnenknabe.&#039;&#039;&amp;quot; Da wird verkündet, in welcher Weise der Christus dargestellt wird. Und dann gibt es den zweiten Schritt. Jetzt, jetzt ist bei Haushofer: &amp;quot;Ich werde bombardiert, in meiner Zelle rattenhaft verwahrt. Da fühle ich, wie nur eines gültig ist. Nicht der Fahle, der zum Tode sich neigende, der Sterbende.&amp;quot; In dieser eigenen Opfersituation merkt er, das ist aber noch nicht der Christus. &amp;quot;&#039;&#039;Nicht Menschenkunst allein hat so gemalt. Dem Grabesdunkel schwerelos entschwebend, das Haupt von goldenem Leuchten ringsumwebend.&#039;&#039;&amp;quot; Da kommt es zu einer Wandlung. Ja, da kommt sozusagen aus dem Unterirdischen nicht nur die Auferstehung, sondern auch die Welt der Verstorbenen, von der er sonst berichtet. Und dann am Schluss: &amp;quot;&#039;&#039;Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß.&#039;&#039;&amp;quot; Die Verbindung von Himmel und Erde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikum. Also dann Auferstehung …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Rheinheimer: Ja, also es sind … und das ist jetzt nicht so erstaunlich: Sonette kommen aus Friedrich II. aus Sizilien. Ja, das sind sozusagen spirituelle Formen. Die haben auch immer eine liturgische Handlung. Alle Sonette von Haushofer sind nach diesen vier Schritten. Aber in diesem Gedicht kommt es in einer besonderen Weise zum Ausdruck. Und es ist natürlich sprechend dafür, diese vier Schritte der Weihehandlung: Kultus Michael, Goethes Märchen, in welcher Weise das ineinander klingt. Kommunion, ja, also Verbindung. Verbindung zwischen dem Reich der Schlange und dem Reich der Lilie, wenn wir so wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ENDE des Vortrages&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ahriman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] sagt er [Rudolf Steiner] über dieselbe Gestalt, von der er später davon sprechen wird, dass Nietzsche ein Gefäß &#039;&#039;&#039;Ahrimans&#039;&#039;&#039; war.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Friedrich Nietzsche war ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: Am geistigen Materialismus seiner Zeit 00:33:15|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:33:15]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Anthroposophie]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner […] seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten […]  dass er diesen Vortrag später als die &amp;quot;Urzelle der &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039;&amp;quot; bezeichnet hat. Man kann vielleicht daran anknüpfend sagen: gewissermaßen vielleicht auch die Grundsteinlegung der [[A:Michael-Schule|Michael-Schule]] auf Erden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
* „[…] alle Menschen, die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; auf Erden suchen, die eine bestimmte Sehnsucht in ihrem Herzen haben, die müssen von diesem Kultus Michaels in der geistigen Welt berührt worden sein, der einen Vorgang abschließt, den Rudolf Steiner selber die sogenannte Michael-Schule nennt.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Apokalypse des Johannes]]     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] in der Geistigen Welt geistige Wesen, hierarchische Wesen liturgische Handlungen vollbringen. Das ist uns, wenn wir das Evangelium kennen, zum Beispiel die &#039;&#039;&#039;Apokalypse&#039;&#039;&#039;, aber durchaus vertraut.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|B}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Calvin, Johannes]]     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Im &#039;&#039;&#039;Calvinismus&#039;&#039;&#039; gibt es diese Prädestinationslehre: Alles ist vorbestimmt, ob man gutes oder schlecht … ein gutes oder schlechtes Schicksal hat. Es ist die Absage an jede Form von Liturgie oder Imagination, ein ganz nüchterner Wortgottesdienst, in dem nur das Wort Gottes aus dem Evangelium verkündet und interpretiert wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Mit den Hugenotten zog aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche über den Rhein nach Deutschland, hat damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht 00:46:55|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:46:55]]&lt;br /&gt;
* „Man kann sagen, mit den französischen &#039;&#039;&#039;Calvinisten&#039;&#039;&#039; ist das Christentum zu einer Diesseits-Religion geworden” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Mit den französischen Calvinisten ist das Christentum zu einer Diesseits-Religion geworden 00:50:26|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:50:26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dass dieses Goethe&#039;sche Märchen und dieser Kultus Michaels und die Menschenweihehandlung der &#039;&#039;&#039;Christengemeinschaft&#039;&#039;&#039; in dieser viergliedrigen Liturgik gewissermaßen eine Grundbewegung haben, in der sie sich geistig untereinander durchleuchten und durchstrahlen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christentum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Man kann sagen, mit den französischen Calvinisten ist das &#039;&#039;&#039;Christentum&#039;&#039;&#039; zu einer Diesseits-Religion geworden” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Mit den französischen Calvinisten ist das Christentum zu einer Diesseits-Religion geworden 00:50:26|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:50:26]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Christus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Albrecht Haushofer, ein Widerstandskämpfer im 20. Jahrhundert, Autor der Moabiter Sonette und auf seine ganz eigene Weise ein spiritueller Zeuge eines &#039;&#039;&#039;Christuswirkens&#039;&#039;&#039; im 20. Jahrhundert.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
* „[…] in der Pfingstepistel der Menschenweihehandlung, da heißt es ja: „&#039;&#039;Die Weihehandlung, die entstammet der Einsetzung Christi&#039;&#039;”. Also der &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039; muss dort auf Erden etwas eingerichtet […] haben […] das ist dann eine liturgische Handlung, die gewissermaßen auch für die geistige Welt eine Gültigkeit hat.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
* „Albrecht Haushofer, der ja auch in Berlin-Moabit ein &#039;&#039;&#039;Christus&#039;&#039;&#039;-Erlebnis hatte, das er hat einmünden lassen in dieses wunderbare Gedicht &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Albrecht Haushofer und das Sonett 15 &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot; 00:58:33|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:58:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Die zweite Kreuzigung des Christus im Ätherischen im 19. Jahrhundert]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Christus, sagt Rudolf Steiner […] im 19. Jahrhundert hat im Geistigen eine &#039;&#039;&#039;zweite Kreuzigung&#039;&#039;&#039; erfahren durch die Gedankenschwärze des Materialismus, die immer mehr Menschen in die geistige Welt hineingetragen haben.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Der Christus hat im im 19. Jahrhundert im Geistigen eine zweite Kreuzigung erfahren durch die Gedankenschwärze des Materialismus. Das wird im 20. Jahrhundert zur Auferstehung eines wiederkommenden Christus 00:36:03|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:36:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dreigliederung des sozialen Organismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und das Erstaunliche ist, die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erstes in besonderer Weise auf die &#039;&#039;&#039;Dreigliederung des sozialen Organismus&#039;&#039;&#039; gewirkt.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erste in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben gebracht 00:49:18|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:49:18]]&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner sagte immer: &#039;&#039;&#039;Dreigliederung&#039;&#039;&#039; ist kein Konstrukt, das man auf den sozialen Organismus überstülpt, der soziale Organismus ist dreigliedrig.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erste in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben gebracht 00:49:18|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:49:18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|E}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Evangelien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] in der Geistigen Welt geistige Wesen, hierarchische Wesen liturgische Handlungen vollbringen. Das ist uns, wenn wir das &#039;&#039;&#039;Evangelium&#039;&#039;&#039; kennen, zum Beispiel die Apokalypse, aber durchaus vertraut.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{BS|F}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frederik Willem Zeylmans van Emmichoven]]       &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Emanuel Zeylmans van Emmichoven&#039;&#039;&#039; […] entdeckt […] am Ende von Goethes Märchen, da ist in dem großen Tempel ein Altar und der Altar ist aber gewissermaßen leer […] Rudolf Steiner sagt […] dass eigentlich das Märchen selber der liturgische Gottesdienst ist, der fortwährend auf diesem Altar vollzogen wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|G}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geist]] / Geistiger Impuls&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Hat immer eine Bedeutung, dass das Goetheanum auch auf diesem Hügel steht […] Ein neuer &#039;&#039;&#039;geistiger Impuls&#039;&#039;&#039; kann sozusagen nicht in einem luftleeren Raum beginnen, der muss immer konkret an etwas anknüpfen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Persönliches aus der Herkunft des Vortragenden: Berlin-Moabit und die Hugenotten 00:43:52|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:43:52]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geistige Welt]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] in der &#039;&#039;&#039;Geistigen Welt&#039;&#039;&#039; geistige Wesen, hierarchische Wesen liturgische Handlungen vollbringen. Das ist uns, wenn wir das Evangelium kennen, zum Beispiel die Apokalypse, aber durchaus vertraut.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
* „[…] in der Pfingstepistel der Menschenweihehandlung, da heißt es ja: „&#039;&#039;Die Weihehandlung, die entstammet der Einsetzung Christi&#039;&#039;”. Also der Christus muss dort auf Erden etwas eingerichtet […] haben […] das ist dann eine liturgische Handlung, die gewissermaßen auch für die &#039;&#039;&#039;geistige Welt&#039;&#039;&#039; eine Gültigkeit hat.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039; selber hat gesagt, man kann dieses Märchen […] auf 99 verschiedene Weisen interpretieren. […] Der Riese gibt einem die Möglichkeit, auch auf seinem schwarzen Schatten über diese Schwelle des Flusses hinüberzugehen […] wo wir unerlaubt über die Schwelle des Geistigen herübergehen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goetheanum]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Hat immer eine Bedeutung, dass das &#039;&#039;&#039;Goetheanum&#039;&#039;&#039; auch auf diesem Hügel steht […] Ein neuer geistiger Impuls kann sozusagen nicht in einem luftleeren Raum beginnen, der muss immer konkret an etwas anknüpfen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Persönliches aus der Herkunft des Vortragenden: Berlin-Moabit und die Hugenotten 00:43:52|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:43:52]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner […] 1900 – in der sogenannten Theosophischen Bibliothek seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten hat über „&#039;&#039;&#039;Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&#039;&#039;&#039;“.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
* „[…] dieses &#039;&#039;&#039;Märchen&#039;&#039;&#039; bezeichnet er als ein Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten. Einen Kultus Michaels, eines Erzengels, eines hierarchischen Wesens, das er selber in den geistigen Welten vollzogen hat.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
* „Emanuel Zeylmans van Emmichoven […] entdeckt […] am Ende von &#039;&#039;&#039;Goethes Märchen&#039;&#039;&#039;, da ist in dem großen Tempel ein Altar und der Altar ist aber gewissermaßen leer […] Rudolf Steiner sagt […] dass eigentlich das Märchen selber der liturgische Gottesdienst ist, der fortwährend auf diesem Altar vollzogen wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;in dem Reich der grünen Schlange&#039;&#039;&#039;, da wird davon berichtet, dass es einen unterirdischen Tempel gibt mit vier Königen: einem goldenen, einem silbernen, einem ehernen König und einem sogenannten gemischten König.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
* „Moabit ist ein territorialer Kleinstaat in Palästina im Heiligen Land und die Schwelle nach Kanaan, ins Gelobte Land. Moabit ist eine Schwelle, wie der Fluss in &#039;&#039;&#039;Goethes Märchen&#039;&#039;&#039; auch eine Schwelle ist.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Moabit im Alten Testament: Die Schwelle ins Gelobte Land 00:29:33|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:29:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Haushofer, Albrecht]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Das Grab von &#039;&#039;&#039;Albrecht Haushofer&#039;&#039;&#039; ist direkt auf der anderen Straßenseite des Ortes, wo Rudolf Steiner seinen Vortrag über Goethes Märchen hält.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Persönliches aus der Herkunft des Vortragenden: Berlin-Moabit und die Hugenotten 00:43:52|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:43:52]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Albrecht Haushofer&#039;&#039;&#039;, ein Widerstandskämpfer im 20. Jahrhundert, Autor der Moabiter Sonette und auf seine ganz eigene Weise ein spiritueller Zeuge eines Christuswirkens im 20. Jahrhundert.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Albrecht Haushofer&#039;&#039;&#039;, der ja auch in Berlin-Moabit ein Christus-Erlebnis hatte, das er hat einmünden lassen in dieses wunderbare Gedicht &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Albrecht Haushofer und das Sonett 15 &amp;quot;Qui Resurrexit&amp;quot; 00:58:33|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:58:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heyer, Karl]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Karl Heyer&#039;&#039;&#039;, der Historiker, der Anthroposophische, hat mal über sie gesagt: Mit den Hugenotten zogen aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche […] über den Rhein nach Deutschland und haben damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs […] verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Mit den Hugenotten zog aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche über den Rhein nach Deutschland, hat damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht 00:46:55|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:46:55]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Katharer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Im zweiten nachchristlichen Jahrtausend finden dreimal in Frankreich genozidale Verfolgungen von christlichen Glaubensgemeinschaften statt. Einmal die &#039;&#039;&#039;Katharer&#039;&#039;&#039;-Feldzüge, die sogenannten Albigenserkreuzzüge, Kreuzzug gegen den Gral, ja, die eine neue Kulturepoche vorbereiten wollten.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Soratisch-ahrimanische Angriffe, Verfolgung und geistiger Kampf: Die Katharer-Feldzüge, die Vernichtung des Templerordens, die Hugenotten-Kriege 00:52:26|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:52:26]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kreuzestod]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Christus, sagt Rudolf Steiner […] im 19. Jahrhundert hat im Geistigen eine zweite &#039;&#039;&#039;Kreuzigung&#039;&#039;&#039; erfahren durch die Gedankenschwärze des Materialismus, die immer mehr Menschen in die geistige Welt hineingetragen haben.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Der Christus hat im im 19. Jahrhundert im Geistigen eine zweite Kreuzigung erfahren durch die Gedankenschwärze des Materialismus. Das wird im 20. Jahrhundert zur Auferstehung eines wiederkommenden Christus 00:36:03|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:36:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kulturepochen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Karl Heyer, der Historiker, der Anthroposophische, hat mal über sie gesagt: Mit den Hugenotten zogen aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen &#039;&#039;&#039;Kulturepoche&#039;&#039;&#039; […] über den Rhein nach Deutschland und haben damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs […] verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Mit den Hugenotten zog aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche über den Rhein nach Deutschland, hat damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht 00:46:55|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:46:55]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kultus]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] dass dieses Goethe&#039;sche Märchen und dieser &#039;&#039;&#039;Kultus&#039;&#039;&#039; Michaels und die Menschenweihehandlung der Christengemeinschaft in dieser viergliedrigen Liturgik gewissermaßen eine Grundbewegung haben, in der sie sich geistig untereinander durchleuchten und durchstrahlen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|L}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|L}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liturgie]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] in der Geistigen Welt geistige Wesen, hierarchische Wesen &#039;&#039;&#039;liturgische Handlungen&#039;&#039;&#039; vollbringen. Das ist uns, wenn wir das Evangelium kennen, zum Beispiel die Apokalypse, aber durchaus vertraut.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
* „[…] in der Pfingstepistel der Menschenweihehandlung, da heißt es ja: „&#039;&#039;Die Weihehandlung, die entstammet der Einsetzung Christi&#039;&#039;”. Also der Christus muss dort auf Erden etwas eingerichtet […] haben […] das ist dann eine &#039;&#039;&#039;liturgische Handlung&#039;&#039;&#039;, die gewissermaßen auch für die geistige Welt eine Gültigkeit hat.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
* „Emanuel Zeylmans van Emmichoven […] entdeckt […] am Ende von Goethes Märchen, da ist in dem großen Tempel ein Altar und der Altar ist aber gewissermaßen leer […] Rudolf Steiner sagt […] dass eigentlich das Märchen selber der &#039;&#039;&#039;liturgische&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Gottesdienst&#039;&#039;&#039; ist, der fortwährend auf diesem Altar vollzogen wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
* „Michael scheint ein Engel zu sein, der in der geistigen Welt nicht nur &#039;&#039;&#039;liturgische Handlungen&#039;&#039;&#039; vollzieht, sondern auch – so berichtet das Rudolf Steiner – einen Kreis von Menschen, von Elementarwesen, von Wesen, die zu ihm gehören. Steiner nennt das &amp;quot;Michael und die Seinen&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
* „[…] dass dieses Goethe&#039;sche Märchen und dieser Kultus Michaels und die Menschenweihehandlung der Christengemeinschaft in dieser viergliedrigen &#039;&#039;&#039;Liturgik&#039;&#039;&#039; gewissermaßen eine Grundbewegung haben, in der sie sich geistig untereinander durchleuchten und durchstrahlen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Materialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Rudolf Steiner] […] Nietzsche ist ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: an dem geistigen &#039;&#039;&#039;Materialismus&#039;&#039;&#039; seiner Zeit.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Friedrich Nietzsche war ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: Am geistigen Materialismus seiner Zeit 00:33:15|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:33:15]]&lt;br /&gt;
* „Christus, sagt Rudolf Steiner […] im 19. Jahrhundert hat im Geistigen eine zweite Kreuzigung erfahren durch die Gedankenschwärze des &#039;&#039;&#039;Materialismus&#039;&#039;&#039;, die immer mehr Menschen in die geistige Welt hineingetragen haben.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Der Christus hat im im 19. Jahrhundert im Geistigen eine zweite Kreuzigung erfahren durch die Gedankenschwärze des Materialismus. Das wird im 20. Jahrhundert zur Auferstehung eines wiederkommenden Christus 00:36:03|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:36:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Menschenweihehandlung]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] in der Pfingstepistel der &#039;&#039;&#039;Menschenweihehandlung&#039;&#039;&#039;, da heißt es ja: „&#039;&#039;Die Weihehandlung, die entstammet der Einsetzung Christi&#039;&#039;”. Also der Christus muss dort auf Erden etwas eingerichtet […] haben […] das ist dann eine liturgische Handlung, die gewissermaßen auch für die geistige Welt eine Gültigkeit hat.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner bezeichnete das Märchen Goethes als Miniaturbild des Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:03:38|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:07:17]]&lt;br /&gt;
* „[…] dass dieses Goethe&#039;sche Märchen und dieser Kultus Michaels und die &#039;&#039;&#039;Menschenweihehandlung&#039;&#039;&#039; der Christengemeinschaft in dieser viergliedrigen Liturgik gewissermaßen eine Grundbewegung haben, in der sie sich geistig untereinander durchleuchten und durchstrahlen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
[[Michael]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Michael&#039;&#039;&#039; scheint ein Engel zu sein, der in der geistigen Welt nicht nur liturgische Handlungen vollzieht, sondern auch – so berichtet das Rudolf Steiner – einen Kreis von Menschen, von Elementarwesen, von Wesen, die zu ihm gehören. Steiner nennt das &amp;quot;Michael und die Seinen&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
* „[…] dass dieses Goethe&#039;sche Märchen und dieser &#039;&#039;&#039;Kultus Michaels&#039;&#039;&#039; und die Menschenweihehandlung der Christengemeinschaft in dieser viergliedrigen Liturgik gewissermaßen eine Grundbewegung haben, in der sie sich geistig untereinander durchleuchten und durchstrahlen.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Emanuel Zeylmans: Dieses Märchen enthält vier Stufen einer liturgischen Handlung 00:15:02|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:15:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael-Schule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner […] seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten […]  dass er diesen Vortrag später als die &amp;quot;Urzelle der Anthroposophie&amp;quot; bezeichnet hat. Man kann vielleicht daran anknüpfend sagen: gewissermaßen vielleicht auch die Grundsteinlegung der &#039;&#039;&#039;Michael-Schule&#039;&#039;&#039; auf Erden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
* „[…] alle Menschen, die Anthroposophie auf Erden suchen, die eine bestimmte Sehnsucht in ihrem Herzen haben, die müssen von diesem Kultus Michaels in der geistigen Welt berührt worden sein, der einen Vorgang abschließt, den Rudolf Steiner selber die sogenannte &#039;&#039;&#039;Michael-Schule&#039;&#039;&#039; nennt.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Michael-Schule&#039;&#039;&#039;, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten, von dem Rudolf Steiner sagt: Goethe hat ein Miniaturbild dieses Kultus in sein Märchen hineingegossen.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Zeitgleich mit dem Angriff auf die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die Michael-Schule in der geistigen Welt statt. Die Michael-Schule, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:54:24|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:54:24]]&lt;br /&gt;
* „[…] inmitten der von Brücken umgebenen Wasserinsel von Moabit, ja, da hält Rudolf Steiner diesen Vortrag über Goethes Märchen, in der eine Brücke geschlagen wird vom Reich der Schlange ins Reich der Lilie. Und dieser Vortrag selber wird zu der Brücke ins 20. Jahrhundert, in der die neuen Mysterien und die &#039;&#039;&#039;Michael-Schule&#039;&#039;&#039; auf Erden gewissermaßen erneuert werden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Zeitgleich mit dem Angriff auf die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die Michael-Schule in der geistigen Welt statt. Die Michael-Schule, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:54:24|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:54:24]]&lt;br /&gt;
[[Mysterien]], neue Mysterien  im GG!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] inmitten der von Brücken umgebenen Wasserinsel von Moabit, ja, da hält Rudolf Steiner diesen Vortrag über Goethes Märchen, in der eine Brücke geschlagen wird vom Reich der Schlange ins Reich der Lilie. Und dieser Vortrag selber wird zu der Brücke ins 20. Jahrhundert, in der die &#039;&#039;&#039;neuen Mysterien&#039;&#039;&#039; und die Michael-Schule auf Erden gewissermaßen erneuert werden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Zeitgleich mit dem Angriff auf die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die Michael-Schule in der geistigen Welt statt. Die Michael-Schule, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:54:24|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:54:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|N}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|N}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nietzsche, Friedrich]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Rudolf Steiner] […] &#039;&#039;&#039;Nietzsche&#039;&#039;&#039; ist ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: an dem geistigen Materialismus seiner Zeit.“ | Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:33:15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|O}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|P}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|P}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Prädestination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Im Calvinismus gibt es diese &#039;&#039;&#039;Prädestinationslehre&#039;&#039;&#039;: Alles ist vorbestimmt, ob man gutes oder schlecht … ein gutes oder schlechtes Schicksal hat. Es ist die Absage an jede Form von Liturgie oder Imagination, ein ganz nüchterner Wortgottesdienst, in dem nur das Wort Gottes aus dem Evangelium verkündet und interpretiert wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Mit den Hugenotten zog aus Frankreich der Geist der fünften nachatlantischen Kulturepoche über den Rhein nach Deutschland, hat damit diese vierte nachatlantische Kulturepoche des vorrevolutionären Frankreichs verlassen und diesen Impuls nach Deutschland gebracht 00:46:55|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:46:55]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Q}}&lt;br /&gt;
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[[Rudolf Steiner]]    &lt;br /&gt;
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* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten […]  dass er diesen Vortrag später als die &amp;quot;Urzelle der Anthroposophie&amp;quot; bezeichnet hat. Man kann vielleicht daran anknüpfend sagen: gewissermaßen vielleicht auch die Grundsteinlegung der [[A:Michael-Schule|Michael-Schule]] auf Erden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] 1900 – in der sogenannten Theosophischen Bibliothek seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten hat über „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
* „Emanuel Zeylmans van Emmichoven […] entdeckt […] am Ende von Goethes Märchen, da ist in dem großen Tempel ein Altar und der Altar ist aber gewissermaßen leer […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt […] dass eigentlich das Märchen selber der liturgische Gottesdienst ist, der fortwährend auf diesem Altar vollzogen wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
* „Michael scheint ein Engel zu sein, der in der geistigen Welt nicht nur liturgische Handlungen vollzieht, sondern auch – so berichtet das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; – einen Kreis von Menschen, von Elementarwesen, von Wesen, die zu ihm gehören. Steiner nennt das &amp;quot;Michael und die Seinen&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
* „[&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] […] Nietzsche ist ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: An dem geistigen Materialismus seiner Zeit.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Friedrich Nietzsche war ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: Am geistigen Materialismus seiner Zeit 00:33:15|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:33:15]]&lt;br /&gt;
* „[…] wo er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] über dieses Christus-Erlebnis spricht […] Man würde das auch nie beschreiben wollen […] das geht eigentlich nur über das Fühlen […] dann sagt er, man verliert erst einmal überhaupt die Kräfte, dass man seine Zunge bewegen kann, dass man das aussprechen kann.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiners Christus-Erlebnis - es kann nicht in Worten beschrieben werden 00:38:45|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:38:45]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte immer: Dreigliederung ist kein Konstrukt, das man auf den sozialen Organismus überstülpt, der soziale Organismus ist dreigliedrig.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erste in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben gebracht 00:49:18|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:49:18]]&lt;br /&gt;
* „[…] inmitten der von Brücken umgebenen Wasserinsel von Moabit, ja, da hält &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; diesen Vortrag über Goethes Märchen, in der eine Brücke geschlagen wird vom Reich der Schlange ins Reich der Lilie. Und dieser Vortrag selber wird zu der Brücke ins 20. Jahrhundert, in der die neuen Mysterien und die Michael-Schule auf Erden gewissermaßen erneuert werden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Zeitgleich mit dem Angriff auf die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die Michael-Schule in der geistigen Welt statt. Die Michael-Schule, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:54:24|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:54:24]]&lt;br /&gt;
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[[Templerorden]]&lt;br /&gt;
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* „[…] die Vernichtung des &#039;&#039;&#039;Templerordens&#039;&#039;&#039; im 14. Jahrhundert durch den französischen König und durch den Papst.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Soratisch-ahrimanische Angriffe, Verfolgung und geistiger Kampf: Die Katharer-Feldzüge, die Vernichtung des Templerordens, die Hugenotten-Kriege 00:52:26|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:52:26]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise: ==&lt;br /&gt;
-Manfred Kannenberg, &amp;quot;Rudolf Steiner in Berlin: Rudolf Steiners Impulse, Begegnungen und Wirkensstätten in Berlin 1897-1923 - Einträge in die Zukunft&amp;quot;, ISBN 10: 3037690283, antiquarisch erhältlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-Robin Schmidt,  &amp;quot;Rudolf Steiner und die Theosophie&amp;quot;, Rudolf Steiner Verlag 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Gralsmysterium in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
Sammlung unvollzählig! Kann ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzengel Michael]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ulrich Roehm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31430</id>
		<title>Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-08T13:18:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 23. Januar 2026 ==&lt;br /&gt;
Transkription und Glossar von Elke J., Februar 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=20s Begrüßung durch den Pfarrer der Gemeinde Nathanael Becker 00:00:20] ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Abend und herzlich willkommen hier zu diesem Vortrag! Es freut mich, dass Sie so zahlreich hier gekommen sind. Ich bin auch sehr dankbar, dass Herr Michael Rheinheimer aus Bonn zugesagt hat, um zu uns zu sprechen, zu dem Thema &#039;&#039;„Das Mysterium der Wunde, der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit“.&#039;&#039; Er hat sich quasi seit Kindesalter schon mit dem Thema beschäftigt und hat auch mehrere Vorträge bereits gehalten. Es gibt auch seit ein paar Jahren den Kurs am Seminar darüber- also ein sehr versierter Mann in diesem Thema und deswegen freue ich mich sehr, dass er hier nach Stuttgart-Nord gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben bereits gesehen, hinten stehen ein paar Kameras. Das ist eine Aufnahme für AnthroWorld, also auch der Teil von AnthroWiki, dass es da eben publiziert werden kann und auch, dass der Text in den “Kleinen Wortspuren”, den es ja in der Region auch gibt, dass er da publiziert werden kann. Dann herzlich willkommen und ich wünsche einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=90s Beginn des Vortrages: Das Mysterium der Wunde und die Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert 00:01:30] ===&lt;br /&gt;
Sehr verehrte liebe Anwesende, lieber Nathanael, herzlichen Dank für die freundliche Begrüßung! Ich freue mich zum ersten Mal bei Ihnen hier in der Gemeinde in Stuttgart-Nord zu Gast sein zu dürfen. Wir haben uns ein ambitioniertes, anspruchsvolles Thema für den heutigen Abend vorgenommen, das Mysterium der Wunde, der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit. Ich persönlich glaube, dass jede Wunde perspektivisch auf den Gral verweist, ob man sich dessen bewusst ist oder auch nicht, oder dass, wenn man zum Heiligen Gral finden will, man sich auf jeden Fall mit dem Mysterium der Wunde auseinandersetzen oder beschäftigen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - Rudolf Steiner hat ja vor 100 Jahren einiges über den Gral gesagt. Aber eine Sache, die mir immer besonders wichtig oder wesentlich war, dass er davon sprach, die Grals-Mysterien sollen heute im 21. Jahrhundert erneuert werden. Das ist kein Mysterium. Das hat natürlich seinen Hintergrund, seinen Quellort im Mittelalter. Und er hat vor 100 Jahren einiges, sehr vieles darüber gesagt, spricht auch von einer Wissenschaft des Grals, der Anthroposophie, aber er sagt, und darauf hoffe ich heute Abend mit Ihnen gemeinsam, mich dahin zu arbeiten, dass die Grals-Mysterien heute im 21. Jahrhundert erneuert werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=150s Eine Wunde ist sowohl im Physischen als auch im Geistigen eine Trennung im Gewebezusammenhang  00:02:30] ===&lt;br /&gt;
Das Mysterium der Wunde! Ich selber bin kein Arzt, habe medizinisch keinerlei Kenntnisse beziehungsweise die beschränken sich auf das, was ich mal im Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein gelernt habe. Das meiste davon ist weit abgesunken. Und gerade, weil ich medizinisch ein totaler Laie bin, also mich überhaupt nicht auskenne, was Wunden betrifft, hatte ich mal die Frage, was ist naturwissenschaftlich betrachtet oder medizinisch eine Wunde? Wie definiert man das? Und da habe ich im Lexikon nachgeguckt und bin auf drei Kriterien gestoßen, grob vereinfacht mal gesagt, viel Latein muss man dann, was ich nicht verstehe, auch erstmal ein bisschen wegschieben. Und eine Sache, die gesagt wurde, eine Wunde ist eine Trennung in einem Gewebezusammenhang. Eine Wunde ist eine Verletzung oder eine Trennung in einem Gewebezusammenhang. Das finde ich einen sehr eindrücklichen Begriff, weil das kann man natürlich leiblich, seelisch und geistig verstehen. Man kann sagen, in mein organisches Gewebe, da taucht eine Verletzung auf und dann wird mein Gewebezusammenhang getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann das natürlich auch in einer seelischen Weise auffassen. Jeder von uns hat sein Schicksalsgewebe oder das Gewebe seiner Biografie und auch da kann ja durch ein äußeres Ereignis etwas eintreten, dass dieser Gewebezusammenhang meines Schicksals oder meiner Biografie plötzlich verletzt wird und dann bleibt ein Trauma zurück. Ich glaube, es gibt auch geistige Wunden, denn in der Menschenweihehandlung wird ja auch von geistigen Gewebezusammenhängen gesprochen. Der göttliche Weltengrund, der webt in Raum und in Zeit und wir Menschen, das sollen wir ja auch, haben uns ein Stück weit aus dem Gewebezusammenhang des göttlichen Weltengrundes herausgestellt, damit wir in Freiheit unseren Weg gehen können. Auch da, im Gewebe der göttlichen geistigen Welt, gibt es offenbar eine Trennung in einem Gewebezusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=308s Die kontroverse Frage nach der Heilbarkeit seelischer Traumata 00:05:08] ===&lt;br /&gt;
Das zweite, was gesagt wird über eine Wunde, wenn in eine solche Verletzung Fremdkörper eindringen, also Bakterien, ja, Krankheitserreger, vielleicht Schmutz, da können sich diese Krankheitserreger oder diese Bakterien unkontrolliert vermehren. Und dann passiert das, was bei einer Wunde vielleicht gar nicht zwangsläufig ist, was aber dennoch geschehen kann, dass die Wunde sich infiziert. Dann habe ich eine infizierte Wunde. Vielleicht gibt es auch seelisch infizierte Wunden oder Traumata, könnte man zumindest mal fragen. Ja, dass auch in meine seelischen Verletzungen oder Traumata vielleicht Fremdkörper eindringen können, was kann das sein? Ungelöste Lebensprobleme, andere Verletzungen vielleicht. Möglicherweise auch gut gemeinte Ratschläge anderer Menschen, die ich gar nicht so gebrauchen kann, auch die können sich unkontrolliert vermehren und dann habe ich vielleicht sogar ein seelisch infiziertes Trauma.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann gibt es noch eine dritte Sache, die auch gesagt wurde, das ist auch aus dem gesunden Menschenverstand gewissermaßen zu verstehen, dass jede Wunde natürlich die Frage nach Heilung generiert, ja, die Wundheilung. Ich glaube im Organischen ist es so, dass relativ bald bei einer Verletzung Heilprozesse beginnen zu wirken und auch da kann man bei seelischen Traumata aber sofort fragen, sind die heilbar? Wäre zumindest mal eine Frage. Also ich habe mich mal ernsthaft mit einer Psychoanalytikerin, die der Anthroposophie sehr fern stand, gestritten über das Thema, ob seelische Traumata oder Wunden heilbar sind. Sie war der festen Überzeugung, das geht nicht und konnte mir da aus ihrer Arbeit sehr viele eindrückliche Beispiele erzählen und sagte, man kann seelische Wunden oder Traumata nicht heilen, man kann sie immer nur integrieren. Ich war anderer Ansicht und hatte das Gefühl - doch, man kann seelische Traumata heilen. Die Frage ist vielleicht wann und die Frage ist wie. Aber sie fand mich am Ende genauso dogmatisch wie ich sie. Wir sind da einfach nicht zusammengekommen. Ja - und möglicherweise, wenn wir das jetzt hier ins Gespräch bringen würden, wofür heute Abend nicht die Zeit ist - könnte man auch darüber ein Gespräch führen: Glauben wir, dass unsere seelischen Traumata oder Wunden heilbar sind? Vor allem dann, wenn sie infektiös geworden sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=455s Rudolf Steiner: An jenem Ort, wo in unserem Seins-Organismus Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, entsteht unser sich höher entwickelndes Bewusstsein 00:07:35] ===&lt;br /&gt;
Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, Rudolf Steiner hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von Wunden gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. Also diese Kriterien jetzt mal grob vereinfacht: Eine Wunde, Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=556s Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16] ===&lt;br /&gt;
Ich habe mir dann, als ich in dieser Weise mit dem Mysterium der Wunde umging, klargemacht, dass mich das an etwas erinnert, diese drei Kriterien an das, was Rudolf Steiner einmal über das Innerste der Erde gesagt hat. Weiß nicht, ob Sie das wissen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, Sie kennen wahrscheinlich Dante, den Dichter mit seiner Göttlichen Komödie. Und Dante spricht ja davon, dass es neun Höllenschichten gibt. Und er sagt, diese neunte Höllenschicht, das nennt er die Eishölle. Und Rudolf Steiner knüpft daran an und sagt, es gibt also neun Erdschichten, hat die Schöpfung eindrücklich eingerichtet. In den Himmel können wir erstaunlicherweise mit materiellen Mitteln, mit Sonden zumindest ein Stück weit. In die Erde können wir immer nur geistig. Ich glaube so zwölf Kilometer oder so weit. Das ist ein Kratzen an der Oberfläche. Und ich glaube, die technischen Mittel werden es uns nie wirklich weiter erlauben, in das Innere der Erde einzudringen, aber Rudolf Steiner spricht von neun Erdschichten und die drei ersten Erdschichten, die nennt er die sogenannte mineralische Erde, die flüssige Erde, den sogenannten Erdendampf und sehr vereinfacht könnte man sagen, das sind eigentlich die Reste oder die Daseinszustände unserer Erdenentwicklung. Und dann spricht er von drei mittleren Schichten unserer Erde, die nennt er die Wassererde, die Fruchterde und die Feuererde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner spricht ja nie von Abstraktionen oder von Schemata, er beschreibt immer ganz unmittelbar aus dem geistigen Erleben, was man dort wahrnehmen kann. Aber ich wage einmal die These, dass diese drei mittleren Erdschichten, Wassererde, Fruchterde, Feuererde gewissermaßen auch geistige Sphären sind, der vorangegangenen Weltentwicklungsstufen: Feuererde - Alter Saturn, Fruchterde - Alte Sonne, Wassererde: Der Alte Mond. Also wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, dann ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde und dann gibt es in der Erde, also hinter dem alten Saturn könnte man sagen, im Erdinneren drei Erdschichten, die nennt er die siebte und die achte und die neunte Erdschicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=706s Die neunte Erdschicht als Bereich der Trennung und Zwietracht, wo das Böse anfängt, magisch zu wirken – Die Verwundung 00:11:46] ===&lt;br /&gt;
Und er sagt ja über diese neunte Erdschicht, das ist ein Bereich, ein Gebiet der Trennung, der Zwietracht und des Hasses. Er sagt auch, es ist der Sitz des Erd-Bösen, wo das Böse anfängt, magisch zu wirken. Aber man könnte vielleicht sagen, im Sinne der Definition einer Wunde, diese neunte Erdschicht ist der Bereich, der Bereich der Trennung, der Zwietracht, wo alles auseinandergeht, wo alle Gewebezusammenhänge des Menschseins leiblich, seelisch und geistig aus dieser Erdschicht immer verwundet oder getrennt oder verletzt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=744s Die achte Erdschicht als Bereich, in dem alles zersplittert. Es kommt fortwährend zu einer unkontrollierten Zahlenvermehrung - Die Infektion in der Wunde 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Und er sagt ja, eine achte Erdschicht, die nennt er den sogenannten Zersplitterer oder den Zahlenerzeuger, da wird fortwährend unkontrolliert, zersplittert alles, es kommt fortwährend zu einer unkontrollierten Zahlenvermehrung. Ein Mensch, der dort eindringen kann geistig, in dem kann das böse Ungeheuer verstärkt werden. Das ist eigentlich die geistige Sphäre, aus der das entsteht, was in einer Wunde Infektionen hervorrufen kann, unkontrollierte Vermehrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=775s Aus der siebten Erdschicht, dem sogenannten Erdenreflektor, wird alles, was auf der Erde geschieht, umgedreht und umgekehrt gespiegelt – die moralische Umkehrung 00:12:55] ===&lt;br /&gt;
Und von einer siebten Erdschicht, da sagt er, da werden im Grunde genommen alle moralischen Begriffe, die dort auch Naturgesetzmäßigkeiten sind, umgedreht oder spiegelverkehrt, denn aus dieser siebten Erdschicht, dem sogenannten Erdenreflektor, wird alles, was auf der Erde geschieht, umgedreht und gewissermaßen umgekehrt gespiegelt. Und das war für mich zumindest ein persönlicher Eindruck, weil man das vielleicht auch mal so sehen kann, ja, dass das Innerste der Erde eine Wunde ist. Oder noch anders gesagt, wenn ich eine Wunde habe, ich habe mich verletzt, eine Schnitt … eine Trennung in meinem Gewebezusammenhang, dann sind da vielleicht unkontrollierte Krankheitserreger eingedrungen, das Ganze hat sich entzündet und dann denke ich vielleicht auch, dass man meine Wunde gar nicht heilen kann. Dann blicke ich ins Innerste der Erde. Also wir sind eigentlich mit unseren Wunden mit der Erde am innigsten verbunden oder mit dem Innersten der Erde, das ist immer auch ein Urbild unserer aller Wunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese siebte Erdschicht, ja, die eigentlich alle Begriffe versucht umzudrehen, um Einfluss auf unser Bewusstsein zu haben - denn ich wiederhole, dass der Ort, wo in unserem Seins-Organismus die Lebens- oder Heilprozesse wirken, ist zugleich der Ort, wo unser Bewusstsein entsteht. Und wir wissen alle, wenn Sie verletzt worden sind und man hat Ihnen eingeredet, Sie selber sind an Ihrer Verletzung schuld - ja, man hat das gewissermaßen umgedreht. Jeder Täter macht das ja manchmal - so eine Täter-Opfer-Umkehr. Das ist eigentlich immer siebte Erdschicht. Das ist das, was im Innersten der Erde dafür wirkt, dass eine Wunde ungeheilt und infektiös bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, wenn wir die Erde heilen wollen, und das ist ja die große Aufgabe unserer Zeit, dann müssen wir unsere Wunden heilen. Und wenn wir uns mit unseren Wunden verbinden, wenn wir einen Heilprozess unserer Wunden gewissermaßen generieren oder anstoßen wollen, dann müssen wir uns in einer besonderen Weise mit der Erde verbinden. Und insofern glaube ich, dass die Krise der Erde, die wir heute im 21. Jahrhundert erleben, eine Krise nicht nur unseres Menschseins ist, sondern ein Verhältnis des Menschseins zu seinen Wunden. Oder was ich am Anfang gesagt habe, jede Wunde weist perspektivisch auf den Gral, aber wenn man sich auf die Gral Suche macht, muss man sich immer auch mit dem Mysterium der Wunde verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=935s Wolfram von Eschenbach kannt die Welten-Wunde im Innersten der Erde. In der Art und Weise, wie er Wunden charakterisiert, zeigen er, dass diese Welten-Wunde auf fünffache Weise in unserem Menschsein wirken kann 00:15:35] ===&lt;br /&gt;
Es gibt große Gralsdichter, den Komponistendichter Richard Wagner, es gibt die großen mittelalterlichen Gralsdichter Wolfram von Eschenbach - Rudolf Steiner nennt ihn einen großen Eingeweihten. Und ich glaube, dass er ein großer Eingeweihter in das Mysterium der Wunde war. Der kannte diese Welten-Wunde im Innersten der Erde, aber ihm ist es gelungen, in seinem Parzival fünf Wunden zu charakterisieren, in denen wir als Menschen verwundet werden können. Und in jeder dieser einzelnen Wunden kann man gewissermaßen die Welten-Wunde entdecken. Aus diesen drei, wie ich sie genannt habe, Charakterisierungen, Trennung im Gewebezusammenhang, Infektion, die Frage nach der Heilung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist ein bisschen wie Goethe mit seiner Urpflanze. Der hatte ja die Imagination, die Wahrnehmung der Urpflanze und konnte in jeder einzelnen Pflanze die Urpflanze in ihren Gesetzmäßigkeiten entdecken. Und ich glaube, dass Wolfram von Eschenbach, der die Welten-Wunde im Innersten der Erde kannte, in der Art und Weise, wie er Wunden charakterisiert, zeigen kann, dass diese Welten-Wunde auf fünffach unterschiedlicher Weise in unserem Menschsein wirken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=1017s Die erste Wunde: Die Herzeloyde-Wunde, benannt nach der Mutter Parzivals 00:16:57] ===&lt;br /&gt;
Die erste Wunde, die Wolfram von Eschenbach charakterisiert, die nenne ich immer - so habe ich das auch den Studenten am Priesterseminar in dem Kurs versucht nahezubringen - die sogenannte Herzeloyde-Wunde nach der Mutter Parzivals. Herzeloyde-Wunde - der Name, der ist schon Programm. Ja, es geht um Herzeleid, die stirbt ja sogar an ihrer Herzwunde oder an ihrem Herzeleid. Und Herzeloyde-Wunden sind gewissermaßen das, was wir alle erst mal unter Wunden verstehen, unsere persönlichen Verletzungen und Traumata. Die hat jeder Mensch, bleibt gar nicht aus, durch periphere Ereignisse, die mich punktuell gewissermaßen verletzen, ja - und über das Schmerzerleben, was wir haben, über diesen Umweg, dieses Schmerzerlebens, haben wir ein Ich-Bewusstsein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mit Ihrem kleinen Zeh an der Bettkante stoßen, was ich Ihnen nicht wünsche, dann wissen Sie, dass es Sie gibt. Ohne Descartes „Ich denke, also bin ich” - das kann man auf diese Weise so eine Art Ich- oder Seins-Erfahrung auch machen. Aber Sie wissen auch, unsere Schmerzen oder Traumata sind erst mal unsere persönlichen Schmerzen oder Traumata. Ihr Nachbar kann sehen, dass Sie sich mit dem Fuß an der Bettkante stoßen und der merkt es gar nicht. Vielleicht muss er sogar lachen, weil es so komisch aussieht, wie man plötzlich durchs Zimmer springt. Ja, jeder hat sein eigenes Schmerz, sein eigenes Traumata. Aus der Peripherie kommt eine Verletzung, ein punktuelles Schmerzerleben, über dessen Umweg wir ein Ich-Bewusstsein haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=1122s Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42] ===&lt;br /&gt;
Und 1914 beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da hat Rudolf Steiner den Anthroposophen einen Erste-Hilfe-Kurs gegeben. Der ist bekannt als der sogenannte Samariterkurs. Und da hält er einen kleinen, ungeheuer wesentlichen Vortrag über das Geheimnis der Wunde. Und da sagt er etwas sehr Erstaunliches, er spricht davon, dass er sagt, jede Verletzung, jede Wunde ist erst mal das Aufrufen einer Heilkraft. Können Sie verstehen, was er damit meint? Also wir glauben ja, wenn wir verletzt werden, ja, da kommt eine Verletzung, ich werde beschädigt. Aber in der Verletzung wird zugleich eine Heilkraft aufgerufen, die versucht sich auf die ein oder andere Weise auf den Weg zur Wunde zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich sagte auch den Studenten, ja - blöder Witz, man kann nicht jemanden schlagen und sagen, ich wollte eine Heilkraft aufrufen. Das kommt vor Gericht vermutlich nicht ganz durch. Aber einfach mal dieser Perspektivwechsel. Wir glauben, eine Wunde ist eine Verletzung, diese Therapeutin, die der Ansicht war, man kann Wunden nicht heilen - gut, ist eine Frage, ob man Wunden heilen kann oder wie man sie heilen kann. Aber die Heilkraft zur Heilung der Wunde ist im Moment der Verletzung bereits aufgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=1205s Zur Heilung von Wunden braucht es 1. Vertrauen in den Geist und 2. Empathie-Fähigkeit 00:20:05] ===&lt;br /&gt;
Und da nennt er zwei Dinge, wie man das therapeutisch optimieren kann, dass diese Heilkräfte, die mit einer Verletzung aufgerufen werden, Wunden heilen können. Das eine, was er sagt, Vertrauen in den Geist. Auch ein Therapeut muss sich damit durchdringen, egal was geschieht, egal wie schwer die Wunde ist, zuletzt wird der Geist doch siegen. Wir könnten jetzt eine Frage machen, eine Umfrage: Wer von Ihnen glaubt, dass seine Wunden heilbar sind? Ah toll, sehr schön, ich bin beeindruckt, ja! Vielleicht gibt es aber auch Menschen - wunderbar, es war nur rhetorisch gemeint, aber schön, dass Sie sich beteiligen - vielleicht gibt es aber auch Menschen, die sagen, ja die Wunden der anderen. Aber meine nicht, die ist so infektiös, ich glaube das nicht. Wäre eine Frage - Vertrauen in den Geist, man soll sich damit durchdringen, zuletzt wird der Geist doch siegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das andere, was er sagt, ist Empathie-Fähigkeit. Warum? Wir erleben ja erstmal bei jeder Herzeloyde-Wunde einen Angriff auf der Peripherie, der uns punktuell verletzt, aber die Schmerzen der anderen erleben wir nicht mit. Und er hat ja ein Mantram gegeben,: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Solange du den Schmerz erfühlest, der mich meidet, ist Christus unerkannt.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Solange dir der Zeh wehtut, wenn du dich an der Bettkante stößt und mir nicht, weil der mich meidet, ist Christus unerkannt. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Schwach nur bleibt der Geist, solange er des Leidensfühlens allein im eigenen Leibe mächtig ist&#039;&#039;. (Rudolf Steiner, 1914]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Der Geist, der in unserem inneren, in unserem Seins-Organismus dort ist, wo die Lebens- oder Heilprozesse beheimatet sind, der kann ja nur dann stark werden, wenn offenbar diese Empathie-Fähigkeit in einer besonderen Weise ausgebildet wird. Vielleicht ist das ein bisschen auch das Geheimnis von Selbsthilfegruppen, die vielleicht ja nicht Wunden heilen, aber manchmal helfen können, dass sie ein Stück weit vernarben. Also diese beiden Dinge nennt er, ja - Vertrauen in den Geist und gleichzeitig Empathie-Fähigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=1342s Wolfram von Eschenbachs Charakterisierung der Herzeloyde-Wunde: Mangelnde Empathie-Kräfte und gleichzeitig wenig Vertrauen in den Geist 00:22:22] ===&lt;br /&gt;
Und wenn sie an die Herzeloyde denken, die Mutter Parzivals, ja was sagt uns Wolfram von Eschenbach in seinem Mysterien-Drama der Wunde über die Herzeloyde? Das ist eine Frau, die fortwährend verletzt und traumatisiert wird. Was ist ihre Verletzung? Was ist ihre Traumatisierung? Ihre Verletzung ist, dass sie ständig Menschen verliert durch Schicksalsschläge, mit der sie eng verbunden ist. Als erstes stirbt ihr erster Mann &#039;&#039;Karstiz&#039;&#039;, der sie vom Gral … sie ist ja die Schwester des Gralskönigs &#039;&#039;Amfortas&#039;&#039;, der sie geheiratet hat, direkt nach der Hochzeit. Dann stirbt irgendwann ihre Schwester, dann stirbt irgendwann der &#039;&#039;Gahmuret&#039;&#039;, ihr zweiter Mann, der Vater Parzivals, der fällt im Orient. Und als sie mit Parzivals schwanger ist, da reagiert sie so, wie wir wahrscheinlich alle reagieren, wenn wir zu oft verletzt oder traumatisiert sind: Man bildet so einen Versuch aus, dass das nicht weiter passiert, dass weitere Traumatisierungen ausbleiben. Und da geht sie mit dem kleinen Parzival in den Wald. Sie wird ein Stück weit übergriffig, sie greift in die Biografie des Kindes ein, damit ihr das nicht wieder passiert und der nicht später auch Ritter wird und sie dann den nächsten Menschen verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist - da merkt man, was für ein feiner Psychologe Wolfram von Eschenbach ist, wie er sich mit diesen Herzeloyde-Wunden oder dem Geheimnis der Wunde bereits auskennt. Ja, die Herzeloyde ist keine eindimensionale Figur. Also sie hat durchaus Empathie-Fähigkeit, als ihre Schwester &#039;&#039;Schoysiane&#039;&#039; stirbt, adoptiert sie die kleine &#039;&#039;Sigune&#039;&#039;. Was sie allerdings auch macht, ihr Bruder ist der verwundete Gralskönig Amfortas. Und man würde eigentlich - der ja die ganze Gralsburg in eine tiefe Krise gestürzt hat - man würde eigentlich aus keinem einzigen Satz von ihr verstehen, dass sie die Schwester eines solch verwundeten Königs ist. Sie hat sich von dem abgewandt. Sie agiert eigentlich so, wie das manchmal Menschen machen, wenn andere ins Unglück geraten, man will damit nichts zu tun haben, weil man sich vielleicht ein Stück weit Sorge macht, dass man da in irgendwas reingezogen wird. Ihre Empathie-Fähigkeit ist nicht sehr stark ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, Vertrauen in den Geist, auch das sehr bemerkenswert, wie Wolfram das beschreibt. Sie hat dann einen Traum, dass sie schwanger ist mit Parzival. Was träumt sie, mit wem sie da schwanger ist? Wer soll das sein? [Publikumsstimme: Ein Tier]. Ja, ein Drache. Ein Drache. Sie sagt ein Drache, der saugt an ihren Zöpfen und sie hat das Gefühl, also sie gebiert ein Monster, ein Drachen. Muss man wissen, das ist kein Drache, ja das ist ein Fabelwesen. Das ist das Wappen von Parzivals Vater, &#039;&#039;Gahmuret&#039;&#039;, der sogenannte &#039;&#039;Panthea&#039;&#039;. Nicht der Panther. Manche Leute haben das falsch wiederholt. Nicht die Raubkatze. Der Panthea ist ein Fabelwesen aus dem Physiologikus, stammt von Pantheon. Denken Sie an das Rom, an das Pantheon. Das heißt Allgottheit. Das ist ein Fabelwesen, was für den Parakleten, für den lebendigen Geist steht. Und die Herzeloyde träumt, ich gebiere den Geist, den Parakleten. Und ihr Vertrauen in diesen Parakleten, in diesen Geist, in diesen Panthea ist so gering, dass sie sagt, ich gebiere einen Drachen und sie geht mit dem Jungen in den Wald, weil sie Angst hat vor seinem wahren Wesen. Also ich glaube nicht nur, weil sie Angst hat, dass der Junge später als Ritter fällt, sondern weil sie - vielleicht haben alle Eltern Angst vor dem wahren Wesen ihrer Kinder, vielleicht haben wir alle voreinander Angst, wer wir eigentlich in Wirklichkeit sind. Und damit da nicht irgendein Unheil geschieht, geht sie mit dem Jungen in den Wald. Und als sie dann irgendwann geht, sagt sie ihm sogar, meide dunkle Furten. Damit sagt sie ihm, sei nicht der, der du bist. Denn das wird Parzivals Aufgabe sein. Er soll ja als ein Parzival durch das Tal gehen und durch die dunkle Furt gewissermaßen hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da merkt man, wie Wolfram von Eschenbach diese Herzeloyde-Wunde psychologisch charakterisiert: Mangelnde Empathie-Kräfte , sie hat sich von ihrem Bruder abgewandt und gleichzeitig wenig Vertrauen in den Geist. Und dann schwächt sich die Herzeloyde in ihren Resilienz-Kräften so, dass sie am Ende an einer Wunde stirbt, die gar keine ist. Ihr Sohn verlässt sie, weil er Ritter werden will. Das ist keine Verletzung! Kinder dürfen ihre Eltern irgendwann verlassen. Kann sein, dass die Eltern wehmütig sind oder das schade finden, ist ja ganz menschlich. Aber das ist dann Thema der Eltern. Aber Kinder dürfen die Eltern verlassen. Die Herzeloyde-Wunde hat sich da verkapselt in eine Eiterkapsel und sie stirbt dann an Organversagen, weil sie in ihren Resilienz-Kräften so geschwächt ist, durch diese mangelnde Empathie-Fähigkeit, durch den Mangel an Vertrauen an den Geist, dass sie daran zugrunde geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sagt Rudolf Steiner, einmal werden wir Menschen, wenn wir durch Empathie und durch Vertrauen in den Geist den Geist so gestärkt haben, die Heilkräfte aufrufen können, ohne dass wir dafür verwundet werden müssen. Überlegen Sie mal! Ja, wir werden deswegen verwundet, weil wir eben erst so anfänglich sind auf dieser Möglichkeit. Muss man ein bisschen vorsichtig sein. Keiner soll damit gesagt sein, dass deine Wunden Schmerzen oder traumatisch sind. Da bist du selber daran schuld, weil du zu wenig Empathie-Fähigkeit hast oder zu wenig Vertrauen. Ich glaube, da würde man Rudolf Steiner missbrauchen mit dem, was er gemeint hat. Es geht erst mal darum, dass er sagt, das ist ein Menschheitsproblem. Und sicherlich etwas, wo wir in der westlichen Welt in einer besonderen Weise vielleicht in einem Problem stehen, weil unser westliches Lebensmodell beruht natürlich darauf, dieses Vertrauen in den Geist zu untergraben und uns empathisch abzuschneiden durch unseren Kapitalismus mit den Wunden anderer Menschen auf anderen Erdteilen, die mitunter dafür bluten müssen. Und ich glaube, wo uns das doch von hinten durch die Brust, durchs Auge mitunter wieder einholt, ist die Frage, was die Resilienz-Kräfte unserer Wunden betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=1755s Die zweite Wunde: Die Amfortas-Wunde. Wenn wir in der Welt etwas verletzen, dann verletzen wir uns immer auch selbst  00:29:15] ===&lt;br /&gt;
Wolfram von Eschenbach beschreibt eine zweite Wunde. Und das ist eine Wunde, an die wir wahrscheinlich alle als erstes denken, wenn wir an den Parsival denken. Das ist der verwundete Gralskönig Amfortas. Was wir aus der Parzival-Geschichte aber auch wissen, der Amfortas ist von niemand anderem verletzt worden, sondern der hat ja selber etwas verletzt. Der trägt eine Wunde oder eine Verletzung, weil er etwas in der Welt verletzt hat. Was hat er verletzt? Er hat ganz konkret die Gralsgebote verletzt, die Gebote der Gralsritter. Der ist Gralskönig, das ist vielleicht das höchste Amt, was man auf Erden erwerben kann. Und wie jedes Amt gibt es bestimmte Gebote, die Dinge möglich machen in einem Amt, die es aber gewissermaßen auch ausschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was hat der Amfortas, in welcher Weise hat er sich verletzt, die Gralsgebote verletzt? Er hat einen Gegner - die Gralsritter haben einen Gegner - das ist der schwarze Zauberer Klingsor. Klingsor ist ein Schwarzmagier, der die Gralsritter bekämpft und der Amfortas hat - ich sage es mal salopp - die Geduld mit diesem Klingsor verloren und hat zu einer Lanze gegriffen - bei Richard Wagner - und will den Klingsor jetzt offensiv, wollte ihn mit der Lanze bekämpfen und ist damit in seine Schlingen gefallen. Hat sich auch verführen lassen, von einer Frauengeschichte, das kommt auch noch hinzu. Aber ich glaube, diese eigentliche Verletzung ist, dass er die Gralsgebote verletzt hat. Auch ein Pfarrer kann nicht einfach zu einer Lanze greifen und auf einem Elternabend eine Prügelei anfangen, weil die Eltern die Kinder nicht in die Sonntagshandlung schicken und sagen, ja, die Sonntagshandlung ist doch so wichtig. Ja, dann würde man auch Gralsgebote verletzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das hat der Amfortas auch gemacht, indem er gegen das Böse selber gewalttätig geworden ist. Und das ist offenbar, dass Wolfram von Eschenbach da etwas sehr Bemerkenswertes sagt, wenn wir in der Welt etwas verletzen, dann laden wir nicht nur Schuld auf uns, die kann ja mitunter auch justiziabel sein. Wir laden nicht nur Schicksal oder Karma auf uns, das wir dann im nächsten Leben ausgleichen müssen, sondern er sagt noch etwas Drittes: Wenn wir in der Welt etwas verletzen, dann verletzen wir uns immer auch selber. Also Schuld ist nicht nur eine Frage der Last, sondern eben auch eine Frage der Wunde, eine Amfortaswunde. Eine Wunde, eine Verletzung, die jeder Mensch dadurch trägt, wenn er in der Welt etwas verletzt - wir haben alle Amfortas-Wunden. Man könnte da auch ein bisschen etymologisch rangehen, das Wort Sünde kommt von sondern. Wenn man sündigt, sondert man oder trennt man sich auch aus dem Gewebezusammenhang des Weltengrundes heraus und diese Sonderung, diese Sünde, diese Trennung, das sind Amfortas-Wunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=1951s Amfortas-Wunden sind fatal: Ich habe in der Welt etwas verletzt, merke es aber selbst nicht. Diese Wunden können sich nicht schließen und können nur nachtodlich wahrgenommen und geheilt werden 00:32:31] ===&lt;br /&gt;
Amfortas-Wunden sind gewissermaßen sehr gefährlich, weil ich die anders als Herzeloyde-Wunden mitunter bei mir selber gar nicht bemerke. Ich habe in der Welt peripher etwas verletzt, ich selber merke das vielleicht gar nicht. Also der Amfortas, der merkt es schon. Das liegt aber daran, dass er als Gralskönig ein Bewusstsein jenseits der Schwelle hat. Also aufs Leben übersetzt: Stellen Sie sich eine Firma vor, da hat der Chef … ist ein Korruptionsskandal verwickelt, der auffliegt, da wird er entlassen. Da bleibt eine brennende Wunde für die Gemeinschaft. Der Chef selber streitet es vielleicht ab. Oder vielleicht ein Missbrauchsskandal an einer Schule, ein Lehrer hat das gemacht, fliegt auf, der sagt, ich war das nicht, spaltet das ab. Aber die Gemeinschaft, die Schule trägt natürlich eine brennende Wunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube aber auch, dass durch so ein, wie bei einer Herzeloyde-Wunde, durch diese Wunde, durch den Umweg über den Schmerz ein Ich-Erlebnis entstehen kann, scheint das auch bei Amfortas-Wunden zu sein - nachtodlich ist es auf jeden Fall so - wenn wir unsere eigenen Amfortas-Wunden wahrnehmen und unser geistiges Flammenauge plötzlich bemerkt, in welcher Weise wir uns damit selber verletzt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie kennen, oder die meisten von Ihnen sicher die Geschichte von George Ritchie, der dieses Nahtoderlebnis hat. Der erlebt in der geistigen Welt, ja, einen Mann aus Licht, Christus,. Und der sieht mit ihm jede einzelne Schuld, alles Schlechte, was er begangen hat. Man könnte sagen, alle Amfortas-Wunden, mit denen er sich verletzt hat. Aber der beurteilt ihn nicht, der liebt ihn, bedingungslos. Aber er selber, hat das sehr gut beschrieben, da ist plötzlich eine Instanz, sein Ich, das in jedem Augenblick seines Lebens wahrnehmen kann, auf welche Weise er sich selber verletzt hat oder auf welche Weise er egoistisch oder schuldhaft in irgendeiner Weise in der Welt gewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=2090s Die drei Lehren aus der Parzival-Erzählung: 1. Wir können die Amfortas-Wunden anderer Menschen heilen 2. Amfortas-Wunden können nur an einem verwundeten Menschen geheilt werden 3. Die Heilung der Amfortas-Wunde bringt Schönheit 00:34:50] ===&lt;br /&gt;
Bei Wagner heißt es, die Wunde des Amfortas ist die Wunde, die sich nicht schließen kann. Also offenbar werden bei Amfortas-Wunden nicht einfach eine Heilkraft aufgerufen, es ist auch nicht Vertrauen in den Geist - ja, das haben die Gralsritter. Die sagen ja, der Gral hat verkündigt, da kommt irgendwann ein Junge und der wird dann den König erlösen. Da vertrauen die drauf, das hilft alles nichts. Ich glaube, es ist auch keine Empathie-Fähigkeit, denn die Gralsritter sind sehr empathisch. Bei Wagner ziehen sie am Anfang durch die Welt, um das Heilkraut aus Arabia aufzuspüren. Trotz dieser gewaltigen Empathie-Kräfte der Gralsritter bleibt diese Wunde ungeheilt. Und das Erstaunlichste ist, der Gral selber, ja, die Lebenskraft selbst, die der Amfortas fortwährend enthüllt, weiter zelebriert, hat zwar todüberwindende Kräfte, aber die Wunde, die er trägt, kann selbst der Gral nicht heilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Wolfram oder die Gralsdichter sagen im Grunde genommen drei Dinge, wenn man solche Amfortas-Wunden, die kann kein Mensch bei sich selber heilen. Die können sich transgenerational vererben, die bleiben vielleicht sogar bis in ein nächstes Leben. Selbst wenn ich meine eigene Schuld bereits ausgeglichen habe, bleibt möglicherweise eine Wunde. Was wir aber machen können, wir können die Amfortas-Wunden anderer Menschen heilen. Nämlich dann, wenn wir uns offenbar wie Parzival auf den Weg zu einem schuldhaften oder zu einem verwundeten Menschen machen und um sein Herzeleid ringen, wie das in Parzival heißt, und eine Frage stellen. Also wir sind ja darauf konditioniert, dass wir die Vergehen anderer Menschen erst einmal eher urteilend als solches wahrnehmen. Aber Parzival sagt, wenn man das tut, ja dann wird diese Wunde weiter ungeheilt bleiben. Unsere eigenen Amfortas-Wunden können wir nicht heilen, aber jede kann die der anderen heilen. Ich kann auch meine eigenen nicht heilen, aber andere können sich auf den Weg zu meiner eigenen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite, was er sagt, wenn man Amfortas-Wunden heilen will, kann man sie immer nur in dem Menschen heilen, der es verursacht hat. Also in dem Täter sozusagen, ja. Wenn man den austreibt wie ein Sündenbock, dann wird diese Wunde peripher weiter brennen und weiter ihr Unwesen in entzündeter Weise in der Welt auf jeden Fall treiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das dritte Mal, was der Parzival, das dritte, was er uns lehrt, dass er sagt, wenn man eine Amfortas-Wunde geheilt hat, dann ist der geheilte Amfortas schöner als jeder andere in der Welt. Überlegen Sie mal - sagt Wolfram am Ende. Ja, der war schöner als Fleur, schöner als er vorher war, seiner Schönheit kam niemand anderes gewissermaßen gleich. Also ich sage jetzt nicht, dass Sie das so sehen sollen. Ja ich … der Vortrag heißt „Das Mysterium der Wunde”, ich beschreibe Phänomene und jeder von Ihnen ist ja ganz frei, welche Schlüsse er für sich daraus zieht und was er vielleicht auch zurückweist und sagt, das möchte ich anders sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=2282s Eine schwierige Frage: Kann bei schweren Menschheitsverbrechen die eigene Schuld überhaupt jemals ausgeglichen werden? Anni Pfirter, eine moderne Parzival-Geschichte 00:38:02] ===&lt;br /&gt;
Und es gibt eine Geschichte, die bei Amfortas-Wunden - habe ich auch den Studenten erzählt - die ich immer ganz eindrücklich finde, weil das wie eine moderne Parzival-Geschichte für das 21. Jahrhundert auch ist. Peter Selg hat die in einem kleinen Büchlein veröffentlicht. Da geht es um die Befreiung der Konzentrationslager in Bergen-Belsen, um eine Rotkreuz-Krankenschwester aus dem Umfeld Ita Wegmanns, Anni Pfirter - kennt jemand die Geschichte? Ja, die hat dort nach der Befreiung der Lager dort in Bergen-Belsen gewirkt. Eines Tages kommt ein junger Stabsarzt, der sehr unsympathisch ist. So ein gelackter Kerl mit knalligen Stiefeln und für sie ekelhaften Händen, die sind wie glitschige Fische. Und dann findet sie raus, auch durch die anderen befreiten Häftlinge, das war eines der Ärzte, die in Auschwitz an der Rampe standen und diese Lektionen durchgeführt haben. Sie gerät in einen gewaltigen Gewissenskonflikt, zeigt den aber doch an, wissend, dass der wahrscheinlich vor das Militärgericht kommt und gehängt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und obwohl das mutmaßlich alles passiert, beschreibt sie, wie sie in einen inneren Konflikt gerät. Die Frage, was erlebt so ein Mensch nachtodlich, kann der seine eigene Schuld jemals überhaupt ausgleichen? Sind wir anderen vielleicht mitschuld, dass ein Mensch in solche Abgründe gefallen ist und tragen wir vielleicht nicht als Gesamtmenschheit auch eine Wunde davon, dass so ein Mensch auf diese Weise eine solche Schuld auf sich geladen hat? Und eines nachts hat sie ein Erlebnis, dass sie das Gefühl hat, brennende Augen wie aus Schmerz geboren schauen sie an und sie weiß sofort, wer das ist: Dieser Verstorbene. Und sie bemerkt sofort den unglaublichen Schmerz, den der hat. Man könnte sagen, im Sinne des Parsival, über den Umweg seiner Amfortas-Wunde wird sein Ich geweckt und er wird plötzlich gewahr, in welcher Weise er sich selber verletzt hat, dadurch, dass er in der Welt diese Wunde des Holocaust mit vollzogen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich fasse das hier kurz zusammen, wenn Sie das interessiert. Lesen sie es selbst, sehr schön beschrieben. Augen bitten darum - es wird gesagt, die Hände haben sich ein Stück weit veredelt. Das spricht sogar für die Christusbeziehung eines solchen Menschen. Aber diese Augen bitten darum, kannst du mir für dein nächstes Leben deine Wesensglieder, deinen biografischen Wesensanteil geben, dass ich wiederkommen kann und anfänglich versuchen kann, in irgendeiner Weise meiner Existenz, meinem Schicksal eine neue Richtung zu geben. Und wissend, dass so etwas nur einen Wert hat, wenn man das auf der Erde tut, verspricht sie ihm das und dann verschwinden diese brennenden Augen. Und der letzte Satz ist: „Habe ich in einen Bereich eingegriffen, der mir nicht zusteht?” Das ist eine berechtigte Frage, die man Parzival auch stellen kann, dass er den Amfortas heilt. Denn ihm wird gesagt, wenn man einmal versagt hat, kann man das nicht nochmal machen. Trotzdem macht er sich auf den Weg, greift vielleicht in einen Bereich ein, der ihm nicht zusteht und heilt den verwundeten Amfortas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir bewusst, dass diese Geschichte riskant ist. Es wird Menschen geben, die so etwas obszön finden und sagen, ich will gar nicht, dass so ein Mensch geheilt werden kann, der soll ruhig in allen apokalyptischen Feuersümpfen für immer schmoren und verderben. Vielleicht haben das aber auch die Menschen im Mittelalter über den verwundeten Gralskönig Amfortas gesagt. Denn dass ein Mensch Gralsgebote verletzt, eine ganze Welt in den Untergang reißt und dann am Schluss geheilt wird und schöner ist als jeder andere - auch das bringt uns vielleicht heute noch ein bisschen an die Grenze unseres normalen moralischen Empfindungsvermögens. Aber ich finde das eindrücklich, weil das ist wie eine Gralsgeschichte der Moderne, ein weiblicher Parzival, ein Mensch, der versteht … ich meine, wenn ich … ja, ich war in Auschwitz, einige andere vielleicht auch, habe das erlebt, neben diesem Verbrechen der Deutschen an den Juden. Das ist, glaube ich, ein Erlebnis, das hatte ich auch, was auch andere Menschen haben, man hat irgendwie das Gefühl, da ist unser Menschsein verwundet worden. Über die Frage jetzt, wer mit welchem Volk Schuld hat - und diese Amfortas-Wunde, diese periphere Wunde, durch das, was da vor 100 Jahren oder nicht ganz 100 Jahren geschehen ist, wie kann man das heilen, das fragt diese Anni Pfirter sich. Und indem sie bereit ist, diese Frage an diese brennenden Augen zu stellen, ist das vielleicht ein erster Schritt, ein Parzival-Schritt, da einen Heilimpuls in die Welt zu stellen, denn sonst werden solche infizierten Amfortas-Wunden auf jeden Fall weiter in der Welt wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=2599s Die dritte Wunde: Die Klingsor-Wunde. Sie ist die Wunde des gegenwärtigen Weltgeschehens. Der schwarze Zauberer versucht, aus den Kräften der Welten-Wunde seine Macht durch den schwarzen Klingsor-Zauber auf der Erde zu entfalten 00:43:19] ===&lt;br /&gt;
Mit zwei Wunden haben wir uns beschäftigt: Herzeloyde-Wunden, Amfortas-Wunden. Es gibt weitere Wunden, das fasse ich etwas mehr zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Wunde, man könnte sagen, das ist eigentlich die Wunde unseres augenblicklichen Weltgeschehens, ich nenne die mal Klingsor-Wunden. &#039;&#039;Klingsor&#039;&#039; ist der schwarze Magier, der schwarze Zauberer im Parzival, der Gegner der Gralsritter. Und Rudolf Steiner hat mal gesagt, was solche schwarzen Magier oder schwarzen Zauberer immer tun, die haben ihre Kräfte, indem sie versuchen, in das Erdinnerste, in die untersten Erdschichten einzudringen. Also die versuchen im Grunde genommen aus den Kräften der Welten-Wunde, ihre Macht durch ihren schwarzen Klingsor-Zauber auf der Erde zu entfalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt das irgendwann mal in den Apokalypse-Vorträgen, als er sagt, ja so ein schwarzer Zauberer, er sagt es ein bisschen anders, der wird versuchen, indem er Verletzungen, Wunden hinzufügt, durch diese Verletzungen seinen dunklen Weg zu beginnen. Und jetzt ist etwas sehr Eindrückliches: Der Klingsor will natürlich nicht, dass man durchschaut, der hat ja eine Zauberburg, &#039;&#039;Chastelmarveille&#039;&#039;, ein Wonnegarten bei Wagner. Das ist die schwarze Zauberburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=2673s Der Ritter Gawan, ein Wesensanteil von Parzival, entdeckt, dass Chastelmarveille in Wirklichkeit eine Wunde ist. Damit ist der schwarze Zauberer Klingsor entmachtet 00:44:33] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Gestalt wie &#039;&#039;Gawan&#039;&#039; - Wagner fügt die zusammen, Gawan, Parzival. Gawan ist bei Wolfram vielleicht ein bisschen das höhere Ich von Parzival, der dringt nach Chastelmarveille ein, nachdem ihm alle davon abraten, sagen, geht er auf keinen Fall rein, das ist total gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann muss er verschiedene Proben bestehen, ja, ein Wunderbett, kommt so eine Prüfung aus der Luft, Pfeile, ein Riese mit einer Fischhaut, ein feuriger Löwe. Man hat so das Gefühl, der muss so durch die Elemente oder durch das Erdinnerste erst einmal hindurch gehen. Und dann stellt er fest, dass diese Zauberburg, der Sitz des schwarzen Zaubers Chastelmarveille in Wirklichkeit eine Wunde ist. Denn so wie Wolfram das beschreibt, definieren sich in Chastelmarveille die einzelnen Proben, die er am Schluss hat, mit dem, was ich Ihnen am Anfang über das Erdinnere beschrieben habe. Er muss über einen Abgrund am Schluss drüber, eine Trennung, eine Kluft und erst dann kann er verhindern, dass der Klingsor Mann und Frau immer weiter auseinander trennt. Das ist Teil, also Trennung im Gewebezusammenhang, Teil seines dunklen Zaubers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellt er fest, dass in Chastelmarveille immer mehr Jungfrauen und Gefangene dort in dieser Burg gefangen gehalten werden, ja, unkontrollierte Vermehrung, das, was man Infektion bei einer Wunde nennt. Und dann schließlich, davor, kommt er an eine Wundersäule, die alles, was im Umkreis ist, spiegelt: Dieser sogenannte Erdenreflektor. Und die Leute draußen denken, Chastelmarveille, die Zauberburg, ist ein Ort des Bösen. Und Gawan dringt ein und stellt fest, das ist eine Wunde. Und natürlich will der Klingsor nicht, dass man durchschaut, dass sein Reich des Bösen in Wirklichkeit eine Wunde ist. Weil dann, wenn man das durchschaut, wäre die Klingsor-Wunde entmachtet. Wolfram sagt, Klingsor-Wunden kann man nicht heilen. Das ist wie die Sünde wieder des Heiligen Geistes. Gibt es auch - die Wunde wieder des Heiligen Geistes. Das sind Klingsor-Wunden, man kann die nicht heilen. Man kann die im Grunde genommen nur entmachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was muss man tun, dass man Klingsor-Wunden entmachten kann? Wolfram sagt mit seinem Parzival, wenn man sie entmachten will, dann darf man Klingsor-Wunden nicht als moralisches Problem betrachten, sondern man muss sie als ein medizinisches Problem betrachten. Indem man, und das tut der &#039;&#039;Gawan,&#039;&#039; dort eindringt und in sich selber, in den eigenen Wunden, die er in dieser Klingsor-Wunde erfährt, so etwas wie eine Heilsubstanz ausbildet, mit der dann Amfortas geheilt werden kann und die Klingsor-Wunde entmachtet wird. Also man kann vielleicht sagen, der &#039;&#039;Gawan&#039;&#039; guckt wie so ein Tierarzt dem ahrimanischen &#039;&#039;Fenriswolf&#039;&#039; ins Maul und sagt, ich sehe hier eine stinkende Wunde, aber ich lasse mich da. Er fragt ganz genau, was ist da los? Warum werden da 400 Jungfrauen gefangen gehalten. Und geht da rein und rein und am Schluss ist diese Wunde oder dieser schwarze Zauber damit entmachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=2874s Die moralische Betrachtung der Klingsor-Wunde ist nicht die Lösung, man macht sie nur stärker und verwundet sich dabei selbst. Dämonen kann man nicht besiegen, man kann sie nur aushungern 00:47:54] ===&lt;br /&gt;
Vielleicht kann man das als unsere augenblickliche Weltsituation ein Stück weit begreifen. Die Klingsor-Macht versucht natürlich im Augenblick, die Kräfte seiner Wunde im Zeitgeschehen zu entfalten. Ich glaube, das, was wir da erleben, ich meine, das ist seit Beginn des Michael-Zeitalters so, dass Menschen durch Vernichtung, Vertreibung, fortwährend aus ihren Gewebezusammenhängen herausgetrennt werden. Das ist das, was in einem Konzentrationslager geschieht. Die Trennung aus dem Gewebezusammenhang, leiblich, seelisch und geistig. Wir wissen alle, wie sich diese Wunden infizieren können, welche Fremdkörper da eindringen, zum Beispiel durch Geldvermehrung, indem das Elend der Menschen, die Trennung aus ihrem Gewebezusammenhängen immer auch profitabel ist. Ich habe jetzt kürzlich gelesen, die zwölfreichsten Menschen haben mehr Geld als vier Milliarden der ärmsten Menschen zusammen. Da merkt man, wie sich solche Klingsor-Wunden infiziert haben: Trennung aus dem Gewebezusammenhang in Menschenschicksalen durch politische Zeitereignisse und gleichzeitig unkontrollierte Vermehrung durch Profitstreben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wolfram sagt aber, wenn man darauf reagiert wie Amfortas, dass man solche Klingsor-Wunden moralisch betrachtet, zur Lanze greift, die bekämpfen will, dann macht man Klingsor nicht nur stärker, sondern man verwundet sich gewissermaßen selbst. Sondern er sagt, das Einzige, was man tun kann, ist, dass man das medizinisch betrachtet und eine Medizin ausbilden muss, um diese Wunde gewissermaßen zu entmachten. Das ist bemerkenswert! Wenn ich als Anthroposoph auf Querdenker-Demos, der lauteste Schreihals bin und feststelle, was für gewaltige Verschwörungen in der Welt sind, das kann ja alles stimmen, ich bezweifle das gar nicht. Aber dann bin ich sozusagen in diesem Fallstrick des Amfortas bereits gelaufen, der zur Lanze greift und versucht, das Böse moralisch zu bekämpfen. Steiner sagt, Dämonen kann man nicht besiegen, man kann sie nur aushungern. Klingsor-Wunden kann man auch moralisch nicht besiegen, man muss sie medizinisch gewissermaßen entmachten. Und das ist der Weg, den Wolfram mit Gawan, der ein Wesensanteil von Parzival ist, sozusagen aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=3025s Die vierte Wunde: Die Parzival-Wunde - bildet sich bei allen aus, die einen geistigen Entwicklungsweg gehen. Man erträgt die Schläge des Lebens und bleibt dennoch als Mensch in der Mitte (z.B. die Praxis der Nebenübungen) 00:50:25] ===&lt;br /&gt;
Da kommen wir schon zu der vierten Wunde, der sogenannten Parzival-Wunde. Gawan hat die auch, der geht in die Wunde des Klingsor hinein. Und man hat so fast das Gefühl, die Damen verarzten dann seine Wunden, die er sich im Kampf mit dem Löwen zugezogen hat. Ein bisschen hat man so die Erfahrung, diese Wunden des Gawan, die haben fast eine heilende Kraft. Bei Richard Wagner kennen Sie das vielleicht: Dritter Akt - als der Parzival nach einem langen, langen Weg, nachdem er da durch Klingsors Wonnegarten hindurchgegangen ist - der trägt ja eine schwarze Rüstung und muss durch alle Prüfungen und Abirrungen und schwerste Kämpfe - und dann sagt er, er hatte die Lanze, das Heiltum, Heil mir zu bergen. Er hat die Lanze in seiner Hand, aber trotz aller Angriffe darf er nicht wie Amfortas die Lanze als Waffe benutzen. Und dann sagt er, indem er dort mit der Lanze wehrlos durch alle Angriffe und Prüfungen geht, „&#039;&#039;ich Wunden jener Wehr mir gewann&#039;&#039;”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Wunde, diese Gawan-Wunde, auch in Klingsors Chastelmarveille - &#039;&#039;Wunden jener Wehr&#039;&#039;. Was sind &#039;&#039;Wunden jener Wehr&#039;&#039;, die Parzival auf seinem Schulungs- oder seinem Geistesweg gewissermaßen ausbildet? Das scheinen die Wunden zu sein, die wir als Menschen alle ausbilden, wenn wir einen geistigen oder spirituellen Entwicklungsweg gehen. Wenn wir einen spirituellen Übungsweg gehen, dann versuchen wir ja, uns in die Verwundung gewissermaßen hineinzustellen, um daran gewissermaßen etwas zu er-üben. Das muss man jetzt gar nicht melodramatisch auffassen. Stellen Sie sich vor, Sie machen die dritte Nebenübung. Da geht es ja darum, ein bisschen Herr zu werden über Lust und Leid. Früher hätte ich vielleicht gemerkt, wenn ich so ein Unlust-Erleben habe, ich kaufe mir ein Eis, ich gehe ans Handy oder was man halt so tut, um sich dann so dieses Unlust-Erleben dann vielleicht auch wegzubekommen. Und jetzt sagt man, nein, ich übe mal, das auszuhalten, dieses Unlust-Erleben und um mich da in ein übendes Verhältnis zu setzen, als Mensch in der Mitte zu bleiben. Und diese Wunde, die da entsteht, das sind Parzival-Wunden. Oder auch dieser Schritt der Geißelung, von dem Steiner spricht: Man soll lernen, alle Schläge des Lebens gewissermaßen aufrecht, gewissermaßen standzuhalten, nicht davon traumatisiert zu werden, wie bei Herzeloyde-Wunden, sondern innerlich da stehen zu bleiben. Und die Wunden, die ich da entfalte, die Wunden meines Schulungsweges, das sind solche &#039;&#039;Wunden jener Wehr&#039;&#039;, das sind Parzival-Wunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=3202s Die Gralsritter suchen das Heilkraut aus Arabia: Den Weihrauch, der die Kraft hat, geistige Wunden zu verschließen 00:53:22] ===&lt;br /&gt;
Und am Anfang suchen die Gralsritter zur Heilung des Amfortas das Heilkraut aus Arabia. Und am Schluss, ohne dass Wagner das direkt sagt, da zeigt sich eigentlich, wer das eigentliche Heilkraut aus Arabia ist - das ist Parzival. Denn das Heilkraut aus Arabia in der Natur, was ist das? Das ist der Weihrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weihrauch macht - oder der Weihrauchbaum in der Naturwissenschaft - das, was wir Menschen tun mit unseren Wunden, wenn wir einen Schulungsweg gehen. Der Weihrauch, oder eine normale Pflanze - mein Kollege Volker Haaland hat das mal sehr schön beschrieben: Lässt eine Pflanze ihre ätherischen Öle duftend in den Umkreis entströmen- das macht Parzival auch. Sein ganzes Wesen verduftet am Anfang als tumber Knabe fortwährend in den Umkreis. Parzival fragt nicht so viel. Und dann muss er, um sich &#039;&#039;Wunden jener Wehr&#039;&#039; auszubilden, alles das wie ein Weihrauchbaum in sein Inneres hineinzunehmen. Der Weihrauch drückt seine Harze, seine Öle in das Innere seiner Zweige nach unten. Und wenn man ihn dann verletzt, wenn man ihn dann verwundet, quillt Weihrauch aus der Wunde. Und der Weihrauch hat die geistige Kraft, dass er Wunden verschließen kann. Und diese &#039;&#039;Wunden jener Wehr&#039;&#039; , ja dieser geistige Weihrauch, das ist offenbar das, was entsteht, wenn wir Menschen solche Weihrauchwunden ausbilden - oder Parzival-Wunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=3294s Wir sind aufgerufen, durch unseren eigenen Parzival-Weg diesen geistigen Weihrauch auszubilden, der bei der kleinsten Parzival-Wunde, die ein Mensch gewissermaßen ausbildet, entsteht und in unserer Zeit eine heilende Wirkung haben kann 00:54:54] ===&lt;br /&gt;
Man kann ja sagen, jeder Schulungsweg ist positiver Suizid. Ja, ein Stück weit schon. Ich stelle mich ja in ein bewusstes Verhältnis zu meinen Wunden, um dort etwas zu er-üben. Und das Bemerkenswerte, das lehrt uns der Parzival, dass da eine geistige Kraft entsteht. Die geistige Kraft, die in der Natur in dem Weihrauch entsteht, die ja die Kraft hat, Wunden zu verschließen. Denken Sie an die Menschenweihehandlung: Da wird in der Opferung von Abirrungen, Verleugnungen und Schwächen gesprochen, meine Amfortas-Wunden. Und zugleich wird dort mit dem Weihrauch dieser Parzival-Kraft hineingeräuchert. Ja, im Kultus vollzieht sich gewissermaßen das, was sich in dem Mysterien-Drama der Wunde im Parzival aufzeigt. Und das ist doch eine bemerkenswerte Perspektive, die die Gralsdichter uns zeigen: Den Klingsor-Wunden unserer Zeit nicht wie Amfortas moralisch mit Lanzen zu bekämpfen - damit stärken wir sie und verwunden oder verletzen uns selbst. Sondern durch unseren eigenen Parzival-Weg diesen geistigen Weihrauch auszubilden, der sich bei der kleinsten Übung, bei der kleinsten Parzival-Wunde, die ein Mensch gewissermaßen ausbildet, durch seinen Parzival-Weg sozusagen entsteht und in unserer Zeit eine heilende Wirkung haben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=3383s Die fünfte Wunde: Die Heilands-Wunde am Karfreitag. Das ist die Wunde, in der das Grals-Mysterium gewissermaßen seine Quelle hat 00:56:23] ===&lt;br /&gt;
Ich bin in der Zeit einigermaßen, noch für die letzte Wunde. Ja, die letzte Wunde, die habe ich Ihnen mitgebracht. Das Bild von Matthias Grünewald: Die Kreuzigung. Das ist ja die Wunde, aus der das Grals-Mysterium gewissermaßen seine Quelle hat. Die sogenannte Heilands-Wunde. Die Heilands-Wunde am Karfreitag. Der Soldat Cassius Longinus - es gibt Quellen, die lassen andeuten, dass der Longinus Araber war in römischen Diensten. Die Nabatäer kommen aus der Weihrauchstraße, ddas hat seine Entsprechung. Der verwundet den Christus und Blut und Wasser, sagt Johannes, quellen heraus. Und &#039;&#039;Josef von Arimathäa&#039;&#039; hat mit der Gralsschale aus dieser Heilands-Wunde das Gralsblut aufgefangen, das dann auf der Gralsburg ja gehütet werden soll oder gehütet wird. Diese Heilands-Wunde, die Quelle des Heiligen Gral. Und Steiner sagt mal, die Lanze, da spricht er davon, ist eigentlich in dem Grals-Mysterium ein Symbolum für den Sonnenstrahl und wie der Sonnenstrahl in der Natur Knospen öffnen kann, so soll der Gralsritter eine geistige Kraft ausbilden, durch die Kraft des Sonnenstrahles diese Gralsknospe fortwährend öffnen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich hatte ja gerade meinen Kurs am Seminar über den Gral. Dann haben wir ein bisschen auch über diese Wunde gesprochen. Und da meldete sich ein Student, der Agrarwissenschaftler ist. Wir sprachen über die Weihrauch-Wunden und sagte, bei einem Weihrauchbaum ist immer ganz entscheidend, wie man ihn verwundet. Ja, man muss ihn offenbar - ich bin da Laie - längs verwunden, damit sozusagen entlang der, wie sagt man, entlang der Saftlinien oder gewissermaßen der Weihrauchharz austreten kann. Wenn man die Wunde quer macht, sagt er, dann würde man den Baum ringeln - so heißt das wohl in der Landwirtschaft - dann kann ein Baum auch absterben. Ja, wenn man ihn sozusagen quer verwundet. Dann guckten wir gemeinsam zu dem Bild, wie ist denn diese Wunde hier gemacht. Es ist eine Längswunde, es ist eine Querwunde, es ist eine geringelte Wunde. Ja, und das bedeutet, man hat diese Heilands-Wunde geringelt. Man könnte vielleicht sagen, auch die Templer, die gefolterten Templer, die ja auch Parzival-Wunden hatten, dann in der Folter zerbrochen sind, das sind geringelte Parzivalwunden. Man darf nicht naiv sein, ja. Solchen Angriffen werden auf solche Menschen ausgesetzt. Aber aus dieser geringelten Wunde, die Longinus geöffnet hat, quellen Blut und Wasser heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=3534s „&#039;&#039;Fasset Mut, ich habe die Welt überwunden&#039;&#039;” (Johannes 16:33) Die überwundene Wunde ist die Heilands-Wunde, aus der die Welten-Wunde als solches geöffnet werden kann, dass das Innerste der Erde zugleich Gral und Wunde ist, um durch jeden Grals-Weg eines einzelnen Menschen in ein Verhältnis miteinander treten zu können 00:58:54] ===&lt;br /&gt;
Man kann das vielleicht im Sinne des Grals-Mysteriums sagen, der Longinus, indem er die Heilands-Wunde öffnet, öffnet das Innerste der Erde. Denn in jeder Wunde blicken wir ins Erdinnerste. Diese innersten Kräfte der Erde, das eine Wunde ist, indem diese Wunde geöffnet wird, wird das Erdinnerste geöffnet und das Blut Christi, das die Erde in einen Stern verwandelt, kann aus der Wunde in die Erde fließen. Und wie Steiner auch sagt, das hat er Johanna von Kaiserling gesagt, das Innerste der Erde ist eigentlich auch eine Sonne - Shambhala! Und da merkt man, es ist beides, das Innerste der Erde ist eine Wunde und das Innerste der Erde ist der Gral, die Sonne, &#039;&#039;Shambhala.&#039;&#039; Und in welcher Weise diese beiden Kräfte in einer Wechselwirkung kommen, entscheidet sich durch den Grals-Weg jedes einzelnen Menschen. Offenbar scheint es so zu sein, dass aus dieser Wunde, dieser Satz, „&#039;&#039;Fasset Mut, ich habe die Welt überwunden&#039;&#039;” - die überwundene Wunde, ja das ist die Heilands-Wunde, aus der die Welten-Wunde als solches geöffnet werden kann, dass das Innerste der Erde zugleich Gral und Wunde ist, um durch jeden Grals-Weg eines einzelnen Menschen in ein Verhältnis miteinander treten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=OnaJkS-vulw&amp;amp;t=3643s Rudolf Steiner: Das 21. Jahrhundert soll eine Zeit sein, aus der aus der Kraft der Gralsmysterien neu gewirkt werden kann durch die Individualität des Mani/Parzival 01:00:43] ===&lt;br /&gt;
Das allerletzte, bevor ich Sie danach mit so viel Inhalt entlasse - ich hatte am Anfang gesagt, Steiner spricht ja davon, dass er sagt, das 21. Jahrhundert soll eine Zeit sein, aus der aus der Kraft der Gralsmysterien neu gewirkt werden kann. Und da spricht er von der Individualität des Parzival, Mani, Parzival, von der er sagt, der soll im 21. Jahrhundert wiederkommen und soll aus der Kraft der Gralsmysterien handeln. Er sagt auch, der wird erneuernd wirken auf dem Gebiet der Religion und der Kunst, vielleicht auch für die Christengemeinschaft. Interessant! Was mag der im Blick haben? Und dann sagt er, der wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse zu entscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das, was Parzival tut, was diese Annie Pfirter auch getan hat: Habe ich in einen Bereich eingegriffen, der mir nicht zusteht? Denn ob wir unsere Amfortas-Wunden heilen, ist etwas, was jeder Mensch nur selber entscheiden kann. Mache ich mich auf den Weg, die Amfortas-Wunde eines anderen Menschen zu heilen, dann heile ich etwas von der Welten-Wunde und kann zugleich diese Gralskräfte aus dem Innersten der Erde in der Welt wirksam werden lassen. Denn, ich glaube auch, der Parzival ist eine Oper oder ein Bühnen-Weihspiel des Klimawandels. Das finde ich ganz wesentlich. Vielleicht kann man ihn heute erst wirklich verstehen. Denn durch die Klingsor-Wunde soll die ganze Erde in eine Wüste verwandelt werden. Und dass der Klimawandel in unserer Zeit eine Krise der Erde - das hat etwas mit diesem Offenbarwerden der Klingsor-Wunde zu tun. Parzival, durch seine Wunden, durch den Weg mit der Lanze zur Heilands-Wunde, kann am Ende die Wüste in eine Karfreitags-Aue verwandeln. Und das scheint offenbar im 21. Jahrhundert. Ich bestreite jetzt nicht die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse. CO2 - kann ja alles sein. Aber alle Dinge haben eine Innenseite und eine Außenseite. CO2-Ausstoß ist dann vielleicht mehr die Außenseite. Diese Gralsfrage, wie man eine Wüste in eine Karfreitags-Aue verwandeln kann, das ist das, was das Bühnenbeispiel Parzival uns gewissermaßen verrät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kann man natürlich sagen, ja, wer weiß denn, ob dieser Mani/ParZival kommen wird. Ja, man erwartet da vielleicht jemand ganz Großes. Da kann ich nur mit einer kleinen Geschichte schließen, aus der Gründungszeit der Christengemeinschaft, die einige auch schon kennen. Als die Christengemeinschaft begründet wurde, kam dann jemand, ich glaube, es war Rudolf Friedling zu Rudolf Steiner und sagte, also Herr Doktor, wenn wir hier religiöse Erneuerung treiben wollen, dann bräuchte es doch ganz andere Menschen als uns. Und Steiner bestätigte das und sagte, Sie haben vollkommen recht. Ich bräuchte völlig andere Menschen als Sie. Die habe ich aber nicht, also müssen Sie es machen. Und vielleicht ist das auch eine Aufgabe für das Mysterium der Wunder oder für das Grals-Mysterium unserer Zeit. Es bräuchte immer andere Menschen als uns, ja? Bei allen Fähigkeiten, die Sie und ich vielleicht auch schon haben, aber es bräuchte andere Menschen. Und man kann sagen, die gibt es aber nicht, also müssen wir uns bemühen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, diese Frage, nie sind wir der Erde so nah wie mit unseren Wunden und in unseren Wunden tragen wir immer die Erde mit. Und der Weg zur Heilung der Erde ist ein Weg zu einem Verhältnis unserer Wunden. Und das Grals-Mysterium als ein Mysterien-Drama der Wunden kann einen ja einen Impuls geben für das Grals-Mysterium in der heutigen Zeit. Und das war das, was ich Ihnen heute Abend versucht habe, ein wenig näher zu bringen: Das Mysterium der Wunde, der Heilige Gral, sein Impuls für die heutige Zeit, die Welten-Wunde, Wolfram von Eschenbach als ein sehr moderner Psychologe, der in fünf Wunden, ParZival-Wunden, Amfortas-Wunden, Klingsor-Wunden, Herzeloyde-Wunden und der Heilands-Wunde uns einen Weg aufzeigt, wie wir durch unser Verhältnis zu Wunden auch die verwundete Erde heilen können, die immer Welten-Wunde und Gral zugleich ist. Viertel vor …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Applaus] &lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
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[[Bewusstsein]]&lt;br /&gt;
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* „[…] Rudolf Steiner […] sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen &#039;&#039;&#039;Bewusstsein&#039;&#039;&#039;s- und Lebensprozessen. […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die kontroverse Frage nach der Heilbarkeit seelischer Traumata 00:05:08|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:05:08]]&lt;br /&gt;
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* „[…] diese neunte Erdschicht, das ist ein Bereich, ein Gebiet der Trennung […] es ist der Sitz des Erd-Bösen, wo das &#039;&#039;&#039;Böse&#039;&#039;&#039; anfängt, magisch zu wirken.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die neunte Erdschicht als Bereich der Trennung und Zwietracht, wo das Böse anfängt, magisch zu wirken – Die Verwundung 00:11:46|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:11:46]]&lt;br /&gt;
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[[Empathie]]&lt;br /&gt;
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* „[…] sagt Rudolf Steiner, einmal werden wir Menschen, wenn wir durch &#039;&#039;&#039;Empathie&#039;&#039;&#039; und durch Vertrauen in den Geist, den Geist so gestärkt haben, die Heilkräfte aufrufen können, ohne dass wir dafür verwundet werden müssen.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wolfram von Eschenbachs Charakterisierung der Herzeloyde-Wunde: Mangelnde Empathie-Kräfte und gleichzeitig wenig Vertrauen in den Geist 00:22:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:22:22]]&lt;br /&gt;
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[[Erde]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die drei ersten &#039;&#039;&#039;Erdschichten&#039;&#039;&#039;, die nennt er [Rudolf Steiner] die sogenannte mineralische Erde […] das sind eigentlich die Reste oder die Daseinszustände unserer Erdenentwicklung.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
* „[…] spricht er [Rudolf Steiner] von drei mittleren Schichten unserer &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039;, die nennt er die Wassererde, die Fruchterde und die Feuererde.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
* „[…] diese neunte Erdschicht, das ist ein Bereich, ein Gebiet der Trennung […] es ist der Sitz des &#039;&#039;&#039;Erd&#039;&#039;&#039;-Bösen, wo das Böse anfängt, magisch zu wirken.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die neunte Erdschicht als Bereich der Trennung und Zwietracht, wo das Böse anfängt, magisch zu wirken – Die Verwundung 00:11:46|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:11:46]]&lt;br /&gt;
* „[…] eine achte &#039;&#039;&#039;Erdschicht&#039;&#039;&#039;, die nennt er den sogenannten Zersplitterer oder den Zahlenerzeuger, da wird fortwährend unkontrolliert, zersplittert alles, es kommt fortwährend zu einer unkontrollierten Zahlenvermehrung.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die achte Erdschicht als Bereich, in dem alles zersplittert. Es kommt fortwährend zu einer unkontrollierten Zahlenvermehrung - Die Infektion in der Wunde 00:12:24|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
* „[…] wir sind eigentlich mit unseren Wunden mit der &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; am innigsten verbunden oder mit dem Innersten der Erde, das ist immer auch ein Urbild unserer aller Wunden.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Aus der siebten Erdschicht, dem sogenannten Erdenreflektor, wird alles, was auf der Erde geschieht, umgedreht und umgekehrt gespiegelt – die moralische Umkehrung 00:12:55|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:12:55]]&lt;br /&gt;
* „[…] ich glaube, wenn wir die &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; heilen wollen, und das ist ja die große Aufgabe unserer Zeit, dann müssen wir unsere Wunden heilen.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Aus der siebten Erdschicht, dem sogenannten Erdenreflektor, wird alles, was auf der Erde geschieht, umgedreht und umgekehrt gespiegelt – die moralische Umkehrung 00:12:55|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:12:55]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|G}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geist]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] da nennt er [Rudolf Steiner] zwei Dinge […] dass diese Heilkräfte […] Wunden heilen können. Das eine […] Vertrauen in den &#039;&#039;&#039;Geist&#039;&#039;&#039;. […] das andere, was er sagt, ist Empathie-Fähigkeit.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zur Heilung von Wunden braucht es 1. Vertrauen in den Geist und 2. Empathie-Fähigkeit 00:20:05|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:20:05]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* “[…] Rudolf Steiner hat ja vor 100 Jahren einiges über den &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; gesagt […]  spricht auch von einer Wissenschaft des Grals, der Anthroposophie […]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Beginn des Vortrages: Das Mysterium der Wunde und die Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert 00:01:30|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:01:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heilung]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] da nennt er [Rudolf Steiner] zwei Dinge […] dass diese Heilkräfte […] Wunden &#039;&#039;&#039;heilen&#039;&#039;&#039; können. Das eine […] Vertrauen in den Geist. […] das andere, was er sagt, ist Empathie-Fähigkeit.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zur Heilung von Wunden braucht es 1. Vertrauen in den Geist und 2. Empathie-Fähigkeit 00:20:05|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:20:05]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herzeloyde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die erste Wunde, die Wolfram von Eschenbach charakterisiert  […] die sogenannte &#039;&#039;&#039;Herzeloyde&#039;&#039;&#039;-Wunde nach der Mutter Parzivals“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die erste Wunde: Die Herzeloyde-Wunde, benannt nach der Mutter Parzivals 00:16:57|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:16:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Menschenweihehandlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] in der &#039;&#039;&#039;Menschenweihehandlung&#039;&#039;&#039; wird ja auch von geistigen Gewebezusammenhängen gesprochen  Der göttliche Weltengrund, der webt in Raum und in Zeit und wir Menschen […] haben uns ein Stück weit aus dem Gewebezusammenhang des göttlichen Weltengrundes herausgestellt, damit wir in Freiheit unseren Weg gehen können.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Eine Wunde ist sowohl im Physischen als auch im Geistigen eine Trennung im Gewebezusammenhang 00:02:30|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:02:30]]&lt;br /&gt;
* „Denken Sie an die &#039;&#039;&#039;Menschenweihehandlung&#039;&#039;&#039;. Da wird in der Opferung von Abirrungen, Verleugnungen und Schwächen gesprochen, meine Amfortas-Wunden. Und zugleich wird dort mit dem Weihrauch diese Parzival-Kraft hineingeräuchert.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Gralsritter suchen das Heilkraut aus Arabia: Den Weihrauch, der die Kraft hat, geistige Wunden zu verschließen 00:53:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:53:22]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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----{{GlossarNavigationArtikel|O}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Parzival]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Denken Sie an die Menschenweihehandlung. Da wird in der Opferung von Abirrungen, Verleugnungen und Schwächen gesprochen, meine Amfortas-Wunden. Und zugleich wird dort mit dem Weihrauch diese &#039;&#039;&#039;Parzival&#039;&#039;&#039;-Kraft hineingeräuchert.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Gralsritter suchen das Heilkraut aus Arabia: Den Weihrauch, der die Kraft hat, geistige Wunden zu verschließen 00:53:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:53:22]]&lt;br /&gt;
* „Die erste Wunde, die Wolfram von Eschenbach charakterisiert  […] die sogenannte Herzeloyde-Wunde nach der Mutter &#039;&#039;&#039;Parzivals&#039;&#039;&#039;“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die erste Wunde: Die Herzeloyde-Wunde, benannt nach der Mutter Parzivals 00:16:57|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:16:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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----{{GlossarNavigationArtikel|R}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|R}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* “[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat ja vor 100 Jahren einiges über den Gral gesagt […]  spricht auch von einer Wissenschaft des Grals, der Anthroposophie […]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Beginn des Vortrages: Das Mysterium der Wunde und die Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert 00:01:30|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:01:30]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die kontroverse Frage nach der Heilbarkeit seelischer Traumata 00:05:08|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:05:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] die drei ersten Erdschichten, die nennt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] die sogenannte mineralische Erde […] das sind eigentlich die Reste oder die Daseinszustände unserer Erdenentwicklung.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
* „[…] spricht er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] von drei mittleren Schichten unserer Erde, die nennt er die Wassererde, die Fruchterde und die Feuererde.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
* „[…] sagt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, einmal werden wir Menschen, wenn wir durch Empathie und durch Vertrauen in den Geist, den Geist so gestärkt haben, die Heilkräfte aufrufen können, ohne dass wir dafür verwundet werden müssen.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wolfram von Eschenbachs Charakterisierung der Herzeloyde-Wunde: Mangelnde Empathie-Kräfte und gleichzeitig wenig Vertrauen in den Geist 00:22:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:22:22]]&lt;br /&gt;
* „1914 beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; den Anthroposophen einen Erste-Hilfe-Kurs gegeben. Der ist bekannt als der sogenannte Samariterkurs [GA 246] und da hält er einen kleinen, ungeheuer wesentlichen Vortrag über das Geheimnis der Wunde […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
* „[…] die Heilkraft zur Heilung der Wunde ist im Moment der Verletzung bereits aufgerufen. [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, Samariter-Kurs, GA 246]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
* „[…] da nennt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] zwei Dinge […] dass diese Heilkräfte […] Wunden heilen können. Das eine […] Vertrauen in den Geist. […] das andere, was er sagt, ist Empathie-Fähigkeit.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zur Heilung von Wunden braucht es 1. Vertrauen in den Geist und 2. Empathie-Fähigkeit 00:20:05|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:20:05]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Samariterkurs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „1914 beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da hat Rudolf Steiner den Anthroposophen einen Erste-Hilfe-Kurs gegeben. Der ist bekannt als der sogenannte &#039;&#039;&#039;Samariterkurs&#039;&#039;&#039; [GA 246] und da hält er einen kleinen, ungeheuer wesentlichen Vortrag über das Geheimnis der Wunde […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
* „[…] die Heilkraft zur Heilung der Wunde ist im Moment der Verletzung bereits aufgerufen. [Rudolf Steiner, &#039;&#039;&#039;Samariterkurs&#039;&#039;&#039;, GA 246]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|T}}&lt;br /&gt;
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----{{GlossarNavigationArtikel|U}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|W}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weihrauch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die geistige Kraft, die in der Natur in dem &#039;&#039;&#039;Weihrauch&#039;&#039;&#039; entsteht, die ja die Kraft hat, Wunden zu verschließen.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wir sind aufgerufen, durch unseren eigenen Parzival-Weg diesen geistigen Weihrauch auszubilden, der bei der kleinsten Parzival-Wunde, die ein Mensch gewissermaßen ausbildet, entsteht und in unserer Zeit eine heilende Wirkung haben kann 00:54:54|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:54:54]]&lt;br /&gt;
* „Denken Sie an die Menschenweihehandlung. Da wird in der Opferung von Abirrungen, Verleugnungen und Schwächen gesprochen, meine Amfortas-Wunden. Und zugleich wird dort mit dem &#039;&#039;&#039;Weihrauch&#039;&#039;&#039; diese Parzival-Kraft hineingeräuchert.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Gralsritter suchen das Heilkraut aus Arabia: Den Weihrauch, der die Kraft hat, geistige Wunden zu verschließen 00:53:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:53:22]]&lt;br /&gt;
* „Und am Anfang suchen die Gralsritter zur Heilung des Amfortas das Heilkraut aus Arabia. […] das Heilkraut aus Arabia in der Natur, was ist das? Das ist der &#039;&#039;&#039;Weihrauch&#039;&#039;&#039;.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die Gralsritter suchen das Heilkraut aus Arabia: Den Weihrauch, der die Kraft hat, geistige Wunden zu verschließen 00:53:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:53:22]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wunde]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Rudolf Steiner […] sagt wörtlich, um jede &#039;&#039;&#039;Wunde&#039;&#039;&#039; findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die kontroverse Frage nach der Heilbarkeit seelischer Traumata 00:05:08|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:05:08]]&lt;br /&gt;
* „[…] wir sind eigentlich mit unseren &#039;&#039;&#039;Wunden&#039;&#039;&#039; mit der Erde am innigsten verbunden oder mit dem Innersten der Erde, das ist immer auch ein Urbild unserer aller Wunden.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Aus der siebten Erdschicht, dem sogenannten Erdenreflektor, wird alles, was auf der Erde geschieht, umgedreht und umgekehrt gespiegelt – die moralische Umkehrung 00:12:55|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:12:55]]&lt;br /&gt;
* „[…] ich glaube, wenn wir die Erde heilen wollen, und das ist ja die große Aufgabe unserer Zeit, dann müssen wir unsere &#039;&#039;&#039;Wunden&#039;&#039;&#039; heilen.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Aus der siebten Erdschicht, dem sogenannten Erdenreflektor, wird alles, was auf der Erde geschieht, umgedreht und umgekehrt gespiegelt – die moralische Umkehrung 00:12:55|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:12:55]]&lt;br /&gt;
* „1914 beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da hat Rudolf Steiner den Anthroposophen einen Erste-Hilfe-Kurs gegeben. Der ist bekannt als der sogenannte Samariterkurs [GA 246] und da hält er einen kleinen, ungeheuer wesentlichen Vortrag über das Geheimnis der &#039;&#039;&#039;Wunde&#039;&#039;&#039; […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
* „[…] die Heilkraft zur Heilung der &#039;&#039;&#039;Wunde&#039;&#039;&#039; ist im Moment der Verletzung bereits aufgerufen. [Rudolf Steiner, Samariter-Kurs, GA 246]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
* „[…] da nennt er [Rudolf Steiner] zwei Dinge […] dass diese Heilkräfte […] &#039;&#039;&#039;Wunden&#039;&#039;&#039; heilen können. Das eine […] Vertrauen in den Geist. […] das andere, was er sagt, ist Empathie-Fähigkeit.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zur Heilung von Wunden braucht es 1. Vertrauen in den Geist und 2. Empathie-Fähigkeit 00:20:05|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:20:05]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|X}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Y}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Y}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Z}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Z}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Zersplitterer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] eine achte Erdschicht, die nennt er den sogenannten &#039;&#039;&#039;Zersplitterer&#039;&#039;&#039; oder den Zahlenerzeuger, da wird fortwährend unkontrolliert, zersplittert alles, es kommt fortwährend zu einer unkontrollierten Zahlenvermehrung.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die achte Erdschicht als Bereich, in dem alles zersplittert. Es kommt fortwährend zu einer unkontrollierten Zahlenvermehrung - Die Infektion in der Wunde 00:12:24|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|0-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|0-9}}&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Gralsmysterium in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
Sammlung nicht vollzählig! Kann ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31429</id>
		<title>Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-08T13:17:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-2-12.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 12. Februar 2026 ==&lt;br /&gt;
Transkription und Glossar von Elke J., Februar 2026 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorschau ==&lt;br /&gt;
Michael Rheinheimer nimmt uns in diesem Vortrag auf eine wundersame weite Reise mit, mit vielen Themen, die auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, in Wahrheit jedoch eng miteinander verbunden sind. Es geht u.a. um das rätselhafte Auftauchen Kaspar Hausers, um die Wagner-Opern als moderne Mysteriendramen, um Richard Wagners Förderer, den bayerischen König Ludwig II. und es geht um wahres Königstum, das Repräsentant der göttlich-geistigen Welt sein sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hören von mittelalterlichen Gralslegenden, die Rudolf Steiner als Sinnbild für den Menschen deutet, der zu einem Gefäß werden kann: Ein verstorbener Gralsritter kann von jenseits der Schwelle durch ihn wirken. Jeder von uns kann zu einem „Schwan“ werden, durch den ein Verstorbener seine Impulse in die Welt tragen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf betrachten wir ein Gemälde Albrecht Dürers - Karl der Große als Repräsentanten der Artus- und Gralsströmung sowie die okkulte Bedeutung der sieben königlichen Reichsinsignien. Schließlich wird deutlich, dass die sieben großen Opern Richard Wagners als Mysteriendramen gelesen werden können – jedes mit einer besonderen Botschaft darüber, wie der Mensch seiner Verantwortung gerecht werden und zur geistigen Vollendung gelangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=38s Begrüßung 00:00:38] ===&lt;br /&gt;
Sehr verehrte, liebe Anwesende, herzlichen Dank für diese Einladung heute Abend nach Frankfurt in die Christengemeinschaft. Der genaue Titel des heutigen Vortrages: Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner – das Mysterium des Parzival-Kultus. Lassen Sie mich mit einem Verweis beginnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=63s Schillers Tod: Eine geistige Vergiftung. Man fürchtete in Geheimgesellschaften, dass Schiller bestimmte okkulte Geheimnisse Anfang des 19. Jahrhunderts offen ausplaudern würde 00:01:03] ===&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner soll einmal Friedrich Rittelmeyer, einem der Gründer der Christengemeinschaft gegenüber, geäußert haben, dass der deutsche Dichter Friedrich Schiller, anders als biografisch kolportiert, keines natürlichen Todes gestorben sein soll. Steiner deutet sogar an, dass er sagt, Friedrich Schiller wurde vergiftet. Auf den Einwand von Friedrich Rittelmeyer, aber er ist doch an einem Lungenleiden gestorben, sagte er: „Ach, damit hätte er noch länger leben können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schiller war so durchglüht von seinem Idealismus, dass die geistigen Kräfte, die Inspirationen, aus denen er heraus wirkte, wohl stärker gewesen wären als die degenerativen Leiden, die seinen Körper, seinen Leib schwächten. Man muss sich das offenbar nicht wie eine Vergiftung mit Substanzen vorstellen – vielleicht hätte man die in einer Autopsie, der man Friedrich Schiller unterzogen hat, durchaus nachweisen können –, sondern er hatte wohl mehr eine spirituelle Vergiftung, eine geistige Vergiftung durch einen okkulten Angriff im Blickfeld. Und er hat auch gesagt, warum er davon ausgeht, dass das gewesen ist. Weil er sagt: Man fürchtete in bestimmten Geheimgesellschaften, dass Friedrich Schiller bestimmte okkulte Geheimnisse Anfang des 19. Jahrhunderts einfach offen ausplaudern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=154s Schillers „Demetrius” wurde verhindert und ist als Fragment erhalten. Es thematisiert die rätselhaften Vorgänge um die Thronfolge des russischen Zarensohnes 00:02:34] ===&lt;br /&gt;
Und da hatte man auch gute Gründe zu, denn Friedrich Schiller hatte selber eine Novelle geschrieben: „Der Geisterseher“. Da geht es um einen jungen Prinzen, der von einer Geheimgesellschaft der Illuminaten gewissermaßen spirituell manipuliert wird. Und was man weiß, dass Friedrich Schiller Anfang des 19. Jahrhunderts noch ein, beziehungsweise zwei Dramen vorhatte. Ein großes Drama, das eigentlich der Höhepunkt seines dramatischen Schaffens hätte werden sollen, ein Drama von wahrhaft shakespeareschem Ausmaß, ein Theaterstück, das nur als Fragment überliefert ist: Über den russischen Zarensohn Demetrius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Dramenfragment, da geht es um den Sohn Iwans des Schrecklichen, der Anfang des 17. Jahrhunderts vermeintlich ermordet worden ist, aber anderthalb bis zwei Jahrzehnte später plötzlich in Krakau auftaucht und behauptet, er wäre der verschwundene Demetrius. Und beansprucht nun den Thron in Moskau, den ein anderer Zar inzwischen in Besitz genommen hat - Boris Godunow. Und die Frage, die bis heute Menschen beschäftigt: Ist dieser Demetrius tatsächlich der vermeintlich ermordete Zarensohn gewesen? Wenn ja, warum hat man ihn über Jahre in einem Kloster versteckt? War es vielleicht ein Falscher, der sich da zu Wort meldet? Aber kann es vielleicht sein, dass durch diesen Falschen vielleicht auch die Seele, die Individualität des richtigen Demetrius inspirierend gemeldet hat?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Themen, die bis heute die Menschen beschäftigen. Aber Sie merken vielleicht auch: Wenn Friedrich Schiller dieses Drama fertiggeschrieben hätte, das wäre sofort gesprächsfähig gewesen mit dem Thema, mit der Individualität, um die es ja auch heute Abend gehen soll: Um Kaspar Hauser, den badischen Erbprinzen. Ich bin mir bewusst, dass es bis in die Gegenwart heftige Kämpfe, Auseinandersetzungen um diese Frage gibt. Auch im vergangenen Jahr tauchten wieder neue genetische Untersuchungen auf, die belegen wollten, sollten, dass das Findelkind, das an Pfingsten 1828 in Nürnberg auftaucht, nicht der badische Erbprinz, der Thronfolger in Karlsruhe hätte sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=307s Eine Parallele von Schillers Demetrius zu Kaspar Hauser: Bestimmte Kreise von Menschen, die offenbar ein Kunstwerk bzw. einen möglichen Thronfolger verhindern wollten 00:05:07] ===&lt;br /&gt;
Ich werde später noch etwas zu dieser Fragestellung sagen. Und der Anthroposoph Sergej Prokofieff, der sich mit diesem Demetrius-Drama sehr beschäftigt hat, der hat wahrscheinlich sehr nachvollziehbar dann dazu geäußert: Man stelle sich einmal vor, Friedrich Schiller hätte dieses Drama fertig schreiben können. Das wäre vom Weimarer Hoftheater, hätte über alle deutschen Bühnen gespielt werden können, möglicherweise in den Bühnen Europas. Und nicht nur die Elite des mitteleuropäischen Geisteslebens, auch der Adel, die gekrönten Häupter hätten diese Geschichte zur Kenntnis genommen. Und eine Geschichte wie Kaspar Hauser – alles das, was mit diesem Ereignis zu tun hat – hätte man möglicherweise einige Jahre Anfang des 19. Jahrhunderts so nicht machen können, weil das sofort wahrgenommen oder anders durchschaut worden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt überlegen Sie mal: Kaspar Hauser - ja, auch dieser badische Erbprinz, der ja nicht nur ein dynastisches Verbrechen – das hat es natürlich immer mal wieder gegeben in der Geschichte, dass man Thronfolger verschwinden lässt, dass eine andere Linie auf den Thron kommt –, sondern die große Frage, die seit 200 Jahren Menschen beschäftigt: Inwieweit hat er nicht auch ein Verbrechen einer okkulten Dimension – wie damals ein Zeitzeuge sagte - ein Verbrechen am Seelenleben eines Menschen, ein Experiment – eine Rolle gespielt, dass man diesen badischen Erbprinzen über zehn Jahre hinweg dann in einem Kerker an einer Kette gefangen gehalten hat. An dieser Ausstellung, die ich vorhin schon sehen konnte, ist das ja sehr eindrücklich dargestellt, eines der Hauptmotive: Kaspar Hauser in dem Kerker, der mit dem kleinen Pferdchen spielt. Und ein Kunstwerk, ja, hat offenbar eine Sprengkraft oder hätte eine Sprengkraft entwickeln können, dass es offenbar Kreise oder Menschen gab, die um jeden Preis verhindern wollten, dass Friedrich Schiller dieses Werk hätte fertigstellen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=452s In Richard Wagners Oper „Lohengrin“ ist die Geschichte Kaspar Hausers feinsinnig darin hineinverwoben 00:07:32] ===&lt;br /&gt;
Was mir selber erst vor einiger Zeit bewusst geworden ist: Dass es zwar gelungen ist, dieses Werk von Friedrich Schiller, „Demetrius“, zu verhindern, dass es aber anderthalb bis zwei Jahrzehnte nach der Ermordung Kaspar Hausers im Dezember 1833 ein zweites Kunstwerk gibt, das ebenfalls im Jahre 1850 eine Uraufführung erfahren hat, in der die Geschichte Kaspar Hausers unscheinbar drin hineinverwoben ist. So feinsinnig, dass man es erst auf den zweiten Blick bemerkt, wenngleich dieses Theaterstück – es ist eine romantische Oper, eines der bekanntesten Opern bis heute – das seit auch bald 200 Jahren in vielen Opern, auch in Frankfurt sicherlich, öfter gespielt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Oper des deutschen Komponistendichters Richard Wagner: Der „Lohengrin“. Eines der ersten durchkomponierten Opern, das ist 1850 – ganz sicher kein Zufall – in Weimar uraufgeführt worden unter der Schirmherrschaft von Franz Liszt. Wagner war bei der Uraufführung damals nicht anwesend. Er wurde steckbrieflich gesucht, weil er Schulden hatte, weil er als Revolutionär in Dresden damals anwesend war. Und das Werk hat sehr schnell sehr viel Erfolg gehabt, dass Wagner selber irgendwann sagte: Möglicherweise bin ich demnächst der einzige Deutsche, der den Lohengrin noch nicht gesehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worum es dort geht: Es geht auch um das dynastische Verbrechen, um einen Thronfolger auf einen Herzogsthron, der beseitigt werden soll. Der Thronfolger – das Ganze spielt im 10. Jahrhundert – heißt Gottfried von Brabant. Der ist der Thronfolger des Herzogsthrons. Und dieser Thronfolger Gottfried, der soll das Christentum in das heidnische Brabant bringen. Und da gibt es eine Widersacherin, das ist die Ortrud, eine schwarze Zauberin. Die möchte die alten germanischen Götter an der Herrschaft erhalten und den Gottfried unbedingt beseitigen. Was macht sie? Sie begeht ein dynastisches Verbrechen, indem sie ihren Buhlen Telramund, einen Friesenfürsten, anstatt des Gottfriedes auf den Herzogsthron nach Brabant schieben oder installieren möchte. Dabei belässt sie es aber nicht, sondern der Gottfried erfährt einen okkulten Angriff und wird verzaubert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=622s Die Symbolik des Schwanes in den mittelalterlichen Gralslegenden steht für einen Menschen, der ein Gefäß werden kann dafür, dass ein verstorbener Gralsritter von der anderen Seite der Schwelle durch ihn hindurchwirken kann (Rudolf Steiner) 00:10:22] ===&lt;br /&gt;
In den CD-Librettos oder Inhaltsangaben, die Sie vielleicht bei sich zu Hause im Schrank haben, kann man manchmal lesen, dass der Gottfried in einen Schwan verwandelt wurde. Das ist falsch, wenn man das genau liest. Der Gottfried wurde von der Ortrud nicht in einen Schwan verzaubert; der Gottfried wurde von der Ortrud verzaubert, weil er ein Schwan ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwan ist in den mittelalterlichen Gralslegenden, sagt Rudolf Steiner, das Symbolum für einen Menschen, der ein Gefäß werden kann, dadurch, dass ein verstorbener Gralsritter von der anderen Seite der Schwelle durch ihn hindurchwirken kann. Also überlegen Sie mal: Wenn Sie als Mensch ein Schwan werden, sich selber geistig-seelisch so öffnen, dass ein verstorbener Mensch mit seinen Impulsen durch sie hindurchwirken kann, seine Gralsimpulse durch sie hindurch in der Welt wirksam werden können, dann sind sie der Schwan für einen anderen Verstorbenen. Und weil der Gottfried – das wäre seine Aufgabe gewesen, ein Schwan zu sein, dass die Gralsritter das Christentum nach Brabant bringen - hat die Ortrud nicht nur versucht, ihn von dem Thron zu beseitigen, sondern sie hat ihn verzaubert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie hat sie das gemacht? Der Schwan tritt im ersten Akt dann irgendwann ins Geschehen, der hat ein Kettlein hinter sich, da ist ein Nachen, da wird der Gralsritter Lohengrin ins Geschehen gezogen. Und die ganze Menge ruft: „Ein Schwan! Ein Schwan!“, und nur die Ortrud erstarrt. Und ganz am Ende wird gesagt, warum sie erstarrt; da heißt es: „Am Kettlein, das sich um ihn wandt, erkannt ich: Es ist der Herr von Brabant.“ Also man hat um den Gottfried ein Kettlein gewunden, wie man um Kaspar Hauser im Verlies auch ein Kettlein gewunden hat. Und die Ortrud ist geschockt, weil sie allerdings bemerkt, dass das Kettlein, der Zauber, das sie um ihn gewunden hat, zu einem Bindeglied wird. Dass der Gottfried durch dieses Kettlein einen Gralsritter in das Geschehen hineinziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=764s Kaspar Hausers Traum, der Name Gottfried - und Wagners Inspiration, dieses Kaspar-Hauser-Geheimnis in seinem Lohengrin verschlüsselt anzudeuten 00:12:44] ===&lt;br /&gt;
Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist, den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht - sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer - niedergeschrieben hat. Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen. Eigentlich das zu vollziehen, was Rudolf Steiner Karl Heyer einmal gesagt haben soll: Wenn Kaspar Hauser nicht gelebt hätte und gestorben wäre, wie er tat, dann wäre der Kontakt oder die Verbindung zwischen Erde und geistiger Welt vollkommen unterbrochen gewesen. Das ist die Aufgabe eines jeden Gottfriedes, eines jeden Schwanes: so zu leben, so zu sterben, dass die Verbindung zwischen Erde und geistiger Welt fortwährend erhalten bleibt. Und da merkt man, unter welcher Inspiration Richard Wagner offenbar stand, dass er dieses Kaspar-Hauser-Geheimnis in seinem Lohengrin verschlüsselt dort hineingeheimnist hat. Ich glaube nicht, dass er sich darüber ganz bewusst war, welche Dimension das haben könnte. Das werden wir heute Abend noch gemeinsam entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber erst mal geht es einfach ganz nüchtern um die Phänomene, wie man sowieso die Frage haben kann: Warum hat man Kaspar Hauser in einem Schwebezustand gehalten, in dieser Kerkerhaft, wo auch ein Kettlein wie bei Gottfried um ihn gewunden war? Offenbar, weil man verhindern wollte – das hat Peter Tradowsky ja immer entwickelt –, dass diese Seele an einem anderen Ort der Welt wiederkommen kann, wenn man ihn tötet, und dann vielleicht auf diese Weise ihre Impulse weiter in die Welt bringt. Aber eben auch, weil man auch verhindern wollte, wenn er einfach als ein Verstorbener in der geistigen Welt bleibt, dass es andere Schwäne, andere Gottfriede wiedergeben könnte, in der diese Seele dann von der anderen Seite der Welt in der Welt weiter hätte wirksam werden können. Deswegen dieses Kettlein bei Kaspar Hauser und bei Gottfried von Brabant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=1014s Lohengrin kann nur dann bei der Elsa bleiben, wenn sie ihn nicht nach seiner Herkunft fragt 00:16:54] ===&lt;br /&gt;
Der weitere Verlauf der Oper – einige werden sie gesehen, gehören, gelesen haben – ist schnell erzählt. Ja, es soll dann ein Gottesgericht beweisen, ob die Elsa, die Schwester von dem Gottfried, einen Brudermord begangen hat – wie das die Ortrud natürlich möchte, um das dynastische Verbrechen zu verschleiern –, oder ob die Elsa, die „mein armer Bruder“ sagt, recht hat. Und da soll jemand mit dem Telramund, mit dem Friesenfürsten, kämpfen in einem Gottesgericht. Die Elsa fragt: „Wer wird mein Streiter sein?“ Und dann diese berühmte Szene, der Schwan mit dem Kettlein, an dem ein Nachen ist, in den der Gralsritter Lohengrin jetzt in das Geschehen hineingezogen wird. Und die beiden kämpfen - Lohengrin und der Telramund. Und der Lohengrin siegt. Und das Gottesgericht hat sich damit sozusagen offenbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eigentlich könnte jetzt am Ende des ersten Aktes die Oper auch schon fertig sein. Gott sei Dank ist es nicht. Ja, wäre sehr schade um die schöne Musik, die uns dann noch im zweiten und im dritten Akt erwartet. Man merkt, welche Inspiration Richard Wagner hatte. Denn obwohl der Lohengrin den Telramund besiegt hat und damit – der will die Elsa heiraten und als ein Schwanenritter nun in Brabant bleiben –, kennt Richard Wagner offenbar ein zweites okkultes Gesetz, wie man gegen die Schwäne, gegen die Gottfriede, gegen die Herzoge von Brabant oder Baden ankämpfen kann. Es heißt, der Lohengrin kann nur bei der Elsa bleiben, wenn man was nicht tut? Man soll ihn nicht fragen. „Nie sollst du mich befragen!“ Nie sollst du eine genetische Untersuchung machen, ob ich der echte Schwanenritter bin oder nicht. Ja, blöder Witz, schon klar. Warum? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=1132s Zum Frage-Verbot meinte Rudolf Steiner: Die Frage sollte richtig gestellt werden. Nicht, woher er kommt, sondern was durch ihn in die Welt kommt  00:18:52] ===&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner hat das gesagt bei Kaspar Hauser und bei Demetrius. Er sagt: Man soll eigentlich gar nicht so sehr die Frage stellen, wer das war, sondern mehr: Was wurde durch sie gewollt? Man soll offenbar auch bei Lohengrin nicht die Frage stellen: Wer war das?, sondern: Was wird, was kommt durch diesen Schwanenritter in die Welt hinein? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da merkt man sofort, was man in der Gegenwart auch mit Kaspar Hauser macht. Wenn das okkulte Verbrechen, wenn das dynastische Verbrechen nicht gelingt, dann hat man einen zweiten Pfeil im Köcher: Man sät Zweifel. Man versucht, die Aufmerksamkeit der Menschen davon wegzubringen, was wurde durch ihn in der Welt gewollt, dahin: Wer war das eigentlich? Ist Kaspar Hauser, ist der Lohengrin möglicherweise ein Betrüger?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=1183s Zweifel bringen Elsa dazu, die verbotene Frage zu stellen. Schließlich berichtet Lohengrin von seiner Herkunft, muss aber dafür Brabant verlassen 00:19:43] ===&lt;br /&gt;
Der ganze zweite Akt, ja, wunderbare Musik, die der Wagner da komponiert, wie Ortrud versucht fortwährend in der Elsa Zweifel zu säen. Dann heiraten die Ende des zweiten Aktes, Lohengrin und Elsa. Und im dritten Akt, in der Hochzeitsnacht, schafft es die Elsa nicht. Der Zweifel ist so stark, dass sie doch dann den Lohengrin fragt: „Wer bist du?“ Der Lohengrin: „Frag nicht, auf keinen Fall!” Elsa will das dann wissen. Und der Lohengrin schreit auf, weil er weiß, jetzt muss er Brabant verlassen. Sagt noch: „Nun hört, wie ich verbot’ner Frage lohne.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt dieser ganze Schwanengesang: „In fernem Land, unnahbar euren Schritten, liegt eine Burg, die Montsalvat genannt.“ Wo Lohengrin erzählt, er ist der Sohn Parzivals. Er kommt von der Gralsburg, dort wird der heilige Gral gehütet. Die Gralsritter werden ausgesandt, um Notleidenden in der Welt zu helfen. Aber er sagt auch: Wenn ich ein Jahr bei euch geblieben wäre, wäre auch der Gottfried wiedergekommen. Jetzt muss ich euch verlassen, der Gottfried ist weg und ihr müsst gewissermaßen alleine bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine sehr tragische Szene. Er gibt dann am Ende noch der Elsa drei Kleinodien: ein Horn, ein Schwert, einen Ring; dass, wenn der Gottfried irgendwann kommt, dass er weiter durch ihn, dass er weiter damit heilsam wirken kann. Und dann taucht schon der Schwan im Hintergrund auf – der Gottfried, das weiß die Menge nur nicht – mit dem Kettlein und dem Nachen. Und der Lohengrin muss gehen. Und wieder denkt man, die Oper ist jetzt zu Ende. Die Ortrud also reckt ihre Hände gen Himmel und sagt: „Seht, wie sich die heidnischen Götter rächen, von deren Huld ihr euch gewandt.“ Und man denkt, gut, auch nicht schlecht, eine Oper, in der die Bösen mal gewinnen. Ja, es ist drei Stunden vorbei, man ahnt, das Parkticket draußen ist abgelaufen. Wie will Wagner das in den letzten zehn Minuten noch drehen? Eine berechtigte Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=1316s Ein Initiationsritual am Ende der Oper. Eine liturgische Handlung, die Lohengrin vollzieht, um Gottfried von seinem Kettlein zu erlösen und um weiter als Gralsritter durch diesen Schwan hindurchwirken zu können - es wurde von Wagner selbst entfernt 00:21:56] ===&lt;br /&gt;
Und gerade da, wo man denkt, die Oper ist zu Ende, passiert etwas ganz Außergewöhnliches. Man hört an der expressiven Musik, dass plötzlich das Gralsmotiv aufleuchtet. Und dann kniet der Lohengrin nieder in einem Gebet und bittet um ein Zeichen. Der vollzieht plötzlich eine heilige Handlung, ein kultisches Ritual, eine Art Gottesdienst, in dem er als erstes sich zu Gott, zur Gralswelt wendet, niederkniet. Dann ringt er um den Schmerz der Menschen, sagt: Wie kann diese Wunde geheilt werden, die durch Elsas Zweifel Brabant geschlagen ist? Dann taucht plötzlich die Gralstaube oben auf und die bringt ihm offenbar irgendwas wie eine Inspiration, was er gesucht hat. Dann springt er auf, löst dem Schwan das Kettlein und der Lohengrin wird von der Taube dort weggezogen in dem Nachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sagt er: „Seht her, der Herrscher von Brabant, zum Führer sei er euch ernannt.“ Da taucht tatsächlich der Schwan unter Wasser auf und der Gottfried steht plötzlich in einem Silbergewand da. Also dem Lohengrin ist es gelungen, durch diese Zeichentat, durch diese liturgische Handlung den Gottfried nicht nur zu erlösen von dem Kettlein; er schafft es offenbar auch, dass jetzt, wo der Lohengrin geht, der Schwan, der Gottfried erst wirklich Schwan werden kann, weil der Lohengrin wird von nun an durch diesen Führer von Brabant von der anderen Seite der Schwelle hindurch wirken können. Wagner hat dort eine heilige Handlung, ein Initiationsritual am Ende des Lohengrin auf die Bühne gebracht. Haben Sie das schon mal gesehen? Können Sie nicht. Warum? Dieser spirituelle Höhepunkt des Dramas, der Oper, die Wagner vom Libretto geschrieben und von der Musik komponiert hat, hat er ja kurz vor der Uraufführung in Weimar wieder zurückgezogen. Das ist, soweit ich das weiß, bis heute nicht auf der Bühne gezeigt worden. Man kann sich fragen, warum? Das ist der spirituelle Höhepunkt des ganzen Dramas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wagner hat auch aus dem Gralsgesang von Lohengrin etwas herausgenommen. Man kann darüber fragen, warum er das getan hat. Es ist niedergeschrieben: Er fürchtete, dass das eine erkältende Wirkung auf das Publikum haben könnte. Das ist etwas, was nicht wirklich schlüssig ist. Man muss sich die Frage stellen: Friedrich Schiller hat man vergiftet, damit er seinen Demetrius nicht fertig schreibt. Man kann zumindest die Frage stellen, ob Richard Wagner nicht auch unter irgendeinen rätselhaften Einfluss geraten ist, dass er ganz am Ende, wenige Tage vor der Uraufführung, der er selber nicht beiwohnen konnte in Weimar, den Mut verlassen hat, das, was er bereits fertig niedergeschrieben und komponiert hat, dass das aufgeführt wird, und er das aus dem Drama herausgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Sie heute Abend oder sonst wie in Ihrem Libretto schauen, da werden Sie es nicht finden. Das ist auch in den Inhaltsangaben meistens nicht da. Wenn Sie das lesen wollen, mache keine Schleichwerbung, aber in dem Fall ist es sachlich begründet: Dieses &#039;&#039;Einführung und Kommentar&#039;&#039; von Kurt Pahlen, Richard Wagners Lohengrin, da ist ganz am Ende, sind die beiden Stellen kleiner gedruckt, als das andere textlich enthalten, die Wagner selber rausgenommen hat. Der zweite Teil des Schwanengesanges des Lohengrin und ganz am Schluss diese Zeichentat, diese liturgische Handlung, die Lohengrin dort vollzieht, um Gottfried von seinem Kettlein zu erlösen und um weiter als Gralsritter durch diesen Schwan nach seinem Weggang hindurchwirken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=1598s Parallele liturgische Handlungen zeigen die Verbindung von Strömungen: Parzival heilt den kranken Amfortas - Lohengrin erlöst Gottfried - Christus und die Lazarus-Auferweckung 00:26:38] ===&lt;br /&gt;
Die Frage, die Sie sicher beschäftigt, die auch mich beschäftigt hat, als ich das entdeckt habe: Was ist das für eine Zeichentat? Was ist das für ein Ritual, für eine liturgische Handlung, die Richard Wagner dort szenisch auf die Bühne bringen wollte, auch wenn er es am Ende herausgezogen hat?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich meine, dass das schnell zu finden ist, denn das ist dieselbe liturgische Handlung, dieselbe Zeichentat, mit der am Ende von Wolfram von Eschenbachs Parzival der Parzival den kranken Amfortas heilt, um selber Gralskönig zu werden. Wir sagen immer, Parzival musste eine Frage stellen: „Oheim, was wirret dir?“ Das ist grob verkürzt. Wenn man genau liest, was Wolfram von Eschenbach schreibt, dann merkt man, dass auch Parzival, um den kranken Amfortas zu heilen, eine kultische Handlung vollzieht, die aus denselben vier Schritten gebildet ist wie diese Zeichentat, mit der Lohengrin den Gottfried erlöst. Da heißt es: Parzival wendet sich zum Gral und kniet nieder, dreimal zu Ehren der Trinität. Erster Schritt. Dann ringt er um des traurigen Mannes Herzeleid. Dann richtet er sich auf und stellt die Frage: „Oheim, was wirret dir?“ Und dann dichtet Wolfram von Eschenbach: Der, der Lazarum auferwecken ließ, Christus. Der half, dass der kranke Amfortas wieder gesund war und schöner als jemals zuvor. „Der, der Lazarum auferwecken ließ, der half, dass der kranke Amfortas wieder vollständig gesund ward und schöner als jemals zuvor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das knüpft an an diese Zeichentat im 11. Kapitel des Johannes-Evangeliums, wo Christus den verwesenden Lazarus auferweckt. Und Parzival selber tritt hier in das Amt eines christlichen Hierophanten und ruft nicht: „Lazarus, komm heraus!“, sondern: „Oheim, was wirret dir?“ Und da kommt nicht der auferweckte Lazarus herauf, sondern der kranke Amfortas, schöner als jemals zuvor. Und entscheidend ist, wo der Steiner sagt: Mit dieser Initiation des Lazarus beginnt eigentlich, dass die andere Johannesströmung, Johannes der Täufer, durch den Lazarus-Johannes von der anderen Seite der Schwelle hindurch wirken kann. Man könnte vielleicht sagen: Durch diese Zeichentat im 11. Kapitel des Johannes-Evangeliums ist Lazarus der Schwan und Johannes der Täufer der Gralsritter, der durch ihn hindurch wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zeichentat hat offenbar die Aufgabe, nicht nur den toten Lazarus ins Leben zurückzurufen, sondern auch divergente Strömungen miteinander verbinden zu können, dass sie als Schwan- und Gralsstrom in einer Beziehung in die Welt wirken können. Denn von nun an wird es ja die Aufgabe der beiden Johannesströmungen sein, die Qualitäten des jeweils anderen selber zur Reife zu bringen. Und es heißt auch im Evangelium: Nachdem der Christus diese Zeichentat öffentlich vollzogen hat, eine Initiationshandlung öffentlich tat, war das der Moment, wo die Pharisäer den Entschluss fassten, dass sie ihn töten wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Wagner hat diese Zeichentat, ja die Auferweckung des Gottfried könnte man sagen, wo es auch darum geht, zwei Strömungen miteinander zu verbinden, die Artus- und die Gralsströmung. Denn nach diesem Parzival-Kultus, mit dem Parzival nach dem Vorbild von Lazarum auf der Gralsburg den Amfortas heilt, da verändert das alle Parameter der Gralswelt. Die Gralsritter, die davor die Aufgabe hatten, den Gral zu hüten, Unberufene von dem Gral fernzuhalten, werden nun als Schwanenritter in die Welt hineingesandt, um Notleidenden zu helfen. Die Artusritter, die davor – Parzival ist ein Artusritter – immer nur den Gral suchen konnten, das sind nun die Schwäne, die ein Gefäß sein sollen dafür, dass die Gralsritter durch sie hindurch wirken. Es ist wieder diese – deswegen nenne ich das Parzival-Kultus –, ja diese Zeichentat, die auf Lazarus zurückgeht und die Richard Wagner dort zeigen wollte. Und irgendwas muss auf ihn eingewirkt haben, dass ihm am Ende der Mut verlässt und der das aus dem Lohengrin herausnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=1898s Die Konfirmation des Kaspar Hauser in der Schwanenritterkapelle zeigt Ähnlichkeiten mit dem Parzival-Kultus 00:31:38] ===&lt;br /&gt;
Und vielleicht hat der eine oder andere von Ihnen ja diese sehr interessante Ausstellung drüben wahrgenommen. Ich sagte vorhin, das meiste, was man sehen kann, ist Kaspar Hauser in der Kerkerzelle mit dem Kettlein, mit dem Pferdchen in dem Fall; eine Szene, die der Künstler auch dargestellt hat drüben, können Sie nachher ansehen: die Konfirmation Kaspar Hausers, 1833. Wo? Wo hat die stattgefunden? In einer Schwanenritterkapelle – Lohengrin-Thema, Schwanenritterkapelle – in Ansbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch da glaube ich – das ist jetzt ein bisschen auf Eigenverantwortung gesagt –, dass diese Konfirmation, manche sagen auch eine Erwachsenentaufe im Geiste des Urchristentums, im Grunde genommen von dem, was der Pfarrer Fuhrmann mit Kaspar Hauser dort gemacht hat, eigentlich dieser Parzival-Kultus oder diese Lazarus-Zeichentat ist, mit der auch Parzival den verwundeten Amfortas geheilt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=1965s Pfarrer Fuhrmanns Worte bei der Konfirmation – &#039;&#039;den Bösen verachte nicht, den Irrenden helfe&#039;&#039; - und Kaspar Hausers verzeihende Haltung am Sterbebett 00:32:45] ===&lt;br /&gt;
Wenn man innerlich damit lebt, dieses Ritual der Konfirmation – das ist veröffentlicht –, dann kann man da auch diesen Vierschritt finden. Kaspar Hauser kniet nieder zu Ehren der Trinität, ja wie es heißt dann, er wendet sich zum Gral bei Wolfram. Schwanenritterkapelle, niederknien zu Ehren der Trinität. Dann in der Ansprache des Pfarrer Fuhrmanns ringt er um das Leid der Menschheit, die durch den Sündenfall gegangen ist. Und dann kommen diese besonderen Worte des Pfarrer Fuhrmanns, der also sagt – das lese ich Ihnen vor –, das ist eine besondere Art von „Oheim, was wirret dir“. Da sagt er: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jeder Mensch sei dir ein Gegenstand der Liebe, keiner des Hasses. Den Bösen verstoße nicht, sondern bessere ihn, wenn du kannst. Den Irrenden verachte nicht, sondern weise ihn zurecht. Den Frommen übersieh nicht, sondern folge seinem Beispiel.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Nochmal: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Jeder Mensch sei dir ein Gegenstand der Liebe, keiner des Hasses. Den Bösen verstoße nicht, sondern bessere ihn, wenn du kannst. Den Irrenden verachte nicht, sondern weise ihn zurecht. Den Frommen übersieh nicht, sondern folge seinem Beispiel.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Pfarrer Fuhrmann sagt später, das Verhalten Kaspar Hausers auf dem Sterbebett, wo er sagt: „Niemand hat mir etwas getan,“ und er verzeiht eigentlich den anderen und sagt, dieser Kampf ist sehr schwer. Also diese Frage „Oheim, was wirret dir“, er macht sich mehr Sorgen um die Menschen, die ihm das angetan haben, als das, was man ihm angetan hat. Der Pfarrer Fuhrmann sagt, man versteht das Verhalten des Kaspar Hausers auf dem Sterbebett nicht, wenn man nicht die Worte der Konfirmation – &#039;&#039;den Bösen verachte nicht, den Irrenden helfe&#039;&#039; –, wenn man das nicht mit einbezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, damit endet das Ganze, das muss einen so starken Eindruck auf die Menschen gemacht haben, die damals anwesend waren, dass man den Eindruck haben kann, die haben ihn eigentlich erkannt. Er sagt, das macht ja den stärksten Eindruck auf die anwesenden Menschen. Es ist eigentlich am Ende der Konfirmation dieselbe Situation am Ende des Lohengrin. Der Lohengrin löst das Kettlein, der Schwan taucht unter, ein Knabe in einem Silbergewand steht da und die Menschen erkennen ihn. Seht her, der Erbe von Brabant. Oder eben im Falle der Konfirmation von Kaspar Hauser, wo die anwesenden Menschen am Ende doch eine Wahrnehmung gehabt haben müssen, was das für ein besonderer Mensch mit seinem Impuls war. Und man auch die Frage haben kann – das hat Peter Tradowsky immer beschäftigt –, ob man in diesem Moment, wo Pfarrer Fuhrmann diese Zeichentat in dieser Erwachsenentaufe, in dieser Konfirmation vollzogen hat, nicht auch den Entschluss gefasst worden ist, Kaspar Hauser ein halbes Jahr später zu töten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=2163s Wo ein Artus- und ein Gralsritter sich begegnen, da ist das immer eine Begegnung des Christus mit sich selber (Rudolf Steiner). Das vollzieht sich auch in der Begegnung von Richard Wagner mit Kaspar Hauser in Bamberg 1833  00:36:03] ===&lt;br /&gt;
Die Frage, die Frau Lorenz stellte: Was haben die Individualitäten Kaspar Hauser, Richard Wagner, später auch Ludwig II. miteinander zu tun? Ich weiß nicht, ob Sie das wissen, Richard Wagner hat nicht nur die Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem Lohengrin verschlüsselt dort hineingeschrieben, es gibt eine wahrscheinliche Begegnung zwischen den beiden. Und zwar am 14. Januar 1833 in der Kaiserstadt Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaspar Hauser und Richard Wagner sind gleich alt. Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren. Kaspar Hauser wohl am 29. September 1812 in Karlsruhe. Das sind fünf Monate Altersunterschied. Wenn die zusammen zur Schule gegangen wären, wären sie allerdings in einer Klasse gewesen. Und Kaspar Hauser ist damals eine europaweit bekannte Sensation. Richard Wagner ein völlig unbekannter Niemand aus Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wagner war damals auf dem Weg nach Würzburg, wo sein Bruder Albert ihm eine Stelle am Theater als Chordirektor vermittelt hat. Und er hatte in der Tasche ein Libretto über eine Oper, die Sie nicht kennen müssen, weil die musikalisch nicht sehr interessant ist: „Die Feen“. Da geht es um einen jungen Prinzen, der sich in eine Feenkönigin verliebt und der darf sie aber nicht fragen, woher sie kommt. Lohengrin-Thema! Er hat das noch nicht musikalisch komponiert. Bemerkenswert aber ist, in dem Moment, wo er durch „Die Feen“ an das Lohengrin-Thema der nicht gestellten Frage herankommt, öffnet sich eine schicksalsmäßige Tür und er begegnet wohl in Gotha, Coburg oder Gotha – ich glaube Gotha war es –, Kaspar Hauser. In seiner Autobiografie „Mein Leben“ schreibt er: Damals hörte ich die Geschichte des Findelkinds Kaspar Hauser, die überall in Europa bekannt war und den ich wahrscheinlich traf. Kaspar Hauser, der in Ansbach war als Schreiber, den hatte man nach Bamberg gelockt – da bin ich jetzt nicht ganz sicher –, also man wollte ihm eine adelige Frau zeigen unter der Frage, ob das seine Mutter sein könnte. Und dann sind die sich beiden wohl in der Kaiserstadt Bamberg begegnet. Ein einziges Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sehr bemerkenswert, wer sich da gegenüber steht. Sie wissen das vielleicht, Steiner sagt über Richard Wagner auf eine Frage von Marie von Sievers, wer das gewesen war: Er sagt, Merlin in seinem letzten Leben. Der keltische Zauberer, derjenige, der die Artusrunde inauguriert, der Erzieher von Artus, der Genius Loci, der Spiritus Rector der Tafelrunde der Artus-Ritter. Und dieser Artus, der begegnet dort mit dieser Merlin, Vertreter der Artusströmung, begegnet dort in Bamberg mit Kaspar Hauser, einem Vertreter der Grals- oder Rosenkreuzerströmung. Die beiden treffen sich dort. Man weiß nicht, was die miteinander gesprochen haben. Man kann sich natürlich die Frage stellen, ob da irgendetwas zwischen denen geschehen ist, denn wenig später danach kann Richard Wagner ja mit seinem eigentlichen Werk ab dem „Fliegenden Holländer“ anfangen zu arbeiten. Also diese Begegnung von Artus- und Gralsströmung, mit der der Lohengrin gewissermaßen aufhört, das vollzieht sich in der Begegnung am 14. Januar 1833 in der Begegnung von Richard Wagner und Kaspar Hauser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie wissen vielleicht, dass Rudolf Steiner davon gesprochen hat, dass die Artus- und die Gralsströmung – das sagt er in den Karma-Vorträgen 1924 – sich im 9. Jahrhundert begegnet sind. Man könnte vielleicht sagen: Ja, die Gralsritter müssen vom Osten befeuern, was die Artusritter als Schwäne vom Westen gestalten, dass die Artusritter Schwäne werden, die Gralsritter durch sie hindurch wirken können. Und er sagt: Wo ein Artus- und ein Gralsritter sich begegnen, da ist das immer eine Begegnung des Christus mit sich selber. In jedem Schwanenritter von Gottfried und Lohengrin begegnet sich der Christus in diesen beiden Strömungen. Man kann auch sagen: In der Begegnung von Kaspar Hauser und Richard Wagner ist das eine Begegnung des Christus mit sich selber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=2453s Betrachtung eines Gemäldes von Albrecht Dürer: Karl der Große als Repräsentant von Artus- und Gralsströmung 00:40:53] ===&lt;br /&gt;
Und ich habe Ihnen hier ein Bild mitgebracht von Albrecht Dürer aus der Nürnberger Staatsgalerie. Das zeigt Karl den Großen. Karl der Große ist zum einen ein Vertreter der Artusströmung gewesen. Der hatte die Aufgabe im 8. Jahrhundert, die europäische, germanische Strömung zu zivilisieren. Das hat er auch sehr brutal gemacht. Vielleicht muss man sagen, er ist ein dekadenter Artusritter. Er hat die Sachsen grausam verfolgt. Rudolf Steiner nennt ihn allerdings auch einen irdischen Repräsentanten des Gralskönigs Titurel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also man kann vielleicht sagen: Schon so wie ein Sonnenaufgang in der Gestalt Karls des Großen begegnen sich die Artus- und die Gralsströmung. Und wenn Sie in Nürnberg das Bild sehen würden, dann würden Sie feststellen können, dass diese weißen Stellen hier oben am Bart Schwanenfedern sind. Da merkt man, was Dürer da wusste. Artus- und Gralsströmung. Steiner sagt das Jahr 869, da haben sich in Europa und in der geistigen Welt die Artus- und die Gralsströmung sind sich begegnet. Und das war Emil Bock, der dann einfach die Dinge zusammengefasst hat und sagte: Dann wird 869 auch das Jahr gewesen sein, in dem der historische Parzival den Amfortas erlöst hat und selber Gralskönig geworden ist. Und in diesem Moment begegnet oder beginnt der Impuls der Gralsritter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=2570s Ludwig II. und seine Verbindung zur Schwanenritter-Sage. Seine Freundschaft zu Richard Wagner führte zu dessen Förderung, was die Wagner-Opern möglich machte 00:42:50] ===&lt;br /&gt;
Abrundend das Ganze möchte ich auch noch den Dritten im Bunde heute Abend mit hineinnehmen, den bayerischen König Ludwig II. Auch der hat mit dem Lohengrin stark zu tun. Der ist am 25. August 1845 in München in Schloss Nymphenburg geboren. Zeitgleich weilt Richard Wagner in Böhmen in Marienbad zur Kur. Und die beiden, die sich ja später kannten, haben immer darüber, glaube ich, ein Stück weit gestaunt, weil in dem Moment, wo der Ludwig zur Welt kommt, schreibt Wagner in seiner Autobiografie: Eines Morgens wachte ich plötzlich auf und hatte den Impuls, mich mit dem Lohengrin zu beschäftigen. Der wusste gar nicht, woher das kommt, und innerhalb von drei Tagen hatte er das Libretto fertig geschrieben. Die hatten beide das Gefühl, als hätte der ungeborene Ludwig diesen Impuls gewissermaßen ins Dasein mitgebracht. Und der Wagner ist der Erste, der das aufnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ansonsten macht es den Eindruck, als ob der Ludwig vorgeburtlich sich schon Bedingungen schafft, an die er anknüpfen kann, als er dort 1845 in München in Bayern geboren wird. Sein Vater, der damalige noch Kronprinz Maximilian, der in München ein Isar-Athen gebaut hat, der ist in die alte Schwanenrittergegend, Hohenschwangau, Castrum Schwangau – der dunkle Zauber des bayerischen Schwangaus, dort wo Ludwig später Neuschwanstein baut – zur Sommerfrische hingefahren und hat festgestellt, dass das die historische Gegend der Schwanenritter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selber frage mich, ob das ein Ort sein könnte, wo Grals- und Schwanenritter sich im 9. Jahrhundert begegnet sind, auf das Rudolf Steiner verweist. Und dann hat er dort als Sommerresidenz für die Wittelsbacher eine Burg ausgebaut, Hohenschwangau, deren Untergeschoss – vielleicht war jemand von Ihnen mal da – er die Lohengrin-Sage mit dem Schwanenritter an die Wände gemalt hat. Und der junge Ludwig, der von Anfang an, wenn er als Kind dort war, tief eingetaucht ist in die Landschaft, tief eingetaucht in die Sagenwelt, der muss tiefe Eindrücke auch empfangen haben in diesem Schloss, wo er von Anfang an mit dieser Schwanenrittersage in Berührung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich durchaus fragen, ob es nicht nur eine Begegnung von Kaspar Hauser und Richard Wagner gab, vielleicht gab es auch im Vorgeburtlichen eine Begegnung zwischen Kaspar Hauser und Ludwig II. Und der hat seine Konfirmation in der Schwanenritterkapelle wahrgenommen und da einen so tiefen Eindruck empfangen, dass er etwas von diesem Impuls, dieses Parzival-Kultus, dann in seiner Kindheit, in seiner weiteren Biografie plötzlich in die Welt zu bringen versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erfährt dann bald auch, dass der Lohengrin in München uraufgeführt wird, will unbedingt dorthin; ne, er ist in Weimar, dass der in München auch aufgeführt wird, will unbedingt dorthin. Sein Vater verbietet ihm das. Und ich glaube, mit 16 Jahren hat er die Oper in München zum ersten Mal hören dürfen und er hat später gesagt: In diesem Moment hat mein Leben eigentlich begonnen. Also man merkt, der bringt da etwas mit, was er gezielt aufsucht in dem, was er in den Bedingungen seines Daseins vorfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann mit 18 Jahren ist er König geworden und eines seiner ersten Taten war, dass er seinen Kabinettssekretär nach Stuttgart geschickt hat, ins Hotel Marquardt, wo der chronisch abgebrannte und pleitegegangene Richard Wagner, tief frustriert in einer Schaffenskrise – sein Tristan durfte nicht in Paris uraufgeführt werden –, dort also saß, und ihm ein Angebot machte, was er nicht ablehnen konnte: Nach München zu kommen und seine weiteren Kunstwerke, seine weiteren Opern zu unterstützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=2837s Dreimal, jeweils an einem Pfingstfest, leuchtet dieses Schwanenrittermysterium im 19. Jahrhundert historisch auf: Pfingsten 1828 das Auftauchen des Kaspar Hauser, 1833 die Konfirmation Kaspar Hausers, 1886 Tod des Königs Ludwig II.  00:47:17] ===&lt;br /&gt;
Ebenfalls an Pfingsten beginnt diese Freundschaft zwischen den beiden in München. Es ist bemerkenswert, dass dieser Parzival-Kultus an Pfingsten 869 vollzogen wird. Das alte Gralsthema ist immer ein Karfreitagszauber, mit dem Gralskönigtum Parzivals beginnt das Pfingstmysterium, das ist immer die Gralstaube. Und überlegen Sie mal, im 19. Jahrhundert gibt es drei Pfingstfeste, wo dieser Pfingstgral gewissermaßen historisch wahrnehmbar wird. Das eine ist Pfingsten 1828, wo Kaspar Hauser, der Gottfried, der in einem Kettlein gebunden war, plötzlich in Nürnberg auftaucht. Pfingsten 1833 findet die Konfirmation Kaspar Hausers in der Schwanenritterkapelle in Ansbach statt. Und Pfingsten 1886 wird der 40-jährige König Ludwig drei Jahre nach dem Tod Richard Wagners im Starnberger See tot aufgefunden mit seinem Psychiater Professor von Gudden. Man hat ihn ja durch eine Fangkommission aus Neuschwanstein herausgeholt und ihn für geistesgestört erklärt. Dreimal, jeweils an einem Pfingstfest, leuchtet dieses Schwanenrittermysterium im 19. Jahrhundert historisch auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ähnlich wie sich mit Kaspar Hauser und Richard Wagner Grals- und Artusströmungen begegnen, kann man das Gefühl haben, in dieser Freundschaft von Richard Wagner und Ludwig leuchtet noch einmal diese Beziehung von Merlin und Artus auf. Merlin, der keltische Zauberer, der den jungen Artus erzieht, der ihm hilft, das Schwert aus dem Stein zu ziehen. Und auch zwischen diesen beiden eine Freundschaft: Der Ludwig als Artus hat eine Tafel, keine Tafelrunde, der hat ein bayerisches Staatskabinett; das hat sich allerdings gegen ihn gewandt. Ludwig hat sich immer zugute gehalten, dass er es war, der der Geburtshelfer des Parzival ist, mit der der siebengliedrige Reigen der wagnerischen Opern – vom „Fliegenden Holländer“, „Tannhäuser“, der „Lohengrin“, der „Ring des Nibelungen“, die „Meistersinger von Nürnberg“, „Tristan und Isolde“ und dann mit dem „Parzival“ – eben abgeschlossen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die müssen ein sehr bizarres Paar auch gewesen sein; der Ludwig war homosexuell, Wagner nur auf Frauen fixiert und ja, also tiefe Schwärmerei. Aber da leuchtet auch etwas von diesem Lohengrin-Schwanen-Mysterium durch die beiden hindurch. Und Ludwig hat dem Wagner ja dann auch eine Mysterienstätte in Bayreuth auf den Boden gestellt, die Bayreuther Festspiele, wo bis auf den heutigen Tag – nächstes Jahr feiern sie ihren 150. Geburtstag – diese sieben Opern jedes Jahr neu aufgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3040s In der Apokalypse heißt es, der Christus wird uns zu Priestern und Königen machen. Der Priester  sollte Repräsentant des Göttlichen auf der Erde sein - der König muss immer ein Repräsentant des Menschseins gegenüber der göttlich-geistigen Welt sein können 00:50:40] ===&lt;br /&gt;
Als Allerletztes möchte ich Ihnen noch etwas mitgeben. Es ist viel Inhalt heute Abend, dessen bin ich mir bewusst. Aber es ist ein Thema, was es sich lohnt in den verschiedenen Verknüpfungen miteinander in Beziehung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also man kann sich ja fragen: Was hätte ein Kaspar Hauser als badischer Erbprinz im 19. Jahrhundert damals bewirken können? Man kann sich bei jedem König fragen: Was kann ein König in der Welt bewirken? Was kann er verändern? In der Apokalypse heißt es, der Christus wird uns zu Priestern und Königen machen. Was ist der Unterschied zwischen beidem? Ein Priester hat immer die Aufgabe, ein Repräsentant des Göttlichen auf der Erde zu sein. Der Papst würde sagen, der Stellvertreter Gottes auf Erden. Der König hat die andere Aufgabe: Der ist immer ein Repräsentant des Menschseins gegenüber der geistigen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können Sie das innerlich ein bisschen greifen? Der Priester ein Repräsentant des Göttlichen auf der Erde. Der König muss immer ein Repräsentant des Menschseins gegenüber der göttlich-geistigen Welt sein können. Der Priester verwaltet sieben Sakramente. Der König als Zeichen seiner Herrschaft sieben Zeichen oder sieben Reichsinsignien, die Sie auch auf diesem Bild von Albrecht Dürer zum Teil hier sehen können: Karl der Große als Schwanenritter. In ihrer historischen Fassung könnten Sie die in der Residenz in München oder in der Schatzkammer in Wien betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3143s Sieben königliche Reichsinsignien: Zepter, Reichsapfel, Reichsschwert, Reichskrone, Reichshandschuh, Reichsmantel, Heilige Lanze. Jedes Königtum muss eine weltumspannende Bedeutung haben 00:52:23] ===&lt;br /&gt;
Das sind die äußeren Gegenstände. Der König hatte immer ein Zepter. Das sehen Sie hier nicht. Das ist das Zeichen der königlichen Macht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat den Reichsapfel. Jedes Königtum – deswegen das Kreuz auf dem Globus – muss immer auch eine weltumspannende Bedeutung haben. Deswegen ist ein nordkoreanischer Diktator oder ein iranischer Mullah kein König im Sinne des Reichsapfels, weil dessen Königtum hat ja immer nur eine Bedeutung für die Menschen, die er beherrscht. Jeder wahre König, dessen Königtum muss eine weltumspannende Bedeutung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reichsschwert, ja, ein Zeichen dafür wie im Lohengrin, dass immer ein Verstorbener von der anderen Seite der Schwelle den König begleitet und mit ihm kämpft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reichskrone, die Sie bei Karl sehen, als Zeichen dafür, dass der König eine kosmische Anbindung hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann der Reichshandschuh, den er trägt. Der König muss immer auch in der Werkwelt wirksam werden können. Also nicht nur wie der alte König Salomon, der aus der wunderbaren Weisheit ein Schloss bauen konnte, aber als Baumeister brauchte er den Hiram. Der wahre König ist weise, aber kann durch den Reichshandschuh in der Werkwelt wirksam werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichsmantel, den jeder König zu tragen hat und der ein Zeichen dafür ist, dass der König immer jenseits der Schwelle eine Bedeutung hat. Es gibt in Nürnberg in der Schatzkammer einen wunderbaren Kaisermantel. Blauer Samt, glaube ich, in der das ganze Tierkreis auf Gold dort einverwoben ist. Das heißt in der Sinneswelt: &#039;&#039;Wer weise ist vor Gott, ist töricht vor den Menschen. Wer töricht ist vor den Menschen, ist weise vor Gott. Wer den Reichsmantel als König trägt, der muss vor den Menschen und vor den Göttern zugleich weise und wirksam sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als Letztes die heilige Lanze, die ein Zeichen dafür ist, dass der König durch die Kraft des Sonnenstrahls auf der anderen Seite der Schwelle weißmagisch wirksam werden kann. Jeder König im wahren geistigen Sinne muss diese Kräfte der sieben Reichsinsignien in seiner Herrschaft zur Entfaltung bringen können. Und auch ein Kaspar Hauser hätte es als badischer Erbprinz zur Aufgabe gehabt, die Kräfte dieser sieben Reichsinsignien in seiner Herrschaft zu entfalten und wirksam werden zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3341s Die sieben großen Opern von Richard Wagner können als sieben Mysteriendramen aus der Kraft der sieben Reichsinsignien gesehen werden 00:55:41] ===&lt;br /&gt;
Was ich irgendwann entdeckt habe: Der Lohengrin gibt am Ende der Elsa für den Gottfried auch Reichskleinodien. Das ist Ring, Horn, Schwert; sind offenbar kleine Ablagerungen davon. Und er sagt: Damit kann ich weiter wirksam werden. Kaspar Hauser, den man als badischen Erbprinzen offenbar verhindert hat, hat in seiner Herrschaft diese sieben Reichsinsignien nicht entfalten können. Aber je mehr ich mich mit dem Werk von Richard Wagner beschäftigt hatte, habe ich den Eindruck bekommen, dass in diesen sieben großen Opern Richard Wagners – „Der Fliegende Holländer“, der „Tannhäuser“, der „Lohengrin“, der „Ring des Nibelungen“, die „Meistersinger von Nürnberg“, der „Tristan und Isolde“ und der „Parzival“ – sieben Mysteriendramen sind aus der Kraft dieser sieben Reichsinsignien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und vielleicht kann man das – ich will Ihnen das als Abschluss noch mitgeben – vielleicht ein bisschen so sehen: Kaspar Hauser ist verhindert worden. Aber durch diese sieben Mysteriendramen kann der Impuls der Reichsinsignien, den Kaspar Hauser als badischer Erbprinz hätte entfalten können, immer als Mysteriendrama wahr und aufgenommen werden. Warum? Geben Sie mir noch diese fünf Minuten, dass ich Ihnen das kurz aufzeigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3397s Thema des &amp;quot;Fliegenden Holländer&amp;quot;: Macht durch das Zepter verpflichtet,  niemals in die Freiheit anderer Menschen einzugreifen 00:56:37] ===&lt;br /&gt;
Das Zepter, die Frage: Aus welcher Macht hat ein König seine Herrschaft? Das ist das Thema im „Fliegenden Holländer“. Der Fliegende Holländer ist ein Seemann, der das Kap der Guten Hoffnung umfahren will und will aus seiner Macht diesen Impuls verwirklichen und flucht sogar die Elemente: „Niemals will ich ablassen.“ Und dann wird er selber verflucht, weil er das tut, was die Dekadenzerscheinung aller Könige ist: Wenn sie versuchen, durch magische Kräfte Herrschaft zu bekommen. Faust schließt auch einen Pakt mit Mephisto; er muss selber alle sieben Jahre an Land kommen, bis er durch die Ohnmacht geht und ein anderer Mensch, die Senta, ihn erlöst. Und Senta und der Holländer müssen beide durch Ohnmachtserlebnisse gehen, um damit an diese Erlösungskräfte des Reichszepters heranzukommen. Und offenbar, was sie dadurch lernen, was jeder König lernen muss, wenn er durch das wahre Reichszepter wirkt: Du musst in deiner Herrschaft immer die Freiheit der Menschen achten. Macht durch das Zepter heißt niemals, dass du die Freiheit der anderen Menschen eingreifst. Auch Rudolf Steiner wusste, er musste durch die Macht der Ohnmacht gehen, konnte Impulse geben und gleichzeitig das Versagen der Menschen hinnehmen, die das nicht aufnehmen konnten. Das ist das wahre Reichszepter - Thema im „Fliegenden Holländer“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3490s Tannhäuser: Die Heilige Elisabeth zeigt, was der eigentliche mitteleuropäische Impuls ist, der eine weltumspannende Bedeutung hat. Mitteleuropa ist die Verbindung von Geisterkenntnis und Menschlichkeit 00:58:10] ===&lt;br /&gt;
Im „Tannhäuser“ geht es um die große Frage: Welches Königreich hat eine weltumspannende Bedeutung? Und es werden drei Reiche gezeigt: der Pilgerzug aus Rom, das Papsttum; als zweites der Sängerkrieg auf der Wartburg; und der Venusberg. Und alle drei Reiche sind, wie man heute aber sagen würde, gewissermaßen Blasen oder Bubbles, die für sich genommen funktionieren, aber die keine weltumspannende Bedeutung haben. Ganz am Schluss kommt die Heilige Elisabeth als der Genius Mitteleuropas, der für das Brot- und Rosenwunder steht am Ende des „Tannhäuser“ und zeigt, was der eigentliche Reichsapfel ist, der eigentliche mitteleuropäische Impuls, der eine weltumspannende Bedeutung hat. Das Brot- und Rosenwunder vollzieht die Heilige Elisabeth der Sage nach. Und das ist das, was Rudolf Steiner einmal, was Friedrich Rittelmeyer einmal sagte: Deutschtum oder Mitteleuropa ist die Verbindung von Geisterkenntnis und Menschlichkeit. Nur wenn ein Herrscher die Verbindung von Geisterkenntnis und Menschlichkeit schafft, ist das ein Königtum, das eine weltumspannende Bedeutung hat. Die anderen Reiche im „Tannhäuser“ sind Blasen. Am Schluss taucht die Heilige Elisabeth auf, die für dieses Brot- und Rosenwunder steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3582s Lohengrin und der Ring des Nibelungen: Das Mysteriendrama des Reichsschwertes. Der Untergang der alten Götterwelt und die weitere Verantwortung der Menschen 00:59:42] ===&lt;br /&gt;
Lohengrin hatte ich Ihnen erzählt, ja das Reichsschwert. „Wer wird mein Streiter sein?“ Wie kann ein Verstorbener mit seinem Schwert durch den Schwan hindurch in der Welt wirksam werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mysteriendrama des Reichsschwertes – im „Ring des Nibelungen“ - ich kürze das etwas ab. Die Frage: Die alte Götterwelt geht unter und der Mensch selber trägt nach dem Untergang von Walhall die weitere Verantwortung für den Fortgang der Menschheit. Und der wahre König Siegfried wird umgebracht - am Ende von Hagen. Offenbar ein auch Verweis: Um die Reichskrone zu tragen, muss man gar nicht als König an die Macht kommen. Vielleicht sind die wahren Könige Mitteleuropas ganz oft diejenigen gewesen, die erst mal ihre Herrschaft verloren hatten - so wie Kaspar Hauser - aber die damit vielleicht ganz anders aus diesen Kräften der Reichskrone wirksam werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3639s Die Meistersinger von Nürnberg: Nur wenn durch den Reichshandschuh in der Sinneswelt gewirkt werden kann, können die guten Geister ihren Segen dazugeben 01:00:39] ===&lt;br /&gt;
Die letzten drei - „Meistersinger von Nürnberg“, eine unglaublich starke Oper! Da geht es um den Reichshandschuh, um die Verbindung von Kain und Abel. Ja, es gibt die kainitischen Meistersinger, die alle Handwerker sind, die klassischen Kainiten wie der Baumeister Hiram. Und gleichzeitig gibt es einen anderen, den Walther von Stolzing, der aus der abelitischen Inspiration raus das Preislied empfangen muss, damit Kain und Abel im Sinne des Reichshandschuhs verbunden bleiben. Und es gibt den dekadenten Kainiten, den Beckmesser, der will, der ist verstrickt in den alten Handwerkerregeln, will die vertrocknet behalten; den dekadenten Walter, Abeliten Walther von Stolzing, der am Ende sagt: Ja, ich will ohne die Kainiten die Meistersinger glücklich sein und nur aus meinen Inspirationen wirken. Und das Ganze spielt an Johanni und dann kommt Hans Sachs als Vertreter der Abelströmung und sagt: Verachtet mir die Meister nicht. Nur wenn Kain und Abel verbunden werden können miteinander – „Ehrt eure deutschen Meister, dann bannt ihr gute Geister“. Nur wenn durch den Reichshandschuh in der Sinneswelt gewirkt werden kann, können die guten Geister ihren Segen dazugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3725s Tristan und Isolde: Wie kann man jenseits der Schwelle eine Wirksamkeit entfalten? Parzival: Die Heilige Lanze 01:02:05] ===&lt;br /&gt;
„Tristan und Isolde“ - die Frage nach dem Reichsmantel. Wie kann man jenseits der Schwelle eine Wirksamkeit entfalten? Das große Drama zwischen den beiden Liebenden, in das Wunderreich der Nacht gemeinsam hineinzusterben. Am Ende stirbt der eine, der andere ihm nach, aber es ist eigentlich ein Gang über die Schwelle. Es geht auch um einen Zaubermantel, um einen Königsschmuck, aber der Versuch zweier Individualitäten, jenseits der Schwelle eine Wirksamkeit zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und „Parzival“, das ist deutlich: Die heilige Lanze. Parsifal mit der heiligen Lanze, die er am Schluss auf die Gralsburg zurückbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3766s In den Wagner-Opern ist der Impuls des wahren Königtums als Mysteriendrama enthalten 01:02:46] ===&lt;br /&gt;
Ich glaube, diese sieben Werke von Richard Wagner sind Mysteriendramen, in dem dieser Impuls des wahren Königtums, das auch durch Kaspar Hauser hätte entfaltet werden können, dort zumindest als Mysteriendramen erhalten ist. Der Ludwig hat ihm geholfen, dass er das fertig auf der Erde in Deutschland wirksam werden lassen konnte. Vielleicht kann man ein bisschen erahnen, warum ein Adolf Hitler einen Richard Wagner mit all den charakterlichen Schwächen – die man ihm sicherlich nicht wegnehmen kann: Sein Antisemitismus, seine Verschlagenheit, seine Berechnung, das war alles schon so – und trotzdem hat dieser Künstler unter einer Inspiration gestanden, von der ich glaube, dass man durch die den Impuls von Kaspar Hauser unmittelbar erleben kann. In dieser Kraft dieser sieben Reichsinsignien, die auch ein badischer Erbprinz hätte entfalten können, warum ein Adolf Hitler auf diese Weise sich im dritten Reich des wagnerischen Werkes bemächtigt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3834s Aus welchen Impulsen müssen wir heute wirken, damit dieses Königtum im Sinne eines Menschseins, das Repräsentant der göttlich-geistigen Welt sein kann, auch wirksam werden kann? 01:03:54] ===&lt;br /&gt;
Es gibt eben verschiedene Möglichkeiten, wie man die kostbarsten Dinge angreifen kann. Man kann sie versuchen zu zerstören. Man kann auch versuchen, sich ihrer zu bemächtigen, wie man im Englischen sagt: „Kill your enemy with a smile.“ Töte deinen Feind mit einem Lächeln. Indem du ihn umarmst und falsch benutzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und trotzdem ist das doch spannend, dass bis auf den heutigen Tag – war damals schon in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts – gekrönte Häupter, der Adel Europas es immer wieder nach Bayreuth gezogen hat. Auch heute Angela Merkel, der Bundespräsident  - die wollen dort irgendwie hin. Man mag sagen, weil sie die Musik lieben. Ich glaube aber auch, dass es um die Kraft dieser sieben Reichsinsignien geht. Und auch wenn diese Menschen in ganz anderen Impulsen stehen, die offenbar spüren: Das sind unsere Mysteriendramen mit der Frage, was ist das wahre mitteleuropäische Königtum? Und aus welchen Impulsen müssen wir heute wirken, damit dieses Königtum im Sinne eines Menschseins, das Repräsentant der göttlich-geistigen Welt sein kann, auch wirksam werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=64gybOd6rg4&amp;amp;t=3912s Ausblick und Botschaft 01:05:12] ===&lt;br /&gt;
Ich habe Ihnen heute Abend viel zugemutet, dessen bin ich mir bewusst. Nehmen Sie es mal durch die Nacht mit. Vielleicht macht es uns etwas schwanenhafter, wenn wir morgen früh aufwachen. Und was sich da von Westen und uns im Schwanensee gestaltet, kann ein Gefäß dafür sein, dass Gralsimpulse vom Osten weiter uns befeuern können. Ich glaube, diese Zeit, in der wir leben, hat das bitter nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und ein gutes weiteres Kommen durch das Faschingsfest bis in die Passionszeit. Dankeschön!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Europa]]&lt;br /&gt;
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* „[…] Ganz am Schluss kommt die Heilige Elisabeth als der Genius &#039;&#039;&#039;Mitteleuropas&#039;&#039;&#039;, der für das Brot- und Rosenwunder steht, am Ende des „Tannhäuser“ und zeigt, was der eigentliche Reichsapfel ist, der eigentliche mitteleuropäische Impuls, der eine weltumspannende Bedeutung hat.” [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Tannhäuser: Die Heilige Elisabeth zeigt, was der eigentliche mitteleuropäische Impuls ist, der eine weltumspannende Bedeutung hat. Mitteleuropa ist die Verbindung von Geisterkenntnis und Menschlichkeit 00:58:10|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:58:10]]&lt;br /&gt;
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[[Geistige Welt]]   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] was Rudolf Steiner Karl Heyer einmal gesagt haben soll: Wenn Kaspar Hauser nicht gelebt hätte und gestorben wäre, wie er tat, dann wäre der Kontakt oder die Verbindung zwischen Erde und &#039;&#039;&#039;geistiger Welt&#039;&#039;&#039; vollkommen unterbrochen gewesen.“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Kaspar Hausers Traum, der Name Gottfried - und Wagners Inspiration, dieses Kaspar-Hauser-Geheimnis in seinem Lohengrin verschlüsselt anzudeuten 00:12:44|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:12:44]]&lt;br /&gt;
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[[Hauser, Kaspar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] was Rudolf Steiner Karl Heyer einmal gesagt haben soll: Wenn &#039;&#039;&#039;Kaspar Hauser&#039;&#039;&#039; nicht gelebt hätte und gestorben wäre, wie er tat, dann wäre der Kontakt oder die Verbindung zwischen Erde und geistiger Welt vollkommen unterbrochen gewesen.“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Kaspar Hausers Traum, der Name Gottfried - und Wagners Inspiration, dieses Kaspar-Hauser-Geheimnis in seinem Lohengrin verschlüsselt anzudeuten 00:12:44|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:12:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heilige Elisabeth von Thüringen]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Ganz am Schluss kommt die &#039;&#039;&#039;Heilige Elisabeth&#039;&#039;&#039; als der Genius Mitteleuropas, der für das Brot- und Rosenwunder steht, am Ende des „Tannhäuser“ und zeigt, was der eigentliche Reichsapfel ist, der eigentliche mitteleuropäische Impuls, der eine weltumspannende Bedeutung hat.” [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Tannhäuser: Die heilige Elisabeth zeigt, was der eigentliche mitteleuropäische Impuls ist, der eine weltumspannende Bedeutung hat. Mitteleuropa ist die Verbindung von Geisterkenntnis und Menschlichkeit 00:58:10|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:58:10]] &lt;br /&gt;
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[[Lohengrin]]&lt;br /&gt;
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* „[…]Rudolf Steiner hat das gesagt […] Man soll offenbar auch bei &#039;&#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039;&#039; nicht die Frage stellen: Wer war das? […] was kommt durch diesen Schwanenritter in die Welt hinein?“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zum Frage-Verbot meinte Rudolf Steiner: Die Frage sollte richtig gestellt werden. Nicht, woher er kommt, sondern was durch ihn in die Welt kommt 00:18:52|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:18:52]]&lt;br /&gt;
* „[…] Oper des deutschen Komponistendichters Richard Wagner: Der „&#039;&#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039;&#039;“ […] Eines der ersten durchkomponierten Opern […] Es geht auch um das dynastische Verbrechen, um einen Thronfolger auf einen Herzogsthron, der beseitigt werden soll.“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#In Richard Wagners Oper „Lohengrin“ ist die Geschichte Kaspar Hausers feinsinnig darin hineinverwoben 00:07:32|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:07:32]]&lt;br /&gt;
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[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat das gesagt […] Man soll offenbar auch bei Lohengrin nicht die Frage stellen: Wer war das? […] was kommt durch diesen Schwanenritter in die Welt hinein?“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zum Frage-Verbot meinte Rudolf Steiner: Die Frage sollte richtig gestellt werden. Nicht, woher er kommt, sondern was durch ihn in die Welt kommt 00:18:52|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:18:52]]&lt;br /&gt;
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[[Schiller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Man fürchtete in bestimmten Geheimgesellschaften, dass Friedrich &#039;&#039;&#039;Schiller&#039;&#039;&#039; bestimmte okkulte Geheimnisse Anfang des 19. Jahrhunderts einfach offen ausplaudern würde.“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Schillers Tod: Eine geistige Vergiftung. Man fürchtete in Geheimgesellschaften, dass Schiller bestimmte okkulte Geheimnisse Anfang des 19. Jahrhunderts offen ausplaudern würde 00:01:03|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:01:03]]&lt;br /&gt;
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[[Wagner, Richard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Oper des deutschen Komponistendichters &#039;&#039;&#039;Richard Wagner:&#039;&#039;&#039; Der „Lohengrin“ […] Eines der ersten durchkomponierten Opern […] Es geht auch um das dynastische Verbrechen, um einen Thronfolger auf einen Herzogsthron, der beseitigt werden soll.“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#In Richard Wagners Oper „Lohengrin“ ist die Geschichte Kaspar Hausers feinsinnig darin hineinverwoben 00:07:32|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:07:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Das Gralsmysterium in der GA Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
Sammlung nicht vollzählig! Kann ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 54 – Die Welträtsel und die Anthroposophie&#039;&#039;&#039;: Parzival und Lohengrin, S. 430&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, Griechische und germanische Mythologie Richard Wagner im Lichte der Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 93 – Die Tempellegende und die Goldene Legende&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 97 – &#039;&#039;Das christliche Mysterium&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
** Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners Landin (Mark), 29.Juli 1906, S. 258&lt;br /&gt;
** Die Musik des «Parzival» als Ausdruck des Übersinnlichen, Kassel, 16.Januar 1907, S. 269&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 144 – &#039;&#039;Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Vier Vorträge, gehalten in Berlin vom 3. bis 6. Februar 1913, 4. Vortrag S. 61&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 145 – Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst ?&#039;&#039;&#039; Ein Zyklus von zehn Vorträgen gehalten in Den Haag vom 20. bis 29. März 1913, Die Paradieses- und die Gralslegende S. 99&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 148 – Aus der Akasha-Forschung, Das Fünfte Evangelium,&#039;&#039;&#039; Achtzehn Vorträge, gehalten 1913 und 1914, ab S. 161 Christus-Ereignis/Parzival-Ereignis&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;GA 149 – &#039;&#039;Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral,&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Leipzig, 28.12.1913–02.01.1914&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Rheinheimer|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31427</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31427"/>
		<updated>2026-04-07T16:21:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=8s Begrüßung 00:00:08] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=131s Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=360s Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00] ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=677s Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:11:17] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1090s Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10] ===&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1134s Buchhinweis 00:18:54] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1276s Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert 00:21:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1707s Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2073s Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:33] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2255s Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2389s Wie können wir an dieser Grals-Tafelrunde heute zusammen kommen? 00:39:49] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2527s Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […] Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Gral]]      &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] ein ganz ausgewiesener &#039;&#039;&#039;Gralskenner&#039;&#039;&#039;, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[Walter Johannes Stein] hat […] festgestellt, dass es eigentlich […] kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; verknüpft hat.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-&#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039;, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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[[Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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[[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039; […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
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{{BS|0-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
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		<title>Stein, Walter Johannes</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Walter Johannes Stein}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Walter Johannes Stein (* 6. Februar 1891 in Wien, † 7. Juli 1957 in London) war einer der Gründungslehrer der ersten Waldorfschule in Stuttgart. Daneben engagierte er sich als Redner für Anthroposophie und soziale Dreigliederung. 1933 folgte er einer Berufung nach England, wo er als Wirtschaftskorrespondent, Redakteur und schließlich auch als Heilpraktiker tätig war.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039; […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Rudolf_Steiner&amp;diff=31425</id>
		<title>Rudolf Steiner</title>
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		<updated>2026-04-07T16:19:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Geisteswissenschaft in die Öffentlichkeit bringen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Rudolf Steiner}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Rudolf Steiner (* 25. oder 27. Februar 1861 in Kraljevec, damals Kaisertum Österreich, heute Donji Kraljevec in Kroatien; † 30. März 1925 vormittags um ca. 10 Uhr in Dornach bei Basel), war ein österreichischer Goethe-Forscher, Philosoph und Geistesforscher, der durch die von ihm systematisch entwickelte Anthroposophie einen neuen, zukunftsweisenden wissenschaftlichen Zugang zur geistigen Welt eröffnete.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Dreigliederung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Um das soziale Leben auf eine neue Grundlage zu stellen, hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; seine Idee der sozialen Dreigliederung gebracht. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Steiners Dreigliederungs-Idee 00:33:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:33:20]]&lt;br /&gt;
# Heute besteht die große Gefahr, dass wir Sklave von Plänen werden, obwohl sie uns eigentlich dienen sollten. So hat z. B. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; zwar Ideen entwickelt zur Dreigliederung des sozialen Organismus. Aber er hat nie einen fertigen Plan gemacht. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der intellektuelle Sündenfall bringt die Menschheit seit Beginn des Bewusstseinsseelenzeitalters immer mehr in Gefahr, die Verbindung zum Geistigen ganz zu verlieren 00:13:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:13:50]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat eine sogenannte &#039;Dreigliederung des sozialen Lebens&#039; beschrieben […] also es gibt ein Geistesleben, Bildung, Religion […] Wissenschaft. Es gibt ein Rechtsleben. Und es gibt eben das Wirtschaftsleben […]&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Dreigliederung des sozialen Lebens: Freiheit für das Geistesleben, Gleichheit für das Rechtsleben, Brüderlichkeit für das Wirtschaftsleben 01:00:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 01:00:54]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte immer: Dreigliederung ist kein Konstrukt, das man auf den sozialen Organismus überstülpt, der soziale Organismus ist dreigliedrig.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Die Hugenotten in Deutschland, namentlich in Berlin-Brandenburg, haben als erste in besonderer Weise auf die Dreigliederung des sozialen Organismus gewirkt. Die haben ganz starke Impulse in das Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben gebracht 00:49:18|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:49:18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Evolution =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Es gibt da ganz einen tollen Vortragszyklus auch von Rudolf Steiner […] &#039;&#039;Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.&#039;&#039; [GA 132] Und das ist ein ganz toller Zyklus, wo er nämlich so wirklich eintaucht […] geradezu in die Seele dieser geistigen Wesenheiten, die unser Sonnensystem geschaffen haben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Sündenfall führt zu einem weiteren Verdichtungsprozess 00:11:23|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:11:23]]&lt;br /&gt;
# [[Rudolf Steiner]] setzte sich für die &#039;&#039;&#039;Evolution&#039;&#039;&#039;slehre ein, ging dabei aber weit über die derzeit noch weitgehend im bloßen Naturalismus verhaftete Evolutionslehre hinaus, indem sie auch die seelische und geistige Welt in ständiger Entwicklung begriffen sieht. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die zweite materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die materialistische Evolutionslehre 00:58:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:58:07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Farbenlehre =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; war von Anfang an eigentlich seiner Karriere, wenn man so will, beschäftigt eben auch mit dem Thema Farben. Das war ihm immer sehr, sehr wichtig […] “ [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Begr%C3%BC%C3%9Fung - Steiners fr%C3%BCher Zugang zu Goethes Farbenlehre 00:00:38|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:00:38]]&lt;br /&gt;
# „Weiß ist das seelische Bild des Geistes, laut &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039;.” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#%22Pfirsichbl%C3%BCt%22 (Magenta) ist eine der vier Bildfarben und stellt das lebendige Bild des Seelischen dar 00:49:20|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20]]&lt;br /&gt;
# „Das [[Pfirsichblüt]], das lebendige Bild des Seelischen [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;]. Was ist Pfirsichblüt? Heute würde man modern sagen, Magenta.” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#%22Pfirsichbl%C3%BCt%22 (Magenta) ist eine der vier Bildfarben und stellt das lebendige Bild des Seelischen dar 00:49:20|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:49:20]]&lt;br /&gt;
# „[…] ist für &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; […] Blau, der Glanz des Seelischen&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&#039;” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die drei Glanzfarben sind nach der Farbenlehre Rudolf Steiners die Farben Gelb, Blau und Rot. Sie haben etwas Leuchtendes, sie ergl%C3%A4nzen und zeigen ihr Wesen an der Au%C3%9Fenseite 00:18:27|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27]]&lt;br /&gt;
# „Und jetzt sagt &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; was Interessantes. Er prägt den Spruch: Grün ist das tote Bild des Lebens. Also er spricht von [[Bildfarben]] […]” [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die drei Glanzfarben sind nach der Farbenlehre Rudolf Steiners die Farben Gelb, Blau und Rot. Sie haben etwas Leuchtendes, sie ergl%C3%A4nzen und zeigen ihr Wesen an der Au%C3%9Fenseite 00:18:27|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27]]&lt;br /&gt;
# „Die [[Glanzfarben]], das sind die, die sozusagen für sich selber stehen. Er sagt, es gibt den Glanz des Geistes, das ist das Gelb […] Das ist die Farbe, die sozusagen laut &#039;&#039;&#039;Steiners&#039;&#039;&#039; Empfindung am nächsten am Geistigen ist.“ [[Rudolf Steiner und die Welt der Farben - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die drei Glanzfarben sind nach der Farbenlehre Rudolf Steiners die Farben Gelb, Blau und Rot. Sie haben etwas Leuchtendes, sie ergl%C3%A4nzen und zeigen ihr Wesen an der Au%C3%9Fenseite 00:18:27|| Peter, W. Rudolf Steiner und die Welt der Farben, 2025, 00:18:27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Geisteswissenschaft in die Öffentlichkeit bringen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sprach über eine Aussage, die auf Christian Rosenkreutz zurückgeht: Wenn drei Dinge durch die Wissenschaft entdeckt werden, dann muss das, was vorher Geheimwissenschaft war, Schritt für Schritt an die Öffentlichkeit gebracht werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die erste materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung der Spektralanalyse 00:18:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:18:09]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; berichtet: Die Veröffentlichung der Geisteswissenschaft ist an drei Voraussetzungen gebunden. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Was ich als Geisteswissenschaftler erkläre, muss ich aus rein Geistigem erklären - so wie die Naturwissenschaft alles wissenschaftlich erklären muss. Theistische Erklärungen sind fehl am Platz 01:06:53|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 01:06:53]]&lt;br /&gt;
# Christian Rosenkreutz gab &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; die Idee ein, dass man öffentlich über das Geistige sprechen kann und muss, wenn die Naturwissenschaft bestimmte Dinge entdeckt, wie z.B. die Spektralanalyse. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner betonte immer wieder, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt 00:26:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:26:46]]&lt;br /&gt;
# Laut eines Briefes von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; an [[a:Édouard Schuré|Édouard Schuré]] hatte Christian Rosenkreutz als Voraussetzung für die Veröffentlichung grundlegender Wahrheiten der Rosenkreuzer die vorläufige Lösung dreier Probleme durch die äußere Naturwissenschaft bezeichnet. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Christian Rosenkreutz nannte drei Vorbedingungen der Naturwissenschaften, damit Prinzipien aus den Geheimwissenschaften an die Öffentlichkeit gelangen können 01:43:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:43:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gral =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Liebe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Liebe […] nicht nur als ein sentimentales Gefühl, sondern als eine wirksame Lebenskraft. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt ja nicht etwa den Astralleib oder die Seele als den Ort, der was mit der Liebe […] zu tun hat. Das ist das Liebesgefühl, das soll dazu gehören natürlich. Aber das ist noch die kraftlose Seite in Wahrheit. Der eigentliche Liebesleib ist der Ätherleib […] Ätherkräfte sind Liebeskräfte.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der eigentliche Liebesleib ist der Ätherleib - Ätherkräfte sind Liebeskräfte 01:24:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 01:24:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Mysteriendramen =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „Die Prüfung der Seele“, 2. Mysteriendrama von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;. Wir stehen heute alle vor einer Prüfung der Seele. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Begrüßung und Einleitung 0:00:44|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 0:00:44]]&lt;br /&gt;
# „Es ist dabei Felix und [[Felicia Balde]], die beide natürliche, naturhafte Geisteskräfte haben, von denen &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] sagt, es sind Kräfte, die ganz wichtig sind, auch wenn sie nicht wirklich moderne Kräfte sind.“ [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Rudolf Steiner sagt, dass die naturhaften Geistkräfte (z.B. von Felix und Felicia Balde) noch ihre Berechtigung haben, solange wir noch nicht das imaginative, bewusste, moderne Schauen haben 0:41:23|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:41:23]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat für diesen [[Professor Capesius]] als eines der Vorbilder zu dieser Figur […] seinen sehr hoch verehrten Lehrer &#039;&#039;&#039;Karl Julius Ströer&#039;&#039;&#039; genommen, der ihm... die Welt von Goethe besonders nahegebracht hat.“ [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Als Vorbild für Professor Capesius diente Rudolf Steiner sein hoch verehrten Lehrer Karl Julius Ströer 0:13:15|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:13:15]]&lt;br /&gt;
# „[…] das eigenartige, sehr bewegte […] dynamische Dramensiegel von diesem Drama ist das Gespräch zwischen Capesius und Strader […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, in jeder Rundung da drinnen wird man fühlen, wie das Gespräch seinen Fortlauf nimmt, wie so ein […] geistiger Tanz dieser beiden Protagonisten ist.” [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Das Dramensiegel als Symbol für einen geistigen Tanz 00:37:01|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:37:01]]&lt;br /&gt;
# „Und beide haben […] ein altes geistiges Schauen. Ganz stark bei [[Felix Balde]], ein Naturhellsehen […] von dem im Übrigen &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt […] diese Menschen können Dinge sehen, die wir mit unserer modernen Geistesforschung, die auf einer Bewusstseinsentwicklung beruht […] die wir noch gar nicht erreichen können.” [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Felix und Felicia Balde haben alte geistige Kräfte, ein Naturhellsehen 00:12:35|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:12:35]]&lt;br /&gt;
# „[…] mit seiner sogenannten Strader-Maschine […] genau wissen wir nicht, wie die funktioniert. Es gibt eine tolle Skizze von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steine&#039;&#039;&#039;r dazu, es gibt auch schon einige Menschen, die es nachgebaut haben. Ich weiß trotzdem noch nicht, wie die wirklich funktioniert.” [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Erfindung des Strader-Apparates, der für beseelte, lebendige Technik steht, gerät mit Ahriman, den Herrn der toten Technik, in Widerspruch 00:46:44|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:46:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Naturwissenschaft =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; betonte immer wieder, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner betonte immer wieder, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt 00:26:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:26:46]]&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; betonte, dass wenn man die Bedeutung der Naturwissenschaft wirklich erkennt, sie zwangsläufig zum Geistigen führt. Das heißt, die Naturwissenschaft als solche ist sicher nicht die Triebkraft des Materialismus, sondern die Triebkraft der Überwindung des Materialismus. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Naturwissenschaft führt zwangsläufig zum Geistigen. Sie ist die Triebkraft der Überwindung des Materialismus 00:30:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:30:49]]&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; war nie sehr glücklich mit Einsteins Relativitätstheorie. Er meinte, für die äußere Betrachtung wird man nicht umhin können, das anzunehmen, auf das einzugehen. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die erste materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung der Spektralanalyse 00:18:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:18:09]]&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte, dass die Wissenschaft erkennen wird, wie der Christus die Materie bis ins Kleinste hinein angeordnet hat. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Physiker sind der Geisterkenntnis am nächsten. Rudolf Steiner: Die Wissenschaft wird erkennen, wie der Christus die Materie bis ins Kleinste hinein angeordnet hat 00:21:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:21:34]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Seelenkalender =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Durch die Seelensprüche aus dem Seelenkalender von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bekommen wir ein Gefühl für den Wechsel der Jahreszeiten und den damit einhergehenden Wechsel des Bewusstseinszustandes. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Durch die Seelensprüche aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner bekommen wir ein Gefühl für den Wechsel der Jahreszeiten und den damit einhergehenden Wechsel des Bewusstseinszustandes 00:07:04|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:07:04]]&lt;br /&gt;
# „[…] dieser Seelenkalender von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt für jede Woche des Jahres einen kurzen Spruch, in dem einfach die Seelenstimmung dieser Woche charakterisiert wird […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 35. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Begr%C3%BC%C3%9Fung und Einleitung: 37. Wochenspruch aus dem Seelenkalender von Rudolf Steiner 00:00:38|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 35. Folge, 2020, 00:00:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Soziales Leben =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Heutige Gemeinschaften sind geprägt von einem einzelnen Individuum, das über die Gruppe wacht und der Rest fügt sich ein. Das ist keine moderne Gemeinschaft. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet das als einen intellektuellen Sündenfall [Intellektueller Sündenfall], weil die Einfügung in das System vom Kopf her bestimmt wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Menschengemeinschaft der Zukunft geht vom Individuum aus. Anstatt sich einer Gruppen-Meinung anzuschließen, ist es wichtig, individuelle, neue Perspektiven zu finden 00:04:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:04:17]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht vom Streben nach einer äußeren Glückskultur. Das wahre Glück wird aber durch die Kraft des eigenen Ich errungen. [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Für die Ich-Entwicklung brauchen wir die Herausforderungen des Lebens. Echtes Glück ist durch eigene Ich-Kraft errungen 00:04:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 00:04:05]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Schulungsweg =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; empfiehlt, täglich Rückschau auf den vergangenen Tag zu halten [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Tagesrückschau]]]. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wir Menschen entwickeln unser freies Ich, indem wir Schuld auf uns laden. In einer Rückschau ohne Reue entwickeln wir die Fähigkeit, aus unseren Fehlern neue geistige Kräfte zu schöpfen 01:36:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 01:36:37]]&lt;br /&gt;
# Die 6 [[Nebenübungen]], gegeben von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, sind ein geistiger Schulungsweg, die uns helfen, uns mit der Ätherwelt zu verbinden und am Geistselbst zu arbeiten. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Geistige Schulungswege unterstützen uns bei der Arbeit am Geistselbst 00:44:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:44:30]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt oft diese Rückschauübungen [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Tagesrückschau]]] […] Das ist wichtig, um uns von sozusagen äußeren Zeitverlauf lösen zu können und lebendig einsteigen zu können in die nächste Ebene, wo man sich in der Zeit bewegen kann im Ätherischen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 29. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Biographische Rückschauübungen 01:09:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 29. Folge, 2020, 01:09:50]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Weitere Aufteilung folgt ... (Stand 22. Juni 2025) =====&lt;br /&gt;
# Im Sinne einer schöpferischen Weitergestaltung der Welt und einer wirklich lebendigen [[Geisteswissenschaft]] von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; soll jeder Leser seiner Werke seine eigene Auffassung davon entwickeln. [[Die Apokalypse des Johannes - 102. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Es geht um die schöpferische Weitergestaltung der Welt - Ahrimans Reich dagegen ist fertig, perfekt, ohne Vielfalt und unveränderbar 00:40:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 102. Folge, 2022, 00:40:31]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; begründete die Sprachgestaltung und die Eurythmie. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wege zum lebendigen Denken 00:14:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:14:02]]&lt;br /&gt;
# Der Ätherleib hat gemäß &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; seine Verankerung organisch im ganzen Körper (RS). [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Auswirkungen des abstrakten Denkens 00:19:59|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 00:19:59]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte sehr deutlich, dass Raben Boten aus der Seelenwelt sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Bedeutung der „Raben“ im Buch der Könige, AT 01:29:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:29:45]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039;&#039; Der Mensch hatte anfangs beide Geschlechter in sich. [[Die Apokalypse des Johannes - 152. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Beim &amp;quot;Gendern&amp;quot; wird die Geschlechterfrage nur äußerlich betrachtet. In Zukunft wird jeder Mensch die geistigen und die seelischen Kräfte in gleichem Maße in sich entwickeln 01:40:19|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 152. Folge, 2023, 01:40:19]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt wichtige Hinweise über die Paulus-Worte &amp;quot;Glaube-Liebe-Hoffnung&amp;quot;, vor allem, was mit Glaube gemeint ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Paulus-Worte &amp;quot;Glaube-Liebe-Hoffnung&amp;quot; 00:10:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:10:46]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt in der &amp;quot;Philosophie der Freiheit&amp;quot;: Im Denken ist in voller Stärke das Gefühl und der Wille drinnen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Denken wieder mit Glaubenskräften verbinden 00:25:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:25:34]]&lt;br /&gt;
# Nach &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; wird der Kehlkopf ein neues Zeugungsorgan werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Im WORT liegen Lebenskräfte, die die ganz Welt geschaffen haben 00:34:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:34:33]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039;&#039; Die Glaubenskräfte hängen mit der Vergeistigung des Astral-Leibes zum Geistselbst zusammen. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Die Verwandlung des physischen Leibes zum Geistesmenschen 00:45:44|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 00:45:44]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; über die Bedeutung des Namens „Elias“: Elijah weist den Weg dorthin, dass sich die Jahve-Christus-Kräfte mit dem hebräischen Volk verbinden. Es ist der deutliche Schritt von Eli, El, dem alten Gottesbegriff hin zu den Jahve-Kräften, mit denen jetzt der Christus verbunden ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 151. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Nach Rudolf Steiner bedeutet der Name Elijah &amp;quot;der, der die Richtung weist&amp;quot; - hin zu den Jahve-Kräften, mit denen der Christus verbunden ist 02:07:50|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 151. Folge, 2023, 02:07:50]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt das Neue Jerusalem auch Jupiter-Zustand. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#In den nächsten Jahrtausenden ist es besonders wichtig, an der Vergeistigung aller Naturreiche mitzuwirken und die Perspektive auszurichten auf eine Welt, die geistig höher ist, befreit von den Widersacher-Kräften 00:18:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:18:48]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, der wirkliche Kapitalist ist der, der die Ideen bringt. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Für ein neues freies Geistesleben brauchte es eine andere Gesinnung: Wie kann ich es unterstützen, die Welt zu verbessern, um eine Basis zu schaffen für ein gutes Leben der Menschen, sodass sie ihre schöpferischen Kräfte entfalten können? 00:33:51|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:33:51]]&lt;br /&gt;
# Ausspruch von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: Wir müssen die ganze Erde umarbeiten - das gesamte Mineralreich bis zum Erdkern hinunter. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Wir sind jetzt in einer Lernphase für die schöpferische Umgestaltung der Erde 00:45:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 00:45:31]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hielt Vorträge über das Lachen und Weinen beim Menschen, was Tiere nicht können. [[Die Apokalypse des Johannes - 150. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Über die Empfindungsseele 01:16:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 150. Folge, 2023, 01:16:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: Im Ersterben wird die Welt schön. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Der zwölfte Wochenspruch 00:04:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:04:00]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von sieben sogenannten Lebensgeheimnissen und davon ist das fünfte Lebensgeheimnis das Rätsel des Bösen. [[Die Apokalypse des Johannes - 167. Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Das Rätsel des Bösen 00:08:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 167. Folge, 2023, 00:08:20]]&lt;br /&gt;
# Dass unser Kosmos mit den Naturgesetzen so geworden ist, wie er heute ist, ist ein Ergebnis der Alten Monden-Entwicklung, die unserer Erdentwicklung vorangegangen ist. Darum nennt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; den Alten Mond auch den Kosmos der Weisheit. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die zweite materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die materialistische Evolutionslehre 00:58:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:58:07]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; setzte sich für die Evolutionslehre ein, ging dabei aber weit über die derzeit noch weitgehend im bloßen Naturalismus verhaftete Evolutionslehre hinaus, indem sie auch die seelische und geistige Welt in ständiger Entwicklung begriffen sieht. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die zweite materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (nach Christian Rosenkreutz): Die materialistische Evolutionslehre 00:58:07|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 00:58:07]]&lt;br /&gt;
# Zitat von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner:&#039;&#039;&#039; &amp;quot;Das Ich in uns - das ist der Christus in uns.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Ich in uns - das ist der Christus in uns 01:22:24|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:22:24]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hielt Sigmund Freuds Entdeckung vom Unbewussten für bedeutsam und meinte: Es wird das Bewusstsein nicht verstehen können, wenn wir nicht verstehen, dass wir eben auch Teile haben, die uns nicht bewusst sind. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die dritte materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung des Unbewussten 01:49:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:49:49]]&lt;br /&gt;
# Einer der Philosophen, der von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sehr verehrte [[a:Eduard von Hartmann|Eduard von Hartmann]] hat vom Unbewussten in der Natur gesprochen. Das ist aber noch gar nicht das Unbewusste, das der Mensch hat, sondern er wollte damit ausdrücken, dass in allen Natur-Dingen unbewusst ein Geistiges wirkt. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die dritte materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung des Unbewussten 01:49:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:49:49]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; und [[a:Sigmund Freud|Sigmund Freud]] entfalteten zur selben Zeit ihre Wirksamkeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 139. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die dritte materielle Erkenntnis innerhalb der Wissenschaft (Christian Rosenkreutz): Die Entdeckung des Unbewussten 01:49:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 139. Folge, 2022, 01:49:49]]&lt;br /&gt;
# Am Beispiel des 1. Weltkrieges kann man sehen, dass der Krieg nicht gewollt war, aber die Akteure „nicht ganz bei Sinnen“, ahrimanisch besetzt waren, wie &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; es bezeichnete. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Herrscher sollten Inspirationen aus dem Geistigen erhalten, um damit im Dienste des Fortschritts der Menschheit zu stehen 00:46:18|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 00:46:18]]&lt;br /&gt;
# Auch das Wissen vom Geistigen entwickelt sich weiter. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat mehr gesehen, als die Eingeweihten vor ihm sehen konnten. Und Eingeweihte der Zukunft werden noch mehr sehen können. [[Die Apokalypse des Johannes - 138. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Nur durch das Tor des Sinnlichen kommen wir ins Übersinnliche 01:54:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 138. Folge, 2022, 01:54:34]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt den [[a:Lebensäther|Lebensäther]] mit Recht Wort-Äther. Der Wort-Äther ist das, was den ganzen Kosmos individualisiert. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Noch während unserer physisch-irdischen Verkörperungen wird es so weit kommen, dass es keine Nationalsprachen mehr, sondern nur mehr eine Individualsprache geben wird, die der Mensch schöpferisch hervorbringt im Moment des Sprechens 00:58:30|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 00:58:30]]&lt;br /&gt;
# Es ist &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; großes Verdienst, neue Worte für geistige Begriffe zu finden. Sie enthalten diese höhere Art des Selbstbewusstseins, das in der geistigen Welt ganz wach sein kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiners großes Verdienst, neue Worte für geistige Begriffe zu finden. Sie enthalten diese höhere Art des Selbstbewusstseins, das in der geistigen Welt ganz wach sein kann 01:03:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:03:47]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von Ich-losen Menschen. Vor deren Diagnose muss gewarnt werden. Es gibt gewisse typische Symptome, aber eigentlich kann ich&#039;s nur beurteilen durch geistige Wahrnehmung. [[Die Apokalypse des Johannes - 141. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Ich ist nur vorhanden, wenn es sich verschenkt. Unser Bewusstsein reicht noch nicht aus, um es bewusst zu machen 01:24:09|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 141. Folge, 2022, 01:24:09]]&lt;br /&gt;
# Nach &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; kann man an den Strukturen des Gehirns ein genaues Abbild jener Konstellation finden, die im Kosmos zum Zeitpunkt der Geburt herrscht. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Das Aufleuchten des Bewusstseins im Moment des Todes 00:08:41|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 00:08:41]]&lt;br /&gt;
# Zitat von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;&amp;quot;Kraft ist die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes&amp;quot;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 128. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Kräfte und ihre Wirkungen: &amp;quot;Kraft ist die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes&amp;quot; 00:05:31|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 128. Folge, 2022, 00:05:31]] und [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#1. Voraussetzung nach C. Rosenkreutz: Die Entdeckung der Spektralanalyse 01:45:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:45:02]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; vertrat stets einen geistigen Monismus, für den die Materie eine Erscheinungsform des Geistigen ist. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#1. Voraussetzung nach C. Rosenkreutz: Die Entdeckung der Spektralanalyse 01:45:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:45:02]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte, dass dasjenige, was heute durch Naturgesetze geregelt wird, absolut amoralisch ist. Heute geht es um Regeln, die man sich selbst gibt. [[Die Apokalypse des Johannes - 137. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Moralisch bedeutet: Nach Regeln handeln, die man sich selbst gibt 01:18:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 137. Folge, 2022, 01:18:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; meinte, dass die Religiosität der Zukunft eine freie sein wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 131. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Wir sind ein Ebenbild der Gottheit und können Schritt für Schritt lernen, mit der göttlichen Kraft in der Praxis des Lebens zu arbeiten 00:14:55|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 131. Folge, 2022, 00:14:55]]&lt;br /&gt;
# Zitat von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: &#039;&#039;&amp;quot;Die Kirche kann, wenn sie sich selber richtig versteht, nur die eine Absicht haben, sich unnötig zu machen auf dem physischen Plane, in dem das ganze Leben zum Ausdruck des Übersinnlichen gemacht wird. [Der freie christliche Impuls]&amp;quot;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 131. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Der Zukunfts-Impuls für Religionen und religiöse Gemeinschaften ist ihre Auflösung. An ihre Stelle tritt das selbstverantwortliche Tun, wo Impulse unmittelbar aus den Menschen kommen - und diese nicht mehr über den Kultus in Empfang genommen werden 00:39:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 131. Folge, 2022, 00:39:45]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; meinte sinngemäß: Ich will nicht verehrt, sondern verstanden werden! [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner: Ich will nicht verehrt, sondern verstanden werden! 00:17:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 00:17:33]]&lt;br /&gt;
# Dass jede Krankheit aus dem Seelischen kommt, ist eine ganz klare Ansage von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;. [[Die Apokalypse des Johannes - 129. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die Ursachen von Krankheiten liegen im Seelischen 00:35:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 129. Folge, 2022, 00:35:21]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet den Alten Mond als den Kosmos der Weisheit – unsere heutigen Naturgesetze sind ein kleiner Abglanz dessen. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner bezeichnet den Alten Mond als den Kosmos der Weisheit – unsere heutigen Naturgesetze sind ein kleiner Abglanz dessen 00:33:05|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 00:33:05]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht vom Phantom-Leib ([[a:Phantom|Phantom]]). Er kann als komplementäre umhüllende geistige Formgestalt des sinnlich wahrnehmbaren Stoffleibes aufgefasst werden. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Im Schlaf bekommt der physische Körper jede Nacht wieder die kosmische Weisheit eingeprägt 00:36:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 00:36:08]]&lt;br /&gt;
# Materie, sagt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, ist eigentlich zersplitterter Geist. Dort, wo das Ätherische ins Physische hineingeht und geometrisch gestaltend zu gestalten beginnt, nach Zahlen, also nach Teilen zu gestalten beginnt, beginnt es zu zersplittern. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Auch Einstein kam zur Relativitätstheorie über das imaginative Element 01:22:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:22:35]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte über Christian Rosenkreutz: Dieser Mensch hat nicht nur gelebt, er inkarniert sich in jedem Jahrhundert. [[Die Apokalypse des Johannes - 136. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Die große Aufgabe des Christian Rosenkreutz besteht darin, die Menschheit darauf vorzubereiten, dass die Bewusstseinsseele reif wird dafür, das Geistige zu schauen - und zwar auf einem voll bewussten Weg 01:43:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 136. Folge, 2022, 01:43:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; betont immer wieder: Wir tauchen mit unserem Denken in die Wirklichkeit ein. Unser wirkliches Ich lebt in den Gesetzmäßigkeiten der Welt draußen. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Ahnend die Elementarwesen wahrnehmen 00:03:03|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:03:03]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt: Kräfte sind die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes. Alles ist geistige Welt, die sich aber in verschiedensten Gesetzmäßigkeiten, in verschiedensten Verwandlungsgraden offenbaren kann. [[Die Apokalypse des Johannes - 135. Vortrag von Wolfgang Peter, 2022#Rudolf Steiner: Kräfte sind die einseitig räumliche Offenbarung des Geistes 00:06:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 135. Folge, 2022, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
# Wenn es uns gelingt, mit der Hilfe des Christus und mit Hilfe der Vaterkräfte das ursprünglich Geistige wiederherzustellen, aber so, dass es jetzt ganz zu unserem Ich passt, dann erzeugen wir unser höchstes Geistiges, das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; so treffend den Geistesmenschen nennt. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Vergeistigung des physischen Leibes – Ziel der Menschheitsentwicklung 01:28:22|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 01:28:22]]&lt;br /&gt;
# Johannes [Evangelist Johannes] richtet ganz dezidiert seine Worte an die sieben Gemeinden in Asien: Ephesos, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia, Laodicea [Sieben Sendschreiben]. Sie repräsentieren nach &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; die sieben Kulturepochen der nachatlantischen Zeit. [[Die Apokalypse des Johannes - 1. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die sieben Gemeinden und die Siebenzahl 00:38:54|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 1. Folge, 2020, 00:38:54]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, es wird in der Zukunft die Zusammenschmiedung des Menschenwesens mit dem Maschinenwesen kommen. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Zusammenschmiedung des Menschenwesens mit dem Maschinenwesen 01:29:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 01:29:56]]&lt;br /&gt;
# Im ersten Siegelbild ([[a:Apokalyptische Siegel|Apokalyptische Siegel]]), das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; entworfen hat, symbolisiert ein Flammenschwert aus dem Mund kommend das Feuer des Geistes, das im Wort liegen kann und das zwischen dunkel und hell scheiden kann auch. [[Die Apokalypse des Johannes - 4. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Ich-Kraft als zweischneidiges Schwert - Das Schwert aus dem Munde 01:01:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 4. Folge, 2020, 01:01:43]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagte in seinem Vortragszyklus von 18 Vorträgen für die Priester der Christengemeinschaft: Die Apokalypse ist euer Buch, das Priesterbuch! Jeder muss seinen eigenen individuellen Bezug zur Apokalypse finden, um aus dieser geistigen Kraft heraus wirken zu können. [[Die Apokalypse des Johannes - 6. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Apokalypse: Das Buch der Priester 00:08:51|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 6. Folge, 2020, 00:08:51]]&lt;br /&gt;
# Zarathustra hieß auch „Goldstern“. Das ist der Stern von Bethlehem, dem die Magier, die Weisen aus dem Morgenland folgten [Heilige Drei Könige]. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert sehr deutlich, dass einer aus Afrika, einer aus Asien und einer aus Europa kam. Diese Magier aus dem Süden, dem Osten und dem Norden lasen in den Sternen, wann und wo ihr Meister wiedergeboren wird. [[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der salomonische Jesusknabe - Das Ich des Zarathustra 01:51:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 7. Folge, 2020, 01:51:35]]&lt;br /&gt;
# Die zurückgebliebene, zurückgehaltene Adamwesenheit leidet sehr mit der Menschheit, fühlt sich ihr extrem verbunden und versucht der Menschheit aus einem mächtigen Ich-Impuls heraus zu helfen. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt sie eine engelartige oder erzengelartige Wesenheit. [[Die Apokalypse des Johannes - 7. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der im Geistigen zurückgehaltene Teil der Adamwesenheit - eine engel-, erzengel- und urengelhafte Wesenheit 00:55:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 7. Folge, 2020, 00:55:49]]&lt;br /&gt;
# Die vierte Kulturepoche ist die griechisch-lateinische Zeit, die laut &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; in Wahrheit bis zum Ende des Mittelalters reicht. [[Die Apokalypse des Johannes - 8. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Einführung: Kulturepochen und kosmische Rhythmen 00:00:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 8. Folge, 2020, 00:00:45]]&lt;br /&gt;
# Das 5. Evangelium, geschrieben von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, beschreibt das Leben Jesu zwischen dem 12. und 30. Lebensjahr. Dazu schweigen die Evangelien. [[Die Apokalypse des Johannes - 9. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das fünfte Evangelium - R. Steiner über das Leben des Jesus zwischen dem zwölften und dem dreißigsten Lebensjahr 00:39:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 9. Folge, 2020, 00:39:13]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] weil eigentlich selbst hinter dem härtesten Stofflichen in Wahrheit geistige Willenskraft, also […] schöpferisch Geistiges steht, gibt es aus anthroposophischer Sicht keinen Dualismus zwischen etwa Geist und Materie […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat immer gesagt, es ist ein Monismus.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 10. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Throne - geistige Wesenheiten 00:15:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 10. Folge, 2020, 00:15:40]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] dieses Michael-Zeitalter zeichnet eben vor allem aus, dieses Denken weiterzuentwickeln. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat oft vom Michael gesagt, er ist so etwas wie der Verwalter der kosmischen Intelligenz.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Michaeli-Zeitalter: Das Denken weiterentwickeln 01:12:45|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:12:45]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;René Descartes […] &#039;Ich denke, also bin ich.&#039; […] er hätte eigentlich, wie es &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; immer wieder sagt, sagen müssen: Ich denke, also bin ich nicht! Weil im Denken habe ich eben nur ein Spiegelbild und nicht mein wirkliches Ich.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 11. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Rene Descartes - „Ich denke, also bin ich!“ 01:06:11|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 11. Folge, 2020, 01:06:11]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Es ist abgelaufen (Anmerkung: ab 1900) das finstere Zeitalter, das sogenannte Kali Yuga, wie es die Inder genannt haben. Und &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat den Ausdruck auch oft gebraucht. Wo im Grunde die geistige Wahrnehmungsfähigkeit der Menschheit […] im Wesentlichen erloschen ist.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 12. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Jahr 1900 - Entdeckung der Quantentheorie durch Max Planck, Beginn der Anthroposophie, Beginn eines neuen lichten Zeitalters (Ende des Kali Yuga) 00:47:47|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 12. Folge, 2020, 00:47:47]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Rudolf Steiner sagt, dass spätestens gegen Ende der siebenten Kulturepoche […] die Erde zu einem selbsttätigen elektrischen Apparat verwandelt wird.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Erde als „selbsttätiger elektrischer Apparat“ gegen Ende der siebenten Kulturepoche 01:33:26|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 01:33:26]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] es gibt so ein von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; genanntes kosmisches Maß, dass man sich während einer Kulturepoche zweimal inkarniert. Einmal als Mann, einmal als Frau.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#R. Steiners kosmisches Maß der Dauer von Inkarnationsabfolgen 00:01:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:01:27]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] wenn das Denken lebendig wird. Das heißt, wenn wir nicht mehr fertige Gedanken im Bewusstsein erleben, sondern beginnen den Denkprozess selber zu erleben. Das ist das Großartige, was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; mit seiner Philosophie der Freiheit schon begründet hat.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was wir heute tun können, um das Unsterbliche der Seele weiter zu entwickeln ist, unser Bewusstsein von der Perspektive nach Außen umzuwenden zur geistigen Welt. Das geht nur dann, wenn unser Denken lebendig wird 00:16:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:16:16]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; mit seiner [[a:Philosophie der Freiheit|Philosophie der Freiheit]] […] Dass er dort in Wahrheit zeigt den Weg vom heutigen durchschnittlichen Verstandesdenken zu einem Erleben des Denkprozesses. Das ist das Wichtigste, diese Beobachtung zunächst einmal des eigenen Denkens.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 14. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Was wir heute tun können, um das Unsterbliche der Seele weiter zu entwickeln ist, unser Bewusstsein von der Perspektive nach Außen umzuwenden zur geistigen Welt. Das geht nur dann, wenn unser Denken lebendig wird 00:16:16|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 14. Folge, 2020, 00:16:16]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Da wird dann auch das kommen, was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet als den [[a:Krieg aller gegen alle|Krieg aller gegen alle]] […] dass damit nicht ein äußerer Krieg gemeint sein kann, weil die Menschen gar nicht mehr inkarniert sind […] [[…]] […] wo bereits eine Scheidung der Geister stattfindet.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der Krieg aller gegen alle am Ende der Kulturepochen 01:14:13|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 01:14:13]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] bei diesem intuitiven Erleben schlafen wir eigentlich ein. Wir kriegen es nicht bewusst mit. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt immer, das soziale Urphänomen besteht, dass wir einander gegenseitig einschläfern.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Imagination wird seelisches Erleben, das mit den Gefühlen verwandt ist. Das Problem dabei: Bei diesem intuitiven Erleben schlafen wir ein 00:18:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 00:18:12]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Dass &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; so in die Welt hinausgetreten ist, ist eine ganz große Seltenheit. Aber es war eben eine Notwendigkeit, die Geisteswissenschaft einfach einmal in die Öffentlichkeit im Grunde hineinzusetzen […] um zu zeigen […] also jetzt im fünften Kulturzeitraum, ist es bereits möglich, dass Menschen, wenn sie wollen, aus eigener Kraft zu einer geistigen Erkenntnis kommen, die wissenschaftliche Klarheit hat.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 15. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Denken aus der griechisch-lateinischen Zeit ist ein abgestorbenes Denken - das führt nicht in die Zukunft 00:26:10|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 15. Folge, 2020, 00:26:10]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] im Wort Jesu Christi, also im Namen Jesu Christi, in den Initialen, liegt ja auch, wie &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; ganz deutlich hinweist darauf und wie auch jeder sich zeigen kann, das Wort Ich drinnen. Jesus Christus. In den Initialen. J und Ch, wenn man das I halt lateinisch schreibt.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 16. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Daran arbeiten wir: Ahrimanisierte Materie auflösen in geistiges Licht 00:07:49|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 16. Folge, 2020, 00:07:49]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht ja ganz deutlich davon, es wird diese Scheidung der Geister geben ([[a:Michaelische Schutzengel|Michaelische Schutzengel]]) […] Die sich dann mit den Widersachermächten verbinden und […] sich vorbereiten müssen dafür, im nächsten Zustand beim Neuen Jerusalem dort nicht dabei zu sein.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Scheidung der Geister 01:34:40|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 01:34:40]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] es fängt im 6. bis 7. Jahrtausend an, dass die ersten Menschen beginnen, sich nicht mehr zu inkarnieren […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt ganz konkret ein Datum, wo das beginnt. Um das Jahr 5700 fängt es an.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Ein paar Jahrtausende noch, dann fängt es an, dass sich Menschen nicht mehr auf Erden inkarnieren werden 00:46:21|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 00:46:21]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt den Ätherleib auch den Zeit-Leib, weil in ihm zeitliche Gesetzmäßigkeiten eine Rolle spielen.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 17. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Leben ist eine ganz eigene Kraft - Lebenskraft in uns: Ätherleib - Lebensleib - Zeitleib 00:04:43|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 17. Folge, 2020, 00:04:43]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;In der siebenten Kulturepoche […] wird zu dem führen, was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnete, den [[a:Krieg aller gegen alle|Krieg aller gegen alle]].&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die 7. Kulturepoche wird geprägt durch den Krieg aller gegen alle 00:13:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 00:13:01]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] Thomas Hobbes […] im 17. Jahrhundert […] hat diesen berühmten Roman geschrieben: Der Leviathan […] [[Leviathan]] [Hobbes] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat halt diesen Begriff aufgenommen [Anmerkung: Der [[a:Krieg aller gegen alle|Krieg aller gegen alle]]] und charakterisiert damit genau diesen Zustand, der eben eintreten wird am Ende der 7. Kulturepoche.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die 7. Kulturepoche wird geprägt durch den Krieg aller gegen alle 00:13:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 00:13:01]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Relativ kurz bevor die ersten Menschenformen auftreten, muss tierisch etwas herausgesetzt werden. Und da gibt es eben jetzt den ganz spannenden Hinweis von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, dass das das Pferd ist.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 21. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Kurz bevor es zur explosionsartigen Entwicklung des Gehirns des Menschen kommt, wurde laut R. Steiner das Pferd aus dem Wesen des Menschen herausgesetzt 01:00:08|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 21. Folge, 2020, 01:00:08]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] das Kapital rechnet &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nicht umsonst dem Geistesleben zu […] das wahre Kapital ist nämlich, wie kommen geistige Impulse hinein, um die Erde zu verändern? Und die Frage ist jetzt: Wird dieses Kapital aus ahrimanischen Kräften gespeist oder aus christlichen Kräften […]?&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 26. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Umgestaltung und Heilung der Erde 01:09:20|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 26. Folge, 2020, 01:09:20]]&lt;br /&gt;
# &amp;quot;[…] das Wort astral, astralisch, als Begriff für die Seelenwelt […] hängt ja zusammen mit der Sternenwelt […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt es auch an manchen Stellen - die Sterne sind eigentlich die Tore, die in die Seelenwelt führen.&amp;quot; [[Die Apokalypse des Johannes - 30. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Ertönen der siebten Posaune 00:01:33|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 30. Folge, 2020, 00:01:33]]&lt;br /&gt;
# […] Geister der Persönlichkeit, der Urengel […] der regulären Urengel. Der Guten sozusagen […] die Schattenseite davon, die Asuras, die Schattengeister, also die dritte Kategorie von Widersachern sozusagen […] die ärgste Kategorie, weil die sogar Angriffe bis auf unser Ich starten […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt, also Splitter aus dem Ich herauszureißen. [[Die Apokalypse des Johannes - 36. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Die Venus ist auch der Wirkungsbereich der Geister der Pers%C3%B6nlichkeit, die Urengel, der regul%C3%A4ren, guten, positiven Urengel, die die Menschen zu einer Pers%C3%B6nlichkeit machen 01:45:01|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 36. Folge, 2020, 01:45:01]]&lt;br /&gt;
# „[…] den Christus-Namen. Und das ist zugleich der Ich-Name. Das Wort ist ja so wunderschön, wie &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; öfter darauf hinweist, in dem Wort Ich sind die Initialen des Jesus Christus drinnen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der Weg von einem lebendigen Denken in die Imagination zu kommen, dieser Weg ist f%C3%BCr die sechste Kulturepoche vorgesehen, der Gemeinde von Philadelphia 00:58:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:58:56]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt es ganz deutlich und er sagt es über den [[Intellekt]]: Er ist die Voraussetzung dafür, um in die Geisteswissenschaft hineinzukommen. Daher der beste Weg ist, mit unserem Denken […] Geisteswissenschaft zu studieren als Grundlage […] für ein eventuelles eigenes geistiges Erleben.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 37. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Das Denken, das in der vierten Kulturepoche begonnen hat, ist heute weitgehend abgestorben. Heute haben wir die Aufgabe die Bewusstseinsseele zu entwickeln, das heißt das Bewusstsein auch auf Geistiges zu richten und damit ins lebendige Denken hinein zu kommen. Dafür braucht es das Opfer des Intellekts 00:56:02|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 37. Folge, 2020, 00:56:02]]&lt;br /&gt;
# In seiner Autobiografie [Mein Lebensgang] schreibt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] […]  Da habe ich das erste Mal in meinem Leben erfahren, was Glück ist. An der Geometrie, pythagoräischer Lehrsatz, Winkelsumme eines Dreiecks und so weiter, das hat ihn fasziniert [[Rudolf Steiner zum 100. Todestag - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Geometrie als Gl%C3%BCckserfahrung. Gesetzm%C3%A4%C3%9Figkeiten hinter dem Sichtbaren erkennen. Die Welt, die ich sehen kann, w%C3%A4re nicht da ohne die Welt, die ich nicht sehen kann 00:10:37|| Peter, W. Rudolf Steiner 100. Todestag, 2025, 00:10:37]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] nennt das hygienischen Okkultismus. Was ist das? […] es geht darum, dass eine geistige Fähigkeit erwachen wird, die das Seelische so ergreifen kann, dass es gesundend wirkt. [[Die Apokalypse des Johannes - 41. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir Menschen in Europa haben andere Aufgaben, das kann z. B. in eine Richtung gehen, die R. Steiner hygienischen Okkultismus nennt, d. h. die geistige Fähigkeit das Seelische so zu ergreifen, dass es gesundend wirkt, also die Lebenskräfte in Schwung hält 01:45:34|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 41. Folge, 2021, 01:45:34]]&lt;br /&gt;
# „Weshalb &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; davon spricht: Im 5., 6., 7., 8. Jahrtausend werden sich die Menschen nicht mehr verkörpern auf Erden. Wir werden die Spezies sein auf Erden, die die kürzeste Zeit auf Erden verbringt von allen.“ [[Vom rettenden Wesen der Schönheit mit praktischen Sprachübungen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Der Mensch wird jene Spezies auf Erden sein, der in dieser körperlichen Form am frühesten verschwindet 00:09:21|| Peter, W. Vom rettenden Wesen der Schönheit, 2025, 00:09:21]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat von zwölf grundlegenden Weltanschauungen gesprochen.&amp;quot; [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Erstes Bild: Der Mystenbund öffnet seine Pforten - Vorstellung der Geistesschüler 0:07:05|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:07:05]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von der Beobachtung des Denkens schon in seiner [[Philosophie der Freiheit]] [GA4] […] etwas ganz Wichtiges, dass ich mir selber zuschauen kann, was ich denn da eigentlich tue. Und wenn ich es ins imaginative Bild bringen kann, dann bin ich mir bewusst, ich forme dieses Bild.“ [[Der Hüter der Schwelle (Mysteriendramen) - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2024#Sechstes Bild: Capesius erkennt, dass Gedanken Elementarwesen sind 0:46:49|| Peter, W. Der Hüter der Schwelle_3. Mysteriendrama, 2024,  0:46:49]]&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;: Wahrheit ist ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das nirgendwo vorhanden wäre, wenn es nicht der Mensch hervorbrächte. [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2023#Rudolf Steiner: Wahrheit ist ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das nirgendwo vorhanden wäre, wenn es nicht der Mensch hervorbrächte 1:46:58|| Peter, W. Die Prüfung der Seele_2023, 1:46:58]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Engelsflügel&#039;&#039;&#039; symbolisieren das Denken im Geistigen. Der Mensch denkt mit den Bewegungen seiner Arme sein Schicksal (Rudolf Steiner)“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Engelsflügel symbolisieren das Denken im Geistigen. Der Mensch denkt mit den Bewegungen seiner Arme sein Schicksal (Rudolf Steiner) 00:19:46|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:19:46]]&lt;br /&gt;
# „[…] jedenfalls &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat dann sehr deutlich gezeigt […] wenn ich beobachte einen Menschen […] wie geht der mit seinen Händen, mit seiner Gestik um […]das hat ihm oft dann den Funken gegeben, den zu verfolgen in eine frühere Inkarnation: Wer war denn der früher?“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Wir Menschen tragen durch die Zeiten das Geistige. Gotthold Ephraim Lessing war überzeugt davon, dass der Mensch durch viele Erdenleben hindurch geht 00:20:30|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:20:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; die überraschende Erkenntnis gezogen hat, es gab zwei Jesusknaben, nicht nur einen, sondern es gab zwei. Die auch nicht ganz zur gleichen Zeit geboren waren, zwar schon in einem relativ engen Zeitfenster, aber doch unterschiedlich.“ [[Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Rudolf Steiner hat entdeckt, dass es zwei unterschiedliche Jesus-Erzählungen gibt 00:08:25|| Peter, W. Christus und das dreifache Johannes-Geheimnis, 2025, 00:08:25]]&lt;br /&gt;
# „Gerade wir als Anthroposophen! […] es hat was damit zu tun, weisheitsvoll den Menschen zu erfassen […] das heißt, die zu erfassen, ganz bewusst, wach, sinnlich zu erfassen als erstes. Das ist die Grundübung. Das ist die Grundaufgabe der Anthroposophie in Wahrheit […] was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; oft nennt, dieses &amp;quot;&#039;&#039;Erwachen am Anderen&#039;&#039;&amp;quot;.” [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Sprachsinn, Gedankensinn, Ich-Sinn - das sind die sozialen Sinne, in denen wir im Zeitalter der Bewusstseinsseele immer wacher werden sollten 00:04:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 00:04:48]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht davon, dass es für die Zukunft wichtig sein wird […] eine Art von spiritueller Geburtenkontrolle […] Das heißt, wo der Inkarnationsvorgang, dass sich ein Mensch auf Erden inkarniert, dass das ein vollkommen bewusster Prozess ist.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Eine Fähigkeit, die vor allem im Osten entwickeln wird, ist die spirituelle Geburtenkontrolle. Das heißt, einen Inkarnationsvorgang vollkommen bewusst zu erleben 01:29:41|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 01:29:41]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] hat ja sogar in den Mysteriendramen von der sogenannten Strader-Maschine gesprochen. Also das ist irgendein zauberhafter Apparat, der eben dieser neuen Technik entspricht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 42. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#In dem Wunsch, das Bewusstsein des Menschen auf einen Computer zu übertragen, liegt auch eine große Gefahr 01:05:25|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 42. Folge, 2021, 01:05:25]]&lt;br /&gt;
# „[…] kurz vor der ägyptischen Zeit das sogenannte Kali-Yuga, wie es die Inder genannt haben, das finstere Zeitalter angebrochen ist […] wo also diese natürliche Fähigkeit, die alle Menschen hatten, in der geistigen Welt zu leben, wahrzunehmen […] innerhalb kurzer Zeit, von wenigen Wochen spricht &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] verschwunden.“ [[4. Mysteriendrama, Der Seele Erwachen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Rückschau im Drama in die ägyptische Kulturepoche: Tempelpriester führen eine Einweihung durch 00:10:40|| Peter, W. Der Seele Erwachen, 2025, 00:10:40]]&lt;br /&gt;
# „Er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] spricht davon, dass es zum Beispiel auch Naturvölker gibt, die Kräfte haben, die können wir noch nicht entwickeln. Die sind teilweise sogar […] an die körperliche Anlage gebunden. Und es wäre ein Drama, wenn diese Naturvölker aussterben würden, bevor wir gelernt haben, diese Kräfte bewusst selbst zu entwickeln.” [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#In Märchen stecken tiefe geistige Wahrheiten. Sie bereiten die eigene geistige Wahrnehmung vor 00:14:51|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:12:35]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert öfter, was da draußen in der Natur Blitz und Donner ist, das ist in uns die Gedankenbildung.“ [[2. Mysteriendrama, Die Prüfung der Seele - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Rudolf Steiner: Was da draußen in der Natur Blitz und Donner ist, das ist in uns die Gedankenbildung. Wenn wir denken, donnert und blitzt es in uns 00:18:39|| Peter, W. Die Prüfung der Seele, 2025, 00:18:39]]&lt;br /&gt;
# „[…] sagt das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; ganz deutlich - darum ist es auch so wichtig, dass bestimmte Naturvölker erhalten bleiben, dass die nicht ihre Eigenart verlieren und einfach aufgehen in der restlichen Menschheit. Weil die einfach durch ihre physische Anlage über geistige Fähigkeiten verfügen, die wir noch lange nicht auf dem neuen geistigen Weg hervorbringen können und benutzen können, die wir aber brauchen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Fähigkeit dieser Art einer spirituellen Geburtenregelung wird kommen vor allem im Osten 01:54:56|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 01:54:56]]&lt;br /&gt;
# „[…] das, was der &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; auch sehr deutlich in seiner „Philosophie der Freiheit“ schildert, dass wir also zwei Erkenntnisquellen haben, die eine ist die Beobachtung […] und andererseits das Denken. Und beide liefern uns aber zunächst einmal noch nicht die volle Wirklichkeit.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 43. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Für die Klarheit in den Sinneswahrnehmungen, braucht es auch das Denken 00:01:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 43. Folge, 2021, 00:01:17]]&lt;br /&gt;
# „[…] man erlebt ja, wenn man über die Schwelle geht […] das letzte Erdenleben so im Überblick, wie ein großes Panorama. Und das ist eigentlich ein unheimlich schönes Bild […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das einmal sehr deutlich, gerade wie im Islam diese Paradieses- Vorstellungen sind.” [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die karmische Last muss jeder selbst tragen, selbst wenn er beeinflusst wurde. Bei Gewalttaten erscheint das Lebenspanorama nach dem Tod als düsteres Bild 01:37:50|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 01:37:07]]&lt;br /&gt;
# „Das Zeitalter der Bewusstseinsseele, in der wir leben, ist das Zeitalter, das das Rätsel des Bösen zu lösen hat. Von dem hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gesprochen.“ [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Durch Hass entsteht eine starke karmische Verbindung zwischen Täter und Opfer. Das Rätsel des Bösen kann nur gelöst werden, sich dort nicht hineinziehen zu lassen 01:06:43|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 01:06:43]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gibt ja für die Liebe ein so schönes Bild. Ein Glas, das, wenn man es ausleert, immer voller wird. Und man wird immer reicher.” [[Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Die Nebenübungen sind ein guter Weg, das Denken zu beobachten und die Emotionen beherrschen zu lernen. Mit der Zeit werden sie im Leben zu einer selbstverständlichen Fähigkeit 01:30:59|| Peter, W. Zunehmende Gewalt als Zeitphänomen, 2025, 01:30:59]]&lt;br /&gt;
# „[…] Ein großes Werk, das er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;]  in seiner Frühzeit, noch bevor er über Anthroposophie gesprochen hat, wo er auch philosophisch tätig war, hat er eine „Philosophie der Freiheit“ geschrieben […] wie kann der Mensch dazu kommen, mit seinem Denken wirklich sich seiner Freiheit bewusst zu werden. Und da ist ein wesentlicher Punkt Beobachtung des Denkens, wach werden gegenüber der eigenen geistigen Tätigkeit. “  [[(R)Evolution des Bewusstseins - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Wir glauben, beim Denken wach zu sein. Aber erst mit der Beobachtung des eigenen Denkprozesses sind wir in der Wachheit der eigenen geistigen Tätigkeit 00:55:43|| Peter, W. R_Evolution des Bewusstseins, 2025, 00:55:43]]&lt;br /&gt;
# „Und das ist das, was die Anthroposophie und was &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; mit der Begründung der Anthroposophie wollte, eine genauso große Klarheit […] wie wir sie heute in der Naturwissenschaft […] haben, zu finden, auch für die Begegnung mit der geistigen Welt.” [[(R)Evolution des Bewusstseins - ein Vortrag von Wolfgang Peter, 2025#Revoulution des Bewusstseins bedeutet, die Sicherheit, mit der wir uns in der äußeren Welt als Ich empfinden, auf eine höhere Ebene zu heben, um mit geistigen Wesen bewusst in Kontakt zu kommen 00:12:01|| Peter, W. R_Evolution des Bewusstseins, 2025, 00:12:01]]&lt;br /&gt;
# „Dann fange ich an zu verstehen, wie ein &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; von Wasserwesen, Undinen sprechen kann. […] Undinen sind eine Realität, aber das sind nicht irgendwelche unsichtbaren Geister, die da herumschwirren. Das ist […] ein ganz konkretes seelisches Erleben.“ [[Sprachgestaltung mit Wolfgang Peter - Einführung in Grundübungen, 2025#Ein Weg, sich Elementarwesen zu nähern ist das bewusste Erleben der Sprache. In ihr leben Wesenheiten, die ich seelisch, geistig erleben kann 00:59:44|| Peter, W. Sprachgestaltung, 2025, 00:59:44]]&lt;br /&gt;
# „[…] Äußerungen von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […], die ja eigentlich einerseits schockierend sind, andererseits wird es wahrscheinlich Tatsache werden, weil er sagt, die ganze Erde wird ein selbsttätig funktionierender elektrischer Apparat werden.“ [[Leben in apokalyptischen Zeiten - ein Gespräch mit Michael Birnthaler und Wolfgang Peter, 2025#Ahriman für gute Dinge einspannen. Künstliche Intelligenz ist nicht nur negativ. Es liegt an uns, die Weisheit des Wissens zum Leben zu erwecken 00:39:23|| Peter, W. Leben in apokalyptischen Zeiten, 2025, 00:39:23]]&lt;br /&gt;
# „[…] hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; viele Anregungen gegeben […] vor allem für die Priester der Christengemeinschaft […] wo er aber deutlich sagt zu den Priestern, ja, es geht darum, dass ihr Apokalyptiker werdet […] Ihr müsst apokalyptisch denken lernen”  [[Leben in apokalyptischen Zeiten - ein Gespräch mit Michael Birnthaler und Wolfgang Peter, 2025#Apokalypse bedeutet „Enthüllung des Wesens Christi”. Darin liegt an uns die große Aufforderung, unsere Ich-Kraft zu entwickeln 00:05:44|| Peter, W. Leben in apokalyptischen Zeiten, 2025, 00:05:44]]&lt;br /&gt;
# „[…] die ahrimanischen Mächte. Die […] beeinträchtigen unseren Ätherleib […] wie sagt es &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; so schön, dann ist er […] ganz faltenfrei […] wenn der Embryo reift, da ist dieser Ätherleib reich gestaltet, voll an Kräften […] Je älter der Ätherleib wird […] desto strukturloser wird er, desto mehr mangelt es an strukturbildenden Kräften […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Ahriman wirkt stark auf unseren Ätherleib. Die Asuras wirken zerstörend bis ins Physische 01:55:17|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:55:17]]&lt;br /&gt;
# „[…] der nächste logische Schritt ist, dass uns das ganze Leben begleitet dieses Bewusstsein von dem, was da unten ist. Dass wir also ins Unter-Sinnliche kommen. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; gebraucht den Begriff eben auch so […] Im Gegensatz zur übersinnlichen Welt […] eine widergeistige Welt genau genommen […] die Welt der Widersacher. Das ist das untersinnliche Reich […] das müssen wir erobern.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Vor der ägyptischen Zeit gab es keine Unterwelt 01:42:35|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:42:35]]&lt;br /&gt;
# „Erinnert euch vielleicht, &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das öfter, dieses manichäische Prinzip, das ein ganz Richtiges ist. Die Manichäer haben ihre Wurzeln letztlich in der Licht- und Finsternisreligion der urpersischen Zeit.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 44. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Das manichäische Prinzip: Der geistige Entwicklungsweg ist ein Reinigungsvorgang. Hinuntersteigen in die Unterwelt heißt, diese Kräfte wirklich in sich aufnehmen und sie dadurch zu verwandeln 01:47:06|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 44. Folge, 2021, 01:47:06]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht oft vom Astralleib […] in der &#039;&#039;Theosophie&#039;&#039; […] da gibt es den Seelenleib […] und es gibt andererseits die bereits aber durch das Ich gebildete Empfindungsseele. […] Also das heißt Empfindungsleib plus Empfindungsseele zusammen, das ist einmal die Grundlage des Astralleibes.” [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Astralleib ist Empfindungsleib (Seelenleib) und Empfindungsseele zusammen 01:41:00|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:41:00]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat es ja sehr deutlich geschildert […] in seiner grundlegenden Schrift &#039;&#039;Theosophie&#039;&#039;, wo er einerseits spricht eben über die Wesensglieder des Menschen, aber auch spricht über die Bereiche […] der Seelenwelt und dort sehr deutlich zeigt, wie es da sieben Abstufungen gibt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Seelenkräfte können auf- und abbauende Wirkung auf das Ätherische haben. Rudolf Steiner begründet das mit den sieben unterschiedlichen Qualitäten der Seelenkräfte 01:25:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 01:25:48]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht von zwölf Sinnen, die der Mensch hat […] zwölf verschiedene Sinnesfunktionen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der physische Leib beherbergt die Sinnesorgane - 12 verschiedene Sinnesfunktionen nach Rudolf Steiner 00:33:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 00:33:12]]&lt;br /&gt;
# „[…] der Sprachsinn, von dem &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Der Sprachsinn 00:34:29|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 00:34:29]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt das ja ganz deutlich, wir werden auch Leben erschaffen können. Neues Leben. Leben, das sich nicht einfach aus dem Vergangenen ableitet, sondern das durch den schöpferischen Impuls des Menschen hineinkommt.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 47. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Es ist die Aufgabe unserer Tage, die Lebenskräfte in der Natur zu erfassen, also eine Art Revolution in den Naturwissenschaften 00:55:48|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 47. Folge, 2021, 00:55:48]]&lt;br /&gt;
# „[…] wenn man das Buch &#039;&#039;Theosophie&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; durchliest, dann sagt er irgendwo einmal […] die obersten edelsten Ätherarten, die überlappen sich mit den allertiefsten und niedersten astralischen Kräften […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die niederen Bereiche der Seelenwelt überschneiden sich mit den obersten Bereichen der Ätherwelt 00:27:46|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 00:27:46]]&lt;br /&gt;
# „Was ja so schön auch in der Gestalt des Menschheitsrepräsentanten, in dieser großen Holzfigur, die &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; geschaffen hat, gemeinsam mit Edith Marion, wo genau das drinnen ist  […] Repräsentant […] für die Christus-Kraft, die in jedem einzelnen Menschen wirkt […] wenn wir es zulassen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 49. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Wir sind dazu berufen, die Kräfte von Luzifer und Ahriman ins Gleichgewicht bringen 00:38:12|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 49. Folge, 2021, 00:38:12]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das […] Die Null […] steht für einen abgeschlossenen Entwicklungszyklus […] sagt er zum Beispiel, die Zahl 10 etwa bedeutet: Eins aus dem Ei […] ein Neubeginn aus diesem Ei, das aus der Vergangenheit kommt. Und bei der Zahl 1.000 sind sogar drei Eier, die vorausgehen diesem Neuen […]“ [[Die Apokalypse des Johannes - 50. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Die Zahl Tausend nimmt Bezug auf unsere Erdentwicklung, der drei Entwicklungszustände vorausgegangen sind: Der Alte Saturn, die Alte Sonne und der Alte Mond 00:09:36|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 50. Folge, 2021, 00:09:36]]  &lt;br /&gt;
# „[…] was bereite ich da für die Zukunft vor? […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt das so - das Schaffen aus den Verhältnissen. Wo Menschen zusammenkommen, jetzt gar nicht aus karmischen Gründen, sondern […] weil sie eine gemeinsame Bestrebung vereinigt. Das ist ein positives Karma-Schaffen. Ein positives seelisches Schaffen für die Zukunft.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 50. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Positives Karma schaffen durch gemeinsame Bestrebungen, Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten 01:01:15|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 50. Folge, 2021, 01:01:15]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten […]  dass er diesen Vortrag später als die &amp;quot;Urzelle der Anthroposophie&amp;quot; bezeichnet hat. Man kann vielleicht daran anknüpfend sagen: gewissermaßen vielleicht auch die Grundsteinlegung der [[A:Michael-Schule|Michael-Schule]] auf Erden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] 1900 – in der sogenannten Theosophischen Bibliothek seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag gehalten hat über „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner hielt 1900 in der Theosophischen Bibliothek in Berlin seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag über Goethes &amp;quot;Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie&amp;quot; 00:01:23|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:01:23]]&lt;br /&gt;
# „Emanuel Zeylmans van Emmichoven […] entdeckt […] am Ende von Goethes Märchen, da ist in dem großen Tempel ein Altar und der Altar ist aber gewissermaßen leer […] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; sagt […] dass eigentlich das Märchen selber der liturgische Gottesdienst ist, der fortwährend auf diesem Altar vollzogen wird.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
# „Michael scheint ein Engel zu sein, der in der geistigen Welt nicht nur liturgische Handlungen vollzieht, sondern auch – so berichtet das &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; – einen Kreis von Menschen, von Elementarwesen, von Wesen, die zu ihm gehören. Steiner nennt das &amp;quot;Michael und die Seinen&amp;quot;.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Alle Menschen, die in der geistigen Welt vorgeburtlich an dem Engelkultus Michaels teilgenommen haben, bei denen kommt diese Erfahrung, wenn sie auf die Erde kommen, wieder zutage in ihrer Sehnsucht nach Anthroposophie 00:08:49|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:08:49]]&lt;br /&gt;
# „[&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] […] Nietzsche ist ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: An dem geistigen Materialismus seiner Zeit.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiner: Friedrich Nietzsche war ein Märtyrer der Erkenntnis gewesen. Und er hat in seiner Sprache Worte für das gefunden, woran er litt: Am geistigen Materialismus seiner Zeit 00:33:15|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:33:15]]&lt;br /&gt;
# „[…] wo er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] über dieses Christus-Erlebnis spricht […] Man würde das auch nie beschreiben wollen […] das geht eigentlich nur über das Fühlen […] dann sagt er, man verliert erst einmal überhaupt die Kräfte, dass man seine Zunge bewegen kann, dass man das aussprechen kann.“ [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Rudolf Steiners Christus-Erlebnis - es kann nicht in Worten beschrieben werden 00:38:45|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:38:45]]&lt;br /&gt;
# „[…] inmitten der von Brücken umgebenen Wasserinsel von Moabit, ja, da hält &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; diesen Vortrag über Goethes Märchen, in der eine Brücke geschlagen wird vom Reich der Schlange ins Reich der Lilie. Und dieser Vortrag selber wird zu der Brücke ins 20. Jahrhundert, in der die neuen Mysterien und die Michael-Schule auf Erden gewissermaßen erneuert werden.” [[Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2025#Zeitgleich mit dem Angriff auf die Hugenotten findet ab dem 16., 17. Jahrhundert die Michael-Schule in der geistigen Welt statt. Die Michael-Schule, die einmündet in den Kultus Michaels in den geistigen Welten 00:54:24|| Rheinheimer, M. Goethes Märchen und der Kultus Michaels, 2025, 00:54:24]]&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; nennt das die Vorstufen zum Mysterium von Golgatha, wo sich immer wieder der Christus mit dieser Wesenheit des späteren nathanischen Jesus verbunden hat […] dass die Menschheitsentwicklung durch die Widersacher nicht zu sehr aus dem Gleis gebracht wurde.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 52. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Zur Zeitenwende wurde zwei Jesusknaben geboren, der nathanische Jesus, der sich zum ersten Mal auf Erden inkarniert, und der salomonische Jesus, der wiedergeborene Zarathustra 00:32:14|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 52. Folge, 2021, 00:32:14]]&lt;br /&gt;
# “[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat ja vor 100 Jahren einiges über den Gral gesagt […]  spricht auch von einer Wissenschaft des Grals, der Anthroposophie […]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Beginn des Vortrages: Das Mysterium der Wunde und die Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert 00:01:30|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:01:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; […] sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Die kontroverse Frage nach der Heilbarkeit seelischer Traumata 00:05:08|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:05:08]]&lt;br /&gt;
# „[…] die drei ersten Erdschichten, die nennt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] die sogenannte mineralische Erde […] das sind eigentlich die Reste oder die Daseinszustände unserer Erdenentwicklung.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
# „[…] spricht er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] von drei mittleren Schichten unserer Erde, die nennt er die Wassererde, die Fruchterde und die Feuererde.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wenn wir in das Innere der Erde geistig eindringen, ist das immer auch eine Reise in die Vergangenheit der Weltentwicklungsstufen unserer Erde 00:09:16|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:09:16]]&lt;br /&gt;
# „[…] sagt &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, einmal werden wir Menschen, wenn wir durch Empathie und durch Vertrauen in den Geist, den Geist so gestärkt haben, die Heilkräfte aufrufen können, ohne dass wir dafür verwundet werden müssen.“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Wolfram von Eschenbachs Charakterisierung der Herzeloyde-Wunde: Mangelnde Empathie-Kräfte und gleichzeitig wenig Vertrauen in den Geist 00:22:22|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:22:22]]&lt;br /&gt;
# „1914 beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges, da hat &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; den Anthroposophen einen Erste-Hilfe-Kurs gegeben. Der ist bekannt als der sogenannte Samariterkurs [GA 246] und da hält er einen kleinen, ungeheuer wesentlichen Vortrag über das Geheimnis der Wunde […]“ [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
# „[…] die Heilkraft zur Heilung der Wunde ist im Moment der Verletzung bereits aufgerufen. [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, Samariter-Kurs, GA 246]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner: Jede Wunde, jede Verletzung ist zunächst das Aufrufen einer Heilkraft 00:18:42|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:18:42]]&lt;br /&gt;
# „[…] da nennt er [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;] zwei Dinge […] dass diese Heilkräfte […] Wunden heilen können. Das eine […] Vertrauen in den Geist. […] das andere, was er sagt, ist Empathie-Fähigkeit.” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zur Heilung von Wunden braucht es 1. Vertrauen in den Geist und 2. Empathie-Fähigkeit 00:20:05|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:20:05]]  &lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; hat das gesagt […] Man soll offenbar auch bei Lohengrin nicht die Frage stellen: Wer war das? […] was kommt durch diesen Schwanenritter in die Welt hinein?“ [[Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Zum Frage-Verbot meinte Rudolf Steiner: Die Frage sollte richtig gestellt werden. Nicht, woher er kommt, sondern was durch ihn in die Welt kommt 00:18:52|| Rheinheimer, M. Kaspar Hauser, Ludwig II., Richard Wagner, 2026, 00:18:52]]  &lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; spricht ja von zwölf Sinnesorganen [ …] es werden sehr wichtige Sinne noch nicht als Sinne erkannt, was aber ganz wichtig ist eben beim Menschen, dass es einen Sprachsinn gibt“ [[Die Apokalypse des Johannes - 306. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026#Wie die übersinnliche Welt mit der Sinneswelt zusammenhängt 00:02:27|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 306. Folge, 2026, 00:02:27]]  &lt;br /&gt;
# „[…] also dieser Befruchtungsakt. &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; schildert das sehr oft. Da muss man halt weit zurückgehen, weit, weit zurück in das Eiszeitalter zurück. Da haben die Menschen eigentlich diesen Zeugungsakt im Schlaf vollzogen und darum heißt es heute noch bei uns Beischlaf […] man war nicht bewusst dabei.” [[Die Apokalypse des Johannes - 45. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Blüten sind stofflich gewordene Bilder des Seelischen 00:08:39|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 45. Folge, 2021, 00:08:39]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Heiliger Gral</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
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{{Anthrowiki.at|Heiliger Gral}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Legende vom Heiligen Gral erscheint im späten 12. Jahrhundert in vielgestaltiger Form in der mittelalterlichen Erzählliteratur im Umkreis der Artussage. Ihren geistigen Hintergund bildet die von Rudolf Steiner geschilderte Grals-Imagination, die sich durch den geistigen Rückblick auf den Ätherleib des Menschen enthüllt.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
# “[…] Rudolf Steiner hat ja vor 100 Jahren einiges über den &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; gesagt […]  spricht auch von einer Wissenschaft des Grals, der Anthroposophie […]” [[Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von Michael Rheinheimer, 2026#Beginn des Vortrages: Das Mysterium der Wunde und die Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert 00:01:30|| Rheinheimer, M. Das Mysterium der Wunde, 2026, 00:01:30]]&lt;br /&gt;
# „[…] ein ganz ausgewiesener &#039;&#039;&#039;Gralskenner&#039;&#039;&#039;, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
# „[Walter Johannes Stein] hat […] festgestellt, dass es eigentlich […] kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; verknüpft hat.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
# „[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
# „[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-&#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039;, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Grals-Imagination&amp;diff=31423</id>
		<title>Grals-Imagination</title>
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		<updated>2026-04-07T16:15:53Z</updated>

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{{Anthrowiki.at|Grals-Imagination}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Grals-Imagination bildet die geistige Quelle der Erzählungen vom Heiligen Gral. Sie enthüllt sich durch den geistigen Rückblick auf den Ätherleib. Wenn der Mensch schläft, heben sich Ich und Astralleib teilweise aus der menschlichen Organisation heraus und lassen Ätherleib und physischen Leib zurück …&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gondishapur</title>
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{{Anthrowiki.at|Gundishapur}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Stadt Gundishapur (auch Gondishapur oder Gundeshapur, mittelpersisch why-&#039;andywk-shpwhry „das bessere Antiochia Schapurs“; syrisch Beth-Lapat) […] die zweitgrößte Stadt des Sassanidenreiches und Sitz der Akademie von Gundishapur, einem kulturell-wissenschaftlichen Zentrum des vor-islamischen Persiens.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […] Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Golgatha&amp;diff=31421</id>
		<title>Golgatha</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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{{Anthrowiki.at|Golgatha}}&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Golgatha, auch Golgotha oder Golgota genannt, ist ein Hügel außerhalb des Jerusalem der Antike, wo nach den Berichten der Evangelien der Bibel Christus Jesus gekreuzigt wurde.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# „&#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039; heißt: die Schädelstätte.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 2. Vortrag von Wolfgang Peter, 2020#Der physische Leib als Grundlage unseres ICH-Bewusstseins 00:08:22|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 2. Folge, 2020, 00:08:22]]&lt;br /&gt;
# „[…] was hat der Christus durchgemacht. Bei jedem Gedanken, den ich oben am Gehirn ersterben lasse, gehe ich auf mein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039; in Wahrheit. Und dann muss ich schauen, dass wieder eine Auferstehung passiert. Das können wir heute in unserem Denken machen.“ [[Die Apokalypse des Johannes - 48. Vortrag von Wolfgang Peter, 2021#Totes Denken heißt, Lebenskräfte sterben an der Schädelstätte (Golgatha) - es geht aber heute um die Auferstehung der Lebenskräfte 02:00:37|| Peter, W. Die Apokalypse des Joh, 48. Folge, 2021, 02:00.37]]&lt;br /&gt;
# „Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31418</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-06T19:02:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Transkription des Interviews vom 30. März 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=8s Begrüßung 00:00:08] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=131s Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=360s Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00] ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=677s Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:11:17] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1090s Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10] ===&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1134s Buchhinweis 00:18:54] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1276s Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert 00:21:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1707s Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2073s Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:33] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2255s Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2389s Wie können wir an dieser Grals-Tafelrunde heute zusammen kommen? 00:39:49] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2527s Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
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* „Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
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* „[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […] Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
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* „[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Gral]]      &lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener &#039;&#039;&#039;Gralskenner&#039;&#039;&#039;, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[Walter Johannes Stein] hat […] festgestellt, dass es eigentlich […] kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; verknüpft hat.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-&#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039;, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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* „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039; […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
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* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31417</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31417"/>
		<updated>2026-04-06T19:01:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Transkription des Interviews vom 30. März 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=8s Begrüßung 00:00:08] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=131s Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=360s Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00] ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=677s Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:11:17] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1090s Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10] ===&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1134s Buchhinweis 00:18:54] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1276s Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert 00:21:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1707s Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2073s Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:33] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2255s Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2389s Wie können wir an dieser Grals-Tafelrunde heute zusammen kommen? 00:39:49] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2527s Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
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* „Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
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* „[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […] Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
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* „[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
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[[Heiliger Gral]]      &lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener &#039;&#039;&#039;Gralskenner&#039;&#039;&#039;, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[Walter Johannes Stein] hat […] festgestellt, dass es eigentlich […] kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; verknüpft hat.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
* „[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-&#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039;, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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* „[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; Beziehung zum Gralsmysterium“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00]]&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10]]&lt;br /&gt;
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* „[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039; […]“ [[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11|| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11]]&lt;br /&gt;
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{{GlossarNavigationArtikel|0-9}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31416</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31416"/>
		<updated>2026-04-06T17:13:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Transkription des Interviews vom 30. März 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=8s Begrüßung 00:00:08] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=131s Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=360s Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00] ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=677s Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:11:17] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1090s Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:18:10] ===&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner     [[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:18:10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1134s Buchhinweis 00:18:54] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1276s Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert 00:21:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=1707s Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2073s Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:33] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2255s Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2389s Wie können wir an dieser Grals-Tafelrunde heute zusammen kommen? 00:39:49] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=R13CQkbo2-c&amp;amp;t=2527s Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31415</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-06T16:42:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner     [[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:21:16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:27:25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31414</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-03T19:01:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner     [[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:21:16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:27:25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral im Zusammenhang mit der Michael-Prophetie - das ist wie ein Epochenheft, das immer weiter geschrieben wird (Walter Johannes Stein) 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls - Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften - und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen - und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar [00:28:42]: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot; Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat. Auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt - von vor 100 Jahren gesprochen - erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule - diese Individualität, der braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge, ja,  oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter auch durcheinandergekommen sind, dass ich manchmal auch das Gefühl habe, es gibt so viele Einzelkämpfer auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast. Da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen - 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besondere Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von - du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr ist, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31413</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-03T14:38:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen, auch schon Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner     [[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Steiner sein eigenes Schicksal […] an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat […] er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat […] das ist nicht in der Weise aufgenommen worden.” | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:21:16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt diese Thematik. Du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste: Der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch die Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Vielleicht erst mal … Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da aber in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parzival&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael … einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung. Aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weiter 00:27:25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31401</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T19:47:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31400</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T19:45:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich ]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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* [[Macht]] &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
* [[Mathematik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Matthäus-Evangelium]]&lt;br /&gt;
** [[GA 123]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Maya (Religion)]]&lt;br /&gt;
* [[Mechanischer Okkultismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Medium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Medizin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Meister Eckhart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Meister Jesus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Menschensohn]]&lt;br /&gt;
* [[Menschenweihehandlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mensch]]&lt;br /&gt;
** Menschsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Menschheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Menschheitsentwicklung]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Menschheitsrepräsentant]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Menschwerdung des Christus]]&lt;br /&gt;
* [[Mephistopheles]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Merkaba]]&lt;br /&gt;
** [[Thronwagenimagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Merkur]]&lt;br /&gt;
* [[Merkurstab]]&lt;br /&gt;
* [[Messias]]&lt;br /&gt;
* [[Metamorphose]]&lt;br /&gt;
* [[Meteorit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Michael]]&lt;br /&gt;
** [[Michael-Impuls]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]]&lt;br /&gt;
* [[Michelangelo]]&lt;br /&gt;
* [[Midianiter]]&lt;br /&gt;
* [[Milz]]&lt;br /&gt;
* [[Mineralien]]&lt;br /&gt;
* [[Missbrauch]]&lt;br /&gt;
* [[Mitgefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Mitleid]]&lt;br /&gt;
* [[Mittelalter]]&lt;br /&gt;
* [[Mond]]&lt;br /&gt;
* [[Monismus]]&lt;br /&gt;
* [[Monotheismus]]&lt;br /&gt;
* [[Moral]]&lt;br /&gt;
* [[Moralische Intuition, Phantasie]]&lt;br /&gt;
* [[Moses]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Musik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mut]]&lt;br /&gt;
* [[Mystenbund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mysterien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mysteriendramen von Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
* [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mysterium von Golgatha]]&lt;br /&gt;
* [[Mystik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mythologie]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Gesamtglossar L|L ◁]]&amp;lt;nowiki&amp;gt; | &amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Gesamtglossar N|▷ N]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Michael_Rheinheimer&amp;diff=31398</id>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Michael Rheinheimer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die [[Grals-Imagination]], die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Birnthaler im Gespräch mit Michael Rheinheimer | 2026 ===&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum [[Mysterium des Heiligen Grals]]&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die Imagination des Grals, die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der Heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Rheinheimer im Interview mit Michael Birnthaler | 2026 ===&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum Gralsmysterium&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Mysterium des Heiligen Grals]]] sollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<updated>2026-04-02T19:37:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Michael Rheinheimer im Interview mit Michael Birnthaler | 2026 */&lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die Imagination des Grals, die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit | Michael Rheinheimer im Interview mit Michael Birnthaler | 2026 ===&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum Gralsmysterium&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Mysterium des Heiligen Grals]]] sollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Michael_Rheinheimer&amp;diff=31395</id>
		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<updated>2026-04-02T19:37:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Michael Rheinheimer im Interview mit Michael Birnthaler | 2026 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die Imagination des Grals, die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Michael Rheinheimer im Interview mit Michael Birnthaler | 2026 ===&lt;br /&gt;
Ein Interview, geführt am 30. März 2026, dem 101. Todestag von Rudolf Steiner am Beginn der Karwoche. Einige Themen, die berührt und besprochen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner]] und sein Verhältnis zum Gralsmysterium&lt;br /&gt;
* Er bezeichnete die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales&lt;br /&gt;
* Der Gral [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Heiliger Gral]]] ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist &lt;br /&gt;
* Der verwundete Gralskönig Rudolf Steiner &lt;br /&gt;
* Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Grals-Imagination]]] im Leibesinnern&lt;br /&gt;
* Wie können wir jetzt an der Grals-Tafelrunde zusammenkommen? Erneuerungen aus dem Gralsmysterium [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Mysterium des Heiligen Grals]]] sollen im 21. Jahrhundert kommen&lt;br /&gt;
* [[Michael-Schule]] und Gralsmysterium sind miteinander verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31394</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T19:35:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Mysterium_des_Heiligen_Grals&amp;diff=31393</id>
		<title>Mysterium des Heiligen Grals</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: Weiterleitung nach Heiliger Gral erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Heiliger Gral]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Michael Rheinheimer</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Michael Rheinheimer ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Rheinheimer&#039;&#039;&#039; ist ein Priester der [[Christengemeinschaft]], der anthroposophisch orientierten religiösen Bewegung für christliche Erneuerung, die 1922 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wirkt seit vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bonn Bad-Godesberg, und ist dort Hauptansprechpartner für die Gemeinde. Michael hält regelmäßig Vorträge zu spirituellen und historisch-religiösen Themen, darunter: Die [[Katharer]], die Hugenotten, die Imagination des Grals, die [[Offenbarung des Johannes]], Michaelische Aspekte und den christlichen [[Schulungsweg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medienbeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2026-2-12.jpg|verweis=https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main am 12. Februar 2026. [https://anthro.world/Kaspar_Hauser,_Ludwig_II._und_Richard_Wagner._Das_Mysterium_des_Parzival-Kultus_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Michael Rheinheimer bei seinem Vortrag vom 12. Februar 2026 in der Christengemeinschaft Frankfurt mit dem Thema: &amp;quot;Kaspar Hauser, Ludwig II. und Richard Wagner. Das Mysterium des Parzival-Kultus&amp;quot;:  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und das Brisante an dieser Geschichte – daraufhin hat mich Eckart Böhmer aufmerksam gemacht, der Kaspar-Hauser-Forscher, der ja diese Tagungen auch in Ansbach wohl auch in diesem Jahr wieder veranstalten wird –, dass von Kaspar Hauser ein Traum überliefert ist. Den er ein halbes Jahr, nachdem er 1828 in Nürnberg, nachdem er sein Kettlein verlassen hat, plötzlich auftaucht, sein Lehrer, der ihn begleitet hat, der Daumer, niedergeschrieben hat.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Traum – was er da sagt, das lese ich Ihnen kurz vor, das sollten Sie in den eigenen Worten hören. Da sagt er: „In der Nacht des 10. November träumte ihm“ – also Kaspar Hauser – „seine Mutter käme vor sein Bett und rufe ihn.“ Auf ihren Ruf glaubte er zu erwachen. Und dann einiges anderes, und dann heißt es: „Viel sprach sie mit ihm, was er vergaß. Er erinnerte sich, dass sie ihn Gottfried genannt hatte“, welchen Namen er zuvor, seitdem er in Nürnberg war, niemals gehört hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also Kaspar Hauser träumt, seine Mutter hat ihm den Namen Gottfried gegeben. Den Namen, den Richard Wagner 17 Jahre nach der Ermordung Kaspar Hausers im Lohengrin dem Thronfolger gibt, der ebenfalls durch ein dynastisches Verbrechen, durch einen okkulten Angriff beseitigt worden ist. Und der Name Gottfried ist ein sehr sprechender Name, der bedeutet „Frieden durch Gott“. Das ist eigentlich ein Name, der das zum Ausdruck bringt, was die Aufgabe eines jeden Schwanes ist: Frieden oder die Verbindung von der Erde, von der Sinneswelt mit der geistigen Welt des Grales in eine neue Verbindung bringen.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit | 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Rheinheimer 2026-1-23.jpg|verweis=https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026|thumb|Das Mysterium der Wunde - der heilige Gral und sein Impuls für die heutige Zeit - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord am 23. Januar  2026. [https://anthro.world/Das_Mysterium_der_Wunde_-_der_heilige_Gral_und_sein_Impuls_f%C3%BCr_die_heutige_Zeit_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2026 Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 23. Januar 2026 zum Thema Das Mysterium der Wund - der [[Heiliger Gral|heilige Gral]] und sein Impuls für die heutige Zeit in der Christengemeinschaft Stuttgart-Nord: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Und ich weiß nicht, ob Sie das wissen - da staune ich immer darüber, [[Rudolf Steiner]] hat ja einiges Ausgewähltes über das Geheimnis von [[Wunde|Wunden]] gesprochen. Und da sagt er, dass in unserem Seins-Organismus an dem Ort, wo die Lebensprozesse wirken, die Wunden heilen können, zugleich der Ort ist, wo unser Bewusstsein entsteht oder wo unser Bewusstsein sich höher entwickelt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Also er sagt wörtlich, um jede Wunde findet gewissermaßen ein Kampf statt zwischen Bewusstseins- und Lebensprozessen. Und ich glaube, da muss man kein Arzt sein und auch kein Küchenpsychologe, um das so ein Stück weit einfach aus der eigenen Erfahrung auch verifizieren zu können: Die Art und Weise, wie ich über Wunden denke, ob ich glaube, dass meine Wunden heilbar sind oder ob ich die Überzeugung habe, man kann Wunden nicht heilen, man kann immer nur sie integrieren, das wird auf die ein oder andere durchaus einen Einfluss haben, ob meine Wunde einen Heilungsprozess durchläuft oder ob sie vielleicht in einem unheilbaren, vielleicht ja sogar irgendwann sehr krankhaften Zustand bleibt. […] Eine Wunde [ist wie eine] Trennung in einem Gewebezusammenhang, Infektion durch unkontrollierte Vermehrung, durch Eindringen von Krankheitserregern, Bakterien und ähnliches. Und dann eben die Frage nach dem Heilungsprozess und der Frage, was muss man vielleicht tun, was kann man therapeutisch optimieren, dass Wunden geheilt werden können?“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten | 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael_Rheinheimer_2025-12-4.jpg|verweis=https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025|thumb|Goethes Märchen und der Kultus Michaels in den geistigen Welten - ein Vortrag von [[Michael Rheinheimer]] im ChorForum Essen am 4. Dezember 2025. Veranstalter: Ulrich Roehm und Frau Marg, Goetheanistisch-Anthroposophische Vortrags-Initiative Essen. [https://anthro.world/Goethes_M%C3%A4rchen_und_der_Kultus_Michaels_in_den_geistigen_Welten_-_ein_Vortrag_von_Michael_Rheinheimer,_2025 Hier klicken um zur Transkription zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
Hier spricht Michael Rheinheimer, am 4. Dezember 2025 auf Einladung von Frau Marg und Herrn Ulrich Roehm in Chorforum Essen zum Thema &amp;quot;Goethes Märchen und Kultus&amp;quot;. Michael erörtert „[[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]“ als ein Miniaturbild des Michael-Kultus in den geistigen Welten, wie es von Rudolf Steiner interpretiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Verbindung von irdischen und geistigen Reichen und die liturgische Struktur des Märchens, die der [[Menschenweihehandlung]] und dem Lebensweg Jesu von Palmsonntag bis Pfingsten ähnelt. Er betont die historische Bedeutung von Berlin-Moabit, wo Steiner seinen ersten geisteswissenschaftlichen Vortrag hielt und dieser Ort, der durch die Hugenotten und die Moabiter Sonette [[Albrecht Haushofer]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;s geprägt ist, als „Urzelle der Anthroposophie“ und Schwelle für neue spirituelle Impulse betrachtet wird. Zudem wird Friedrich Nietzsches Schicksal als „Märtyrer der Erkenntnis“ mit einer geistigen Kreuzigung Christi im 19. Jahrhundert in Beziehung gesetzt, was dem nachfolgenden Vortrag Steiners über Goethes Märchen als „[[Auferstehung]]“ gegenübersteht.&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Michael Rheinheimer | Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Michael Rheinheimer im Interview mit Michael Birnthaler | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026#top]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/bonn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michael Rheinheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Priester]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Die Christengemeinschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31391</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T19:03:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31390</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T19:03:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche 00:42:07 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche. Dank und Verabschiedung 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31389</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T19:02:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Literaturhinweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart. Literaturhinweise 00:34:22 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einladung zu einem Lese-Projekt in der Karwoche 00:42:07 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Walter Johannes Stein&#039;&#039;&#039;, Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral. Das neunte Jahrhundert, Orient-Occident-Verlag, Stuttgart 1928; 5. Aufl. Mellinger, Stuttgart 2003&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Frans Lutters&#039;&#039;&#039;, Eine karmische Untersuchung - zum Schicksal der Freien Waldorfschule, Freiburg 2019&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31388</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T18:48:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:33 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31387</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T18:47:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:33 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31386</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T18:46:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:33 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31385</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31385"/>
		<updated>2026-04-02T18:44:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:33 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31384</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31384"/>
		<updated>2026-04-02T18:39:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: /* Die Kräfte des Anti-Grals sind Anzeichen des Scheiterns. Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig 00:21:16 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig. Er war sich der Herausforderungen der Anti-Gralskräfte voll bewusst 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28  hier weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:33 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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&lt;br /&gt;
| zurück zu [[Michael Rheinheimer]] |&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners führte Michael Birnthaler ein Gespräch mit Michael Rheinheimer, dem Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod-, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat 00:02:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]           [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:02:11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist 00:06:00 ===&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heiliger Gral]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name &#039;&#039;&#039;Gral&#039;&#039;&#039; […] ist ja provenzalisch. „Gradalis“ heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:06:00&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht. Z.B. die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:06:57 ===&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Golgatha]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein &#039;&#039;&#039;Golgatha&#039;&#039;&#039;.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gondishapur]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] &#039;&#039;&#039;Gondishapur&#039;&#039;&#039; […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grals-Imagination]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[…] man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die &#039;&#039;&#039;Imagination des Grales&#039;&#039;&#039; im Leibesinnern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier weiter &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rudolf Steiner: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden 00:18:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank! Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium … du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt - wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht. Und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: „Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.” Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist … Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium Gewisses auch wieder erneuert werden. Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas … ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Kräfte des Anti-Grals sind Anzeichen des Scheiterns. Rudolf Steiner als der verwundete Gralskönig 00:21:16 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank! Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich: Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner - siehst du da auch Verbindungen , diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher. Wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, der diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist, dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigrals-Kräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube … und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachts-Gral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Gralsritters gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll … das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: „Merkt ihr, dass etwas anders ist?” Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung. Aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem „verwundeten Gralskönig.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:28:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:33 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen, die sich in der Michaels-Prophetie heute erkennen, haben oft diese lebendige Frage: Inwieweit kann man gemeinsam Dinge zur Reife bringen und einander vielleicht ergänzen? 00:37:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
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* [[Garten Eden]]&lt;br /&gt;
* [[Gebet]]&lt;br /&gt;
* [[Geburt]]&lt;br /&gt;
* [[Gedächtnis]]&lt;br /&gt;
* [[Gedanken]]&lt;br /&gt;
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* [[Geist]]&lt;br /&gt;
** Geistige Außenwelt&lt;br /&gt;
** Geistige Beschäftigung&lt;br /&gt;
** Geistige Schau&lt;br /&gt;
* [[Geistesschulung]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Bewegung]] [siehe auch [[Dynamis]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Dunkelheit]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Form]] [siehe auch [[Exusiai]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Persönlichkeit]] [siehe auch [[Archai]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Weisheit]] [siehe auch [[Kyriotetes]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister des Willens]] [siehe auch [[Throne]]]&lt;br /&gt;
* [[Geistesforscher]]&lt;br /&gt;
* [[Geistesleben]]&lt;br /&gt;
* [[Geistesmensch]]&lt;br /&gt;
* [[Geisteswissenschaft]]&lt;br /&gt;
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* [[Geistige Welt]]&lt;br /&gt;
* [[Geistiger Weg]]&lt;br /&gt;
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* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Geld]]&lt;br /&gt;
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* [[Gemeinde von Ephesos]]&lt;br /&gt;
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* [[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]&lt;br /&gt;
* [[Gold]], Weihrauch, Myrrhe&lt;br /&gt;
* [[Goetheanum]]&lt;br /&gt;
* [[Golgatha]]&lt;br /&gt;
* [[Gondishapur]]&lt;br /&gt;
* [[Gott]]&lt;br /&gt;
* [[Gottessohn]]&lt;br /&gt;
* [[Gral]]&lt;br /&gt;
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* [[Griechen]]&lt;br /&gt;
* [[Griechisch-Lateinische Zeit]]&lt;br /&gt;
* [[Große Konjunktion]]&lt;br /&gt;
* [[Großer Hüter der Schwelle]]&lt;br /&gt;
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* [[Garten Eden]]&lt;br /&gt;
* [[Gebet]]&lt;br /&gt;
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* [[Gedächtnis]]&lt;br /&gt;
* [[Gedanken]]&lt;br /&gt;
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* [[Gemeinde von Ephesos]]&lt;br /&gt;
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* [[Golgatha]]&lt;br /&gt;
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* [[Gral]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gral</title>
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		<updated>2026-04-02T16:26:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: Weiterleitung nach Heiliger Gral erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Heiliger Gral]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
	</entry>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31378</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T16:02:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Peter|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners interviewte Michael Birnthaler den Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat  00:02:01&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die überzeitliche Realität des Gralsmysteriums in der Anthroposophie 00:02:26&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral           Stein, Walter Johannes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00  […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen 00:05:44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Drei Arbeitsgebiete Steiners in Bezug zum Gral 00:05:44&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht: 1. Die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales  00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:09:12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golgatha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondishapur  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Gondishapur […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WEITER 00:10:41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner: Eine karmische Verbindung zum Gral und der verwundete König 00:10:59&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank. Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium – du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt. Wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht, und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: &amp;quot;Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.&amp;quot; Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist... Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch bei einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium gewisses auch wieder erneuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren, wo er bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas... ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Antigral, das Schicksalsjahr 1933 und Kaspar Hauser 00:17:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank. Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich. Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner, siehst du da auch Verbindungen? Diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher, wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, die diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist. Dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigralskräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachtsgral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Anthroposophen gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll... das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: &amp;quot;Merkt ihr, dass etwas anders ist?&amp;quot; Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung, aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem &amp;quot;verwundeten Gralskönig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:27:24&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T16:02:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Peter|| zurück zu Michael Rheinheimer |]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners interviewte Michael Birnthaler den Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Interviews vom 30. März 2026 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., April 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der 101. Todestag Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat  00:02:01&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die überzeitliche Realität des Gralsmysteriums in der Anthroposophie 00:02:26&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral           Stein, Walter Johannes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00  […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen 00:05:44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Drei Arbeitsgebiete Steiners in Bezug zum Gral 00:05:44&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht: 1. Die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales  00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:09:12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golgatha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondishapur  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Gondishapur […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WEITER 00:10:41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner: Eine karmische Verbindung zum Gral und der verwundete König 00:10:59&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank. Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium – du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt. Wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht, und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: &amp;quot;Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.&amp;quot; Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist... Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch bei einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium gewisses auch wieder erneuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren, wo er bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas... ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Antigral, das Schicksalsjahr 1933 und Kaspar Hauser 00:17:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank. Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich. Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner, siehst du da auch Verbindungen? Diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher, wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, die diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist. Dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigralskräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachtsgral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Anthroposophen gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll... das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: &amp;quot;Merkt ihr, dass etwas anders ist?&amp;quot; Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung, aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem &amp;quot;verwundeten Gralskönig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:27:24&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T15:58:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners interviewte Michael Birnthaler den Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Der 101. Todestag Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat  00:02:01&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die überzeitliche Realität des Gralsmysteriums in der Anthroposophie 00:02:26&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral           Stein, Walter Johannes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral&lt;br /&gt;
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„[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00  […]   …&lt;br /&gt;
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Rudolf Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen 00:05:44&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Drei Arbeitsgebiete Steiners in Bezug zum Gral 00:05:44&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht: 1. Die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales  00:06:57&lt;br /&gt;
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Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
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Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
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Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:09:12&lt;br /&gt;
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Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
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Golgatha&lt;br /&gt;
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„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
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Gondishapur  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Gondishapur […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
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WEITER 00:10:41&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner: Eine karmische Verbindung zum Gral und der verwundete König 00:10:59&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank. Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium – du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt. Wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht, und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: &amp;quot;Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.&amp;quot; Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist... Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch bei einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium gewisses auch wieder erneuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren, wo er bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas... ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Antigral, das Schicksalsjahr 1933 und Kaspar Hauser 00:17:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank. Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich. Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner, siehst du da auch Verbindungen? Diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher, wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, die diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist. Dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigralskräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachtsgral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Anthroposophen gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll... das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: &amp;quot;Merkt ihr, dass etwas anders ist?&amp;quot; Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung, aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem &amp;quot;verwundeten Gralskönig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:27:24&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Gralsimpuls_und_Gegenwart_-_Rudolf_Steiner_und_die_Aufgaben_unserer_Zeit._Ein_Interview_von_Michael_Birnthaler_mit_Michael_Rheinheimer,_2026&amp;diff=31375</id>
		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<updated>2026-04-02T15:57:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30.3.2026, dem 101. Todestag Rudolf Steiners interviewte Michael Birnthaler den Pfarrer der Christengemeinschaft Bonn-Bad Godesberg zum Thema Gralsmysterium im Zusammenhang mit den Aufgaben unserer Zeit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begrüßung 00:00:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Liebe Zuschauer, ich freue mich heute wirklich sehr, dass wir heute zum Interview Michael Reinheimer gewinnen konnten, auch ein Freund von uns, der schon öfters mit uns auch Projekte zusammen gemacht hat. Pfarrer der Christengemeinschaft in der Gemeinde in Bonn, wo er schon einige Zeit dort tätig und wirksam ist und ein ausgewiesener Spezialist ist für das Thema Gral. Er macht jährlich mit gemeinsamen Freunden, Steffen Hartmann und Johannes Greiner zusammen eine Gralstagung. Dieses Jahr natürlich auch wieder, zu der alle natürlich herzlich eingeladen sind. Informationen dafür findet ihr dann unter diesem Video.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der 101. Todestag Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich wirklich sehr, dass wir an diesem ganz besonderen Tag, dem 30. März, zusammen sind, heute mit Michael Reinheimer und euch allen, die wir ganz herzlich begrüßen wollen, denn es ist ein ganz besonderer Tag: 101 Jahre Tod, Totengedenken für Rudolf Steiner. Es ist ein besonderes Datum, einfach auch deswegen, weil es das erste Jahr nach diesen 100 Jahren ist, wo es darauf ankommt, dass wir quasi wie selbstständig uns erarbeiten das Werk von Rudolf Steiner. Da beginnt eine neue Ära, in meinen Augen, im Verhältnis zu Rudolf Steiner mit dem heutigen Tag. Deswegen freuen wir uns sehr und würden euch dann auch gerne bitten, dass ihr, wenn ihr möchtet, über eure persönliche Beziehung zu Rudolf Steiner berichtet. In dem Sinne, Michael, ich freue mich wirklich sehr, dass wir heute ins Gespräch kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, danke Michael, ich freue mich auch über die Einladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eigentlich kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie, das Rudolf Steiner in seinem  Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat  00:02:01&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube, wir starten auch schon mal in dieses gewaltige Thema, das bisher relativ wenig auch diskutiert worden ist: Rudolf Steiner und sein Verhältnis zum Gral, seine Verbindung zu dem Gralsmysterium. Du hast dich sehr intensiv damit beschäftigt, Michael, und wir lauschen gespannt, was du uns darüber berichten willst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die überzeitliche Realität des Gralsmysteriums in der Anthroposophie 00:02:26&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Welche Beziehung hat Rudolf Steiner zum Gral? Man muss wahrscheinlich anders fragen: In welchem Bereich der Anthroposophie hat Rudolf Steiner &#039;&#039;keine&#039;&#039; Beziehung oder keine Verbindung zum Gralsmysterium geschaffen? Also, es hat vor genau 100 Jahren, 1926, hat auch ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein, der hat einen Vortrag – ich glaube, das war in Stuttgart – gehalten, wo er einfach mal versucht hat zu untersuchen oder darzustellen, in welchen Bereichen, in welchen Arbeitsgebieten der Anthroposophie Rudolf Steiner über den Gral gesprochen hat oder welche Bereiche oder Arbeitsgebiete er mit dem Gral in Beziehung gebracht hat. Und er hat sehr schnell festgestellt, dass es eigentlich keinen Bereich, kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner in seinem, sagen wir mal, 23-, 24-, 25-jährigen Wirken für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Walter Johannes Stein hat für mich und auch für Johannes Greiner und Steffen Hartmann einen ganz berührenden Impuls damit in die Welt gesetzt. Der hat gesagt, ein einzelner Mensch alleine kann das im Grunde gar nicht ausarbeiten. Dazu braucht er die Hilfe der Freunde. Und er hat gesagt, es müssten sich eigentlich einmal in einer Tagung oder in einem Arbeitszusammenhang der Arzt, der Historiker, der Künstler, der Landwirt, der Dreigliederer, der Astronom, der Waldorflehrer und viele andere Bereiche auch einmal zusammentreffen, um diese Darstellung Rudolf Steiners über den Gral wirklich auszuarbeiten. Und ich glaube... der Stein, der hat erst mal am Anfang gedacht, es gibt sieben Aspekte des Gral. Johannes, Steffen und ich haben dann irgendwann mal so im Bereich der zwölf gesucht und sehr schnell festgestellt, zahlenmäßig kann man das überhaupt nicht verifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral           Stein, Walter Johannes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] ein ganz ausgewiesener Gralskenner, einer der markantesten Schüler Rudolf Steiners, einer der ersten Waldorflehrer, Walter Johannes Stein […]“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„hat […] festgestellt, dass es eigentlich […]kein Arbeitsgebiet der Anthroposophie gibt, den Rudolf Steiner […] für die Geisteswissenschaft nicht doch in irgendeiner Weise mit dem Gral verknüpft hat.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gral ist für Rudolf Steiner eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, aber letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesentliche ist, dass der Gral für Rudolf Steiner kein Symbolum ist einer mittelalterlichen Geschichte, sondern eigentlich eine überzeitliche oder gegenräumliche Realität der Erden- und Menschheitsgeschichte, die in allen Zeiten vielleicht anders wirkt, anders aufgesucht, vielleicht auch andere Herausforderungen jeweils bietet, aber der letztlich das Zentralgestirn unseres Mensch- und Weltenseins ist. Und der Name Gral, das weißt du wahrscheinlich, ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales - das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium. Und auch da werden wir ja vielleicht später uns ein bisschen noch darüber unterhalten. Du sagtest ja gerade anlässlich dieses 101. Geburtstages - ich glaube, er selber hat mal gesagt - dass man nach 100 Jahren einen Eingeweihten erst wirklich fragen kann, wer der eigentlich war, oder dass nach 100 Jahren ein Eingeweihter erst die Möglichkeit hat, sich wirklich auch zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gral&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] der Name Gral […] ist ja provenzalisch. Gradalis heißt stufenweise. Dieses stufenweise Werden des Grales, das ist eigentlich Rudolf Steiners Beziehung zum Gralsmysterium“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00  […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen 00:05:44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Drei Arbeitsgebiete Steiners in Bezug zum Gral 00:05:44&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, erst mal ganz lieben Dank für den ersten hochinteressanten Aufschlag. Du hast es ja schon auch angedeutet. Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete, Arbeitsgebiete mit dem Gral auch in Zusammenhang gebracht. Willst du da nochmal beschreiben, welche Gebiete das denn konkret auch waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, vielleicht kann ich mal drei ganz besonders herausgreifen. Man könnte – das ist ja klar – über jedes einzelne abendfüllende Vorträge, wenn nicht ganze Tagungen gewissermaßen machen, weil man natürlich sich immer klar sein muss: Es gibt bestimmte Arbeitsgebiete, die Rudolf Steiner vielleicht gar nicht expressis verbis mit dem Gral verbunden hat und wo er trotzdem hindurch leuchtet. Ja, nur ein kleines Beispiel - das war Sergej Prokofieff ja immer ganz wichtig - den Grundstein der anthroposophischen Gesellschaft als den Grals-Stein unserer Gegenwart wahrzunehmen. Das hat er bei Rudolf Steiner so nie gesagt. Und trotzdem glaube ich, dass gerade auch die Weihnachtstagung, mit der ja auch du sehr verbunden bist, eigentlich auch ein... können wir vielleicht später noch darüber sprechen, auch so ein Aspekt des Grales ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner hat verschiedene Lebensgebiete  mit dem Gral in Zusammenhang gebracht: 1. Die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales  00:06:57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber drei Aspekte, die ich gerne herausgreifen würde. Also das eine ist in der &#039;&#039;Geheimwissenschaft im Umriss&#039;&#039;. Da hat Rudolf Steiner ja mal die Geisteswissenschaft als eine Wissenschaft des Grales bezeichnet. Also jeder Erkenntnistheoretiker, jeder Geisteswissenschaftler ist ein Gralswissenschaftler und er hat auch über Einweihungen gesprochen und gesagt, jede Einweihung ist heute eine Gralseinweihung mit dem Christusgeheimnis in der Mitte. Und das hat mich in meiner eigenen Beziehung zum Gral, in meiner eigenen Auseinandersetzung mit diesem Thema immer sehr beschäftigt. Aber ich glaube, das sind Erfahrungen, die ja jeder selber auch kennt. Wenn man anfängt, Fragen zu stellen - Steiner sagt, geisteswissenschaftliche Forschung geht heute immer nur da weiter, wo man Fragen stellt, nicht einfach, wo man ihn nur zitiert. Und er sagt, es ist eine Qualität der Parzivalseelen, dass sie anfangen, Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das kennt, glaube ich, jeder von uns, wenn er wirklich mit einer Fragestellung an einen Bereich der Anthroposophie herangeht, dass das früher oder später nicht unbeantwortet bleibt, dass man durch menschliche Begegnungen oder durch Schicksalsereignisse doch manchmal einen Schritt weitermachen darf. Und da das Vertrauen zu haben, dass man jede Nacht das an die Quelle, an den Gral selber doch heranträgt, der einem dann schon die richtigen Gralshinweise weiter auf seinem eigenen Schicksalsweg entgegentragen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ein Aspekt, ja, die Anthroposophie als eine Wissenschaft des Grales. Wo ich glaube, dass wir da heute gerade nach 100 Jahren noch viel mutiger werden dürfen, viel wacher, die Dinge, die wir durch Rudolf Steiner alle geschenkt bekommen haben, in Frage zu stellen – nicht im Sinne eines unlebendigen Zweifels, sondern wirklich Dinge sich zu einer &#039;&#039;Frage&#039;&#039; zu machen, in dem Vertrauen darauf, dass einem dann durch den Gral und, wer weiß, auch durch Rudolf Steiner selber, neue Hinweise oder Arbeitsmöglichkeiten entgegenkommen. Das ist ein Aspekt, ja, die Wissenschaft des Grales. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann die Gralsgeschichte auch so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Rudolf Steiner nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern 00:09:12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat einen anderen auch beschrieben, den würde ich auch gerne dazunehmen, dass er einmal gesagt hat, man kann die ganze Gralsgeschichte auch einmal so lesen, dass man die einzelnen Gralsorte als physiologische Orte unseres geistig-körperlichen Menschenseins auffasst. Er nennt das die Imagination des Grales im Leibesinnern. Also zum Beispiel sagt er, wir alle tragen ja auf unseren Schultern eine Gralsburg. Unser Haupt ist nicht nur ein Abbild der Erde, unser Haupt, was kann das sein? Das kann eine Schädelstätte sein, ein Golgatha. Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ich von dir, Michael, dieses bemerkenswerte Video auch gesehen über Gondishapur und über den Iran und über Persien. Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen. Ich meine, wir können natürlich auch so eine Akademie von Gondishapur auf unseren Schultern haben. Auch das kann unser Haupt sein. Ich denke, alles das, was in Medizin oder Waffentechnik, diese wirklich teuflische Intelligenz, die in diesen Bereich reingeht - das sind Menschen, die eine Akademie von Gondishapur auf ihren Schultern tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Golgatha&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Immer dann, wenn ich Urteile fälle, immer dann, wenn ich abstrakt denke, immer dann, wenn ich in Begriffen erst einmal versuche, Dinge zu fassen, dann ist mein Haupt eine Schädelstätte, ein Golgatha.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gondishapur  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] Gondishapur […]Eine Mysterienstätte aus dem siebten nachchristlichen Jahrhundert, wo man durch verfrühte intellektuelle Kräfte versucht hat, die ahrimanischen, die soratischen Kräfte in das Erden- und Menschensein hineinzubringen.“ | Rheinheimer, M. Gralsimpuls und Gegenwart, 2026, 00:00:00   […]   …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WEITER 00:10:41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner: Eine karmische Verbindung zum Gral und der verwundete König 00:10:59&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen, vielen Dank. Das waren jetzt wirklich unglaublich tiefe Ausführungen, die aber auch schon zeigen, wie sehr Rudolf Steiner diesen gesamten Kosmos der Gralsmysterien durchdrungen hat. Da fragt man sich ja natürlich automatisch, wie ist denn Rudolf Steiner selbst als Individualität mit diesem Gralsmysterium – du hast ja auch von diesem Gralsrittertum gesprochen, wo er auch im Gralskönigtum dazugehört – wie könnte Rudolf Steiner denn persönlich, er selbst als Wesenheit, mit diesem Gralsmysterium verbunden gewesen sein? Heute ist ja auch der große Tag wieder, der Erinnerungstag an ihn. Da würde ich dich gerne fragen wollen, wenn es jetzt nicht quasi zu sehr in etwas Intimes reingeht, aber ich glaube, es wäre dennoch gut - es sind ja hundert Jahre vergangen, wo man vielleicht auch mehr sagen kann und darf wie davor. Deswegen die Frage jetzt an dich, du hast dich sehr intensiv beschäftigt. Wie siehst denn du persönlich das Verhältnis, das Rudolf Steiner hatte oder hat mit dem gesamten Gralsmysterium?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ein unendlich unauslotbarer Bereich. Das geht ja schon damit los, wo er geboren ist. Er ist ja in Kraljevec geboren, gehört heute zu Kroatien. Das ist etwa eine Stunde entfernt von Slowenien, von der österreichischen Steiermark. Die Steiermark hat damals vor 100 Jahren – also gehört eigentlich äthergeografisch zu dem Staatsgebiet Sloweniens heute herein. Und der große Gralsdichter Wolfram von Eschenbach, der berichtet ja in seiner neunten Aventiure, dass Trevrizent eine Reise unternommen hat in die Steiermark, in das Gebiet von Slowenien heute, und dort auch den Vater von Parzival, Gahmuret, getroffen hat. Da geht es um eine Stadt Pettau, es geht um den Fluss Drau, also ein Gralsgebiet, das auf die Herkunft von Parzivals Vater zurückgeht, und eine Stunde entfernt davon ist der Ort Kraljevec.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ita Wegman, das weiß man, hat nach seinem Tod diese Orte auch aufgesucht, hat einen Ort besucht, Ankenstein, wo sie offenbar innerlich auch Erlebnisse dort hatte. Sie sagt sinngemäß: &amp;quot;Ich erkannte es als eine Burg Parzivals.&amp;quot; Und ich glaube, dass sie selber auch dort einfach gesucht hat, dieses Gralsmysterium oder ihre gemeinsame Herkunft Rudolf Steiners oder ihre gemeinsame Beziehung Rudolf Steiners mit diesem Gralsmysterium auf so einer Reise auch weiter zu vertiefen und zu untersuchen. Also man merkt, dass allein schon das Eingangstor in seine Inkarnation dort gewissermaßen etwas aufleuchten lässt, wo man, wenn man sich ein bisschen mit dieser Gegend auskennt, wenn man das bereist... Ich habe das in den letzten Jahren ein paar Mal gemacht, doch deutlich merkt, dass das so ein Schlaglicht auch auf seine Beziehung zu dem Gral oder zu dem Gralsmysterium wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner selber erlebe ich immer als eine Brücke, was diese Fragestellung betrifft. Also er selber, das ist ja bekannt, das ist auch schon seit einigen Jahrzehnten bekannt, hat sich ja selber schicksalsmäßig gemeinsam mit Ita Wegman in dem Gralsmysterium im 9. Jahrhundert auch karmisch beheimatet. Es ist bekannt, dass auch bei einem seiner Schüler, Walter Johannes Stein, von dem ich schon gesprochen habe, dass es da ähnliche Beziehungen zueinander gab. Aber entscheidend auch ist, dass Rudolf Steiner vor 100 Jahren ja Hinweise für unsere Zukunft, also für unser heutiges 21. Jahrhundert, gegeben hat. Und den Satz sagt: Im 21. Jahrhundert soll aus dem Gralsmysterium gewisses auch wieder erneuert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass es ihm da ganz wichtig war, da auf etwas zu verweisen – auch alles das, womit du dich im Augenblick dieses Jahr sehr beschäftigen wirst, die Michaels-Prophetie –, dass es da um Arbeitsaufgaben geht, die er da vor 100 Jahren, wo er bereits gewisse Samenkörner eingelegt hat, wo es dann heute, glaube ich, an den Menschen ist, dafür wach zu werden und sich das zu einer Aufgabe zu machen. Und sei es, dass man erst mal einfach anfängt, Fragen zu stellen, und dann anhand dieser Fragen ja auch merkt, inwieweit eine Resonanz aus dem Umkreis oder von der Gralswelt selber uns mal etwas... ja, sozusagen einem da auch neu entgegenkommen kann. Also ich glaube, um das vielleicht abschließend auf diese Frage, darüber hatten wir uns ja im Vorfeld auch ausgetauscht, dass ich manchmal dachte, Rudolf Steiner ist so etwas wie der Gralskönig unserer Zeit. Das meine ich ohne jeden Pathos. Das meine ich auch nicht irgendwie mystifizierend. Und ein Gralskönig, der vielleicht in einer ganz eigenen Weise auch gesucht werden muss, vielleicht auch ein verwundeter Gralskönig. Aber nicht eine Verwundung wie der alte Amfortas, der Gralsgebote verletzt hat, sondern ein verwundeter Gralskönig, weil er sein eigenes Schicksal auch durch die Weihnachtstagung an unseren weiteren Weg mit der Anthroposophie und mit dem, was er uns geschenkt hat, gewissermaßen verknüpft hat. Und in der Art und Weise, wie wir da uns bemühen können, etwas gerecht zu werden und manchmal auch daran scheitern, haben wir vermutlich auch unmittelbaren Einfluss auf die Wunden oder auf die Möglichkeiten, die dieser Gralskönig jetzt und in der weiteren Zukunft mit uns gemeinsam geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Antigral, das Schicksalsjahr 1933 und Kaspar Hauser 00:17:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Jetzt höre ich bei dir raus. Vielen Dank. Du hattest jetzt auch Namen genannt schon. Und dann sind wir ins neunzehnte Jahrhundert gekommen. Da hattest du den Namen genannt Kaspar Hauser. Das ist ja verbunden mit dem Jahr 1833, ja? Und dann waren wir ja in der Zeit zwanzigstes Jahrhundert. Da hast du den Namen Rudolf Steiner genannt. Wenn wir jetzt aber wissen, dass es zwei Richtungen gibt des gleichen Grals, die helle, lichte Seite, aber es gibt auch eine dunkle Seite des Grals, der sogenannte Antigral, ja? Und dann kommen wir ja auf das Jahr 1933. Und mit dem, was 1933 alles so aus dem Abgrund aufgestiegen ist, kann man das ja auch eventuell verbinden mit der Seite des Antigrals. Und da ist meine Frage jetzt an dich. Wenn du sprichst vom verwundeten Gralskönig Rudolf Steiner, siehst du da auch Verbindungen? Diese Verwundung zu dem, was dann letztlich auch geschehen ist im 20. Jahrhundert durch die Kräfte des Antigrals?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz sicher, wenn man sich bewusst macht, dass er schon im Ersten Weltkrieg – ich zitiere das jetzt sinngemäß – die Hoffnung hatte, dass durch den Bau des Ersten Goetheanums, der ein Gralstempel ist, eine Friedenskraft in der Welt gestärkt oder entwickelt werden kann, die diesen Ersten Weltkrieg, wenn nicht verhindert, dann doch in einer Weise abmildert, dass es nicht zu der Zivilisationskatastrophe gekommen ist. Dann ist, glaube ich, ganz deutlich, dass Rudolf Steiners existenziellstes Wirken nach dem Scheitern der Dreigliederungsbewegung eigentlich bis zum letzten Tag seines Erdenlebens in dem vollen Bewusstsein war, welche Prüfungen, welche Herausforderungen durch diese Antigralskräfte in wenigen Jahren später, vielleicht ja schon in der Zeit selber unmittelbar, auf die Menschheit hinzukommen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, und das ist ja das, was immer wieder ganz andere Menschen auch schon, Sergej Prokofieff und viele andere, ja immer versucht haben, auch bewusst zu machen, in welcher Weise Rudolf Steiner sein eigenes Schicksal doch auch an das Wirken, an das Gedeihen der Menschen in der anthroposophischen Bewegung verknüpft hat. Das ist ja schon mit dieser ersten Frage, dieser sogenannte Giftangriff dann am 1. Januar 1924, wo eine offene Frage ist: Ja, ist es eine äußere Vergiftung gewesen oder ist es ein Rückschlag gewesen? Weil er doch merkte, dieser Weihnachtsgral, den er in die Herzen eines jeden einzelnen Anthroposophen gelegt hat, dass jeder Einzelne ihn dort hüten, pflegen, gut werden lassen soll... das ist nicht in der Weise aufgenommen worden. Und er hat ja immer wieder die Frage gestellt: &amp;quot;Merkt ihr, dass etwas anders ist?&amp;quot; Und dass man die Frage stellen kann, vielleicht stimmt ja beides. Ich habe da nicht die Antwort. Vielleicht war es auch eine Vergiftung, aber dass man das Gefühl haben kann, dass in dem Moment schon so etwas wie eine Wunde auf ihn zurückschlägt. Und diese Erkrankung, die da ja dann im Jahr 1924 war, eine Frage, inwieweit die mit ihm zu tun hatte. Das ist ja eigentlich alles von diesem &amp;quot;verwundeten Gralskönig&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, also ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen, so diesen Gedankenfaden, den du da jetzt gesponnen hast. Und ich würde da aber an einer Stelle noch mal bei diesem Faden noch mal eine Abzweigung gerne machen wollen. Und dann können wir vielleicht da noch mal darauf zurückkommen, auf diesen verwundeten Gralskönig und heute, weil es mich einfach doch sehr umtreibt. Diese Thematik, du behauptest ja, dass vieles von dem, was Rudolf Steiner vorhatte – der Brand vom Goetheanum, davor könnte man auch viele sagen: Wie gescheitert war schon dann die Vergiftung und einiges andere, was er liegen lassen musste, der verwundete Tod, diese letzte Ansprache, die er nach 20 Minuten abbrechen musste und vieles, vieles andere. Da, wenn ich dich richtig verstanden habe, sagst du, war schon der Grund mit, dass da schon die Kräfte des Antigrals mit hereingewirkt hatten, die dann im Jahr 1933... und angeblich war es ja auch der Lebensplan von Rudolf Steiner, dass er bis hätte 1933 leben sollen. Er ist im Jahr 1925 ja schon verstorben und dadurch, dass er früh verstorben ist, sind mit großer Macht diese Antigralskräfte 1933 aus dem Abgrund aufgestiegen. Das würde ich gerne nochmal vertiefen wollen und verbunden vielleicht auch mit der Frage: Kaspar Hauser 1833 vereitelt worden, Rudolf Steiner 1933, Lebensaufgabe bis 1933 vereitelt worden und jetzt gehen wir nochmal 100 Jahre in die Zukunft und kommen auf das Jahr 2033. Siehst du da eine logisch-spirituelle Kette in dieser gesamten Gralsgeschichte? Wie siehst du das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, also da kann ich eigentlich nur daran anknüpfen, was ich vorhin schon versucht habe, kurz darzustellen, dass ich glaube, dass der Gral in jeder Zeit uns natürlich andere Aufgaben stellt. Steiner spricht ja davon, dass schon 1840 – da weiß ich jetzt nicht ganz genau – der Sturz der Geister der Finsternis, die Michael aus der geistigen Welt auf die Erde gestürzt hat, eine Auseinandersetzung, die dann spätestens ab Beginn des Michael-Zeitalters eigentlich in jeder einzelnen Menschenseele ausgefochten und sich damit auseinandergesetzt werden muss. Dann die ganze Frage natürlich mit Kaspar Hauser als einem verhinderten Gralskönig. Ja, Richard Wagner war derjenige, der eigentlich diese Kaspar-Hauser-Geschichte in seinem &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; Mitte des 19. Jahrhunderts um diesen verhinderten Herzog von Brabant auf die Bühne gebracht hat und natürlich gezeigt hat, auf welcher Weise natürlich immer auch aus gewissen Kreisen versucht wird, aktiv gegen diese Dinge voranzuschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich glaube immer, dass wir da in einen Bereich kommen, dass das natürlich immer auch an uns anderen liegt oder an den Menschen, die mit dem Gralsimpuls verbunden sind, in welcher Weise diese Dinge auch in der Welt wirksam werden können. Also Steiner sagt ja 1933, ja: &amp;quot;Ehe denn der ätherische Christus in der rechten Weise erscheinen kann, müssen die Menschen fertig werden mit dem Tier aus dem Abgrund.&amp;quot; Das sagt er. Man muss beides zusammen sehen. Ja, und offenbar scheint es nicht so zu sein, dass so ein Erlebnis einfach kommt, sondern in dem Augenblick, wo eine solche Erfahrung an die Menschheit herankommt, wird das andere vielleicht notwendigerweise auch wie hereingerufen und man muss sich damit auseinandersetzen. Und das hat ja schon Richard Wagner in seinem &#039;&#039;Parsifal&#039;&#039; aufgezeigt, Ende des ersten Aktes. Dann dreht sich das Bühnenbild und auf der anderen Seite des Gralsberges ist die Klingsorburg. Das ist eben immer dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube aber auch, dass in jeder Zeit diese Kräfte auch anders an den Menschen herantreten. Also die alten Gralsritter, die mussten sich mit dem klingsorschen Wonnegarten auseinandersetzen. Nicht alle waren davor gefeit, in diese Falle zu gehen. Man merkt schon, zur Zeit des &#039;&#039;Lohengrin&#039;&#039; wird ganz anders gearbeitet. Ja, die Ortrud arbeitet mit okkulten Intrigen und sie arbeitet mit dem Zweifel, die Elsa anzustiften, zu fragen. Auch gegenwärtig wird mit dem Zweifel gearbeitet: War Kaspar Hauser nicht doch ein Betrüger? Man merkt, der Richard Wagner hat auf einiges dieser Methoden aufmerksam gemacht. Und vermutlich heute im 21. Jahrhundert wird es wieder anders sein, in welcher Weise wir auf diesem Gebiet herausgefordert werden. Ich denke mir manchmal, wenn wir nach dem Weihnachtsgral vor 100 Jahren ein Weihnachtslicht im Gral haben, ist es vielleicht die Aufgabe im 21. Jahrhundert, das Gralsmysterium mit dem Michaelsfest oder mit dem Michael... einen michaelischen Gral zu schaffen, einen Gralsweg im Lichte des Michael-Festes zu gehen und damit möglicherweise auch den Gral wieder mit einer Kraft neu zu begaben, der auch wieder in einer anderen Weise auf diese Antigralskräfte wirken, sie zurückweisen, heilen oder zumindest einen gedeihlichen Fortschritt bedeuten kann. Ein michaelischer Gralskönig, ein michaelischer Parzival, ich glaube, das ist vielleicht eine Aufgabe für das 21. Jahrhundert. So schreitet diese Weltgeschichte im Lichte des Heiligen Gral sozusagen nacheinander durch die christlichen Jahresfeste hindurch. Das ist ein bisschen meine Vorstellung, aber nach dem Karfreitags-, dem Pfingst- und dem Weihnachtsgral suche ich heute eigentlich nach dieser Qualität des michaelischen Grales.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Michael-Prophetie und das Wiederfinden der karmischen Strömungen 00:27:24&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank auch noch mal dafür, für diese Klarstellung. Ich höre zwischen den Zeilen auch immer wieder so ein bisschen raus, dass du diesen Weihnachtstagungsgral ansprichst, wo aus der Michaelschule auch zu diesem Impuls, Anthroposophie, &#039;&#039;Anthroposophia&#039;&#039; ist ganz stark verbunden mit jetzt diesen Michaelskräften. Und dazwischen höre ich auch raus, dass du den Gral im Zusammenhang siehst auch mit dieser sogenannten Michael-Prophetie. Weil immer wieder kommt es bei dir durch, so wie den Zusammenhang zwischen der damaligen Zeit, Rudolf Steiner, Gralskönig, Fragezeichen und jetzt sagt Rudolf Steiner, dadurch, dass so vieles gescheitert ist, haben wir die Aufgabe in diesen herausfordernden Zeiten heute, also die Schüler von ihm damals, dass die heute wieder zusammenwirken würden und mit ihm zusammen. Ist das so, dass ich das richtig zwischen den Zeilen bei dir heraushöre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja, durchaus. Also da gibt es eine ganz wunderbare Überlieferung über den schon genannten Walter Johannes Stein, einem der ersten Waldorflehrer. Der hat ja ein sehr profundes Buch geschrieben, das habe ich hier gerade neben mir liegen, ein etwas zerlesenes Exemplar: &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039;. Und Rudolf Steiner hat ihn 1923, 14 Tage nach dem Brand des Goetheanums, hatte der Stein die Aufgabe, die erste Parzival-Epoche in der Stuttgarter Waldorfschule zu geben. Da spricht er gerade über das zerbrochene Gralschwert, von dem es bei Wolfram heißt, das Gralschwert zerbricht nach dem ersten Schlag und da muss man es zur Quelle bringen. Rudolf Steiner verweist dann im Unterricht darauf hin, dass er sagt: &amp;quot;Gralschwerter zerbrechen und dann muss der Weg zur Quelle gefunden werden, denn Gralsritter sind immer Diener des Wortes.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Stein hat sich das dann zur Aufgabe gemacht, den Weg zur Quelle zu finden, hat dort mit diesem Buch &#039;&#039;Weltgeschichte im Lichte des heiligen Gral&#039;&#039; versucht, so eine Art Quellenbuch zu schreiben. Hat aber gesagt – und das finde ich auf deine Frage bezogen ganz berührend –, dass er dieses Buch jetzt gar nicht als fertiges Opus Magnum sieht, sondern er sieht dieses Buch im Grunde genommen als ein Epochenheft. Als sein Epochenheft als Waldorflehrer, und sagt: &amp;quot;Dieses Epochenheft werde ich am Ende des Jahrhunderts brauchen, wenn ich mit meinen Schülern wiederkomme, um es gemeinsam weiterzuschreiben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist ja ein sehr konkreter Hinweis auf das, was du fragst, eines markanten Gralswissenschaftlers, eines Gralssuchers. Es ist bekannt, dass er selber sich mit dem Trevrizent-Schicksal stark verbunden hat, auch mit dieser Frage, Trevrizent, der damals Parzival ja sinngemäß sagte: &amp;quot;Wenn du einmal nicht gefragt hast, wenn dein Schwert einmal zerbrochen ist, eine zweite Chance bekommst du nicht.&amp;quot; Und dann am Schluss ist Parzival der Lehrer seines Lehrers und sagt: &amp;quot;Ich habe doch den Weg zur Quelle gefunden.&amp;quot; Und der hat jetzt den Impuls, ja selber sozusagen einen Anker vielleicht in die Zukunft zu schlagen mit der Fragestellung: Was kann ich &#039;&#039;jetzt&#039;&#039;, jetzt von vor 100 Jahren gesprochen, erarbeiten, dass ich sozusagen einen Lichtpunkt in das 20. Jahrhundert setze, dass ich das, wenn ich im 20., 21. Jahrhundert wiederkomme, nicht alleine, mit meinen Schülern weiter daran arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin mir nicht bewusst, ob Stein die Aussage Rudolf Steiners kannte, der ja gesagt hat, dass die Parzival-Individualität Mani im 21. Jahrhundert wiederkommen soll. Und da sagt er das, was ich vorhin schon angedeutet habe, seine Aufgabe wird es sein, aus der Kraft der Gralsmysterien zu handeln. Und er sagt in dem Sinne auch, wenn ich das richtig erinnere, er wird erneuernd wirken auf den Gebieten der Kunst, der Religion und er wird die Menschen anleiten, selber über Gut und Böse entscheiden zu können. Und er knüpft aber das Kommen dieses Mani-Parzivals an eine Bedingung. Er sagt: Nur wenn die Waldorfschule... diese Individualität braucht sozusagen die Waldorfschule, um gesund und gedeihlich seine Entwicklung durchlaufen zu können und er braucht einen Leib, in dem er überhaupt wiederkommen kann. Ich will jetzt die Bedingungen jetzt nicht nur den Waldorfschulen und der Medizin auferlegen. Vermutlich ist damit die ganze Anthroposophie gemeint in ihrem Gralsaspekt, da etwas weiter zu erarbeiten, dass es durch so eine Individualität auch weitergehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang sehe ich ein bisschen die Michaels-Prophetie, die ja ganz zu Recht immer auch mit einer Verbindung der verschiedenen Strömungen gesehen wird. Man betont dann die Platoniker, die Aristoteliker, die Rosenkreuzer, also den Johannesstrom. Aber ich glaube, dass da eben im Sinne des michaelischen Grales eben auch stark damit zusammenhängt, diese Aussage Rudolf Steiners auf eine Erneuerung der Gralsmysterien im 21. Jahrhundert. Und der Stein ist da so etwas wie ein Zeuge oder wie ein Prophet, kann man gewissermaßen sagen, der damals gesagt hat: &amp;quot;Ich setze einen Impuls und will wiederkommen und mit meinen Schülern daran arbeiten.&amp;quot; Aber vielleicht... ja, das ist eine Frage, Michael, das, was du vorhin auch gefragt hast, inwieweit wird so etwas auch verhindert? Ahriman versucht laut Steiner das Karma der Menschen anzugreifen. Was ist im 20. Jahrhundert alles passiert an den Kriegen, an dem Holocaust, an den gewaltigen Menschheitskatastrophen, wo in einer Weise ja auch die karmischen Fäden mitunter durcheinandergekommen sind, dass sich manchmal auch das Gefühl hat, es gibt so viele Einzelkämpfe auf diesem Gebiet. Und das ist eine große Aufgabe, wie die Menschen, die sich da vielleicht vor 100 Jahren Dinge vorgenommen haben, doch heute so weit zusammenfinden, dass sie die Aufgaben, die sie sich vorgenommen haben, doch sinnvoll auch ergreifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Erkennen der Seelen in der Gegenwart 00:34:08&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, danke, das hat mich doch sehr bewegt auch. Auch dieses Beispiel, was du jetzt gebracht hast mit Walter Johannes Stein und seinen Schülern. Ich hatte das noch gar nicht gekannt auch. Unglaublich bewegend auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Steht in dem Buch von Frans Lutters, den du ja gut kennst, bei Daniel van Bemmelen. Einiges Schönes über Stein auch gesammelt, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, aber was mich da sehr anspricht, ist einfach auch dieses damalige Wissen schon: Wir kommen wieder, so in 100 Jahren, auch als Gemeinschaft, die karmisch verbunden ist. Vielleicht auch ein bisschen eine persönliche Frage: Was denkst du, sind denn heute viele von damals wieder da, auch spezifisch vielleicht von denen, die in diesem Gralsmysterium zu Hause sind? Und ich bringe gleich nochmal eine Zusatzfrage rein, wenn es erlaubt ist. Wie können die sich denn wiedererkennen eigentlich? Was hast du da für Erfahrungen gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Also ich bin immer ganz berührt, das kenne ich aus meinem Schicksal, aber auch in der Wahrnehmung von Schicksalen anderer, dass sich solche Prophezeiungen, die vor 100 Jahren gemacht sind, ja manchmal erst mal in ganz persönlichen Beziehungen auch erst mal erfüllen können. Ich kenne Ehepaare oder auch enge Freundschaften erst mal zwischen zwei Menschen, wo relativ deutlich ist, dass sich da eine platonische und eine aristotelische Seele verbunden haben. Ob das immer das Leichteste für eine Freundschaft oder eine Ehe ist, ist eine andere Frage. Aber ich glaube, das habe ich oft wahrgenommen, dass sich diese Kulmination ja manchmal im ganz konkret Persönlichen zwischen Menschen auch vollziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaube, immer ganz wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass es da wirklich um Arbeitsaufgaben auch geht. Und vermutlich – das ist jetzt ein bisschen ins Blaue gesprochen – aber ich glaube, ein Mensch, der so eine Michaels-Prophetie heute verwirklicht, ich glaube, der würde sich vielleicht auch erst mal für die Strömung der anderen möglicherweise mehr interessieren als für seine eigene. Also da ist Rudolf Steiner uns ja ein leuchtendes Vorbild, der vor 100 Jahren in Dornach kein Aristotelicum begründet hat oder ein Schianatolandum oder ein Cratylum oder ein Thomas-von-Aquinum, sondern ein Goetheanum. Einen an die platonische Strömung anknüpfenden geistigen Wirkensort. Goethes Weltanschauung. Als Aristoteliker bringt er den Platonismus gewissermaßen zur Reife. Und ich glaube sozusagen, dass Menschen, die in der Michaels-Prophetie sich heute vielleicht erkennen, Menschen sind, die gar nicht so sehr jetzt mit der eigenen Strömung vielleicht manchmal verbunden sind, sondern diese lebendige Frage haben: Was ist die der anderen, inwieweit kann man da Dinge zur Reife bringen und vielleicht ergänzen und in eine Fruchtbarkeit? Das war die erste Frage. Du hast noch eine zweite gestellt, was war die nochmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Wenn du magst noch, einfach gerne, was hast du für einen Eindruck oder für eine Erfahrung, wie sich dann diese Wiedergekommenen und vielleicht gerade die aus der Gralsströmung – das ist ja heute an dem Tag von Rudolf Steiner, vielleicht auch diejenigen, die mit Rudolf Steiner zu tun haben –, wie können die sich heute denn quasi wiedererkennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ich glaube, dass das oft auch Gnade ist einfach, dass man Schicksalsbegegnungen im Sinne von Freundschaften einem entgegenkommen und die gemeinsame Begeisterung, die gemeinsamen Fragen für die Sache, so würde ich es einfach benennen. Du arbeitest da in Hohenfels ja ganz intensiv daran, da auch ein wirkliches Forum, einen Raum für Menschen zu schaffen, die sich da begegnen können. Eigentlich könnte ich dir die Frage auch stellen, welche Erfahrung du da gemacht hast, da bist du mir möglicherweise doch auch voraus. Ich glaube tatsächlich, dass in dem gemeinsamen Sich-Erkennen, indem man dieselben Impulse des anderen vielleicht versucht weiterzubringen, zu befruchten, dass sich da Menschen ganz gut dann auch erkennen können, an der Möglichkeit, Fragen zu stellen und vielleicht auch an der Möglichkeit, an Menschen... 100 Jahre hat die Anthroposophie auch stark mit Feindbildern gelebt, Menschen auszugrenzen, die aus anderen Strömungen kamen oder Ähnliches. Und sich da auch klarzumachen, dass man diesen eigenen Schulungs- oder Arbeitsweg ja auch in der eigenen Verwandlung geht, um dann auch ein hilfreicher Arbeiter zusammen mit anderen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz herzlichen Dank. Ich bin auch sehr, sehr froh. Ich hatte eine unglaublich starke Resonanz zu dem, was du da auch sagst. Auch, dass sich die Menschen heute aus der Michael-Prophetie vor allem für die anderen Strömungen interessieren und versuchen, so gut es geht, einfach zu integrieren, diese Strömungen, weil sie einfach erleben: &amp;quot;Ich habe das erlebt, in einer Strömung zu sein, mich interessieren jetzt auch vor allem die anderen Strömungen und wie können wir jetzt quasi an dieser Gralstafelrunde, wie können wir da zusammenkommen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ganz genau. Denk an die beiden Johannese. Der Abelid des Johannes des Täufers wird dann bei Novalis zum Bergmann und der Rosenkreuzer, der Kainid, wird zum Inspirator. Die bringen gegenseitig ihre Strömungen zur Reife und vielleicht ist das eine Aufgabe für die Gegenwart, uns gegenseitig zu helfen, unsere Strömungen zur Reife zu bringen und in dem konkreten Interesse einfach für den anderen Menschen. Ich glaube, das ist eine konkrete Möglichkeit an dieser Michael-Prophetie, auch für den Gral in unserer heutigen Gegenwart im 21. Jahrhundert zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausblick auf die Karwoche und Abschluss 00:40:42&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Und wir gehen ja jetzt gemeinsam alle in die Karwoche hinein und das ist ja auch quasi wie so eine Art Gralswoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Das ist die ganz besonderste Geschichte ja vom Parzival, die wir kennen, die ja auch beginnt mit dem Gründonnerstag, dann der Parzival, Karfreitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Der Karfreitagszauber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Genau, Karfreitagszauber, diese quasi Einweihung mit Trevrizent, diese Erkenntnis, diese große Erkenntnis. Also das steht uns auch bevor. Dann hast du gesprochen eben von... du als Priester in besonderer Weise ja verbunden bist mit diesem Sakrament, mit diesem Kelch, diesem Gralskelch natürlich. Deswegen nochmal ganz, ganz lieben Dank dir, Michael. Ich fand es unglaublich bewegend, was wir gesprochen haben und irgendwie schon auch – das war ja auch unser Bemühen –, so ein Stück weit der Versuch, Rudolf Steiner in einer würdigen Weise gedenken zu wollen. Gerade jetzt nach 101 Jahren, wo die Gefahr, dass er in Vergessenheit gerät, viel, viel größer ist. Deswegen nochmal ganz lieben Dank, Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke dir auch, Michael. Es hat mich gefreut, mit dir ins Gespräch zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Ja, schön. Und vielleicht nochmal für alle, die jetzt zugeschaut haben, zugehört haben: Dürfen wir euch ganz herzlich einladen. Wir werden zusammen versuchen, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag, dass wir da gemeinsam im Gedenken an Rudolf Steiner einen Vortragszyklus von ihm lesen, den er eigenartigerweise zu Ostern 1913 gehalten hat, aber auch mit dem Thema die Gralsmysterien. Insofern laden wir euch ganz herzlich ein. Das Gespräch mit Michael Reinheimer war jetzt der erste Auftakt schon zu unserem Leseprojekt Gründonnerstag bis Ostersonntag. Jeden Tag, wenn es irgendwie geht, um 18 Uhr. Ihr findet weitere Informationen unter diesem Video. Ihr könnt euch sehr, sehr gerne da noch einbinden in dieses kleine Leseprojekt. Wir haben den Eindruck, dass wir, wenn wir möglichst viele wären, die ihm gedenken und seine Gedanken über den Gral nachdenken, dass wir uns in einer besonderen Weise mit seiner großen Seele verbinden dürfen und natürlich auch so etwas wie ein Lichtnetzwerk über die Erde ein Stück weit bilden dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Birnthaler:&#039;&#039;&#039; Vielen Dank dir, Michael, und alles Gute. Gute Karwoche. Bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Michael Reinheimer:&#039;&#039;&#039; Danke, bis zum nächsten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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		<title>Gralsimpuls und Gegenwart - Rudolf Steiner und die Aufgaben unserer Zeit. Ein Interview von Michael Birnthaler mit Michael Rheinheimer, 2026</title>
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&lt;br /&gt;
* [[Garten Eden]]&lt;br /&gt;
* [[Gebet]]&lt;br /&gt;
* [[Geburt]]&lt;br /&gt;
* [[Gedächtnis]]&lt;br /&gt;
* [[Gedanken]]&lt;br /&gt;
* [[Gedankenkontrolle]]&lt;br /&gt;
* [[Gefühl]]&lt;br /&gt;
* [[Gegenwart]]&lt;br /&gt;
* [[Gehirn]]&lt;br /&gt;
* [[Geist]]&lt;br /&gt;
** Geistige Außenwelt&lt;br /&gt;
** Geistige Beschäftigung&lt;br /&gt;
** Geistige Schau&lt;br /&gt;
* [[Geistesschulung]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Bewegung]] [siehe auch [[Dynamis]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Dunkelheit]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Form]] [siehe auch [[Exusiai]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Persönlichkeit]] [siehe auch [[Archai]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister der Weisheit]] [siehe auch [[Kyriotetes]]]&lt;br /&gt;
* [[Geister des Willens]] [siehe auch [[Throne]]]&lt;br /&gt;
* [[Geistesforscher]]&lt;br /&gt;
* [[Geistesleben]]&lt;br /&gt;
* [[Geistesmensch]]&lt;br /&gt;
* [[Geisteswissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Geistige Welt]]&lt;br /&gt;
* [[Geistiger Weg]]&lt;br /&gt;
* [[Geistiges Hören]]&lt;br /&gt;
* [[Geistige Wesen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Geistselbst]]&lt;br /&gt;
** [[Manas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gelassenheit]]&lt;br /&gt;
* [[Geld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gemeinde von Ephesos]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinde von Laodicea]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinde von Pergamon]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinde von Philadelphia]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinde von Sardes]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinde von Smyrna]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinde von Thyatira]]&lt;br /&gt;
* [[Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Geminiden]]&lt;br /&gt;
* [[Gene]]&lt;br /&gt;
* [[Genesis]]&lt;br /&gt;
* [[Geometrie]]&lt;br /&gt;
* [[Geruch]]&lt;br /&gt;
* [[Gesang]]&lt;br /&gt;
* [[Geschlecht]]&lt;br /&gt;
* [[Geschwisterehe]]&lt;br /&gt;
* [[Gespenster]]&lt;br /&gt;
* [[Gesundheit]]&lt;br /&gt;
* [[Gewalt]]&lt;br /&gt;
* [[Gewässer]]&lt;br /&gt;
* [[Gift]]&lt;br /&gt;
* [[Glanzfarben]]&lt;br /&gt;
* [[Gläsernes Meer]]&lt;br /&gt;
* [[Glaube]]&lt;br /&gt;
* [[Glück]]&lt;br /&gt;
* [[Gnome]]&lt;br /&gt;
* [[Gnosis]]&lt;br /&gt;
* [[Goethe]]&lt;br /&gt;
* [[Goetheanum]]&lt;br /&gt;
* [[Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]&lt;br /&gt;
* [[Gold]], Weihrauch, Myrrhe&lt;br /&gt;
* [[Goetheanum]]&lt;br /&gt;
* [[Golgatha]]&lt;br /&gt;
* [[Gondishapur]]&lt;br /&gt;
* [[Gott]]&lt;br /&gt;
* [[Gottessohn]]&lt;br /&gt;
* [[Griechen]]&lt;br /&gt;
* [[Griechisch-Lateinische Zeit]]&lt;br /&gt;
* [[Große Konjunktion]]&lt;br /&gt;
* [[Großer Hüter der Schwelle]]&lt;br /&gt;
* [[Gruppenseele]]&lt;br /&gt;
* [[Gut]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Gesamtglossar F|F ◁]]&amp;lt;nowiki&amp;gt; | &amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Gesamtglossar H|▷ H]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}} __TOC__ {{Anthrowiki.at|Gundishapur}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Stadt Gundishapur (auch Gondishapur oder Gundeshapur, mittelpersisch why-&amp;#039;andywk-shpwhry „das bessere Antiochia Schapurs“; syrisch Beth-Lapat) […] die zweitgrößte Stadt des Sassanidenreiches und Sitz der Akademie von Gundishapur, einem kulturell-wissenschaftlichen Zentrum des vor-islamischen Persiens.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;  == Glossar ==  {{Artikel unten}}“&lt;/p&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Gundishapur}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die Stadt Gundishapur (auch Gondishapur oder Gundeshapur, mittelpersisch why-&#039;andywk-shpwhry „das bessere Antiochia Schapurs“; syrisch Beth-Lapat) […] die zweitgrößte Stadt des Sassanidenreiches und Sitz der Akademie von Gundishapur, einem kulturell-wissenschaftlichen Zentrum des vor-islamischen Persiens.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BS|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sakramente]]&lt;br /&gt;
* [[Salomo]]&lt;br /&gt;
* [[Salomonischer Jesus]]&lt;br /&gt;
* [[Salomonischer Tempel]]&lt;br /&gt;
* [[Samariterkurs]]&lt;br /&gt;
* [[Satanische Kräfte]]&lt;br /&gt;
* [[Saturn]]&lt;br /&gt;
* [[Schamanismus]]&lt;br /&gt;
* [[Scheidung der Geister]]&lt;br /&gt;
* [[Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph Ritter von]]&lt;br /&gt;
* [[Schicksal]]&lt;br /&gt;
* [[Schiller]]&lt;br /&gt;
* [[Schizophrenie]]&lt;br /&gt;
* [[Schlaf]]&lt;br /&gt;
* [[Schlafwandeln]]&lt;br /&gt;
* [[Schlange]]&lt;br /&gt;
* [[Schlüssel Davids]]&lt;br /&gt;
* [[Schmerz]]&lt;br /&gt;
* [[Scholastiker]]&lt;br /&gt;
* [[Schöpfergeister]]&lt;br /&gt;
* [[Schöpfergötter]]&lt;br /&gt;
* [[Schöpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Schöpfungsgeschichte]]&lt;br /&gt;
* [[Schöpfungsplan]]&lt;br /&gt;
* [[Schröer, Karl Julius]]&lt;br /&gt;
* [[Schulungsweg]]&lt;br /&gt;
* [[Schutzengel]]&lt;br /&gt;
* [[Schwarze Magie]]&lt;br /&gt;
* [[Siegel]]&lt;br /&gt;
* [[Seele]]&lt;br /&gt;
* [[Seelenkalender]]&lt;br /&gt;
* [[Seelenkräfte]]&lt;br /&gt;
* [[Seelenprüfung]]&lt;br /&gt;
* [[Seelenübungen]]&lt;br /&gt;
* [[Seelenwelt]]&lt;br /&gt;
* [[Sein]]&lt;br /&gt;
* [[Selbstmord]]&lt;br /&gt;
* [[Semele]]&lt;br /&gt;
* [[Semiten]]&lt;br /&gt;
* [[Seraphim]]&lt;br /&gt;
* [[Seth]]&lt;br /&gt;
* [[Sexualität]]&lt;br /&gt;
* [[Sieben Sendschreiben]]&lt;br /&gt;
* [[Siebenzahl]]&lt;br /&gt;
* [[Siegel]]&lt;br /&gt;
* [[Sigmund Freud]]&lt;br /&gt;
* [[Silberschnur]]&lt;br /&gt;
* [[Sinne]]&lt;br /&gt;
* [[Sinnesorgane]]&lt;br /&gt;
* [[Sinnlich-sittliche Wirkung der Farbe]]&lt;br /&gt;
* [[Slawische Kulturepoche]]&lt;br /&gt;
* [[Sokrates]]&lt;br /&gt;
* [[Sonne]]&lt;br /&gt;
* [[Sonnensystem]]&lt;br /&gt;
* [[Sonnenwende]]&lt;br /&gt;
* [[Sophia]]&lt;br /&gt;
* [[Sophokles]]&lt;br /&gt;
* [[Sorat]]&lt;br /&gt;
* [[Spektralanalyse]]&lt;br /&gt;
* [[Sphärenharmonie]]&lt;br /&gt;
* [[Sphinx]]&lt;br /&gt;
* [[Spiegel]]&lt;br /&gt;
* [[Sprache]]&lt;br /&gt;
** Sprachsinn&lt;br /&gt;
* [[Sprachgestaltung]]&lt;br /&gt;
* [[Stammes-Ich]]&lt;br /&gt;
* [[Steigbildmethode]]&lt;br /&gt;
* [[Stein, Walter Johannes]]&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Steiner|Steiner, Rudolf]]&lt;br /&gt;
* [[Steinzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Stern des Menschen]]&lt;br /&gt;
* [[Stern von Bethlehem]]&lt;br /&gt;
* [[Sterne]]&lt;br /&gt;
* [[Stierkult]]&lt;br /&gt;
* [[Stimme des Gewissens]]&lt;br /&gt;
* [[Stofflicher Leib]]&lt;br /&gt;
* [[Strader-Apparat]]&lt;br /&gt;
* [[Sünde]]&lt;br /&gt;
* [[Sündenfall]] &lt;br /&gt;
* [[Sympathie und Antipathie]] &amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Gesamtglossar R|R ◁]]&amp;lt;nowiki&amp;gt; | &amp;lt;/nowiki&amp;gt;[[Gesamtglossar T|▷ T]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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		<id>https://anthro.world/index.php?title=Stein,_Walter_Johannes&amp;diff=31369</id>
		<title>Stein, Walter Johannes</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;ElkeJura: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}} __TOC__ {{Anthrowiki.at|Walter Johannes Stein}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Walter Johannes Stein (* 6. Februar 1891 in Wien, † 7. Juli 1957 in London) war einer der Gründungslehrer der ersten Waldorfschule in Stuttgart. Daneben engagierte er sich als Redner für Anthroposophie und soziale Dreigliederung. 1933 folgte er einer Berufung nach England, wo er als Wirtschaftskorrespondent, Redakteur und schließlich auch als Heilpraktiker tätig war.&amp;quot;&amp;lt;/b…“&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Walter Johannes Stein}} &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Walter Johannes Stein (* 6. Februar 1891 in Wien, † 7. Juli 1957 in London) war einer der Gründungslehrer der ersten Waldorfschule in Stuttgart. Daneben engagierte er sich als Redner für Anthroposophie und soziale Dreigliederung. 1933 folgte er einer Berufung nach England, wo er als Wirtschaftskorrespondent, Redakteur und schließlich auch als Heilpraktiker tätig war.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>ElkeJura</name></author>
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