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Die Apokalypse des Johannes - 321. Vortrag von Wolfgang Peter, 2026
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«Ein interaktiver Vortragszyklus über den Zusammenhang mit dem Wirken Jesu Christi und dem eigenen Ich. Ausgangspunkt sind die Schriften von Rudolf Steiner, z.B. die GA 104, GA 104a und GA 346. Hier fließen sowohl Fragen und Anliegen von Zuschauern als auch eigene geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Und es gibt immer Bezüge zu aktuellen Themen der Zeit.»

Transkription des 321. Vortrags vom 30. Juni 2026
+++ dies ist eine automatisch generierte Rohtranskription (Opus 4.8 Extra). Es wird noch eine händische Nachbearbeitung nötig sein. Willst du MitTun? +++
Begrüßung und der 13. Wochenspruch 00:00:38
Meine Lieben, ich begrüße euch ganz herzlich zur 321. Folge. Und wir starten los mit dem 13. Wochenspruch, entsprechend der 4. Juniwoche, so wie es hier steht, also in der ursprünglichen Fassung.
Und bin ich in den Sinneshöhen, so flammt in meinen Seelentiefen aus Geistesfeuerwelten der Götter Wahrheitswort. In Geistesgründen suche ahnend dich geistverwandt zu finden.
Also wir sind jetzt ziemlich stark in den Sinneshöhen draußen, sage ich einmal, mit bei den Temperaturen, vor allem die es auch hat. Also es ist einerseits die Wirkung des Lichtes, es ist die Wärme, die einen sehr stark heraushebt. Also wir sind ziemlich draußen, sage ich einmal, in den Geistesfeuerwelten, aber auch äußerlich ist es relativ warm. Also es ist schwer jetzt, ganz bei sich zu bleiben, aber es ist eben genau diese Stimmung, die aber auch notwendig ist, um gerade in das Imaginative hineinzukommen. Man muss einerseits klare Bewusstheit haben, aber andererseits auch ganz aus sich herausgehen können. Das ist schwierig, das zusammenzubringen.
Und der Grund, warum, obwohl eigentlich die Fähigkeit zur Imagination jeder praktisch heute hat, es doch nicht so viele Menschen schon erleben bewusst. Wenn man beides haben muss, man muss also die Präzision, die Klarheit, die Wachheit haben, die uns letztlich auch das Verstandesdenken und die klare sinnliche Beobachtung gegeben hat. Und wir müssen andererseits völlig loslassen können von uns selbst und einfach nur leben in dem, was auf uns zukommt. Und zwar ohne es begrifflich gleich zu fassen. Das ist ganz wichtig. Also in der Imagination ist das das Letzte, was passiert. Also dass man es begrifflich fasst. Das Schauen ist zunächst einmal, und das Schauen ist ja eigentlich ein Malen, haben wir gesagt. Also in der Imagination, es ist eigentlich, man muss das Bild selber gestalten, aber man muss es völlig freilassen von gedanklichen Erwägungen.
Sagen wir es einmal so, also ich habe eine bestimmte Anschauung von der Welt und die fließt halt dann ein in meine Gestaltung, in mein imaginatives Bild, das ich mir schaffe. Genau das darf eben nicht passieren. Dann komme ich nämlich nicht an die objektive Wahrheit heran oder an die Wirklichkeit besser gesagt heran, weil die Sache mit objektiv und subjektiv, das ist sowieso eine Schranke, die hier überschritten werden muss. Wir müssen beides zugleich haben. Wir müssen ganz außer uns sein, wir müssen, aber auch, wir werden das heute sehen, ich möchte es fertig machen mit den Sinnen heute.
Wir haben äußere Sinne, die gehen nach außen, da bewegen wir uns nach außen in die geistige Welt hinein oder in die Astralwelt von mir aus hinein, in die Ätherwelt hinein. Müssen wir schauen, wie man das unterscheiden lernt, wo wir uns gerade befinden oder wo wir uns bewegen. Aber wie auch immer, als Imagination, ganz deutlich unterscheiden, als Imagination, kann es uns nur bewusst werden, wenn wir die Imagination schaffen. Wenn wir sie also malen sozusagen, zeichnen, malen, wie immer, in Farben, in Formen sie gestalten. Aber sie muss unmittelbar aus dem Erleben herauskommen, sodass wir also das, was wir erleben an der Welt, sagen wir mal so, was uns berührt aus der Welt, und zwar durchaus vermittelt durch die Sinneswelt, aber was eben nicht unmittelbar immer der sinnliche Eindruck ist, sind vor allem das, was an Wesenheiten dahintersteht, die uns berühren.
Da kann man sehr gut herankommen, wenn man sich einmal wirklich intensiv auch mit der Sinneswelt beschäftigt und sich einlässt darauf und trotzdem muss man sie dann fallen lassen. Und was dann überbleibt, sind die Elementarwesen, die höheren geistigen Wesenheiten, die uns begegnen drinnen, die in ein, wenn man so will, Gespräch mit uns kommen, in ein Geistgespräch mit uns kommen. Aber dass wir sie wirklich erleben, erfahren, dazu müssen wir selber aktiv werden. Sonst erleben wir sie einfach nicht. Sonst haben wir nur einen gefühlsmäßigen Eindruck. Da ist etwas. Da ist sicher wichtig, dieser Eindruck, aber wir müssen zu mehr Klarheit kommen. Aber zu dieser Klarheit kommen wir, wenn wir also jetzt ganz hineingehen in dieses, wie soll ich sagen, seelenkünstlerische Gestalten der Imagination.
Also das heißt, das, was uns berührt, dass wir es an Sinnesqualitäten, aber auch an Gefühlsqualitäten, die wir erleben, dass wir das in ein Bild fassen, das aber jetzt nicht einfach nur unser Gefühl ausdrückt, sondern das die Wesenheiten selber ergreift, beschreibt sie, zeichnet sie, malt einfach in gewisser Weise. Ich weiß, das ist jetzt sehr schwierig nachzuvollziehen, aber so ist es halt einfach bei den Imaginationen. Es ist einfach einerseits so was ganz Naheliegendes und so Selbstverständliches, aber es ist andererseits für uns heute immer noch sehr ungewohnt, uns darin zu bewegen, in diesen Imaginationen.
Loslassen des Eigendenkens 00:07:11
Wir haben ja schon einiges besprochen, ausgehend eben von den zwölf Sinnen des Menschen, wobei wir eben unterscheiden müssen zwischen den äußeren und den inneren Sinnen, also sieben äußere Sinne im Wesentlichen und fünf innere Sinne, die wir haben. Beide spielen bei der Imagination eine große Rolle. Nämlich nicht die Sinne als solche, sondern die seelischen Bewegungen, die damit verbunden sind. Was uns die Organe dazu schafft, wahrzunehmen, entweder sinnlich oder, wenn man so will, übersinnlich, sprich imaginativ, wobei imaginativ durchaus ein traumbildähnliches Bild ist, das allerdings heute ganz bewusst geschaffen sein sollte, das also nichts Visionäres hat, das uns nicht überfällt.
Ich weiß, ich habe das schon sehr, sehr oft gesagt, aber man kann es nicht oft genug sagen. Vielleicht ist dann hier und da mal eine Variante dabei, wo ein zündender Funke kommt, was man sich wirklich darunter vorstellen kann. Ich versuche es von immer wieder neuen Ecken zu beleuchten, immer wieder es neu zu formulieren, damit man es einmal fassen kann. Es ist ja so schwer, etwas zu fassen, von dem man jetzt vielleicht gedanklich weiß, es ist da, von dem wir gelesen haben in den Vorträgen von Rudolf Steiner oder vielleicht von anderen Menschen gehört haben davon auch, aber wie fasse ich es wirklich, wie komme ich wirklich jetzt dazu, es zu erleben, es zu erfahren, es ganz klar zu erfahren und ganz bewusst zu erfahren und trotzdem auf der ersten Stufe ganz loszulassen das Eigendenken.
Das ist ganz wichtig. Das Eigendenken umfasst vor allem nämlich einmal alles das, was wir gelernt haben, was wir studiert haben, was wir uns angeeignet haben, was wir von mir aus auch bei Rudolf Steiner gelesen haben, aber das müssen wir sofort vergessen, wenn wir es selber imaginativ wahrnehmen wollen. Das müssen wir völlig ausblenden können, das ist die große Schwierigkeit, weil sonst besteht die Gefahr, dass wir uns ein verfälschtes Bild bauen, weil die Wahrnehmung ist trotzdem etwas anderes als, wie soll ich sagen, die Vorstellung, die wir uns bilden anhand der Begriffe, die wir gelernt haben. Also die Vorstellung, wo wir einerseits natürlich sinnliche Qualitäten hineintragen, müssen wir sogar hineintragen in gewisser Weise in die Imagination. Das ist das Paradoxe, es ist ein sinnlich-übersinnliches Wahrnehmen in gewisser Weise.
Wir werden dann noch sprechen davon, wie man sich herantasten kann, also wie man zum Beispiel an die Qualität des Lichtes herankommen kann, wirklich des Lichtes, also des wesentlichen Teils, das eigentlich ein geistiges Licht ist, das aber die Voraussetzung ist, dass wir uns Imaginationen bilden können, und sie sind doch aber nicht einfach das, was wir äußerlich als Licht wahrnehmen. Das heißt, wir müssen eigentlich im Grunde in eine Meditation, wenn man so will, hineingehen, wo wir das äußere Licht ausschalten und innerlich zu einem Lichterleben kommen. Und noch dazu zu einem Lichterleben, das aber jetzt nicht einfach Erinnerung an etwas ist, was wir sinnlich erfasst haben, sondern wo wir uns aus innerer Kraft ein gewisses Licht aufbauen. Also ein Geisteslicht aufbauen. Ich kann es auch nur in Worte fassen, die es halt wieder mit unserem äußeren Sehen vergleichen in gewisser Weise, und trotzdem ist es anders. Aber genau dieses Andere kann man im Grunde nicht beschreiben, man muss es erfahren selber. Dann weiß man, was gemeint ist. Ansonsten ist immer wieder die Gefahr da, dass große Missverständnisse auftreten.
Goethe und das sinnlich-übersinnliche Schauen 00:11:49
Also das nur als Einleitung zu dem Ganzen. Also dieses Sinnliche, Übersinnliche, zwischen beiden Welten zu gehen. Also wenn man nimmt, Goethe konnte im Sinnlichen das Übersinnliche zwar nicht schauen eigentlich, aber doch miterleben. Das ist eine ganz eigene Art, die so den Übergang irgendwo bildet, die er hatte. Etwas, was ganz, ganz wichtig ist, um die Natur zu verstehen. Also Goethe ist vielleicht der größte Eckpfeiler, der größte Eingeweihte kann man sagen, der uns lehren kann, unmittelbar dieses imaginative Schauen im Wahrnehmen der Natur. Dieses sinnlich-übersinnliche Schauen. Das, was Rudolf Steiner dann gibt, geht noch weit darüber hinaus, baut auch auf der Basis aber ganz deutlich auf von dem, was Goethe gegeben hat. Eben in seiner Metamorphosenlehre, aber auch in seiner Farbenlehre, wo er ja ganz deutlich zeigt oder andeutet.
Ich weiß nicht, wie viele Menschen das wirklich genau, konkret verstanden haben, aber was wir als Farben erleben, ist eigentlich schon auch ein nicht nur Sinnliches, sondern vor allem auch ein Übersinnliches Erleben. Jede Farbe hat eine, die wir sinnlich erleben und die wir als Rot, Blau und so weiter bezeichnen, hat eine übersinnliche Qualität. Und wenn wir nur die äußere Farbe sehen, dann fehlt ein ganz wesentlicher Teil. Dann fehlen also diese ganzen elementaren Kräfte, diese elementaren Wesen, die dahinterstecken, die das Eigentliche der Farbe ausmachen. Also, weiß ich nicht, der Farbe Rot, die uns bedrängend ist, die auf uns zukommt in einer gewissen Weise, wobei es aber wirklich sehr davon abhängt, genau welche Farbnuance es ist. Und dahinter steckt aber eine Willenskraft von Elementarwesen, die dahinterstecken. So schön wird es ja, Rudolf Steiner schildert da dann mit einem Regenbogen zum Beispiel. Also die Regenbogenfarben, die dahinterstehen, wie da die Elementarwesen tanzen eigentlich. Und die machen die Farben. Also, wenn man das jetzt rein nüchtern, physikalisch, äußerlich betrachtet, so ist das eine völlig abstrakte Geschichte, die der eigentlichen Wirklichkeit, die dahintersteckt, nicht annähernd gerecht wird.
Keine Naturwissenschaft, sondern Technikwissenschaft 00:14:41
Das ist das große Problem, wie der Nebensatz, ich habe es ja in letzter Zeit öfters erwähnt, wir haben im Großen und Ganzen keine Naturwissenschaft heute. Jedenfalls die akademisch betriebene Naturwissenschaft, die in den Forschungseinrichtungen da ist, ist eine alleinige Technikwissenschaft in Wahrheit. Und diese technischen Prinzipien werden jetzt gedanklich übertragen auf die Natur irgendwo. Und man glaubt damit die Natur zu erklären und versteht dadurch die Natur überhaupt nicht.
Ich habe es in den letzten Vorträgen immer wieder erwähnt, weil wir ja auch jetzt mit unserem Bewusstseinsseelenzeitalter absolut im tief ahrimanischen Zeitalter drinnen stehen. Mit dem Nachsatz, ganz bewusst sollen wir uns in diesem Zeitalter, in der ganzen Kulturepoche mit dem Ahriman auseinandersetzen, insbesondere. Natürlich die Auseinandersetzung mit Luzifer nicht vergessen, aber wir müssen uns jetzt so stärken, dass wir mit den ahrimanischen Kräften so gut umgehen können, dass wir sie erlösen können. Das heißt, dass wir dem Ahriman zeigen, was wir mit dem, was richtig durchaus auch ist in dem, was er uns bringt, nämlich mit den Todeskräften, die drinnen sind, wie man die aber überwinden kann. Im Denken auch. Und dass wir dann kommen zu einem wirklich lebendigen Denken, zu einem lebendigen Denken, das aber zugleich eine Erfahrung gibt des Lebens in der Natur draußen.
Das heißt, weil heute, wie studieren wir heute das Leben? Wir studieren die äußere, sinnlich-physische Erscheinung, in der sich natürlich irgendwo zeigt, äußert das Leben. Aber wenn wir glauben, dass alles das, was wir daran messen, wägen, bestimmen können oder auch in Farben sehen können, dass das alleine schon, wenn wir es äußerlich, sinnlich nur betrachten, dass das uns irgendeine Vorstellung vom Leben gibt, dann sind wir auf dem Holzweg. Ich meine, das Leben ist eben auch nicht die noch weitergehenden, obwohl durchaus ganz klar wissenschaftlich zu beweisenden Tatsachen mit DNA, also Genetik drinnen, was da drinnen ist. Das ist alles, wir haben das in uns. Aber das ist nicht das Leben in uns, das ist nicht das, was das Leben bestimmt in uns, sondern das ist der Tod, der in uns lebt oder wirkt oder arbeitet, besser gesagt. Das ist der Ahriman im Wesentlichen, der in uns arbeitet.
Synthetische Arzneimittel und das Tote im Organismus 00:17:23
Und so ist es bei den synthetischen Arzneimitteln, die heute geschaffen werden. Natürlich, sie bewirken etwas in uns, sie bewirken etwas in uns, insofern wir eben ein rein physischer Organismus sind. Sie fördern das Leben in uns nicht, aber sie können dazu helfen, gewisse stoffliche, physische Unzulänglichkeiten in unserem Organismus, naja, wie sage ich das jetzt vorsichtig, dort einzugreifen, auf jeden Fall etwas vielleicht in eine bessere Richtung lenken, gewisse Fehler, gewisse zu starke Todesprozesse zumindest auszuschalten oder zurückzudrängen in unserem Organismus, aber trotzdem ist es nur eine Arbeit mit dem Toten in uns. Nichts von Leben ist drinnen.
Also es ist von wenigen Menschen abgesehen in unserer Zeit, in unserer Kulturepoche überhaupt, kein Verständnis für das wirkliche Leben da. Und am allerwenigsten in der Medizin, in der Biologie, in all diesen Fächern, die sich wissenschaftlich mit dem Leben beschäftigen, ist keine Ahnung davon da. Ich sage das bewusst so krass, ich bin mir bewusst, dass man damit natürlich sehr leicht jetzt angeprangert werden kann, dass man völlig verrückt ist irgendwo oder dass man, wie heißt es heute, ein Schwurbler ist, der in die falsche Richtung geht und Fantastereien erzählt. Ja, mag ja so sein, dass viele das so empfinden werden und so verstehen werden, weil wenn man in unserem Erziehungssystem, in unserem Bildungssystem, namentlich in unserem akademischen Bildungssystem heute aufgewachsen ist, groß geworden ist, damit hineingewachsen ist in dieses System, kann man sich die Welt eigentlich gar nimmer anders vorstellen. Und einer, der das noch konnte, war Goethe zum Beispiel. Der konnte das. Und er konnte imaginativ die Dinge schauen eigentlich in Wahrheit. Zugleich sinnlich und zugleich imaginativ. Er konnte beides verbinden. Es war ganz eng miteinander. Und das ist gerade der angemessene Zugang zum Sinn, das sinnlich-übersinnliche Schauen. Das ist der Zugang heute zum Weltverständnis in unserer Kulturepoche.
Heiler statt Registrierungsinstrumente 00:20:26
Also ein nur Sehen des Sinnlichen und das Erklären dann durch, wie soll ich sagen, stoffliche, physikalische, chemische Vorgänge, das führt völlig weg vom Verständnis des Lebens. Das führt völlig weg von einem Verständnis, dass es überhaupt so etwas wie Geist oder Seele geben kann. Sehen wir ja in Wahrheit auch, es sind ganz wenige Wissenschaftler, Naturwissenschaftler namentlich, die mit diesen Begriffen irgendwas anfangen. Es sind Ausnahmen. Und selbst dort, wo die Ausnahmen da sind, ist es selten so, dass es aber jetzt wirklich konkret wird, wie es einerseits schon im Ansatz bei Goethe da war und wie es konkret dann dargestellt wird bei Rudolf Steiner. Und woraus dann auch wirklich Heilverfahren und dergleichen entwickelt werden, die wirklich das Leben fördern.
Und ich sage das ganz bewusst, auch trotz dem, dass ich jetzt nicht behaupten will, also die anthroposophischen Medikamente sind alle Wundermittel, die alles lösen können, was die äußere Medizin nicht löst. Ich meine, die äußere Medizin kann manches lösen, was daran liegt, was liegt an den Todesprozessen in uns. Und da kann eine gewisse Änderung in dem Toten in uns werden. Das eigentliche Beleben muss aber dann noch dazukommen.
Ich meine, man denke nur an so Sachen wie moderne Krebsbehandlung oder was, das ist so ein extremes Beispiel. Ich meine, da arbeitet man einfach, indem man dieses ja, tatsächlich beim Krebswachstum überwuchernde, aber nicht gestaltende Leben, sondern dieses blindwuchernde Leben, also eine Entartung des Lebensprozesses eigentlich. Also damit ein eigentlich in Wahrheit ein ganz starker Todesprozess, der drinnen ist. Weil das in uns entwickelt sich so lange, bis eben wirklich der Organismus dem Tode zugeführt wird. Das sind diese Kräfte, die darin wirken. Und das sind aber Prozesse, die in uns notwendig sind. Sie müssen im richtigen Gleichgewicht drinnen sein.
Also wir haben in uns, ich möchte das nur erwähnen, ich habe ja schon öfter darüber gesprochen, wir haben zum Beispiel in uns drinnen einen ganz, ganz starken Zerstörungsherd, wo Stoffliches wirklich ins Nichts geworfen wird. Stoffliches ins Nichts geworfen wird. Nur im gleichen Maß entsteht also Neues Stoffliches. Und die Frage ist also, wer an diesem Erschaffen des Neuen Stofflichen in uns mitwirkt. Ob es höhere Kräfte sind, beziehungsweise wir auf dem Weg sind, es selbst zu sein, oder ob halt andere Mächte, die Widersacherkräfte, mitwirken daran. Da gibt es also so viele Dinge, die weit über das hinausgehen, von dem heute die Naturwissenschaft auch nur oder die Medizin, die naturwissenschaftlich ausgerichtete Medizin nur irgendeine Ahnung hat.
Ich meine, ich verstehe das voll und ganz, dass die das als einfach völligen Unsinn betrachten werden, worüber wir da jetzt reden. Das muss einem ganz klar sein. Das liegt aber nur an der Art, dass heute gerade die Wissenschaft im weitesten Sinn, auch die wissenschaftlich betriebene Medizin, was im Grunde ein Widerspruch in sich selbst ist. Wir bräuchten Menschen, die wirklich Heiler sind. Damit meine ich nicht nur, dass irgendwelche Formeln herunterbeten oder was, oder wie man sich das halt so vorstellt. Dann wird gleich noch einmal die Steigerung kommen. Sind die jetzt ganz verrückt geworden, dass irgendwer ein Gesundbeter oder so was kommt? Nein, es geht darum, dass Menschen da sein müssen. Die können sehr viel tun. Sie können Heilmittel verschreiben, alles. Aber das Wichtigste, was sie ist, sie müssen den anderen Menschen in ihrer Individualität, in ihrer Schicksalskonfiguration eigentlich erfassen. Vielleicht nicht ganz bewusst, weil die guten alten Hausärzte konnten das. Und heute kann es, wenn man ehrlich ist, wenn man sich herumschaut, sehe ich wenig Ärzte, die das können noch. Die schauen lieber hinein in den Blutbefund und die anderen Befunde, die irgendwelche Maschinen gemacht haben, die die ganzen Bilder aus den Scannern und so weiter studieren, soll ja alles sein. Ich will das jetzt gar nicht verteufeln, aber es ist eine ganz krasse Einseitigkeit. Und die Einseitigkeit ist darin, dass sie uns keine Anregung gibt, wie wir das Leben so fördern können, dass es damit fertig wird.
Der hygienische Okkultismus 00:26:41
Nämlich, wie können wir die Selbstheilungskräfte des Menschen so aktivieren, dass sie das, was problematisch ist in ihnen, was ja nicht zufällig kommt, sondern was auch natürlich mit karmischen Dingen zusammenhängt, mit allem Möglichen zusammenhängt, vor allem aber mit der seelisch-geistigen Konfiguration des Menschen zusammenhängt. Es gibt keine anderen wirklichen Gründe dafür. Natürlich, es gibt Bakterien, Viren, alles Mögliche. Wie der Mensch darauf reagiert, wie er damit umgehen kann, hängt von seiner seelisch-geistigen Konstitution ab. Von nichts anderem.
Darüber haben wir schon öfter gesprochen und Rudolf Steiner hat das so deutlich gesagt und hat das genannt, den hygienischen Okkultismus. Wir sollten uns jetzt vorbereiten, aus seelisch-geistigen Kräften heraus die Krankheiten prophylaktisch schon zu verhindern, einzuschränken, Kräfte zu entwickeln, von der seelisch-geistigen Seite mit diesen Dingen fertig zu werden. Und wenn Medikamente gegeben, dann eben keine, die aus dem Toten kommen, die aus der Chemiefabrik sozusagen kommen, sondern die bestimmte Naturkräfte wecken können, die in manchen Heilmitteln von manchen Heilpflanzen und so weiter, wenn sie gut zubereitet sind, als Unterstützung gegeben können, weil dort eben auch die entsprechenden Lebenskräfte, ja sogar entsprechende Seelenkräfte unter Umständen, astralische Kräfte mitwirken, die diese Heilung bewirken, die unsere Seele anregen, dass sie selbst heilend wirken können.
Das ist eigentlich der Schritt, den wir in der näheren Zukunft machen werden. Rudolf Steiner betont ganz deutlich, dass gerade diese Dinge, also Heilung auf dieser ganz anderen Basis, eben auf Basis dieses hygienischen Okkultismus, wie er es nennt, das ist natürlich für Außenstehende jetzt wieder ein Reizwort, Hygiene weniger, aber Okkultismus auf jeden Fall einmal, das kann ja nur etwas Verkehrtes sein. Dabei heißt es ja nur, dass es Kräfte sind, die für die äußere Wahrnehmung verborgen sind. Das heißt okkult im Grunde, also verborgen für die äußere sinnliche Wahrnehmung, verborgen auch für das, was wir mit Messinstrumenten registrieren können. Besser gesagt, wahrnehmen ist ja gar nicht das richtige Wort, sondern die wir registrieren können. Wir sind heute aber sehr, sehr stark darin, den Menschen selber nur mehr zu einem solchen Registrierungsinstrument zu machen. Das heißt, ganz im Äußeren zu bleiben. Und da geht die Sinneswahrnehmung dann eigentlich in was Übles über, wenn sie nicht das Tor ist auch zur übersinnlichen Wahrnehmung. Dieses Tor, das sich kurz vor Beginn der ägyptischen Zeit geschlossen hat, das aber jetzt seit Beginn des 20. Jahrhunderts in unserer Kulturepoche offensteht.
Der Mensch als lebensfördernde Kraft in der Natur 00:29:36
Und das heißt aber auch, das sind Kräfte, die wir dringend und schnell lernen sollten zu ergreifen, mit ihnen umzugehen, mit ihnen tätig zu werden und mit ihnen unsere ganze Kultur und auch unsere Agrikultur, unseren Umgang mit Agrikultur bezeichne ich jetzt einmal ganz im Großen überhaupt, unseren Umgang mit der Natur. Also nicht nur, dass wir Landbau betreiben oder was, sondern wo wir wirklich als gestaltende, bewusst gestaltende Kräfte in die Natur überhaupt eingreifen. Weil die Natur das braucht. Ganz im Gegenteil wieder zu dem, was vielfach heute vermutet wird, wo man den Menschen nur als Zerstörer der Natur sieht. Tatsächlich ist ja was Richtiges dran, wie wir es heute zu einem großen Teil sind, aber nur die Natur stirbt auch ohne uns. Und sie würde noch schneller sterben, wenn wir nicht lebensfördernde Kräfte in die Natur einbringen. Und die können wir nur einbringen durch unsere geistigen Kräfte, die wir entwickeln, durch unsere seelisch-geistigen Kräfte, die wir entwickeln. Und wo wir zugleich eben auch ein gewisses Wahrnehmungsvermögen haben für das Geistig-Seelische, das in der Natur wirkt. Wo wir dann also in Resonanz damit treten können, wo wir beginnen können, dort einzuwirken.
Das ist nämlich der große Lernprozess, den wir jetzt durchmachen sollten, müssen, wenn wir der Erde noch eine genügende Lebensspanne geben wollen. Dass all die Dinge auf ihr noch entwickelt werden können. Dass sie zum Leben gebracht werden können. Die erst so richtig zum Leben gebracht werden können, eigentlich schon in der sehr stark absterbenden Epoche der Erde, wo wir selbst nicht mehr auf Erden verkörpert sein werden. Wo die Erde, also wenn der Mensch nicht da sein würde, in einen noch rapideren Verfallsprozess treten würde.
Und wir müssen aber sehen, ja, die Erde ist in einer Absterbephase, das ist richtig. Aber wir sind knapp über die Mitte der Erdentwicklung drüber. Es sind noch riesige Aufgaben zu leisten für die Erde, als Erdenwesen, das es ist. Und wenn diese Aufgaben nicht geleistet werden, dann wird die nächste kosmische Entwicklungsstufe, das neue Jerusalem im Großen, was Rudolf Steiner als den neuen Jupiter bezeichnet, dann sehr eingeschränkt nur sich entwickeln können. Also das ist ganz entscheidend. Und dass die Erde nicht frühzeitig ihre Lebenskräfte verliert, das heißt ihre Gestaltungskräfte verliert, weil eben die Gestaltung der Erde bei Weitem noch nicht zu Ende ist, sondern dass da noch ein sehr lebendiges, ein seelisch reiches Weitergestalten der Erdenwelt notwendig ist. Das wird aber nur möglich sein in einer fruchtbaren Weise, wenn wir ganz energisch daran arbeiten. Und vor allem eben daran arbeiten, wenn wir nicht mehr inkarniert sind. Nur bis dahin müssen wir alles das gelernt haben. Hier während unserer letzten physischen Verkörperungen, da haben wir noch eine Weile vor uns.
Die Kulturepoche der Brüderlichkeit 00:33:22
Wir sind ja durchaus noch nicht in der letzten Kulturepoche drinnen. Wir haben noch die nächste Kulturepoche vor uns, also die Kulturepoche der Brüderlichkeit, wenn man so will, oder der Geschwisterlichkeit, wie immer man es nennen will. Also der Epoche eigentlich, wo eine Hochblüte entstehen sollte dessen, dass der Mensch seine geistige Kraft benutzt, um der Welt und den anderen Menschen zu dienen. Nämlich den anderen Menschen insofern, als sie auch dann durch das, was wir ihnen geben können an Anregungen, bitte immer Anregungen, nicht mehr irgendwelche Patentrezepte, nicht ein Schulungsprogramm, das man in einem Kurs lernen kann, sondern wo man eigentlich durch das, was man sich selber erarbeitet hat im seelisch-geistigen Bereich, indem man das in die ganze Aura hinein geben kann, in der es lebt und wo die anderen Menschen es von dort als Anregung empfangen können.
Das heißt, dann werden es nicht einmal mehr nur die Worte sein, die vielleicht etwas wecken in dem anderen Menschen, sondern einfach unsere Anwesenheit, die Begegnungen, die stattfinden, wo Mensch dem Menschen begegnet, vielleicht muss man nicht einmal ein Wort wechseln miteinander, sondern man geht aneinander vorbei und es passiert etwas dabei, es passiert ein Austausch, eine Anregung da. Also das sind jetzt natürlich schon fast größenwahnsinnige Dinge, die ich da schildere, ich weiß es, aber den Mut dazu, das zumindest für denkmöglich zu halten und dass wir dabei wirklich mitarbeiten könnten, das sollte man uns zu Gemüte führen. Das ist das, was ich verstehe unter Apokalypse. Offenbarung unter anderem der Kräfte, die wir entwickeln können und die, wenn wir sie nicht entwickeln, fatal werden sein für unsere Erdentwicklung. Für unsere Erdentwicklung und damit aber eben auch für die künftigen Entwicklungsstufen unserer Erde.
Das Götterprojekt Mensch: ein offenes Werk 00:35:48
Wir sind halt einfach jetzt einmal in der Entwicklungsstufe, in der wir drinnen sind, an einer entscheidenden Stelle, die also entscheidet wirklich über die Zukunft, ob dieses, ja wie soll man sagen, dieses Götterprojekt Mensch gelingen kann oder nicht. Es ist ja nämlich gar nicht gesagt, dass dieses ganze Werk gelingt. Das ist ja die große Sache, dass es im göttlichen Weltenplan eben drinnen liegt, dass zwar gewisse Linien vorgezeichnet sind, ein Ziel in gewisser Weise angestrebt wird. Ein Ziel, das aber eben im Grunde nur heißt, der Mensch soll als erstes freies Wesen, das in die Welt gestellt ist, also außerhalb des Göttlichen unmittelbar, sondern wo das Göttliche selbst im Ich des Menschen in voller Freiheit wirkt. Also dieser göttliche Funke in uns, in unserer eigenen Verantwortung.
Und wir können also diese Aufgabe verschlafen. Wir können die Kräfte missbrauchen. Das geht aus der Freiheit heraus. Wir können also tatsächlich daran auch mitwirken, dass wir hohe geistige Kräfte, die höhere Hierarchien bis hinauf zum Göttlichen in die Welt gegeben haben, dass wir sie missbrauchen und den Widersachern übergeben, in die Hände spielen in gewisser Weise. Oder wir können das tun, was eigentlich von uns erwartet wird, schöpferisch eigene Kräfte entwickeln. Und das ist das, auf die diese Weltentwicklung durch diese ganzen kosmischen Entwicklungsstufen vom alten Saturn bis zum Vulkanzustand, also diese sieben, wie soll man sagen, Verkörperungen unseres Erdenkosmos, unserer Erde, was da der Bogen ist, der sich durchzieht.
Wir können eben dafür sorgen, dass dieses göttliche Werk gelingt und ab da es möglich ist, dass geistig freie Wesen Mitgestalter sind des Ganzen, dann wird die Welt eine unglaubliche Bereicherung erfahren, oder es wird etwas Zerstörerisches haben, wenn wir diese Kräfte, die wir entwickeln können aus uns und indem wir ein freies Ich bekommen haben, entwickelt im Grunde jeder Mensch etwas davon. Aber die Frage ist, gibt er das in die Hände der Widersacher oder vereinigt er es mit den göttlichen Kräften und mit ihnen zusammen, ja, eine Zukunft zu gestalten, wie sie bisher nicht möglich war. Natürlich, also die Entwicklung ab dem alten Saturn bis heute zielt schon dorthin in gewisser Weise, aber ob das Werk gelingt oder nicht gelingt, liegt mit in unserer Hand und es liegt jedenfalls nicht allein mehr in der göttlichen Hand, dass es gelingen wird, sondern es ist offen. Es ist offen. Es ist absolut offen, diese Entwicklung.
Also das ist die Dimension, über die wir sprechen und ich weiß, die ist so groß, dass man entweder sagt, das ist eine völlige Fantasterei und vor allem ist es eine Fantasterei, dass wir mitarbeiten könnten daran. Und es ist ganz klar, dass wir noch sehr, sehr viel lernen müssen, sehr viel Erfahrungen sammeln müssen und sehr viel aus dem schöpferischen Haus sehr viel entwickeln müssen, wenn das gelingen soll. Das ist ganz klar und wir haben im Prinzip die Zeit dazu. Das ist also alles möglich zu entwickeln innerhalb dieser sieben kosmischen Entwicklungsstufen.
Wir können aber auch vor der Hürde zurückzucken und sagen, das können wir sowieso nie schaffen und überhaupt, das ist sowieso völlig verrückt, die ganze Sache. Also wenn uns das zugemutet werden sollte, das kann nur eine Verrücktheit sein, wir ziehen uns zurück. Wir, in der Verbindung mit den Widersacherkräften gestalten können und das ist aber der Weg, der nur mehr zum Toten führt. Der zu einer, vielleicht perfekten Totenwelt führt, tot im Sinne von heute, als Vergleichsbild ein perfektes Uhrwerk, das abläuft, das aber bar jeder wirklichen Schöpferkraft ist und damit bar des Geistigen in Wahrheit ist.
Der Rückzug der Vatergottheit 00:41:34
Das ist also eine große Weichenstellung, die da ist und eine solche Weichenstellung gab es in der Vergangenheit noch nicht. Das hat begonnen eben so ganz leise und zart einmal mit dem alten Saturn, wo sich die Vatergottheit zurückgezogen hat, die, soweit wir das also erahnen können, die eigentliche Gestaltungsmacht war von Ewigkeit zu Ewigkeit in gewisser Weise und trotzdem aber jetzt ganz sich zurückgezogen hat. Sie ist ja da, sie hat nichts verloren von ihrer Gestaltungskraft, von ihrer schöpferischen Fähigkeit, natürlich nicht. Sie hat immer wieder sogar selber dazugelernt mit jedem Schöpfungsschritt, den sie vollzogen hat und trotzdem hat sie sich zurückgezogen und ja, ist der tragende Grund zur Zeit, also im Hintergrund und ist nicht tätig. Also so, wie das eben dann schon Johannes Scotus Eriugena formuliert hat, also die nicht geschaffene und nicht schaffende Wesenheit ist die Vatergottheit.
Entschuldigt, ich musste kurz wieder da bei der Hitze mich anmelden zwischendurch, sonst bestünde die Gefahr, dass ich nicht mehr übertragen werde.
Ja, also das ist eine ganz große Sache, also das heißt, den Horizont, den uns Rudolf Steiner mit seinem Werk eröffnet hat, ist das ahnend irgendwo zu überschauen, wie die Entwicklung gelaufen ist in der Vergangenheit, was in der Zukunft möglich sein kann, wo wir aber halt sehr stark mitwirken müssen, dass es Wirklichkeit wird, dass es eben zu wirken beginnt in der Welt oder eben nicht. Das heißt, die Zukunft der Welt liegt in unserer Hand, so wie sie in der Hand des Christus liegt und in der Hand des Christus eben insofern liegt, als er Mensch geworden ist auf Erden und damit eben teilhat an dieser ganzen Möglichkeit, wirklich ganz frei zu gestalten.
Ich meine, etwas, wo ja natürlich schon, indem sich die Vatergottheit schon im Grunde auf dem alten Saturn oder sogar bevor der ganze alte Saturn wirklich in Schwung kam oder zumindest fertig war, das ist so sehr schwer zeitlich zu bestimmen, weil Zeit, wie wir sie heute verstehen, eben wir maximal bis dorthin irgendwo ahnend zurückverfolgen können. Das ist überhaupt schwer, das Rätsel der Zeit zu lösen, wissen wir, das hat sich ja der Augustinus sehr schwer getan damit und wo er ja selber gesagt hat, er versteht es, solange er nicht darüber nachdenkt, wenn er darüber nachzudenken beginnt, versteht er es nicht mehr.
Ein höheres Erkenntnisvermögen jenseits des Verstandes 00:45:00
Gleich, Nachsatz dazu, wichtiger Satz dazu, hängt auch damit zusammen, dass wir ein neues, höheres Erkenntnisvermögen entwickeln müssen, wenn wir die Zukunft bewältigen wollen, das weit über dem steht, was uns unsere Verstandeskräfte geben. Also das, was an Logik zum Beispiel in die Welt gekommen ist, das was so eine große Blüte hatte, eine wirkliche Blüte hatte in der griechisch-lateinischen Zeit, was jetzt aber im Grunde in Wahrheit im Verwelken ist, im Verdorren ist, obwohl es scheinbar eine noch größere Blüte hat, weil wenn man denkt, was heute an Verstandeskräften benutzt wird in der Welt, wo selbst der einfachste Mensch, alleine schon dadurch, dass er irgendwo in die Grundschule gegangen ist, wo diese Verstandeskräfte weit, weit über das hinaus entwickelt sind in einer gewissen Wahrheit, als selbst der Durchschnittsmensch in der griechisch-lateinischen Zeit es hatte. Man muss ja auch denken, wie wenig Menschen es waren, die damals auf der Höhe ihrer Zeit waren. Und noch weniger Menschen sind heute auf der Höhe unserer Zeit. Das heißt nämlich auf der Zeit, die jetzt unsere Kulturepoche ausmacht, die die Kulturepoche in Wahrheit ist, des ganz bewussten geistigen Wahrnehmens, des geistigen Gestaltens, des Gestaltens von freien Imaginationen. Das wird nämlich genau ersetzen, das was das Verstandesdenken der griechisch-lateinischen Zeit ist.
Zwar ein ganz bewusstes Wahrnehmen der sinnlichen Welt, na klar, solange wir inkarniert sind, auf Erden werden wir das brauchen, aber immer mehr eben ein Erleben dessen, was geistig in dem Äußeren sinnlich wahrgenommen wirkt. Also das heißt, im Grunde genau den Weg zu gehen, den Goethe gegangen ist mit seiner Naturforschung, den in gewisser Weise fortgesetzt hat eben auch Rudolf Steiner und der auch sehr viele Anregungen gegeben hat, wie man Naturwissenschaft betreiben kann, wie man Technik vor allem auch betreiben kann und sie verbinden kann mit dem übersinnlichen Schauen.
Der Strader-Apparat und die Technik der Zukunft 00:47:49
Das ist das ganz Wesentliche, wo er ja eben auch gerade diese Sache mit dem sogenannten Strader-Apparat, von dem in den Mysteriendramen insbesondere die Rede ist und wo es also so Versuche vorher schon gab, also mit dem sogenannten Keely-Motor, wird manchen von euch vielleicht schon etwas sagen, also es gab diesen John Ernst Worrell Keely, der einen Motor erfunden hat, der ja im Grunde ohne äußere Antriebsstoffe funktioniert hat, sondern der nur funktioniert hat durch die Kraft dieses John Ernst Worrell Keely selber. Er hat eigentlich die Kraft gegeben diesem Apparat und dadurch konnte er Dinge sogar auch dann mechanisch in Bewegung setzen, was allerdings bei dem Strader-Apparat zunächst einmal noch gar nicht die Rede davon ist, wie das genau umgesetzt wird.
Das Wichtige dort wird sein, dass alles, was dieser Apparat oder was die Maschinen der Zukunft leisten können, dass sie ihre Kraft nehmen von dem, was der Mensch an Kraft erzeugt, nämlich an ätherischen Kräften im Wesentlichen. Ätherische Kräfte, die aber natürlich auch die Triebkraft, ätherisch-astralische Kräfte sogar, die aber letztlich ja auch die Basis sind von den äußeren Kräften, die wir in der Welt anwenden können. Dass wir aber wegkommen, eben auch sogar in der Technik von dem, was tote Kräfte sind. Also das, was heute unsere Maschinen antreibt, indem wir irgendwelche Stoffe verbrennen, indem wir Elektrizität verwenden, so wie sie heute eingefangen wird durch Sonnenlicht oder wie auch immer, oder Windkraft, diese ganzen Sachen, das ist alles Technik, die zerstörerisch wirkt, letztlich.
Damit keine Kritik, dass wir es heute verwenden in einem gewissen Maße, wir können noch nicht mehr und wir brauchen sie in gewisser Weise. Also es abzuschaffen, das alles sozusagen immer in die Höhle zurück, wir verwenden keine Technik, ist auch keine Alternative. Aber das, was wir aus unserem heutigen Verständnis jetzt benutzen, wirkt rein zerstörerisch auf die Natur. Wirkt zerstörerisch, wirkt vor allem eben auch in die Richtung, den ahrimanischen Wesenheiten eine immer breitere Basis zu bieten, eine Wirkungsbasis zu bieten, indem eben immer mehr Menschen denken, auch in der Richtung dieser zerstörerischen Kräfte und sich eigentlich ja im Grunde schon heute kaum mehr was anderes vorstellen können.
Ich meine, wer kann sich vorstellen, eine Technik, die mit Kräften arbeitet, die der Mensch erzeugt und die der Mensch rein geistig-seelisch überträgt auf die Maschine und die dadurch läuft und die dann noch dazu zusammenhängt mit der geistig-moralischen Gesinnung des Menschen. Und zwar bis in die tiefsten Seelenfalten hinein, sozusagen. Also wenn unreine Gedanken drinnen sind, Gedanken, die an den Eigennutz gebunden sind, an das, was man für sich herausschlagen kann zum eigenen Vorteil, was also nicht im Dienste der Menschheit ist. Das klingt natürlich für alle heutigen Wirtschaftsarbeitenden völlig verrückt, aber genau um das wird es gehen in der nächsten Kulturepoche, in der Kulturepoche der Brüderlichkeit. Also bis dahin sollte das entwickelt sein. Ist nur ein bisschen Zeit natürlich bis dahin, aber auch Jahrtausende vergehen schnell, in Wahrheit, im Rahmen der Menschheitsentwicklung.
Giordano Bruno und die Kirche als Angriffspunkt 00:52:07
Und wir sind heute nicht einmal noch angekommen, ganz angekommen in der Aufgabe unserer Kulturepoche. Es waren eben einzelne Menschen, die es waren. Es war ein Goethe zum Beispiel, sehr stark. Es war in vielen Ideen ein Giordano Bruno vorher schon, der dann verbrannt wurde, weil der Kirche das nicht gepasst hat. Es war ganz dezidiert nicht die Kirche, damit sage ich jetzt natürlich nichts gegen das Christentum, ich will ja nicht gegen die Kirche schimpfen, aber sie war ein Versammlungsort hauptsächlich ahrimanisch-luziferischer Kräfte.
Und das sollte uns eine Warnung sein, auch wenn wir uns anthroposophisch beschäftigen, auch wenn wir als Anthroposophen sozusagen eine Gemeinschaft bilden in der Welt irgendwo und wo Menschen sitzen auf den verschiedensten Kontinenten oder was. Wir sind als Gemeinschaft, als anthroposophische Gemeinschaft, Hauptangriffspunkte der ahrimanischen und luziferischen Kräfte. Und mit dem müssen wir einfach rechnen, dass die uns begleiten und dass sie auch die ersten Kräfte sein werden, die ersten geistigen Wesenheiten, denen wir bewusst begegnen. Weil alles das, was an Engelwesenheiten da ist, also die Engelwesenheiten, die direkt über uns stehen, aber auch die Erzengel, die Urengelwesenheiten usw., die, wie soll ich das sagen, haben die strikte Order, das ist jetzt sehr irdisch-menschlich ausgedrückt, aber sie sind jedenfalls so, dass sie nicht uns unterstützen, direkt uns Ideen eingeben, wenn wir ihren Beistand nicht ganz konkret suchen und uns dann ganz bewusst werden dieser geistigen Wesenheit.
Alles andere wird nicht mehr genügen, um die Probleme unseres jetzigen Zeitalters, unserer jetzigen Bewusstseinsseelenkulturzeit, um die Probleme, die darin stehen und die rapide stärker werden. Wir leben jetzt noch in einer gemütlichen Phase drinnen, aber sie wird ungemütlicher werden. Sie wird ungemütlicher werden. Es werden eben einfach die, namentlich die ahrimanischen Kräfte, äußerlich sich immer stärker äußern, also in den äußeren Wirkungen, in den Wirkungen, die sie in unserem Denken, in unserer Wahrnehmung erzeugen. Sie werden das, was Verstandesdenken ist, was wir übernommen haben aus der griechisch-lateinischen Zeit, also zum ganz zerstörerischen Werkzeug gestalten und wir müssen eigentlich den nächsten Schritt tun, zum imaginativen Denken überzugehen, zu einem imaginativen Denken, das aber eben nicht jetzt so wie ein altes Hellsehen ist, dass wir auf irgendwelche Visionen warten, sondern dass das noch viel bewusster, klarer bewusster ausgeführt wird, wie wir es heute in unserem technisch-wissenschaftlichen Verstandesdenken drinnen haben.
Aber indem wir etwas entwickeln, was wirklich lernt, mit den Lebenskräften der Welt umzugehen und nicht nur mit diesen Kräften umzugehen, sondern sie zu vermehren. Also das, was eben wirklich Lebenskräfte spendet, nicht nur uns selber, sondern eben vor allem, dass wir diesen großen Überschuss an Lebenskräften hervorbringen können, der die Natur fördert. Das vor allem. Und von dem vielleicht ein Funke eine Anregung sein kann, für andere Menschen ihre Lebenskräfte zu aktivieren, dazu nämlich, sie bewusst zu gebrauchen, bewusst sie zu verwenden und genau das tun wir, wenn wir in der Imagination drinnen sind, wenn wir die freien Imaginationen wirklich selber ausbilden, wenn wir die ersten Schritte dazu unternehmen.
Und die Anthroposophie, wie sie bis jetzt überliefert ist, ist ein Weg dorthin, aber es ist noch nicht das Ende des Weges. Weil das Ziel dieses Weges besteht eben drin, dass wir ganz souverän diese Kräfte handhaben lernen. Dass wir eben Imaginationen wirklich als wissenschaftliches Instrument zur Gestaltung der Welt, zum Umgang in der Welt, zur Heilung der Welt verwenden.
Jochen Kirchhoff: Wissenschaft, die dem Toten dient 00:57:37
Das ist ganz wesentlich. Also es wird eine Zukunftstechnik geben, die einerseits gespeist wird aus dem, was die ahrimanischen Kräfte uns suggerieren, das sind die Kräfte, die die Welt dem Tode zuführen, immer näher bringen, auch die ganze Erde und die ganze Natur, die also die Sterbenskräfte in der Natur immer stärker machen. Und das ist auch der Weg, auf dem die sogenannte Naturwissenschaft heute ist, das muss man ganz klar sagen. Wie gesagt, das ist äußerst ketzerisch, das ist ganz klar, wenn man das sagt.
Es gab aber immer wieder hier und da Denker, die das ganz dezidiert gesagt haben, auch Denker unserer Zeit. Wenn ich an den kürzlich erst verstorbenen Jochen Kirchhoff denke, der ganz stark schon in jungen Jahren als Naturphilosoph begonnen hat, also noch während seiner Studienzeit im Grunde und dann entwickelt hat, auch ein ganzes Buch geschrieben hat, das jetzt erst veröffentlicht wurde, es hat er sich damals nicht getraut, das zu veröffentlichen, aber wo er ganz klar eben auch sagt, das, was heute an Wissenschaft betrieben wird, dient dem Toten, dient dem Sterben der Welt. Das ist keine Naturwissenschaft, weil Naturwissenschaft müsste eine Wissenschaft des Lebendigen sein. Und einfach die Fortführung der Verstandeskräfte, so wie sie in der griechisch-lateinischen Zeit entwickelt wurden, verschärft jetzt durch den ganz starken ahrimanischen Einschlag, der noch hineingekommen ist, weil ursprünglich ist es ja entstanden aus einem mehr luziferischen Impuls sogar, aber jetzt ist es ganz stark in der Hand des Ahriman, der ahrimanischen Kräfte, und das sind zerstörende Kräfte, das sind Todeskräfte. Und das heißt, das ist keine Naturwissenschaft, keine Wissenschaft von dem, was lebt in der Natur, sondern das ist nur eine Wissenschaft von dem, was die Natur tötet.
Und da gehört der Mut dazu, so was in unserer Zeit zu formulieren, also Dinge, die im Grunde für die, ja, von der Kirche schon, mein Giordano Bruno verbrannt wurde noch im Jahr 1600, also das ist nicht finsteres Mittelalter, sondern das ist Neuzeit, das ist Bewusstseinsseelenzeitalter bereits. Und da hat man also Menschen verbrannt, die zwar noch keinen so klaren Einblick vielleicht hatten, aber doch eines ganz deutlich, und das war ein ganz wesentliches bei Giordano Bruno, dass er die Welt gesehen hat, den ganzen Kosmos gesehen hat, als ein lebendiges Ganzes. Als ein lebendiges Ganzes. Das Leben da drinnen ist, der ganze Kosmos ist Leben, der Kosmos ist ein Ort der Lebensfülle in Wahrheit.
Und von dem allen erzählt uns die heutige Naturwissenschaft nichts. Im Gegenteil, also sie zeichnet uns ein eigentlich sehr ödes Bild des ganzen Kosmos. Und wir werden geschildert, wir Menschen mit unserer Aufgabe, da geht es ja so, dass wir irgendwie, ja eben diese Kränkung auf uns nehmen, ja, dass wir einfach die ganze Erde sowieso nur ein Staubkorn im ganzen Kosmos ist, dass es eigentlich keine große Bedeutung hat. Es gibt also, weiß ich nicht, wie viele Trilliarden an Sonnen, an Sternen und weiß Gott wie viele Planetensysteme, die man auch vermutet. Und ja, sicher auf uns hat sich Leben zufällig entwickelt, aber im Grunde ist es auch etwas Verfehltes im Grunde im Kosmos.
Weil man wartet auf eine Welt, die, naja, eine vollendete, eine vollkommene Welt ist nach dem Bild eines, im Bild gesprochen jetzt, eines präzise funktionierenden Uhrwerks. Weil dieses Bild wird entworfen von der Naturwissenschaft im Grunde. Mit all den Feinheiten, die heute noch drinnen sind, wo Chaos-Theorie drinnen ist, wo die Quantenmechanik drinnen ist, die deutlich sagt, also eine genaue Vorherberechnung gibt es nicht. Das ist halt dann sozusagen der unvermeidliche Teil des Todes, der drinnen ist, so meint man halt. Aber im Grunde wird eine ganz tote Welt geschildert, die drinnen ist. Also alles, was da geschildert wird, eben auch diese Dinge, die scheinbar jetzt das Ganze unvorhersehbar machen und das ist nicht der richtige Ansatz in Wahrheit drinnen.
Also was wir brauchen ist eine andere Naturwissenschaft und eine andere Naturphilosophie auch. Eine Naturphilosophie, die ernst macht damit, dass der ganze Kosmos, dass da eben Leben dahintersteckt und dass wir zumindest, was jetzt unsere Entwicklung übertrifft, dass wir die große Aufgabe haben, also Lebenskräfte in Hülle und Fülle zu erzeugen und der Welt zu beschenken und damit entgegenzutreten den ahrimanischen Kräften, die das Todesprinzip drinnen sind.
Die Naturwissenschaft als Wissenschaft des Todes 01:04:01
Also das heißt, die heutige Naturwissenschaft beschreibt sehr richtig, und daher bitte nicht zu nehmen, dass ich jetzt polemisiere gegen die Naturwissenschaft, wie sie heute ist. Sie hat so, wie sie heute ist, als Wissenschaft des Todes, die große Aufgabe, uns eine Unterstützung zu geben, den Ahriman in allen Facetten kennenzulernen. Nämlich diesen ahrimanischen Intellekt kennenzulernen. Diesen toten ahrimanischen Intellekt. Weil aus all dem, was mit diesem ahrimanischen Intellekt zu machen ist, kann nicht der geringste Funke des Lebens entspringen.
Aber wenn wir unsere ätherischen Kräfte, unsere Bildekräfte in uns rege machen und damit zum Beispiel Imaginationen bilden, dann hat das nicht nur für uns den Effekt, dass wir ein neues Erkenntniswerkzeug damit bekommen, dass wir also über das tote, ahrimanisierte Verstandesdenken hinausgehen und in etwas Lebendiges hineingehen, in ein lebendiges Erkennen hineingehen, sondern das sind dann tatsächlich wirksame Kräfte in der Natur. Wirksame Kräfte, die vom Menschen ausgehen. Die vom Menschen ausgehen und die mithelfen, die nächste Entwicklungsstufe unserer Erde und jetzt meine ich die ganz enge nächste Entwicklungsstufe, also erstens einmal die nächste Kulturepoche vorzubereiten, aber dann vor allem auch während unserer Erdentwicklung noch die nächsten Stufen für diese Entwicklung da sind, die zwar nicht mehr physisch sein werden, aber die da sind, also was ich das letzte Mal schon besprochen habe, also diesen astralisch-plastischen Zustand der Erde, der noch zu durchleben ist, das heißt, wo die Erde ein rein seelisches Gebilde sein wird, aber wo die Frage ist, wie diese Lebenskräfte sich entfalten können, dieses Lebendig-Astralische sich entfalten kann, also Leben im Astralischen, wie sich das entwickeln kann, oder ob dort im Astralischen, sprich in der Seelenwelt, die dann im Grunde diese Erde ist, denn sie hat wirklich etwas zu tun mit der Seelenwelt, die mit unserer Erde verbunden ist, die wir aber dann ganz entscheidend mitgestalten, ob da etwas leben, ob dort in diesem Seelischen etwas leben kann, was auch entsprechende ätherische Kräfte aus sich hervorbringt.
Und wenn wir heute lernen, imaginativ zu schauen, naja, üben wir das im Grunde. Wir üben es, das einmal als Erkenntniswerkzeug zu haben, aber es ist mehr, es ist in der Zukunft mehr, also vor allem dann, wenn wir nicht mehr auf Erden inkarniert sind, das ist also für eine Mehrheit der Menschen, hoffentlich zumindest, der Zustand, in den wir übergehen, wenn die Zeit der Kulturepochen vorbei ist, dann wird es nämlich gehen in den astralischen Zustand einmal zunächst über und dann in einen rein geistigen Zustand, in den sogenannten Rupa-Zustand zunächst einmal, also wo etwas geistig Gestaltetes ist, wenn man so will, und dann in den Arupa-Zustand, also wo es eine rein schöpferische geistige Erde ist, in Wahrheit. Und da werden wir aber die entscheidenden Kräfte drinnen sein. Und wenn wir das dann nicht sind, dann fehlt das aber für das neue Jerusalem.
Der neue Jupiter als lebendige Erde 01:08:31
Das ist die vollkommenste Ausbildung dann dessen, was in der Apokalypse bezeichnet wird als das neue Jerusalem. Aber diese ganze Entwicklung wird nur laufen, wenn genügend Menschen auf Erden bereit sind, dieses imaginative Schauen zu entwickeln und es weiterzuentwickeln zu einer die Erde gestaltenden Kraft. Die Erde umgestaltet immer mehr von einem physischen, ja, jetzt sag ich es sehr plakativ, von einem physischen Gegenstand, sprich von einem steinigen Planeten mit ein bisschen Leben an der Oberfläche, die das umwandelt zu einem durch und durch lebenden Wesen. Die Erde war das am Anfang ihrer Entwicklung, aber allerdings im alten Sinne. Nämlich im alten Sinne heißt, sie war auf dem Weg zur physischen Verstofflichung und damit zum Absterben im Grunde und sie wird es in einer ganz neuen Weise aber sein, als eine lebendige Erde, die entsteht, die immer mehr Leben erzeugt. Das wird das neue Jerusalem, das wird der neue Jupiter sein. Nicht ein physischer Planet, ein stofflicher Planet, wie wir es heute kennen.
Das ist ganz anders werden diese Zustände sein. Auch dieser neue Jupiter wird durchgehen durch sieben Entwicklungszustände. Davon wird es einen dichtesten geben, aber dieser dichteste wird nicht mehr stofflich sein in dem Sinne, wie wir es jetzt haben. Er wird etwas Fließendes, Stoffartiges noch in einer gewissen Weise haben. Es ist so ein bisschen eine höhere Metamorphose dessen, was auf dem sogenannten alten Mond war. Ihr wisst, dass Rudolf Steiner ihn bezeichnet hat als flüssigen, zähflüssigen Planeten, wenn man so will. Von der Konsistenz vergleicht er es oft gerne mit Kochsalat, so in der Art. Etwas, was aus dem Lebenden kommt, wo natürlich noch Absterbenskräfte drinnen wirken, aber was immer mehr auf dem Weg ist, eine rein lebendige Welt zunächst zu werden.
Das ist das, wo die Entwicklung hinzielt, aber eben nicht ohne den Menschen wird das gehen. Wir haben da die wesentliche Aufgabe zu leisten. Das heißt, wir sollten, und immer mehr Menschen anfangen, diesen Gedanken des bewussten übersinnlichen Gestaltens, des bewussten übersinnlichen Wahrnehmens, das aber zugleich ein Gestalten ist, ins Auge fassen. Das heißt ja nicht, dass wir es jetzt gleich morgen so mit Fingerschnipp haben können, aber wir sollten versuchen, einmal zu verstehen den Weg, der dorthin führt. Und ernsthaft daran arbeiten, eben dass uns dieser Weg dann auch einmal, dass wir ihn bewusst beschreiten können, sagen wir es einmal so. Entweder noch in dieser Inkarnation oder wenigstens in der nächsten Inkarnation, der nächsten oder übernächsten.
Das gestiegene Entwicklungstempo der Inkarnationen 01:12:34
Weil eben bereits in der nächsten Kulturepoche, und das ist jetzt die Frage, wie viele Inkarnationen wir bis dahin noch haben, in dem Moment sind im Durchschnitt die Inkarnationen wesentlich dichter gestaffelt, als sie es in der Vergangenheit waren. Weil das kosmische Maß ist, von dem sind wir lange weg. Also das sind zwei Inkarnationen pro Kulturepoche im Schnitt, weil es heute damit war eigentlich, dass das, was wir mitnehmen können von diesen Kulturepochen, wenn man es zweimal, in der Regel als einmal männlich, einmal weiblich inkarnieren, das war ausreichend, um das mitzunehmen, was diese Kulturepochen uns geben konnten. Aber das Entwicklungstempo ist gewaltig gestiegen mittlerweile.
Und wir absolvieren jetzt in der Kulturepoche, in der wir jetzt stehen und dann auch in der nächsten, wenn wir dort hineinkommen, in die sogenannte slawische Kulturepoche, also in die Epoche der Brüderlichkeit, der Menschlichkeit, der Geschwisterlichkeit, wie immer man es nennen will, nämlich wo wir Brüder, Schwestern, Verwandte, wie immer, alles Lebens sind, das es auf Erden gibt. Also nicht nur unter den Menschen, sondern namentlich eben auch mit der Natur, wo wir Brüder und Schwestern sozusagen der Natur sind, der Naturwesen, die dort sind. Und wo wir eben einen lebensspendenden Einfluss haben auf das Tierreich, auf die Pflanzenwelt, was eine Wirkung hat auf die Gruppenseelen, die damit verbunden sind, die das alleine nicht bewältigen können. Also die Erde so lange am Leben, am wirklichen Leben zu erhalten, wie es sein sollte, damit ein gesunder Übergang ist zu dem neuen Jerusalem. Da bedarf es uns, dass wir eben diese Lebenskräfte, dass wir sie handhaben können, dass wir mit ihnen wirklich arbeiten können. Das wird ganz wichtig sein.
Die Metamorphose des Lebendigen bei Goethe 01:15:15
Und das so einfach als Hintergrund des Ganzen jetzt einmal. Ich möchte jetzt mit euch durchgehen, und ich hoffe, dass ich da einblenden kann ein bisschen diese Zeichnung vom letzten Mal, wie wir mit den Seelenkräften, die hinter unserer sinnlichen Wahrnehmung stehen und die damit verbunden sind, und auch den Ätherkräften, die damit verbunden sind, wie wir die eben in die Hand bekommen können und wie wir damit den Weg in die bewusste Wahrnehmung der nächsten Sphäre, nämlich der Ätherwelt und der Astralwelt kommen können.
Wobei die ätherische Welt lässt sich schon sehr gut ergreifen damit, so wie es Goethe gemacht hat, Goethe in seiner Metamorphose der Pflanzen, wo wir lernen, die lebendigen Formen in der Natur draußen in ihrer Verwandlung, in ihrer Zeitgestalt bewusst zu verfolgen. Da sind wir nämlich genau an der Grenze des sinnlich-übersinnlichen Wahrnehmens. Diese Lebenskräfte sehen wir im sinnlichen Abdruck darin, wie sich die äußeren Lebewesen, das heißt die Pflanzen, die Tiere, in ihrer Gestaltverwandlung, im Einzelleben, aber auch in der Entwicklung, in der Evolution, die wir auf Erden verfolgen können, wie wir das wahrnehmen können. Also diese Formverwandlungen zu studieren.
Daher ist das ein unheimlich guter Weg, sich mit dem zu beschäftigen, äußerlich auch, durchaus mit der Evolutionslehre, aber nicht jetzt so, wie es heute in der materialistischen Evolutionslehre ist, sondern einfach zu verfolgen, wie sich die Pflanzen gestalten, die Tiere gestalten im Laufe der Erdgeschichte, soweit wir das jetzt durchaus durch äußere Zeugnisse mitverfolgen können, wie sich das verwandelt und wie sich das verändert hat. Aber das Ganze eben auch mit dem richtigen Hintergrund zu sehen, dass man auch aber spürt, dahinter steckt etwas Seelisch-Geistiges als treibende Kraft. Das ist nämlich essentiell, um das zu verstehen, auch diese äußeren Metamorphosen, die da sind. Das ist etwas, was Goethe zumindest bis zu einem gewissen Grad aus seinen Fähigkeiten heraus hatte, sich mitgebracht hat, natürlich, schon aus früheren Inkarnationen, aber das verfolgen konnte.
Und dazukommend jetzt noch, dass wir lernen, dieser Umgang mit den ätherischen Kräften, mit den Lebenskräften, den wir durchaus aus einem äußeren Studium der Metamorphosen im Lebendigen draußen, wo wir das lernen und verfolgen können, das hineinzutragen, auch auf die höhere Stufe, eben auf die astralische Welt, auf die Seelenwelt, wo es überhaupt nur Verwandlung gibt. Wo es den Tod eben zum Beispiel in unserem Sinne, wie wir es hier im Erdenleben wahrnehmen können, wie wir es nur im Erdenleben erfahren können, den gibt es ja schon im nächsten Weltbereich nicht mehr. Den gibt es wirklich nur in der todphysischen Welt, in der totenphysischen Welt. Und dieses Tote hat heute bereits an allem Anteil.
Die Wärme des alten Saturn und der tote Stoff 01:19:05
Die Erde war einmal sehr lebendig, aber sie war am lebendigsten, bevor überhaupt irgendein äußeres Lebewesen aufgetreten ist. Also solange sie noch gar nicht physisch manifest war, sondern solange sie noch in dem astralischen Zustand war, in einem lebendigen astralischen Zustand war und dann noch mehr, als sie war in dem geistigen Rupa-Zustand, also der geformte geistige, geistige Formen und dann sogar im Arupa-Zustand, der der eigentlich schöpferische Zustand ist. Also wo geistige Formen gebildet wurden, die dann sich letztlich dann manifestiert haben bis ins Ätherische hinein und dann, als von dem Ätherischen genügend abgestorben war durch die ahrimanische Einwirkung, das heißt in Wahrheit dadurch also materialisiert wurde in Form des toten Stoffes, was ja auch eine gewaltige Neuheit in der Entwicklung war. Es gab ja vorher keinen toten Stoff.
Also wenn wir nehmen den alten Saturn, der eine Wärmewelt war, selbst diese Wärme, die dort war, ist nicht vergleichbar mit unserem Feuer, mit unserer Wärme, wie sie heute ist, sondern sie ist eine Wärme, die bereits auf dem Weg zum Absterben drinnen ist. Das ist die Wärme, die heute ist. Das ist die Wärme, die zum Beispiel heute freigesetzt wird, wenn wir unsere normalen Verbrennungsvorgänge zum Beispiel machen, wenn wir Kohle, wenn wir Holz verheizen, wird etwas von dieser Wärme freigesetzt. Das ist tote Wärme, die daraus entsteht, nicht lebendige Wärme. Das ist nicht das, was im alten Saturn ursprünglich drinnen war. Daher ist es sehr, sehr schwer zu vergleichen und es ist etwas, was in noch toterem Zustand und todmachendem Zustand heute freigesetzt wird, wenn wir dann noch denken, dass so etwas wie Kernkräfte verwendet wird. So etwas, sei es also im Bereich der Kernspaltung, also was wir in den Kernkraftwerken haben oder was wir als absolut todbringendes Mahnmal eben in die Welt gesetzt bekommen haben mit dem Abwurf der ersten beiden Atombomben, wirklich auf besiedeltes Gebiet.
Also diese große Schuld damit, diese karmische Schuld, die damit das gesamte amerikanische Volk auf sich geladen hat. Das muss man sehen. Man muss es aber auch sehen, eine Schuld auf sich geladen hat, die eigentlich die ganze Menschheit hat, aber sie haben sie übernommen. Und wir tragen sie bis zu einem gewissen Grad mit, weil wir es nicht verhindert haben. Weil wir nicht dazu beitragen konnten, das zu verhindern, sondern weil wir in gewisser Weise angestachelt haben ja auch die Entwicklung dieser Sache. Das ist auch wieder ein sehr weites Thema. Das sind Dinge, das sind Aufgaben, die zum Beispiel wirklich das amerikanische Volk in gewisser Weise als Volkskarma mit übernommen hat. Und was damit aber auch für die Zukunft gewisse Aufgabenstellungen bedeutet für dieses Volk. Gerade auch mitzuarbeiten, ganz wesentlich mitzuarbeiten an der Erlösung dieser untersinnlichen Kräfte, beziehungsweise eben der ahrimanischen Wesen und der luziferischen Wesen, die mit diesen untersinnlichen Kräften verbunden sind, mitzuarbeiten daran.
Die Kernkräfte und der arimanische Einfluss 01:23:37
Das ist nämlich auch ein Teil drinnen. Das sind diese sogenannten untersinnlichen Kräfte. Also zu den untersinnlichen Kräften zählt Rudolf Steiner ja sogar die Elektrizität, den Magnetismus, von dem man ja sagt, dass das in der Zukunft der Erdentwicklung noch eine ganz große Rolle spielen wird, dass die Erde so etwas werden wird wie ein selbsttätiger, elektrisch funktionierender oder elektromagnetisch funktionierender Apparat, in dem aber auch sogar ja auch die Kernkräfte eine Rolle spielen werden. Natürlich spielen sie jetzt schon sehr stark und wir werden es nicht so schnell überwinden. Jedenfalls solange wir inkarniert sind auf Erden, werden wir das wahrscheinlich schlecht wegbekommen, aber es wird große Folgen haben für die Erde.
Man muss dazu sagen, dass die Kernkräfte ja durchaus, namentlich die Kernspaltungskräfte, ja auch in der Erde schon wirksam waren, bevor wir überhaupt so in der Gestalt, wie wir heute sind, auf Erden uns inkarniert haben. Es gab also Spaltungsprozesse auf der Erde, das wissen wir ja heute, dass es Naturreaktoren gab, dass also Kernprozesse gelaufen sind im starken Maße, namentlich in Afrika sehr stark. Die haben ihren Kernbrennstoff längst aufgebraucht, aber man sieht die Schlacke davon, wenn man so will, also den radioaktiven Müll, der heute noch unter der Erde vorhanden ist, durch die Naturtätigkeit. Und dass alle diese Dinge so passiert sind, hängt schon damit zusammen, dass wir Menschen schon lange vorher dabei waren und dass der ahrimanische Einfluss schon vorher da war, der sehr stark an diesen Kräften beteiligt ist.
Also da gibt es einiges an Aufgaben, die wir haben, wo wir das nicht nur beheben, sondern in etwas Gutes, in etwas Zukunftsweisendes umwandeln müssen, was Todeskräfte sind, die aus der Vergangenheit hineingekommen sind, weil wir gar nicht konnten damals uns namentlich gegen die ahrimanischen Kräfte auflehnen, die daran mitbeteiligt sind, dass das entstanden ist. Weil das ist das Wesentliche, dass der Ahriman zunächst einmal Lebenskräfte zerstört, aber auch damit indirekt eine zerstörende Wirkung bis ins Astralische hinein hat, bis in die Seelenkräfte hinein hat. Und natürlich im Äußeren hat es die Wirkung, dass es ins Materielle immer stärker hineingegangen ist und vor allem eben in dieses, wie soll ich sagen, immer giftiger werdende Materielle, das also weiter Zerstörungskräfte in die Welt hineinbringt.
Also mit ist sicher ein Teil von dessen, das ist also sehr, sehr schwer heute zuzuordnen, weil zu Rudolf Steiners Zeiten war die Kernkraft als solche noch nicht bekannt und auch Rudolf Steiner hätte sie nun mal jetzt nicht als äußerlich durch die äußere Wissenschaft kennenlernen können, also durch die äußere sinnliche Erfahrung. Was er davon gesehen hat, sind die ahrimanischen Wirkungen im Hintergrund, aber wie sich das genau äußerlich auswirkt, das kann man erst kennenlernen, wenn man es wirklich äußerlich sinnlich kennenlernt. Und dann kann man es auch von der geistigen Seite betrachten, die dahintersteht. Aber man braucht also beides, wieder dieses sinnlich-übersinnliche Wahrnehmen, das notwendig ist. Also gewisse Dinge kann man auch in der Anthroposophie nur erforschen dann, wenn sie auch äußerlich mit den Mitteln der äußeren Wissenschaft, durchaus also mit den heutigen auch Instrumenten und so weiter, gemessen, erkannt es und so weiter.
Der Alte Mond und das noch lebendige Erdinnere 01:28:04
Das ist eben keineswegs jetzt nur ein Versehen drin. Ich habe ja am Anfang scheinbar sehr viel gewettert gegen die Naturwissenschaft und gesagt, das Leben versteht sie nicht, kann sie nicht verstehen, aber sie kann den Tod, das Tote verstehen. Sie kann den Leichnam der Erde verstehen und alles, was Leichnam geworden ist. Und mit diesen Kräften hängen die ahrimanischen Wesen ganz stark zusammen, weil die sind die treibende Kraft dahinter. Das Leben stirbt zur toten Materie, zur nicht lebenden Materie.
Der alte Mond war durchaus auch schon etwas Materielles in gewissem Sinne, aber es war etwas Lebendiges Materielles. Also das heißt, der ganze alte Mond hatte eine gewisse Lebendigkeit in sich. Unsere Erde als Erde hat das zu einem großen Teil bereits verloren. Natürlich sind immer noch Lebenskräfte auch drin. Wir haben davon gesprochen, dass die Erde eigentlich etwas in der Tiefe, etwas flüssig Bewegliches ist, dass die Kontinente schwimmen in Wahrheit auf dieser flüssigen Gesteinsschicht irgendwo. Das ist natürlich jetzt auch nicht ein Hort des Lebens, wo sich Lebewesen, wie sie heute über die Erde laufen und selbst die Bakterien nicht mehr entwickeln könnten. Also das heißt, für unseren Begriff etwas sehr Lebensfeindliches schon ist, aber trotzdem in den Gestaltungskräften, die da drinnen sind, wirken die Lebenskräfte noch, wirken sie sehr wohl noch drinnen.
Aber es ist ein ganz gewaltiger Einfluss namentlich der ahrimanischen Kräfte. Und die asurischen Kräfte helfen natürlich ganz wesentlich mit. Also das spielt dabei eine wesentliche Rolle, dass sie das, was also an Lebenskräften in der Tiefe drinnen ist unserer Erde noch, dass sie das immer mehr abtöten. Aus ihrer Gier nach diesen Lebenskräften. Das ist nämlich das, was ihnen fehlt. Das ist das, was den ahrimanischen Wesenheiten fehlt in Wahrheit. Das können sie nicht haben. Und sie suchen es. Sie suchen es und sie ertöten damit aber nur das, was noch lebendig ist, auch in der Tiefe der Erde. Aber es ist noch Leben in den Tiefen der Erden vorhanden. Aber es reicht heute nicht mehr dazu, allein aus dieser Tiefe heraus äußeres Leben zu erzeugen. Also Leben an der Erdoberfläche zum Beispiel. Aber in der Tiefe lebt ja noch etwas.
Und das ist eben in den lebendigen Bewegungen, die im Inneren der Erde sich auch abspielen. Also das, was eben auch schon Steiner ganz deutlich gesagt hat, also wie die Kontinente schwimmen auf der Erde. Das, was in etwa in der Zeit eben auch Alfred Wegener eben beschrieben hat, woraus dann heute die moderne Plattentektonik entstanden ist. Natürlich ist es eine relativ abstrakte Wissenschaft wieder. Aber immerhin, wo ein Bewusstsein entstanden ist, in der Erde fließt noch etwas. Da bewegt sich etwas. Von dem viele Menschen damals trotzdem ausgegangen sind, aber man konnte es halt wissenschaftlich nicht nachweisen. Man hat halt vermutet, da ist etwas. Man hat es vermutet, dass dem, was durch den Vulkanismus an die Erdoberfläche kommt, es sind aber wirklich nur die obersten Schichten, die da drinnen sind. Aber da unten lebt etwas. Da lebt etwas noch und gestaltet von innen her die Erde lebendig. Unser Tun hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie diese Dynamik da drinnen ist.
Der Zerstörungsherd im Menschen 01:32:39
Und geht ja sogar so weit, dass wir einen Quell in uns haben, der das Totmaterielle in uns überwindet. Rudolf Steiner hat es ja sehr deutlich gemacht, dass es im Menschenwesen einen Zerstörungsherd gibt. Ich habe schon öfter darüber gesprochen, aber es sei wieder einmal erwähnt, ein Zerstörungsherd im Inneren des Menschen, in dem Materie, das Stoffliche, ins Nichts geworfen wird. Materie aufgelöst wird. Und in gewisser Weise neue Materie kommt herein, aber die kommt von außen herein dann in gewisser Weise. Aber es wird Materie in uns aufgelöst und dieser Zerstörungsherd in uns, der also besonders stark in der Mitte unseres Wesens lokalisiert ist. Also man kann es auch wirklich fast körperlich irgendwo an einen Ort zuweisen, wo er ist. Also in den unteren Bereichen hier, dort wo unsere Stoffwechselkräfte besonders stark sind. Diese Stoffwechselkräfte, die in uns leben, sind also in der Wahrheit so stark, dass sie Materie vernichten. Das aber auch bis zu einem gewissen Grad neue Materie entsteht in uns. Es ist nicht so, dass wir sozusagen immer leichter werden würden, weil wir immer mehr Materie loswerden. Es wird nachgebildet in uns und das ist durchaus nicht nur durch das, was wir von außen aufnehmen, sondern auch was durch uns im Inneren gebildet wird.
Aber es ist auch ein Zerstörungsherd eben in uns. Es ist ganz wesentlich, dass diese Materie, diese Verdichtungen, die eigentlich aus dem Ätherisch-Seelisch-Geistigen kommen, aus dem die Materie eigentlich gebildet ist. Und Materie ist ja dann nur das, was durch die entarteten Geister der Form, also das sind ahrimanische Geister der Form, die das also zum Stofflichen umbilden. Und wir lösen etwas davon auf in uns. Ununterbrochen. Nehmen aber wieder Materielles von außen auf, durch unsere Nahrung zum Beispiel, was Stoff geworden ist, und lösen etwas davon auf. Das ist ein Prozess, an dem wir mitarbeiten, an dem insbesondere unser Ich ganz wesentlich mitarbeitet. Und das ist eine ganz wesentliche Mitarbeit. Und das ist eine große Vorbereitung für die Zukunft. Für die Zukunft unserer unmittelbaren Erdentwicklung, eben auch namentlich in der Zeit, wo wir nicht mehr inkarniert sind. Es ist aber auch eine Wirkung, die weiter in die Zukunft noch geht, also auch auf das neue Jerusalem hinüber. Und was die Folge dann ist. Der neue Venus und eben auch der neue Vulkanzustand.
Materie als arimanisierte Willenswärme 01:35:56
Dieser Vulkanzustand, der eine Erneuerung ist, aber auf ganz anderer Ebene, auf viel höherer Ebene des alten Saturnzustandes. Also dort, wo Wärme etwas geworden ist, was nicht den Weg zum Absterben zeigt. Weil eben unsere Materie, die wir jetzt haben und wo die ahrimanischen Kräfte sehr wesentlich mitwirken, dass sie entstanden ist und weiter entsteht in einer gewissen Weise, besteht eben darin, dass sie im Wesentlichen Wärme oder konkreter noch gesprochen geistige Willenskraft. Weil das, was Wärme nach außen hin ist, ist ja eine Gabe der Geister des Willens. Und das heißt, das, was wir heute als Wärme bezeichnen, als Wärme-Energie bezeichnen, als Energie überhaupt bezeichnen, das ist eine Gabe dieser Geister des Willens. Aber es ist etwas, was durch die ahrimanischen Kräfte ergriffen wurde und dieses Feuer, das im alten Saturn ursprünglich entstanden ist, das die Quelle letztlich aller Energie irgendwo ist, die in der Welt ist, diese Energie ist verstofflicht worden immer mehr.
Das ist das Problem. Auf was wir gehen heute und was wir in die Hand nehmen können, was wir ergreifen können, das heißt alles, was stofflich ist in der Welt, ist in Wahrheit, wenn man es so ganz konkret jetzt fassen will, die ahrimanisierte Willenswärme, aus der der alte Saturn bestanden hat, die aber sozusagen ganz ins ahrimanische Wasser geführt wurde, oder zu einem großen Teil in dieses ahrimanische Wasser geführt haben, das aber jetzt erstarrt ist, erstarrt ist nicht nur zu Eis, sondern wirklich zur festen Materie. Eis wäre noch etwas, was sich leicht in Wasser umwandeln ließe, in etwas Fließendes überwandeln ließe. Das, was heutige Materie ist, da arbeiten die ahrimanischen Kräfte daran, es gibt noch Möglichkeit, ja nicht wieder ins Flüssige, Lebendige zu bringen und schon gar nicht ins Luftartige hineinzubringen und zwar in ein Luftartiges, das nicht mehr stofflich ist, sondern dass eben dieses sich Ausbreitende hat, dieses Ausweitende hat, was kein Stoff mehr ist.
Da sind viele Fragen dahinter, die so interessant nicht nur wären, sondern sind für die Naturwissenschaft, die wir aber erst lösen werden können dann, wenn wir eben dieses sinnlich-übersinnliche Schauen ganz konkret entwickelt haben. Und wo wir eben so weit sind mit dieser Fähigkeit, dass wir der äußeren technischen Apparate, der Messinstrumente, auch der ganzen Computer, die notwendig sind, um die ganzen Messdaten jetzt zu verarbeiten und daraus ein Bild zu gestalten, wo wir dessen allen nicht mehr bedürfen in den Naturwissenschaften, sondern wo eben dann der Zugang zur Natur, zur lebendigen Natur, aber auch zur bereits ganz oder teilweise erstorbenen Natur, also wo es hineingeht in die Welt der Kristalle, der Mineralien, der amorphen Stoffe, die amorphen Stoffe, die also nicht einmal mehr kristallin sind, das sind die, die ganz dem Tod verfallen sind.
Kristallbildung und der Beginn der Menschwerdung 01:40:00
Jeder Kristall ist aus einem Lebensprozess entstanden und natürlich hat es sich dann so verhärtet, dass er im Wesentlichen abgestorben ist, erstarrt ist und trotzdem ist noch eine gewisse Lebendigkeit, wenn er die von außen kommt, also Ätherkräfte, die von außen es geben und die ihm die Möglichkeit geben, trotz einem richtigen Kristall, dass er dann noch den äußeren mechanischen Kräften widerstehen kann. Ich glaube, ich habe euch das früher öfters schon erzählt, also Kristalle, wenn sie nicht innerlich eine gewisse Beweglichkeit hätten und diese Beweglichkeit ist sozusagen der letzte Rest von den Lebenskräften, die von außen her die Kristalle gebildet haben, von außen her, damit kein Missverständnis entsteht, die Kristalle hatten nie einen Ätherleib in sich, aber sie haben starke Ätherkräfte, die im Umkreis dessen wirken und die beigetragen haben, die Stoffe zu sammeln, aus denen sich die Kristalle bilden und der Mensch hat da sehr wesentlich damals bereits mitgearbeitet.
Habe ich euch erzählt, ich komme auf das wieder zurück, die Inkarnation der Menschen auf Erden beginnt so richtig in dem Moment, wo sich die ersten Kristalle bilden auf der Erde. Vorher war die Erde eine fließende, eine flüssige, wobei eine ganz offene Frage auch noch ist jetzt für die äußere Wissenschaft, wobei die meisten glauben, sie ist klar entschieden, aber sie ist eben nicht entschieden, ob die Erde ursprünglich feuerflüssig war, ob sie aus einem feuerflüssigen Zustand entstanden ist oder ob sie aus einem wässrig-flüssigen Zustand, also das heißt aus einem Zustand, wo die Materie selbst wie Wasser fließend war, nicht notwendigerweise so Wasser, wie wir es kennen, aber sicher trotzdem mit einem hohen Wasseranteil, aber eben nicht durch einen Feuerprozess, sondern durch einen fließenden, einen wasserflüssigen Prozess heraus entstanden ist.
Etwas, was im Übrigen auch Goethe wieder sehr bewegt hat, was sich auch dann eingegangen ist in seine poetische Schilderung, also im Faust II drinnen, da spielt es eine wesentliche Rolle, wie die Erde gestaltet ist aus äolischer, dünnster Knallkraft ungeheuer, also aus der vulkanischen Kraft, oder ob es aus der Kraft des wirklich fließenden, lebensbejahenden Wassers heraus entstanden ist. Da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Was wir heute in den Naturwissenschaften haben, sind Spekulationen, aus denen heraus Rechnungen angestellt werden, die dann wieder verglichen werden mit dem, was wir in äußeren Messungen haben. Wird sehr viel Grips dafür aufgewendet. Ist gut, ist notwendig und was herauskommen wird, ist aber nur, dass sie irgendwann einmal zeigen wird, den ahrimanischen Anteil an der ganzen Sache, der dann letztlich erst dazu geführt hat, dass wir den Totenzustand haben, den wir heute haben und dann ist es vorbei mit dem lebendig Fließenden.
Noch ist die Erde, sie ist zwar schon längst über ihre Lebensmitte hinaus, das heißt, sie neigt sich ihrem Tode langsam zu, aber sie gibt noch kräftige Lebenszeichen, vor allem in der Tiefe von sich und da wirken immer noch Prozesse, die ganz anders sind, als man sie sich heute vorstellt. Aber es sind eben auch Zerstörungsprozesse drinnen, die korrespondieren mit dem Zerstörungsherd in uns. Und der ist notwendig für uns Menschen, dass wir überhaupt uns in unserer Freiheit entwickeln können. Aber er hat eben auch Folgen für die Erdentwicklung. Und eine der Folgen ist, dass aus diesem Zerstörungsherd, den wir in uns tragen, jeder Mensch in uns tragen, aus dem gespeist wird, ganz wesentlich durch die Kräfte, die darin wirken, der Zerstörungsprozess in unserer Erde. Das ist der Prozess, der von innen her stattfindet.
Lebenskräfte aus der kosmischen Astralität 01:44:55
Während der Lebensprozess, wo wir jetzt Lebenskräfte entwickeln oder auch durch unser imaginatives Schauen, damit fängt es nämlich an, dass wir Lebenskräfte entwickeln für die Erde, die wirklich wirksam sind. Die fangen von der Erdoberfläche oder von der Erdatmosphäre, von der ganzen Erdensphäre aus, zu wirken bis ins Innere der Erde langsam. Also Zerstörungskräfte in uns, die ins Innere der Erde wirken oder die damit zusammenhängen. In beiden wirken eben diese ahrimanischen Kräfte irgendwo drinnen. Aber eben auch das andere, Lebenskräfte, die wir durch unser imaginatives Schauen und allem, was damit verbunden ist, nämlich auch wenn es dann weitergeht, also auf die Stufe der Inspiration, die sehr wichtig ist. Also die Inspiration, wo wir eben dann vor allem die Klang-Äther-Kräfte haben, wo wir aber auch das, was im Astralischen drinnen ist, eben diese Weltenharmonie, die da drinnen ist.
In der Weltenastralität leben ja solche Kräfte, dass sich unser Ätherleib, unsere Äther-Kräfte jede Nacht im Schlaf davon wieder bereichern lassen, dass unsere verbrauchten Äther-Kräfte wieder aufgefrischt werden, eben durch diese ganz reine kosmische Astralität. Die nehmen wir auf. Da nehmen wir also hohe astralische Kräfte auf, die weit, weit, weit über unsere Erdensphäre, weit über unser Planetensystem sogar hinausgehen, wenn wir da jetzt diesen räumlichen Bezug herstellen wollen, wo wir wirklich kosmisch-astralische Kräfte aufnehmen und dadurch unseren Ätherleib wieder beleben. Im Grunde hängt ja unser Astralleib, wenn wir dann endlich am Abend müde werden und es vor Müdigkeit nicht mehr aushalten können, dann sind einfach unsere Äther-Kräfte ganz jungfräulich geworden. Was aber heißt, sie haben im Grunde keine wirklichen Bilderkräfte mehr in sich, sondern das Ätherische ist ganz schlaff geworden. Es ist noch was Fließendes, aber es ist eigentlich nicht mehr was fließend Lebendiges, weil die Gestaltungskräfte sind verloren gegangen.
Da fließt etwas noch, es ist noch nicht so weit, dass es erstarrt ist, dass es aus dem Ätherischen jetzt ein physisches geworden wäre, dann ist es nämlich ganz erstarrt, im Flüssigen noch weniger, im Gasförmigen noch weniger, im Festen dann aber wirklich ganz erstorben ist. Das würde passieren mit unseren Lebenskräften, mit unseren Äther-Kräften, wenn wir nicht jede Nacht, möglichst jede Nacht, ich meine mit ein bisschen Durchhaltevermögen kann man zwei, drei Nächte noch ohne Schlaf durchkommen, viel mehr geht es eigentlich nicht mehr. Das ist in etwa auch die Zeitspanne, die wir haben, wenn man im Einweihungsvorgang, im alten Einweihungsvorgang, wie es in Ägypten namentlich praktiziert wurde, wo die Menschen in eine todesähnliche Trance versetzt wurden, also in den allerdumpfesten Bewusstseinszustand versetzt wurden, wo tatsächlich äußerlich dann auch eine Lebensregung praktisch nicht mehr feststellbar ist, wo der Stoffwechsel so heruntergefahren ist, die ganzen Stoffwechselprozesse, dass nicht einmal durch die Atmung sie aus Spiegel beschlagen würde, sondern sie ist so langsam so zurückgezogen, dass selbst das nicht mehr da ist.
Aber in dieser Zeit geht der Mensch hinaus in die höheren Welten und er lebt drinnen und aus dem heraus holt er dann die Imaginationen letztlich, von denen er erzählt, wenn er aufgeweckt wurde aus diesem todesähnlichen Trance-Zustand in der Vergangenheit. Aber was da drinnen lebt an astralischen Kräften und was von dem eben auch der Einzuweihende in Ägypten künden sollte, das war eben diese ganze Weisheit, die im Astralischen drinnen lebt, im kosmisch-astralischen drinnen. Das ist die Welt der Weisheit schlechthin und aus dem sich wieder die Kräfte des Ätherleibs, die Lebenskräfte, regenerieren. Weil während des Tageslebens werden sie verbraucht.
Der Zeugungsvorgang in der Vergangenheit 01:50:59
Und bei uns noch sehr viel stärker als bei den Tieren, die aber im Übrigen alle ja viel mehr Schlaf in der Regel brauchen als wir Menschen. Oder sich mit weniger Wachphasen begnügen, in denen sie vielleicht jagen gehen oder sonst was. Oder schauen, dass sie ihre Nahrung finden können und dass sie ihre äußeren Tätigkeiten, die zu ihrer Spezies dazugehören, verrichten können. Was auch immer, Zeugung, Fortpflanzung und das alles, das geht halt nicht im Tiefschlaf, auch bei den Tieren nicht. Obwohl es natürlich in einem anderen Bewusstseinszustand ist, als es heute bei Menschen ist, wenn die Zeugung erfolgt.
Aber ich erinnere euch daran, wenn wir in die Vergangenheit zurückgehen, haben die Menschen auch den Zeugungsvorgang, also auch unter den Menschen, nicht so erlebt, sondern in einem Zustand, der einem Traumzustand glich und wo man Traumbilder erlebt hat, über das, was da dabei passiert. Wo eben aber auch ganz wesentlich ein Bewusstsein da war für das Menschenwesen, das durch diesen Zeugungsakt hereinkommen sollte. Das war ja in der Vergangenheit das ganz Wesentliche, das mitzuerleben und damit eben diesen Menschen, dieses Geistwesen, das da hereinkommt, das sich verkörpert, das zu begleiten. Und etwas mitzubekommen, von dem her, was brauchst du denn, um deine Erdenaufgabe erfüllen zu können. Natürlich nicht mit einem rationalen Verstand, aber aus einem hellsichtigen Erleben heraus. Und dadurch sind die Dinge passiert, die heute so nicht mehr passieren können, weil wir das Bewusstsein für das eben verloren haben, indem wir ganz auf die sinnliche Außenwelt gerichtet uns haben und alles, was übersinnlicher Anteil daraus ist, ausgeblendet haben, beziehungsweise es nicht mehr in seinem Ursprung verstehen.
Natürlich, die Farben, die wir draußen erleben, sind in Wahrheit übersinnliche Qualitäten. Da steht etwas Übersinnliches dahinter, so wie es Goethe in seiner Farbenlehre geschildert, ganz deutlich geschildert hat, weil er es erleben konnte. Ja, und dorthin müssen wir hinkommen. Also das, was Goethe im Ansatz hatte, dazu sollten so viele Menschen wie möglich kommen. Dann ist ein ganz anderes Bewusstsein da für die geistige Welt.
Ich meine, das, was Anthroposophie gebracht hat, ist im Grunde eben das, was Rudolf Steiner fortgesetzt hat durch die Anregung von Goethe. Ohne das, was im Wesentlichen Goethe und natürlich auch ein paar andere haben mitgewirkt, aber Goethe ganz, ganz wesentlich. Das hat Rudolf Steiner fortgesetzt, hat ja auch ganz wesentliche Impulse gegeben für den sogenannten Goetheanismus, eben dieses sinnlich-übersinnliche Schauen, etwas, was heute durchaus auch schon praktiziert wird von etlichen Anthroposophen und mit dem man einen ganz bewussten Zugang bekommen kann, namentlich zu den ätherischen, bis zu einem gewissen Grad auch zu den astralischen Kräften, die im Leben der Natur wirken und dass man da also eine neue Lebenswissenschaft entwickeln kann.
Die Erde als elektrischer Apparat und der Transhumanismus 01:54:06
Es ist natürlich jetzt trotzdem erst im Anfangsstadium und wir müssen uns halt jetzt ganz energisch durchkämpfen gegen eine Technikwissenschaft, die wir haben, die noch nicht in der vollen Blüte ist, aber die rasant auf eine volle Blüte zusteuert. Und diese volle Blüte hängt mit auch darin zusammen und daher ist das jetzt auch, ja, man mag es als Verirrung ansehen, aber es ist eine Notwendigkeit in der Entwicklung, eben erstens, dass man im Großen die Erde auch neben dem, dass sie ein sehr lebendiges Wesen werden wird, aber nicht mehr im Stofflichen sehr lebendiges Wesen, sondern eben auf der nächsten Ebene, also im Ätherischen, im Astralischen sich als sehr lebendiges Wesen erweisen wird, aber die Vorstufe dazu wird sein, dass die ganze Erde auch ein elektrisch tätiger Apparat wird, die ganze Erde ein selbsttätig elektrisch arbeitender Apparat wird, in die Richtung geht es auch bis zu einem gewissen Grad.
Und ja, und es wird eine kleine Vorübung dazu sein, aber eine sehr wesentliche Vorübung, wo wir jetzt schon mittendrin stehen, eben das, von dem die Transhumanisten träumen, was aber dazu führt, also das heißt, eine durch die technische, tote technische Wissenschaft, durch die Robotik, durch die Computertechnik und so weiter, ein, wie soll ich sagen, künstliches ewiges Leben für den Menschen erzeugt wird, na, das wird so nicht spüren, aber es wird genau das geben, dass technische Apparate, namentlich eben auch Roboter erzeugt werden, die alle die Fähigkeiten entwickeln können, die der Mensch heute hat, insofern er sich nur mit toten Kräften, tote Kräfte in sich rege macht, also zum Beispiel in unserem heutigen Verstandesdenken, weil das ist praktisch vollkommen abgestorben.
Das Denken besteht ja eigentlich aus der Tätigkeit der Lebenskräfte, von dort her kommt das Denken. Und nur unser heutiges Denken mit den abgestorbenen, nicht mehr lebendigen Begriffen, da ist heute der Ahriman hineingewirkt, da ist das Tote und da ist es wirklich Gehirndenken. Im Grunde ist das, was das Gehirn selbstständig tut und wo die Zerstörungsprozesse, die mit diesem Denken verbunden sind, im Gehirn eine wesentliche Rolle spielen. Also unsere Intelligenz, unsere heutige Intelligenz, wie wir sie haben, insofern sie gehirngetragene, gehirngestützte Intelligenz ist, die wird aber auch immer mehr unsere Lebenskräfte aufzehren. Wir sterben an unserem Intellekt, ganz deutlich, wir sterben an dem. Trotzdem wir scheinbar oder nicht nur scheinbar, sondern wirklich im Durchschnitt wesentlich älter werden, als in früheren Zeiten, also wenn man zurückgeht Anfang der Neuzeit oder noch weiter zurück.
Da war ein Lebensalter, wie es heute die Menschen erreichen, teilweise ganz illusorisch, wobei man aber, natürlich sehen wir es selbst die Bibel, das Alte Testament berichtet ja vom biblischen Alter, das so um die 70, 72 Jahre herumliegt, da steckt eine kosmische Dimension dahinter. Wir erreichen heute scheinbar durchschnittlich ein höheres Lebensalter, was der Preis dafür ist, aber dass das Leben in uns in Wahrheit gar nicht mehr lebendig ist so richtig, sondern dass wir selber immer mehr zu einem Mechanismus werden, namentlich zu einem gehirngesteuerten Mechanismus.
Cyborgs und der Weg in die achte Sphäre 01:58:52
Und das ist das, was wir übergeben werden und das wird dann die Zukunft sein. Ja doch, dass immer mehr auch Maschinen da sind, die völlig selbsttätig sind, die eben auch dieses tote Denken in gewisser Weise erzeugen, da fehlt aber dann alles Schöpferische drinnen. Also heute haben wir ein gewisses hybrides Denken, wenn man so will. Also wir haben etwas, was wirklich einen Anklang hat bereits an das, was künstliche Intelligenz macht, nur mit wesentlich geringerer Kapazität. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht da eben diesen Robotern oder dieser künstlichen Intelligenz Konkurrenz machen wollen. Das ist das, was Ahriman der Welt einpflanzt, indem er uns in den Griff kriegt, sodass wir solche Erfindungen machen, dass die ahrimanischen Wesenheiten dann eine Welt bauen können, in der dieses Prinzip immer mehr Platz greift, auch in der Natur Platz greift, weil es zuallererst in uns Platz greift.
Also es werden viele Träume der Transhumanisten scheitern, aber wenn sie tätig werden und sie werden tätig werden, sie sind schon tätig und es wird in die Richtung hineingehen und es wird dann nicht aufzuhalten sein, es wird die Menschen dorthin führen, dass sie genau das Prognostizierte selber werden, dass wir so etwas wie Roboter werden tatsächlich, eine solche Art des Denkens haben und das werden im Übrigen genau die Menschen sein, die dann ihr eigentliches Erdenziel noch nicht erreicht haben, sondern die halt sehr stark in die Fänge der Widersacherkräfte, namentlich der ahrimanischen, geraten sind. Sie werden überleben länger als die Menschen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, wobei überleben unter Anführungszeichen zu setzen ist, weil die eigentlichen Lebenskräfte haben sie nicht. Aber sie werden in gewisser Weise als körperlich-technische Wesen, das heißt als Mensch-Roboter, als Cyborgs oder wie auch immer, wenn man das so will, wobei das natürlich noch ganz anders wird, als wir es uns jetzt vorstellen können. Also was wir jetzt an technischen Vorläufern des Ganzen haben, sind die ersten Versuche in die Richtung.
Aber es wird das betreffen, gerade die Menschenwesenheiten, die dann die ersten Kandidaten sind, hinüberzuwechseln in die achte Sphäre. Die wird in gewisser Weise so funktionieren. Da wird ein starker Intellekt dort drinnen sein, aber es wird eben ein Intellekt sein, der eine Art übersteigerte künstliche Intelligenz ist. Sie wird das eigentlich Schöpferische nicht haben. Es wird aber der ideale Intellekt sein, um Ausführungsorgan, Befehlsempfänger anderer Wesenheiten zu sein, also eben der ahrimanischen Mächte, der asurischen Mächte und im Hintergrund der soratischen Mächte. Und das wiederum ist der beste Weg, also hinüberzuwechseln in diese sogenannte achte Sphäre und von dort aus eine ganz andere Entwicklungsrichtung einzuschlagen. Wobei wir ja davon gesprochen haben, dass das noch bis zur Venusinkarnation, zur neuen Venus unserer Erde, also bis zum sechsten kosmisch-planetarischen Entwicklungszustand unserer Erde, dass es noch eine Befreiung geben kann von dort. Aber wer sich nicht von dort retten kann, sicher sowieso auch nur mit Hilfe von Menschen, die mit der regulären Entwicklung mitgegangen sind und entsprechend die Hilfe leisten können, diesen Menschen dort.
Aber es wird eben ein Teil mit hoher Wahrscheinlichkeit der Menschheit diesen Weg gehen, also einen ganz anderen Weg. Und das werden die Menschen sein, die natürlich nicht das entwickeln als erste Stufe der geistigen Wahrnehmung, was jetzt dieses Äthersehen ist, dieses neue Hellsehen, wenn man so will, also dieses Schauen der Imaginationen, dieses Schaffen der Imaginationen, dieses Malen der Imaginationen, dieses symbolische Gestalten der Imaginationen, durch die die geistigen Wesenheiten uns zugänglich werden, bewusst zugänglich werden, unserer Wahrnehmung bewusst zugänglich werden. Da müssen wir selber eben ganz aktiv werden.
Sich selbst schauen als geistiges Wesen 02:04:22
Und dazu müssen wir halt den großen Spagat schaffen, uns einerseits dieses tiefe Urvertrauen zu haben, ganz von uns selbst loszulassen, aufzugehen in gewisser Weise in der seelisch-geistigen Welt, uns zu verlieren in ihr und andererseits ganz stark auf unser Ich stellen können, um zugleich in dem Verlieren auch ganz bei uns sein zu können. Dazu braucht man nämlich diese Kräfte des inneren Schauens zum Beispiel eben auch. Da müssen wir auch uns selbst schauen können, unser eigenes Ich, unsere eigene Ich-Kraft ganz klar wahrnehmen können. Das heißt, wir müssen uns selbst wie einen Fremden gegenüberstellen können und uns selbst als geistiges Wesen so ganz objektiv erleben können wie einen anderen Menschen. Dann können wir daran ganz bewusst arbeiten und so bis in die feinsten Feinheiten so zu gestalten, dass wir wirklich Mitarbeiter sind an der Zukunft der Erde. Und dadurch auch natürlich Mitarbeiter und Mitschöpfer unserer selbst, also so wie es mit uns weitergeht.
Weil das wird wesentlich an uns liegen. Nicht, wenn wir da mal durchgegangen sind, dann liegt die weitere Entwicklung also erst recht ganz in unserer Hand. Jetzt während der Erdentwicklung ist uns die Möglichkeit gegeben, uns so weit zu entwickeln, dass wir unsere eigene Entwicklung ganz in die Hand nehmen können und sogar darüber hinaus auch ganz entscheidend mitarbeiten können an der Entwicklung der Welt, auf der wir dann leben werden. Weil wir eben solche kosmischen Verkörperungen ja noch einige vor uns haben. Verkörperungen jetzt sehr im weiteren Sinn, weil wie gesagt schon das neue Jerusalem wird nicht mehr so stofflich sein, wie das jetzt ist. Aber das wird so weit gehen, bis es so verdünnt ist, wie soll ich das sagen, das materielle Prinzip, dass es zunächst einmal ein Vulkanzustand entstehen wird, der ein Spiegelbild ist des alten Saturn und der sein Ziel aber damit erreicht, dann, dass diese ganze Wärmekraft, die dort noch sein wird, dass die ganz verinnerlicht ist und schöpferische Willenskraft geworden ist. Und zwar ganz bewusst geführte Willenskraft, wie wir es so jetzt in vielen Dingen noch gar nicht können.
Wir können in vielen äußeren Handlungen sagen, ich will das, ich will das noch nicht, aber bei vielem zum Beispiel, was den Bau unseres ganzen Organismus betrifft, den Heilkräften, die in unserem Organismus wirken, haben wir noch wenig Bewusstsein dafür, wie wir die in der Hand haben sollen. Sollen wir alles noch kriegen während der Erdentwicklung? Werden wir es noch brauchen? Also das, was hygienischer Okkultismus zum Beispiel bedeutet, von dem wir heute wieder gesprochen haben, heißt, dass wir bewusst mit unseren Lebenskräften heilend umgehen können. Bewusst, immer bewusst, dass wir sie lenken können. Ich meine, heute würde ich das noch nicht riskieren, das wird man nicht schaffen noch. Also wir sind erst am Weg. Aber der Weg geht darüber, dass wir lernen, diese imaginativen Kräfte, diese Kräfte, die Imaginationen schaffen, dass wir die ganz bewusst ergreifen werden.
An der Quelle der Lebenskräfte 02:08:56
Also das heißt, es geht bei dem Erleben der Imaginationen oder bei dem Schulungsweg, dort hinzugehen, primär nicht darum, dass man dann jetzt da sitzt und sagt, ich bin jetzt Hellseher, ich schaue die ganze geistige Welt und kann also das Werk von Steiner weiterführen auf noch höhere Ebene. Ja, das wird auch kommen, keine Frage. Aber um das geht es eigentlich gar nicht primär, sondern es geht darum, dass wir dann an der Quelle der Lebenskräfte überhaupt sitzen und dass wir dann unsere ganzen Lebenskräfte immer mehr selber gestalten können. Dass wir selber unser Seelisch-Astralisches so gestalten, dass wir schöpferisch darin Kräfte entwickeln, die wir heute uns nur aus dem Kosmos holen können, die wir aber in der Zukunft einmal aus uns holen können.
Weil wir haben heute durchaus das Problem, dass gewisse astralische Kräfte, die notwendig sind, also die Bilder, die Vorbilder bilden, aus denen sich unsere Äther-Kräfte ihre Gestaltungskräfte holen, die sie jetzt aus der Weisheit des Kosmos holen, um heilend zu wirken, um überhaupt unseren Organismus wieder erfrischen zu können, zu verhindern, dass er eigentlich schon nach drei Tagen sterben müsste. Wenn wir das nicht hätten, diese astralische Erfrischung, jede Nacht, also das heißt im Schlaf, wenn wir uns das nicht holen würden, könnten wir, so wie wir jetzt sind, nicht länger als drei, vielleicht vier Tage überleben. Nicht länger, muss man sich einmal vorstellen.
Aber wir werden so weit kommen, dass wir das in einer gewissen Weise schon auf dem neuen Jupiter, also in dem neuen Jerusalem und dann in gesteigerter Form immer weiter, wo wir ja dann auch nicht mehr so stofflich natürlich verkörpert sind wie wir, aber dass wir das, was unser Leben ausmacht, unsere Lebenskraft, die wird es nämlich auch geben, wenn wir nicht mehr physisch verkörpert sind. Dann sind wir zunächst einmal ätherisch verkörpert. Und da muss dieses Ätherische ja trotzdem auch Kräfte bekommen, dass in diesem Ätherischen die Gestaltungen wirken, im rein Ätherischen, nicht mehr im Stofflichen, aber im rein Ätherischen, dass wir unsere Geistgestalt dort leben lassen können darin. Unsere Auferstehungsgestalt leben können darin. Natürlich haben wir Unterstützung durch den Christus dabei, das geht ja die ganze Zeit, aber das Eigentliche, was dazu wichtig ist, was dem Ganzen die, wie soll ich sagen, die individuelle Note gibt, die aber notwendig ist für unser ätherisches Überleben, dass wir an dem immer mehr selber arbeiten. Dass wir uns immer mehr selber gestalten können.
Der hygienische Okkultismus als Aufgabe Mitteleuropas 02:12:00
Ein kleiner Vorglanz ist das, dass wir die Heilkräfte, die heilenden Kräfte in der Zukunft, also insbesondere in der nächsten Kulturepoche, also in der wird es die Anfänge bereits geben, weil Rudolf Steiner ist da sehr deutlich und sagt, gerade diese Fähigkeit wird relativ bald da und dort erwachen, namentlich hier in Mitteleuropa. Es ist gerade eine Aufgabe Mitteleuropas, das zu entwickeln und da ist besonders die Fähigkeit dazu da, den hygienischen Okkultismus zu entwickeln, aber das hat eben nichts mit den Hygienevorschriften zu tun, wie sie heute uns gegeben werden, die natürlich durchaus Sinn machen und alles, aber die auch neben dem äußeren Desinfizieren vielfach heute zu einem Desinfizieren von allem Geistigen führen und das ist kontraproduktiv.
Nein, wo wir also in Wahrheit wirklich die Lebenskräfte selber viel bewusster lenken können, nämlich so, dass sie im Einklang mit unserer Individualität sind und aus dem heraus, indem wir uns so gestalten und beleben, werden wir lernen, wie wir die Erde beleben können, sodass sie nicht frühzeitig abstirbt und dass dann eben insbesondere das, was, wenn sie dann doch einmal abstirbt, das heißt stofflich jedenfalls ganz zerfällt, auch das Ätherische sich verflüchtigt und so weiter, was eben dann in den astralischen Zustand übergeht und von dort dann in den niederen und den höheren geistigen Zustand übergeht, bis dann die ganze Entwicklung in diese sogenannte geistige Nacht taucht, in das sogenannte Pralaya, das ganz wichtig ist, also ein Tiefstschlafzustand, wenn man so will, der ganzen Weltentwicklung, der aber in Wahrheit dann auch wieder kein Schlafzustand ist, wenn man wirklich in den Kern hineingeht, sondern wo die höchste Aktivität ist und wo der Mensch auch immer bewusster Mittätiger sein wird, also auch gerade in diesem Pralaya-Zustand.
Und das wird uns in der Zukunft so weit bringen, dass wir wirklich, wenn wir dann diesen Vulkanzustand, den siebenten und letzten Entwicklungszustand durchgemacht haben, dass wir dann wirklich eben in wesentlich größerer Weise schöpferisch tätig werden in der kosmischen Entwicklung. Mittätig werden, aber so, dass wir also ganz entschieden mitarbeiten wollen an der Gestaltung eines kosmischen Systems, eines neuen kosmischen Systems, das aber jetzt nicht mehr eine Metamorphose der Erdentwicklung ist, sondern etwas ganz Neues bedeutet. Und diesen ganz neuen Einschlag, den bringen wir als Menschheit dann hinein. Und zwar aus den Impulsen, die jeder einzelne Mensch mit dort hineinbringt. Und dem lebt es dann drinnen.
Der Bruchteil dessen, was Rudolf Steiner geben konnte 02:15:44
Da sind viele Fragen zweifellos noch offen, viele Fragen, die auch Rudolf Steiner noch nicht beantworten konnte, nämlich deswegen nicht beantworten konnte, weil er kein Verständnis hätte dafür finden können. Man muss denken, aus dem, was Rudolf Steiner gegeben hat, das ist ein Bruchteil dessen, was er im Laufe seines Lebens erkennen und erfahren und wahrnehmen konnte. Das ist der Bruchteil davon, den er den Menschen schenken konnte, die bereit dafür waren, eben diesen Teil aber nicht mehr überhaupt entgegenzunehmen. Das ist das ganz Schwierige. Also abgesehen davon, dass natürlich ein Mensch, auch wie Rudolf Steiner, in einer endlichen Lebensspanne nur endlich viel geben kann und die geistige Welt natürlich unerschöpflich ist. Das heißt, das als verkörperter Mensch auszusprechen, nur in irgendeiner Weise im Gesamtumfang, ist sowieso völlig unmöglich.
Aber im geistigen Zustand, in dem wir sind, alle Menschen und natürlich Rudolf Steiner ganz besonders, aber im Prinzip potenziell ist das allen Menschen möglich, da ist noch viel, viel mehr möglich. Und in dem bereitet sich etwas vor, was dann eben im Ziel unserer Entwicklungskette, aber dieses Ziel ist eigentlich nur eine Wegmarke und von dort erst geht es eben los, dass wir als Menschen schöpferisch verantwortlich sind, in der Gemeinschaft mit dem Christus, aber hauptverantwortlich sind für eine ganz neue kosmische Entwicklung in der Dimension eines ganzen Planetensystems. Eines Planetensystems, das sich dann wieder durch viele Stufen entwickeln wird, in ganz anderer Art. Niemand kann vorhersehen, wie das ist. Niemand, eben auch die Gottheit nicht, darüber haben wir schon gesprochen.
Also mit dem Entschluss, diese Entwicklung anzustoßen, wie sie durch unsere sieben kosmischen Entwicklungsstufen gegeben ist, ist die, dass die Gottheit ganz dezidiert verzichtet hat, erstens einmal überhaupt jetzt da mittätig zu sein, sie hat sich ganz zurückgezogen, aber auch sie hat sich damit auch ihrer Allmacht begeben und ihrer Allwissenheit. Das heißt, die Zukunft ist auch für die Gottheit aus der Perspektive der Gottheit, für das Bewusstsein der Gottheit, für das der Vatergottheit unvorhersehbar geworden. Unvorhersehbar geworden. Sie kann natürlich, sie nimmt wahr, was die Menschheit einbringt in das Ganze, weil wir sind dieser Faktor, der diese Unvorhersehbarkeit hineinbringt. Es sind nicht die geistigen Hierarchien, die über uns stehen, also die Engel, Erzengel, Urengel, bis hinauf zu den Seraphim, die sind es alle nicht, weil sie die Freiheit nicht haben. Und damit im eigentlichen schöpferischen Sinne nicht mitarbeiten können. Sie sind sehr hohe, aber nur ausführende Organe. Sehr hohe Organe der Gottheit, aber ausführende Organe und nicht selbst kreativ schaffende Organe, aus eigenem, weil sie die Freiheit nicht haben.
Das kleinste, jüngste Wesen mit dem Geschenk der Freiheit 02:20:08
Nicht mehr und nicht weniger ist das, was vom Menschen erhofft wird. Aber das wird diesen Beitrag leisten. Ob es wird, ob es nicht wird, ob die ganze Menschheit versagt oder verweigert dieses Prinzip oder ob wir dieses Prinzip weitertragen in die Welt, sodass auch andere Hierarchien Schritt für Schritt teilhaftig werden können der Freiheit und damit eben auch die ganze geistige Welt im Grunde völlig verändert wird, ihr Zusammenwirken völlig verändert wird. Da sind wir dieses kleinste, jüngste, unfähigste geistige Wesen, weil wir haben noch ganz kleine Fähigkeiten, weil wir haben schon Schwierigkeiten jetzt sogar imaginativ zu schauen, also Imaginationen zu erleben und das ist die, so wie soll ich sagen, noch der primitivste und einfachste Zugang zur geistigen Welt. Das ist noch etwas ganz Kleines in Wahrheit im Vergleich zu dem, dass wir dann einmal ein ganzes kosmisches System mitschaffen, ein Planetensystem, wenn wir so wollen und es wird ganz anders sein als das, was wir heute als Planetensysteme kennen, weil der ganze Kosmos ja eigentlich umgestaltet wird mit darin.
Also es ist nicht einfach wieder ein neues Planetensystem oder was, was irgendwo geschaffen wird. Da ist längst der Kosmos schon etwas ganz anderes geworden und wir werden mitgearbeitet haben daran. Wir werden mit Weichen gestellt haben. Ja, vielleicht auch Weichen auf Abstellgleise zwischendurch, das kann es natürlich auch sein, dann werden wir aber auch wieder mitarbeiten müssen, um das zu beheben. Wir können das, wir dürfen das, wir sollen das. Es wird von uns erwartet. Darum reden wir über diese Themen. Was es wirklich bedeutet.
Natürlich ist es nicht so, dass wir heute irgendwen dazu verleiten sollten, du musst unbedingt jetzt Imaginationen schauen, du musst hellsichtig werden oder wie immer man das nennen will. Gar nicht. Jeder nach seinem Schicksal, jeder nach seinen Möglichkeiten. Es muss ja ganz aus der Freiheit geschehen. Und daher muss man den Menschen auch zugestehen.
Johannes Thomasius und der Mut zum Schritt 02:22:31
Und darum, ich finde das so genial, dass diese Mysteriendramen beim Johannes Thomasius, der halt ja so ein, ich will nicht sagen Musterschüler ist, aber er ist das für Rudolf Steiner geradezu das Urbild des geistig strebenden Menschen, aber der halt mit all den Hürden zu kämpfen hat, die damit verbunden sind. Und der stolpert auf den Weg. Er stolpert, stolpert, stolpert auf den Weg und immer wieder dann verständlicherweise sagt, nicht jetzt. Bitte verlangst es nicht jetzt von mir. Ich bin noch nicht so weit. Und er muss immer wieder lernen, ja, aber du musst den Schritt tun, um so weit zu kommen. Du musst den Schritt wagen, wo du eigentlich völlig blind noch bist. Und du musst sehend werden für die Aufgabe, die dort an dir vor Augen tritt. Und die sichtbar wird für dich aus den Fähigkeiten, die du jetzt entwickelt hast, bis jetzt entwickelt hast, von denen du noch gar nicht weißt, was du eigentlich tun sollst damit, im Grunde. Und wo du dann aber sehen wirst, ah, da ist eine Fähigkeit da, die wird gebraucht, um an der Welt mitzuarbeiten, schaffend an der Welt mitzuarbeiten, in immer größerem Maße.
Darum geht es. Deswegen sind die Sachen mit den Inspirationen und so weiter, mit den Bildern, die man sich schaffen kann, Bildern im weitesten Sinn von der geistigen Welt, jedenfalls ein Bewusstsein, ein klares Bewusstsein sich erwirbt, dass wir lernen, sie wahrzunehmen und uns eher so sicher zu bewegen wie in der äußeren Welt. Darum beschäftigt man sich damit. Weil hier jetzt während unserer Erdentwicklung, während unserer ganzen Erdentwicklung, Schritt für Schritt, wir alle diese Fähigkeiten erwerben sollten, wenn wir das Geschenk, das uns gegeben wurde, das Geschenk der Freiheit, wenn wir das in gutem Sinne benutzen wollen und nicht missbrauchen wollen. Wobei die Entscheidung, was Missbrauch ist und was Gutes ist, unsere ist. Das heißt, das, was herauskommt dabei, ob es gut oder schlecht ist, das wird sich weisen, es wird sich weisen an dem, was wir überhaupt erst hervorbringen. Und wir werden es selber beurteilen müssen, immer mehr selber beurteilen müssen.
Der strenge Blick Uriels in der Johannizeit 02:25:31
Wir haben jetzt noch sehr viele Hilfe dabei von Wesenheiten, die über uns stehen. Wir leben ja auch in der Johannizeit, wir haben jetzt vor kurzem die Johanni-Imagination gelesen, wie wir es jedes Jahr tun und haben gesehen, dass ein sehr strenger Blick auf uns fällt, Uriel blickt, also sehr stark auf uns herunter und schaut in den Kristallstrukturen der Erde, in den Ordnungen, die dort sind oder auch in den Unordnungen, die drinnen sind, sieht er, wie gut oder wie schlecht die Menschheit insgesamt schon gearbeitet hat und wir sollten halt lernen, darin zu lesen. Dann haben wir eine Orientierung daran, wo wir stehen in unserer Entwicklung drinnen. Und das wird uns so gezeigt, dass wir uns entscheiden müssen, dafür es überhaupt wahrzunehmen oder nicht wahrzunehmen.
Ja, der Uriel blickt sehr streng, das sehen wir. Und wir sehen sogar, wie wir bis ins ganze Naturgeschehen hinein viele Fehler eingebaut haben in die ganze Erdentwicklung. Das sind nämlich diese ganzen Strukturen, die nicht so sind, die nicht diese klare Ordnung haben, die sie haben hätten können. Die Kristalle nämlich, die drinnen sind in der Erde, wo wir so vieles zerstört haben daran. Eben dadurch, dass wir aus unserem Ich heraus, wirklich aus unserem Ich heraus, noch sehr ungeschickt waren und sind. Aber es ist zugleich das Ganze der Ermunterung, schaut's dem bewusst ins Gesicht sozusagen, der Tatsache, schaut, welche Fehler er geschaffen hat und schaut's, was ihr daraus machen könnt. Ja, schaut selber, was ihr daraus machen könnt.
Und das ist ein wesentlicher Punkt, warum wir hier auf Erden sind. Unser Erdenleben führen, in vielen Inkarnationen führen und dass dazu natürlich viel Äußeres tun da ist und das ist ganz wichtig. Wir sollen nicht die ganze Zeit nur meditieren und sozusagen in die geistige Welt schauen, sondern gerade wir sollen versuchen, auch hier es ins praktische Leben umzusetzen. Das ist ganz wichtig. Dadurch wird es erst wirklich zu einer Fähigkeit, mit der wir die Zukunft, und zwar auch die fernste Zukunft, mitgestalten können, wie wir es sollen. Sollen. Aus Freiheit sollen, wo es uns ermöglicht ist. Das ist ein Geschenk, das wir annehmen oder auch ablehnen können. Niemand zwingt uns. Es steht da.
Geschenk und Austausch: der Funke, der Kräfte weckt 02:28:30
Und so sollten Geschenke halt immer sein. Geschenke sind etwas, was man gibt, was Anregung sein kann vielleicht, von dem man aber nicht zwingend erwartet, wo man eigentlich gar nicht erwartet, dass der andere es annimmt oder annehmen muss, das schon gar nicht, sondern wo es etwas in ihm zum Schwingen bringen kann. Und in den meisten Fällen wird es auch so sein, dass er gar nicht das unmittelbar annimmt, was wir jetzt so als Fertiges ihm anbieten, als Ding, sondern wo nur ein Funke überspringt, der in ihm selber die schaffenden Kräfte weckt. Und ihm den Mut erweckt, in ihm aus dem heraus tätig zu werden. Ganz auf die eigene Verantwortung. Und das ist Mitverantwortung für die ganze Welt.
So groß ist das Ganze. Es braucht uns nicht schrecken, aber es sollte uns langsam bewusst werden. Vielleicht lernen wir aber daran, uns auch selber in unseren Möglichkeiten und in den Aufgaben, die wir lösen können und was uns zugetraut wird, besser kennen. Und vielleicht macht uns das auch mehr Mut, tätig zu sein.
Ja, damit, meine Lieben, möchte ich aber wirklich für heute Schluss machen. Es ist sowieso lange geworden. Wir haben über die Sinne jetzt doch nicht näher gesprochen, aber es wird sicher früher oder später kommen. Es kann auch später sein. Es macht nichts. Ich danke euch für eure Geduld. Ich danke euch allen, die beim Livestream dabei seid.
Renato: Herzlichen Dank, Wolfgang.
Wolfgang: Gerne, gerne, danke.
Renato: Danke für den tiefen Vortrag.
Wolfgang: Gerne, danke. Ich danke euch wirklich sehr intensiv für eure Unterstützung. Es wäre nicht möglich, irgendwas davon zu sprechen, wenn nicht Menschen da sind, die es nehmen wollen. Freiwillig sozusagen. Nehmen wollen im Sinne, sich anregen lassen und dann selber damit tun, was sie wollen. Sonst hat das überhaupt keinen Sinn. Es braucht beides. Und jeder Mensch kann auch beides sein. Wir sollten von den anderen nehmen, weil jeder hat was zu geben. Und jeder sollte auch die Fähigkeit haben zu nehmen. Dann ist wirklich ein Austausch da. Dann wird es was Lebendiges.
Renato: Ja, genau. Herzlichen Dank, Wolfgang.
Wolfgang: Danke euch. Bis zum nächsten Mal. Danke. Alles Gute.
Renato: Bis zum nächsten Mal. Schönen Abend, Wolfgang.
Wolfgang: Tschau, tschau. Bis zum nächsten Mal.
Glossar
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Literaturangaben
Rudolf Steiner, Alexandra Riggins: Die sieben apokalyptischen Siegel, Triskel Verlag 2005, ISBN 978-3-905893-02-1;
Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums, GA 8 (1989), ISBN 3-7274-0080-3;
Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X;
Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0;
Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V: Apokalypse und Priesterwirken, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0;
Emil Bock, Das Neue Testament, Übersetzung in der Originalfassung, Urachhaus, Stuttgart 1998, ISBN 3-8251-7221-X




