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Michael-Prophetie, ein Gedankenaustausch mit Michael Birnthaler und Wolfgang Peter, 2026
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Am 2. Februar 2026 hielt Wolfgang im Schloss Hohenfels Region Bodensee einen einleitenden Vortrag vor der Aufführung des 4. Mysteriendramas „Der Seele Erwachen“ (von Rudolf Steiner). Am Rande der Vorstellung erfolgte mit Dr. Michael Birnthaler am 3. Februar 2026 ein Gedankenaustausch zum Thema der "Michael-Prophetie".

Transkription des Vortrages vom 3. Februar 2026
Transkription und Glossar von Elke J., 22. Februar 2026
Begrüßung 00:00:27
Michael Birnthaler: Ja, lieber Wolfgang, schön, dass du wieder da bist. Du hast ja jetzt hier die Mysteriendramen auf Schloss Hohenfels neu gespielt.
Wolfgang Peter: Sehr schön, wieder hier zu sein bei euch. Toll war's. Ja, danke, freut mich!
Michael Birnthaler: Ich will mich unterhalten mit dir aber über ein sehr spezielles Thema, das wir auch dieses Jahr ein bisschen in den Mittelpunkt rücken wollen. Das ist die Michael-Prophetie. Könntest du für diejenigen Menschen, die das noch nicht so kennen - die Michael-Prophetie, die Rudolf Steiner eben auch 1924 ja beschrieben hat - könntest du die in einfachen Worten kurz beschreiben?
Wolfgang Peter: Mein Weg zur Anthroposophie, zur Sprachgestaltung und zur michaelischen Kraft 00:01:04
Wolfgang Peter: Ja, ich kann dir erzählen, wie ich damit in Verbindung stehe und wie ich dazu gekommen bin. Das war eigentlich schon sehr schicksalshaft durch meinen Lehrer Karl Rössel-Majdan, durch den ich die Anthroposophie kennengelernt habe und zuerst die Sprachgestaltung kennengelernt habe und dann erst entdeckt habe, dass es Anthroposophie gibt. Und was mir an diesem Menschen aufgefallen ist, ist seine Tatkraft, seine Willenskraft, seine, ja, michaelische Kraft, die er hat. Und das war tatsächlich ein Lebenselement bei ihm. Also das heißt, der Michael war dann immer präsent als Kraft. Und das ist mir ein Vorbild geworden irgendwo.
Die Michael-Schule, eine Schule der geistig Strebenden, hat die Aufgabe, Mut zur eigenen Tatkraft in die Welt zu bringen 00:01:48
Und es gibt ja viel zu sagen über die Michael-Schule, also Schule der geistig Strebenden, ein Impuls, wo letztlich Goethe mit seinen Märchen schon dahinter steckt. Das ist ja schon eigentlich eine Vorbereitung dazu. Und vor allem jetzt im neuen Jahrhundert drinnen, also es ist der Zug, es ist ja jetzt sehr deutlich eigentlich mir geworden, 2025, also 100 Jahre nach dem Tod Rudolf Steiners, ist jeder einzelne Mensch, vor allem jeder Anthroposoph, auch gefordert, also diesen Michael-Impuls, diesen geistigen Hintergrund der Michael-Schule, aber vor allem auch diesen Mut und diese Tatkraft in die Welt zu bringen. Und das ist ein Impuls, der mir sehr wichtig ist, dass es auch Tatkraft wird, also es im Leben umzusetzen. Weil es gibt so viele esoterisch-geistige Strömungen, die nicht tatkräftig werden.
Und weil du vorhin die Mysteriendramen angesprochen hast, weil wir sie ja hier wieder gespielt haben, mit denen erlebe ich immer wieder mit, wie es der Rudolf Steiner so deutlich geschildert hat, was alles da schieflaufen kann. Weil so viele Menschen einfach nicht den Mut haben, nicht die Kraft haben, sich auf das eigene Ich zu stellen. Und diese Initiative ist so wichtig. Und es ist, glaube ich, für unsere heutige Zeit jetzt der Spagat auch zu ziehen, wirklich zu lernen an dem Werke Rudolf Steiners, aber zugleich auch den Mut haben, eigene Schritte zu tun. Ich sage immer, Rudolf Steiner hat eine riesige Landkarte der geistigen Welt entworfen, nur irgendwann wird es Zeit, dass wir sie auch benutzen und gehen den Weg und nicht nur über die Landkarte reden.
Also das ist viel. Und auch in der Sprachgestaltung, eben weil sie tätig wird und den ganzen Menschen erfasst, da ist sehr viel michaelisches Tun drinnen. Also da gehört Mut dazu. Weil ich glaube, der größte Mut gehört manchmal dazu, an sich selber zu arbeiten, sich auf sich selber zu stellen. Das verbinde ich damit.
Gibt es bereits wieder inkarnierte Menschen aus dem Kreis um Rudolf Steiner? 00:04:07
Michael Birnthaler: Ja genau" Und zu dieser sogenannten Michael-Prophetie gehört ja auch, wie Rudolf Steiner sagt, dass heute ein Teil der Menschen, die damals schon um ihn war, …
Wolfgang Peter: … wieder jetzt verkörpert sind. Ja, richtig.
Michael Birnthaler: Was hast du da für Erlebnisse gemacht?
Wolfgang Peter: Ja, also ich habe noch nicht direkte Erlebnisse gehabt, wo ich sage, aha, der war zu der Zeit inkarniert. Vor allem weil ich mir sicher bin, dass ich es nicht war. Also ich konnte ihnen in der damaligen … nicht begegnen. Ich komme eher aus der Goethe-Zeit, irgendwo dort. Also soweit ich das abschätzen kann, sagen wir es so. Aber ja, es ist sicher jetzt die Chance, die Begegnung … auch wo Rudolf Steiner spricht, dass Spannungen entstehen können, also zwischen den Aristotelikern zum Beispiel und zwischen den Platonikern. Also mein Impuls ist der totale, ich komme aus der platonischen Richtung irgendwo. Absolut.
Seinen Platz in der Welt erringen. Nötig sind heute individuelle Initiative und Schicksalsvertrauen 00:05:12
Michael Birnthaler: Und erlebst du, dass die Platoniker heute genügend Wirkmöglichkeiten bekommen in der Welt und in der anthroposophischen Bildung?
Wolfgang Peter: Naja, bekommen. Ich glaube, der Punkt ist, man muss sich halt seinen Weg suchen und finden und erringen darum, dass man seinen Platz in der Welt kriegt. Also bekommen wird man es nicht einfach. Es ist leichter … also die etablierten Schienen sind eher die Aristoteliker noch irgendwo. Aber ich glaube, es kommt heute auf die ganz individuelle Initiative an. Und die Schicksalsführung.
Also was ich eigentlich schon relativ früh entwickelt habe, ist dieses volle Schicksalsvertrauen. Es begegnen dir die Dinge. Du kannst nichts erzwingen, aber man muss wach sein für Begegnungen, für Momente, die etwas auslösen, die etwas wecken und dann kommt etwas ins Rollen. Und dass man das nicht verschläft. Das ist eine ganz wichtige Sache. Ich hab gemerkt, mit Erzwingen … und ich will unbedingt das und … das funktioniert nicht. Es muss irgendwie … es muss das ganze Umfeld passen und das Wichtige auch im Michaelischen Impuls ist, dass man schafft, gemeinsam etwas zu schaffen, was sehr individuell ist und trotzdem miteinander umgehen kann. Das ist das Schwierigste.
Wir leben trotz aller Widersacherkräfte in einem sehr geistigen Zeitalter. Offen sein für die Welt, aber vor allem die Widersacher in sich selbst entdecken und erforschen 00:06:38
Michael Birnthaler: Ja genau! Aber ist es für dich auch ein Anliegen, dass du sagst, du willst Strömungen zusammenbringen?
Wolfgang Peter: Ja, absolut.
Michael Birnthaler: Auch gerade jetzt spezifisch Platoniker und Aristoteliker?
Wolfgang Peter: Ja, absolut. Absolut! Offensein überhaupt für die Welt grundsätzlich. Ich verstehe natürlich auch, was mit dem Materialismus passiert, der da ist. Man muss es kennenlernen. Es ist eine große Herausforderung. Und ich bin doch der Meinung, es ist aber ein sehr geistiges Zeitalter auch. Und das ist halt der dunkle Schatten, also namentlich das ahrimanische Element und so. Obwohl genug Luziferisches ja auch noch da ist. Und so als würde uns das immer vorgehalten als Aufgabe. Weil bekämpfen kann man ihn einmal vor allem auch in sich. Wenn man in sich mit diesen Widersacherkräften nicht fertig wird, kann man in der Welt nichts verändern entsprechend. Das ist das Problem.
Gute geistige Gemeinschaften entstehen durch individuelle, kreative Perspektiven und gegenseitiges Lernen 00:07:36
Michael Birnthaler: Ja, ich freue mich sehr. Dann sind wir zwei Strömungen, die auch hier zusammenkommen.
Wolfgang Peter: Ja, absolut. Ich finde, diese Brücken müssen sein. Die Wahrheit braucht individuelle Perspektiven und jeder kann was beitragen. Und man muss nicht sagen, ähh - der macht das anders - das kann ich nicht. Verstehen will ich nicht. Nein, warum? Man muss ja nicht alles gemeinsam und alle gleichschalten. Nein, genau das Gegenteil. Das, glaube ich, müssen wir lernen. Dann entsteht wirklich eine geistige Gemeinschaft.
Michael Birnthaler: Sehr gut.
Wolfgang Peter: Weil Geist ist tun, schaffen, kreativ sein.
Michael Birnthaler: Es gibt nichts Gutes, …
Wolfgang Peter: … außer man tut es. [Gelächter]
Ausblick und Verabschiedung 00:08:16
Michael Birnthaler: Vielleicht nächstes Jahr seid ihr hier und du hast gesprochen von den Widersacher-Mächten. Vielleicht kommt ihr mit einem neuen Stück, was zu dem Thema auch passt.
Wolfgang Peter: Ja, werden wir schauen. Das Thema bewegt uns sowieso immer wieder und wir sind tätig. Michael, danke auf jeden Fall, dass wir wieder da sein durften.
Michael Birnthaler: Alles Gute dir!
Wolfgang Peter: Danke. Euch auch alles Gute, dir alles Gute.
Wolfgang Peter: Ihr habt ein tolles Ambiente hier, tolle Räume. Das ist schon ein spezieller Ort und man merkt die geistige Qualität. Weil auch ein Ort nimmt diese Qualität an. Natürlich auch mit durch die Menschen, die da tätig sind. Das ist schön. Danke!
ENDE des Gesprächs
Glossar
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- „Wir leben trotz aller Widersacherkräfte in einem sehr geistigen Zeitalter.” | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:06:38
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- „[…] durch meinen Lehrer Karl Rössel-Majdan […] ist seine Tatkraft, seine Willenskraft, seine, ja, michaelische Kraft […]“ | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:01:04
- „Und es gibt ja viel zu sagen über die Michael-Schule, also Schule der geistig Strebenden […] vor allem jetzt im neuen Jahrhundert […] ist jeder einzelne Mensch, vor allem jeder Anthroposoph, auch gefordert, also diesen Michael-Impuls […] Mut und diese Tatkraft in die Welt zu bringen.” | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:01:48
- „Und es gibt ja viel zu sagen über die Michael-Schule, also Schule der geistig Strebenden […] vor allem jetzt im neuen Jahrhundert […] ist jeder einzelne Mensch, vor allem jeder Anthroposoph, auch gefordert, also diesen Michael-Impuls […] Mut und diese Tatkraft in die Welt zu bringen.” | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:01:48
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- „[…] durch meinen Lehrer Karl Rössel-Majdan […] ist seine Tatkraft, seine Willenskraft, seine, ja, michaelische Kraft […]“ | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:01:04
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- „[…] dieses volle Schicksalsvertrauen […] Du kannst nichts erzwingen, aber man muss wach sein für Begegnungen, für Momente, die etwas auslösen, die etwas wecken und dann kommt etwas ins Rollen.” | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:05:12
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- „[…] dieses volle Schicksalsvertrauen […] Du kannst nichts erzwingen, aber man muss wach sein für Begegnungen, für Momente, die etwas auslösen, die etwas wecken und dann kommt etwas ins Rollen.” | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:05:12
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- „Die Wahrheit braucht individuelle Perspektiven und jeder kann was beitragen.” | Peter, W. Michael-Prophetie, 2026, 00:07:36
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