Die Apokalypse des Johannes - 170. Vortrag von Wolfgang Peter

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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

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- 170. Vortrag -
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Transkription des 170. Vortrags von Bernhard

Begrüßung zum 170. Vortrag und 15. Wochenspruch 00:00:44

Gut, es geht los. Meine Lieben, ich begrüße euch zum kleinen winzigen Jubiläum. 170. Vortrag, zur Apokalypse und dazu kommt der 15. Wochenspruch. Also ganz der Wetterlage angepasst. Ich weiß nicht, wie es bei euch allen ist, aber bei uns ist es draußen sehr heiß. Herinnen ist es auch heiß. Trotzdem ich die Klimaanlage laufen hatte, aber jetzt habe ich sie abgestellt, dass kein Lärm ist. Aber wir sind also, wir leben in der Sommerhitze im Sommerlicht, irgendwo drinnen und da passt der Spruch ja sehr gut dazu. Der 15.

Ich fühle wie verzaubert im Weltenschein des Geistes Weben.
Es hat in Sinnesdumpfheit gehüllt mein Eigenwesen.
Zu schenken mir die Kraft, die ohnmächtig sich selbst zu geben,
mein Ich in seinen Schranken ist.

Ist ein schwieriger Spruch. Ich lese ihn noch einmal. Wir werden eh noch ein bisschen darüber sprechen. Also:

Ich fühle wie verzaubert im Weltenschein des Geistes Weben.
Es hat in Sinnesdumpfheit gehüllt mein Eigenwesen.
Zu schenken mir die Kraft, die ohnmächtig sich selbst zu geben,
mein Ich in seinen Schranken ist.

Wir haben immer das Geistige vor Augen, aber es ist verhüllt durch den Sinnesvorhang 00:02:29

Schwierig. Schwierig. Also es ist einmal die Rede davon vom Weltenschein, also vom Sinn, Sinnesschein, der da draußen ist, in dem aber verborgen wirkt das Geistesweben. Also in allem, was da uns jetzt vor die Augen zieht, vor die Wärmesinne kommt, was da in der Hitze flimmert, im Licht leuchtet und und flackert, Blitze vielleicht, die manchmal auch kommen in der heißen Atmosphäre, in dem allen ist das Geistesweben drinnen. Also wir haben es eigentlich unmittelbar vor Augen, es ist nur verhüllt wie durch einen Vorhang, eben durch den Sinnesvorhang. Aber alles kann sprechen vom Geistigen. Wir können in alledem, was wir da draußen sehen, erleben, tasten, hören, riechen - Geruch ist ja auch stark, wenn die Blumen oder so duften, wenn die Wälder ihren eigenen Geruch haben, selbst die Großstadtluft, die hat auch was eigenes, ist halt ein bisschen weniger erfreulich manchmal. Aber doch, gehört auch zu unserer Zeit dazu. Es ist halt ein bisschen der Geruch des Ahriman und seiner Sachen. Alles das ist drinnen. Aber in all dem waltet Geistiges, auch Widersacher Geistiges, wenn man so will, alles, alles drinnen. Und zunächst einmal ist aber in Sinnesdumpfheit gehüllt mein Eigenwesen, also so das ganz wache Selbstbewusstsein hat es ein bisschen schwer in der Sommerhitze, in dem Sommerlicht, wo man mit der Seele mehr draußen ist als bei sich selbst. Es ist schwierig, so ganz bei sich selbst zu sein. Also überhaupt, wenn die Hitze stark ist und wenn der Sonnenschein sehr stark ist, dann ist es einfach wahnsinnig schwierig, wenn man wo mehr in den Schatten, ins Kühle geht, ist es schon ein bisschen leichter. Aber man spürt, wie man nach draußen gezogen wird. Was ja was sehr Gutes ist, auch, weil man ja wirklich mit dem Hinausgezogensein in Sinnliche, aber auch in Wahrheit in das Geistige gezogen wird, das in der ganzen Sinneswelt waltet.

Es geht nur darum, dafür aufzuwachen. Sehe ich nur den Vorhang, den Schleier sozusagen, den Sinneschleier, der davor ist, oder spüre ich etwas von dem Geistigen, das drinnen ist? Das heißt, eigentlich fängt es an mit einer Art Intuition. Die ist nur sehr unbewusst, aber man spürt das Berührtwerden. Dass man spürt, da ist noch mehr als der äußere Glanz, da berührt mich etwas. Da fängt die Intuition eigentlich an, die ist nur tief unbewusst. Sie ist, sie kommt eigentlich aus dem Willen. Es ist wirklich so, wie fast, wenn ich das Geistige ertasten würde draußen. Und hier und da kann man das vielleicht erleben, dass man etwas Geistiges sozusagen geistig berührt oder umgekehrt geistig berührt wird von einem, von einem geistigen Wesen. Das ist also in der Phase des Jahres, wo man so draußen ist, eigentlich am leichtesten. Es ist aber oft so, dass einem das nicht unmittelbar zu Bewusstsein kommt, sondern zum Beispiel erst in der Winterzeit oder vielleicht auch ein paar Jahre später erst. Das ist nicht immer gesagt, dass in dem Moment, wo die Berührung stattfindet, dass man sie auch gleich erlebt. Das ist überhaupt die Kunst, also im geistigen Erleben. Man kann sehr vieles im Geistigen erleben.

Erleben des Geistigen durch Intuition und im Tiefschlaf, wo es aber meistens verschlafen wird 00:06:21

Wir erleben unter Umständen in der Nacht sehr viel in der geistigen Welt. Die Frage ist, können wir es mitnehmen bis ins Wachbewusstsein oder ist es einfach weg? Weil im Grunde, in der Regel kriegen wir vielleicht etwas mit vom Aufwachtraum. Da ist aber nur mehr der letzte Rest eigentlich drinnen von dem geistigen Erlebnis. Die wirklich tieferen geistigen Erlebnisse sind im absoluten Tiefschlaf drinnen und im absoluten Tiefschlaf, das ist also noch tiefer als der Traumschlaf, da kriegen wir eben nichts normalerweise mit. Also Rudolf Steiner spricht zwar vom Erwachen um Mitternacht, also das heißt auch geistig wach werden im tiefsten Schlaf, heißt das, hat nichts jetzt mit genau mit Punkt 12 Uhr Mitternacht zu tun, sondern zur Zeit des tiefsten Schlafes wach zu werden. Aber das ist nicht so einfach, also dorthin zu kommen. Und es ist aber auch selbst das nicht einfach, selbst wenn man dieses Erlebnis hat, es aber verschläft im Grunde, aber dann sich beim Aufwachen oder nach dem Aufwachen noch zu erinnern, da war etwas. Und das ist schwierig.

Das Ich ist primär meine Willenskraft - Verstandeskraft ist abgestorbene Willenskraft 00:07:42

Also im Großen hängt es zusammen - wird auch unser heutiges Thema ein bisschen mit sein - wenn wir dann wirklich gehen durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt, dann steigen wir ja im Grunde wirklich ganz real auf in die höchsten geistigen Sphären, also bis zur Weltenmitternachts-Stunde im Grunde, wo wir ja geistig sind jenseits der Sternenwelt, jenseits der kosmischen Welt, also jenseits alles dessen, was noch irgendwo einen Abdruck im Sinnlichen findet. Und gerade dort kommen wir aber hin zu der Quelle, wo unser eigentliches Ich herstammt. Unser eigentliches Ich ist jenseits dessen, was irgendwie im Sinnlichen sich ausdrückt. Also einen wirklichen unmittelbaren Ausdruck im Sinnlichen hat das Ich nicht. Ja, wir können natürlich sagen, unsere ganze Gestalt ist irgendwo Ausdruck dessen, aber das ist sehr, sehr, sehr verzerrt in Wahrheit. Das ist ein Abbild, aber nicht das wirkliche Erleben des Ich. Da muss man alles wegstreichen. Da muss man wegstreichen meine ganze Lebensgeschichte, da muss ich wegstreichen die ganze Natur draußen. Alles das muss ich wegstreichen, bis eigentlich im Grunde nichts mehr überbleibt. Nichts mehr, was wir in unserem normalen Seelenerleben haben. Nichts mehr, was wir in unserer normalen Erinnerung haben. Nichts mehr, was wir mit unserem normalen irdischen Denken fassen können. Alles das ist weg und dort kommt die Berührung mit dem eigenen Ich. Das heißt, dort spürt man sich selbst. Das ist, das ist ein riesiger Unterschied zwischen dem, was unser Alltags Ich ist oder was wir so nennen, was aber im Grunde unser Ego ist. Und das Ego ist ein seelisches Spiegelbild, aber ein sehr, sehr einseitiges Spiegelbild von dem, was unser Ich ist. Und das Ich ist, wie soll man sagen, es ist die schöpferische Quelle dahinter, die uns unseren Lebensweg führt, indem unsere eigentliche Aufgabe schöpferisch entwickelt wird, die also in einem reinen Tun besteht. Also reine Willenskraft, im Grunde ist das Ich primär, meine Willenskraft.

Und erst sehr viel später Verstandeskraft. Verstandeskraft ist eigentlich die erstorbene Willenskraft, die wenn es sozusagen fertig ist, dann kann ich mich endlich einmal gemütlich geistig gegenüberstellen und schauen, was habe ich denn da geschaffen? Dann kann ich das auch gedanklich fassen. Aber eigentlich ist es ein schaffender Prozess, und erst wenn ich es schaffe aus dem Willen heraus ist es überhaupt da. Dort ist geistige Wirklichkeit, Wirken. Wirken ist etwas anderes als das, was wir als eine Realität bezeichnen. Realität ist immer das, was ja im Grunde dienlich, sinnlich, anschaulich geworden ist, aber im Grunde daher schon erstorben ist. Es ist nicht mehr der schaffende Prozess selber, sondern der Prozess ist zu einem gewissen Ende gelangt. Und das können wir dann anschauen. Also immer wenn was fertig ist, und selbst wenn was lebendig ist und sich weiterentwickelt. Aber was ich im Moment sehe, ist halt das, was gerade jetzt im Moment herausgestorben ist aus dem. Dieses Bild sehe ich. Und ich würde schon ein bisschen mehr sehen, wenn ich es überschauen könnte. Die Pflanze, den Baum, die Natur, die Berge. Die ganze Erde in ihrem Werden. Dann wäre ich schon einen Schritt weiter. Dann bin ich auch noch immer nicht bei der schöferischen Kraft, die es schafft. Aber ich müsste gleichzeitig Jahre, Jahrzehnte vielleicht überschauen können. Dann hätte ich schon ein bisschen ein realistischeres Bild. Dann hätte ich nicht mehr das tote, sinnlich materielle Abbild, sondern hätte ich das ätherische Abbild im Grunde.

Wenn ich die Pflanze in ihrer lebendigen Entwicklung schauen kann, bin ich beim Ätherischen - im Astralischen ist auch ein Zeitstrom da, der kommt mir aus der Zukunft entgegen 00:12:06

Also das, was Goethe schildert in seiner Metamorphose der Pflanzen, wo er nicht die Pflanze zerlegt und schaut, aus welchen Teilen besteht sie und wie passend die zusammen sind. Wo er die Pflanze erlebt, erlebt in ihrer Formveränderung, auch zeitlich, aber auch wenn es zum Beispiel jetzt ins Gebirge hinauf geht, wie verändert sich die Pflanze. Da habe ich nicht ein fertiges Bild wie eine Fotografie einer Pflanze, sondern ich erlebe, jetzt versetzt es sie langsam immer in höhere Regionen, und dieselbe Pflanze, sie wächst noch dort, aber sie kriegt eine andere Gestalt. Es ist zwar noch immer erkennbar, dass es die gleiche Pflanze ist, aber sie wird gedrungener vielleicht. Sie wächst nicht mehr so frei nach allen Richtungen, sondern wird gedrungener, passt sich an halt diesen kälteren, diesen kargeren Regionen da oben. Das heißt, wenn ich da eine Pflanze so erleben kann, dass ich sie nicht nur im Augenblick sehe, sondern dass ich sie in ihrer lebendigen Entwicklung schaue, ja dann habe ich ein sehr lebendiges Bild in mir. Dann bin ich eine Stufe näher, dann bin ich beim Ätherischen.

Dann bin ich aber immer noch nicht beim Ich, beim wirklich Geistigen, das dahinter steckt. Dann kommt dazu das Seelische. Einmal mein eigenes natürlich, das ich erlebe, aber das ich dann auch in seiner Beweglichkeit sehen muss, nicht nur in der augenblicklichen Emotion, sondern sondern sehen muss in ihrer Verwandlung, in seiner Verwandlung. Also das eigene Seelische. Wir können manchmal einen Zornesausbruch haben, wir können manchmal ganz phlegmatisch sein, wir können eine ganz zarte, liebevolle Stimmung haben. Alle möglichen Variationen hat jeder Mensch mehr oder minder. Und trotzdem hat jeder, wenn man das alles zusammenschaut in seiner Entwicklung ein ganz charakteristisches Seelenbild. Das wird eine Gesamtgestalt irgendwo. Da muss ich auch die zeitliche Entwicklung verfolgen dabei. Und aber auch auch sehen muss, dass das da immer eine Entwicklungsmöglichkeit da ist in die Zukunft hin. Weswegen man auch sagen kann, im Seelischen, im Astralischen ist auch ein Zeitstrom da, aber der kommt mir von der Zukunft entgegen. Er wird eigentlich bestimmt von der Zukunft her, nicht aus der Vergangenheit. Oder nicht primär aus der Vergangenheit. Also was in der Vergangenheit drinnen hängt, das sind dann eher die die karmischen Reste aus der Vergangenheit. Das ist etwas, was ich mitschleppe, als als als Pinkel sozusagen, als ein Paket, das ich mit mir schleppe. Das ist Vergangenheit. Aber was eigentlich das Seelische ausmacht, ist diese Zukunftsdimension. Das, worauf das Seelische hin bewegt sich. Da kommt mir etwas entgegen. Und es ist ja so ganz interessant. Ich habe im Ätherischen den Zeitlauf, aber wo es so ist, wie es beim Wagner so schön heißt: zum Raum wird hier die Zeit. Ich kann mich im Zeitstrom bewegen. Also was Lebendiges kann ich eigentlich nur erfassen, wenn ich von der Geburt bis zum Tod sozusagen das alles überschauen kann, das alles zusammenschauen kann, sehe wie der Moment der Geburt zusammenhängt mit dem Moment des Todes. Und zwar untrennbar zusammengehört. Es ist sogar ein sehr interessante Anmerkung von Rudolf Steiner, die also in den meisten Fällen gibt es diesen Zusammenhang, dass das Geburtshoroskop der nächsten Inkarnation sehr große Ähnlichkeit zumindest hat mit dem Todeshoroskop der letzten Inkarnation. Das heißt, so wie die Sterne stehen beim Tod, bei einer ähnlichen, es ist nie die gleiche, weil es gibt keine Konstellation, die sich exakt genau gleich wiederholt, sie kann nur ähnlich kommen. Aber zu einer ähnlichen Konstellation werde ich in die nächste Inkarnation geboren, wenn alles normal läuft. Es gibt auch manchmal Abweichungen davon, aber das ist der Regelfall. Und das, da sieht man, wie das zusammenhängt.

Also das heißt, da sieht man auch wie bei Sternen-Konstellationen, astralische Konstellation. Astralisch kommt ja vom Wort Stern. Im griechischen heißt es Aster, das ist der Stern, die Sternenwelt. Darum sprechen wir von einem Astralleib, weil da wirkt der ganze Kosmos mit, im Grunde die ganze Sternenwelt. Wirklich bis hinaus zu dem, wo wir irgendwo noch Sterne da draußen sehen, also so weit der sichtbare Kosmos, der beobachtbare Kosmos reicht. Selbst wenn man halt mit den Fernrohren rausschaut, diese Konstellationen, die da sind, mit denen hängt unser Seelenleben zusammen. So weit ist es. Natürlich haben wir es nur im Abbild. Unser Astralleib ist ein kleines Abbild davon, ist sozusagen ein Mikrokosmos von diesem großen Makrokosmos, der riesig ist, aber trotzdem auch endlich ist. Er ist nicht unbegrenzt. Also er hat eine Grenze und dahinter, hinter dieser Grenze sozusagen, dort wo ich nicht mehr das letzte Sternenfunkeln noch als äußeren Anhaltspunkt habe, wo das alles weg ist, wo ich in den Bereich komme, wo für unser sinnliches Erleben und für unser Verstandesdenken nichts mehr fassbar ist. Dort fängt erst der Raum des Ich an. Dort ist unser wirkliches Ich. Darum, was ich ja, ich glaube schon im ersten Vortrag gesagt habe, über unser Ich wissen wir eigentlich am allerwenigsten. Wir wissen nur eines, wir haben eines. Davon sind zumindest die meisten Leute überzeugt, dass sie eins haben. Aber wenn man dann genauer nachfragt, was ist denn dein Ich? Wie ist das? Na ja, dann kommt, wo bin ich geboren? Wie schaue ich aus? Bin ich Männlein oder Weiblein oder sonst was? Welche Fähigkeiten habe ich entwickelt? Welchen Posten habe ich? Was tu ich im Leben? Das sind noch die Äußerlichkeiten, aber dahinter steckt ein Impuls einer geistigen Aufgabe, die nicht nur im Äußerlichen sich erschöpft, sondern die darüber hinausgeht und die eben hinausgeht über die einzelne Inkarnation, sondern auf viele Inkarnationen zielt. Also die Entwicklung des Ich geht nur durch die verschiedenen Inkarnationen.

Die Entwicklung des Ich geht nur durch die verschiedenen Inkarnationen 00:19:39

Und das ist ein Gedanke, der, man sagt immer ja ein wenig, eine Reinkarnationslehre, das kommt vom Orient, vom Osten, dort hat man das immer schon gehabt. Jetzt sage ich euch was. Ich habe es glaube ich schon ein paar Mal erwähnt. Die volle Reinkarnationslehre ist es gerade nicht, was dort aus dem Osten kommt. Weil sie in Wahrheit das, was das Ich ist nicht kennen, sondern nur als das große Verlöschen kennen, als das Nirwana. Von dort kommt das Ich tatsächlich. Aber von dem Nirwana, von dem, wo man nirgends etwas wähnt, von dem man nichts wähnt, damit hat es durchaus etwas zu tun, weil es ist das Wort aus dem Sanskrit, also die indische heilige Sprache oder auch das Pali, die noch heiligere Variante davon. Sie ist sehr stark verwandt mit dem indogermanischen, daher auch mit dem deutschen zum Beispiel sehr stark verwandt. Und das Nirwana heißt tatsächlich, etwas nicht wähnen. Der Bereich, von dem ich nicht einmal mehr bei der höchsten geistigen Konzentration etwas wähne. Sondern wo es im Grunde das Nichts ist, das aber die Quelle von allem ist. Und von dort stammt unser wirkliches Ich. Nur von dort, aus dieser Quelle heraus kommen die Impulse, die bei uns wirklich schöpferisch sind, aus dem Nichts heraus. Die völlig unabhängig sind von dem, was ich gelernt habe durch die Schule, unabhängig ist davon, was ich mir mitbringe durch die Vererbung, unabhängig davon ist von dem, was die Gesellschaft auf mich als prägenden Einfluss ausübt. Das Ich setzt sich über alles das hinweg. Wenn es aktiv ist. Es ist am aktivsten dort, wo spontan in einem Moment ich mal was Richtiges tue. Ich weiß zuerst gar nicht warum. Aber ich tue es. Und wenn ich wach bin, da kann ich dann das Ich erleben. Weiß ich, das musste jetzt aus meiner innersten Natur so sein, dass ich das gemacht habe. Und das war wichtig, und das war entscheidend. Und die entscheidendsten Schritte im Leben passieren aus dem heraus. Es wird vorbereitet durch unser Ich mit Hilfe des Engels, der uns begleitet, der unsere Aufgabe kennt und uns ein bisschen uns dorthin führt, wo wir eigentlich selber hinwollen, nur es zu wenig wissen, um es aus unserem Bewusstsein her anstreben zu können. Aber da gibt uns der Engel manchmal ein bisschen den Schubser, dass wir nicht auf der falschen Seite wieder abbiegen.

Aber trotzdem die Frage ist immer, ergreife ich die Gelegenheit, die da ist, wo wieder so ein Impuls vom Ich hereinkommt, oder gehe ich achtlos vorbei? Das heißt also, das Ich ist eigentlich am wenigsten drinnen in unserer ganzen Lebensplanung. Ich möchte das machen, weil das werde ich studieren und dann werde ich den Beruf ausüben, und da werde ich das und das, und dann baue ich mir dieses oder jenes Haus oder was - hat mit dem Ich gar nichts zu tun. Das sind Äußerlichkeiten. Es kann was zu tun haben, wenn schöpferisch das Ich drinnen hereinkommt und ich mir dessen bewusst werde. Und hier und da gelingt es. Aber es ist nicht ununterbrochen, dass einem das gelingt. Es kann am ehesten gelingen, dort in menschlichen Begegnungen, wenn ich mich wirklich ganz auf den anderen Menschen einlasse. In dem Moment, wo ich nämlich die intuitive Berührung mit dem Ich des anderen spüre. Also das heißt mein Ego, was ich über mich denke, über meine Meinung und alles, wenn ich das einmal loslasse und mich ganz einlasse auf den anderen Menschen, sozusagen, ja wie Rudolf Steiner sagt, was in jeder sozialen Begegnung sowieso passiert. Nur kriegen wir es wieder auch wenig mit, dass ich vollkommen hinüberschlafe in den anderen. Das heißt mich selbst vollkommen vergesse, eintauche in den anderen, und von mir selber für einen Moment gar nichts weiß, sondern mich ganz vertiefe in sein Wesen. Und wenn ich dann zurückkomme zu mir, dann spüre mein eigenes Ich auch, wenn ich das bewusst mache, wenn ich das bewusst spüre, dass ich in mir bewusst erlebe, ich bin eigentlich der andere für einen Moment. Und dass ich dabei gespürt habe, ich habe mich selbst ganz von mir selbst ganz losgelassen. Alles, was ich über mich denke.

Und weil ihr wisst, wir haben das heute überhaupt, in unserer heutigen doch immer noch sehr starken Verstandeszeit, die ja sehr viel mit Kritik zu tun hat, wo man gleich beurteilt hat - Ja, aha, ja, ja, interessant, was du gemacht hast, aber nein, das hätte ich doch anders machen sollen. Nein, der Meinung bin ich nicht. - Man weiß ja immer alles besser, ist ja klar. Also wenn man das einmal alles weggelassen hat und den anderen einfach so nimmt wie er ist.

Die Menschen tragen Masken, trotzdem blitzt immer wieder das "Ich" durch 00:25:41

Da hat man schon die große Schwierigkeit oft, dass ja heute und schon längere Zeit die Menschen eigentlich Masken tragen. Sie präsentieren sich nicht so, wie sie wirklich sind, sondern wie sie gesehen werden wollen. Also das muss ich auch mal wegschmeißen. Also einmal ist er der Herr Bankdirektor oder der Herr Wissenschaftler oder der Herr Politiker so und so. Das ganze Bild muss ich mal vergessen. Das hat mit seinem Ich nichts zu tun. Das ist etwas, was er sich rundherum aufgebaut hat. Aber durchzuschauen, das geht schon. Eben gerade wenn man von sich selbst loslässt, und sich gar nicht interessiert, was erzählt mir der für hunderttausend Geschichten über sein Leben, und was er alles großartig gemacht hat, wenn ich sozusagen dahinter schaue. Das geht. Das geht, weil es lebt das Ich zwar nicht in den Gedanken, die er mir jetzt äußert, und wie er sich halt gern sehen will oder präsentieren will, aber zum Beispiel in der Art, wie er spricht, in der Art, wie er seine Gesten macht, in der Art, wie seine Blicke sind. Alles das, was wir eigentlich bewusst meistens nicht im Griff haben.

Gut die Politiker lernen, wie sie mit ihren Händen umgehen, dann stehen sie halt irgendwie so oder weiß Gott wie, haben ihre Geste, damit sie nicht immer so herumrudern. Aber dann wird es ein bisschen schwieriger, das in der Geste zu erkennen. Aber man erkennt dann trotzdem auch in der Verkrampfung, in dem wie das, wie das drinnen ist. Blitzt immer wieder ein bisschen das Ich durch, nämlich die Willenstat, das Ich. Vor allem, also natürlich ist es viel, viel schöner, wenn jemand offen ist und einfach den Mut hat, er selbst zu sein. Also das heißt, er selbst zu sein heißt, jetzt nicht diese Maske zu tragen. Also die Maske, die halt notwendig ist, damit man gesellschaftlich anerkannt wird, und dass das nicht ungut auffällt, sondern wo der Mensch durchkommt, das eigentlich Menschliche durchkommt. Wenn ich das, das erlebe am anderen Menschen, dann ist zugleich immer der Gewinn, dass ich mich auch erlebe in meinem wirklichen Ich. Weil nur ich erkenne das andere Ich. Das Ego erkennt das andere Ich nicht. Das sieht eben auch nur die Außenseite. Das sieht eben sozusagen nur die Hülle. Und die kann sehr, sehr, sehr gut ausgebildet sein. Aber das ist es nicht. Sondern eben dieser Kern, der dahinter ist. Am Kern des anderen Menschen kann man sich selbst erkennen. Und wie ich es oft schon gesagt habe, im Prinzip ist es möglich, bei den flüchtigsten Begegnungen einen Blickwechsel, eine Begegnung, die wirklich eine Begegnung ist, für einen Moment, für einen Sekundenbruchteil.

Heraklit: des Menschen Schicksal ist sein "Daimon", wir sollen besessen sein von unserem eigenen "Ich" 00:29:20

Und Zeit spielt in dem Moment im Grunde gar keine Rolle, weil im Geistigen ist der Faktor Zeit, wir haben gesagt, im Ätherischen muss ich große Zeiträume überschauen. Zum Raum wird hier die Zeit, da kann ich mich bewegen. Im Astralischen kommt mir die Zeit entgegen aus der Zukunft. Im Ich, im rein Geistigen bin ich eigentlich jenseits von Raum und Zeit. Also das heißt, Zeit und Raum spielt überhaupt keine Rolle. Daher kann ein Blick die Begegnung sein und das ganze Ich des anderen liegt drinnen. Ich brauche dann natürlich vielleicht lange Zeit, das alles mir voll zu Bewusstsein zu führen, das wirklich zu erfahren. Darum können Begegnungen, die vielleicht vor 40 Jahren passiert sind, können im hohen Alter dann von Bedeutung sein. Der Mensch. Da war was. Das hat mir einen Impuls gegeben. Ich verstehe es aber jetzt erst. Weil in Wahrheit unsere Iche sind gescheiter als unser Ego, und führen uns zu Begegnungen zusammen. Unser Schicksal führt uns zusammen. Unser Schicksal sind wir selber. Unser Schicksal sind wir.

Wie heißt er denn? Der Heraklit, der Philosoph Heraklit sagt es so schön: Des Menschen Daimon ist sein Schicksal, oder umgekehrt, des Menschen Schicksal ist sein Daimon. Und Daimon, Daimonion war bei den Griechen, ja, das Wort für das eigentliche Ich, für das wirklich geistige Ich, das noch nicht so ganz, ganz herrinnen war, daher so wie ein Daimon, ein Dämon. Aber Dämon hat bei uns jetzt so einen negativen Geschmack bekommen. Es sind immer nur die bösen Geister. Aber es können genauso die Guten sein. Und in Wahrheit sind wir, wenn alles gut läuft, durchaus besessen von unserem eigenen Ich. Das ist sogar gut. Das ist sogar gut und das ist das, was uns unsere Schicksalswege lenkt, und uns immer wieder zu den Gelegenheiten führt. Den kennst du aus früheren Zeiten, da gibt es eine Aufgabe zu machen, dort gibt es wieder eine. Und ja, da ärgern wir uns vielleicht, weil wir mit dem fürchterlich zusammenkrachen oder sonst was, sind ja nicht immer nur harmonische Begegnungen. Kann auch sein, kann auch sein. Aber das sind die entscheidenden Dinge. Also diese Dinge verfolgen. Dann kommt man dem eigenen Ich viel näher. Und dazu muss man aber hinüber träumen, hinüber schlafen können in die anderen Menschen, ja in die Welt überhaupt.

Wir arbeiten auch aus der geistigen Welt mit, an der Gestaltung der Natur, die auf unsere Mitarbeit angewiesen ist 00:32:28

Weil nicht nur von den anderen Menschen, sondern auch aus der Natur kommt uns diese Kraft zu. Weil wir arbeiten ja durchaus mit auch geistig an der Gestaltung der Natur. Weil, wer bereitet denn vor die Gestalt der Erde für unsere nächste Inkarnation? Wir gestalten mit dabei. Natürlich nicht ein Mensch alleine, sondern die ganze Menschheit gestaltet mit. Und das ist noch was anderes als das, was wir jetzt äußerlich machen. Egal ob wir jetzt zubetonieren und nur Straßen bauen oder nur mit Düngemittel darübergießen mit künstlichen, oder ob wir was Wertvolles machen, egal. Aber das ist nur ein Teil. Die viel größere Arbeit leisten wir eigentlich, wenn wir durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt gehen. Da bringen wir Impulse mit, die die Welt umgestalten, so dass sie möglichst einen fruchtbaren Boden bildet für unsere nächste Inkarnation. Und dazu muss man auch gleich sagen, dass kein Missverständnis kommt, weil es könnte leicht zu Missverständnissen kommen: - Ja gut, aber der Mensch nimmt sich viel zu wichtig. Wir sollten lieber nicht so viel herumpfuschen, sozusagen in der Natur draußen. Und jetzt gar nicht nur äußerlich, sondern wenn wir durch den Tod durchgehen auch noch. Na bitte, lass doch die Natur, wie sie selber ist. - Aber das stimmt eben nicht. Das habe ich ja schon oft gesagt, sondern die Natur ist angewiesen auf den Menschen. Im Grunde ist alles das, was da draußen ist, etwas, was wir zeitweise aus uns herausgesetzt haben, weil wir es noch nicht in unser körperliches Wesen sozusagen aufnehmen können, weil wir nicht fertig werden damit. Noch. Also das fängt an mit den Mineralien, mit den Pflanzen, mit den Tieren. Im Grunde gehört das ganze Tierreich zu uns. Nur da sind so starke kosmische, astralische Kräfte drinnen, die unser kleines Ich noch nicht beherrschen kann. Daher haben wir einen Großteil einmal in Form der Tiere aus uns herausgesetzt, und vorher schon die Pflanzen aus uns herausgesetzt. Diese immensen Lebenskräfte, die da drinnen sind, die würde unser Organismus nicht aushalten. Den würde es zerspringen einfach.

Es stirbt ein Geist, um als Mensch geboren zu werden. und es stirbt ein Mensch, um als Geist geboren zu werden 00:35:02

Also daher auch ja im Grunde diese immense Schöpfungskraft, schöpferische Kraft, die der Christus mitgebracht hat, was ja sozusagen die absolute Steigerung noch dessen ist, was aber in jedem kleinen Ich auch drinnen ist, noch in viel kleinerem Ausmaß. Diese geistige Kraft konnte nur diese drei Jahre im Grunde aushalten in dieser leiblichen Hülle, weil sie dann durch die geistige Kraft zerstört wurde. Sie hält es nicht aus. Sie hält es nicht aus. Man muss ja auch eines sehen, dass der Geist eine so starke Umgestaltungskraft hat, dass er eigentlich, und daher kann im Geistigen eine große Gefahr liegen, wenn es fehlgeleitet wird, es liegt grundsätzlich ja im Geist, die Kraft drinnen alles zu vergeistigen. Das heißt aber alles Äußerliche letztlich zur Auflösung zu bringen. Und wenn die geistige Kraft in ihrer vollen Stärke wo hineinwirkt, heißt es eigentlich, dass das Äußere, das Physische namentlich, zerfallen muss. Gar nicht anders kann. Also da ist im Geistigen, muss man sehen, dass eigentlich aus einer gewissen Perspektive betrachtet eine gewaltige Zerstörungskraft hat, eine Auflösungskraft drinnen liegt. Es ist, wie soll ich sagen, es ist der Prozess geboren zu werden, dass überhaupt etwas Physisches geboren wird, sei es die ganze Erde, sei es die ganze Natur draußen, sei es der einzelne Mensch, dann stirbt etwas aus dem Geistigen heraus. Das heißt, eigentlich ist das interessanterweise ein Sterbensprozess, also in einer gewissen Weise betrachtet, dass ausdem rein Geistigen etwas herausstirbt, was immer materieller wird. Sonst würde kein einziger Mensch geboren werden können, kein Tier, keine Pflanze, keinen Kristall könnte es geben. Es stirbt etwas aus dem Geistigen heraus. Und dann ist aber noch geistige Ästhetik drinnen, dann kann es lebendig sein, es kann sich weiter verwandeln eine Zeit lang, erreicht dann irgendwann einen Höhepunkt und dann muss schon wieder der Zerfallsprozess erfolgen. Also das, was zum Beispiel die Transhumanisten möglichst aushebeln wollen, weil sie wollen, dass es irgendwo so eine Art physische Unsterblichkeit gäbe, oder zumindest ein wesentlich längeres Leben über Jahrhunderte hinaus, hieße aber, dass dann die geistige Entwicklung aus ist. Weil die geistige Entwicklung bedeutet es stirbt ein Geist, dadurch wird er als Mensch geboren. Es stirbt ein Geist, man könnte das so sagen, um als Mensch auf Erden geboren zu werden. Und es stirbt ein Mensch, um als Geist geboren zu werden, also in seine eigentliche Heimat zurückzugehen.

Und die Phase da dazwischen ist aber die, wo wir lernen können die Freiheit. Und wo wir immer irgendwo durchgehen, wo wir sozusagen durch den Nullpunkt durchgehen, wo wir das eine verloren haben und das andere noch nicht gewonnen haben. Wir sind als Geist gestorben und wir sind noch nicht als Geist wieder geboren. Also durch so einen Tiefpunkt gehen wir alle durch. Irgendwo. Warum erzähle ich das? Also um zu sehen, dass das, was wir wirklich, wirklich sind, als geistig wirkendes Wesen sind, dass das mit all dem, was wir aus der sinnlichen Welt heraus kennen, aus dem Alltagsleben herauskennen, zunächst einmal nichts zu tun hat. Außer eben in den einzelnen Momenten, wo das Ich als Willensimpuls hereinkommt und eine schöpferische Begegnung da ist mit einem anderen Menschen, mit einem Tier, mit einer Pflanze in einem künstlerischen Impuls, in einem Wort, das ich spreche. Weil da ist zwar vieles an toter Norm, im Grunde schon, dass ich Volkssprachen habe. Was hat es mit meinem Ich zu tun? Ja, ich habe es für die Inkarnation gesucht, weil die Sprache hilfreich ist.

Das "Ich" ist jenseits aller äußeren Sprachen - die Sprache der Zukunft wird im Moment des Sprechens entstehen, wo das wirkliche Wort den Logos erfasst 00:40:16

Aber die Sprache, die wirkliche Sprache, das Ich ist jenseits aller äußeren Sprachen. Wird einmal noch während unserer Inkarnationen herauskommen, dass es eine Individualsprache gibt. Das heißt, die Sprache wird entstehen im Moment des Sprechens. Und der andere Mensch wird sie verstehen, weil er so tief eintauchen kann in den anderen Menschen, dass er dadurch intuitiv versteht, was der sagt, obwohl es kein Wörterbuch gibt, in dem ich das Wort nachschlagen könnte, wo das Wort ganz gestaltet ist aus dem authentischen Erleben des Sprechers heraus. Wo er nicht einfach erlernte Worte, die er als Kind erlernt hat, ausstößt, bestimmte Dinge zu bezeichnen, sondern, wo aus dem geistigen Erleben heraus das wirkliche Wort den Logos erfasst, den Christus erfasst. Der drinnen steckt in allen Dingen, in Wahrheit. In der Natur sowieso, in allem, in jeder Blume, in jedem Grashalm, in jedem Tier, in jedem Menschen, ja in jedem Kristall sogar. Und zwar in der individuellen Gestalt des Kristalls, den ich halt da jetzt vor Augen habe. Dieser Bergkristall, der da steht, dieser Rubin, der da steht, dieser Rohdiamant, der da liegt. Jeder spricht, nicht die Diamanten im Allgemeinen, sondern der, dieser, der hier liegt, diese Blume, diese Sonnenblumen, da die vor meinem Fenster stehen. Wir haben leider jetzt keine draußen. Wir hatten so schöne, vor ein paar Jahren hatten wir voll Sonnenblumen, diesmal haben wir keine.

Wusstest du, es gibt da Rosen. Diese einzelne, genau die, die da ist, die einmalig ist. Auch wenn es die Sorte überall vielleicht gibt, ist ganz egal. Aber trotzdem, die eine Rosenblüte ist nicht gleich der am selben Strauch daneben ist. Das Grundprinzip, das ich mit dem Verstand erfassen kann, ist alles gleich. Die Fünftrahligkeit bei den Rosengewächse und das ist alles drinnen. Und trotzdem ist jedes ein Unikat. Keine zwei sind absolut gleich, wie nicht einmal zwei Schneekristalle genau gleich sind. Sie haben ein Grundprinzip, das kann der Verstand erfassen, das kann ich geometrisch zeichnen, alles. Und trotzdem ist jede einzigartig. Und in diesem Einzigartigen liegt die Ich-Kraft drinnen. Dort steckt sie drinnen. Das ist der schöpferische Ausdruck. Und das ist verwandt mit unserer Ich-Kraft. Es ist die gleiche Kraft im Grunde, und die kann sich erleben darin. Und wenn ich es jetzt geistig erlebe, ja nehmen wir an, zum Beispiel, ein Kristall bildet sich. Nehmen wir einen Kristall. Ein Kristall entsteht ja eigentlich aus einem lebendigen Prozess heraus. Solange der Kristall noch in Bildung ist, ist es ein durchaus lebendiger Prozess. Da wirken auch tatsächlich Ätherkräfte gestaltend mit. Sie ziehen nicht als Ätherleib dann in den fertigen Kristall ein, aber sie sind, sie sind sozusagen rundherum in dem Geschehen tätig, so lange dieser Kristall sich bildet, so lange er wächst. Es beginnt sich schon was zu verfestigen, aber es wächst noch weiter. Und jeder Kristall ist, nur kann man das so mit dem Auge eigentlich gar nicht sehen, aber innerlich ist er ja noch viel reicher gestaltet, äußerlich sieht man jetzt eine strenge geometrische Form. Aber ich habe das schon öfter erzählt. Im Inneren drinnen sind eigentlich eine Vielzahl von Kristallen, die spielen miteinander. Die sehen wir nur nicht, weil sie sind halt durchsichtig, mehr oder weniger. Aber da drinnen sind verschiedenste Gestalten, alle nach dem gleichen Prinzip. Aber das macht die Einzigartigkeit drinnen aus. Auch die Fehler, die drinnen sind.

Alles, was irdisch materiell ist hat notwendig Fehler, auch der Mensch kann auf Erden nur mit Fehlern existieren 00:44:38

Es gibt auch Fehler drinnen. Weil alles, was irdisch materiell wird, hat notwendig Fehler. Das Ideale gibt es nicht, das habe ich oft erzählt. Der ideale Kristall, der würde unter dem leichtesten Lufthauch zerfallen, weil gerade durch die Fehler, die er drinnen hat, die Lücken, die Versetzungen, die drinnen sind, kann er angreifenden Kräften noch irgendwie ausweichen. Wenn er das nicht kann, dann kann er nur zerfallen, zu Staub eigentlich im Grunde zerfallen. Das heißt, dass die Diamanten, die man vielleicht einmal trägt, dass die nicht zerfallen, Gott sei Dank. Auch wenn sie lupenrein sind, sie haben Fehler. Selbst der lupenreinste Diamant, wo ich halt mit der Lupe nichts mehr sehe und die Fehler nicht sehe, weil die viel subtiler, viel kleiner sind. Aber auch der kann nur bestehen dadurch, dass er diese Fehler hat. Und ja, so ist es bei uns halt auch. Wenn wir völlig fehlerlos wären als Menschen, dann könnten wir in der Gestalt auf Erden nicht existieren. Dann würden wir vergeistigt sein. Das heißt, solange wir, solange wir in dieser physischen Gestalt sind, müssen wir Fehler mit uns herumtragen. Im Grunde. Und unser Ich arbeitet aber immer daran, halt das alles letztlich zu verwandeln, zu arbeiten daran und irgendwann auch zu zerspringen. Und zu sagen mit der stofflichen Hülle geht es nicht mehr, die passt nicht mehr. Ich muss mich lösen davon, um dann in einer nächsten Inkarnation herunterzukommen. Und das ist einmal was ganz Wichtiges. Diese Ichkraft, das habe ich schon im ersten Vortrag gesagt und wir haben es ja oft wiederholt, diese Ichkraft ist sozusagen die kleine Ausgabe dessen, was die Christuskraft im Großen ist. Und die Christuskraft ist aber die göttliche Kraft schlechthin.

Wo das Ich aus Freiheit etwas macht, ist es göttliche Tat 00:47:15

Wir sprechen von der Trinität, von der Dreifaltigkeit, also vom Gottvater, Gottsohn und heiligem Geist. Aber dann muss man auch wissen, es ist auch eine Dreieinigkeit. Und wenn ich es auf der wirklich höheren geistigen Ebene betrachte, kann ich sie nicht trennen voneinander, nicht unterscheiden voneinander. Das ist, je mehr ich in die tieferen Ebenen komme, also in den seelischen Bereich, in den ätherischen Bereich und erst recht bis ich dann in unsere Erdenwelt hineinkomme, da ist es notwendig zu unterscheiden die verschiedenen Erscheinungsformen des einen Göttlichen, das da ist. Aber das ist sozusagen etwas, was sich erst auf den unteren Ebenen herauskristallisiert. Je weiter ich ins Geistige hinaufkomme, desto mehr ist es eine Einheit. Es ist kein Unterschied. Und mit diesem Göttlichen ist auch das Ich vereint. Das Ich stammt aus diesem Bereich. Das ist das ganz Wesentliche. Und es ist ihm aber die Möglichkeit gegeben, sozusagen, es ist so wie ein kleiner Funke aus dem, der aber als eigenem wachsen kann. Der damit aber auch zugleich die ganze göttliche Welt bis da oben hinauf bereichert um etwas. Und man kann dann eigentlich nicht mehr sagen, habe ich das gemacht oder hat das Gott gemacht, dort wo das Ich wirklich aus Freiheit etwas macht, ist es zugleich göttliche Tat, und ist zugleich meine ganz eigene freie Tat. Es ist kein Unterschied dazwischen. Es ist das Gleiche.

Wir haben immer noch so das Bild, da oben steckt der liebe Gott, der drohnt über allem und da unten ist der kleine Mensch. Nur unten in dem kleinen Mensch lebt das von der Spitze. Ein Funke davon. Und der Funke kann unbegrenzt wachsen, in dem Maße, wie wir wirklich aus unserem Ich heraus tätig sind und halt nicht bloß aus dem Ego heraus tätig sind. Also aus dem, was wir gelernt haben, was wir als Anlage mitgebracht haben und so weiter, was halt mehr oder minder, ich will nicht sagen automatisch, aber doch halt durch den äußeren Einfluss läuft. Nein, sondern was aus dem Innersten herauskommt. Dort, wo wir aus dem Innersten heraus tätig sind, dort ist das Göttliche tätig. Und das ist ja der, ich glaube, überhaupt noch sehr wenig gefasste Gedanke, also gerade in den Religionsbekenntnissen am allerwenigsten, dass es eben in Zukunft nicht darin liegt, dass da ein Göttliches von oben halt alles dirigiert und unten sind die kleinen, die herumlaufen, sondern dieses Göttliche sucht einen Partner von unten sozusagen, der ihm entgegenkommt mit seiner eigenen Kraft. Bis zur Schöpfung des Menschen. Und das muss man ganz konkret sagen, bis zur Schöpfung des Menschen.

Bis zur Erdenentwicklung hat die Schöpfung hierarchisch funktioniert, nun wächst dieselbe Kraft in individualisierter Form von unten der göttlichen Schöpferkraft entgegen 00:50:46

Das heißt, im Prinzip bis zur Erdentwicklung hin ist die Entwicklung immer so gewesen, dass es ganz hierarchisch funktioniert, von der göttlichen Spitze fließt es hinunter. Es wird aufgegriffen von den verschiedensten Hierarchien, die sind von den höchsten Hierarchien bis hinunter dann zu den Engelwesenheiten. Und die leiten alle den Impuls weiter, bis es dann unten sich manifestiert. Aber mit dem freien menschlichen Ich, das Ziel also eigentlich unserer Erdentwicklung und der folgenden Entwicklung ist, ist dieselbe Kraft in individualisierter Form, die jetzt von unten dem entgegenkommt und sozusagen dem dem oben entgegenwächst. Und dadurch entsteht, gerade dadurch entsteht eine Welt, die an Schöpfungsreichtum unendlich viel größer ist noch als das, was in dem hierarchischen Prinzip drin ist, wo aus einer Quelle etwas heraus fließt, immer Stufe für Stufe nach unten und wo man ja immer dann die Ansicht hatte, also Gott ist vollkommen und irgendwo wird dadurch dann die Welt auch vollkommen sein, wenn dieser Impuls das ergreift. Nur die Praxis hat herausgestellt, dass eben genau das nicht der Fall ist. Weil je mehr der Impuls von oben Stufe für Stufe herunter steigt, von einer Hierarchiestufe zur nächsten herunter steigt, gibt es halt Wesenheiten, die den Impuls besser aufgreifen können. Sie können gar nicht anders als den Impuls umsetzen, aber sie können besser aufgreifen oder weniger gut aufgreifen. Endeffekt ist, nachdem es über im Grunde über neun Hierarchiestufen heruntergeht, also das heißt von den Seraphim über die Cherubim, über die Cherubim über die Throne, über die Geister der Weisheit, die Geister der Bewegung, die Geister der Form, die Elohim, die Schöpfergeister unserer Erde sind das. Und dann über die Urengel, die Erzeengel und die Engelwesenheiten, bis das unten ankommt, sind eine Vielzahl von geistigen Wesen beteiligt, die zwar gar nicht anders können, als diesem Impuls zu folgen, aber besser oder schlechter umsetzen können. Und tatsächlich ist bei diesem hierarchischen System, jetzt könnte man das weiterdenken, was passiert denn dann? Aha, jetzt kommen nach den Engelwesenheiten, kommen die Menschen. Da setzt sich noch eine neue Hierarchiegruppe an, wird etwas Neues beginnen. Tatsächlich spricht ja Rudolf Steiner dann von den Menschen als der zehnten Hierarchiestufe, aber sogar in drei Abstufungen, wenn man die zukünftige Entwicklung noch dazunimmt. Ja, wenn dieses Prinzip sich fortsetzen würde nach der alten Weise, dann wäre schon absehbar, dass immer mehr Fehler sozusagen passieren. Nicht der Gottheit selber, aber den ausführenden Organen. Und das heißt, irgendwo endet dann das System, dass es eben nicht diese Vollkommenheit erreichen kann, die eigentlich von oben herunter kommt, sondern, wo dadurch, dass die geistigen Wesenheiten ja alle noch in Entwicklung begriffen sind, eben auch ihre Fehler daher haben, dass auch die Schöpfung immer problematischer wird im Grunde und über je mehr Hierarchiestufen das nach unten geht. Da muss man jetzt gar nicht verurteilen, die geistigen Wesenheit, haben sie nicht angestrengt genug oder was? Aber es ist eben so, dass manche es besser umsetzen können, manche schlechter.

Die Widersacherwesenheiten sind zurückgebliebene Wesenheiten der drei unteren Hierarchiestufen 00:55:14

Daher gibt es ja auch eben die Widersacherwesenheit. Das sind ja eigentlich dadurch entstanden, dass manche, wie Rudolf Steiner sagt es oft so, die halt wie in einer Klasse sitzen geblieben sind. Die haben halt ihre Fähigkeiten, die sie eigentlich entwickeln sollten, halt nicht nicht voll entwickeln können, sind also daher zurückgeblieben in gewisser Weise. Wirken dadurch aber als Störfaktor drinnen. So. Und zwar hat es natürlich begonnen, dann besonders stark bei den Wesenheiten, bei den untersten geistigen Wesenheiten zunächst einmal, also bei den eigentlichen Engelwesenheiten bzw. Erzengelwesenheiten, Urengelwesenheiten. Weil, wer sind denn unsere Widersacher, die unmittelbaren Widersacher? Die luziferischen Wesenheiten, und darum kann man ja wirklich in der Mehrzahl sprechen, sind zurückgebliebene Engelwesenheiten. Die sollten jetzt schon perfekte Engel sein, sind aber nicht Engel, sondern Bengerln ein bisschen. Also sie haben nicht ihre Vollkommenheit erreicht. Ganz. Das hat sie geeignet gemacht dazu, eben luziferische Widersacher zu werden. Man könnte sagen, die Gottheit hat gesehen, aha, ja gut, da unten passieren aber Fehler. Ist so, es bleiben welche zurück. Das kann ich auch als der liebe Gott von oben im Grunde nicht nicht beeinflussen. Es ist ja schon die Frage, die man sich stellen muss. Kann der liebe Gottes nicht, kann der nicht nur perfekte Engel schaffen? Na, Gott sei Dank eigentlich nicht. Sondern es gibt ja auch dort Fehler und das gibt es dann bei den höheren Hierarchien genauso. Es setzt sich durch. Aber es entsteht ein ganz anderes Prinzip jetzt. Was ist, wenn jetzt dieser wirklich höchste göttliche Funke, wenn von dem etwas hinunterversetzt wird, in die allerunterste Ebene? Na ja, dann werden dort auch natürlich Fehler passieren. Alles klar. Aber was ist, wenn von dort ein schöpferischer Impuls dem von oben kommenden entgegenkommt. Wenn sozusagen das Göttliche wirken kann, gerade aus dem untersten geistigen Wesen, das sind wir. Wir sind das unterste geistig Wesen im Grunde. Also wir sind erst während dieser Erdentwicklung geistige Wesenheiten geworden.

In dem Augenblick wo die Elohim sprechen, wirkt der Logos aus ihnen 00:58:14

Es hat sich zwar die Menschheitsentwicklung schon auf den früheren kosmischen Entwicklungsstufen vorbereitet, damit dieses Ich, das ist nämlich dieser Funke, des wirklich Göttlichen, der höchste Funke. Das ist zwar etwas, was hingeopfert haben, die Elohim, die Schöpfergötter unserer Erde, aber sie haben das Spezielle, dass durch diese Gemeinschaft der Elohim unmittelbar das Göttliche gewirkt hat, der Christus gewirkt hat, der wirkt durch die Gemeinschaft der Elohim. Das ist in der Bibel eigentlich deutlich, aber doch versteckt irgendwo drinnen. Man kann genau genau den Punkt in der Schöpfungsgeschichte schildern, eh gleich im ersten Kapitel der Genesis, wo der Christus zu wirken beginnt, obwohl kein Wort vom Christus drinnen steht. Aber es ist dort, wo die Elohim erstmals sprechen. Die Elohim sprachen, es werde Licht und es ward Licht. Und die Elohim sahen, dass das Licht gut war. Das Wort, das göttliche Wort wirkt durch sie dann genau in dem Moment. Vorher sind sie einfach, einfach Elohim, durchaus hohe geistige Wesenheiten, also Geister der Form. Aber noch wirkt nicht der Christus durch sie. Es strömt von oben natürlich was herunter. Die höheren Hierarchien können eigentlich gar nicht anders agieren, als dass sie Geisterfüllung von oben haben. Da ist aber eigentlich ihr Ich, ihr Wille im Grunde ausgelöscht in dem Moment. Sie merken ihr eigenes Ich erst in dem Moment, wo sie tätig werden. Und sie merken es dann vor allem daran, wie gut oder wie wenig gut gelingt, das was ich als Impuls aufgenommen habe.

Aber wenn wir sagen, ja ich schirme mich einmal von der Außenwelt ab und versuche es einmal mein Ich zu erfassen. Wer bin ich? Was bin ich? Mich ganz mit mir zu beschäftigen. Dann komme ich eigentlich eh nur auf mein Ego. Das ist einmal das erste. Dann komme ich auf mein eigenes Ego. Das können die. Nicht einmal die Engel können das, und die Höheren schon überhaupt nicht. Sondern dann ist Erfüllung vom Göttlichen. Das heißt, es wird ihnen ihre Aufgabe gegeben. Und spüren tun sie sich eigentlich als Ich dann nur in dem Moment, wo sie diesen Impuls umsetzen und mitkriegen, wie weit ist es gelungen oder ist es nicht gelungen? Bei den Elohim in der Genesis ist es jetzt so, dass diese Erfüllung durch den Christus da ist in dem Moment, wo sie zu sprechen beginnen. Damit wird es in ganz verklausulierter Form sozusagen angedeutet, dass der Logos, das göttliche Wort in ihnen anwesend ist. Das heißt, es ist aber nicht gleich am Anfang. Weil wie heißt es: Im Anfang schufen die Elohim den Himmel und die Erde. Und dann kommt letztlich heraus die Erde war, wüst und leer, also Finsternis über der Tiefe noch, und der Geist der Elohim schwebte über den Wassern der Tiefe. Also Ruach, Elohim, achheffet alpenet, hamaiim, also über der Tiefe schwebt der Geist der Elohim. Ruach Elohim heißt es, Ruach ist die die Verstandesseele der der Elohim in Wahrheit. Wir haben auch im Kleinen, was Verstandesseele ist, im Hebräischen heißt es auch Ruach, Rauch und Geruch zugleich. Sehr interessant, weil tatsächlich die Verstandeskräfte, die haben was mit den Riechkräften zu tun. Eigentlich ist unser, gerade unser Verstandeszentrum ist ein verwandeltes Riechhirn.

Die Kräfte der Verstandesseele bilden das Vorderhirn aus für das logische Denken - aus dem Geruchsinn ist der Verstand geworden 01:02:59

Der Hund hat einen wunderbaren Verstand, nur versteht er ihn selber nicht, aber er geht instinktiv dann auch vor und das liegt bei ihm ganz in der Schnauze drinnen, im Geruchsinn drinnen, bei den Tieren überhaupt. Bei den Tieren, die haben einen ausgezeichneten Verstand, sie können ihn nicht selbstbewusst gebrauchen, sondern er leitet sie. Und das liegt ganz stark vor allem im Geruchsinn drinnen. Und bei uns ist der Geruchsinn im Grunde gegenüber dem der Tiere verkümmert bis zum geht nicht mehr. Dafür haben wir jetzt unsere unser Stirnhirn da vorne und haben unseren mächtigen Verstand. Aber im Grunde ist es unser Spürsinn. Ja, der Verstand des Spürsinns ist das, was halt der Hund unbewusst als Instinkt hat. Das liegt aber dann wirklich im Geruch drinnen. Wir haben es im übertragenen Sinn. Also das heißt, nur geht es dann nicht mehr über das Riechen, sondern wir können jetzt einigermaßen frei über das Ding da verfügen. Und im Großen ist es das, was die Elohim hatten als ein Ruach. Natürlich haben sie jetzt kein Geruchsgehirn gehabt, aber es sind dieselben Kräfte. Es ist dieselbe, dieselbe geistige Kraft oder Seelenkraft da drinnen, die eben auch im Geruchsinn drinnen wirkt, die auch in unserem Verstand drinnen liegt. Was eben letztlich zusammenhängt mit der Verstandeseele, mit den Kräften der Verstandeseele, weil die Kräfte der Verstandeseele, die bilden bei uns auch das Vorderhirn aus, das fürs logische Denken, für unseren logischen Spürsinn da ist, die bildet beim Tier die ganzen Geruchssinne aus, das Riechhirn aus, das sehr stark ausgeprägt ist. Bei einem Hund ist es gewaltig ausgeprägt. Natürlich auch die feinen Geruchssensoren, die da sind, aber eben auch ein gewaltiger Gehirnteil im Grunde, der umgehen kann mit diesen Daten, wenn man es so will. Aber aus dem ist unser Verstand geworden. Äußerlich riechen tun wir fast nichts mehr im Vergleich zu einem Hund. Der Hund riecht Millionen mal feiner und kann mehr Gerüche unterscheiden als der Mensch und der sieht Dinge, ja riecht, spürt geistig die Dinge, an denen wir vorbeigehen. Die ganzen Duftspuren, die da sind, die feinen, das ist eine gewaltige Welt, und da steckt sozusagen ein Logiker drin, ein Zusammenhang, und der findet seinen Faden, den Faden der Ariadne sozusagen, der Hund mit seiner Nase. Und diese Kraft, über die verfügen eben auch, über diese Seelenkraft verfügen im Großen aber auch die Elohim sehr stark, die Geister der Form und mit dem sind sie einmal tätig, als der Geist der Elohim über den Wassern schwebt. Da ist aber noch nicht das neue schöpferische Element drin. Damit können sie alles das in neuer Form herausbringen, in verwandelter Form herausbringen, was eigentlich aus der Vergangenheit stammt. So wie der Verstand immer nur das Gewordene begreifen kann.

Das Gewordene ist die Realität, die Wirklichkeit ist die Zukunft 01:06:41

Die ganze Naturwissenschaft kann im Grunde nur das Gewordene begreifen. Die Realität, aber nicht die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit ist die Zukunft. Das, was noch nicht ist, aber was entstehen kann, was entstehen wird, wenn entsprechender schöpferischer Impuls kommt. Das ist eine ganz wichtige Entscheidung. Also Unterscheidung zwischen Realität und Wirklichkeit. Wir verwenden das Wort eigentlich für beides ziemlich gleich. Im Englischen ist es überhaupt ganz, ganz krass. Da kann man Wirklichkeit nur sehr schwer übersetzen. Aber eigentlich heißt es normalerweise immer Reality. Es gibt zwar das Wort Actuality, Aktualität, weil es aus dem lateinischen ja kommt. Thomas von Aquin konnte das unterscheiden. Im Lateinischen gibt es auch die Unterscheidung. Nur ist dann später alles eigentlich nicht mehr wirklich verstanden worden, dass da ein Unterschied drinnen ist. Und daher ganz klar, weil die Naturwissenschaft, so wie sie heute ist und bis zu einem gewissen Grad auch sein muss - aber es wird sich bald ändern müssen - kann sich nur an die Realität halten. Und das Gewordene, das fertig ist, das ist aber immer Vergangenheit. Mit dem lässt sich die Zukunft nicht gestalten in Wahrheit. Das ist ein Fortwurschteln mit dem Alten. Durch die Christuskraft bzw. durch die Ichkraft kommt aber was Neues hinein. Da kommt ein neuer schöpferischer Impuls. Da kommt also im Kleinen das heraus, was oben an der göttlichen Quelle im großen da ist. Da entsteht ein neuer Impuls, eine neue Schöpfung herauszubringen. Aber jetzt sind unten kleine Lichter, die was entgegenbringen. Und die Zwischenstufe, dass das überhaupt für den Menschen möglich ist, ist der Weg, dass der Christus eben aus dem Bereich jenseits der sinnlichen Welt, jenseits des sichtbaren Kosmos, jenseits der Sternenwelt, also das heißt, was über alles Physische, über alles Ätherische, über alles Astralische hinausgeht, selbst über das niedere Geistige hinausgeht, also selbst über die Devachan Welt hinausgeht, unteres Devachan, oberes Devachan. Selbst die schöpferischen Impulse, die im oberen Devachan leben, sind noch nicht die eigentliche Schöpfungs Quelle. Da geht es noch darüber hinaus. Von dort kommt der Christus und trägt das bis auf die Erde letztlich herunter. Die Zwischenstufe ist die, dass er schon mit Beginn der eigentlichen Erdenschöpfung wirkt durch die Gemeinschaft der Elohim.

Mit den Elohim baut Christus die Sonne zu ihrem Wohnort 01:09:52

Und mit ihnen gemeinsam baut er, ja man könnte sagen unser Sonnensystem, unsere Sonne als Wohnort der Elohim, als das geistige Zentrum dieser Elohim. Die ein gewaltiges Entwicklungstempo natürlich haben, die daher als angemessenen Ort einen Stern haben. Unsere Sonne ist ein Stern. Dort ist alles in immenser Bewegung, in immenser Umgestaltung drinnen. Dort könnte man natürlich nicht als körperliches Wesen, so wie wir heute sind, leben. Aber das ist grad der richtige Aufenthaltsort für solche hohen geistigen Wesenheiten, die ein ganz anderes Entwicklungstempo als wir haben. Wir brauchen zunächst einmal einen festen, tragenden Grund, irgendwo, wo wir uns nicht die Fußsohlen verbrennen nach Möglichkeit. Also wenn wir in der Sonne wären, dann würden wir uns nicht nur die Fußsohlen verbrennen, sondern dann würden wir als ganzes gleich verbrennen. Und dann aber in dieser Beweglichkeit drinnen würden wir nicht zu uns finden. Der Christus findet dort zu sich, auch die Elohim finden in diesem physischen Bereich zu sich. Sie haben eine physische Hülle, könnte man sagen. Das ist sozusagen die die Gasatmosphäre der Sonne, in der leben sie. Und wobei das Eigentliche ist natürlich nicht das Physische dran, aber sie können in diesem Umfeld leben und in dem Entwicklungstempo, das da drinnen ist.

Die gewaltige Kraft, die den Kosmos geschaffen hat, musste sich in einen menschlichen Körper hineinzwängen, damit das menschliche Ich schöpferisch in gleicher Weise tätig werden kann, wie die göttliche Quelle 01:11:36

Aber der Mensch braucht die Erde, und damit der göttliche Impuls aber bis zum Menschen kommen kann, dass dieses menschliche Ich seine Erfüllung findet, dazu muss der Christus heruntersteigen, bis auf die Erde, bis in eine menschlich, physisch stoffliche Form sogar hinein. Und da ist jetzt nicht nur die gewaltige Sonnenkraft drinnen, sondern da ist die gewaltige Kraft, die den Kosmos geschaffen hat. Die da war, bevor es den ersten Stern gegeben hat, bevor es überhaupt etwas, bevor es den Raum gegeben hat, bevor es die Zeit gegeben hat in gewisser Weise. Also diese unglaubliche geheime Kraft, ja weiß ich nicht, was halt die Physiker, die reden vom Urknall oder irgendwas. Ja, sollens sprechen. Es wäre ja alles gar nicht schlimm, wenn man nur sieht, welche gewaltige geistige Kraft dahinter steckt. Eine Kraft von, wie habe ich es vor fünf Vorträgen einmal gesagt, die Astronomen schätzen heute, dass es etwa 100 Trilliarden, Trilliarden, nicht Trillionen, sondern Trilliarden Sonnen gibt. Also eine eins mit 23 Nullen, wenn ich das so richtig sehe, sind die 100 Milliarden. Ist wurscht. Ein riesiges Ding. Wenn man sich vorstellt, so viele Sonnen wie diese und viele davon wesentlich größer und stärker und mächtiger als unsere, und sie ist eine nette, schlanke Sonne im Grunde zu so vielen anderen, die es dort gibt. Und diese ganze Kraft, diese geistige Kraft, die sich äußerlich in diesen Sonnen zeigt, die lebt in dem Christus drinnen. Und diese Kraft muss sich jetzt hineinzwängen in einen physisch stofflichen Leib und muss so sich zusammenhalten können, dass der Leib nicht zerspringt unter dem. Und das ist selbst durch die gewaltige Willenskraft, die der Christus mitbringt, nur über eine begrenzte Zeit möglich. Also daher kann er nur diese drei Erdenjahre verbringen, obwohl er die vollkommenste irdische Hülle bekommen hat, die möglich ist. Aber auch die hält es nicht länger aus als diese drei Jahre. In diesen drei Jahren muss er sozusagen seine große Aufgabe vollbringen und diese Aufgabe ist die, dass damit der Impuls gegeben wird, dass das menschliche Ich wirklich bewusst, willentlich, schöpferisch in gleicher Weise tätig werden kann wie die höchste göttliche Quelle. Im ganz kleinen. Wir können nicht jetzt gleich einen ganzen Kosmos schaffen, nicht einmal ein kleines Steinderl können wir aus dem Nichts heraus schaffen. Aber wir können trotzdem aus dem Nichts heraus schaffen. Und das ist ganz was Kleines. Das ist das Ich in seinen Schranken. Die sind sehr eng noch die Schranken, die wir haben. Das steckt da in dem in dem Wochenspruch auch drinnen. Also. Aber diese Kraft musste uns geschenkt werden. Und dass wir wirklich über sie verfügen können, dazu war das Erdenleben des Christus notwendig. Und dass sich diese Ich Kraft aber entwickeln kann, dazu muss dieses Ich, weil wir das ja nicht schaffen in einer Inkarnation, was der Christus geschafft hat, nämlich voll und ganz die Leibeshülle, bis also das Seelische sowieso, das Ätherische sowieso, aber auch bis ins Physische hinein, die ganzen Wesenshüllen sich zu eigen zu machen, das heißt sie voll und ganz mit seinem Wesen zu durchdringen.

Die zwei Jesus-Knaben - am 24. Dezember feiern wir die Geburt des nathanischen Jesusknaben, am 6. Jänner die Geburt des salomonischen Jesusknaben und gleichzeitig die Jordantaufe - Erscheinung des Herrn 01:16:35

Weil, zunächst wird ja trotzdem auch auch der Leib, die Leibeshülle, in die er steigt, das ist ja, wie ihr euch vielleicht erinnert, dieser Jesusknabe, dieser nathanische Jesusknabe, der die allererste Inkarnation zu diesem Zeitpunkt durchmacht. Aber da ist zunächst noch nicht eben der Christus drinnen. Also das heißt, die Christgeburt ist eigentlich falsch gesagt, weil zu Weihnachten feiern wir eigentlich die Jesusgeburt, sowohl des nathanischen Jesus als ja dann beim salomonischen. Beim zweiten Jesusknaben wird ja gleichzeitig, und das ist jetzt das Interessante, da wird dann schon auch die Christusgeburt mitgefeiert. Da wird zwar einerseits gefeiert die Geburt des salomonischen Jesus, also dieses einen Menschen, der ein hoher Eingeweiter im Grunde ist. Also da steckt ein hochentwickeltes Ich drinnen. Aber er hat noch nicht die Freiheit, die erst möglich ist seit dem Erdenleben des Christus, muss man dazu sagen. Aber es wird ja am Dreikönigstag zugleich auch der Jordantaufe gedacht, Epiphanias. Die Erscheinung des Herrn, des Christus selbst in den Leibeshüllen, aber des natanischen Jesus. Der salomonische hat aber ab dem zwölften Jahr des natanischen Jesus da drinnen sein Ich gelebt. Sozusagen diese erstmals auf Erden geborene Wesenheit, diese Leibeshülle eben durch seine große Weisheit umzugestalten, vorzubereiten, dass sie aufnahmefähig war für den Geist des Christus. Na, das ist ein komplizierter Zusammenhang, werden wir eh wieder öfter noch im Detail besprechen zu Weihnachten. Aber jetzt nur so als Anhaltspunkt. Aber jedenfalls jetzt zieht in diese Leibeshülle, des natanischen Jesus zieht also mit der Jordantaufe diese Christuskraft ein, also die Kraft, die Energie oder was, diese geistige Energie. Aber es ist vielleicht als Bild ganz gut, wenn man sich im Hintergrund vorstellt, die Hausnummer 100 Milliarden Sonnen und die ganze Energie, die da drinnen steckt, die muss da hinein. Die selbe Kraft ist da drinnen. Die selbe Kraft ist da drinnen. Und nur, sie muss sozusagen an sich halten, dass sie nicht das ganze Gefäß zersprengt. Sie muss also so sanft da hineingehen, dass das Gefäß das aushält. Und selbst bei dieser gewaltigen Willenskraft, über die der Christus verfügt, geht es aber nur drei Jahre gut. Dann muss dieses Gefäß zerfallen, wie jedes Physische irgendwann zerfallen muss. Und eben auch bei uns zerfallen muss. Alles Physische muss zerfallen und das ist wichtig. Nur der Christus jetzt in diesen drei Jahren erledigt sozusagen im Umbau dieser Leibeshüllen in dem Hineinwirken in den Astralleib, in den Ätherleib, in den physischen Leib, den er da bezogen hat, steckt da alles hinein, sein ganzes geistiges Potenzial hinein. Alles, alles in dieser einen Inkarnation, die noch dazu nur drei Jahre dauert, diese ganze Kraft steckt da drinnen. Und da steckt wirklich die ganze kosmische Kraft drinnen.

Indem eine Tat passiert, ist das Karma da - wir legen es in der Zeit auseinander, der Christus schaut es in einem 01:21:05

Wir, wir sind unser kleines Ich, das sich aber jetzt mit dem Christus-Ich verbindet, eins wird eigentlich durch das Erdenleben, denn indem der Christus, das makrokosmische Ich Mensch geworden ist, wird diese göttliche Quellkraft geteilt mit jedem Menschen im Prinzip. Jeder einzelne Mensch hat es. Jeder ist zwar ein kleiner Funke nur, aber die Kraft ist wesensgleich, ja wesenseins mit dem mit dem Christus. Das haben wir ja oft oft schon gesprochen, das Wort, was so schön beim Emil Bock übersetzt ist. "Die gleiche Vollmacht des Ich soll ihm eigen sein, die ich von meinem Vater empfangen habe." Also von der Qualität her, von der Kraft her ist es die gleiche. Nur der Christus hat halt eigentlich die ganze Welt geschaffen, weil im Grunde steckt er als der tätige Schöpfer dahinter. Das werden wir gleich dann einmal lesen, noch einmal im Prolog des Johannes Evangeliums. Da steht es ja ganz deutlich drinnen. Also der Christus hat geschaffen, alles, was gemacht ist, ist durch ihn gemacht. Alles Entstandene, das heißt die Schöpfung, nicht der Vater unmittelbar, sondern der Tätige ist der Christus. Sehr weise genannt von den von den Indern Vishwa Karman. Der All-Tätige Vishwa Karman. Karma steckt da drinnen. Karma heißt eigentlich nichts anderes als tun. Und Vishwa ist also allgemein alles umfassend der Alltäter sozusagen.

Wir sind halt so die kleinen Täter und wir machen halt dann auch sehr viele Fehler. Daher haben wir dann ein Karma, das manchmal ein bisschen schwierig ist. Das aber nur die Folge ist, oder die weiter damit verbundene Aufgabe mit dem, was wir getan haben. Es ist nichts anderes. Daher ist das Karma auch unausweichlich. Weil in dem Moment, wo ich etwas tue, eine Tat setze, sind alle Folgen mit dabei. Die gehören dazu. Nur wir sehen es, weil das jetzt vielleicht erst in der nächsten Inkarnation uns wieder zukommt, sehen wir den Zusammenhang nicht. Aber in Wirklichkeit ist der Zusammenhang unmittelbar. Indem die Tat passiert, ist das Karma da. Wir legen es in der Zeit auseinander. Christus schaut es in einem. Er schaut es in einem. Er schaut die Vergangenheit und die Zukunft zusammen.

Das klare, bewusste, freie Denken macht uns dem Ahriman überlegen 01:24:12

Und wenden wir uns jetzt vielleicht ein bissel wirklich der Bibel zu, dem Johannes Evangelium. Wir haben ja das letzte Mal schon ein bissel darüber gesprochen. Ich hatte es da erwähnt als eines der Mittel, die Rudolf Steiner angibt, wie man dem Ahriman, besonders dem Ahriman Paroli bieten kann. Und da schlägt er unter anderem vor, das Denken, das klare, bewusste, freie Denken zu entwickeln, also mit voller Bewusstseinsklarheit. Das heißt, da muss man wirklich durchaus logisch denken können, zugleich aber auch lebendig denken können. Und dann ist man nämlich dem Ahriman überlegen. Man muss lebendig schöpferisch denken können, denn das kann nämlich nicht der Ahriman. Er kann zwar Variationen über Variationen konstruieren, sozusagen streng logisch, aber ein wirklich schöpferischer Impuls ist nirgends drinnen. In dem Moment, wo ich aber den schöpferischen Impuls hineinbringe und trotzdem dem Ahrimann zeig, aber deine Logik beherrsche ich auch, aber den schöpferischen Schritt, den kannst du nicht mitgehen. Da ist nur lange Nase. Da bist du mir hinten nach. Dann muss er sich zurückziehen. Dann muss er sich zurückziehen. Aber da ist eben wichtig, dass ich trotzdem auch die Logik habe. Also nur, ich mach halt was schöpferisches, da schmunzelt er nicht einmal darüber. Also ich weiß nicht, ob der Ahriman schmunzeln kann, aber zynisch lächeln vielleicht als Bild genommen. Aber wenn wir ihm beweisen, so wie du denken kannst, das kann ich auch, aber ich kann noch mehr und da kannst du nicht mit. In dem Moment muss er sich zurückziehen. Also das ist eines der Mittel, eben dieses klare Denken zu entwickeln, in dem aber wirklich geistiger Inhalt leben kann. Nicht nur Verstandesinhalt, sondern mehr auch geistiger Inhalt leben kann. Dann bin ich dem Ahriman Herr geworden in gewisser Weise.

Ein zweites Mittel um mit Ahriman fertig werden zu können: die Beschäftigung mit dem Johannes-Evangelium 01:26:34

Und ein zweites Mittel, was halt Rudolf Steiner eben angibt, oder ein weiteres Mittel, ein ganz starkes, ist Beschäftigung mit dem Johannes Evangelium. Beschäftigung erstens einmal mit dem Prolog des Johannes Evangeliums, also wo es um das schöpferische Wort geht. Ja, ganz klar, weil das ist genau die Kraft, die in unserem Ich auch drinnen ist. Es ist dieselbe Kraft nur im ganz Großen, die aber im Kleinen drinnen ist und wo es sehr deutlich heißt, aber die Menschen haben es nicht ergriffen oder nicht begriffen. Noch nicht. Jedenfalls nur seit dem Erdenleben des Christus sollte sich das Blatt wenden. Und das zweite ist das achte Kapitel. Und im achten Kapitel ist sehr interessant drinnen, dass dort die Szene geschildert wird von dem Jesus, weil die Juden, die ihn also ablehnen, die also nicht seine Jünger sind, sondern ihn ablehnen und sagen, das ist mit unserem Glauben ja alles nicht vereinbar, was du uns sagst und so weiter. Und bringen ihm dann eine Ehebrecherin und sagen, ja, der Moses hat dort wohl befohlen, dass die gesteinigt werden muss. Und und wo der Christus dann eigentlich nur in den Sand etwas zeichnet. Eigentlich gar keinen Kommentar besonders dazu gibt, sondern nur in den Sand zeichnet, was nichts anderes heißt, es ist im Karma eingeschrieben. Ja, sie hat den Ehebruch begangen. Es wirkt sich in ihrem Karma aus und in ihrem Karma wird sich das auch lösen, wenn sie daran arbeitet. Also es bedarf der äußeren Strafe nicht.

Für die Entwicklung des Ich ist es von zentraler Bedeutung, durch Inkarnationen hindurchzugehen - das einzige Ziel ist der freie Mensch 01:28:39

Und da wird aber sehr wesentlich im Grunde hingewiesen darauf, welche Bedeutung überhaupt die Reinkarnation hat für die Entwicklung des freien Ichs. Freiheit und Karma gehören zusammen in Wahrheit. Weil es wird immer so dargestellt, also vor allem in den östlichen Religionen, ja das Schicksalsverhängnis im Grunde. Also was alles an bösen Folgen aus der Vergangenheit kommt und dem ich nicht entfliehen kann, und irgendwie das bringt nur Leiden. Und wie kann man daraus erlöst werden? Das war ja dann irgendwie die Lehre des Buddha darin, also dass man halt also nicht an der sinnlichen Welt überhaupt hängen soll, und dass dann, wenn man das alles loslässt, dann irgendwann eben entkommen kann aus dem Kreislauf der Wiedergeburten. Aber das ist noch alles nicht der wirkliche tiefere Sinn der Reinkarnationslehre. Der tiefere Sinn ist der, dass es für die Entwicklung des Ichs von zentralster Bedeutung ist, dass wir durch die Inkarnationen durchgehen, das uns ja natürlich klar sein muss, dass wir eben nicht in einer Inkarnation das schaffen können, was der Christus geschafft hat. Weil eben, damit das möglich ist, dass im Menschen dieser Ich-Impuls, der sozusagen ein kleiner Funke dieser Christus Kraft ist, er absolut wesensgleich ist mit dieser. Das heißt, wenn wir aus dem freien Ich tätig sind, ist zugleich der Christus mit uns tätig. Aber nicht weil er es uns aufgetragen hat, sondern weil wir den Impuls gesetzt haben. Und mit diesem Impuls, wenn es aus dem freien Ich kommt, ist auch der Christus mit dabei. Dann ist es höchste göttliche Tat. Das heißt, Freiheitstat ist göttliche Tat. Und das ist entscheidend, ganz entscheidend für die Zukunft der Entwicklung. Weil alles, was Weltentwicklung, zumindest ist das der einzige Weltenplan, den es gibt, es ist nämlich, der Weltenplan für die Zukunft besteht nicht darin, dass der liebe Gott schon war. Aber jetzt nächste kosmische Inkarnation wird das, das, das, das, das, das gemacht und hat das und das und das Ziel. Das einzige Ziel ist der freie Mensch.

Und wenn er frei ist, bestimmt er ganz wesentlich zumindest mit, wie die Zukunft werden wird. Und zwar nicht in dem Sinn: Aha, ich studiere den göttlichen Plan, ich führe ihn aus. Sondern nein, mehr noch, mehr noch. Ich bereichere ihn um etwas, was nur jedes einzelne Ich dazu geben kann. Was nicht von oben kommt, sondern was von unten kommt. Also eine Schöpfung der Zukunft, wo passieren wird, es kommt was von oben, das wird nicht einfach aufhören, aber es kommt was von unten dazu. Und aus diesem gemeinsamen Tun des kleinsten geistigen Wesens und des obersten geistigen Wesens. Aber weil in ihrem Ich die gleiche Quelle tätig ist, dass das zusammenströmt. Und dann wird eine Welt entstehen, von der man nicht sagen kann, wie sie im Detail sein wird. Man kann eigentlich über die Zukunft nur das sagen, was ist alles an Aufgaben zu bewältigen, die uns durch die Vergangenheit aufgegeben sind, das heißt durch das Karma der Vergangenheit. Darum kann Rudolf Steiner darüber sprechen. Was wird sein auf dem neuen Jerusalem? Das ist die nächste kosmische Entwicklungsstufe unserer Erde. Was wird sein auf der neuen Venus? Die übernächste Entwicklungsstufe und dann auf dem Vulkanzustand.

Es ist etwas viel Höheres, nicht den einen vollkommenen Zustand zu haben, sondern viele mögliche 01:32:59

Aber da kann man nur sprechen über das, was mit Sicherheit aufzuarbeiten ist aus der Vergangenheit. Die Aufgaben des Karmas, sozusagen der Vergangenheit, das muss sich erfüllen. Das heißt, die Aufgaben, die wir in der Vergangenheit nicht vollständig gelöst haben, die müssen wir auf den richtigen Weg bringen. Das muss passieren. Das kann man vorhersehen. Alles weitere kann man nicht vorhersehen. Und das heißt, man kann also nicht so denken über die Zukunft, dass man sagt, ja, jetzt ist ein Hellseher wie ein Rudolf Steiner da, oder von mir aus noch ein größerer oder sonst einer, der, wenn er genau schauen könnte, wird er jedes Detail sehen, was in der Zukunft passiert, nein. Weil sie offen ist. Weil sie offen ist und auch nicht zustrebt auf einen einzigen vollkommenen Zustand, sondern auf einen lebendigen Zustand, wo alles immer in Bewegung bleibt. Weil es gibt im Grunde, es ist etwas viel Höheres, nicht den einen vollkommenen Zustand zu haben, sondern viele mögliche. Und die immer in weiterer Entwicklung bleiben. Weil was wäre, wenn das wirklich erreicht würde, der vollkommene Zustand. Dann ist die Entwicklung zu Ende, dann ist es aus. Das wäre das Ende von allem. Stellt euch das einmal vor. Für uns Menschen ist das nämlich gar nicht so leicht vorstellbar in Wirklichkeit. Wir träumen zwar immer von der vollkommenen Harmonie und alles ist in der höchsten Ordnung, alles ist perfekt. Aber dann ist es fertig und damit tot. Es hat keine Entwicklungsmöglichkeit mehr, muss einem klar sein. Weil über das Vollkommene hinaus gibt es nichts Vollkommeneres. Außer, ich biete eine ganz andere Alternative an und wieder eine andere Alternative. Und selbst wenn die nicht hundertprozentig perfekt ist, aber sie kommt dem nahe und sie ist immer wieder in Bewegung. Aber es geht der Gedanke weg von dem Ziel, auf einen Endzustand. Ja, wenn es wirklich der eine Endzustand wäre, dann wäre es das Ende der Welt für alle Zeiten. Aus, Ende, fertig, Schluss. Dann versinkt alles ins Nichts und Ende.

Eine vollkommene Welt ist nicht erreichbar, wenn der schöpferische Impuls über die Hierarchienfolge nach unten strömt 01:35:46

Was in Wahrheit kommt, ist Aufbruch, neuer Aufbruch. Und so überhaupt, dass wir als Menschen an sowas überhaupt denken können, dazu war das Erdenleben des Christus notwendig. Dazu war die Tat des Christus nötig, weil der genau diese Kraft in sich hat. Und er hat sich hinuntergetragen bis zu uns. Weil dieses, und zwar eben aus dem Grund, wie ich es eingangs des Vortrags geschildert habe, weil eine vollkommene Welt gar nicht erreichbar ist, wenn von einer Spitze über die ganzen Hierarchienfolge das nach unten strömt, bis es unten ankommt. Je tiefer ich hinunterkomme, desto unvollkommener wird es. Weil einfach die Hierarchien, die dazwischen stehen, es nicht schaffen, hundertprozentig perfekt das umzusetzen. Und die nächste Stufe, die darunter steht, noch weniger und so weiter bis unten. Dann waren unten die jetzigen Engelwesenheiten, die waren schon so, so teilweise weit weg von der Spitze oben, dass das halt schon ganz aus der Art geschlagen ist teilweise. Das waren die geeignetsten Wesenheiten, Widersacher zu werden, luziferische Widersacher. Wo sogar, wenn ich es jetzt in menschliche Sprache übersetze, die Gottheit gesagt hat, jetzt entscheidet ihr, wollt ihr versuchen, so wie die anderen Hierarchien das zu machen oder geht ihr euren eigenen Weg? Weswegen die luziferischen Engelwesenheiten, wie soll ich sagen, halbfreie Wesen bereits sind. Die ahrimanischen nicht. Die sind klassisch abkommandiert, wie Steiner oft sagt zu ihrer Aufgabe. Er hat halt gesehen, okay, die können nicht das volle Programm leisten. Also das heißt, ihr bekommt die Aufgabe als Widersacher. Da könnt ihr bestimmte Spezialaufgaben wunderbar übernehmen, aber nicht das Gesamte. Daher seid ihr abkommentiert. Aber bei den Luziferischen ist es ein bisschen anders, dass ihnen die Wahl geblieben ist. Welche Rolle sie einnehmen. Aber wirklich auch nur diese eine Entscheidung. Weitere freie Entscheidungen gibt es dann nicht. Es ist da oder dort. Und das heißt, das ist die erste freie Entscheidung, die in der Welt gefallen ist, ist die, dass die luziferischen Ja zu ihrer Aufgabe gesagt haben oder andere gesagt haben Nein zu dieser Aufgabe. Obwohl sie auch unvollkommen waren, aber dann trotzdem nicht Widersacher geworden sind. Das ist auch ganz interessant. Darum gibt es bei den Engelwesen durchaus sehr, sehr unterschiedliche Vollkommenheitsstufen. Und die Unvollkommenen sind nicht notwendigerweise Widersacher im luziferischen Sinn. Das ist noch eine eigene spezielle Gruppe, die sozusagen zu der Aufgabe dezidiert Ja gesagt hat. Ja, wir übernehmen diese Aufgabe.

Erst beim Menschen ist durchgehend bei jeder Entscheidung aus dem Ich die Freiheit da 01:39:21

Und die wirkliche Freiheit, also durchgehend bei jeder einzelnen Entscheidung, die aus dem Ich herauskommt, ist erst beim Menschen da. Was bei den Luziferischen einmalig ist, ist bei uns bei jeder freien Entscheidung da. Dort können wir es entscheiden und wir können immer entscheiden, welchen Weg wir mitgehen. Also ob wir sozusagen den Widersachern folgen oder den anderen Wesenheiten. Und damit meine ich jetzt nicht diese Verführung des Egos durch die Widersacher. Das ist vergleichsweise harmlos gegenüber dem, wo das Ich sich aus Freiheit entscheidet. Gehe ich den Weg des Christus, und der Weg des Christus heißt, will ich schöpferisch mitwirken, schöpferisch eine Welt entfalten oder will ich gehen den Weg der Widersacher, die nämlich den perfekten Kosmos anstreben, aber einen toten Kosmos zugleich. Letztlich stecken da dahinter die soratischen Wesenheiten, die genau das das anstreben. Die soratischen Wesenheiten stehen auf der Stufe der Elohim, der Schöpfergötter der Erde, sind also auch Geister der Form eigentlich. Und sind prädestiniert dafür, genau diese vollkommene Welt zu schaffen. Eine vollkommene Form, man kann sich das Bild vorstellen wie ein perfektes Uhrwerk, wo jedes Zahnrad einer Art ins andere greift, was vollkommen läuft, was natürlich viel hochkomplizierter ist als jede tollste astronomische Uhr oder sonstige, die man konstruieren kann, die also genial ist irgendwo, aber trotzdem tot ist. Trotzdem tot ist. Weil selbst die perfekteste auch astronomische Uhr, um bei dem Bild zu bleiben, kann die Wirklichkeit nicht abbilden, weil da immer was Unvorhergesehenes passiert ist. Wir können wahnsinnig viel im Kosmos voraus berechnen über lange Zeiträume und trotzdem, um eine Kleinigkeit stimmt es nicht. Weil immer wieder etwas ist, was sich nicht vorher berechnen lässt, sondern wo immer wieder ein neuer schöpferischer Einschlag drinnen ist. Auch in der Gestaltung des Kosmos drinnen, obwohl es nach so strengen Naturgesetzen abläuft, die sind das Karma der Vergangenheit.

Naturgesetze sind das Karma der Vergangenheit 01:42:20

Also unsere Naturwissenschaftler studieren im Grunde das Karma des Kosmos. In Wahrheit sind sie Karma-Forscher, ohne dass sie es wissen. Weltenkarma, sie erforschen Weltenkarma. Nur wir brauchen auch welche, die die Zukunft schaffen, die die Wirklichkeit der Zukunft schaffen. Es ist ja gut und es ist wichtig. Man soll ja auch das eigene Karma verstehen und sie helfen uns dabei. Aber im Grunde sind es Karma-Forscher des ganzen Kosmos. Also alle Naturgesetze, sind das Karma im guten wie im schlechten Sinn aus der Vergangenheit. Weil es ist drinnen sehr viel Weisheit. Steckt unheimliche Weisheit drinnen in den Naturgesetzen. Es steckt aber auch drinnen alles das, was an Folgen der luziferischen Entwicklung, der luziferischen Geister, die eben auch auf dem alten Mond passiert ist. Da ist gekommen die Weisheit, aber auch die luziferischen Widersacher sind gekommen, die da halt immer wieder einen Schnörxel hineinbringen in das ganze Gebiet. Das heißt, das in Wahrheit studieren die Naturwissenschaftler, die Physiker, die Astronomen und so weiter, das studieren sie und das ist gut. Karma studieren, ist immer gut. Man darf sich nur nicht beirren lassen dann. Die Wirklichkeit muss aus der Freiheit herausgeschaffen werden und die lässt sich mit keiner Naturwissenschaft erfassen. Und sie geht über das hinaus. Sie wird sogar so weit gehen, dass die neuen Naturgesetze, die das neue Jerusalem bestimmen werden, auch das wird Naturgesetze haben. Das heißt, es wird eine Ordnung geben, die von Anfang an schon der Welt zugrunde liegt, nach der, weil es fängt nicht einfach mit Null an, die Welt, sondern sie bringt eine Geschichte mit sich, sozusagen ein Karma der Vergangenheit mit.

Und zwar durchaus ein gutes Karma auch, auch. Es trägt auch die Früchte der Vergangenheit. Karma ist ja, um Gottes Willen, nicht immer nur Schicksalsverhängnis, Strafe, Büßen und und mühsam was aufarbeiten. Es ist ja auch Chance für die Zukunft. Es eröffnet Möglichkeiten, weil es ist eine Frucht auch der Vergangenheit. Also Karma ist einfach Folge früherer Taten, und Taten können ja durchaus was Gutes auch bringen, also können Früchte für die Zukunft bringen. Also wenn ich als Landwirt mein Feld bestelle und meinen Samen pflanze und diese ganzen Taten begehe, die notwendig sind, dass das auch zu sprießen beginnt und dann Ertrag bringt, dann kriege ich die Früchte im Herbst und das ist was Gutes. Das ist auch sozusagen Karma. Also es ist immer ganz falsch zu sagen, Oh Gott, oh Gott, schrecklich, mein Karma holt mich ein. Ja, es schenkt mir auch vieles. Es schenkt mir auch vieles. Und es macht mich, und das ist vielleicht in Wahrheit zwar das schmerzhaftere, aber das vielleicht noch größere Geschenk, es hilft mir dabei, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und es besser zu machen. Das ist halt dann oft mit Schmerzen, mit Leiden verbunden. Aber es ist letztlich auch etwas Gutes. Aber es gibt auch das Gute, das kommt, die Früchte der Vergangenheit. Das ist eigentlich Karma, das nicht mit einer Aufgabe verbunden ist im Sinne, Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten. Es ist ein Geschenk, dann im Grunde, es ist eine reife Frucht, die ich nehme und es stellt sich für mich nur die Frage Was tu ich damit jetzt? Ich kann sagen, nun ich genieße es einfach toll. Ich bin in super Lebensverhältnisse hineingeboren. Hab Geld wie Heu, kann mir alles leisten. Also ich genieße es einfach. Na ja, dann verbrauche ich halt die Früchte der Vergangenheit ohne die Kraft, die darin dann vielleicht nützt den Talenten, die ich mitbekommen habe, in den Möglichkeiten, die ich mitbekommen habe, durch das Schicksal weiterzubauen. Dann bleibt es halt stehen, dann ist halt das Konto dann irgendwann leer. Ich kann aber auch weiterbauen damit und sagen Puh, da habe ich ein riesen Potenzial mit. Jetzt geh ich´s erst recht an und über das gehe ich hinaus und schaue, was ich damit für die Zukunft an Wirklichkeit schaffen kann.

Der Prolog des Johannes-Evangeliums 01:47:18

Ja, aber schauen wir uns einmal jetzt den Originaltext an. Zuerst einmal, was ja doch, glaube ich, bei uns recht bekannt ist, ist eben der Prolog des Johannes Evangeliums. Aber vielleicht auf ein paar Details schauen, bewusst schauen, im Zusammenhang mit dem Gesagten auch.

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in die Finsternis. Und die Finsternis hat es nicht begriffen.

Bis daher mal, das ist der erste Absatz davon. Also im Anfang war das Wort im Anfang. Das ist schon was ganz Wichtiges. - Im Anfang - heißt nicht einfach, was wir darunter verstehen. Na ja, da hat es halt begonnen, da hat es halt angefangen. Im griechischen Urtext ist es wenigstens ein bisschen deutlicher eine Archai in Logos. Archai im Urengel war das Wort. Ja, womit hat denn das zu tun? Als unsere ganze kosmische Entwicklung begonnen hat. Nicht nur unsere Erde und unsere Sonnensystems und dem wesentlichen relativ großen Kosmos, der noch dranhängt. Na, das ist jetzt sehr aus unserer Perspektive geschildert. Man könnte sagen, wir sind der Blinddarm, der dranhängt an dem Ganzen. Nein, aber nicht nur dieser Kosmos, sondern die kosmischen Entwicklungsstufen davor. Also ich erinnere euch daran vor diesem Kosmos gab es den sogenannten alten Mond. Ein eigener Kosmos in Wahrheit. Der hatte noch nicht die Naturgesetze, die wir jetzt in unserem Kosmos haben. Dieser alte Mond, dort wurde die Hauptaufgabe darauf gerichtet, dass solche Konstellationen entstehen, die eine solche Weisheit haben, die heute in den Naturgesetzen drinnen liegt, so dass sie sozusagen im kleinsten Atom oder Elementarteilchen drinnen steckt. Ich sage es jetzt bewusst so, bis dahinein, vom größten bis zum kleinsten steckt eine gewaltige Weisheit drinnen. Eine Weisheit, die eben aber auch Freiraum lässt. Das ist in den Naturwissenschaften noch immer so ein bisschen umstritten, aber es gibt jetzt eh schon mehr in die richtige Richtung. Weil viele sagen, ja, da ist so viel Weisheit drin, dass eigentlich alles vorbestimmt ist, weil es wäre eigentlich alles vorberechenbar, wenn es nach den Gesetzen läuft. Wenn ich das alles berechnen könnte, können wir halt als Menschen noch nicht, aber es ist vorherbestimmt, und keinen Millimeter könnte es abweichen. Heute wissen wir, Gott sei Dank, dass es nicht so ist, dass die Naturgesetze zwar sehr engmaschig die Dinge eingrenzen, aber zugleich auch unendlichen Spielraum lassen. Und alles, selbst unser ganzes Sonnensystem oder sonst was, ist letztlich nicht vorhersehbar, wie sich das entwickeln wird. Ja, es wird so sein, dass die Sonne irgendwann einmal auch erkalten wird und und alles das. Aber wie das im Detail passiert, auch äußerlich gesehen, lässt sich nicht vorher berechnen. Auch nicht, wenn wir den Super Super Computer hätten, sondern es ist nicht vorher bestimmt. Es ist nicht vorher bestimmt. Die Naturgesetze sind so etwas, wie was Grenzen setzt. Außerhalb dessen ist nichts möglich, aber innerhalb sind Variationen möglich, und die Variationen können ganz schön groß sein auf lange Sicht gesehen.

Und gut, das war ja der alte Mond. Auf dem alten Mond haben unsere jetzigen Engel ihre Entwicklungsstufe, ihre Menschheitsstufe durchgemacht, könnte man sagen. Das heißt, sie sind geistige Wesenheiten geworden. Sie haben ein "Ich" bekommen. Und es waren welche dabei, die dann luziferisch wurden und sich entschieden haben, luziferisch zu werden. Also da war in der Ich Entwicklung schon etwas drin. Eine einmalige Entscheidung, welchen Weg. Wollt ihr den Weg der regulären Hierarchien gehen oder wollt ihr bewusst gehen, den Weg, durch, wie soll ich sagen, durch eure gegensätzliche Wirkung das Werk zu fördern, das heißt als Widersacher zu wirken.

Vor dem alten Mond war die sogenannte alte Sonne. Da haben die heutigen Erzengel ihre Menschheitsstufe durchgemacht, das heißt sind geistige Wesenheiten geworden, haben ein "Ich" bekommen. Und dann war noch eine Stufe davor, der sogenannte alte Saturn, eine reine Wärmewelt. Während die alte Sonne eine reine Luftwelt, gasförmige Welt im Wesentlichen war und der alte Mond im Grunde eine flüssige Welt war. Erst auf der Erde kam das Feste, so ist aber die erste Stufe der alte Saturn eine reine Wärmewelt. Kann man sich gar nicht vorstellen. Nicht einmal Luft oder Gas oder sowas, sondern nur Wärme. Und dort haben die Urengel ihre Menschheitsstufe durchgemacht. Das heißt, sind geistige Wesenheiten geworden. Und gerade mit diesen drei Hierarchien Urengeln, Erzengeln, Engeln sind wir daher ganz besonders eng verwandt, weil die sind unsere Vorgänger sozusagen. Sie haben alle diese Stufe durchgemacht, ein geistiges Wesen zu werden, ein Ich zu bekommen, aber unter verschiedenen Bedingungen. Und die sind jedenfalls sehr eng mit uns verbunden, bzw. so weit können wir in die Vergangenheit zurückschauen. Mit dem hängen wir, mit dieser Entwicklung hängen wir karmisch zusammen. Also nicht von unserem Ich her, aber im Weltenkarma. Also diese Stufen hängen weltenkarmisch zusammen vom alten Saturn aus.

Die sieben Schöpfungstage sind die sieben führenden Urengel 01:54:52

Und die Archai, die Urengel hängen auch aber ganz besonders zusammen mit unserer Erdenschöpfung. Weil sie sind hier, man könnte sagen, die dienstbaren Geister, die ausführenden Organe der Elohim. Die Archai, Archai heißt Urbeginn, Anfang, wie auch immer, wo etwas Neues beginnt. Das heißt nicht einfach Anfang in der Zeit, sondern da ist eine Wesenheit, da sind Wesenheiten damit verbunden und das sind eben die Urengel, die Archai. Also wo steht im Anfang oder manchmal auch übersetzt im Urbeginn, dann heißt das, dass da etwas passiert durch die Urengel. Die sind mitbeteiligt. Und in der in der Genesis steht es ganz deutlich. Es ist ja von den Schöpfungstagen die Rede. Die Schöpfungstage sind Urengel. Was in der Bibel "Jom" Tag heißt, sind in Wahrheit Urengel. Die Elohim, durch die wirkt der Christus ja, aber auch die Elohim sind nicht die, die unmittelbar tätig werden, sondern die geben den Impuls weiter. Und sie sprachen ja, es werde Licht und es ward Licht, weil eben diese Urengel, die die Tätigkeit ausgeführt haben. Und das bedeutet es auch hier. Auch hier nimmt das Johannes Evangelium darauf Bezug. Das ist genau dasselbe. Also da stecken die ganzen Schöpfungstage drinnen. Das sind also diese wesentlichen Urengel, die beteiligt sind, die sieben Schöpfungstage. Es gibt also auch sieben Urengel, die die führenden Urengel sind, die an der ganzen Erdenschöpfung mitgewirkt haben und um die geht es hier. Also nicht einfach nur zeitlicher Anfang, Abend, Mitternacht, Stunde, da hat es angefangen der Tag. Nein, Wesenheiten, Wesenheiten sind es, die Urengel sind, heißen ja auch Zeitgeister. Sie werden auch von Rudolf Steiner ganz richtig Zeitgeister genannt.

Also wenn jetzt wer fragt, ja was ist Zeit? Ja, dann denkt man, wir müssen auf die Uhr schauen. Ja, ich sollte auch langsam auf die Uhr schauen, sehe ich. Wir sind schon wieder ein bisschen drüber. Aber Zeit besteht aus Wesenheiten, also einem Wechselspiel von Wesenheiten. Das heißt, was wir als Zeit erleben, ist in Wahrheit das Wechselspiel dieser sieben führenden Urengel. Es gibt dann sicher noch andere, die mit Details irgendwas zu tun haben. Aber es gibt jedenfalls sieben führende Urengel, die haben begonnen mit ihrer Rolle im Grunde schon auf dem alten Saturn, also auf dieser ersten reinen Wärmewelt. Daher ist dort auch erst die Zeit entstanden. Zu fragen, was war vor dem alten Saturn, ist im Grunde eine unsinnige Frage. Die kann man in der Art nicht stellen. Ich weiß, wir können es uns halt anders nicht vorstellen. Ja, bitte. Was war denn davor? Weil wir denken, das geht unendlich weit in die Vergangenheit, unendlich weit in die Zukunft. Wir können uns noch gar nicht vorstellen, dass das dann irgendwann ganz was anderes kommt oder ganz was anderes war. Warum ich "oft" sage? Weil man kann eines schon sagen, die größten Widersacherwesenheiten, die gar nicht direkt unmittelbar zunächst einmal was mit unserer Entwicklung zu tun haben, die soratischen Wesenheiten, also diese tiefsten, die gab es schon, ehe es den alten Saturn gab. Aber wenn ich jetzt sage, ehe des alten Saturn gab, denkt man ja davor. Ich sage dann gern oft die "abseits" davon waren, um bewusst aus der Zeitfolge herauszukommen. Sie haben einfach karmisch, das heißt schicksalsmäßig, schicksalsfolgenmäßig mit unserer Entwicklung im Grunde nichts zu tun. Nichts. Zeitbeginn heißt im Grunde ab dem Beginn des Weltenkarmas zu laufen. Und es wird laufen bis zum letzten kosmischen Entwicklungszustand, dem Vulkanzustand, wenn der zu Ende ist, ist das ganze Karma, das mit den sieben riesen kosmischen Zuständen verbunden ist, vollkommen aufgelöst. Und alles, was abseits davon passiert danach, kann man dann gar nichts sagen, hat karmisch mit dem überhaupt nichts zu tun. Es ist dann ein vollkommener Neubeginn, der völlig offen ist. Der völlig offen ist.

Ewigkeit heißt nicht, dass die Zeit ewig fortrinnt, sondern dass die Zeit überhaupt aufhört 02:00:41

Was aber die soratischen Wesenheiten verhindern wollen. Die wollen im Grunde sowas wie wie: Ach, lasst uns doch diese Entwicklung ewig fortsetzen zu einer immer perfekteren Ordnung bringen, aber nie zu Ende kommen lassen. Die Ewigkeit, eigentlich, besteht aber darin nicht, dass die Zeit endlos fortrennt, sondern dass die Zeit überhaupt aufhört. Können wir uns nicht vorstellen. Ja, man könnte es schon durchaus sagen, wenn dann oder abseits davon etwas Neues beginnt, beginnt vielleicht Zeit im Neuen zu laufen, nur sie hat eine ganz andere Qualität als jetzt. Sie hat mit dem, was jetzt ist, nichts zu tun. Nichts zu tun. Das Einzige, was eben hinüber geht, sind die geistigen Wesenheiten, namentlich eben auch der Mensch. Und die Aufgabe des Menschen wird dann sein, ich habe es öfter schon so angetönt, obwohl es ja jetzt wirklich geradezu gotteslästerlich oder sonst wie klingt, oder größenwahnsinnig wie sonst wie. Aber unsere Entwicklung läuft letztlich darauf hinaus, dass der Mensch oder die Menschheit einmal berufen ist, so eine ganze große kosmische Entwicklungskette, dort den schöpferischen Pol zu entnehmen, der sozusagen mit dem Göttlichen von oben jetzt von unten zusammen wirkt, und eigentlich im Grunde einen ganz neuen Kosmos baut, eine ganz neue, und zwar nicht nur einen einzelnen, sondern wirklich eine ganze Kette. Und wie der sein wird, über das kann man überhaupt nichts sagen. Weil nämlich deswegen nicht sagen, weil es keine karmische Aufgabe aus der Vergangenheit gibt. Es ist alles erledigt.

Nur die geistigen Wesenheiten, namentlich wir Menschen, bringen Fähigkeiten mit. Fähigkeiten, durch die wir schöpferisch aus dem Nichts, aus dem Nichts, aus dem absoluten Nichts heraus jenseits von Raum und Zeit, wo erst Raum und Zeit, oder wie immer es dann sein wird, nicht einmal das kann man sagen, weil es wird nicht die Zeit so sein, wie wir sie kennen. Es wird nicht der Raum so sein, wie wir ihn kennen, aber etwas Neues zu schaffen. Und zwar eben dann eine kosmische Entwicklungskette, die von Anfang an so funktioniert, dass Wesenheiten von unten und Wesenheiten und die göttliche Quelle von oben, dass das zusammenströmt. Und das wird eine ganz neue kosmische Dimension eröffnen an Vielfalt, an Lebendigkeit. Ich meine, es wird jetzt geübt in die Richtung, weil wir Menschen schon mit beteiligt sind, jetzt im ganz kleinen. Man sieht schon jetzt, welche Wirkung das hat, weil die perfekte Welt, da wären alle Pflanzen nach dem gleichen Muster. Alles in perfekter Ordnung zusammengesetzt. Vollkommen. Und dann würde sich nichts mehr rühren. Wir sehen jetzt schon das Vollkommene besteht gerade darin, dass es eigentlich nicht vollkommen ist, sondern immer wieder was Neues passiert und gerade dadurch aber immer ins Gleichgewicht kommt, aber immer in Bewegung ist, immer in Bewegung, immer in unvorhersehbarer Bewegung. Daher wichtig, was äußerlich dann die Naturforscher als Evolution beschreiben, zum Beispiel, die nicht vorhersehbar ist. Wir können zurückschauen, wir können schauen, was da alles für Fossilien zurückgeblieben sind. Wir können sehen, dass da durchaus ein gemeinsames gestaltendes Prinzip durchgeht. Und wenn man weiß, wenn man genau schaut, sieht man es so wie es Goethe gesehen hat, dass eigentlich von Anfang an der Mensch durchgeht und dass er seine ersten Spuren schon in den ersten Würmern oder sonstigem drinnen findet. Es sind halt nur sehr zarte Spuren. Aber ich kann eigentlich den Wurm verstehen aus dem Menschen heraus. Und so geht es halt weiter.

Die Schöpfung ist nicht fertig - da wirkt Menschenkraft mit 02:05:36

Dass da schon das anfängt mit dieser unvorhersehbaren Vielfalt. Dass es eben völlig falsch ist, was man noch bis ins 19. Jahrhundert gedacht hat. Okay, da war der liebe Gott, der hat alles nach seinem Plan geschaffen. Eben wirklich in sechs Tagen oder wo möglich, nämlich heutigen Tagen. Weil der liebe Gott kann ja alles. Und da war alles fertig im Grunde. Nein, nichts war fertig. Nichts. Das wissen wir heute Gott sei Dank. Das ist ein großer Verdienst der Wissenschaft, dass sie das aufgezeigt hat, auch wenn die Interpretationen teilweise ganz schräg waren. Aber wir sehen, dass nichts fertig vorher geplant ist. Und das ist ein ununterbrochenes Spielen, Experimentieren, neu gestalten, kreativ sein. Lebt in der Natur überall draußen. Und da wirkt bereits die Menschenkraft mit. Ich habe das in den letzten Vorträgen schon hier und da erwähnt. Wer ist der Evolutionsmotor? Wer ist es, der die sogenannten Mutationen und so weiter erzeugt? Der Mensch. Der Geist des Menschen. Das, was unvorhersehbar ist. Der Zufall. Die allein zufällige Entwicklung. Es ist ja in der Evolutionslehre so das gängige Ding, dass alles der Zufall, der blinde Zufall ist. Ja, so blind ist er nicht. Unser Ich weiß schon was davon. Nur wir in unserem kleinen Ich, im Ego, wissen es noch nicht. Und es geht darum, dass wir das mitbekommen. Die wenigen schöpferischen Momente, die wir bewusst mitbekommen. Jetzt hier, wir haben sie auf Erden. Und von dem können wir einmal lernen zu verstehen, was denn das überhaupt ist, so ein schöpferischer Impuls. Und dann langsam zu erkennen, dass wir tatsächlich, wir als Menschheit, mitwirken an dem. Da ist nicht nur der Impuls von oben, da ist der Impuls von unten drinnen. Und das ist das, was aber die Finsternis halt noch nicht ergriffen oder begriffen hat zum großen Teil. Es steht schon alles da drinnen. Also im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben - im Wort - und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in die Finsternis. Die Finsternis, die durch die Widersacher errichtet ist, in der wir aber mittendrin leben, irgendwo in dieser geistigen Finsternis, gerade heute ganz besonders. Das Licht scheint in die Finsternis. Und die Finsternis hat es nicht ergriffen.

Aus der Christuskraft, die im Kleinen in uns wirkt, können wir die Zukunft mitgestalten - dazu brauchen wir viele Inkarnationen 02:09:05

Es geht aber darum, dass wir es jetzt lernen zu ergreifen, langsam. Und dazu gehört der Mut oder diese, was eben doch, aber nicht Größenwahn ist, aber so wie ausschaut, dass wir sagen ja, die Christuskraft im Kleinen wirkt in uns. Und aus dieser Kraft heraus können wir die Zukunft gestalten. Ja, müssen wir sie in gewisser Weise gestalten. Ich betone jetzt das "müssen", wenn wir eine gute Zukunft haben wollen. Sie wird nicht einfach nur von oben kommen. Sondern es wird sich messen an dem Beitrag, den wir leisten dazu. Weil die ganze Schöpfung auf das hinzielt, dass da unten erstmals so kleine, wunzige, geistige Wesenheiten sind, die sagen: Aber meinen Funken kann ich anfachen. Wir können das. Das ist eigentlich in der Kurzform der Schöpfungsplan, dass da erstmals ein geistiges Wesen entsteht, das diese Möglichkeit bekommt. Und jetzt mach! Und ich kann dir nicht sagen, wie du es machen sollst. Du musst aus dem Nichts heraus. Schritt für Schritt. Und dazu sind aber bei uns, im Gegensatz zum Christus - das alles zu bringen, brauchte er eine Inkarnation, das wirklich auf die Erde zu bringen - viele Inkarnationen notwendig. Viele. Und es würde nicht in einer Inkarnation gehen und es würde auch nicht gehen, wenn wir - weiß ich nicht - tausend Jahre leben würden, oder was, in einer Inkarnation. Auch dann würden wir es mit einer nicht schaffen. Weil wir nicht so tief umgestaltend eingreifen können in den Körper - bewusst. Darüber haben wir ja gesprochen, dass der Christus bis in den physisch materiellen Leib voll bewusst eingetaucht ist, bis in den letzten Kristall, der in den Knochen drinnen ist. Das würde unser Bewusstsein nicht aushalten.

Ich habe das schon oft gesagt. Eigentlich Schmerz entsteht dort, wo unser Bewusstsein an seine Fassungsgrenzen kommt. Wenn wir eine Verletzung haben, ja tut es auch weh. Es würde nicht wehtun, wenn unser Bewusstsein einfach jetzt ganz eintauchen könnte, was da alles passiert, im Detail bis ins letzte Molekül hinein. Und geistig dabei wäre. Dann würde es uns nicht schmerzen, sondern würden wir bewusst den Heilungsvorgang ausführen. So wird unser Ich eigentlich herausgeschmissen, ein bisschen. Der Asteralleib quitscht und schreit dabei und der Ätherleib tut für sich, aber völlig unbewusst für uns. Wenn unser Bewusstsein stark genug wäre, würden wir aus dem Ich voll das seelische Panorama haben, was da alles abläuft. Wir würden sogar die Ätherkräfte voll bewusst ergreifen, bis ins Physische hineinwirken und bei allem dabei bewusst sein. Das schaffen wir halt nicht. Das schaffen wir halt nicht. Selbst was in einer einzigen Zelle sich tut, würde unser Bewusstsein um Äonen übersteigen. Der Christus hat das bis in den letzten, nicht nur bis in die letzte Zelle, bis in den letzten Kristall, der sich in die Knochen einbaut, ist er eingetaucht mit seinem Bewusstsein. Und das ist auch der große Unterschied zwischen uns. Bei uns ist es erst so klein. Aber wir haben trotzdem die wesensgleiche Kraft in unserem Ich, die der Christus im Großen hat. Nur wir haben einen langen Weg davor zu lernen, mit der Kraft umzugehen, und uns ihrer immer bewusster zu werden. Das heißt heute, im Weltzeitalter der Bewusstseinsseele, sich dessen bewusst zu werden. Das ist das Ziel, auf das es hinläuft.

Das astralische Bwusstsein ist umfangreich, das ätherische ist noch grösser, das mineralische ist das Allerweiteste - der Christus ist im Moment seines Todes in dieses mineralische Element eingetaucht 02:13:35

Natürlich ist das erste Ziel, sei wach für die Sinneswelt und verschlafe nicht alles, was ist, sondern schau dir die Dinge bewusst an, erlebe bewusst die anderen Menschen, erlebe ihren Blick, ihren Gang, was auch immer. Aber das sind die kleinen Anfänge. Irgendwann wird es einmal so weit kommen, dass man mitbekommt, was passiert, auch in unserem Organismus. Was passiert, na ja, in den tieferen Schichten des Seelischen. Wir haben heute so viel. Darum ist ja die Psychoanalyse und das alles entstanden im Unterbewusstsein, im Seelenschlamm, oder wie es so schön heißt. Was da alles arbeitet in den Traumata, die man mitnimmt, aus vergangenen Erlebnissen, vielleicht aus der Kindheit oder aus Kriegserlebnissen oder sonstigem. Was wir verdrängen aus dem Bewusstsein. Ja, wir würden schon brüllen, wenn wir nur das alles in einem Moment bewusst uns vor Augen stellen könnten, was da in unserem seelisch-astralischen unbewusst ist, der größte Teil nämlich. Was wir in unserem Wachbewusstsein haben, ist so ein bisschen. Und da ist so viel. Und das ist aber noch harmlos gegenüber dem, wenn wir mit dem Bewusstsein in die Ätherkräfte eintauchen müssten, die Lebenskräfte, die jetzt wirklich diese ganzen Strömungen, die da sind, um unseren Organismus am Leben zu erhalten. Das ist noch viel größer. Nämlich das Interessante, das astralische Bewusstsein ist schon recht umfangreich, das ätherische ist noch größer, und das mineralische ist das Allerweiterste. Weil kein Mineral bestehen könnte ohne den ganzen Kosmos.

Und das heißt im Grunde, wenn ich eintauche mit dem Bewusstsein in den winzigsten Kristall, in den winzigsten Splitter vielleicht von so einem Bergkristall, oder was, wenn ich da nur eintauchen könnte voll mit dem Bewusstsein, dann bin ich verbunden mit dem ganzen physischen Kosmos. Mit den 100 Trilliarden Sonnen und alles, was dazugehört. Weil kein Kristall bestehen könnte, so wie er ist ohne dem. Der Kristall als einzelner Kristall hat aber natürlich kein Bewusstsein, kriegts net mit, aber er richtet sich danach. Und jede kleinste Kleinigkeit, die drinnen ist, ist in Abstimmung mit dem Ganzen da draußen. Nachdem richtet er sich sozusagen in seinem Wachstum, in seiner Gestalt, in seinen Fehlern, die passieren. Es hängt mit dem zusammen. Und wenn man sich vorstellt, der Christus ist eingetaucht bis in dieses mineralische Element. Und hat dieses Bewusstsein im Moment seines Todes erlebt. Weil dann war es vollkommen. Genau in dem Moment. Im Grunde genau dieser Moment des Todes ist es, was er am stärksten erlebt hat.

Christentum ohne Reinkarnationsgedanken ist sinnlos 02:16:56

Ja, jetzt habe ich aber schon lange überzogen. Wir könnten endlos nur reden, aber ich glaube, wir werden das aufs nächste Mal vertagen. Das heißt, wir haben ein bisschen den Anfang des Prologs des Johannes Evangeliums uns angeschaut. Wir werden das das nächste Mal noch ein bisschen weiterverfolgen und dann auch uns ansehen, wenn es sich ausgeht, das nächste Mal, wenn nicht das übernächste Mal, das achte Kapitel. Dort geht es nämlich eben, habe ich ja gesagt, mit der Ehebrecherin und mit dem Karma. Da ist zum Beispiel das Reinkarnationsthema ganz wichtig. Und ich habe es zwar in der Vergangenheit schon angedeutet, aber ich möchte das noch weiter ausführen, intensivieren. Die Rekarnation, der wirkliche Reinkarnationsgedanke ist alles andere als ein östlicher Gedanke oder ein orientalischer Gedanke, sondern ist ein zutiefst christlicher und und Christentum ohne den Reinkarnationsgedanken ist völlig sinnlos. Damit sage ich was Starkes. Da werden jetzt natürlich vielen Theologen oder Vertretern verschiedener Kirchen wahrscheinlich sich die Haare sträuben und sonstiges. Aber das Christentum ist ohne der Reinkarnation undenkbar. Weil die Reikarnation ist das Mittel dazu, dass das Ich diese Reife bekommt und wirklich immer bewusster aus dem Ich Impuls, der aber wesensgleich ist mit dem Christus-Impuls, identisch in gewisser Weise, aber halt im kleinen ist mit dem Christus-Impuls, daraus bewusst handeln zu können. Und das müssen wir lernen durch viele Inkarnationen. Da war einmal Vorbereitung notwendig. Da konnten wir aber noch nicht das Bewusstsein entwickeln, weil das eben dann erst ging, als der Christus auf der Erde war, also dieses freie Ich-Bewusstsein. Aber da haben wir eine ganze Menge Aufgaben mitbekommen, an denen wir, indem wir sie lösen in der Zukunft, einiges lernen können. Ja, so viel als Andeutung einmal. Bis zum nächsten Mal, meine Lieben, ich danke euch für die Geduld, für die unendliche Geduld, die ihr mit mir habt.

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Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 [Gesamtglossar]

A

ASTRALISCH

  • im Seelischen, im Astralischen ist auch ein Zeitstrom da, aber der kommt mir von der Zukunft entgegen [170 | 00:12:06]
  • Im Astralischen kommt mir die Zeit entgegen aus der Zukunft [170 | 00:29:20]

ASTRALLEIB

  • Astralleib, weil da wirkt der ganze Kosmos mit [170 | 00:12:06]
  • Unser Astralleib ist ein kleines Abbild davon, ist sozusagen ein Mikrokosmos von diesem großen Makrokosmos [170 | 00:12:06]

ÄTHERISCH/ÄTHER

AHRIMAN

  • Dem Ahriman Paroli bieten durch das klare, bewusste, freie Denken [170 | 01:24:12]
  • Ein zweites Mittel um mit Ahriman fertig werden zu können: die Beschäftigung mit dem Johannes-Evangelium [170 | 01:26:34]

ARCHAI

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B

BEWUSSTSEIN

  • das astralische Bewusstsein ist schon recht umfangreich, das ätherische ist noch größer, und das mineralische ist das Allerweiteste. Weil kein Mineral bestehen könnte ohne den ganzen Kosmos [170 | 02:13:35]
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C

CHRISTUS

  • der Christus ist eingetaucht bis in dieses mineralische Element [170 | 02:13:35]
  • Die Zwischenstufe ist die, dass er (der Christus) schon mit Beginn der eigentlichen Erdenschöpfung wirkt durch die Gemeinschaft der Elohim [170 | 01:06:41]
  • Mit den Elohim baut Christus die Sonne zu ihrem Wohnort [170 | 01:09:52]
  • dazu muss der Christus heruntersteigen, bis auf die Erde, bis in eine menschlich, physisch stoffliche Form sogar hinein. Und da ist jetzt nicht nur die gewaltige Sonnenkraft drinnen, sondern da ist die gewaltige Kraft, die den Kosmos geschaffen hat [170 | 01:11:36]
  • Und selbst bei dieser gewaltigen Willenskraft, über die der Christus verfügt, geht es aber nur drei Jahre gut [170 | 01:11:36]
  • ... der Christus erledigt in diesen drei Jahren sozusagen den Umbau aller drei Leibeshüllen [170 | 01:11:36]
  • indem der Christus, das makrokosmische Ich, Mensch geworden ist, wird diese göttliche Quellkraft geteilt mit jedem Menschen [170 | 01:21:05]
  • Also der Christus hat geschaffen, alles, was gemacht ist, ist durch ihn gemacht. [170 | 01:21:05]
  • Gehe ich den Weg des Christus, und der Weg des Christus heißt, will ich schöpferisch mitwirken, schöpferisch eine Welt entfalten [170 | 01:39:21]

CHRISTUSKRAFT

  • die Christuskraft im Kleinen wirkt in uns [170 | 02:09:05}
  • diese geistige Kraft, die sich äußerlich in diesen Sonnen zeigt, die lebt in dem Christus drinnen [170 | 01:11:36]
  • in diese Leibeshülle, des nathanischen Jesus zieht also mit der Jordantaufe diese Christuskraft ein [170 | 01:16:35]
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D

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E

ERWACHEN UM MITTERNACHT

  • Erwachen um Mitternacht, also das heißt auch geistig wach werden im tiefsten Schlaf [170 | 06:21]

ERDENTWICKLUNG

  • bis zur Erdentwicklung hat die Entwicklung hierarchisch funktioniert ... mit dem freien menschlichen Ich wächst dieselbe Kraft in individualisierter Form dem von oben entgegen[170 | 00:50:46]

ELOHIM

  • ... durch diese Gemeinschaft der Elohim unmittelbar der Christus wirkt [170 | 00:58:14]
  • Bei den Elohim in der Genesis ist es jetzt so, dass diese Erfüllung durch den Christus da ist in dem Moment, wo sie zu sprechen beginnen [170 | 00:58:14]
  • Ruach ist die die Verstandesseele der der Elohim in Wahrheit [170 | 00:58:14]

EPIPHANIAS

  • Aber es wird ja am Dreikönigstag zugleich auch der Jordantaufe gedacht, Epiphanias [170 | 01:16:35]

ENGEL

  • es gibt bei den Engelwesen durchaus sehr, sehr unterschiedliche Vollkommenheitsstufen [170 | 01:35:46]
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F

FREIHEIT

  • die wirkliche Freiheit, also durchgehend bei jeder einzelnen Entscheidung, die aus dem Ich herauskommt, ist erst beim Menschen da [170 | 01:39:21]
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G

GOETHE

GEIST/GEISTIGES

  • im rein Geistigen bin ich eigentlich jenseits von Raum und Zeit [170 | 00:29:20]
  • im Geist liegt die Kraft drinnen alles zu vergeistigen [170 | 00:32:28]
  • Es stirbt ein Geist um als Mensch auf Erden geboren zu werden. Und es stirbt ein Mensch, um als Geist geboren zu werden [170 | 00:32:28]

GOTT/GÖTTLICHES

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H

HERAKLIT

HIERARCHIE

  • ... spricht ja Rudolf Steiner dann von den Menschen als der zehnten Hierarchiestufe, aber sogar in drei Abstufungen [170 | 00:50:46]
  • ... dass auch die Schöpfung immer problematischer wird im Grunde und über je mehr Hierarchiestufen das nach unten geht [170 | 00:50:46]
  • Die Widersacherwesenheiten sind zurückgebliebene Wesenheiten der drei unteren Hierarchiestufen [170 | 00:55:14]
  • Die höheren Hierarchien können eigentlich gar nicht anders agieren, als dass sie Geisterfüllung von oben haben [170 | 00:58:14]
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I

INTUITION

  • ... man spürt das Berührtwerden ... Da fängt die Intuition eigentlich an, die ist nur tief unbewusst [170 | 00:02:29]

ICH

  • zu der Quelle, wo unser eigentliches Ich herstammt [170 | 00:07:42]
  • einen wirklichen unmittelbaren Ausdruck im Sinnlichen hat das Ich nicht [170 | 00:07:42]
  • im Grunde ist das Ich primär, meine Willenskraft [170 | 00:07:42}
  • über unser Ich wissen wir eigentlich am allerwenigsten [170 | 00:12:06]
  • die Entwicklung des Ich geht nur durch die verschiedenen Inkarnationen [170 | 00:12:06]
  • das Ich am aktivsten dort, wo spontan in einem Moment ich mal was Richtiges tue [170 | 00:19:39]
  • das Ich ist eigentlich am wenigsten drinnen in unserer ganzen Lebensplanung [170 | 00:19:39]
  • wo ich nämlich die intuitive Berührung mit dem Ich des anderen spüre ... bin ich eigentlich der andere für einen Moment [170 | 00:19:39]
  • Weil nur ich erkenne das andere Ich. Das Ego erkennt das andere Ich nicht [170 | 00:25:41]
  • das Ich ist jenseits aller äußeren Sprachen [170 | 00:40:16]
  • wo das Ich wirklich aus Freiheit etwas macht, ist es zugleich göttliche Tat, und ist zugleich meine ganz eigene freie Tat [170 | 00:47:15]
  • dass damit der Impuls gegeben wird, dass das menschliche Ich wirklich bewusst, willentlich, schöpferisch in gleicher Weise tätig werden kann wie die höchste göttliche Quelle [170 | 01:11:36]
  • es für die Entwicklung des Ichs von zentralster Bedeutung ist, dass wir durch die Inkarnationen durchgehen [170 | 01:28:39]
  • wenn wir aus dem freien Ich tätig sind, ist zugleich der Christus mit uns tätig [170 | 01:28:39]
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J

JESUS

  • dieser nathanische Jesusknabe, der die allererste Inkarnation zu diesem Zeitpunkt durchmacht [170 | 01:16:35]
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K

KARMA

  • Indem die Tat passiert, ist das Karma da. Wir legen es in der Zeit auseinander. Christus schaut es in einem [170 | 01:21:05]
  • Freiheit und Karma gehören zusammen [170 | 01:28:39]
  • alle Naturgesetze, sind das Karma im guten wie im schlechten Sinn aus der Vergangenheit [170 | 01:42:20]
  • Karma ist ja nicht immer nur Schicksalsverhängnis. Es ist ja auch Chance für die Zukunft [170 | 01:42:20]
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L

LEBENDIGES

  • was Lebendiges kann ich eigentlich nur erfassen, wenn ich von der Geburt bis zum Tod alles überschauen kann [170 | 00:12:06]

LUZIFER

  • Die luziferischen Wesenheiten sind zurückgebliebene Engelwesenheiten [170 | 00:55:14]
  • den luziferischen Wesenheiten ist die Wahl geblieben ob sie Widersacherwesenheiten werden wollen oder nicht. Aber wirklich auch nur diese eine Entscheidung. Weitere freie Entscheidungen gibt es dann nicht [170 | 01:35:46]
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M

MATERIE/MATERIELL

MENSCH

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N

NIRWANA

NICHTS

NATUR

NATURWISSENSCHAFT

NATURGESETZE

  • Heute wissen wir, dass die Naturgesetze zwar sehr engmaschig die Dinge eingrenzen, aber zugleich auch unendlichen Spielraum lassen [170 | 01:47:18]
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O

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P

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Q

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R

REINKARNATIONSGEDANKE

  • Christentum ohne den Reinkarnationsgedanken ist völlig sinnlos [170 | 02:16:56]
  • Reinkarnation ist das Mittel dazu, dass das Ich diese Reife bekommt [170 | 02:16:56]
  • der wirkliche Reinkarnationsgedanke ist alles andere als ein östlicher Gedanke oder ein orientalischer Gedanke, sondern ist ein zutiefst christlicher [170 | 02:16:56]
  • das Reinkarnationsthema ist wichtig im Kapitel 8 des Johannes Evangeliums bei der Ehebrecherin [170 | 02:16:56]
  • Die volle Reinkarnationslehre ist es gerade nicht, was dort aus dem Osten kommt. Weil sie in Wahrheit das, was das Ich ist nicht kennen [170 | 00:19:39]

REALITÄT

  • Wirken ist etwas anderes als das, was wir als eine Realität bezeichnen [170 | 00:07:42]
  • Realität ist immer das, was ja im Grunde dinglich, sinnlich, anschaulich geworden ist, aber im Grunde daher schon erstorben ist [170 | 00:07:42]
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S

SCHÖPFUNGSPLAN

  • Aber meinen Funken kann ich anfachen. Wir können das. Das ist eigentlich in der Kurzform der Schöpfungsplan, dass da erstmals ein geistiges Wesen entsteht, das diese Möglichkeit bekommt [170 | 02:09:05]
  • Also eine Schöpfung der Zukunft, wo passieren wird, es kommt was von oben, das wird nicht einfach aufhören, aber es kommt was von unten dazu [170 | 01:28:39]
  • weil eine vollkommene Schöpfung gar nicht erreichbar ist, wenn von einer Spitze über die ganzen Hierarchienfolge das nach unten strömt, bis es unten ankommt [170 | 01:35:46]
  • es ist etwas viel Höheres, nicht die eine vollkommene Schöpfung zu haben, sondern viele mögliche [170 | 01:32:59]
  • ... aber etwas Neues zu schaffen. Und zwar eben eine kosmische Entwicklungskette, die von Anfang an so funktioniert, dass Wesenheiten von unten und die göttliche Quelle von oben, dass das zusammenströmt [170 | 02:00:41]
  • Die Schöpfung ist nicht fertig - da wirkt Menschenkraft mit [170 | 02:05:36]

SEELISCHES

  • im Seelischen, im Astralischen ist auch ein Zeitstrom da, aber der kommt mir von der Zukunft entgegen [170 | 00:12:06]
  • was eigentlich das Seelische ausmacht, ist diese Zukunftsdimension [170 | 00:12:06]

SPRACHE

SORAT

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T

TIEFSCHLAF

  • die wirklich tieferen geistigen Erlebnisse sind im absoluten Tiefschlaf drinnen [170 | 00:06:21]

TRINITÄT

  • Dreifaltigkeit (Trinität) ist auch Dreieinigkeit - Je weiter ich ins Geistige hinaufkomme, desto mehr ist es eine Einheit [170 | 00:47:15]
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U

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V

VERSTANDESKRAFT

VERSTAND

  • Verstand des Spürsinns ist das, was halt der Hund unbewusst als Instinkt hat [170 | 01:02:59]

VERSTANDESSEELE

  • die Kräfte der Verstandeseele, die bilden bei uns auch das Vorderhirn aus, das fürs logische Denken [170 | 01:02:59]

VOLLKOMMENHEIT

  • das Vollkommene besteht gerade darin, dass es eigentlich nicht vollkommen ist, sondern immer wieder was Neues passiert [170 | 02:00:41]
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W

WIRKEN

  • Wirken ist etwas anderes als das, was wir als eine Realität bezeichnen [170 | 00:07:42]

WIRKLICHKEIT

  • Wirklichkeit ist die Zukunft [170 | 01:06:41]
  • Die Wirklichkeit muss aus der Freiheit herausgeschaffen werden und die lässt sich mit keiner Naturwissenschaft erfassen [170 | 01:42:20]

WOCHENSPRUCH

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X

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Y

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Z

ZIELE

  • ist das erste Ziel, sei wach für die Sinneswelt ... schau dir die Dinge bewusst an, erlebe bewusst die anderen Menschen [170 | 02:13:35]

ZEIT

  • Zeit besteht aus Wesenheiten, also einem Wechselspiel von Wesenheiten [170 | 01:54:52]
  • auf dem alten Saturn ist dort auch erst die Zeit entstanden [170 | 01:54:52]
  • Zeitbeginn heißt im Grunde ab dem Beginn des Weltenkarmas [170 | 01:54:52]
  • Die Ewigkeit, eigentlich, besteht aber nicht darin, dass die Zeit endlos fortrennt, sondern dass die Zeit überhaupt aufhört [170 | 02:00:41]
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Vortragszyklus «Apokalypse»
 
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151 152 153 154 155 156 157 158 159 160
141 142 143 144 145 146 147 148 149 150
131 132 133 134 135 136 137 138 139 140
121 122 123 124 125 126 127 128 129 130
111 112 113 114 115 116 117 118 119 120
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Stimmen für die «170. Folge Die Apokalypse des Johannes» von Dr. Wolfgang Peter

Hier stellen wir ausgesuchte Stimmen aus dem Kommentarbereich von youtube dar. Unsere Selektionskriterien sind vor allem Sachlichkeit, Verständlichkeit und Angemessenheit. Manche Kommentare stammen von der vorläufigen live-Version (die wird aber nach einigen Tagen abgeschaltet), andere Kommentare stammen von der finalen Version in schwarz/weiß. Möchtest du auch deine Stimme für die Apokalypse Vorträge von Wolfgang geben? Das kannst du entweder bei youtube (das kann etwas dauern, bis wir deinen Kommentar herausfischen) tun oder auch direkt (per Zuschrift an unser Kontaktformular). Und du kannst uns auch dein Foto senden. Kommentare mit Fotos werden besser wahrgenommen.

Literaturangaben

Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;

Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;

Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;

Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;

Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;

Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X