Apokalypse des Johannes - 111. Vortrag von Wolfgang Peter

Aus anthro.world

Themenschwerpunkt

Unsere große Aufgabe beginnt jetzt und hier: Unsere Ich-Kräfte mehr und mehr zu stärken und mit der Kraft des Heiligen Geistes in völliger Freiheit unser ganz eigenes Geistselbst zu schaffen. So können wir gemeinsam mit allen geistig Strebenden die Astralsphäre der Erde reinigen und ein Leben der Menschheit in Harmonie ermöglichen.

Der Weg führt uns dabei über das Auflösen des durch die Widersacher verdorbenen Seelischen ins Nichts zur Schöpfung eines neuen reinen Seelischen. Die Widersacher versuchen dabei, uns bis hinauf in die Höhen des irdischen Paradieses auf ihren Weg der Unfreiheit zu ziehen.

Schlüsselwörter

7. Wochenspruch: Das Ahnen kann uns mit dem verbinden, was in der Natur draußen waltet und was wir dann auf höhere Art zurückgewinnen - der Jahreslauf spiegelt den Wechselschlag des Daseins und lässt uns die unerschöpfliche Kraft unseres Ich spüren - unser Ich ist der Phönix: das Grundlagenbuch der Geistesforschung, die Apokalypse, lehrt uns das Bewusstsein dafür - die Kräfte des Heiligen Geistes: den Ich-Funken rege machen - die soratischen Wesenheiten sind unverzichtbar für die Erdentwicklung - die soratischen Wesenheiten haben ein Ich und auch eine Art Geistselbst - die soratischen Wesenheiten sind an der Trennung von Sonne und Erde beteiligt - die Mondenkräfte drohten die Erde so zähflüssig und starr zu machen, dass kein Ich-Impuls hätte einschlagen können - über die sinnlich nicht fassbare ätherische Wärme zur sinnlich fassbaren Wärme: die Entwicklung des "Adam" - die Erde ist ein sehr lebendiger Organismus: das wissenschaftlich anerkannte "Schwimmen" der Kontinente - die Lebensätherkräfte und der Baum des Lebens - alle Elementarwesen haben einen physischen Leib - die Naturgesetze und die hinter ihnen stehenden Wesenheiten - Mathematik und das Klangäther-Prinzip - die Kristallbildung auf der Erde mit der damit verbundenen Öffnung für das Geistige wäre ohne die soratischen Kräfte nicht möglich gewesen - das Pfingstfest mit der Ausschüttung des Heiligen Geistes ermöglicht uns die Entwicklung des Geistselbstes mit dem Ich als gestaltendem Prinzip: Seelisches zu etwas ganz Neuem zu machen - Ahriman als Urheber unserer Angst und Schürer unser Zukunftsängste - unsere Aufgabe: die materiell-physische Erde umzuwandeln - der Auferstehungsleib und unsere Aufgabe, die Nachfolge Christi anzutreten - unsere Aufgabe: Hinuntersteigen bis zum Erdmittelpunkt - sich gegen Angstkräfte wehren - die Widersacher und ihr Appell an unsere Moral - Faust und Mephisto: der Schluss von Faust II - Faust und Mephisto: der Beginn des Paktes - die strengen Regeln der soratischen Welt und die Verlockungen eines Packtes - die Gefahr für die geistig Strebenden als Individuum und im institutionalisierten Christentum - die Gegenkräfte reichen bis in sehr hohe Sphären hinauf! - die Widersacher verschleiern uns den nachtodlichen Weg durch das Kamaloka bzw. die Hölle - Dantes Göttliche Komödie: die auf dem rechten Weg sind, leiden unter der Hölle - über die Vollmacht des Ich: in der Apokalypse 2, 28 und dem Johannes Evangelium 17, 2 - was können wir heute tun, um unser Geistselbst zu entwickeln? - das entwickelte Geistselbst bedeutet leben in Harmonie mit der ganzen Menschheit - wir sind auf dem Weg: die Erde wird im Seelischen unsere Schöpfung - zur Umgestaltung der Erde im Ätherischen und Physischen brauchen wir die Hilfe des Christus - der Christus kann mit der Vollmacht des Vaters die Welt gemeinsam mit den Menschen bis ins äußerste Physische umgestalten und die Erde von den "Schlacken" befreien - wir können die Schöpfer einer ganz neuen Welt werden - wir üben im Plastizieren: die Schaffung aus dem Nichts in der Bearbeitung des Tons - im Meißeln eines jeden Gesteins liegen Vorgaben - der aus dem Ton formt, schafft aus dem Nichts - die Schaffung der Statue des Löwen-Menschen in der Steinzeit aus alter Hellsichtigkeit - in der Kunst üben wir unsere spätere Vollmacht über das Fleisch - die Gefahr: durch die Widersacher kann das Fleisch auch uns formen - die neue Rolle des Kehlkopfes in der Zukunft - die riesige Tragödie der Gegenwart - die Hure Babylon und die sieben Zornesschalen als Ausdruck der göttlichen Liebe - die Verschmutzung der Astralsphäre der Erde muss in wertvollstes Seelisches erneuert werden - "Es irrt der Mensch, solang er strebt" - Josef Weinheber, sein tragisches Leben und sein Gedicht "LICHT - NICHT - GEDICHT" - kein Mensch ist nur gut oder böse - wir besiegen die Widersacher, wenn wir lernen, auf dem Schwert zu balancieren - Apokalypse, Anfang Kapitel 17 - die Spitze des Läuterungsberges bei Dante liegt in der höchsten Erdensphäre - Fehler bewusst zu unserem Eigenen machen, weist einen Weg in die Auflösung ins Nichts - die Kamalokasphäre gehört zur astralischen Sphäre der Erde - noch im irdischen Paradies können uns die Widersacher erjagen - die große Gefährdung geistig strebender Menschen - große Eingeweihte: Zarathustra und Meister Jesus und ihre steten Verkörperungen auf Erden - der östliche und der westliche Weg der Meister: Wirken rein aus dem Geistigen gegenüber Wiederverköperung - Betrachtungen zum Transhumanismus - die Bedeutung der eigenen geistigen Entwicklung zur Erlangung der erforderlichen Kräfte für die Begegnung mit den Widersachern

Zum Film

Yt 111. Folge Apokalypse Vortrag von Wolfgang Peter.JPG
- 111. Folge -

Weitere Vorträge von der Apokalypse des Johannes von Wolfgang Peter findest du hier: Vortragsreihe Apokalypse des Johannes von Wolfgang Peter

Transkription des 111. Vortrags (von Ghislaine und Susanne am 7. Juni 2022)

Begrüßung und 7. Wochenspruch 0:00:34

Ich begrüße euch zum Vortrag Apokalypse 1-1-1. Also der 111. Vortrag. Eins. Wir stehen am Anfang, sozusagen. Eigentlich sind wir schon weit hinten, aber jetzt starten wir wieder neu durch, mit 111. Zum Einstieg der Wochenspruch, der hat nichts mit eins zu tun, aber er hat mit sieben zu tun. Es ist der siebente. Sieben ist auch schön.

Mein Selbst, es drohet zu entfliehen,

Vom Weltenlichte mächtig angezogen;

Nun trete du mein Ahnen

In deine Rechte kräftig ein,

Ersetze mir des Denkens Macht,

Das in der Sinne Schein

Sich selbst verlieren will.

Jetzt geht es immer mehr hinaus in die Welt, dem Licht entgegen. Es leuchtet jetzt wirklich schon beim Fenster herein, auch wenn ich dadrinnen die Beleuchtung brauche, sonst geht es für die Kamera nicht, aber es kommt jetzt schon mächtig und zieht die Seele hinaus langsam. Und dann ist immer ein bisschen das Problem, dass des Denkens Macht ein bisschen zurückgeht. Also, wir sind nicht mehr so ganz wach bei uns, aber dafür taucht ein Ahnen auf. Und dieses Ahnen, das kann uns sehr verbinden mit dem, was alles an Geistigem in der Natur draußen waltet. Da muss man eigentlich den kritischen Verstand sowieso ein bisschen zurückschrauben und einfach es wirken lassen. Die Farben, die Düfte, das Licht, wie es strömt, die Geräusche, die sind, der Wind, der durch die Bäume geht, durch die Blätter durch weht. Das alles spricht ja etwas - und da lebt Seelisches, Geistiges drinnen. Dass wir das heute noch nicht konkreter wahrnehmen, liegt an uns, aber nicht an dem, dass es nicht da ist. Es ist da und es spricht eigentlich ganz deutlich zu uns und wir müssen halt lernen, es wahrzunehmen langsam mit der Zeit. Aber zumindest das ist schon viel, wenn man spürt also diese Berührung, die da ist, diese seelische Berührung, die da ist. Da kündigt sich eigentlich schon alles an und das wird mit der Zeit dann konkreter. Also, das liegt in diesem 7. Wochenspruch drinnen:

Mein Selbst, es drohet zu entfliehen,

Vom Weltenlichte mächtig angezogen;

Nun trete du mein Ahnen

In deine Rechte kräftig ein,

Ersetze mir des Denkens Macht,

Das in der Sinne Schein

Sich selbst verlieren will.

Aber wir gewinnen das alles ja in Wahrheit dann wieder auf höhere Art zurück. Auch das Bewusstsein. Ich meine, die Kunst ist halt einfach, wenn man im Geistigen noch ein bisschen konkreter wahrnehmen will, beides zu verbinden: Diese Bewusstheit, die wir haben, wenn wir so ganz in uns sind, diese Wachheit, die wir eigentlich im nüchternsten Alltagsleben oft am allerbesten haben, wenn wir mit was ganz, ganz Äußerlichem beschäftigt sind, aber zumindest ganz klar bei der Sache sind. Sind wir oft am wachesten. Aber das müssen wir halt verbinden mit dem, was jetzt zunächst nur ein Ahnen ist.

Der Wechselschlag unseres Daseins findet auch im Seelenkalender Ausdruck 0:04:01

Und in Wahrheit ist dieser Gang durch den ganzen Jahreslauf, der im Seelenkalender sich ausdrückt - wir gehen ihn im Kleinen ununterbrochen. Nicht wahr, wir haben immer dieses Wechselspiel zwischen ganz bei uns drinnen sein und damit im Grunde aber isoliert, selbst von der äußeren Welt, in gewisser Weise, zu sein, also sie im Grunde auch nur mehr sehr vage wahrzunehmen, einfach weil es uns nicht interessiert. Dann interessieren wir uns halt mehr für das, was da drinnen sich abspielt, also eigentlich letztlich unser Ego, hinter dem aber trotzdem ja auch irgendwo das Ich steht. Und nur ist es halt ein bisschen belagert von den Widersachern, das Ego, und durchsetzt von ihnen. Aber da fühlen wir uns auch recht wohl drinnen, immer wieder mal, und das ist auch gut so, sollen wir.  Nur sollen wir nicht bicken bleiben dabei, sondern eben auch hinausgehen, uns verlieren in gewisser Weise in der Welt draußen. Aber wie wir schon oft gesprochen haben, eigentlich verlieren wir uns in Wahrheit nicht, weil wir gehen dorthin, wo unser wirkliches Ich ist. Weil, das wirkt in all dem, was draußen an Licht, an Wärme die Welt durchflutet. In dem Allen, mit dem kommt uns unser eigenes Ich entgegen. Wir kriegen es halt zunächst nicht mit, aber wir können es lernen, etwas von dem mitzubekommen - und dazu gehört immer dieser Wechselschlag. Das ist ganz wichtig. Und je mehr wir also eben auch mitbekommen, dass da draußen in der ganzen Welt sich zugleich offenbart unser Ich, uns entgegenkommt von dort, umso mehr Kraft dürfen wir aber auch dann in unserem Ich spüren. Weil, die ist unerschöpflich, die ist unerschöpflich.

Unser Ich ist der Phönix, in dem die ganze Christuskraft zur Verfügung steht 0:05:52

Diese Kraft geht ja über die Grenze des Sinnlich-Sichtbaren - und sei es selbst mit den besten Teleskopen, die es gibt oder die noch irgendwann in der Zukunft erfunden werden, es geht noch darüber hinaus über Raum und Zeit hinaus. Dort ist die eigentliche Heimat unseres Ichs, also jenseits von Raum und Zeit, in Wahrheit, und damit Überall und Nirgends, in gewisser Weise, Alles und Nichts zugleich. Man kann ja vom Ich, vom höchsten Geistigen eigentlich, das sich drinnen ausspricht, ja immer sagen: Es hat nicht eigentlich "Sein" im klassischen Sinne, es "ist". Dann könnte man sagen: Na, wie ist es denn? So oder so. Beim Ich trifft es nie zu, sondern es ist immer wieder in jedem Moment neu und erschafft sich neu. Natürlich kann man eine Kontinuität erkennen drinnen, aber im Grunde ist das Ich der Phönix, der immer wieder aus seiner eigenen Asche steigt - und das im Grunde ununterbrochen, also in Zeitlosigkeit, kann man geradezu sagen. Es ist da, es ist schon wieder weg, es ist da, es ist schon wieder weg, es ist da, es ist schon wieder weg. Ununterbrochen. Also das ist so, so schwer zu fassen. Aber wir haben es. Immerhin, wir haben es. Wir müssen es nur noch mitkriegen. Und das ist halt die große Kunst, die wir mit der Geistesforschung anstreben, die aber auch mit dem ganz großen Grundlagenbuch der Geistesforschung, in Wahrheit, angetönt wird, eben die Apokalypse. Die ist ein ganz großes Grundlagenbuch, weil es geht wirklich ganz zentral um die Einweihung, das heißt um das bewusste Erleben des eigenen Ichs.

Ich muss jetzt nur kurz, meine Lieben, mich vorbeugen zu meiner Kamera, weil mein Mikrofon, das bessere Mikrofon, hat gerade den Dienst aufgegeben. Irgendetwas ist mit der Technik immer. Aber jetzt geht's gleich besser. Jetzt funktioniert es. So.

Also, das heißt, in dem Ich ist wirklich eine ungeheure Kraft drinnen. Und die Apokalypse spricht davon, diese Kraft zu entdecken - und zu entdecken, wie dadrin die ganze Christuskraft zur Verfügung steht und mit der Christuskraft alles andere, die ganze Trinität eigentlich in Wahrheit. Denn mit dem Christus verbunden ist das Vater-Prinzip. Mit dem Christus verbunden ist der Heilige Geist.

Die Kräfte des Heiligen Geistes hat uns der Christus geschickt, um durch jeden von uns zu wirken 0:08:35

Was wir den Heiligen Geist nennen, und das ist das erste, was wir uns so richtig zu eigen machen sollen. Nicht wahr, der Christus lebt in uns und er steht uns jederzeit zur Verfügung, aber ihn sich zu eigen zu machen, ist noch ein bisschen schwierig. Nämlich alle die Kräfte ganz eigenständig lenken zu können, ausüben zu können, über die der Christus verfügt. Das ist eine weite Perspektive. Wir werden dort hinkommen, wir werden dort hinkommen, diese Kräfte zu handhaben. Aber jetzt geht es vor allem darum, die Kräfte des Heiligen Geistes in uns rege zu machen, und das heißt, dass das Ich tätig wird, das eigene Seelische - und im weiteren Sinn das ganze Astralische, also den ganzen Astralleib - zu etwas vollständig eigenem zu machen. Das heißt, zu einer eigenen Schöpfung, so wie der Christus geschaffen hat den Makrokosmos, in Wahrheit, denn er ist in Wahrheit der, der hinter der Schöpfung steht. Er ist der Tätige. Die Vater-Gottheit steht im Hintergrund als der tragende Grund des Ganzen. Aber der Tätige, der formt, dass wirklich diese ganze Welt erscheinen konnte, die wir heute auch vor den Sinnen sehen, da ist der Christus der Tätige - mit Hilfe der Geister der Form, wie es in der Bibel beschrieben wird. Dort werden sie halt Elohim genannt. Aber durch sie, durch die Gemeinschaft der sieben Elohim, wirkt der Christus - oder wirkte der Christus, kann man sagen. Denn jetzt wirkt er vornehmlich in jedem einzelnen menschlichen Ich, wenn wir es zulassen. Wenn wir es verweigern, dann nicht. Das ist der große Unterschied auch zwischen dem Menschen-Ich und dem Ich der Elohim, das sie dann zuletzt ja als Kraft, in gewisser Weise, hingeopfert haben, damit der Ich-Funke für die Menschheit gezündet wird. Und aus diesem einen Funken für die ganze Menschheit… Das ist ein Zündfunke, der weitergeht wie ein Lauffeuer, sozusagen. Und aus dem entstehen die ganzen Menschen-Iche - und jedes wird etwas Eigenes. Jedes wird etwas Eigenes. Also, wie ein Lauffeuer verbreitet sich das in der Welt seit dem ersten Moment, seit der erste Funke gezündet wurde. In dem Ur-Adam, in dem zunächst noch kosmischen Adam, wird dieser Funke gezündet, im Grunde, in dem Moment, wo die Elohim am sechsten Schöpfungstag davon sprechen, dass sie den Menschen nach ihrem Bild schaffen wollen. Wo das genau ausgesprochen wird: nach ihrem gemeinsamen Bild. Das heißt, wir haben erstens einmal, zumindest der Möglichkeit nach, die Fähigkeiten, die alle sieben Elohim gemeinsam haben - und in jedem Ich ist das drinnen, was alle sieben gemeinsam haben. Kein einzelner der Elohim hätte den Menschen schaffen können! Sondern sie mussten eine Gemeinschaft bilden, eine Gemeinschaft von sieben führenden Elohim, die das vollbringen konnten - und auch nur dadurch vollbringen konnten, dass der Christus durch sie gewirkt hat. Und da ist es aber tatsächlich ein Wirken des Christus durch diese sieben Elohim, wo sie selbst noch nicht die Freiheit haben, die das Menschen-Ich hat, wenn er sie haben will, sagen wir mal so, wenn es die Freiheit ergreift. Das ist das Neue, was dadurch passiert ist. Dazu mussten viele Vorstufen sein. Dazu musste eben dieses ganz Besondere sein, dass der Christus wirkt durch die Gemeinschaft der Elohim.

Die soratischen Wesenheiten, die für die Erdentwicklung unverzichtbar sind, haben ein Ich und eine Art Geistselbst 0:12:44

Dazu musste aber auf der anderen Seite auch sein, dass eben die ganzen Widersacher in Gang gekommen sind und bestellt wurden zu ihrer Aufgabe - und dass letztlich auch in Kauf genommen wurde, dass die soratischen Mächte da sind, die eigentlich ganz eigene Pläne verfolgen - und doch unverzichtbar sind für die ganze Entwicklung. Also, man kann einerseits sagen: Eigentlich schaut es so wie ein Betriebsunfall aus; die sind da irgendwie so quer hineingeschneit und haben eigentlich mit unserer ganzen kosmischen Entwicklung nichts zu tun, sondern haben eigentlich ganz andere Intentionen. Also, im Grunde haben diese soratischen Wesenheiten, seit sie hinein geschneit sind in unsere Entwicklung… Sie sind schon sehr frühzeitig hineingeschneit, weil, sie sind schon am Alten Saturn dabei. Sie sind schon dort mit dabei. Da sind sie noch recht kleine Wesen. Also, sie kommen als engelartige Wesen herein. Bereits also ein Ich bringen sie mit und so etwas wie ein Geistselbst bis zu einem gewissen Grad auch - und an dem arbeiten sie. Aber das hat völlig andere Intentionen. Also, da macht sich in unserem Schöpfungsgeschehen eine ganz eigenständige Macht bereits breit, in gewisser Weise, wirkt mit - und die Gottheit lässt es zu. Die Gottheit lässt es zu. Wohl wissend, dass das sehr viel Unruhe in das ganze Geschehen hineinbringt, dass aber auch eben gewisse Dinge gar nicht möglich sind ohne diese Kräfte. Gewisse Dinge hätten sich nicht so abgespielt, wie es eben geschehen ist. Also, zum Beispiel waren sie ganz wesentlich schon beteiligt während der Erdentwickelung an der Trennung von Sonne und Erde. Und bitte, so fängt die Genesis, das erste Kapitel der Bibel, an: "Im Anfang schufen die Elohim den Himmel und die Erde." Und was ist damit gemeint? Damit ist eigentlich gemeint diese Trennung von Sonne und Erde. Da fängt es an. Die ganze Vorgeschichte, die dazu notwendig war, findet gar keine Erwähnung dadrinnen - oder wenn, nur sehr, sehr verdeckt im Hintergrund. Aber das heißt, diese Trennung findet statt. Damit beginnt das. Aber sie hätten diese Trennung in der Art, wie sie geschehen ist, nicht vollziehen können, wenn nicht diese soratischen Wesenheiten, also Sorat, Sonnen-Dämon oder Erden-Dämon - beides ist richtig - genannt, wenn diese Kraft nicht mitgewirkt hätte bei dem Ganzen.

Die in der Erde gebundenen Mondenkräfte drohten das Einschlagen des Ich-Impulses in den Menschen unmöglich zu machen 0:15:45

Und das hat insbesondere dann auch der Erde diese Basis gegeben, na ja, immer fester und fester zu werden. Und das ist eine Voraussetzung aber dafür, dieses fest werden, dass ganz hohe Kräfte eigentlich hereinwirken können. Dieses fest werden - also auf dem Alten Mond wäre das in der Form nicht möglich gewesen. Das war ein eher, man müsste sagen, ein flüssiger Planet, zähflüssig von mir aus, wie auch immer. Ich meine, in gewisser Weise sind... Allen Planeten sieht man das ja in Wahrheit an. Also, wenn man jetzt rein astronomisch sie anschaut: Sie sind alle so mehr oder minder kugelförmig. Was ist die Kugel? Die Tropfenform. Ein Wassertropfen, ein idealer Wassertropfen, ist eigentlich kugelförmig. Im Weltall draußen, wenn man Wasser ausschüttet, zerteilt es sich in hunderttausend Tropfen - und die sind alle ganz rund. Auf der Erde werden sie ein bisschen angezogen. Weil dann, wenn es aus dem Wasserhahn tropft, dann ist er ein bisserl angezogen dieser Tropfen, weil die Schwere auf ihn wirkt. Aber im Weltall ist das nicht der Fall. Und da kriegen sie ihre ganz runde, schöne Gestalt. Aber das ist eine flüssige Welt, im Grunde, und eine zähflüssige Welt. Und alle Planeten sind aus einem flüssigen Zustand entstanden, auch die, die wir jetzt während der Erdentwicklung haben. Aber sie sind immer zähflüssiger, immer zähflüssiger geworden. Das geschah vor allem durch die Mondenkräfte, die noch in der Erde drinnen waren. Also das heißt, wenn sich die Erde abgetrennt hat von der Sonne, heißt es, aber die Erde hatte noch die Mondenkräfte in sich. Daher darf man sich die Erde zunächst einmal noch gar nicht annähernd ähnlich dem vorstellen, was wir jetzt haben, sondern sie war erstens einmal viel, viel größer - haben wir schon gesprochen drüber im Grunde - bis zur Mondbahn, bis zur heutigen, und sogar ein Stückerl darüber hinaus. Und das war eine Sphäre, die in den äußeren Bereichen sehr luftig und dünn war, kann man sagen, also eine Art Atmosphäre hatte, die nach der Mitte zu aber immer dichter wird, dann flüssig wird und einen sehr flüssigen Kern hat. Und aus dem ist dann unsere heutige feste Erde entstanden. Der Kern wurde immer, immer zähflüssiger, immer zähflüssiger - und es wäre sogar die Gefahr bestanden, eben durch diese verhärtenden Mondenkräfte, dass die Erde wirklich erstarrt, bevor der Ich-Impuls einschlagen kann in die Erde. Er schlägt nämlich in die Erde ein mit dem ersten Menschen, der sich wirklich verkörpert auf Erden. Ja, zuerst noch ganz in der äußersten Sphäre, im sogenannten "Irdischen Paradies", im "Garten Eden". Da fängt es eigentlich schon an, dass der Mensch, na ja, zumindest eine Wärme-Luft-Gestalt bekommt. Zumindest das. Beim ersten Schöpfungsmoment, also am sechsten Schöpfungstag, wo die Elohim den Adam erschufen nach ihrem Bild, war der Adam ein, im Grunde, rein geistiges Wesen, das hinunter verdichtet war höchstens bis zur ätherischen Wärme. Also nicht einmal eine äußerlich fühlbare Wärme, sondern die Wärme, die eigentlich nur ätherisch vorhanden ist. "Nur" ist jetzt nicht abwertend gemeint, ganz im Gegenteil, die hat eine ganz hohe Qualität. Aber sie wäre äußerlich mit dem Thermometer oder irgendetwas nicht feststellbar gewesen noch.

Der Weg des Menschen vom Ur-Adam zum Menschen, dem über den Jahwe Elohim der Christus den lebendigen Odem einblies 0:19:42

Aber sie ist das Nächste, aus dem die Wärme, dann auch die sinnlich fassbare Wärme, hervorquillt. Das passiert in der Natur ununterbrochen. Also, wenn zum Beispiel im Winter der Schnee fällt, kann man bemerken, dass es etwas wärmer wird. Und da kommt tatsächlich, wenn dieses Wässrige, dieser Wasserdampf, der in der Luft ist, wenn er anfängt, nicht nur sich zu verflüssigen, jetzt zu Tröpfchen - dann haben wir einen Nebel - aber wenn es beginnt zu kristallisieren, dann fängt es zu schneien an - und dann kommt Wärme heraus. Da tritt jetzt wirklich Wärme aus dem ätherischen Bereich, über ins Physische. Und genauso ist es sich vorzustellen, wenn jetzt dieser Ur-Adam, wie er zunächst einmal in der Genesis im ersten Kapitel geschildert wird, wenn er jetzt den nächsten Schritt macht und im "Garten Eden" auftaucht, in den äußersten Sphären dieses Erden-Monden Gebildes, oben im "irdischen Paradies", das ist eigentlich eine Sphäre, die um die ganze Erde herumgeht, eine weite Sphäre eben - etwas bis hinaus über die heutige Mondbahn muss man sich das vorstellen. Und dort lebt er jetzt als wärme-ätherischer Mensch, aber er bekommt ja auch das Luftelement eingeblasen, wie es so schön heißt: "Und Jahwe Elohim (jetzt heißt er "Jahwe Elohim") blies ihm den lebendigen Odem ein." "Jahwe Elohim" ist ein gewaltiger Fortschritt gegenüber der Gemeinschaft der sieben Elohim. Weil jetzt ein einzelner Elohim der ist, der die Christuskraft sozusagen weiterführt, mitführt - und der Christus eigentlich nicht mehr so intensiv zumindest wirkt durch die restlichen sechs Elohim, die zurückbleiben, sondern er wirkt jetzt stärker und mit der Zeit immer stärker durch diesen "Jahwe Elohim", durch den einen, der schon in Wahrheit im 1. Kapitel der Genesis der Sprecher, würde ich mal sagen, der sieben anderen war, der Sprecher, durch den das Christus-Wort ertönt. Wenn es heißt: "Es sprachen die Elohim", dann sprachen sie mit der Stimme eigentlich des "Jahwe Elohim". So ist es also ganz genau aufzufassen.

Die Widersacherkräfte sind eng mit den Mondenkräften verbunden 0:22:23

Und jetzt haben wir aber das Problem: Es sind in der Erde drinnen diese starken Mondenkräfte. Und mit den Mondenkräften ganz verbunden erstens die Widersacher. Die sind mit der Sphäre überhaupt verbunden, also sowohl die luziferischen Kräfte, wobei die da noch sehr weit darüber hinausreichen, also mindestens bis zur Venussphäre noch hinaus, also die haben eine ziemlich große Spielwiese. Dann sind die ahrimanischen Wesen, die sind schon in den engeren Bereichen, also dort, wo es schon zähflüssig wird. Aber im Untergrund wirken da auch die Asuras und die soratischen Wesenheiten, also der Sonnendämon, der eigentlich jetzt schon sehr deutlich ein Erdendämon ist, aber trotzdem immer noch eine gewisse Verbindung mit der Sonne hat - und nicht unbedingt eine förderliche, also, da auch eine hemmende Wirkung hat. Und jetzt geht es darum, diese Gefahr zu verhindern, dass die Erde einfach als etwas absolut Zähflüssiges erstarrt, so wie Lava erstarrt, glasartig wird, was eigentlich eine erstarrte Flüssigkeit ist, in gewisser Weise, und tatsächlich auch Fließeigenschaften hat, die sich halt in Jahrtausenden oder Jahr-Zehntausenden, in Jahr-Millionen zeigt.

Die Erde ist ein lebendiger Organismus, auf dem die Erdoberfläche auch heute noch fließt 0:23:58

Wenn wir halt so lange das beobachten könnten und den Blick dafür hätten, würden wir sehen, wie die ganze Erdoberfläche heute noch fließt. Sie fließt. Das war ja die großartige Entdeckung, die der Alfred Wegener gemacht hat. Mit der - nicht nur Theorie - sondern mittlerweile wirklich ganz deutlich in der Praxis auch nachgewiesen: Die Kontinentalverschiebung, aus der dann die moderne Lehre der Plattentektonik gekommen ist, wo man deutlich erkannt hat, die Kontinente schwimmen, schwimmen auf dieser zähflüssigen Oberfläche, oder was unter der Oberfläche ist, also auf dem zähflüssigen Erdmantel. Dort schwimmen sie drauf, in Wahrheit. Irgendwo, gerade in den Arbeitervorträgen spricht der Steiner auch ganz deutlich davon: Die Kontinente schwimmen. Und wenn man nicht den Hintergrund kennt… Und man muss dazu sagen, damals hatte Wegener zwar schon diese Theorie entwickelt, aber sie wurde abgelehnt von allen Geologen. Das hat lange gebraucht, es hat mindestens noch fünfzig Jahre gedauert, bis man darauf gekommen ist: Er hat ja recht gehabt. Eigentlich ist es so offensichtlich, also wenn man sich das anschaut, dann braucht man nur einen Globus oder die Landkarte anschauen - und das ist nämlich ein paar anderen schon auch aufgefallen. Sie haben sich nur keinen Reim daraus machen können. Die Küstenlinien, zum Beispiel Nordamerika- Südamerika hinunter, das passt wunderbar mit Europa und Afrika zusammen. Das muss irgendwie eigentlich zusammen gewesen sein, ansonsten kann man sich das gar nicht erklären. War es auch. War es auch. Während der Erdentwicklung sogar mehrmals. Und das ist halt die letzte Trennung dazwischen. Es hat andere Trennungen gegeben, da hat das alles anders ausgeschaut. Also, die Erde ist ein sehr lebendiger Organismus, halt mit einem Lebenstempo, das Jahrmillionen oder Jahrmilliarden umfasst. Das ist für uns halt unbeweglich, scheint es. Da kriegen wir nichts mit davon, es sind Millimeter, um die es sich verschiebt - oder Zentimeter teilweise, wo sich das jährlich verschiebt. Aber die Kontinente driften zurzeit, also namentlich Amerika, Nord-Südamerika, und Europa driften auseinander. Das ist nurmehr der letzte Impuls von dem Untergang der Atlantis, letztlich. Das liegt aber in Wahrheit… Der Anfang dieses Untergangs der Atlantik liegt schon sehr, sehr weit zurück und das, was meistens davon geschildert wird, also diese atlantische Überflutung dann, das ist der letzte Zipfel davon. Da waren dann eigentlich schon eh die meisten Gebiete versunken, im wirklichen Meer jetzt, im wirklichen Meerwasser, und die Kontinente haben sich schon weit voneinander getrennt und da gab es nur noch einzelne Inselchen. Und damit hängt zusammen die Insel, die sagenhafte Insel Poseidonis, von der der Platon spricht, wo er das erwähnt und sogar sehr genau schildert, wie es dort zugegangen ist, oder so. Es gibt natürlich keine Funde davon. Das ist alles untergegangen. Da findet man jetzt nichts mehr. Aber die ganze Erde ist in Bewegung.

Das immer zähflüssiger Werden der Erde hätte nur Lebewesen im rein ätherischen Zustand erlaubt 0:27:35

Aber das Wichtige war jetzt, dass eben nicht ein immer zähflüssiger Werden da ist. In das hätte sich der Mensch nicht mit seinem Ich hineininkarnieren können. Und es hätten gewisse höhere Kräfte, namentlich die Lebensätherkräfte, die Kräfte des "Baums des Lebens", wenn man so will, das sind im Wesentlichen die Lebensätherkräfte, teils auch die Klangätherkräfte, also zu einem großen Teil auch, aber das wirklich Bedeutsame sind die Lebensätherkräfte… Und wenn die nicht herein hätten können auf die Erde, dann wäre auch das ganze Leben in der Form, wie wir es auf der Erde kennen - mit all den Pflanzen und mit den Tieren - nicht entstanden. Wäre nicht entstanden. Es hätte schon Lebewesen gegeben, aber Lebewesen, die nicht physisch in Erscheinung getreten wären. Sie hätten im rein ätherischen Zustand bleiben müssen, das wäre das Dichteste bis zu dem sie sich bilden hätten können. Wir haben genug Wesen, die nur bis zum Ätherischen herunterreichen. Es leben viel mehr Wesen auf der Erde, als wir mit sinnlichen Augen sehen können. Es wimmelt eigentlich. Und in Wahrheit wimmelt es auf jedem Planeten. Rudolf Steiner schildert es ja ganz deutlich. Er spricht von Marswesen, von Saturnwesen, weiß Gott was, Mondwesen. Also, es gibt überall Wesen von verschiedenster Stufe, von ganz niederen bis relativ hohen, gibt es dort, also das Minimum ist bis zu den Urengeln hinauf. Das ist schon das Minimum. Aber Elementarwesen aller möglichen Arten, die da herumwimmeln. Es ist viel, viel mehr als was äußerlich sichtbar ist. Aber dahinter wirken auch diese Elementarwesen.

Hinter allen Naturgesetzen stecken Wesenheiten 0:29:46

Und eben nicht nur auf unserem Planeten, sondern auf anderen gibt es das auch, nur kommen sie dort nicht dazu, die äußere Welt so umzugestalten, dass jetzt physische Lebewesen erscheinen - oder sagen wir es noch konkreter: stofflich-materiell physische Wesen. Das ist auch noch ein Unterschied. Weil, alle Elementarwesen, auch die, die wir auf der Erde haben, haben einen physischen Leib. Alle! Nur ist er nicht sichtbar für die sinnlichen Augen. Also, die Welt ist aus geisteswissenschaftlicher Sicht noch a weng, noch ein wenig - wienerisch sagt man "a weng", ein bisschen - ist noch ein bisschen komplizierter, als man sich das oft vorstellen kann. Also, wenn wir denken, was heute die äußere Wissenschaft erforscht… und in bewundernswerter Weise erforscht, das muss man ganz einfach einmal sagen, ganz klares Bekenntnis, und wir brauchen das. Nur, dahinter oder damit verbunden, untrennbar damit verbunden, ist eine noch viel reichere Welt von Wesenheiten, die daran wirken, dass das überhaupt so zustande kommt - und irgendwann werden die Physiker erkennen, dass die Naturgesetze, die das alles regeln, dass da Wesenheiten dahinter sind, die es tun. Das sind nicht abstrakte Gesetzmäßigkeiten, auch wenn man versucht - und teilweise mit Erfolg - sie in abstrakten mathematischen Formeln zu fassen. Aber in Wahrheit sind es alles Wesen: Elementarwesen, Klangätherwesen.

Also überall dort, wo es ums Mathematische geht, sind Wesenheiten dabei, bei denen das Klangäther-Prinzip ganz stark ausgebildet ist - und mit dem rechnen in abstrakter Form die Physiker heute, in Wahrheit. Das ist die Mathematik, die dahintersteckt. Sie kommen aber jetzt teilweise auch immer wieder darauf, dass man irgendwo an die Grenzen stößt dessen, was man damit berechnen kann. Es gibt Grenzen, wo es eigentlich nicht mehr berechenbar wird, wo etwas Neues entsteht, das nicht vorhersehbar ist. Und dazu sind noch höhere Kräfte notwendig als die Klangätherkräfte, dazu sind die Lebensätherkräfte notwendig. Die helfen also, noch höheres schöpferisches Geistiges herunterzutragen, sodass es wirksam werden kann in der Gestaltung der Erdenwelt.

Der Heilige Geist trägt die Freiheit in sich, die wir im Kleinen entwickeln sollen in der Auseinandersetzung mit allen Widersacherkräften 0:32:37

Und dazu eben, damit diese Kräfte, das heißt die Lebensätherkräfte einmal… Bleiben wir mal bei denen, aber auf der anderen Seite das menschliche Ich: dass das Fuß fassen konnte auf der Erde, dazu mußten die Mondenkräfte, die verhärtenden Mondenkräfte, die aber niemals zur Kristallisation geführt hätten, niemals zu Kristallbildung geführt hätten, sondern nur zu etwas immer Härterem, immer Härterem… Man muss sich so etwas vorstellen wie ein immer härteres und härteres und dichteres und dichteres und dichteres Glas, das immer lichtundurchlässiger wird, immer weniger lichtoffen ist, immer finsterer wird, immer härter wird, immer schwerer, immer dichter wird. Das ist das, was die soratischen Wesenheiten machen.

(Der schwarze Kater taucht auf.) Das ist keine soratische Wesenheit, auch wenn es schwarz ist.

Ja, was sind das für Wesenheiten, die das machen? Das sind die ahrimanischen Kräfte im weitesten Sinne - und im weitesten Sinne heißt, letztlich stehen dahinter die soratischen Wesenheiten. Die stehen letztlich dahinter. Das ist nämlich genau der Punkt: Die regulären Widersacher, wenn man so will, die also ganz bewusst, möchte ich sagen, von der Gottheit eingeplant sind und bestellt wurden mit einem ganz bestimmten Auftrag, kann man sagen, für ihre Aufgabe, das sind eben die luziferischen, die ahrimanischen im engeren Sinn und die asurischen Kräfte. Die soratischen Kräfte wurden bewusst toleriert, aber die haben keinen Auftrag und hätten auch keinen angenommen - sondern die folgen einem eigenen Plan, einem eigenen Schöpfungsplan, wenn man so will. Und der schaut anders aus als unser Schöpfungsplan. Ich sage bewusst unser Schöpfungsplan, nämlich der Schöpfungsplan, in dem die Freiheit des Menschen vorgesehen ist. Die ist in dem Plan der soratischen Wesenheiten eben so ganz und gar nicht vorgesehen, sondern sie verlangen das Opfer der Freiheit. Das verlangen sie vom Menschen. Das heißt nicht, komplett Opfer des Ichs, aber komplett Opfer jener Ich-Kraft, die uns eigentlich zugedacht ist, nämlich dieses Ich, das erstmals… Als allererste geistige Wesensgruppe, sozusagen, ist es der Menschheit zugedacht, diese Freiheit zu entwickeln. Eine Eigenschaft, die nur die höchste Göttlichkeit hat, das heißt die Trinität aus Gottvater, Gottsohn und dem Heiligen Geist. Und der Heilige Geist, den wir im Kleinen entwickeln sollen, hat eben auch diese Freiheit in sich. Und diesen Heiligen Geist, den wir in uns entwickeln sollen, jetzt schon, ab jetzt sofort.

Ja, eigentlich, ab wann so richtig ganz genau? Wann ist der erste Impuls? Es steht ganz deutlich in der Bibel drinnen! Und wir gehen jetzt genau auf das Gedenkfest dafür zu, auf das Pfingstfest. Pfingsten, die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger, auf die Menschen, die sich mit dem Christus verbunden haben. Und in dieser Ausgießung des Heiligen Geistes in Form dieser feurigen Zungen, so dass jeder einzelne Mensch, zumindest einmal jetzt jeder dieser Jünger, in ganz individueller Weise, teilhaftig wird dieses Heiligen Geistes, dieses Geistselbstes, in dem das Ich das gestaltende Prinzip ist,  das ist ein Funke - und dieses Geistselbst, das aber jetzt vom Ich in Freiheit entwickelt wird.

Die Kräfte aus dem Heiligen Geist: Wir können sie nutzen, um unser Seelisches zu etwas ganz Eigenem zu machen - oder damit die Widersacher stützen 0:37:08

Und man kann sagen, damit ist in unserer Seele jetzt eine Kraft gepflanzt, mit der wir nach und nach unser ganzes Seelisches zu etwas ganz Eigenem, zu etwas ganz individuell Neuem, machen können. Und von da geht es weiter in die Bereiche, die man halt als Astralleib bezeichnet. Also, das Seelische ist der astralische Bereich, mit dem wir bewusster zunächst einmal umgehen können als heutiger Mensch. Aber dadrunter sind ja noch sehr, sehr viele Kräfte, die, von denen wir heute noch kaum etwas mitkriegen, von denen nur manchmal ein bisschen was heraufdampft - zum Beispiel, wenn wir in Rage kommen oder auch, wenn wir positiv für etwas begeistert sind, dann kann etwas von diesen Kräften herauskommen. Und das sind ganz wichtige Kräfte. Aber da überall drinnen sitzen halt eben auch die Widersacher - und da versuchen auch die soratischen Wesenheiten heranzukommen. Und der Ahriman ist der, der immer greifen will nach dem Astralischen, weil, er hat eigentlich wenig Vollmacht darüber bis gar keine. Und er will aber! Und er glaubt, beim Menschen, da kann er es ergreifen. Er will eigentlich immer das Astralische beim Menschen ergreifen und es rauben eigentlich für sich, weil es mangelt ihm an ihm. Er ist halt… Ja, die ahrimanischen Kräfte sind in gewisser Weise - im Vergleich zum Menschen genommen - überhaupt sehr seelenlose Geschöpfe. Der Ahriman kennt eine Grundempfindung, die zwei Facetten hat: Das ist Angst und Schmerz, in Wahrheit. Das sind zwei Seiten desselben, in gewisser Weise. Und die kennt er und mit der lebt er. Man kann sich das als Mensch gar nicht vorstellen, wie diese ahrimanischen Wesenheiten eigentlich leiden. Ich meine, sie haben größere geistige Kräfte als wir und sie können daher mehr ertragen. Wir könnten das in dieser Intensität gar nicht ertragen. Wir kriegen ein bisschen was davon mit, wenn wir den ahrimanischen Mächten begegnen, dann spüren wir eigentlich etwas von ihrer Angst. Wenn wir nicht in Berührung gekommen wären mit diesen ahrimanischen Mächten - im engeren Sinn zunächst einmal durchaus genommen - dann hätten wir weder dieses Schmerzempfinden, wobei beim Schmerz noch das Luziferische auch hineinspielt, aber vor allem nicht dieses Angstgefühl, das wir erleben können. Angst gäbe es nicht. Das gäbe es nicht.

Trotzdem kann auch die Angst manchmal - vor allem, wenn es in einer Situation gerechtfertigt ist - uns zur Vorsicht mahnen. Ich meine, was ganz, ganz negativ ist und wo diese ahrimanische Angst ganz negativ wirkt, ist, wenn man, wie soll ich sagen, Zukunftsängste entwickelt: "Ach, wie wird die Welt jetzt in der nächsten Zeit sein? Es wird alles furchtbar werden, es wird der Weltuntergang drohen und es wird… Welche Nöte werden auf uns zukommen?" Dann wird die geistige Kraft des Menschen im Prinzip komplett gelähmt. Die Frage wäre ja immer, egal was auf uns zukommt, also, ich kann was machen mit der Situation. Und wir können immer etwas machen! Wir können immer etwas machen. Das ist der Punkt. Aber da heute die ahrimanischen Mächte sehr, sehr stark sind, arbeiten sie mit dieser Angst - und das wird übermittelt über alle Medien, über alles, was es gibt, über alle Kanäle, die sind. Das ist heute so fast eine Grundstimmung in großen Teilen der Menschheit; da vor allem natürlich den Teilen der Menschheit, die sehr stark mit dem Materialismus verbunden sind.

Unsere Aufgabe: Mit der Hilfe des Christus, der sich mit der ganzen Erdensphäre verbunden hat, die ganze materiell-physische Erde umzuwandeln 0:41:38

Wieder nicht unbedingt das einseitig negative Urteil gegen den Materialismus! Weil, unsere Aufgabe, nur zur Erinnerung, ist, die ganze materiell-physische Erde umzuwandeln. Die gesamte - von A bis Z, von der Erdoberfläche bis in den Erdkern hinunter. Das muss nicht alles mit äußeren Mitteln geschehen, sondern in Wahrheit letztlich durch unsere geistige Tätigkeit. Da werden wir das meiste weiterbringen, und zwar zu einem Zeitpunkt, wo wir gar nicht mehr verkörpert sind in so einer Gestalt auf Erden, aber wo wir noch sehr, sehr stark mit der Erde verbunden sind - und, ja, die Nachfolge Christi antreten. Denn der Christus, was ist denn passiert mit der Auferstehung? Ja, er hat sich im Auferstehungsleib gezeigt - zunächst einmal den Jüngern und dann anderen weiteren Kreisen noch, aber letztlich: Was ist geschehen mit der sogenannten Himmelfahrt, die wir gerade hinter uns gebracht haben? Das Gedenkfest dazu. Er hat sich verbunden mit der gesamten Erdensphäre, mit der gesamten Erdensphäre und hat sie zu seinem Himmel gemacht. Rudolf Steiner drückt es manchmal so aus, dass er sagt: "Ja, die ganze Erdensphäre ist das Devachan, also die geistige Welt des Christus geworden." Nicht wahr, wenn wir in die Geisteswelt zunächst einmal aufsteigen, dann steigen wir in höhere Sphären auf, aber wir müssen endlich lernen, immer mehr in die Christus-Sphäre hineinzusteigen - ich sage es jetzt einmal vorsichtig "hineinzusteigen". Und hineinzusteigen heißt dann letztlich auch, wenn wir so weit sind, dass wir es ertragen können, dass wir uns vor allem auch wehren können gegen diese Angstkräfte, die die ahrimanischen Wesenheiten erzeugen. Wenn wir standhaft sein können gegen sie. Dass wir hinuntersteigen bis in den Erdmittelpunkt - geistig hinuntersteigen, nicht äußerlich. Also, wir werden uns nicht mit irgendeinem Seil oder was herunterlassen oder herunterbohren, oder so. Es gab schon so utopische Filme, die das gezeigt haben, wo sie also irgendwie bis in den Erdkern hinunterfahren, fast. Also, das wird es nicht sein, das sind Phantastereien. Aber geistig müssen wir es, wenn wir unsere Aufgabe erfüllen wollen und dadurch eben das Freiheitspotenzial, das uns gegeben ist, ausschöpfen wollen.

Unser größtes Freiheitspotenzial: Unser NEIN zu den Verlockungen der soratischen Wesenheiten 0:44:25

Und das größte Freiheitspotenzial wird sich darin äußern, dass wir aus Freiheit heraus "nein" sagen zu den soratischen Wesenheiten. Nein sagen! Das können wir im Prinzip. Wir müssen nur diese Kräfte in uns rege machen. Zwingen können sie uns nicht. Sie können nur, da sie natürlich sehr, sehr raffiniert sind, uns verführen dazu, freiwillig zu verzichten auf die Freiheit. Freiwillig zu verzichten. Mit, wie soll man sagen, sehr, viel Geschenken, die uns dann entgegengebracht werden. Weil, das ist sozusagen… So gesehen, sind sie geradezu fair, diese Wesenheiten, weil sie uns entlohnen damit für das Gegengeschenk, dass wir ein geistiges Potenzial mitbringen in ihre Welt. Weil, wir sind dann die, die aus unserer Welt, sage ich mal, aus der nicht-soratischen Welt, so viel wie möglich an geistigen Kräften mitbringen in das Reich dieser Wesenheiten. Und Kräfte, an die sie selbst nicht herankommen würden! An die sie nur herankommen durch den Menschen. Und nur dann, wenn sie durch ihre Schlauheit, durch ihre Raffinesse den Menschen dazu bringen, dass wir es ihnen freiwillig letztlich geben und daher dann gehen, aus unserer Sicht betrachtet, den schwarzmagischen Weg. Und das, wo sie am meisten angreifen, ist natürlich dort, wo Menschen sich bemühen, einen geistigen Weg zu gehen. Das ist sozusagen überall dort, wo sich Menschen zusammensammeln, die einen geistigen Weg gehen wollen. Ist eben auch für die soratischen Wesenheiten das, wie soll ich sagen, Rekrutierungsbüro. Dort kann man sich einschreiben, auch für die soratische Seite, dort lauern sie, da stehen sie vor der Tür, aber vor der Tür innen, schon drinnen. Und lassen dich nicht raus, bevor du es nicht unterschrieben hast. Und natürlich machen sie viele Versprechungen und sie locken am meisten mit moralischen Dingen. Sie appellieren an unsere Moral und sagen: Wir können dir das bieten, wir können dir eine Welt bieten, in der du diese Moral verwirklichen kannst, wo endlich dieses blödsinnige Ding aufhört: "Es irrt der Mensch, solang er strebt." Das faustische Prinzip.

Erschüttert und empört: Aber bis zum Schluss lässt Faust sich doch von dem luziferisch-ahrimanischen Zwitterwesen Mephisto verführen 0:47:31

Schaut euch einmal den Faust da. Der Faust ist eigentlich ein fürchterlicher Kerl. Ich meine, im Grunde gibt es praktisch nichts, was er richtig macht. Von Teil 1 bis Teil 2, im Grunde, macht er dauernd irgendeinen Unsinn. Natürlich, verführt dann durch den Luzifer zuerst, Luzifer und dann durch den Ahriman. Weil, der Mephisto, der da auftritt im Faust, ist eigentlich so ein Zwitterwesen, so ein luziferisches-ahrimanisches Zwitterwesen. Und immer wieder fällt er dadrauf hinein. Immer wieder, immer wieder. Bis zum Schluss, im Grunde, bis zum Schluss fällt er eben hinein. Aber trotzdem: Er bemüht sich immer wieder auch zu entkommen und aus seinen Fehlern zu lernen! Auch wenn er immer wieder neue macht - und gravierende Fehler macht. Ich meine, noch ganz zum Schluss, bevor es aus ist, lässt er noch… Nein, er wollte es natürlich nicht, aber…

Weil, der Schluss Faust II ist ja so: Der Faust ist aufgestiegen, ja, zu einem ganz großen Mann im Dienst des Kaisers. Er hat dem Kaiser geholfen, den Krieg gegen den Gegenkaiser zu gewinnen, und ist belohnt worden damit, dass er ein Lehen bekommen hat, und zwar: grenzenlosen Strand. Also, der ganze Strand des Reiches gehört ihm, weil der Faust die riesige Idee hat: "Ich werde dem Meer Land abtrotzen. Neues Land schaffen." Seht ihr das Bild, das drinnen ist? Aus dem Flüssig-Bewegten, festes Land schaffen - durch Menschenhand geschaffen, durch Menschenkraft geschaffenes Land, das heißt eine Erde, eine Erdoberfläche zumindest, die ganz der Tat des Menschen zu verdanken ist. Da ist eine Ahnung von dem drinnen, dass der Mensch die ganze Erde umgestalten muss, wenn er mit der Erde sein Schöpfungsziel sozusagen, wenn man will, erreichen will. Wobei, das Ziel müssen wir uns auch noch selber setzen, im Grunde. Das Ziel heißt nur: Ihr sollt euren Weg finden, ihr sollt euch eure Ziele setzen. Es ist kein vorgegebenes, fertiges Ziel, sondern nur: Ihr seid's dran. Und das liegt dadrinnen. Das ist das Geheimnis, warum man plötzlich dem Meer Land abgewinnen will. Land, das es in der Form noch nie gegeben hat. Und jetzt gibt es aber dadrinnen natürlich auch ein bisschen altes Land auch noch, einen Hügel vor allem, und da ist die Hütte von Philemon und Baucis. Und die haben dort ein Kapellchen und halt immer wieder läuten sie also zur Andacht. Es kommt eh kein Mensch hin, in Wahrheit, oder ganz wenige nur kommen sie besuchen. Aber dieses Hüttchen dort… Ist eine schäbige alte Hütte, im Grunde. Und das Glöckchen klingt auch nicht wirklich so wunderschön, jedenfalls nicht in den Ohren des Faust - und es verschandelt ihm seine ganze Schöpfung, in Wahrheit, die er hervorgebracht hat. Und drum beauftragt er halt den Mephisto, der natürlich sehr diensteifrig ist: "Ja, schau, die müssen weg von dort. Ich biete ihnen ja ein wunderschönes Gütchen auf meinem Land, wunderbar hergerichtet, also zehnmal mehr Wert, als was sie dort haben, mit allem Komfort, was sie sich wünschen können. Nur, die sind so borniert, sie wollen von ihrem Hügelchen und von ihrem Hüttchen, von dem kleinen Hüttchen, nicht weg." Aber für einen Mephisto ist das natürlich kein so großes Problem, nicht wahr. Sie klopfen an der Türe an. Leider fällt die Tür gleich ins Haus. Also, sie fallen mit der Tür ins Haus. Leider war  dadrin noch ein Fremder, der fechten wollte. Ja, den haben wir hingestreckt, und im ganzen Kampf ist leider die Lampe umgefallen und das Haus hat zu brennen begonnen. Also, zum Schluss waren halt alle leider tot. Aber das Hüttchen ist abgebrannt. Es ist weg. Und dann, wenn der Mephisto zurückkommt: "Wir haben sie dir weggeräumt und alles ist gut." Und dann schildert er genauer, was passiert ist. Und dann ist der Faust zutiefst erschüttert und empört: "Na, Tausch wollte ich, keinen Raub. Und überhaupt, diesen bösen Streich, ihn fluche ich." Jetzt ist er moralisch ganz entrüstet. Aber er hat's beauftragt, in Wahrheit. Und er hat halt nicht eingerechnet, dass das schiefgehen könnte.

Wir alle haben irgendwo einen Pakt mit dem Mephisto geschlossen…0:52:27

Wenn man sich halt mit den falschen Kräften einlässt, geht es schief. Und das haben wir so viel in der Welt, tagtäglich, an allen Ecken erleben wir es. Das ist alles gut gemeint, aber wenn es im Bunde mit den falschen Kräften ist, geht es schief - und es zerstört, es bringt Leid über die Welt, es bringt Krieg über die Welt, alles Mögliche, aus den besten Motiven heraus. Es sind nicht immer die - in den wenigsten Fällen eigentlich - übelsten Motive, die dahinterstecken. Das ist dann nur, die kriegerischen Parteien sagen dann wechselseitig übereinander: "Der andere ist der absolut Böse. Wir sind die Guten." Da sind die Einen nicht gut und die Anderen nicht gut. Jedenfalls nicht nur. Sie haben Gutes in sich und ein gutes Streben. Weil, wer immer strebend sich bemüht… Aber sie haben den Pakt mit dem Mephisto geschlossen, den haben alle geschlossen, irgendwo. Das ist durch den Sündenfall passiert. In Wahrheit haben wir alle den Pakt geschlossen. Was in der Faust-Geschichte halt deutlich herauskommt: Er schließt ihn ganz bewusst. Und das ist schon ein großer Schritt, bewusst uns zu sein, dass da ein Pakt besteht. In Wahrheit geht es zurück schon bis zum Sündenfall. Im Paradies, da hat es schon angefangen. Also, was eigentlich sich ausdrückt da beim Faust, ist das Bewusstsein dafür, ganz bewusst mit den Kräften umzugehen. Und der Faust tut es ja, weil der Mephisto ihm klar macht, dass es auch im Reiche dieser Widersacher gewisse Regeln gibt. Und der Faust, weil... Wie ist die Szene? Im ersten Teil des Faust, da hat der Faust vom Osterspaziergang diesen schwarzen Pudel mitgenommen, der ihm eigentlich irgendwie schon verdächtig vorgekommen ist, weil, ein Feuerstrudel zieht auf seinen Pfaden hinterdrein. Aber dann tut ihn sein Famulus Wagner doch überzeugen: "Du, das ist doch nur ein ganz normaler Hund." Und dann nimmt er halt den Hund mit in seine Stube und der legt sich irgendwo hinter den Ofen. Und während der Faust anfängt, das Neue Testament zu übersetzen und alles umdichtet, was drin ist, weil es ihm irgendwie falsch vorkommt - ist natürlich schon eine Einwirkung von dem hinten. Der Pudel knurrt immer, irgendwo, und zum Schluss wird er immer mächtiger und mächtiger, der Pudel, und hebt sich und es ist nicht mehr eines Pudels Gestalt, wird also ein ziemliches Ungeheuer - und dann erscheint er plötzlich mitten aus der Rauchwolke heraus als Mephisto. Und gut, dann kommen die halt ins Gespräch und der Mephisto will sich aber dann letztlich verabschieden wieder und gehen. Nur, peinlicherweise, er kann nicht hinaus. Warum nicht? Weil der Faust auf seine Türschwelle ein Pentagramm, ein Pentagramma, gezeichnet hat, also einen Fünfstern. Aber der Faust ist a bisserl ein Hudriwusch, er hat ihn schlampig gezeichnet. Nämlich der eine Winkel, der nach außen zu, ist ein wenig offen. Und jetzt kann dieser Mephisto halt Hineinschlüpfen ins Haus. Er kommt hinein, weil der eine Winkel offen ist. Das Blöde ist, er kann nicht mehr hinaus. Dann sagt der Faust: "Warum gehst du nicht durchs Fenster? Du kannst ja durch das Fenster gehen. Fenster gibt es auch dort. Oder wenn nicht, einen Rauchfang kann ich dir auch anbieten, durch den kannst du sicher auch hinausgehen." "Ja, nein, es ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster: wo sie hineingeschlüpft, da müssen sie hinaus." Also jedenfalls, der Teufel kann nicht aus dem Haus. "Da sind wir Knechte, da sind wir jetzt gefangen." Das freut natürlich jetzt den Faust. Er hat den Teufel gefangen. "Na warte. Bleib da. Ich lasse dich nicht so leicht hinaus. Und wenn du selbst Gesetzen unterliegst und es Rechte dort gibt, dann kann man doch mit dir einen Pakt schließen."

Weiße Magie und schwarze Magie - dahinter stehen dieselben Kräfte 0:57:01

Und genau das ist der Pakt, den wir letztlich schließen mit den soratischen Wesenheiten - oder was sie wollen. Die haben Regeln, strenge Regeln, und den Kontrakt, sozusagen, unterschreiben wir dann, wenn wir uns mit ihnen einlassen. Das ist die Gefahr. Und verbunden ist dann damit, dass wir aber die Meister der schwarzen Magie werden, im Grunde: Das heißt, so viel wie möglich an, ich nenne es einmal, positiven geistigen Kräften zu sammeln, schöpferisch hereinzuholen und zu verschenken an diese soratische Welt. Um das geht es also. Und eben darum haben am meisten zu bieten die Menschen, die geistig strebend sind. Und die Kräfte, mit denen die schwarze Magie zu tun hat, sind dieselben, mit denen die weiße Magie, wenn man so will, zu tun hat. Es sind die identischen Kräfte. Die Frage ist nur, in wessen Dienst man sie stellt. Stellt man sie in den Dienst der Christus Ich-Kraft, der gemeinsamen Christus Ich-Kraft, das heißt, verbindet man sich in seinem Ich mit dem Christus - oder wird es eine Verbindung mit den soratischen Mächten, wo sich das Ich verbindet mit den soratischen Mächten und sich diesem Reich eingliedert. Das ist der einzige Unterschied, der drinnen ist. Aber das ist der gravierende Unterschied. Das ist der ganz, ganz große Unterschied.

Die besondere Gefährdung geistig strebender Menschen und Institutionen 0:58:45

Und tatsächlich ist das der Punkt, wo eben geistig strebende Menschen besonders gefährdet sind. Und es fängt eben an natürlich, sofort sich zu stürzen, diese Wesenheiten, auf das Christentum, das institutionalisierte Christentum, das sich herausgebildet hat. Dort fängt es an. Dort fängt es an. Und das ist das, was Dante dann so geißelt, eben in seiner Kritik, ich will nicht sagen, an der Kirche, aber den Menschen, die dadrinnen sitzen. Die Kirche ist ja eigentlich die Gemeinschaft der Menschen, die sich mit dem Christus verbunden fühlen. Aber was der Dante so stark erlebt hat, ist, dass die Kirche als Institution - und die Menschen, die dort die Führung hatten, also die Päpste namentlich - dass die sich verbunden haben mit den Gegenkräften. Er nennt sie nicht die soratischen Kräfte, den Begriff gebraucht er nicht. Also es sind für ihn die luziferischen, ahrimanischen Kräfte im weitesten Sinne, aber das sind die Kräfte. Und das Große, was Dante so deutlich schildert, ist, dass diese Kräfte wirklich weit, weit hinaufreichen und dass auch, wenn wir uns schon sehr, sehr weit entwickelt haben geistig und schon den kompletten Läuterungspfad in gewisser Weise hinter uns gebracht haben…

Das Erleben der "Hölle" auf dem rechten Weg und auf dem Weg der Widersacher 1:00:50

Also, uns geläutert haben jedenfalls von all den Einflüssen, die in unserem Karma drinnen liegen, die durch den Einfluss der luziferischen, der ahrimanischen im engeren Sinn und der asurischen Kräfte da sind - aber alles impulsiert von den soratischen Wesenheiten hinten. Und gerade diese soratischen Kräfte greifen bis hinauf, bis hinauf, bis zu der Sphäre, wo wir durch das Kamaloka normalerweise nach dem Tod durchgehen - oder wo wir ja auch immer wieder durch müssen, wenn wir uns in die geistige Welt erheben. In Wahrheit ist es jedes Mal, wenn man sich bewusst ins Geistige erhebt, geht man durch die ganze Sphäre durch. Und man begegnet da, in Wahrheit, ja immer wieder all den Erscheinungen, die damit zusammenhängen, von denen wir letztens gesprochen haben: Doppelgängererscheinungen und so. Da sieht man ja das alles, da sieht man genau die ganze Aufgabe, die noch vor einem liegt. Wir können gar nicht in die höhere geistige Welt aufsteigen, wenn wir nicht jedes Mal das in irgendeiner Form erleben und bewusst uns machen. Und das uns bewusst zu machen, das ist das allerwichtigste, wichtigste Mittel, heilsame Mittel, das uns helfen kann, wenn wir… Weil, die Widersacher Kräfte versuchen, uns dieses Bild zu verschleiern und zu verzerren, und zwar zu verzerren zu einem schönen Bild, zu einem angenehmen Bild. Also, wenn wir folgen diesen Wesenheiten, dann ist das, was Dante zum Beispiel als die Hölle schildert, als das Inferno schildert: Das schaut schön aus. Das zeigt sich nicht in seiner wahren Gestalt. Das zeigt sich in der Gestalt, wie es uns letztlich, in letzter Konsequenz, die soratischen Mächte zeigen wollen. Und dann ist es eine Welt, na ja, der Freude, der Macht, alles das ist da drinnen. Also, man müsste eigentlich ein komplettes fotografisches Negativbild - oder in dem Fall müssten wir sagen, ein positives Bild dessen zeichnen, was da in der Hölle zum Beispiel bei Dante geschildert wird. Dann hätte man das Bild, das man vor Augen bekommt, wenn man sich auf die soratischen Mächte konzentriert und auf sie einlässt und vergisst die Christuskraft, die in einem drinnen ist. Dann schaut das Bild ganz anders aus. Das heißt, die, die leiden unter der Hölle, sind die, die auf dem rechten Weg sind, in Wahrheit. Das ist der Punkt. Und ob es ewige Verdammnis wird, das liegt an uns. Es liegt an uns. Und die Gefahr ist bei denen, die diese Welt, diese Unterwelt oder wie man sie immer nennen will, die die nicht als erschreckend erleben, bei denen ist es das Zeichen, dass sie halt den soratischen Wesenheiten brav folgen - und die anderen Widersacher helfen ihnen dabei. Dann ist es das Problem. Die erleben diese Welt also ganz anders. Weil, sonst müsste man sich ja denken: "Ja, bitte, wer wird denn so verrückt sein, sich mit diesen Mächten einzulassen, wenn da solche Qualen damit verbunden sind, wie sie da deutlich geschildert werden und wie sie auch in der Apokalypse zur Genüge geschildert werden dort, wo wir jetzt am Abgrund stehen?"

Das Thema Vollmacht in der Apokalypse 2, 28 und im Johannes Evangelium 17, 2 1:04:48

Na, ich will jetzt zur Einleitung… Ich habe das versprochen, dass wir wieder ein bisschen an den Text herangehen. Nehmen wir mal das Stückel aus der Apokalypse, Anfang 17. Kapitel…

Es ist sehr interessant. Ich habe einen sehr interessanten Hinweis bekommen, der nämlich jetzt da spannend ist. Ich hab da jetzt einen Vergleich angestellt. Ich habe den Hinweis bekommen - ich hatte es nicht im Bewusstsein zu dem Zeitpunkt, muss ich ganz offen gestehen - dass im Johannes Evangelium 17, 2 auch so etwas, ein ähnlicher Spruch, drinnen steht wie: die Vollmacht des Ich, die ich von meinem Vater empfangen habe und so weiter. Und nur steht da (in der Apokalypse, Brief an die Gemeinde von Thyatira) dann eben auch: Die gleiche Vollmacht des Ich, die ich von meinem Vater empfangen habe, soll letztlich auch der Mensch bekommen. Und im Kapitel 17, 2 des Johannes Evangeliums heißt es jetzt wie folgt; ich lese euch das in einer Bibelübersetzung zunächst einmal vor, nämlich in der Elberfelder Bibel. Dort kommt der Satz in dem Sinn so sehr schön heraus, dass er sehr gut vergleichbar ist mit dem, was da bezüglich des Ichs steht. Das ist also bei dem Gebet Jesu für seine Jünger. Also, das ist beim letzten Abendmahl passiert, also am Gründonnerstag, also am Donnerstag vor Golgatha. Und da steht drinnen, es spricht der Christus selbst: "Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht, wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, dass er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gibt." Also alle, die sich verbinden mit dem Christus. Also, das heißt, der Christus hat die Vollmacht bekommen über alles Fleisch, damit die, die sich mit ihm verbinden, das ewige Leben bekommen. Und darin drückt sich etwas aus, was eine sehr gute Ergänzung ist zu dem: "Die gleiche Vollmacht des Ich soll ihm eigen sein, die ich von meinem Vater empfangen habe." (Apokalypse 2, 28)

Heute - jetzt und hier - unser eigenes Geistselbst entwickeln führt zu Harmonie in der Menschheit 1:07:22

Jetzt habe ich aber deutlich gesagt: Was können wir heute, jetzt und hier, mit unserem Ich alleine selbsttätig machen? Ja, im Grunde unser Seelisches schöpferisch erneuern, sodass es unser eigenes Seelisches wird, immer mehr. Also, das heißt, dass wir unser eigenes Geistselbst entwickeln. Bis jetzt… Wir haben etwas davon schon in uns, aber das steht noch unter der Herrschaft der Hierarchien, die über uns stehen, weil wir alleine damit noch gar nicht umgehen können. Aber wir sollen es zu unserem Eigenen machen und wir können es im Prinzip - also zumindest die Jünger konnten es - ab dem Zeitpunkt, "wo die feurigen Zungen auf sie herabkommen". Da fängt es an. Da fängt es an. Also, der erste Moment, wo der Mensch die Erde überhaupt betreten hat, hat er seinen Ich-Impuls bekommen. Jetzt, beim Pfingstfest, also bei diesem Fest, wo die feurigen Zungen auf ihn herunterkommen, beginnt für ihn die Möglichkeit, sein eigenes Geistselbst zu erschaffen. Da fängt es an, das eigene Geistselbst zu erschaffen. Da ist ein Impuls drinnen, der ein Seelisches schafft, das mit allen anderen Menschen - obwohl es völlig unterschiedlich ist als bei den anderen Menschen - nicht nur in Harmonie leben kann, sondern in Harmonie leben wird. In dem Maße, in dem das entsteht, wird diese Harmonie entstehen, ganz selbstverständlich, es lässt sich gar nicht verhindern. Wenn wir aus der Freiheit heraus unser eigenes Geistselbst bilden, dann verbindet es die Individualität letztlich mit allen anderen Individualitäten, das heißt mit der ganzen Menschheit. Und das heißt, jeder hat sein individuelles Geistselbst, aber in gewisser Weise ist jedes so groß, dass es die ganze Menschheit umfasst. Und trotzdem sind es individuelle Geistselbste und trotzdem zugleich Eines. Das heißt, die Seele des Menschen wird in erster Stufe - ja, das ist schon eine große erste Stufe - so weit wie die ganze Menschheit, wird so weit, dass es letztlich umfasst das ganze Astralische der Erde.

No, was tun wir denn, wenn wir das ganze Astralische der Erde zu unserem gemeinsamen menschheitlichen Geistselbst machen? Von dem jedes drinnen so groß ist wie das ganze Gebilde, wenn man überhaupt räumliche Begriffe nehmen will, aber jeder seine individuelle - ich sage mal - Farbnuance beisteuert dazu, ja, was ist es dann? Dann machen wir eigentlich einmal... erneuern wir vollkommen das, was am Anfang bei der Genesis im 1. Kapitel geschaffen wurde: "Am Anfang schufen die Elohim den Himmel und die Erde." Na gut, den ganzen Himmel gestalten wir noch nicht um, aber die Erde wird unsere Schöpfung - im seelischen Bereich. Im seelischen Bereich. Das hat seine Auswirkungen in die Lebenskräfte, das hat seine Auswirkungen bis ins Physische hinein. Aber das können wir nicht ganz alleine. Da brauchen wir Hilfe. Also, um das Lebendige umzugestalten, brauchen wir die Hilfe des Christus. Und um eben auch bis ins Fleisch hinein zu gestalten - das heißt, auch das, was belebt ist auf der Erde, was beseelt ist auf der Erde, was also Fleisch geworden ist, um das umzugestalten, da brauchen wir auch die Hilfe des Christus, aber mit der Vollmacht, die er durch den Vater bekommen hat. Weil, das ist der Punkt: Der Christus aus sich heraus kann die ganze ätherische Welt, die Lebenswelt, umgestalten. Die Seelenwelt sowieso, von der reden wir gar nicht, aber auch die Ätherwelt. Aber was er nicht kann - oder nicht konnte bis zu dem Zeitpunkt, wo er sich auf Erden verkörpert hat - bis ins Physische hinein umgestaltend zu wirken, bis ins äußerste Physische umgestaltend zu wirken. Das ging also nur durch die Vaterkraft, die durch ihn wirkte. Aber das hat er jetzt als Vollmacht bekommen: bis in dieses Fleisch, sozusagen, hineinzuwirken, also auch bis in die physische Ebene hinunter zu wirken, wie auch immer.

Und diese physische Welt letztlich dann irgendwann gemeinsam mit den Menschen zu befreien von der ganzen materiellen Schlacke, die in das soratische Reich hinübergeht. Aber Nebensatz dazu: Diese Kraft reift auch nur in der Auseinandersetzung mit diesen Kräften. Also, wenn das eh von Haus aus funktioniert hätte, wenn nämlich die Widersachermächte nicht da wären, wäre die Auferstehung in dem Sinn gar nicht notwendig gewesen. Die Auferstehung war notwendig dadurch, dass der physische Leib des Menschen durch die Widersacherkräfte verdorben wurde - weil wir es letztlich zugelassen haben, aber halt nur in einem sehr, sehr traumbewussten Zustand, es zugelassen haben. Und das muss aufgehoben werden. Es kann nur aufgehoben werden dadurch, dass auch der Mensch mitarbeitet dabei. Aber er kann es nicht allein, sondern er braucht die Christuskraft - und durch die Christuskraft auch die Vaterkraft. Und wir werden aber so weit sein, wenn wir den Weg gehen, der uns ermöglicht ist, auch über diese Vollmacht zu verfügen - bis ins Fleisch hinein, im weitesten Sinn. Darf man sich aber bitte natürlich nicht so vorstellen wie jetzt das Fleisch, das wir haben. Also letztlich heißt es, bis ins Physische hineinzuwirken.

Wir sollen Schöpfer eines ganzen neuen Kosmos werden 1:14:09

Wir werden diese Fähigkeit uns erworben haben am Ende unserer ganzen kosmischen Entwicklungsreihe, die, wie ihr wisst, über sieben Stufen geht. Der letzte Zustand ist der sogenannte Vulkan Zustand. Vorher ist die sogenannte Neue Venus, da fällt die Entscheidung: Wer geht mit mit dem Christus? Wer geht mit mit den soratischen Kräften? Und wenn dann die richtige Entscheidung gefallen ist, dass man mit dem Christus mitgeht, ich meine richtig aus unserer Sicht, falsch aus der Sicht derer, die mit den soratischen Kräften mitgehen, dann wird im 7. Zustand ausreifen eben diese Kraft, dass wir bis ins Physische hinein wirken können. Wir haben sie dann am Ende. Und dann, ja dann - haben wir schon auch die letzten Male gesprochen - dann sind wir letztlich bereit, auf die Stufe, auf eine vergleichbare Stufe, aufzusteigen wie die Elohim. Und dann werden wir Schöpfer einer ganzen neuen Welt, eines ganzen neuen Kosmos. Es wirkt noch Höheres mit dabei. Aber wir sind dann die, die an der Front stehen, sozusagen, die wirklich vor Ort jetzt sagen: Das hat zu passieren, das hat zu passieren - und so weiter. Es ist jetzt sehr menschlich ausgedrückt. Ihr wisst, es geht nicht nach einem Architekturplan, sondern wo eher wie ein Künstler, der formt, gestaltet. Es ist ja auch oft so geschildert, also selbst in der Bibel: "Formte den Adam aus einem Erdenkloß", wie es heißt, oder aus Lehm oder, in Wahrheit: "Ha adamah", heißt es im Griechischen, das heißt "die Ackererde". Und davon kommt der Name Adam. Aus dem wird er geschaffen. Und dann sind wir so weit, auf dieser Ebene schaffend zu werden. Also eine ganze Ackererde zu schaffen, ja, und Wesen zu schaffen, ein Wesen zu schaffen aus dieser Ackererde - oder aus dieser Kraft, die geistig dahintersteht. Also, bleibt bitte nicht beim äußeren Bild hängen, das ist sehr anschaulich, aber es ist viel mehr.

Wie können wir heute schon üben, aus dem "Nichts" zu schaffen? 1:16:48

Aber richtig ist es also dieses... Weil, gerade in dem Plastizieren im Ton, in dem Erdigen, in dem Gestaltenden, in diesem frei Gestalten drinnen, das ist etwas ganz Freies. Der Ton gibt da nichts vor. Wenn ich in Marmor meißele, zum Beispiel, oder in irgendeinen anderen Stein meißele, dann muß ich eigentlich herausholen, was in dem Stein drinnen ist. Etwa der David von Michelangelo, oder was, ist eigentlich in dem Block. Den hat er gesehen in dem Block, den er halt aus dem Carraramarmorblock, den er da vor sich hatte… da sah er den drinnen. Und im Ton ist gar nichts drinnen. Da steckt kein Bild drinnen. Der ist absolut bildsam. Das ist das Interessante. Er ist absolut bildsam. Und es liegt am Menschen, in das einzuformen, was seinem schöpferischen Impuls entspricht. Daher steht auch in der Bibel nicht drinnen also: Und Jahwe Elohim meißelte den Adam aus einem Marmorblock oder einem Granitblock. Es wäre ein völliges Unding. Weil, da hätte er nur dabei sein können, etwas herauszumeißeln, was im Grunde schon ein Anderer in den Block hineingelegt hat.

Also, das ist etwas ganz, ganz Tolles eigentlich, dieses freie Gestalten mit dem Tonmaterial, mit diesem erdigen Material. Das ist das Künstlerische schlechthin. "Ich stehe vor einem Batzen und hab sonst gar nix." Der Batzen sagt mir nichts. Ich meine, der Marmorblock, der, der es sehen kann, sieht, was da drinnen ist an Möglichkeiten. Man kann nicht nur den David daraus schaffen. Man könnte andere Figuren auch schaffen, aber in einer ganz bestimmten Weise nur. Und eine dieser möglichen Gestalten muss der Künstler drinnen sehen und herausholen. Aber der Künstler, der im Ton schafft, sieht in dem Ton gar nichts drinnen. Weil, da ist nichts drinnen, was ihn leiten würde. Er lässt ihn völlig frei. Und er muss den ganzen Impuls hineinlegen. Und aus dem wird dann was - oder wird nichts, mehr oder weniger. Da ist das ganz freie Gestalten drinnen. Und das ist dann ein Schaffen aus dem Nichts heraus. Das heißt, wenn ich den Block meißele, schaffe ich nicht vollkommen aus dem Nichts heraus. Da habe ich eine Stütze drinnen in dem Block, der drinnen ist. Da liegt etwas drin, was die Götter, nennen wir es jetzt einmal so, also die diese Erdenwelt gestaltet haben und eben auch diesen Kalkstein, diesen Marmor geschaffen haben, die haben etwas hineingelegt - und den Menschen jetzt die Freiheit gegeben, daraus bestimmte Figuren herauszuholen, bestimmte Dinge herauszuholen, aber andere wieder nicht. Es sind trotzdem unzählige möglich, wie gesagt. Nicht nur der David wäre möglich herauszuholen. Aber es ist eine Vorgabe drinnen. Es ist eine Hilfe da, eine Unterstützung da. Der aus dem Ton es formt, hat keine Unterstützung. Gar keine. Er schafft völlig aus dem Nichts heraus, in Wahrheit. Völlig aus dem Nichts heraus. Kann er. Kann er, wenn er will. Er kann natürlich auch jetzt ein Modell hinstellen und sagen: "Warte, ich forme es genau nach. Ich mache jetzt eine Statue, die schaut jetzt so aus wie der, der da sitzt vor mir." Kann ich natürlich auch machen. Dann habe ich einen teils freien Impuls, teils nicht freien Impuls. Aber ich kann ihm auch eine ganz, ganz neue, ganz individuelle Gestalt geben.

So wird die Zukunft ausschauen, auch in der Kunst. Es werden Gestalten sein, die ganz einzigartig sind, die nichts gleichen, was man sonst in der Sinnenwelt sehen kann. Die einfach eine neue Gestaltung hineingeben. Die nicht mehr etwas Äußeres abbilden. Die bildende Kunst ist durchgegangen durch eine lange, lange Phase.

Naja, "lange Phase", so lang ist sie eigentlich gar nicht. So richtig begonnen hat es… Ja, Anfänge bei den alten Ägyptern, so a bisserl. Ja, was sehr Eigenartiges schon etwas früher… aber da sieht man, dass… Also, es gibt zum Beispiel so Statuen von einem Löwen-Menschen - das geht noch in die Steinzeit irgendwo zurück: Große Gestalt, so ein Mensch ist sicher nicht äußerlich irgendwo herumgelaufen, also, so ein Mensch mit Löwenkopf und unten Menschengestalt. Aber es ist doch auch die Menschengestalt irgendwo drinnen, jedenfalls deutlich. Aber da war es noch etwas, was die Menschen wirklich hellsichtig erlebt haben. Aber natürlich war es auch nicht das Bild, das sie selber sich erschaffen haben, sondern sie haben halt aufgenommen, was sie geistig wahrgenommen haben.

Wir, in der Zukunft, werden ganz neue Bilder erleben und schaffen im geistigen Erleben. Wir schaffen damit, ja, sogar geistige Wesen, Elementarwesen zumindest, mit diesem Bild. Und die formen wir dann ein dem Ton zum Beispiel - oder was immer es dann sein mag. Aber ein Material, das mir nichts vorgibt, das mich frei lässt und wo ich nichts Äußeres nachmache. Und das im Tun! Das Kunstwerk selber wird irgendwann mit der physischen Erde verschwinden. Aber das Wesentliche ist der Impuls, es getan zu haben. Der geht weiter. Und das ist etwas, was völlig aus dem Nichts ist. Sein kann. Wenn ich mich nicht an irgendetwas Äußeres halte. Also etwas, was ich schon gesehen habe in der Welt oder wo mir ein Anderer erzählte: "Du, ich habe da ein Erlebnis gehabt, das ist so oder so." Ja, dann ist es halt dem sein Erlebnis. Kann ja sein, dass zwei zusammenarbeiten. Einer hat dieses Erlebnis und der Andere versucht, es zu gestalten. Kann durchaus sein. Es ist oft so. Ich meine, in der Malerei ist es auch so oft. Künstler brauchen überhaupt oft ihre Muse, die sie küsst - wenn es männliche Künstler sind. Wie es bei den weiblichen ist, weiß ich nicht, wie man das dann nennt. Also, es ist halt sicher wechselseitig, aber oft ist es dieses Gemeinsame auch. Aber es wird kommen, dass es Einer alleine kann, der den Impuls hereinbringt. Das heißt nicht, dass er sich von allen isoliert, aber dass er selber die Impulse hereinholt. Das ist was ganz Wichtiges. Also, dann haben wir die Chance, zu dem aufzusteigen. Dann bekommen wir Vollmacht- mit der Zeit - über alles Fleisch. Das ist sozusagen die Vorübung. In der Kunst üben wir das. Das ist schon der erste Schritt dorthin, das zu üben.

Bild und Gegenbild: Mit dem Heiligen Geist zu einer Menschheit in Harmonie oder mit den Widersachern zur Hure Babylon 1:24:50

Aber es kann auch halt das Fleisch als solches sich selbstständig machen und uns formen in gewisser Weise, auf seine Spuren bringen: Und dahinter eben die luziferischen, die ahrimanischen, die asurischen - und ganz dahinter die soratischen Wesenheiten, die sind drinnen. Also, der Missbrauch des Fleisches, wenn man so will, die Unzucht mit dem Fleisch. Da ist das Äußere gar nicht so, was man aus Unzucht sich äußerlich vorstellt - ist nicht so ganz das Wesentliche dabei, obwohl es natürlich einen Grund hat, warum das so in Beziehung gesetzt wird. Weil, überall dort, wo es mit der Sexualität was zu tun hat, ist ja das auch der Weg, wo wirklich etwas Geistiges - nämlich ein Mensch - hereinkommt in die Erdenwelt. Und tatsächlich sind diese Kräfte, die mit der Sexualität zusammenhängen - eben auch zusammenhängen - sind für diese Gestaltung wichtig. Wir werden das haben, wenn wir diese Kräfte in völliger Reinheit handhaben können. Dann werden wir nämlich auch - davon spricht ja Rudolf Steiner - wir werden also Unseresgleichen durch den Kehlkopf, durch die Sprache hervorbringen. Naja, jetzt darf man sich natürlich nicht vorstellen, so ein Kehlkopf, wie wir da jetzt haben, und da hüpft jetzt der Embryo - weiss ich nicht - oder irgendwer heraus oder was auch immer. Das ist natürlich völlig missverstanden. Aber die Kräfte, die da drinnen liegen - die darin liegen, dass der Mensch die Sprache sich zu eigen gemacht hat, dass er den Funken des Heiligen Geistes aufgenommen hat und in einer Zunge sprechen kann, die alle Völker verstehen, wie es so schön heißt. Das ist nämlich das Geistselbst, das dadrinnen liegt. Weil, dann werden wir als allererstes - noch während wir verkörpert sind auf der Erde - die Fähigkeit bekommen, unsere ganz individuelle Sprache zu entwickeln, die aber auch jeder andere Mensch, der halt auf einem vergleichbaren Geistselbst-Niveau steht, verstehen kann. Weil er sie nachgestalten wird und im Nachgestalten versteht, was der meint. Dann wird es keine Wörterbücher mehr geben. Es wird überhaupt keine Bücher mehr geben, dann. Das wird was viel zu Läppisches sein für die Menschen. Sondern es wird in ihrem Geistselbst drinnen leben - und sie werden nicht aufschreiben müssen das, was sie geistig sowieso schauen. Dort geht's hin. Aber die Verkehrung dieser ganzen Kräfte wäre also das dann, was symbolisiert wird durch die Große Babylon. Die Große Babylon ist geradezu das Gegenbild dieses großen Geistselbstes, dieses gemeinsamen Geistselbst der ganzen Menschheit, von dem ich gesprochen habe, das sich zusammensetzt aus den Geistselbsten aller Menschen. Aber im Grunde ist jedes so groß, nur jedes hat seine individuelle Nuance - und gemeinsam ist es das menschheitliche Geistselbst. Und da ist kein Widerspruch dann drinnen.

Ich meine, wir sollen einen nicht unbeträchtlichen Teil davon spätestens in der nächsten Kulturepoche schon entwickeln, also in der sogenannten slawischen Kulturepoche, von der Rudolf Steiner spricht. Darum ja wirklich diese Tragödie, die sich jetzt abspielt, wo Völkerschaften, die eigentlich ein gemeinsames Volk sind, die diese Zukunft vorbereiten sollen, wo die jetzt im Krieg miteinander stehen - und in Wahrheit das ganze Volk darunter leidet, alle leiden darunter. Es leiden die Russen genauso darunter wie die Ukrainer - und das ganze Umfeld leidet mit, irgendwo. Es ist eine riesige Tragödie, was da passiert. Nachsatz: Das habe ich schon in einem früheren Vortrag, ich glaube Nummer 99, oder wo war's, angesprochen. Die große Tragik besteht darin, dass Europa seine Aufgabe versäumt hat, da in Verbindung zu kommen. Europa hat einen Ich-Impuls hereinbekommen, aber es macht zu wenig damit. Es macht zu wenig mit diesem Individualitätsimpuls. Diese Kraft müssten wir weiterreichen an die Völkerschaften, die prädestiniert sind, dieses Geistselbst ganz energisch zu entwickeln, als Vorreiter, als Vorreiter, damit es dann eine ganze Kulturepoche werden kann, die weltweit da ist. Die weltweit da ist. Und so wie jetzt immer mehr eine Epoche sein soll, wo das Ich, der Ich-Impuls… Also einmal das aus dem Ich heraus anfangen und sich des eigenen wirklichen Ichs bewusst werden. Das ist der große Schritt, den wir machen müssen. Dass wir jetzt mal sehen, das Ich ist nicht nur: Ich bin ich. Ich bin der Größte, der Stärkste, der Beste und überhaupt. Es interessiert mich nur, was mich angeht. Sondern wo wir diese Verantwortung lernen für die gesamte Menschheit, für die gesamte Weltentwicklung - oder sagen wir es mal enger - Erdentwicklung. Wo wir das lernen und ganz bewusst es lernen - und bewusst eben auch lernen, dass wir die Kraft dazu haben. Jeder Einzelne hat im Prinzip die Kraft drinnen, aber sie schläft halt noch ziemlich stark. Und der erste Schritt ist aufwachen dafür. Aufwachen. Weil, sonst geht es dorthin, dass eben nicht der Funke gezündet wird für das Geistselbst, so dass es unser Eigenes wird, sondern dann wird es halt die "Hure Babylon" - und das liest sich dann in der Apokalypse einmal so, 17. Kapitel der Apokalypse:

"Da kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten"... Das sind die sieben Zornesschalen, die ausgegossen wurden, von denen, wenn ihr euch erinnert, Rudolf Steiner sehr deutlich sagt: "Diese Schalen sind Ausdruck der göttlichen Liebe." Gott gießt eigentlich seine Liebe aus, aber unter dieser Liebe verbrennt halt alles, im Grunde, was sich selbst zerstören will und den Weg gehen will zu den soratischen Wesenheiten. Das ist eigentlich die große Hilfe, um diese Kräfte, die uns hinunterziehen wollen, los zu werden. Also, man müsste es jetzt aus der anderen Perspektive sehen: als die großen Liebesschalen, in Wahrheit.

Also: "Da kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und sprach zu mir: Komm, ich will dir das Urteil über die große Hure zeigen, die auf vielen Wasserströmen sitzt."

Die Wasserströme sind ein Bild für das ganze Astralische, was da strömt, für das Seelische, das strömt über die Erde, im Grunde die ganze irdische Seelenwelt, groß genommen, mit all den negativen Kräften, die drinnen sitzen. Weil, die haben zurzeit noch ziemlich die Überhand. Die Astralsphäre der Erde ist im Moment ziemlich mies. Und sie wird noch mieser werden. Sie wird erst dann besser, wenn aus den einzelnen Menschen-Ichen genügend Impulse kommen, um sie zu durchlichten, zu durchlichten, nämlich dadurch, indem sie all das Dunkle, das dadrinnen ist, das durch unsere Schuld entstanden ist, ins Nichts auflösen. Völlig ins Nichts auflösen. Das ist nicht bloß eine Läuterung im üblichen Sinne: "Ich säubere mich von irgendwelchen Fehlern." Und wenn wir uns säubern: Irgendwo lagern wir den Schmutz ab, nicht wahr. Wenn man sich brav duscht und säubert, irgendwo geht's ins Abwasser hinein und irgendwo draußen ist die Kloake, irgendwo findet sie sich. Wir werden eine Möglichkeit finden müssen, sowohl äußerlich im Übrigen, also da ist es auch schon dran, dass wir schauen müssen, dass die Natur nicht verseucht wird durch unseren Dreck, auf gut Deutsch - aber seelisch ist es genauso. Wir sollen ihn nicht ablagern irgendwo, sondern wir sollen ihn so erneuern, dass er kein Schmutz mehr ist, sondern wertvollstes Seelisches.

Der Mensch in seinem Streben - Irren - Streben kann lernen auf des Schwertes Klinge zu balancieren 1:34:26

Und, meine Lieben, ich habe es schon angedeutet in den letzten Vorträgen, aber ich sage es noch einmal ganz deutlich: Das höchste Gut im Astralischen, in der Seelenwelt überhaupt, das wir schaffen können, wird entstehen aus all den Verfehlungen der Vergangenheit, die wir auflösen ins Nichts hinein und daraus in neuer, reinster Form erstehen lassen. Hätten wir keine Fehler in der Vergangenheit gemacht, könnten wir das gar nicht. Das ist das große Geheimnis bei der Faust-Geschichte auch: "Es irrt der Mensch, solang er strebt." Und er irrt also wirklich bis zum Schluss, bis dieses Paar Philemon und Baucis umkommt wegen ihm. Und dann sagt er: "Das habe ich nicht gewollt". Ja, aber du hast es in die Wege geleitet. Aber trotzdem, er strebt immer weiter, immer weiter. Und das liegt in unserem Ich drinnen. Und wenn wir das tun, dann werden wir dazu beitragen, dass all das Negative aus der Vergangenheit nicht nur aufgelöst wird, sondern dass daraus etwas viel, viel Höheres entsteht. Ein höheres Seelisches, ein höheres Geistselbst der Menschheit, als es sonst entstehen hätte können. Das hätten auch die höheren Mächte nicht machen können, weil, es ist ein Geistselbst, das aus einem freien Ich heraus geboren ist. Und nicht einfach von oben nach unten strömt über die Kette der Hierarchien und es aus der Schöpfungsquelle an der Spitze strömt, sondern diese Spitze liegt in jedem Ich jetzt drinnen. Das ist das Neue. Und darum ist es aber auch so wahnsinnig schwer zu verstehen.

ICH und nICHt, LICHt, ICH, nICHt, GedICHt - das sind wunderbare Worte, wo überall das Ich drinnen ist in Wahrheit. Das Wort nICHt - oder nICHts, da ist noch das S drinnen. Das S kann was sehr Ahrimanisches sein, wo der Geist in die Materie schießt, sagt Steiner irgendwo. Ja, wenn es der Ahriman dann packt, dann verhärtet es sich drinnen und wird in unserem Sinne geistlos dann. Es wird hochintelligent, vielleicht, aber geistlos. Aber es kann auch anders werden. Aber, wir gehen ununterbrochen durch dieses Nichts durch. Und da drinnen ist immer das Ich und das holt aus dem Nichts das Lichts, das Licht, heraus. Licht, Nicht, Gedicht. Wunderbar, wie das Josef Weinheber gedichtet hat. Es gibt ein wunderbares Gedicht. Das heißt: "LICHT - NICHT - GEDICHT". Ich habe es jetzt nicht bei der Hand, ich kann das nicht fehlerfrei auswendig, also sage ich es euch jetzt lieber nicht, aber da liegt das drinnen (siehe auch Themenbezogene Leseanregungen). Da liegt, aus dem Sprachgenius heraus, ein Empfinden von diesem wirklich unglückseligen Weinheber, der sich selber umgebracht hat am Ende des Zweiten Weltkrieges, weil er aus seiner Begeisterung für die deutsche Sprache sich halt für Propagandazwecke der Nazis irgendwie einspannen hat lassen oder missbrauchen hat lassen. Und das hat er irgendwo nicht ertragen, dass sein großes Ideal, dieser deutsche Geist, der in der deutschen Sprache lebt, im absolut positiven Sinne… Ich meine, er hat nie irgendwas  geschrieben, in Wahrheit, was mit den Nazi-Ideen wirklich im Einklang war. Er hat nur die deutsche Sprache und den deutschen Geist und die Ich-Kraft, die sich drinnen offenbart, gerade in Mitteleuropa besonders stark, das hat er zutiefst verehrt, den Impuls kannte er, und er hat großartige klassische Gedichte geschrieben. Wir kennen ihn in Österreich hauptsächlich, weil er auch Mundart-Gedichte im Wienerischen geschrieben hat, wienerische Mundart-Gedichte. Und die sind genial, die treffen es auf den Punkt. Aber er hat ganz große klassische Gedichte, halt im Stile Goethes, Schillers oder so, aber wieder mit einer eigenen Nuance, gedichtet - und in dem hat er gelebt. Aber das ist halt missbraucht worden und das hat ihn schwer getroffen. Das hat ihn schwer getroffen. Er ist dadurch wirklich zum Alkoholiker geworden, also er hat dem Namen "Wein-heber" dann auch in der Praxis Genüge getan. Und er hat sich erschossen dann, als der Krieg zu Ende war und die Russen einmarschiert sind, hat er sich erschossen, einfach. Tragisches Schicksal. Ein hochbegabter Mensch, durch den sehr, sehr viel Geistiges hereingekommen ist. Es sind wirklich tolle Gedichte. Und da sieht man schon: Ja, was war das jetzt für ein Mensch? Soll ich jetzt sagen: "Ah, Nazi-Sympathisant." Ja, er hat sich vereinnahmen lassen. Er hat große Fehler damit gemacht, keine Frage. Keine Frage. Aber er hat auf der anderen Seite großartiges Geistiges hereingeholt.

Also, es ist so schwer oft, die Grenze zu ziehen. Es gibt das Gute, es gibt das Böse, aber es gibt keinen Menschen, der nur gut oder der nur böse ist. Wir haben es - und das sollte uns auch in unserer Zeit  sehr bewusst werden. Es gibt immer das ständige Ringen darum: Wo zieht es mich hin, auf welche Seite gehe ich? Und in Wahrheit ist es eben so, dass wir wirklich zwischen den ahrimanisch-asurisch-soratischen Kräften und den luziferischen stehen. Da werden wir immer hin und her gezogen und eine messerscharfe Klinge steht in der Mitte - und da balancieren wir mit unserem Ich. Das Ich ist diese scharfe Klinge, die da drinnen steht, aber auf der müssen wir balancieren. Wir spazieren eigentlich dauernd auf dieser scharfen Schneide selber herum. Das ist das Schwert des Ich. Das ist das Schwert aber auch, mit dem wir die ganzen Widersacher besiegen können, wenn wir lernen auf dem Schwert zu balancieren, zu tanzen. Tänzer werden auf dieser scharfen Klinge. Die ist sozusagen, ja… die hat keine Ausdehnung an ihrer Spitze. Die ist praktisch null - und dort balancieren wir ununterbrochen.

Also, das ist das Gegengewicht zu dem, was uns drohen wird, wenn halt die Hure Babylon die Überhand gewinnt, das heißt, die Seelensphäre der Erde ganz sich in den Dienst der Widersacher stellt, der luziferischen, der ahrimanischen, der asurischen, aber letztlich ganz besonders der soratischen Mächte.

Der Anfang des 17. Kapitels der Apokalypse 1:42:03

Also, lesen wir da dieses 17. Kapitel, den Anfang des 17. Kapitels noch. Aber ich fange durchaus noch einmal vom Anfang an:

"Da kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und sprach zu mir: Komm! Ich will dir das Urteil über die große Hure zeigen, die auf vielen Wasserströmen sitzt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren unreinem Wein die Bewohner der Erde trunken sind. Und er führte mich auf dem geistigen Plane in eine Wüste. Da sah ich auf einem scharlachroten Tiere ein Weib sitzen. Das Tier war über und über bedeckt mit Namen der Geist-Verwünschung und hatte sieben Köpfe und zehn Hörner."

Das sind wir. Das sind wir, wenn wir  unser Astralisches halt beeinflussen lassen durch diese Kräfte. Jeder Einzelne von uns ist dann so ein Tierchen. Und gemeinsam sind wir ein großer Menschheitsdrache dann, mit dem wir so erscheinen.

"Das Weib war mit purpurroten und scharlachroten Gewändern bekleidet, dazu mit Gold und Edelsteinen und Perlen glänzend geschmückt. Sie hielt in der Hand einen goldenen Kelch voll von Greuelgestalten und unreinen Wesen, die ihrer Unzucht entstammten. Und auf ihrer Stirne stand ein Name geschrieben, ein Mysterium: Das große Babylon, die Mutter aller Hurerei und aller Greueltaten auf Erden."

Bis daher einmal. Das Kapitel geht noch ganz schön weiter. Da ist noch Einiges drinnen. Aber das werden wir heute nicht packen.

Die Spitze des Läuterungsberges liegt schon im irdischen Paradies… 1:44:01

Ich möchte nämlich ganz gern noch auf den Dante zurückkommen und euch diesen Text zu Gemüte führen, wie er jetzt schildert, wie diese Kräfte, die da dahinterstecken, nämlich letztlich die soratischen Kräfte aus dem Untergrund, wie die eben hinaufreichen - bis auf die Spitze des Läuterungsberges, bis in die höchste Erdensphäre, die da ganz oben ist, den Bereich, wo das irdische Paradies nach wie vor ist. Nur, wir sind halt rausgeflogen dort. Und wir können uns jetzt also läutern. Wir können uns auf verschiedene Weise läutern. Wir können uns halt auf alte Weise läutern, so wie wir es jedes Mal tun, wenn wir nach dem Tod durchgehen durchs Kamaloka. Was machen wir dann? Wir legen unsere Karmapackerln, die wir hier auf Erden noch nicht bewältigt haben, wir legen sie ab in der Erdensphäre. Das ist der Grund, warum die Erdensphäre mittlerweile ziemlich tiefschwarz geworden ist. Mit gelbroten Sprenkeln drinnen, von mir aus, aber… also was luziferisch noch drinnen ist, aber es ist eigentlich eine düster schwarze Sphäre mittlerweile. Also, das heißt, die Seelenwelt ist noch wesentlich verschmutzter als unsere äußere Atmosphäre, unsere äußere Welt. Das ist noch eine Kleinigkeit davon. Aber dass es so auch im Äußeren a bisserl ist, in der Atmosphäre, ist eine Folge dessen, dass es im Seelischen so ist. Im Seelischen der Menschheit. Also wir haben eine extreme Umweltverschmutzung in der Seelenwelt, die ist wirklich katastrophal. Und wenn wir diese Seelenwelt nicht zumindest bis zu einem gewissen Grad reinigen können dadurch, dass wir aus dem Ich heraus wirklich etwas von dem nicht auf irgendeine Deponie schmeißen, sondern es auflösen und durch unser Ich durchgehen, das heißt, uns mit unserem Ich ganz verbinden mit dem. Wir machen diesen Fehler ganz bewusst zu unserem Eigenen. Wir nehmen ihn an. Wir lassen ihn nicht mehr liegen im Astralischen und sagen: "Ja, das ist halt passiert, und es liegt jetzt in meinem Seelischen und damit aber auch in der Seelensphäre der Erde liegt es halt jetzt herum, aber was soll ich denn tun?" Ich kann eines tun: Ich kann es in meinem Ich aufnehmen und wenn ich es in mein Ich aufnehme, wird es zum Nichts. "Licht - Nicht - Gedicht". Nur, das Licht ist verdunkelt worden. Jetzt müssen wir es ins Nichts führen. Und aus dem Nichts kommt es als Gedicht, als etwas, was wir "gedicht", gedacht.

Aber ein höheres Denken. Nicht unser kleines Verstandesdenken. Ein wirklich geistiges Denken. Das liegt drinnen. In einem Gedicht liegt es drinnen. Da liegt auch die Verdichtung drinnen. Aber jetzt die Verdichtung nicht in ein Physisches, sondern die Verdichtung in ein Geistiges. Um das geht es also. Und das heißt, wenn wir auf diesem Weg zum Läuterungsberg, auf den Läuterungsberg hinauf oder sprich in die geistige Kamalokasphäre… Also, die Kamalokasphäre ist eigentlich astralische Sphäre, geistig im weitesten Sinne, so alles was übersinnlich oder überphysisch ist, kann man als geistig im weitesten Sinne bezeichnen. Aber es ist eigentlich also Seelenwelt, um die es da geht, unterste Seelenwelt sogar, das ist die Kamalokasphäre. Unterste Seelenwelt, das ist identisch mit der Erdensphäre im weitesten Sinne, also Erden-Mondensphäre. Diese große, die ist es eigentlich. Das ist die unterste Seelenwelt, na toll. Da leben wir drin die ganze Zeit und kommen immer wieder zu einer neuen Inkarnation da herunter, eben um diese Welt, ja, wenn man es nüchtern sieht, zu einem großen Teil zu verschlechtern - aber letztlich wieder aufzulösen. Und das ist schon auch im Gange. Aber es muss ganz schön mehr werden. Aber eben, solange man nur sich geläutert hat auf dem alten Sinn - also ich habe irgendwelche Fehler ausgeschieden aus meinem Wesen - solange ist es in der Seelenatmosphäre der Erde eben da und kann schädlich wirken und wirkt auch schädlich. Also, die Läuterung muss bedeuten: Wenn ich es nicht geschafft habe, das wirklich nicht nur abzulegen, sondern es wirklich aufgelöst habe, wenn ich das nicht gemacht habe, dann erreichen mich diese Kräfte noch dort, wo ich eigentlich nur hineinkomme nach vollständiger Läuterung. Man darf in das irdische Paradies, wenn man alles abgelegt hat, aber eben nicht verwandelt hat, in Wahrheit, noch. Weil, wir müssen durchgehen. Wir müssen aus dem Kamaloka, wenn wir dann durchgehen durch die geistige Welt, durch bis zu der Weltenmitternachtsstunde und dann wieder zu einer Inkarnation durchgehn, müssen wir letztlich über die Spitze des Läuterungsberges weitergehen. Aber wenn wir… In der Zukunft wird es immer gefährlicher sein, wenn wir nicht wirklich unsere Verfehlungen, unser Karma, aufgelöst haben, dann wird es irgendwann einmal so weit sein, dass uns die Widersacher dort gerade im irdischen Paradies noch erjagen, schnappen und hinunterziehen in ihre Welt. Das ist das große Problem.

Und das Zweite ist also: Die Menschen, die geistig strebend sind, aber zu wenig Kraft noch entwickelt haben, um dieses eigene Geistselbst zu entwickeln - und eben nicht ein Geistselbst zu entwickeln, das im Bunde steht, im Untergrund, mit den Widersacherkräften. Die Menschen, die aber trotzdem geistig strebend sind und das aber nicht so bewältigen, die sind am allergefährdetsten. Und das sind wir alle. Oder das sind wir fast alle.

Die ganz hohen Eingeweihten gehen große Gefahren mit ihrer Wiederverköperung ein 1:51:09

Es gibt ganz wenige hohe Eingeweihte, die schon ein so voll entwickeltes Geistselbst haben, dass ihnen eigentlich nichts mehr passieren kann. Aber, aber der Punkt ist, es gibt große Eingeweihte, die müssten sich für ihre eigene Entwicklung nicht mehr verkörpern auf Erden. Das ist dann der Fall, wenn sie zumindest schon also größere Teile des Geistselbstes entwickelt haben. Das heißt… Und zwar wirklich ein Geistselbst, das entstanden ist aus eigener Schöpfung. Also, das ist bei allen rosenkreuzerischen, wirklich rosenkreuzerischen Eingeweihten, ist das der Fall, zum Beispiel. Also namentlich aber auch so Menschen, die dieses Ziel erreicht haben: Zarathustra zum Beispiel, der durchgeht, der dann Meister Jesus geworden ist und als Meister Jesus durchgeht. Weil er bereits zur Zeitenwende so weit war, dass der Christus sich in seinen Leibeshüllen verkörpern konnte und dieser Meister Jesus müsste sich für seine Entwicklung nicht mehr inkarnieren auf Erden, überhaupt nicht. Und er tut es. Er tut es so, dass es eigentlich nur ganz, ganz kurze Zeiten sind, wo er nicht inkarniert ist auf Erden. Aber jedes Mal begibt er sich damit in die Gefahr, dass er einen Fehler begehen könnte, der wieder Karma anhäuft, der wieder Karma erzeugt. Und damit wieder etwas erzeugt, was erst wieder aufgelöst werden muss. Und gerade wenn ein großer Eingeweihter so einen Fehler macht, wo was passiert, das ist sehr nachhaltig und sehr schwer aufzulösen. Je höher die geistige Kraft ist, die fehlgeleitet wird oder sich fehlleiten lässt, desto schwieriger ist es aufzulösen. Und in diese Gefahr begibt sich so ein Eingeweihter wie ein Meister Jesus jedes Mal, wenn er wieder auf Erden herunterkommt.

Das ist nicht der Christus selbst, obwohl natürlich der Christus mit seinem Ich verbunden ist - wie mit uns allen Menschen. Aber es ist nicht ein verkörperter Christus, es ist der wiederverkörperte Jesus von Nazareth, der nathanische Jesus, wenn man so will, na Blödsinn, der salomonische Jesus, nicht der nathanische, der salomonische Jesus. Der ist es. Also der, zu dem die Weisen aus dem Morgenland gekommen sind. Um den geht es. Das war also der wiedergeborene Zarathustra, weil die Weisen aus dem Morgenland ja in den Sternen sozusagen gelesen haben, dass er wiedergeboren wird, ihr Meister, ihr großer Meister, der ihr Meister schon in früheren Inkarnationen war, in mehreren früheren Inkarnationen sogar - und den suchen sie. Und spüren irgendwie, dass mit dem was Großes jetzt passiert. Eben, dass er eine Inkarnation aufbaut, durch die sich dann der Christus verkörpern kann auf Erden. Das ist das Großartige. Also, der ist mit seinem Ich sehr weit gekommen und mit seinem Geistselbst sehr weit gekommen. Eben vor allem durch diese Opfertat, die er vollbracht hat, indem er seine Leibeshüllen dem Christus zur Verfügung gestellt hat. Und wo die Taube schwebt drüber und so weiter. Es sind alles sprechende Bilder. Ja, also, es erreicht die Menschen, die geistig strebend sind. Die Höchsten sind am meisten gefährdet.

Die Höchsten sind am meisten gefährdet. Also, man braucht nicht denken, je höher man steigt, desto weniger Sorgen muss ich mir machen. Na, Sorgen muss man sich eigentlich eh nicht machen, aber man muss halt seinem Weg treu bleiben. Wenn nicht, wenn man nachlässig wird, dann ist der Absturz ziemlich groß, kann sehr groß sein. Und sich wieder hinaufzurappeln, wird schwieriger. Wird schwieriger. Aber trotzdem, es ist Ausdruck der großen Kraft, die man bereits entwickelt hat. Und - wir müssen nicht hinunterfallen. Aber die Gefahr besteht. Und gerade in der Überwindung dieser Gefahr entwickeln wir uns noch weiter. Das ist der Punkt. Wenn wir endgültig das hinter uns lassen wollen, müssen wir dort hinaufgehen. Und vielleicht sind Einzelne dann auch so weit, dass sie sagen: Für die Menschen, die unten noch zurückgeblieben sind, die das nicht aus eigener Kraft schaffen, verkörpere ich mich auf Erden noch, um ihnen Impulse zu geben. Weil, nicht alle Impulse kann man unmittelbar aus der geistigen Welt geben, wenn man nicht verkörpert ist. Es muss zusammenwirken, es müssen Impulse aus der geistigen Welt, rein aus der geistigen Welt, also aus einem nicht verkörperten Zustand, wie sie etwa durch einen Buddha hereinkommen, sein und sich verbinden mit Impulsen von Menschen, die weit entwickelt sind, sich nicht verkörpern müssten, aber es tun zum Heile der Menschen, die zurückgeblieben sind. Die gehen das allergrößte Risiko ein, und sie gehen es ganz bewusst ein.

Irgendwann stehen wir vor der Entscheidung: Gehen wir den östlichen oder den westlichen Weg 1:57:00

Und das heißt, es muss uns klar sein, wenn wir uns geistig weiterentwickeln wollen, gibt es natürlich zwei Wege: Es gibt den östlichen Weg und es gibt den westlichen Weg.

Der östliche Weg ist der, wenn man sagen kann… Im weitesten Sinn hat er etwas zu tun mit der Nachfolge Buddhas, was den Christus nicht ausschließt, in keinster Weise, aber was letztlich ein Weg ist, der dazu führt, dass man, wenn man weit genug kommt, ein Eingeweihter wird, der rein aus der geistigen Sphäre wirkt. Daher sind die ganzen östlichen Wege, wenn sie in einer richtigen Weise gegangen werden, indem sie eben erkennen, was in dem Christus-Impuls auch drinnen liegt, ist was Richtiges drinnen in dem Ziel, also dann irgendwann ein Eingeweihter zu werden, der ganz aus der geistigen Welt wirkt.

Die andere große Aufgabe ist, obwohl man auch so weit ist, dass man sich nicht mehr inkarnieren müsste: Ganz bewusst sich so oft als nur möglich zu inkarnieren auf Erden mit Zeitspannen, die oft unglaublich kurz sind zwischen zwei Inkarnationen. Das sind oft wenige Jahre. Das ist extrem kurz. Das geht auch nur deswegen, weil, er hat nichts zu läutern, wenn das alles funktioniert hat. Und er braucht auch nicht - wie soll ich es sagen - das Auftanken, indem er durchgeht durch die Weltenmitternachtsstunde, weil, er hat sie eigentlich immer im Blickfeld. Also, so hohe Eingeweihte sind so weit, dass sie schon über viele Inkarnationen die Weltenmitternachtsstunde, die der Normalbürger völlig verschläft, wenn er drüben ist, ganz bewusst durchlebt hat und das ganz bewusst auch mit hereinnehmen kann in das Bewusstsein, in die Verkörperung. Das können wenige. Das ist ein sehr weit gestecktes Ziel. Das wird jedenfalls noch etwas dauern, wenn das mehr Menschen werden. Aber wir müssen letztlich alle irdengwo dort hinkommen.

Weil für uns alle, die wir den rechten Weg gehen wollen, kommt der Zeitpunkt, wo wir uns nicht mehr verkörpern auf Erden. Und dann sollen wir so weit sein. Ich meine, sonst wird es nicht funktionieren, sonst sind wir gefesselt, nämlich durchaus an die materielle Erde gefesselt. Und dann kommt das Ideal des materiellen ewigen Lebens. Also das, was… Manche heute träumen geradezu davon. Es ist die Idee, die hinter dem sogenannten Transhumanismus oder so steht auch, über den Menschen in der heutigen Form hinausgehen.

Die Anthroposophie sagt: Der Mensch ist ein immer Werdender 1:59:53

Das will die Anthroposophie genauso, weil sie sagt: Der Mensch ist ein immer Werdender. Er geht eigentlich jeden Tag über sich hinaus, über mein heutiges Menschentum gehe ich eigentlich morgen einen Schritt hinaus, in Wahrheit. Wenn ich nur irgendeinen geistigen Gedanken oder irgendetwas habe, tue ich das. Manchmal macht man halt einen Schritt zurück auch. Kann auch passieren, aber wir tun es. Wir sind auch Transhumanisten in diesem Sinne. Wir gehen über unser heutiges Menschliches hinaus, immer wieder, aber halt auf andere Art. Wenn es auf den soratischen Weg geht, dann versucht man es in rein materieller Form zu tun. Das ist die Verballhornung. Aber das ist den meisten, die an diesen Sachen mitarbeiten, gar nicht bewusst. Und es geht aber in die falsche Richtung letztlich. Wird uns aber, muss uns auch, begleiten. Wird uns begleiten, wird vieles kommen, wird vieles kommen. Es sind viele, wie soll ich sagen, Nebenprodukte des Ganzen sogar notwendig für die Entwicklung, wichtig für die Entwicklung, werden heilsam sein. Aber man darf dem nicht verfallen und man darf nicht die eigene wirkliche geistige Entwicklung versäumen, sonst haben wir keine Kräfte, um mit dem fertig zu werden.

Ausklang und Ausblick auf den 112. Vortrag 2:01:18

Gut, da ich der Uhr ins Auge schaue und sie mir sagt, es ist schon wieder 9:00 Uhr geworden ist, werde ich jetzt gegen mein Vorhaben euch den Dante heute doch noch vorenthalten. Das nächste Mal fange ich dann aber gleich damit an. Ist euch das recht, ich hoffe. Weil, es ist doch eine etwas längere Stelle und sie braucht auch einige Erläuterungen noch dazu, dass es sinnvoll ist. Ich meine… Nein, machen wir es das nächste Mal, sonst wird es wieder endlos. Und ich übe mich gerade in a bisserl Disziplin, weil, es ist einfach anstrengend, so lange zuzuhören und dabei zu sein. Man kippt dann irgendwann weg. Ich mein, wie ich's seh: "Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf." Das ist nichts Schlechtes. Ich kippe bei Vorträgen auch immer irgendwann einmal weg, wenn sie länger sind. Das ist normal. Aber müssen wir ja nichts übertreiben. Gut. Ich danke euch fürs Dabeisein. Freue mich aufs nächste Mal...

Themenbezogene Leseanregungen

Josef Weinheber, "Licht - Nicht - Gedicht": Der Text ist unter folgendem Link zu finden: [1]

Hinweis von Anita: Über das Gedicht hat Wolfgang im 63. Vortrag zur Apokalypse ausführlich gesprochen; siehe dazu auch den Film sowie Anitas Zusammenfassung.