Apokalypse des Johannes - 114. Vortrag von Wolfgang Peter

Aus anthro.world

Themenschwerpunkt

Ziel unserer Menschheitsentwicklung ist es, über sieben kosmische Stufen hinweg in freier Willensentfaltung volles Bewusstsein für den ganzen Kosmos zu erringen, um dann in einer "guten 8. Sphäre" auf Elohim-Stufe einen völlig neuen Kosmos zu schöpfen.

Mit Hilfe der luziferischen und ahrimanischen Widersacher haben wir über die vergangenen Kulturepochen unser "Kleines Ich", unser Ego, ausbilden können, um uns in einer Sinnenwelt als Eigenwesen fühlen können. Dabei hat insbesondere durch den zunehmenden Einfluss der überragenden Intelligenz Ahrimans das geistige Entwicklungstempo rasant zugenommen, so dass wir mit unseren technischen Möglichkeiten der Versuchung zu unterliegen drohen, die Erde vorzeitig zu einem für sinnlich-physisches Leben unbewohnbaren Ort zu machen.

Es ist daher jetzt für jeden Einzelnen an der Zeit, sich als geistig-schöpferisches Wesen zu erkennen, sein Verstandeswissen mit der Christus-Ich-Kraft zum Geistesschwert umzuschmieden und sich so gerüstet im Sinne eines neuen sicheren Einweihungsweges in völliger Gedankenklarheit und vom eigenen Willen geführt mehr und mehr über die Schwelle zu wagen, ohne sich von den ihn dort erwartenden Widersachermächten verführen zu lassen und damit letztlich in der soratischen 8. Sphäre zu landen.

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- 114. Folge -

Weitere Vorträge von der Apokalypse des Johannes von Wolfgang Peter findest du hier: Vortragsreihe Apokalypse des Johannes von Wolfgang Peter

Schlüsselwörter

Wir fliegen ganz weit hinaus, durchaus in die sinnliche Welt - Fühlen draußen Seelisch-Geistiges - die Unordnung, die wir durch unsere Irrtümer auf der Erde anrichten - Erzengel Uriel gibt uns durch sein "Richten" Impulse, in die richtige Richtung zu kommen - wir werden mit dem "Gotteswesen" im Wochenspruch auf Uriel vorbereitet - mit der Anthroposophie über das Ego-Bewusstsein zum Bewusstsein unseres eigentlichen Ichs - ohne Egoismus können wir auf Erden kein Eigenwesen sein - wer bin ich eigentlich? ist erst eine Frage des modernen Bewusstseins - die Ausbildung des Ego ist eine große Leistung der Widersachermächte - Luzifer verdanken wir ein reiches Seelenleben - die Mysteriendramen: ein Kompendium der ganzen Anthroposophie - die Mysteriendramen tun etwas mit dir, wenn du etwas mit ihnen tust - 2. Mysteriendrama: Johannes Thomasius begegnet seinem Doppelgänger und erkennt, dass er bislang nur sehr oberflächliche Seelenkräfte der geistigen Welt entgegengetragen kann - über die Schwelle gehen: ein tief erschütterndes Erlebnis, das verbunden ist mit der Bereitschaft zu sterben - die Perlenschnur: ihr Reißen macht eine Rückkehr unmöglich - in der heutigen Zeit über die Schwelle gehen durch Meditation - Anthroposophie lehrt ein Gehen über die Schwelle in voller bewusster Gedankenklarheit und in Willensfreiheit - Willen und Können sind eins - 2. Mysteriendrama: Johannes Thomasius und sein Schöpfen aus Marias geistigen Erfahrungen - Verstandeswissen muss zum Geistesschwert umgeschmiedet werden - Hinaufgehen ohne das geschmiedete Geistesschwert lässt uns allzu leicht den Einflüsterungen der Widersacher verfallen - es gibt nicht die große Weltformel - Einstein im Wechselspiel der luziferischen und ahrimanischen Kräfte und die Relativitätstheorie - 2. Mysteriendrama: Johannes Thomasius und Professor Capesius - 2. Mysteriendrama: Johannes Thomasius ruft Luzifer für seine Seelenbildung an - 3. Mysteriendrama: Johannes Thomasius verfällt ahnungslos den Inspirationen Ahrimans - große Eingeweihte in der Gefahr, Werkzeug der Widersacher zu werden: ihr Weg in die soratische 8. Sphäre - es gibt drei 8. Sphären - die soratischen Kräfte stehen auf Elohim-Stufe: können wir unterscheiden zwischen den regulären und den soratischen Kräften? - das Christus-Bewusstsein ruft den großen Aufschrei der soratischen Kräfte hervor: so können wir zur Begegnung mit unseren Doppelgängerkräften geführt werden - Johannes Thomasius als Protagonist der Mysteriendramen ist das Musterbild eines Menschen unserer Zeit - wir finden in der Apokalypse alle Widersacherkräfte - die Evolutionsbiologen und das Problem des Bewusstseins - die ahrimanische Intelligenz übersteigt die menschliche Intelligenz weit - Ahriman hat eine sehr hohe Geistigkeit, aber kein Seelisches - die kosmische Astralwelt ist die Weisheit schlechthin - wir werden künstlich beseeltes Leben erschaffen können - unser geistiges Entwicklungstempo ist riesig: wir sind zu früh dran mit unserem Schritt zum künstlichen Leben - das ganze Einweihungswesen muss sich verändern, damit unser Weg in die "gute 8. Sphäre" gelingt - Apokalypse: das Weib mit der Sonne bekleidet - die weisheitsvolle Weltenastralität - die Geburt der freien Christus-Ich-Kraft - wir werden helfende freiwillige Inkarnationen auf der Erde brauchen - Astrophysik und Anthroposophie zur künftigen Vereinigung der Erde mit der Sonne: bleibt "tote Schlacke" zurück? - wie vorausberechenbar sind die künftigen Entwicklungen unseres Planetensystems? - die Zeit ist kein gleichmäßig fließender Strom: die Zeit ist ein Wesen - auf das Lebewesen Zeit nehmen wir als Menschheit mit unserem geistigen Entwicklungstempo Einfluss - die Entwicklung unseres Planetensystems: Überraschungen sind möglich - die Hure Babylon als Gegenbild zum Weib mit der Sonne bekleidet - das Tier der Apokalypse wird stufenweise immer bedrohlicher - die Weisheitskräfte der Vergangenheit tragen nicht in die Zukunft - die Zukunft lebt vom neuen Schöpferischen des Menschen - die Menschheit muss den Weg gehen wollen, den der Christus durchgemacht hat - Goethes Märchen war Ausgangspunkt für die Mysteriendramen - das makrokosmische Ich zugleich im mikrokosmischen Ich leben - Dantes Beatrice entspricht dem Weib mit der Sonne bekleidet - aus dem Tier der Apokalypse wird schließlich "Sorat" - wir sind all die Tiere der Apokalypse - 6-6-6 ist die Zahl des Menschen - SORAT steht für die sieben Wesensglieder des Menschen - die Entwicklung unseres kleinen Bewusstseins zu einem Bewusstsein für den gesamten Kosmos - unsere riesige Aufgabe: den unbewussten Bereich ins Bewusstsein zu heben bis zum Ende der Vulkan-Entwicklung


Transkription 114. Vortrag (von Ghislaine und Susanne am 27. Juni 2022)

Begrüßung und 10. Wochenspruch 0:00:41

Ich begrüße euch ganz herzlich zum 114. Vortrag zur Apokalypse - und dazu kommt der 10. Wochenspruch. Also, wir fliegen jetzt mit dem Wetter entsprechend wirklich ganz weit hinaus. Es geht so:

Zu sommerlichen Höhen

Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich,

Es nimmt mein menschlich Fühlen

In seine Raumesweiten mit,

Erahnend regt im Innern sich

Empfindung, dumpf mir kündend,

Erkennen wirst du einst:

Dich fühlte jetzt ein Gotteswesen.

Also, das Neue ist jetzt, wenn wir mit unserem Fühlen immer mehr hinausgehen - also in die sinnliche Welt durchaus hinausgehen - und sie begleiten sehr stark mit unserem Fühlen, das Denken vielleicht a bissel dumpfer schon geworden ist oder a bissl gar dumpfer geworden ist, wie auch immer, aber wir gehen mit dem Fühlen hinaus. Und wir haben schon oft jetzt davon gesprochen: Wenn man sehr aufmerksam ist, kann man vielleicht da und da ein bisschen fühlen, dass da auch was Seelisch-Geistiges draußen ist. Ja, in anderen Menschen sowieso, in den Tieren sowieso, irgendwo, aber auch im Pflanzenwesen - und selbst hinter den Mineralien, irgendwo oder rundherum, webt irgendwas Seelisches. Aber noch etwas anderes, noch eine Steigerung ist jetzt so im Nachklang dieser Erlebnisse: Irgendwann einmal später, nach längerer Zeit, also nicht gleich, aber nicht nur zu spüren, da ist Seelisch-Geistiges draußen, sondern zu spüren: Du wirst wahrgenommen vom geistigen Wesen. Hier ist also ein geistiges Wesen angesprochen. Es können aber auch mehrere sein, die dich wahrnehmen.

Das ist überhaupt einmal so ein Grundcharakteristikum der Seelenwelt, dass sehr wesentlich dazugehört diese Empfindung für das Wahrgenommenwerden von anderen Wesen. Es ist viel weniger so: "Ach, ich schaue jetzt - und welche geistigen Wesen sind denn da um mich?", sondern das eigentliche Gefühl ist: "Ich werde wahrgenommen von den anderen geistigen Wesen." Und ihre Wahrnehmungstätigkeit ist die, die ich eigentlich spüre. Und das heißt, wir sind in der geistigen Welt, in der Seelenwelt auch, niemals allein. Das kommt noch dazu, dass wir ja nicht getrennt in Wahrheit von den anderen Wesen sind, sondern dass die Wesen einander durchdringen. Das macht es auch im Übrigen so schwer zu sagen: "Na, ist es jetzt die Wesenheit oder ist es jene Wesenheit?" Oft spricht die eine Wesenheit durch die andere, hüllt sich in die andere. Also, da gibt es sehr, sehr viele Konstellationen. So bequem halt wie in der Sinneswelt, dass man alles nebeneinander stellen kann, das funktioniert in der geistigen Welt nicht so einfach. Wir können eigentlich nur durch unser Bewusstsein einzelne Seelenwesen, einzelne Geistwesen voneinander unterscheiden, uns auf sie konzentrieren und dann uns besonders mit ihnen beschäftigen. Und dann eben sehr stark auch spüren: Wir werden wahrgenommen.

Das wird dann in der nächsten Woche und gegen Johanni zu noch stärker, dann wird uns ein sehr hohes geistiges Wesen, eben der Erzengel Uriel… Da sollte man dann - oder könnte man dann - ganz deutlich spüren, wie er uns wahrnimmt und vor allem auch, na ja, mit sehr großem Ernst wahrnimmt: all die Fehler, all die Irrtümer, die wir in unsere Erdenwelt hineingebaut haben. Er macht es aber nicht als der große Oberlehrer, der jetzt da steht, sondern es ist eigentlich die Hilfe für uns selbst, ja, aus unseren Irrtümern zu lernen, sagen wir mal so. Es geht darum, dass uns diese Irrtümer bewusst werden. Und daher müssen wir ihm sehr dankbar sein dafür, dass er uns wahrnimmt, sehr intensiv wahrnimmt - und vor allem auch wahrnimmt eben, welche Spuren unsere Irrtümer in der Erdenwelt hinterlassen. Also, wie eigentlich dieses geordnete System, das ursprünglich da war, das der Erdenbildung einmal zunächst zugrunde liegt, wie dadurch, dass wir uns dann beteiligt haben immer mehr an der Entwicklung - zuerst noch ganz, ganz unbewusst, aber daher auch ganz unbewusst oft geleitet von den Widersachermächten oder mitgeleitet von den Widersachermächten - dass wir da sehr viel Unordnung in die ganze Naturwelt, in die ganze Erdenwelt hineingebracht haben. Darauf macht uns der Uriel dann zur Johannizeit ganz besonders stark aufmerksam. Und wir werden "gerichtet", heißt es. Aber gerichtet nicht nun so zu meinen, wie wenn wir jetzt vor Gericht stehen: Sondern es ist eben auch der Impuls dazu da, es wieder richtig zu machen, also wieder in die richtige Richtung zu kommen. Das ist das Eigentliche, was dahintersteht. Also, vorbereitend wird eben da jetzt schon von diesem Gotteswesen gesprochen, das uns fühlt und das uns dann eigentlich gerade beim Uriel, naja, doch mit ziemlicher klarer Erkenntnis nicht nur fühlt, sondern durchdringt. Uriel sieht dann sehr deutlich, was bei uns in der Menschenwelt als solches los ist. Also, das jetzt zum 10. Wochenspruch. Ich lese ihn noch einmal:

Zu sommerlichen Höhen

Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich,

Es nimmt mein menschlich Fühlen

In seine Raumesweiten mit,

Erahnend regt im Innern sich

Empfindung, dumpf mir kündend,

Erkennen wirst du einst:

Dich fühlte jetzt ein Gotteswesen.

Wir brauchen den Egoismus, um ein Eigenwesen zu werden auf Erden 0:07:10

Man muss dabei immer bedenken, dass wir im Moment hauptsächlich unser Ego-Bewusstsein haben, also das "kleine Bewusstsein", das wir so in unserem Inneren tragen, unser alltägliches, oft auch sonntägliches Innenleben, das wir in uns tragen - und dass unser eigentliches Ich viel, viel größer, viel, viel weiter ist, eben die ganze Welt umspannt. Und wir stehen jetzt in einer Zeit, in einer Epoche drinnen - und zwar wirklich ganz konkret, jetzt in unseren Tagen - wo es heißt: Aufbruch dorthin, dieses große Ich, dieses wirkliche Ich, naja, einmal deutlicher zu ahnen, zu erkennen. Mit unserer Bewusstseinsseele ein bisschen darin aufzuwachen. Der Weg der Anthroposophie, der moderne geistige Weg, geht ganz dorthin darin aufzuwachen. Das gibt uns noch eine viel größere Möglichkeit dann aber auch zurückzuschauen auf unser kleines Ich, auf unser Ego, wenn man so will, das aber die Voraussetzung war, dass wir überhaupt ein selbständiges Wesen werden können, was es denn mit diesem Ego auf sich hat. Es ist ja nicht grundsätzlich was Negatives oder so. Ich habe auch oft gesagt, wir brauchen es auch unbedingt. Wir brauchen auch unseren Egoismus, sonst könnten wir kein Eigenwesen sein auf Erden. Und dieser Egoismus lebt in gewisser Weise in der ganzen Natur auch drinnen - und muss darinnen leben. Sonst gäbe es keine Eigenwesen, sondern dann gäbe es nur die Erde - oder im größeren Sinn sogar nur unser ganzes Sonnensystem und sogar darüber hinaus nur ein großes universelles Lebewesen, beseeltes Lebewesen, aber ohne Einzelwesen drinnen. Und gerade dass hier auf Erden Einzelwesen sich entfalten können - der Mensch voran einmal - aber eben auch das ganze Tierreich, das wir aus uns herausgesetzt haben, aber auch das Pflanzenreich, das sich eben nicht als die "Ur-Pflanze" überall präsentiert, sondern in tausenden, abertausenden verschiedensten Pflanzenarten sich offenbart. Und innerhalb jeder Pflanzenart in immer wieder sehr ähnlichen, auf den ersten Blick fast identischen Einzelpflanzen, sich offenbart, ja, aber doch jede ist unterschiedlich von der anderen. Jede ist einzigartig gebildet - und dass diese einzigartigen Bildungen möglich sind, überhaupt möglich sind, dazu sind diese Egokräfte notwendig. Sie sind auch die, die uns verholfen haben, überhaupt erst zu unserem heutigen Bewusstsein zu kommen, langsam hinzukommen also zu dem Bewusstsein der Innenwelt.

Die Ausbildung unseres Egos: Die große Leistung der Widersachermächte 0:10:21

Es hatten die Menschen in früheren Zeiten… Also gehen wir gar nicht zu weit jetzt zurück, gehen wir in die Atlantische Zeit zurück, gehen wir sogar noch zurück in die erste Kulturepoche, da gab es noch gar nicht stark dieses Innenbewusstsein, wie wir es heute haben. Also dieses, wo wir heute sagen: "Ja, ich bin in mir, ich bin der und der, ich beschäftige mich sehr viel mit dem. Wer bin ich eigentlich? Was soll ich tun?" Und nachgrübeln über das alles. Oder auch alles mögliche empfinden: "Ach, mir tut das weh und ach, warum muss mich das alles treffen?" - und so weiter. Das ist eigentlich erst ein relativ modernes Bewusstsein. Also auch dieses Innenbewusstsein, dieses kleine Ego-Bewusstsein, so wie wir es heute kennen, ist nicht so lange in der Menschheit in Wahrheit drinnen - und es ist ja für die meisten Menschen noch lange nicht vollendet. Es ist erst auf dem Weg, sich aufzubauen - und es sollte immer reicher werden. Und wir haben einige Anfechtungen dabei zu überwinden, damit es auch immer reicher werden kann, sodass letztlich eine Verbindung auch stattfinden kann, eine ganz starke Verbindung zwischen dem großen Ich-Bewusstsein und dem kleinen Ego-Bewusstsein. Eigentlich wird einmal die Zeit kommen, wo wir so ganz locker, sage ich einmal, von einer Sphäre in die andere wechseln. Das heißt, im Grunde eigentlich über die Schwelle hin- und hergehen. Denn wenn wir zum großen Ich, zu unserem wirklichen Ich gehen, müssen wir über die Schwelle gehen. Dieses große Ich lebt in der geistigen Welt, die aber dem ganzen Kosmos zugrunde liegt.

Aber wir müssen eben auch dieses kleine ich, dieses Ego ausbilden und dazu, gerade dazu, zur Ausbildung dieser eigenen Innenwelt, dieser abgesonderten Innenwelt, dazu haben ganz besonders - und zwar förderlich im Wesentlichen - die Widersachermächte beigetragen. Das ist die große Leistung, die sie vollbracht haben und noch weiter vollbringen und noch weiter daran arbeiten. Aber natürlich auch halt vermischt mit ihren Intentionen, uns auf einen Weg zu führen, der eben nicht durch unser Ich bestimmt ist, sondern durch sie bestimmt ist, durch ihre, wenn man so sagen will, Machtbestrebungen bestimmt ist.

Luzifer verdanken wir unser reiches Seelenleben, das wir jetzt in die höheren Welten hinauftragen können 0:13:05

Und dass wir überhaupt ein eigenes Innenleben empfinden, das verdanken wir vor allem den luziferischen Kräften. Es ist der Luzifer, der mal da ganz stark drinnen wirkt. Und ohne diesen Luzifer hätten wir kein reiches Seelenleben, das wir jetzt hinauftragen können in die höheren Welten. Es verwandelt sich dort aber die Bewusstseinskraft, die Seelenkraft, die Seelensubstanz, die dadurch entstanden ist, dass Luzifer gearbeitet hat in uns; für uns zunächst einmal unbewusst, aus den unbewußten Tiefen herausarbeitend, aber so, dass immer mehr Wellen dann auch in unserem Bewusstsein hereinschlagen und unsere Seele bilden. Also wir können ohne Weiteres sagen, dass wir dem Luzifer die Bildung unserer Seele, so wie wir sie heute im Alltag kennen, großteils zu verdanken haben - und dass dann natürlich auch höhere Impulse hereinkommen, die wir aber in der Regel gar nicht mitbekommen. Es sind dann eher wenige Menschen. Auch in der Vergangenheit waren es wenige Menschen, die das so ganz klar mitbekommen haben. Ganz wichtig ist es eben auch, dass wir diese Kräfte wirklich hinauftragen können sozusagen, ja, ich möchte sagen, den höheren Welten in gewisser Weise als Opfer darbringen können, sodass erst das dann befruchtet werden kann durch die höheren geistigen Impulse.

Die Mysteriendramen sind ein Kompendium der ganzen Anthroposophie 0:14:45

Es ist so schön, weil wir jetzt die Mysteriendramen spielen - oder das 2. Drama, konkreter gesagt, spielen. Es ist sehr schön da, was herauskommt, welche Erkenntnis herauskommt dem Johannes Thomasius, der Protagonist, möchte ich sagen, der Protagonist der Mysteriendramen ist. Es sollte ja das Goetheanum, das ursprünglich in München gebaut werden sollte, ja sogar "Johannes Bau" heißen. Und da ging es nicht um Johannes den Evangelisten oder auch nicht um Johannes den Täufer, sondern um Johannes Thomasius. Weil dieser Bau gedacht war als Aufführungsstätte für die Mysteriendramen, die ja, wenn ich das jetzt aus meinem Erleben heraus sagen darf, also ein Kompendium der ganzen Anthroposophie ist, die dadrin versteckt ist. Und ich komme immer mehr darauf seit den Jahren… Also seit 2007 beschäftige ich mich intensiver damit, weil, damals haben wir begonnen, erst lesend mit den Dramen - und dann langsam eben hineinzuwachsen, sie wirklich als Stück zur Aufführung zu bringen. Und meine Erfahrung war: Lesen, ich zumindest, kann diese Dramen nicht. Ich habe immer "Bahnhof" verstanden. Ich habe Steiner hinten und vorne schon gelesen gehabt vorher, aber bei den Dramen… Ich habe es immer nach wenigen Seiten zur Seite gelegt. Ich habe mir gedacht: "Bitte, um was geht’s eigentlich? Was soll das? Ich verstehe es nicht." Das Interessante war ja, meine Schauspielkollegen, die dann eben auch eingestiegen sind in die einzelnen Rollen und die wirklich... Das Drama hat sich selber besetzt. Da sind genau die Leute gekommen und haben genau, ohne dass ich das eigentlich so irgendwie in mir ausgegrübelt habe, genau die Rolle bekommen, die passt, die schicksalsmäßig zu ihnen passt, die für das Stück total passt. Es war also ganz faszinierend zu bemerken, was die Dramen tun eigentlich; die machen alles, im Grunde. Du musst nur offen sein dafür, es zuzulassen, dass es passiert. Und dann kommt immer mehr auch zu Bewusstsein: "Ja, was steht denn da eigentlich drinnen?" Irgendwann, nachdem du den Text gelernt hast, so erst "Bahnhof" verstanden hast - aber gut, aufsagen kannst du ihn irgendwo. Und das merkt man am Anfang, es ist ein aufgesagter Text und man merkt: Du hast keine Ahnung von dem, was du sprichst, aber ist ja egal, der Text wird irgendwie vermittelt. Aber mit der Zeit, mit der Zeit, mit der Zeit auf einmal: Da und dort steigt irgendetwas auf, was auf einmal plötzlich sonnenklar ist. Du brauchst gar nicht mehr weiter nachdenken drüber, es steht ja vor dem Bewusstsein… die Zusammenhänge - und das ist klar. Und du merkst es auch im Zuhören, wenn du den anderen zuhörst: "Okay. Da ist es jetzt klar geworden, ihm selbst oder ihr selbst. Aber auch dir als Zuhörer." Also das ist ganz faszinierend. Das heißt, diese Dramen tun etwas mit dir, wenn du etwas mit ihnen tust - und wirklich tust. Also das heißt, vom Willen her heranzugehen und zu warten, dann kommt langsam irgendwas, du spürst es halt, da tut sich was - und dann kommt der Moment, wo: "Ha", du verstehst es, du sprichst es aus - und in dem Moment innerlich reißt’s dich: "Hoppla, ich habe es jetzt verstanden! Wo kommt denn das her?" Und das ist aber ganz klar. Und du kannst es mit klarem Verstand beurteilen auch dann in dem Moment. Nicht, dass wir damit schon fertig sind. Aber halt dann da und dort und an diesen und jenen Stellen kommt's immer mehr. Das ist das Interessante.

2. Mysteriendrama: Johannes Thomasius hat eine niederschmetternde Begegnung mit seinem Doppelgänger 0:18:49

Und da ist jetzt beim Johannes Thomasius die Szene: Er begegnet hier im 2. Drama erstmal seinem Doppelgänger so ganz klar. Es gibt im 1. Drama schon eine Andeutung irgendwo dazu, wo er so irgendein bedrohliches Wesen erlebt - und was hat das mit ihm zu tun, dass es ihm so drachenartig erscheint? Aber im 2. Drama hat er dann wirklich eine bumfeste Begegnung mit dem Doppelgänger, die halt ziemlich niederschmetternd ist. Und sie führt dann doch dazu, dass er eine Stufe weiterkommt und merkt, dass alles das, was er an geistigem Streben bis jetzt an den Tag gelegt hat, dass es im Grunde noch, naja, sagen wir mal, ziemlich wertlos war. Dass er eigentlich nur ganz oberflächliche Seelenkräfte der geistigen Welt entgegengetragen hat und dass dann oben sein Seelisches im Grunde ganz, ganz dünn ist und entsprechend wenig dann auch wirklich aufnehmen kann von der Geisteswelt. Das heißt, das bleibt ein ganz abstraktes Gespinst in Wahrheit, das zwar mit viel Enthusiasmus aufgegriffen wird, aber keine wirkliche Substanz hat.

Die Entscheidung über die Schwelle zu gehen, bedeutet bereit sein zu sterben 0:20:06

Denn wirkliche Substanz hat es, wenn dieses, was an Seelenkräften da ist, hinaufkommt und, ja, im Grunde im Zuge dieses Hinauftragens zum Geistselbst verwandelt wird. Es wird von der Ich-Kraft ergriffen, durchleuchtet, umgewandelt, ja, dieses, von dem ich schon ja so oft jetzt gesprochen habe: Es wird Altes ins Nichts geschleudert und Neues geschaffen aus der schöpferischen Ich-Kraft heraus. Das passiert also, wenn man wirklich über die Schwelle geht, wenn man diese Begegnung mit dem Hüter der Schwelle, mit dem kleinen Hüter der Schwelle oder mit dem Doppelgänger wirklich besteht, aushält und bewusst dann sagt: "Ja, ich gehe dadrüber, obwohl es eigentlich meinen Tod bedeutet." Denn der Moment ist ein Erlebnis, das in vieler Hinsicht gleichartig oder sehr ähnlich ist dem, was dann im Großen bei dem Tod passiert am Ende des Erdenlebens. Aber wenn man über die Schwelle geht, passiert es im Kleinen, aber es ist tief erschütternd. Dieses Gehen über die Schwelle ist wirklich… Wenn man die Entscheidung trifft, dann hat man das klare Bewusstsein: du stirbst. Ganz klar. Und du hast aber die Entscheidung. Also, zumindest wenn du mit wachem Bewusstsein - oder halbwegs wachem Bewusstsein - an die Schwelle herankommst, dann ist es ganz klar: Es ist deine Entscheidung. Bist du bereit zu sterben oder nicht? Und zu sterben, heißt nämlich ja nichts anderes, als dass zunächst einmal das Seelische, aber eben auch sogar einen wesentlichen Teil der Lebenskräfte hinaufzutragen in die geistige Welt. Der einzige, aber schon gravierende Unterschied ist eben, wenn man im Zuge eines, ja, sage ich mal, ersten Einweihungsvorganges ist, ist es der erste kleine Schritt nur, es ist noch nicht das große Tun, es ist der erste kleine Schritt, aber dann geht etwas von unserem Geistig-Seelischen - also das Geistige sowieso, aber auch ein großer Teil des Seelischen und des Astralleibes - in die geistige Welt ein, aber jetzt mit einem ganz stark durchleuchteten Bewusstsein. Und es geht auch ein Teil der Ätherkräfte mit. Und es ist aber der Unterschied zum Lebensende hier, wo man dann wirklich in den Tod geht, im Grunde nur der, dass die feine Verbindung des Astralleibes und natürlich auch des Ätherleibes mit dem physischen Leib erhalten bleibt. Also, wenn die reißt - und das ist interessant: Da ist sehr entscheidend die Verbindung des Seelischen mit dem physischen Leib. Das ist das, was man auch im Alten Testament schon genannt hat: die "Perlenschnur" oder... Also, diese seelische Nabelschnur, könnte man sagen, also die tatsächlich in der Nabelgegend, aber eher ein bisschen Milzgegend - drüber - hineinmündet in den physischen Leib. Wenn diese Perlenschnur reißt, dann ist eine Rückkehr nicht mehr möglich. Und der Punkt ist halt der, dass sie im Zuge dieses "über die Schwelle Gehens", naja, doch ziemlich strapaziert wird. Da muss eben auch die Seelenkraft genügend ausgebildet sein, dass diese Schnur hält. Der Punkt ist daher, dass... und das ist ja dann tatsächlich passiert in vorchristlicher Zeit, noch bei der ägyptischen Einweihung, die auch bei anderen Völkern in ähnlicher Art da war, wo der Mensch in einen todesähnlichen Zustand versetzt wurde, dass eben diese Perlenschnur nicht gehalten hat. Dass sie gerissen ist während des Einweihungsvorgangs, der dann über dreieinhalb Tage durchgezogen wurde.

Ich meine, wenn man heute durch Meditation sich versenkt und über die Schwelle geht dann im Zuge dieser Meditation oder als Folge dieser Meditation, dann dauert es heute in der Regel nicht dreieinhalb Tage - und man geht also auch nicht durch einen todesähnlichen Schlaf durch, sondern man ist eigentlich innerhalb sehr kurzer Zeit, also sofort eigentlich, drüben. Und der Zeitablauf auf der anderen Seite ist sowieso ganz anders, als wir ihn hier erleben. Also, natürlich im Erleben, wenn man drüben ist, erscheint einem das wie eine Unendlichkeit geradezu, aber im Äußeren vergeht ganz kurze Zeit nur. Das können oft sogar nur Sekunden sein, ganz wenige. Und man kann trotzdem drüben sein und gewaltig viel erlebt haben. Aber damit das alles gut geht… Ich meine, ich muss auch dazu sagen gleich, dass nicht jetzt die Panik entsteht: Wenn die Entwicklung nicht so weit ist, dass diese Perlenschnur wirklich hält, dann kommt man in der Regel, zumindest auf einem gesunden Einweihungsweg, heute nicht in die Problematik, dass sie reißen könnte.

Die Anthroposophie lehrt uns einen vollbewussten Weg über die Schwelle in Gedankenklarheit 0:25:57

Also, da muss man sehen, dass seit der ägyptischen Zeit das Seelenleben sich gewaltig weiterentwickelt hat. Man muss ja denken, die ägyptische Zeit war die, wo überhaupt erst die Empfindungsseele des Menschen, ich will nicht sagen entstanden ist, aber zu einer gewissen Reife einmal gebracht. Weil, veranlagt war sie natürlich schon wesentlich früher, aber sie hat da mal eine gewisse Stufe der Reife erlangt. Allerdings, sie musste dann in der nächsten Kulturepoche eine nächste Stufe erklimmen, also in der griechisch-lateinischen Zeit. Dazu kam aber dann die Verstandes- oder Gemütsseele als nächstes. Und jetzt in unserer Zeit kommt dazu die Bewusstseinsseele. Und wenn wir die Bewusstseinsseele so weit einmal gegenüber der Außenwelt, der sinnlichen Außenwelt, entwickelt haben, dass wir da einigermaßen sicher drinnen stehen, dann ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir eben auch den Schritt über die Schwelle wagen dürfen, wagen können. Das geht eigentlich Hand in Hand. Wir dürfen, wenn wir können. Vorher schaffen wir es einfach nicht. Zumindest nicht auf einem solchen Weg, wie er etwa durch die Anthroposophie gegeben ist.

Durch, wie soll ich sagen, unrechte Wege - unrecht im Sinne, dass sie den Menschen schaden könnten, seelisch schaden könnten, aber sogar im Extremfall bis zum Tod führen könnten, also vor allem wenn man versucht… irgendwie Drogen injiziert oder sowas - über die Schwelle zu kommen, das kann dann natürlich auch heute vollkommen schiefgehen. Also  daher... Und selbst auch bei anderen alten Wegen, die jetzt aber nicht Drogen verwenden, aber alte Methoden, unbewußtere Methoden verwenden, wo man nicht bei jedem Schritt die volle bewusste Klarheit hat, dann können doch zumindest seelische Schäden sehr leicht - oder sehr viel leichter - entstehen als bei einem Weg, wie bei der Anthroposophie gegeben oder ähnlichen Wegen, die mit voller bewusster Gedankenklarheit hinübergehen. Dort kann es einfach nicht passieren. Bei allen anderen Sachen kann es immer irgendwelche Schädigungen geben. Dessen muss man sich bewusst sein, einfach. Und ein gedankenklarer Weg verhindert, dass man einen Schritt weitergeht.

Auf dem anthroposophischen Weg über die Schwelle leitet uns unser Wille 0:28:46

Man will dann nicht und man kann eigentlich auch nicht. Weil man nicht will. Und Wille und Können sind da eins in gewisser Weise. Wirklicher Wille heißt, der ist in Wahrheit erst da, wo ich die Fähigkeit auch entwickelt habe. Dort ist der Wille erst da. Also, der bloße in der Empfindungsseele vielleicht oder in der Verstandesseele gefaßte Impuls oder Wunsch "Ich will gerne das und das machen", das ist ja noch kein Wollen. Das ist noch kein Wollen. Es geht also drum, wirklich sich die Fähigkeit anzueignen, Schritt für Schritt - und das ist wichtig eigentlich in unserer Zeit - nur die Schritte zu machen, die einem möglich sind zu gehen, dann kommt man in jedem Fall weiter. Ob man dann schon zu dem Schwellenerlebnis jetzt in dieser Inkarnation oder in einer nächsten kommt, ist im Grunde völlig gleichgültig. Das ist ganz egal. Das kann seinen guten Sinn haben, dass man hier noch ganz andere Sachen sammelt, um sie dann in der nächsten Inkarnation mitbringen zu können und umso stärker da drinnen zu stehen. Es ist auch nicht so, dass jetzt gesagt ist: "Aha, einer ist jetzt schon so weit, er ist über die Schwelle gegangen, der kann irgendwas erzählen davon. Bahh, der ist so viel weiter - und ich hinke noch hinten nach." Muss im Großen gesehen, gar nicht der Fall sein. Ein Wichtiges eben gerade aus anthroposophisch- geisteswissenschaftlicher Perspektive ist, dass wir immer einbeziehen müssen, wirklich müssen, einbeziehen müssen, dass wir durch viele Inkarnationen durchgehen und dass der geistige Wert unserer Entwicklung sich misst über diese ganze Entwicklungsspanne. Es kann oft ein Vorauseilen sich in der nächsten Inkarnation als kontraproduktiv erweisen. Und ich muss dann erst recht wieder einen Schritt zurück machen, um das nachzuholen, was ich übersprungen habe. Also, das nützt gar nichts im Grunde.

2. Mysteriendrama: Johannes Thomasius schöpft in seiner Kunst aus den geistigen Erfahrungen der Maria 0:31:07

Und beim Johannes Thomasius, von dem ich hier erzählen wollte, ist es eben so, dass er gewisse erste Einblicke hat, namentlich dadurch, dass er in sehr enger Verbindung steht mit seiner Freundin, wenn man es so nennen will, mit der Maria, die ihn begleitet, wo schon bekannt ist, dass sie in einer früheren Inkarnation einander begegnet sind, wo die Maria als Geisteslehrer, als christlicher Geisteslehrer zu dem Volk gekommen ist, wo der Johannes Thomasius als Frau inkarniert war, und wo eben dieser Johannes Thomasius in seiner damaligen Inkarnation eben aber ganz hingegeben war, an das, was er lernen konnte von diesem Geisteslehrer, der früheren Inkarnation der Maria, was da an christlichen Kräften bereits hereinkommt. Also, es war eine Inkarnation, die eben schon in nachchristlicher Zeit erfolgt ist - und von daher rührt bereits diese enge Verbindung. Und sie sind einander sehr, sehr eng verbunden. Aber wie sich dann jetzt zeigt im 2. Drama, ja, eigentlich schon im ersten wird es deutlich, weil, man merkt, also schon im 1. Drama: Irgendwo hat aber der Johannes Thomasius Probleme mit seinem Seelenwesen. Er fühlt sogar… Also, er ist Maler, er ist Künstler, und er schöpft seine Kunst in Wahrheit daraus, dass Maria ihm die Impulse dazu gibt. Sie hat die große Geistesschau. Er kann auch etwas erleben dabei, aber die Impulse dazu kommen eigentlich immer von der Maria. Die eigenen Impulse, aus denen er heraus etwas erleben kann, die sind eigentlich viel schwächer und er fühlt dann nicht das Feuer darin, wirklich ins künstlerische Schaffen zu gehen. Das heißt, seine Erlebnisse sind im Grunde zu abstrakt, zu dünn, um wirklich ins Gestalterische gehen zu können. Weil tatsächlich, um ein Kunstwerk zu gestalten, braucht man viel mehr, als die ganze Intelligenz unserer Verstandesintelligenz der ganzen Welt ausmacht, in Wahrheit. Großes Wort schon wieder.

Entschuldigt, ich muss kurz schauen, ich habe ein SMS gekriegt… Ja… Ich muss das Fenster schließen, weil der Lärm draußen zu groß ist. Ich habe das befürchtet. Komm Kater, komm… So... Die übliche technische Unterbrechung.

Ja also, Johannes Thomasius schöpft aus den wirklich sehr, sehr hochwertigen - sage ich einmal - geistigen Erfahrungen, die die Maria macht. Dann, wenn er sozusagen aus ihren Seelentiefen die Offenbarung trinken darf, dann ist er fähig, seine Bilder zu malen. Das beflügelt ihn. Aber er merkt trotzdem schon im 1. Drama irgendwie, es funktioniert nicht so richtig. Er hat nicht so die richtige Schaffenslust - und irgendwas funktioniert nicht. Und im 2. Drama wird das Ganze halt noch stärker. Und auch die Maria, der wird irgendwo unwohl, langsam. Und sie hört so innerlich irgendwie als geistige Eingebung immer wieder: "Du musst dich trennen von Johannes, du musst dich trennen von ihm, weil es ihm nicht gut tut. Er ist dann unselbstständig." Er wird ganz unselbstständig und er muss eigentlich aus eigener geistiger Kraft sich heben. Und was er dort herunterholen kann, das ist das Entscheidende dann. Und das ist eben ganz wichtig.

Das Geistesschwert schmieden: Um unangefochten über die Schwelle gehen zu können, muss ich Verstandeswissen verdauen und zu Eigenem wandeln 0:35:36

Uns nützt nichts die größte geistige Offenbarung, die uns ein anderer gibt. Ja, sie nützt uns schon was, wir können mit Verstandeskräften versuchen das zu verstehen. Das bildet unsere Seele. Das ist ganz wichtig. Aber wirklich anfangen damit - um praktisch tätig zu werden - kann man damit in Wahrheit nur wenig. Also, um ein eigenes Werk daraus zu schaffen - egal sei es jetzt künstlerisch, aber künstlerisch im weitesten Sinn, Heilkunst zum Beispiel dazu zu nehmen oder sowas - um wirklich eigenständig jetzt ganz in einem konkreten Fall etwas zu tun, dazu reicht das alles nicht aus. Das ist der Punkt. Indem ich jetzt auswendig lerne angenommen eine ganze Bibliothek von Steiner durch, ich glaube, 354 Bände - na, das sind sogar noch mehr, weil es manchmal a, b, c oder so auch noch gibt - wenn ich das alles auswendig könnte, alles weiß, ganz genau, nützt mir das so gut wie gar nichts, um selbst einen Impuls damit in die Welt zu stellen. Wenn ich nicht dieses Wissen verdaue, dieses Verstandeswissen… Mit klarem wachem Verstand, das ist sehr gut, das bildet die Seele, aber dann muss ich es mir zum Geistesschwert schmieden - und erst mit dem kann ich über die Schwelle gehen und dort wirklich, wirklich selber etwas herausholen. Und mit dem Geistesschwert kann ich alle… Es kann sooo klein sein, ja, macht nichts, auch wenn es ein Taschenfeitel, ein kleiner, oder ein Nagelzwicker ist. Wurscht, macht nichts, aber das zählt. Das ist der große Wert, also auch wenn das so ein Mini-Schwertl ist. Aber das zählt. Mit dem kann ich wirklich etwas tun.

Wie soll ich sagen, es gehört heute der Mut dazu, dann mit dem winzigen Schwertchen einmal den ersten Schritt hinüber zu wagen. Man stürzt sich ja eh nicht gleich und kommt eh nicht gleich in die schwierigsten Gebiete hinein - aber so ein bisschen herumstochern kann man dann schon dort. Und da mal ein bisschen aufscheuchen die ahrimanischen und luziferischen Wesenheiten, die da herumgeistern, die kann man schon ein bisschen einmal pieksen, dass sie einem den Weg freimachen, das Richtige zu finden. Aber den Schritt muss man wagen.

Und gefährlich wird es, wenn man hinaufgeht, ohne sich dieses Schwert geschmiedet zu haben. Weil einen ja dieses ganze Wissen, das man aufgenommen hat, das man getrunken hat - gerade aus der Seele eines anderen Menschen - das trägt dann vielleicht schon ein bisschen hinüber, aber dann ist man eigentlich unrechtmäßig drüben. Man hat sich die eigene Kraft noch nicht erworben - und dann ist es dünn, was da oben ist. Und dann verfällt man sehr leicht den Einflüsterungen der Widersacher.

Hilfreiche Seiten der Widersacher: Seelenbildung durch Luzifer und überragende Intelligenz durch Ahriman 0:38:43

Die andere Seite ist aber auch: Wir brauchen die Widersacher, um hier unten unsere Seele kräftig auszubilden. Wir brauchen den Luzifer in voller Stärke im Grunde. Der bildet uns unser Ego ganz wesentlich. Unser Ich kann dann dazu beitragen, noch höhere Impulse hineinzutragen. Aber dass wir überhaupt unser - ja, wie soll ich sagen - sinnliches Bewusstsein uns erworben haben, und dazu zählen auch die an der sinnlichen Welt gewonnenen Gedanken oder die auf die sinnliche Welt bezüglichen Gedanken, es ist ganz wichtig, weil es sind wichtige Gedanken, aber sie sind auf die sinnliche Welt bezogen. Ich meine, zum Beispiel naturwissenschaftliche Gedanken. Jetzt weiss ich nicht: Quantentheorie oder Relativitätstheorie. Da oben die Engel verstehen davon gar nichts. Null. Null. Das ist für sie ein völlig blankes Gebiet, obwohl es eine sehr hohe Intelligenz ist, die da drinnen steckt, keine Frage. Aber es ist nicht die Intelligenz von oben. Es ist die Intelligenz namentlich von den ahrimanischen Wesen unten. Das heißt nicht, dass sie schlecht ist deswegen, heißt es gar nicht. Ich meine, zum Problem wird's, wenn man dort stehenbleibt und sagt: "Ende der Fahnenstange, da ist es aus, mehr gibt's nicht, damit erkläre ich mir alles."

Und darum wird auch mit Sicherheit die große Jagd nach der Weltformel… Die Physiker sind alle - oder die meisten - auf der Jagd nach der großen Weltformel, wo sich alles vereinigen lässt. Weil, es ist ja so blöd jetzt, dass die Quantentheorie und die Relativitätstheorie, die so wunderbar funktionieren auf ihrem Gebiet: nur leider passen sie überhaupt nicht zusammen. Also dort, wo ich mit der Relativitätstheorie in den Quantenbereich will, da kommt das Ganze ins Schleudern, wenn ich die zwei zusammenbringe. Und es wird seit Jahrzehnten geträumt von der großen vereinheitlichten Theorie, wo dann alles drinnen ist in einer knappen Formel, im Grunde die Grundlage der ganzen Welt. Es wird nicht funktionieren. Es wird überhaupt nicht funktionieren. Da kommen auch die Widersacher an ihre Grenzen, in Wahrheit. Also, es ist die Intelligenz der Widersacher drinnen, gemischt luziferische-ahrimanische. Halt in den Wissenschaften überwiegend ahrimanische, was drinnen ist, aber durchaus notwendig, um unsere Welt kennenzulernen, um im Praktischen und im Physischen umzugehen mit der Welt und gewisse Dinge hier zu machen, die nur hier zu machen sind, die man in der geistigen Welt so nicht machen kann. Aber wie gesagt, klar ist: Die Engel darf man nicht fragen um diese Theorien. Die haben keine Ahnung davon. Die zeigen uns ganz was anderes. Das kann inspirierend dann sein für die Ausbildung der Theorie, sehr wohl. Also, zum Beispiel bei Einstein war das ganz stark: Er hatte bildhafte und auch inspirative Impulse auch dazu. Und er hatte aber auch den ahrimanischen Intellekt, der aber im Grunde gar nicht so stark ausgebildet war. Es ist ganz interessant. Und was heute die Relativitätstheorie geworden ist, ist sie geworden durch alle seine Nachfolger auch. Ich meine, er hat das geniale Grundkonzept gebracht. Aber mit der hohen Intellektualität, die heute drinnen steckt, und mit den vielen Anwendungsgebieten, die es gibt dafür, das ist erst im Laufe der Jahrzehnte entstanden, die nach Einstein liegen. Er hat also den Impuls hereingeholt, er hat sie mit dem nötigen Quantum an ahrimanischen Kräften versehen, wobei eine ganze Menge Luziferisches bei ihm auch drinnen war. Also er hat sogar ein relativ interessantes Wechselspiel von beiden Kräften drinnen gehabt. Die Späteren, die das ausgearbeitet haben, haben einen viel schärferen ahrimanischen Intellekt gehabt. Es ist auch interessant, solche Dinge zu betrachten.

2. Mysteriendrama: Johannes Thomasius ruft Luzifer "Bilde du meine Seele" 0:43:03

Ja, wir müssen das ausbilden. Und der Johannes Thomasius jedenfalls hat einiges versäumt hier auszubilden - und er trinkt allzu gern aus dem, was ihm die Maria gibt aus ihren Offenbarungen. Er saugt das auf, verdaut es aber in Wahrheit nicht richtig und glaubt jetzt, damit besondere Seelenschätze hinaufzutragen in die geistige Welt, besonders tiefes Seelisches hineinzulegen in seine Bilder. Ja, hier und da gelingt ihm schon einiges - vor allem dort, wo eine karmische Beziehung zum Beispiel zu den Menschen da ist, die er darstellt. Da ist es ganz deutlich. Also im 1. Drama malt er ein Bild von Professor Capesius. Im 2. Drama stellt sich heraus, dass es im Mittelalter sein Vater war: Sein Vater, der ihn aber verlassen hat, als er noch Kind war, den er später wiedergetroffen hat und wo in dieser mittelalterlichen Inkarnation - die ganz christlich war - ein starker Zwiespalt mit seinem Vater aufgetreten ist, sodass eigentlich eine große Kluft da drinnen ist, eine große Tragik drinnen ist. Sie können einander dann nicht mehr wirklich, ja, begegnen; äußerlich ja, aber innerlich eben nicht. Innerlich trennen sie Welten. Am Ende des 2. Dramas, gegen Ende zu, wird aber dem Johannes klar, was er versäumt hat, dass er nur eigentlich ein sehr abstraktes Seelisches hinaufgetragen hat und dass er erst hier unten seine Seele wirklich allseitig ausbilden muss. Und er merkt aber auch ganz deutlich: Aus seinem Ich heraus schafft er das noch gar nicht. Und daher dann sein volles Bekenntnis dazu: "Luzifer, mach du, bilde meine Seele." Bilde meine Seele. Ganz deutlich sagt er das. Und natürlich ist das jetzt auch nicht der richtige Weg: zurückzugehen einfach in alte Zeiten. Weil, was möchte er jetzt? Er möchte es gern relativ bequem haben: "Also gut, ich habe es eingesehen jetzt: Mit meinen bewussten Geisteskräften komme ich eigentlich nicht sehr weit. Wenn ich mit denen hinaufgehe in die geistige Welt, lebe ich eigentlich nur im ganz Abstrakten." Er sagt es so vor:

Wenn ich in Worten könnte Menschen künden, was ich in höheren Welten kann erleben, dann dürft' ich mich mit eigener Seele heben in diese Welten. Aber wenn ich Künstler bin, dann muss ich, liebe Maria, aus deinen Seelentiefen trinken.

("Prüfung der Seele", 3. Bild)

Weil, um Kunst zu machen reicht es nicht, um gescheit zu reden über die geistigen Welten reicht's allemal. Reicht's allemal. Es ist sehr interessant.

3. Mysteriendrama: Ahnungslos verfällt Johannes Thomasius den Inspirationen Ahrimans 0:46:05

Dann im 3. Drama geht es dorthin, dass der Johannes Thomasius erstens einmal, ja, eine große Versöhnung irgendwie mit dem Capesius findet. Also, sie finden zueinander und er wird dessen Schüler. Professor Capesius ist Geschichtsprofessor. Und beide haben erlebt diese Rückschau in die mittelalterliche Inkarnation, sie wissen also beide, wo sie herkommen. Sie wissen, dass sie also Vater und Sohn waren in der damaligen Inkarnation. Und sie sind jetzt nicht durch das Blut verbunden, aber sie verbinden sich geistig miteinander. Wozu führt das? Es führt dazu, dass der Johannes Thomasius dann anfängt, naja, ich sage einmal, geisteswissenschaftliche Bücher oder zumindest ein geisteswissenschaftliches Buch zu schreiben, das so brillant ist, dass die Mitglieder des Rosenkreuzer Ordens, die es dann auch gibt im 3. Drama - das sind die Nachfahren der Ritter, der Tempelritter im 2. Drama - dass die so begeistert sind davon, dass… "Ja, durch dieses Werk können wir jetzt aus unserem internen Bereich hinaus an die Öffentlichkeit treten." Und es ist alles bereit dazu. Es sind schon Veranstaltungen geplant, also jetzt Menschen von außen in den Rosenkreuzer Tempel einzuladen - und dort jetzt endlich wird Geisteswissenschaft für alle, sozusagen, gebracht. Und dann warten sie alle schon, dass der Johannes kommt. Und der kommt nicht und der kommt nicht und der kommt nicht. Und als er dann endlich doch kommt, sagt er: "Ich muss mein Werk zurückziehen, es ist nichts wert. Ich weiß jetzt, dass es einer Inspiration Ahrimans entspricht." Also im 2. Drama hat er sich ausgelebt, ausgeliefert dem Luzifer - und durch die Hintertüre hat er den Ahriman hereinbekommen. Ganz interessant. Und der hat ihm die Intelligenz gebracht, jetzt auch geistige Dinge allgemein verständlich darzustellen, sodass wirklich alle begeistert waren. Die, jetzt sehr unter Anführungszeichen, "großen Eingeweihten" des Rosenkreuzer Tempels, die haben das nicht mitbekommen. Und der Johannes jetzt, weil er auf dem Weg dorthin eben diese Begegnung mit Ahriman hatte, sagt ganz deutlich: "Ihr seid es ja nicht wert, da die Führer dieser Ordensgemeinschaft, dieser Rosenkreuzer Gemeinschaft zu sein, ihr hättet doch erkennen müssen, dass mein Werk gar nichts wert ist. Also, ich spreche euch ab die Berechtigung, da führende Persönlichkeiten in diesem Orden zu sein." Und damit zerbröselt das Ganze im Grunde. Es wird sehr schwierig. Und es zeigt sich dann später auch im selbigen Drama, als der Großmeister oder der Führer halt dieses Rosenkreuzerordens dann auch einmal endlich einen tieferen Einblick bekommt in die ahrimanische Welt, da merkt er gar nicht, wer da wirklich dahintersteckt. Weil, von dort hat er sich auch immer Rat geholt, in Wahrheit. Und seinen Kollegen sagt er: "Naja, da hinunter müssen wir gehen und dort gewinnen wir die Sicherheit." Ja, im Reich Ahrimans. Aber ja, ein bisschen Gedankenklarheit und Sicherheit und Möglichkeit, das in die heutige Sprache und Denkweise zu übersetzen, ja, mag sein, aber der geistige Inhalt sollte möglichst nicht von dort stammen. Es ist nur ein Werkzeug, um es in unsere Welt zu tragen.

Große Eingeweihte - Abgrundtiefe Gefahren 0:50:08

Und da sieht man, wieviel Fallen drinnen sind. Wieviel Fallen drinnen sind. Und da sind wirklich die Abgründe. Ich meine, es wird nämlich dann gefährlich, wenn man sich so geriert als großer Eingeweihter - oder als Führer sogar einer eingeweihten Gruppe - und dann aber solche Fehler macht. Dann wird es sehr gefährlich. Die Widersacher tun alles dazu, Luzifer und Ahriman vor allem, gemeinsam zu schüren zum Beispiel unsere intellektuelle Eitelkeit. Das heißt, wir wissen viel über die geistigen Dinge. Also sind wir ja große Eingeweihte. Da sind wir unter Umständen nur das große Werkzeug der Widersacherkräfte, ohne dass wir einen Zugang zu dem wirklich Geistigen haben, das uns vorwärts bringt. Und das sind Dinge, die man bedenken muss, weil, da sind die Ansätze dazu drinnen, wo es dann eben ganz stark bergab gehen kann. Das sind die Wege, die wirklich nach unten führen. Ich meine, es ist jetzt am Anfang vielleicht noch nicht so stark, aber es ist dort, wo Eitelkeit hineinkommt und Überheblichkeit hineinkommt und dann schließlich auch eine gewisse Macht entsteht über all die Seelen der Menschen, die einem jetzt folgen. Da fängt es an, gefährlich zu werden. Weil, dann wird man zum Seelenfänger, in Wahrheit. Und steht letztlich im Dienste der Widersacherkräfte. Und wir wissen mittlerweile, dass da dahinter irgendwo die soratischen Wesenheiten stehen, die im Grunde das alles ihrem Reich einverleiben wollen. Und dann sind wir auf dem Weg letztlich hin, anzusteuern diese 8. Sphäre - und nicht die 8. Sphäre, die uns eigentlich zugedacht ist.

Es gibt drei 8. Sphären 0:52:14

Jetzt habe ich schon wieder was Komisches gesagt? "Aha, da gibt es jetzt zwei 8. Sphären?" Nein, es gibt sogar noch mehr 8. Sphären. Und das ist auch wieder alles so schwer auseinanderzuhalten. Ich meine, was heißt "8. Sphäre"? Was heißt es überhaupt? Warum heißt es so? Es heißt deshalb so, weil unsere kosmische Entwicklungskette sieben Stufen, sieben Sphären umfasst, also sieben kosmische Daseinssphären, die wir durchmachen. Und wenn wir am Ende sind, dann sind wir so weit sozusagen, die eigene 8. Sphäre zu begründen, in Wahrheit. Von mir aus kann man es dann auch wieder eine neue 1. Sphäre nennen. Aber es ist im Grunde dann etwas, was abseits von diesen sieben Stufen kommt und etwas Neues ist. Und in diesem Sinn. Eine 8. Sphäre ist es umso mehr, als wir dann genau dieselben Kräfte haben - von der Art her zumindest oder von der Macht her, von der Schöpfungsmacht, die damit verbunden ist - wie sie jetzt die Elohim haben. Jetzt während der Erdentwicklung. Und eben diese Elohim stehen aus ihrer Perspektive gesehen in der 8. Sphäre drinnen. Das heißt, sie haben eine Entwicklung hinter sich, die solche sieben Stufen durchgemacht hat, und die jetzt in gewisser Weise auf der 8. Stufe stehen. Das beschreibt der Rudolf Steiner sehr schön und sehr ausführlich in dem Vortragszyklus "Die Sendung Michaels". Da wird sehr deutlich darauf eingegangen (siehe auch Themenbezogene Leseanregungen). Und wie eben gerade diese Kräfte aus der 8. Sphäre der Elohim in unserem Unterbewussten walten und dort alles das tun, was wir selber noch nicht können, namentlich bis in den physischen Leib hinein. Weil, die ganze Intelligenz des physischen Leibes, dass der funktioniert, da sind wir mit unserer geistigen Entwicklung noch weit, weit, weit, weit davon entfernt, dass wir das mit Bewusstsein selbst gestalten könnten. Weit, weit entfernt davon. Ich meine, wenn wir das nur für einen Sekundenbruchteil erleben müssten, bewusst werden müssten für alles, was sich tut, weisheitsvoll tut in unserem physischen Leib allein! Und der physische Leib ist der, der die größte Weisheit in sich hat. Der hat die längste Entwicklung hinter sich. Der ist das Kompendium der Weisheit schlechthin. Aber wenn uns das mit einem Schlag bewusst würde, für nur einen winzigen Moment, wir würden brüllen vor Schmerzen - sterben daran an diesem Bewusstsein. Es würde uns eigentlich also mit Gewalt hinauskatapultieren aus dem physischen Leib heraus. Und die Lebenskräfte und die Seelenkräfte, das würde mitgehen. Pff... wie nichts. Wie nichts würde das mitgehen. Es würde uns zerreißen - komplett. Also, ihr seht, damit haben wir eigentlich schon drei 8. Sphären: Wir haben die 8. Sphäre der Elohim jetzt, die aber natürlich nicht identisch ist mit der 8. Sphäre der soratischen Wesenheiten. Obwohl es dort natürlich auch…

Die regulären Elohim und die soratischen Wesenheiten stehen auf einer Stufe: Der Doppelgänger kann helfen zu unterscheiden 0:55:40

Die soratischen Wesenheiten sind in gewisser Weise auch auf Elohim-Stufe. Das muss man dazu sagen. Sie sind jetzt während unserer Erdentwicklung auf der gleichen Stufe wie die Elohim, teilweise ihnen sogar überlegen. Und bei alledem, was jetzt passiert in unserer Menschheitsentwicklung, muss man sehr aufpassen einmal: "Aha, wirken jetzt da die Elohim, die regulären, oder sind es die soratischen Wesenheiten?" Auch das ist oft an der Oberfläche so ganz, ganz knapp beisammen und oft sehr schwer zu unterscheiden. Da können ganz, ganz positive Kräfte drinnen sein, die in dem Dienst des Christus stehen. Die Elohim waren ja die, durch die der Christus gewirkt hat, um überhaupt diese Erdenschöpfung hervorzubringen. Und insbesondere hat dann Jahwe Elohim,  nachdem sich die Erde abgesondert hat von der Sonne, übernommen ganz besonders diese Position, dass durch ihn der Christus wirken konnte und langsam herabsteigen konnte auf die Erde. Also eine ganz, ganz positive Kraft, aber natürlich flankiert von Widersacherkräften auch, die auf dieser Stufe stehen. Und insbesondere eben auch von soratischen Wesenheiten, die auf dieser Stufe stehen. Die sind sehr, sehr regsam. Und sie waren sehr regsam um die Zeit des Erdenlebens des Christus, also während der drei Jahre. Insbesondere dann natürlich, als das Mysterium von Golgatha sich vollzieht, ist geradezu ein Aufbäumen dieser Kräfte da, weil, sie spüren natürlich, was da jetzt an Kraft kommt, und sie setzen so viel als möglich Gegenkräfte ein dazu. Also, da tut sich Gewaltiges. Und wo immer wir auch aus dem Christus-Bewusstsein, das uns durch das Mysterium von Golgatha ermöglicht wurde, heraus arbeiten, ja, bäumen sich halt namentlich auch diese soratischen Wesenheiten ganz, ganz stark auf. Daher müssen wir heute damit rechnen, wenn wir uns geistig entwickeln wollen - bewusst aus dem Ich heraus, nicht aus unterbewußten Kräften - dass dann der große Aufschrei der soratischen Kräfte ist und die scheuchen natürlich die Asuras, die ahrimanischen Wesenheiten, aber auch die luziferischen bis zu einem gewissen Grad auch auf. Und die schwärmen dann auf uns zu. Also das heißt, wenn man bemerkt, da ist eine große Attacke da von der Seite der Widersacher, und man merkt es also dort, wo einem die Doppelgängerkräfte begegnen. Das ist so das beste Spiegelbild einmal. Und da reicht es dazu schon, wenn man im Alltagsleben jeden Morgen oder Mittag oder sonst wann aufwacht - je nachdem, ob man ein Langschläfer ist oder nicht - aber jedenfalls, wo man merkt: "Brr... Na, ich bin so unvollkommen. Ich bin eigentlich der mieseste Kerl auf der Welt. Es ist schrecklich, was ich alles verbockt habe und wo mir die Kräfte noch fehlen, damit fertig zu werden. Ich weiß, morgen werde ich genau denselben Blödsinn machen, weil, ich kann's einfach nicht besser." Wo man sagt "Pfui Teufel, wer bist du eigentlich?" und etwas.

Wenn man nicht zugleich sucht dieses Erlebnis des wirklichen "Ich bin in Verbindung mit dem Christus", das kann einen schon sehr niedergeschlagen machen natürlich. Und wo es dann zwar Reaktionen darauf geben kann: "Ach, mir ist alles Wurscht. Hauptsache, mir geht es irgendwie gut." Also decke ich mich zu mit sinnlicher Lust oder sonstigem. Oder ich flüchte mich halt in irgendeine intellektuelle Aufgabe, um das zu verdrängen, also wegzukommen halt von dem Schwellenerlebnis. Oder ich schaue dem ins Auge und ertrage das und lerne, mich sozusagen ganz bewusst von mir selbst zu distanzieren, nämlich von dieser Seite, um zu sagen: "Du, mein Doppelgänger, du bist meine Aufgabe, du bist mein Spickzettel, den picke ich mal jetzt überall drauf und schaue ihn jeden Tag und jede Minute an. Du sagst mir, was noch zu tun ist." Weil, an ihm merke ich es sofort, wenn mir was gelungen ist, merke ich auch! "Aha, da hat er sich aber verändert." Da hat sich etwas geändert. Seht ihr, darum ist es so wichtig, dass heute, wenn wir geistig strebend sind, dass wir einfach mit Mut und mit einem total positiven Gefühl sagen: "Ich will meinem Doppelgänger durchaus immer wieder begegnen, obwohl die erste Begegnung oder die ersten Begegnungen damit total niederschmetternd sind." Aber man lernt mit der Zeit, ja, wie soll ich sagen, ins Gespräch mit ihm zu kommen. Das Gespräch wird zivilisierter. Er wird zwar immer schonungsloser, in Wahrheit, aber wir lernen immer mehr unsere dunklen Seiten kennen. Das ist ganz wichtig, um diesem Abgrund zu entkommen, um den es jetzt in der Apokalypse geht.

Johannes Thomasius - Protagonist der Mysteriendramen und Musterbild eines Menschen unserer Zeit, der versucht einen geistigen Weg zu gehen 1:01:07

Ihr seht ja, der Johannes Thomasius muss auch kräftig ringen damit. Und weil… Eben Ende des 2. Dramas, sagt er mal letztlich: "Ach, ich geb mich jetzt ganz dem Luzifer in Wahrheit hin, der soll meine Seele bilden, weil ich kann's ja nicht." Und dann kriegt er aber natürlich sofort postwendend die Antwort drauf, nämlich in Form der ahrimanischen Kräfte, die nach ihm greifen. Weil, jetzt bereitet dann der Luzifer dem Ahriman die Spielwiese gerade zu, weil das Ich sagt: "Aah, ich kann nicht, ich will nicht. Ich bin zu schwach. Bildet ihr mich." Ja, dann wird's halt schwierig, dann geht's halt schief. Und wir sind alle vor dem nicht gefeit. Weil, nicht umsonst… Noch einmal: Der Johannes Thomasius ist der Protagonist der Mysteriendramen, also er ist sozusagen das Musterbild eines Menschen unserer Zeit, der versucht, einen geistigen Weg zu gehen. Und das heißt, das was ihn betrifft, bleibt niemandem erspart, im Grunde. Ich meine, es kann natürlich ganz andere Facetten haben als die, die da geschildert sind, das ist ein Beispiel, aber im Grunde bleibt uns das nicht erspart. Und wir können halt natürlich aus unserer Freiheit heraus sagen: "Ach, mich interessiert das alles nicht, ich lass mich halt von Luzifer und Ahriman führen", aber dann ist halt schon die Gefahr sehr groß, dass wir irgendwann ganz unten im Trichter landen und dort im falschen Loch verschwinden. Und dann plötzlich in der falschen 8. Sphäre landen. Und nicht irgendwann nach einer langen, mühevollen, aber zugleich im höchsten Sinne beglückenden Entwicklung in unserer 8. Sphäre landen - nämlich nachdem wir die sieben kosmischen Entwicklungsstufen vollendet haben. Der Weg nach unten ist der bequemere - und darum der verführerischere auch. Dem sollte man heute ins Auge schauen.

Und im Grunde steckt das aber alles in den Schilderungen der Apokalypse ganz, ganz deutlich auch drinnen. Man findet alle diese Widersacherkräfte zum Beispiel drinnen. Im Grunde zieht sich ja jetzt schon seit dem 12. Kapitel, seit dem Ende des 11. Kapitels, und wir stehen jetzt immerhin schon beim Anfang des 17. Kapitels… Das sind alles Dinge, die vollkommen zusammengehören im Grunde. Das ist ein riesiges Panorama. Man darf sich das gar nicht so vorstellen als etwas, was im zeitlichen Nacheinander einfach passiert, sondern das passiert alles in gewisser Weise gleichzeitig. Es sind verschiedene Ebenen, die da jetzt langsam enthüllt werden - und es werden dann immer mehr die schlimmeren Ebenen enthüllt. Es fängt eigentlich an noch mit den luziferischen Kräften, Widersacherkräften, die sind die mildesten, wenn man so will, und die uns eben in der Vergangenheit sehr, sehr geholfen haben, eben unsere Seele zu bilden. Ganz klar. Die Einsicht von Johannes Thomasius ist ja ganz richtig. Hätte Luzifer nicht gewirkt, wir hätten unser heutiges Ego-Bewusstsein, das heißt, eigentlich unser reguläres Alltagsbewusstsein, wir hätten es nicht. Wir hätten es nicht.

Bewusstsein, menschliches Gehirn, ahrimanische Intelligenz und künstliche neuronale Netzwerke 1:05:10

Es ist ja ganz interessant, dass die Naturforscher, namentlich die Evolutionsbiologen, aber auch die Neurowissenschaftler und so weiter, ja immer wieder rätseln heute - oder ringen - um das Problem des Bewusstseins. Und im Grunde gerade die Neurowissenschaftler erklären das Gehirn ja so, als würde das alles selbsttätig funktionieren. Und im Grunde, wenn das so funktioniert, wie sie sich das vorstellen, ist die Frage offen: Wozu braucht es dann eigentlich das Bewusstsein? Was wäre der Unterschied zwischen, ich weiß nicht, einer künstlichen Intelligenz, die man halt irgendwie nachbauen könnte dem menschlichen Gehirn in irgendeiner Form… In Wahrheit sind ja  die künstlichen neuronalen Netze, die man heute programmiert oder dann wirklich sogar in Technik umsetzt, die sind ja dem Gehirn nachempfunden - und die können eine ganze Menge. Sie können also in vielen Bereichen etwas, wo wir gar nicht so gut sind als Menschen. Sehr schnell geht es, dass da die Intelligenz, die ahrimanische Intelligenz, die menschliche Intelligenz übersteigt. Und Ahriman ist uns haushoch überlegen drinnen. Wir schaffen es als Menschen paradoxerweise, jetzt also Dinge technisch hervorzubringen, die in gewisser Weise - auf einem sehr engen Gebiet allerdings - deutlich befähigter sind als wir Menschen. Also es ist schon interessant: Wir haben schöpferische Intelligenz und bringen etwas heraus, eine Art von Intelligenz, über die wir selber gar nicht in dem Maße verfügen, was wir gar nicht können. Es ist ganz interessant. Aber das ist dann die pure ahrimanische Intelligenz, völlig seelenlos. Also, was an künstlicher Intelligenz heute in die Welt kommt und an Maschinen, die darauf beruhen - und es wird sicher noch mehr kommen - dann ist es das Musterbild eines Wesens, das sein wirklich Seelisches nicht entwickelt hat. Das ist ja das große Problem des Ahrimanischen, dass er zwar eine sehr hohe Geistigkeit hat, aber dass er eigentlich ein Seelisches nicht hat. Es ist ganz interessant. Und der Ahriman, die ahrimanischen Wesen, wollen ja gerade immer wieder Seelisches sich rauben. Wo ein reich entfaltetes Seelisches des Menschen da ist, da versuchen sie das in ihren Griff zu bekommen. Weil, außerhalb des Menschen kommen sie überhaupt nicht dranheran an die große Seelenwelt, an die Astralwelt, diese weisheitsvolle Welt.

Unser geistiges Entwicklungstempo bringt uns in Gefahr durch die große Aktivität der Widersacher 1:08:14

Ich meine, die Seelenwelt ist eigentlich - wenn ich jetzt absehe von der engen Sphäre, die um die Erde herum ist, die schon sehr belastet ist von den Zerstörungen, die wir durch den Einfluss der Widersacher hineingetragen haben, also da ist schon ein bisschen Un-Weisheit hineingekommen - aber im Großen gesehen, die kosmische Astralwelt ist die Weisheit schlechthin. Ist die Weisheit schlechthin. Das ist die gewordene Weisheit, die durch das schöpferische Geistige, durch alle schöpferischen geistigen Wesenheiten zusammen in diesem Kosmos, ja, eigentlich schon vorbereitet auf dem Alten Mond, entstanden ist und die dadrinnen lebt. Und die ist unermesslich, diese kosmische Weisheit, und über die, über einen großen Teil davon, verfügt der Ahriman jedenfalls bis zu dem Punkt, also sagen wir mal, wo er sozusagen rausgeflogen ist aus der regulären geistigen Welt. Aber was er bis dahin sich gewonnen hat, das konnte er mitnehmen - und das ist gewaltig viel. Durch die Inspirationen Ahrimans können wir bis zu einem gewissen Grad - und was heute passiert, ist ein Funke davon - etwas von dieser Intelligenz in die Erdenwelt einbauen. In Form der Technik oder was auch alles da folgen wird. Also, wir sind ja drauf und dran künstliches Leben zu erzeugen, aber paradoxerweise mit ahrimanischen, eigentlich tötenden Kräften. Und es wird, was da herauskommt, letztlich ein Leben sein, das kein reguläres Bewusstsein entwickeln kann - zunächst einmal. Da werden wir wieder die luziferischen Kräfte dazu brauchen; wir werden das auch schaffen. Wir werden auch das schaffen. Wir werden künstlich beseeltes Leben erschaffen können. Davon spricht Steiner - ganz deutlich. Das Gefährliche in unserer Zeit ist, dass wir zumindest auf dem Schritt zum künstlichen Leben, allerdings noch nicht zum Beseelten, schon sehr knapp dran sind. Und das ist eigentlich zu früh. Das ist eigentlich zu früh. Nur, wir werden es nicht aufhalten können, mit Sicherheit nicht. Es wird kommen. Und das heißt: Huittt… (verdeutlichende Bewegung mit dem Arm) Geistiges Entwicklungstempo, um einfach die geistig-moralischen Kräfte entwickeln zu können, die notwendig sind, dass das zum Segen der Menschheit und zum Segen der Erdentwicklung, zum Segen der anderen Wesenheiten ist, die mit uns zu tun haben - oder ob es zum Verderbnis wird. Weil natürlich diese Erfindungen jetzt, die aber hauptsächlich inspiriert sind von den ahrimanischen Wesenheiten und allem, was dahinter steckt - eben auch asurischen und soratischen Wesenheiten - wenn wir dem das Feld überlassen alleine, dann geht es bergab. Aber die sind tätig und sie werden tätig sein. Sie werden große Teile dessen, was sie sich vorgenommen haben, verwirklichen - also in Form der Technik. Und es muss auch so passieren. Es ist das der nötige Gegenpol dazu - zur geistigen Entwicklung der Menschheit.

Für den erfolgreichen Weg in die "gute 8. Sphäre" brauchen wir viele Menschen, die erkennen "Ich bin ein geistig-schöpferisches Wesen" 1:12:02

Und wir stehen heute jetzt wirklich drinnen, dass einzelne Menschen einmal zunächst sich das Gewissen machen: "Ich fange an, wirklich bewusst geistig zu streben." Das ist… und zwar, wie soll ich sagen, außerhalb dieses kleinen Kreises der großen Eingeweihten, die jetzt schon seit langer, langer Zeit durch die Welt durchgehen. Sondern es müssen mehr Menschen werden, die anfangen damit. Auch solche, die bis jetzt karmisch noch nichts zu tun hatten mit solchen Einweihungsstätten und mit solchen großen Eingeweihten, sondern die jetzt aus der Freiheit heraus sagen: "Aber irgendwas stimmt da nicht, so wie die Welt jetzt läuft, das braucht einen anderen Impuls." Wie soll ich sagen, das ganze Einweihungswesen muss sich verändern. Es muss mit der Zeit, wenn wir also viele Menschen dorthin bringen wollen, wenn viele Menschen wirklich dorthin wollen, dass sie diesen christlichen Weg gehen, diesen Weg, der zur guten 8. Sphäre sozusagen führt, wo wir letztlich dann weltschöpferisch werden, anfangen damit weltschöpferisch zu werden... Wenn wir dorthin wollen, dann brauchen wir so viele Menschen dazu als möglich - diese 144 Tausend Auserwählten, von denen wir aber schon ganz deutlich gesagt haben, damit ist nicht eine Anzahl, sondern eine ganz bestimmte Qualität gemeint. Und das sind eben die Menschen, die vielen Menschen, die anfangen sich bewusst zu werden: "Ich bin ein geistig-schöpferisches Wesen." Und indem ich geistig-schöpferisch bin, egal ob ich etwas Kleines, ob ich etwas Großes mache, ob ich dieses Schöpferische mache im künstlerischen Bereich, ob ich es mache im technischen Bereich, ob ich es mache - und das ist das Wichtigste - im zwischenmenschlichen Bereich, in der Begegnung zwischen den Menschen, dann trage ich etwas dazu bei, dass diese Schar der 144 Tausend auch der Anzahl nach immer größer wird. Und umso mächtiger - mächtiger jetzt aber im ganz positiven Sinne, im weltschöpferischen Sinne - wird die neue Welt, die wir dann als eine gute 8. Sphäre schaffen, wenn man es jetzt so will, also in der Sprechweise, wie wir sie heute verwenden jetzt im Vortrag.

Es gibt wirklich diese drei 8. Sphären sozusagen: Die soratische Sphäre, die ist der Untergang des Menschseins, das wir kennen, des Menschseins, wo die Freiheit damit verbunden ist. Es gibt die 8. Sphäre der guten Elohim, die in gewisser Weise auf gleicher Stufe stehen, wie die soratischen Wesenheiten, aber halt zu den christlichen Scharen jetzt zählen. Diese 8. Sphäre lebt auch jetzt in unserer Welt, genauso wie die negative 8. Sphäre lebt hier, auch wenn wir sie vielleicht nicht wahrnehmen, aber das heißt nicht, dass sie nicht da ist. Und es gibt unsere 8. Sphäre, die in der Zukunft auf uns wartet, die wir bauen sollen. Sollen im Sinne eines Angebots, das uns ermöglicht wird. Und wo wir wirklich im kosmischen Sinn weltschöpferisch werden können. Dazu brauchen wir eben diese Begegnungen mit den ganzen Widersacherkräften.

Apokalypse: Das Weib bekleidet mit der Sonne und die Krone der zwölf Sterne über ihrem Haupt 1:16:14

Und da eben jetzt zurück zur Apokalypse: Ich erinnere euch an die Szene: Das Weib, bekleidet mit der Sonne, der Mond zu ihren Füßen und über ihr das Haupt mit der Krone der zwölf Sterne gekrönt. Also, die zwölf Sterne, also, das heißt, der ganze Tierkreis, wenn man so will, letztlich ein Bild für den ganzen Kosmos da draußen, für die ganze Sternenwelt, für die ganze astrale Welt, wenn man so will.

Die Sterne sind ja so was Eigenartiges. Ich meine, dort leuchtet die Weltenastralität herein, im Grunde, aus dem, was noch dahinter liegt, wenn man es jetzt aus geistiger Perspektive betrachtet. Aber dieses Licht, das ausgeht von den Sternen, das geistige Licht, das ausgeht von ihnen, das ist eigentlich das Astrale, das Astralische der Welt, das ist die Weltenastralität, in Wahrheit. Da kommt etwas aus dem Überräumlichen, Überzeitlichen, eben diese geistige Schöpferkraft, über die wir in unserem Ich auch verfügen. Und die strahlt überall hinein in unseren äußeren Kosmos, wenn man so will, über die Sternenwelten. Dort strahlt sie aus dann in Form des Lichtes. Da im Licht ist aber schon was Luziferisches drinnen, also im äußeren Licht, im sinnlich fassbaren Licht, aber es strömt sehr wohl auch die wirkliche, die weisheitsvolle Weltenastralität mit. Und ganz besonders ist das bei unserer Sonne der Fall. Also, für uns ist es besonders bedeutsam. Für andere Sternenwelten sind andere Sterne noch bedeutsamer. Aber insgesamt sind alle Sterne wichtig für uns. Und dort kommt es herein.

Apokalypse: Das Weib mit der Sonne bekleidet gibt uns ein Bild für das reine Seelische der ganzen Menschheit, in der die freie Christus-Ich-Kraft geboren werden kann 1:18:24

Und der Mond unter ihren Füßen… Also, dieses Bild steht ja einerseits für die künftige Wiedervereinigung der Sonne mit der Erde, von der Erde, die aber sich dann schon mit dem Mond wieder vereinigt hat. Auch darüber haben wir schon gesprochen. Also diese Vereinigung der Erde mit dem Mond wird nicht einmal in so ferner Zukunft passieren, wobei man sich aber das nicht so äußerlich vorstellen darf. Es geht zunächst einmal vor allem darum, dass sich Mondenkräfte, die ausgelagert wurden, damit die Erdentwicklung überhaupt sich so vollziehen kann, dass der Mensch hier sich entfalten kann - sonst würde er viel zu verhärtet worden sein - dazu mussten die Mondenkräfte ausgeschieden werden, aber sie vereinigen sich wieder mit der Erde. Und das heißt, dass da ein Erstarrungsprozess hineinkommt, ein Ersterbensprozess. Das hat schon begonnen. Das hat schon begonnen. Äußerlich gesehen bewegt sich der Mond als physischer Körper noch von Jahr zu Jahr ein bisschen weg von der Erde. Geistig gesehen, verbinden sich bereits jetzt die Mondenkräfte immer mehr mit der Erdensphäre. Das wird weiter vorangehen.

Und dieses Weib mit der Sonne bekleidet ist ein Bild für das reine Seelische des Menschen, der ganzen Menschheit, in Wahrheit. Für das Seelische, in dem eben auch die Christus-Ich-Kraft geboren werden kann - diese christliche Ich-Kraft, diese durchchristete Ich-Kraft, das heißt das freie Ich, das sich seiner Freiheit bewusst ist und das sich bewusst ist, dass in ihm immer die Christus-Kraft lebt und zu seiner Verfügung steht. Und wie heißt es dann im 12. Kapitel der Apokalypse?

"Und sie war schwanger und schrie in den Wehen und Schmerzen des Gebärens."

Das ist auch ein interessantes Bild. Weil diese Geburt dieser freien Christus-Ich-Kraft, Ich-Christus-Kraft, wie immer man sie nennen will, ja, die ist auch mit Geburtschmerzen immer wieder verbunden. Also dort, wo wir einen Schritt weiterkommen wollen, wo wir einen neuen Impuls in die Welt, einen schöpferischen, bringen, dann ist das eine Art Geburtsvorgang. Und die Zukunft wird - und das hoffentlich in großem Maße - davon bestimmt sein, dass viele Menschen solche geistigen Geburten hervorbringen. Und es wird tatsächlich auch so sein: Je mehr Geistesgeburten stattfinden, desto eher wird die Menschheit so weit sein, dass sie einer irdischen Verkörperung nicht mehr bedarf. Das heißt, es wird auch letztlich dazu führen, dass mit der Zeit immer weniger Menschen sich auf Erden inkarnieren werden. Das geht auch Hand in Hand. Das heißt, es werden… Je schneller wir uns entwickeln, desto schneller werden auch unsere Inkarnationen zwar auf Erden folgen, aber es werden auch immer schneller Menschen da sein, die sich nicht mehr inkarnieren müssen - für ihre eigene Entwicklung zumindest. Und wieviele davon trotzdem freiwillig sich wieder inkarnieren auf Erden, um den sozusagen Zurückgebliebenen hier zu helfen, die noch nicht sich lösen können vom physischen Dasein - jedenfalls nicht dauerhaft - sondern noch immer wieder herunter müssen? Ja, es wird sehr davon abhängen, wieviele es schaffen hinüberzugehen. Je weniger zurückbleiben, desto weniger müssen sich auch freiwillig inkarnieren, um ihnen zu helfen. "Müssen" meine ich jetzt im Sinne von, es aus eigenem freien Willen wollen, weil sie die nicht zurücklassen wollen, weil sie die nicht opfern wollen den soratischen Wesenheiten letztlich. Das schwingt schon alles bei dem Bild aus dem 12. Kapitel der Apokalypse mit, also mit dem Weib mit der Sonne bekleidet.

Apokalypse: Die Verfolgung des Weibes mit der Sonne bekleidet durch die Widersacher und die Gefahren für die regelrechte Wiedervereinigung der Erde mit der Sonne 1:20:01

Und dieses Weib wird ja jetzt verfolgt vom großen, zunächst einmal großteils luziferischen Drachen, aber schon auch mit ahrimanischem Anteil, der aber dann von Michael hinuntergestürzt wird auf die Erde. Also, dieses Bild ist zunächst ein geistiges Bild. Es ist also eine Vorschau auf das, was passieren kann und was wir als geistige Kraft in uns entwickeln müssen, damit es überhaupt zustande kommt. Damit eben zum Beispiel die regelrechte Vereinigung der Erde mit der Sonne stattfinden kann.

Es könnte nämlich auch anders passieren, also zumindest mit einem Teil der Erde. Ist auch interessant, also, obwohl ich jetzt nicht zu viel darauf geben würde, aber es fällt mir jetzt als Beispiel ein: Die Astrophysiker rätseln ja drum - oder haben Modelle entwickelt, wie wird denn das mit der Entwicklung der Sonne weitergehen. Die Sonne wird anwachsen im Laufe ihrer Entwicklung, sie wird also mächtiger werden, sie wird größer werden. Und wird die Erde geschluckt dadurch? Wird sie nicht geschluckt? Also, mit ziemlicher Sicherheit glaubt man sagen zu können, dass die inneren Planeten Merkur und Venus geschluckt werden, die Erde möglicherweise nicht, aber sie wird natürlich dann in einen Zustand versetzt werden, der so heiß ist, dass ein äußeres Leben in unserem Sinne nicht mehr möglich ist. Was dann zurückbleibt, ist im Grunde eine tote Schlacke, eine im wahrsten Sinne des Wortes "verkohlte Schlacke", die zurückbleibt. Naja, das ist aber dann genau nicht die Sphäre, wo die 144 Tausend mitgehen. Das ist dann das äußere Bild - schon während unserer Erdentwicklung noch - für die sich absondernde soratische 8. Sphäre. Dann bleibt etwas als Schlacke zurück.

Und wenn die Entwicklung im guten Sinne vorangeht, dann, ja, wenn man so will, dann wird die Sonne so groß, dass sie auch die heutige Erde wirklich schluckt. Und schluckt, heißt: Sich vereinigt mit ihr bis zum letzten Rest. Wenn das bis zum letzten Rest passieren würde, dann hätten diese soratischen Wesenheiten ausgespielt. Dann wären alle Menschen bereits zu diesem Zeitpunkt sicher vor diesen soratischen Wesenheiten oder zumindest im Wesentlichen sicher - weil natürlich während der nächsten kosmischen Entwicklungsstufe wird es auch noch massive Angriffe der soratischen Wesenheiten geben. Nur sie hätten es wahnsinnig schwer, wenn ihnen nicht ein einziger Mensch jetzt während der Erdentwicklung in ihr Reich folgt.

Die Zukunft unseres Kosmos: Ergänzung der geistig gewonnenen Erkenntnisse durch äußere Bilder der Astrophysik 1:27:02

Und kosmisch, wirklich im äußeren Sinn, im Kosmos spiegelt sich das wider dadurch: Wird die Erde geschluckt von der Sonne, völlig restlos? Oder bleibt eine Schlacke zurück? Das ist das äußere Bild dazu. Also, ich versuche euch jetzt ein äußeres Bild auch zu dem zu geben, was wir jetzt auch vielfach eben von der geistigen Seite betrachtet haben. Aber es hat auch ein äußeres Bild. Da können jetzt natürlich die Astrophysiker herumrechnen, was sie wollen. Ich meine, sie geben ja auch zu, dass man es nicht wirklich genau sagen kann. Und zwar grundsätzlich nicht, weil sie tatsächlich auch, wie sich das Planetensystem nämlich verändert im Zuge der Entwicklung, nur sehr bedingt vorausberechnen können. Wir können es über ein paar Jahrmillionen vielleicht halbwegs genau vorherberechnen - oder für etliche Jahrzehntausende besonders präzise vorausberechnen. Da wird es wahrscheinlich keine gröberen Unterschiede geben, außer es ist irgendein massiver Einschlag in das Ganze, mit dem man auch rechnen kann, wenn ein entsprechender geistiger Impuls da ist. Aber über die weitere Perspektive können sie nichts sagen. Und wobei… Jetzt, bitte, nehmt diese Millionen oder gar Milliarden Jahre, von denen in der Astrophysik gesprochen wird… Es sind Hausnummern. Sie sind sicher im wissenschaftlichen Sinn gerechtfertigt, in gewisser Weise, und sie sind eine Vergleichsmaßzahl, die man von mir aus gebrauchen kann, aber man muss denken, der Zeitlauf, der wirkliche Zeitlauf, wird sich ganz stark verändern in der Zukunft auch.

Die Zeit ist eine Wesenheit und verändert sich fortwährend 1:29:07

Also, das heißt, die Maßstäbe, die wir jetzt anwenden, wenn wir die dann auf eine spätere Zeit projizieren, taugen sie einfach nichts mehr. Sie taugen nichts mehr. Die Zeit ist in Wahrheit nicht dieser gleichmäßig fließende Strom, der womöglich noch, wenn man's im Newtonschen Sinn denkt, aus der Unendlichkeit kommt und in die Unendlichkeit geht - also niemals entstanden ist, niemals aufhört. Das ist ja ein völliges Unding. Die Zeit ist ein Zeitwesen, in Wahrheit. Und dieses Zeitwesen verändert sich. Sein Entwicklungstempo ändert sich. Zeitwesen hängen sehr stark im Übrigen auch mit den Archai zusammen, also mit den sogenannten Urengeln. Die Urengel stehen auf derselben Stufe wie die sogenannten Asuras. Nicht, dass jetzt nicht höhere Wesenheiten auch noch einen Einfluss darauf hätten, aber die sind die Ausführenden. Die sind die, die dazu da sind zum Beispiel, um die Kulturepochen zu leiten. Aber das ist noch das Kleinste, was sie haben. Im größeren Sinn leiten sie die ganzen Rhythmen, die Umlaufzeiten und so weiter, in unserem Sonnensystem drinnen. Und das sind die Maßstäbe, das sind die Zeitmaßstäbe. Und wenn sich das ändert, wenn sich da jetzt irgendwas beschleunigt, ja, man würde es gar nicht merken, wenn sich alles gleichmäßig beschleunigt. Das ist: Wenn eine Uhr plötzlich schneller geht und alles mit schneller geht - wir merken es gar nicht. Wir würden es gar nicht merken. Das ist ganz interessant. Wenn man es jetzt nur so äußerlich… Am äußerlichen Maßstab genommen, merkt man es gar nicht. Man merkt es ja nur im Vergleich dazu, dass etwas anderes jetzt plötzlich hinten nachhinkt. Aber wenn alles sich gleichmäßig schneller bewegt, würde man es gar nicht merken. Und die Zeit macht das aber. Die Zeit verändert sich ganz gewaltig. Dort, wo in der Naturwissenschaft heute von Jahrmilliarden gesprochen wird, das kann aus der geistigen Perspektive her gesehen sehr, sehr viel schneller sein. Wobei, eben abgesehen, der Jahresbegriff, den wir heute haben, dann auch nurmehr sehr bedingt gilt - aber jedenfalls nicht in dem Zeitmaß, wie wir es heute haben. Das ist ganz wichtig.

Das Entwicklungstempo der Erde bestimmen wir Menschen 1:31:55

Also, auch das wäre interessant eben, die Zeit als Lebewesen kennenzulernen - selbst als geistiges Lebewesen, sozusagen, als "lebendig" im Sinne von sehr, sehr veränderlich. Und wir haben einen großen Einfluss darauf, denn wir sind es, die das Entwicklungstempo der Erde bestimmen durch unsere geistige Entwicklung. Und die höheren geistigen Wesenheiten ziehen mit. Sie geben uns ihre Impulse. Eben namentlich die Urengel, die Archai, und ihr Widerpart, die Asuras oder so. Schon in der Genesis in der Bibel, ist von beiden die Rede, in Wahrheit. Sie werden halt anders genannt, aber in der Schöpfungsgeschichte, am Anfang, ist immer die Rede davon, eben bei jedem Schöpfungstag. "Und es war Tag und es war Nacht". Jom und Leila. Und Jom und Leila heißt nicht einfach Tag und Nacht, wie wir es verstehen, sondern es sind bestimmte Wesenheiten von der Stufe der Archai - nichts anderes. Sie sind die Diener, die helfenden Organe der Elohim, die schaffend tätig sind. Das heißt, es sind Zeitwesen. Jeder Tag ist ein Zeitwesen, jeder Schöpfungstag ist ein Zeitwesen, in dem und durch das diese ganze Schöpfung passiert. Und das setzt sich in der Zukunft fort. Und es wird also, wenn man es jetzt mit unserem heutigen Zeitenlauf vergleicht, es wird eine immense Beschleunigung stattfinden, sofern wir als Menschen uns entsprechend entwickeln. Denn dieses Entwicklungstempo liegt jetzt vornehmlich in unserer Hand. Es ist nicht so, dass die Archai uns zu irgendeiner Entwicklung zwingen können. Sie können uns nur gute Bedingungen schaffen. Aber daher ist zum Beispiel das, was wir jetzt kennen als Dauer einer Kulturepoche, die etwa 2160 Jahre dauert, und dann kommt die nächste Kulturepoche - ja, das wird in etwa tragen bis zur 7. Kulturepoche. Bis dahin wird ein größerer Teil - hoffentlich - der Menschheit nicht mehr die Notwendigkeit haben, sich zu inkarnieren auf Erden. Es wird bis dahin schon das Entwicklungstempo ansteigen. Aber man wird noch sagen können, dass die Kulturepochen etwa diese Länge von 2160 Jahren haben. Aber was dann folgt an Entwicklung, an geistiger Entwicklung der Menschheit, eben für die Menschen, die sich nicht mehr verkörpern müssen… Die sind dann in einem ganz anderen Zeitlauf drinnen. Wir machen es möglich durch die Entwicklung, die wir jetzt anstreben - oder versäumen anzustreben.

Je nachdem wird sich das ändern und je nachdem wird sich auch die Entwicklung unseres Sonnensystems ändern. Und es ist tatsächlich so, dass der Traum der Physiker, man könnte das jetzt alles vorherberechnen, sich auflösen wird, irgendwann. Wir werden sehen, dass das nicht so ist. Und es kann sehr überraschende Entwicklungen auch geben. Und auch die Entwicklung unseres Planetensystems kann noch ganz anders laufen, als es vielleicht standardmäßig erwartet würde.

Zusammenschau: Apokalypse, Dantes "Göttliche Komödie", Goethes Faust und Goethes Märchen und die Mysteriendramen 1:35:48

Ja, also wir sprachen von dem Weib mit der Sonne bekleidet, also dieses reine Seelische, das "ewig Weibliche" könnte man sagen im Sinne von Goethe, wenn er zum Schluss im "Chorus Mysticus" am Ende des Teil 2 von "Faust" endet mit dem: "Das ewig Weibliche zieht uns hinan." Das ist genau das. Und das Gegenbild? Was ist das Gegenbild dazu? Die Hure Babylon. Das ist das absolute Gegenbild dazu. Das ist jenes Seelische, Astralische, das sich ganz in den Dienst der Widersacher - und zuletzt daher der soratischen Kräfte gestellt hat. Und dem aber dann alles genommen wird, was unsere lichte Entwicklung ausmacht, in Wahrheit. Und die Begegnung ist aber eben erstens einmal die erste, die hier im 12. Kapitel drinnen steht - und drum ist es eben auch da so stufenweise, das Ganze, in der Apokalypse geschildert. Es ist die mit dem vorwiegend luziferischen Drachen. Es ist das Tier. Der Drache hat die sieben Häupter und die zehn Hörner. Das tritt interessanterweise immer wieder auf, und das Tier ist immer wieder anders geschildert. Das ist ein Grundprinzip, das sich durchzieht. Aber was dahinter an Wesenheiten steckt, die das bewirken, sind immer wieder andere. Und dieser mehr luziferische, aber auch schon ein bisschen ahrimanische… Also der Emil Bock sagt es sehr, sehr treffend in seiner Übersetzung drinnen. Also, dieser Drache wird eben gestürzt:

"Und es entbrannte ein Streit in der Himmelswelt. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte inmitten seiner Engel. Aber seine Kraft versagte, und so fand sich für seine Schar im Himmel keine Wirkungsstätte mehr. Es ward gestürzt der große Drache, die Schlange vom Urbeginn, die zugleich diabolischer und satanischer Natur ist, der Verführer der ganzen Menschheit. Auf die Erde wurde er gestürzt und alle seine Engel mit ihm."


Und so weiter. Und es ertönt noch eine Stimme aus dem Himmel und am Ende heißt es dann... Ich will jetzt gar nicht das Ganze vorlesen, es ist nicht notwendig, aber es heißt dann sehr zutreffend:

"Zu euch ist der Widersacher herabgestiegen, und er lodert in wütendem Zorn, denn er weiß, dass seine Zeit nur kurz bemessen ist."

Wenn wir genügend tun. Also, gerade der luziferische Drache, der hat noch die wenigste Macht über uns, wenn wir anfangen wirklich unser Ich zu ergreifen und aus dem heraus unsere Seele selbst zu bilden, nachdem sie uns Luzifer vorgebildet hat. Vor-gebildet. Teilweise - oder auch natürlich sehr "ver-bildet". Aber das ist ein Ergebnis erst der späteren Zeiten, in Wahrheit. Im Ursprung hat er sehr weisheitsvoll das gebildet. Aber es ist halt die Weisheit der Vergangenheit. Es ist die Weisheit des Alten Mondes, die dadrinnen lebt. Und das Problem war am Anfang der Menschheitsentwicklung noch gar nicht groß.

Aus diesen Kräften ist zunächst einmal die Seele des Menschen gebildet. Nur, es muss weitergehen, es muss in die Zukunft gehen und diese Weisheitskräfte der Vergangenheit tragen nicht in die Zukunft, sondern die Zukunft lebt von dem, was schöpferisch neu durch den Menschen hineinkommt. Es ist ja sehr interessant, also die Details, die da geschildert werden: Der Drache, die Schlange eigentlich, es ist ein schlangenartiger Drache, liegt also irgendwo eng beisammen, aber es ist die Paradiesesschlange, wenn man so will. Diese Schlange oder der Drache wird auf die Erde gestürzt und fängt aber jetzt an, da das Weib zu verfolgen, das den Sohn geboren hat. Ja, dieses Weib mit der Sonne bekleidet ist ein Bild. Ja, aber bevor das wirklich wird: Die Erde mit der Sonne sich zu vereinigen als Ziel des Ganzen, muss ja mal der irdische Mensch geboren werden, der irdische Mensch, der diese Christus-Ich-Kraft in sich aufnimmt. Das heißt, wir müssen alle eigentlich diesen Weg gehen wollen, diesen, ja, halt in menschlicher Form, in kleiner Form, diesen Vorgang durchmachen, den der Christus durchgemacht hat, indem er sich auf Erden inkarniert hat und durch das Mysterium von Golgatha durchgegangen ist. Das ist unser Weg. Wenn wir in das lichte Reich, und zwar nicht ins luziferisch lichte, sondern in das wirklich lichte Reich hineingehen wollen, nämlich in dieses lichte Reich, das wir durch unsere Geisteskraft erleuchten.

Es ist ja so schön in Goethes Märchen geschildert: Da gibt es den Alten mit der Lampe. Goethes Märchen war ja der Ausgangspunkt, aus dem heraus der Rudolf Steiner die Mysteriendramen geschaffen hat. Im ersten Drama merkt man das ganz deutlich. Er wollte eigentlich zunächst nichts anderes machen, als Goethes Märchen, das als Erzählung gegeben ist, in dramatische Form umsetzen, als Bühnenspiel sozusagen umsetzen. Nur, im sich beschäftigen damit ist halt ein Mysteriendrama daraus geworden. Wenn man das Märchen kennt, sieht man sehr wohl die Zusammenhänge. Aber es hat doch eine ganz eigene Gestalt bekommen und es sind ganz neue Aspekte auch hineingekommen. Mit dem zweiten, dritten, vierten Drama, mit dem fünften, das angedacht war, aber nicht niedergeschrieben wurde, sind ganz neue Aspekte hineingekommen.

Ja, aber kehren wir zurück zur Schlange, die auf die Erde gestürzt wurde, die jetzt dieses Weib verfolgt, das auf der Erde Zuflucht gesucht hat, Zuflucht suchen muss, weil nur da kann das Ich als Erden-Ich geboren werden, nur auf der Erde konnte das Christus-Ich zugleich ein Menschen-Ich sein; also das heißt, das makrokosmische Ich zugleich als mikrokosmisches Ich leben. Beides zugleich sein. Was ganz Unglaubliches. Aber dazu musste er die Erde betreten. Und dazu müssen wir auch in die Wüste sozusagen gehen. Wir müssen in die Wüste fliehen. Dann werden uns auch die geistigen Flügel aber gegeben, um uns auch wieder geistig erheben zu können. Das steht alles da drinnen im 12. Kapitel der Apokalypse: "Da wurden dem Weibe die zwei Flügel des großen Adlers gegeben." Dieser Adler ist aber der, der wirklich nach oben führt. Das ist nicht der römische Adler. Das ist nicht der Adler, von dem wir gehört haben in Dantes "Göttliche Komödie" - diese Szene, die ich da vorgelesen habe - das sind die Flügel des Greif, wenn man so will, die in Dantes Schilderung vorkommen… Da schildert er ja, wie der Christus in Gestalt eines Greifs den Wagen zieht, den Triumphwagen der Kirche, wenn man so will, auf dem die Beatrice, die reine Seele Beatrice, hereingeführt wird. Die Beatrice entspricht hier im Grunde so in etwa diesem Weib mit der Sonne bekleidet - zumindest in ihrem wesentlichen Aspekt. Sie steht dort auch für das "Ewig Weibliche". Das war also diese Art, wie Dante sie wahrgenommen hat. Über den Umweg der Jugendfreundin, die halt verstorben war, und vermittelt durch deren Seele, bekommt er dieses Bild dieser großen geistigen Beatrice, im Grunde, die aber auch nichts anderes als dieses Bild darstellt. Dann also… dieses Weib bekommt diese Flügel und sie wird von der Schlange verfolgt. Also, zunächst einmal rettet sie sich fern vom Angesicht der Schlange:

"Und die Schlange ließ aus ihrem Rachen hinter dem Weibe her einen Wasserstrom hervorfluten, um es zu vernichten. Da kam aber die Erde dem Weibe zu Hilfe; sie öffnete ihren Mund und trank den Wasserstrom in sich hinein, den der Drache aus seinem Munde hervorschoss."

Apokalypse: Das Tier wird stufenweise immer bösartiger - bis es SORAT, das Tier mit den zwei Hörnern, ist 1:46:36

Ja, jetzt darf man natürlich nicht an ein äußeres Wasser denken, sondern es sind diese strömenden astralischen Kräfte. Das sind aber jetzt die luziferischen, aber auch schon ahrimanisch angenagten Kräfte. Die Erde öffnet sich, nimmt sie auf, damit dieses Weib, also diese reine Seele, nicht verdorben wird. Aber die Erde nimmt es auf. Und da sind jetzt die Kräfte drinnen. Das heißt, auch ein Bild dafür, dass die astralische Erdensphäre halt in großem Stil negative, jetzt tatsächlich negative Kräfte, diese Kräfte des Drachens, aufnimmt in sich. Und das geht ein in das Seelische der ganzen Erdensphäre - und namentlich in das Seelische der ganzen Menschheit geht es hinein. Und später, wenn dann die Rede davon ist, dass die Hure Babylon auf so vielen Wasserströmen sitzt, ja, diese Wasserströme sind das Seelische der vielen Völker, Stämme, weiß Gott was, die es gibt auf der Erde. Dadrin lebt sie, dieses verdorbene Seelische, dann. Das ist das genaue Gegenbild dazu. Das ist alles da schon angedeutet drinnen, schon im 12. Kapitel wird das alles vorbereitet. Und erst nachdem das ist, kommt jetzt dann die nächste Ebene heraus. Der Johannes schildert dann Anfang des 13. Kapitels:

"Als ich das sah, stand ich auf dem Ufersand des Meeres. Und ich sah ein Tier aus dem Meere emporsteigen. Das hatte zehn Hörner und sieben Häupter und trug auf den Hörnern zehn Kronen, und auf seinen Häuptern standen Namen der Feindschaft gegen den Geist. Das Tier, das ich sah, glich einem Panther, aber es hatte Füße wie ein Bär, und sein Maul war wie das eines Löwen."

Das haben wir schon einmal gelesen, dieses Bild. Wieder dieses Tier mit den sieben Häuptern und den zehn Hörnern. Vorher haben wir gerade gehört, der Drache, der da jetzt gestürzt wurde, hatte auch die sieben Häupter und die zehn Hörner. Da kommen sie wieder, aber in einer verwandelten und viel, viel stärker ahrimanisierten Gestalt. Also diese Schlange, der Drache, der gestürzte Drache, hat seine astralischen Kräfte auf die Erde ausgegossen, hat sie nachgespien sozusagen dem Weib, also versucht, diese reine Seele zu ertränken in seinen noch überwiegend luziferischen Kräften - aber die Erde schluckt das Ganze, die Erde nimmt das auf. Aber was passiert dadurch, dass die Erde das aufnimmt - dass auch die Wasserströme, das Meer, das letztlich aufnimmt? Jetzt kann aus dem Meer heraus ein anderes Tier steigen, das aber wieder sieben Häupter und zehn Hörner hat, das aber jetzt schon noch bösartiger ist, das also von unten heraufsteigt, wo jetzt die ahrimanischen Kräfte im Vordergrund stehen. Das steigt jetzt herauf, zunächst einmal noch aus dem Meer. Dann wird eben aus dem festen Land… Aus der Erde werden dann die soratischen Kräfte herauskommen: das zweite Tier, eben dieses Tier mit den zwei Hörnern, das dann eben diesen besonderen Namen bekommt, der übersetzt "Sorat" heißt. Eigentlich eine Übersetzung der Zahl 6-6-6. Wobei wir immer dazusagen müssen: Wer ist das letztlich? Wer sind diese ganzen Tiere? Wir sind es. Wir als Menschheit, wenn wir uns diesen Kräften überlassen. Wenn sie überhand nehmen. Das heißt, der Drache ist eigentlich nicht der Luzifer selber, sondern er ist im Grunde das, was wir werden, wenn wir uns im Übermaß ihm überlassen. Und wenn wir uns den ahrimanischen Kräften überlassen, sind wir das nächste Tier, das da herauskommt jetzt aus dem Meer, das aus dem Meer emporsteigt. Und wenn es noch weiter geht, dann kommt eben dieses Tier mit den zwei Hörnern. Und das sind wieder wir. Davon haben wir schon gesprochen. Also es heißt ja über dieses Tier:

"Hier spricht die Weisheit selbst. Wer Verstand besitzt, der suche den Sinn, den die Zahl des Tieres hat. Es ist die Zahl des Menschen. Und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig."

Darüber haben wir ja gesprochen. Ist also… Wenn man diese Zahl in hebräischen Buchstaben aufschreibt und wenn man das dann liest, dann kommt das Wort "Sorat" heraus. Und es ist zugleich dieses SORAT ein Bild für die Wesensglieder des Menschen. Für den physischen Leib das "S". Das "R"... Also das "O" kommt als Nächstes, das sind die Lebenskräfte, das ist also der Konsonant Vav der vokalisiert ist. Dann kommt das "R" dazu, eben die astralischen Kräfte, und zum Schluss das "T", der Einschlag des Ichs, die Ich-Kraft. Aber das ist eben die Frage, wenn die Ich-Kraft einschlägt und dann in der Erde stecken bleibt - weil, ungespitzt  einschlägt in die Erde und steckenbleibt - dann ist es halt auch nicht das Richtige. Es sollte uns halt nicht so gehen, wie es der Dante mit dem Luzifer schildert, der so eingeschlagen ist in die Erde, dass er gleich den ganzen Höllentrichter erzeugt hat darinnen, also bis zum Erdmittelpunkt - und auf der Gegenseite der Läuterungsberg dadurch aufgeworfen wurde. Aber mit unserem Ich sollte es nicht so passieren, dass wir so einschlagen, sondern es ist der geistige Einschlag, der die Erde verwandelt. Das ist drinnen. Also, Sorat sind auch wir, in Wahrheit. Drum habe ich euch oft gesagt, ich will nicht einfach diese Widersachermächte "Sorat" nennen. Drum sage jetzt in letzter Zeit immer kurz "die soratischen Wesenheiten". Aber das heißt, wir werden es, wir werden das. Wir  können werden ein Wesen - ich habe jetzt gezögert a bisserl, weil ich nicht weiß, wie ich das nennen soll - ein Wesen, ein Gebilde, ein Was-auch-immer, das die Weisheit, die wirklich unendliche Weisheit des Alten Mondes in Form der luziferischen Kräfte in sich hat, der (das) die überragende Intelligenz der ahrimanischen Kräfte in sich hat, der (das) die Kräfte der Asuras in sich trägt, die bis ins Physische hinein diese Intelligenz zu einem sicheren Instinkt machen können. Also, diese Weisheit und Intelligenz.

Zielsetzung für die Menschheit: Ein Bewusstsein für den gesamten Kosmos am Ende des Vulkan-Zustandes 1:54:52

Die Instinkte der Tiere zum Beispiel liegen ganz im Bau des physischen Körpers drinnen, passieren, spielen sich ab in unserem Sinne völlig bewusstlos - konkreter gesprochen im Sinne des Tieftrancebewusstseins oder Todesbewusstseins, das auch die Mineralien haben. Bewusstsein ist da immer noch drinnen. Es ist sogar das weiteste, aber es ist so dumpf, dass man eigentlich nichts davon weiß. Und solange es so dumpf ist, könnten wir auch nichts damit anfangen. Es ist das Gegenbild. Wir sollen uns einmal dazu entwickeln im 7. planetarisch-kosmischen Entwicklungszustand, dass wir dieses tief unbewußte Bewusstsein - ich spreche jetzt ganz paradox - das unterbewussteste Bewusstsein, dass wir das zum wachesten und hellsten Bewusstsein gemacht haben. Und dann ist es am Ende der Vulkan Entwicklung, am Ende der 7. kosmischen Stufe… Wenn wir fertig sind, haben wir ein Bewusstsein für den gesamten Kosmos. Dann lebt in unserem Bewusstsein alles das, was nicht nur auf Erden passiert, nicht nur, was in unserem Körper - den haben nicht mehr -  aber was in unserem Kosmos, auf der Erde, in unserem Sonnensystem, in allen Sternen, die es da gibt, bis an die Grenze hinaus… Wo uns jede kleinste Kleinigkeit bewusst ist. Unvorstellbar. Unvorstellbar. Was wir heute als Bewusstsein haben, ist nichts, ist lächerlich dagegen. Unser Bewusstsein ist im allerersten Anfang begriffen. Bewußtseinsseele zu entwickeln heißt, diese ersten Anfänge einmal zu machen. Aber dem steht eine riesige Entwicklung voraus. 

Wir haben da sehr, sehr viel zu tun! Weil, heute… Und darin haben die Gehirnforscher, die Neurowissenschaftler, völlig recht, wenn sie sagen: Ja, eigentlich, bitte schön, das meiste, was da passiert, wo der Mensch seine Erkenntnistätigkeit hat und dass er überhaupt die Dinge so sehen kann und das alles ins richtige Lot bringt… Also alles das, was eigentlich unbewusst abläuft bei uns - und wir dann nur fertigschaun: "Ah, ich seh Bäume, ich seh Tiere. Wunderbar!" Und wir haben ja keine Ahnung, wie das zustande kommt. Wir müssen ja dieses Bild überhaupt schaffen. Das ist nicht so einfach, dass da wie bei einer Kamera Bilder herein kommen und wir hätten’s. Ja, Bilder können schon reinkommen, aber wir werden nichts mitkriegen davon. Dass wir überhaupt so ein Bild aufbauen können, da ist eine gewaltige Weisheit notwendig, aber die spielt sich völlig unbewusst ab. Völlig unbewusst. Also, als Bild gesprochen, ist das, was da an Intelligenz in unserem physischen Leib, als lebendige Intelligenz in unserem Ätherleib, als Weisheit in unserem Astralleib wandelt, wenn wir das alles zusammennehmen und das vergleichen mit dem, was uns davon bewusst ist, dann ist es, ich weiss nicht, ein Billionstel oder noch viel weniger davon. Und es steht uns bevor also, diesen riesigen, uns noch im Tagesbewusstsein unbewussten Bereich ins Bewusstsein zu heben. Und das… naja, vieles davon schon während der Erdentwicklung. Alles dann - bis in den ganzen Kosmos hinaus - bis zum Ende der Vulkan-Entwicklung. Da haben wir eine Aufgabe. Eine große.

Ausblick und Ausklang 1:58:49

Ja. Ich schaue auf die Uhr. Ich bin brav. Ich möchte den lieben Damen, die hauptsächlich… aber auch Herren, die dabei beteiligt sind, die Vorträge zu transki…transkribieren - schwieriges Wort, die Tätigkeit ist noch schwieriger, noch anstrengender, nämlich das in Wort und Schrift umzusetzen, dass man es auch lesen kann - möchte ich nicht antun, dass wir immer so lange Vorträge haben. Das ist wahnsinnig mühsam. Danke, vielen, vielen Dank an euch alle, die ihr das macht. Es ist mir sehr, sehr wertvoll. Und das sollen alle wissen, die zuhören, dass das passiert im Hintergrund. Und das gibt dem Ganzen noch eine größere Dimension. Und ich überblicke selber manches erst, wenn ich da reinschaue, was da alles steht. Es ist schon interessant. (Unverständliches aus dem Publikum.) Ja, genau.

Ja, meine Lieben, ich danke euch fürs Dabeisein. Wir werden's das nächste Mal fortsetzen. Es gehört das alles zu dem Punkt eigentlich, wo wir jetzt stehen - im Abgrund drinnen. Und ich möchte eben jetzt auch die nächsten Male noch ein bisschen diese Rückschau zu den Schilderungen der Tiere, der Widersacher und so, die vorher schon da waren. Wir haben es schon gelesen, aber das spielt jetzt dort im 17. Kapitel eine große Rolle, um das zu verstehen, das noch einmal und noch einmal durchzugehen, was da alles im Hintergrund sich abspielt. Diese Bilder sind wirklich so wie immer: Man muss eine Folie wegziehen, dann muss man sie doch wieder holen, weil, da waren doch Orientierungspunkte, die brauche ich wieder, um das zu verstehen, was sich darunter enthüllt hat. Wir müssen da mit verschiedensten Ebenen jonglieren lernen, im Grunde. Das ist: Mal in die Tiefe hinuntertauchen, dann wieder mehr hinauffahren - und so Dinge. Es ist also ein sehr lebendiges Tun, sagen wir mal so.

Habt einen schönen Abend. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Themenbezogene Leseanregungen

Die vier Mysteriendramen von Rudolf Steiner sind in GA 14 zusammengefasst. Titel des 2. Mysteriendramas: "Die Prüfung der Seele". Titel des 3. Mysteriendramas: " Der Hüter der Schwelle".

Rudolf Steiner: "Die Sendung Michaels" (12 Vorträge, gehalten in Dornach im November und Dezember 1919; GA 194)

Goethes "Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie" (kurz auch "Das Märchen") gibt es in mehreren Ausgaben. Eine Betrachtung zu Goethes Märchen hat Dietrich Spitta veröffentlicht: "Goethes Einweihung und sein Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie", Verlag Freies Geistesleben 2008, ISBN 978-3-7725-6151-3