Grundlagen Anthroposophie Teil 12 von Christoph Bolleßen: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 31. März 2023, 08:48 Uhr

Stand 19. Juni 2023: Die Texte in den Grundlagen Anthroposophie von Christoph wurden mit intensiver Fleißarbeit durch Kathrin und Jean-Paul (Schweiz) transkribiert, formatiert, und mit schönen Grafiken versehen. Als nächster Schritt steht die Arbeit an den Glossars an, sprich es werden zu wichtigen Begriffen kurze Textangaben gemacht. Wenn du uns hier unterstützen möchtest, dann freuen wir uns über dein Zeichen. Danke! VG François
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«Mit dieser Vortragsreihe möchte Christoph in ruhiger und freier Rede, interessierten Menschen einige Leitgedanken der Anthroposophie Rudolf Steiners anschaulich darstellen und zugänglich machen. Zur weiteren Vertiefung in die Thematik empfehlen sich unter anderem die Schriften "Theosophie" (GA 9) und "Die Geheimwissenschaft im Umriss" (GA 13).»

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Grundlagen Anthroposophie Teil 12 (Erdenentwicklung, Exusiai, Elohim, Jahve) _ Rudolf Steiner.mp3

Transkription der Grundlagen Anthroposophie Teil 12 [Erdenentwicklung, Exusiai, Elohim, Jahve]

Hallo und herzlich willkommen zu diesem zwölften Teil Grundlagen Anthroposophie hier auf dem Kanal Kultur Epochen.

Wir waren in der letzten Folge stehen geblieben beim Sohnes Prinzip, das wir etwas genauer beleuchtet hatten und wir hatten uns in diesem Zusammenhang die verschiedenen Arten des Äthers des Ätherischen angeschaut. Und ich würde an dieser Stelle dort gerne anknüpfen. Wir waren in der Weltenentwicklung immer noch so ein bisschen an der Grenze zwischen altem Mond und unserer heutigen Erde, was ja im Prinzip auch nur eine weitere Inkarnation, eine weitere, wir hatten das ja nach Rudolf Steiners Terminologie Bewusstseinsstufe genannt, eine Bewusstseinsstufe unseres Heimatplaneten, den wir als Erde bezeichnen, ist. Und wir haben anhand dieser Arten dann gesehen, wie sich also das Geistige immer mehr verwandelt, sich in einen Zustand, der uns heute vertraut ist und den man als physisch bezeichnen könnte. Und in diesem Zusammenhang würde ich gerne einleitend noch einmal etwas genauer beschreiben, wie diese geistige Metamorphosierung von Rudolf Steiner auch beschrieben wird. Das heißt, wie sich dann diese einzelnen Entwicklungsstufen der Welt und alles, was in der Welt ist auch inklusive der Menschen und auch der anderen Wesen, wie man da also exakte Begriffe finden kann in der Anthroposophie, die uns diesen Weg des Geistigen, diese einzelnen Aggregatzustände haben wir sie ja auch genannt, wie man sich die so ein bisschen noch mal greifbarer machen kann.

Und zwar bezeichnet Rudolf Steiner die erste Stufe einer Entwicklung in sieben Schritten, wir hatten ja bereits die sieben Zahl als die Entwicklungszahl für uns Menschen herausgestellt, und dass in diesen sieben Schritten der erste Schritt bezeichnet werden könnte als den sogenannten Arupa Zustand. Arupa ist wieder ein Begriff aus dem Sanskrit und Rupa bedeutet so viel wie Form oder geformt. Und wenn, dann der Buchstabe A vor diesem Wort steht, dann bedeutet das eben diese Form nicht da ist. Arupa heißt so viel wie die Abwesenheit von Form. Im Deutschen würden wir es eher als gestaltlos oder formlos bezeichnen. Das heißt dieser erste Zustand Arupa bedeutet, es befinden sich noch keine wirklichen Gestalten, Gestaltungen, noch keine Wesen, wir haben ja gesagt, das Wort Wesen bedeutet eben auch so etwas wie Gestalt, geformter Geist, es formiert sich etwas und dieser Arupa Zustand, der bedeutet eben, dass es noch keine festen Gestalten gibt, sondern es gibt lediglich Wesen, die dann im Zuge unserer Weltentwicklung sich formieren und dann Gestalten bilden.

Wir haben ja am Anfang gesagt, dass der alte Saturn zwar die erste Stufe unserer Weltenentwicklung, unseres Weltensystems ist, dass Rudolf Steiner aber ganz klar sagt, dass es nicht der Anfang aller Dinge, sondern es hat eben vor dem alten Saturn auch bereits Entwicklungen und Wesen gegeben, die dann in unsere Weltentwicklung hineingekommen sind. Und somit bezieht sich dieses Arupa dieser Arupa Zustand auf die Gestaltung unserer Welt. Das heißt unsere Welt ist im Arupa zustand noch gestaltlos, aber es sind bereits Wesen vorhanden, die dann beginnen, dieses Gestaltlose, dieses Formlose in eine Form immer mehr zu bringen, das heißt der erste Zustand Arupa. Der zweite Zustand, der nennt sich Rupa Zustand. Und hier haben wir dann eben die Form, die geistige Form, die sich aus dem Arupa Zustand heraus ergibt. Das heißt, es finden also im geistigen Gestaltbildungen statt. Wenn man jetzt den Verweis auf den alten Saturn macht, dann befindet sich dort die Gestalt unseres physischen Leibes im Rupa Zustand, in einem ersten Rupa Zustand könnte man sagen, wird gebildet und dann folgt die dritte Stufe, die nach dem Rupa Zustand folgt, die bezeichnet Rudolf Steiner als astral. Auch da kommt es uns bekannt vor. Wir haben ja gesagt, dass der alte Mond, die dritte Stufe unseres Planetensystems die Bildung unseres Astralleibes, die Veranlagung unseres Astralleibes zum Zentrum hat unter anderen. Und der alte Mond als dritte Stufe ist in diesem großen Werden aus dem Geistigen also dann auch zu Recht die Astral Stufe. Und im Hinblick auf das Bewusstsein haben wir ja gesagt, dass das Bewusstsein auf dem alten Mond darin bestand, dass sich die Bilder aus dem Geistigen, das heißt aus dem Rupa, aus dem geformten Geistigen nun beginnen, in Bilder zu übersetzen. Das heißt also von einem geformten geistigen Zustand übergehen in seelische, in astrale Bilder. Ich hoffe, ich kann diese Zusammenhänge so ein bisschen herausstellen, dass ihr das ihr euch so ein bisschen vertraut macht mit den Zusammenhängen und mit diesen Begriffen auch. Also, das heißt aus dem Arupa, aus dem formlosen Geistigen heraus in das geformte Geistige, in den Rupa Zustand und dann im dritten Schritt in den Zustand des Astralen hinein, das finden wir dann auf dem alten Mond.

Wir haben also den Arupa Zustand auf dem alten Saturn, wir haben den Rupa Zustand auf der alten Sonne und wir haben den Astral Zustand auf dem alten Mond. Und nun gibt es auch aus dem Astral Zustand hinaus eine weitere Verdichtung, ihr erinnert euch das wir, dass wir es immer mit einer zunehmenden Verdichtung von Geistigem zu tun haben, und die Erde steht nun unter dem Entwicklungsrahmen, dass sich das astrale. Wiederum verwandelt in den Zustand, den Rudolf Steiner dann als physisch bezeichnet. Das heißt, die seelischen Bilder verdichten sich in das Physische hinein, man könnte auch sagen, um es noch genauer zu nehmen, in das Physisch-Ätherische hinein. Denn die Bilde Kräfte hängen immer mit dem Physischen, mit dem Stofflichen zusammen. Das heißt im Zustand des Physischen im Erdenzustand verwandelt sich das Seelische in physisch Ätherisches. Das heißt also zunächst kommt der Arupa Zustand, dann der Rupa Zustand, dann der Astral Zustand und dann kommt der Zustand des Physischen. Und diese Stufen sind auch immer so der Leitstern, könnte man sagen, für die gesamte Entwicklung sowohl der Welt als auch des Menschen.

Und wenn wir nun auf die Wesen schauen, wenn wir uns nun der Erde nähern, wir schauen jetzt auf die Wesen, die bei der Erdenentwickelung sehr, sehr stark involviert sind, die also auch mit uns Menschen sehr viel zu tun haben. Dann erinnern wir uns, auf dem alten Saturn waren unsere heutigen Urengel oder Archai genannt, die waren auf dem alten Saturn Menschen, haben ihre Menschheitsstufe durchgemacht und waren somit die Kinder der Throne. Dann hatten wir auf der alten Sonne die Regentschaft der Kyriotetes und die Wesen, die damals ihre Menschheitsstufe durchmachten, unsere heutigen Erzengel oder auch Archangeloi genannt, die bezeichnen wir als die Kinder der Kyriotetes. Und auf dem alten Mond machten ihre Menschheitsstufe durch unsere heutigen Engel oder auch Angeloi genannt und die Regenten der alten Monden Entwicklung waren die Dynamis und somit sind die Engel die Kinder der Dynamis.

Und nun kommen wir zur Erdenentwickelung und zu uns. Es fehlen ja in der zweiten Hierarchie jetzt noch diejenigen Wesenheiten, die das Form Prinzip der zweiten Hierarchie bilden. Wir hatten in der ersten Hierarchie die Seraphine, die das Bewusstseins Prinzip der ersten Hierarchie verkörpern. Unterhalb der Seraphim hatten wir die Cherubim als das Lebensprinzip, und darunter hatten wir die Throne, die das Form Prinzip sind. Und unterhalb der Throne beginnt die zweite Hierarchie mit den Kyriotetes, unterhalb der Kyriotetes sind die Dynamis. Ja, und nun bleiben die Wesenheiten, die das Form Prinzip der zweiten Hierarchie verkörpern und deren Kinder wir sind, wir Menschen, die heutigen Menschen, wir Erdenmenschen, könnte man sagen. Und diese Wesenheiten bezeichnet Rudolf Steiner nach der Terminologie von Dionysios des Areopagyten, das war ein hoher Eingeweihter, die bezeichnet Rudolf Steiner als die Exusiai. Und es ist nun aus dem Kreise der Exusiai, ein Kreis von sieben regelrechten Wesen die nun gemeinsam mit dem Christus diejenigen sind, die während der Erdenentwickelung unser Ich an uns verschenken, ihr gemeinsames Ich für uns opfern. Auch für die Erdenentwickelung trifft es zu, dass unser Menschsein, dass die Tatsache, dass wir unser Ich erhalten, auf der Erde auch wieder ein Opfer ist.

Wir erinnern uns, das ist jetzt ein bisschen viel, ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel, dass ich jetzt noch mal so viel rekapituliere, aber das ist für die Erdenentwickelung wichtig, dass wir uns das noch mal ins Gedächtnis rufen, das Opferungsprinzip zieht sich durch die gesamte Entwicklung unseres Weltensystems. Wir hatten zunächst einmal das ganz große Opfer der Cherubim, dass sie sich im Tierkreis anordnen       . Dann hatten wir das Opfer der Throne, das Willensopfer, Willenskraft wird da geopfert. Dann hatten wir das Weisheitsopfer der Kyriotetes auf der alten Sonne und schließlich hatten wir das Astral Opfer der Dynamis auf dem alten Mond. Und in der Erdenentwickelung ist es eben auch wieder so, dass etwas geopfert wird, und zwar ein physisches Opfer dargebracht wird, aber physisch jetzt nicht, das ist schon etwas Gegenständliches wäre, sondern es handelt sich um ein Geistiges mit hoher Verdichtung, das aber in sich enorme Potenziale birgt. Und diese Potenziale werden zusammengestellt, könnte man sagen, von diesen Wesen aus der Hierarchiestufe der Exusiai und diese sieben Wesen, die nennen sich die Elohim, die Sieben Elohim. Das sind die Regenten, die großen Regenten unserer Erdenentwickelung und diese sieben Elohim haben ihr Ich gemeinsam haben, also in einer vorherigen Stufe ihr Menschsein bereits errungen, und zwar in einer Entwicklung, die eben vor dem alten Saturn liegt. Und diese sieben Elohim finden sich nun zusammen und vereinigen sich mit dem Christus. Und es kommt nun dazu, dass der Christus eben besonders stark durch einen der Elohim spricht, sich offenbart. Und dieser eine der sieben Elohim das ist das Wesen Jahwe.

Und ich würde gerne an dieser Stelle ganz genau sein mit den Begriffen, denn vielleicht ist einigen von euch dieses Wort Jahweh oder vielleicht auch Elohim bereits geläufig und wir sollten an dieser Stelle uns angewöhnen, dass wir, wenn wir sagen Elohim, Jahwe und Jahwe Elohim, diese Begriffe werden immer wieder vorkommen und sie tauchen auch häufiger, zum Beispiel auch in der Bibel oder im hebräischen Kontext auf, dass wir uns klar machen, dass es also unterschiedliche Dinge sind, wenn wir, wenn wir von den Elohim sprechen, die Elohim sind auch die Schöpfer Götter, darauf kommen wir gleich noch mal zurück. Wenn wir von den Elohim sprechen, ist immer die Rede vom Kreis der Elohim, alle sieben Elohim gemeinsam! Wenn wir von Jahwe sprechen, dann ist dieses, dieses eine Wesen aus dem Kreis der Elohim gemeint. Und dann gibt es noch den Begriff Jahwe Elohim. Das ist also nicht der Jahwe als Einzelwesen, sondern das bedeutet, dass der Jahwe im Auftrag des Christus diese anderen sechs Elohim hinter sich vereint, könnte man sagen, dass er also die Führung der Elohim übernommen hat. Und diese Elohim machen sich nun auf den Weg, um ihr Ich zu vereinen. Und durch diese Vereinigung der Iche dieser sieben Elohim im Verbund mit dem Christus kommt es dazu, dass unser Ich diese ganz besonderen Qualitäten bekommt, die nur wir haben, nicht die Engel, nicht die Erzengel, nicht die Urengel und bis zu den Seraphim hinauf hat kein Wesen dieses Potenzial in ihrem Selbst, in ihrem Ich, wie wir Menschen. Und das ist die pure Schöpferkraft des Sohnes, des Sohnes Prinzips des Christus. Diese Qualität wird uns auf der Erde zuteil. Und damit ist das eine wirkliche. Neuerung eine. Revolution, könnte man sagen, in der gesamten Weltentwicklung.

Ja. Das war jetzt noch mal! Relativ viel. Ich hoffe, es war einigermaßen klar formuliert und an dieser Stelle. Machen wir beim nächsten Mal weiter. Vielen Dank fürs Dabeisein, fürs Zuhören. Und bis zum nächsten Mal.


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