Die Apokalypse des Johannes - 312. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026

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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

312. Vortrag "Die Apokalypse des Johannes" vom 21. April 2026 von Dr. Wolfgang Peter. Link zum Audio

Transkription des 312. Vortrags vom 21. April 2026

+++ Dies ist ein Rohtext, der noch von Menschenhand/Geist überarbeitet werden muss. Willst du MitTun?+++

Ankündigung: Vortragsreise ins Ruhrgebiet – das Rätsel des Bösen 00:00:39

Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zur 312. Folge zur Apokalypse.

Bevor wir losgehen: François hat mich erinnert, ich fahre ja jetzt morgen auf Vortragsreise nach Essen, Düsseldorf und Umgebung dort, also ins Ruhrgebiet hinauf. Wir freuen uns schon drauf. Ich mache dort vier Vorträge. Hauptthema ist das Rätsel des Bösen, der Umgang mit den Widersachern in uns und um uns. Das ist das Hauptthema. Nur am letzten Tag dann – das ist der Samstag, in Kempen –, da ist das Thema ein bisschen anders. Da geht es darum, wie lange wollen wir noch schlafen. Im Grunde ist es ein geistiges Erwachen. Es geht dort um das geistige Erwachen. Natürlich auch mit Hinblick auf die Widersacher, aber eben darüber, überhaupt wahrnehmend zu werden in einer gewissen Weise.

Man muss nicht gleich jetzt großes Hellsehen oder weiß Gott was alles sich zusammenspintisieren, sondern es geht einfach darum, Seelisches und Geistiges, das in der Umwelt wirksam ist, zu erleben, zu erfahren, bewusst, ganz wachbewusst zu ergreifen. Unbewusst leben wir eh dauernd drinnen. Es ist ja nicht so, dass wir nicht ununterbrochen dem ausgesetzt werden, dass das nicht ununterbrochen Wirkungen auf uns hätte. Es ist eigentlich genau genommen ein kleiner Schritt, sich dessen auch bewusst zu werden. Sagen wir es einmal ganz vorsichtig so.

Also das heißt, es betrifft Elementarwesen in der Natur draußen. Wenn man die Natur betrachtet, führt uns alles das, was uns der Seelenkalender gibt, mit dem wir dann gleich beginnen werden, auch dorthin, empfänglich zu werden für das, was sich tut. Das heißt, indem man einfach die Stimmungen, die in der Natur sind, erlebt, damit ist man ja eigentlich schon im seelischen Bereich der Welt auch drinnen. Man muss halt unterscheiden lernen zwischen meinen subjektiven Empfindungen – heute ist so ein schlechtes Wetter, mag ich nicht, grauslich – und wenn man es neutraler betrachtet, kommt man auch schon näher dem Wirken der Elementarwesen, die damit verbunden sind, mit dem Segen, der herunterkommt mit jedem Regen, wie das der Natur gut tut, wie da Kräfte herunterkommen. Wie sagt Goethe so schön im Faust: „Wie Himmelskräfte auf- und niedersteigen." Also das erzählt der Erdgeist – mit dem mitzugehen.

Das Erleben ist ganz nah, es geht nur darum, seelisch wach zu werden, seelisch das eigene Seelenleben zu beobachten, in dem sich ja auch spiegelt das Seelische, das in der Umwelt drinnen ist, und das Geistige natürlich dann auch. Also das Geistige spiegelt sich dann, wenn wir dem ganzen Wacher gegenübertreten, es auch mit klarem Denken erfassen können. Nicht spekulatives Denken, sondern gestaltendes Denken, gestaltend im Sinne von Zusammenhänge erkennen lernen. Dort ist der Weg eigentlich zum geistigen Wahrnehmen.

Und das hat heute absolut nichts mehr zu tun mit dem alten visionären Hellsehen, das einen überfällt irgendwo, oder einzelne Propheten halt ergriffen hat und überfallen hat im Grunde. Wenn es Sinn machen soll und wenn es im zeitgemäßen Sinn aufgegriffen wird, dann ist es ein ganz bewusstes Erleben. Man ist sich ganz bewusst, dass man dabei tätig ist, dass man eben einfach die Aufmerksamkeit ganz bewusst darauf errichtet, was einem aus der Natur entgegenkommt – durchaus in der sinnlichen Natur entgegenkommt –, aber wo eben geistige Wesenheiten, Seelenwesenheiten, übersinnliche Wesenheiten dabei sind.

Weil Elementarwesen sieht man nicht mit sinnlichen Augen, aber man kann sehr wohl ihre Anwesenheit in der Natur, in den Wetterstimmungen und so weiter, in den fließenden Gewässern erleben. Man muss nur dann weitergehen: Das Erleben spiegelt sich in unserem eigenen Erleben. Also das heißt, in unserem Seelischen spiegelt sich das Seelische, was mir entgegenkommt aus der Natur, was sich zeigt in den Farben zum Beispiel, in den Geräuschen, in den Klängen, in den Gerüchen – dort allem offenbart es sich. Also das, was Goethe auch genannt hat, die sinnlich-sittliche Betrachtung, sinnlich-übersinnlich eigentlich.

Also es ist zwar wichtig – natürlich, wenn ich das reingeistige erleben will, dann muss ich den sinnlichen Eindruck ausschalten –, aber ich habe ja trotzdem zuerst einmal die Berührung gehabt, gerade auch über das Sinnliche. Und das kann ich auch haben einem Menschen gegenüber. Also ich begegne einem Menschen, er berührt mich in irgendeiner Weise, angenehm, unangenehm, wie auch immer, aber man kann dann mehr dahinter sehen, indem ich ihn wirklich eben als eigene geistige Wesenheit erleben lerne, seine Individualität wahrnehme, die anders ist – mit Sicherheit anders ist als meine, weil keine zwei Individualitäten genau gleich sind.

Vererbung, Seelenkonfiguration und karmische Begegnungen 00:06:43

Selbst wenn sie aus der gleichen Familie, aus der gleichen Abstammungsrichtung kommen, haben sie zwar sicher vieles gemeinsam, gerade Seelenstimmungen hängen sehr auch von der Vererbung ab – interessanterweise, weil sich die Menschen dann oft für die Inkarnation eine Vererbungsströmung wählen, die ihrer seelischen Konfiguration entspricht. Daher kommen sie in eine Familie, die eine möglichst ähnliche Seelenkonfiguration hat. Im Idealfall. Es kann auch sein, dass das Überwiegende ist, dass ich mir die Menschen suche, mit denen ich extrem stark karmisch was auszutragen habe. Dann kann das auch völlig unharmonisch ablaufen. Dann kann ich in Schwierigkeiten hineingeboren werden, die dann lange Zeit laufen, bis man halt dann auseinandergeht und sagt, mit der Familie will ich eigentlich nichts mehr zu tun haben. Kann durchaus auch sein. Aber dann hat man trotzdem was gelernt.

Und diese Dinge zu beobachten einfach. Eben auch zu beobachten: Könnte da zwischen dem Menschen, der mir begegnet, der mich vielleicht anspricht – er kennt mich gar nicht, spricht mich an, erzählt mir seine ganze Lebensgeschichte irgendwo –, woher kommt das? Das hat schon einen Grund, warum das kommt. Da ist eine Verbindung da. Also oft ist das der Grund, wenn man mit einem Menschen ins Gespräch kommt und plötzlich Dinge ausgesprochen werden, die ins Intimste hineingehen. Also wo es nicht nur ein lockeres Gespräch ist oder so ein Smalltalk, sondern wo wirklich tiefere Dinge auftauchen, wo der sein Herz ausschüttet. Warum? Wieso? Die kennen sich ja eigentlich gar nicht, zumindest nicht aus der Inkarnation, aber aus früheren Inkarnationen wahrscheinlich.

Und vielleicht klärt sich dann für ihn irgendwas, indem er es einfach ausspricht, indem er sieht, da ist ein Mensch – er weiß es vielleicht gar nicht, dass wir einander früher begegnet sind in einer früheren Inkarnation. Aber er hat den Eindruck: Dem kann ich das erzählen, dem will ich das erzählen. Und indem ich es erzähle, werde ich mir selber meines eigenen Lebens klar, was da vielleicht schiefläuft da drinnen, woran das liegt. Da braucht man selber dann gar nichts dazu sagen, man muss gar nicht viel erläutern oder was, sondern nur einfach ihn anhören. Und dann hört man sehr leicht: Aha, der erzählt aber jetzt nicht nur, was aus dem Leben kommt, sondern das kommt von woanders her. Kennen wir einander von irgendwo.

Das passiert nicht so selten. Wir haben alle schon viele Inkarnationen hinter uns und wir begegnen im Leben immer wieder Menschen, mit denen wir karmisch irgendwo etwas zu tun hatten. Am selben Ort, in derselben Zeit irgendwo gelebt haben, einander begegnet sind. Einmal, mehrmals – muss gar nicht jetzt so eine Familienbeziehung oder was gewesen sein, oder es muss auch gar nicht etwas Dramatisches gewesen sein, aber man hat halt damals ein paar Worte gewechselt immer wieder. Und das passiert halt jetzt auf andere Art wieder und löst vielleicht irgendwelche Knoten auf, bei beiden oder bei einem, die aus einer früheren Zeit stammen.

Das sind Dinge, die passieren, also es ist nichts Spektakuläres auf den ersten Blick. Man muss nicht denken: Aha, jetzt werde ich hellsichtig, jetzt habe ich die große Vision, Christus erscheint vor mir und Michael und sonstige noch rundherum. Und dann wartet man auf das und denkt sich, wieso passiert nichts, ich tue eh schon so ein ganzes Leben lang meditieren. Es ist schon passiert – man hat es nur verschlafen, dass das eigentlich schon ganz was Besonderes war.

Und natürlich, wenn man es dann bewusster ergreift, dann verstärkt sich auch die Wahrnehmung irgendwo. Man wird sich bewusster dessen, was man sieht, so wie es ja im sinnlichen Wahrnehmen auch ist. Man kann an hunderttausend Sachen vorbeigehen, man hat die Augen offen, man sieht, man riecht, man hört, aber man geht letztlich achtlos vorbei an vielem.

Das Ende des Kali-Yuga und die neue geistige Wahrnehmung 00:12:08

Wenn man sagt, es ist jetzt das Zeitalter da, wo wir eigentlich ganz problemlos die geistige Welt, die Seelenwelt wahrnehmen könnten – die äußeren Hemmnisse, also das finstere Zeitalter, das Kali-Yuga, das das verhindert hat, ist weg. Also eigentlich wäre es selbstverständlich, dass jetzt sehr schnell immer mehr Menschen auch die geistige Seite wahrnehmen.

Es zeigt sich offenbar, dass dieses doch lange währende dunkle Zeitalter, das immerhin 5.000 Jahre gedauert hat – es hat begonnen kurz vor der ägyptischen Kulturepoche, also da gehen wir schon wirklich weit in die Vergangenheit –, und seitdem haben wir uns immer mehr daran gewöhnt, dass geistig gesehen Finsternis herrscht und dass wir, wenn wir vom Geistigen sprechen, dann überhaupt nur unsere eigenen Gedanken vielleicht darunter verstehen, die wir uns machen.

Damit ist aber auch sofort deutlich, warum dieses finstere Zeitalter kommen musste und es gut ist, dass es gekommen ist. Weil wir müssen unterscheiden lernen unser Eigendenken – damit meine ich aber gar nicht das egoistische Denken, aber unser Denken, das wir entwickeln – von dem, was als Weltendenken im weitesten Sinn uns entgegenkommt. Das heißt als Ordnung der Natur, die sich ausspricht, die auch gedanklich erfassbar ist und die wir aber auch im sinnlichen Abglanz natürlich irgendwo sehen. Weil diese Ideen eigentlich – so haben es die Griechen ja schon empfunden, Platon namentlich empfunden –, dass diese Ideen ja die ganze Natur, die ganze Welt gebaut haben da außen, dass die dahinter stecken als wirksame Kraft.

Aber das hat er noch erlebt, aber das ist schon ein Endzustand. Weil man muss auch jetzt denken: Dieses Kali-Yuga, das finstere Zeitalter, ist zwar in gewisser Weise schlagartig passiert. Rudolf Steiner schildert es sehr dramatisch: Innerhalb von wenigen Wochen ist das gewohnte Umgehen mit der geistigen Welt für fast alle Menschen weg gewesen. Einzelne haben es noch länger bewahren können, auch eine ganz schöne Zeit länger noch. Also Platon war zum Beispiel so einer, der noch die Ideenwelt zumindest erlebt hat. Natürlich ist das lange nicht mehr vergleichbar mit dem alten visionären Hellsehen, das man hatte, aber er konnte einfach geistige Zusammenhänge in Gedankenform erleben, erleben – nicht einfach noch grübeln darüber, sondern die Gedanken fließen ihm zu, und die erlebt er. Das ist die Ideenwahrnehmung, und die erklärt ihm eigentlich erst die sinnliche Welt.

Und dass diese Ideenwelt dahintersteckt, also die geistige Welt im weitesten Sinn dahintersteckt, das war den anderen Philosophen zu der Zeit auch klar, das war auch einem Aristoteles ganz deutlich klar. Nur er konnte es nicht mehr sehen, also nicht mehr unmittelbar erleben. Sondern der große Wendepunkt war, dass bei ihm ganz stark schon überwiegt das Eigendenken. Ich muss mir selber aus den sinnlichen Abbildern, die ich vorliegen habe – im Grunde ist die sinnliche Welt ein Abbild der geistigen Welt, allerdings nicht so eins zu eins, nicht wie eine Fotografie, sondern sie ist einfach übersetzt in das sinnliche Wahrnehmen – die geistigen Verbindungen, die da sind, muss sich ein Aristoteles und andere auch zu seiner Zeit schon erarbeiten. Das heißt, er muss aus den äußeren Wahrnehmungen sagen, wie hängt das alles zusammen.

Platon hat sie noch unmittelbar erlebt, diese Zusammenhänge. Das ist zum Beispiel auf neue und noch viel bewusstere Weise ein Schritt, den wir heute wieder gehen können, sollten, und der möglich ist, wenn wir nur wollen. Das heißt, ein Denken zu entwickeln, das in gewisser Weise schauend ist, in dem Sinn, dass wir nicht grübeln, nicht Hypothesen aufstellen, wie es die Naturwissenschaft heute macht. Das ist das ahrimanisch-tote Denken. Da kommt nichts Geistiges durch. Da kommt nur das abgestorbene Geistige.

Das abgestorbene Geistige, die Naturgesetze zum Beispiel. Naturgesetze sind ein abgestorbenes Geistiges. Weil dort, wo die Natur lebt, verändert es sich immer. Tatsächlich kann man mit ziemlicher Sicherheit auch davon ausgehen, dass die Naturgesetze auch für unseren Kosmos, so wie er jetzt ist, nicht immer gleich bleiben. Das ahnen auch manche Physiker heute bereits und gehen davon aus, dass die Naturgesetze sich im Laufe der Zeit innerhalb gewisser Grenzen verändert haben und auch weiter verändern werden.

Aber wenn dieses neue geistige Wahrnehmen kommt, dann wird ein erstes sein, dass wir wachend im Denken drinnen sind, gestaltend drinnen sind, aber nicht einfach aus unserer Willkür, aus unseren Hypothesen heraus gestalten, sondern dass in den Ideen, die wir bilden, wir einfangen auch die Gesetzmäßigkeiten, die Ideen, die in der Natur jetzt wirksam sind.

Aber das nehmen wir erst wahr, wenn wir auch diese Gedanken bilden können. Das heißt, die heutige Naturforschung im Großen und Ganzen – vor allem dort, wo theoretische Physik und theoretische Chemie und alle diese Dinge kommen – kommt eigentlich an die Wahrheit nicht heran. Nur durch äußere Beobachtung wird erschlossen, die Gesetzmäßigkeit könnte so oder so sein. Aber es ist kein waches Wahrnehmen dieses geistigen Hintergrunds. Das zeichnet die heutige Naturwissenschaft aus. Das heißt aber: Sie ist genial, um alles das zu erkennen, was abgestorben ist in der Natur.

Das heißt, die Naturgesetze, die wir heute kennen in der Chemie, in der Physik, auch eigentlich in der Biologie im Großen und Ganzen – weil man da ja heute auch nur das Tote im Lebendigen betrachtet –, also sprich zum Beispiel die Erbanlagen: Die Erbanlagen sind etwas, was Abgestorbenes ist. Da ist etwas aus einer langen Entwicklungsreihe festgehalten, es verändert sich natürlich trotzdem immer noch bis zu einem gewissen Grad weiter, aber es ist sehr stark geworden.

Gesichtszüge, Individualität und die Überwindung der Vererbung 00:20:22

Ist aber etwas, was heute massiv überwunden wird, durch die Tatsache der Vererbung, wo immer mehr sein wird, dass die Nachkommen natürlich Menschen sind, das ist schon klar, aber wo nicht mehr so deutlich sichtbar werden wird: Aha, nur aus der Familie kommt er, aus dem Volk kommt er, das sieht man ihm deutlich an, die Vererbung zeigt das ja deutlich.

Ich glaube, ich habe das schon öfter erzählt: Man weiß mittlerweile ja heute, wenn man sagt „ganz der Mama aus dem Gesicht geschnitten" oder „ganz den Papa aus dem Gesicht geschnitten", hat das nichts mit Vererbung zu tun, nichts. Es ist reine Nachahmung. Man ahmt die Gesichtszüge des Vaters, der Mutter als Kind instinktiv nach und hat daher gewisse Phasen, wo man ganz die Mutter ist, dann ist man wieder ganz der Papa, und irgendwann verliert sich das und man wird immer mehr das eigene. Das heißt, es drückt sich dann das aus, was ich an Emotionen erlebe, an Gedanken, die ich in mir trage, die ich bewege, womit ich mich beschäftige im Leben – das prägt dann immer mehr mein Äußeres mit der Zeit.

Und das sollte immer deutlicher werden, wird auch immer deutlicher werden. Gerade die so sehr schönen, ebenmäßigen Gesichter heute sind Ausdruck dessen, dass ich weder das Alte mehr bin noch das Neue aber auch noch nicht habe. Weil das Neue, das Erringen, das geistige Erringen drückt sich eigentlich aus in – naja, zumindest nicht in der klassischen griechischen Schönheit, sondern im Schönheitsideal, im Ebenmaß, wo alles passt. Bis in die Gesichtszüge hinein.

Weil eben die Gesichtszüge hängen nicht nur von dem ab, wie das Knochensystem darunter ist, sondern das alles ändert sich. Wir arbeiten unser Leben lang daran. Diesen starken geistigen Prozess auch mitzukriegen, wie man sich verändert, bis in die Bewegungen hinein, ja eben bis sogar in die Gesichtszüge hinein. Das ist alles in Bewegung. Und damit meine ich nicht nur, dass man halt mit dem Alter Falten kriegt, na sicher, ja, das passiert auch, aber das ist es nicht. Sondern was spricht durch das Gesicht, was drückt sich drinnen aus. Dort lebt sehr viel von dem drinnen, was man gedacht hat, auch was man an freudigem oder weniger freudigem erlebt hat, das alles zeigt sich, spiegelt sich im Gesicht wieder, und je älter wir werden, immer deutlicher.

Und das ist nicht nur, dass man zur Ruine wird sozusagen – sondern es lebt ja drinnen das Geistige, das man entwickelt hat, das drückt sich in einem Gesicht aus, auch wenn viel Falten drinnen sein mögen. Es geht nicht darum, dass es ein glattes Gesicht ist. Ein glattes Gesicht, wenn man das bis ins hohe Alter hat, entweder hat man sehr stark im Künstlerischen, in Schönheitsidealen gelebt, dann drückt sich das im Gesicht aus. Man kann aber auch viel erlitten haben, dann werden die Falten nicht so schön sein. Also das muss man lesen, aber in neuer Art.

Bei den Griechen war es ganz klar noch, auf alte Art: Die Schönheit ist ein Ausdruck der Geistigkeit, die im Menschen lebt. Der Geistigkeit, die man sich mitgebracht hat und der Geistigkeit, die man sich im Leben weiter erworben hat. Das war ganz klar: Ein hässlicher Mensch kann kein guter Mensch sein. Das ist eine Grundhaltung drinnen. Das heißt, es drückt sich bis in die Gesichtszüge hinein aus.

Wenn man das heute noch an dem Leben anhängt, dann wird es grässlich. Weil heute kommt es wirklich darauf an, wie man aktuell arbeitet, unabhängig ob sich das jetzt schon bis ins Gesicht oder im Ebenmaß ausdrückt oder nicht. Oft ist gerade ein Mensch, der gezeichnet ist von früheren Inkarnationen, der viel gearbeitet hat, der viel gelitten hat – das muss nicht unbedingt im schönen Ebenmaß zeigen, sondern das kann auch sein, dass sich die Spur dieser inneren und äußeren Kämpfe, des Erringens, abbildet drinnen.

Also ihr seht schon, es gibt wieder einmal keinen klaren Anhaltspunkt, wie kann ich das jetzt erkennen, ob das ein guter Mensch war oder ein schlechter Mensch war. Man kann es eben heute nicht mehr erkennen. In der griechisch-lateinischen Zeit konnte man noch bis zu einem gewissen Grad ein Abbild auch der früheren Inkarnationen erkennen. Und da war großteils wirklich die Haltung: Die Schönheit ist ein Zeichen für die Güte, das Wahre, das Schöne und das Gute. Bis in die Gestalt des Menschen hinein.

Heute wird die Gestalt ganz individuell. Das heißt, auch die Vererbungsströmung wird immer mehr überwunden. Das ist ein Tor, das mir vielleicht gewisse Dinge mitgibt – das ist der Grund, warum ich mich dort inkarniere –, aber es wird eigentlich trotzdem im äußeren Leben dann überwunden, und das wird es in der Zukunft immer mehr, weil ich ja das eigene geltend mache.

Und jeder ist heute immer mehr Individuum und immer weniger etwas, was aus der Vererbung kommt, aus dem Volkstum kommt, aus der Familiengruppierung kommt, sondern einfach was Eigenes ist. Dann wird es natürlich heute ja immer schwieriger, weil wenn man in der Familie denkt, wir sind halt seit Generationen so und so und das sind unsere Ideale, und dann kommen Kinder hineingeboren, das interessiert mich alles nicht, ich habe ganz andere Ideale. Das ist natürlich nicht als kleines Kind bewusst schon da, aber es kommt dann heraus in einem späteren Alter. Man hat vielleicht ein gutes Gehör oder was, und jetzt kann man Musiker werden, aber man liebt eine ganz andere Musik als die Eltern es vielleicht liebten. Man macht ganz was Neues, wo die dann sagen, das ist nicht mehr Lärm, das ist schräg, das ist nicht harmonisch, das ist ganz was anderes. Aber gerade auch diese Auseinandersetzung mit den Disharmonien ist ja ganz wichtig in unserer Zeit, in der Auseinandersetzung mit dem Bösen auch.

Die Widersacher: Verführung ohne Schrecken 00:27:40

Also wir sind heute in dem Zeitalter drinnen, sich dem stellen zu müssen, zu sollen auf jeden Fall, am besten aus der Freiheit heraus, dass man sich dem stellt. Es kann natürlich durch die Widersacher auch ein gewisser Druck in eine bestimmte Richtung ausgeübt werden. Und da ist aber am gefährlichsten, was gar nicht so unangenehm ist. Sondern wo man sagt, das passt eh für mich.

Man muss sich die Wirkung der Widersacher nicht immer so vorstellen, dass das unangenehm ist den Menschen. Und man denkt, der Satan steht hinter mir und das Bild hat sich gewandelt. Ich meine, dass das in alten Zeiten noch ein Schreckgespenst war – da hat sich ja die Kirche und dergleichen oder religiöse Führer dazu beigetragen –, und es war eine gewisse Richtigkeit dahinter, auf die Gefahren dieser Widersacher aufmerksam zu machen und halt am besten mit einem recht fürchterlichen Bild, dass man sich schreckt und gewisse Regeln einhält. Nur das funktioniert heute so nicht mehr.

Heute muss man die eigene Lebensführung entwickeln, die eigene moralisch-geistige Verantwortung entwickeln, und die hängt nicht daran, irgendwelchen äußeren Regeln zu folgen. Die waren und sind bis zu einem gewissen Grad auch heute noch ein gewisses Leitbild, an dem man sich orientieren kann, aber letztlich muss man es selber erkennen lernen. Das sind die eigentlichen Herausforderungen. Und die Widersacher sind eher die, die uns auf einem vielleicht gar nicht so unangenehmen Weg das ersparen wollen, weil dann werden sie nicht erkannt und dann gehen wir in ihren Weg mit.

Das ist auch so ein Punkt, weil wir ja das Thema Apokalypse haben und heute fast jeder damit Katastrophe verbindet. Weil apokalyptische Zeiten, Zeiten des Umbruchs und der Katastrophe – da wird es grässlich. Aber warum wir immer noch über die Apokalypse reden, ist, weil es die Enthüllung des Geistigen eigentlich ist. Und die Enthüllung auch des Wesens des Jesus Christus, der das Aktivgeistige in der Welt ist und der sich mit uns verbindet.

Das heißt ja nichts anderes, dass diese Christuskraft in uns und durch uns rege gemacht wird. Wir brauchen schon wieder nicht glauben, der Christus wird für uns was machen, wenn ich brav bin, wird er was tun für uns und dann wird es gut werden. Er tut eigentlich gar nichts, wenn wir nicht tätig werden. Er gibt dem nur noch ein größeres Geistpotenzial, aber er wartet auf die schöpferischen Ideen, die wir einbringen, um die Welt besser zu machen. Also von selber passiert nichts. Und da kann ich in der Kirche sitzen jeden Sonntag und beten immer wieder, wenn ich nicht sonst wirklich in der Lebenspraxis aktiv wäre, wird das alleine nichts nützen.

Das kann auch Widersacherkraft dann sein, nämlich wo das eigene Ego gestärkt wird. Man fühlt sich so gut, weil man ja regelmäßig betet und dieses tut und so weiter. Man leiert so wie eine alte Leier, die man runterleiert, also das heißt man ist eigentlich gar nicht dabei, es ist ein Automatismus, aber man kommt sich unheimlich gut vor. Das heißt, der Hochmut wird entwickelt in Wahrheit. Natürlich unter der Maske des Sich-klein-Machens. Aber es ist nichts schlimmer heute und gefährlicher, als jede Art von Scheinheiligkeit, die da ist in der Welt. Also nicht überall, wo Kirchenhäuser oder Ähnliches sind, lebt das Gute drinnen. Das muss man sich bewusst sein.

Heute leben wir im Zeitalter, wo die Widersacher ganz gewaltig da sind. Und das wird die Vortragsreise dann sein: Das Rätsel des Bösen. Das ist die Frage unserer Zeit. Das Rätsel des Bösen – das gilt es wirklich zu lösen und zwar individuell zu lösen. Man muss ein individuelles Verständnis dafür entwickeln. Nicht irgendein Handbuch, an dem ich erkenne, was ist böse, was ist gut. Na sicher, die zehn Gebote und so sind ein Rahmen, der sicher richtig ist und der wird seine Gültigkeit nicht verlieren. Nur ich muss ihn eigentlich erst mit Sinn erfüllen in der Lebenspraxis.

Also sicher am allerwenigsten, indem ich jetzt jedem anderen predige, was sie tun sollen und wie sie ein gutes Leben führen sollen. Das kann ich nur heute in die Welt bringen durch das eigene Vorbild. Das heißt vor allem dort, wo es mir schon unangenehm und schwierig wird, trotzdem meinem inneren Kompass zu folgen. Weil ich muss es in mir erleben. Indem ich äußere Überlieferungen nur bla bla mache, wird das nicht helfen. Ich muss es ehrlich meinen. Aus dem tiefsten Inneren heraus.

Und das ist eben auch etwas, was wir heute in unserem Bewusstseinszeitalter ganz wach, bewusst erleben müssen. Wir müssen selber uns über uns selber stellen können und mit einem gewissen Humor auf uns kleine Menschen herunterschauen und sagen: Ja, du willst eh ein guter Mensch sein. Ja, ist eh nicht so schlecht, was du magst, aber es gibt schon noch viele Dinge, die nicht passen. Das heißt: Die eigene geistige Qualität selber beurteilen können. Geistig wahrnehmend für das eigene Geistige werden.

Dann tauchen vielleicht auch Erinnerungen an frühere Inkarnationen auf. Dann sind Begegnungen mit dem Doppelgänger zum Beispiel oder Ähnliches. Oder mit dem kleinen Hüter der Schwelle. Das ist ja auch wieder nur ein Bild davon, dass der Vorhang sozusagen aufgeht und man sieht, wie man wirklich ist. Nicht wie man glaubt, dass man ist, oder wie man sich wünscht, dass man ist, sondern wo man die geistige Realität erlebt.

Die Doppelgängerbegegnung und gestaltendes Denken 00:34:04

Die man dann vielleicht also gerade bei einer Doppelgängerbegegnung in ein ganz dramatisches Bild hinein formt. Das ist nichts Äußeres, sondern das ist ein Bild, in das ich die geistigen Kräfte, die in mir wirken, fasse. Einfach, wo ich mir selber begegne, wo ich mich selber geistig anschauen kann. Das erlebe ich im Doppelgänger.

Und vielleicht ist es oft so, äußerlich auch, dass ich wirklich den Eindruck habe, ich begegne mir selbst. Es ist heute nicht mehr unbedingt die gängige Art, wie man es erlebt, war aber noch so bis ins, eigentlich bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch relativ gängig, ändert sich aber jetzt. Also es wird immer eigenständiger, sagen wir es einmal so.

Aber man findet es, bei Goethe zum Beispiel, wie er das schildert – er reitet und begegnet sich selber. Der Entgegenkommende ist er selber. Das heißt, er ist natürlich äußerlich nicht, aber er erlebt es. Er erlebt es so intensiv, dass er sich selber begegnet, in einer schwierigen Situation, die er hatte, wo er wieder mit einer Freundin Schluss gemacht hat und irgendwo unter sich, aber doch tief quält, weil doch eine Verbindung da ist, aber doch wieder muss er sie zerreißen, weil es ist die nächste Station irgendwo dran. Also wo er merkt, dass er eigentlich einen anderen Menschen sehr verletzt, aber andererseits auch spürt, es ist karmisch notwendig, sich zu trennen. Oder das von Konrad Ferdinand Meyer, das schöne Gedicht „Begegnung", wo er im Winter im Wald unterwegs ist, im Schnee, dichter Schneefall, und er erlebt einen Reiter, der ihm entgegenkommt. Und der Reiter ist er selbst. Das kann sowas sein.

Oder es kann eine ganz düstere Gestalt sein, die man erlebt, vielleicht in so einem halben Aufwachtraum oder in einem Tagtraum, wo man sich ein bisschen ausgeruht hat und auf einmal spürt man, da ist jemand, eine dunkle Gestalt. So kann auch der Doppelgänger erscheinen.

Das ist aber ganz individuell, wie so eine Begegnung heute ausfällt, weil eben alles, was an geistiger Wahrnehmung heute da ist, einen individuellen Charakter bekommt. Das heißt nicht, dass es einfach willkürlich ist, wie man die geistige Welt sieht, aber sie entspricht einem individuellen Weg. Man wird die Ähnlichkeiten erkennen können, so wie andere eben auch dann vielleicht das erleben. Es wird Gemeinsames geben, Ähnliches geben, und es wird nicht so sein, dass einer sagt rot und der andere grün, sondern es wird eine ähnliche Stimmung sein.

Zum Beispiel, wenn man die Aura von einem Menschen schildert, dann wird es gern in Farbqualitäten geschildert, sind aber eigentlich seelische Empfindungsqualitäten, die sich darin ausdrücken. Und diese selben oder ähnlichen Empfindungsqualitäten strahlen aber auch bestimmte Farben aus. Und so erlebt man das auch. Es ist dann nicht beim modernen geistigen Wahrnehmen so: Aha, ich erlebe die Stimmung, ja, das ist eine Stimmung, die erlebe ich am Rot auch so ähnlich. Nein, sondern ich erlebe es wirklich wie Rot. Das geht unmittelbar. Es ist nicht etwas, wo ein abstrakter Gedankenprozess passiert.

Das ist ein gestaltendes Denken. Das ist was anderes. Es wäre ein abstrakter Gedankenprozess, wenn ich sage: Aha, ich beobachte, ich habe diese Seelenstimmung, wenn mir der Mensch entgegenkommt, ich beobachte, habe oft beobachtet, bei einer Farbe erlebe ich auch Ähnliches, aha, jetzt ist seine Aura weiß ich nicht, rot oder orange oder sonst was. Das ist viel zu intellektuell. Das geht ganz unmittelbar. Ich nehme etwas wahr und komme dem jetzt entgegen ganz von selber, das ist rot. Der hat eine rote Ausstrahlung. Da denke ich aber gar nicht jetzt im ersten Moment darüber nach, was bedeutet diese rote Ausstrahlung und so weiter, sondern es ist ein inneres Vergleichen, das unmittelbar stattfindet. Dann kommt man dorthin.

Ich versuche nur ein paar Beispiele zu geben, wie das auftreten könnte. Man muss natürlich aufpassen, dass man nicht in irgendwelche Fantastereien hineinkommt – obwohl eine gut ausgeprägte Fantasie ein wichtiges Mittel ist, fantasievoll im Sinne eher wie ein Künstler, der ein Bild gestaltet. Also wenn man in Imaginationen hineingeht, dann ist es eigentlich wie ein Maler, aber man malt im Übersinnlichen.

Das, was ich oft schon erzählt habe, was so genial der Physiker Wolfgang Pauli genannt hat: Das malende Schauen in äußere Bilder. Er hatte also tatsächlich so eine, naja, schon in Richtung des Neuen gehende Art der geistigen Wahrnehmung. Er hat etliche Wesenheiten erkannt – von dem er oft spricht, ist der Geist der Materie, also sprich im Grunde der Ahriman, den er erlebt, weil er halt als Physiker mit dem umgegangen ist, ja mit diesen Kräften.

Gerade weil es ja darum ging, die Kräfte zu erkennen, die bis in den atomaren Bereich hineingehen, also bis in die Atomkräfte, in die Kernkräfte hinein, eben mit seinem Denken einzutauchen. Und das war mit ihm verbunden mit dem Erlebnis dieses düsteren Geistes der Materie, also des Ahriman, ganz ganz deutliche Schilderung dessen, die er hatte. Und er hat diese Erlebnisse gehabt halt noch nicht im vollwachen Zustand, sondern in der Regel in seinem halbwachen Zustand, wo er so ein bisschen im Träumen drinnen ist, aber doch auch wach ist.

Und dann hat er gemerkt: Ja, die Bilder, eigentlich mache ich sie, aber es ist nicht etwas, was ich mir ausgedacht habe, sondern ich gebe nur dem, was mir entgegenkommt jetzt, die Gestalt. Ich mache sie durch meine geistige Tätigkeit sichtbar, sagen wir es einmal so. Es ist so, dass ich durch meine geistige Tätigkeit die Gestalt, die aber ihre Gestalt eigentlich hat, aber ich mache sie durch meine geistige Tätigkeit sichtbar für mich. In der geistigen Wahrnehmung.

Also so könnte man das in etwa bezeichnen: Da kommt etwas geistig auf mich zu, sei es der Doppelgänger, sei es der Herr Ahriman, seien es irgendwelche Elementarwesen, sie kommen auf mich zu – aber ich erhebe sie jetzt bewusst zur Imagination. Ich merke, ich bin mir bewusst, das Bild gestalte ich mit, aber ich gestalte es nicht willkürlich – so wie: der müsste halt düster sein oder so. Sondern es ist wie in einem künstlerischen Prozess. Ich muss ihm ganz bestimmte Eigenschaften geben, die kann ich nicht willkürlich irgendwie verändern, weil dann merke ich sofort, das stimmt aber mit meinem Erleben nicht überein, das passt nicht.

Also das geht so ganz von selbst irgendwie, aber das ist ein gestaltendes Denken eigentlich. Ein Denken, das in ein Schauen übergeht. Das, was Rudolf Steiner schon in seiner Philosophie der Freiheit als zentrales Thema hatte: Die Beobachtung des Denkens. Und hier ist es die Beobachtung eines wirklich gestaltenden Denkens.

Dieses Denken gestaltet etwas. Es ist nicht so wie ein Traumbild, das eben in einem halbbewussten oder wenig bewussten Zustand nur ist, sondern es ist ganz wachbewusst. Ganz wachbewusst. Und das Denken gestaltet jetzt. Es ist nicht aber ein logisches Schließen, sondern es ist eben ein Gestalten des Bildes und ein Beobachten, ob das mit der Stimmung zusammenpasst oder das Erlebnis: Aha, ja, das passt zusammen.

Das ist in etwa eben auch das, was Goethe hatte, also die Metamorphose der Pflanzen beschrieben hat und so. Das ist nicht ein logisch schließendes Denken, sondern es ist ein Beobachten und ein Auferstehenlassen, zum Beispiel diese wachsende Pflanze in meinem Bewusstsein, ein Bild mir zu schaffen im Inneren. Aber das ist nicht willkürlich, da brauche ich auch nicht überlegen dabei, sondern ich gestalte wie ein Künstler. Das ist was anderes.

Das wäre ein guter Künstler: gestaltet. Also ich habe jetzt die Idee, ich werde das so und so machen, dann konstruiere ich was. Sondern ich gehe ins Tun hinein und im Tun weiß ich: So muss ich es machen. Da muss was Rundes sein, da muss was Spitzes, Eckiges sein, da steht irgendwas heraus. Das ist eine Erfahrung eigentlich, der ich nur Gestalt gebe jetzt, eine übersinnlich-sinnliche Gestalt gebe.

Naturgesetze als abgestorbenes Geistiges – Ahriman und die Erde 00:46:58

Also damit meine ich jetzt das, was auch Platon meinte mit der Ideenwelt, die schaffend dahintersteckt, aber wenn die anfängt, nur mehr immer dasselbe zu schaffen, sich immer wiederholt im Grunde, dann ist die Idee tot geworden. Und das, was wir Naturgesetzlichkeiten mit der äußeren Forschung finden in der Natur, sei es im Mineralischen – da ist eh klar, dass es was Totes, was Abgestorbenes ist –, also gerade in der mineralischen Welt. Wir haben über die Kristalle gesprochen in letzter Zeit, dass das eigentlich die ersten Spuren unserer Inkarnation sind auf Erden, gerade die Kristalle. Das sind die ersten Leichname, die wir zurückgelassen haben. Da haben wir noch, im Bild gesprochen, mit der Zehenspitze vielleicht die Erde kurz berührt einmal, ganz sachte noch, und was zurückgeblieben ist, sind die Kristalle, die Mineralien, die da drinnen sind.

Also dass die Erde mineralisch geworden ist, ist sicher einmal die starke ahrimanische Wirkung drinnen, das ist schon klar, aber eine gewisse prägende Gestalt haben wir hineingegeben, wie wir zu unseren ersten, in der lemurischen Zeit, wie wir zu den ersten Inkarnationen herabgestiegen sind. Die aber weit weg noch davon waren, dass wir in irgendeiner Körperhülle gewesen wären, wie wir sie jetzt haben. Sondern es ist ein feines Berühren, es ist ein bis ins Feste hineingehen mit der geistigen Wirkung, mit der man hereinkommt, als das geistige Wesen, das man ist.

Und die Inkarnation läuft aber dann so, dass dieser Kristall sich zu bilden anfängt. Die Erde war noch viel flüssiger, wenn man so will – natürlich sehr zähflüssig, wenn man es mit dem Heutigen vergleicht –, aber ich wüsste ja: Die Erde ist heute noch flüssig, sie fließt, die Kontinente schwimmen auf diesem flüssigen Untergrund, das ist so langsam – für uns wäre das so zäh und hart, wie nur irgendwas –, aber doch, es fließt, ein, zwei, drei, vier Millimeter im Jahr fließt es.

Ja, die Erde hat Zeit genug, dass sie im Laufe dessen mehrmals ihr Antlitz gravierend umgestaltet hat, also so, dass die Kontinente, die wir heute haben, in ganz anderen Konstellationen zeitweise zusammen waren als ein großer Kontinent und dann hat es sich wieder auseinandergetrennt. Das mehrmals im Laufe der Erdentwicklung, wie man heute zumindest aus der Naturwissenschaft abschätzen kann.

Das ist aber ein richtiges Bild, weil die Erde, was eigentlich sehr stark lebendig ist, hat sich immer wieder verändert. Und dass überhaupt diese Verhärtung hineingekommen ist, dieses Kristallisieren, das ist sehr stark auf die menschlichen Inkarnationen zurückzuführen, die dazu beigetragen haben. Und die eben ihre ersten Spuren in den Kristallen, in dem mineralischen Werden hinterlassen. Also den festen Boden, auf den wir heute gehen und wandern – damit wir als aufrechter Mensch da drüber gehen können, als Anthropos –, den Boden haben wir mitgestaltet, indem wir ihn gerade durch dieses kristalline Element mehr und mehr verhärtet haben. Damit gibt der Boden dann mit der Zeit die stabile Unterlage, auf der wir dann sehr, sehr viel später uns aufrichten können.

Wo wir dann natürlich schon in einer ganz anderen Leibeshülle leben, aber am Anfang sind es nur die Kristalle, die wir eigentlich ausscheiden. Und die einen langen Prozess haben, bis sie sich wirklich verhärten, zu einer ganz bestimmten, typischen Gestalt, in der sie dann einverweilt sind, mehr oder minder. Aber da sind unsere Spuren drinnen.

Also schon seit einer sehr, sehr frühen Zeit. Man darf sich eben diese lemurische Zeit – zumindest die frühen Phasen – wirklich nicht so vorstellen, dass da irgendeine Gestalt herumgelaufen wäre, die irgendwie ähnlich dem ist, wie wir heute sind. Also selbst die Zeiten, wo auch die Menschen vielleicht eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Affenartigen hatten – aber im Grunde ist es so, dass die Affen, die entstanden sind, ein Ausscheidungsprodukt aus unserer Entwicklung sind. Und erst wenn die weitgehend gediehen ist, diese Ausscheidung aus unserem Wesen heraus, dann treten wir auf in unserer mehr oder minder heutigen, unserer heutigen Erscheinungsform ähnlichen Menschenform.

Also selbst wenn es dann Neandertaler oder so sind, da ist aber schon deutlich, dass die Aufrrichtung drinnen ist. In den Cro-Magnon-Menschen fängt es schon an, dass diese Aufrrichtung da ist. Also obwohl unser Idealbild noch nicht da ist, aber man sieht die Aufrrichtung ist da, man sieht es an den Fußabdrücken, die da sind, wo sich diese Besonderheit des menschlichen Fußes bereits widerspiegelt. Weil der Bau des menschlichen Fußes ist ja ganz was Besonderes und überhaupt nicht vergleichbar mit dem, was sonst irgendein Tier hat.

Das Tierreich als Ausscheidungsprodukt der menschlichen Entwicklung 00:53:03

Ich erinnere daran, wir haben oft davon gesprochen, dass das ganze Tierreich eigentlich von uns abstammt. Nur nicht von uns natürlich, wie wir heute sind, sondern aus dem, was seit langer, langer Zeit an unserer Menschwerdung arbeitet. Was dann wirklich als einzelne Gestalten sich herausgegliedert hat, wo wir aber noch vor allem geistig gearbeitet haben stark – das sind die einzelnen Tierformen geworden. Mit denen haben wir uns nicht inkarniert, aber wir haben sie aus uns herausgesetzt, sozusagen. Was gestaltend drin gewirkt hat, waren eigentlich wir.

Ja, natürlich mit viel Hilfe dazu, ist schon klar. Aber es ist letztlich entstanden aus unserem Streben, unsere Form zu finden, unsere Form zu bilden, mit der wir hier individueller Mensch letztlich werden können. Und der Weg geht halt von dem, dass am Anfang alles, was wir hineinbringen, natürlich irgendwie vererbt wird und die Vererbungslinie da ist, dass das nicht wieder zerflattert sofort, weil es ist natürlich eine Hilfe dann gewesen für die Inkarnation, dass da unten schon sowas wie Erbanlagen vorhanden sind.

Nicht wahr? Die ersten Erbanlagen, die wir sozusagen der Welt eingeschrieben haben, sind im Grunde die Kristallformen. Also da ist was drinnen. Nicht umsonst wird auch unsere Erbanlage, die DNA, als sowas wie ein kristallingestaltetes Gebilde manchmal geschildert worden, in der Frühzeit übrigens.

Also da haben manche, bevor die DNA dann wirklich gefunden wurde, das so geschildert: Wie einen periodischen, gestalteten Kristall, so hat man sich das vorgestellt. Irgendwas, was jedenfalls eine klare Form hat, der sie sogar unterliegen. Es muss sozusagen sein, wenn diese Erbanlage so streng weitergegeben wird, muss man eine sehr strenge Form irgendwo haben. Das kann nicht so fließend sein und wenn es weitergegeben wird, kriegt es schon wieder eine ganz andere Form, sondern es muss was sehr Starres in sich haben.

Das waren durchaus richtige Ansätze zunächst und erst viel später ist dann das gekommen, wie man es heute ansieht mit der DNA, mit dieser Wendel, mit dieser Spirale, die da drinnen sind, diese spiraligen Moleküle, also die DNS oder DNA, die Desoxyribonukleinsäure, die dahintersteckt – was faszinierend ist eigentlich. Eine Spur, eine deutliche Spur der Entwicklung des Lebens auf Erden. Das ist da, es ist eine äußere Chronik, aber es ist eine Chronik, die wir eingeschrieben haben eigentlich der Natur, wir Menschen.

Wir Menschen, weil wie gesagt, die Natur eigentlich von uns abstammt – nicht nur die Tiere, sondern auch in Wahrheit die Pflanzen, auch die Mineralien, da fängt es sogar an. Da sind die Gestaltungsimpulse bereits drinnen, die wir dem eingeprägt haben, mit sehr, sehr viel Hilfe natürlich. Und es geht jetzt darum, aber das wird es immer individueller gestalten.

In der Vergangenheit war das auch gut für die ganze Entwicklung, weil damit haben wir eine Grundlage für die ganze Naturentwicklung mitgelegt. Natürlich sind wir nicht allein jetzt die Schöpfer der Erde, aber die Erde ist der Ort – so ist es auch von der Gottheit vorgesehen gewesen, darum hat sich die Gottheit, also vor allem die Vatergottheit, schon lange zurückgezogen in den Hintergrund –, um ein Feld zu eröffnen, wo letztlich ein geistiges Wesen oder eine Gruppe von geistigen Wesenheiten wirklich lernen sollen, aus der Freiheit heraus gestaltend mitzuarbeiten und sozusagen sich selbst zu gestalten da drinnen.

Und die ganze Erdentwicklung ist eine Spur dieser Entwicklung, wo wir uns selbst mitgestalten, aus der Freiheit mitgestalten – an uns selber und auch an dem, was wir eben als Natur aus uns heraus setzen.

Das Ich als purer Gestaltungswille und die Mitwirkung der Hierarchien 01:00:16

Das ist ganz interessant. Man muss mal überdenken, man muss nichts glauben oder was, aber man überlegt einmal diese Gedanken. Man bekommt dann zumindest ein anderes Bild von uns Menschen. Wir denken heute immer, wir sind halt die Haut und Knochen und Blut und weiß Gott was da drinnen ist, so wie wir halt geboren worden und dann größer geworden sind, das seien schon wir.

Aber das Eigentliche, was unser eigentliches Wesen ausmacht, ist diese gestaltende, geistig gestaltende Kraft. Und geistig gestaltende Kräfte wirken in der Natur. Das heißt, sie gehen gestaltend bis ins Materielle.

Heute gestalten wir ganz leise bis ins Materielle nur mehr in unserem eigenen Körper. Und was wir äußerlich tun, zumindest jetzt im Moment, ist hauptsächlich das, was wir durch unseren Intellekt mit äußeren technischen Mitteln machen. In der Vergangenheit haben wir ganz anders an der Natur gearbeitet, indem wir immer an uns gearbeitet haben und das, was wir uns erarbeitet haben, aus uns herausgestellt haben.

Wenn wir gesagt haben – natürlich nicht in irgendeiner heutigen Sprache –, aber was übergeblieben davon ist, das sind eben die Minerale geworden, das sind die Pflanzen geworden, das sind die Tiere geworden. Und nachdem das bereits in großer Fülle da war, dann waren wir so weit, dass wir die aufrechte Menschengestalt schaffen konnten, in der unsere Individualität gestaltend schon damals mitwirkt. Natürlich mit Hilfe anderer geistiger Wesenheiten, aber das, was wirklich herauskommt, ist Ausdruck trotzdem unserer Individualität vom Anfang an.

Wir haben Unterstützung in allem, aber es wird dem Menschen von Anfang an auf den Weg gebracht, sein Individuelles zu bilden. In der äußeren Erscheinung, in den Lebenskräften wie sie in ihm walten, in den Seelenkräften wie sie in ihm walten, in dem Geistigen, das letztlich erwacht – wo anfangs natürlich 99,9% von höheren geistigen Wesenheiten kommt und getragen wird.

Aber sie tun nichts, wo dieser Mensch, dieser noch kaum existierende Mensch, von dem nur so ein kleines Fünkchen, eben sein Ich-Funke existiert – aber dieser Ich-Funke ist damals schon in dieser fernsten Vergangenheit bestimmend darüber, was passiert. Und die anderen, die höheren geistigen Wesenheiten, die eben jetzt an der Gestaltung der Erde und an der Gestaltung des Menschen mitwirken, weil wir es halt alleine noch nicht können – sie richten sich aber nach dem, was der Mensch will. Er wollte nämlich damals schon was.

Das Ich besteht darin – das Ich ist purer Wille, ist purer Gestaltungswille, nichts anderes. Und in diesem Gestaltungswillen ist vorbereitet, durch die ganzen kosmischen Vorstufen, über die wir jetzt schon so oft gesprochen haben, vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand. Das zieht sich durch und wird immer feiner und immer mehr unseres. Aber es fängt schon am Anfang an. Unser Ich existiert schon. Am alten Saturn ist es nicht einmal noch dabei, den eigenen Körper mitformen zu können, aber es ist schon da. Es ist schon da, es greift nur noch kaum ein.

Aber trotzdem, ganz zart beginnt es und es wird immer stärker. Und dass wir heute so sind, wie wir sind, auch körperlich so sind, ist letztlich ganz stark zu verdanken unserer Mitwirkung und der Unterstützung, die wir haben, dass das alles so ist, dass unserer Freiheit gedient wird.

Dass also hier ein Wesen geschaffen wird, das die Freiheit deswegen hat, weil wir als Mikrokosmos wirklich den gesamten Makrokosmos repräsentieren. Das heißt, alle Möglichkeiten offen haben. Und wir sind auf keine vorgeprägt. Fix. Von Anfang an nicht. Sondern wir suchen den Weg und die höheren Hierarchien helfen uns, dass wir unsere gestaltenden Impulse einbringen können.

Und sie helfen uns dabei, dass wir nicht irgendwo sozusagen den Weg uns vermauern. Dabei helfen sie uns. Aber die eigentliche Gestalt der Natur draußen entspricht unserem Wesen. Das tragen wir hinein mit unseren geistigen Impulsen.

Wolfgang Pauli, C.G. Jung und das bewusste Geistige 01:28:37

An solche Sachen heranzukommen – das ist zum Beispiel eine große Aufgabe in der Landwirtschaft heute –, die Lebensgesetze in der Natur zu erkennen, während heute alles – also in der Vergangenheit hatten die Bauern einen gewissen gesunden Instinkt dafür, wie sie mit dem umgehen konnten, mit der Natur, dass man dem Boden etwas abringen kann und so weiter.

Das geht ja zurück, also in die urpersische Zeit sogar bis dahin zurück, dass man lernt, mit dem Boden umzugehen. Das heißt, wir arbeiten an der Natur, wir überlassen es nicht mehr nur den anderen geistigen Wesenheiten, den Elementarwesenheiten allein, sondern wir geben etwas vor, bringen etwas dazu. Allerdings noch aus einer sehr viel höheren Erkenntnis.

Also gerade der Zarathustra, der große Lehrmeister, der Zoroaster, der Goldstern, der so eine ganz helle geistige Wachheit hatte und sehr genau durchschaut hat, auch welche geistigen Kräfte wirken in der Natur draußen. Der ja eben auch als erster den Ahriman sehr klar erkannt hat. Der wirkt als Gegenpart der lichten Kräfte.

Wobei der Zarathustra in der damaligen Zeit, also in der urpersischen Zeit, noch nicht so gut differenzieren konnte zwischen den eigentlichen lichten Sonnenkräften, den Christuskräften, die da drinnen wirken, und den luziferischen Kräften, die sich Licht geraubt haben im Grunde, gestohlen haben und mit dem geblendet haben. Also das heißt, was der Zarathustra als Ahura Mazda, als den Sonnengeist, als den lichten Geist darstellt als Gegner des Ahriman, des finsteren Ahriman, da ist durchaus auch etwas Luziferisches irgendwo im Umfeld da. Das konnte er aber zur damaligen Zeit noch nicht so klar auseinanderhalten.

Aber sehr deutlich konnte er sehen, was da an finsteren Kräften aufsteigt, an den ahrimanischen Kräften, die Mitgestalter sind am Naturwerk.

Das heißt, das ganze Schöpfungsgeschehen ist eben so, dass diese Widersacherkräfte ja abkommandiert wurden – geradezu, wie es Rudolf Steiner öfter ausdrückt –, mitzugestalten, aber nicht aus der Freiheit heraus. Das ist der große Unterschied. Aber das ist der einzige Weg, wodurch dem Menschen ermöglicht werden kann, selber aus der Freiheit heraus zu gestalten.

Was der Naturwissenschaft eigentlich an einziger Freiheit entgegensteht: Die Naturgesetze, die wir heute als Chemie, Physik und so weiter kennen, sind Schöpfungen Arimans, das sind nicht die eigentlich göttlichen Schöpfungen. Das ist nicht das eigentlich, was der Christus hineingegeben hat. Denn was der Christus gestaltet, aus Liebe heraus, aus Lebenskraft heraus, die er verschenkt, das ist eine lebendige Gestaltung. Die ist aber in unserer Erdentwicklung nur bedingt zustande gekommen, weil eben den ahrimanischen Kräften Raum gegeben wurde, auch gestaltend zu wirken, aber aus dem Toten heraus. Da ist nichts Schöpferisches, da ist nichts Kreatives.

Also das heißt: Alles, was die ahrimanischen Kräfte einbringen in das Naturgeschehen, ist tot. Und darum haben wir heute die Naturwissenschaft, um diese Todeskräfte in der Natur zu erkennen. Naturwissenschaft im eigentlichen Sinn ist heute nicht Erforschung des Lebens, auch wenn es um Biologie und so weiter geht. Es ist immer nur Erfassung des Toten drinnen. Das heißt, das was als ahrimanische Wirkung drinnen ist.

Und dessen sollten wir uns bewusst werden. Das ist die große Aufgabe auch der Naturwissenschaft: Uns das ins Bewusstsein zu rücken.

Wir sind heute noch nicht so weit, dass wir als Naturforscher – bis auf wenige, wie Wolfgang Pauli, der sehr deutlich gesprochen hat von dem Geist der Materie, und der Wolfgang Pauli war der, der den Atomaufbau erklärt hat, warum er so ist, wie er ist – also warum das Periodensystem der chemischen Elemente so und so ist, wie die Atome aufgebaut sind und aufgebaut sein müssen, nach welcher Regel, das hat er erkannt. Das hat er erkannt, weil er im Grunde den Ahriman erkannt hat da drinnen. Den er damals den Geist der Materie genannt hat. Auf die Benennung kommt es ja nicht an.

Aber dem verdankt er, dass er diese Gedanken bekommen hat, die Ahriman, die ahrimanischen Wesenheiten, real als Schöpfungsgedanken in den Kosmos eingeschrieben haben. Das sind die sogenannten Naturgesetze, wie wir sie heute erforschen. Heißt nicht, dass es nicht auch höhere Naturgesetze gibt, die wir heute im Großen und Ganzen noch gar nicht kennen.

Die Statue des Menschheitsrepräsentanten: Luzifer und Ahriman 01:18:23

Heute leben wir im Zeitalter, wo die Widersacher ganz gewaltig da sind. Das Rätsel des Bösen – das ist die Frage unserer Zeit. Das gilt es wirklich zu lösen und zwar individuell zu lösen.

Und da ist auch so ein Punkt: Wir brauchen eben das Bild, das so deutlich herauskommt aus der Statue des Menschheitsrepräsentanten, die Rudolf Steiner gemeinsam mit Edith von Asten-Kinkel gestaltet hat. Also sie hat sehr viele Arbeiten gemacht, hat die Ideen gebracht dazu und die Gestaltung und fleißig immer wieder daran gearbeitet.

Und das sieht man ja zentral: Die Christusgestalt oder der Menschheitsrepräsentant – ganz bewusst so genannt, also eigentlich nicht der Christus schlechthin, sondern der Menschheitsrepräsentant. Also es ist der mit uns verbundene Christus. Es ist nicht der Christus, wo ich im alten Sinne sage, er ist irgendwo da draußen, es ist der Christus in uns, der aber sehr wohl eben auch eine Wirkung hat im Äußeren und der uns unterstützen kann dabei, diesen Widersachern Parole zu bieten.

Aber nicht er besiegt sie für uns, sondern er unterstützt uns dabei. Und diese Gestalt möchte ich nur zeigen: Es ist ja der Christus, aber auch der auf Erden steht, also der inkarnierte Christus, der da steht und begleitet ist von den Widersachern, von den Widersachern in uns und um uns.

Ganz deutlich daher kommt der Ahriman zweimal vor – der Ahriman in uns und der Ahriman draußen –, und es kommt der Luzifer zweimal vor. Der Luzifer draußen und da gerade, wo wir sind: Dieser Statue, der eine Arm erhoben, und beim Luzifer sieht man, wie er sich selbst die Flügel bricht eigentlich und dann nach unten stürzt. Aber es ist nicht so, dass der Christus ihm die Flügel bricht. Er bricht sie sich selber. Im Erleben, in dem Erleben dieser Christuskraft.

Und dieses Bild – die Flügel sich zu brechen – ist ein Bild dafür, dass er dadurch einbüßt mit der Zeit die Kraft, uns eben in diese luziferischen Höhen hinaufzuführen, ohne dass wir die geistige Kraft entwickeln, die diesen Höhen gewachsen sind. Das ist der Punkt, das will nämlich der Luzifer. Er hat ja sein lichtes Reich irgendwo, das aber eigentlich ein sehr niederes geistiges Reich ist, und dort will er uns hinführen. Und das soll verhindert werden. Also dass dieser Höhenflug sozusagen möglich ist, der aber eben nur in sehr geringe Höhe geht – da müssen die Flügel knicken irgendwo.

Was der Luzifer an Licht hat, ist im Grunde ein Scheinlicht. Das ist nicht das wirklich geistige Licht. Das ist ein geraubtes Licht, das ist nicht ein von ihm erzeugtes Licht in Wahrheit. Das Licht des Luzifer ist ein Licht, das er geraubt hat, das er den höheren Hierarchien geraubt hat, mit dem operiert er. Das ist nicht ein Licht, das er hervorgebracht hätte aus sich, das kann er gar nicht. Da müsste er aus der Freiheit heraus dieses Licht erzeugen.

Das wahre Licht kann der Christus erzeugen. Oder wir. Und, oder, und. Wir gemeinsam in Verbindung mit dem Christus. Aber wir müssen ausstrahlen. Wenn wir nicht ausstrahlen, bringt der Christus uns nicht dazu, dass wir es tun. Wir müssen es wollen. Wir müssen die Willenskraft aufbringen, die so stark ist, dass sie dieses Licht ausstrahlt.

Und eben in dieser Statue des Menschheitsrepräsentanten ist genauso der Ahriman doppelt da, im Äußeren und im Inneren. Also das heißt, wir müssen auch lernen, umzugehen mit den ahrimanischen Kräften in uns. Und wenn wir mit den ahrimanischen Kräften in uns fertig werden, dann werden wir auch mit den ahrimanischen Kräften draußen fertig werden.

Also das heißt, wir müssen in unserer Entwicklung dafür sorgen, dass wir vor allem einmal mit dem Luzifer in uns und mit dem Ahriman in uns fertig werden. Und in Verbindung mit dem Christus, verleiht er uns die notwendige Kraft, dass wir es in der Welt auch können. Den Ahriman in der Welt und den Luzifer in der Welt zumindest in die Schranken weisen können.

Und wenn wir stark genug sind, zur Erlösung beitragen können, dass wir von der Aufgabe befreit werden, uns immer in die Irre zu führen.

Die Widersacher als göttlicher Auftrag – zur Erlösung der Welt 01:24:10

Das muss man ja ganz klar sehen, dass diese beiden Kräfte ja nicht nur durch die Duldung, durch die göttliche Duldung, sondern eigentlich durch den göttlichen Auftrag in der Welt, so wie wir sie heute kennen, da sind. Und nur durch ihre Wirkung in der Welt und in weiterer Folge in uns selbst können wir durch die Auseinandersetzung mit ihnen unsere Freiheit entwickeln.

Sie müssen dafür eigentlich sorgen, dass wir sagen, der göttliche Wille interessiert uns nicht. Das ist so eine Schiene, die da ist. Weil Freiheit ist nicht: Aha, ja, aus Freiheit vollziehe ich den göttlichen Willen. Das ist zu wenig. Wir sollen schöpferische Mitgestalter der Welt werden. Das ist das Entscheidende. Einmal natürlich im ganz Kleinen irgendwo.

Im nächsten Schritt, also wenn wir ins neue Jerusalem gehen, von dem in der Apokalypse die Rede ist, oder was Rudolf Steiner auch den neuen Jupiter nennt, dort werden wir weltgestaltend mitwirken, bis in die Naturgesetze hinein.

Das sind die sogenannten Naturgesetze, wie wir sie heute erforschen. Heißt nicht, dass es nicht auch höhere Naturgesetze gibt, die wir heute im Großen und Ganzen noch gar nicht kennen. Ob dort Naturgesetze auch so sind, wie sie hier großteils der Ahriman der Welt eingeschrieben hat, weil das ist das, was wir heute als Naturgesetze bezeichnen – das sind Schöpfungen Arimans, das sind nicht die eigentlich göttlichen Schöpfungen. Das ist nicht das eigentlich, was der Christus hineingegeben hat. Denn was der Christus gestaltet, aus Liebe heraus, aus Lebenskraft heraus, die er verschenkt – das ist eine lebendige Gestaltung.

Nicht der Christus erlöst die Widersacher, sondern wir. Wir müssen daran arbeiten. Und das ist die Aufgabe, die halt jetzt in unserer Kulturepoche nicht auf uns zukommt, sondern wo wir mittendrin stehen. Und wo man ganz deutlich sich bewusst wird: Wir haben die Möglichkeit und die Kraft, wenn wir den Willen aufbringen, aus unserem Ich heraus.

Das ist das, was ich anfangs auch gesagt habe: Das Ich arbeitet eigentlich im Willen, im schöpferischen Willen. Das Ich hat nicht etwas primär damit zu tun, dass es vor Gescheitheit strotzt und logisch alles begründen kann, sondern das Erste ist einmal etwas Schaffendes in die Welt zu setzen, aus dem eigenen Schöpferwillen heraus. Die Welt umzugestalten. Das ist was ganz Kleines zunächst einmal.

Und das besteht primär auch darin, gerade dadurch, dass wir aus der Freiheit tätig werden, die Widersacher dazu zu bringen, uns nicht im Wege zu sein, sondern uns eigentlich sogar zu unterstützen. Das heißt, den Ahriman einspannen, wo es angepasst ist, und zurückzuweisen, wo es nicht angepasst ist.

Technische Störung und Wolfgang Paulis Begegnung mit dem Geist der Materie 01:35:31

(Kurze Unterbrechung – technische Schwierigkeiten beim Livestream)

Ist ja kein Wunder, jetzt hört man so viel von den Widersachern, bei den technischen Dingen. Da können sie sehr stark drin wirken.

Ich glaube, ich habe euch das ja schon öfters erzählt, weil ich heute wieder sehr viel von Wolfgang Pauli gesprochen habe, der diesen Geist der Materie so stark erlebt hat, gerade in den Wachträumen. Im Übergang eben schon zum Tagesbewusstsein. Dort hat er das sehr stark erlebt. Das hat er gelernt, diese Bilder im Gedächtnis zu behalten und das dann schnell aufzuschreiben, was er da erlebt hat.

Er hat dann viel mit dem C.G. Jung zusammengearbeitet, um noch bewusster zu erkennen, was bedeuten diese Bilder, die da drinnen stehen. Den anthroposophischen Weg gab es zwar zu dem Zeitpunkt schon, aber er kannte ihn nicht. Weder der Wolfgang Pauli noch der C.G. Jung hat vielleicht sicher irgendwas davon mitgekriegt, ist aber seinen eigenen Weg gegangen. Ist halt in diese tiefe Psychologie hineingegangen, war aber auch hellsichtig, hat Erfahrungen gehabt, hat vorhergesehen.

Was jetzt allein äußerlich gar nicht so schwer war, dass der Erste Weltkrieg kommen wird, aber er hat das sehr, sehr deutlich vorhergesehen. In seinem sogenannten Roten Buch – da schildert er das –, hat er seine ganzen Visionen, seine Erlebnisse, was da über die Welt herziehen wird, in jungen Jahren schon niedergeschrieben und mit vielen Zeichnungen und Illustrationen versehen. Es ist faszinierend, dass so ein dicker Schmöcker erst nach seinem Tode veröffentlicht worden ist, weil er wollte absolut nicht, dass irgendwer mitkriegt, dass er solche geistigen Erfahrungen hat. Er hat Angst gehabt, dass er dann als Akademiker auf den Universitäten nicht mehr ernst genommen wird.

Er wollte seine tiefe Psychologie, seine Art, die Welt anzuschauen, das wollte er vertreten. Das war durchaus gegründet, aber auch auf eigene Erfahrungen mit. Wenn er natürlich auch nicht die Klarheit hatte – das muss man auch dazu sagen –, wie es ja Rudolf Steiner hatte. Dazu waren die Erfahrungen zu punktuell. Er hatte zum Beispiel nicht den Überblick über die ganze große Weltentwicklung, zum Beispiel über diese sieben Entwicklungsstufen oder so. Aber ohne die versteht man den jetzigen Moment nicht. Man kann die Frage, was ist heute, was bedeutet das heute, nicht wirklich beantworten, wenn man nicht überschaut – wirklich die sieben großen kosmischen Entwicklungsstufen, zumindest im Überblick.

Das schaut natürlich jetzt wieder unheimlich schwierig aus und kompliziert, weiß ich. Man muss auch jetzt noch nicht übertreiben damit, aber es wirkt in Wahrheit mit. Dort, wo wir anfangen, geistig etwas zu erleben, ist es im Hintergrund da. Da ist die Vergangenheit und die Zukunft, die Ziele, auf die wir hinsteuern, sind da.

Weil in jedem Moment – das haben wir ja besprochen –, Zeit entsteht eigentlich dadurch, dass ein Strom aus der Vergangenheit in die Zukunft fließt und es fließt uns etwas entgegen. Und wir an jedem Punkt, wo wir stehen, arbeiten mit diesen beiden Strömungen. Das heißt, wir verknüpfen auf unsere individuelle Art das, was aus der Vergangenheit strömt, mit dem, was da entgegenströmt. Und was dann wirklich konkret daraus wird, entscheiden wir mit. Noch ganz klein jetzt, ganz wenig, aber hier in jedem Augenblick haben wir die Chance zumindest dazu. In jedem Augenblick.

Und tatsächlich, wenn man ein Mensch ist, der sich mit geistigen Dingen beschäftigt – das heißt bitte noch nicht, dass man jetzt groß hellsichtig sein muss –, das Erleben kommt, wenn man bereit ist dazu. Aber es ist viel näher, als man glaubt. Das ist der Punkt. Und es ist ganz anders, als man es erwartet in der Regel.

Selbst wenn man die Schilderungen von Rudolf Steiner liest und sie nicht wirklich versteht, wie sie gemeint sind. Weil auch Rudolf Steiner, wie jeder Prophet, wie jeder hellsichtige Mensch, er kann alles nur in sinnlichen Begriffen schildern, weil sonst versteht es kein Mensch.

Theosophie, Blavatsky und die Grenzen des Trancebewusstseins 01:10:30

Und das Medium, wenn es dann spricht – völlig weggetreten, spricht etwas aus, schreibt es vielleicht, es gibt Schreibmedien, die schreiben etwas und wissen nichts davon. Und trotzdem schreiben sie es, sie holen es herein. Es ist ihre geistige Erfahrung.

Es ist dann sehr schwer natürlich heute für wachbewusste Menschen die Qualität dieser Mitteilungen zu beurteilen. Die können oft sehr gescheit klingen, die können oft sehr kurios klingen, alles mögliche. Jedenfalls sind sie heute nicht so verlässlich in dem Sinne, dass wir sagen können, es stammt zwar von einem Medium, aber es kommt trotzdem aus dem Geistigen, sogar aus einem sehr hohen Geistigen.

Das Medium hat keine Möglichkeit, das zu beurteilen, von wo diese Eingebungen kommen. Das Medium im alten Sinne – was aber heute trotzdem auch noch vorkommt –, die sind noch viel tiefer im unbewussten Sinne, dass sie mit dem Ich gar nicht dabei sind. Weil dieser Trancezustand, dieses Trancebewusstsein, Bewusstsein ist es, weil es erlebt und erfährt ein Wissen, das im Grunde mit dem ganzen Kosmos zusammenhängt.

Also gerade dieses Trancebewusstsein verbindet sich mit dem Geistigen der ganzen Welt, des ganzen Kosmos. Also das geht am allerweitesten, ist aber eben gerade weil es am allerweitesten hinaus erreicht, ist es so verdünnt, dass wir halt nichts normalerweise mitkriegen. Auch das Medium selber kriegt nichts mit, es spricht zwar vielleicht aus dem heraus oder schreibt, aber es ist völlig weggetreten.

Und das ist aber wieder eine gute Gelegenheit, wo auch Widersacherkräfte eingreifen können und mitsprechen mit dem, was das Medium in der Trance erzählt. Das kann sehr leicht sein, also darauf kann man sich nicht verlassen.

Das war auch einer der Punkte in Wahrheit, wo Steiner nie mitgehen konnte mit der Theosophie im alten Sinne, weil da sehr viele solche Sachen drin waren. Blavatsky selber hat ihre wesentlichen Erkenntnisse in Trance bekommen und von dort geschöpft. Sie war auch im äußeren Bewusstsein, aber nicht während dieser Traumsitzung, wo sie in den Trancezustand verfallen ist, wo sie spricht, wo sie Eingebungen hat oder sogar niederschreibt aus dem heraus.

Und Rudolf Steiner hat sehr wohl erkannt, dass da durchaus Wahrheiten drinnen sind. Sie war nicht einfach gekettet an die Widersacher, aber das ist kein Weg, der in die Zukunft führt. Darum wollte er das nicht, dass das in die Anthroposophie hineinkommt. Die Sucht, die durchaus viele Menschen, die nach dem Geistigen Sehnsucht hatten, die waren sehr wohl zufrieden damit, wenn wer im Trancezustand das alles berichtet und vielleicht noch erzählt aus dem Reich der Toten, was die alles sagen. Das kann ja durchaus wahr sein, ist eben bei der Blavatsky im Großen und Ganzen auch Wahrheiten drinnen gewesen, aber beurteilen kann man das dann als Mensch, der nur dem zuhört und sich auf das verlässt, was das Medium sagt, überhaupt nicht.

Es gibt keine Kontrollmöglichkeit, also keine Möglichkeit, es selbst zu beurteilen. Ich kann sagen, das ist mir sympathisch, was das Medium sagt, oder es ist mir weniger sympathisch, ich glaube es halt. Aber wissend tue ich es nicht.

Also wir müssen heute selber es erfahren, das heißt wir müssen so wach werden, dass wir in diese tieferen Zustände immer wacher hineinkommen. Aufwachen – das ist das Erwachen. Das wird auch in dem Vortrag gehen, den ich in Kempen halten werde. Dort wird es speziell auch darauf gehen.

Rudolf Steiners Hellsichtigkeit: vom instinktiven zum bewussten Schauen 01:43:27

Also es ist heute die Zeit so, dass man wirklich nur dann auch darüber reden sollte, wenn man es ins klare Tagesbewusstsein hineinbringen kann. Und dann ist man sich bewusst: Ich male dieses Bild der geistigen Welt, und ich bemühe mich darum, ein wahres Bild dieser geistigen Welt zu malen, wobei es aber übersetzen muss in Begriffe oder in Darstellungen, mit denen ich es kommunizieren kann den anderen Menschen. Das ist die Schwierigkeit da drinnen.

Also es ist die eine Schwierigkeit: Man muss sehen, vor welcher Herausforderung Rudolf Steiner gestanden ist, der jetzt wirklich eine Fülle an geistiger Erfahrung, an ganz neuen geistigen Erfahrungen hatte – neue in dem Sinn, dass die Art, wie man zu diesen Erlebnissen kommt, eine neue ist.

Und das hat sich im Leben Rudolf Steiners ganz stark verändert. Er war als Kind schon hellsichtig. Er schildert ja so ein besonderes Erlebnis, wo eine Tante von ihm, die er persönlich aber gar nicht kannte, Selbstmord begangen hat. Und in dem Moment, wo sie Selbstmord begeht – da war er so acht, neun Jahre alt –, sitzt er in der Bahnhofsstation und hat diese Erscheinung, diese Erfahrung. So schildert er es, dass er es als Kind erlebt, als ein noch unbewusstes Hellsehen, oder ein nicht ganz bewusst ergriffenes, sondern es kam halt über ihn, dieses Ereignis. Und er sieht ganz deutlich diese Frauensperson, die ihm bittet, alles, was möglich ist, für sie zu tun, um ihr zu helfen. Diese Gestalt, diese Erscheinung, dem kleinen Bub Rudolf Steiner, der so immer acht, neun Jahre alt war, und dann verschwindet sie im Ofen. So erlebt er das.

Das ist weder eine Fantasterei noch ein lebhafter Traum, es ist eine echte Erfahrung, aber sie kleidet sich halt in solche Bilder. Und das hat Rudolf Steiner später dann sehr deutlich gemacht. Dazu musste er aber diese, wie soll ich sagen, veranlagte – man würde halt sagen instinktive Fähigkeit –, diese nicht vollbewusste Hellsichtigkeit, überwinden, um sie dann auf neue Art wiederzuerwerben.

Das ist ein ganz wesentlicher Prozess – das ist der Prozess, der im Übergang von seiner Herausgabe von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften, oder einem Teil dieser naturwissenschaftlichen Schriften, dann dem Weg nach Berlin, und dieser Übergangsphase, wo er da in das ganze Bohemianleben eintaucht, wo viel getrunken wird, viel Alkohol getrunken wird, wo alle Kettenraucher sind drin, wo so ein ganz eigenes Milieu drinnen ist.

Das war aber notwendig dazu, hat gefördert, dass die alten Kräfte verschwinden. Und zugleich aber fällt in diese Zeit dann auch das Erlebnis, das Rudolf Steiner dann in seiner Autobiografie in „Mein Lebensgang" schildert. Das andere Erlebnis mit der verstorbenen Tante übrigens steht in „Mein Lebensgang" nicht, sondern hat er einmal in einem Vortrag erwähnt und besprochen, aber dort steht es nicht.

Wahrscheinlich auch, weil er da nicht wieder einen Ansatzpunkt geben wollte, dass man sagt, der spinnt ja komplett, oder: Was sieht man ja schon, dass er als Kind solche Fantasien gehabt hat. Er hat sich eigentlich von dem auch ganz stark distanziert, diese Art des unbewussten Hellsehens, das einen überkommt – das kann es nicht sein. Das hat er gelernt sozusagen.

Und das erste wesentliche Erlebnis war eben dieses Gestandenhaben vor dem Mysterium von Golgatha. Also diese geistige Quintessenz dieses Mysteriums von Golgatha, nicht äußerlich, aber innerlich zu erleben, also zu erleben diesen Christus und die Figuren, die dabei eine Rolle spielen – geistig zu erleben, zu lesen, zu erleben, das ganz bewusst in der sogenannten Akasha-Chronik –, also einzusteigen in das: Das bringt die Wende.

Und das ist bei jedem Menschen heute notwendig – nämlich dass man das alte, vielleicht angeborene Hellsehen unbedingt überwinden muss. Man muss es loswerden. Nur dann kann man heute zu einem vollbewussten geistigen Schauen kommen, das mit voller Gedankenklarheit kommt und das einem dann auch die klare Überzeugung gibt, das ist richtig, was ich gesehen habe.

Das Siebente Rätsel unserer Kulturepoche: Das Böse 02:10:17

Da sind diese Dinge. Ja, das sind die Dinge, die ich auch dann in dem Vortrag im Ruhrgebiet, in Kempen, dort besonders als Schwerpunkt darauf haben werde. Die anderen Vorträge, also in Essen, in Düsseldorf und in Witten, werden gewidmet sein der Auseinandersetzung mit den Widersachern, also das Böse zu erkennen. Das Böse ist das Rätsel, das unsere Zeit zu lösen hat.

Rudolf Steiner spricht von sieben Lebensrätseln, die es zu lösen gilt und die im Wesentlichen gelöst werden von der Menschheit im Laufe der sieben Kulturepochen. Und das Rätsel für unsere Zeit ist das Rätsel des Bösen, also für unsere Kulturepoche. Das wird natürlich dann noch ein bisschen darüber hinausgehen, das ist klar, aber es fängt jetzt so intensiv an.

Zum Beispiel das Rätsel, das die griechisch-lateinische Kulturepoche gelöst hat – man würde es nicht glauben, weil viele sagen, wo ist da was gelöst oder nur sehr eigenartig gelöst –, ist das Rätsel von Geburt und Tod. Und das ist nicht so gelöst, wie wir es heute naturwissenschaftlich, biologisch, medizinisch glauben. Was hat es jetzt eigentlich gelöst? Ich gebe nur einen leichten Hinweis, weil wenn ich das zu lange ausführe, sitzen wir morgen noch da: Das Mysterium von Golgatha, das Erdenleben des Christus, die Menschwerdung des Christus und der Tod des Christus. Und die Auferstehung, die damit verbunden ist. Das heißt noch nicht, dass alle Menschen sich schon verstanden haben, die Lösung.

Die Lösung dieses Rätsels des Bösen, vor dem wir stehen, ist erstens einmal die Widersacherkräfte in uns und um uns zu erkennen. Das ist das eine. Und das zweite ist zu lernen, dass es an uns liegt, diese Kräfte zu verwandeln. In uns sie zu verwandeln und um uns sie zu verwandeln. Das heißt, daran zu arbeiten, die Widersacher zu erlösen, unter anderem. Aber es heißt auch im Kleinen: Das Rätsel des Bösen löst sich, wie arbeite ich an mir, dass ich ganz bewusst in mir das Gute hervorbringe und nicht nur hervorbringe, sondern in die Welt wirken lasse, in dem Maße, in dem ich es eben kann. Dann ist das ein Teil der aktiven Lösung dieses Rätsels.

Das ist nämlich keine theoretische Antwort, die ich jetzt in einem Buch einfach schreiben kann, sondern sie besteht im Tun. Das ist eine ganz konkrete Lösung. Ich tue etwas, durch das das Böse überwunden wird, dadurch, dass es der Erlösung näher gebracht wird. Und dadurch gebe ich eine Kraft in die Welt hinein, die zum Guten beiträgt.

Lerne kennen, wie wecke ich meine positiven Kräfte, wie wecke ich meine Liebeskräfte, meine völlig uneigennützigen Liebeskräfte. Das heißt, wo ich das, was ich an Fähigkeiten habe, verschenke an die Welt, einsetze, um in der Welt etwas Gutes zu tun und nicht auf irgendeinen Lohn dafür warte. Das heißt nicht, dass ich deswegen trotzdem kein Geld irgendwo verdienen darf, das ist damit nicht gemeint.

Da war mal gesprochen: Liebeskräfte sind Lebenskräfte. Liebe ist in Wahrheit begleitet natürlich von Gefühlen, von Emotionen, von allen möglichen, von diesen Dingen – also alles, was im Astralen auch spielt, begleitet das –, aber das ist nicht der Kern der Liebe. Die Liebe ist Lebenskraft, die ich verschenke. Lebenskraft, die ich aus mir schöpfe, die ich in mir hervorbringe, aus meiner Ich-Kraft, aus dem Nichts heraus im Grunde hervorbringe und als Kraft verschenke an die Welt. Anders kann ich es gar nicht, sonst würde ich ersticken an der Lebenskraft, weil ich erzeuge einen Überschuss. Wenn ich das nicht verschenken würde, dann würde ich mir etwas ganz Schlechtes tun, dann würde es in mir zu wuchern anfangen.

Je mehr ich diese Lebens-Liebeskraft in mir erschaffe, umso mehr will ich sie verschenken – nein, es ist Freiheit, aber wenn ich aus Freiheit meine, ich muss es halt nicht tun, dann werde ich auch aus Freiheit heraus die Folgen tragen, für mich selber und für die Welt auch.

52. Wochenspruch und das Geheimnis der Zeit 02:17:04

Ich möchte euch jetzt noch zum Abschluss, aber dadurch, dass ich den Hinweis auf die Vorträge gegeben habe, bin ich gleich aufs Thema heute gegangen. Ich wollte eigentlich was anderes heute machen, aber es hat sich als wichtiger erwiesen und daher ist auch der Wochenspruch untergegangen.

Es ist der dritte Wochenspruch. Ich lese ihn einfach nur, ohne viel Kommentar. Ihr könnt selber versuchen, das herauszufinden, wie das wirklich gerade mit unserem Thema sehr intensiv zusammenhängt.

Es spricht zum Weltenall, sich selbstvergessend und seines Urstands eingedenk, des Menschen wachsend Ich: In dir, befreiend mich aus meiner Eigenheit Fessel, ergründe ich mein echtes Wesen.

Also zum ganzen Weltenall spricht das Ich. Das ist drinnen. Und wir befreien uns vollkommen von den Fesseln unserer Eigenheiten, also alles, was unser Ego ist, hat in dem Moment nichts mitzureden. Das darf auch nicht drinnen sein, wenn ich jetzt aus meinen schöpferischen Kräften heraus eine Imagination gestalte, zum Beispiel. Das heißt, geistig wahrnehmend werde, in Wahrheit.

Wenn ich daran mitarbeite, gerade dadurch, dass ich das mache – zum Beispiel die Widersacher zu erlösen –, dann hat das nichts mit meinem Ego zu tun. Das ist nicht etwas, was ich für mein Ego tun kann, sondern etwas, was ich verschenken kann. Das ist eine Kraft, die ich verschenke. Aber mein ganzes wachsendes Ich liegt drinnen. Weil das muss diese Kraft entwickeln. Das ist die Kraft, die die geistige Welt erleuchtet. Das ist das Licht, von dem zum Beispiel in den Mysteriendramen so oft die Rede ist.

Und da ist der Dr. Strader drinnen, genialer Techniker irgendwo, auch durchaus geistig strebender Mensch. Aber er hat noch nicht den Mut, eigentlich zu strahlen. Er ist noch nicht ganz bereit, bewusst geistig so tätig zu werden, dass er ganz aus sich heraus die geistige Welt erhellt. Das ist nämlich das Geisteslicht, das wir ausstrahlen, wenn wir selber tätig werden. Geistige Schau und die Wahrheit der geistigen Schau kann ich nur erkennen, wenn ich ganz bewusst tätig bin dabei. Das gibt die Sicherheit.

Das gibt das, was uns die geistige Welt erleuchtet heute. Wenn ich in einen visionären Zustand, in einen Trancezustand komme und da irgendetwas herauskommt, kann das wahr sein oder nicht wahr sein. Ich kann es nicht beurteilen. Ich muss es ganz bewusst schaffen, aber wie ein Künstler schaffen. Also nicht intellektuell, gerade nicht mit dem intellektuellen Denken, sondern wie ein Künstler, aber zugleich im Hintergrund mit dem an der Wissenschaft, an allen Wissenschaften geschulten, klaren Denken, das ich genau auch erklären kann, welche Zusammenhänge das sind, die ich aber im Schaffensprozess erkenne, erfahre.

Das Hellsehen ist die empirische Wissenschaft der nächsten Stufe, der höheren Stufe. Die Naturwissenschaft geht empirisch, also beobachtend, forschend in der Sinneswelt voran und versucht daraus, mit dem Denken Naturgesetze zu erschließen. Das Hellsehen geht eine Stufe weiter und geht so weit, dass es im Denken selber – nicht jetzt etwas aus den Wahrnehmungen erschließt sein –, dass die Wahrnehmung selber bereits etwas ganz bewusst Aufgebautes ist. Das heißt, wo der Wahrnehmungsprozess, das Zustandekommen der Wahrnehmung, so bewusst ist, dass ich sofort beurteilen kann, dass ich da in der Wirklichkeit drinnen stecke oder nicht.

Im heutigen naturwissenschaftlichen Denken haben wir das noch nicht. Da sage ich nichts Böses über die Naturwissenschaft, das ist nämlich eine gute Denkdisziplin auf jeden Fall drinnen und die brauchen wir. Wir brauchen nur noch eine Steigerung dessen. Das heißt, es muss bereits im Aufbau der Imagination, der geistigen Wahrnehmung, unmittelbar und nicht intellektuell ich die Zusammenhänge so erkennen, dass ich die Wahrheit des Geschauten ganz klar beurteilen kann, unmittelbar im Gestalten selber.

Noch einmal der Wochenspruch, und dann lasse ich euch den weiteren Abend genießen in Frieden.

Es spricht zum Weltenall, sich selbst vergessend und seines Urstands eingedenk, des Menschen wachsend Ich. In dir, befreiend mich aus meiner Eigenheiten Fessel, ergründe ich mein echtes Wesen.

Das ist ein Meditationsspruch par excellence. Jetzt gerade passend für die Jahreszeit, für den Punkt, wo wir sind, aber immer gültig in gewisser Weise auch.

Es ist so schön, da ist der Zeitenlauf drinnen, aber Zeit ist nicht, sondern es kommt immer wieder, jedes Jahr wieder und in jedem Moment eigentlich wieder. Es ist Rädchen über Rädchen, immer dreht es sich im Kreis und das Fernste aus der Vergangenheit kommt und das Fernste aus der Zukunft ist hier und jetzt in jedem Moment präsent. Das ist das Geheimnis der Zeit, das Geheimnis der Entwicklung, dass das zusammenfließt.

Dann wird Zeit eigentlich zu einer Erscheinung, in gewisser Weise zu einer Illusion, und wir merken, wir leben wirklich in der Ewigkeit, die nicht anfängt und nicht aufhört und trotzdem immer Veränderung und immer Neues bringt. Aber die Wirklichkeit ist in der Gegenwart, im Moment.

Dass wir die Welt äußerlich so erleben, dass wir sagen, die Erde hat schon wie viele Milliarden Jahre am Buckel oder sowas, das ist nicht geisteswissenschaftlich gedacht. Eigentlich alles, von dem wir reden, vom alten Saturn bis zum künftigen Vulkanzustand, ist präsent jetzt. Jetzt. Genau jetzt, wo ich es denke, wo ich es erfasse, wo ich es erlebe, wo ich es schaue. Da ist es da.

Ich habe zum Glück nicht so viel Haar, da kann nicht viel zu Berge stehen, aber da kann einem eigentlich nur alles zu Berge stehen. Aber es ist immer jetzt und hier. Und ich, das Ich, ist das Wesen, das es erweckt. Das es ins Bewusstsein hebt. Es ist immer neu in Perspektiven und immer wieder hier und jetzt. Und es ist immer das Ganze drinnen. Die ganze Vergangenheit und die ganze Zukunft.

Also jedenfalls jetzt einmal in dem Bereich über diese sieben großen Entwicklungsstufen, von denen wir reden. Über etwas anderes will ich jetzt gar nicht einmal weiterreden. Es geht noch weiter natürlich, die Geschichte. Aber das ist das, was wir eine Chance haben, jetzt zu überschauen irgendwo und zu erleben. Also Anthroposophie studieren heißt auch, diese riesige Zeitepoche, wie sie im Äußeren erscheint, in einem Moment jetzt und hier ahnend zu erfassen. Sicher nicht in allen Details, um das geht es auch nicht. Aber zu erkennen, wie das jetzt mit dem Ganzen zusammenhängt. Dann lebt man im bewussten Erfassen dieser ganzen Entwicklung drinnen.

In diesem Sinne, meine Lieben, danke ich euch fürs Dabeisein. Ich danke euch, die ihr im Livestream dabei seid.

Glossar

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Literaturangaben

Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;

Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;

Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;

Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;

Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;

Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X

Einzelnachweise

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