Die Apokalypse des Johannes - 320. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026

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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

320. Vortrag "Die Apokalypse des Johannes" vom 23. Juni 2026 von Dr. Wolfgang Peter. Link zum Audio

Transkription des 320. Vortrags vom 23. Juni 2026

+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du MitTun? +++

Begrüßung und Johanni-Stimmung 00:00:39

Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zum 320. Vortrag zur Apokalypse, im Umfeld der Apokalypse. Es ist ja jetzt wirklich schon so die weite Aura rundherum und das Ganze irgendwo, also ein weites Umfeld. Wir haben uns das letzte Mal mit den Sinnen sehr beschäftigt und werden das heute weiterführen oder vielleicht auch zu Ende führen.

Bevor ich mit dem Wochenspruch beginne, möchte ich noch einen Hinweis machen für die, die vielleicht kommen wollten zu unserer Mysteriendramen-Aufführung im grünen Goetheanum in der Nähe von Frankfurt. Die Veranstaltung ist auf den September verschoben, auf den 12. September, wegen der Hitze, die im Moment herrscht. Und dieses grüne Goetheanum hat zwar sehr viele Bäume, man könnte sich denken, ja schön, ist ja ein schöner Schatten, aber nur dort, wo man spielt, und dort, wo man sitzt als Publikum, ist pralle Sonne, volle Sonnenbeleuchtung. Und das ist heftig, und vor allem am Nachmittag dann ganz aus dem Westen heraus. Also die Schauspieler können dann eh nicht mehr mit Sonnenbrille spielen, weil das ist also grell, einfach, wirklich genau direkt kommt das vom Westen her, und das ist bis 10 Uhr oder so, ist es wirklich hell. Also die Sonne steht noch über dem Horizont, und die vom grünen Goetheanum haben gebeten, dass wir es eben verschieben auf den September, und ich finde das auch sehr vernünftig.

Ja gut, das war es schon, jetzt stürzen wir uns in den Wochenspruch einmal hinein. Morgen ist Johanni, und es ist der Johanni-Spruch, die Johannisstimmung, die es jetzt geht. Es ist der zwölfte Wochenspruch.

Der Weltenschönheitsglanz, er zwinget mich aus Seelentiefen des Eigenlebens Götterkräfte zum Weltenfluge zu entbinden, mich selber zu verlassen, vertrauend nur mich suchend in Weltenlicht und Weltenwärme.

Also wirklich ganz hinausgehen, nicht festklammern, auch da drinnen unten in der kleinen Hülle bin ich drinnen, sondern ganz mit der Seele hinausgehen, den Mut zu haben, ganz hinauszugehen, wirklich loszulassen. Was auch so manchmal im Alltagsleben ganz gut ist, wenn man das kann, wenn man nicht immer so verbissen in seinem eigenen Kerker drinsteckt und nur die Kollisionen mit der Umwelt erlebt. Ganz hinausgehen, also das ist das Tolle der Johannisstimmung, eben wirklich auch dieses Vertrauen haben, wirklich so wie die Flügel ausbreiten und hinausfliegen und keine Angst dabei zu haben, sich zu verlieren, sondern eben zu spüren, wie wir es ja letztens auch im Wochenspruch hatten, um sich draußen auch wieder selbst zu finden, aber auf ganz andere Weise, nämlich dann wirklich als geistiges Wesen.

Weil wenn wir da so ganz drinnen sitzen, in uns selber, das heißt in unserem Körper, und durch die Sinne hinausschauen, obwohl ja in der ganzen sinnlichen Wahrnehmung die ganzen Seelenkräfte, unsere Seele ja ganz stark mitbeteiligt ist und viel zu entdecken gibt, auch was man mit den Sinnen nicht sieht, durch im Grunde die gleichen Kräfte, nur das wird uns halt oft nicht bewusst. Und da ist eine gute Übung, einfach einmal loszulassen. Also mit der Seele wirklich hinauszugehen und sich zu verbinden mit der Weltenseele eigentlich, die draußen ist. Dem Licht, in der Wärme waltet jetzt eben ganz stark. Und dann später, wenn der Herbst kommt und dann die Winterzeit wieder kommt, dann müssen wir uns eh wieder in uns zurückziehen, in unser Häuschen uns zurückziehen. Und hoffentlich haben wir viel mitgenommen von diesem großen Seelischen, was auch unser Seelisches ist, aber in Verbindung ist mit der Weltenseele im Grunde. Und unsere Seele ist eigentlich auch so weit. Also man darf sich ja nicht vorstellen, das ist so ein kleines Ding, das ist überall auch da draußen. Und wir stehen in Verbindung damit. Wir müssen es nur wahrnehmen oder bemerken, wahrnehmen, eben gar nicht im sinnlichen Sinne, von uns gegenüberstellen und schauen, da werde ich das Weltenseelische wahrscheinlich nicht finden, wenn ich einfach nur hinausschaue, sondern ich muss durch das Sehen, durch das Hören und so hindurchgehen eigentlich. Und dann erleben die elementarische Welt, die dahintersteckt, die die eigentliche Wirklichkeit hinter dem Ganzen ist, von dem das, was wir sinnlich erleben, eigentlich nur ein Spiegelbild ist, das wir erzeugen, in gewisser Weise.

Wir gestalten unser Bild der Welt 00:06:06

Also das heißt, daher auch ganz klar, andere Wesen, Tiere und so weiter, die auch Sinne haben wie wir, erleben die Welt trotzdem ganz anders. Sie erzeugen sich halt auch ein gewisses Spiegelbild, aber auf ganz andere Art als wir. Und das heißt, sie erleben die Welt komplett anders. Und wir denken heute einfach, aha, so wie ich die Welt da sehe, so ist sie, Punkt, das ist es. Und das ist aber nur Bild. Es ist in Wahrheit nur Bild. Bild, das wir erzeugen, das uns angemessen ist, unserem geistigen Entwicklungsgrad angemessen ist, unseren Seelenkräften angemessen ist. Aber wir sind ganz stark beteiligt, und zwar nicht nur als Mensch im Allgemeinen, sondern als der individuelle Mensch, der wir sind.

Das war ja jetzt schon längere Zeit immer wieder das Thema, wir gestalten mit an dem, was wir wahrnehmen. Es gibt nicht etwas Fertiges, was wir einfach nur eins zu eins abbilden, sondern es ist ein Gestaltungsprozess, der dabei ist auch, dass wir sozusagen unser Bild von der Welt uns machen. Und wir finden viele Übereinstimmungen mit dem Bild, das sich andere Menschen davon machen, mit manchen mehr oder weniger, aber in Wahrheit hat jeder seine eigenen Nuancen, die er sieht, die er hört, die er riecht, die er schmeckt, weiß Gott was. Sonst würden wir überhaupt nicht an die Wirklichkeit herankommen. Das ist das große Umdenken, was wir brauchen eigentlich in unserer Zeit. Wir denken immer, aha, wenn es objektiv so ist, wie es heute ist, und ich es anklotze, dann bin ich in der Wirklichkeit. Da bin ich aber am allerwenigsten in der Wirklichkeit. Da bin ich eigentlich fern, weil ich denke, die Welt besteht halt aus Gegenständen, die sind halt, wie sie sind, und schauen so aus, wie sie halt ausschauen, und Ende. Aber in Wahrheit arbeiten wir sehr stark mit, uns das Bild selbst zu machen von dieser Welt, und das hängt zusammen mit der Art, wie wir Menschen überhaupt sind.

Daher gibt es sehr viele Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten im Wahrnehmen der Welt, im sinnlichen Wahrnehmen der Welt, und trotzdem in den Feinheiten ist es ganz individuell. Also manche Menschen sehen die halben Dinge nicht, weil sie einfach nicht aufmerksam darauf sind, es interessiert sie seelisch eigentlich gar nicht, folglich erleben sie es nicht. Das kann sogar pathologisch sein, wenn irgendeine traumatische Erfahrung oder was, man wurde als Kind von einem großen Hund gebissen oder was, man sieht keine Hunde mehr. Kann man sich gar nicht vorstellen, man sieht keine Hunde mehr. Und wenn der Hund vor dir steht, du siehst ihn nicht. Man geht zielsicher vorbei, weicht ihm aus, aber dass da ein Hund war, kriegt man nicht mit. Und es gibt viele Dinge, also die Menschen, wenn sie so eine alptraumartige Erfahrung hatten, also vor allem in jungen Jahren oder als Kind eben, dann werden gewisse Dinge ausgeblendet, man will sie nicht sehen.

Also, dass wir die Welt so sehen, wie wir sie sehen, das müssen wir wollen. Und da können wir dann ein sehr vollständiges Spektrum vom Welteindruck bekommen, also ein sehr weites Panorama sehen, oder es kann sehr eng sein. Daher ist es so wichtig auch, eben für die geistige Entwicklung so wichtig, aufmerksam durch die Sinneswelt zu gehen und immer eigentlich zu erwarten, es gibt noch viel mehr Dinge vor meiner Nase, die ich sehen könnte, wenn ich nur wollte. Und die vielleicht mein Nebenmensch problemlos sieht, weil der das seit klein auf immer besonders, sich auf das konzentriert hat, und was ich auch sehen könnte, wenn ich es will. Sonst übersehe ich es einfach. Also wir übersehen das meiste. Das ist interessant.

Und das Umgekehrte ist aber, dass Menschen, die so eine innere Aufmerksamkeit in der Wahrnehmung haben, dann unter Umständen sogar, wenn sie blind sind, Dinge wahrnehmen in einer gewissen Weise, die die Sehenden nicht mitkriegen. Die Geschichte von Lusseyran war zum Beispiel so ganz deutlich, der immer wieder seinen Freunden gesagt hat, da bleibt stehen, da ist so ein schönes Panorama, da ist so ein schöner Eindruck, das Licht ist so herrlich da, sagt der Blinde. Und sagt es den Sehenden, die kriegen es gar nicht mit, ja, hell ist, und gehen durch einfach. Aber diese wirkliche Seelenqualität eben, dieses Lichtes, diese Naturstimmung, die da ist, kriegen viele nicht mit, gerade die Sehenden nicht. Oft gerade die, die sich schwer tun damit zumindest. Das ist erringen müssen. Also da ist viel Potenzial, viel Raum, noch oben, noch drinnen, in dem, was wir in der Sinneswelt wahrnehmen können.

Freie Imagination, Inspiration und der Geruchssinn 00:11:07

Darauf hat Rudolf Steiner so deutlich hingewiesen. Also wir müssen ein präzises, immer genaueres, immer detailreicheres Wahrnehmen der Sinneswelt auf der einen Seite anstreben, und auf der anderen Seite wirklich reine, freie Imaginationen. Freie Imaginationen, freie. Das heißt, nicht Visionen, die mich überfallen, der Engel kommt über mich und erzählt mir, was ich tun soll, sondern ich schaffe das Bild. Wir haben in den vielen Engeldarstellungen, die die Maler gemacht haben, also in der Renaissancezeit vor allem, aber auch früher. Früher waren es noch mehr Visionäre, die haben halt eine Vision gehabt, und die haben es versucht, in ein Bild umzusetzen. Aber wenn es dann geht in die Renaissancezeit hinein, und immer mehr dann in die Gegenwart hinein, da wird es ganz deutlich, dass die Menschen aktiv das Bild formen. Also so moderne Engeldarstellungen oder was, sind in Wahrheit viel wahrer als die, die auf den alten Visionen beruhen. Sind viel wahrer. Und sie gehen viel tiefer eigentlich. Ob es dem Künstler immer ganz bewusst war oder nicht, ja, den meisten schon, in Wahrheit. Nur das Publikum hat es oft nicht verstanden, weil sie gedacht haben, so bin ich es nicht gewohnt. Und dann, was man nicht gewohnt ist, das passt einem halt nicht.

Das ist so, genau, ich sage, wunderschön, die Musik der Klassik, Bach und das alles, was davor war und was weitergeht. Und dann kommt irgend so etwas wie Zwölftonmusik und alles Mögliche, Unharmonisches, Unmelodiöses, einzelne Töne nur, die alle halbe Stunde einmal kommen und dann dazwischen wieder nichts. Da kann gar nichts drin sein, außer die Spinnerei vom Künstler, oder es kann viel Tieferes drinnen sein. Weil ich aufgefordert bin, selber die Musik erst zu komponieren, für die der Komponist nur ein paar Anregungen gibt. Das heißt, weil die Musikstücke, oder eben genauso in der bildenden Kunst, in der Malerei, in allem eigentlich, fertig wird das Ganze erst, wenn der Betrachter, der Zuhörer, der es in irgendeiner Weise wahrnimmt, selber aktiv wird und sozusagen sein Bild gestaltet. Dann ist er in der Wirklichkeit drinnen. Dann ist er nämlich gerade in der objektiven Wirklichkeit drinnen. Das heißt, das eigentlich, was es aus sich selbst heraus ist. Aber auf das komme ich nur drauf, und nur in dem Maße, als ich selber es aktiv, dieses Bild hervorbringe, im Grunde, und mir dessen bewusst werde. Das heißt, im Grunde, freie Imagination gestalte.

Und aus dem kann ich es dann weitergehen zum Verstehen dieser Imagination, wenn man so will. Also sie beginnt sich auszusprechen. Dann kommen wir in die nächste Stufe, in die Inspiration hinein. Inspiration heißt ja auch nicht, dass jetzt irgendwer mir ins Ohr was flüstert, sondern es heißt, das Bild, oder was immer, wie ich es erlebe, es kann genauso Geruch sein. Wir haben die letzten Male auch über den Geruchssinn gesprochen, der durchaus auch problematisch sein kann, aber andererseits der Sinn ist, der zu den allerhöchsten Erfahrungen führen kann. Er kann aber auch zu den untersten führen. Nicht, weil der Teufel stinkt. Wo der Teufel ist, da stinkt es. Aber noch schlimmer ist es, wenn er scheinbar wohlriechend ist und verführerisch ist. Also weiß ich nicht, wo das schönste Parfum sozusagen da ist, das streut der Luzifer um sich. Beim Ahriman stinkt es halt mehr. Das gehört dazu. Aber das sind oft noch viel intensivere Erlebnisse, als wenn man es vergleichen könnte mit einem optischen Eindruck, also mit dem Sehen.

Aber eigentlich, Imagination ist Bild. Aber halt nicht sinnliches Sehbild, sondern Geruchsbild, Klangbild. Also man kann Bild mit allen Sinnen erleben. Es ist ein ganzes Weltenpanorama im Grunde. Das ist bei der Imagination das Wichtige. Es ist ein ganzes Panorama, eigentlich so groß wie die ganze Welt, im Prinzip, in Wahrheit. Natürlich kann man das nicht voll überschauen, das ist klar. Man kann nur einen kleinen Ausschnitt davon als Bild selber wirklich so ganz bewusst gestalten und daher auch ganz bewusst erfahren. Aber es steht im Zusammenhang mit dem ganzen Kosmos im Grunde. Also es ist unendlich weit, eine Imagination in Wahrheit. Und wir haben halt nur einen gewissen Bewusstseinsfokus auf einen kleineren Teil davon. Mehr schaffen wir nicht.

Woher viele Philosophen dann gesagt haben, Kant zum Beispiel, der berühmte Kant, gesagt, naja, also diese Art von Wahrnehmung kann der Mensch nicht haben, das schafft er einfach nicht. Also das können vielleicht die Engel machen, weil von denen war er durchaus überzeugt, dass es die gibt. Aber wir können das nicht. Also dieses Panoramaschauen, also das, was Goethe dann genannt hat, die anschauende Urteilskraft. Also wirklich das ganze Panorama anschauen, nicht grübeln, was bedeutet das, sondern es sehen, es erleben, es erfahren. Und das hat der Kant gesagt, ja, das ist eine göttliche Art der Wahrnehmung, an die kommt der Mensch nicht heran. Aber genau um das geht es jetzt. Und geht es eigentlich seit Beginn spätestens des 20. Jahrhunderts, aber deutlich eben schon bei Goethe, die Vorahnung oder das Vorwissen und ein gewisses Können auch auf dem Gebiet. Und da liegt die Zukunft drinnen.

Die tote Naturwissenschaft und die Zerstörung der Natur 00:17:34

Eben gerade dadurch auch, wie Goethe auf seine Art dann Naturwissenschaft betrieben hat. Wir haben ja heute praktisch keine Naturwissenschaft. Sie heißt zwar so, aber sie nimmt die Natur als etwas Totes, etwas Berechenbares. Und der höchste Stolz der Physiker oder sonstigen Naturforscher ist, dass sie sagen, ja, die Ergebnisse müssen reproduzierbar sein. Also wenn ich morgen wieder dieselbe Betrachtung anstelle, oder besser gesagt, dieselbe Messung mache, weil selber schaut man ja gar nicht mehr, Apparat muss das registrieren, dann muss genau dasselbe Ergebnis herauskommen. Dann weiß ich, dass es stimmt. Ja, dann weiß ich in Wahrheit, dass ich da etwas Totes betrachtet habe. Im Grunde. Das rührt sich nicht mehr. Das tut sich nicht mehr lebendig verwandeln und verändern. Höchstens irgendwann einmal zerfällt es vielleicht. Dann ist es halt aus mit der Reproduktionsfähigkeit. Dann kann man es nicht mehr erleben. Dann ist es halt ganz zerstoben, wie alles Tote, Gestorbene irgendwann sich im Weltgeschehen auflöst in der Weite. Aber das ist nichts, womit wir die Natur verstehen.

Und das ist auch der Grund natürlich, warum wir seit dem 17., 18., 19., 20. Jahrhundert so viel an Natur in Wahrheit zerstört haben. Aus Unverständnis. Aus Unverständnis. Wir glauben, die Natur zu verstehen wie eine Maschine. Und allein diese Art des Verstehens führt dazu, dass wir die Natur abtöten. Weil wir halt so denken, eine Pflanze muss auch so sein. Eine Pflanze muss ich konstruieren können wie eine komplizierte Maschine. Also mache ich Gentechnik oder sowas. Schiebe Gene herum und sage, da kommt etwas Gescheites heraus. Führt in letzter Konsequenz zwar sicher zu einzelnen scheinbaren Erfolgen, aber im Endeffekt tötet es das Leben der Natur ab. Also in dem steckt man drinnen. Das ist eigentlich die Steigerung des Kriegsgeschehens.

Wir leben in kriegerischen Zeiten. Nachsatz, wann hatte die Menschheit die nicht? Das waren kurze Perioden des Friedens. Und das, was Christentum eigentlich bedeutet, nämlich Liebe und Frieden in die Welt zu bringen als Gestaltungskraft, da sind wir noch weit weg. Also wir haben noch sehr wenig wirklich aktives Christentum, obwohl viele sehr militant eintreten dafür und eingetreten sind in der Vergangenheit. Und auch manche bekehren wollten zum friedlichen Christentum mit nicht friedlichen Mitteln. Das sind Dinge, die uns in unseren Tagen wirklich sehr bewusst werden sollten. Weil wir jammern, wo soll das nicht funktionieren. Die Umwelt wird zerstört und Kriege gibt es so viel wie noch nie und vor allem so grausige Kriege, wie es das noch nie gegeben hat. Der Zweite Weltkrieg war natürlich ein großer Punkt. Der Erste schon war ein gewaltiger Sprung in Richtung Grausamkeit und Zerstörungskraft, weil die Kriege vorher waren noch ganz anders. Selbst noch im 19. Jahrhundert oder so. Aber dadurch, dass die Technik immer mehr hineinkommt und damit die Kraft, die eingesetzt wird, die Zerstörungskraft, die immer größer wird. Und heute ein Vielfaches.

Da kämpfen nicht eine Million Soldaten täglich gegen eine Million Tote. Das sind Milliarden in Wahrheit. Entsprechend. Aber durch Maschinenkraft. Und die machen das heute selbsttätig. Die Drohnen oder was, die mit KI gesteuert sind, die suchen jetzt ihr Ziel selber. Formalität ist noch ja, es muss der am Kontrollpult noch bestätigen, dass er den jetzt abschießen darf. Wie weit das dann wirklich immer eingehalten wird, frage ich mich. Weil sie können es selbsttätig machen. Suchen sie die Zielperson und gezielt holen sie sie raus. Und die ganzen Roboter, die es schon gibt, die Kriegsroboter, also die hundeartigen, da ist ein Maschinengewehr oder Sonstiges drauf montiert, das sucht sie aktiv selber, sein Ziel, und schießt die anderen ab. Braucht kein Mensch mehr mitlaufen. Braucht es auch gar nicht einmal gesteuert werden. Der hat seine Zielvorgabe, ist programmiert, eine bestimmte Person zum Beispiel auszuschalten, und das tut er. Oder sei es allgemein gegnerische Soldaten, die bestimmte Erkennungsmerkmale haben, sei es die Uniformen oder wie immer sie halt sind, und die machen das selbstständig.

Und die Gefahr ist, dass das immer weitergeht. Und dann haben wir das wirklich nicht mehr in der Hand zu entscheiden, ob wir Frieden wollen oder Krieg, sondern dann haben wir eine weitere Schicht aufgebaut, also das, was Rudolf Steiner gesagt hat, die Technik ist eine untersinnliche Welt in Wahrheit, also die selbsttätig dann arbeitet und die natürlich dann arbeitet, impulsiert durch die Widersacherkräfte und die dann letztlich daran arbeitet, die Menschen zu allem Möglichen zu bringen, aber sicher nicht zum Geist und zur Freiheit, sondern die das eben ausschalten. Und die Gefahr wird immer größer. Die Gefahr wird immer größer.

Die Kulturepoche der Brüderlichkeit und das Liebesprinzip 00:23:22

Das heißt, wenn die nächste Kulturepoche wirklich eine gewisse Blütezeit sein soll, der Kulturentwicklung im Sinne, dass die Kriege zwar nicht verschwinden werden und die Kämpfe aber doch zumindest zurückgehen werden, und wo wirklich blühen wird ein gewisses Liebesprinzip zwischen den Menschen, dass man einfach merkt, ich bin eigentlich dazu da, aus meinen Fähigkeiten heraus etwas den anderen Menschen zu geben. Anregungen zu geben, Impulse zu geben. Da geht es jetzt gar nicht darum, dass ich ihnen Geld gebe oder ein Stück Brot gebe oder was, das gehört auch sicher dazu, aber es geht darum, dass man seinen Fähigkeiten etwas Anregendes gibt für die anderen Menschen. Das ist nämlich ganz wichtig für das Liebesprinzip, dass man den anderen Menschen anregt, seine Kräfte aufzuwecken. Und dazu gehört ein tiefes Erleben des anderen Menschen.

Ja, er ist halt auch ein Mensch. Ja, man kann nicht plaudern mit ihm, sondern in dem kann man ja. Muss gar nicht sehr viel mehr sein, man muss sicher keine besonders gescheiten Anmerkungen bringen. Du musst das machen und das, und wenn du das auch noch machst, dann wird alles perfekt gehen. Das kann man vergessen, weil das muss der andere selber finden. Aber man kann weckende Worte sprechen, belebende Worte. Liebe ist Lebenskraft eigentlich, wirklich Lebenskraft. Und Lebenskraft ist gestaltende Kraft zugleich, weil sie gestaltet das Leben. Und das ist immer in Bewegung und wird immer wieder neu gestaltet, natürlich nicht vollständig verändert, aber immer wieder erneuert im Grunde und in neuen Variationen.

Unser eigener Organismus verändert sich im Laufe des Lebens. Und wir werden eigentlich im Grunde in jeder Sekunde, in jeder Minute werden wir neu irgendwo. Und wir kriegen es ja gar nicht mit. Wir bauen ja an uns selber auch. Natürlich, wir haben noch Hilfe dabei, weil zumindest im Alltagsbewusstsein kriegen wir da noch sehr wenig davon mit und würden das wahrscheinlich ziemlich verpfuschen noch. Aber unser wirkliches Ich arbeitet daran, am ganzen Organismus. Das kann unangenehm sogar sein, wenn man jetzt anfängt, den ganzen Organismus umzukrempeln und sagt, ja, du bist auf einer neuen Stufe, du hast neue Fähigkeiten, dazu brauchst einen anderen Körper, der muss sich verändern. Das passiert ganz normal bei jedem Menschen. Bei jedem Menschen passiert das.

Und daher auch immer mehr, dass die Vererbung als solche nicht mehr die Rolle spielt. Sondern das wird meistens schon relativ früh einfach überwunden und der Mensch baut sich sein eigenes. Wirklich sein eigenes. Ja, natürlich können die Forscher noch immer ein paar Gene von den Müttern und Vätern nachweisen, aber sie haben nicht mehr die Bedeutung. Sondern das Entscheidende ist, dass wir es selber an uns gestalten. Und zwar ganz bis ins wirklich Physische hinein. Bis in alles. In die Bewegungsabläufe, die wir haben.

Den anderen Menschen wahrnehmen 00:27:00

Wir haben oft schon gesprochen darüber, man kann einen Menschen an seinem Schritt erkennen, wenn er über die Treppe raufkommt oder was. Ganz deutlich. Das ist unverwechselbar. Wenn man nicht ganz unaufmerksam ist, merkt man das sofort, wer das ist. Wahrscheinlich wird keiner so genau wissen, wie gehe ich denn eigentlich. Ja, ich gehe. Habe ich halt irgendwann gelernt, und ja, alles funktioniert. Aber den eigenen Gang wahrzunehmen ist unheimlich schwer. Aber man kann einmal anfangen, den Gang anderer Menschen zu beobachten. Zu vergleichen. Und zwar wertschätzend. Na, wie der da herkommt, das muss ein primitiver Mensch sein. Dann bin ich schon wieder auf der falschen Spur. Einfach ist einmal, objektiv als Phänomen zu nehmen. Aber es mir aktiv bewusst zu machen. Und das heißt, da muss ich gestaltend, bildend dabei sein, mich hineinleben eigentlich in den anderen.

Weil ich lerne die Bewegung des anderen in Wahrheit erst kennen, wenn ich selber so in mir das ein bisschen nachmache. Dass ich mich wirklich hineinfühlen kann. Das heißt nicht, dass ich dann auch so durch die Welt laufen muss auf ewig. Aber im Moment, das ist die Wahrnehmung des anderen. Da merke ich zum Beispiel, was tut sein Ich. Weil sein Ich ist es. Der Mensch trägt sich selber. Das Ich trägt ihn. Es ist nicht die Muskeln, nicht die Knochen, die gehören dazu. Natürlich, wenn wir nur eine Wasserkugel wären im Ozean oder was, dann wird es schwierig. Da können wir nicht gehen. Wir brauchen etwas Stabileres. Aber es ist dauernd in Bewegung. Es wird dauernd umgestaltet, aber in ganz individueller Weise. Und es ist eigentlich, wenn man es wahrzunehmen versteht, leuchtet einem so die andere Individualität entgegen. Im sinnlich-übersinnlichen Erleben des anderen eigentlich. Aber durchaus auch ganz wach im sinnlichen Sein.

Das sind die zwei Dinge, auf die hat Rudolf Steiner wiederholt so deutlich hingewiesen. Wach werden, im sinnlichen Wahrnehmen jedes Detail beobachten können, nicht die Hälfte verschlafen. Weil in Wahrheit verschläft man so viel. Mir geht es auch nicht anders. Man geht irgendwo, dann denkt man sich, was war denn da jetzt gerade? Das hat man nicht wirklich bewusst mitbekommen. Man braucht nur nachdenken. Ich komme von der U-Bahn bis zur Arbeitsstelle oder was, da bin ich sicher Dutzenden, wenn nicht Hunderten Leuten begegnet. Und wen habe ich bewusst wahrgenommen? Wirklich bewusst. Oder dass ich sage, aha, da kann ich mich erinnern, da war der, der hat so einen Hut aufgehabt und der hat ein bisschen finster reingeschaut. Meistens hat man es von einem gemerkt, weil der besonders grantig reingeschaut hat, der ist einem aufgefallen. Aber der Rest zieht vorbei. Das heißt, man hatte die Augen offen, man hat es scheinbar auch gesehen, aber es ist durchgeruhen.

Und das war in der Vergangenheit noch stärker so bezüglich des Sinnlichen. Allerdings, wenn ich weiter zurückgehe, haben die Menschen das Übersinnliche, das Seelische, das Geistige des Menschen wahrgenommen. Da muss ich weit in die Vergangenheit zurückgehen. Aber jetzt müssen wir dazulernen, das Sinnliche ganz wach wahrzunehmen und dazu das Geistige dann, das sich ausdrückt in dem sinnlich Wahrgenommenen. Das kann man dann nämlich studieren. Das ist das, wo es gilt. Dieses Genie war es, in vielen Dingen zu können, einfach sinnlich-übersinnlich wahrzunehmen in Wahrheit. Und das hat nichts mit so einem alten Hellsehen oder visionären Sehen zu tun, sondern das ist etwas ganz Waches. Das ist mit einem geradezu künstlerischen Blick halt mitgestaltend sein im Wahrnehmen. Mitgestaltend sein. Niemals glauben, ich bin wie eine Kamera, Augen auf und bitte vermitteln mir, was da vor mir ist. Nein, schaue aktiv. Schaue aktiv.

In Wahrheit lernen wir es ein bisschen im Ansatz ja sowieso schon als Kind, weil sonst würde man überhaupt nichts wahrnehmen. Auch mit offenen Augen nicht. Wir müssen Sehen lernen. Und dann können wir es und dann denkt man, ich mache immer die Augen auf und sehe schon. Da kriegt man gar nicht mit, wie aktiv man eigentlich beteiligt daran ist. Das habe ich eh öfters erzählt, also man malt das Gesicht des anderen Menschen, zeichnet es, man tastet es ab mit den Blicken und ist sich dessen gar nicht bewusst. Und wenn einer dann ein begabter Zeichner ist, ist er es deswegen, weil er das, was er da mit den Augen abtastet, halt dann auch in die Handbewegung bringt. Dann kann er es ins Zeichnen auch gut reinbringen. Aber mit den Augen, mit der Augenbewegung macht man es auf jeden Fall. Und angenommen, die Augen wären fixiert, könnten sich nicht so bewegen, so abtasten, dann würde man praktisch nichts gescheit sehen. Dann würden wir das Gesicht jedenfalls nicht wahrnehmen können. Dann wäre die Wahrnehmung eine ganz, ganz grobe.

Die griechischen Statuen und die Schönheit der Götter 00:32:40

Und in dem Ganzen drinnen ist eben aber auch versteckt ein tieferes Wahrnehmen oder die Möglichkeit zu einem tieferen Wahrnehmen, weil hinter dem Gesicht, wie sich das Gesicht verändert, wenn es lächelt, wenn ein Mensch weint oder wenn er traurig ist oder wenn er freudig ist oder wenn er ermüdet ist, wenn er schläfrig ist und so weiter, es verändert sich ja. Es ist ja nicht wie ein Marmorkopf oder eine Marmorstatue, die sich nicht rührt, wobei ein guter Künstler, ein guter Bildhauer es lernt, dem fast eine Lebendigkeit zu verleihen, dem Bild. Das war ja das Großartige dieser griechischen Statuen, dieser Plastiken, wo man das Gefühl hat, die Statue, die muss jetzt gleich zu gehen beginnen. Die ist so nachempfunden, dass der Künstler nicht nur eine fertige Gestalt sieht, sondern er hat sich eingefühlt in die Lebenskräfte des anderen Menschen. Das heißt, in dem anderen Menschen leben diese Kräfte, die ihn bewegen auch. Und aus dem heraus ist das Bild so stark entstanden, dass auch auf den Zuschauer, wenn er anfängt es zu schauen, der Betrachter, sieht er nicht einfach die fertige Statue, sondern er sieht eigentlich die Bewegung, aus der heraus diese Form gekommen ist. Und in der liegt drinnen wirklich der Charakter dieser Figur, die der Künstler dargestellt hat. Vielleicht sogar einer Göttergestalt oder was. Das heißt, die bestimmte Fähigkeiten hat, die in dem drinnen liegen.

Und jetzt wurden diese Götter von den Griechen erlebt, ganz klar in menschlicher Gestalt, aber im Grunde haben sie es ja gar nicht in Wahrheit. Weil der Zeus trotzdem ist nicht einer, der da oben fliegt oder Blitze schleudert, so wie ein Mensch, was herunterschleudern würde, sondern er ist eigentlich trotzdem ein übersinnliches Wesen. Und dass ich es auch in Menschengestalt erleben kann, da muss ja der Mensch wieder befähigt sein, diese geistige Kraft des Zeus oder des Apollo oder wer immer es ist, so erleben zu können, dass ich mir so ein lebendiges Bild mache, das aber alles andere als ein Abbild ist, ein Äußeres. Sondern das ein Bild ist, ein geradezu ein Symbol ist für die Kräfte dieser Göttergestalten, die sie verkörpern, die sie repräsentieren, wie auch immer. Aber sie sind eben keine körperlichen Wesen. Der Zeus war nie ein körperliches Wesen, der Apollo auch nicht. Und die Aphrodite nicht und so weiter. Sie ist die Schönheit selber im Grunde. Also das heißt, die Kraft, die etwas schön macht. Das heißt, etwas macht, wo das geistige Wesen, das dahintersteckt, wirklich zum Ausdruck kommt. Und das macht es schön, dass die Gestalt sozusagen ganz durchsichtig wird für die seelisch-geistigen Kräfte, die drinnen walten. Das ist es eigentlich.

Das ist nicht nur etwas Äußerliches, sondern es ist eigentlich bei den Griechen in der Kunst, in der ganzen griechischen Kunst, in der Plastik vor allem, die Menschen sollten sich einfühlen, und die Statuen, die sie geschaffen haben, die heute die großen Künstler schaffen konnten, sollten das vermitteln, sollten das anregen. Und über die Statue sollten sie eigentlich zum Wahrnehmen dann dieser Götter, dieser olympischen Götter oder was immer es ist, kommen. Einfach. Indem sie sozusagen lernen, es sinnlich zu sehen, die Schönheit zu sehen, weil das muss man einmal sehen, dass Schönheit da ist. Viele Menschen gehen an Dingen, die eigentlich schön sind, vorbei und bemerken die Schönheit gar nicht. Also auch das ist nicht, das springt uns an, sondern die wirkliche Schönheit, da muss man wach werden dafür erst, wirklich wach werden.

Und das können auch manchmal scheinbar hässliche Gestalten eigentlich schön sein. Das ist ganz wichtig, das auch zu erleben, weil es ist dann vielfach auch in einer Fehlinterpretation dieser griechischen Statuen, aha, naja, weil es war doch, ein guter Mensch ist auch ein schöner Mensch im Allgemeinen, aber damit ist gemeint das Seelische, die seelische Erscheinung. Der kann äußerlich hässlich sein, Sokrates zum Beispiel war ziemlich hässlich und hatte eine große Weisheit darin, er hatte natürlich auch gewisse problematische Seiten darin. Weil Sokrates und was er darauf aufbaut, schon natürlich sehr aufs Intellektuelle hin zielt, kommt ja in der griechisch-lateinischen Zeit herauf, und da ist immer auch der Ahriman mit dabei.

Aus dem Toten die lebendige Kraft entdecken 00:38:11

Aber brauchen wir auch, weil es ging auch darum, zu lernen, ja, das Tote kennenzulernen. Und das sollte eigentlich, wenn es gut funktioniert, sollte es beitragen dazu, eine Hilfe sein, gerade die eigenen Kräfte zu stärken, auch im Toten oder in dem scheinbar Toten die lebendige Kraft zu entdecken, die dahintersteckt, die das hervorgebracht hat. Weil alles Tote ist einmal abgestorben, und das heißt, es hat einmal gelebt.

Und das wäre schon im Übrigen ein wichtiger Gedanke für die ganze Naturforschung heute, weil sie geht eigentlich davon aus heute, dass alles, der tote Stoff ist der Ursprung von allem. Und irgendwie mit der Zeit organisiert er sich halt dort so, dass auf wunderbare Weise auch das Leben entsteht oder so. Das ist ja eigentlich das heute naturwissenschaftliche Weltbild, beruht auf dem. Am Anfang steht der tote Stoff und irgendwie durch Zufall und durch Auslese dann von Dingen, die funktionieren, die zufällig funktionieren, die zufällig überlebensfähig sind. Aha, da hält sich etwas länger und da regeneriert sich zufällig aus irgendwem. Das ist die heutige Erklärung, dass es Leben in der Natur gibt. Ein bisschen sehr vereinfacht ausgedrückt.

Aber Leben als solches, das gibt es eigentlich nicht. Das sind eigentlich tote physikalisch-chemische Vorgänge, die zufällig halt zuerst einmal ein paar Mikroben hervorbringen, später Weinbergschnecken oder irgendetwas und schließlich irgendwann den Menschen auch, zufällig, völlig zufällig. Nur der Mensch hat sich halt bewährt, er war der Überlegene, darum ist er jetzt die dominierende Spezies auf Erden. Das ist das Weltbild heute, eigentlich. Das wird an den Universitäten gelehrt, und wenn man wagt, daran Kritik zu äußern, dann ist man ein Schwurbler oder irgendetwas, jedenfalls ein Mensch, der Fantast ist, der mit der Realität nichts am Hut hat.

Dabei ist es in Wahrheit umgekehrt. Es war notwendig, das kennenzulernen, eben auch um den Tod kennenzulernen, bewusst mal die ganze Welt sich auch vorstellen zu können, sie ist eigentlich aus dem Toten entstanden. Es gibt keinen Geist, es gibt keine Seele, es gibt kein Leben, es gibt tote Materie von Anfang an, und die bringt das alles hervor, zauberhafterweise. Gut, lernt einmal mit der Anschauung umzugehen, was daraus wird. Naja, es passiert viel Vernichtung daraus, weil wir letztlich nur den Weg Richtung Tod kennen. Es kommt aus dem Tod und geht in den Tod, sozusagen. Das ist das Bild, was anderes gibt es eigentlich gar nicht. Und im Grunde, ja, menschliche Intelligenz, na, eigentlich ist es auch nicht anders als die künstliche, ist halt das Hirnkastl, hat halt eine längere Entwicklung schon hinter sich, daher ist vielleicht doch ein bisschen überlegen noch, aber im Prinzip auch zufällig hat sich da irgendwas arrangiert und das spuckt Gedanken aus, wobei die Frage, was sind Gedanken, Nervenimpulse, elektrische Impulse, die durch die Nerven zischen. Alles sehr kompliziert und aus dem heraus haben wir unsere Intelligenz. Ja, das ist das Weltbild heute.

Und dann brauchen wir uns aber nicht mehr wundern, wenn so viel Totes und Todmachendes in der Welt drinnen ist. Weil gerade dort, wo die führenden Wissenschaftler sind, wo die führenden Denker auch sind, die denken im Großen und Ganzen in die Richtung. Das ist nicht so, dass sie aus Bosheit jetzt Kriege provozieren oder so, das wollen sie nicht, das sind vielfach Pazifisten und alles Mögliche, wollen ganz was anderes. Aber sie haben tote Gedanken. Sie können nur den Tod denken. Das ist unser Zeitalter. Es ist unser Zeitalter, jetzt das, wo wir insbesondere mit den ahrimanischen Kräften zu ringen haben.

Wolfgang Pauli und die ahrimanischen Kräfte in der Technik 00:42:49

Ganz wenige haben das ja erkannt, wirklich. Ich habe ja oft den Zeitgenossen Wolfgang Pauli, den Wissenschaftler, der sehr wohl den Geist der Materie kennengelernt und geschaut hat. Es ist im Grunde niemand anderer als der Ahriman. Und für den das einfach ein seelisches Erlebnis war, ein ganz starkes und ganz sein Leben sehr prägendes Erlebnis war, das er immer wieder in verschiedenen Variationen hatte. Und der dann auch tatsächlich, wirklich, diesen Pauli-Effekt, von dem man vielfach scherzhaft spricht, wenn er in die Nähe einer Maschine kommt, funktioniert es nicht mehr, das hat sich wirklich oft bestätigt. Die meisten sehen das halt als nette Legende oder was. Er war überzeugt, dass er wirklich die Ursache ist, und er war es auch. In vielen Fällen zumindest. Das ist einfach ein totes Gerät, das aber mechanisch läuft irgendwie oder elektrisch läuft oder sonst wie, dass das halt den Geist aufgibt. Weil er eine Ausstrahlung hatte, ankämpft gegen dieses Ahrimanische, dieses ahrimanische Wirken in den Maschinen, die drinnen sind. Weil da wirken natürlich ahrimanische Elementarwesen mit. Es gibt auch ahrimanische Elementarwesen, natürlich.

Und das große Problem ist ja, dass wir heute haben im Naturgeschehen überhaupt, wir bringen durch unsere Art zu denken, aber eben auch die Art zu denken, aus der die Technik entsteht, und die Technik selber, die dann wirkt, bringen wir sehr viel Todeskraft in die Natur hinein einfach, zwangsläufig. Also das heißt, wir sind im Moment sehr beschäftigt damit, den Todesprozess der Erde, der an sich ein natürlicher Prozess ist, weil alles einmal sterben und zerfallen muss, aber der diesen Prozess beschleunigt. In dem sind wir stark drinnen. Schon allein durch die Art, wie wir denken, da muss man gar nicht einmal äußerlich irgendwas angreifen. Wie es so schön der Johannes in den Mysterien damals sagt, dass einem dann wieder bewusst wird, dass alles, was in Menschenseelen lebt, in Geistes Außenreichen, das heißt in der äußeren Welt, weiterwirkt. Da muss ich gar nicht angreifen und mit dem Hammer draufhauen, sondern es wirkt. Und wenn viele Menschen tote Gedanken produzieren in sich und tiefgläubig sind gegenüber diesen Dingen.

Im Übrigen ist das sehr verwandt mit den kirchlichen Dogmen und so, ist ja interessant, dass viele Naturwissenschaftler der neuen Zeit, zum Beispiel Urknalltheorie, das waren alles Priester, die das empfunden haben. Und sie finden es gerade gut, das so zu sehen. Sie denken, damit verstehen sie Gott, sein Handwerk sozusagen. Und freuen sich darüber, dass das so ist, und vor allem nicht, aber dann bitte diese alten Orte, die die Schamanen oder sonstige hatten, das ist ja alles unchristlich, das ist heidnisch. Man muss sehen, dass die Priesterschaft vielfach energisch daran gearbeitet hat, diese heidnischen Kräfte alle auszurotten, die aber viel mehr von der Natur verstanden haben, viel, viel mehr. Also das ist das Problem, dass das Christentum, das praktiziert wurde auf Erden, vielfach ganz in eine andere Richtung geht, als das, was eigentlich sein sollte. Weil der Christus ist das Leben selbst, er ist der Herr der Lebenskräfte im Grunde. Und wo wir sagen, Liebe ist eigentlich Lebenskraft zu verschenken, also belebende Kraft zu verschenken. Aber davon haben viele der Mönche und Priester nichts verstanden, weil sie geprägt waren durch die ganze lateinische Kultur.

Das Latein ist natürlich eine wunderbare Sprache einerseits, hat viel bewirkt im technischen Sinn, im Sinn, Weltreiche aufzubauen, das Römische Reich war ein Musterbild davon, also ganz Europa im Grunde und mehr zu beherrschen. Von außen musste die Menschheit wahrscheinlich auch irgendwie lernen, aber es ist ein völlig totes Denken. Es führte logisch schließen. Wo zwangsweise dann genau ich zum Ziel geführt werde, anders kann es gar nicht sein. Es gibt irgendwo steht da ein Buch, die Logik des Lebendigen, das ist ein Widerspruch in sich selbst. Irgendein Naturforscher, der es über die Evolutionstheorie oder so geschrieben hat, so ähnlich heißt es auf jeden Fall, die Logik des Lebendigen. Jedenfalls nicht die Logik, die die meinen, wenn sie den Logos meinen, der darin herrscht, dann wäre es richtig. Aber sie liegen haarscharf daneben, weil sie den Logos eben auch nicht verstehen. Sondern nur das logische Schließen, wo es letztlich sich durch eine Errechnung, wenn man so will, zwangsläufig ein bestimmtes Ergebnis ergibt, herauskommt.

Und im Leben ist immer wieder ein Neubeginn, immer wieder, mit jedem Atemzug, in jeder Sekunde, mit jedem Wimpernschlag entsteht etwas Neues im Lebendigen. Also das bleibt nie gleich, es ist nicht etwas, was immer in gleicher Weise läuft, grob betrachtet mag es so scheinen, aber in Wahrheit, im Detail, entsteht immer etwas Neues. Wenn das nimmer ist, dann ist das Leben vorbei in Wahrheit. Das heißt in Wahrheit, ein Organismus stirbt dann, wenn er diese Fähigkeit, sich wieder neu umzugestalten, verloren hat. Dann ist es Zeit sozusagen, dass das zerfällt, dass man es loslässt und dass sich die Lebenskraft, die Seelenkraft, die vielleicht drinnen ist, einen neuen Körper baut, einen neuen Organismus baut.

Reinkarnation und das Lernen aus Fehlern 00:49:35

Das ist im Menschenleben so, das ist im Leben der Tiere so, das ist im Leben der Natur so. Also wenn es sich nicht mehr lebendig verwandeln und verändern kann, sondern nur mehr auf der gleichen Schiene weiterläuft, dann ist es aus. Dann ist es Zeit, aber was heißt aus, es geht halt dann eben weiter, indem ein neuer Körper, ein neuer Organismus gebaut wird. Das ist nämlich auch in der Tier- und in der Pflanzenwelt so. Nur es ist dort nicht mehr verbunden mit dem Bewusstsein, das der Mensch hat, aber auch dort, ich meine, was die Tiere erleben, erfahren oder so, geht in nächste Tiergenerationen hinüber. Aber wieder nicht durch Vererbung primär, die Vererbung, das wäre nur das Tote, was weitergegeben wird, sondern was die Gruppenseele erlebt, die Gruppenseele der Löwen, der Elefanten, der Katzen, und da gibt es ja so viele verschiedene Arten noch und so weiter, das geht in die Gruppenseele ein, und sie bringt neue Geschöpfe hervor, die aber all diese Erfahrungen, diese Dinge mitnimmt und aus dem wieder was Neues gestaltet.

Also dieser Kreislauf des Erneuerns, also aufzuleben, sich zu verwandeln, zu zerfallen, zu sterben und dann wieder auf höherer Ebene hereinzukommen, wieder in die äußere Welt hereinzukommen, das passiert durch alle Naturreiche hindurch und am allergrößten und am allerstärksten und eben in ganz individueller Form beim Menschen. Das ist dann die Wiedergeburt, die Reinkarnation, dass wir uns einen ganz anderen Körper aufbauen, einen Menschenleib, aber der geprägt ist dann ganz durch die Erfahrungen, die das Ich in der Vergangenheit gemacht hat, das heißt in den vergangenen Erdenleben. Und das ganz den Aufgaben entspricht, die man sich mitgenommen hat daraus. Den Aufgaben, die man sich mitgenommen hat, das heißt, wenn ihr wollt, die karmischen Verfehlungen, aber man könnte es freundlicher ausdrücken, die Übungsaufgaben, die wir uns gestellt haben.

Stellt euch vor, wir können ja sagen, wäre aber schon schön, wenn wir so perfekte Menschen wären, dass wir schon in der ersten Inkarnation, die wir auf Erden haben, eigentlich nicht uns verstricken lassen in irgendwas Karmisches, sondern schon so ganz rein weitergehen. Das ist eine Illusion, das würde nie funktionieren. Das werden manche wahrscheinlich ganz energisch widersprechen, aber ich sage es trotzdem zum wahrscheinlich hundertsten Mal schon, wir lernen aus unseren Fehlern. Und das heißt, ohne Fehler lernen wir nichts. Nichts. Auch das kleine Kind lernt am Scheitern. Schon wenn es krabbeln lernt, wenn es stehen lernt, wenn es gehen lernt, wenn es nicht hinfallen würde, würde es nicht gehen lernen. Es muss immer wieder lernen, nein, es geht noch nicht, ich bin umgefallen, vielleicht habe ich mir sogar weh getan. Man muss als Eltern natürlich aufpassen, dass nicht wirklich was Gravierendes passiert. Das wäre dann wahrscheinlich zu viel des Lernanstoßes, kann aber auch passieren.

Die Punktlandung: ein Kind, das früh stirbt 00:53:20

Selbst wenn ein Kind vielleicht aus dem Fenster fällt oder sonst was und stirbt daran, das ist eine Riesenlektion für die nächste Inkarnation. Das ist tragisch, keine Frage. Es ist vor allem tragisch für die Eltern, am wenigsten für das Kind. Es wollte zwar da in die Inkarnation hinein, aber wahrscheinlich schon mit dem Impuls, diese Welt jetzt nur kurz zu berühren und einen entscheidenden Anstoß für die weitere Entwicklung zu bekommen. Einfach durch ein ganz dramatisches Ereignis vielleicht. Für uns hier, die wir auf Erden leben, ist das sehr schmerzlich und ist das sehr schwierig, aber nicht für, im Allgemeinen zumindest nicht für das Kind zum Beispiel, dem das passiert.

Ein Kind, das bei der Geburt stirbt. Man könnte sich denken, was ist da dem lieben Gott eingefallen, dass das Kind jetzt sterben muss, kaum ist es geboren, stirbt es. Aber das kann eine ganz gewaltige Erfahrung sein für den Menschen, der da geboren wurde und gleich wieder hinübergegangen ist und dann im nächsten Ansatz aber hundertmal mehr Kräfte mitbringt, die er sonst nicht wecken hätte können. Aber er hat dazu gebraucht, diesen kurzen Zwischenaufenthalt auf Erden. Das macht durchaus Sinn, tiefen Sinn.

Da muss man aber wirklich das im ärgsten Sinne lernen zu akzeptieren, wir müssen uns ganz befreien von unserem Wunschdenken, von was wir uns wünschen, das passiert. Natürlich wünscht man sich, ein Kind wird geboren und jetzt wächst es heran zu einem prächtigen Menschen. Und wenn das nicht ist, sind wir natürlich unglücklich, das ist keine Frage. Aber wir dürfen da nicht in den Egoismus fallen, da trauern wir nicht für das Kind. Das Kind hat genau das bekommen, was es wollte, was es sich gesucht hat. Einfach eine Zwischenlandung auf Erden, um kurz was mitzunehmen, weil schon allein den Körper sich aufzubauen, ihn zu individualisieren. Das ist ja eine riesige Arbeit, an der arbeitet das Kind Jahre, Jahrhunderte unter Umständen sogar. Also heute geht es ein bisschen schneller, es sind viele Jahre, aber in der Vergangenheit waren es Jahrhunderte unter Umständen, weil der normale kosmische Schnitt für die Reinkarnation ist zweimal pro Kulturepoche.

Also heute ist es ziemlich enger geworden, es sind kürzere Perioden dazwischen, aber damals war lange Zeit dazwischen, und unter Umständen ist eine Punktlandung dazwischen einmal notwendig, um wirklich das Ziel zu erreichen, das man sich gesetzt hat, als ich heraus. Nämlich einen Körper zu bauen, einmal sozusagen Teil 1 zu absolvieren, aber der ist noch nicht, da ist noch nicht alles fertig, sondern da habe ich mich erst geübt daran, und für die nächste Inkarnation kann ich das, was ich dazu brauche. Und dann kann ich vielleicht ganz Großes in der Welt bewirken, was ich sonst nicht hätte können. Aber das geht halt nur mit der kurzen Berührung dann der Erde, das ist eine ganz, ganz, ganz wichtige Sache in der Welt.

Also nur um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie anders das Leben wahrscheinlich funktioniert, als sich das die meisten vorstellen. Wo wir aber immer unsere Wünsche auch hineinprojizieren in Wahrheit, die durchaus verständlich und berechtigt sind, natürlich, niemand wird sich wünschen, dass ein Kind stirbt gleich nach der Geburt. Aber wenn man geistig so weit wahrnehmend wäre und das wirklich wahrnehmen könnte, was in dem konkreten Fall los ist, dann müsste man sagen, ja, du hast deine Aufgabe gemeistert, du hast den einen großen Schritt gemacht und du wirst in der nächsten Inkarnation das vollenden, was du jetzt dir nur die Kräfte vorbereitet hast. Aber da muss man dann wirklich sehr selbstlos in sich werden und nicht pochen auf meine Trauer, meinen Schmerz und was ich mir denke, was alles jetzt schiefgelaufen ist und warum passiert uns das unserer Familie. Eigentlich müsste man mitkriegen, was wollte denn das Kind eigentlich.

Ich nehme bewusst jetzt so ein sehr schwer zu nehmendes Bild dafür, aber so funktionieren die Dinge. Sie haben wenig zu tun mit unseren Wünschen, wie sie aus unseren normalen menschlichen Regungen kommen, sagen wir mal so. Es kann oft ganz anders sein. Und es ist wichtig, dass man das lernt. Das heißt ja nicht, dass das immer und dauernd passieren muss. Das sind ganz besondere Fälle, wo das passiert. Es gibt schon genug solche Fälle, aber es sind schon ganz besondere. Da bereitet sich ein Mensch für eine große Aufgabe vor. Und er sagt, mit dem, was ich bis jetzt geschafft habe an Körperlichkeit, kann ich das noch nicht erreichen. Ich habe gelernt daran, wie man so einen Körper baut, der zumindest in die richtige Richtung geht, aber das reicht noch nicht. Es hat gar keinen Sinn, dass das Leben weitergeht. Das ist natürlich nicht so eine Verstandesüberlegung, sondern das ist ganz intensiv und das ist ganz klar dann, dass man dann so loslässt und sagt, so jetzt, nächste Phase, jetzt muss ich das verarbeiten, was ich da gelernt habe, und dann geht es los. Und dann stehe ich mit Kräften in der Welt drinnen und kann etwas verändern, wo die Leute dann nur erstaunen irgendwo.

Also das heißt, es macht einen tiefen Sinn, aber es ist halt nicht alles immer so locker und schön, wie man es sich vorstellt, sondern das gehört auch dazu bis zu einem gewissen Grad. Also dass man einfach ein Gefühl dafür kriegt, auch scheinbar ganz schlimme Dinge können einen ganz tiefen Sinn haben. Bitte es aber nicht damit zu vergleichen, dass jeder gleich durchgehen muss durch solche Erfahrungen. Das habe ich damit überhaupt nicht gesagt, das sind wirklich ganz besondere Fälle. Aber wo Menschen sich wirklich auf etwas Großes vorbereiten, das sie über viele Inkarnationen in Wahrheit vorbereitet haben.

Die Stärke des Wollens und die luziferische Verführung 01:01:01

Und das seelisch erfassen zu können, das sind so wichtige Dinge, dass wir da nicht an der Oberfläche bleiben und denken, ja, wenn eh alles schön funktioniert, so wie man es sich halt vorstellt, dann ist alles gut gegangen. Das kann aber auch sein, dass dann grad nichts gut gegangen ist, weil es dümpelt halt einfach, Verzeihung, weiter. Und der große Schritt, der eigentlich möglich gewesen wäre, wurde nicht gemacht. Dann wird es bei der nächsten Inkarnationsmöglichkeit noch dramatischer. Weil der Punkt ist, der Mensch, der sich inkarnieren will, der will das. Der will das. Die Frage ist, wie stark ist sein Wollen, oder wie schwach ist es?

Weil natürlich, die Widersacher führen uns gern, und namentlich Luzifer und seine Scharen führen uns immer gern auf den Weg, der angenehm ist, der schön ist, der glücklich macht, der lichtvoll ist und so weiter, wo wir glücklich sind. Soll man schon auch sein, wir sollen glücklich sein dürfen und können, aber nicht nur, nicht nur, das ist nicht das eigentliche Ziel, sozusagen, das ist nämlich in Wahrheit die Frucht von Anstrengungen, die wir vorher unternommen haben, dann ist sie gerechtfertigt. Wo ich einfach das geschenkt bekomme oder scheinbar geschenkt bekomme, mich natürlich darüber freue, dann muss man schauen, ist es von den luziferischen Kräften geschürt, oder ist da eine Kraft drinnen, deswegen, weil ich mir das in der Vergangenheit erworben habe, und wo ich dann sage, ja, jetzt, aber jetzt geht's los, jetzt kremple ich die Welt um, weil dazu sind wir da, sie umzukrempeln im Grunde, und das ist die eigentliche Menschenaufgabe, die ganze Erde umzukrempeln, wir sind Mitarbeiter, wir sind mittlerweile Hauptarbeiter, im Moment haben wir halt noch die Tendenz, viel Unsinn zu machen, wenn wir an der Erde arbeiten.

Aber über das haben wir ja schon oft gesprochen, dass die Zukunft der Erde und wie lang die währt und was da alles noch entstehen kann, selbst wenn wir gar nicht mehr inkarniert sind, aber was an Zukunftskräften noch erreifen kann, das wird voll und ganz von uns abhängen. Wenn wir es nicht tun, dann wird es halt auf einem minimalen Niveau bleiben im Vergleich dazu, weil es geht gerade auch um diesen menschlichen Stempel, den wir dem Ganzen aufdrücken, wenn man so will. Also dieses Geprägtsein dann durch starke, geistige Individualitäten, die in sich so starke Schöpferkraft entwickeln, dass sie wirklich Lebenskraft ist für die Erde. Natürlich steht der Christus dahinter und ist eine ganz wesentliche Kräftequelle auch, aber er wird nicht wirksam, wenn wir nicht tun. Er macht es nicht für uns. Er verbindet sich mit uns, wenn wir tätig werden.

Die plastische Erde und die Phasen der Erdentwicklung 01:04:20

Aber die Zukunft, auch die nähere und fernere Zukunft unserer Erde, da muss ich noch gar nicht weiterdenken auf den neuen Jupiter, neues Jerusalem und so weiter, sondern wie gesagt, wir sind ein bisschen über die Mitte der Erdentwicklung. Also die Erde hat noch einen weiten Weg vor sich in Wahrheit und wird ganz anders dann noch sein in den Phasen. Es wird natürlich auch eine Phase kommen, wo sie nicht mehr materiell ist, so wie sie jetzt ist. Das ist ja nur jetzt ein Kernzeitraum, sozusagen, dass die Erde physisch ist. Sie wird dann übergehen in einen sogenannten plastischen Zustand, so nennt es Rudolf Steiner öfters, und sagt ganz deutlich, ja, es ist sowas wie ein astralischer Zustand. Also das heißt, eine seelische Erde wird entstehen. Lebendig auch zugleich. Eine beseelt lebendige Erde, aber nicht stofflicher Natur. Das heißt, für äußere Sinne eigentlich nicht wahrnehmbar, aber es gibt dann eh niemand, der solche äußeren Sinne wie wir jetzt hat, haben würde. Sondern es wird die Erde eine lebendige Seelenwelt für sich. Das ist die nächste Stufe.

Gehört alles noch zu unserer Erdentwicklung, in der wir jetzt drinnen stehen. Ist noch nicht das fertige neue Jerusalem, ist noch nicht der neue Jupiter, so heißt nur die nächste Stufe. Weil jeder dieser kosmisch-planetarischen Zustände, durch die wir durchgehen, hat sieben Phasen. Es gibt sieben im ganz Großen, über die wir aufgesprochen haben, vom alten Saturn bis zum Vulkan. Aber jeder dieser einzelnen Zustände geht wieder durch sieben Phasen durch. Und wir haben in der Erdentwicklung drei hinter uns. In der vierten stehen wir drinnen, etwas über die Mitte. Nur diese vierte Stufe ist die, die wirklich so physisch-stofflich ist, wie wir es jetzt erleben. Davor waren drei, die ganz aus dem höchsten Geistigen zunächst gekommen sind. Also der sogenannte Arupa-Zustand, also ganz ungeformtes Geistiges. Das heißt, das ist eine reine Schöpferkraft im Grunde. Dann kommt geformtes Geistiges, Rupa-Zustand. Dann kommt ein astralischer Zustand. Dann ist die Erde Seelenwelt gewesen. Und dann erst wird es langsam unser physischer Erdplanet.

Und in der Zukunft geht es jetzt weiter, wieder der Aufstieg sozusagen, über einen seelischen Zustand, der aber eben ganz anders ist als der, der vorher da war. Den nennt Rudolf Steiner den plastischen Zustand. Das heißt, was die Erde als Seelenwesen ist, ist dann ganz Ausdruck ihres Wesens. So könnte man es sagen. Und all der Wesen, die zu dieser Erde dazugehören. Das heißt, sie wird als Seelenantlitz zeigen, den anderen geistigen Wesenheiten, die ganz davon abhängen, was eben die auf Erden lebenden oder mit der Erde lebenden geistig-seelischen Wesenheiten spüren, empfinden, tun und insbesondere, was wir tun damit.

Also wir werden daher dieser plastischen, astralisch-plastischen Erde der näheren Zukunft, also noch einige Zeit nach Ende der Kulturepochen, wird das eintreten, dass wir in den Zustand hier rübergehen, wo die Erde physisch verschwindet, wo ein äußerlicher Beobachter sagt, ja, die Erde ist vernichtet worden, vielleicht zerstäubt irgendwie, aufgefressen von der Sonne oder weiß ich nicht, wie immer. Nein, sie hat sich in einen höheren Zustand erhoben, den man natürlich äußerlich nicht mehr sehen kann, aber wir werden dann sowieso auch nicht mehr als äußere Wesen herumlaufen. Weil wir schon viel früher, bevor noch die Erde so weit ist, eben in diesem Zustand sind und heftig daran arbeiten, dass die Erde auch dorthin kommt und alle ihre Wesen dort.

Die Befreiung der Elementarwesen 01:09:08

Dann fangen sie, die Elementarwesen, wirklich zum Freuen an. Dann ist das eine Erlösung für sie. Sie sind jetzt beschäftigt in der Natur, aber sie sind auch immer wieder, wie soll ich sagen, sie leiden auch unter ihrer Aufgabe. Also ganz besonders die Elementarwesen zum Beispiel, die mit dem festesten Stoff, mit den Gebirgsmassen und so zu tun haben und die da verbunden sind mit dieser Masse und eigentlich an dieses Tote, mehr oder weniger Tote, es ist natürlich nicht ganz tot, aber doch gefesselt sind. Und wo dann der Steiner deutlich sagt, ach, welche Wohltat für diese Wesen, wenn einer mit einem großen Hammer kommt und die Felsen zerschlägt. Das ist die Befreiung dieser Elementarwesen, die drinnen sind. Dieser Gnome, die da drinnen sind und so weiter. Es ist eine Befreiung.

Und diese große Befreiung wird dann einmal passieren, wenn die ganze physische Erde abfällt und die wirklich ihr wahres Wesen ausleben können. Weil das ist eigentlich ein Frontdienst, dass sie da diese harte Materie bearbeiten, und ich denke, das ist so, wie wenn der Mensch im Bergwerk eingesperrt ist und unter Tag hämmern muss für irgendjemand anderen. Ich meine, so hämmern und arbeiten jetzt die Elementarwesen des Festen, aber in anderer Art auch die Elementarwesen des Flüssigen und des Gasförmigen, im Wärmezustand, die alle sind schwer beschäftigt mit einer Arbeit, die zum großen Teil auch Bürde ist. Wirkliche Bürde ist für sie. Natürlich, sie lernen auch was daran, ist schon klar. Aber wo sie darauf warten eigentlich, dass der Mensch sie erlöst aus dieser Aufgabe. Weil eben dieser Zustand, dass die Erde wirklich in diesen plastisch-astralischen Zustand übergeht, da müssen wir ganz führend arbeiten daran, mitarbeiten, wenn nicht überhaupt eben, dass wir der entscheidende Faktor sind. Weil auch das wird der Christus nicht für uns machen, wenn wir keinen Finger rühren sozusagen oder keinen Gedanken rühren daran. Weil die eigentliche Umwandlung, die dann passieren wird, wird nicht durch äußere Arbeit mehr passieren, sondern durch unsere geistige Arbeit. Dann übernehmen wir da diese Dinge und dann schaffen wir es, die Erde wirklich in einen höheren, astralisch-plastischen Zustand überzuführen, der auf einem weit höheren Niveau steht als das, was vorher war, aus dem die feste Erde überhaupt erst entstanden ist.

Weil da war auch ein astralischer Zustand vorher. Und vor dem Zustand war ein Rupa-Zustand, also ein niederer geistiger Zustand, das geformte Geistige, und dann sogar am Anfang eben der schöpferisch-geistige Zustand. Da war noch kein Astralisches da, alles das nicht. Es hat sich immer mehr verdichtet. Teilweise aus einer Kraft, teilweise aber auch, dass hineinwirken schon damals ahrimanische Wesenheiten und das eben in eine Richtung hineinbringen, die, wie sage ich jetzt, die ungesund ist. Das will ich gar nicht sagen, weil sie sind halt nötig für die Entwicklung. Das sind alles nötige Dinge, die dazu da sind, dass wir Menschen unsere eigene Kraft überhaupt erkennen und nützen können, aus der Freiheit heraus.

Über die Widersacher zu reden 01:13:08

Ich möchte daher energisch widersprechen, ich habe das irgendwo in einem Kommentar zu meinen Vorträgen gelesen, oder nein, vielleicht war es sogar ein anderer Beitrag, weiß ich jetzt gar nicht, wo es darum geht, also wo ganz dezidiert gesagt wird, wir sollten nicht dauernd über die Widersacherkräfte reden, dadurch beschwören wir sie geradezu. Man sollte eigentlich das Wort gar nicht aussprechen, gar nicht daran denken, das gibt ihnen nur eine Wichtigkeit, die sie gar nicht haben. Sie haben diese Wichtigkeit. Und es ist falsch zu glauben, wir könnten unser Menschheitsziel erreichen, ohne die Auseinandersetzung mit den Widersachern. Das ist das Falscheste, was man machen kann. Ich würde ungern widersprechen, jeder kann seine eigene Perspektive haben, aber wir werden die Zukunft nur meistern können, wenn wir dem ins Auge schauen. Dass die Widersacher da sind, dass sie sehr wohl eine Aufgabe haben, dass sie, wie Rudolf Steiner wiederholt gesagt hat, abkommandiert sind zu ihrer Aufgabe. Sie sind nicht aus eigener Bosheit oder sonst was, um dem Götterwillen, dem Willen Gottes zu widersprechen, in ihre Rolle gekommen, sondern weil sie dazu bestimmt wurden.

Das ist die wahre Interpretation dessen. Es gibt in der Theologie dann so widersinnige Erklärungen, manchmal schon, Gott der Allmächtige, und dann gibt es aber die Widersacher, die sich darüber hinwegsetzen, der macht, was er will. Und macht etwas nicht Gott Gewolltes. Ja, er kriegt dann natürlich eine Strafe, weil er sich böse verhalten hat. Aber er macht ja eigentlich aus freiem Willen scheinbar etwas, was dem göttlichen Willen entgegensteht. Das Bild wird gerne so gegeben. Und dann wird so ein Konkurrenzkampf hochstilisiert zwischen den Widersachern und dem lieben Gott. Aber nein, sie sind bestellt zu ihrer Aufgabe. Und sie leiden auch unter ihrer Aufgabe. Man darf nicht glauben, das sind die großen Bösen, die ihre Kräfte ausleben und die fühlen sich wohl dabei, wenn sie das tun dürfen. Eigentlich leiden sie darunter. Allerdings verstehen sie nicht mehr ganz, warum sie eigentlich leiden. Sie merken nur, namentlich die ahrimanischen Kräfte, der Luzifer eh weniger, der ist so in einem Schwebezustand irgendwo, der ist eh ganz glücklich mit der Situation. Aber die ahrimanischen Kräfte sind gar nicht glücklich. Sie leiden, und sie merken, das hat mit den Menschen zu tun. Und sie merken, sie müssen den Menschen eigentlich quälen immer wieder mit ihren ahrimanischen Gedanken. Aber es schlägt auf sie selber zurück und ihnen geht es gar nicht gut dabei. Und die ahrimanischen Mächte merken nur, der Mensch hängt damit zusammen. Und darum fürchten sie ihn eigentlich. Weil sie nicht wissen, wie sie dessen Herr werden.

Lebendige Materie und der Tod im Kristall 01:16:24

Sie können tun, was sie wollen, und sie tun schon ziemlich lang, weil schon, dass die Erde eben wirklich in diesen heutigen materiellen, festen Zustand übergegangen ist. Ein Zustand, wie es ihn so vorher noch nicht gegeben hat. Am alten Mond gab es zwar auch schon so etwas, was man als materiell bezeichnen kann, aber es war ganz weich. Es war fließend, es war bis zu einem gewissen Grad lebendig sogar. Nicht umsonst vergleicht Rudolf Steiner den alten Mond mit einem Kochsalat. Eine Welt aus Kochsalat. Also so etwas, was eigentlich lebendig ist. Es ist ein Bild, natürlich darf man sich das nicht so äußerlich jetzt vorstellen, aber eigentlich ist es eine lebendige Materie noch, aus der der alte Mond besteht. Das hat nichts mit unserer heutigen Stofflichkeit zu tun. Es ist eigentlich eine lebende Materie noch.

Aber die ahrimanischen Kräfte haben sehr geholfen, dass es dann wenigstens während der Erdentwicklung eine wirklich tote Materie ist. Ist sie noch lange nicht, aber sie arbeiten daran. Weil es ist noch vieles sehr lebendig. Gerade auch in der Mineralwelt. Mineralien, die sich bilden. Es liegen die Kristalle nicht einfach fertig, alle schon in der Natur da. Die sind in einem ständigen Bildungsprozess. Und erst wenn dann einer wirklich ganz fertig ist, ein einzelner Kristall, dann fällt er mal irgendwann heraus. Macht sich selbstständig. Aber er entsteht aus einem ganz lebendigen Prozess heraus. Also stimmt schon, Kristalle leben nicht, aber sie entstehen aus einem Lebensprozess. Nicht aus einem rein physikalischen Prozess. Das ist nur wieder unsere moderne Interpretation. Aber das sind Ätherkräfte, ganz starke Ätherkräfte, nur sie wirken nicht im Kristall, sondern um den Kristall. Und aus dem heraus bildet er sich und gestaltet er sich. Es sind also keineswegs nur mechanische Kräfte oder Atomkräfte oder Sonstiges, wie man heute denkt, durch die sich die Kristalle bilden, sondern das sind höchste Lebenskräfte, die drinnen stecken. Höchste Lebenskräfte. Nur die ahrimanischen Wesenheiten helfen dazu, dass der Prozess in den Tod hineingetrieben wird, dass irgendwann das Leben getötet wird, nicht mehr eingreifen kann, der Lebensprozess ausbleibt und dann erstarrt das Ganze.

Und dann ist es tot eigentlich. Und dann beginnt der Zerfall. In Wahrheit. Dann beginnt der Zerfall. Also auch jeder Kristall fängt irgendwann einmal an zu zerfallen. Es braucht halt Jahrmillionen oder Jahrmilliarden, aber es fängt ein Zerfallsprozess an drinnen. Und der wird halt in der Zukunft so weit gehen, dass aber wirklich alles Stoffliche, zuerst einmal alles Feststoffliche, zerbröselt, zerstäubt. Es wird aber auch sich das Flüssige auflösen. Es wird sich das Gasförmige auflösen. Wirklich auflösen. Nicht nur verflüchtigen, sondern auflösen. Es wird alles einmal zum Zerstäuben anfangen, aber dann wird es übergehen in einen nicht mehr materiellen Zustand. Kann man sich natürlich nach heutigen physikalisch-wissenschaftlich-chemischen Vorstellungen wieder nicht vorstellen, dass das so sein könnte. Weil der Stoff ist im Grunde ewig irgendwo. Das ist halt auch fast ein Dogma dessen. Ja, vielleicht war da der Urknall, also die Urenergie irgendwo und aus dem sind dann die ersten Stoffe entstanden. Also sprich, am Anfang steht die Energie und die fängt dann zum Kristallisieren an oder irgend sowas. Das ist die moderne Kosmologie in Wahrheit.

Das wird man spätestens in der nächsten Kulturepoche als mindestens so primitiv ansehen, wie wir das Weltbild der alten Griechen oder der alten Ägypter ansehen und sagen, das ist ein Hokuspokus. So denken ja heute die meisten Experten, Wissenschaftler, Gelehrte. Man findet ja kaum einen mehr, der sich vorstellen kann, was das Leben eigentlich anderes sein könnte, als stoffliche Prozesse, die ablaufen. Und irgendwann zerfällt das halt dann. Das heißt, irgendwann stirbt das Lebendige, weil die Stoffe auseinanderfallen. Das ist eine dermaßen oberflächlich kindische Anschauung der Welt, dass es kein Wunder ist, dass wir gerade im Bereich des Lebens auf der Erde Fehler um Fehler machen, weil wir es nicht verstehen. Je mehr Wissenschaft wir im Moment betreiben auf dem Gebiet, umso mehr missverstehen wir und umso mehr Fehler machen wir. Und das sind karmische Fehler, die einen karmischen Ausgleich fordern.

Und erinnert euch, ich habe am Anfang gesagt, wir brauchen aber auch diese Fehler. Wir müssen sie wirklich machen, um aus ihnen lernen zu können. Aus nicht gemachten Fehlern lernt man gar nichts. Das ist auch ein sehr eigenartiges Bild. Auch das, da werden viele widersprechen und sagen, wir müssen ja schauen, dass wir alle Fehler vermeiden. Ja, soll man auch. Höchste Anstrengung, alle Fehler zu vermeiden. Wir werden es erst recht machen. Dort, wo die Menschen glauben, ich habe alles berücksichtigt, ich weiß alles jetzt darüber, ich weiß, wie wir es gut machen. Aus dem passieren die größten Fehler. Ja, sie müssen wahrscheinlich sogar passieren. An dem erreifen wir und an dem lernen wir.

Michael, die Geister der Form und die höchsten ahrimanischen Kräfte 01:22:49

Zum Glück, den Wesenheiten, die mit der Erde verbunden sind, ja, natürlich haben sie damit zu kämpfen, und das ist nicht ideal für sie, aber die überstehen das alle. Das Einzige, was nicht bestehen bleiben wird, ist die Stofflichkeit, die da ist. Die wird aufhören. Die wird vergleichsweise bald aufhören. Natürlich, nicht morgen und nicht übermorgen, in Jahren oder Jahrzehnten gemessen, aber es wird aufhören. Und das wird das Zeichen sein, dass die ahrimanischen Wesenheiten einmal woanders hin zurückziehen müssen. Und das wird halt der Ansatzpunkt dafür sein, dass neben der neuen Erde, die entsteht, und ich meine jetzt wirklich Erde, Erdentwicklung, nämlich diese nächste Phase, wo diese astralisch-ätherische Erde entsteht, also eine im ganz lebendig-seelischen existierende Erde gibt, wo es äußerlich würde die nicht mehr existieren scheinbar, also wenn man es mit äußeren Augen noch sehen könnte, aber nur wird es dann halt niemand geben, der solche Augen hat.

Weil wir werden schon, bevor die Erde so weit ist, werden wir eben in dem Zustand sein. Wir werden in dieser seelisch-ätherischen Erdumgebung leben. Das wird nämlich mehr im Umkreis zunächst einmal sein. Dort wird sich schon bilden, und ist zum Teil sogar schon da, diese ätherisch-astralische Erde. Ist ja nicht so, dass dann einfach das eine durchs andere ersetzt wird, sondern das ist eigentlich schon da. Nur halt noch lang nicht fertig. Aber es ist da. Mit äußeren Sinnen kriegen wir zunächst einmal nichts mit davon. Oder wenig. Es kriegen die Menschen etwas mit, die ganz konkret erleben die geistigen Wesenheiten, die darin wirken. Also astralische Wesenheiten, Wesenheiten, die ätherischen wirken, Elementarwesenheiten. Hauptsächlich, wer ein bisschen mehr geistiger Kraft, Wahrnehmungskraft schon entwickelt hat, sieht auch die führenden geistigen Wesenheiten, die dahinterstehen. Also durch die ganzen Hierarchien hinauf, die mitarbeiten dran, bis hinauf zu den Geistern der Form und darüber sogar, aber auch bis zu den ahrimanischen Wesenheiten, die diesen Geistern der Form sogar widerstehen und diese lebendige Form, die eigentlich die Geister der Form bauen, zu einer toten Form machen wollen.

Also da gibt es eben ahrimanische Wesenheiten, die auf dem Niveau durchaus sind. Woraus man sehr klar erkennen kann, dass zum Beispiel Michael, der Erzengel Michael, vollkommen überfordert wäre, diese Kräfte zu besiegen. Verzeihung, wenn ich das jetzt sage, Verzeihung lieber Michael. Ein kleiner Erzengel, im Vergleich nämlich zu Geistern der Form, also zu diesen Elohim-Kräften eigentlich, die es sind. Also die eine völlig andere, höhere Hierarchiestufe haben, als die Engelwesenheiten im engeren Sinn. Die Geister der Form bauen ja eine neue Dreiergruppe auf, die deutlich höher noch ist, als die normalen Engel, als die Erzengel und sogar als die Urengel. Die sind an den Kräften nicht so stark wie diese Geister der Form, aber die ahrimanischen Kräfte sind diesen Geistern der Form, also die Höheren, die höchsten ahrimanischen Kräfte, sind diesen ebenbürtig. Die bewegen sich auf diesem Niveau, haben also Kräfte, die vergleichbar sind denen der Geister der Form. Und sie haben es auf einem ganz anderen Weg, aber sich erarbeitet diese Kräfte. Erarbeitet.

Und da hat der Michael keine Chance, keine Chance gegen die ahrimanischen Mächte wirklich anzutreten. Er konnte nur eines machen, er konnte die geistige Welt von ihnen befreien. Und jetzt haben wir es. Die Erde ist sozusagen, das ist ihm gelungen, die Erde halt zum Verbannungsort dieser ahrimanischen Mächte zu machen. Und zu sagen, Mensch, du musst jetzt tätig werden. Wir können den Ahriman erlösen. Der Michael kann ihn weder erlösen noch besiegen. Aber wir können uns stärken, wenn wir uns verbünden mit den michaelischen Kräften. Und der Michael kann unserem Ich also viel Stärke verleihen, viel Kraft geben. Es wird aber unsere Kraft, er kann nicht die fertige Kraft schenken, aber er kann uns anregen dazu, dass wir diese Kraft entwickeln. Weil es muss jeder Mensch individuell seine Kraft entwickeln.

Also es ist nicht so, dass wir zur himmlischen Tankstelle vorhin einmal volltanken, bitte, für unsere Aufgabe. Das wird nicht funktionieren. Sondern wir müssen halt den Kraftstoff, den geistigen Kraftstoff, selber hervorbringen. Alle anderen Kräfte sind schädlich mittlerweile. Also alle Kräfte, die wir geschenkt bekommen, sind Geschenke durch die Widersacher-Mächte. Und die wollen uns vergiften damit. Uns abbringen von der Schöpferkraft, unserer eigenen Schöpferkraft, die drinnen ist. Wegen der wir auch unsere Freiheit bekommen haben. Wir sollen ganz dezidiert Mitarbeiter an der Schöpfung werden. Aktive, mitgestaltende Kräfte, die ihre eigenen schöpferischen Impulse einbringen.

Der Mensch als freier Mitschöpfer 01:29:24

Das ist, wie soll ich sagen, die Grundidee, die große führende Idee der ganzen kosmischen Entwicklung vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand, dass wir dann endlich, wenn wir im Vulkanzustand sind, in voller Stärke diese Schöpferkraft entwickelt haben. Das heißt nicht, dass wir dann allein alles übernehmen. Aber wir sind mitschöpferische, ganz aktive mitschöpferische Kräfte, die mit den höchsten Kräften, die von oben wirken, mit den eigentlich göttlichen Gestaltungskräften, von unten mit- und entgegenarbeiten, dass es ein Zusammenwirken wird. Ich habe das schon ganz am Anfang in den Apokalypse-Vorträgen immer wieder erzählt. Die Menschheitsentwicklung, der Sinn der Menschheitsentwicklung ist, dass wir als das kleinste, jüngste, unerfahrenste geistige Wesen, als allererste Wesenheit überhaupt in der Weltentwicklung, selbst wahrscheinlich über den alten Saturn hinaus in die Vergangenheit, da können wir halt nicht wirklich hineinschauen, aber da war noch viel vorher, auch wenn wir es nicht sehen können. Aber immer war es so, bislang die Schöpferkraft, der schöpferische Impuls ging von der göttlichen Quelle von oben aus.

Also das Bild der Pyramide, das, was so schön ein Bild geworden ist, das haben die Ägypter eben sehr gut verstanden, dass sie Bauwerke nach diesem Prinzip errichtet haben. Das ist Bild dieser alten Schöpfertätigkeit. Aber jetzt ist nicht mehr die Pyramide, jetzt ist das neue Jerusalem, da kommt etwas von oben, aber wir kommen von unten dem entgegen. Und wir arbeiten mit. Gleichberechtigt. Zwar vielleicht noch nicht fähig, die wirklich großen Dinge zu machen, aber immer mehr zu lernen. Aber was wir, die neue Schöpfung, schon beginnend mit dem neuen Jerusalem, wird auch von dem Beitrag abhängen, den wir beisteuern dazu. Das heißt, es entsteht dann erstmals eine Welt, die nicht nur alleine direkt göttliche Schöpfung ist, sondern die in einem höheren Sinn auch göttliche Schöpfung ist, indem der göttliche Funke im Menschen, in der Gemeinschaft der Menschen, von unten sozusagen schöpferisch mitarbeitet. Schöpferisch. Nicht nur als Handwerker sozusagen, als Ausführender, sondern als Mitgestalter.

Das heißt, wo wir aber in gewisser Weise auf einer Ebene arbeiten mit dem Christus, der von der Gottheit, aber von oben her den Auftrag bekommen hat und auch die Aufgabe übernommen hat, ja, im Grunde schon ab der alten Sonne, also der Welt, die auf den alten Saturn gefolgt ist. Und eigentlich war er jetzt schon beim alten Saturn sehr wesentlich im Hintergrund mitgearbeitet hat. Weil wir haben gesagt, die Vatergottheit hat sich zurückgezogen. Und das haben sogar mittelalterliche Theologen, Einzelne, erkannt, wofür sie von den anderen Priestern meistens nicht sehr geachtet wurden, weil man das als ketzerisch empfunden hat. Wie kann man sich erfrechen sozusagen, Mitgestalter am Kosmos zu sein. Wir sind doch die Untertanen der Gottheit und wir müssen hören, was sie uns sagt. Aber sie wartet darauf, auch was wir sagen. Und vor allem nicht nur, was wir sagen, sondern was wir tun. Sagen insofern, als wir die Kraft des Wortes entwickeln. Im Kleinen das, was der Christus im Großen macht.

Das heißt, wir werden bei der neuen Schöpfung schon beim neuen Jerusalem, beim neuen Jupiter, der entstehen wird, mitsprechen. Gestaltend mitsprechen. Das heißt, indem wir wirklich nicht nur irgendeine Geschichte erzählen, sondern indem wir wirklich gestaltend mitwirken. Also das Wort in seinem höheren Sinn auch durch den Menschen wirkt. Das heißt dann, der Christus wirkt mit uns und durch uns. Da ist kein Unterschied. Aber wir machen es ganz frei. Wir nehmen keinen Befehl entgegen. Meine Interpretation dazu ist, ich habe es so direkt ausgesprochen bei Rudolf Steiner nicht gefunden, aber es steht mir klar vor Augen, dass wir wirklich ganz frei mitarbeiten müssen. Dass wir wirklich diese Wortkraft in uns als geistiges, gestaltendes Wort rege machen müssen. Und für die Zukunft ist nett, wir warten, was uns die Gottheit gibt und dann besiedeln wir diese Welt und versuchen sie möglichst gut zu verwalten. Das wird zu wenig sein. Das wird zu wenig sein.

Warum eine perfekte Welt von oben nicht funktionieren kann 01:35:19

Das war nämlich in der Vergangenheit in gewisser Weise die Problematik, dass eine Welt, die von einer obersten Quelle alle Weisheit empfängt, wobei das aber geht durch eine ganze Kette von geistigen Wesenheiten, also die ganzen Engel-Hierarchien durch. Aber die Engelwesenheiten hatten das, was die göttliche Quelle als solche hat, also diese absolute Vollkommenheit, durchaus nicht. Selbst die höchsten Hierarchien, selbst die, die im unmittelbaren Anblick der Gottheit stehen, machen Fehler. Und wenn die Weltentwicklung so weitergehen würde, die Gottheit kann von oben noch so viele weise Ideen, sozusagen weise geistige Kräfte ausstrahlen, wenn die Wesenheiten, die ihr untergeordnet sind, diese Ideen nicht richtig ergreifen und umsetzen können, dann wird die Welt immer unvollkommener werden. Und in gewisser Weise ist die Weltentwicklung diesen Weg gegangen. Eine Welt, eben die perfekte Welt, wo von oben alle schöpferische Weisheit kommt und der ganze Rest nur Handlanger sind, die kann in Wahrheit nicht funktionieren.

An dem Bild hängen die ganzen Diktatoren, die es heute in der Welt gibt. Die haben das Weltbild, der Putin oder so. Also ohne jetzt mich auf die ganze Geschichte einzulassen, oder der Xi von China oder so. Die glauben alle, sie sind der Bote der göttlichen Weisheit von oben und dem müssen wir folgen. Und mit dem müssen wir die ganze Welt im Grunde unterwerfen, damit sie endlich einmal richtig funktioniert. Und was dabei rauskommt, sind lauter Fehler. Und mehr Zerstörung als Aufbau. Und das ist im Großen auch so. Da steckt der beste Wille dahinter. Das ist nicht so, dass die sagen, die Verkörperung des Bösen oder so. Ja sicher, die ahrimanischen Mächte stürzen sich auf die, weil das sind interessante Leute. Aber eigentlich wollen sie etwas durchaus Positives. Sie wollen die perfekte Welt. Und die kann doch nur sein, wenn eine Quelle oben strahlt und uns den vollkommenen Weltenplan gibt. Und wir sorgen dafür, dass der Plan da wirklich eingehalten wird. Aber das ist nicht möglich. Es kann keine perfekte Welt entstehen, wo nicht letztlich jedes Wesen, jedes geistige Wesen, jedes eigenständige geistige Wesen, das mitwirkt, aus eigenen schöpferischen Quellen schöpft. Und etwas beiträgt dazu. Ansonsten wird nur Pfusch entstehen. Verzeihung, wenn ich das jetzt so grob ausdrücke.

Das ist der eigentliche Grund für diese Entwicklung, in der wir drinnen sind. Sonst geht man sich fragen, der liebe Gott hat sozusagen den perfekten Weltenplan. Warum müssen wir uns da abmühen? Was soll das eigentlich? Warum ist so viel Unvollkommenheit in der Welt? Aha, die Widersacher. Ja, wieso gibt es die Widersacher? Gott in seiner Vollkommenheit hätte doch das vermeiden müssen. Also, wenn man genau erbohrt, denkt man sich, eigentlich, irgendwo hat die Geschichte einen Haken. Aber der Haken liegt nicht beim lieben Gott sozusagen, bei Gott Vater oder schon gar nicht beim Christus oder was. Sondern es ist unmöglich, eine Welt zu schaffen, eine wirklich funktionierende Welt zu schaffen, in der es nur eine schöpferische Quelle gibt und der Rest sind, ja, Statisten. Verzeihung, wenn ich das so sage. Die halt brav entgegennehmen, aha, ich mache die Aufgabe, ich drücke jetzt auf den Knopf oder ich mache die Kugel oder dieses. Und kann es noch dazu nicht einmal etwas besonders Perfektes, sondern verpfuscht es dann noch. Da kann ich nur eine immer unvollkommenere Welt schaffen.

In Wahrheit, in gewisser Weise, schaut es so aus, dass zunächst vom alten Saturn bis zur Erdentwicklung eigentlich ein Abstieg stattfindet, in einer gewissen Weise. Weil das Auffällige ist, es treten immer mehr Widersacherkräfte auf, also anstatt, dass eigentlich die Welt immer edler wird, wird sie nicht Richtung Erdentwicklung hin. Es tauchen immer neue und immer gefährlichere Widersacher auf. Also die asurischen Wesenheiten einmal, die ahrimanischen Wesenheiten, die luziferischen Wesenheiten, das alles kommt dazu. Zuerst die luziferischen sind ja noch irgendwie nett, die glänzen wenigstens schön, aber in Wahrheit finden sie auch nicht den rechten Weg. Also irgendwo scheint da was nicht zu funktionieren.

Die Freiheit muss man sich selbst erwerben 01:41:01

Es geht darum, dass von Anfang an eigentlich das Streben der Gottheit der ist, Wesen zu erschaffen, die selbst aus Freiheit schöpferisch tätig werden können. Das ist offensichtlich nicht so einfach. Ich meine, es ist halt einfach so, wenn die Gottheit schöpferische Gedanken bringt, dann entsteht sowas wie zum Beispiel die Hierarchie der Seraphim. Aus dem ist sie entstanden. Und trotzdem, sie hatten nicht die ganze göttliche Kraft. Sie hatten vor allem und haben bis heute nicht die Freiheit. Aber sie sind Wesenheiten, die aus dem Göttlichen entstanden sind, aber ihnen fehlt etwas Wesentliches. Sie hätten es auch damals gar nicht kriegen können, weil dann hätten damals schon sofort riesige Scharen von Widersachern sich in die Weltentwicklung stürzen müssen.

Weil die Freiheit kann man sich nämlich nur selbst erwerben. Niemand kann uns die Freiheit schenken. Ja, wir können aus einem Gefängnis entlassen werden, dann kann man sagen, jetzt hat mir wer die Freiheit geschenkt. Aber die geistige Freiheit kann uns niemand schenken. Es kann uns ermöglicht werden, sie uns zu erwerben. Aber wir müssen sie uns selber erwerben. Also auch wenn wir sagen, der Mensch ist eigentlich vorbestimmt, die Freiheit zu entwickeln, so müssen wir doch wissen, wir müssen wesentlich arbeiten daran. Also auch die Gottheit kann es nicht fertig geben, die Freiheit, sondern wir müssen sie uns nehmen. In Wahrheit. Das wird von uns erwartet.

Ägypten: das Erwachen des Denkens 01:43:03

Man muss auch wirklich da dazusehen, dass es da viele Missinterpretationen gab in dem Impulse, wie es in der alten Zeit auch in der Menschheitsentwicklung war. Nehmen wir zum Beispiel Ägypten her. Dort gab es einen einzigen Menschen in Wahrheit, der einen Ansatz dazu, zu dieser Freiheit, entwickeln konnte. Das war der Pharao, der durch seinen Einweihungsweg dorthin geführt wurde. Dass er nicht nur Befehlsempfänger ist, sondern dass er Mitschöpfer im ganz Kleinen noch wird. Jedenfalls war das die Grundidee dahinter. Und dann war er sozusagen wirklich der Pharao, der auch wirklich für das ganze ägyptische Volk sowas wie der Stellvertreter Gottes oder der Götter, wenn man so will. Ganz klar. Und daher hat man wirklich den Eindruck gehabt, wenn der Pharao stirbt, stirbt das ganze Land eigentlich. Das ganze ägyptische Volk stirbt eigentlich mit ihm.

Es ist ein Prozess, der in die Lethargie hineinführt. Dann kam wirklich eine Phase, wo sich einfach nichts mehr bewegt hat in dem ganzen Land. Keine gescheiten Ideen mehr da waren. Natürlich gab es dann mit der Zeit wieder Sacheinflüsse. Es haben manche Priester oder Berater des Königs sich eingemischt und wollten halt ihre Interessen durchziehen. Das war aber schon ein Vorgriff von Egoismus. Vorgriff eigentlich schon längst der nächsten Kulturepoche. Das sollte eben dann ganz stark bei den Römern vorkommen. Die sollten wirklich das Ego pflegen. Wirklich das Ego. Als, ja, wie soll ich sagen, Caterpillar, der dem Ich voranfährt. Der mal da umackert ordentlich, das Ego. Der sagt, ich will! Auch wenn es der größte Blödsinn ist, ich will. Also so wie heute manche politischen Führer auch. Die einen Blödsinn nach dem anderen machen, aber mit großem Willen das durchsetzen. Auch wenn es völlig daneben ist. Manche werden vielleicht ahnen, wer angesprochen ist oder sein könnte. Wurscht, aber es ist ein Phänomen. Das ist ein verspätetes Römertum im Grunde. In unsere Zeiten, das verirrt.

Während zum Beispiel gerade so, ja, durchaus Diktatoren wie ein Putin oder ein Xi, ist im Grunde auch nicht viel anders als ein Diktator. Aber die fühlen sich wie ein alter Pharao. In Wahrheit. So sehen sie sich selber. Sie haben eigentlich ein hohes Ideal. Und sie glauben, sie sind der beste Vertreter dafür, dieses Ideals. Und das Fußvolk kann eh nichts. Wenn ich die frei herumlaufen lasse im Grunde und ihnen nicht ganz strenge Regeln gebe, dann wird nichts funktionieren. Und man schaut dann, ja, namentlich mittlerweile vom Osten wie vom Westen, also von Amerikaseite auf Europa, und sagt, die Kasperln da, jeder darf tun, was er will, jeder bringt seine Ideen durch. Die sind ja völlig verrückt. Aber gerade da lebt ganz besonders dieser christliche Gedanke, sich die Freiheit zu erwerben. Und nicht irgendeinem Diktator oder Präsidenten oder sonst was zu folgen, der alles vorgibt, was gemacht werden sollte. Ich meine, funktioniert in der Wahrheit ja eh nicht, weil die wirkliche Arbeit machen eh andere. Tausende andere, die interessante Ideen einbringen, die dann der Oben für sich vereinnahmt, als hätte er sie erfunden. Und dann vielleicht noch ganz falsch einsetzt.

Also das bringt viel Chaos in die Welt hinein, wenn heute Menschen sich für Stellvertreter Gottes in Wahrheit halten. Vielleicht nicht so ausgesprochen, aber jedenfalls, allen muss gesagt werden, was sie zu tun haben. Und wo es lang geht. Ja, sicher, gewisse Richtlinien brauchen wir noch, weil wir wissen, heute sind noch auch nicht so viele Menschen reif, wirklich ihr eigenes Leben so in der Hand zu haben, dass das wirklich sinnvoll gestaltet wird, sondern sie stolpern durch ihr Leben irgendwo. Und manchmal landen sie auch im Graben. Gehört dazu zur Weltentwicklung, ja, sicher. Aber wir sollten auch sehen, dass das halt der Weg ist, der uns gezeigt wird, weil das der einzige Weg ist, der zur Freiheit führen kann. Wir müssen halt x-mal auf die Nase fallen, um zu lernen, nein, das war es nicht, das war Blödsinn. Nach ein paar Inkarnationen spätestens kriegen wir das auch mit, die Botschaft.

Christus in uns: freier Mitsprecher, nicht Auftragerfüller 01:48:12

Darum ist unabdingbar dieser Gedanke der Wiedergeburt. Das ist ganz klar. Das ist daher ein tiefchristlicher Gedanke, weil der eigentliche christliche Gedanke ist, Christus in uns. Aber das heißt nicht, der macht für uns, sondern das heißt, wir entwickeln in uns die gleichartige Kraft. Im Kleinen. Aber freie Schöpferkraft. Mitschöpfer. Wort mit Wort. Mitsprecher sein bei dem, was die Welt gestaltet. Freier Mitsprecher. Nicht Auftragerfüller. Und das heißt, in dem gehen wir voran. Mit vielen Fehlern natürlich, aber trotzdem, wir gehen im Grunde natürlich den ganzen Widersachern voran, weil die werden von uns lernen, wo es wirklich der Weg lang geht. Aber auch die regulären Hierarchien warten auf uns. Weil die haben die Freiheit alle noch nicht. Alle noch nicht. Von den Seraphim bis zu den kleinen Engeln sozusagen herunter, sie haben alle die Freiheit nicht. Sondern sie machen das, was sie als Aufgabe bekommen. Von der nächst höheren Hierarchie. Und die Höchste empfängt sozusagen von der göttlichen Quelle selber. Und dann geht es hinunter und bis es...

Entschuldige, ich habe kurz gestoppt, deswegen, ich habe gerade die Meldung bekommen, dass ich abgemeldet bin aus dem Jitsi. Ich sehe mich zwar noch schön im Bild, aber wenn ich da nicht auf einen Knopf drücke und bestätige, dass ich wieder angemeldet sein will, dann rede ich und rede ich und rede ich und ihr hört nichts mehr und seht nichts mehr. Ich sehe mich zwar selber, aber das ist nicht das Wichtigste daran.

Ja, also, das sind aber alles Riesenbrocken. Und es ist wirklich wichtig, dass wir heute diese geistige Eigenständigkeit entwickeln und den Mut dazu haben. Das heißt nicht, dass wir uns als gescheiter als alle anderen denken. Überhaupt nicht. Und gegen alles protestieren, was wer anderen macht. Das ist es nicht. Sondern im Gegenteil, uns vereinigen mit unseren schöpferischen Impulsen als Anregung wieder für andere, aber von anderen auch die Anregung zu nehmen. Und vor allem den Menschen Mut zu machen, eigene Ideen zu entwickeln, zu pflegen. Und zwar Ideen, die mit einem reinen Herzen geschaffen sind. Das heißt wirklich nicht, was bringt mir das, sondern was kann ich damit beitragen, mit meinen Fähigkeiten zur Weltentwicklung. Aber bitte nicht in einem falschen idealistischen Sinn das missverstehen, weil viele reden von dem, ach, ich bin so selbstlos und wir machen das Beste nur fürs Wohl der Welt, und in Wahrheit gehen sie nur in Egoismen nach.

Entschuldigt, ich muss kurz abstellen das Telefon. Ja, also es gehört ein großer Mut dazu, diesen Weg zu gehen. Wir können ihn natürlich auch verweigern. Also zu unserer Freiheit gehört auch, dass wir sagen, nein, aber wenn wir das wirklich entschieden und endgültig sagen, heißt das, dass wir den Weg der Widersacher gehen. Dann ist das unsere freie Entscheidung. Und ohne unsere Entscheidung, unserer eigentlich freien Entscheidung, werden wir auch nicht dort landen. Aber natürlich sind die Widersacher, wie soll ich sagen, erfahren genug im Umgang mit den Menschen, dass sie uns sehr gut verführen können dorthin. Sei es also durch die luziferische Verführung, das ist nur die billigere, aber die ahrimanisch-intellektuelle Machtverführung, Macht zu haben über die Welt. Ja, ich gestalte die Welt nach meinen kleinen Ideen. Wenn wir aus der Freiheit mitgestalten die Welt, heißt das aus großen Ideen heraus. Nicht aus kleinlichen Ideen, die meinem Nutzen dienen oder meinem engsten Umkreis dienen. Da muss wirklich der Christus in uns sein, dieses Christusprinzip, wirklich uns zu verschenken an die Welt. Das ist das Wesentliche.

Und das liegt so eng alles beieinander. Viele glauben, sie verschenken sich an die Welt und in Wahrheit tun sie nur ihr Wesen den anderen aufdrücken irgendwo. Und wundern sich dann, dass die Menschen nicht beglückt sind darüber, vielleicht sogar irgendwann undankbar sind. Was habe ich ihnen alles gegeben? Was habe ich ihnen alles an Unverdaulichem zum Verarbeiten vorgeworfen, geistig gesehen? Weil meine Idee, meine großartige Idee, den anderen aufdrängen wollte. Dabei ist der wichtigste Impuls, nicht meine Ideen, die ihnen aufdrängen sind, dass ich wecke, dass die anderen Menschen ihre eigenen Impulse entwickeln. Das ist es nämlich. Das ist einmal die vordringliche Aufgabe. Wenn es heißt, wir sollen an der Erdentwicklung ganz energisch mitarbeiten, ist die erste Arbeit, dass wir einander helfen, zu dieser Freiheit zu kommen. Den Mut für diese Freiheit zu entwickeln, die Kraft für diese Freiheit zu entwickeln. Weil vorher geht gar nichts. Mit Befehlsempfängern können wir das Ziel nicht erreichen. Und wenn sie noch so fleißig und noch so brav sind, dann wird die Welt trotzdem arm sein, und es wird lange nicht das erreicht werden, was erreicht werden soll.

Drei Stufen des Menschlichen und der Hinauswurf aus dem Paradies 01:54:55

Dass die Schöpfung für die Zukunft immer mehr so sein wird, es wirkt was von oben, es wirkt was von unten. Und gerade immer das Kleinste, das Jüngste, das Unerfahrenste, das geistige Wesen soll mitarbeiten. Wir sind es jetzt. In der nächsten Stufe, Rudolf Steiner spricht davon, es werden drei Stufen des Menschlichen kommen. Denn es werden die, die nachkommen, also auf dem neuen Jupiter bzw. neuen Jerusalem, werden wir eine Stufe höher steigen. Sonst wäre man nicht auf dem neuen Jupiter, der besteht im Wesentlichen darin, dass wir uns eine neue Stufe, zumindest halb dann schon, erworben haben, nämlich wirklich ganz im Geist selbst drinnen zu stehen, ganz bewusst. Fertig ist es erst am Ende des neuen Jupiter, aber wir müssen von Anfang an schon einen Ansatz dazu mitbringen.

Aber es werden dann geistige Wesen nachkommen, die man insofern auch sehr gut als Menschen bezeichnen kann, nicht genau in derselben Gestalt, wie wir jetzt herumrennen, sondern sie werden Menschen unter anderen Bedingungen sein, eben unter den Bedingungen des neuen Jupiter, der entsteht, der keine physische Welt ist, und die dort auch die Freiheit entwickeln. Und zwar jetzt bereits auf einer subtileren Weise, nicht indem sie in die materielle Welt versetzt sind, weil das ist eigentlich die, wie soll ich sagen, das war die erste Stufe, den Menschen zu schleudern in die materielle Welt. Und da jetzt, du, jetzt rappel dir auf, das ist die Pioniertat eigentlich. Du fliegst eigentlich sozusagen heraus aus dem Paradies, aus der geistig-göttlichen Welt, und bist als neues geistiges Wesen verbannt in die materiell-sinnliche Welt.

Das ist ja eigentlich, ja, es steht ja in der Bibel so drin, wir sind halt aus dem Paradies verbannt worden, weil wir vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Mit dem Nachsatz, dass es durchaus eigentlich im göttlichen Willen drinnen liegt, dass wir das tun, auch wenn es vorher das strenge Gebot ist, ist nicht davon. Aber hätten wir es nicht getan, dann hätten wir den Weg zur Freiheit nicht beschreiten können. Also man muss nur dieses göttliche Gebot richtig lesen. Also wehe, wir hätten nicht gegessen, sozusagen. Ja, wir fliegen aus dem Paradies heraus, sollten wir ja. Freiwillig wären wir wahrscheinlich nicht rausgegangen. Aber unsere Reife haben wir in Wahrheit dadurch bewiesen, dass wir eben das getan haben, dass wir verwiesen wurden dieses Paradieses. Weil eben mit der Kraft, sich so aufs Eigene zu stellen, haben wir uns aus diesem höchsten göttlichen Zusammenhang zunächst einmal herausgerissen, um eigenständig zu werden. Der erste Schritt zur Eigenständigkeit. Ja, sozusagen Widerstand sogar gegen das höchste Göttliche. Ja, durchaus. Das ist genau das, was erwünscht war. Nicht brave Untertanen, die in allem folgen, sondern habt eure eigenen Ideen.

So schön in den Weihnachtsspielen, im Paradeisspiel geschildert. Wie ist Adam worden so reich. Einem Gode ist er worden gleich. Er war es besonders gut. Ja, das ist das Privileg des Menschen. Und das ist durchaus nicht ein fataler Fehler gewesen, den wir gemacht haben, sondern das war der Schritt, mit dem unsere Entwicklung eigentlich so richtig losgeht. Und auch, dass wir in die untere Welt versetzt werden, von der aus wir jetzt schöpferisch wirken sollen. Ganz klein. Von da aus können wir jetzt noch nicht den ganzen Kosmos umgestalten. Da wären wir hoffnungslos überfordert. Aber wir können lernen, die Erde umzugestalten. Das ist einmal unser irdischer Garten. Eben unser irdisches Paradies. Wenn man so will.

Von dort sind wir eigentlich auch rausgeflogen, weil es war ja die Mondensphäre, der Dante schildert es so schön, wie das irdische Paradies ganz dort oben ist, wo man schon den Mond anratzt. Das heißt, er zeigt, dieses Paradies, wo wir waren, das war nicht irgendein Garterl auf der Erde, auf unserer heutigen stofflichen Erde, sondern das war noch in einem höheren Kreis. Und von dort sind wir rausgefallen. Er war sich aber auch bewusst, der Paradieseszustand, das Paradies, das eigentliche, wo die Trinität und die wohnen, wo die höchste Hierarchie in ihren eigentlichen Wohnsitz kommt, das ist noch weit, weit darüber. Das ist das irdische Paradies, der Garten Eden, aus dem wir sozusagen hinausgeworfen wurden.

Der Christus und der Ich-Funke des Menschen 02:00:06

Aber eben gerade dadurch haben wir die Chance zu entwickeln, Kräfte jetzt ganz von unten, ganz von der untersten Ebene heraus etwas entgegenzubringen dem. Und etwas hinzuzufügen zu dem, was als göttliche Schöpfung von oben kommt. Aber wirklich mit dem gleichen, kleinen, aber ganz freien schöpferischen Funken, der in unserem Ich speziell lebt, der in dieser Art nicht lebt in den Hierarchien, die über uns stehen. Sie haben alle ein Ich, aber es ist nicht frei. Auch die Widersacher natürlich nicht, auch die sind nicht frei. Aber auch der Michael ist nicht frei, die Elohim sind nicht frei. Es beschränkt sich auf die Gottheit, auf die Dreifaltigkeit eigentlich. Dort ist die Quelle der Freiheit zunächst einmal. Aber diese Quelle soll in uns aufleben. Und damit das möglich ist, dazu ist der Christus Mensch geworden.

Er hat also sozusagen diese Mühe, diesen Schmerz, der unglaublich ist. Er ist das höchste Göttliche, das weltschöpferische Göttliche. Und der Christus ist der, der wirklich der Weltenbaumeister war, nicht die Vatergottheit. Die trägt es im Hintergrund, aber wenn man so will, die eigentliche formende Arbeit hat alle der Christus gemacht. Und zwar im Grunde spätestens seit der alten Sonne, eigentlich schon wesentlich mitgestaltend am alten Saturn, weil schon da hat die Vatergottheit sich zurückgezogen, im Grunde. Aber so richtig losgegangen ist es dann auf der alten Sonne, da war der Christus die führende Wesenheit, ganz allein dort, die die Gestaltung gemacht hat. Und diese Kraft, etwas von dieser Kraft haben wir bekommen. Das heißt, unser Ich-Funke ist schon etwas ganz Besonderes und unterscheidet sich daher von dem Ich-Funken, der in den höheren Hierarchien tätig ist. Aber auch in dem, ja, durchaus Ich-Funken, der auch in den Widersacherkräften drinnen ist, weil sie gehören ja im Grunde auch den Hierarchien an, die nur, naja, ich würde jetzt gar nicht sagen, auf den falschen Weg gekommen sind, sondern die auf einen anderen Weg bestellt wurden. Nämlich uns das Leben schwer zu machen. Damit wir aus der Freiheit heraus die Kräfte entwickeln.

Die Erlösung der Widersacher 02:02:57

Und daher zum hundertsten Mal, zum tausendsten Mal, sie sind notwendig für die Entwicklung. Und es ist wichtig, dass wir uns dessen bewusst werden. Und wir beschwören damit nicht Ahriman und Luzifer, indem wir oft reden von ihnen, sondern wir sollen uns bewusst werden, dass sie wesentliche Helfer bei der Entwicklung sind, dass wir die Freiheit entwickeln. Aber Helfer in dem Sinne, dass wir dann lernen müssen, ihnen den Weg zu weisen. Sie weisen uns jetzt immer auf Abwege. Und wir müssen lernen, das aus eigener Kraft zu erkennen und ja, eigentlich sozusagen den Spieß umzukehren und zu sagen, ihr seid es am falschen Weg. Aber wenn ihr etwas von uns annehmt, dann könnt ihr auf den richtigen Weg kommen. Und der besteht eben darin, dass wir immer mehr lernen in der Auseinandersetzung mit den Widersacherkräften.

Und so lange, bis ihre Aufgabe überflüssig wird, sie entbunden werden davon, und die große Freude wird für sie sein, das können sie aber jetzt überhaupt nicht realisieren, dass sie dann als erste nach dem Menschen der Freiheit teilhaftig werden. Die bekommen sie nämlich nicht von oben, sondern die bekommen sie durch unsere Anregung. Es ist schon vorgesehen von oben, dass sie das werden. Aber den Weg dazu werden wir ihnen zeigen. Und das heißt, der Ahriman hat in vielem recht, dass er merkt, der Mensch, der ist mir eigentlich nicht geheuer. Er bereitet mir dauernd Schmerzen, ja, er empfindet sich jetzt als Schmerzen, weil wir jetzt schon arbeiten daran, ihn auf einen anderen Weg zu führen. Seinen eigentlichen Weg, wo er fruchtbar an der Weltentwicklung mitwirken kann. Aus Freiheit sogar mal mitwirken kann. Und durchaus eine wichtige Aufgabe bekommt, die aber nicht hineinführt einfach in die Unterwelt hinein, die nicht hineinführt in die soratische Welt, in die Achte Sphäre hinüberführt, sondern wo ein freier Mitarbeiter der Schöpfung wird. Das wird das Nächste sein.

Und das wird sozusagen, wie soll ich sagen, das Meisterstück des Menschen beziehungsweise der Menschheit sein, dass wir die Widersacher auf diesen ganz, ganz stark positiven Weg hinführen. Und wir müssen um jedes einzelne dieser Wesen ringen. Weil auch Ahriman, ja, wer ist Ahriman? Das ist so ein Allgemeinbegriff irgendwo natürlich, es ist aber eine Gemeinschaft von ahrimanischen Wesenheiten in Wahrheit. Und wir müssen arbeiten eigentlich mit dieser ganzen Fülle an ahrimanischen Wesenheiten zum Beispiel oder luziferischen Wesenheiten. Da steht eine Mordsaufgabe vor uns. Und die kommen nicht herum. Und dann werden sie irgendwann einmal nicht mehr abkommandiert sein dazu, uns zu verführen, sondern sie werden Mitarbeiter werden. Mitarbeiter. Nämlich Mitarbeiter, die auch von unten herauf zu bauen beginnen. Das ist noch Zukunft. Und das ist noch ein weiter Weg.

Eine Gottheit, die ihre Allmacht aufgegeben hat 02:06:44

Aber es liegt in dem Ganzen drinnen, dass das Schöpfungsgeschehen eben einfach nicht so, dass der simple Prozess, alles strömt von oben und der liebe Gott schafft halt die Welt, wie sie ihm gefällt, und das ist es dann schon. Sondern die Welt ist in einer Entwicklung drinnen, die nicht einmal für die Gottheit vorhersehbar ist. Daher keine Allwissenheit, keine Allmächtigkeit. Klingt sehr ketzerisch. Aber die Gottheit hat genau das aufgegeben. Hätte sie das, gäbe es keine Freiheit für den Menschen. Ich bin eh nur allmächtig, aber die Menschen lasse ich laufen. Dann hat er seine Allmächtigkeit zumindest bezüglich der Menschen aufgegeben. Und genau das ist der Fall. Mit dem Hinauswurf auf dem Paradies ist eigentlich genau das ganz konkret passiert, dass wir jetzt unsere Freiheit entwickeln sollen und können. Nein, wir folgen nicht mehr den Vorgaben. Jedenfalls nicht zwangsweise. Nur wenn wir es wirklich wollen. Und wenn wir gezwungen werden dazu, dann ist es falsch.

Und wenn eine Priesterschaft da ist, in der Vergangenheit war das halt noch notwendig, weil der Mensch es nicht selber konnte, also in der ägyptischen Zeit noch sehr stark. Da war wirklich praktisch der Pharao und vielleicht seine engsten Berater befähigt, wirklich selbst dieses ägyptische Reich zu gestalten. Und nicht nur immer zu warten auf die göttliche Eingebung von oben, sondern wo die Einweihung, ich glaube, ich habe das schon einmal erzählt oder öfters vielleicht sogar erzählt, die Einweihung in Ägypten ging darum, das Denken zu wecken. Das heißt, vom alten Schauen zum eigenständigen Denken zu kommen. Nur dadurch konnte diese Kulturepoche sich entfalten, dass Menschen gelernt haben, eigenständig zu denken. Allerdings ganz, ganz wenige. Also vornehmlich der, der an der Spitze des Reiches stand, der hatte wirklich in eigenen Gedanken zu entwickeln, um das Reich zu organisieren, das ägyptische Reich. Die Hochkulturen zu schaffen, Baumeister vielleicht zu sein. Dann auch. Also natürlich auch die, die in der näheren Umgebung des Pharaos waren, gab es also welche, die eben auch diese Fähigkeit bereits bis zu einem gewissen Grad entwickelt haben. Aber der Pharao in den besten Zeiten zumindest, der konnte wirklich für das ganze ägyptische Volk denken.

Das heißt, es ist nur ein kleines Abbild dessen, was von oben kommt. Da kommt die Weisheit von oben. Aber immerhin, er war bereits einer, der eine gewisse Freiheit entwickelt hat. Er hat schon gehört auf die Stimme der Götter, aber er hat selber umgesetzt. Weil mit dem Denken, wo das eigenständige Denken entsteht, entsteht im Übrigen auch das Ego. Da fängt es an. Natürlich erst so wichtig dann in der nächsten Kulturepoche, in der griechisch-lateinischen Zeit, aber vorbereitet wird es in Ägypten bereits. Und die großen Pharaonen dort hatten bereits etwas davon. Das war ganz wichtig. Sie hatten aber auch noch den direkten bewussten Kontakt mit den höheren Hierarchien, zumindest bis zu einer gewissen Höhe hinauf, durch ihre sehr künstliche Einweihung. Die aber im Endeffekt eh nur den Zweck hatte, dass sie das Denken entwickeln können. Das war nämlich das Ergebnis davon. Sie haben gar nicht so hohe geistige Dinge erfahren, sondern sie haben im Grunde, heute würde ich sagen fast simpel, zu lernen, zu denken, so wie man dann später in der nächsten Kulturepoche gedacht hat. Wie ein Aristoteles vielleicht sogar. Einzelne Pharaonen hatten ein Denken, das annähernd an das schon herankam. Die haben das schon vorweggenommen. Allerdings sind sie keine Philosophen geworden, sondern sie haben ganz praktisch das Land regiert, damit gestaltet, Bauwerke gestaltet, Kanäle bauen lassen und alles Mögliche, was notwendig war, um dieses Land zum Blühen zu bringen. Aber mit eigenen Gedanken. Mit eigenen Gedanken. In das wurden sie eingeweiht.

Die Tempelschlaf-Einweihung und das Erwachen des Seelenlebens 02:11:52

Und das ist mit ein Grund auch, warum diese, ja, in der Zeit auch entsteht diese, naja, wie soll ich sagen, bis zu einem gewissen Grad von Anfang an zweifelhafte Einweihungsmethode, nämlich Menschen in einen todesartigen Zustand zu versetzen. Das entsteht nämlich gerade in der ägyptischen Zeit. Vorher gab es das nicht, da war nicht die Notwendigkeit dazu da, weil eh alle Menschen noch eine geistige Wahrnehmung hatten. Da wird das einmal angesprochen, das finstere Zeitalter, das Kali Yuga, wo also die Mehrheit der Menschen nicht mehr geistig erleben kann, fängt an kurz vor Beginn der ägyptischen Kultur. Also bis dahin haben alle Menschen geistige Wesen gesehen und sich bei ihnen Rat geholt. Und den haben sie einfach befolgt, weil sie selber allein eh nicht was anderes hätten machen können. Sie hätten nicht gewusst, wie soll ich das tun. Es wurde ihnen von, namentlich von der begleitenden Engelwesenheit so nahegebracht, wo es weitergeht für sie. Aus ihrem eigenen Schicksal heraus, aus der karmischen Vergangenheit heraus, wurden sie an den Platz geführt, wo sie am fruchtbarsten mitarbeiten konnten. Freiheit? Null noch zu dem Zeitpunkt. Ausnahmen abgerechnet.

Aber dann kommt die ägyptische Zeit heran, kurz vorher Verfinsterung. Praktisch die ganze Menschheit verliert die geistige Wahrnehmungsfähigkeit, bis auf einige wenige. Weg. Und die Ägypter suchen den Weg, das nur irgendwie zu wecken, wie kommen wir heran, wir sind verloren, wir stehen da auf Erden herunten und sollen ein riesiges Land irgendwie in den Griff bekommen, sollen die Menschen ernähren, die da leben in diesem Land, wie tue ich? Weil es ist ja auch sehr interessant, dass diese Hochkulturen, die ersten, also zu denen nehmen wir auch insbesondere die ägyptische, aber auch die chaldäische Kultur und das alles zählt. Ja, wie tue ich da? Vorher hat man sich um das nicht gekümmert, das war gar nicht wichtig. Die Götter haben uns eh, trotz Hinauswurf auf dem Paradies, gegeben die Anregung, wie wir das Leben gestalten sollen. Große Bauten gab es nicht, nichts, Hauptsache man war in einer Laubhütte irgendwo, aber man wusste, wie man in Verbindung mit den Göttern ist, und das war schon das Wichtigste. Natürlich Jagen und dergleichen musste man auch, und wenn man sich gut verbunden hat mit höheren Hierarchien, dann ist das besser gelungen irgendwo, aber eigene, aus eigener Freiheit, nein, nichts, gar nichts. Sich führen lassen.

Aber ägyptische Zeit, Verfinsterung, Kali Yuga, finster, kaum mehr sieht wer was, und die wenigen, die noch sehen, wissen nicht, was sie eigentlich sehen und was sie damit tun sollen, genau genommen. Und jetzt will man zurückgehen zu der Zeit, und man findet keinen anderen Weg, als die Menschen in einen todesartigen Zustand zu versetzen. Das heißt eigentlich schon, sie so weit hinüberzubringen, dass sie fast schon über die Schwelle gehen. Aha, weil dann leben sie in der geistigen Welt für eine gewisse kurze Zeit und können, wenn sie zurückgeholt werden, das musste halt von den Priestern genau überwacht werden, also bis zu drei, dreieinhalb Tage ging das, und das war durchaus individuell verschieden, und die Priesterschaft musste genau das abspüren können, wann ist der letztmögliche Moment, den zurückzuholen, ihn sozusagen aufzuwecken aus diesem todesähnlichen Schlaf. Und dann im Aufwachen erzählt er einfach, auf das war er trainiert, was er da jetzt in seinen Visionen erlebt hat. Und die Priester haben das aufmerksamst alle aufgenommen, memoriert sozusagen, also im Gedächtnis festgehalten, weil der Einweihungsschüler konnte es nicht festhalten, er konnte es aussprechen, und wenn er noch im Halbtraum drinnen war, zwar schon mehr im Tagesbewusstsein auch, als an der Grenze, aber er konnte es aussprechen und dann hat er es vergessen, dann hat er es vergessen. Aber die Priesterschaft hat es festgehalten und dann auch niedergeschrieben und dergleichen.

So hat man sich darüber gearbeitet, sozusagen den Zugang zu haben zu den geistigen Welten, und manche, die höchsten Eingeweihten, die wirklich sehr extrem lang in diesen Zustand versetzt waren, die konnten dann auch sogar noch später gewisse Einblicke haben in die geistige Welt, wenn sie in die Meditation gegangen sind und dergleichen. Also sie haben eine Fähigkeit zurückbehalten, die eigentlich für die meisten Menschen verschlossen waren, und das waren dann die, die zu den Pharaonen wurden im Wesentlichen oder zu den höchsten Priestern und dergleichen, die mitbeteiligt waren auch an dem Ganzen. Und das Neue war, sie hatten geistige Wahrnehmungen bis zu einem gewissen Grad, sie konnten sich aber auch in, wie soll ich sagen, irdische Gedanken fassen. Diese ganz wenigen, die Mehrheit des ägyptischen Volkes vom Denken noch weit weg. Ja, Astralisches, Emotionen, die oft gut geführt wurden, manchmal schlecht geführt wurden, wie auch immer, aber Gedanken, kein Erlebnis, also kann man sich gar nicht vorstellen, wie so ein Ägypter war, weil wir heute bei uns, salutieren, die Gedanken unterbrochen. Die haben sowas nicht gehabt, aber starke Gefühle, starke astralische Erlebnisse, und in denen haben sie durchaus gelebt.

Aber oft auch, was heißt oft, angeregt auch durch was von außen kommen. Das ist auch die Zeit, wo entsteht, man braucht die Klageweiber. Es ist jemand gestorben, ja, von mir aus kommt die Trauer nicht. Das muss man aussen, da müssen jetzt zehn Frauen oder was da sind, die heulen und schluchzen und schreien, und dann fange ich an, in mir die Trauer zu spüren. Vorher konnte ich es gar nicht spüren. Also wir haben doch was gelernt mit der Zeit. Es gibt natürlich Menschen, die an sowas auch emotionslos vorbeigehen, aber die meisten empfinden etwas. Das haben wir lange, lange lernen müssen. Also wieder etwas, was eine Brücke schlägt zwischen dem äußeren Erleben und der geistigen Welt, was dazugehört. Geschehnisse im äußeren Leben, aber was erlebe ich seelisch dabei?

Ich meine, bis zur ägyptischen Zeit war das Seelenleben der Menschen noch ganz anders geartet als unser heutiges, weil da selbstverständlich noch die ganzen geistigen Wesenheiten mitgewirkt haben. Und in der ägyptischen Zeit ist man letztlich gestoßen auf das eigene kleine Seelische. Und da, das ist noch ganz armselig. Jetzt nicht einmal Trauer kann ich empfinden. Mein liebster Mensch stirbt, das ist eigentlich schrecklich, aber ich kann es weder wirklich denken, weil das Denken gibt es noch nicht, aber fühlen kann ich es auch nicht wirklich. Also in der Astralität, da brauche ich Unterstützung. Ich brauche eine ganze Menge Klageweiber sozusagen oder überhaupt Menschen, die jetzt jammern und schreien, und dann gibt es ein Echo in mir drinnen.

Also so entwickelt sich die Menschheit weiter. Und trotzdem, sicher, die ägyptische Zeit ist 5.000 Jahre in die Vergangenheit in etwa der Anfang, aber trotzdem, das ist nur eine Kleinigkeit. Vorher haben wir was erlebt und da waren wir ganz, ganz anders. Und selbst in die ägyptische Zeit können wir uns schwer hineinversetzen. Ich meine, das sind ganz wenig Menschen, die heute so in der Astralität so eingeschlafen sind, dass, wurscht was passiert, sie empfinden nichts eigentlich. Das ist ein pathologischer Rückfall in die ägyptische Zeit im Grunde, in die Anfänge der ägyptischen Zeit. Weil während des Ganzen haben sie es dann langsam gelernt, immer mehr das Eigentliche, die eigene Astralität, im positiven, im negativen Sinn zu erleben. Also so hat sich die Menschheit geändert. Und da war lange Entwicklung noch vorher.

Abschluss in der johannischen Stimmung 02:21:23

Ja gut, ich sehe, die Zeit ist wie immer fortgeschritten. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das wie immer, wofür ich sehr dankbar bin. Wir werden das nächste Mal intensiv weitertun. Ich wollte eigentlich das Sinnesthema heute noch weiter vertiefen. Wir werden es halt das nächste Mal machen. Ich habe sogar vorbereitet, dass ich die Grafik wieder gut einblenden kann und dass man mich trotzdem sieht. Dabei, es ist technisch alles ein bisschen schwierig. Aber wir werden das schaffen.

Wir gehen in die johannische Stimmung noch einmal ganz bewusst hinein. Es ist heute der 23., wir sind am Übergang zum 24., also zum eigentlichen Johannitag. Und wir gehen ganz mit der Seele hinaus. Zwölfter Wochenspruch.

Der Weltenschönheitsglanz erzwinget mich aus Seelentiefen des Eigenlebens Götterkräfte zum Weltenfluge zu entbinden, mich selber zu verlassen, vertrauend nur mich suchend im Weltenlicht und Weltenwärme.

Das heißt aber nicht, dass wir das Ich da irgendwo herumkugeln lassen auf Erden, sondern wir nehmen es ja mit. Mit dem fliegen wir hinaus. Aber wir hängen nicht an unserem Ego jetzt. Ah, ich stehe da und klotze in die Welt hinaus. Ich bin mir selber das Wichtigste, und da außen sehe ich nur die Hälfte nicht sinnlich und geistig schon gar nicht. Nein, sondern ich gehe hinaus mit offenen Sinnen, fliege hinaus in die Welt und gehe ins Geistige hinein, in Wahrheit. Und vielleicht einmal irgendwann auch bewusst. Jetzt noch eher unterbewusst, halbbewusst. Aber schon genug, dass wir etwas mitnehmen und uns daraus dann manchmal so spontan Erkenntnisse, Erleuchtungen kommen, die wir eigentlich von da draußen geschöpft haben. Wissen wir gar nicht, wieso uns das jetzt einfällt plötzlich, weil wir es eigentlich geschaut haben, aber noch nicht bewusst. Aber immerhin genügend, um es dann in einen Gedanken zu formulieren oder Tat werden zu lassen.

Gut, in diesem Sinne, meine Lieben, danke ich euch fürs Dabeisein, die ihr hier im Jitsi dabei seid, natürlich auch, die ihr im Livestream dabei seid.

Renato: Vielen Dank, Wolfgang, für den schönen Vortrag.

Wolfgang: Gerne, danke. Danke, wie gesagt, für eure Unterstützung. Weil allein geht das alles nicht. Es ist schon was anderes, wenn man es Menschen erzählt, als wenn man einfach nur im eigenen Kämmerchen sitzt und sich selber erzählt. Das hat schon natürlich einen Wert. Und in der Meditation an die Dinge heranzugehen, ist die Voraussetzung, um überhaupt die Dinge zu erzählen, aber es ist wichtig, sie auch auszusprechen. Und das ist wieder Anregung.

Renato: Vielen, vielen Dank.

Wolfgang: Gerne.

Renato: Wunderbar ausgesprochen. Danke.

Wolfgang: Ich versuche jetzt den Livestream zu beenden, das gelingt mir im Moment noch nicht, ich drücke schon dreimal da auf, aber wir werden das schaffen. Warum nicht? Ich weiß nicht, in letzter Zeit ist das ein bisschen mühsam. Ah, jetzt geht's. Danke, gute Nacht, meine Lieben, bis zum nächsten Mal. Gute Nacht, Renato. Gute Nacht. Bis zum nächsten Mal.

Glossar

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Literaturangaben

Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;

Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;

Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;

Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;

Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;

Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X

Einzelnachweise

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