Die Apokalypse des Johannes - 132. Vortrag von Wolfgang Peter

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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

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- 132. Vortrag -
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Transkription des 132. Vortrages

gehalten am 25.10.2022 (transkribiert von Elke, 13.3.2024)

Vorschau

Wenn wir die Zeiterscheinungen verschlafen, könnten wir jene Chancen verpassen, die uns das wirkliche Ich zuträgt und die wir nur ergreifen müssten. Im Zeitalter der Bewusstseinsseele sollten wir wach werden für alles Äußere, aber auch für das Geistige. Durch das Bewusstsein kommt unser ICH herein und darin liegt auch das Bewusstsein für die ganze geistige Welt.

Begrüßung und 30. Wochenspruch 0:00:51

Es sprießen mir im Seelensonnenlicht

Des Denkens reife Früchte,

In Selbstbewusstseins Sicherheit

Verwandelt alles Fühlen sich.

Empfinden kann ich freudevoll

Des Herbstes Geisterwachen:

Der Winter wird in mir

Den Seelensommer wecken.

Im Zeitalter der Bewusstseinsseele sollten wir wach werden für alles Äußere, aber auch für das Geistige. Durch das Bewusstsein kommt unser ICH herein und darin liegt auch das Bewusstsein für die ganze geistige Welt 0:01:28

Der Winter wird in mir den Seelensommer wecken“ - also das heißt, wenn's außen kalt wird, das Licht sich zurückzieht, die Sinneseindrücke karger werden, im Nebel verschwinden irgendwo, alles außen ein bisschen düster, dumpfer wird, ist die Chance, dass es im Inneren immer heller wird, immer bewusster, immer wacher wird. Und diese Wachheit ist das Gebot unserer Zeit einfach. Also es ist gefährlich, zu schlafen, gegenüber den Zeiterscheinungen, gegenüber dem auch, was im alltäglichen Leben passiert. Erstens einmal verpasst man dann meistens die Chancen, die einem das wirkliche Ich zuträgt und die man eigentlich nur pflücken müsste. Weil es tut 10- mal, 100-mal mehr als wir dann wirklich erfassen können. Aber hier und da wenigstens hoffe ich, dass wir eines oder das andere erhaschen.

Also das heißt wach werden. Wir leben ja im Zeitalter der Bewusstseinsseele und das heißt wach werden, wach werden nicht nur für die Außenwelt, aber sehr wohl auch für die Außenwelt, aber auch für das Geistige. Und zwar vor allem einmal für das Geistige, das uns durch unser Ich hereinkommt. Weil in diesem Ich… und mit dem Ich-Bewusstsein, mit dem wirklichen Bewusstsein für das Ich ist verbunden in Wahrheit das Bewusstsein für die ganze geistige Welt. Das ist 1 zu 1 damit verbunden. Wenn ich darin nicht wach bin, dann komme ich höchstens also auf eine träumerische Art, auf eine halbbewusste bis unterbewusste Weise zu geistigen Einschlägen vielleicht. Und die Frage ist halt dann, von wo diese Einschläge kommen? Das ist eine der großen Problematiken.

Rudolf Steiners Warnung vor dem „Kirchenschlaf“: Wer nicht wach ist, ist bei Versammlungen aller Art offen für astralische Einflüsse 0:03:24

Wir haben ja jetzt gesprochen die letzte Zeit immer wieder mal auch von der Hure Babylon oder von der Stadt Babylon. Und die ist ein Sinnbild im Grunde für die unterbewussten oder halbbewussten seelischen Kräfte, die die halt ein bisschen in unser Ego hinaufspielen, unser Ego impulsieren, dem wir folgen und wo wir es nicht durch unseren Geist, durch unser Ich unter Kontrolle haben, sondern wo wir uns sozusagen von unten her antreiben lassen. Und da sitzen die Widersacher drinnen - oder können jedenfalls drinnen sitzen. Es kann manchmal was Gutes auch drinnen sitzen, aber solange wir es nicht bewusst haben, können wir es nicht unterscheiden und das ist das große Problem.

Vielleicht eine scheinbar fast witzige Bemerkung dazu von Rudolf Steiner, die aber ganz ernst gemeint ist: Er warnt vor dem Kirchenschlaf! Vor dem Schlaf einschlafen in der Kirche. Und das ist kein eben gar nicht so witzig gemeint, wie es zuerst ausschaut. Sondern was passiert? Wenn ich einschlafe, lockert sich mein Ich und der Astralleib heraus aus dem belebten Körper. Und dann ist er im Prinzip offen für äußere Einflüsse. Gerade in der Kirche durch den Kultus, der passiert, der wirkt noch weiter lockernd. Soll ja auch sein. Soll ja auch sein, dass man einfach ein bisschen herausgehoben wird. Die Frage ist, verliert man dabei das Bewusstsein oder nicht? Wenn ich dabei wach bleiben kann, ist es gut. Wenn ich dabei einschlafe, können astralische Kräfte - ich glaube, irgendein Mikro ist offen, bitte abschalten - dann können astralische Kräfte auch zum Beispiel von den anderen Menschen, die dort versammelt sind, hineinwirken. Das wird meistens nicht jetzt eine bewusste Tätigkeit sein, aber es ist dann oft sehr oft so, dass Menschen, die, wie soll ich sagen, ein stärkeres Astralisches haben, einfach durchaus einen positiven oder negativen Einfluss auf die etwas schwächeren Menschen haben können. Also schwächer heißt in dem Fall, schwächer im Bewusstsein.

Das heißt, die, die wegkippen und die aber dann unterbewusst ausgesetzt sind all dem Seelischen, was sich in der Atmosphäre tut. Das gilt für Kirchen, das gilt natürlich für jede Art von Versammlung, aber es gilt ganz besonders wieder einmal dort, wo Menschen sich mit geistigem Bestreben streben, versammeln, zum geistigen Streben versammeln, weil dort ist einfach die Lockerung von Haus aus vorgegeben. Also wenn das richtig läuft, sagen wir einmal in einer Art in einer anthroposophischen Versammlung oder was, wenn es jetzt nicht nur ein intellektueller Vortrag ist, da schlaft man vielleicht auch ein. Aber da wird… werden nicht sehr viele astralische Kräfte rege. Aber wenn es wirklich, wirklich etwas ist, was sehr lebendig ist, dann werdet ihr… viele von euch wahrscheinlich merken, dann schlaft man ein dabei ein bisschen. Irgendwann kommt der Moment, wo man wegschläft und dann ist es ganz entscheidend, welche seelischen Impulse leben in dem Raum, wo sich das abspielt. Weil man kriegt alles mit.

Weil was ist das Astralische? Das Astralische besteht aus lauter Imaginationen, die uns umschweben und wir saugen die auf wie nix. Wir nehmen sie auf, es gibt ja eigentlich keine Trennung im Astralischen. Also was da im Raum anwesend ist - man kann sagen, ja, jeder hat seinen Ätherleib und seinen Astralleib, ja okay. Aber das sind ja keine fest abgeschlossenen Gebilde. Und gerade wenn es herausgehoben ist, fängt der Astralleib an sich sehr auszubreiten und sehr auszuweiten und die Astralleiber der Menschen durchdringen einander. Das heißt, sie können einander fördern oder das Gegenteil bewirken. Es kann beides drinnen sein. Und das das Tückische ist, es hängt am wenigsten ab von dem, was sich die Menschen im Oberbewusstsein denken, sondern es hängt davon ab, was sie in der Tiefe des Bewusstseins, im Unterbewusstsein sogar, was sie dort empfinden, das heißt, was sich dort im Australischen abspielt. Und das heißt, wenn ich zu wenig geläutert habe dieses drin und zwar geläutert eben im modernen Sinne von Wirkliches aufgelöst zu haben, dann kriege ich einfach meine Dosis mit, wenn ich einschlafe dabei in der ganzen Versammlung. Dann kriege ich meine Dosis von all diesen Kräften mit.

Und das ist halt eben besonders stark dort, wo geistig strebende Menschen, sei es jetzt im religiösen Sinn, im Kultischen, weil ein Kultus hat eine sehr, sehr starke Wirkung natürlich. Und genauso hat aber zum Beispiel ein anthroposophischer Vortrag oder nehmen wir an eine Mysterien-Dramen-Aufführung - kann eine sehr starke Wirkung haben. Ich sag das nicht jetzt, um zu schrecken – „Oh Gott, jetzt geh ich nicht mehr in eine anthroposophische Versammlung. Und am besten den Vortag, den dreht’s jetzt auch gleich ab, weil Gefahr lauert überall“. Nein, so ist es nicht! Aber man sollte es wissen. Man sollte es wissen, dass diese Dinge eine Rolle spielen. Und dass man überhaupt immer dort, wo man in Gemeinschaft mit anderen Menschen ist und nicht wach genug ist, ist man offen für alle astralischen Einflüsse, die da sind. Und das sind alles Dinge, die sehr leicht beitragen können zu dem, was man als „die große Babylon“ bezeichnet.

Also „die große Babylon“ ist im Grunde nichts anderes als - sei es jetzt die Stadt oder die Hure Babylon oder wie immer man es nennen will - es ist der Teil der Seelenkräfte, die unterbewusst sind und die zum Teil also unter dem Einfluss der Widersacher stehen. Und das ist ein weltweites Phänomen heute. Also das haben wir rund um den Globus. Das heißt Babylon ist so groß wie die wie die ganze Welt im Grunde. Und auf das wollte Johannes in der Apokalypse hinweisen. Das ist das, was damit gemeint ist. Man kann das ganze ja auf alles ausdehnen, auch von mir aus auf politische Versammlungen oder so. Vor allem also dort - und das hat man ja gemerkt, wie stark das wirkt, also wenn dann mit suggestiven Mitteln noch gearbeitet wird. Und das machen sie aber alle irgendwo. Ich meine hinter ihrer Politik und hinter ihren Fähigkeiten steht wenig, aber sie haben gelernt, die Menschen suggestiv zu beeinflussen. Das ist das, was die Politiker am besten kennen, auf das sind sie geschult. Und das heißt, dann fließen genau diese Impulse der Hure Babylon. Und arbeiten dagegen, also ankämpfen dagegen kann ich nur, wenn ich wach genug bin, erstens einmal in meinem eigenen Astralischen arbeite, wachbewusst, und dadurch auch, wie soll ich sagen, mir geradezu einen Schutzschild baue durch meine Bewusstheit gegenüber solchen Einflüssen. Dann bin ich für die Einflüsterungen nicht so offen.

Die ungewöhnliche Allianz Ahrimans und Luzifers auf dem Gebiet der Elektrotechnik - Die Helle unseres Bewusstseinslichts ist die Gegenkraft 0:11:22

Und das gilt im Großen, aber auch über das, was über die Medien reinkommt, das erregt ja auch Wirkungen. Man kann jetzt sagen, na ja, das ist ein ahrimanisches Medium und Ding… was ist da mit dem Astralischen? Es kommt sehr wohl was mit. Es kommt was mit, es kommt immer was Astralisches mit. Das erregt ganz starke australische Kräfte. Also gerade alles, was mit Elektrizität zu tun hat, hängt sehr stark mit den luziferischen Kräften zusammen.

Also… Rudolf Steiner sagt einmal deutlich, also „Elektrizität ist Licht im untersinnlichen Zustand“. Und dann sagt er weiter: Das ist das Reich Luzifers. Und wenn jetzt noch der Magnetismus dazu kommt, die magnetischen Kräfte, das ist das Werkzeug Ahrimans. Die magnetischen Kräfte wirken also vornehmlich von unter der Erde heraus und die elektrischen Kräfte über der Erde. Heute mischt sich das ziemlich. Ich meine, früher war es also durch Blitz und Donner und so, da spielen auch elektrische Kräfte eine Rolle. Da hat man einerseits Offenbarung höchster Hierarchien in einem Blitzschlag, aber man hat auch drinnen die elektrischen Erscheinungen. Und die hängen damit zusammen, dass hier in unserer Erdenwelt, in unserem Erdenkosmos eben die Widersacher auch immer dabei sind. Also wir können zum Beispiel nirgendwo Licht haben, ohne dass nicht die elektrischen Wirkungen auch da sind und die magnetischen Wirkungen. Und daher kann zum Beispiel die Naturwissenschaft ganz deutlich sagen: Na ja, Licht ist eine elektromagnetische Welle. Dann sprechen sie genau von dem Anteil, der zwingend heute mit dabei ist, der aber auf den Widersachern beruht und das Eigentliche, das Licht, das sehen sie gar nicht. Das kriegen sie gar nicht mit.

Und sie sehen nur diese Kräfte. Und diese Kräfte sind aber heute allgegenwärtig und wir stehen am alle- allerersten Anfang. Wir müssen denken, die Sache mit der Elektrizität, mit dem Einsatz der Elektrizität und des Magnetismus in größerem Stil hat begonnen, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Da hat es angefangen als Elektrotechnik und dass das mehr geworden ist, war aber immer noch sehr, sehr rar.

Heute denken wir, wir haben schon sehr viel. Ich habe das gesehen. Ich meine, da habe ich mich wirklich fast geschreckt. Wir haben vor uns vor unserem Garten draußen… gibt es ein Trafohäuschen. Also da wird das von der Hochspannung umgespannt auf also nicht ganz Hochspannung, sondern es gibt ja noch ein Umspannwerk in der Nähe, ab dort laufen Kabel unterirdisch und dann wird es umgespannt auf das, was man im Haushalt wirklich braucht, also auf den normalen Licht- und Starkstrom, von mir aus. Und aber die, die unterirdisch gehen, hab ich immer noch, weiß ich nicht 1000 Volt auf jeden Fall, also die sind sehr kräftig. Und nur in dem kleinen Ding da unten, das ist ein Bereich, den haben sie aufgemacht, so wie dort - da sind, weiß ich nicht, 50 Kabel mindestens armdick! Sie sind natürlich abgeschirmt, aber die Abschirmung nutzt nichts.

Also wenn heute wer sagt, höre ich oft: Na ja, die Handystrahlung und 5G, das ist so gefährlich! Ja, ist es! Aber es ist ein Promille von dem, was die längste Zeit schon um uns, über uns, unter uns ist, rundherum. Wir entkommen dem nicht. Also das heißt… selbst wenn du heute sagst, gut, dann steige ich aus der Zivilisation aus, mit der will nichts mehr zu tun haben, ich gehe nach Afrika, irgendwo in die entlegenste Gegend und bau mir dort eine Hütte und wo es keinen Strom und nichts gibt. Du entkommst dem trotzdem nicht, du entkommst dem trotzdem nicht. Ich meine, wir haben weiß Gott wie viele Satelliten oben bereits, die alle senden und strahlen. Also das heißt, wir sind von den magnetischen und elektrischen Kräften, die eben eigentlich das Herrschaftsbereich von einerseits Ahrimans und Luzifers ist, eingekesselt geradezu, wirklich eingekesselt, kann man sagen. Und das geht ja weiter hinaus. Also letztlich strahlt es ja ab bis durch unser ganzes Planetensystem letztlich. Das ist zwar schwach natürlich, weil es je weit das von der Erde weg geht, desto mehr verliert es sich aber. Aber das heißt nicht, dass es harmloser wird. Also das heißt… und das, das ist menschengemacht, aber menschengemacht vielfach natürlich unter dem Einfluss der Widersacher. Jetzt sag ich nicht deswegen, also gut, wir müssen jetzt bis aufs Messer ankämpfen dagegen und bitte zurück zur Kerze und zum Holzofen-Kamin und Ende - mehr darf es nicht geben. Das wird mit Sicherheit nicht funktionieren.

Wir leben einfach in dem ahrimanischen Zeitalter, das das möglich gemacht hat. Und der Ahriman verbindet sich mit dem Luzifer, mit den luziferischen Kräften, obwohl sie sie eigentlich nicht schmecken können. Aber sie haben eine gewisse Allianz trotzdem, indem sie halt zusammenarbeiten und sich so miteinander verbinden, dass heute oft sehr schwer zu sagen ist, wo ist der Ahrimanische, wo ist der luziferische Impuls? Weil sie heute in den meisten Welterscheinungen gemeinsam auftreten. Und das haben sie irgendwo kapiert, dass man dann, wenn man von beiden Seiten zieht, dass das noch sehr viel wirksamer ist. Und das ist heute… heute manifestiert sich das ganz handfest im Sinne der Technik, insbesondere der Elektrotechnik im weitesten Sinn. Und wie stark oder wie schwach die Strahlung ist, spielt in Wahrheit gar nicht die große Rolle. Es spielt die große Rolle, dass sie überall da ist, dass sie überall da ist. Weil es wirken selbst kleinste Mengen. Und wir sind heute zwangsläufig vor die Aufgabe gestellt, mit dem fertig werden zu müssen.

Und das heißt, wir müssen die lichtvollen Gegenkräfte entwickeln, die wirklichen Lichtkräfte, die geistigen Lichtkräfte, aus denen seelische Lichtkräfte werden und so weiter. Und das hängt also zusammen mit dem Bewusstseins-Licht. Ich meine, das eigentliche Licht ist Bewusstseins-Licht, die Helle des Bewusstseins. Und namentlich der Ahriman möchte das Bewusstsein verfinstern, absolut verfinstern und in dieser Finsternis eine, na ja, wie soll man sagen, eben eine ahrimanische Logik, eine zwingende ahrimanische Logik zu etablieren, die für sich selbst ganz bewusstlos weiterläuft und uns zu Marionetten macht, noch viel mehr als das Luziferische. Und die… den Menschen also auf Dauer, wenn wir dem ausgesetzt bleiben, letztlich die Gefahr besteht, dass wir ganz seelenlos werden. Versehen mit einer großen Intelligenz, aber seelenlos. Und das Gegenmittel ist nicht jetzt hier auf die andere Seite zu flüchten, zum Luzifer.

Es ist so schön in dem zweiten Mysterien-Drama, das wir gespielt haben - da gibt es jetzt den Johannes Thomasius, den Maler, der halt mit großem Enthusiasmus malt und ganz verliebt ist in die Maria und das als eine hohe geistige Beziehung ansieht, das sie sicher auch ist. Aber es ist eigentlich sehr viel Triebhaftes auch dabei in den Untergründen. Und der täuscht sich natürlich völlig darüber hinweg, was natürlich auch in seinen Werken dann drinnen mitwirkt. Schon das nächste, also, das heißt, was das ausstrahlt, hat halt stark luziferische Wirkung dann auch und hat nicht die reine geistige Wirkung. Aber... und die Maria begleitet ihn auf einem geistigen Entwicklungsweg auch. Und am Ende kommt er darauf, ja, ja, also durch seinen Doppelgänger erfährt er, dass eigentlich die Begierden-Glut in ihm glüht. Und dann sagt er, gut, ich kann den Irrtum meines Lebens schauen, also Konsequenz: Ich verzichte auf mein geistiges Streben, soll das doch alles im Unterbewusstsein sein, dort komme ich nicht heran und ich lasse darin die Macht, die Kraft wirken, die weiser ist als ich. Der Weltenwille selbst… dann wirkt gewiss das ganze Welten-All in mir. Und der Luzifer steht eh schon im Hintergrund und sagt:

In diesem Weltenwillen wirke ich. (Rudolf Steiner, 2. Mysterien-Drama)

Die neue Aufgabe der Menschheit wird sein, Bewusstsein zu entwickeln und mit dem Bewusstsein dann eine neue Ära der Erdentwicklung zu gestalten. Eben dieses neue Jerusalem, also einen ganzen neuen Kosmos, der entscheidend dadurch geprägt sein wird, was der Mensch bewusst hineinarbeitet 0:22:04

Dabei kommen zwei sehr schöne Sachen heraus. Das eine ist, also was der Johannes auch erkennt, also aus diesen Kräften heraus kommt überhaupt erst die Substanz, die die Seele bilden kann. Wenn da die Substanz nicht kommt, dann stehe ich in der Gefahr, wirklich seelenlos zu werden oder das Seelische ist sehr dünn. Nur - solange ich es nicht bewusst habe, das ist halt das Problem, ist es ganz unter der Leitung des Luzifer. Und das wird ab einem bestimmten Zeitpunkt problematisch. Und es wird also problematisch, besonders problematisch heute. Heute brauchen wir eben nicht diese unbewusste Weisheit, die sicher drin ist. Der Luzifer ist sehr weise. Und was möchte er? Er möchte den Menschen vergeistigen, aber vergeistigen im unreifen Zustand, so wie er ist. So wie er jetzt ist, mit all seinen Fehlern, mit all seinen Begierden und sonstiges. Ihn sozusagen zu… abzutrennen von seiner Aufgabe, die er hier auf Erden hat.

Warum hat? Ganz konkret gesprochen, um sein Bewusstsein zu entwickeln und mit dem Bewusstsein dann die eine neue Ära der Erdentwicklung zu gestalten, eben dieses neue Jerusalem (Neues Jerusalem) also einen ganzen neuen Kosmos, eine ganze neue Welt, die entscheidend dadurch geprägt sein wird, was der Mensch bewusst hineinlegt, bewusst hineinarbeitet. Ist der Neue Jupiter zwar mit viel Hilfe des Christus und der Hierarchien, die über uns stehen…  aber der Impuls, die Absicht, die - wie soll ich sagen - die Grundideen, wie dieser Jupiter werden soll, die kommen von uns. Und wenn sie in falscher Weise kommen, wird das eine ganz verquere Welt irgendwo. Dann kann es eine Welt werden, die sogar auseinandergerissen wird, einerseits, wo sich der Ahriman seinen Teil holt und der Luzifer den anderen Teil. Und mit dem Ahriman halt mit dann die Asuras und die soratischen Kräfte. Und dann hätten wir auch sowas Ähnliches, wie es auch im regulären Fall wäre, also eine Erde, die wirklich zum Neuen Jupiter wird und einen Begleiter, der halt so soratisch geprägt ist, wo also die Menschen hinübergehen einmal zeitweilig die, die jetzt nicht mitwollten oder mitkonnten.

Aber die Frage ist, ist die Erde wirklich der Neue Jupiter oder ist sie der luziferische Neue Jupiter? Das wird die große Frage sein. Und daher ist das - was ich auch immer wieder wiederhole – muss man verdammt aufpassen, weil einfach ein Mensch, der geistig nach dem Licht strebt, und das tun wir ja irgendwie, begegnet zwangsläufig dem Luzifer. Und die Frage ist, wie bewusst passiert das. Weil die Bilder, die uns die Imaginationen, die er uns gibt, sind schön. Sie sind schön, sie sind glücksverheißend, sie sind… sie sprechen uns an und sie sind viel schöner als die, die man sonst kriegen von den regulären geistigen Wesenheiten. Die zeigen uns nämlich primär einmal die schweren Aufgaben, die wir haben.

Das Ich ist da, nur wir wissen noch sehr wenig davon. Die essentielle Aufgabe besteht für uns nun darin, dass wir es deutlich unterscheiden können vom Ego. Es muss unter die Herrschaft des wirklichen Ich kommen, weil die in ihm innenwohnenden Kräfte von unschätzbarem Wert sind 0:24:33

Das heißt, ihr Dienst ist, dass sie uns das Licht reichen, die ganzen Aufgaben zu sehen, die sehr mühsam sind, die sehr Entbehrungen… die Entbehrungen erfordern, die Kraft erfordern, aber uns unserem Ich immer näher bringen, unserem wirklichen Ich, auch mit dem Bewusstsein. Also wir haben das Problem, das Ich ist ja da, aber wir wissen noch sehr wenig davon. In der Zeit stehen wir jetzt drinnen, also wo wir… wo es aber essenziell wird, dass wir was vom wirklichen Ich mitkriegen und dass wir es deutlich unterscheiden können vom Ego, dass das zwei verschiedene Dinge sind. Dann werden wir erkennen, dass das Ego samt Luzifer, der mitwirkt, da sehr stark drinnen… dass das was absolut Notwendiges ist und wichtig ist. Aber es muss unter die Herrschaft des wirklichen Ich kommen. Weil die Kräfte, die da drinnen sind, die sind von unschätzbarem Wert.

Die Frage ist nur, wer dirigiert? Dirigiert der Luzifer? Weil die regulären Geister regieren dort nicht mehr. Die haben es… damit der Mensch seine Freiheit entwickeln kann, halten sie sich heraus. Sie können eigentlich gar nicht dort hinein. Und aber die Luziferischen sind an das nicht gebunden. Und die wollen eigentlich ihr eigenes geistiges Reich erzeugen, mit Hilfe der Menschen, die sie gewinnen können und das ist ein sehr lichtvolles Reich. Auch wenn das Licht im Vergleich zu dem, was, was wirklich durch das Ich hereinkommen kann, weil darin ja die Schöpferquelle selber wirkt und damit unerschöpflich ist. Damit lässt sich das luziferische Licht gar nicht vergleichen. Aber in dem luziferischen Licht liegt drinnen einmal die ganze Weisheit der alten kosmischen Zustände. Das heißt, die Weisheit letztlich vom alten Saturn, von der alten Sonne und vom Alten Mond und von einem Gutteil der Erdentwicklung. Nämlich, den Teil der Erdentwicklung, wo das Ich noch nicht so richtig erwacht war. Da haben die sehr fleißig gearbeitet und viel Weisheit angesammelt, viel Weisheit angesammelt. Aber es ist eine Weisheit, die sich auf die Vergangenheit bezieht.

Wir stehen jetzt in unserem Zeitalter in Wahrheit also, das heißt 21. Jahrhundert ganz konkret gesprochen, hat begonnen im 20. schon mit vielen Hindernissen, sodass eigentlich da noch nicht viel herausgekommen ist. Ja, die Anthroposophie ist herausgekommen, nur sie wurde halt noch von zu wenig Menschen aufgegriffen. Sie ist nicht das geworden, was eigentlich sein sollte, wenn die Welt sich gut entwickeln sollte, dass es eigentlich eine breite Strömung wird, die kulturprägend ist, weltweit. Also, weil das kann nie mehr eine nationale Strömung sein, das ist ganz klar. Also alles, was nationalistisch ist, ist mit dem nicht in Einklang zu bringen. Und daher, wo Nationen gegen Nationen sind, kann man schon sehen – beide, wurscht, wer was tut - sind auf der falschen Spur irgendwo. Beide, immer! Es gehören immer beide dazu oder meistens heute mehr. Es… weil jeder seine auch im großen kollektiven Ego seine Interessen und seine egoistischen Interessen… die Staatsräson verlangt es, dass wir das und das tun und so weiter.

Na, da ist ein Inspirator sicher nicht der Christus! Sondern da ist der Inspirator überall immer, auch wenn sie sich alle auf den Christus berufen und vielleicht der katholische Pfarrer vorangeht mit dem Kreuz oder was - aber es sind immer die Widersacher dabei! Auch, also beide einmal an der Oberfläche, das Luziferische und das Ahrimanische. Es ist überall! Überall, egal welcher Konflikt es ist in der Welt, er beruht auf dem, dass die Widersacher dahinterstehen. Und da kann man sagen, wo es den Konflikt gibt oder auch den Konflikt zwischen Konfessionen, dann ist das Christliche nicht dabei, nicht dabei. Und dazu muss man noch sagen und das soll aber jetzt keine Abwertung von irgendeiner anderen Religion sein. Ich werde gleich sagen, warum.

Religiöse und staatliche Institutionen sind Burgen der Widersacher-Kräfte. In ihnen gibt es keinen wirklich freien Ich-Impuls, der in die Zukunft führt 0:27:04

Wir stehen jetzt in unserem Zeitalter in Wahrheit also, das heißt 21. Jahrhundert ganz konkret gesprochen, hat begonnen im 20. schon mit vielen Hindernissen, sodass eigentlich da noch nicht viel herausgekommen ist. Ja, die Anthroposophie ist herausgekommen, nur sie wurde halt noch von zu wenig Menschen aufgegriffen. Sie ist nicht das geworden, was eigentlich sein sollte, wenn die Welt sich gut entwickeln sollte, dass es eigentlich eine breite Strömung wird, die kulturprägend ist weltweit. Also weil das kann nie mehr eine nationale Strömung sein, das ist ganz klar. Also alles, was nationalistisch ist, ist mit dem nicht in Einklang zu bringen. Und daher, wo Nationen gegen Nationen sind, kann man schon sehen – beide, wurscht, wer was tut - sind auf der falschen Spur irgendwo. Beide, immer! Es gehören immer beide dazu oder meistens heute mehr. Es… weil jeder seine auch im großen kollektiven Ego seine Interessen und seine egoistischen Interessen… die Staatsräson verlangt es, dass wir das und das tun und so weiter.

Na, da ist ein Inspirator sicher nicht der Christus. Sondern da ist der Inspirator überall immer, auch wenn sich alle auf den Christus berufen und vielleicht der katholische Pfarrer vorangeht mit dem Kreuz oder was - aber es sind immer die Widersacher dabei! Auch, also beide einmal an der Oberfläche, das Luziferische und das Ahrimanische. Es ist überall! Überall, egal welcher Konflikt es ist in der Welt, er beruht auf dem, dass die Widersacher dahinterstehen. Und da kann man sagen, wo es den Konflikt gibt oder auch den Konflikt zwischen Konfessionen, dann ist das Christliche nicht dabei, nicht dabei. Und dazu muss man noch sagen und das soll aber jetzt keine Abwertung von irgendeiner anderen Religion sein - ich werde gleich sagen, warum. Es sind praktisch alle Religionen… arbeiten noch mit dem alten vorchristlichen Prinzip. Und auch - mit einer einzigen Ausnahme, also wo ich nicht den Eindruck habe, nämlich die Christengemeinschaft, die also eine neue, dritte Stufe des Kirchenchristentums bedeutet. Aber die katholische Kirche, die evangelischen Kirchen, was gibt und weiß nicht… die hunderttausenden Sekten, von denen reden wir gar nicht, die es in Amerika zum Beispiel gibt. Dort gibt es ja… Amerika ist ja christlich bis zum Geht-nicht-mehr im Grunde. Aber ist halt die Frage, was wirklich drinnen ist.

Also es sind… und es ist manchen bewusst, was sie da abspielt, also auch von den führenden Leuten drinnen. Aber den meisten ist es nicht bewusst, was wirklich, was wirklich passiert. Also es sind… sowohl die Staatsführungen als auch die Kirchenführungen… sind einfach Marionetten der luziferischen und ahrimanischen Kräfte, fast durchgehend. Fast durchgehend! Das sagt nichts über den einzelnen Pfarrer oder was aus. Aber ich hab das eh letztes Mal glaube ich gesagt, was… - welche Chance hat ein Papst, selbst wenn er der bewussteste Mensch ist, selbst wenn er jetzt geistig geschult ist, anthroposophisch von mir aus, geschult ist, kann es durchaus auch geben sowas - er hat keine Chance gegen diese Macht der Widersacher, die in den Institutionen drinnen ist. Und das heißt besonders gefährlich ist es bei den großen Institutionen natürlich. Die haben also immense Machtfülle dadurch und die weltweit verbreitet sind und großen Einfluss, großen politischen Einfluss dann haben. Und dort kommen ihnen eh schon die anderen, die Parteien oder Staatsführungen entgegen, die auch Burgen der Widersacher sind. Und wo am aller wenigsten das zu finden ist, was,  ja, wirklich freier Ich-Impuls ist, der in die Zukunft führt. Das kann man suchen, das kann man wirklich suchen, es ist ganz, ganz selten. Und man darf sich da auch nicht täuschen lassen durch den Medienberichterstattungen oder sonst was. Auch nicht durch scheinbar gute Taten, die gemacht werden und wo man sagt, da sind eigentlich gute Impulse dahinter. Aber die Leute, die in Führungspositionen kommen, selbst wenn sie… wenn sie stark sich geistig entwickelt haben, sie haben kaum eine Chance anzukommen gegen die Kräfte, die da drinnen wirken. Das ist das Riesenproblem!

Und... weiß ich nicht, die ganzen Friedensnobelpreisträger, also viele zumindest. Man nehme nur Barack Obama. Ja, er hat den Friedensnobelpreis bekommen - und er hat Kriege begonnen. Beides, beides! Und er hat strengstens gearbeitet im Sinne des politischen Establishments. Keine Chance, aus den Fesseln rauszukommen! Dabei will ihm die positive Gesinnung überhaupt nicht absprechen. Aber er ist eine dunkle Figur. Oder die Nationalismen, die da sind, wo Rivalitäten von Nationalismen sind. Nehmen wir mal an, heute, jetzt die Geschichte Ukraine/Krieg-Russland. Ich meine, Nationalismus auf beiden Seiten, auf beiden Seiten, ganz extrem. Und daraus entstehen Konflikte und das Ganze wird regiert von den Widersachern. Das ganze Geschehen wird regiert von den Widersachern und von außen spuckt man noch rein in das Ganze, um ja Konfusion zu haben, weil in der Konfusion sind die Leute leicht manipulierbar. Und das geht über die Medien hinaus und das ist eines der großen Mittel, dann die Menschen zu beeinflussen. Da hat man die luziferischen und die ahrimanischen Impulse gleichzeitig drinnen.

Und das wirkt in einem dermaßen erstaunlichen… gerade, dass man sich eigentlich erschrecken müsste, wenn man nicht wüsste, es gibt noch was anderes. Es gibt das Ich und die Kraft des Christus in dem Ich. Und diese Kraft, die im Ich in der Verbindung mit dem Christus ist - wobei das Ich und der Christus in dem Sinn dann gar nicht mehr trennbar sind, sondern sie wirken als eines. Und dass da eine gewaltige Kraft drinnen liegt, die… wo wir vor nichts, vor überhaupt nichts mehr Angst haben müssen. Und… ja, das heißt nicht, dass uns sonst gar nichts passieren kann oder was. Aber geistig kann uns jedenfalls nichts passieren. Und das ist das Einzige, das hilft heute: Das Aufwachen! Und dazu ist es notwendig, sich mit dem Christus zu verbinden. Und das ist ja das Schöne in der Menschen-Weihehandlung zum Beispiel kommt ja immer wieder: „Christus in euch“. Es ist immer die Erinnerung da: Da drinnen ist es! Und das ist genau der Impuls, was ich auch in den letzten Vorträgen gemeint habe. Das ist genau der Weg, wo jeder Mensch zum Priester wird, irgendwann einmal, weil er das in sich hat.

Und wir stehen halt jetzt in einer Zeit, in der es heißt: Gas geben in die Richtung! Weil im breiten Feld herum passiert genau das Gegenteil. Und es wird den Menschen leicht gemacht, den anderen Weg zu gehen, weil der Weg halt der Widersacher immer der leichtere ist, zumindest über lange Strecken. Es kann dann einmal ein böses Erwachen kommen. Aber wenn man es schafft, bis zum Ende durchzuschlafen, kriegt man gar nicht mit, dass was…  dass irgendwas Böses passiert ist. Man wacht zwar vielleicht woanders auf, weil man sich denkt: Aha, ja eh auch nicht schlecht! Das ist das Problem. Also wir können auch in den Untergang gehen, ohne es mitzukriegen. Ja, das ist… das ist das Raffinierte halt der Widersacher heute. Und weil ja heute die Möglichkeiten dazu gegeben sind, dass das geht.

Die Ausgießung der sieben Zornesschalen ist ein Symbol für die göttliche Liebe 0:36:21

Ich meine, in der Vergangenheit war das… war das immer mit äußeren Schrecknissen und sonstigem… sodass man es eh nicht übersehen konnte, dass alles schiefläuft. Aber das wird in der Zukunft anders laufen, es wird viel subtiler laufen. Ich meine, es wird mindestens so hässlich sein, wenn man in die Tiefe hinunterschaut seines eigenen Seelischen. Dort, wo man es nicht mitkriegt, wenn man nicht genügend aufwacht, dort spielen sich die ganzen Bilder ab, von denen die Apokalypse spricht. Und der Weg also, da gut durchzukommen, ja, dazu ist die ganze Geschichte notwendig mit der Ausgießung des 7 Zornes Schalen (Zorn Gottes), von denen die Rede ist. Und wo ich schon oft gesagt habe… und man denkt sich ja, wie soll das sein - die Ausgießung der Zornesschalen ist in Wahrheit die Liebe Gottes, die göttliche Liebe, die darin wirkt. Denn Liebe heißt, ich will das geliebte Wesen fördern und dessen beste Eigenschaften unterstützen, dass sie herauskommen können. Und nichts anderes ist es. Und das „Heulen und Zähneknirschen“ ist eigentlich das Heulen und Zähneknirschen der Widersacher gemeinsam mit unserem Ego, das sich ihnen verschrieben hat.

Tibetanische Tranceläufer sind in einem medialen Zustand mit besonderen Kräften. Das ist ein alter Weg - darin sind nicht die Kräfte, die uns heute helfen, wachbewusst zu werden gegenüber den Widersacher-Kräften 0:42:34

Es ist also das Gegenteil von was… in Trance, zum Beispiel ,kommen. Ich meine, nur so ein Vergleich. Es gibt ja in Tibet zum Beispiel… die tibetanischen Mönche üben sich als Trance-Läufer (Trancebewusstsein). Also im Hochland von Tibet in der Nacht, wenn stockdunkel ist, laufen sie. Volles Tempo, man sieht nichts, also meistens dann in einer mondlosen Nacht natürlich, also gerade die Sterne darüber, die sind dort sicher sehr hell oben. Ich war noch nicht in Tibet, aber da ist es sicher noch relativ klar oben, weil es sehr hoch liegt. Und die laufen volles Tempo, bis sie ganz in Trance sind und die Weisheit des Körpers trägt sie drüber, so dass sie nicht wo reinfallen, auch nicht in eine Schlucht runterfallen oder sonst wo. Und sie sind mit Ihrem Bewusstsein ganz weg aus dem Irdischen, sie sind im Geistigen oben. Aber eben nicht mit dem wachen Ich-Bewusstsein. Das Ich ist ausgeschaltet. Es ist also ein geradezu also medialer Zustand, der eintritt. Und sie können aber dann zurückkommen, etwas mitnehmen davon. Also das ist an sich… ist es eine tolle Sache. Aber es ist ein ganz alter Weg im Grunde. Also das das… das sind teilweise Dinge, also das kann heute jeder Mensch erlernen, trotzdem. Es geht! Kann man trainieren. Also genauso wie die Sache, was auch bei den tibetanischen Mönchen stark ist, also über die Physis des Körpers so viel Einfluss zu kriegen, dass sie dann wirklich also bei tiefen Minustemperaturen im Freien sitzen, sich ein nasses Handtuch umhängen, also ein nasses Leintuch umhängen oder sich einwickeln in ein ganz nasses Leintuch und das durch Konzentrationsübung durch die Körperwärme zum Dampfen bringen. Und das Leintuch ist nachher staubtrocken! Das ist staubtrocken und sie erfrieren nicht dabei. Aber das sind nicht die wachbewussten Kräfte. Kann heute auch Europäer lernen sogar, durchaus. Also muss man halt sehr diszipliniert sein. Aber das sind  Kräfte, die im Menschen drinnen sind.

Das sind aber nicht die Kräfte, die uns helfen, wachbewusst zu werden gegenüber den Widersacher-Kräften. Da tauchen wir ein… also in dem Fall zum Beispiel bei dieser Körperübung, ja bis in die Physis des Körpers eigentlich. Und wenn wir bis in die Physis eintauchen, kommen wir in einen Bewusstseinszustand, der dem Alten Saturn entspricht. Das ist die Tief-Trance, die ganz tiefe Trance. Also das ist fast schon ein Todes-Bewusstsein, fast schon das Bewusstsein des toten Stoffes. Also nicht Todes-Bewusstsein im Sinne - so erlebe ich nach dem Tod - sondern das Bewusstsein, dass der toteste Stoff hat. Das ist das weiteste aller… aller Bewusstseinsformen. Das ist sich bewusst - ja aber eben auf welche Art, das ist eben die Frage - dessen, was im ganzen Universum passiert.

Jedes Mineral hat Bewusstsein, nimmt Impulse auf und gestaltet sich danach. Selbst der kleinste Kristall ist ein ganz individuelles Abbild des ganzen Kosmos. Die kristallbildenden Kräfte hängen mit den Ich-Kräften zusammen 0:48:12

Die feste Materie, die ja eigentlich was Geistiges ist, hat genau dieses Bewusstsein, also das Mineralische. Das eigentlich Mineralische hat dieses kosmische Bewusstsein. Nur - das ist also noch tiefer als dieses Bewusstsein, als unser traumloses Schlaf-Bewusstsein. Das ist noch eine Stufe tiefer. Also wenn wir sagen: „Pah, heute hab ich geschlafen wie ein Toter, ich war weg und hab nichts mitgekriegt die ganze Nacht, war komplett weg!“ Dann ist das das normale traumlose Schlafbewusstsein. Dieses mineralische Bewusstsein ist noch eine Stufe tiefer und noch eine Stufe weiter. Es geht schon unser Tiefschlafbewusstsein, unser normales Traumloses geht schon ziemlich weit hinaus in die Welt. Aber das geht bis ans Ende des Universums sozusagen, kann man sagen. Und was bedeutet Bewusstsein in dem Fall? Das heißt jetzt sicher nicht: „Aha, ja warte, aber ich weiß, was macht der Kristall da irgendwo am Jupiter durch und dort am Mars und was spielt sich auf irgendeiner Sonne weit draußen ab. Aha, ja sehr interessant!“

Nein! Ich nehme alle diese… also das Mineral nimmt alle diese Impulse auf und gestaltet sich danach, bezieht das alles ein. Das heißt, jeder Kristall ist zugleich ein - und zwar eben sogar interessanterweise - ganz individuelles Abbild des ganzen Kosmos. Nicht in seiner äußeren Form, aber wie es innerlich gebaut ist. Kein Kristall ist ja in Wahrheit ein Ideal-Kristall im Sinne, dass diese Geometrie, die da drinnen ist, hundertprozentig stimmt. Es gibt Brüche, Versetzungen, alles Mögliche drinnen. Und die machen das Mineral aus. Die machen das Individuelle des Minerals aus. Die machen aus, dass das Mineral überhaupt bestehen kann. Ein Mineral - ich hab das glaube ich eh schon oft erzählt, das absolut regelmäßig gebaut wird, nicht den kleinsten Fehler hätte, wenn ich einmal schief hinschaue, würde es zerbröseln beim leisesten Lufthauch, bei der leisesten Berührung oder was. Weil es nicht ausweichen kann, es hätte überhaupt keine Elastizität, sie kann dem Stoß nur durch Zerbrechen ausweichen. Und zwar bei der leisesten Berührung. Weil alles andere, selbst wenn es härtester Stahl ist, gibt ein bisschen nach. Und dadurch fängt es den Stoß ab.

Es gibt immer nur die 2 Möglichkeiten: Entweder es kann es aufnehmen, den Stoß und weiterleiten in dem eigenen Körper und dann wieder zurückschwingen. Aber das geht nur dann, wenn's nicht innerlich vollkommen perfekt gebaut ist. Wenn es perfekt gebaut wäre, ist es komplett starr. Dann ist es so tot, dass es nur mehr zu Staub zerfallen kann im Grunde. Weil zerbrechen heißt dann eigentlich wirklich zerstäuben. Und das ist aber also bei einem realen Kristall nie zu erreichen, gibt es in der Natur auch nicht und auch künstlich bringt man das auch nicht zusammen. Wäre auch nicht sehr brauchbar. Aber so ist jeder Kristall in seinem inneren Bau mit allen seinen kleinen Fehlern, die er drin drinnen haben muss -  das ist eben das Interessante – er braucht Fehler, er braucht Fehler! Also das heißt, da gibt es Versetzungen im Kristallgitter zum Beispiel drinnen, wo das plötzlich… ist ein Bruch drinnen und das macht es gerade aus, das gibt die besondere Eigenart dem Kristall. Selbst ein lupenreiner Diamant hat das drinnen. Man sagt, der ist fehlerfrei. Ist er nicht, ist er nicht! Und darum ist der Kristall - über das haben wir ja auch schon oft gesprochen - also die kristallbildenden Kräfte hängen mit den Ich-Kräften zusammen. Das ist daher ein sehr, sehr schönes Bild immer wieder: Der Kristall in seiner fehlerhaften Perfektion oder Nicht-Perfektion, wie immer man das nennen will. Und in seiner trotzdem inneren Beweglichkeit, gerade dadurch. Dadurch ist jeder wirkliche Kristall… ist in sich trotzdem beweglich, obwohl er so starr scheint.

Weil er spürt, er spürt alles, was um ihn herum ist und er reagiert innerlich darauf. Also das heißt, die Fehler, die da drinnen sind, sind auch nicht so… man denkt sich, na das ist jetzt da wie in Stein gemeißelt drinnen, es kann sich nicht rühren. Stimmt aber gar nicht! Sondern die Fehler wandern durch den ganzen Kristall durch, das verlagert sich, bildet sich ständig um. Und… also das ist ein ganzer Kosmos für sich selbst. Selbst der kleinste Kristall ist ein Kosmos für sich und er ist in Bewegung. Ja nicht, es rast jetzt so, obwohl auf der untersten Ebene ist das Tempo eh ziemlich hoch. Aber es ändert sich was. Also er ist nicht so starr wie er nach außen hin ausschaut. Das ist das Wunder eigentlich der Kristallwelt insgesamt.

Das Christliche stellt sich in die Mitte, um von dort aus in alle Richtungen schauen zu können. Dann nehme ich den Standpunkt des Christus ein 0:52:05

Und eben darum dann so wichtig die Kristalle beim Bau des Neuen Jerusalem: Das Bild der Kristalle. Das sind die Ich-bildenden Kräfte, die im 12 Nuancen dann vorkommen. Also 12 Haupt-Nuancen, könnte man sagen. Und das spiegelt sich wieder …und diese 12 Nuancen, das heißt, es umfasst den ganzen Tierkreis und damit eigentlich den ganzen Kosmos irgendwo. Also wenn ich durch das durchgehe, habe ich die Vielfalt des ganzen Kosmos einmal grob eingefangen.

Das ist das Bild. Darum immer die 12-Zahl drinnen. Weil wenn ich die 12 Orientierungsrichtungen habe, habe ich im Grunde alles dazwischen auch noch… in einer feinsten Abstufung ist das möglich. Aber es gibt 12 grobe Grundtypen sozusagen und die müssen sich vereinigen dann in dem Neuen Jerusalem, miteinander. So wie jedes Ich ein Individuum ist, aber es gibt einmal 12 grobe Richtungen drinnen. Daher spricht Rudolf Steiner: Es gibt 12 grundlegende Welt-Anschauungen. Nämlich die Art, wie ein Mensch aus seinem Ich heraus die Welt anschauen kann: Zwölf verschiedene. Und jede ist so wahr wie die andere. Keine ist mehr wahr als die andere. Jede ist wahr aus einer bestimmten individuellen Perspektive heraus. Wenn ich mich stelle auf den Standpunkt des Spiritualismus, kriege ich ein bestimmtes Bild der Welt. Und wenn ich aus der Richtung richtig hinschaue, das alles richtig überschaue und die Zusammenhänge erkenne, dann stehe ich in der Wahrheit darin. Ich kann aber es von der anderen Seite anschauen. Ich kann es anschauen zum Beispiel aus der Seite des Materialismus. Auch dort eine vollkommene Wahrheit.

Der Materialismus ist nicht was Unwahres. Überhaupt nicht! Es ist nur einseitig, wenn ich sage, es gibt aber nur den Materialismus. Wenn ich nicht sehe, dass es noch 11 andere Richtungen die Welt anzuschauen auch gibt und dass das nur ein Aspekt der Welt ist. Und wenn ich halt die Brille des Materialismus aufsetze, wird alles andere, alle anderen 11 Richtungen werden ausgeblendet. Das ist also wie so ein Polarisationsfilter, wo ich… wo ich halt einen Teil ausschalte dann und dann bin ich nur auf das fokussiert. Die Frage ist, ist mir das bewusst? Oder sag ich, ich bin jetzt überzeugter Materialist und es kann nur das geben! Dann bin ich auf einem Irrweg. Wenn ich sage, ich will die Welt einmal jetzt aus der Perspektive anschauen und dann bitte lasst mir die anderen Perspektiven jetzt einmal raus, weil sonst krieg ich nie einen klaren Blick aus dieser Richtung. Weil ich kann in Wahrheit nicht gleichzeitig von zwei verschiedenen Richtungen darauf schauen. Das geht… geht in Wahrheit nicht. Ich kann nur einmal aus der Richtung schauen, dann kann ich ein Häuserl weitergehen und aus der nächsten Richtung schauen. Das wäre eigentlich das Ideale. Also auch für jeden geistig strebenden Menschen, daher sehr zu empfehlen, auch einmal die Perspektive des Materialismus einzunehmen. Kann sehr gesund sein, um einmal dem Luzifer entgegenzuarbeiten. Weil dann durchschaue ich nämlich, was das Materielle ist. Dann beginne ich das zu durchschauen vielleicht einmal.

Ich meine viele Fehler, die gerade im Materialismus auch passieren, sind, dass man das Materielle gar nicht wirklich hundertprozentig durchschaut. Dass man irgendwo bis zu einem Punkt kommt und dann eigentlich - weiß man nicht. Sagt Steiner oft: Das Tragische ist, dass die Materialisten die Materie am wenigsten verstehen. Das ist das Paradoxon daran. Jetzt könnte ich sagen, genauso wie die Spiritualisten das Geistige am wenigsten verstehen. Kommt mir manchmal auch so vor, also dort, wo viel gequatscht wird darüber und philosophiert wird darüber bis zum… bis zum Geht-nicht-mehr. Und die an die Realität nicht herankommen.

Das Christliche ist eigentlich, sich in die Mitte stellen zu können und von da aus jetzt alle Richtungen, in alle Richtungen schauen zu können. Dann nehme ich den Standpunkt des Christus eigentlich ein. Ich kann außen stehen und hineinschauen, dann gehe ich halt so herum oder ich kann innen auf meinem Punkt stehen und von dem Punkt aus aber so beweglich werden, dass ich mich so drehen kann und in jede Richtung schauen kann, hinaus in die Welt schauen kann in jede beliebige Richtung. Also dieses… dieses beweglich Werden ist ein Um und Auf. Und wenn wir in unserem Bewusstsein so beweglich werden, dann werden wir nicht klebenbleiben dabei, Bürger der der Stadt Babylon zu sein. Oder der Hure Babylon auf den Leim zu gehen. Oder zu lernen, zumindest uns zu distanzieren davon.

Der geistige Niedergang Babylons: Die babylonischen Mysterien blieben auf dem alten vorchristlichen Prinzip stehen 0:58:06

Warum verwendet der Johannes gerade Babylon? Es spielt erstens einmal… natürlich Babylon war ein sehr, sehr prominente Stadt und eine Stadt, die eigentlich bekannt war in der früheren Zeit dafür, dass dort also wirklich eine hohe geistige Kultur herrschte. Also das Babylonisch-Chaldäische muss man nehmen, also die Sternenweisheit eben gerade, die da drinnen war, eben genau dieses… dieses auch durch den ganzen Tierkreis durchzugehen im Großen. Und daraus Erkenntnisse zu gewinnen, ja, wirklich, um das Leben hier auf Erden zu gestalten, da war große Weisheit. Nur - wie wurde diese Weisheit gewonnen? Na ja, auf alte Art, auf dem Weg der alten Einweihung und die war eben immer in letzter Konsequenz ein medialer Weg, in der einen oder anderen Form. Nämlich dass das Ich nicht dabei ist, wenn die geistige Wahrnehmung passiert.

Also wir haben schon ganz am Anfang der Vorträge über die ägyptische Einweihung gesprochen, wo dieser dreieinhalbtägige Todesschlaf war. Es gibt andere Möglichkeiten auch, aber das Wesentliche, was alles gemeinsam war, das bisschen Ich, das schon da war, wurde auf jeden Fall beiseite gehalten. Und das wurde beiseite gehalten dadurch, dass es eine Priesterschaft gab, die rundherum um den Einzuweihenden war und die dafür gesorgt hat, dass erstens die richtigen geistigen Kräfte zur Verfügung stehen, dass vor allem aber auch das Ich weggehalten wird. Das heißt, das Ich-Bewusstsein wird abgezogen aus der ganzen Sache. Das war ganz, ganz wesentlich. Und in der einen oder anderen Form - also in Ägypten ist es in der einen Weise, in Babylon, das ist praktisch der andere Weg. Bei den Babyloniern war es eben der Weg nach außen, da war es der Weg in die, ja könnte man sagen, Ekstase in gewisser Weise. Aber natürlich anders als jetzt bei vielen eingeborenen Tänzen. Auch im Schamanismus gibt es auch Ekstase in einer anderen Weise. Es war bei den Babyloniern viel, viel kontrollierter, aber es war ein Weg hinaus: Das geistige Lesen in der in der Sternenschrift. Ganz konkret in der Sternenschrift die… die oben ist und hellsichtig zu sehen, was da drinnen ist. Dass man heute die Tierkreis-, die Bilder da rein malt, das ist meistens heute was Äußerliches. Aber die haben es wirklich gesehen, die haben es wirklich erlebt. Aber sie haben es erlebt, sodass das Ich nicht dabei war, das war das Wesentliche.

Weil Ich - Ich war noch ganz klein. Ego war noch ziemlich groß, obwohl es natürlich vorher eine starke Erziehung durchmachen musste überhaupt, damit die Priester überhaupt das schaffen konnten, das Ich samt Ego wegzuhalten. Das musste weg sein. Und das heißt, es ging auf einen medialen Zustand hinaus und bei diesem medialen Zustand wird man mehr oder weniger in dieses Kristallbewusstsein, in dieses mineralische Bewusstsein hineinversetzt. Und das heißt, der hellsichtig gewordene Mensch, der in der Einweihung hellsichtig gewordene Mensch kriegt selber das eigentlich nicht mit, was da ist. Aber er kann im Aufwachen, im Hereinkommen kann er eben in Trance noch sprechen davon. Und die Meisterschaft rundherum notiert das dann auf. Also es ist immer erst die Spätzeit, dann wo… wo man dann irgendwas äußerlich noch aufschreiben muss. Aber die wirklich, die großen geistigen Inhalte, die… die stehen da nicht… nicht da drinnen in den überlieferten Schriften. Weil die hat man ursprünglich nicht festgehalten schriftlich, sondern man hat sie festgehalten im Gedächtnis, das natürlich im Vergleich zur Eiszeit, also atlantische Zeit schon viel geringer war, aber trotzdem noch bei den Eingeweihten, bei den Priestern auch, die aber eben auch Eingeweihte waren, wurde das entsprechend geschult, sodass sie wirklich also kein Wort, keine Silbe von dem, was der in Trance gesagt hat, vergessen haben. Und einen anderen Weg gab es nicht dorthin.

Das Hereinwirken der wachen ICH-Kraft durch das Mysterium von Golgatha: Der heutige geistig Strebende übernimmt selbst für sich die wache Verantwortung aus seinem individuellen Ich -  eingeweiht "vom Christus in mir" 1:03:27

Und nur das Problem ist also… das heißt in dem Moment, wo das Ich ausgeschaltet ist und auch das Astralische ausgeschaltet ist, dann muss jemand anderer die Macht ergreifen sozusagen über den Einweihungsschüler. Irgendwer muss ihn dirigieren, es muss also eine Ich-artige Kraft da sein, die ihn leitet und dirigiert. Und das ist halt dann die große Frage, wie gesund diese Macht ist. Und das sind jetzt nicht nur die Priester, die rundherum sind, die sind die Vermittler. Aber es geht darum, welche geistigen Kräfte ziehen die heran. Weil die sind die eigentlichen Führer dann, die sozusagen statt des individuellen Ichs des Einzuweihenden, das damals noch nicht genug entwickelt war, statt des Ich die Führung, die Leitung übernehmen und eben dafür sorgen, dass der nicht ins falsche geistige Gebiet abwandert, sprich ins Luziferische vor allem  hinein. Oder kann auch ins Ahrimanische sein, aber damals eher ins Luziferische. Und das hat in alten Zeiten bei den Babyloniern sehr gut funktioniert.

Aber wie es immer so ist, je mehr es zu geht Richtung Zeitenwende schon hin, wo eigentlich das Ich schon kräftig anklopft und die Zeit eigentlich reif ist, dass das Ich sich wach beteiligt an dem Ganzen, wird das halt immer problematischer. Und die Frage ist… ist halt dann, wer übernimmt dann eben wirklich die Führung? Welche geistigen Wesen übernehmen die Führung in der Sache? Und das Problem war, dass dann immer mehr halt Widersacher hineingekommen sind, die die Führung übernommen haben statt der regulären geistigen Wesenheiten. Weil  eben vorbereitet werden sollte ja in Wahrheit der Zustand, wo das individuelle Ich des Einzuweihenden selbst die Führung übernimmt. Dort geht es hin. Ich meine, natürlich das ist erst grundsätzlich einmal möglich seit dem Mysterium von Golgatha. Vorher war es nicht möglich. Aber die babylonischen Mysterien sind halt also stehen geblieben auf jeden Fall auf dem alten vorchristlichen Prinzip. Nur es sind nicht mehr die wirklich regulären geistigen Wesenheiten hereingekommen. Weil für die war das jetzt im Zuge dessen, dass das Mysterium von Golgatha stattgefunden hat, hätten die nie mehr das gemacht, dass sie die Führung übernehmen.

Sondern es heißt, wenn du in die Einweihung hineingehst, dann kannst du das nur, wenn dein Ich so weit ist, dass du dich selbst führen kannst. Und niemand anderer wird dich führen. Und es liegt an deinem Ich dann letztlich auch zu entscheiden, wo du landest dabei. Also die Verantwortung hast dann du als Einzuweihender. Im Grunde ein Einzuweihender, der dann immer mehr nicht von den äußeren Lehrern eingeweiht wird, sondern im Grunde, ja - von dem Christus in mir. Der ist es, der mich führt. was nicht heißt, dass nicht mein Ich trotzdem stolpern kann. Also das kann der Christus auch nicht aufhalten, weil da würde er schon wieder eingreifen. Aber er toleriert das auch. „Es irrt der Mensch, solange er strebt“ usw. Aber „wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“. Das ist ja gerade beim Christus - also der verlorene Sohn ist… oder der reuige Missetäter ist ihm lieber als der, der immer brav auf den Weg gegangen ist, immer brav alle Befehle befolgt hat. Und ich meine, wer aus dem Ich tätig wird, scheitert, irrt und lernt daraus. Das ist der Weg des Ich. Und das ist so stark – wie soll ich sagen - einkalkuliert von der Gottheit, dass eben das Scheitern wirklich dazu gehört.

Würden wir keine Fehler machen, das heißt Musterschüler, der jetzt von Anfang… ach, von der ersten Inkarnation an nichts falsch gemacht, immer brav gewesen, immer sozusagen den Göttern gefolgt. Also der hat den schlimmsten aller Fehler dann gemacht, weil er sich nicht… weil er nicht gewagt hat, sich auf sein eigenes Ich zu stellen. Das ist der größte Fehler, das ist der größte Fehler! Weil – wie soll ich sagen – das brav Sein, das gut Sein besteht eben absolut nicht darin, irgendwelchen vorgegebenen Regeln zu folgen, sondern es besteht darin, schöpferisch in dem Moment, wo ebenso eine Tat erforderlich ist, sie aus seinem Ich schöpferisch zu holen. Und dann kann sie besser oder schlechter gelingen, wie auch immer. Aber das Entscheidende ist, dass wir auf dem Weg sind, das zu lernen.

Aus dem Eigenen zu schöpfen lernen wir durch das Leben selber. Die Gottheit wartet darauf, dass der Mensch aktiv und wachbewusst die Gestaltung der Erde in seine Hände nimmt 1:09:47

Aus dem eigenen Schöpferischen… ja bitte, wie soll man es denn lernen? Wir können es ja nur im Leben lernen, wo wir immer wieder vor solche Entscheidungen gestellt sind und wo uns jetzt kein Handbuch hilft, wo geht es weiter? Weil wie soll man dann irgendwann einmal so weit kommen, eine ganze Welt, ja, letztlich zu schaffen? Ja, jetzt schon fürs Neue Jerusalem im Grunde!

Denn die Details kommen von uns. Da ist ein grober Rahmen… ist einmal vorgegeben, weil natürlich auch aus der Vergangenheit Notwendigkeiten mitwirken, Sachen, die aufgearbeitet werden müssen. Das lebt dann natürlich auch noch fort in dem Neuen Jerusalem oder in dem Neuen Jupiter. Aber die genaue Gestalt des Ganzen wird von dem abhängen, wie es die Menschheit macht. Da kann weder der Christus noch Gottvater noch sonst wer, auch nicht der Heilige Geist einen fertigen Plan reichen: „Schau, schau, so soll es werden!“ Es ist umgekehrt, es ist umgekehrt! Die Gottheit wartet darauf, dass wir sagen: „ Schau, so soll es werden!“ Es dreht sich um.

Große Gruppen sind ein Einfallstor für die Widersacher. Macht- und gruppenegoistische Interessen in Parteien und Institutionen verhindern den Impuls des Gemeinsamen, von Mensch zu Mensch 1:11:20

Und das ist natürlich aber was, was viele heute auch Menschen, die die Welt regieren oder lenken oder lenken wollen, gar nicht gern sehen. Weil da möchten sie die Pläne bestimmen. Sie nehmen also für sich etwas in Anspruch, was sie aber den anderen verweigern im Grunde aus verschiedensten Gründen, aus Machtinteresse, aus Überheblichkeit, was auch immer. Also sozusagen aus gesteigerter Besserwisserei, was aber gar nicht gut ist, alles Mögliche aus gruppenegoistischen Interessen. Also Politik besteht halt nur aus gruppenegoistischen Interessen, sei es innerhalb eines Staates, die Parteien, jede Partei… das Erste ist, wichtig ist, dass die Partei gewinnt bei der nächsten Wahl oder zumindest ein bisschen nach oben rutscht und irgendwo Macht bekommt, was zu gestalten in der Welt,  „weil ja wir doch das am besten wissen“.

Das ist halt die Frage, ob sie es am besten wissen. Sie folgen einem Gruppengeist, der in der Regel nicht der der christliche Geist ist, der wirklich christliche Geist ist. Also selbst – man muss aufpassen - selbst, dass er jetzt… dass das jetzt bei etablierten Parteien, über die man eh immer leicht schimpfen kann, die haben… tragen ja auch wirklich eine Gesellschaftskarma mit sich, das sich gewaschen hat. Also das heißt, da sind viele Dinge zu bewältigen aus der Vergangenheit. Also man kann jetzt schimpfen darüber, aber sie haben auch eine gewaltiges Gruppenkammer, also alle Parteien. Wurscht, ob es Konservative, Liberale oder sonstige sind, linke, rechte, alle, die schon länger etabliert sind, haben natürlich ein riesiges Karma, Gruppenkarma, das sie mitschleppen. Das ist Nummer 1. Aber nehmen wir jetzt an, es bildet sich eine neue Partei aus ganz idealistisch gesinnten Leuten, die vielleicht sogar geistig strebend sind. Na, wer stürzt sich darauf, wenn sich da eine Partei bildet, eine Institution bildet? Die Widersacher! Und sie schaffen‘s in der Regel sofort, dass Leute hineinkommen, die diesen Idealismus nicht wirklich teilen, sondern nur so-tun-als ob und sie vergiften das ganze Klima. Sie vergiften das ganze Klima. Das ist… vor dem Problem steht jede Partei, die über eine Gruppe von einer Handvoll Leute, die sich wirklich von Mensch zu Mensch kennen und von Mensch zu Mensch das Gemeinsame, diesen Impuls herausgehoben haben - in dem Moment, wo es größer wird, kommen Menschen hinein, die  ganz andere Impulse haben, die sich verstellen nach außen, teilweise ganz bewusst auch. Sie sagen: „Aha, es könnte interessant sein, da ist eine Chance, da ist eine Chance, da könnte ich reüssieren und das könnte ich zu meinen Zwecken nützen“.

Das passiert einfach. Jede noch so idealistisch gesinnte Partei steht vor der Gefahr, wenn es ein bisschen größer wird - und sonst hat es natürlich keine politische Wirksamkeit, dass 3,4 Leute oder 5 Leute irgendwo sagen, wir sehen das anders, wird niemand draußen interessieren. In dem Moment, wo eine Bewegung wird mit Mitgliedern da und dort, in jedem Bundesland irgendwo was haben, wo die Menschen einander nicht mehr kennen, persönlich nicht umgehen miteinander, wo die Wahrnehmung der anderen Menschen nicht da ist, wo es eine doch unüberschaubare Masse wird - und das wird es schon ab ein paar 100 Leute, und das ist für eine Bewegung nicht viel - ist Tür und Tor offen, dass die Widersacher sich drinnen breit machen. Das sind die… das sind alles die die Sachen, die magische Anziehungskraft für die Widersacher haben. Also jetzt haben wir schon die Kirchen, wir haben die geistig strebenden Zirkel, wir haben die noch so idealistisch gesonnenen Parteien. Überall dort geht es hin und selbst bei, weiß ich nicht, Umweltschutz oder sonstigen Bewegungen kommt es genauso hinein.

In dem Moment, wo das größer wird, lauern die Widersacher dort, lauern sie sofort. Damit sag ich nicht, dass das jetzt ist… ja alles das zusperren oder so. Das wird sowieso nicht gehen und das wäre nicht… von heute auf morgen nicht richtig. Aber wir müssen sehen, dass dort immer die Gefahr ist, dass dort erst recht Babylon blüht bis zum Geht-nicht-mehr. Blüht bis zum Geht-nicht-mehr. Und das, was nach außen kommuniziert wird und was einzelne ja auch wirklich leben, ist oft nicht der Maßstab. Wenn zu viele drinnen sind, die letztlich sagen: „Ja super, mir gefällt das, ich nütze das aber für meine Interessen“.

Der Erde neue Lebenskräfte zuzuführen ist die heutige Aufgabe des Menschen. Einen Naturzustand wie früher, eine Natur, die sich aus sich selbst belebt und erhält, wird es nicht geben 1:17:04

Wenn das drinnen ist- ja, selbst wenn ich sag, wenn ich einseitige Interesse hab: Also ich bin jetzt für den Artenschutz in der Natur draußen! Und ich entwickle mich zu einer Art Fanatiker, der jetzt kein Augenmaß mehr hat, der ganz radikal ist. Da sind schon die Widersacher drinnen. Nämlich warum… es ist ganz klar, wo der Mensch hinkommt, hat er Arten ausgerottet bis zum Geht-nicht-mehr, nicht einmal immer nur dadurch, dass er es abgeschossen hat oder was allein, dass er in Gebiete reingeht, die früher halt reine Naturgebiete waren, die nicht unter dem Einfluss des Menschen standen. Allein oft, was er an Krankheiten hineinträgt dort, die für ihn selber gar kein Problem sind, aber für die Tierwelt dort ein Problem ist, für vielleicht Menschen, die dort gelebt haben, ein Problem sind. Haben wir ja gesehen in der Eroberung Amerikas, Nord- wie Südamerikas. Die meisten dieser indigenen Stämme dort sind ja gestorben daran, dass die einfach deren Immunsystem nicht trainiert war auf die ganzen Erreger, die halt die Europäer mitgebracht haben. Und da sind sie massenweise gestorben. Also das… natürlich gab es Gemetzel und Blutiges auch… alles Mögliche. Aber die meisten sind einfach gestorben, nur durch die Anwesenheit dieser Menschen, weil die halt Krankheiten übertragen haben gegen die die völlig schutzlos waren, weil sie nie damit in Berührung waren. Weil sie einen Sprung gemacht haben also in einer Situation, mit der sie einfach ganz körperlich nicht fertig wurden.

Und - ja, also das passiert. Und ich will jetzt bitte keine dieser Dinge irgendwie schönreden oder bagatellisierend, dass das passiert ist. Aber es ist einfach so, dass dort, wo der Mensch auf der Erde lebt - und sprich, er lebt auf der ganzen Erde - wird es passieren, dass Tierarten aussterben, dass Pflanzenarten aussterben. Und es wird eine Katastrophe werden, wenn der Mensch nicht lernt, neue Lebenskräfte der Erde zuzuführen, ganz bewusst. Einen Naturzustand wie früher, eine Natur, die sich aus sich selbst belebt und erhält und vielleicht sogar noch weiter blüht, wird es nicht geben. Die Erde wird sterben. Und sie wird früher sterben, wenn der Mensch nicht lernt, ihr neue Lebenskräfte zuzuführen. Und zwar neue Lebenskräfte, wirklich die, die er selbst erzeugt. Die er selbst erzeugt, mit der Gemeinschaft des Christus.

Emotionen sind eine wichtige Kraft - Askese heißt eigentlich immer Liebäugeln mit der eigenen Schwäche, diese Kräfte nicht beherrschen zu können (Rudolf Steiner) 1:20:06

Ich meine, wir können uns vorbereiten einmal dadurch, dass wir unsere Seelenkräfte umarbeiten, dass wir lernen, die kleinsten Seelenregungen bewusst aus dem Ich heraus zu ergreifen und zu gestalten, wirklich künstlerisch zu gestalten geradezu. Das heißt, welche Gefühle bewegen sich in mir, welche Emotionen entstehen mit mir?

Emotionen sind nicht grundsätzlich was Schlechtes. Emotionen sind die Möglichkeit, also wo das Astralische wirklich tätig auch in den Körper, bis in den Körper tief hinein eingreift. Das brauchen wir. Das brauchen wir. Und wir sollten da eigentlich die stärksten Kräfte zur Verfügung haben, die es gibt. Also daher ganz, ganz verfehlt, diese astralischen Kräfte durch Askese ausrotten zu wollen, was sowieso nicht funktioniert, weil sie durch Askese bezwingen zu wollen ist nix anderes, als dass ich es ins Unterbewusstsein drücke. Und dort werden sie stärker. Dort werden sie stärker. Also das… und man weiß, das ist ja bekannt, dass Askese, diese Enthaltsamkeit, wenn man sie erstens einmal eingeübt hat, erstens zu einer sehr stark luziferischen Überheblichkeit führen kann: Ach, wie gut bin ich, dass ich das alles im Griff hab! Und das kann natürlich jeder sehen. Und das zweite ist aber, dass diese Kräfte eben gerade, wenn sie dann nach unten gehalten werden, aber ganz, ganz unter dem Druck, den sie da unten stehen, dort reifen können und immer stärker und stärker werden, aber ohne dass die Kraft, sie in der Hand haben zu können, deswegen stärker wird.

Und das heißt, das ist im Grunde abzusehen, wenn das… und das gilt also vor allem für uns westliche Menschen. Ich meine, die im Osten sind teilweise noch -  also ich denk, so buddhistischer Weg oder so was - weil das ja in der Vergangenheit nicht anders ging. Aber dort ist eine sehr starke Tradition da, das mit dem richtigen Augenmaß zu machen. Wenn wir das als… im Christentum zum Beispiel so was machen, wie sie auch gemacht wurde und teilweise heute noch gemacht wird, dann steigert das nur die Ego-Kräfte und damit bietet man… bereitet man das Bett für die ganzen Widersacher. Das wird ja teilweise systematisch gemacht.  Wissen wir, dass es gewisse Orden gibt, die sehr wohl wissen, wie das funktioniert und die sich damit Kräfte aneignen. Also die wissen sehr genau, dass da ein Riesenpotential an Kräften drinnen ist. Und es geht eben nie darum, das Astralische, was eben auch in den in den Emotionen lebt, was im Triebhaften leben kann, es geht nie darum, das auszurotten. Steiner sagt das sei so deutlich: Askese heißt eigentlich einfach immer liebäugeln mit der eigenen Schwäche - Ähh - ich kann nicht, ich will nicht… arbeiten damit! Es ist nämlich noch viel, viel einfacher… natürlich, es ist einfacher in Wahrheit, diese strenge Askese zu betreiben, als diese Kräfte mit wachem Bewusstsein führen zu lernen und sie wirklich zu verwandeln dadurch in was anderes.

Weil die Kräfte als solche sind völlig neutral. Die sind nicht böse, nicht gut, nicht sonst was. Es kommt darauf an, wer leitet sie? Leitet sie das Ich in der Verbindung mit dem Christus oder sind es die Widersacher, die die Leitung darüber haben? Die Kräfte sind dieselben. Und wir machen eigentlich einen doppelten Fehler, wenn wir… wenn wir sie also unterdrücken. Also erstens wird unser Ich schwächer dadurch. Man denkt sich, na ja aber bitte, wer sich so kasteit und denkt, der muss ja doch sehr stark sein! Nein, eigentlich schwächt er sein Ich in Wahrheit. Sein Ego wird stärker. Das Ego, das dann auch mit der Zeit wirklich, ja geradezu lustvoll erlebt dieses sich Kasteien. Es ist einerseits schmerzvoll, Entbehrung. Aber es ist so lustvoll zu spüren: Mein Ego hat es im Griff. Nur es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen! Das Ego hat nicht die Kraft, die das Ich hat: Die Verwandlungskraft.

Wir können einander Impulse geben, aber freilassend und ohne Einflussnahme. Der erhobene moralische Zeigefinger hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren 1:29:09

Und irgendwann kommt immer der Moment, wo das, was da scheinbar das Ego im Griff hat, nicht mehr im Griff hat. Wo das… weil das Ego hat es im Griff, solange der bissel… der Schatten vom Ich oben runter kommt und die Astralkräfte führt doch ein bissel. Weil in der Regel also… was wir so im Alltags-Ego haben, ist halt ein Astralisches, in dem die Widersacher wirken, in dem aber auch natürlich unser wirkliches Ich, ohne dass es uns als solches bewusst wird, aber doch auch die Führung hat. Und je mehr ich aber so einen strengen, einseitigen Weg gehe, umso größer wird die Führung der Widersacher. Und das heißt, irgendwann kommt fast zwangsläufig der Moment, wo das wirkliche Ich dann überhaupt keinen Einfluss mehr hat auf das Ego. Dann gehört es einfach den Widersachern. Und die fahren Schlitten damit. Die fahren Schlitten damit, das heißt, sie setzen es ein für ihre Zwecke und das ist Sprengstoff. Das ist Sprengstoff! Da passiert also dann das, was letztlich - also wie soll ich sagen - die Gewalt gegenüber den Andersdenkenden kommt zum Beispiel und nach innen die Unterdrückung jeglicher Freiheit, im Sinne einer großen Idee oder sonst was. Und das ist wurscht, ob das eine Kirche, ob das eine Partei oder sonst was ist. Alle sind gefährdet in die Richtung. Und das wird stärker werden.

Das wird stärker werden - aber überwinden kann es kann es letztlich nur jeder einzelne individuelle Mensch. Dort fängt’s an. Es kann niemand das verordnen von oben, das ist ja gerade der Witz daran. Diese Arbeit kann nur jeder selbst übernehmen. Und die Menschen können nur einander helfen, einander Impulse geben dafür und einander unterstützen dabei. Und vor allem einander unterstützen, indem sie sagen, okay - du hast jetzt einen Fehler gemacht, das war völlig daneben, okay. Aber nicht im Sinne einer Rüge. Ich brauch gar nicht einmal sagen, du hast einen Fehler gemacht, sondern ich muss ihm nur helfen, ihn zu erkennen, dass er selber ihn erkennt. Und ihm Anregung, Impulse vielleicht geben, wie kann man es beim nächsten Mal besser machen. Und das macht man am besten dort, ja, wo man es im eigenen Leben vormacht, vorlebt. Viel was anderes nutzt eigentlich nichts. Also zumindest wenn du nicht im eigenen Leben bewiesen hast, dass das funktioniert, wirst keinen guten Einfluss auf andere Menschen haben. Also das heißt, es geht nur darum, sich zu ertüchtigen darin. Manchen Menschen gelingt es mehr, manchmal weniger und denen es mehr gelingt, die können einfach Impulse auch den anderen geben.

Aber das wird nie der Impuls sein des erhobenen Zeigefingers! Zu sagen, ich weiß… schau, was du gemacht hast, war moralisch schlecht, aber ich zeig dir jetzt, ich sag dir jetzt, wie es richtig geht. Das muss völlig, völlig raus. Der erhobene moralische Zeigefinger hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren! Wenn ich ein moralisches Statement abgebe, dann nur mit meinem Leben selbst. Das heißt, indem ich es vorlebe. Durch nichts anderes.

Wohl gibt es gute und böse Taten, aber der Mensch ist weder gut noch böse. Fehler sind sehr oft unvermeidlich, weil wir auf dem Weg sind, freie Wesen zu werden 1:29:21

Ich meine natürlich, Kinder muss man… muss man mal dort hinführen und die brauchen noch gewisse Regeln, das ist ganz klar. Ich meine, anfangen kann das in Wahrheit so richtig, wenn einmal das Ich zu erwachen beginnt. Und das heißt, mit fortschreitendem Lebensalter sind immer mehr Chancen dazu, dass es wach wird. Aber trotzdem ist es immer früher notwendig, wegzugehen mit der Regel von oben. Wo „der Wissende“ ist, der sagt, wo es langgeht. Was ist wichtig, was ist falsch, was ist gut, was ist böse? Und dann den Menschen einteilt danach.  Wir sollten uns schon einen sehr guten Blick aneignen für das Gute und für das Böse.

Aber kein Mensch ist gut oder böse. Wir machen alle, alle – vielleicht ein paar ganz hohe Eingeweihte, ein Meister Jesus, oder was -  wird es… wird es wohl schaffen, durch manche Inkarnationen zumindest so weit durchzukommen, dass er bis zum Tod in dieser Inkarnation die kleinen Fehler, die er gemacht hat, wieder ausgebügelt hat. Dann häuft er nämlich kein Karma an  für die Zukunft. Karma heißt ja nicht immer nur, dass es… dass es in die nächste oder übernächste Inkarnation hineingeht, sondern wenn ein Mensch auch sehr stark im Aufarbeiten ist und die Verfehlung nicht gleich so ganz Kapital ist, dann kann man es auch in der Inkarnation ausgleichen. Vieles, vieles passiert ja sogar im Leben, wo in einem Leben selber ein karmischer Ausgleich bereits passiert. Also, was ich in jungen Jahren gemacht habe, was man im Alltag gelingt, es noch auszugleichen, dann ist es karmisch erledigt. Dann nehme ich es nicht mit in die geistige Welt hinauf, dann ist es abgetan. Und weil man braucht nicht glauben, dass auch große Eingeweihte zwangsläufig auch Fehler machen, weil sie Fehler machen müssen in dem Sinn, weil manchmal geht es gar nicht anders. Du kannst dich vielleicht zwischen 2 Möglichkeiten entscheiden und es ist egal welche du wählst. Ein Fehler ist es immer. Du kannst sagen, das ist der kleinere, das ist der größere. Aber ein Fehler ist es. Es passiert etwas dadurch, es wird jemand geschädigt dadurch das trägst du karmisch mit dir herum, auch wenn es gar keinen Ausweg gibt.

Manchmal gibt es keinen Ausweg. Es gibt dann nur das, sozusagen das kleinere Übel oder wie auch immer. Aber das ist eine ganz individuelle Einschätzung. Also wir… wir brauchen auch nicht denken, dass alle Taten, die wir tun, überhaupt möglich sind, ohne Fehler zu machen dabei. Und selbst wenn ich sage, dann mach ich gar nichts! Also ich hab 2 Möglichkeiten, ich wähle die dritte, ich mach gar nichts, ich schau zu und sag, ich gehöre nicht dazu! Na, dann ist das die… die mit ziemlicher Sicherheit das Schlimmste, der schlimmste Fehler. Das ist dann wirklich feig. Also wir sind schon immer wieder in schwierigen Situationen als Menschen dahin, irgendwie.

Ja, wir sind merkwürdige Wesen, weil wir auf dem Weg sind, freie Wesen zu werden. Das heißt, wir sind gemeinsam immer Suchende. Und passiert halt auch was dabei. Und daher, wir werden alle Sachen tun, die im objektiven Sinn gut oder böse sind und das wird immer wieder wechseln. Kann einer natürlich… bei uns ist vielleicht die dunkle Seite ein bisschen schwergewichtiger, die andere ein bisschen luftiger. Aber man kann nicht Menschen in Gut und Böse einteilen! Keinen! Keiner ist absolut böse und keiner ist absolut gut! Nicht einmal die Widersacher sind absolut böse, das wissen wir ja, sie haben ja im Positiven eine große Aufgabe. Ohne sie gäbe es unsere Freiheit gar nicht. Also kann ich genauso gut sagen, weil sie notwendig sind dafür, sie sind zumindest genauso gut als sie auch böse sind. Dadurch, dass sie böse sind, sind sie für uns manchmal auch wieder gut, weil sie uns den Anstoß geben.

Die Masken der Moralität müssen fallen. Es gibt keinen schärferen Richter als das Ich. In Zukunft kann jeder freie Mensch Richter werden über sich selbst 1:34:26

Aber das eröffnet keinen Relativismus gegenüber böse oder gut. Es sind ja manche Sachen, die passieren, sind böse. Aber nicht der Mensch als Ganzes ist böse. Das ist der Unterschied. Es können Taten in der Situation gut und richtig sein und sie können auch falsch sein. Und sie können sogar so sein, dass ein Teil was Gutes bewirkt und ein Teil sozusagen eine Streuung entsteht, die was Negatives bewirkt. Und dann ist selbst die gute Tat, die notwendig war, hat ein bisschen ein paar dunkle Flecken auch drinnen, die ich karmisch dann aufarbeiten muss. So spielt sich das in der Praxis ab. Also wir müssen weg von dem Schwarz-Weiß, dass das so leicht einzuteilen wäre. Und von außen kann man überhaupt so leicht sagen: Naja mein Gott, was der schon wieder gemacht hat… na, so kannst du es nicht machen. Also dann immer das Besserwisserische und Belehrerische. Das muss also absolut raus! Das muss absolut raus! Hilfe, Unterstützung dabei erkennen zu können, was das Gute, was das Richtige sein könnte in einer Situation. Aber finden muss es letztlich jeder selber in der Situation. Und wenn er daneben haut - die karmischen Folgen muss er sowieso selber tragen.

Und davor kann man auch niemanden bewahren. Und  man kann ihm Impulse geben, dass er es schafft, vielleicht den Fehler nicht zu machen. Aber ob er ihn macht oder nicht, bleibt trotzdem in seinem Fähigkeitsbereich irgendwo drinnen. Ob er es schafft, also den Willen aufzubringen, nämlich im Sinne von dem weisheitsdurchdrungenen Willen, der wirklich aus einer moralischen Intuition gespeist wird, ob er den aufbringt oder ob halt da doch noch was anderes drinnen war, wo es den Widersachern gelingt, hineinzufahren… und das wird immer wieder der Fall sein. Wird immer wieder der Fall… selbst bei Menschen, die einen großen Idealismus haben, die sich alles abverlangen, kann trotzdem einmal der Widersacher reinfahren. Wird er auch. Wird er auch.

Also darum geht es nie um ein Verurteilen, nicht einmal ein Beurteilen, sondern um die Unterstützung zu geben, die man geben kann - freilassend noch dazu, völlig freilassend. Und wie gesagt, die größte Unterstützung ist… oder das größte Vorbild ist, dass man es im eigenen Leben so gut als möglich versucht selber zu tun, so. Alles andere wird nicht gelingen. Und das heißt, es müssen weg die Masken der Moralität! Mein Gott, wie oft, wieviel wird das herumgetragen! Wenn man sich denkt, mein Gott, das müssen alles so ideale Menschen sein! Das… habe ich ein Glück, dass ich dahin geraten bin. Aber dann denke ich mir, ich weiß nicht… Wie heißt es im Nestroy-Stück „Die schlimmen Buben in der Schule“? Da sagt der Papa zum Sohn, weil er zum Lehrer gerufen worden ist, sagt er: „Na, jetzt bedank dich endlich fürs Schulgehen!“ Und der Bub sagt: „Na, fürs Schulgehen bedank ich mich schon lang!“ Mit dem Unterton halt.

Also so soll es nicht sein. Also es ist vieles, was da kommt… weil man muss wissen, was heißt das, auch aus dem freien Ich heraus tätig sein - mit allen Plus und Minus, mit allen Fehlern auch die man machen kann – heißt, es gibt keinen anderen und keinen schärferen Richter als das eigene Ich. Das Ich weiß es, wenn es einen Fehler gemacht hat. Und das genügt eigentlich. Und niemand kann es besser wissen als das eigene individuelle Ich! Weil wenn ich, wenn ich wirklich, also aus wirklich voller, bewusster moralischer Intuition arbeite, das heißt, dass ich im Moment dessen - ich habe es vorhin nicht gewusst, was ich tun soll - aber im Moment, ich tue es, und im Moment, wo ich es tu , weiß ich es. Das war jetzt richtig, aber es hat da eine negative Folge und dort auch. Okay! Anders ging es nicht, aber dem schau ich ins Auge, dann bin ich selbst der schärfste Richter darüber und brauche keinen anderen. Das wird irgendwann einmal in der Zukunft auch so sein müssen.

Das "Richter sein" - genauso wie ich es in letzter Zeit immer gesagt habe, jeder Mensch wird Priester - so wird jeder Mensch Richter über sich selbst. Weiß ich nicht, wann das sein wird. Das wird für einen Teil der Menschheit wahrscheinlich nicht zutreffen, weil ein Teil eben verfallen wird diesem Babylon. Also der wird ein treuer Bürger der Stadt Babylon sein im schlechten Sinne, also das heißt der Stadt der Widersacher, der weltweiten Stadt der Widersacher. Aber die freien Menschen werden Richter über sich selbst sein. Und das ist so streng wie nur irgendwas. Jeder andere Richter wäre mild, selbst der Gefürchtetste. Da geht es nicht um äußere Strafen, aber es geht um die Bewusstheit dafür, da. daneben und da ist eine Aufgabe zu erfüllen, um das karmisch zu beheben.

Die Anwesenheit des Christus in der Begegnung mit einem anderen Menschen spüren - dazu braucht es keine Hellsichtigkeit. Indem ich mein Ich wirklich als ein geistiges Wesen wahrnehme, gehe ich bereits über die Schwelle 01:40:44

Und daher wird das auch immer mehr kommen… also zwei Dinge werden sicher kommen mit der Zeit: Und das eine ist wirklich die bewusste Begegnung mit dem Christus, mit dem ätherischen Christus, wie auch immer. Und man muss jetzt nicht wieder gleich wieder an eine große Vision denken, die man vor Augen hat, sondern es fängt einmal an damit, in einer Handlung, in einer Tat, in einem Gespräch mit einem anderen, wie auch immer - die Anwesenheit des Christus einmal, wie soll ich sagen, wahrzunehmen. Ohne dass ich jetzt gleich ein hellsichtiges Bild dazu hab. Aber die Präsenz zu spüren. Nicht nur zu spüren, nicht nur dumpf zu spüren, sondern ganz sicher sie zu spüren. Die Anwesenheit des Christus zu spüren in der Begegnung mit einem anderen Menschen zum Beispiel, oder in einer Gemeinschaft, vielleicht in einer ganz bestimmten Situation, wo diese Anwesenheit da ist, auch wenn ich es hellsichtig nicht schau. Das ist gar nicht notwendig. Das Wichtige ist eigentlich sogar, wenn zu schnell irgendeine Schau da ist, muss man schon aufpassen, ob nicht schon wieder was anderes drinnen ist. Weil das Wichtigste ist die absolute Besonnenheit dabei. Und dann ist es aber so klar wie eine mathematische Wahrheit. Mit der Klarheit und Nüchternheit passiert es eigentlich im Grunde.

Das heißt nicht, dass ich mich nicht zugleich freuen kann. Das ist das Interessante. Aber wenn ich da ein bisschen, wie soll ich sagen, über die Schwelle gehe, was ja zu dem Ganzen notwendig ist, um mein Ich wirklich als das geistige Wesen, das es ist, zu erkennen, bin ich ja schon über der Schwelle in Wahrheit. Das ist der erste Schritt über die Schwelle. Und da muss trotzdem noch nicht jetzt die große Hellsichtigkeit ausbrechen! Aber ich erkenne mein Ich als ein geistiges Wesen, das über sich selbst sich volles Bewusstsein geben will und das heißt, sich selbst richtet auch. Und sofort merkt, wo es geschädigt wird. Weil es wird ja selber auch geschädigt. Weil wenn das Ich… wenn es danebenhaut irgendwo, dann ja, dann ist es zunächst einmal ein Einbruch in seiner Ich-Kraft drinnen. Zugleich aber ein Ansporn, das natürlich wettzumachen. Und wenn es dann gelingt, das… diesen Verlust nicht nur zu beheben, sondern noch ein Schäuferl draufzulegen - und da das Ich dann, also wenn es bewusst ist, einen sehr starken Antrieb hat, weil es sagt: Das kann es nicht sein, dass ich mich selber… da bin ich ja auf der Schrumpfbewegung, mache ich mich immer kleiner. Wenn mir das noch ein paar Mal passiert, wird das Ich immer kleiner. Das kann es nicht sein. Lieber noch… und größer mehr machen als zum Ausgleich des Fehlers notwendig ist. Und das heißt, aber dann ist man wirklich ganz, ganz streng mit sich, mit dem eigenen Ego auch, weil das spielt halt hinein. Ich meine, dass wir es halt eben nicht nur mit reinen Ich-en zu tun haben, sondern eben auch mit den Egos, mit unseren eigenen und denen der Mitmenschen, haben wir halt die andere Seite auch immer dabei. Und an den Egos hängen, so wie die Ratten, die Widersacher. Und oben sitzt irgend so ein Vogel oder was noch drauf - der Luzifer. Also mit denen haben wir es halt auch zu tun.

Ja, also das heißt, das ist das Erste jetzt. Und das können wir wirklich ganz konkret und ganz aus unserem Ich heraus angehen also  dieser Prozess: Auflösung  der Stadt Babylon, letztlich. An dem arbeiten wir mit - an unserem Eckerl halt. Und in dem Maße, in dem wir das tun, entwickeln wir erstens einmal unser Geistselbst oder das, was man den Heiligen Geist nennen kann in uns. Und im gleichen Maße arbeiten wir natürlich mit daran, die astralische Atmosphäre der Erde zu durch-lichten. Und zwar so zu durch-lichten, dass wirklich die dunklen Sachen aufgelöst werden, also nicht bloß durch Läuterung irgendwohin anders auf eine astralische Müllkippe geworfen werden, sondern wirklich umgeschmolzen werden in erst recht fruchtbare Kräfte. Also das ist das, was ich jetzt auch schon öfter gesagt habe in den Vorträgen: Gerade die Umschmelzung der dunkelsten Kräfte wird oben die Lichtesten ergeben. Klar, das ist am schwersten… an dem… um die hinzukriegen, um die aufzulösen, um alles, was damit verbunden ist, mal ins Nichts zu werfen und jetzt in neuer Art neu gestaltet wieder herauszuholen, das ist die aller größte Anstrengung. Entsprechend stark sind die positiven Kräfte, die ich daran gewinne.

Also so gesehen könnte man jubilieren über unsere größten Fehler und sagen: Phuu, da ist ein Mords-Potential drin! Nur wir müssen es halt erst schaffen. Und es tun viele kleine Fehler auch manchmal ganz Gutes. Also nur… es muss uns bewusst sein, aus der Vergangenheit, aus unseren frühesten Inkarnationen schleppen wir gewaltige Fehler mit. Gewaltige Fehler! Gewaltige Fehler, die auch im Dienste der verschiedenen Gottheiten getan wurden, die halt dann doch auch im Luziferischen… damals in der Vergangenheit hauptsächlich einen luziferischen Hauch hatten. Und wo auch vielleicht Dinge passiert sind, die eine gewisse Notwendigkeit hatten für die damalige Zeit, aber wo trotzdem eine riesige karmische Schuld angehäuft wurde. Bitte lest nur das Alte Testament! Lest nur das Alte Testament einmal wirklich gründlich und genau. Und ich meine, die schönen Geschichten am Anfang, das 1. Kapitel könnt ihr überschlagen… nein, zur Einstimmung ist es gut, aber nur die 5… es reicht schon einmal die 5 Bücher Mose wirklich aufmerksam zu lesen, was dort drinnen ist und welche Konsequenzen das ist. Wenn man das nur herausnimmt und sagt, das würde heute so wirklich gelebt, wie das da beschrieben ist darin und so sollte es sein, dann -brrr- kommt mir das Schaudern, dann kommt mir das Schaudern! Und das sei alles Gott gewollt?

In den meisten Religionen herrscht das Vaterprinzip. Es wird nicht differenziert zwischen Vater-Sohn-Heiliger Geist - 3 Aspekte, die aber eins sind. Das Vaterprinzip waltet im Hintergrund 1:48:51

Da muss man sehr aufpassen drinnen. Weil man denke nur an den Entwicklungsweg eines großen Eingeweihten, Johannes der Täufer, frühere Inkarnation, Elias, Prophet Elias, spätere Inkarnationen, zum Beispiel als Raphael und Novalis, also sehr hochstehende, geistig hochstehende Menschen, frühere Inkarnationen vor dem Elias. Elias, das ist so ein ganz eigenes Kapitel, aber es… Pinhas oder Pinehas, wo dafür gerühmt wird, dass er ein, wie heißt es so schön, ein „hurendes“ Paar - und das bestand nur darin, dass also ein Israelit es sich erlaubt hat also zu lieben eine Nicht-Israelitin, das ist damit gemeint - und die durchsticht er beide gemeinsam mit dem Schwert… mit dem Speer, durch und durch. Und das ist aber eine große Tat, die, ja - verherrlicht wird und ihm sogar dann ermöglicht, der Prophet Elias zu werden. Das bringt ihm sozusagen die geistigen Lorbeeren dafür.

Aber ja - es war in der Vergangenheit eine gewisse Notwendigkeit da. Weil alles lief über den Naturprozess, über… es musste auch über die körperliche Selektion laufen. Es ist nämlich interessant, das was, die Darwinisten heute sagen, war in der Vergangenheit teilweise wichtig. Das Geist… weil das Geistige über das Körperliche lief. Und im Grunde auch alle alten Einweihungen, also bis hin zum Erdenleben des Christus. Dann beginnt sich das zu ändern. Aber alle alten Einweihungen liefen letztlich über das Körperliche und sie liefen damit über das Vaterprinzip. Das steckt dort dahinter. Das Vaterprinzip ist das, was in der Natur, im Untergrund der Natur… im Substantiellen der Natur wirkt sie eigentlich nicht, zeigt… aber dort ist und in das wurde man früher eingeweiht im Grunde - in dieses Prinzip, in das Vaterprinzip. Und die ganzen Religionen bis hin insgesamt des Christentums, so wie es tatsächlich heute in den Kirchen mit kleiner Ausnahme oder kleinen Ausnahmen gelebt wird, baut alles auf das Vaterprinzip auf. Alles! Und das macht unfrei. Das ist das Prinzip das, was aus dem Vergangenen kommt, das ist auch unverrückbar. Das ist das Ewige, was karmisch aus der Vergangenheit kommt, das kann ich nicht einfach sagen, will ich jetzt so einfach 1 zu 1 schöpferisch umgestalten. Da muss ich damit rechnen, mit dem, was aus der Vergangenheit kommt, ist ein Karma, ein Weltenkarma verbunden und mit dem muss ich rechnen, an dem kann ich nicht vorbeigehen. Da kann ich nicht aus dem Nichts einfach heraus schaffen, sondern muss ich die Welt komplett verändern. Vor der Aufgabe stehen wir! Wir stehen vor der Aufgabe, das Karma der Erde, das aus der Vergangenheit kommt über im Grunde 3 kosmische Entwicklungsstufen, die der Erde vorausgegangen sind. Und dann bis gut in die Hälfte oder über die Hälfte der Erdentwicklung hinaus ist auch noch was angehäuft worden, weil das Mysterium von Golgatha fällt in die Zeit kurz nach der Mitte der Erdentwicklung. Bis dahin, das ist alles… obwohl eigentlich der Christus der Weltengestalter ist. Aber es trägt im Hintergrund das Ganze das Vaterprinzip. Und das, das steckt drinnen in allen Religionen, bis ins Kirchen-Christentum hinein. Das eigentlich anders sein sollte.

Und wenn man viele theologische Schriften auch liest, was der Christus wirklich ist - auch wenn es auf jeder Seite vielleicht 10 mal steht - dessen sind sie sich nicht bewusst. Man könnte genauso „Vater“ dort hinschreiben, „Gott“ dort hinschreiben, es wäre genau dasselbe, die Differenzierung ist nicht da. Ich meine, jetzt könnte man wohlwollend sein und sagen, ja, wenn ich in hohe geistige Höhen mich erhebe, hört sich die Trinität auf, dann ist es eine vollkommene Einheit. Der Begriff, dass es sich in 3 Personen sozusagen gliedert oder spaltet, ist tatsächlich was, was für den niedereren geistigen Bereich nur gültig ist. In Wahrheit ist es: Vater, Sohn und Heiliger Geist und Ich sind eins in Wahrheit. Nur da müssten wir zunächst einmal in sehr, sehr hohe geistige Bereiche aufstehen. Dort ist es sinnlos. Daher ist auch das Christentum keine polytheistische Religion, wie es manchmal vorgeworfen wird. Namentlich vom Islam wird das vorgeworfen: Ja, wir haben den einen Allah, aber ihr verherrlicht 3 Götter in Wahrheit. Wie kann denn das sein? Ist es aber nicht, weil sie sind eins, sie sind eins, aber sie sind 3 Aspekte, wie sie in Erscheinung oder nicht in Erscheinung treten. Das Vaterprinzip als solches, also der Vater-Grund, das ist das, was eigentlich gar nicht in Erscheinung tritt. Es fängt dann an mit dem Christus, der in Erscheinung tritt und der Heilige Geist, was ganz also dann ins Bewusstsein des einzelnen Menschen geht. Ich meine, im Grunde das ist der Schritt… also der Christus ist eng verbunden mit unserer Ich-Kraft, ist eigentlich ganz verbunden damit. Der Heilige Geist gibt uns die Möglichkeit, uns dessen ganz bewusst zu werden.

Wir müssen uns die Freiheit nehmen. Die Gottheit hat sie uns ermöglicht. Sie bietet uns den Raum dafür an, aber nehmen müssen wir sie selber 1:55:21

Also daher, dieses tolle Fest der Freiheit schlechthin, das Pfingstfest, das genau dann stattfindet, wenn der Christus auch in seiner ätherischen Gestalt für die Jünger nicht mehr sichtbar ist. Da ist die Zeit vorbei, wo sie dem Auferstandenen begegnen können. Und erst jetzt, im vorigen Jahrhundert und jetzt in diesem Jahrhundert und in die Zukunft immer mehr ist wieder ein Erleben des ätherischen Christus (Die Wiederkehr des Christus im Ätherischen) als ein hellsichtiges Erleben des Christus möglich. Dazwischen war eine Zeit der Verdunkelung und das war gut - wieder, damit wir die Freiheit kriegen. Weil wenn wir eh immer den ätherischen Christus neben uns haben, der uns sagt, wie es weitergeht, dann ist es ja schon wieder vorbei. Also das heißt, wir müssen eigentlich auch froh sein, wenn wir den ätherischen Christus nicht früher sehen, als wir in unserer Freiheit weit genug voran sind, dass uns das nicht mehr irritieren kann. Also braucht niemand jetzt sagen: „Ja, aber der Steiner hat gesagt, wir sollen ihn sehen. Und wer voraus ist, sieht ihn!“ Ja, aber dann müssen wir entsprechend die Freiheit entwickelt haben.

Und das können wir nur selber machen. Die Gottheit hat sie uns ermöglicht. Sie bietet uns den Raum dafür an, aber nehmen müssen wir es selber. Wir müssen uns die Freiheit nehmen. Allem gegenüber. Das heißt nicht, über alles hinwegsetzen. Das ist dann meistens eh nur das Ego. Das Ego ist das, das über alles darüberfährt. Nein, wirkliche Freiheit heißt abzuschätzen, wie kann ich in einer Situation heilsam förderlich wirken, ohne gleich das ganze Porzellan zu zerbrechen? Ich meine, manchmal ist das vielleicht auch notwendig. Im Extremfall muss ich einmal dreinschlagen und sagen, pfeif auf das Porzellan. Das… wurscht! Dann ist es auch kaputt und dann stehen alle vor den Scherben, sind schockiert, weil jetzt die teure chinesische Vase oder was kaputt ist. Aber der Schock hilft, dass sie einmal aufwachen. Dann ist es wert, dass auch das Porzellan zerbrochen wird. Also christlich handeln heißt auch nicht immer nur ganz ruhig und still und „ich habe Verständnis“. Ja, ja, Verständnis habe ich, aber das kann auch heißen, so wie der Christus, die Templer…., äh nicht die Templer, sondern die Wechsler aus dem Tempel rausgeworfen hat. Ganz energisch. Und der konnte auch sehr, sehr energisch auch sein. Also das ist vielleicht auch die Botschaft, dass man aus dem Ich heraus und aus dem damit verbundenen - ja, Friedenswillen trotzdem manchmal auch dreinfahren muss.

Und halt… ja vielleicht passiert es dadurch durchaus sogar, dass man sich ja auch damit eine karmische Aufgabe aufhalst. Weil vielleicht durch den Künstler, der die Wahrheit, die Schönheit geschaffen hat, für den ist es ein Schmerz, ein karmischer. Oder wie auch immer. Das muss ich halt dann vielleicht auch mittragen. Aber trotzdem war es in der Situation die einzig richtige Lösung, weil dann die anderen aufgewacht sind. Punkt! Also dazu gehört da eben bereit sein zu tragen das, was karmisch vielleicht daraus resultieren könnte. Und Handeln aus der Freiheit heißt nicht per se, dass ich damit mit Sicherheit kein Karma mehr, kein Schlechtes sozusagen auf mich lade. Wobei die Frage ist, ist es schlecht? Es ist halt eine Aufgabe für die Zukunft. Und um zu lernen, wie kann man bessere Bedingungen schaffen, dass sowas nicht mehr passieren muss. Das ist es.  Aber sich wirklich auf die Individualität stellen und zu wissen, der Christus, der Heilige Geist und der Vater sind alle mit uns, mit dem Ich. Es gehört alles dazu. Die alle sind mit und stellen sich in unserem Dienst in dem Sinn, dass sie ihre Kraft immer mehr unserem Ich zugänglich machen. Das Ich muss halt lernen, diese Kräfte zu benutzen einfach und das dauert. Aber es gibt da keine Grenze im Grunde, nirgendwo, außer die Grenze, die wir uns immer selber setzen. Ja sicher, es geht nur Schritt für Schritt.

Aber ansonsten, was brauchen wir da fürchten für die Zukunft? Wir können nur die Sorge haben und müssen sie haben, dass Menschen diese Chance nicht ergreifen und dadurch zwangsläufig aber dann zum Opfer der Widersacher werden. Und das… es wird sich wird sich spalten in der Zukunft. Es wird halt einfach ein Teil der Menschheit… wird den christlichen Weg gehen, den Weg gemeinsam mit dem Christus. Und es wird andere geben die bewusst oder unbewusst den anderen Weg gehen. Also die wirklichen Schwarzmagier sind die, die halt bewusst den Weg letztlich zu den soratischen Kräften hineinschlagen. Aber sie werden andere mitziehen, die halt noch nicht den Einblick haben, nicht die Stärke haben, sich dem zu widersetzen. Und es wird, wie ich es eingangs gesagt habe, es wird der Weg der Widersacher der angenehmere sein. Scheinbar zumindest, über lange Zeit. Ich meine, er endet woanders und dann kann schon ein böses Erwachen auch noch kommen. Aber es wird auch angenehmere Weg sein. Das ist der große Trick.

Dank und Verabschiedung 2:02:05

Ja, damit möcht ich euch danken fürs Dabeisein und euch entlassen aus dem Vortrag. Danke fürs Dabeisein, meine Lieben! Wiedersehen, Wiedersehen! Baba, meine Lieben, gute Nacht!

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Glossar

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 [Gesamtglossar]

A

AHRIMAN

  • Rudolf Steiner: Elektrizität ist Licht im untersinnlichen Zustand (von oben). Alles, was mit Elektrizität zu tun hat, hängt sehr stark mit den luziferischen Kräften zusammen. Der Magnetismus kommt aus dem Reich Ahrimans (von unten). Damit ist die Menschheit herausgefordert, die licht-vollen, geistigen Gegenkräfte zu entwickeln [132 | 0:11:22]
  • Das eigentliche Licht ist das helle Bewusstseinslicht. Ahriman möchte das Bewusstsein verfinstern und eine zwingende, ahrimanische Logik installieren und uns zu seelenlosen Marionetten macht [132 | 0:11:22]

ALTE EINWEIHUNG

  • Die Weisen der Babylonisch-Chaldäischen Kultur lasen hellsichtig in der Sternenschrift. Aber die Weisheit wurde auf dem Weg der alten Einweihung gewonnen, was ein medialer Weg war [132 | 0:58:06]

APOKALYPSE

  • Die „Hure Babylon“ in der Apokalypse des Johannes ist ein Sinnbild für die halbbewussten, unterbewussten seelischen Kräfte, die dem Ego Impulse geben und wir dadurch unser ICH nicht unter Kontrolle haben. Darinnen sitzen die Widersacher-Kräfte [132 | 0:03:24]

ASKESE

  • Emotionen können nicht durch Askese bezwungen werden. Mit den Emotionen als Potential können wir aber lernen, diese Kräfte mit wachem Bewusstsein zu führen und sie zu verwandeln [132 | 1:20:06]

ASTRALISCH

  • Rudolf Steiners Warnung vor dem „Kirchenschlaf“: Wer nicht wach ist, ist bei Versammlungen aller Art offen für astralische Einflüsse [132 | 0:03:24]
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B

BABYLON

  • Die Weisen der Babylonisch-Chaldäischen Kultur lasen hellsichtig in der Sternenschrift. Aber die Weisheit wurde auf dem Weg der alten Einweihung gewonnen, was ein medialer Weg war [132 | 0:58:06]
  • Wenn das ICH ausgeschaltet ist, muss eine andere Ich-artige Kraft da sein, die lenkt. Das funktionierte bei den Babyloniern sehr gut. Zur Zeitenwende allerdings wollte sich das Ich mehr und mehr an solchen Prozessen wach beteiligen. Dadurch kamen auch immer mehr die Widersacher herein [132 | 1:03:27]
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C

CHRISTENGEMEINSCHAFT

  • Praktisch alle Religionen, außer der Christengemeinschaft, arbeiten noch mit dem vorchristlichen Prinzip. Sie sind Burgen der Widersacher-Kräfte. In ihnen wirkt - abgesehen von einzelnen Individuen - kein freier Impuls, der in die Zukunft geht [132 | 0:27:04]

CHRISTENTUM

  • In den meisten Religionen herrscht das Vaterprinzip. Im Christentum wird nicht differenziert zwischen Vater-Sohn-Heiliger Geist - 3 Aspekte, die aber eins sind. Das Vaterprinzip waltet im Hintergrund [132 | 1:48:51]

CHRISTUS

  • Das Christliche stellt sich in die Mitte, um von dort aus in alle Richtungen schauen zu können. Dann nehme ich den Standpunkt des Christus ein [132 | 0:52:05]
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D

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E

EGO

  • Vom Ich wissen wir noch sehr wenig. Es ist die Aufgabe unserer Zeit, das Ich unterscheiden zu lernen vom Ego. Das Ego ist notwendig, aber es muss unter die Herrschaft des Ich kommen. In den Kräften des Ich wirkt die Schöpferquelle selbst [132 | 0:22:04]

ELEKTRIZITÄT

  • Rudolf Steiner: Elektrizität ist Licht im untersinnlichen Zustand (von oben). Alles, was mit Elektrizität zu tun hat, hängt sehr stark mit den luziferischen Kräften zusammen. Der Magnetismus kommt aus dem Reich Ahrimans (von unten). Damit ist die Menschheit herausgefordert, die licht-vollen, geistigen Gegenkräfte zu entwickeln [132 | 0:11:22]
  • Alles, was mit Elektrizität zu tun hat, hängt sehr stark mit den luziferischen Kräften zusammen [132 | 0:11:22]

EMOTIONEN

  • Emotionen können nicht durch Askese bezwungen werden. Mit den Emotionen als Potential können wir aber lernen, diese Kräfte mit wachem Bewusstsein zu führen und sie zu verwandeln [132 | 1:20:06]

ERDE

  • Der Erde neue Lebenskräfte zuzuführen ist die heutige Aufgabe des Menschen. Einen Naturzustand wie früher, eine Natur, die sich aus sich selbst belebt und erhält, wird es nicht geben [132 | 1:17:04]
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F

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 [Gesamtglossar]

G

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H

HURE BABYLON

  • Die „Hure Babylon“ in der Apokalypse des Johannes ist ein Sinnbild für die halbbewussten, unterbewussten seelischen Kräfte, die dem Ego Impulse geben und wir dadurch unser Ich nicht unter Kontrolle haben. Darinnen sitzen die Widersacher-Kräfte [132 | 0:03:24]
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 [Gesamtglossar]

I

ICH

  • Vom Ich wissen wir noch sehr wenig. Es ist die Aufgabe unserer Zeit, das Ich unterscheiden zu lernen vom Ego. Das Ego ist notwendig, aber es muss unter die Herrschaft des Ich kommen. In den Kräften des Ich wirkt die Schöpferquelle selbst [132 | 0:22:04]
  • Die „Hure Babylon“ in der Apokalypse des Johannes ist ein Sinnbild für die halbbewussten, unterbewussten seelischen Kräfte, die dem Ego Impulse geben und wir dadurch unser Ich nicht unter Kontrolle haben. Darinnen sitzen die Widersacher-Kräfte [132 | 0:03:24]
  • Tibetische Trance-Läufer (Trancebewusstsein) sind getragen von der Weisheit des Körpers, ihr Bewusstsein ist in der geistigen Welt. Aber sie haben kein waches Ich-Bewusstsein. Das Ich ist ausgeschaltet, sie sind in einem medialen Zustand. Das ist ein alter Weg, ohne wachbewusste Kräfte. Sie helfen uns nicht, wachbewusst zu werden gegenüber den Widersacher-Kräften [132 | 0:42:34]
  • Wenn das Ich ausgeschaltet ist, muss eine andere Ich-artige Kraft da sein, die lenkt. Das funktionierte bei den Babyloniern sehr gut. Zur Zeitenwende allerdings wollte sich das Ich mehr und mehr an solchen Prozessen wach beteiligen. Dadurch kamen auch immer mehr die Widersacher herein [132 | 1:03:27]
  • Es gibt keinen schärferen Richter als das Ich. In Zukunft kann jeder freie Mensch Richter werden über sich selbst [132 | 1:34:26]
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J

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K

KOSMOS

  • Es gibt 12 verschiedene Anschauungen der Welt. Das ist die Art, wie ein Mensch aus seinem Ich heraus die Welt sieht. Und jede ist wahr aus einer bestimmten individuellen Perspektive. Diese zwölf Nuancen umfassen den ganzen Tierkreis und damit eigentlich den ganzen Kosmos [132 | 0:52:05]
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L

LUZIFER

  • Rudolf Steiner: Elektrizität ist Licht im untersinnlichen Zustand (von oben). Alles, was mit Elektrizität zu tun hat, hängt sehr stark mit den luziferischen Kräften zusammen. Der Magnetismus kommt aus dem Reich Ahrimans (von unten). Damit ist die Menschheit herausgefordert, die licht-vollen, geistigen Gegenkräfte zu entwickeln [132 | 0:11:22]
  • Alles, was mit Elektrizität zu tun hat, hängt sehr stark mit den luziferischen Kräften zusammen [132 | 0:11:22]
  • Luzifer möchte den Menschen im unreifen Zustand vergeistigen [132 | 0:22:04]
  • Jedem, der geistig strebt, begegnet zwangsläufig Luzifer. Er bringt schöne und glücksverheißend Imaginationen, anstatt die mühsamen Aufgaben, die auf uns warten [132 | 0:22:04]
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M

MEDIUM

  • Tibetische Trance-Läufer (Trancebewusstsein) sind getragen von der Weisheit des Körpers, ihr Bewusstsein ist in der geistigen Welt. Aber sie haben kein waches Ich-Bewusstsein. Das ICH ist ausgeschaltet, sie sind in einem medialen Zustand. Das ist ein alter Weg, ohne wachbewusste Kräfte. Sie helfen uns nicht, wachbewusst zu werden gegenüber den Widersacher-Kräften [132 | 0:42:34]
  • Die Weisen der Babylonisch-Chaldäischen Kultur lasen hellsichtig in der Sternenschrift. Aber die Weisheit wurde auf dem Weg der alten Einweihung gewonnen, was ein medialer Weg war [132 | 0:58:06]
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N

NATUR

  • Der Erde neue Lebenskräfte zuzuführen ist die heutige Aufgabe des Menschen. Einen Naturzustand wie früher, eine Natur, die sich aus sich selbst belebt und erhält, wird es nicht geben [132 | 1:17:04]
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O

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P

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Q

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R

RELIGION

  • Praktisch alle Religionen, außer der Christengemeinschaft, arbeiten noch mit dem vorchristlichen Prinzip. Sie sind Burgen der Widersacher-Kräfte. In ihnen wirkt - abgesehen von einzelnen Individuen - kein freier Impuls, der in die Zukunft geht [132 | 0:27:04]
  • In den meisten Religionen herrscht das Vaterprinzip. Im Christentum wird nicht differenziert zwischen Vater-Sohn-Heiliger Geist - 3 Aspekte, die aber eins sind. Das Vaterprinzip waltet im Hintergrund [132 | 1:48:51]

RUDOLF STEINER

  • Rudolf Steiners Warnung vor dem „Kirchenschlaf“: Wer nicht wach ist, ist bei Versammlungen aller Art offen für astralische Einflüsse [132 | 0:03:24]
  • Rudolf Steiner (Zitat): Elektrizität ist Licht im untersinnlichen Zustand (von oben). Alles, was mit Elektrizität zu tun hat, hängt sehr stark mit den luziferischen Kräften zusammen. Der Magnetismus kommt aus dem Reich Ahrimans (von unten). Damit ist die Menschheit herausgefordert, die licht-vollen, geistigen Gegenkräfte zu entwickeln [132 | 0:11:22]
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S

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T

TIERKREIS

  • Es gibt 12 verschiedene Anschauungen der Welt. Das ist die Art, wie ein Mensch aus seinem Ich heraus die Welt sieht. Und jede ist wahr aus einer bestimmten individuellen Perspektive. Diese zwölf Nuancen umfassen den ganzen Tierkreis und damit eigentlich den ganzen Kosmos [132 | 0:52:05]

TRANCELÄUFER

  • Tibetische Trance-Läufer (Trancebewusstsein) sind getragen von der Weisheit des Körpers, ihr Bewusstsein ist in der geistigen Welt. Aber sie haben kein waches Ich-Bewusstsein. Das Ich ist ausgeschaltet, sie sind in einem medialen Zustand. Das ist ein alter Weg, ohne wachbewusste Kräfte. Sie helfen uns nicht, wachbewusst zu werden gegenüber den Widersacher-Kräften [132 | 0:42:34]
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U

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V

VATERPRINZIP

  • In den meisten Religionen herrscht das Vaterprinzip. Im Christentum wird nicht differenziert zwischen Vater-Sohn-Heiliger Geist - 3 Aspekte, die aber eins sind. Das Vaterprinzip waltet im Hintergrund [132 | 1:48:51]
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W

WIDERSACHER

  • Die „Hure Babylon“ in der Apokalypse des Johannes ist ein Sinnbild für die halbbewussten, unterbewussten seelischen Kräfte, die dem Ego Impulse geben und wir dadurch unser ICH nicht unter Kontrolle haben. Darinnen sitzen die Widersacher-Kräfte [132 | 0:03:24]
  • Praktisch alle Religionen, außer der Christengemeinschaft, arbeiten noch mit dem vorchristlichen Prinzip. Sie sind Burgen der Widersacher-Kräfte. In ihnen wirkt - abgesehen von einzelnen Individuen - kein freier Impuls, der in die Zukunft geht [132 | 0:27:04]
  • Das „Heulen und Zähneknirschen“ kommt von den Widersachern und unserem Ego, das sich ihnen verschrieben hat [132 | 0:36:21]
  • Tibetische Trance-Läufer (Trancebewusstsein) sind getragen von der Weisheit des Körpers, ihr Bewusstsein ist in der geistigen Welt. Aber sie haben kein waches Ich-Bewusstsein. Das ICH ist ausgeschaltet, sie sind in einem medialen Zustand. Das ist ein alter Weg, ohne wachbewusste Kräfte. Sie helfen uns nicht, wachbewusst zu werden gegenüber den Widersacher-Kräften [132 | 0:42:34]
  • Wenn das Ich ausgeschaltet ist, muss eine andere Ich-artige Kraft da sein, die lenkt. Das funktionierte bei den Babyloniern sehr gut. Zur Zeitenwende allerdings wollte sich das Ich mehr und mehr an solchen Prozessen wach beteiligen. Dadurch kamen auch immer mehr die Widersacher herein [132 | 1:03:27]
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Y

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Z

ZORNESSCHALEN

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Literaturangaben

Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;

Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;

Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;

Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;

Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;

Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X